Unsere bunte Welt

UNSERE BUNTE WELT
DAS FREMDE IST NUR FREMD, SOLANGE MAN‘S NICHT KENNT.
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Die Mal- und Schreibwerk
INTERKULTURELLE BILDUNG: UNTERRICHTSMAPPE FÜR DIE GRUNDSCHULE
Das Unterrichtsmaterial steht zum
kostenlosen Download zur Verfügung unter:
www.pilot-4-school.de
IMPRESSUM
Herausgeber:
Pilot Pen (Deutschland) GmbH
Gewerbering 1a
22113 Oststeinbek
Agentur:
DieKinderbuchMacher
Hugo-Hofmann-Str. 24A
82064 Straßlach
Projektleitung:
Konzept/Text:
Layout:
Ilse Häusler, DieKinderbuchMacher
Bene Kleber, Maria Lindele, Irmi Moser
Carole Charokh-Zadeh, mediamuc.de
Bildmaterial:
Titel © Rawpixel – Fotolia.com, Papierfiguren © timsa – iStock, Icons Kranich und Schmetterlinge © iStock, weitere
Icons © Jmc – Fotolia.com, Seite 7/8 Illu Mädchen/Junge © cirodelia – Fotolia.com, Fingerprints © iStock, Seite
12 Illu unten © sissoupitch – Fotolia.com, Seite 13/14 Papierfiguren/Kreis © timsa – iStock, Seite 15 Weltkarte ©
kartoxjm – Fotolia.com, Atlas © KeithBishop – iStock, Seite 17 Globus Asien, Europa © markus_marb – Fotolia.com,
Seite 20 Illu Junge © cirodelia – Fotolia.com, Seite 21 Buchstaben © exopixel – Fotolia.com, Alphabet griechisch ©
Al – Fotolia.com, Alphabet kyrillisch © Julya Lykoyanova – Fotolia.com, Alphabet arabisch © castillodomino – iStock,
Seite 22 Ancient Egypt hieroglyphs set © AKV – Shutterstock, Illu Pyramide Carmen Eisendle, Seite 23 Ornament ©
muchmania – Fotolia.com, Schriftzeichen Wasser/Feuer © aelsen – Fotolia.com, Seite 24/25 Illu Junge © cirodelia –
Fotolia.com, Seite 24 Hände © iStock, Illu Zitrone Carmen Eisendle, Seite 25 Religionen/Zeichen Dark Vectorangel,
Seite 26 Illus Carmen Eisendle, Seite 27 Illu Mädchen © cirodelia – Fotolia.com, Murmeln © kazberry – iStock, Seite
28 Sterntaler © askaja – Fotolia.com, Frosch © Hans-Jürgen Krahl – Fotolia.com, Seite 29 Drache © Christine Wulf
– Fotolia.com, Zauberhut/-stab © Kreatiw – Fotolia.com, Seite 30 Illus Tiere Carmen Eisendle, Seite 31/32 Blätter ©
Konovalov Pavel – Fotolia.com, weitere Illus Carmen Eisendle, Seite 32 © cirodelia – Fotolia.com, Seite 33 Tafel ©
pico – Fotolia.com, Seite 34 Papierkette © Kanusommer – Fotolia.com, Seite 36 lucky cat © blankaboskow – iStock
Für die didaktische Unterstützung und fachliche Beratung bedanken wir uns bei allen
mitwirkenden Lehrkräften und Fachleuten – und vor allem bei den Kindern.
1. Auflage 2016 © DieKinderbuchMacher
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung. Für die Materialien wird ein Vervielfältigungsrecht
durch Fotokopien – aber ausdrücklich für den pädagogischen Gebrauch – eingeräumt.
UNSERE BUNTE WELT Inhalt
Vorwort
Seite 3
Unterrichtsanregungen
Seite 4 – 5
ARBEITSBLÄTTER
Seite 6 – 36
Schön, dich zu sehen
Seite 6
Jeder Mensch ist einzigartig
Seite 7
Wie fühlst du dich?
Seite 8
Wie sehen mich die anderen?
Seite 9
Das bin ich
Seite 10
Meine Familie
Seite 11
Meine Freundin, mein Freund
Seite 12
Meine Klasse
Seite 13 – 14
Woher kommst du?
Seite 15
Ländersteckbrief: Wie heiße ich?
Seite 16
Woanders leben
Seite 17 – 18
Anders sprechen
Seite 19
Anders schreiben
Seite 20 – 24
Anders Feste feiern
Seite 25
Anders essen
Seite 26
Anders spielen
Seite 27
Anders Märchen erzählen
Seite 28 – 30
Anders dichten
Seite 31 – 32
Anders denken
Seite 33
Alle feiern: Klassenparty
Seite 34
Alle mitmachen: PILOT-Wettbewerb
Seite 35 – 36
INFO
Warm up: Fingergymnastik
- Hände kräftig aneinander reiben
- Finger zur Faust ballen, Finger strecken
- Mit dem Daumen nacheinander die anderen
Fingerspitzen berühren
- Hände falten und zusammendrücken
- Auf dem Tisch Klavier spielen
- Hände ausschütteln
Viel Spaß beim Schreiben und Malen!
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UNSERE BUNTE WELT Vorwort
Liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer,
schreiben, zeichnen, scribbeln, malen ... – Schreibgeräte begleiten uns ein Leben lang. Von
den ersten Strichen im Kleinkindalter über die Schullaufbahn bis ins Berufsleben. PILOT
steht seit fast 100 Jahren für die Entwicklung von innovativen Schreibgeräten für jede
Lebensphase und gehört zu den weltweit führenden Herstellern. Bis heute sind wir eines
der wenigen Unternehmen der Branche, das sämtliche Schritte in der Entwicklung eines
Schreibgerätes selbst realisiert. #happywriting: Happy macht, was deine Handschrift trägt.
So lautet das Motto von PILOT und steht für Freude und Spaß am eigenen Stil. Das bedeutet:
Einfach darauflosschreiben, zeichnen, malen und Fehler korrigieren mit den radierbaren
FRIXION-Stiften oder mit den Kaküno-Füllern für Rechts- und Linkshänder zum Schreibenlernen, die mit einem Smiley auf der Feder anzeigen, ob der Füllfederhalter richtig gehalten
wird. Natürliche Ressourcen sind kostbar, deshalb wird bei PILOT auch großer Wert auf die
Nachhaltigkeit der Produkte gelegt. Die meisten PILOT-Schreibgeräte werden aus recycelten
Materialien hergestellt und sind nachfüllbar.
UNSERE BUNTE WELT: Miteinander leben und voneinander lernen
Als international agierendes Unternehmen liegt uns das Thema „Interkulturelle Bildung“
sehr am Herzen. Aus diesem Grunde möchte PILOT die Schulen mit Unterrichtsmaterialien
rund um dieses Thema unterstützen. Die kulturelle Vielfalt ist ein Geschenk, aber auch eine
große Herausforderung. Die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen, ebenso in Bezug
zur eigenen Kultur, das Aufeinanderzugehen und der Erwerb interkultureller Kompetenz
sind dabei vor dem Hintergrund einer globalisierten Welt unerlässlich. Eine sehr wichtige
Aufgabe von Pädagogen und Eltern ist es, Kindern früh das Thema nahezubringen. Toleranz
und Vorurteilslosigkeit sind Eigenschaften, die für einen offenen Dialog zwischen den
Kulturen, für Verständnis und gesellschaftlichen Frieden sorgen können.
UNSERE BUNTE WELT
Mit der vorliegenden Mappe
möchten wir Sie bei Ihrem Unterricht
unterstützen und Ihnen praktische Anregungen und Ideen liefern. Selbstverständlich kommen
dabei auch das Schreiben und Malen nicht zu kurz.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit den Materialien praktische Hilfen geben können, und
wünschen Ihnen und Ihren Kindern viel Erfolg und viel Spaß beim Schreiben und Malen.
Ihre Pilot Pen (Deutschland) GmbH
INFO
Jörg Borkowski
Geschäftsführer
Filia Tzanidakis
Marketing Manager
3
en: Einen
Bitte mitmach
Malwettbewerb
Schreib- und
enpreisen
mit tollen Klass
Seite 35.
finden Sie auf
UNSERE BUNTE WELT Unterrichtsanregungen
Ku ltu re lle un d sp ra ch lic he Vi elf alt
be inh alt et vie le Ch an ce n
ndeln und Lernen
- für das gemeinsame Spielen, Ha
turelle Orientierungen
- zum Verständnis für andere kul
dem Anderssein
- zur Förderung von Respekt vor
ikten
- zur friedlichen Lösung von Konfl
der eigenen Identität
- zur Wahrnehmung und Stärkung
Wissen verhindert Vorurteile: In fast allen Schulklassen findet man heute Schüler mit
unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Lehrerinnen und Lehrer können diese Vielfalt
nutzen, um die interkulturelle Kompetenz aller Schüler zu stärken. Kinder sollen erfahren,
dass alle Kulturen, wenn sie auch noch so unterschiedlich sein können, gleichwertig sind.
