Triangel-Team übernimmt den «Falken» in Küsnacht

32. Jahrgang
GZA/PP 8048 Zürich, Post CH AG
Donnerstag, 2. Juni 2016
Nr. 22
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Triangel-Team übernimmt den «Falken» in Küsnacht
Aufenthalt soll wie ein kleiner Urlaub
sein, zum Beispiel nach einem strengen Arbeitstag», so die erfahrenen
Gastronomen.
Plötzlich geht es schnell: In
wenigen Tagen öffnet der
«Falken» in Küsnacht wieder seine Türen. Dahinter
steht das ehemalige Triangel-Team aus Zumikon.
Eröffnungsdatum in der Schwebe
Annina Just
Wer in den letzten Tagen beim «Neuen Falken» vor der Bahnhofsunterführung im Küsnachter Zentrum vorbeiging, muss es bemerkt haben: In das
Lokal, das nun über ein Jahr geschlossen war, kehrt wieder Leben ein. Mit
Hochdruck arbeitet ein Team um den
ehemaligen Triangel-Betreiber Toni
Albino daran, das Restaurant wieder
auf Vordermann zu bringen.
Das Schild muss noch ausgetauscht werden: Aus dem «Neuen Falken» wird wieder der «Falken».
Foto: A. Just
Mediterrane Küche
Ana Batista übernimmt zusammen
mit Lars Schwallenberg, dem ehemaligen Küchenchef im «Triangel». Albino
selbst fungiert als Berater, werde aber
sehr oft im Lokal anzutreffen sein –
nicht zuletzt, da auch seine Tochter
Sarah dort die Lehre als Restaurationsfachfrau beginnen wird. Der
«Neue Falken» wird wieder zum «Falken» umbenannt und will mit leichter,
modern interpretierter mediterraner
Küche ein Restaurant für alle sein.
«Egal, ob mit Jeans oder mit Krawatte, alle sind willkommen», erklären
die neuen Betreiber das Konzept. Die
Preise sollen sich in einem mittleren
Segment bewegen. Konkret wird am
Mittag ein Pastateller für 19.50 Franken und ein dreigängiger Businesslunch für 42 Franken angeboten. Ausserdem setze man auf saisonale und
regionale Produkte. Wer die hausgemachten Teigwaren aus dem «Triangel» vermisst hat, darf sich freuen:
Auch diese stehen auf der Karte. Apropos Karte: «Bei uns hatte kaum ein
Gast die Speisekarte in die Hand genommen», erinnert sich Albino an die
Zeit im «Triangel». Und so ähnlich soll
es auch im «Falken» sein, man freue
sich ganz besonders auf den persönlichen Kontakt mit den Gästen. «Der
Erst am 20. Mai hatte das Team Batista/Schwallenberger den Zuschlag für
den «Falken» erhalten, inzwischen
wurde das Lokal neu gestrichen. «Es
soll mediterrane Gemütlichkeit ausstrahlen», erklärt Ana Batista, die wie
Albino Wurzeln in Portugal hat.
Die Eröffnung war eigentlich bereits für den 6. Juni geplant. Wegen
Arbeiten an der elektrischen Versorgung kann dieser Termin wohl nicht
eingehalten werden. Klar ist aber: Das
Team um Batista, Schwallenberg und
Albino sprudelt nur so vor Tatendrang
und Vorfreude. «Wenn wir die Bewilligung für einen Grill erhalten, wird es
auch Paninis mit Grillfleisch zum Mitnehmen geben», verspricht Schwallenberger, der im «Triangel» mit 14
Gault-Millau-Punkten gekocht hat.
Und Albino bestätigt lachend den
Eindruck, den man im Gespräch mit
ihm erhält: «Ja, bei mir geht alles
schnell.» Hoffentlich doch auch die Eröffnung des «Falken».
Spannende Fragen
Spannende Action
Spannende Herausforderung
Einheitsgemeinde, Verkehrsrowdys, das Kusenbad: Die Küsnachter SVP-Gemeinderäte und Hans-Peter Amrein, Präsident der SVP-Küsnacht, mussten sich kritischen Fragen zu
den verschiedensten Themen stellen.
Seite 3
Schiessereien, Blut, Explosionen und ein Auftragskiller: Die
Küsnachter Brüder Jonas und Luzius Fischer haben gemeinsam mit Jonas Ulrich den Actionfilm «Direct Cause» gedreht.
Mit ihrer Firma produzieren sie auch Werbefilme.
Seite 5
«Colorado» ist ein schwieriges Stück: Kein Wunder haben die
Organisatoren des Eidgenössischen Musikfestes dieses Werk
zur Pflicht erklärt. Die Harmonie Eintracht Küsnacht tritt
erstmals wieder am Blasmusikwettbewerb an.
Seite 7
Biswindstrasse 53, 8704 Herrliberg
Telefon 044 915 22 08, Fax 044 915 42 90
www.biswind.ch, [email protected]
2
Stadt Zürich
Nr. 22
2. Juni 2016
MARKTPLATZ
Original American Barbecue in Vitznau
Das See- und Seminarhotel
FloraAlpina in Vitznau
bietet diesen Sommer eine
einmalige Attraktion:
Jim Johnson, hochdekorierter Grill-Meister aus den
USA, zelebriert seine erfolgreichen Smokermethoden.
Die Graffiti an der Rotbuchstrasse sehen wieder wie neu aus.
Fotos: pm.
Graffiti von «One Truth»
sind wieder hergestellt
Mitte April gab es in
der Graffiti-Szene einen
Aufruhr. Grund war, dass
die Graffiti des Künstlerduos «One truth» mutwillig
übersprayt worden waren.
ANZEIGEN
Jim Johnson, Sohn eines Bauern aus
dem ländlichen Arkansas, träumte
schon als Kind davon, gutes Essen zuzubereiten. Nach seinen ersten Erfolgen bei Grillwettbewerben vor über
30 Jahren ist er heute mit 76 Meisterschaftstiteln einer der erfolgreichsten
Pitmaster (Grillmeister) in den USA.
Vom 8. Juni bis 5. Juli demonstriert
der Champion nun seine Künste auf
einem handgefertigten Barbecue-Smoker im Vitznauer See- und Seminarhotel FloraAlpina.
Einzigartiges Geschmackserlebnis
Pia Meier
Verschmiert wurden in der Nachtund-Nebel-Aktion die mehrere Meter
hohen Figuren an der Hausfassade
bei der Busstation an der Rötelstrasse in Wipkingen. Auch das 20 Meter
hohe Wandbild «Create and Destroy»
am Hochhaus in Neuaffoltern wurde
Opfer der Attacke. Genauso betroffen
war jenes an der Fassade der Heilpädagogischen Schule an der Gotthelfstrasse sowie das 70-Meter-Wandgemälde am Werkhof an der Bederstrasse in der Nähe des Einkaufszen-
Publireportage
Graffiti in Neuaffoltern.
trums Sihlcity. Verschiedene Eigentümer der betroffenen Liegenschaften
erstatteten Anzeige. In der Zwischenzeit wurden einige Graffiti repariert,
so diejenigen an der Rötelstrasse.
Auf dem BBQ-Smoker – dem König
unter den Outdoor-Grills – gart das
Grillgut langsam und gleichmässig im
Heissrauch. Das Fleisch wird dabei
zart wie Butter, bleibt saftig und erhält
– je nach Menge und Art des verwendeten Holzes – ein dezentes Raucharoma. «Gourmets kommen voll auf ihre
Kosten», schwärmt Hoteldirektorin
Eve Müggenburg. Der Trend gehe zu
hochwertigem Grillgut. Wie zum Beispiel Lachs mit Zedernholz geräuchert, oder gefülltes Gemüse wie Peperoni mit Tomate, Käse und Frühlingszwiebeln.
Jim Johnson steht im Restaurant
des «FloraAlpina» aber nicht nur per-
Demnächst einen Monat lang im FloraAlpina zu Gast: Der international
bekannte 76-fache BBQ-Meister Jim Johnson aus den USA.
Foto: zvg.
Wettbewerb «All you can eat – BBQ»
Lokalinfo verlost einen «Aufenthalt
für 2 Grillfans im «FloraAlpina»
(Wert: 400 Franken). Dazu gehört::
• 1 Übernachtung im Doppelzimmer Seesicht Superior
• Reichhaltiges Frühstücksbüffet
• 4-Gang-«All you can eat – BBQ»
• Freie Benützung der OutdoorWellness-Landschaft
• Transport zur Rigibahn/Schiffstation Vitznau.
• Im Wettbewerbsgewinn nicht in-
sönlich am Grill, sondern gibt sein
Wissen auch bei zwei Smoker-Kursen
an Interessierte weiter. Darüber hinaus können Köstlichkeiten vom BBQSmoker noch bis September degustiert
werden, und zwar im Rahmen des
Angebots «All you can eat – BBQ». Infos zu diesem und weiteren AngebotHighlights zum 75-Jahr-Jubiläum des
begriffen: Tourismustaxen.
Um an der Verlosung teilzunehmen, einfach bis 6. Juni eine Mail
mit Betreffzeile «Barbecue» und
vollständigem Absender schicken
an: [email protected]
oder eine Postkarte an:
Lokalinfo AG
Wettbewerb Barbecue
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
«Hotels mit der schönsten Panoramaterrasse am Vierwaldstättersee» sind
auf www.FloraAlpina.ch, unter «Spezialangebote» respektive «Restaurant»
(für die Kursanmeldung) zu finden.
(pd./mai.).
See- und Seminarhotel FloraAlpina, Schibernstrasse 2, Vitznau, Tel. 041 399 70 70,
E-Mail [email protected]
Küsnachter
AKTUELL
Annemarie
Schmidt-Pfister
Fotos: Oliver Linow
SVP-Gemeinderäte stellen sich ihren Bürgern
Oliver Linow
Einheitsgemeinde, Verkehrsrowdys,
das Kusenbad und vieles mehr: Die
SVP-Gemeinderäte Martin Bachmann
(Ressort Gesundheit), Martin Schneider (Ressort Hochbau), Ueli Schlumpf
(Ressort Liegenschaften) und der Präsident der SVP-Küsnacht, Hans-Peter
Amrein, mussten sich kritischen Fragen zu den verschiedensten Themen
stellen.
Klarer Zeitplan gefordert
«Ich sehe, dass der Gemeinderat die
Einheitsgemeinde vorantreibt. Aber
gilt das auch für die Schulpflege?»,
wollte ein Anwesender wissen. Die
politische Gemeinde strebe einen
sportlicheren Zeitrahmen an, aber
auch die Schulpflege wolle das anpacken, gab Schlumpf dem Vorwurf nur
teilweise recht. Amrein forderte dennoch, dass bis Anfang Sommerferien
ein klarer Zeitplan vorliege. Für die
Realisierung der Einheitsgemeinde
hat er mit Ende nächsten Jahres
ebenfalls einen klaren Zeitpunkt im
Kopf. Der Grund dafür liegt auf der
Hand: «2018 finden Wahlen statt.
Wenn die Einheitsgemeinde erst später kommt, müssen wir Neuwahlen
organisieren», erläuterte der SVP-Präsident. Sollte bis im Sommer nichts
geschehen, will Amrein das Gespräch
mit den anderen Parteien suchen:
«Wenn nötig, müssen wir eine neue Initiative mit einem klaren Zeitplan lancieren. Ich denke aber nicht, dass dies
nötig sein wird», blickte er voraus.
Zu reden gab auch, ob mit der Einheitsgemeinde die Anzahl der Gemeinderäte von neun auf sieben reduziert werden soll. Die anwesenden Politiker sprachen sich allerdings alle
dagegen aus. «Mit sieben Gemeinderäten wäre es kaum möglich, das Milizsystem aufrecht zu erhalten», gab
Hans-Peter Amrein zu bedenken, und
Martin Schneider ergänzte: «Wir versuchen möglichst viele Anlässe zu besuchen. Mit sieben Ratsmitgliedern
wäre das kaum möglich.» Unabhängig
von der Anzahl müssten zwei Ressorts
zusammengelegt werden. Denn mit
der Einführung der Einheitsgemeinde
würde der Schulpräsident oder die
Schulpräsidentin einen Platz im Gemeinderat erhalten. Wie genau der
Rat gegliedert und welche Ressorts zusammengelegt werden, sei Sache des
Gemeinderates.
27 Prozent fahren zu schnell
Neben der Einheitsgemeinde drückt
der Schuh auch beim Verkehr. Besonders ein Anwohner der Oberen Heslibachstrasse, einer 30er-Zone, enervierte sich über rücksichtslose Automobilisten. «Polizeikontrollen haben
ergeben, dass 27 Prozent der Fahrzeuge zu schnell unterwegs sind»,
klagte er. Gemeinderat Schneider ortete das Problem in den Hindernissen,
die eigentlich den Verkehr verlangsamen sollten. «Viele Autofahrer beschleunigen vor diesen Hindernissen,
damit sie nicht warten müssen, wenn
ihnen ein anderes Fahrzeug entgegenkommt», erklärte der Vorsteher des
Hochbauressorts. Er sah die einzige
Lösung in vermehrten Polizeikontrollen und appellierte an die Vernunft
der Automobilisten. Auch Amrein
sprach sich für resolute Kontrollen
aus und verlangte vor allem gegen je-
ne, die mit 20 bis 40 Kilometern pro
Stunde zu schnell unterwegs sind, ein
«knallhartes Vorgehen».
Da der Sommer vor der Tür steht, gab
auch das Kusenbad zu reden. «Früher
bekam ich ab 18 Uhr eine Ermässigung, heute kostet es den ganzen Tag
gleich viel», beschwerte sich ein anwesender Küsnachter über die Preispolitik im Strandbad. Martin Schneider riet zum Kauf einer Saisonkarte.
Bereits ab vierzehn Badetagen würde
sich das lohnen. Den Grund für die
veränderten Preise lieferte schliesslich
Ueli Schlumpf: «Früher kamen immer
schon um 17.45 Uhr Leute und fragten, wieso sie noch keinen ermässigten Eintritt erhalten. Diese ewigen
Diskussionen wollten wir den Leuten
an der Kasse ersparen.» Neben den
Preisen kam auch die Frage nach einem Rauchverbot auf. Schlumpf stand
einem grundsätzlichen Verbot kritisch
gegenüber und appellierte daran, aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Die SVP-Politiker nahmen aber
dieses und weitere Anliegen der Bevölkerung auf und versprachen diverse Anregungen und Fragen im Gemeinderat zu besprechen.
Sie gilt als eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen für Kinderbücher im
deutschsprachigen Raum:
Federica de Cesco sprach im
Küsnachter Literaturforum
«booXkey» über ihre Arbeit
und wer für die Wahl des
Buchtitels verantwortlich ist.
«Die ganz grossen Verlage wählen
meist gänzlich selbst», erklärte De Cesco. Sie habe deshalb lieber die kleineren Verlage, bei denen man «seinen
Senf» dazugeben könne. «Auch wenn
die Entscheidung am Ende nicht bei
den Autoren liegt.» Die 78-Jährige bot
am «booXkey»-Literaturforum einen
tiefen Einblick in die Verlagswelt. Mit
16 Jahren hat sich die Autorin, die eigentlich Federica Kitamura-de Cesco
Je grösser,
desto besser
Innerhalb einer einzigen Hundertstelsekunde können sie ihre
Zunge von 0 auf fast 100 Stundenkilometer beschleunigen!
