Schulprogramm der Pestalozzi

Schulprogramm der Pestalozzi-Schule
Stand: Dezember 2012
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Präambel
S. 03
2
Leitbild
S. 04
3
Schulbereiche
3.1 Grundschule
3.2 Förderzentrum
3.3 Lerngruppen für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“
3.4 Sekundarstufe I
S. 05
S. 06
S. 07
S. 08
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Schulprofil
4.1 Arbeitsschwerpunkte
4.1.1. Präventionsarbeit
4.1.2. Medienkompetenz
4.1.3. Gesundheitsvorsorge
4.1.4. Kreativitätsförderung
S. 10
5
Verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG) u. ergänzende Betreuung (Hort)
S. 14
6
Schulstation
S. 16
7
Schulprojekte
7.1 Lerngruppe im Lindenhof
7.2 Lerngruppen in der Wadzeck-Stiftung
S. 17
S. 17
S. 18
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Elternmitarbeit und Förderverein
S. 18
9
Ziele und Evaluation
S. 19
10 Schulspezifische Daten
S. 20
11 Anhang
S. 22
Impressum
S. 11
S. 11
S. 12
S. 13
S. 22
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Präambel
Mitten im grünen Bezirk Zehlendorf befindet sich die Pestalozzi-Schule. In der Nachbarschaft
einer ruhigen Einfamilienhaus-Siedlung gelegen ist sie durch die in wenigen Minuten
erreichbare U-Bahn und mehrere Buslinien verkehrsgünstig an die City angebunden.
Seit ihrer Gründung blickt die Pestalozzi-Schule auf eine über 80-jährige Geschichte zurück.
Am heutigen Standort wurde sie in den 1970er-Jahren als Sonderschule für lern- und geistigbehinderte Kinder und Jugendliche konzipiert, entwickelte sich jedoch stetig weiter und
passte sich mit eigenen Ambitionen den jeweiligen pädagogischen Strömungen und
Reformen an.
So vereinigt sie heute unter ihrem Dach einen integrativen Grundschulzug der Klassen 1 bis 6
sowie ein Sonderpädagogisches Förderzentrum für die Förderschwerpunkte „Lernen“ und
„Geistige Entwicklung“ für die Klassenstufen 3 bis 10.
Darüber hinaus führt die Pestalozzi-Schule in Kooperationen drei Außenklassen für den
Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ und beschult in einer weiteren
temporären Außenklasse die Kinder der beruflich reisenden Familien der Ethnie Sinti und
Roma. Seit dem Schuljahr 2010/2011 beteiligt sich der Grundschulteil der Pestalozzi-Schule
am regionalen „Schulversuch inklusive Pädagogik und Erziehung“ im Bezirk SteglitzZehlendorf.
Unserem Namenspatron Johann Heinrich Pestalozzi und seiner pädagogischen Maxime vom
„Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ fühlen wir uns insofern verpflichtet, als wir für unsere
Schülerinnen und Schüler einen ganzheitlichen, lebensoffenen Unterricht gestalten und
dabei abwechslungsreiche, handlungsorientierte Unterrichtsformen anwenden.
In unserem Bestreben, die jeweils neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse aufzunehmen und
eine ebenso kindgerechte wie an den aktuellen Standards orientierte Schule zu entwickeln,
wird weiterhin der Weg unser erklärtes Ziel sein.
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2
Leitbild
Lernen mit Kopf, Herz und Hand
1. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit
und Entwicklung. Es wird mit seinen Stärken und Schwächen wahrgenommen,
geachtet und gefördert.
2. Gemeinsam schaffen wir ein vertrauensvolles Schulklima. Wir legen Wert auf einen
respektvollen Umgang miteinander.
3. In unserer Schule pflegen wir einen transparenten und kommunikativen Umgang
aller am Schulleben Beteiligten.
4. Regelmäßige gemeinschaftliche Projekte und Aktivitäten fördern die Identifikation
mit der Schule.
5. Wir bereiten unsere Schülerinnen und Schüler auf ein eigenverantwortliches,
selbstständiges und gesundheitsbewusstes Leben vor.
6. Wir unterstützen die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl als
Grundlage für Lernprozesse.
7. Durch vielfältige Unterrichtsangebote und eine Öffnung nach außen schaffen wir
Freude am Lernen.
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3
Schulbereiche
3.1 Grundschule
Seit Mitte der 90er-Jahre werden in der Pestalozzi-Schule Grundschulklassen geführt. Der
einzügige Grundschulzweig – so wie er heute existiert - wurde 2005 gegründet. Unsere
Klassen haben eine maximale Lerngruppengröße von 20 Kindern; jede Klasse bietet bis zu 5
integrative Schulplätze an. Der gemeinsame Unterricht fördert die individuelle
Lernentwicklung eines jeden Kindes - von der Hochbegabung bis zur Unterstützung von
Kindern mit einem besonderen Förderschwerpunkt. Dabei werden die sozialen
Kompetenzen, das Selbstbewusstsein und die Vielfalt der Lernstrategien umfassend
geschult. Unser Unterricht ist differenziert und ganzheitlich ausgerichtet.
Die Schulanfangsphase unserer Grundschule bietet den Kindern einen vorbereiteten
Übergang aus der Kita. Wir kooperieren mit den Kindertagesstätten:



Königskinder
Ernst-Moritz-Arndt und
Kiddies
Gemeinsame Vorbereitungsveranstaltungen und Unterrichtsbesuche sowie ein enger
Austausch zwischen Erzieherinnen, Lehrerinnen und Eltern vor dem Schuleintritt erleichtern
den Kindern den Übergang zwischen Kita und Grundschule. In der flexiblen
Schulanfangsphase unserer Schule lernen die Erst- und Zweitklässler jahrgangsübergreifend.
Für diesen Bereich unseres Grundschulteils liegt eine eigene Konzeption vor (s. Anhang).
Auf der Grundlage unseres schulinternen Curriculums fördern wir das selbstständige Lernen
und damit die Voraussetzungen für einen gelungenen Übergang auf die weiterführenden
Schulen im Anschluss an die 6. Klasse.
Die Pestalozzi-Schule nimmt am Programm SINUS-Transfer Grundschule der Bund-LänderKommission teil. Das Programm zielt auf die Weiterentwicklung des mathematischnaturwissenschaftlichen Unterrichts und unterstützt unser Vorhaben, einen qualifizierten
und effektiven Fachunterricht anzubieten.
Seit dem Schuljahr 2010/2011 beteiligt sich die Pestalozzi-Schule mit ihrem Grundschulteil
am regionalen „Schulversuch inklusive Pädagogik und Erziehung“ im Bezirk SteglitzZehlendorf.
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Das Profil unseres Grundschulzweigs umfasst:

ein Angebot moderner und offener Unterrichtsmethoden: Lernwege, Wochenplanarbeit, Freiarbeit …

einen Montessori-orientierten Unterricht

fächerübergreifende Projektarbeit

die Rhythmisierung des Schultages

eine enge und harmonische Zusammenarbeit zwischen den Erzieherinnen und den
Lehrerinnen

eine pädagogische Verzahnung mit der ergänzenden Betreuung

2 Schwerpunktstunden, die in den Klassen 5 und 6 das selbstständige Lernen fördern
 zwei zertifizierte [email protected] in den Klassen 4 und 5

das Angebot „Frühenglisch“ in der Schulanfangsphase

auf die Lernbedürfnisse der Kinder abgestimmte temporäre Lernangebote

„bewegte“ Pausen

ein praktiziertes Team-Teaching.
3.2 Förderzentrum
Die Unterstufe des Förderzentrums können Schülerinnen und Schüler mit dem
Förderschwerpunkt „Lernen“ ab Klassenstufe 3 besuchen. Die Aufnahme findet nur bei
übereinstimmendem Elternwunsch statt.
Der Unterricht erfolgt auf der Grundlage des Berliner Rahmenplans für Schülerinnen und
Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“.
Anknüpfend an ihre Voraussetzungen und Vorkenntnisse werden die Schülerinnen und
Schüler in kleineren Lerngruppen unterrichtet und gefördert. In allen Unterrichtsbereichen
bilden differenzierende Maßnahmen und individuelle Förderziele die Basis der Arbeit. Für
jede/n Schülerin / Schüler wird ein individueller Förderplan erstellt, der halbjährlich evaluiert
und fortgeschrieben wird. Je nach den besonderen Bedürfnissen des einzelnen Kindes
können folgende Förderziele formuliert werden:

Ausbau basaler Fähigkeiten wie Sensorik, Motorik, Praxie

Steigerung von Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation
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
Aufbau persönlicher und sozialer Kompetenzen

Ausbau und Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit

Aneignung von Arbeitstechniken und Strategien zum selbständigen Lernen,

Methodenkompetenz

Grundlagenförderung in den Kulturtechniken: Lesen, Schreiben, Rechnen
Mit den Eltern findet in Gesprächen ein regelmäßiger Austausch über den Lernstand sowie
die persönliche Entwicklung ihres Kindes statt.
Der Unterricht wird von den unterrichtenden Lehrerteams gestaltet. Die Prinzipien der
Handlungs- und Bewegungsorientierung stehen dabei im Vordergrund. Der Unterricht lädt
zu einem entdeckenden Lernen ein und stellt umfangreiche Übungsmöglichkeiten zur
Aneignung und Sicherung von Kenntnissen bereit. Die Klassenraumgestaltung ist anregend
und gibt eine zusätzliche Orientierung im Lernprozess.
Soweit möglich erfolgt die Aufbereitung der Lernangebote nach Leitthemen und
fächerübergreifenden Aspekten. Dadurch können die Schüler Teilgebiete des Lernens
gedanklich leichter miteinander verknüpfen und haben trotz differenzierter Angebote einen
verbindenden Rahmen für das gemeinsame Lernen.
Die Unterrichtszeit am Vormittag wird rhythmisiert. Sie ist durch wiederkehrende Rituale
und besondere Fixpunkte im Alltag gekennzeichnet, die auch emotional instabilen Kindern
Sicherheit und Orientierung geben.
3.3 Lerngruppen für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“
Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ werden in
der Pestalozzi-Schule integrativ innerhalb des Grundschulbereichs beschult. Darüber hinaus
verfügt die Schule über zwei Klassen, in denen Kinder und Jugendliche mit dem
Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ miteinander und nach einem auf sie
abgestimmten Förderkonzept lernen können. Aufgeteilt in eine Unter- und
Mittelstufenklasse (6 bis 12 Jahre) sowie eine Mittel- und Oberstufenklasse (13 bis 18 Jahre)
werden die Schülerinnen und Schüler von zwei Sonderpädagoginnen und 2 Pädagogischen
Unterrichtshilfen in ihren individuellen Lernprozessen unterstützt. In den altersgemischten
und jahrgangsübergreifenden Lerngruppen befinden sich im Durchschnitt 8 Schülerinnen
und Schüler.
Ausgehend von einer Rhythmisierung des Schultages gibt es keine 45 Minuten Einheiten.
Vielmehr passt sich der Unterricht den Lernphasen der Kinder an. Der Stunden- und
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Tagesplan der beiden Lerngruppen vollzieht sich in einem kontinuierlichen Wechsel von
Anspannung und Entspannung. Neben den musisch-künstlerischen Aktivitäten und dem
Erlernen der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen, zählen auch die
lebenspraktischen Tätigkeiten, die Sprach- und Kommunikationsförderung und das Üben
motorischer Fertigkeiten zu den zentralen Unterrichtsinhalten. Der Morgenkreis sowie das
gemeinsame Frühstück und Mittagessen gehört für die Schülerinnen und Schüler ebenso
selbstverständlich zum Schulleben wie Ausflüge, Jahresfeste und das Feiern der Geburtstage.
In den Klassen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wird in großen Teilen
projektorientiert gearbeitet. Die Lernangebote und der Unterricht beinhalten daher stets
eine lebensweltliche und lebenspraktische Orientierung. Den individuellen
Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler wird im Unterricht mit differenzierten
Lernangeboten und einer strukturierten Lernumgebung entsprochen.
3.4 Sekundarstufe I
In der zweizügigen Sekundarstufe des Sonderpädagogischen Förderzentrums werden in den
Klassen 7 bis 10 Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in
den Bereichen „Lernen“ und/oder „Emotionale und soziale Entwicklung“ unterrichtet.
Schwerpunkt des Unterrichts liegt im Dualen Lernen mit einem hohen Anteil an
Berufsorientierung und Praxis. Dabei bilden die Angebote der kooperierenden Betriebe und
die intensive Zusammenarbeit mit der Helmut Ziegner Berufsbildung GmbH (HZBB) eine
wichtige Grundlage. Ergänzend sollen künftig die Angebote des „Landesprogramms Berliner
vertiefte Berufsorientierung“ (BvBO) unsere schulische Förderung begleiten. Die intensive
Berufsorientierung unterstützt das Ziel der Pestalozzi-Schule, alle Schülerinnen und Schüler
der Sekundarstufe mit ihren individuellen Förderbedarfen umfassend auf den Berufseinstieg
vorzubereiten. Die berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler fließt dabei
anschaulich sowie realitätsnah in möglichst viele Unterrichtsfächer ein. Dieses Vorhaben
wird durch die Berufserkundungswoche in der 7. Klasse, die umfassenden Praktika in der 8.,
9. und 10. Klasse, die Schülerfirmen in den Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie die flankierenden
Exkursionen und berufspraktischen Erprobungen unterstützt. Ziel ist es, dass alle
Schülerinnen und Schüler am Ende der 10. Klasse einen berufsorientierenden oder
vergleichbaren Hauptschulabschluss erlangen. Die nachfolgenden Unterrichtsangebote und
organisatorischen Strukturen sind feste Bestandteile des Lernens in der Sekundarstufe der
Pestalozzi-Schule:

Erwerb des zertifizierten Jugendcomputerführerscheins „[email protected] 4U“ in Klasse 7

Kompetenz- und Potenzialanalyse in der 8. Klasse
8

Methodentraining in den ersten beiden Schulwochen des jeweiligen Schuljahres in
den Klassen 7 bis 10

Durchführung von einwöchigen „Babybedenkzeiten“ durch eine ausgebildete
Fachlehrerin in der Klassenstufe 9

Bewerbungstraining - insbesondere auch durch die Anfertigung konkreter
Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche zur Aufnahme in die gewünschte
Schülerfirma zu Beginn der 9. Klasse

Einüben von Schlüsselqualifikationen und arbeitsrelevanten Basiskompetenzen zur
Vorbereitung auf das Arbeitsleben: Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, Eigenorganisation
von Arbeitsprozessen …

selbstständiges Führen einer Lerndokumentation in Form des Berufswahlpasses in
den Klassen 7 bis 10

Vermittlung realistischer Eigeneinschätzung durch die Stärken-Schwächen-Analyse

mitverantwortliche Einbeziehung der Jugendlichen in die Erarbeitung individueller
Lern- und Förderpläne

Einüben von Präsentationstechniken im Rahmen der Projekte, des darstellenden
Spiels und der intensiven Vorbereitung auf die Präsentationsprüfungen

Förderung des selbstständigen Lernens durch Einüben spezifischer Lerntechniken,
Methoden und Arbeitsformen auf der Basis des schulinternen Curriculums

Anleitung zur Übernahme von Verantwortung und Eigeninitiative im Rahmen der
Unterrichtsgestaltung in den 5 Schülerfirmen: „keinHolzweg“, „Bistro“, „Medien &
Design“, „Fahrradwerkstatt“ und „Backstube“

Erarbeitung individueller Praxisangebote für schuldistanzierte Schülerinnen und
Schüler im Verbund mit den Kooperationspartnern (HZBB, Bäcker-Innung, Betriebe
und den schulinternen Schülerfirmen)

intensive Beratung und Begleitung durch einen Schulsozialarbeiter im Bereich der
Berufsorientierung
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4

verzahnte Feinabstimmung des Lernarrangements zwischen Praxis und Theorie
im Unterrichtsfach „Wirtschaft-Arbeit-Technik“