Die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen muss dabei nicht auf ein einzelnes Schulfach
begrenzt sein: Im Gegenteil, es lassen sich viele Schulfächer finden, in denen Pädagogen
Schülern andere Kulturen näherbringen können.
Fächerübergreifendes Lernen
Die Familiensprachen und Kulturen aller Kinder sollten in Schulen präsent sein und
es sollte deutlich gemacht werden, dass in der Schule die Familiensprache und die
Herkunftskultur jedes Kindes wichtig und wertvoll sind. So könnten Lehrer und Schüler
zum Beispiel situationsbedingt alltägliche kurze Redewendungen in mehreren Sprachen
anwenden: Ausdrücke der Begrüßung, der Verabschiedung, des Dankens, des Bittens
etc. (Die Sprachenwahl richtet sich nach der Herkunft der Schüler.) Ebenso sind Spiele
empfehlenswert, die die Kommunikation zwischen den Schülern und die Gruppendynamik
fördern oder bei denen die Schüler persönliche Informationen austauschen.
Im Religionsunterricht können die Weltreligionen vorgestellt werden. Ausflüge bieten sich
an, zum Beispiel in eine Moschee oder Synagoge. In einem Klassenkalender könnten Feste
der vertretenen Länder und Religionen eingetragen werden. Auch die persönlichen Feste
bieten die Möglichkeit zu interkulturellem Lernen. So können Geburtstagsbräuche der
Familien im Klassenverband vorgestellt und ausgeübt werden. Wichtig erscheint zudem, dass
Kindern vermittelt wird, welche negativen Folgen Vorurteile haben. An dieser Stelle eignen
sich Rollenspiele, in denen die Kinder sich selbst in einer Situation fühlen, in der sie als
Fremde behandelt werden.
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UNSERE BUNTE WELT Unterrichtsanregungen
Im Sachunterricht können die Schüler die behandelten Kulturen dann wiederum von
einer anderen Perspektive aus betrachten (zum Beispiel Geografie, Natur-/Lebensräume,
Tierwelt), um möglichst viele Facetten kennenzulernen. Außerdem sind Spiele aus
verschiedenen Ländern spannend, sie machen Spaß, sind handlungsorientiert und geben
einen Einblick in andere Kulturen.
Um die Freude am kreativen Prozess wachzurufen, bietet das Thema zahlreiche
Schreib- und Malanlässe. In Kunst und vor allem in Deutsch kann die Sprachen- und
Schriftenvielfalt behandelt werden. Märchen und Gedichte eignen sich gut, um positive
emotionale Bezüge zu anderen Lebenswelten zu schaffen.
Das Einladen von Eltern aus anderen Kulturkreisen in die Schule bietet sich an. Eltern
können die eigene Kultur für die Mitschüler ihrer Kinder mit Inhalten füllen, indem sie
zum Beispiel typische Speisen und Getränke, Lieder, Traditionen und vieles mehr aus ihrem
Kulturkreis vorstellen. Bereichernd für die Klassengemeinschaft sind auch die gemeinsame
Organisation und das Feiern einer bunten Klassenparty, bei der die Bräuche und Sitten
anderer Kulturen vorgestellt und gelebt werden.
Ritu ale für ein gute s Mite inan der
r
Paten für die Neulinge: Die Schulneulinge bekommen ältere Schüle
als Helfer zur Seite gestellt, die sie gerade am Anfang begleiten
und in der Eingewöhnungszeit unterstützen.
Gesprächs- und Klassenregeln: Die gemeinsam erstellten Regeln
sollten im Klassenzimmer aufgehängt werden und für jeden
sichtbar sein.
Klassendienste: Die gemeinsam zusammengetragenen Dienste
werden für jeden sichtbar im Klassenzimmer ausgehängt. Sie
wechseln in einem festen zeitlichen Rhythmus und nach einer
bestimmten Reihenfolge.
Klassenbriefkasten: Kinder haben viele Fragen. Vor allem fremde
n
Kulturen werfen viele Fragen auf. Die Schüler können ihre Frage
und ggf. Probleme aufschreiben und die Zettelchen gefaltet in
den Briefkasten einwerfen. Die Fragen und Probleme werden
regelmäßig im Klassenkreis besprochen.
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Guten Tag
1 ÑKDR
Buenos dias!
Dobri djien !
Merhab
a!
Salam !
Mirëdita!
Begrüßungsrituale: Händeschütteln, ein Küsschen auf die Wangen oder eine tiefe
Verbeugung? Wie sich Menschen begrüßen ist von Land zu Land verschieden. Doch die
Bedeutung ist überall dieselbe: Schön, dich zu sehen.
Guten Tag! heißt Buenos dias! auf Spanisch,
Nĭ hăo! auf Chinesisch, Salam! auf Arabisch,
Dobri djien! auf Russisch, Merhaba! auf
Türkisch, Mirëdita! auf Albanisch
UNSERE BUNTE WELT Schön, dich zu sehen
PROBIER‘S AUS!
Höflich verbeugen
„Konnichiwa” heißt „Guten Tag” auf Japanisch. Japaner verbeugen
sich voreinander. Das geschieht nach bestimmten Regeln: Je
feierlicher der Anlass der Begegnung, desto tiefer die Verbeugung.
Hand vors Herz
In Indien begrüßen sich die Menschen, indem sie ihre Handflächen aneinanderdrücken und
in Brusthöhe halten, ähnlich wie man es von betenden Menschen kennt. Dabei beugen sie
leicht den Kopf nach vorne. „Namaste” heißt dieser traditionelle Gruß. Übersetzt heißt das:
„Ich achte und respektiere dich.”
Bussi, Bussi
In vielen Ländern geben sich Bekannte, Freunde und Verwandte zur Begrüßung ein oder
mehrere Küsschen auf die Wangen. In Italien zum Beispiel sind zwei angedeutete Küsschen
üblich. Die Holländer begrüßen ihre Freunde mit drei Wangenküsschen. In Frankreich gibt es
zwischen zwei und vier Küsschen, das hängt von der Region und der Stadt ab. In Äthiopien
küsst man sich mindestens dreimal auf die Wange. Es können aber auch mehr als zehn
Küsschen sein.
Nase an Nase
Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, drücken bei ihrem traditionellen Begrüßungsritual
Stirn und Nasen sanft aneinander. „Hongi” heißt das in der Sprache der Maori. Außerdem
reichen sich die Menschen die rechte Hand und fassen mit der linken den Unterarm.
Kennt ihr in der Klasse noch weitere Begrüßungsformen?
Wie begrüßt ihr euch in der Familie?
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UNSERE BUNTE WELT Jeder Mensch ist einzigartig
Jeder Mensch ist anders, aber gleich. Der eine ist groß, der andere
ist klein. Der eine hat dunkle Haut, der andere helle. Der eine hat
blonde Haare, der andere schwarze. Der eine hat grüne Augen,
der andere braune. Der eine isst am liebsten Falafel, der andere
Spaghetti. Der eine kann schön singen, der andere gut rechnen.
Jeder Mensch ist einzigartig und keinen Menschen gibt es
zweimal – sogar Zwillinge unterscheiden sich in kleinen Dingen,
zum Beispiel haben sie nicht die gleichen Fingerabdrücke.
Mein Fingerabdruck
Es gibt keinen anderen Menschen, der so ist wie du! Schau dir die
Linien auf deinen Fingern an. Jeden Fingerabdruck gibt es nur
einmal auf der Welt. Suche dir einen deiner Finger aus, bemale ihn
oder nutze ein Stempelkissen und drücke den Finger auf dieses Feld.
Vergleiche deinen Abdruck mit denen der anderen Kinder in der
Klasse. Sicher erhältst du den Beweis: Dich gibt es nur einmal!
PROBIER‘S AUS!
Lustige Fingerprints
Alles, was man für den Mal- und Zeichenspaß braucht, sind etwas Fingerfarbe, ein
paar Filzstifte und Papier. Fingerabdrücke lassen sich mit nahezu allen Farben
herstellen. Die Farben können direkt auf die Fingerspitzen aufgetragen werden.
Beim Drucken mit verschiedenen Fingern entstehen unterschiedliche Formen:
Das obere Fingerglied druckt eine längliche Form.
Der Daumen druckt eine ovale Form.
Die Fingerspitze druckt einen kleinen Punkt.
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UNSERE BUNTE WELT Wie fühlst du dich?
Gefühle kann man sehen. Dass man in einem Buch lesen kann, ist
ja wohl klar. Aber wusstest du, dass man auch in Gesichtern lesen
kann? Der Gesichtsausdruck (die Mimik) verrät dir oft, wie sich ein
Mensch gerade fühlt, ob er sich ärgert, freut oder traurig ist.
AUFGABE
Schau dir die Smileys an. Welches Gefühl passt dazu? Zum Beispiel: ängstlich, ärgerlich,
fröhlich, lustig, traurig, wütend. Schreibe es daneben.
Überlegt in der Klasse: Welche positiven und negativen Gefühle fallen euch noch ein?
Male ein Bild von deinem Gesicht:
So fühle ich mich im Moment.
Male oder schreibe eine Situation, die dich glücklich oder traurig macht.
SPIEL
Gefühle raten. Dazu brauchst du: Stifte, kleine Kärtchen, einige Mitspieler.
