Gesundheitswesen | Juni 2015

Juni 2015 | Gesundheitswesen
Wirtschaftsfocus
Informationen • Prävention • Aktuelles aus dem Gesundheitswesen
Brustzentrum Kiel-Mitte
an der Park-Klinik
Schonende Brustkrebs OP
Seite 10
St. Elisabeth Krankenhaus
Moderne Operationsverfahren
bei Leistenbruch
Seite 26
UKSH
Robotergestütztes Operieren
Seite 42
Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster
Regionales Traumazentrum
Seite 48
Städtisches Krankenhaus Kiel
Patienten-Infotag am 11. Juli
zum Thema „Krebs“
Seite 52
UKSH
Nuklearmedizin bei
Tumorerkrankungen
Seite 63
www.kn-online.de/gesundheitswesen
Gesundheitswesen | Juni 2015
Editorial
Unser Gesundheitswesen macht
heutzutage vieles möglich
Husten und Heiserkeit hinausgehen.
Bei dem Wort Krebs gibt es einen
solchen Schock, der dem Patienten
und seine unmittelbaren Familienangehörigen vielfach den Boden
unter den Füßen wegreißt. Brustkrebs, Krebs in den Eierstöcken, der
Prostata, der Schilddrüse, der Leber,
dem Magen, dem Magen-DarmTrakt, der Speiseröhre, der Lunge,
der Bauchspeicheldrüse, der Blase,
der Haut, den Knochen usw. Liebe Leserinnen, liebe Leser,
um nicht missverstanden zu werden: Mit „GESUNDHEITSWESEN“
meine ich dieses Mal nicht unsere gleichnamigen Beilagen in den
Kieler Nachrichten, der Segeberger
Zeitung und dem Internet, sondern
die heutigen Möglichkeiten unserer
medizinischen Wissenschaft.
Sie kennen es aus eigener Erfahrung: Zum Jahreswechsel und zum
Geburtstag werden wir mit guten
Wünschen überhäuft. Von ganz viel
Gesundheit für die nächsten zwölf
Monate ist dann die Rede. Bei manchen Menschen erfüllen sich diese
Wünsche. Doch leider nicht bei allen. Ist das Schicksal? Oder hätte
man selber etwas für seine eigene
Gesundheit tun können? Aber was
denn, wenn einem nichts weh tut?
Wenn nichts schmerzt, muss man
doch nicht zum Arzt gehen. Schon
gar nicht, wenn viele Stunden des
Tages mit Arbeit und anderen Aufgaben gefüllt sind, die erledigt werden müssen. Und wenn denn auch
noch Essen und Trinken schmeckt,
kann man doch beruhigt in die Zukunft schauen. Doch plötzlich ist es mit der Ruhe
vorbei, wenn im Familienkreis oder
in der Nachbarschaft Diagnosen genannt werden, die über die bisherigen Erkrankungen wie Schnupfen,
2
Ist die Diagnose von Seiten der Ärzteschaft erst einmal ausgesprochen,
dreht sich alles um die Frage, wie es
weitergehen soll und kann. Operation, Bestrahlung, Chemo-Therapie
und anschließende Rehabilitation
sind nur mögliche Etappen. Was
medizinisch im Einzelnen zu tun ist,
hängt in erster Linie davon ab, wie
schnell der Krebs entdeckt wurde.
Hier haben die Menschen, die mehr
oder weniger regelmäßig zu den
verschiedenen
Vorsorgeuntersuchungen gehen, die größeren Chancen. Den Personen, die bewusst die
von den Krankenkassen bezahlten
Vorsorgemöglichkeiten
meiden
(weil sie, wie sie sagen, nicht wissen wollen, welche Erkrankung sie
haben), kann man oft nicht mehr
rechtzeitig helfen.
Kommen wir deshalb auf die Möglichkeiten zurück, die uns das Gesundheitswesen in Deutschland
heute bietet: An dem Erfolg der Behandlung sind nicht nur die Mediziner, sondern auch und vor allem der
einzelne Patient beteiligt. Ab dem
55. Lebensjahr übernehmen z.B. die
Krankenkassen die Kosten für eine
Koloskopie (Darmspiegelung). Alle
zwei Jahre fahren wir unser Kraftfahrzeug zur TÜV-Kontrolle. Und wie
sieht es bei uns selbst aus, wenn es
um mögliche Gesundheitschecks
geht? Bei Männern hat man manchmal
das Gefühl, dass sie sich besonders stark geben, wenn sie über
ihre operativen Eingriffe am Herzen
berichten. Stolz berichten sie vom
Schrittmacher, von der Herzklappe,
dem Bypass bzw. den Stents. Man
fragt sich, ob sie durch frühzeitige
Besuche beim Kardiologen schon
vieles hätten verhindern können. Auch wenn nach erfolgreicher Operation in vielen Fällen das Leben
nicht mehr so weiter gehen kann
wie bisher, kann dennoch vielfach
von einer verbleibenden Lebensqualität gesprochen werden, die
den Patienten von den Medizinern
geschenkt worden ist. Doch man
muss von nun an noch mehr auf
einzelne eigene Körperreaktionen
achten als bisher. Die Ärztinnen und
Ärzte sind auch bereit, sich gegebenenfalls dann erneut auch mit IHREM Organ zu beschäftigen. Ich bin mir sicher, dass diese Ausführungen viele Menschen zum
Nachdenken anregen werden. Und
nicht nur das. Viele werden sicherlich – vielleicht auch erst nach anfänglichem Zögern – die Entscheidung für sich treffen, Vorsorge-und
Prophylaxe-Angebote für sich selbst
zu nutzen. Man kann es auch so
ausdrücken: Sie nehmen ihr Schicksal schon jetzt in die Hand und warten nicht, bis es zu spät ist… Bleiben Sie gesund
Helmut Hitze
Objektleiter Wirtschaftsfokus
Sonderveröffentlichungen
Impressum
Herausgeber
Kieler Zeitung,
Verlags- und Druckerei KG GmbH & Co.,
Fleethörn 1 – 7, 24103 Kiel
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Objekt- & Verkaufsleiter
Helmut Hitze
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KMV Die Medienwerft
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Redaktion
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Konzeption & Gestaltung
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Druck
Kieler Zeitung GmbH & Co. Offsetdruck KG
Vertrieb
Beilage in der Gesamtausgabe
der Kieler Nachrichten und
Segeberger Zeitung am 19. Juni 2015
Gesamtauflage
100.800 Exemplare /
Tagesauflage KN
Titelbild
Fotolia / © Syda Productions
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos
und Illustrationen wird keine Haftung übernommen.
