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31.05.2016
Fachhochschule Dresden behält staatliche Anerkennung
Private Hochschule erfüllt Auflagen des Wissenschaftsministeriums
Die staatliche Anerkennung der Fachhochschule Dresden als Hochschule
wird nicht widerrufen. Die private Hochschule erfüllte die Auflagen des
Wissenschaftsministeriums weitgehend. Das ergab eine Prüfung in den
letzten Wochen. Der Wissenschaftsrat hatte als Ergebnis einer Evaluierung
(Reakkreditierung) bei der Hochschule gravierende Mängel festgestellt,
die dem Weiterbetrieb als Hochschule entgegenstanden. Das sächsische
Wissenschaftsministerium hatte daraufhin der Hochschule eine Reihe von
Auflagen erteilt, deren Erfüllung bis zum 15. April 2016 nachgewiesen sein
musste. Dies wurde fristgerecht und inhaltlich weitgehend erfüllt.
Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt: „Ich begrüße
es sehr, dass die Fachhochschule Dresden die gestellten Auflagen
erfüllt hat und als staatlich anerkannte Hochschule weiter Studierende
ausbilden darf. Mit ihren sieben Studiengängen in den Fachrichtungen
Design, Sozialwissenschaften und Betriebswirtschaft ergänzt sie
die Ausbildungsmöglichkeiten anderer sächsischer Hochschulen. Die
Fachhochschule hat in den letzten Monaten in enger Abstimmung
mit dem Wissenschaftsministerium die vom Wissenschaftsrat monierten
Mängel und Unzulänglichkeiten abgearbeitet. Alle Gremien der Hochschule,
themenbezogene Arbeitsgruppen und nicht zuletzt der Betreiber und der
neue Rektor haben gemeinsam zum positiven Ergebnis beigetragen.“
„Die Fachhochschule Dresden“, so Frau Staatsministerin Dr. Stange weiter,
„hat es nun in einem ersten Schritt geschafft, dass sie als Hochschule
weiterbetrieben werden kann. Sie wird demnächst die Grundlagen für
einen erneuten Antrag des Wissenschaftsministeriums auf Reakkreditierung
durch den Wissenschaftsrat zuarbeiten. Mit den gezeigten Fortschritten
hat sie gute Voraussetzungen, den Wissenschaftsrat im neuen Verfahren
insbesondere von ihrem wiedergewonnenen Verständnis für akademische
Selbstverwaltung und von ihrem Personalzuwachs vor allem in der
professoralen Lehre zu überzeugen.“
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Der Wissenschaftsrat hatte der Fachhochschule Dresden im Juli 2015 die
Reakkreditierung versagt. Diese Entscheidung beruhte auf der negativen
Stellungnahme des Akkreditierungsausschusses des Wissenschaftsrates,
der sich im Wesentlichen auf den eindeutigen Bericht einer ExpertenArbeitsgruppe stützte, welche die Fachhochschule auch vor Ort geprüft
hat. Die festgestellten Kritikpunkte ließen nach fachlicher Auffassung des
Wissenschaftsrates eine positive Entscheidung auch unter Bedingungen
und Auflagen nicht mehr zu. Das Wissenschaftsministerium verpflichtete die
Fachhochschule im September 2015 daher, die Behebung der Mängel bis
zum 15. April 2016 nachzuweisen. Eine Immatrikulation von Studierenden
zum Sommersemester 2016 war der Hochschule untersagt.
Den Auflagen gemäß hat die Fachhochschule Dresden in den
letzten Monaten etwa in ihrer Grundordnung die Betreiberrechte auf
den nichtakademischen Bereich beschränkt, Selbstverwaltungsorgane
eingerichtet, Berufungen von zusätzlichen Professoren durchgeführt
und einen neuen Rektor gewählt. Entsprechend der Auflagen des
Ministeriums wurde das Service- und Verwaltungspersonal verstärkt, das
Bibliotheksbudget erhöht, ein Forschungsbudget geschaffen sowie ein
Qualitätssicherungssystem für die Verbesserung von Lehre und Forschung
auf den Weg gebracht. Der Träger hat dem vom Senat festgestellten
höheren Finanzbedarf der Hochschule zugestimmt. Zudem wurden die
nötigen Schritte eingeleitet, um das Betreuungsverhältnis von Professor zu
Studenten je Studiengang zu verbessern.
Einzig die Auflage, die hauptberufliche professorale Lehre je Studiengang
auf mindestens 50 Prozent zu erhöhen, wurde noch nicht in
allen Studiengängen erfüllt. Hier sieht das Wissenschaftsministerium
aber aufgrund der starken Bemühungen der Hochschule eine hohe
Wahrscheinlichkeit, dass die dafür nötigen Berufungen bis zum Beginn
des Wintersemesters abgeschlossen sein werden. Gemäß dieser Annahme
wird der Hochschule im Sommer 2016 so zeitig wie möglich auch in diesen
Studiengängen wieder das Recht zur Immatrikulation erteilt werden.
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