So geht‘s: Schreibt auf die kleinen Kärtchen verschiedene Gefühlswörter wie fröhlich, traurig,
ängstlich, wütend, beleidigt. Überlegt euch zusammen einen Satz wie zum Beispiel „Ich
mache gerne Hausaufgaben”. Legt die Kärtchen umgedreht auf den Tisch. Jeder zieht nun ein
Kärtchen. „Pssst”, ihr dürft das Gefühlswort nicht verraten. Nun sagt jeder von euch den Satz
und versucht dabei das Gefühl auszudrücken, das auf dem Kärtchen steht. Mitspieler müssen
erraten, welches Gefühl gesucht wird. Hat der Satz durch die unterschiedlichen Gefühle eine
andere Bedeutung bekommen?
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UNSERE BUNTE WELT Wie sehen mich die anderen?
Was denkst du über mich? Du bist einmalig, es gibt keinen anderen Menschen,
der so ist wie du. Das denken auch die Menschen um dich herum. Denn sie
kennen dich und beobachten vieles an dir, das sie toll finden.
PROBIER‘S AUS!
Gib dieses Blatt jemandem, den du magst. Lass zum Beispiel deine Freundin oder
deinen Freund, deine Eltern oder Geschwister die Fragen über dich beantworten.
Selbstverständlich könnt ihr das auch in Gruppen oder mit der ganzen Klasse machen.
In jedem Fall wird es dich überraschen, was andere an dir schätzen und mögen.
Ich heiße
Ich mag an dir:
Das kannst du gut:
Das wollte ich dir schon immer sagen:
INFO
Nicht nur Gemeinsamkeiten
sind schön, Unterschiede
sind es auch. Wenn man
unterschiedliche Sachen kann,
kann man voneinander lernen.
Zdenka: Ich mag an dir,
dass du mir bei den
Hausaufgaben hilfst.
Nicco: Du kannst
supergut Bälle fangen.
Ich bin froh, dass du
unser Torwart bist.
9
A leksej
:
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Spaß, m mag. Es mac ss
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len und
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zu lern
en.
UNSERE BUNTE WELT Das bin ich
Jeder Mensch ist etwas Besonderes.
Wer bist du? Was magst du gerne? Was magst du gar nicht?
Fülle deinen Steckbrief aus!
Mein Familienname
Mein Vorname
Mein Spitzname
Mein Geburtsdatum
Meine Größe
Meine Haarfarbe
Meine Augenfarbe
Meine Hobbys
Mein Lieblingsfach
Meine Lieblingsfarbe
Meine Lieblingsmusik
Mein Lieblingsessen
Mein Lieblingskleidungsstück
Mein Lieblingstier
Mein Lieblingsort
Was ich auch noch gerne mag
Was ich gar nicht mag
Was ich mal werden möchte
Mein größter Wunsch
SPIEL
Wer bin ich? Auf dem Steckbrief die ersten drei Zeilen „Mein Familienname“,
„Mein Vorname“ und „Mein Spitzname“ frei lassen, alles andere bleibt. Die
Blätter werden eingesammelt, gemischt und neu verteilt. Jedes Kind muss
nun erraten, von wem der Steckbrief sein könnte, den es in der Hand hält.
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UNSERE BUNTE WELT Meine Familie
Familienbande: Was Familie ist, wissen wir alle. Dazu gehören Eltern, Kinder, Großeltern
und die weitere Verwandtschaft wie Onkel, Tanten, Cousinen und Cousins. Unter „Familie“
versteht man eine Gemeinschaft, in der Erwachsene und Kinder zusammenleben.
AUFGABE
Warum ist die Familie wichtig? Trage deine Gedanken in die freien Felder ein. Sprich
anschließend mit deinen Mitschülern und vergleicht eure Ergebnisse.
Wie leben Familien anderswo? Mach dich schlau! Vielleicht haben Kinder aus deiner
Klasse eine Zeit lang woanders gelebt oder ihre Eltern und Verwandten kommen
aus einem anderen Land. Hör dich um und frag, was sie über das Familienleben in
anderen Ländern erzählen können.
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UNSERE BUNTE WELT Meine Freundin, mein Freund
Freunde müssen nicht gleich sein. Aber sie sollten etwas gemeinsam haben. Manchmal
befreunden sich Menschen, die auf den ersten Blick ganz unterschiedlich sind. Einer ist vielleicht
ruhig, der andere eher wild. Das kann sich gut ergänzen. In jedem Fall brauchen Freunde etwas,
das sie verbindet: Das kann zum Beispiel ein Hobby sein. Es ist gut, wenn ein Freund in der Nähe
wohnt, damit man oft Zeit mit ihm verbringen kann. Zunächst aber muss man die Freundin oder
den Freund erst einmal kennenlernen. Da gibt es einige Möglichkeiten, zum Beispiel in der Schule,
in einem Sportverein, einer Band, einem Schachklub, bei den Pfadfindern.
Schreibe auf, was dir wichtig ist.
Wie muss eine gute Freundin, ein guter Freund sein?
ehrlich
hilfsbreit
Was darf eine gute Freundin, ein guter Freund auf keinen Fall tun?
lach
andere aus
en
lustig
eifersüchtig
AUFGABE
Male die Geschichte zu Ende. Finde eine friedliche Lösung.
Eine Streitgeschichte
Wenn zwei sich streiten, können sie sich auch wieder vertragen.
Paula: „Arzu ist gemein. Ich war zwei Tage krank und nun spielt sie in der Pause
immer mit Elisa. Ich finde Elisa doof. Ich will, dass Arzu wieder mit mir spielt …“
12
UNSERE BUNTE WELT Meine Klasse
Wie gut kennst du deine Mitschüler? Finde in deiner Klasse Kinder, auf die folgende
Beschreibungen passen, und lass sie unterschreiben. Gewonnen hat, wer zuerst alle
Unterschriften zusammen hat.
SPIEL
Los geht’s. Finde jemanden, die/der ...
zwei Vornamen hat.
Unterschrift:
gerne tanzt.
Unterschrift:
in einem anderen Land geboren wurde als du.
Unterschrift:
gerne Fußball spielt.
Unterschrift:
eine andere Religion hat als du.
Unterschrift:
zwei Sprachen sprechen kann.
Unterschrift:
ein Musikinstrument spielen kann.
Unterschrift:
Linkshänder ist.
Unterschrift:
gerne ins Kino geht.
Unterschrift:
im selben Monat Geburtstag hat wie du.
Unterschrift:
INFO
Was ist Toleranz? Jeder von uns ist etwas
ganz Besonderes und ein wenig anders
als alle anderen Menschen. Wir sehen
unterschiedlich aus, mögen unterschiedliche
Sachen und haben unterschiedliche Dinge
erlebt. Toleranz bedeutet, niemanden zu
ärgern oder auszuschließen, weil er anders
ist. (Intoleranz ist das Gegenteil von Toleranz.)
Wer tolerant ist, akzeptiert den anderen so,
wie er ist. Setz ein Zeichen! Sei fair und
behandle alle Menschen so, wie auch du
behandelt werden möchtest!
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UNSERE BUNTE WELT Meine Klasse
Jeder ist anders, aber doch gleich. Vielleicht kommen die Eltern deiner Mitschülerin aus
der Türkei, dein Freund aus Syrien oder die beste Freundin deiner Schwester aus Japan? Ob
du jemand nett findest, hängt nicht davon ab, woher er kommt, wie er aussieht, welche
Religion er hat. Alle sind Menschen, haben die gleichen Rechte und müssen gleich behandelt
werden. Dafür gibt es Gesetze. Seit 1989 gibt es für Kinder zusätzlich die Kinderrechte.
Darin steht, dass jedes Kind der Welt zum Beispiel ein Recht auf Bildung, Spiel und Freizeit,
elterliche Fürsorge, Schutz vor Gewalt, Religionsfreiheit und das Recht auf Mitsprache
und Mitbestimmung hat. Überlege: Wo darfst du zu Hause, in der Freizeit, in der Schule
mitbestimmen? Sprecht in der Klasse darüber.
Klassenregeln: Auf ein gutes Miteinander
Damit sich alle wohlfühlen und gut lernen können, empfiehlt es sich, Klassenregeln
aufzustellen. Was wünschst du dir von deinen Mitschülern und deinen Lehrern für ein
gutes Miteinander? Helft alle zusammen und erstellt eure Regeln, die ihr im Klassenzimmer
aufhängt. Jeder muss damit einverstanden sein und
unterschreiben. Hier ein paar Anregungen:
- Wir helfen uns gegenseitig.
- Wir hören einander zu und lassen den anderen ausreden.
- Wir lachen niemanden aus.
- Wir hänseln, beschimpfen und beleidigen niemanden.
Unsere Regeln für ein gutes Klassenklima:
SPIEL
Klasse-Team
Dazu braucht ihr: ein altes Laken mit einem Loch in der Mitte und einen Ball.
