Wie kommt das Neue in die Bankenwelt?

 Wassily Kandinsky, Erstes abstraktes Bild, Aquarell, 1910 (Ausschnitt). Lebendigkeits‐Werkstatt: Wie kommt das Neue in die Bankenwelt? veranstaltet vom Institute for Social Banking und der Zukunftsstiftung Bildung in Kooperation mit dem und.Institut e.V. am 27.‐29. November 2015 in Witten, begleitet von Dr. Hildegard Kurt Angesichts sich verschärfender Krisen wie dem Flüchtlingsdrama, der wachsenden sozialen Kluft, gesellschaftlicher Polarisierungen, knapp werdender Ressourcen und dem Klimawandel zeigt sich deutlicher als je zuvor: Was nun für eine Zukunft mit Zukunft gebraucht wird, kann kaum im Horizont überkommener Lösungsstrategien und etablierter mentaler Gewohnheiten zustande kommen. Allmählich wird es überlebenswichtig, Gestaltungsressourcen jenseits des so oder so bereits Gewussten zu erschließen. Vor diesem Hintergrund bietet die Lebendigkeits‐Werkstatt »Wie kommt das Neue in die Banken‐
welt?« einen Rahmen, um auf neuartigem Wege zu Erkenntnis und von da aus zu lebensdienlichem Gestalten zu gelangen. Auf der Grundlage eines erweiterten Verständnisses von Kunst, wonach jeder Mensch sich als Künstler verstehen darf (Joseph Beuys), findet in der Werkstatt ein gemeinschaftliches, praxisbe‐
zogenes Gestalten statt, das als Methodik auf jedem Arbeitsfeld fruchtbar werden kann. Die Ergebnisse der Werkstatt werden im Sinne der Creative Commons als gemeinsamer Pool betrach‐
tet, so dass das Erfahrene und Erarbeitete frei in die jeweiligen Arbeitsfelder diffundieren und dort unmittelbar wirksam werden kann. Zur Methodik Während in der gesellschaftlichen und politischen Arbeit gewöhnlich das Was – die jeweiligen Themen und Inhalte – im Fokus steht, widmet sich die Werkstatt den allen Inhalten vorgelagerten Fragen des Wie. Weil jedes Was entscheidend vom Wie geprägt ist: von der Beschaffenheit des zugrunde liegenden Sehens, Hörens, Spürens, Denkens, Begegnens, Kommunizierens. Mit Praktiken und Prozessen wie aktivem Zuhören, aktivem Sehen, dem dialogischen Prinzip und dem Kultivieren von Unschärfe handelt solches »prädisziplinäres« Gestalten davon, auf dem Weg inneren Selbstaktivierens zu Erkenntnis zu gelangen; sich das eigene Spüren zu gestatten; gewärtig zu werden, mehr Bewusstheit in das Wahrnehmen und von da aus in die Qualitäten des Denkens, Kommunizie‐
rens, Tuns zu bringen. Im Zentrum der Werkstatt steht der Prozess Einen Impuls setzen. Ein Impuls sein: Jede*r Mitwirkende ist eingeladen, sich mit Blick auf die Frage »Wie kommt das Neue in die Bankenwelt?« einem Ansatz, einem inneren Bild oder einer Idee zu widmen, der/das/die in einem aktiv ist – vielleicht seit langem schon. Dann beginnt ein Austausch, der sich grundlegend vom üblichen Diskutieren und Debattieren unterscheidet, indem er diesseits von Meinungen, Theorien und Urteilen ansetzt: Der eingebrachte Impuls wird gemeinsam betrachtet, befragt, beleuchtet, erkundet. Das führt in einen Raum plastischer, bildender Ko‐kreativität, aus dem sich von der Zukunft her neue Substanz zeigen kann. Ablauf FREITAG, 27. November 2015 15:00 15.30 15.45 17.00 18.30 19.30 Eintreffen, Kaffee