Antragstellung auf Einrichtung von 2 Lerngruppen in den Jahrgangsstufen 9/10 in der
Organisationsform des „Produktiven Lernens“ im Schuljahr 2011/12 mit erneuter
Bekräftigung des Vorhabens in 2012/13.
Schulprofil
Die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler steht im Zentrum unserer
täglichen Arbeit. Wir fördern die Interessen und Stärken der Kinder und Jugendlichen und
helfen ihnen, ihre Schwächen auszugleichen und zu überwinden, damit sie als starke und
selbstbewusste Persönlichkeiten ins Leben treten können.
Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir mit einem handlungsorientierten Ansatz und leiten
im Unterricht zu selbstständigem Lernen an. Wir leiten unsere Schülerinnen und Schüler an,
ein größtmögliches Maß an Eigenaktivität zu entwickeln. So unterstützen beispielsweise in
den Klassen der Jahrgangsstufen 1/2 bis 5 die Physikpaten des Projekts „Zauberhafte Physik“
der Bürgerstiftung Berlin unsere Zielsetzung. Durch die fachlich kompetente Anleitung zum
Experimentieren werden Forschergeist und naturwissenschaftliches Denken gefördert.
Auf dem Weg von der Integration zur Inklusion wollen wir jedem Schüler die individuelle
Teilhabe am Unterricht in unserer Schulgemeinschaft ermöglichen. Dazu arbeiten wir mit
speziell auf das einzelne Kind abgestimmten Förderansätzen, die regelmäßig den erreichten
Entwicklungsstufen angepasst werden.
In unserer Sekundarstufe bieten wir den Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten zur
Berufsorientierung durch praktisches Lernen im Unterricht, Arbeit in den Schülerfirmen
sowie verschiedene außerschulische Praktika während der Schulzeit. Damit eröffnen wir ein
breites Spektrum möglicher Berufsfelder und geben die Chance, Berufswünsche zu
hinterfragen und persönliche Fähigkeiten zu entdecken. Es ist unser Ziel, jeden Jugendlichen
im Anschluss an die Schulzeit in eine Ausbildung oder eine weiterqualifizierende Maßnahme
zu vermitteln.
10
4.1
Arbeitsschwerpunkte
4.1.1 Präventionsarbeit
Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt unserer Schule liegt in der Präventionsarbeit, wo wir
uns insbesondere den Bereichen der Gewaltprävention und Suchtprophylaxe verpflichtet
fühlen.
Bereits in den Klassen 1 und 2 beginnen wir daher mit der Gewaltprävention durch das
Brummi-Programm der Landespolizei Berlin und setzen diese Arbeit in den folgenden
Klassenstufen durch den zuständigen Präventionsbeauftragten unseres Abschnittes mit
altersgerechten Angeboten fort. Das Theater EUKITEA gastiert als Mitmachtheater in
regelmäßigen Abständen in der Pestalozzi-Schule und unterstützt mit ihren Themen unsere
Präventionsarbeit. Die Pestalozzi-Schule kooperiert mit dem regionalen Jugendamt und der
Berliner Polizei.
Im Rahmen der Suchtprophylaxe bieten wir den 7. Klassen die Möglichkeit, am jährlich
stattfindenden Nichtraucher-Wettbewerb „Be smart – don’t start“ teilzunehmen und nutzen
die aktuellen Präventionsprojekte des Bezirks zum Thema Alkohol und Drogen. Für
interessierte Schülerinnen und Schüler wird darüber hinaus nach Bedarf ein
Raucherausstiegskurs an unserer Schule angeboten.
Im Hinblick auf die Lebensplanung und zur Vorbereitung auf zukünftige Aufgaben nehmen
wir an dem RealCare Elternprogramm teil und führen in den 9. Klassen einen
Babybedenkzeit-Kurs durch. Hier erwerben die Jugendlichen Kenntnisse und
Handlungsstrategien, um mit dem Thema Elternschaft verantwortungsvoll umzugehen.
4.1.2 Medienkompetenz
Die Pestalozzi-Schule hat sich ein von der Schulkonferenz beschlossenes Medienkonzept
erstellt. Unser Ziel liegt in der Vermittlung einer umfassenden Medienkompetenz. Wir
befähigen unsere Schülerinnen und Schüler zu einem sicheren Umgang mit dem Computer
und dem Internet. Alle unsere Klassenräume - von der Schulanfangsphase bis zur Klasse 10 sind mit internetfähigen Computern ausgestattet. Zur Umsetzung unseres Medienkonzepts
kooperieren wir mit der Arbeitsgemeinschaft „[email protected]“, vertreten durch
Joachim Biermann und die Firma Biermann + Siems GbR.
In den Jahrgangsstufen 4, 5 und 7 werden folgende Computerführerscheine und Zertifikate
angeboten:
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[email protected] (4. Klasse)
Die Bereiche eigenständige Lösung von Problemen, Grundlagen Dateimanagement,
Internetrecherche und gezieltes Finden und Verarbeiten von altersgerechten Informationen
aus dem Internet sowie Anwendung des E-Mail-Verkehrs sind einige der Inhalte des Moduls.
Außerdem werden die Themen „Eigenverantwortliche Mediennutzung“ und „Gefahren des
Web 2.0“ besprochen. Ergänzend wird das Internetseepferdchen der SenBWF erworben.
co[email protected] „Buchprojekt“ (5. Klasse)
Der Fokus dieses Moduls liegt auf der Arbeit mit Textverarbeitungsprogrammen, z. B.
Texteingaben, Formatierungen, Umgang mit Tabulatoren und Textstrukturierungen sowie
Einfügen von Objekten.
[email protected] Bildschirmpräsentation (7. Klasse)
In diesem Modul werden die Kenntnisse vermittelt, Informationen über das Internet zu
sammeln, zu strukturieren, ein Layout zu entwerfen und PowerPoint-Folien zu erstellen.
Vortragstechniken werden in Zusammenarbeit mit den einzelnen Unterrichtsfächern geübt
und die Schüler präsentieren dann vor Eltern und Lehrern ihre Arbeiten.
Die Schwierigkeitsgrade der genannten [email protected] werden den Kompetenzen der
Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen angepasst und mit den Inhalten
aus dem Fachunterricht im Sinne einer individuellen Förderung ergänzt.
Zum Festigen der Fertigkeiten stellt die Arbeitsgemeinschaft „compass-Deutschland“ den
Lehrkräften der Klassenstufen 4, 5 und 7 Tipps und Vorschläge für weitere
Aufgabenstellungen oder Hausaufgaben zur Verfügung. Diese Maßnahme fördert die
eigenverantwortliche und selbsttätige Festigung der zuvor vermittelten Fertigkeiten und die