So geht’s: Das Tuch-Spiel funktioniert nur, wenn alle Mitspieler zusammenarbeiten,
aufeinander achten, sich gegenseitig Tipps geben und einander zuhören. Die Mitspieler
stellen sich um das Tuch und halten es hoch, jemand wirft einen Ball darauf. Jetzt den Ball
um das Loch kreisen lassen – ohne dass er hineinfällt. Wie viele Runden schaffen die Spieler?
Mit mehr Löchern oder mehr Bällen wird das Spiel noch schwieriger.
14
UNSERE BUNTE WELT Woher kommst du?
Welt-Blick: Wahrscheinlich kommen auch in deiner Klasse die Kinder aus vielen Ländern
der Welt. Weißt du, woher sie kommen? Wie ist es dort? Und wo bist du geboren? Woher
kommen deine Eltern und Großeltern?
AUFGABE
Mach dich schlau und die Weltkarte bunt!
Du brauchst: einen Atlas, um nachzugucken, wo die Länder liegen, und bunte Stifte.
1) Male alle Ozeane blau an und schreibe die Namen an die richtige Stelle: Arktischer Ozean,
Pazifischer Ozean, Indischer Ozean, Antarktischer Ozean, Atlantischer Ozean
2) Male jeden Kontinent in einer anderen Farbe an und schreibe die Namen an die richtige
Stelle: Afrika, Nordamerika, Südamerika, Asien, Europa, Australien, Antarktis
3) Jedes Kind in deiner Klasse erzählt, aus welchem Land es stammt und woher die Eltern
oder Großeltern kommen. Was gibt es Besonderes in dem Land? Suche das Land und
markiere es auf der Weltkarte.
INFO
Woher kommt der Name Atlas?
Bei den Griechen vor mehr als 2500 Jahren glaubte
man, dass ein Riese namens Atlas den Himmel auf seinen
Schultern trägt, damit er nicht auf die Erde fällt. Er war
also verantwortlich für die Erde, deshalb hat man dem
Buch, in dem sich auch alles um die Erde dreht, seinen
Namen gegeben.
15
UNSERE BUNTE WELT Ländersteckbrief: Wie heiße ich?
Teamarbeit! Erforscht gemeinsam ein Land. Sammelt spannende Informationen über das
Land und tragt die Ergebnisse anschließend der ganzen Klasse vor. Die folgenden Fragen
können euch dabei helfen:
1. Wie heißt das Land?
2. Auf welchem Kontinent liegt das Land?
3. Welche großen Städte liegen in diesem Land?
4. Wie heißen die Nachbarländer?
5. Liegt das Land am Meer? Wenn ja: an welchem?
6. Welche Sprache wird in diesem Land gesprochen?
7. Spricht man in diesem Land noch andere Sprachen?
8. Findest du ein Wort in der Landessprache?
9. Welche Tiere gibt es dort?
10. Welche interessanten Infos gibt es noch zu diesem Land?
INFO
Rekorde der Erde
größter Kontinent: Asien
größtes Land: Russland
größte Insel: Grönland
längste Gebirgskette: Anden
größte Wüste: Sahara
höchster Berg: Mount Everest
längster Fluss: Nil
tiefster See: Baikalsee
tiefster Meeresgraben:
Mariannengraben
höchster Wasserfall: Angel Falls
größter Ozean: Pazifik
AUFGABE
Der höchste Berg ist der Mount
Everest mit 8848 Metern in Asien.
Der höchste Berg in Europa ist
der Elbrus mit 5642 Metern in
Russland. Der höchste Berg in
Deutschland ist die Zugspitze mit
2962 Metern.
Rechne mal: Wenn du den höchsten Berg
Europas und den höchsten Berg Deutschlands
aufeinanderstellen würdest, sind sie dann
höher als der höchste Berg der Welt?
Erfinde eine eigene Rekordfrage.
16
UNSERE BUNTE WELT Woanders leben
Japan
Hauptstadt: Tokio
Sprache: Japanisch
Konnichiwa,
das heißt „Guten Tag“. Ich heiße Akio und bin 10 Jahre
alt. Mein Name bedeutet „fröhlicher Junge“. Ich lebe mit
meinen Eltern in der Hafenstadt Kagoshima in Japan.
Übrigens wir nennen unser Land Nippon, das heißt „Land
der aufgehenden Sonne“. Meine Eltern arbeiten beide in einer
Porzellanfabrik. Wir wohnen in einem Hochhaus im achtzehnten
Stock. Weil es in Japan viele Vulkane und tiefe Gräben im Meer
gibt, ist die Erde immer in Bewegung. Oft gibt es kleine Erdbeben, aber manchmal auch
große, die Angst machen. Deshalb üben die Lehrer in der Schule mit uns Kindern, wie
wir uns im Ernstfall verhalten müssen. Meine Lieblingsfächer sind Japanisch, Kunst und
Sport. In meiner Freizeit spiele ich gern Go, das ist ein japanisches Brettspiel mit weißen
und schwarzen Steinen. In Japan feiern wir jedes Jahr im Frühjahr das Kirschblütenfest
(Hanami), das ist immer sehr schön.
Afghanistan
Hauptstadt: Kabul
Sprachen: Dari, Paschtu
Salaam aleikum,
das heißt „Friede sei mit dir“. Ich heiße Benafscha und
bin 9 Jahre alt. Ich lebe in Kabul, das ist die Hauptstadt
von Afghanistan. Wir haben hier ganz besondere
Begrüßungsrituale, die bei dir sicher ganz anders sind. Wenn
bei uns ein Mann einen Mann begrüßt, dann gibt er ihm die
Hand. Frauen machen das auch so. Aber keine afghanische Frau
gibt einem Mann die Hand. Meine Familie und ich leben in einem
kleinen Haus mit einem kleinen Hof, auf dem ein Brunnen steht. Das ist etwas Besonderes,
denn viele Nachbarn müssen sich das Wasser noch an einer Pumpe auf der Straße holen.
Mein Papa arbeitet in einer Teestube. Dort verkauft er traditionelle Gerichte und natürlich
Tschai (grünen und schwarzen Tee). Meine Mama hat zu Hause immer viel zu tun. Ich habe
noch drei Brüder und zwei Schwestern. Sooft ich kann, helfe ich bei der Hausarbeit, am
liebsten beim Kochen. Besonders gerne mache ich mit meiner Mutter zusammen Sambosa,
das sind gefüllte Teigtaschen. Ich bin sehr froh, dass ich zur Schule gehen darf. Dort lerne ich
lesen, schreiben und Mathematik. Das macht mir großen Spaß. In unserem Land ist es nicht
immer selbstverständlich, dass auch die Mädchen zur Schule gehen.
INFO
Spannendes rund um andere
Kulturen und Kontinente findest
du unter: www.blinde-kuh.de
17
UNSERE BUNTE WELT Woanders leben
AUFGABE
Wie lebst du in Deutschland?
Schreibe oder male deine Geschichte.
18
UNSERE BUNTE WELT Anders sprechen
Wie viele Sprachen gibt es? Schon seit Jahrtausenden sprechen die Menschen verschiedene
Sprachen, je nachdem in welchem Teil der Welt sie leben. Wie viele Sprachen es gibt, das
wissen nicht einmal die Wissenschaftler ganz genau. Man geht davon aus, dass es zwischen
6.000 und 8.000 sind. Das sind aber nur Schätzungen, denn viele Sprachen kennen wir gar
nicht. Außerdem ist der Unterschied zwischen einer Sprache und einem Dialekt oft nicht
leicht zu erkennen.
Was ist deine Muttersprache?
Die Muttersprache ist die Sprache, die du als Erstes nach deiner Geburt erlernst. Wenn deine
Eltern unterschiedliche Sprachen sprechen und du nach deiner Geburt beide Sprachen lernst,
dann wächst du zweisprachig (bilingual) auf.
Fremdsprachen sind gefragt
Wenn du eine zusätzliche Sprache sprechen kannst, dann stehen dir viele Möglichkeiten
offen. Überlegt in der Klasse, welche Möglichkeiten das sein können.
Hier schon mal zum Üben ein paar Worte auf ...
Französisch
Salut - Hallo
Merci - Danke
Au revoir - Auf Wied
ersehen
Russisch
Priwjet - Hallo
Spasibo - Danke
Do Swidanja - Auf Wiedersehen
Arabisch
Salam - Hallo
Shukran - Danke
ersehen
Ma‘a salama - Auf Wied
Chinesisch
1ÑKDRQLKDX+
DOOR
Xiè Xiè (hsje - hsje)
- Danke
Zài jiàn (dsai dchiä
n) - Auf Wiedersehe
n
Spanisch
¡Hola ! - Hallo
¡Gracias - Danke
¡Adiós - Auf Wieder
sehen
Japanisch
n Tag
Konnichiwa - Gute
Arigatou - Danke
Wiedersehen
Sayounara - Auf
Do you speak English?
Kannst du die Farbwörter lesen, obwohl der Wort-Wurm sich auf den Kopf
gedreht hat? Wenn du magst, kannst du den Wurm auch bunt anmalen.