Heute wenden wir uns dem
genau so renommierten Wissenschaftsmagazin «Nature» und den
Fruchtfliegen zu: Wie Forscher
der Universität Zürich dort berichten, gibt es nämlich bei Drosophila bifurca Exemplare, die
selbst zwar nur wenige Millimeter
gross sind, aber über rund sechs
Zentimeter lange Spermien verfügen. Diese sind die besten «Lovers», um es einmal «populärwissenschaftlich» auszudrücken. Sie
haben nämlich einen Wettbewerbsvorteil, indem ihre Riesenspermien kleinere Konkurrenten
bei der Befruchtung erfolgreich
verdrängen. Paaren sich die
Weibchen der Fruchtfliege mit
mehreren Männchen, gewinnen
im Konkurrenzkampf der Spermien die grössten die «Auslese der
Besten». Anders als bei den Chamäleons sind hier die Kleinen klar
im Nachteil.
Wieder einmal These und Antithese: dass es nämlich in der
Natur – und wohl im Leben überhaupt – oft mehrere Wahrheiten
gibt. Und manchmal auch das Gegenteil stimmt …
Ihr Vereinsbericht
im «Küsnachter»?
Der «Küsnachter» publiziert eingesandte Artikel aus dem Vereinsleben. Texte mit Bild können an folgende E-Mail-Adresse geschickt
werden: [email protected]
Pascal Wiederkehr
Entscheidung nicht beim Autor
Kein Beispiel im Leben, das nicht
auch ein Gegenbeispiel fände: Die
Kleinsten seien die Besten, schrieben wir kürzlich an dieser Stelle
und bezogen uns dabei auf Chamäleons, diese drolligen Gesellen
aus dem Reich der Reptilien.
Amerikanische Forscher hatten
im Wissenschaftsmagazin «Scientific Reports» berichtet, dass die
Kleinsten unter ihnen wahre
Fresskünstler sind und mit dem
schnellsten
Zungenschlag
die
meisten Beuteinsekten erbeuten:
Teurer Baden als früher
De Cesco: «Mit dem Titel hatte ich nichts zu tun»
«Welche Temperatur herrscht in der
Sahara?», habe sie ein Primarschüler
bei einer Lesung gefragt, erzählte die
Schriftstellerin Federica de Cesco. «Ich
habe erklärt: Am Tag ist es sehr heiss,
nachts kühlt es auf bis zu zehn Grad
ab.» Dann habe der Junge gemeint:
«Wieso heisst ihr Buch dann ‹Sterne
über heissem Sand›?» Ihr sei zum
Glück die rettende Antwort eingefallen:
«Mit dem Titel hatte ich nichts zu tun,
den hat der Verlag ausgewählt.» Wenn
sie selbst hätte wählen können, hätte
das Buch eher «Das Mädchen und der
Gepard» geheissen.
2. Juni 2016
APROPOS . . .
Hans-Peter Amrein, Martin Bachmann, Martin Schneider und Ueli Schlumpf (v.l.) nahmen sich Zeit für die Sorgen der Küsnachter.
Wo drückt der Schuh? Zum
dritten Mal lud die SVP Küsnacht vergangene Woche zu
dieser Veranstaltung. Dabei
mussten die Gemeinderäte
der Volkspartei einige kritische Fragen beantworten.
Nr. 22
Kenner der Verlagswelt unter sich: Buchhändlerin Ursula Bieri, Moderatorin Susanna Vollenweider, Schriftstellerin Federica de Cesco und Journalistin Annemarie Schmidt-Pfister.
Fotos: pw.
heisst, und seit über 40 Jahren mit
dem Japaner Kazuyuki Kitamura verheiratet ist, ihr erstes Buch, «Der rote
Seidenschal», ausgedacht. Seither erschienen von ihr rund 90 Bücher für
Jugendliche und Erwachsene. Die
Schweizerin kann dementsprechend
auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückblicken – nicht nur als
Schreiberin, sondern auch im Umgang mit Verlagen. «Eine Zeit lang
haben viele Bücher Titel gehabt, die
aus einem Wort bestanden», warf
Buchhändlerin Ursula Bieri ein. Nach
dem Buch «Der Hundertjährige, der
aus dem Fenster stieg und verschwand» des Schweden Jonas Jonasson seien dann plötzlich ganze
Sätze als Titel zur Mode geworden.
«Wie kommt man zu einem Cover?», fragte «booXkey»-Moderatorin
Susanna Vollenweider. Es gebe enorm
viele Neuerscheinungen. «Wie muss
ein Buch aussehen, damit es auffällt?» – «Bei den Buch-Covern hat
man ebenfalls wenig mitzureden», so
De Cesco. «Diesen Frühling zeichnen
sich gerade Zitronen und Taschenbücher mit hellblauem Hintergrund ab»,
erklärte Bieri. Wenn einmal etwas bei
den Käufern angekommen sei, dann
würden die Verlage das gleiche Rezept auch bei anderen Büchern anwenden.
De Cesco: «Gewöhnlich fragen die
Verlage netterweise: ‹Frau De Cesco,
uns gefällt dieses Motiv. Ihnen nicht
auch?›.» Manche Vorschläge hätten
ihr besser gefallen, andere weniger.
Aber die endgültige Entscheidung liege nicht bei ihr. «Positiv überrascht
war ich beim Cover von ‹Die Traumjägerin›», sagte De Cesco. Den 2006
erschienenen Roman ziert ein Hinterkopf einer amerikanischen Ureinwohnerin mit langem Zopf und Feder.
«Doch dann bin ich in einen Buchladen gegangen, und von vielen Büchern sind mir Hinterköpfe ins Auge
gesprungen», erzählte De Cesco lächelnd. Bieri: «Wer einen Unterhaltungsroman sucht, schaut vielleicht
zuerst auf das Cover. Ansonsten ist
wohl der Autor ausschlaggebender.»
«Schon zu meiner Zeit im Feuilleton gab es an der Frankfurter Buchmesse 60 000 Neuerscheinungen», erklärte Annemarie Schmidt-Pfister, die
in den 60er-Jahren als Kulturjournalistin beim «St. Galler Tagblatt» gearbeitet hat. «Darunter gab es auch viel
Blödsinn.» Kein Blödsinn dürfte das
nächste Buch werden, an dem De Cesco gerade arbeitet. De Cesco: «Es erscheint eventuell nächstes Jahr.»
Nächste «booXkey»-Veranstaltung: 23. Juni, 9 bis 11 Uhr. Lesezimmer im Höchhuus, Seestrasse 123, Küsnacht. Vortrag
von Schauspieler Gilles Tschudi.
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Küsnachter
Nr. 22
AMTLICHE ANZEIGEN / INFORMATION / AKTUELL
2. Juni 2016
Verschönerungsverein Zumikon
lädt zur Grilleinweihung
In früheren Wintern ein beliebter
Schlittelhang, zieht die Heerenbreiti
in Zumikon heute vor allem Grillfreunde an. Im Sommer 2015 hat der
Verschönerungsverein
Zumikon
(VVZ) diesen Platz umgestaltet.
Zum bestehenden schwenkbaren
Grill kamen zwei Tischgarnituren mit
Bänken dazu. Mit dem neuen Brunnen präsentiert sich der Grillplatz am
idyllischen Ort jetzt sehr einladend.
Damit die Öffentlichkeit auf diesen
Grillplatz aufmerksam wird, will ihn
der VVZ im Rahmen einer schlichten
Stichflamme aus Gasleitung
verletzt zwei Arbeiter
Einweihungsfeier
vorstellen.
Am
Samstag, 11. Juni, um 11 Uhr ist es
so weit. Der VVZ bereitet ein grosses
Feuer vor, an dem die Besucher ihre
mitgebrachten Grilladen garen können.
Der an die Einweihungsfeier anschliessende Apero ist vom VVZ offeriert. Der VVZ freut sich auf regen
Besuch und ein fröhliches Beisammensein in der Heerenbreiti. (e.)
Einweihung Grillplatz Heerenbreiti, Zumikon. Samstag, 11. Juni, ab 11 Uhr.
Grillgemüse oder Fleisch müssen
Besucher selber mitbringen, das
F: zvg.
Feuer bereitet der VVZ vor.
Bei einem Unfall während Arbeiten
an einer Gasleitung haben sich am
vergangenen Freitag in Zollikon zwei
Arbeiter verletzt. Dies teilte die Kantonspolizei mit.
Angestellte einer Versorgungsfirma hätten kurz vor 16 Uhr an einer
Gasleitung Umbauarbeiten durchgeführt. «Dabei kam es zur Funkenbildung und einer Stichflamme. Die meterhohen Flammen setzten eine Hecke in Brand», schreibt die Kapo
über den Unfallhergang. Zwei Arbeiter hätten sich dadurch Brandverlet-
Amtliche Publikationen
Zweckverband Zürcher Planungsgruppe
Pfannenstil
Einladung zur 5. Delegiertenversammlung
Mittwoch, 29. Juni 2016, 19.15 Uhr
im Restaurant Löwen, Jürg-Wille-Saal,
Seestrasse 595, 8706 Meilen
Die Versammlung ist öffentlich.
Traktanden:
01. Wahl der Stimmenzähler
02. Protokoll der DV vom 30. 9. 2015
03. Geschäftsbericht 2015
04. Jahresrechnung 2015
05. NNP, Siedlungsökologie, Verpflichtungskredit 2017–2020
06. Voranschlag 2017
07. Wahl Regionalplaner
08. Teilrevision RRP. Festlegung «Eselheim Aline,
Hombrechtikon», Verabschiedung Festsetzung
09. Gesamtrevision Regionaler Richtplan
Freigabe für öffentliche Auflage
10. Anregungen aus dem Kreis der Delegierten
11. Mitteilungen und Verschiedenes
Schule Küsnacht
Elektrizitäts-, Wasserversorgungs- und Gasleitungsnetz der
Werke am Zürichsee AG sowie an der Infrastruktur der Swisscom AG. Die übrigen Werkleitungen wurden bereits in den Jahren 2012 und 2013 saniert. Die Bauarbeiten erfolgen in zwei
Etappen und infolge der engen Platzverhältnisse unter Sperrung des Durchgangsverkehrs. Zufahrten zu den Liegenschaften können innerhalb dieser Etappen nicht permanent gewährleistet werden.
Reglement Jokertage (Neuerlass) ab
Schuljahr 2016/17
Die vorgesehenen Bauarbeiten lösen während einiger Zeit erschwerte Durchfahrts- und Zugangsmöglichkeiten, Lärm- und
Staubimmissionen sowie Baustellenverkehr aus. Für Ihr Verständnis und Ihre Geduld danken wir Ihnen im Voraus bestens.
Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Meilen, Dorfstr. 38, Postfach,
8706 Meilen, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag sowie dessen Begründung enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen.
Wir sind zuversichtlich, dieses Bauvorhaben im gegenseitigen
Einvernehmen und zur Zufriedenheit aller Beteiligten und Betroffenen erstellen zu können.
Für Ihre Fragen stehen Ihnen die Hauptverantwortlichen der Abteilung Tiefbau und Mitarbeiter des projektierenden Ingenieurbüros marti+dietschweiler ag, Männedorf, gerne zur Verfügung.
Sprechstunde des Gemeindepräsidenten
Gemeindepräsident Markus Ernst lädt die Bevölkerung zu einer
Sprechstunde ein
auf Montag, 6. Juni 2016, 17.00 bis 18.00 Uhr
2. Juni 2016
Die Abteilung Tiefbau
Informationsanlass über die kaufmännische Lehre in den Gemeindeverwaltungen
im Bezirk Meilen
Willst du mehr über die die Lehre als Kauffrau/Kaufmann in der
öffentlichen Verwaltung erfahren?
Es können Anliegen aller Art mit dem Gemeindepräsidenten
besprochen werden.
Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Am Mittwoch, 22. Juni 2016, findet um 17.00 Uhr im Gasthof
Löwen, Seestrasse 595, 8706 Meilen, ein Informationsanlass
rund um die Lehre als Kauffrau/Kaufmann in der Gemeindeverwaltung statt.
2. Juni 2016
Die Gemeinderatskanzlei
Die Veranstaltung richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler
der 2. Sekundarstufe (und deren Eltern).
Tägermoosstrasse
Abschnitt Schiedhaldenstrasse bis Weinmanngasse
Die Abteilung Tiefbau der Gemeinde Küsnacht saniert ab 6. Juni
2016 bis ca. Ende Oktober 2016 die Tägermoosstrasse. Mit diesen Strassenbauarbeiten verbunden sind Anpassungen am
Der Beschluss mitsamt dem neuen Reglement liegt während
der Rekursfrist in der Schulverwaltung, Heinrich-Wettstein-Str.
18, 8700 Küsnacht, zur Einsicht auf. Bitte beachten Sie die Geschäftsöffnungszeiten.
2. Juni 2016
Die Schulpflege
in sein Büro im Gemeindehaus, 2. Stock.
Anwohner-Information
Mit Beschluss vom 17. Mai 2016 hat die Schulpflege ein neues
Reglement Jokertage erlassen. Dieses soll auf den Schuljahresbeginn 2016/17, d. h. ab 22. August 2016, in Kraft treten und
die bisherigen Bestimmungen ablösen.
Das neue Reglement Jokertage kann auch unter www.schulekuesnacht.ch eingesehen bzw. heruntergeladen werden.
2. Juni 2016
Für den Vorstand ZPP
Ernst Sperandio
Amtliche Informationen
zungen zugezogen. Die beiden Verletzten wurden mit einem Rettungswagen ins Spital gebracht. Noch vor
dem Eintreffen der Löschkräfte konnte das Feuer durch Anwohner wieder
gelöscht und das Leck in der Gasleitung durch die Mitarbeiter geschlossen werden.
Nebst der Kantonspolizei Zürich
standen die Feuerwehr Zollikon, ein
Rettungsteam von Schutz & Rettung
sowie eine vereinte Patrouille der
Kommunalpolizeien Zollikon und
Küsnacht im Einsatz. (pd./aj.)
Organisiert von den Gemeinden Erlenbach, Herrliberg, Hombrechtikon, Küsnacht, Männedorf, Meilen, Oetwil am See, Stäfa,
Uetikon am See, Zollikon und Zumikon
Anmeldung erwünscht bis Mittwoch, 15. Juni 2016,
an [email protected]
2. Juni 2016
Der Personaldienst
Gemeindehaus Obere Dorfstrasse 32 8700 Küsnacht T 044 913 11 11 www.kuesnacht.ch
Betreuungsanmeldung Schuljahr 2016/17
Am 21. April 2016 wurde der Beschluss der Schulpflege zum Erlass eines neuen Reglements für die schulergänzende Betreuung öffentlich publiziert. Nachdem innerhalb der 30-tägigen
Frist kein Rekurs erhoben worden ist, treten die neuen Bestimmungen per 22. August 2016 in Kraft.
Das Reglement mit Anhang wie auch ein neuer Flyer mit den
wichtigsten Informationen sowie den erweiterten Öffnungsund Schliesszeiten können unter www.schule-kuesnacht.ch
heruntergeladen oder, falls gewünscht, bei den für ihre Kinder
zuständigen KICK-Betreuungsbetrieben bzw. der Schulverwaltung in Papierform bezogen werden.
Neu erfolgen die Anmeldungen für das ganze Schuljahr 2016/17
und nicht mehr wie bisher nur für ein Semester. Das Online-Anmeldeformular wie auch die übrigen Unterlagen stehen ab Freitag, 3. Juni 2016, zur Verfügung. Bitte beachten Sie insbesondere die teilweise neuen Angebotsmodule, die Kündigungsmodalitäten und die neu festgelegten Elternbeiträge.
Anmeldefrist ist Freitag, 17. Juni 2016.
Eltern/Erziehungsberechtigte, welche über keinen Internetzugang verfügen, holen sich bitte die nötige Unterstützung bei
der jeweiligen KICK-Betreuungsleitung. Diese stehen auch bei
allfälligen Fragen gerne beratend zur Seite.
2. Juni 2016
Die Schulverwaltung
Küsnachter
AKTUELL
Nr. 22
2. Juni 2016
5
Küsnachter Brüder leben ihren Traum
Das Hobby zum Beruf machen: Genau das gelang
zwei Küsnachter Brüdern mit
der Gründung einer Produktionsfirma. Mittlerweile sind
sie so erfolgreich, dass sie
schon in Afrika drehten.