Aneignung neuer Kenntnisse über Funktionen und Möglichkeiten, z.B. von Schreib- und
Präsentationsprogrammen. So werden die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen
der Oberschule und auch auf die spätere Ausbildung gut vorbereitet.
4.1.3 Gesundheitsvorsorge
Der Arbeitsschwerpunkt „Gesundheitsvorsorge“ zeigt sich vielseitig in allen Bereichen
unseres Schullebens.
In den Klassen der Schulanfangsphase findet im Rahmen der Rhythmisierung des Schultags
täglich ein „Vorlesefrühstück“ statt. Für die Mittagspausen liefert der Vollwert-Caterer
„LUNA“ unseren Schülerinnen und Schülern in der ergänzenden Betreuung (Hort) das
Mittagessen. Wir stehen in einem engen Austausch mit dem Caterer, um die besonderen
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Wünsche der Kinder mit Nahrungsunverträglichkeiten und Allergien berücksichtigen zu
können. In unserem Schulgebäude stehen zwei Zahnputzräume zur Verfügung, die auch vom
schulzahnärztlichen Dienst für die regelmäßig stattfindenden Vorsorgeuntersuchungen
genutzt werden. In den Pausenzeiten haben unsere Schülerinnen und Schüler die
Möglichkeit, im Rahmen der „Bewegten Pause“ verschiedene Angebote wahrzunehmen.
Hierzu gehören der „Spiele- und Sportgeräteverleih“ unserer Schulstation, eine Diabolo-AG,
die Möglichkeiten des Freispiels in den Räumen der ergänzenden Betreuung (Hort) und
vielfältige Spielgeräte auf den Schulhöfen. In den beiden 25 minütigen großen Pausen
begleitet unser Schulsozialarbeiter das Fairplay-Fußballspiel in der Sporthalle.
In den Rhythmisierungsphasen werden regelmäßig Angebote zur gesunden Ernährung
(Kochen), Entspannung (Yoga) und Bewegung (Tanz, Ballspiele) durchgeführt. Dabei werden
die Interessen und Wünsche der Kinder abgefragt und berücksichtigt. In der
Arbeitsgemeinschaft „Der Raum als 3. Pädagoge“ aktualisiert und realisiert das Kollegium
der Pestalozzi-Schule den Lebensraum „Schule“ zu einem Ort des Wohlfühlens. Im Rahmen
der AG entstand so in diesem Sommer eine Außenterrasse für das Schüler-Bistro. In Planung
sind mobile Arbeitsplätze für die Schülerinnen und Schüler und eine Neugestaltung des
Eingangsbereichs der Schule. Die Teilnahme am „Landesprogramm für die gute gesunde
Schule“ ist geplant und wird bereits mit interessanten Projekten umgesetzt. Dazu zählen die
Berücksichtigung von Bewegungs- und Entspannungsphasen innerhalb der einzelnen
Unterrichtsstunden, die gemeinsamen Projekte zwischen Jugendamt, Schule und Polizei zum
Thema „Anti-Mobbing“ oder das Angebot des Bistros zur Frühstücksversorgung unserer
Schülerinnen und Schüler mit selbstgebackenen Brötchen und gesunden Milchprodukten.
Der Studientag der Pestalozzi-Schule 2012 wurde bereits mit dem „Landesprogramm für die
gute gesunde Schule“ gestaltet.
4.1.4 Kreativitätsförderung
An unserer Schule legen wir großen Wert auf eine ansprechende Gestaltung unserer Schulund Klassenräume. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer an den Jahres- und Festzeiten
orientierten Dekoration, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern hergestellt wird.
Unsere Flure sind mit wechselnden Schülerarbeiten ausgestattet.
Die Pestalozzi-Schule kooperiert mit zwei Berliner Kinder- und Jugendtheatern.
Mit dem Theater Strahl führen wir seit vielen Jahren erfolgreiche klassen- und
jahrgangsübergreifende Theaterprojekte durch. Dabei werden die unterschiedlichsten
Kompetenzen, Neigungen und Interessen unserer Schülerinnen und Schüler angesprochen.
Vom Bühnenbau bis zur szenischen Improvisation steht jeweils die Förderung der Kreativität
im Vordergrund. Die Projekte beinhalten in der Regel mehrere Workshops, die im Schuljahr
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begleitend angeboten werden und in die abschließenden
Theateraufführungen auf der Bühne des Theaters Strahl münden.
gemeinsamen
Seit dem Schuljahr 2012/13 nimmt unsere Schule am Kooperationsprojekt „GRIPS-Fieber“
des GRIPS Theaters teil. So besucht jede unserer Klassen mindestens einmal im Schuljahr
eine Theatervorstellung des GRIPS-Theaters und wird dabei vom Kooperationspartner
inhaltlich und finanziell unterstützt.
Einmal im Schuljahr gastiert das Aktionstheater EUKITEA in unserer Schule und führt ein
Theaterstück auf, dass die Kinder und Jugendlichen zum Mitmachen animiert. Die
ausgewählten Stücke greifen die Themenwelt unserer Schülerinnen und Schüler auf und
werden in den Klassen nachbereitet.
Unsere schuleigene Theater-AG greift die Spiellust unserer Schülerinnen und Schüler auf.
Dafür bietet die Bühne unseres Mehrzweckraums den entsprechenden Rahmen. Am jeweils
letzten Schultag vor den Ferien verabschieden wir uns gemeinsam voneinander. Hier
ermuntern wir unsere Schülerinnen und Schüler musikalisch, dichtend, instrumental,
gesanglich, pantomimisch, darstellend oder tanzend ihre Ideen und ihr Können der
Schulgemeinschaft zu präsentieren. Im Februar 2013 startet die AG Schulchor. Hier wird mit
den Kindern ein reichhaltiges Liedrepertoire erarbeitet.
In den Klassen 3 bis 6 finden regelmäßig Stadterkundungen mit Architektinnen, Stadtführern
oder Kinderbuchautoren statt. Im Anschluss werden die Erkundungsgänge gestalterisch
aufgearbeitet. Dafür wählen die Lerngruppen ihre eigenen, klassenspezifische Themen aus.
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Verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG) und ergänzende Betreuung (Hort)
Seit dem Schulbeginn 2006/2007 gibt es für die VHG und die ergänzende Förderung und
Betreuung der Schülerinnen und Schüler eigene Räume in der Pestalozzi-Schule. Die
Angebote der VHG finden während der Schulzeit zwischen 7.30 Uhr und 13.30 Uhr statt. Die
ergänzenden Angebote in der Früh-, Nachmittags- und Spätbetreuung sind kostenpflichtig,
beginnen morgens um 6.00 Uhr und dauern bis maximal 18.00 Uhr.