REDPURPLEGREE
NYELLOW
E
B
L
U
EWHIT
19
UNSERE BUNTE WELT Anders schreiben
Wie viele Schriften gibt es? So wie es verschiedene Sprachen gibt, gibt es auch
unterschiedliche Schriften. In Europa wird in den meisten Ländern in der Schrift
geschrieben, die du in der Schule lernst. Also mit lateinischen Buchstaben. In China gibt es
keine Buchstaben, sondern Schriftzeichen. Das erscheint kompliziert, ist aber eigentlich sehr
logisch aufgebaut. Auch in Japan werden Schriftzeichen verwendet. Es gibt aber noch viele
andere Schriften wie das kyrillische Alphabet, das die Menschen zum Beispiel in Russland
verwenden. Selbst das Lesen funktioniert nicht überall gleich: Wer ein Buch in arabischer
Schrift liest, blättert von rechts nach links. Denn diese Schrift wird von rechts nach links
gelesen.
Warum ist die Schrift für die Menschen so wichtig? Schreibe deine Gründe auf.
SPIEL
Stille Post
Du willst ein großes Fest feiern und brauchst dazu Dinge aus der Stadt. Schicke einen Boten los
und nenne ihm alles, was du benötigst. Die Stadt ist weit weg, deshalb brauchst du viele Boten.
Ein Kind in eurer Klasse denkt sich die Gegenstände aus, schreibt sie auf einen Zettel und
teilt sie flüsternd dem ersten Boten (Tischnachbarn) mit. Dieser flüstert die Wünsche dem
nächsten Boten ins Ohr usw. Wie kommen die Wünsche beim letzten Boten (Schüler in
deiner Klasse) an? Vergleicht die Wünsche mit dem Zettel.
Wenn Bilder Auskunft geben: Die ältesten Schriften
waren Bilderschriften mit Zeichen für Menschen, Tiere
und Gegenstände. Viele Völker benutzten sie, um sich
zu verständigen. Bildsymbole nennt man Piktogramme.
Sie begegnen uns auch heute überall auf der Welt: als
Verkehrsschilder oder Wegweiser, als Hinweis- oder
Warnschilder oder aber als Emoticons und Smileys.
AUFGABE
Male drei Piktogramme und erkläre, was sie bedeuten.
20
INFO
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allein genü n
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Wir verge
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die Schrif
Form der
wichtigste
Mitteilung.
UNSERE BUNTE WELT Anders schreiben
Wer hat die Schrift erfunden? Schon in der Steinzeit haben die Menschen ihre Erlebnisse auf
Felswände gemalt. Als Farbe verwendeten sie Kohle und Pflanzensaft, als Werkzeuge Äste
und ihre Hände. Diese Höhlenmalerei kann man heute noch in einigen Höhlen bewundern.
Viele Tausende Jahre später haben die Ägypter ihre Schrift entwickelt, die Hieroglyphen.
Sie waren noch keine Buchstaben, sondern in feuchten Ton geritzte Bildzeichen. Eine
Weiterentwicklung davon war die Keilschrift. Sie ist die älteste Buchstabenschrift der Welt,
eine Erfindung der Sumerer. Die Sumerer lebten etwa dort, wo heute der Irak ist. Sie ritzten
ihre Schrift in Tafeln aus Lehm und Ton. Als „Stift“ diente ein Stück Holz oder Schilfrohr. Die
Phönizier entwickelten die erste Alphabetschrift. Sie lebten im heutigen Libanon sowie
in Syrien und waren ein Volk von Seefahrern, die den ganzen Mittelmeerraum bereisten.
So verbreitete sich ihre Schrift sehr schnell. Die Griechen und die Römer übernahmen die
Buchstabenschrift und entwickelten daraus das griechische Alphabet und die lateinischen
Buchstaben. Genau diese lateinischen Buchstaben benutzen wir noch heute.
Woher kommt der Name „Alphabet“?
Die ersten beiden Buchstaben gaben dem „Alphabet“ seinen Namen. „Aleph“ (im Griechischen
„alpha“) bedeutete im Phönizischen „Rind“, „bet“ (im Griechischen: „beta“) bedeutete
„Haus“.
AUFGABE
Unser Alphabet hat 26 Buchstaben. Es gibt Buchstaben, die kommen in Texten oft vor, wie
das „E“, andere kommen selten vor, wie das „Y“. Finde 3 Wörter, die mit „Y“ beginnen.
Das griechische Alphabet
Das arabische Alphabet
wird von rechts nach links gelesen
Das kyrillische (russische) Alphabet
INFO
Auch für Zahlen gibt es eigene Zeichen. Die
Zahlen, mit denen du rechnest und zählst, sind
die arabischen Ziffern. Ihren Ursprung hatten
sie in Indien. Die Araber aber brachten sie nach
Europa, daher wurden sie nach ihnen benannt.
21
UNSERE BUNTE WELT Anders schreiben
Schreiben wie die alten Ägypter. Die Ägypter waren eines der ersten Völker, die eine Schrift
entwickelten. Das ist über 5000 Jahre her. Sie hinterließen uns ihre Schrift zum Beispiel auf
Stein, Steinscherben und Ton. Aber sie schrieben auch auf Holz und Papyrus sowie auf Leder,
Stoff oder Schmuckstücke. Heute wird in Ägypten arabisch gesprochen und geschrieben.
AUFGABE
Wie heißt die Schrift der alten Ägypter?
Schreibe die richtige Antwort in die Zeile.
Hieroglyphen oder Heroglifen oder Hyroglyphen
INFO
Seinen Namen
verdankt das Papier
dem ägyptischen
Wort “ Papyrus“.
Die Ägypter stellten
eine Art Papier
aus dem Mark der
Papyruspflanze her.
Die ältesten bis
heute erhaltenen
Schriftrollen aus
Papyrus wurden in
den Gräbern der
Pharaonen gefunden
- sie sind über
5000 Jahre alt!
PROBIER‘S AUS!
Kannst du deinen Vornamen in Hieroglyphen schreiben?
22
UNSERE BUNTE WELT Anders schreiben
Wie schreiben Chinesen und Japaner?
Die chinesische Schrift ist über 4000 Jahre alt und
hat sich in der Zeit kaum verändert. Sie besteht aus
Tausenden von Zeichen. Ein chinesisches Zeichen
steht immer für eine Silbe. Klingt kompliziert,
scheint aber gegenüber der japanischen Schrift einfach. Die japanische Schrift besteht
gleich aus drei verschiedenen Schriftarten. Obwohl Japanisch eine völlig andere Sprache
als Chinesisch ist, kommen die Schriftzeichen im Japanischen urprünglich aus China. Diese
Zeichen werden Kanji genannt und entstanden aus Bildschriftzeichen. Zusätzlich zu den
Kanji gibt es im Japanischen zwei Silbenalphabete, Hiragana und Katakana, die sich beide
aus dem Kanji entwickelt haben.
PROBIER‘S AUS!
Schriftzeichen zum Nachmalen.
23
UNSERE BUNTE WELT Anders schreiben
Rechts- oder Linkshänder? Welche Hand benutzt du häufiger zum
Schreiben und Malen? Linkshänder merken spätestens in der Schule,
dass dort irgendwie alles auf Rechtshänder ausgelegt ist. Ein paar
Tipps sollen dir helfen, wie du als Linkshänder leichter durch die
Schule kommst:
- Zunächst einmal sollten deine Lehrer darüber informiert sein.
- Es gibt Schulsachen speziell für Linkshänder wie zum Beispiel:
Linkshänder-Füller, Linkshänder-Schere, LinkshänderSchreibunterlagen und Linkshänder-Lineale, die die 0 nicht
auf der linken Seite haben, sondern auf der rechten.
- Als Linkshänder solltest du immer links außen sitzen, damit die Ellenbogen
von dir und deinem Tischnachbarn nicht ständig aneinanderstoßen.
Mit links schreiben. Mit der richtigen Schreibhaltung kannst du entspannt schreiben, ohne
das Geschriebene zu verdecken und die Tinte zu verwischen. Dein Heft sollte leicht schräg
liegen. Die rechte Hand liegt auf dem Blatt und hält es fest. Der Stift soll zwischen dem
linken Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger gehalten werden, sodass das Ende in etwa
zum linken Ellbogen zeigt. Alle Finger bleiben unterhalb der Schreiblinie, dann werden die
Buchstaben nicht verwischt.
INFO
Gewusst?! Viele Genies waren Linkshänder. So
der Künstler und Wissenschaftler Leonardo da
Vinci, der Physiker Albert Einstein, der Maler
Picasso, die Komponisten Mozart und Beethoven
und auch der Schriftsteller Goethe.
PROBIER‘S AUS!
Geheimschrift und Geheimtinte
So lange wie die Menschen schreiben können, gibt es auch verschiedene Techniken, um
Nachrichten geheim zu halten. Wie kann man also sicher sein, dass eine Nachricht auch
nur vom Empfänger verstanden und gelesen wird? Man kann eine Geheimschrift erfinden,
zum Beispiel mit dem Alphabet-Trick. Dann gilt einfach nur jeder zweite Buchstabe und
der Buchstabe dazwischen bedeutet gar nichts. M t a g x r p w e r t i z k t heißt dann
„Max petzt“. Man kann die Nachricht aber auch mit Geheimtinte schreiben. Eine gute
Möglichkeit, eine Geheimschrift herzustellen, ist mit unsichtbarer Tinte zu schreiben. Das
geht eigentlich ganz einfach. Du brauchst nur den Saft einer Zitrone, in den man die Spitze
eines alten (leeren) Tintenfüllers tunkt. Dann schreibt man damit seine
Botschaft auf ein Stück Papier. Zu sehen ist nichts. Der Empfänger der
Botschaft braucht den scheinbar leeren Zettel nur unter einen Fön zu
halten – und wie von Geisterhand wird die Schrift wieder sichtbar.
