Produktinformation Berufliche Wiedereingliederung von

PRODUKTINFORMATION (STAND 10.09.2015)
Berufliche Wiedereingliederung von
Strafgefangenen und Haftentlassenen
EUROPÄISCHE UNION
Das Programm hilft, die Chancen für straffällig Gewordene auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern. Ziel ist es, Vermittlungshemmnisse zu
beseitigen und eine dauerhafte Eingliederung zu ermöglichen.
ÜBERSICHT
FRAGEN?
Maßnahmen der beruflichen Integration von arbeitslosen Straffälligen
Wir beraten Sie
Projektförderung bis zu 50 % der Gesamtausgaben
gerne persönlich.
Bis zu 125.000 Euro pro Projekt
Sabrina FürstenbergMindestens zwölf Teilnehmer pro Projektzeitraum
Wiegmann
Tel.: 0 511 300 31-867
WER KANN ANTRÄGE STELLEN?
Juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts und Gesell-
[email protected]
schaften bürgerlichen Rechts
Gemeinnützige oder als mildtätig anerkannte Vereine, Verbände der freien
Simone Foedrowitz
Wohlfahrtspflege und andere gemeinnützige rechtsfähige Träger
Tel.: 0 511 300 31-695
[email protected]
WAS WIRD GEFÖRDERT?
Maßnahmen im Rahmen des Übergangsmanagements zur Integration
arbeitsloser Straffälliger in den ersten Arbeitsmarkt bzw. in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die der beruflichen Integration dienen.
Zuwendungsfähig sind
... Ausgaben für Bildungs- und Beratungspersonal inklusive Reisekosten.
... Vergütung der Teilnehmenden.
... Verbrauchsgüter sowie Mieten/Leasing und Abschreibungen für Ausstattungsgegenstände.
...indirekte Ausgaben (Verwaltungsausgaben).
BEDINGUNGEN
Die Laufzeit eines Projekts ist grundsätzlich auf 18 Monate beschränkt.
Sechs Monate davon nimmt das Übergangsmanagement ein.
Bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben werden als nicht
Bis zu 50% Förderung
rückzahlbarer Zuschuss gefördert. Die Projekteinnahmen bzw. -erlöse
werden zuvor abgezogen.
Die ESF-Zuwendung ist grundsätzlich pro Projekt auf einen Betrag von
Bis zu 125.000 Euro
125.000 Euro begrenzt. Es sind zwölf Teilnehmerplätze über den Projekt-
pro Projekt
zeitraum zu besetzen. Einzelpersonen werden nicht gefördert.
Indirekte Ausgaben werden pauschal mit 10 % der direkten Ausgaben
gefördert. Die Ausgaben der Position 1.4 des Musterfinanzierungsplans
(Ausgaben für Lehrgänge externer Einrichtungen) werden bei der Berechnung der indirekten Ausgaben nicht berücksichtigt.
Ohne Genehmigung der NBank darf der Antragsteller vor Projektbeginn
keine verbindlichen Liefer-, (Dienst-)Leistungs- oder Arbeitsverträge abschließen.
Eine Fördermittel-Kombination ist zulässig, außer von EU-Mitteln anderer
Bundes- und Landesprogramme.
Die Auszahlung erfolgt in der Regel pro Quartal und kann jeweils zum
Vierteljährliche Auszahlung
01.02., 01.05., 01.08. und 01.11. angefordert werden.
VORAUSSETZUNGEN
Zielgruppe sind ausschließlich Strafgefangene, die während der Laufzeit
Während der Projektlaufzeit
entlassen werden.
entlassene Strafgefangene
Sowohl die Betriebsstätte des Projektträgers als auch der Ort der Projektdurchführung (JVA) müssen in Niedersachsen liegen.
Zentrale Ziele sind berufliche und soziale Integration durch soziale Stabilisierung und eine verbesserte Motivationslage. Insbesondere sollen individuelle Problemlagen beseitigt, Kern- und Schlüsselkompetenzen vermittelt,
Vermittlungshemmnisse abgebaut und die Entlassung gezielt vorbereitet
werden.
Die Konzeption der Maßnahmen verbindet möglichst Motivierungs-, Quali-
Motivation, Qualifizierung
fizierungs- und Betreuungsmaßnahmen miteinander.
und Betreuung
Relevant ist auch das Übergangsmanagement, mit einer individuellen
Übergangsmanagement
arbeitsmarktorientierten Entlassungsvorbereitung bzw. Nachbetreuung.
Ziel ist die Verbesserung der beruflichen Mobilität. Das Nachholen von
Berufsabschlüssen kann vorbereitet/ermöglicht werden.