Oliver Linow
Schiessereien, Blut, Explosionen und
ein Auftragskiller: «Direct Cause» ist
ein Actionfilm, wie er im Buche steht.
Gedreht haben ihn die Brüder Jonas
und Luzius Fischer gemeinsam mit
Jonas Ulrich. Der gut 40-minütige
Streifen ist das erste Projekt, da die
drei gemeinsam realisiert haben.
Für die Küsnachter Brüder Luzius
und Jonas Fischer gehören Filme allerdings bereits seit dem Jugendalter
zum Leben. «Wir haben rund um unser Haus schon früh kleine Filme gedreht», erklärt Luzius. Von der Kameraführung, über das Schauspielern bis
hin zum Schneiden haben die zwei
damals alles selbst gemacht. Dass sich
daraus allerdings einmal ein Beruf ergeben könnte, hätten sie nie gedacht.
Dass es dennoch soweit gekommen
ist, verdanken sie einer Begegnung an
den Schweizer Jugendfilmtagen 2008.
Dort trafen die Brüder auf Jonas Ulrich und entschieden sich für ein gemeinsames Projekt, den oben erwähnten Film «Direct Cause».
Grosse Freiheiten
Zunächst war die Filmproduktion
dennoch nur ein Hobby, allerdings ein
sehr aufwendiges. «Wir drehten immer am Wochenende und hatten weder Geld, noch eine wirkliche Ahnung
von der Filmproduktion», erzählt Lu-
Jonas und Luzius Fischer haben ihr Hobby zum Beruf gemacht.
zius. Die Fischer-Brüder sind nämlich
absolute Quereinsteiger im Filmgeschäft. Jonas ist Automatiker, Luzius
in der Informatik ausgebildet. Einzig
Ulrich studierte an der Universität Zürich im Nebenfach Filmwissenschaften. Trotz geringer Erfahrung mieteten die drei 2012 ein kleines Büro und
drehten weitere Kurzfilme. Zum Beruf
machten sie ihr Hobby schliesslich
2013, mit der Gründung der Dynamic
Frame GmbH. Seither liegt der Fokus
auf der Produktion von Werbe- und
Imagefilmen.
Calanda, Sunrise, Clientis oder
Adidas: Der Kundenstamm von Dynamic Frame liest sich beeindruckend.
Der Anfang war allerdings alles andere als einfach. «Wenn du mit so einer
Firma anfängst, kennt dich noch niemand», sagt Jonas Fischer. Vor zwei
Jahren startete die junge Produktionsfirma schliesslich die Zusammenarbeit
mit einer ersten Werbeagentur.
«Wenn du erst mal richtig im Business
drin bist, wird vieles einfacher», betont Luzius. Das Wichtigste sei es dabei, jedes Projekt mit voller Seriosität
anzugehen. «Dann empfehlen dich die
Kunden weiter, und immer neue Firmen kommen auf dich zu», so der ältere der Küsnachter Brüder weiter.
Bei der Produktion von Werbefilmen haben die dahinterstehenden
Firmen natürlich immer gewisse Vorstellungen, wie das Produkt am Ende
aussehen soll. Dennoch sehen die Produzenten in ihrer Arbeit grosse Frei-
Foto: Oliver Linow
heiten: «Jedes Projekt birgt eigene
Herausforderungen für uns», verdeutlicht Luzius. Castings, die Suche geeigneter Locations sowie Detailgestaltung
und Kameraführung sind trotz Vorgaben dem Produktionsteam überlassen.
Die Brüder sehen sogar Vorteile in
der Werbefilmbranche, die es zum
Beispiel bei Spielfilmen nicht gibt. So
sind das Budget und der Zeitrahmen
klar vorgegeben und man muss sich
nicht lange auf die Suche nach Fördergeldern machen.
Fertiger Film in nur einer Woche
Zwei Projekte sind den Brüdern speziell in Erinnerung geblieben. Das erste
realisierten sie im letzten Sommer zusammen mit Adidas. Der klare Auf-
trag des Sportartikelherstellers damals: ein kurzer Werbefilm, Zeit: 7 Tage. «Da hing ich natürlich permanent
am Telefon, um Castings und Locations zu organisieren», erinnert sich
Luzius lachend. Zur gleichen Zeit fand
zudem ein Dreh mit Ikea statt.
Mehrere Projekte gleichzeitig zu
managen, ist für die Produzenten
mittlerweile allerdings zur Normalität
geworden. Deshalb ist es wichtig, dass
das Team klar strukturiert ist. Luzius
Fischer ist für die Produktion zuständig, sein Bruder ist Kameramann und
Colorist. Jonas Ulrich übernimmt Regie und Schnitt, und Claudio Sipka arbeitet als «Motion Graphics Artist».
Als Letzte stiess noch eine Praktikantin zum Team, die als Produktionsassistentin tätig ist. Ausserdem verfügt
die Truppe mittlerweile über ein grosses Netz an Freelancern, die sie bei
Bedarf einspannen können. Ebenfalls
speziell in Erinnerung geblieben ist
den Brüdern ein Dreh, für den Jonas
Fischer mit einem externen Regisseur nach Kenia flog. «Eine Firma
aus Dubai, die Hilfsgüter herstellt,
hat uns kontaktiert, damit wir einen
Film drehen, in denen ihre Produkte
erklärt werden», blickt Jonas Fischer
zurück. In nur drei Tagen hätten sie
in Afrika alle Szenen gedreht.
Auf die Frage, wo ihre Firma in
fünf Jahren steht, zeigt sich Luzius Fischer ein wenig unsicher: «In dieser
Zeit kann soviel passieren. Aber sicher wäre es schön, mehr Filme zu
produzieren, die nicht nur im Internet, sondern auch im Fernsehen gezeigt werden.» Auch die Idee, irgendwann einen längeren Spielfilm zu drehen, reizt die Brüder. Vor der Kamera
zu stehen, so wie in ihrer Jugendzeit,
können sich die beiden Küsnachter
hingegen nicht mehr vorstellen.
Der Bus wird Zumikon noch länger beschäftigen
Der Zumiker Gemeinderat
muss nochmals über die
Bücher: Der Antrag, die
Buslinie 912 aus Küsnacht
schon in Waltikon enden zu
lassen, wurde zurückgewiesen. Dafür segneten die
Stimmbürger den Kauf der
Wiese Farlifang ab.
Annina Just
Es war zu erwarten, dass es am vergangenen Montag spät werden wird.
267 Zumikerinnen und Zumiker waren
an die Gemeindeversammlung gekommen, um bei zwei wichtigen Entscheiden mitzusprechen: Einerseits dem
Kauf der Wiese Farlifang hinter dem
Gemeindehaus, anderseits bei der Projektänderung für die Sanierung des alten Gemeindehauses. Zwar wurde das
alte Gemeindehaus bereits umgebaut
und am Samstag feierlich eingeweiht,
doch das Projekt sah im Zuge der Sanierung auch eine Umgestaltung der
Umgebung inklusive neuer Buswendeschlaufe vor. Nun hatte der Gemeinderat beantragt, auf diesen Ausbau zu
verzichten und den Bus in Waltikon
enden zu lassen.
Vorerst ging es an der Versammlung um den Kauf der Wiese Farlifang.
Der Gemeinderat beantragte die fast
3000 Quadratmeter grosse Wiese hinter dem Gemeindehaus für 3,26 Millionen Franken zu kaufen, um die sanierungsbedürftigen Alterswohnungen im
Thesenacker zu ersetzen. «Das ist erst
der Plan. Über alles, was dann gebaut
werden soll, würde dann noch abgestimmt», stellte Liegenschaftsvorsteher
Noch ist unklar, wie und ob die Umgebung des alten Gemeindehauses umgestaltet wird.
Christian Dietsche (SVP) klar. Es sei ein
einmaliges Zeitfenster, in dem sich alle
Beteiligten einig seien. Da das Land im
Thesenacker erstens mehr als doppelt
so gross und zweitens Bauland ist,
glaube der Gemeinderat, es deutlich
teurer verkaufen zu können und das
Projekt somit nachzufinanzieren.
RPK gegen Landkauf
Alle diese Argumente überzeugten
aber die Rechnungsprüfungskommission (RPK) nicht. Wie ihr Präsident
Christoph Born ausführte, empfahl die
RPK, den Kauf abzulehnen: «Das Geschäft beruht auf zwei Annahmen, die
zu unsicher sind, als dass man dieses
Risiko in der aktuell angespannten Finanzlage eingehen könnte.» Erstens
gehe der Gemeinderat davon aus, jemanden zu finden, der neue Alterswohnungen bauen will, und zweitens,
dass er diese zu einem kostengünstigen Preis vermieten werde. Gemeindepräsident Jürg Eberhard (FDP) gab
darauf zu bedenken, dass nicht nur fi-
nanzpolitische Überlegungen dahinterstehen, sondern auch soziale. «Wir
müssen im Thesenacker sowieso sanieren, ausser wir wollen dieses kostengünstige Angebot nicht mehr bieten. Mit den Wohnungen im Zentrum
könnten wir uns die Übergangslösung
sparen.» In der Folge äusserten sich
zahlreiche Bürger für und gegen den
Kauf. Doch der Einsatz des Gemeinderats wurde belohnt: Das Abstimmungsresultat fiel mit 167 zu 60 Stimmen für den Kaufkredit aus.
Dass man sich gerade für eine Verdichtung und Belebung im Ortskern
ausgesprochen hatte, wurde dann
auch in der zweiten umstrittenen Vorlage zum Thema. Es sei ein «Restproblem», das noch gelöst werden müsse,
führte Thomas Epprecht (FDP), Vorsteher Liegenschaften, das Traktandum
«Buslinie» ein. Im Ausführungskredit
von 3,93 Millionen Franken, der im
April 2014 an der Gemeindeversammlung verabschiedet wurde, waren ursprünglich 245 000 Franken für die
Foto: A. Just
Umgebungsgestaltung, vorgesehen, davon nur 110 000 Franken für eine neue
Buswendeschlaufe.
Heute weiss man jedoch, dass die
Projektkosten um 400 000 Franken höher ausfallen würden. Einerseits weil
die Überfahrt über den Forchbahntunnel eine sehr aufwendige Konstruktion
darstellt. Und anderseits weil die neue
Buswendeschlaufe gemäss Vorgaben
der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) für
einen Gelenkbus befahrbar sowie die
Station behindertentauglich gebaut
werden muss.
«Wir haben den besten Ausweg,
aus diesem Dilemma gesucht», beteuerte Epprecht. Verschiedene Varianten
für eine Verlängerung der Buslinie
wurden geprüft – diese hätten das
Wenden an einem anderen Ort ermöglicht. Doch weil alle Varianten entweder noch teurer zu stehen kämen oder
aus Gründen der Verkehrssicherheit
nicht zugelassen wurden, hat sich der
Gemeinderat für den Antrag zur Kürzung der Buslinie entschieden. Damit
sei nichts verbaut, eine Verlängerung
könne jeder Zeit wieder diskutiert werden, betonten sowohl Epprecht wie
auch Präsident Eberhard. «Zudem
könnten mit dieser Massnahme auch
jährliche Betriebskosten von 20 000
Franken eingespart werden», gab Epprecht zu bedenken. Diese Summe bezahlt Zumikon nämlich an die VBZ für
die parallele Linienführung von Bus
und Forchbahn zwischen Waltikon
und Zentrum.
Die Belegung sei stets sehr tief, argumentierte der Gemeinderat weiter
für seine Vorlage. So belassen, wie es
ist, könne man die Busschlaufe nicht,
weil dies im Widerspruch zum Beschluss vom 2014 stehen würde und
weil die Vorgaben der VBZ spätestens
bis 2023 umgesetzt werden müssen.
Antrag beendet Diskussion
Zahlreiche Wortmeldungen äusserten
sich gegen die Kürzung, umsteigen in
Waltikon sei insbesondere für ältere
Menschen eine Zumutung. Zwei Anträge verlangten verschiedene Varianten
zur
Verlängerung
der
Buslinie.
Schliesslich brauchte es einen Ordnungs- und einen Rückweisungsantrag, um die Diskussion nach knapp
drei Stunden abzuklemmen. «Wir
brauchen auch eine Denkpause», wurde der Rückweisungsantrag begründet.
Dieser wurde dann mit 158 zu 60
Stimmen angenommen. «Somit haben
wir keinen materiellen Entscheid und
den Auftrag, Ihnen das nächste Mal
verschiedene Varianten vorzulegen»,
fasste Eberhard die Geschehnisse zusammen. Diskussionslos und ohne Gegenstimme wurde die Jahresrechnung
angenommen. Sie schliesst mit einem
Minus von 1,25 Millionen – 4,5 Millionen besser, als budgetiert.
6
Stadt Zürich
Nr. 22
VE R M I S C H TE S
2. Juni 2016
Zwei neue Schiffe für die Hirsebreifahrt
Stadtrat Andres Türler
taufte ein LCZ-Langschiff
auf den Namen «Limmat».
Dieses wird mit dem ebenfalls neuen Schiff «Storch»
vom 13. bis 17. Juli auf der
Hirsebreifahrt von Zürich
nach Strassburg fahren.
Nationalrat Mauro Tuena
wurde Mitte Mai als Präsident der SVP Stadt Zürich
gewählt. Ein Interview.
Interview Pia Meier
Pia Meier
Eine Schiffstaufe ist ein besonderer
Anlass. Die Feuerwehrmusik Kreis 1
umrahmte das Fest mit dem «Sechseläutenmarsch», Kanonenschüsse erschütterten die Gebäude, und Neptun
stieg aus den Fluten. Stadtrat Andres
Türler, Götti des neuen Langschiffs
«Limmat» des Limmat-Club Zürich,
zerschlug mit Wucht eine Flasche am
Schiff und ging anschliessend auf die
Jungfernfahrt auf der Limmat und
dem Zürichsee. Er zeigte sich erfreut,
Götti eines «weiblichen Wesens» zu
sein. Das zweite neue Langschiff
wurde vom Zunftmeister der Zunft
zur Schiffleuten Zürich auf den Namen «Storch» getauft. Damit ist die
Flotte für die diesjährige Hirsebreifahrt nach Strassburg komplett. Der
gesamte Stadtrat wird übrigens am
ersten Tag mitfahren.
«Motorisierten Individualverkehr
nicht verteufeln»
Götti Andres Türler auf der Jungfernfahrt der «Limmat».
Fotos: pm.
Selbst Neptun stieg für die Schiffstaufe aus den Fluten der Limmat.
Die Stadt Zürich
wird grösser
Musikzentrum Florhofgasse eingeweiht
Genügend Kita-Plätze
in der Stadt Zürich
Die Stadt Zürich passt die über 100jährigen Vermessungsgrundlagen den
modernen Gegebenheiten an. Dank
des Einsatzes satellitengestützter
Messmethoden wird die amtliche
Vermessung noch genauer, wie das
Tiefbau- und Entsorgungsdepartement mitteilt. Durch diesen Systemwechsel werden rund 630 Grundstücke grösser oder kleiner. Die meisten
Flächenänderungen bewegen sich
zwischen +1 und –1 Quadratmeter.
Die grösste Änderung mit –25 Quadratmetern erfährt ein städtisches
Grundstück am Hang des Üetlibergs.
Betroffene Grundeigentümer werden
schriftlich über die Anpassungen im
Grundbuch informiert. Ein Anspruch
zur Erhebung eines Rechtsmittels besteht für die Betroffenen nicht. Insgesamt wächst die Stadt Zürich um 211
Quadratmeter, etwa die Hälfte eines
Tennisplatzes. Der Wechsel zum neuen System für die Vermessung findet
in Zürich am 13. Juni statt. (pd.)