24
UNSERE BUNTE WELT Anders Feste feiern
Jede Religion hat ihre eigenen Bräuche und Feste. Hier erzählen dir die Kinder von den
Festen, die sie am liebsten feiern.
Buddhismus
Huilin aus China: Wesak ist bei uns das größte Fest. Es wird in der ersten
Vollmondnacht im Mai gefeiert. Anlass ist die Geburt Buddhas. Es gibt Geschenke
und die Straßen sind mit bunten Fahnen und Laternen geschmückt.
Christentum
Johannes aus Österreich: Das wichtigste Fest der Christen ist Ostern. Am Freitag
denken die Menschen an das Leiden und den Tod Jesu. Am Sonntag aber herrscht große
Freude über seine Auferstehung von den Toten. Für Kinder gibt es an diesem Tag Süßigkeiten,
bunt gefärbte Ostereier und kleine Geschenke.
Hinduismus
Bindu aus Indien: Weil die Hindus so viele Götter verehren, gibt es Tausende Feste.
Manche feiern ihren Gott mit großen Festprozessionen, in denen das Götterbild
auf bunten Wagen gefahren wird. Eines der größten Feste heißt Diwali, „Lichterfest”. Die
Familien schmücken ihre Fenster und Häuser mit Girlanden und vielen Kerzen. Nach dem
Glauben sollen die Seelen der Verstorbenen den Weg in den Himmel finden.
Islam
Hasan aus dem Iran: Am Ende des Fastenmonats Ramadan feiern die Muslime ein
großes Fest. Es heißt auf Arabisch Id al-Fitr und auf Türkisch Seker Bayrami, was
„Zuckerfest” bedeutet. Drei Tage lang gibt es Gottesdienste. Die Menschen essen Bonbons,
Kuchen und andere Süßigkeiten und besuchen ihre Freunde und Verwandten.
Judentum
Esther aus Israel: Ende November/Anfang Dezember beginnt Chanukka, das
„Lichterfest”. Die Juden erinnern damit an die Wiedereinweihung des Jerusalemer
Tempels, „Chanukka” bedeutet übersetzt auch „Weihung”. Das Fest dauert acht Tage. Jeden
Abend werden von links nach rechts die Kerzen eines neunarmigen Leuchters angezündet.
Die Kinder bekommen Geschenke und Süßigkeiten.
AUFGABE
Welches Fest feierst du gerne?
Kennen die Kinder in deiner Klasse noch weitere Feste?
Finde heraus, was beim Farbenfest Holi und beim Luciafest gefeiert wird.
INFO
Religionen sind verschieden - und
wollen doch alle eines: Frieden.
25
UNSERE BUNTE WELT Anders essen
So unterschiedlich die Kulturen in unseren Ländern und auf unseren Kontinenten sind,
so unterschiedlich ist die Küche. Auch der Glaube beeinflusst unseren Speisezettel seit
Jahrhunderten, denn die unterschiedlichen Religionen verbieten und erlauben
ganz bestimmte Nahrungsmittel. Am deutlichsten wird das beim Fleisch. Im
Judentum und im Islam ist Schweinefleisch verboten. Im Hinduismus glauben
die Menschen, dass man als Tier oder Mensch wiedergeboren wird. Deswegen
essen viele Hindus gar kein Fleisch.
Afrika: Die Nordafrikaner kochen meist arabisch. Sie mögen es scharf und würzig. Besonders
gerne isst man dort Couscous (kleine Grießknödelchen) mit Geflügel, Rind oder Lamm. „Fufu“
oder „Foufou“ ist ein Gericht aus Westafrika. Fufu ist ein zäher Brei, der aus Maniok, Yams,
Süßkartoffeln und Kochbananen gestampft wird. Dazu wird meist eine würzige Suppe oder Sauce
serviert. Gegessen wird mit der Hand. Das geht so: Mit den Fingern der rechten Hand formt man
kleine Bällchen, tunkt sie in die würzige Suppe oder Sauce und steckt sie in den Mund.
Asien: Typisch sind Reis- und Nudelgerichte, die mit Gemüse, Fleisch und Fisch gegessen
werden. Zu den beliebtesten Gewürzen zählen Ingwer, Chili, Curry und Sojasauce. In Indien
isst man gerne Dosa, das ist ein dünner Pfannkuchen, der aus Reismehl gemacht wird.
Serviert wird Dosa mit Chutney, einer püreeartigen Sauce aus Kokosfleisch, Tomaten oder
Minze. Gegessen wird mit der rechten Hand. Die linke Hand gilt als unsauber. In Japan mag
man Sushi, das sind gefüllte Reisröllchen. Japaner lieben Fisch und Meeresfrüchte, wobei
frischer Fisch am liebsten roh gegessen wird. Beim Sushi wird kalter Reis zusammen mit
Gemüse und rohem Fisch in Seetang eingerollt und in kleinen Häppchen serviert.
INFO
Hirse ist eine wichtige
Getreidesorte in Afrika und
einigen Regionen Asiens. Der
Grund: Hirse gedeiht auch
bei Wassermangel. Aber
auch bei uns wird Hirse
angebaut, man kann damit
zum Beispiel Backwaren
herstellen oder leckeren
afrikanischen Hirsebrei.
Rezept Af
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AUFGABE
Unser buntes Kochbuch
Über welches Land und seine landestypischen Gerichte würdest du gerne mehr erfahren?
Suche Rezepte, frage deine Eltern und Freunde. Sammelt alle Rezepte in der Klasse, probiert
sie aus und gestaltet ein eigenes Kochbuch.
26
UNSERE BUNTE WELT Anders spielen
Egal in welchem Land, wenn es ums Spielen geht, sind Kinder d i e
Experten. Fußball wird fast überall gespielt, genauso wie Fangen und
Verstecken. Es gibt aber auch Spiele, die nur in bestimmten Gegenden
verbreitet sind. Was spielst du gerne?
Frag doch mal in deiner Klasse, bei deinen Eltern, Großeltern
und Freunden nach, welche Spiele sie kennen.
SPIEL
aus Afghanistan: Torwächter
Du brauchst: ein paar Mitspieler und einen Ball.
So geht’s: Die Spieler stehen breitbeinig in einem Kreis, die Füße berühren die des
Nachbarn. Ein Kind steht in der Mitte und hat den Ball. Es versucht, den Ball zwischen den
Beinen irgendeines Gegners hindurchzuspielen. Die Gegner sind die Torwächter. Halten die
Torwächter den Ball auf, bleiben sie im Kreis. Wer den Ball durchlässt, scheidet aus. Sind alle
Spieler ausgeschieden, beginnt das Spiel von vorne.
aus Syrien: Herumwirbeln
Du brauchst: ein paar Mitspieler und einen oder mehrere Bälle.
So geht’s: Der Ball wird auf den Boden geprellt. Bevor er wieder aufgefangen wird, muss man
sich einmal um die eigene Achse drehen. Ups, jetzt bloß nicht schwindelig werden. Für jeden
gefangenen Ball gibt es einen Punkt. Die Spieler können nacheinander oder gleichzeitig
mitmachen, je nachdem wie viele Bälle im Spiel sind. Wer die meisten Punkte gesammelt
hat, hat gewonnen.
aus Arabien: Murmel ins Loch
Du brauchst: Murmeln, ein paar Mitspieler und genug Platz.
So geht’s: In den Boden wird eine Mulde gegraben, an deren Rand wird eine kleine
Murmel gelegt. Aus drei Meter Entfernung hat nun jeder Spieler einen Wurf, um
die kleine Murmel mit einer größeren Murmel ins Loch zu befördern. Gelingt es,
hat der Spieler einen Wurf frei. Dazu wird die Zielmurmel wieder an den Rand
gelegt und man darf sie erneut anpeilen. Der Spieler darf so lange weitermurmeln, bis er
danebenschießt. Dann kommt der Nächste an die Reihe. Wer nach drei Runden die meisten
Treffer erzielt hat, hat gewonnen.
AUFGABE
Und wenn’s mal regnet, dann
macht das Rätseln so richtig Spaß.
Das ist ein Zauberquadrat. Wenn du
die drei Zahlen zusammenzählst,
erhältst du auf jeder Linie das
gleiche Ergebnis, die „Zauberzahl“.
Findest du die Zauberzahlen?
6
11
10
9
14
13
13
9
5
16
12
8
8
7
12
11
10
15
Wie heißt die Zauberzahl?
Lösung: 1. Zauberzahl: 27, 2. Zauberzahl: 36
27
Wie heißt die Zauberzahl?