Bewertung und Priorisierung
Basis dafür sind folgende Qualitätskriterien (Gewichtung durch Punkte):
Projektausrichtung am regionalen Bedarf (20): Dazu gehören insbesondere bessere Eingliederungsmöglichkeiten sowie die Ausrichtung am
Bedarf des Arbeitsmarktes im Einzugsgebiet der JVA.
Projektkonzeption (60): Konzeption und Methodik werden danach bewertet, wie gut sie auf die Zielsetzung abgestimmt sind.
Querschnittsziele (20): Gleichstellung von Frauen und Männern, Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit, Nachhaltigkeit, gute Arbeit.
Bewertungsrelevante Unterkriterien finden Sie auf dem Formular „Projektbeschreibung (Langfassung)“. Ein Projekt ist förderwürdig, wenn es je Einzelkriterium mindestens 50 % der Höchstpunktzahl und insgesamt mindestens
75 Punkte erreicht.
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SCHRITT FÜR SCHRITT ZUR FÖRDERUNG
Den Antrag für einen Zuschuss zur beruflichen Wiedereingliederung von
Strafgefangenen und Haftentlassenen stellen Sie bitte vor Beginn des
Vorhabens über das Kundenportal der NBank und reichen ihn zusätzlich
im Original bei uns ein.
Wie erfolgt die Antragstellung?
Der Zuschussantrag ist vor Beginn des Vorhabens bei der NBank zu stellen
und kann nur zu festgelegten Stichtagen erfolgen.
Wir führen Sie durch die einzelnen Schritte der Antragstellung.
Schritt 1: Registrierung im Kundenportal
Wenn Sie sich das erste Mal in unserem Kundenportal anmelden, müssen Sie
sich zunächst registrieren.
Schritt 2: Antragstellung online im Kundenportal
Nach der Registrierung können Sie über Ihren Account einen sogenannten
Online-Antrag einschließlich Teilnehmerstatistik und Finanzierungsplan stellen. Laden Sie dazu bitte das Antragsformular einschließlich Teilnehmerstatistik und Finanzierungsplan herunter und füllen es aus. Danach müssen Sie es
im Portal wieder hochladen und von dort aus an die NBank absenden.
Schritt 3: Weitere notwendige Unterlagen
1.
Auf unserer Homepage befinden sich weitere Unterlagen, die zur Antragstellung benötigt werden (Eine Liste aller Vordrucke und Dokumente zum Download finden Sie auf unserer Internetseite unter
Formulare & Downloads):
-
Erläuterungen zum Finanzierungsplan (Kalkulation der einzelnen Ausgabenansätze)
-
Projektbeschreibung (Langfassung): Ausführliche Maßnahmenkonzeption unter Berücksichtigung der in der Förderrichtlinie
festgelegten Qualitätskriterien
2.
Tätigkeitsdarstellung und –bewertung
Von Ihnen sind außerdem folgende Unterlagen einzureichen:
-
Anlagen zur Projektbeschreibung
-
Nachweise über die erforderlichen Qualifikationen und/oder die
entsprechende Berufserfahrung für das Bildungspersonal und
Verwaltungspersonal
-
Kofinanzierungsbestätigung des Niedersächsischen Justizministeriums
Die NBank behält sich vor, von Ihnen ergänzende Unterlagen anzufordern,
sofern dies für die Bearbeitung notwendig ist.
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Senden Sie die unter Punkt 1. aufgeführten Unterlagen und die Anlagen zur
Projektbeschreibung bitte an die Mailadresse [email protected]
Schritt 4: Postalische Einreichung
Die vollständigen Unterlagen und den zusätzlich im Original unterschriebenen
Antrag schicken Sie bitte an:
Investitions- und Förderbank
Niedersachsen – NBank
Günther-Wagner-Allee 12–16
30177 Hannover
Dem Niedersächsischen Justizministerium (z.Hd. Frau Elgeti-Starke, Waterlooplatz 1, 30169 Hannover) ist eine Ausfertigung der vollständigen Antragsunterlagen zur Kenntnis vorzulegen.
Persönliche Beratung
Wenn Sie sich eine persönliche Beratung und Hilfestellung bei der Antragstellung wünschen, nehmen wir uns gerne Zeit für Sie. Rufen Sie uns an oder
vereinbaren Sie einfach einen Termin.
Ihre Ansprechpartnerin für die Beratung:
Sabrina Fürstenberg-Wiegmann
Tel.: 0511 30031-867
Fax: 0511 30031-11867
[email protected]
Ihr Ansprechpartner für das Fördermanagement:
Dennis Hoffmann
Tel.: 0511 30031-423
Fax: 0511 30031-11423
[email protected]
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