Im vergangenen Sommer hiess die
Zürcher Stimmbevölkerung den Kauf
des historischen «Konsi-Gebäudes» an
der Florhofgasse 6 durch die Stadt mit
einem Mehr von 74 Prozent gut. Nach
dem Auszug der Hochschule der
Künste ins Toni-Areal wollte die Musikschule Konservatorium Zürich dort
ihren Hauptsitz und andere Nutzungen einquartieren. Ausserdem soll das
Haus für Orchester- und Chorschulung
sowie für Begabtenförderung genutzt
werden. Nach abgeschlossenen Renovationsarbeiten konnten Geschäftsleitung, Lehrpersonen und Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der
Musikschule Konservatorium Zürich
am vergangenen Freitag die Räumlichkeiten beziehen. Die Festansprachen hielten die Stadträte Gerold
Lauber und André Odermatt sowie
Andrea F. G. Raschér, Präsident Förderstiftung MKZ, sowie Christina Hospenthal, Direktorin Musikschule Konservatorium Zürich. (pd.)
Im Jahr 2015 stieg in der Stadt Zürich die Anzahl Betreuungsplätze in
Kitas wiederum an. Das Angebot
deckt damit nach wie vor die Nachfrage. Eine Lücke besteht derzeit einzig bei den subventionierten KitaPlätzen für Eltern mit geringem bis
mittleren Einkommen. 2015 standen
3431 subventionierte Plätze zur Verfügung, was die Nachfrage nicht ganz
zu decken vermochte. Ein Ausbau
um 620 Plätze soll bis 2018 diese Lücke schliessen, wie das Sozialdepartement der Stadt Zürich mitteilt. Zu
diesem Zeitpunkt werden alle anspruchsberechtigten Eltern von vergünstigten Tarifen profitieren können.
Die Anzahl Kitas hat Ende 2015
gegenüber Ende 2014 um sechs auf
insgesamt 286 Kitas zugenommen.
Neun Kitas werden von den Sozialen
Einrichtungen und Betrieben der
Stadt Zürich geführt, die restlichen
von privaten Trägerschaften. (pd.)
Mauro Tuena, hat die SVP in der Stadt
Zürich noch Potenzial? Ist eine Vertretung im Stadtrat ihr Ziel?
Die SVP erzielte bei den letzten Wahlen einen Wähleranteil von 17,34
Prozent. Städte, insbesondere die
Stadt Zürich, sind für die SVP ein
hartes Pflaster. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass für die SVP
in der Limmatstadt noch Potenzial
vorhanden ist. Eine SVP-Vertretung
im Stadtrat ist sicherlich anzustreben. Die SVP ist die klar stärkste bürgerliche Partei in der Stadt Zürich.
Der Veloverkehr ist in der Stadt Zürich
ein grosses Thema. Gerät der MIV unter
die Räder?
Es ist absolut falsch, wenn die verschiedenen Verkehrsmittel gegeneinander ausgespielt werden. In Zürich
galt lange Zeit eine «Nur-Velo-Politik». Die hat mit dem Einzug von Filippo Leutenegger in den Stadtrat minim geändert. Der motorisierte Individualverkehr ist der bedeutendste
Faktor einer gut funktionierenden
Volkswirtschaft. Ihn zu verteufeln, ist
fatal. Wer das Velo als Fortbewegungsmittel nehmen will, der soll das
um Himmelswillen tun, wer aber auf
ein Auto angewiesen ist oder das gar
zur Ausübung seines Berufs braucht,
darf nicht daran gehindert werden.
Stadtpräsidentin Mauch sagte unlängst, dass Zürich für Einwanderer
offen ist, für Autofahrer aber seien
Zäune zu errichten.
Verdichten: In der Stadt Zürich sollten
bis 2030 80 000 Menschen mehr wohnen. Es muss deshalb mehr gebaut werden und Grünraum verschwindet. Wo
bleibt da die Lebensqualität?
Nationalrat Mauro Tuena.
Foto: zvg.
Ich bedaure ausserordentlich, dass
immer mehr Grünraum verschwindet. Man darf nie vergessen, dass der
von Rot-Grün angedachte Zuzug von
80 000 Personen nach Zürich grösste
Probleme bezüglich der Infrastruktur
mit sich bringt. Wohnraum, Strassen,
der öV, Schulhäuser, Einkaufshäuser,
usw. lassen sich nicht beliebig erweitern. Hierzu fehlt schlicht der Platz.
Der eidgenössische Souverän hat am
8. Februar 2014 bezüglich der Zuwanderung von Ausländern in die
Schweiz mit der Annahme des Verfassungsartikels zur Masseneinwanderung klare Worte gesprochen.
Was tun Sie persönlich für eine lebenswerte, attraktive Stadt Zürich?
Ich wohne seit 44 Jahren in Zürich.
Es ist mir ein grossen Anliegen – und
dafür habe ich und werde ich mich
weiterhin einsetzen –, dass Zürich
seinen heimeligen Charme behält.
Ich habe zum Beispiel für die Erhaltung der alten Neufrankengasse und
der Europaallee gekämpft. Leider haben wir diese Abstimmungen verloren. Mir gefallen zum Beispiel im
Quartier Wipkingen die grünen Innenhöfe. Diesen haben wir während
den Beratungen zur Bau- und Zonenordnung Sorge getragen. Zürich muss
aber auch aufpassen, dass sie keine
guten Steuerzahler verliert. Diese
sorgen mit ihren Steuern schliesslich
für Lebensqualität. Vergrault man
diese, ist unsere Stadt bankrott.
Weniger Lohn für Frauen
Frauen verdienen in Stadt und Kanton Zürich immer noch deutlich weniger als Männer. Die Wanderausstellung «Lohnmobil» thematisiert auf
spielerische Weise verschiedene Aspekte, die in Zusammenhang mit
Lohnungleichheit stehen, beispielsweise Berufswahl, Rollenbilder, Altersvorsorge, Rente, Familie und Beruf. Das Programm des Lohnmobils
in der Stadt Zürich ist online verfügbar auf www.stadt-zuerich.ch. (pd.)
K L E I N A N Z E I G E N
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Kleinanzeigen kosten pro Doppelzeile Fr. 20.-. Chiffrezuschlag Fr. 5.- Bargeld beilegen und
mit dem Coupon einsenden an: Lokalinfo AG, «Kleinanzeigen», Buckhauserstr. 11, 8048
Zürich. Diese Inserate sind nur für private Anbieter. Aufträge, die bis Freitag, 10.00 Uhr, bei
uns eintreffen, erscheinen in der nächsten Ausgabe. Den Text bitte in Blockschrift ausfüllen
(pro Feld 1 Buchstabe, Satzzeichen oder Wortzwischenraum).
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❏ Fahrzeuge
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PLZ/Ort:
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❏ Wohnungen
❏ Möbel/Antiquitäten
VE R E I N E / K I R C H E
Küsnachter
Nr. 22
2. Juni 2016
7
Harmonie Eintracht will Montreux erobern
Die Harmonie Eintracht
überzeugte das Publikum
am Heimspiel in Küsnacht.
Am Eidgenössischen Musikfest in Montreux gilt es für
die Musiker dann ernst.
Für Dirigent Tobias Loew ist
klar: «Wir müssen noch
sicherer werden.»
rhythmus in «Rock and Go» von
Manfred Schneider meisterten sie
souverän. Das Publikum konnte an
diesem Abend aber nicht nur faul
zuhören, sondern musste der Harmonie auch etwas zurückgeben: ein
ehrliches Feedback. An jedem Platz
lag ein Zettel, auf dem man Rhythmus, Dynamik und Auftritt der Vortragsstücke beurteilen konnte.
Die HEK vertritt in Montreux
schliesslich Küsnacht, da sollen
auch alle ein wenig mithelfen. Durch
den Abend moderierte Gemeinderat
Ueli Schlumpf, der von der Materie
zwar keine Ahnung hatte, wie er offen zugab, der seiner Aufgabe aber
dennoch mit grossem Engagement
nachkam.
Jan Bolliger
«Colorado» ist ein gemeines Stück.
Die Ouvertüre des Schweizer Komponisten Franco Cesarini macht dynamische Riesensprünge, mal ruhig
und zart, dann laut und pompös. Dazu kommt, dass fast jede Instrumentengruppe einen Einzeleinsatz hat,
also wehe dem, der diesen verschläft;
man hört alles. Kein Wunder haben
die Organisatoren des Eidgenössischen Musikfestes dieses Werk zur
Pflicht erklärt.
Alle Vereine der viertstärksten
Kategorie, des Blasmusikwettbewerbs, müssen «Colorado» vortragen, zusätzlich zu einem Stück ihrer
Wahl. So auch die Harmonie Eintracht Küsnacht (HEK), die nach
mehreren Jahren Abwesenheit wieder am Fest teilnimmt, das dieses
Jahr in Montreux stattfindet.
Motto: «Blues and More»
Am vergangenen Freitag hatte die
fast 30-köpfige Harmonie unter Leitung von Tobias Loew Generalprobe.
Sie hatten unter dem Motto «Blues
and More» zum Konzert geladen.
Nachdem ein kurzer, heftiger Sommerregen auch den letzten Raucher
in den Saal des Pfarreizentrums Küs-
Trommelwirbel für Musiker
Beim Vortragsstück «Colorado» hat die Harmonie Eintracht noch Luft nach oben.
nacht getrieben hatte, blieben die
Musiker gleich bei den Elementen
und heizten mit «Fire and Ice» von
Otto M. Schwarz erst mal tüchtig ein,
ehe sie zu den Vortragsstücken kamen. Zuerst spielten sie «Return of
the Crusaders» von Larry Neeck, das
sie auch schon an früheren Konzerten aufgeführt hatten und mit dem
sie in Montreux bei der Jury punkten
wollen. Es ist ein episches Stück und
es liegt der HEK. Die Einsätze waren
präzise, die Dynamik passte. Im Um-
gang mit «Colorado», das auf einem
alten Indianerlied basiert, schienen
die Musiker noch nicht so sattelfest.
Sie spielten einiges zurückhaltender
als noch zuvor, was sich dann auch
im Gesamteindruck niederschlug.
Man hatte das Gefühl, da wäre noch
mehr möglich. Diese Einschätzung
teilte auch Dirigent Loew: «Wir müssen noch sicherer werden. Ich bin
jedoch zuversichtlich, dass wir das
bis zum 18. Juni schaffen und beim
Wettbewerb auf einem guten Niveau
Foto: Jan Bolliger
sein werden.» Dafür, dass sie erst
vor fünf Wochen die Noten zu «Colorado» erhalten hätten, sei er zufrieden. Dass die Band das Potenzial für
einen überzeugenden Auftritt hat,
bewiesen sie den ganzen restlichen
Abend lang. Für eine Stunde brachten sie die etwa 200 Zuschauer zum
Mitklatschen und -wippen. In Stücken wie «The Blues Factory» oder
dem Klassiker «A Taste of Honey»
zogen sie alle Register. Und auch die
Mischung von Swing- und Rock-
Ökologische Grundsätze
Wiederum wurden diverse Schulhäuser erstellt. Darunter das Schulhaus Nueva Esperanza (gemeinsam
mit einer dänischen Nichtregierungsorganisation), das nach ökologischen Grundsätzen konzipiert ist,
und das Schulhaus Xecaja Santa Maria. Beide Schulhäuser weisen drei
Schulzimmer, WC und Lehrerzimmer auf.
Schliesslich investierte der Verein auch im abgelaufenen Vereinsjahr Gelder in den Unterhalt bestehender Projekte und den Kindergarten San Cristobal sowie die Suppenküche Vamos Adelante; dies neben
einer Nothilfe aufgrund ausserordentlicher Umweltereignisse durch
den Ausbruch des Vulkans Fuego in
der Nähe von Ceylan. (e./pw.)
Eidgenössisches Musikfest 2016 in Montreux: 10. bis 12. Juni und 17. bis 19. Juni. Mehr Informationen zum Fest auf
www.ffm2016.ch.
Kirchenrat schlägt
Zusammenschluss vor
Küsnachter
bauen Schulen
Am vergangenen Montag wurde die
Vereinsversammlung 2016 des Vereins Guatemala-Zentralamerika im
reformierten Kirchgemeindehaus in
Küsnacht durchgeführt. In seinem
Jahresbericht informierte der Präsident Beat Stüber die Mitglieder über
die Projekte.
Der Verein finanzierte wiederum
fünf Wohnhäuser, die in der Gemeinde Ceylan durch eine holländische
Firma erstellt wurden. Ein grösserer
Anteil der Jahresausgaben floss in
eine neue Landklinik (Puesto de Salud Aldea Estancia de la Virgen), die
eine kleine Apotheke, einen Entbindungssaal, ein allgemeines Behandlungszimmer und diverse sanitarische Einrichtungen umfasst. Durch
die Landklinik erhalten rund 2000
Personen eine medizinische Grundversorgung.
Ehe die Musikerinnen und Musiker
den gut gefüllten Saal unter Trommelwirbel wieder verliessen, gaben
sie noch zwei Märsche als Zugaben
zum Besten. Dabei liessen sie das
Publikum noch einmal tüchtig mitklatschen. Am Eidgenössischen Musikfest wird die HEK auch in der Kategorie Parade teilnehmen und die
Märsche vorspielen müssen.
Dass sie beim Wettbewerb viel Erfolg haben werden, glaubt Martina
Richli nach dem Konzert indes nicht.
Sie freue sich trotzdem auf ihren Auftritt in Montreux: «Dabei sein ist alles.» Man glaubt es der erschöpften
und übers ganze Gesicht strahlenden
Präsidentin der HEK. Ganz nach den
Anfangsworten von Dirigent Loew:
«Voller Spass voraus!»
Am Ende stand es 7:7. Ein Sieg gelang den Wasserballern von Aquastar trotz Aufholjagd nicht.
Foto: zvg.
Unentschieden bei der Revanche
Am Schluss geriet die
Defensive zwar nochmals
unter Druck, am Ende blieb
es bei einem Unentschieden
gegen WBK SM Zürich.
Aquastar startete voller Elan in das
Spiel im breiten und langen Hallenbad Oerlikon. Vielleicht etwas zu viel
Elan, denn nach vier Minuten konnte
Arpad Petrov den zürcherischen Routinier nur durch Foulspiel stoppen.
Dieser liess Hüter Peter Valko keine
Chance und brachte die Zürcher in
Führung. Auch Aquastars Angriffsspiel konnte nur durch Fouls gestoppt werden. So ergab sich zwei
Minuten vor Ende des Viertels eine
Überzahlsituation, die Florian Rengel
mit einem Treffer beenden konnte.
Durch eine starke Defensivleistung
Aquastars konnte man einem Überzahlspiel der Zürcher noch vor Ende
des ersten Viertels standhalten. Spielstand bei der ersten Pause war 1:1.
Das zweite Viertel begann Aquastar
etwas unkonzentriert und SMZ konnte auf 3:1 vorlegen. Doch dies
schüchterte die Aquastarler nicht ein.
Laszlo Balzam gelangen innerhalb
von 45 Sekunden zwei Treffer mit
präzisen Distanzschüssen. Zur Halbzeit stand es 4:4. Aquastar konnte die
Angriffe der Stadtmannschaft mit einer konstanten und guten Defensive
abwehren und verlor von vier Überzahlspielen nur eines. Center Karoly
Szasz gelang ein erkämpftes Tor. Zu
Beginn des letzten Viertels lag man
mit 5:4 im Rückstand. Als der Gegner
sein Überzahlspiel nach Foul von Fabian Rengel erfolgreich verwertete,
stand es bedrohlich 6:4. Jetzt begann
für Aquastar die Aufholjagd. Laszlo
Balzam scorte erneut. Gian Gröbli
glich zum 6:6 aus und alles war wieder offen. Dann sah Adam Ferenczy,
dass der gegnerische Goalie etwas
weit vorne stand und überlistete diesen durch gezielten Bogenball. Führung mit 6:7. Aber es waren noch
fünf Minuten zu spielen. Leider glichen die Zürcher den Spielstand
kurz darauf wieder aus. Als Aquastar gegen Schluss nochmals in Unterzahl geriet, wurde es brenzlig,
aber die Defensive blieb kompakt,
und der Schiedsrichter pfiff das
Spiel mit Endresultat 7:7 ab.