Begrüßung und Einführung Wie kommt das Neue in die Welt? Impuls von Hildegard Kurt mit anschließendem Austausch Vom Es zum Du. Erfahrungsprozess Abendessen Zeige deine Wunde. Kunst und Spiritualität bei Joseph Beuys. Film von Rüdiger Sünner SAMSTAG, 28. November 2015 9.00 9.30 11.00 11.15 13.00 15.00 19.00 Auf dem Boden der Tatsachen. Morgenimpuls Mit Verdorbenem arbeiten. Erfahrungsprozess Kaffeepause Einen Impuls setzen. Ein Impuls sein. Ko‐kreatives Werken Mittagessen Einen Impuls setzen. Ein Impuls sein. Fortsetzung (mit Kaffeepause) Abendessen SONNTAG, 29. November 2015 9.00 Einen Impuls setzen. Ein Impuls sein. Fortsetzung (mit Kaffeepause) 11.00 Fazit und Ausblick: Wo sind wir jetzt? Auf welche Weisen wäre die entstandene Substanz zu bergen und weiter zu tragen? Welche Vereinbarungen sollten jetzt getroffen werden, um das Erarbeitete im Sinne der Creative Commons‐Idee fruchtbar werden zu lassen? 13.00 Ende, evtl. mit gemeinsamem Mittagessen Zur Mitwirkung eingeladen sind alle, denen ein Zukunft schaffendes, lebensdienliches Bankenwesen am Herzen liegt. Zugunsten eines intensiven Werkens ist die Zahl der Mitwirkenden auf max. 12 Personen begrenzt. Die Hälfte der Akteure sollte in der Bankenwelt tätig sein. Ort und Ermöglichungsbeitrag Die Werkstatt findet in den Räumlichkeiten des Raum e.V. in der Wiesenstraße 25, 58452 Witten statt, siehe www.arbeitundcafe.de. Der Ermöglichungsbeitrag für Mitwirkende beträgt 180 Euro (Inklusive Tagesverpflegung). Zum Kontext »Lebendigkeits‐Werkstätten« auf verschiedenen gesellschaftlichen Feldern sind Teil der unlängst vom und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V. initiierten Erkundungsreisen in Kulturen der Lebendigkeit, siehe www.cultures‐of‐enlivenment.org Dr. Hildegard Kurt, Mitinitiatorin der Erkundungsreisen und Mitbegrün‐
derin des und.Instituts, ist Kulturwissenschaftlerin und Autorin. In Büchern, Seminaren und Werkstätten verbindet sie das seit Joseph Beuys erweiterte Verständnis von Kunst mit Fragen der Gestaltung einer zukunftsfähigen Zivilisation. www.und‐institut.de Das Institute for Social Banking ist im Bereich Bildung und Forschung für ein sozial verantwortliches Geld‐ und Bankwesen tätig. www.social‐
banking.org Die Zukunftsstiftung Bildung engagiert sich für aktuelle gesellschaftliche Themen, die ein einseitig kognitiv ausgerichtetes Bildungswesen verän‐
dern wollen, damit Menschen nicht als Ressource für wirtschaftliche Zwecke und Gewinn missbraucht werden. Sie bezieht hierbei Konzepte und Methoden ein, welche individuelle Entwicklung und Übernahme von Verantwortung ermöglichen. www.zukunftsstiftung‐bildung.de Information und Kontakt Julian Kühn, Institute for Social Banking, Alfred‐Herrhausen‐Str. 44, 58455 Witten, Tel: 0234‐60600131 oder 0173‐2954052, [email protected]‐banking.org, www.social‐banking.org Anmeldung Bitte per Email anmelden beim Institute for Social Banking, Julian Kühn, [email protected]‐banking.org und den Ermöglichungsbeitrag von 180 Euro auf folgendes Konto überweisen: Institute for Social Banking, IBAN: DE74 4306 0967 4018 7834 00, BIC:GENODEM1GLS, Verwendung: Lebendigkeits‐Werkstatt