UNSERE BUNTE WELT Anders Märchen erzählen
Märchen gibt es in allen Ländern der Erde. Sie handeln von Heldinnen und
Helden, zauberhaften Wesen, sprechenden Tieren, guten und bösen Hexen.
Es gibt so viele wundervolle Märchen, die dich beim Lesen und beim Erzählen
durch die Zeit reisen und fühlen lassen als wärst du selber dabei.
Quak! Aus welchem Märchen ist der Frosch entsprungen?
Ups, beim zweiten Bild wurde etwas wegradiert, kreise es ein, es sind drei Dinge.
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nusper pert
k
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1. “Knu en, wer knus ? ”
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2. Die Ziege
antwortete:
" Wovon sollt’ ich
satt sein? Ic
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nur über Grä sprang
und fand k belein
ein
Blättelein: M einzig
eh! Meh!”
3. Eine we
ise F
milderte d rau
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Zauberspru
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kein Tod s h: " Es wird
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Schlaf, in w hriger
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Königstoch
er fällt.“
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5. Die e di guh, ruc Schuh.
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" h! Kein Blut icht zu
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Der Sc rechte Bra
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klein, rt er heim!“
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Lies die Zitate. Weißt du, wie die Märchen heißen?
1.
2.
3.
4.
5.
28
Lösungen: Frosch = Der Froschkönig; Krone, Auge, Zunge; 1. Hänsel und Gretel, 2. Tischlein deck dich,
Goldesel und Knüppel aus dem Sack, 3. Dornröschen, 4. Rotkäppchen und der böse Wolf, 5. Aschenputtel
4. Ein kleines Mädchen
versprach: " Ich will
mein Lebtag nicht
mehr allein vom Wege
ab in den Wald laufen,
wenn es die Mutter
mir verboten hat.“
UNSERE BUNTE WELT Anders Märchen erzählen
Märchen fortschreiben und selbst erfinden.
AUFGABE
Lies die Geschichte und schreibe sie weiter.
Wen trifft der Drache? Was passiert mit ihm? Wie endet
das Märchen? Finde eine passende Überschrift?
Einst lebte im gelbgrünen Drachenland ein kleiner, abenteuerlustiger Drache. Manchmal war
es ihm zu Hause zu langweilig. Dann machte er sich auf den Weg. Er flog über die Berge und
streifte durch die Wälder. Dabei kam er einmal in eine fremde Stadt. Er war sehr erstaunt,
denn hier sahen die Drachen anders aus, sie waren alle schillernd bunt. „Ich möchte auch so
schön aussehen“, dachte der kleine Drache. Als die bunten Drachen ihn entdeckten, lachten
sie ihn aus. Da verkroch er sich traurig hinter einem Busch. Plötzlich stupste ihn ...
eine Fee oder ein Zauberer oder ? ...
SPIEL
Märchenlotto
Ihr braucht: Karteikärtchen (jedes Team erhält die gleiche Anzahl), Stifte.
So geht’s: Erst einmal ist Teamarbeit gefragt und dann eure ganz
persönliche Kreativität.
Team 1: Denkt euch märchenhafte Handlungsorte aus und schreibt sie jeweils auf die
Karteikarten (ein altes Schloss, eine kleine Hütte). Team 2: Denkt euch Märchenhelden aus
(die schöne Prinzessin, der mutige Prinz). Team 3: Denkt euch Widersacher aus (die böse
Stiefmutter, ein grimmiger Zwerg). Team 4: Denkt euch Aufgaben aus, die der Held bewältigen
muss (in einen Wettstreit treten, ein Rätsel lösen). Team 5: Denkt euch magische Helfer aus
(ein sprechendes Tier, ein magischer Zauberring). Team 6: Denkt euch eine märchenhafte
Belohnung für das Ende aus (eine geglückte Befreiung, das Böse wird besiegt).
Einzelarbeit: Nun zieht jeder aus allen Bereichen ein Kärtchen und notiert sich seine
Vorgaben. Mit diesen Vorgaben kannst du dann deiner Fantasie freien Lauf lassen, denke dir
ein Märchen aus, schreibe es auf und erzähle es weiter. Es war einmal ...
29
UNSERE BUNTE WELT Anders Märchen erzählen
Wie wäre es mit einer Märchen-Lesereise um die Welt? Durch das Lesen von Märchen aus
anderen Ländern kannst du einiges über das Land erfahren.
Kennt ihr in der Klasse Märchen aus anderen Ländern?
Was ist eigentlich eine Fabel?
Fabeln sind kurze Geschichten, in denen Tiere meist menschliche Eigenschaften verkörpern
und wie Menschen denken, fühlen, reden oder handeln. Eine sehr bekannte Fabel ist „Die
Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner.
Und hier ein Fabelbeispiel aus Asien: „Das Kamel und die Ratte“
Ein Kamel, das seinem Herrn entlaufen war, wanderte auf einsamen
Pfaden und schleppte die Nasenleine auf der Erde nach. Wie es nun
langsam dahinging, hob eine Ratte das Ende der Leine auf, nahm es
ins Maul und lief dem riesigen Tiere voraus, indem sie unaufhörlich dabei dachte: „Was
muss ich doch für Kraft besitzen, dass ich ein Kamel führen kann!“ Nach kurzer Zeit kamen
sie an das Ufer eines Flusses, der den Weg kreuzte, und hier machte die Ratte Halt.
Das Kamel sprach: „Bitte, geh doch weiter!“
„Nein“, sagte seine Begleiterin, „das Wasser ist zu tief für mich.“
„Nun wohl“, erwiderte das Kamel, „lass mich die Tiefe an deiner Stelle versuchen.“
Als das Kamel in der Mitte des Stromes angekommen war, blieb es stehen, drehte sich um
und rief: „Siehst du, ich hatte recht, das Wasser ist nur knietief, also komm nur hinein!“
„Ja“, sagte die Ratte, „aber es ist doch ein kleiner Unterschied zwischen deinen Knien und
den meinigen, wie du siehst. Bitte, trage mich hinüber!“
„Gestehe deinen Fehler“, erwiderte das Kamel, „sieh ein, dass du hochmütig gewesen bist,
und versprich, in Zukunft bescheiden zu sein, dann will ich dich sicher hinüberbringen.“
Quelle: Projekt Gutenberg-DE ®
INFO
Fantasievolle Fabeln und Märchen gibt es zum Beispiel auch von Rafik Schami. Er
ist ein syrischer Erzähler und Schriftsteller. Schon früh merkte Schami, dass er in
Syrien nicht so frei reden und schreiben konnte, wie er wollte. Immer wieder bekam
er deshalb Ärger und beschloss, nach Deutschland auszuwandern. In seine syrische
Heimat ist er nicht mehr zurückgekehrt, nur in seinen Büchern. Fast alle seiner
märchenhaften Bücher spielen im Orient. Sehr schön ist sein Buch Der Löwe Benilo“.
"
Der Löwe fällt besonders deswegen auf, weil er ein überzeugter Vegetarier ist und
zu seinen besten Freunden die Gazelle Mahagoni zählt.
30
UNSERE BUNTE WELT Anders dichten
Was ist ein Haiku? „Uralter Teich. Ein Frosch springt hinein. Plop.“ Kein Reim – und trotzdem
ein Gedicht. Ja, das ist Poesie aus Japan, genauer gesagt ein Haiku. In Japan kennt jedes
Kind das berühmte Frosch-Haiku vom Dichter Matsuo Basho. Ein Haiku ist eine japanische
Gedichtform, die bereits im 8. Jahrhundert entstanden ist. Haikus handeln hauptsächlich
von der Natur, versuchen aber auch Stimmungen und Gefühle widerzuspiegeln. Ein
traditionelles Haiku besteht aus drei Wortgruppen zu fünf, sieben und fünf Lauten. Im
Deutschen können wir diese Regel nur mit einiger Trickserei kopieren – wir schreiben
ja mit Buchstaben und nicht mit Schriftzeichen. In die erste Zeile deines Haikus
gehören fünf Silben, in die zweite sieben Silben, in die dritte wieder fünf Silben.
Beispiele
1. Zeile: 5 Silben Es ist jetzt sehr heiß.
2. Zeile: 7 Silben Wir spie-len im Gar-ten Ball.
3. Zeile: 5 Silben Das macht uns viel Spaß.
1. Zeile: 5 Silben Ein Kä-fer ist hier.
2. Zeile: 7 Silben Der Kä-fer krab-belt he-rum.
3. Zeile: 5 Silben Dann fliegt er da-von.
PROBIER‘S AUS!
Schreibe ein Haiku.
Was ist ein Elfchen? Auch ein Elfchen ist ein kurzes Gedicht, das sich nicht reimen muss.
Ein Elfchen besteht aus 11 Wörtern und 5 Zeilen.
Beispiele
1. Zeile: 1 Wort
2. Zeile: 2 Wörter
3. Zeile: 3 Wörter
4. Zeile: 4 Wörter
5. Zeile: 1 Wort
GELB
SIND BLÄTTER
UND AUCH ROT
UND DER WALD EBENSO
HERBST
1. Zeile: 1 Wort
2. Zeile: 2 Wörter
3. Zeile: 3 Wörter
4. Zeile: 4 Wörter
5. Zeile: 1 Wort
PROBIER‘S AUS!