Gian Gröbli, Aquastar
NLB: WBK SM Zürich (SMZ) – Aquastar
7:7 (1:1, 2:2, 2:1, 2:3).
Gespielt haben: Peter Valko (im Tor),
Adam Ferenzcy (1), Karoly Szasz (1), Florian Rengel (1), Luca Meyer, Laszlo Balzam (3), Dillen Moerland, Gian Gröbli (1),
Patrick Wiech, Fabian Rengel, Ashkan Hesabian, Arpad Petrov.
An Pfingsten fand der erste Regionalgottesdienst der Gemeinden Zollikon,
Zumikon, Küsnacht, Erlenbach und
Herrliberg statt. Er war Teil der «Kooperation 5+», eines Projekts, in dem
die fünf Kirchgemeinden verstärkt
zusammen arbeiten. Sie steht im Zusammenhang mit dem Mitgliederschwund der reformierten Kirche
und den Reformplänen der reformierten Landeskirche.
Diese schlägt vor, die Zahl der
Kirchgemeinden im Kanton Zürich
von 174 auf 39 zu reduzieren, und
gibt nun einen Reformplan in die Vernehmlassung. Dieser skizziert, wie
sich Kirchgemeinden zusammenschliessen könnten. Gemäss dem Ende letzter Woche veröffentlichten Entwurf, sollen sich Küsnacht, Erlenbach,
Herrliberg, Zumikon und Zollikon zur
Region «Meilen 1» zusammenschliessen. Wie die «Zürichsee-Zeitung»
(ZSZ) schreibt, zeigte sich Hedy Anderegg, Präsidentin der Kirchenpflege
Erlenbach, nicht überrascht ab diesen
Vorschlag. Sie betonte gegen über der
ZSZ, dass die Gemeinden bereits heute eng zusammen arbeiten. (aj.)
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Küsnachter
Nr. 22
2. Juni 2016
Küsnachter
NATUR
Nr. 22
2. Juni 2016
9
«Natürlich spreche ich mit meinen Bienen»
Es ist eine wahre Leidenschaft für den Zolliker Hans
Züger, Imker zu sein. Auf
einem Rundgang lässt er
in seine Tierwelt blicken.
Pauline Broccard
Um mit Bienen arbeiten zu können,
muss man eine extreme Ruhe bewahren. Bienen reicht ein zuckendes Auge, um nervös zu werden. Ansonsten
sind die Tierchen friedlich und vor
allem sehr produktiv. Hans Züger ist
Imker und züchtet seine Bienen an
der Grenze von Zumikon und Zollikon. Während eines Rundgangs, organisiert durch das Naturnetz Pfannenstil, gibt er den Interessenten einen Einblick in diese unglaublich
komplexe Naturwelt.
Imker mit Herzen
Züger: «Ich habe mit zehn Jahren
mein erstes Bienenvolk für 50 Franken gekauft. Damals war das noch
viel Geld.» Sofort merkt man, dass
der Imker die Bienen mit viel Vertrauen und Fürsorglichkeit behandelt. «Natürlich spreche ich mit meinen Bienen», sagt Züger und geht, ihnen lieb «Hallo» zurufend, einen Kasten holen. Er erklärt den Besuchern,
dass darin ein Schwarm sei, der aus
einem überfüllten Bienenstock herausgeflogen sei. Nun gebe er ihnen
ein neues Zuhause. Mit feuchtem
Trichter schüttelt er ruckartig die
Bienen in ihrem mit frischen Waben
ausgestatteten Bienenkasten. «Es ist
sehr wichtig, dass die Bienenkönigin
beim Umzug dabei ist, ansonsten
funktioniert das Volk nicht», erklärt
der Imker. Die Bienenkönigin sorgt
für den Nachwuchs und legt an einem warmen Sommertag bis zu 2000
Eier. Keine Königin, keine Fortpflanzung – und das Volk stirbt aus.
Viel Arbeit für Tier und Mensch
Zügers Imkeranlage besteht aus einem Raum mit Bienenstöcken. Im
Nebenraum befindet sich die Honigschleuder. Nachdem der Imker die
schützende Wachsschicht von den
Waben mit einer Metallgabel entfernt
hat, wird der Honig mittels Maschine
aus den Zellen geschleudert. Die
Frühtracht von Honig wird von April
bis Juni und die Spättracht von Juni
bis August produziert. Der Blütenhonig ist heller und kristallisiert schneller. Der Waldhonig ist durch seine
dunkle Farbe bekannt und vom Geschmack etwas intensiver. Letztes
Jahr hat Züger sieben Tage geschleudert. Die fleissigen Tierchen hatten
eineinhalb Tonnen Honig hergestellt.
Pure Neugierde
Den Gästen bot der Imker einen
spannenden Abend. Zwei junge Buben konnten gar nicht mehr aufhören
zu fragen und Hans Züger schon gar
nicht mehr aufhören zu erzählen.
Auch wenn es in Strömen regnete,
hatten die Besucher nur Augen für
die vielen Bienen und die faszinierende Tierwelt.
Hans Züger berührt den Bienenschwarm bedenklos: «Bienen stechen normalerweise nicht.»
Fotos: Pauline Broccard
Die Bienenvölker
Ein Bienenvolk besteht aus einer
Königin, Arbeiterinnen und Drohnen (männliche Bienen) und lebt
im Bienenstock. Die Königin legt
nach ihrer einmaligen Begattung
täglich Eier. Die Arbeiterinnen
bauen Zellen für die Nachkommende Generationen, holen von
draussen Nektar und produzieren
Honig. Drohnen sterben nach ihrer Kopulation mit der Bienenkönigin. Die Bienen können den
Bienenstock durch ein Loch verlassen oder betreten. Ob eine Biene zum Volk gehört und ob es ihr
erlaubt ist einzutreten, bestimmen die Wächterinnen. Diese entscheiden dies anhand des Dufts.
Sommerbienen leben vier bis
sechs Wochen, Winterbienen werden zwischen sechs und acht Monate alt. Eine Königin kann zwischen vier- und fünfjährig werden. Erst wenn die Königin verschwindet, braucht das Volk ein
neues Oberhaupt. (pb.)
Zur Anschauung: Königin, Drohne und Arbeiterin (v.l.).
Im Bienenstock ist es etwa 35 Grad warm.
Die Brutzelle einer geschlüpften Bienenkönigin.
Von Küsnacht per
Schiff auf die Ufenau
Stägli uf und Stägli ab
mit den Naturfreunden
Die traditionelle Ufenau-Fahrt des
Senioren-Vereins Küsnacht (SVK) findet auch dieses Jahr wieder statt.
Und zwar zum letzten Mal, bevor die
Insel wegen den vorgesehenen Umbauten für zwei Jahre geschlossen
wird. Am Donnerstag, 16. Juni, besteht für Mitglieder und auch für
Nichtmitglieder im Pensionsalter die
Gelegenheit, diese romantische und
geschichtsträchtige Insel zu besuchen
und deren Gastronomie zu geniessen.
Die landschaftlich reizvolle Insel mit
den historischen Kirchen St. Peter
und Paul sowie St. Martin, mit dem
Grab Ulrich von Huttens und mit dem
«Gasthaus zu den zwei Raben» machen diesen vom SVK organisierten
Anlass sicher lohnend. Eine spezielle
Anmeldung ist nicht nötig.
Besammlung ist um 10.40 Uhr an
der Schiffstation Küsnacht (beim Hotel
Sonne), Abfahrt um 10.50 Uhr. Auch
Erlenbach wird angelaufen, nicht aber
die Haltestelle Küsnacht-Heslibach
(beim Strandbad). Planmässige Rückkehr ist um 17 Uhr. Mit dem «9-UhrPass» (Halbtax-Abo nicht vergessen)
lässt sich so ein preiswerter, angenehmer Tag erleben. Es besteht auch die
Möglichkeit, den Ausflug individuell
über Rapperswil zu verlängern.
Zusätzliche Auskünfte gibt der
Reisechef des Senioren-Vereins Küsnacht, Ruedi Enzler, zu erreichen unter Telefon 044 911 00 43. (e.)
Die Naturfreunde Sektion KüsnachtErlenbach nehmen Interessierte wieder in die Berge mit. Am Sonntag, 5.
Juni, geht’s aufs Hirzli (ab Ziegelbrücke mit dem Glarner Bus bis Niederurnen Ochsenplatz, weiter mit der
Seilbahn Morgenholz). Bei der Bergstation (963 m) beginnt der etwas steinige, steile Aufstieg aufs Hirzli
(1641 m). Eine fantastische Aussicht
auf Walen- und Zürichsee belohnt die
Mühen. Abstieg via Alp Planggen und
Restaurant Hirzli zurück zur Seilbahnstation. Wanderzeit ca. 3½ Std. Verpflegung aus dem Rucksack. Billett:
Zürich–Niederurnen retour. Besammlung 8.30 Uhr beim Treffpunk HB Zürich. Abfahrt 8.43 Uhr mit S25 nach
Ziegelbrücke. Anmeldung bis Freitag,
3. Juni, beim Leiter Bernhard Strehler,
Tel. 044 915 09 67.
Am Samstag, 11. Juni, geht’s
dann von Rothrist aus übers «1000er
Stägli» zum Born (genau gezählt sind
es 1150 historische Stufen) und weiter nach Olten. Wanderzeit ca. 3 Std.,
Auf- und Abstieg je 320 Hm. Verpflegung aus dem Rucksack. Billett: Zürich–Rothrist, retour ab Olten. Besammlung 8.55 Uhr beim Treffpunkt
im HB Zürich. Abfahrt 9.08 Uhr Richtung Aarau. Anmeldung beim Leiter
Fritz Burkhalter, Tel. 052 346 16 14.
Zur Durchführung am 10. Juni ab
9 Uhr unbedingt Hotline 031 544 55
69, Code 13232, anrufen. (e.)
Der Verein Schlachtlokal lädt am 11. Juni zum Schlachthüüslifäscht auf der Forch.
Foto: zvg.
Lokale Spezialitäten am Schlachthüüslifäscht
Der Verein Schlachtlokal
Küsnachterberg und Umgebung lädt wieder zum
Schlachthüüslifäscht im
Küsnachterberg ein.
Das Metzgerteam und viele Helfer
verwöhnen die Gäste auch dieses
Jahr wieder mit abwechslungsreichen lokalen Spezialitäten: Spanferkel, Lammgigot, Schafgulasch,
Schaf-Fleischkäse und hausgemachten Bratwürsten. Dazu gibt es Spätzli,
Kartoffelsalat,
selbst
gebackenes
Brot, Kuchen, Patisserie und Getränke. Am Marktstand können Dauerwürste, Käse und Most aus der Region degustiert und gekauft werden.
Rege benütztes Schlachtlokal
Der Verein Schlachtlokal wurde vor
acht Jahren mit dem Ziel gegründet,
die Kleinschlachtanlage im Küsnachterberg zu erhalten. Die Anlage ermöglicht Nutztierhaltern, Metzgern
und Jägern, ihr Fleisch lokal, tierfreundlich und gesetzeskonform zu
verarbeiten. 67 Mitglieder und etliche
Gönner bilden die solide Basis des
Vereins. Mit dem Erlös des Schlachthüüslifäschts kann die Infrastruktur
immer wieder den Bedürfnissen der
Benutzer und den strengen Hygienevorschriften angepasst werden.
Am Schlachthüüslifäscht vom 11.
Juni öffnet der Betrieb wieder seine
Türen für die Bevölkerung. Der Verein Schlachtlokal freut sich auf viele
Gäste. (e.)
Samstag, 11. Juni, 10 bis 17
Schlachtlokal, Wangen 17, Forch.
Uhr,
10
Küsnachter
Nr. 22
2. Juni 2016
MARKTPLATZ
Grill-Experte besucht die Goldküste
«The Cruise Line» bietet Kreuzfahrten für jeden Geschmack.
Foto: zvg.
Publireportage
Ferienformel: Kreuzfahrt
Kreuzfahrten – ein Trend,
der sich wachsender Beliebtheit erfreut, gerade
auch bei jüngeren Gästen.
Eine Tatsache, die auch die Spezialisten für Schiffsreisen bei «The Cruise
Line» in Zürich-Hottingen bestätigen.
Das Angebot reicht von Heavy Metall,
Yoga-Kreuzfahrt oder Reisen für junge Entdecker bis hin zum Fun-Schiff,
das einem schwimmenden Vergnügungspark gleicht.
Im Team bei «The Cruise Line» ist
jeder ein passionierter Kreuzfahrer
mit umfangreichem Know-how. So
wird jedem Kunden ein ganz individuelles Reisearrangement für Hochsee- und/oder Flusskreuzfahrt erstellt
und ganz auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Ob Smoking
und Abendkleid, Sport, Kultur und
Unterhaltung oder spannende Destinationen für Sie wichtig sind – nichts
ist unmöglich. «Wir kennen die Schiffe bestens und können somit jedem
ANZEIGEN
Gast sein persönliches Traumschiff
empfehlen». Das Feriensegment der
Kreuzfahrten zeichnet sich durch ein
unglaublich vielseitiges Angebot aus.
Umso wichtiger ist eine professionelle Beratung – vor allem für Erstkreuzfahrer. Ob eine spannende Expeditions-Kreuzfahrt, eine abwechslungsreiche Tour unter weissen Segeln, eine klassische Ozeanüberquerung oder gar eine unvergessliche
Weltreise – die Experten halten attraktive Angebote bereit.
Die Kunden profitieren zudem
von einer engen Partnerschaft mit allen grossen und kleinen Reedereien
(über 40 Anbieter) und einer umfangreichen und tagesaktuellen Kreuzfahrtdatenbank auf www.cruiseline.ch.
Kreuzfahrer, die ein persönliches
Gespräch bevorzugen, sind im Reisebüro herzlich willkommen. (pd.)
The Cruise Line, Wolfbachstrasse 39, 8032
Zürich. Telefon 044 254 24 14, www.cruiseline.ch. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.
Publireportage
Kürzlich hat Grill Sheriff,
der grösste Grill-Aussteller
der Schweiz, seine Zelte
auch an der Goldküste aufgeschlagen. Bis zum 30.
Juli finden Grill-Fans in
der Casa del Mas an der
Seestrasse alles, was es
braucht, um sich und seine
Gäste zu verwöhnen.
Die Casa del Mas ist ein Familienbetrieb in vierter Generation in Küsnacht, der sich ganz den Zitrusfrüchten verschrieben hat. Die Inhaber bewirtschaften eine biologische Plantage
mit Orangen, Grapefruits, Mandarinen
und Zitronen in Valencia. Um den
Platz in den Sommermonaten besser
zu beleben, hat Boris Jost, Geschäftsführer und Urenkel des Gründers, seine Kunden nach Ideen gefragt.
Schliesslich hat die Idee, ein Grillfachgeschäft zu eröffnen, das Rennen gemacht.
Alles für das perfekte BBQ
Daraufhin wurde Grill Sheriff aus
Grüningen als DAS Grillfachgeschäft
der Schweiz angefragt. So kam es,
dass Daniela und Marcel Meier, Inhaber von Grill Sheriff, spontan zugesagt
und kürzlich den Grill Sheriff Outpost
in der Casa del Mas in Küsnacht eröffnet haben. Nun bietet Grill Sheriff bis
zum 30. Juli hochwertige Grills und
Zubehör an der Seestrasse 175 in
Küsnacht an.