Alle Erzieherinnen und Erzieher der ergänzenden Betreuung haben eine sonderpädagogische
Zusatzausbildung und / oder Erfahrung in der Förderung von Kindern mit besonderem
Förderbedarf. Sie übernehmen im Tagesverlauf vielfältige Aufgaben, die im folgenden
beschrieben sind.
Am Vormittag begleiten unsere Erzieherinnen und Erzieher insbesondere die Lerngruppen
der Schulanfangsphase. Sie arbeiten eng mit den Lehrerinnen zusammen und unterstützen
das jahrgangsübergreifende Lernen durch die Betreuung von Gruppen und einzelnen
Kindern im Rahmen einer gezielten Lernförderung. Auch in den anderen Klassen der
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Grundschule und des Förderzentrums sind die Erzieherinnen und Erzieher regelmäßig in das
Unterrichtsgeschehen eingebunden, bieten Kindern emotionale Unterstützung in
schwierigen Situationen, fördern Aufmerksamkeit und Motivation oder gestalten individuelle
Lernprozesse.
Bei der Rhythmisierung des Vormittags durch den Wechsel von Unterrichtszeiten mit
Entspannungsphasen, Freizeitangeboten und Pausenzeiten übernehmen unsere
Erzieherinnen und Erzieher weitere Aufgaben. Sie bieten in den Pausenzeiten Spielangebote
in den Gruppenräumen an, begleiten die Schülerinnen und Schüler beim Mittagessen und
gestalten eigene kulturelle, kunsthandwerkliche oder technische Spiel- und
Bildungsangebote. So gibt es etwa in Zusammenarbeit mit dem „Haus der kleinen Forscher“
wöchentlich zwei Experimentier-Gruppen, in denen das Interesse der Schüler für
naturwissenschaftliche Veränderungen in ihrer Umgebung geweckt und das genaue
Beobachten und Wahrnehmen gefördert werden soll. In zwei weiteren Gruppen zum
technischen Werken wird im spielerischen Umgang mit verschiedenen Materialien und
Werkzeugen, das Verständnis für technische Probleme und Problemlösungen angebahnt. In
nochmals zwei Gruppen wird kreativ getöpfert. Bei allen Angeboten steht die Freude am
praktischen Tun, am spielerischen Ausprobieren, an der Kommunikation untereinander und
der Stolz am Gelernten, am Selbst-Geschafften oder Geschaffenem im Vordergrund.
Für viele Kinder, die auch den Nachmittag in der Schule verbringen, bedeutet dies, dass die
offene Ganztagsschule für sie einen wichtigen Lebensbereich neben der Familie darstellt.
Uns ist daher wichtig, dass in der ergänzenden Betreuung die Schülerinnen und Schüler auch
in sozialer und emotionaler Hinsicht ernst genommen und unterstützt werden. Das heißt,
dass ihnen Raum zum freien Spiel und dem Verfolgen eigener Interessen gegeben wird,
ihnen aber auch Hilfe bei der Lösung von Problemen und der Schlichtung von Streitigkeiten
untereinander angeboten wird, ohne sie zu bevormunden. Genauso werden ihnen Angebote
zur sinnvollen Freizeitgestaltung gemacht, ohne sie ihnen aufzudrängen.
Der Schwerpunkt unserer Arbeit am Nachmittag liegt in der Fortführung der ganzheitlichen
Förderung der Schülerinnen und Schüler, wobei von deren individuellen Fähigkeiten,
Bedürfnissen und Neigungen ausgegangen wird. Besonderer Wert wird dabei auf die
Entwicklung von Selbstständigkeit und sozialen Kompetenzen gelegt. Grundsatz dabei ist:
Alles was die Schülerinnen und Schüler selbstständig tun und verantwortlich für sich und
andere entscheiden können, sollen sie selbstständig tun und verantworten. Von Montag bis
Donnerstag wird regelmäßig Hilfe bei der Anfertigung der Hausaufgaben angeboten. Für
eine gelingende Förderung und Betreuung der Schüler ist eine gute Kommunikation
zwischen den Eltern und den Erzieherinnen sehr wichtig. Verlässliche Absprachen,
regelmäßige Kontakte und Gespräche sind erwünscht.
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In den Ferienzeiten werden auf der Grundlage dieser Prinzipien weitergehende Angebote
gemacht, Projekte gestaltet, AGs durchgeführt, Ausflüge und Exkursionen angeboten.
6 Schulstation
Seit 2001 gibt es an der Pestalozzi-Schule eine Schulstation, die durch das Bezirksamt
Steglitz-Zehlendorf von Berlin gefördert wird. Sie entstand aus der Kooperation der
Senatsschulverwaltung mit dem Jugendamt. Träger der Schulstation ist die tandemBQG.
In unserer Schulstation arbeiten täglich zwei sozialpädagogische Fachkräfte (w + m) vor Ort,
die den Schulalltag mit einem vielfältigen Angebot begleiten und unterstützen.
Die Palette der Angebote reicht von der sozialpädagogischen Einzelförderung über eine
Konflikt- und Krisenbearbeitung bis hin zur Pausengestaltung, wie dem betreuten FairplayFußballangebot und einem Spiel- und Sportgeräteverleih. Die Mitarbeiterin der Schulstation
betreut in den Pausen das geschlechtsspezifische Gruppenangebot für unsere Schülerinnen
„Mädchen unter sich“.
Im Rahmen der sozialpädagogischen Einzelförderung werden einzelne Schülerinnen und
Schüler stundenweise von der Sozialarbeiterin und dem Sozialarbeiter in der Schulstation
betreut oder im Unterricht begleitet und unterstützt. Von großer Bedeutung ist dabei eine
intensive und vertrauensvolle pädagogische Beziehungsarbeit.
Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern gestaltet das Team der Schulstation in den
Klassen sozialpädagogische Gruppenarbeit sowie Projekte zum sozialen Lernen und zur
Gewaltprävention und begleitet die Klassen bei Ausflügen und Klassenfahrten.
Die beiden sozialpädagogischen Fachkräfte beraten Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern
sowie Lehrerinnen und Lehrer in schulischen und persönlichen Angelegenheiten und nutzen
dabei unsere bezirklichen Kooperationen und Kontakte. So arbeiten sie mit den
Fachdiensten des Bezirks (z.B. Jugendamt und Gewaltpräventionsbeauftragter der Polizei)
zusammen und sind regional eng vernetzt. Für alle Angebote gilt, dass das Team der
Schulstation Vertraulichkeit gewährleistet. Bei Bedarf können nach Absprache jederzeit
Termine vereinbart werden.
Unsere Angebote auf einen Blick