Schreibe ein Elfchen.
31
BUNT
DER SCHMETTERLING
DIE RAUPE VERWANDELT
SICH IN EINEN SCHMETTERLING
WUNDERSCHÖN
UNSERE BUNTE WELT Anders dichten
Was ist ein Akrostichon? Das Wort kommt aus der altgriechischen Sprache. Ein Akrostichon
ist ein antikes Schreibspiel beziehungsweise ein Gedicht, bei dem die Buchstaben eines
Wortes senkrecht untereinandergeschrieben werden. Jeder dieser Buchstaben bildet dann
den Anfang eines neuen Wortes oder Satzes.
Beispiele
H erbst ist eine bunte Zeit.
E s wird langsam kälter.
R eif sind nun die Äpfel.
B lätter fallen von den Bäumen.
S amen werden von Eichhörnchen vergraben.
T iere bereiten sich auf den Winter vor.
M ein Hund Bello ist süß.
A m liebsten spiele ich mit ihm.
R ad fahren tue ich gerne.
I ch gehe gerne schwimmen.
E is essen liebe ich.
PROBIER‘S AUS!
Schreibe ein Akrostichon.
E inmal hatte ich einen Traum.
I
N
T
R
A
U
M
Male ein Bild dazu.
32
UNSERE BUNTE WELT Anders denken
unt.
ist b
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l
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W
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Un
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Das Fremd
olange
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kennt.
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h
c
i
n
's
n
ma
AUFGABE
Starte eine Umfrage, zum Beispiel in deiner Familie. Lies allen die zwei
Sätze vor und frage sie, ob sie so eine Erfahrung schon mal gemacht haben.
33
UNSERE BUNTE WELT Alle feiern: Klassenparty
„WILLKOMMEN AUF UNSERER BUNTEN KLASSENPARTY“
Gestaltet ein buntes Klassenfest und ladet eure Eltern ein. Sammelt Ideen in der Klasse und
macht anschließend eine Checkliste, damit ihr nichts vergesst. Gestaltet Einladungskarten
und fragt eure Eltern, ob sie bei der Organisation mithelfen können. Vielleicht habt ihr euer
gemeinsames Kochbuch (siehe Seite 26) schon erstellt. Die Eltern könnten helfen bei der
Zubereitung der Speisen (zum Beispiel Fladenbrot mit Hummus, das ist eine orientalische
Creme aus pürierten Kichererbsen) und Getränke (zum Beispiel Tee, selbst gemachte
exotische Schorlen). Zur Ausschmückung des Klassenzimmers bieten sich gebastelte Fahnen,
Girlanden und Collagen an, die die Heimatländer zeigen, aus denen eure Mitschüler kommen.
Übt zusammen ein Lied ein und präsentiert es auf eurer Klassenparty.
AUFGABE
Bunte Ideen sammeln in der Klasse.
Ich wünsche mir für unsere bunte Klassenparty:
Ideen oder Spielvorschläge:
Bunte Einladung gestalten.
Liebe/r
ZU UNSERER BUNTEN KLASSENPARTY
am:
um:
Uhr
in unserem Klassenraum:
möchten wir dich herzlich einladen.
Viele Grüße
34
UNSERE BUNTE WELT Alle mitmachen: PILOT-Wettbewerb
Mach mit! Es gibt tolle Klassen-Preise zu gewinnen!
Stell dir vor, du hättest einen Wunsch frei. Was würdest du dir wünschen?
Schreibe oder male die Geschichte zu Ende.
WETTBEWERB
Das Wunsch-Buch
lebt in der
bei seiner Großmutter. Seine Oma
uch
Bes
zu
de
nen
che
Wo
rs
übe
ist
Luca
Treppe zu ihr
hnung unterm Dach. Wenn man die
Stadt. Dort hat sie eine kleine Wo
ht es wie in einem Museum. Lucas
riec
us
nha
ppe
Tre
im
und
z
Hol
das
hochsteigt, knarzt
it.
her und ihre Wohnung ist voll dam
Büc
t
lieb
Sie
ei.
her
Büc
er
ein
in
te
Oma arbeite
Zeit für ihn.
chichten erzählen und hat immer
Ges
toll
n
kan
Sie
a.
Om
ne
sei
g
ma
Luca
dem Keller.”
doch bitte ein Glas Marmelade aus
„Luca, ich mache Pfannkuchen. Hol
erwegs, Oma.”
„Hmmm, lecker! Ich bin schon unt
tufen
alten Hauses. Luca stapft die Steins
des
ler
Kel
den
in
n
ma
t
ang
gel
r
Über den Flu
ließt schnell
es unheimlich hier unten und sch
et
find
er
t,
ker
flac
t
Lich
Das
er.
hinunt
ranktür ist
auf den Schrank in der Ecke. Die Sch
Omas Kellertür auf. Sein Blick fällt
entgegen: dicke
en will, fällt ihm der halbe Inhalt
leicht geöffnet. Als Luca sie schließ
, kleine Bücher.
Bücher, dünne Bücher, große Bücher
zu stapeln.
die Bücher wieder in den Schrank
an,
gt
fän
und
er
lt
rme
mu
n”,
nei
„Oh
ist ein schwarzes,
das letzte Buch vom Boden auf. Es
Ganz in Gedanken vertieft, hebt er
hrieben, das
lägt es auf. Die Blätter sind unbesc
in Leder gebundenes Buch. Luca sch
die in
des Buches. Verwundert blickt er auf
te
Mit
der
a
etw
in
te
Sei
e
ein
auf
heißt, bis
:
blauer Farbe geschriebenen Zeilen
Dieses Buch hat große Macht!
Es wird dir einen Wunsch erfüllen!
Nutze ihn sinnvoll!
rden sie wie von
schwinden sie auch wieder, als wü
ver
n,
ese
gel
len
Zei
die
er
hat
m
Kau
en schlägt Luca
abe wegradiert werden. Erschrock
Geisterhand Buchstabe für Buchst
t
ert, ist kein Text mehr zu sehen. Ers
lätt
chb
dur
eut
ern
es
er
Als
zu.
das Buch wieder
nzelnd: „Ein Zauberbuch?!“
ängstlich, erstaunt und dann schmu
Bücher.”
„Oma hat wirklich die seltsamsten
die Stufen
mt, stapft er samt Marmeladenglas
Das Buch unter seinen Arm geklem
wieder hinauf zu Omas Wohnung.
Buch?”
„Oma, was ist das für ein seltsames
e ich vor vielen
fällt es mir wieder ein. Das Buch hab
t
jetz
h,
„Ac
.
sie
t
bel
grü
l“,
ma
ig
„Ze
es dir. Du kannst
t. Ist es nicht schön? Ich schenke
Jahren auf einem Flohmarkt gekauf
es als Tagebuch nutzen.”
:
h aus und schlägt es neugierig auf
Buc
das
a
Luc
kt
pac
se,
Hau
zu
der
Kaum wie
Dieses Buch hat große Macht.
Es wird dir einen Wunsch erfüllen!
Nutze ihn sinnvoll.
en.
an, einen Wunsch ins Buch zu schreib
„Ja logisch“, grinst Luca und fängt
Ich wünsche mir …
35
UNSERE BUNTE WELT
WETTBEWERB
PILOT-Wettbewerbsregeln
h-Buch
1. Die Geschichte lesen: Das Wunsc
e oder male die
: Welchen Wunsch hast du? Schreib
sen
las
f
Lau
ien
fre
ie
tas
Fan
Der
2.
it ist erlaubt.
Geschichte zu Ende. Auch Teamarbe
bar) oder
einen geschriebenen (bitte gut les
hlt
wä
sse
Kla
e
Jed
:
aus
hlt
wä
sse
3. Die Kla
mehr als 2
aus. Anschließend Text (bitte nicht
einen gemalten Beitrag pro Klasse
an info@kibuma.de schicken.
Seiten) oder Bild einscannen und
ule, Klasse, Ansprechpartner.
Nicht vergessen: Anschrift der Sch
ndschulklassen
vergessen: Alle teilnehmenden Gru
ht
nic
uss
chl
des
sen
Ein
den
h
Auc
4.
ihren Beitrag zu schicken.
haben Zeit bis zum 31. Mai 2016,
schnell
Jury wird die Arbeiten bewerten (so
ge
ngi
bhä
una
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Ein
:
aus
hlt
wä
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5. Die Jur
chnen. Der
Preisen für die ganze Klasse auszei
wie möglich, versprochen!) und mit
ntlichung
OT behält sich das Recht auf Veröffe
Rechtsweg ist ausgeschlossen. PIL
und Ausstellung der Beiträge vor.
gewinnen gibt es für die Klasse:
6. PILOT vergibt klasse Preise! Zu
Klassenkasse.
1. Platz: 750 Euro Zuschuss für die
Klassenkasse.
2. Platz: 500 Euro Zuschuss für die
ssensatz.
ten zum Schreiben und Malen im Kla
Stif
mit
hen
ppc
Mä
OTPIL
tz:
Pla
5.
3. bis
Viel Glück!
machen!
Wir wünschen viel Spaß beim Mit
36
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