Die einzigartige Expertise von Grill
Sheriff rund ums Thema Grill wird
auch in seinen Grill-Sheriff-Kursen
Marcel und Daniela Meier machen jeden zum «Grill-Sheriff».
vermittelt, sodass jedes «Greenhorn»
zum «Grill-Sheriff» werden kann. An
den sogenannten «Grill Talks» können
Interessierte zudem bei Live-Grilldemos zuschauen und sich mit gleichgesinnten Grill-Fans austauschen. Zusammen mit einem gekühlten Bier,
Delikatessen, Grillsaucen und -gewürzen steht einem Sommer voller kulinarischer Höhepunkte nichts mehr im
Weg, zumal auch diese Produkte im
Grill Sheriff Outpost in Küsnacht erworben werden können.
Auch Premium-Fleisch im Angebot
Natürlich darf auch das richtige
Equipment zum Grillieren nicht fehlen. Daher gibt es eine schöne Auswahl an Holzkohle-, Gas- und Keramikgrills sowie Smoker von Marken
wie Weber, Kamado Joe, Big Green
Egg, Cactus Jack, Indu+ und Ozpig.
Das volle Sortiment mit einer Ausstellung von über 1000 Quadratme-
Foto: zvg.
tern ist das ganze Jahr in der «Grill
Sheriff City» in Grüningen oder ein
Teilsortiment auf der «Grill Sheriff
Ranch» in Kloten zu finden.
Ein weiteres Highlight im Küsnachter
Grill-Sheriff-Aussenposten
sind die köstlichen Fleischspezialitäten von Luma Delikatessen. Eingeweihte wissen bereits, dass das Premium-Fleisch durch ausserordentliche
Zartheit besticht. Dank aufwendiger
Veredelungs- und Reifeprozesse wird
aus bereits hochwertigem Fleisch ein
ganz besonderer Genuss. Neben
handverlesenem Schweizer Fleisch
bietet Luma Delikatessen auch Fleisch
aus der ganzen Welt an, unter anderem Kobe und Wagyu Beef. (pd.)
Grill Sheriff Outpost, Casa del Mas, Seestrasse 175, Küsnacht.
Infos über die verschiedenen Grillkurse
wie zum Beispiel «Vom Greenhorn zum
Grill-Sheriff», «The Perfect Steak» oder
«Veggie Dreams» sowie weitere Events auf
www.grill-sheriff.ch.
AKTUELL / MARKTPLATZ
Küsnachter
Nr. 22
2. Juni 2016
11
INSERAT
Warme Töne und viel Italianità prägen das Interior-Design des «Commercio» an der Mühlebachstrasse.
Foto: CUZ.
Ein filmreifer Restaurantklassiker
Mitunter braucht es nur
sehr wenig, um sich wie
in Italien zu fühlen.
Es genügt ein Schritt
ins «Commercio».
Es gibt Klassiker im Kino und solche,
die Geniesser und Anhänger der italienischen Küche besonders erfreuen.
Zu Letzteren gehört sicher das Restaurant
Commercio.
Nennt
man
diesen Namen, so beginnen bei vielen
Stadtzürchern und auch Besuchern
aus nah und fern die Augen zu leuchten. Das prominente Lokal an der
Mühlebachstrasse, gleich beim Bahnhof Stadelhofen, vereint seit über 40
Jahren Gäste unterschiedlichster Couleur, von Künstlern und Besuchern
aus den nahegelegenen Wirkungsstätten wie dem Opernhaus oder den verschiedenen Theatern über Studenten,
Journalisten, Kinogänger bis hin zu
Geschäftsleuten. Ihnen allen gemein-
sam ist das Faible für dieses Restaurant, das aus der Zürcher Gastronomielandschaft nicht mehr wegzudenken ist.
Die Tradition lebt fort
Ursprünglich mit leichter Patina und
etwas eng und verwinkelt, wurde das
«Commercio» 2011 umfassend renoviert und hat viel Grosszügigkeit Platz
gemacht. Geblieben sind aber die älteste und wohl immer noch schönste
Stehbar Zürichs, datiert aus dem Jahr
1919, und die besondere Atmosphäre,
die auch durch Schwarz-Weiss-Fotografien berühmter italienischer Filmstars wie Sophia Loren und auch Anna
Magnani
geprägt
ist.
Eigentlich naheliegend, denn direkt
nebenan, unter dem gleichen Dach,
befinden sich die Kinos Arthouse
Piccadilly 1+2, die ebenfalls zur
Commercio-Gruppe gehören. Hier
werden internationale Studiofilme gezeigt, natürlich auch aus dem südli-
Publireportage
chen Nachbarland. Die Räumlichkeiten eignen sich – dank modernster
Audio- und Videotechnik – ebenfalls
für Präsentationen, Seminare und Tagungen.
Zu den Klassikern auf der Speisekarte
gehören die wohl stadtbekannten «Rigatoni alla vodka». Doch die Karte
bietet noch weit mehr aus der reichen
Palette an italienischen Gerichten. Seien es mit feinsten Zutaten gefüllte Tortelloni, leckere Linguine oder auch
wechselnde, saisonale Spezialitäten,
es findet sich für jeden Gast etwas.
Besonders stolz ist das «Commercio» auf die von Hand selbst produzierten Cappelletti oder die 5-KornSpaghetti «Cinque C». Begleitet von einem feinen Tropfen aus den besten
Provenienzen Italiens begibt sich so
der Gast auf eine genussreiche Reise
in den Süden. (pd.)
Restaurant Commercio, Mühlebachstr. 2,
8008 Zürich, Tel. 044 250 59 30. Mehr
Infos unter commercio.ch, arthouse.ch.
Zumiker Lauf mit grossen Läuferfeld
Knapp 1000 Läufer werden
am 4. Juni wieder durch
Zumikon rennen. Für jeden
sollte sich eine passende
Kategorie finden lassen.
Am Samstag, 4. Juni 2016, findet der
33. Zumiker Lauf statt. Das Organisationskomitee des organisierenden
Turn- und Sportvereins Zumikon unter der Leitung von Michael Korner
erwartet auch dieses Jahr knapp 1000
Läuferinnen und Läufer. Davon werden gut 600 um 15 Uhr den 11,2 Kilometer langen Rundkurs mit Höhepunkt beim Forch-Denkmal unter die
Füsse nehmen.
Das herrliche Panorama und die
schöne Strecke auf Naturstrasse über
Felder und durch den Wald werden
für den Aufstieg entschädigen. Sowohl
die Teilnehmer des Hauptlaufes als
auch die Junioren, die über eine Strecke von 5,7 Kilometer laufen, nehmen
am «ZKB Züri Laufcup» teil. Bei diesem werden am Ende der Saison alle
Letztes Jahr war das Rennen bei Sonnenschein ein voller Erfolg.
Läuferinnen und Läufer klassiert, die
mindestens sechs zum «ZKB Züri Lauf
Cup» zählende Laufveranstaltungen
absolviert haben. Sie alle erhalten einen Naturalpreis; die fünf Erstplatzierten pro Altersgruppe dürfen zudem an einem Trainingsweekend mit
Spitzensportlern teilnehmen. Zusammen mit den Junioren gehen um
14.50 Uhr die Walker, Nordic-Walker
Foto: zvg.
und Schnupperläufer auf die 5,7 Kilometer lange Strecke. Für alle sollte
sich eine passende Kategorie finden
lassen. Für das leibliche Wohl sorgt
der Turn- und Sportverein Zumikon
wie üblich auf dem Sportplatz auf der
Turnhalle Farlifang. (e.)
33. Zumiker Lauf, Samstag, 4. Juni. Die
Anmeldung ist online bis 3. Juni um 10
Uhr möglich. www.zuerilaufcup.ch.
INSERAT
Jeden Freitag in Herrliberg
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12
Stadt Zürich
Nr. 22
2. Juni 2016
AU TO M O B I L
Fiat schickt den neuen Tipo ins Rennen
Mit dem Tipo kommt ein
gut ausgestattetes Kompaktmodell auf den Markt,
das in erster Linie für preisbewusste Familien interessant ist.
noch etwas brummig. Laut Werksangaben verstreichen von 0 bis 100
km/h 9,8 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit soll bei 200 km/h liegen. Der durchschnittliche Verbrauch
des knapp 1400 Kilogramm wiegenden Fronttrieblers wird mit 3,7 Litern pro 100 Kilometer angegeben.
Peter Trösch
Straffes Fahrwerk
Fiat hat sich 2014 mit dem Auslaufen
des wenig erfolgreichen Modells Bravo von der Kompaktklasse verabschiedet. Nun kehren die Italiener
kampfeslustig in dieses Segment zurück, indem sie den einst erfolgreichen Tipo reanimieren. Kampfeslustig deshalb, weil das Preisniveau
wohl nur schwer zu toppen ist und
der Konkurrenz zu schaffen machen
dürfte.
Kampfpreise
Seit März ist auf dem Schweizer
Markt eine viertürige Stufenheckversion (ab 15 990 Franken) verfügbar.
Ab Juni folgt eine fünftürige Schrägheckausführung (ab 16 990 Franken)
und im September ein Kombi (ab
18 390 Franken). Nach den Vorstellungen des Schweizer Importeurs sollen im laufenden Jahr von der gesamten
Tipo-Modellfamilie
rund
1000 Einheiten abgesetzt werden,
was einem Marktanteil von 1,4 Prozent im C-Segment entspricht.
Optisch kommen alle drei Karosserievarianten gefällig und unaufgeregt daher. Ins Auge fällt die lang gestreckte Motorhaube. Im Heckbereich
weist die Limousine eine traditionelle
Linienführung auf, während das
Schrägheck sportlicher auftritt. Die
Flanken werden von einer dominan-
Toyota zeigt Studie
mit Schuss
Der Toyota GT86 begeistert Kunden
und Fachwelt mit seinem grundehrlichen Konzept: Heckantrieb, Handschaltung und eine perfekte Balance.
Doch wirklich Platz bietet der Zweiplätzer nicht. Nun zeigt Toyota in
Australien die Designstudie einer
Shooting-Brake-Version des Sportwagens, die in Handarbeit unter der
Leitung der globalen Sportwagenabteilung entstand. Allerdings handelt
es sich, wie es der innovativer japanische Autohersteller selbst betont,
nur um eine Designstudie. Eine Serienversion, so Toyota, sei vorerst
nicht geplant. (pd.)
ANZEIGEN
Seit März im Handel: Der neue Fiat Tipo soll es in der Kompaktklasse für Fiat richten.
ten Linie geprägt, die von den
Scheinwerfern bis zu den Rückleuchten läuft. Der Fünftürer mit Schrägheck ist 4,37 Meter lang, 1,79 Meter
breit und 1,5 Meter hoch. Der Kombi
ist 20 Zentimeter länger und leicht
höher. Das Kofferraumvolumen gehört, gemessen bis zur Fensterunterkante, mit 440 Litern (Schrägheck)
beziehungsweise 550 Litern (Kombi)
zu den grössten im Segment. Verschiedene Konfigurationslösungen erweitern die Nutzbarkeit des Koffer-
raums. Die Motorenpalette ist überschaubar, aber genügend. Zur Auswahl stehen je zwei Benziner (beide
1,4 Liter) und Diesel (1,3 und 1,6 Liter) mit einer Leistung von jeweils 95
und 120 PS. Ausser dem kleinen Ottomotor verfügen alle Triebwerke
über einen Turbolader. Bei einer ersten Bekanntschaft mit dem Tipo in
der Region Turin stand uns die 120
PS starke Turbodieselversion des
Kombis mit dem gut abgestuften und
präzisen manuellen Sechsgangschalt-
Foto: zvg.
getriebe zur Verfügung. Wahlweise
kann bei dieser Ausführung auch ein
Doppelkupplungsgetriebe mit ebenfalls sechs Gängen geordert werden.
Die Fahrleistungen sind ansprechend und sorgen im Alltagsverkehr
dafür, dass man stets bei den Leuten
ist. Sportlich orientierte Fahrer kommen indes kaum auf ihre Rechnung.
Denn drückt man entschlossen auf
das Gaspedal, lässt sich das Triebwerk reichlich Zeit, sein Kraftpotenzial zu entfalten, und reagiert erst
Neuer Koleos kommt noch dieses Jahr
Die zweite Generation des
Renault Koleos baut auf
dem Nissan X-Trail auf.
Renault gibt Gas. Nach der kompletten Erneuerung der Modelle Espace
und Mégane sowie der Einführung
der neuen Baureihe Talisman folgt
nun die zweite Generation des Koleos. Wie die anderen erwähnten Modelle trägt auch dieser nun die neue
Marken-Designsprache mit den markanten LED-Haken.
Der Koleos wurde 2007 zuerst in
Südostasien, 2008 dann auch in Europa eingeführt; in Ostasien läuft das
Fahrzeug als Samsung QM5. Schon
die erste Generation baute auf der
Plattform des Nissan X-Trail auf.
Nachdem dieser komplett neu entwickelt wurde, ist ein ebenfalls komplett neuer Koleos auf Basis des neuen X-Trail ein logischer Schritt.
Viel gibt Renault noch nicht bekannt, aber die technische Verwandtschaft zum Allianz-Geschwister lässt
einige Rückschlüsse zu. Der neue Koleos wird wie der X-Trail rund 4,6
Meter lang sein, die Motoren werden
wohl auch die gleichen wie im Nissan
sein. Dieser wird in der Schweiz mit
einem 1,6-Liter-Benziner mit 163 PS
und mit einem 1,6-Liter-Diesel mit
130 PS angeboten. Gemäss Autobild.de könnten aber auch Benziner
mit bis 200 PS zum Einsatz kommen.
Es soll ebenfalls eine reine Frontantriebversion geben – für die Schweiz
wird der neue Koleos aber wohl zum
grössten Teil mit Allradantrieb gekauft werden.
Als Getriebe stehen sowohl eine
manuelle als auch eine Automatikvariante mit je sechs Gängen zur
Wahl. Wann und zu welchen Preisen
der neue Renault Koleos bei den
Schweizer Händlern steht, ist noch
unklar. Gemäss deutschen Medien
soll die Markteinführung noch in diesem Jahr erfolgen. (ds.)
Eine gute Note verdient das straffe
Fahrwerk, das punkto Fahrsicherheit
und Komfort ein hohes Niveau erreicht. Tadellos ist auch das Handling: Die Vorderräder reagieren spontan auf Lenkbefehle. Ohne Murren
steckt der Tipo flott angefahrene Kurven ohne Schaukelbewegungen weg.
Auch Unebenheiten oder Schlaglöcher werden kaum spürbar an die Insassen weitergegeben, die es sich
dank grosszügig bemessener Kopfund Beinfreiheit auch auf den hinteren Sitzen gemütlich machen können. Einziger Wermutstropfen: Die
weichen Sitze sind zwar bequem,
bieten aber nur mässigen Seitenhalt.
Hinter dem Steuer findet man
sich auf Anhieb gut zurecht. Die Bedienelemente von Klimaanlage, Audiosystem und Bordcomputer werden
bequem erreicht, ohne dass man sich
aus dem Sitz nach vorne lehnen
muss. Über die umfangreiche Serienund Sicherheitsausstattung hinaus
steht beispielsweise ein Entertainmentsystem zur Verfügung, das über
einen Touchscreen mit 17,8 Zentimeter Bildschirmdiagonale gesteuert
wird. Praktisch sind die Ablageflächen, ein Dutzend an der Zahl, die
sich beim Ablegen von Gegenständen
des täglichen Bedarfs wie Smartphones, Getränkeflaschen oder Kleingeld als sehr nützlich erweisen.
IN KÜRZE
Ford
Weltweit haben sich 6506 Personen konkret für den Kauf des Supersportlers Ford GT beworben.