Sozialpädagogische Einzelförderung

Sozialpädagogische Gruppenarbeit
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
Konfliktintervention / Mediation

Krisenintervention

Pädagogische Begleitung im Unterricht

Klassenbegleitung bei Ausflügen und Klassenfahrten

Beratung für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer

Teilnahme an Gesamt-, Klassen-, Schulhilfekonferenzen

Pausengestaltung (Fußballangebot, Spiel- u. Sportverleih, Mädchengruppe)

Projekte zum sozialen Lernen

Zusammenarbeit mit den Fachdiensten des Bezirks

Vernetzung und Kooperation im Gemeinwesen
7 Schulprojekte
Die Pestalozzi-Schule ist Kooperationsschule für zwei Schulprojekte im Bezirk SteglitzZehlendorf. Es handelt sich um insgesamt 3 Lerngruppen an den Standorten Lindenhof und
Wadzeck-Stiftung, die als Kooperationsprojekte in Zusammenarbeit mit den örtlichen
Jugendämtern geführt werden. In diesen Lerngruppen werden Grundschüler unterrichtet,
die in ihrer Emotionalität und Sozialisation stark belastet sind bzw. sich in familiären Krisen
befinden, so dass sie vorübergehend besonderer pädagogischer Angebote bedürfen. Es ist
das Ziel der Lerngruppen, gemeinsam mit dem Jugendamt geeignete Hilfen anzubieten, um
die Schüler zügig zu stabilisieren und sie bald wieder in Regelschulen integrieren zu können.
Die Aufnahme in eine der o.g. Lerngruppen ist nur über einen sonderpädagogischen
Förderantrag und mit einem gültigen Bescheid der Schulaufsicht möglich.
7.1 Lerngruppe im Lindenhof
Die Tagesgruppe im Lindenhof bietet als teilstationäres Angebot acht Plätze für
Grundschüler aus Steglitz-Zehlendorf oder benachbarten Bezirken. Die Schüler werden am
Vormittag in einer altersgemischten Klasse unterrichtet. Ausgehend von den
Voraussetzungen des einzelnen Kindes wird in Kleingruppen oder individueller
Einzelbetreuung gelehrt. Neben dem schulischen Lernen steht das soziale
Kompetenztraining im Mittelpunkt der Arbeit. Am Nachmittag und in den Ferien erfolgen
17
Gruppenangebote und spielpädagogische Aktivitäten. Die Arbeit wird von einem
multiprofessionellen Team aus Sozialpädagogen, Erziehern und einer Lehrerin gestaltet. Eine
intensive Beratung und Elternarbeit runden das Angebot ab.
7.2 Lerngruppen in der Wadzeck-Stiftung
Das Schulprojekt in der Wadzeck-Stiftung bietet Plätze für insgesamt 16 Grundschüler aus
Steglitz-Zehlendorf oder benachbarten Bezirken. Die Schüler werden in zwei Klassen
unterrichtet. Eine Klasse richtet sich mit ihren Angeboten an Schüler der Klassenstufen 1-3,
die andere an Schüler der Klassenstufen 4-6. Die Orientierung an den individuellen
Voraussetzungen des einzelnen Kindes ist die Grundlage des pädagogischen Handelns.
Gleichzeitig liegt der Fokus auf der Förderung der Gruppenfähigkeit und auf dem sozialen
Training. Die Arbeit erfolgt in enger Kooperation mit den Tagesgruppen in der WadzeckStiftung, die die schulische Arbeit unterstützen und das Angebot am Nachmittag fortsetzen
sowie im Freizeitbereich erweitern. Das Team besteht aus Sozialpädagogen und
Sozialpädagoginnen, Erziehern und Erzieherinnen sowie zwei Lehrerinnen. Regelmäßige
Gespräche und eine intensive Begleitung der Eltern werden gewährleistet.
8
Elternmitarbeit und Förderverein
Die Zusammenarbeit mit den Eltern findet auf Elternabenden, Elternsprechtagen und im Rahmen der
Gremienarbeit statt. Mit unseren Eltern gibt es über die Klassenlehrerinnen und -lehrer
einen engen Gesprächsaustausch über die Entwicklungs- und Förderangebote der Kinder.
Wir laden alle Eltern ein, aktiv am schulischen Leben teilzunehmen, indem sie Schulfeste
mitgestalten und Wandertage, Exkursionen oder andere schulische Aktionen begleiten. Die
Eltern der Pestalozzi-Schule unterstützen unsere Unterrichtsarbeit mit folgenden
Angeboten: Leitung von Arbeitsgruppen im Freizeitbereich, Lesepaten, Rechenpaten,
Raumgestaltung der Klassen- und Horträume sowie Mitarbeit in der Planungsgruppe
Schulhofgestaltung.
Seit 1993 haben wir einen Förderverein. Der Verein wird gemeinsam von Eltern,
Lehrerinnen, Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern getragen. Die Eltern organisieren die
Arbeit des Fördervereins in Eigenverantwortung. Der Förderverein der Pestalozzi-Schule
unterstützt einzelne Schülerinnen und Schüler und setzt sich für die gemeinschaftlichen
Schulvorhaben ein. In den letzten Jahren konnten so folgende Projekte realisiert werden:

Anschubfinanzierung unserer Schülerfirmen
18
9

Gestaltung des Unterstufenhofes und Mittelstufenhofes

Unterstützung von Kunstprojekten, Ausflügen und Klassenfahrten

Finanzierung vieler Höhepunkte unseres Schullebens wie beispielsweise die NikolausSäckchen für die Klassen 1 bis 6

Auszeichnungen zu Beginn der Ferien für besondere Leistung und soziales Engagement
unserer Schülerinnen und Schüler