Die Online-Ausschreibung betraf
nur 500 Fahrzeuge, die innert
zweier Jahre gebaut werden.
Axa
Der Versicherer Axa Winterthur
bietet Kunden mit Elektrofahrzeug einen neuen Service: eine
Gratisapp, die freie Ladestationen
europaweit anzeigt.
Stadt Zürich
Nr. 22
2. Juni 2016
13
ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: [email protected]
PR-Unternehmer und «Medienstar»-Jurypräsident
Christoph
Richterich mit Gattin Simone.
Freestylerin und Model Mirjam Jäger und ihr Verlobter Rafael Beutl werden vom Eventmanagerpaar Karina Berger und Thomas Russenberger (r.)
willkommen geheissen.
Das Moderatorenduo der Mediennacht: Dominique Rinderknecht
und Marco Fritsche.
Ladys in Rot und Gold: Food-Bloggerin Sylwina Annina und Kosmetikunternehmerin Dianne Brill (r.), amüsierten sich an der Ballnacht im
Kongresshaus.
Dabei: Schauspielerin, Moderatorin
und Bloggerin Tamara Cantieni mit
Gatte Chris.
Gute Wetterlaune: Meteorologe
und Unternehmer Peter Wick mit
Gattin Vivien.
Rot und viel Glamour
auf dem goldenen Teppich
Die 85. Mediennacht im Kongresshaus war vor allem die Nacht der
schönen Frauen. Susanne Wille gewann den «Medienstar»-Award und
die Ball-Beautys zeigten sich in exquisiten Roben. Die Farbe Rot dominierte und machte sich auf dem goldenen Teppich besonders gut. Die
bekannte Foodbloggerin Sylwina
Annina gestand, dass sie sich zum
ersten Mal für ein mohnrotes Abendkleid entschieden hatte. Die attraktive 1,79 Meter grosse Jus-Studentin
zog die Blicke magnetisch auf sich.
Auch Freestylerin Mirjam Jäger hatte ein korallenrotes Outfit von Marciano gewählt und überstrahlte mit
ihrer gewinnenden Art den Anlass.
Die Organisation der Mediennacht
(früher Presseball) im Auftrag des
Zürcher Pressevereins lag zum dritten Mal bei Karina Berger und Thomas Russenberger. Prächtig amüsierte sich Karin Lanz, die mit Gas-
tronom Cédric Schweri zwei Kinder
hat. Sie ist als OK-Mitglied bereits eifrig am Vorbereiten für den «LegacyPollo-Cup», ein viel beachtetes Turnier auf dem Aargauer Birrfeld.
Zum ersten Mal mit neuem
Freund sah man die Zürcher Fitness-Unternehmerin und ehemalige
TV-«Bachelorette» Frieda Hodel. Für
viel Sympathiepunkte sorgten neben
den super dotierten Tombolapreisen
das Pepe-Lienhard-Orchester und
das Moderatorenpaar des Abends:
die stets souveräne Dominique Rinderknecht und der nie um einen träfen Spruch verlegene Appenzeller
Tausendsassa Marco Fritsche. Die
Ballnacht, die explizit keine Benefizveranstaltung sein will, spült immer
einen beachtlichen Batzen in die Kasse von «Reporter ohne Grenzen» und
unterstützt die Stiftung, die jährlich
den Zürcher Journalistenpreis vergibt.
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Hallo,
Ich heisse Alan und ich bin 15½ Jahre alt. Im Moment
bin ich auf der Suche nach einer Gastfamilie für einen
einjährigen Sprachaufenthalt in der Region Küsnacht.
Ich bin super motiviert! Meine grosse Leidenschaft ist
Eishockeyspielen. Ich bin höflich, rauche nicht und bin
Elitesportler. Keine Angst, ich suche kein Taxiunternehmen, für die verschiedenen Hockeytrainings benutze ich
den öV ☺!
Ich hoffe sehr, dass meine Anzeige auf Interesse stösst.
Es würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
Meine Eltern sind auch gerne bereit, einen Gastfamilienplatz für einen Sprachaufenthalt anzubieten!
Mit freundlichen Grüssen, Alan
Singlefrau mit Durchblick:
Hypnotiseurin Tanja Gutmann.
Verliebt:
Fitness-Unternehmerin
Frieda Hodel, Tourismusexperte Fabio Zerzuben.
V.l.: Moderatorin Karin Lanz, Medienrechtler
Marc R. Büttler, Persönlichkeits-Coach Marina
Berini, Stylist Clifford Lilley.
Mit dem «Medienstar»-Award
geehrt: Moderatorin Susanne
Wille.
14
Küsnachter
Nr. 22
2. Juni 2016
Veranstaltungen & Freizeit
DR. GAMBLE
Thomas W. Enderle
Greatife Wordschöfunken
Ach ja, die verflixte Rechtschreibung.
Wer hat nicht schon im Eifer des Gefechts sich kreativ an der deutschen
Sprache vergriffen. Und manchmal
gibt es einfach das richtige Wort gar
nicht, um ein bestimmtes Ding zu beschreiben. Genau hier setzt «Krazy
Wordz» an.
Die Spieler erfinden neue Wörter
und versuchen diese dabei so eindeutig zu gestalten, dass möglichst vielen
in der Runde klar ist, was gemeint
ist.
Zu Beginn jeder Runde erhält jeder verdeckt neun zufällige Buchstaben und eine Aufgabenkarte. Nun
muss zu Vorgaben wie «Gefährliches
Monster»,
«WC-Reiniger»
oder
«Wohlschmeckendes Gewürz» ein
Wort erfunden werden. Das neue
Wort kann aus einem, einigen oder
allen Buchstaben bestehen. Wichtig:
Es muss eine Neuschöpfung sein –
und man darf es nicht laut aussprechen.
Haben alle ihre Kreationen parat,
werden die verwendeten Aufgabenkarten mit einer zufällig vom Stapel
gezogenen gemischt und ausgelegt.
Nun müssen alle Spieler versuchen,
herauszufinden, welche der ausliegenden Definitionen zu den neuen
Wortschöpfungen gehört. Ist mit
«Grogux» jetzt eine griechische Göttin gemeint oder doch eher ein prähistorisches Tier?
Wenn alle sich festgelegt, kommt
die Auflösung mit erstmaligem Vorlesen des Worts – und die Punktevergabe: Nicht nur erhält man einen Punkt
für richtige Tipps, sondern auch für
jeden Spieler, der den eigenen Begriff
richtig erraten hat.
Danach werden alle Buchstaben
wieder gemischt und die nächste
Runde beginnt. Gewonnen hat, wer
am Ende die meisten Punkte sammeln konnte.
Dr. Gamble meint: Wie bei vielen
Partyspielen sind Punkte hier nur
zweitrangig. Der Spass ist das Ziel.
Und der ist klar gegeben. Das Erfinden von Nonsense-Vokabeln macht
ebenso Spass, wie diese dann mit
den ausliegenden Definitionen zu
verknüpfen zu versuchen.
Lustig sind vor allem auch die
Herleitungen, wie die Schöpfer auf
ihre Wörter gekommen sind – und
warum es doch dann ganz logisch
sein soll, dass «Nolaud» eine Kopfhörermarke sein soll. Mit der richtigen
Runde ein solides Wörter-SpassSpiel.
Schön auch, dass es gleich zwei
Versionen gibt: eine familienfreundliche und eine etwas schlüpfrigere,
nicht ganz jugendfreie Ausgabe. Beide lassen sich zudem kombinieren
und dann mit bis zu 14 Spielern spielen, wobei hier etwas Disziplin von
allen gefordert ist, damit die Runde
nicht im Chaos endet.
Dr. Gambles Urteil:
«Krazy Wordz» von Dirk Baumann, Thomas Odenhoven und Matthias Schmitt,
Fishtank, 2–7 Spieler, ab 10 Jahre (Family-Edition) bzw. ab 16 Jahre.
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
Donnerstag, 2. Juni
17.00 Wine and Dine: Für diesen Anlass ist eine
Reservation erforderlich, 044 396 12 42.. Tertianum, Sennhofweg 23, Zollikerberg.
18.15 Turnen für Alle: Gesundheits- und Fitnesstraining für Jung und Alt unter Leitung von Bruno F. Dümmler, dipl. Turn- und Sportlehrer. Jeden Donnerstag ausser in den Schulferien, Dauer
eine Stunde, Garderoben stehen zur Verfügung.
Unkostenbeitrag oder Jahresbeitrag beim Leichtathletikclub Küsnacht. Schulhaus Zentrum (Untere Turnhalle), Rigistrasse, Küsnacht.
Freitag, 3. Juni
12.00–13.30 Mittagstisch für alle: Familienzentrum
Küsnacht, Tobelweg 4, Küsnacht.
15.00–16.00 Vortrag «Wettervorhersagen und Wolken»: Mit Adrian Stolz. Tertianum, Sennhofweg
23, Zollikerberg.
19.30 Konzert Frauenchor und Harmonie Erlenbach:
Chansons, Lieder und bekannte Melodien zum
Sommeranfang. In der reformierten Kirche Erlenbach. Eintritt frei, Kollekte.
Samstag, 4. Juni
9.00–16.00 Frezi Flohmarkt: Grosser Flohmarkt der
Freizeitanlage Küsnacht. Auch dieses Jahr sorgt
Peter Fischer mit seiner mobilen Holzofenpizzeria für das kulinarische Wohlbefinden. Eine Auswahl an frischen Salaten ergänzt sein Angebot.
Standreservierungen bis 3. Juni unter der Telefonnummer 044 910 43 44. Freizeitanlage Heslibach, Mittelfeldstrasse 8, Küsnacht.
10.00–16.00 Koffermärt: Gemeindesaal Zollikon,
Rothfluhstrasse 96, Zollikon.
16.00–22.00 Quartierfest Goldbach: Grillplausch,
Spiele für Gross und Klein. Organisiert vom Quartierverein Goldbach und dem Kinder- und Jugendheim Fennergut. Auf dem Areal des Fennerguts, Goldbacherstrasse 16, Küsnacht.
17.30 Benefizveranstaltung: Für Emmaus Obdachlosenprojekt in Rumänien. Konzert mit Urs Matravers & Friends, Nick Weber’s Videos, Präsentation. Ref. Kirchgemeindehaus, Schulhausstrasse
40, Erlenbach.
18.15 Turnen für Alle: Gesundheits- und Fitnesstraining für Jung und Alt unter Leitung von Bruno F. Dümmler, dipl. Turn- und Sportlehrer. Jeden Donnerstag ausser in den Schulferien, Dauer
eine Stunde, Garderoben stehen zur Verfügung.
Unkostenbeitrag oder Jahresbeitrag beim Leichtathletikclub Küsnacht. Schulhaus Zentrum (Untere Turnhalle), Rigistrasse, Küsnacht.
Dienstag, 7. Juni
11.30–13.30 Mittagsgrill im Tertianum: Für diesen
Anlass ist eine Reservation erforderlich, 044 396
12 42. Tertianum, Sennhofweg 23, Zollikerberg.
9.00–15.00 Vater-Kinder-Erlebnis: Waldabenteuer.
Familienzentrum Küsnacht, Tobelweg 4, Küsnacht.
10.00–17.00 Schlachthüüslifäscht: Schlachtlokal,
Wangen 17, Forch.
Donnerstag, 9. Juni
Sonntag, 12. Juni
14.30–17.00 Kindercoiffeur: Einschreibeliste im
Familienzentrum. Familienzentrum Küsnacht,
Tobelweg 4, Küsnacht.
10.00 Puure-Zmorge der SVP: Mit Albert Rösti und
Benjamin Fischer. Auf dem Bauernhof der Familie Müller, Bunzenhalde 7, Forch.
Freitag, 10. Juni
14.00–15.00 Öffentliche Residenzbesichtigung: Kaffee und Kuchen bei live Pianomusik. Tertianum,
Sennhofweg 23, Zollikerberg.
15.00–17.00 Live Pianomusik: Mit Evelyne Kunz.
Tertianum, Sennhofweg 23, Zollikerberg.
Samstag, 11. Juni
ANZEIGEN
KIRCHEN
Katholisches Pfarramt
Küsnacht-Erlenbach
Küsnacht, St. Georg
10. Sonntag im Jahreskreis
Samstag, 4. Juni
17.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 5. Juni
10.30 Eucharistiefeier
Itschnach
Friedhofkapelle Hinterriet
Sonntag, 5. Juni
9.00 Eucharistiefeier
Erlenbach
Kirchenzentrum St. Agnes
Samstag, 4. Juni
18.30 Eucharistiefeier
Reformierte Kirchgemeinde
Küsnacht
Freitag, 3. Juni
18.00 Kirchgemeindehaus: Modul
Jugendgottesdienst:
«Was hat Essen mit mir zu tun?»
Auskunft: Sandra Camenisch,
044 914 20 49
Sonntag, 5. Juni
10.00 Kirche: KonfirmationsGottesdienst, Pfr. Judith Wyss
Konfirmiert werden: David Baltensberger, Fabian Büchi, Tom Burger,
Harriet Eckert, Diego Fanuli, Sara
Galler, Katherine Layer, Joséphine
Michel, Thomas Oertle, Dylan Rippmann, Dorian Schlatter, Florine
Schmid, Jan-Niklas Spoerri, Didion
Stämpfli und Sophia Wagner
Anschliessend Kirchenkaffee
10.15 Pflegeresidenz Bethesda
Heimgottesdienst
Pfr. Rico Barfuss (Kanzeltausch
Ruth Stenger mit Zumikon)
Dienstag, 7. Juni
10.15 Seniorenheim Tägerhalde
Heimgottesdienst
Pfrn. Brigitte Crummenerl
18.15 Seniorenheim Wangensbach
Heimgottesdienst
Pfrn. Brigitte Crummenerl
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 12’327 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.07/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Annina Just (aj.),
Oliver Linow (oli.)
E-Mail: [email protected]
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.), Pascal
Wiederkehr (pw.)
Ständige Mitarbeiter:
Willy Neubauer (wn.),
Annemarie Schmidt-Pfister (asp.)
Sport: Hanspeter Rathgeb (hr.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Heidi Haltiner, Tel. 044 910 88 26,
[email protected]
Produktion: AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau
Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
[email protected]
Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG,
Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich, Tel. 044
913 53 33, Fax 044 910 87 72
E-Mail: [email protected],
www.lokalinfo.ch
Druck: St. Galler Tagblatt AG, St. Gallen-Winkeln
Küsnachter
Veranstaltungen & Freizeit
Lebensgier und Depression in Herrliberg
Die Kulturschiene lässt den
berühmten Musiker, Dirigenten und Komponisten Leonard Bernstein aufleben.
Könnte Leonard Bernstein die faszinierende Interpretation seiner berühmten
Hits durch die beiden herausragenden
Musiker Daniel Schnyder und Marcin
Grochowina miterleben, er würde
zweifellos zu seinem berühmt gewordenen «Lenny leap», seines beidbeinig
gehüpften Freudensprunges, anheben.
Die Totalität der Bewunderung, der
Anbetung und Liebe, mit der man
Bernstein stets überschüttete, ist ohne
Beispiel, selbst bei den Superstars der
Popmusik.
Er bezahlte einen hohen Preis für
seine beispiellose Karriere: Phasen von
Hochgefühl und exzessiver Lebensgier
wechselten ab mit Zeiten tiefer Depression und panischer Angst vor künstlerischem
Ungenügen.
Bernstein
schwankte stets zwischen Dirigieren
und Komponieren. Er genoss zwar den
Welterfolg seiner «West Side Story»,
Daniel Schnyder lässt Leonard Bernstein in Herrliberg aufleben.
litt aber darunter, dass er mit seinen
anderen Werken nicht entfernt so populär wurde. Er war der Traumtänzer
zwischen U- und E-Musik, zwischen
Musical und «Fidelio», mit dem Spielbein auf dem «Broadway», mit dem
Standbein in der «Philharmonie». (e.)
Foto: zvg.
Kulturschiene Herrliberg-Feldmeilen, General-Wille-Strasse. Samstag, 11. Juni, 20
Uhr. Daniel Schnyder (Saxofon), Marcin
Grochowina (Klavier), Graziella Rossi (Erzählerin), Helmut Vogel (Chronist). Abendkasse/Bar ab 19 Uhr, Eintritt: 35.–/30.–
(AHV, Schüler). Vorverkauf: [email protected] oder 044 391 88 42. www.kulturschiene.ch.
Menschen, Posen und Emotionen
Gemalte Selfies
Farbpalette ist meist auf Grau- und
Beigetöne reduziert. Zur Verfremdung
gehören auch Methoden, die zum
Schmunzeln anregen. Trägt doch die
Balletteuse Strassenkleidung und ist
nur an der Haltung und den Tanzschuhen zu erkennen. Es lohnt sich,
auf kleine Details zu achten. Rengglis
Bilder sind im wahrsten Sinn des
Wortes zeitgenössisch, denn es sind
Porträts heutiger Menschen, also Selfies. Selfies sind in, sie sind eine Zeiterscheinung unserer elektronischen
Medienwelt. Da verwundert es nicht,
dass sich die zeitgenössische Kunst
damit beschäftigt. Wer kennt sie nicht,
die Jungen, die sich unablässig mit
dem Handy selbst knipsen, lächelnd
oder mit Grimasse. Man wirft sich in
Pose und zeigt Emotionen. Renggli
übernimmt dieses Verhalten und malt
ein Bild mit neun Porträts einer jungen Frau. Hochaktuell! (e.)
Interessant ist, wie Sylvie Renggli ihre
Figuren verfremdet und sie damit aktuell und sehr präsent auftreten lässt.
Zuerst werden sie aus der Umgebung
herausgelöst und vor einen neutralen,
meist leeren Hintergrund gesetzt. Die
Sylvie Renggli, Bilder: Sonntag, 5. Juni, bis
Sonntag, 3. Juli. Galerie Vogtei, Herrliberg, Pfarrgasse 41, www.galerie-vogtei.ch. Öffnungszeiten: Donnerstag: 18 bis
20 Uhr, Samstag 15 bis 17 Uhr, Sonntag
11.30 bis 15.30 Uhr.
Die Luzerner Künstlerin
Sylvie Renggli zeigt figurale
Malerei in der Galerie Vogtei
in Herrliberg.
Nach einer Phase vorwiegend abstrakter Darstellungen geht der Trend
der Malerei wieder hin zu gegenständlichen, figuralen Motiven. Dies vorweggenommen hat seit Beginn ihrer
künstlerischen Tätigkeit die Luzerner
Malerin Sylvie Renggli. Sie hat bei der
Zeichnung, beim Beobachten des
menschlichen Körpers, bei Studien zu
Stellungen, Faltenwurf und Lichteinfall begonnen. Schon Leonardo da
Vinci beschäftigte sich damit, und Michelangelo war ein Meister der Darstellung sämtlicher Körperhaltungen.
Sylvie Renggli führt dieses Erbe
fort, allerdings im Stil der heutigen
Zeit. Ihre Protagonisten sind Menschen aus unserem Alltag. Hier malt
ein Kind eine Kreidezeichnung auf
den Boden, da versucht eine junge
Ballerina, eine verlangte Position einzunehmen. Es sind alles besondere
Haltungen, die die Figur unverwech-
Zwei junge Ballerinas.
Foto: zvg.
selbar machen. Unverwechselbar
auch deshalb, weil die Haltungen
mehr ausdrücken, als nur den Moment einer Bewegung festzuhalten.
Die Verbindung von Pose und Emotion
ist die zentrale Botschaft von Rengglis
Bildern.
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«Puure-Zmorge» in der Forch
Am traditionellen «PuureZmorge» der SVP Küsnacht
sind Nationalrat Albert Rösti und Kantonsrat Benjamin
Fischer zu Gast.
Der traditionelle «Puure-Zmorge» der
SVP Küsnacht findet dieses Jahr am
Sonntag, 12. Juni, von 10 bis 14 Uhr
in der Bunzenhalde 17 in der Forch
statt. Bewährter Gastgeber ist wiederum die Familie Roger Müller auf ihrem Bauernhof.
Ehrengast am diesjährigen «Puure-Zmorge» ist Nationalrat Albert Rösti, der über das Thema «Für Freiheit
Forchstrasse 150, 8125 Zollikerberg, Telefon 044 391 76 77
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kämpfen» berichten wird. Ebenfalls
anwesend ist Benjamin Fischer, Kantonsrat und Präsident der Jungen SVP
Schweiz. Er wird das Thema «Jugend
und Politik» beleuchten.
Musikalisch umrahmt wird der
Anlass vom «Echo vom Adlerhorst».
Unseren kleinen Gästen steht ein grosser Spielplatz zur Verfügung.
Die SVP Küsnacht freut sich auf eine rege Teilnahme. Eine Anmeldung
ist nicht erforderlich. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. (e.)
Puure-Zmorge, 12. Juni, 10 bis 14 Uhr,
Bauernhof der Familie Roger Müller, in
der Bunzenhalde 17, Forch (direkt an der
Hauptstrasse Forch/Herrliberg).
Nr. 22
2. Juni 2016
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Küsnachter
Nr. 22
2. Juni 2016
VE R A N S TA L T U N G E N
Gegenständliche Malerei von vier Kunstschaffenden aus der Region.
F.: zvg.
Stillleben und Geschichten aus
dem Alltag in Öl festgehalten
Daniela Helm, Jürg Attinger, Margareta Polymeris
und Natalee stellen im Erlengut ihre Ölmalerei der
letzten Jahre aus.
Die Ausstellung im Erlengut zeigt gegenständliche Malerei. Meist fotografisch festgehaltene Erlebnisse oder
Stillleben sind die Grundlage für die
malerische Umsetzung mit Ölfarben.
Die Ölfarbe mit ihrer wunderbaren
Farbkraft ist das Medium für die Darstellung der Dinge. Es geht dabei
nicht um Fotorealismus. Dies gilt für
alle vier Kunstschaffenden. «Malen,
was mich bewegt», ist ihre Devise.
Das Erlebnis als seelischer Prozess,
als Sicht auf die Welt ist zentral für
die Bildfindung.
Während der in Herrliberg aufgewachsene Künstler Jürg Attinger und
die in Ebmatingen lebende Künstlerin Margareta Polymeris farbenprächtige Stillleben mit Blumen und
Früchten zeigen, geht es bei der Küsnachterin Daniela Helm und der Zürcherin Natalee um die Darstellung
von «Geschichten aus dem Alltag»
mit Menschen und Tieren. Darunter
fallen auch Sujets aus der Region wie
zum Beispiel die «Sunnemetzg» in
Küsnacht im Herbst oder der Garten
des Restaurants Sonne.
So kommt in den wunderschönen
Räumen der Villa Erlengut eine abwechslungsreiche und interessante
Mischung von Werken zusammen.
Die Ausstellung wird am 9. Juni eröffnet und dauert bis Sonntag. (e.)
Vernissage: Donnerstag, 9. Juni, 18–21
Uhr. Erlengut, Erlengutstrasse 1a, Erlenbach. Ausstellung bis Sonntag, 12. Juni.
Öffnungszeiten: Freitag und Samstag jeweils 14–20 Uhr, Sonntag 14–19 Uhr.
Heidi Benz und Silvia Scheiwiller-Corti experimentieren beide mit unterschiedlichsten Materialien.
Fotos: zvg.
Rendez-vous mit Kunst aus der Region
zwischen Terrakotta aus der Toscana
Im Keramik-Stall Forch präsentieren mit Heidi Benz
und Silvia Scheiwiller-Corti
zwei Künstlerinnen aus der
Region ihre Werke.
Der Keramik-Stall Forch ist für seine
Terrakottagefässe bekannt. Doch können Besucherinnen und Besucher dort
auch Kunst geniessen. Nun feiert eine
neue Ausstellung Vernissage: Die beiden Schweizer Künstlerinnen Heidi
Benz und Silvia Scheiwiller-Corti präsentieren gemeinsam ihre Werke.
Im Zentrum von Heidi Benz’ Gemälden stehen Farbfelder und das Experimentieren mit unterschiedlichen
Materialien. Altmetall, Zeitungsfetzen,
Sand und Teer verleihen ihren Bildern
etwas Persönliches und ganz Aussergewöhnliches. «Es reizt mich, ver-
gängliche Materialien und alte Gegenstände zu konservieren, sichtbar zu
machen und ihnen neues Leben einzuhauchen», meint die Künstlerin. Für
ihre Werke lässt sich Heidi Benz viel
Zeit. Schicht um Schicht malt, kratzt
und spachtelt die Eggerin, bis sie mit
ihren Bildern zufrieden ist. So experimentierte sie lange, bis es ihr gelang,
echten Rost auf die Leinwand zu bringen. Ein Material, das sie schon lange
faszinierte und ihre Gemälde noch
aussagekräftiger macht.
Auch Silvia Scheiwiller-Corti experimentiert gerne mit den unterschiedlichsten Materialen. Die zweifache
Mutter war schon immer besonders
fasziniert von Holz und Steinen. Mittlerweile modelliert die Zürcher Künstlerin einzigartige Skulpturen aus
Drahtgestellen, verschiedenen Stoffen
und dem Textilhärter Paverpol. Schon
früh wollte Scheiwiller-Corti Künstlerin werden. Ihr Ziel war es, in die
Fussstapfen ihres Vaters, eines Bildhauers, zu treten. Sie entschied sich
dann aber für eine Lehre als Bijouterieverkäuferin. Auch als sie Mutter
wurde, blieb die Kunst im Hintergrund. Mittlerweile sind die Kinder
aber ausgezogen und Silvia Scheiwiller-Corti kann sich in ihrem kleinen
Atelier wieder voll und ganz dem
Schaffen neuer Figuren widmen.
Wer die beiden Künstlerinnen persönlich treffen möchte, sollte die Ausstellung am 2., 18. oder 23. Juni besuchen. (lh.)
Vernissage:
Donnerstag,
2.
Juni,
18.30–22.00 Uhr, Künstlerapéro: Samstag,
18. Juni, 11–15 Uhr, Finissage: Donnerstag, 23. Juni, 18–21 Uhr, Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 14–18 Uhr, Samstag 9–16 Uhr. Keramik-Stall Forch, General-Guisan-Strasse, Forch.
Springkonkurrenz auf gepflegtem Rasen
Vom 10. bis zum 12. Juni
findet die Springkonkurrenz
Pfannenstiel statt. Der Reitverein Zürichsee rechtes Ufer
hat ein Sportprogramm für
die Basis, aber auch für regional oder national lizenzierte Reiterinnen und Reiter
auf die Beine gestellt.
Geschichten können auf vielerlei Arten erzählt werden.
Foto: zvg.
Geschichtenatelier für Kinder
Die Stiftung Kinder- und Jugendmuseum in Zumikon bietet vom 18. bis
zum 20. Juli einen Kurs im Geschichtenerzählen für Kinder an. Der Workshop richtet sich Acht- bis Zwölfjährige aus der Region Zumikon.
Unter fachlicher Unterstützung lernen die Kinder, jeweils von 9.30 bis
13.30 Uhr, verschiedene Arten des Geschichtenerzählens kennen. So können sie beispielsweise selbst einen Co-
mic entwerfen oder mit Scherenschnitten experimentieren. Der Kurs
findet im Freiluftatelier an der Küsnachterstrasse 43 in Zumikon statt.
Pro Tag und Kind kostet er 30 Franken. Für den Kurs sollten die jungen
Künstler eine Malschürze, etwas zum
Picknicken und natürlich viele Ideen
und Freude mitbringen. (lh.)
Zolliker Koffermarkt
Segelfest am Zürichhorn
Am Samstag, 4. Juni, öffnen sich von
10 bis 16 Uhr die Türen des Gemeindesaals (Rotfluhstrasse 96) für den
zweiten Zolliker Koffermarkt. Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren ihre Waren – ausschliesslich
Handgefertigtes – wieder in nostalgischen, kunstvoll dekorierten Koffern.
Der Kreativität sind bei Produkten
und Kofferdeko keine Grenzen gesetzt! Wer nach all dem Stöbern eine
Pause braucht, ist in die Kafistube
mit Kinderspielecke des Zolliker Chilbivereins eingeladen. (e.)
Das «Sailing Team Zürichsee STZS
und die LUNA Sailing GmbH feiern ihren 21. bzw. 20. Geburtstag am Sonntag, 5. Juni, mit einem Segelfest beim
Zürichhorn (gleich neben dem ChinaGarten). Von 11 bis 18 Uhr können Interessierte mehr über Segelaktivitäten
auf dem Zürichsee erfahren, Kulinarisches, Musik, Kinderparadies und anderes mehr geniessen, sogar an einem
kleinen Törn oder einer Motorbootspritztour teilnehmen oder auch
Stand-up-Paddeln ausprobieren. Mehr
Infos: www.stzs.ch. (e.)
Anmeldungen an Claudia Bischofsberger,
Tel. 044 918 15 31 oder [email protected]
Mit dem 65 mal 70 Meter grossen
Springplatz, dem 40 mal 63 Meter
grossen Sandplatz, einem zusätzlichen Allwetterplatz und einer 900
Meter langen Galoppbahn bietet das
OK Springkonkurrenz Pfannenstiel
den Reiterinnen und Reitern optimale
Abreit- und Teilnahmebedingungen.
Das OK hat ein dreitägiges Programm
auf die Beine gestellt, bei dem alle
auf ihre Kosten kommen. So beginnt
die Springkonkurrenz am Freitag mit
100- bis 105-cm-Prüfungen, gefolgt
von 110 bis 115 cm hohen Hindernissen am Nachmittag.
Der Samstagmorgen gehört dann
den nicht lizenzierten Reitern und
den Reitern mit jungen Pferden. Im
Anschluss folgt der OKV-Cup, der viel
Stimmung und tollen Pferdesport verspricht.
Der Sonntag rundet das anspruchsvolle Programm mit sechs
weiteren Prüfungen ab. Gestartet
wird wiederum mit 100- bis 105cm-Hindernissen, gefolgt von 120–
125 cm. Der Nachmittag gehört dann
den geübten und routinierten Springreiterinnen und -reitern mit Parcours
von 130 und 135 cm hohen Hindernissen. Die Veranstalter geben sich
überzeugt, dass die vielen erfolgreichen Paare dem Publikum ein sport-
Auf dem speziell für den Reitsport gebauten Rasenplatz sollen an der
Springkonkurrenz Pfannenstiel alle auf ihre Kosten kommen.
Foto: zvg.
lich hohes Niveau bieten werden.
Das Festwirtschaftsteam ist gewappnet für ein zahlreiches Publikum. Das kulinarische Angebot wird
dieses Jahr mit einem «Baked Potatoes»-Stand abgerundet, auch steht
wieder ein Bierwagen zur Verfügung,
und zudem sorgt ein Softeiswagen
für kühle Gaumenfreuden. Kinder
können sich darüber hinaus am
Samstag und Sonntag auf der Hüpfburg sowie bei schönem Wetter von
11 bis 15 Uhr beim Gratis-Ponyreiten
vergnügen. (e.)
Freitag, 10. Juni, Prüfungen ab 8.30 Uhr;
Samstag, 11. Juni, Prüfungen ab 8 Uhr,
Ponyreiten 11 bis 15 Uhr; Sonntag, 12. Juni, Prüfungen ab 7 Uhr, Ponyreiten 11 bis
15 Uhr. Startlisten und aktuelle Informationen unter www.springkonkurrenz.ch.