Förderung eines Corporate Identity Gedankens durch Organisation und Verkauf von T-Shirts
und Sweatshirts mit dem Schul-Logo…
Ziele und Evaluation
Die Ziele unserer Schulentwicklung leiten sich aus den dargestellten Arbeitsschwerpunkten
und unserem Schulprofil ab. Wir werden die genannten Vorhaben weiterentwickeln. Dazu
haben wir feste Arbeitsgruppen installiert, in denen wir unsere schulspezifischen
Schwerpunktsetzungen qualitativ fördern.
Die Arbeitsgruppe „Integration – Inklusion“:
erarbeitet ein gesamtschulisches Förderkonzept, dass die individuellen Lernvoraussetzungen
unserer Schülerinnen und Schüler optimal und flexibel berücksichtigt.
Wir bekräftigen unseren Antrag, mit unserem Grundschulzweig eine integrative
Schwerpunktschule für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ im Bezirk SteglitzZehlendorf zu werden.
Die Arbeitsgruppe „Der Raum als 3. Pädagoge“ :
zielt auf eine weitere Verbesserung der Raumnutzung. Dazu zählen die Gestaltung mobiler
Lerninseln, die Einrichtung weiterer Bewegungslandschaften auf unseren Schulhöfen, die
gesundheitserhaltenden und -stärkenden Maßnahmen im Bereich der Akustik und
Möblierung.
Die Arbeitsgruppe SINUS:
richtet ihre nächsten Ziele auf die Implementierung des forschenden und entwickelnden
Mathematikunterrichts in allen unseren Klassen. Dabei werden auch die Lerngruppen der
Sekundarstufe unseres Förderzentrums mit einbezogen. Die Einrichtung einer mobilen
„Mathematikwerkstatt“ wird realisiert.
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Für den integrativen Grundschulzweig der Pestalozzi-Schule:
werden wir als teilnehmende Schule im „Schulversuch inklusive Pädagogik und Erziehung“
den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule aktiv mitgestalten.
Auf Grund unserer hohen Anmeldezahlen zielen wir auf einen weiteren Ausbau unseres
Grundschulzweigs. Deshalb bekräftigen wir unseren Antrag, eine integrative
Schwerpunktschule für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ zu werden.
Für die Mittelstufe unseres sonderpädagogischen Förderzentrums zielen wir auf:
eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit. Dabei wollen wir noch stärker über das vielfältige
Beschulungsangebot für Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf „Lernen“ ab
Klasse 3 informieren. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Grundschulen, dem
regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrum, der Schulpsychologie sowie der
sonderpädagogischen Koordinierungsstelle soll intensiviert werden.
Für die Sekundarstufe steuern wir folgende Ziele an:

die Einrichtung des „Produktiven Lernens“ in den Jahrgangsstufen 9 und 10,

das Angebot der erweiterten Berufsbildungsreife.
Diese Ziele werden durch eine erneute Antragsstellung und ausformulierte Konzeptionen
angestrebt.
Unser gesamtschulisches Ziel liegt in der Fortschreibung des schulinternen Curriculums.
Die Arbeitsgruppen und die erweiterte Schulleitung der Pestalozzi-Schule werden die
entsprechenden Zielsetzungen begleiten und evaluieren.
10 Schulspezifische Daten - Stand: Dezember 2012
24
Klassen, davon:
08
Grundschulklassen
02
Klassen für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“
10
Klassen für den Förderschwerpunkt „Lernen“
03
Außenklassen für den Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“
01
Außenklasse für Kinder der beruflich reisenden Familie der Ethnie Sinti und Roma
20
Gesamtschülerzahl: 285
143:
111:
31:
Schülerinnen u. Schüler in der Grundschule
Schülerinnen u. Schüler im Förderzentrum
Schülerinnen u. Schüler in den Außenklassen
Kollegium:
26
Sonderschullehrer/innen
14
Lehrerinnen und Lehrer für die Grundschule und Sekundarstufe I
02
Pädagogische Unterrichtshilfen
08
Erzieherinnen und Facherzieherinnen
01
Hortkoordinator
03
Schulsozialarbeiter/in
02
Religionslehrerinnen
01
Lehramtsanwärterin
Integrativer Grundschulzweig: Übergänge Grundschule – weiterführende Schulen
Schuljahr 2010/11:
14 Schüler gesamt, davon: 03
Empfehlungen f. d. Gymnasium
11
Empfehlungen f. d. ISS
Durchschnittsnote der Förderprognose:
15 Schüler gesamt, davon: 05
Empfehlungen f. d. Gymnasium
06
Empfehlungen f. d. ISS
04
Förderschwerpunkt „Lernen“
Durchschnittsnote der Förderprognose:
Schuljahr 2011/12:
20 Schüler gesamt, davon: 14
Empfehlungen f. d. Gymnasium
06
Empfehlungen f. d. ISS
Durchschnittsnote der Förderprognose:
2,6
2,4
1,9
21
Förderzentrum „Lernen“: Abschlüsse der Schülerinnen und Schüler
Schuljahr 2009/10:
Berufsorientierender Abschluss:
Vergleichbarer Hauptschulabschluss:
Abgang:
27,3 %
45,5 %
33,3 %
Schuljahr 2010/11:
Berufsorientierender Abschluss:
Vergleichbarer Hauptschulabschluss:
Abgang:
43,8 %
31,5 %
29,4 %
Schuljahr 2011/12:
Berufsorientierender Abschluss:
Vergleichbarer Hauptschulabschluss:
Abgang:
36,4 %
54,6 %
16,7 %
11 Anhang

Rhythmisierungskonzept

Konzept der Schulanfangsphase

Schulinternes Curriculum

Berufsorientierungskonzept
22
Impressum:
Erweiterte Schulleitung der Pestalozzi-Schule:
Schulleiterin: Sabine Wedekind
Grundschulbereich: Andrea v. Kiedrowski
Förderzentrum: Petra Wedepohl
Förderzentrum/Sekundarstufe: Andrea Lach
Ergänzende Betreuung und VHG: Klaus Stiekel
Schulstation: Regina Focke und Norbert Schermack
23