Die Zeitschrift, alle in ihr enthaltenen Abbildungen
und Beiträge sowie vom Verlag gestaltete Anzeigen
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auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung
des Verlages.
Die nächste Ausgabe der
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
Gesundheitswesen
erscheint am: 09.10.2015
Anzeigenschluss ist am: 28.09.2015
Rufen Sie an!
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Helmut Hitze
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Die aktuelle Ausgabe und weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter:
www.kn-online.de/gesundheitswesen
Juni 2015 | Gesundheitswesen
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nordBLICK Augenklinik Bellevue
Innovativ und erfolgreich in der Behandlung des „Grauen Star“
ten und innovativsten Einrichtungen für Augenheilkunde in Europa
zu sein.
Information // Terminvereinbarung
für Infoabende:
nordBLICK Augenklinik Bellevue
Lindenallee 21–23
24105 Kiel
0431/30108-0
www.nordBLICK-augenklinik.de
Der Graue Star, auch Katarakt genannt, bezeichnet die Eintrübung
der ursprünglich klaren Augenlinse. Dadurch kann kein klares Bild
mehr im Auge entstehen – man
schaut wie durch ein „blindes“
Fenster. Anfangs äußert sich die
Erkrankung durch eine zunehmende Blendempfindlichkeit und eine
darauffolgende Herabsetzung des
Sehvermögens.
Ursache ist in der Regel der ganz
normale Alterungsprozess der Augenlinse – seltener sind Verletzungen, Entzündungen oder verschiedene Stoffwechselerkrankungen.
Eine Operation bildet nach wie vor
die einzige Möglichkeit der Behandlung. Über 800.000 Eingriffe
werden bundesweit im Jahr durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit,
dass die Operation des Grauen Star
komplikationslos und erfolgreich
verläuft, ist im wesentlichen auf ein
gutes Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wie z.B. Know-How
und Erfahrung des Operateurs, Ausstattung des OP-Zentrums sowie die
zum Einsatz kommende Technik,
zurückzuführen.
Die nordBLICK Augenklinik Bellevue
bietet ihren Patienten – neben der
modernsten verfügbaren Technik,
der herausragenden fachlichen
Kompetenz und langjährigen Erfahrung aller Operateure und einem
kontinuierlich geschulten professionellen Team – auch durch ihr Engagement im Bereich der Forschung
(1) noch weit mehr Sicherheits- und
Qualitätsaspekte.
Die in der Augenklinik angewandte
Basisoperation des Grauen Star, deren Kosten von jeder Krankenkasse
übernommen werden, liegt bereits
weit über dem regulären Standard. Wer noch mehr Präzision und Sicherheit in der Behandlung wünscht,
kann, alternativ zur bewährten
Operationstechnik, eine laserassistierte Operation des Grauen Star
wählen. Dies ermöglicht eine noch
größere Schonung des Gewebes,
eine schnellere Wundheilung, eine
Verkürzung des Eingriffs bei Minimierung möglicher Komplikationen,
sowie eine nochmalige Verbesserung des refraktiven Ergebnisses.
Der LensAR-Laser, der hierbei zum
Einsatz kommt, verfügt als weltweit
einziger Femtosekundenlaser zudem über eine 3D-Diagnoseeinheit,
die sogenannte Scheimpflugkamera, die Planung und Durchführung
des Eingriffs weiter vereinfacht. In
Schleswig-Holstein ist es das einzige Hochleistungsinstrument dieser
Art, welches im Versorgungsalltag
zum Einsatz kommt.
Auch im Bereich der multifokalen
und/oder torischen Intraokularlinsen (im Rahmen einer Katarakt-OP
wird die getrübte natürliche Linse
entfernt und durch eine Kunstlinse
ersetzt) setzt die nordBLICK Augenklinik Bellevue, nicht zuletzt durch
ihre Kooperationspartner, bundesweit eigene Maßstäbe. Eine Vielzahl – ausschließlich hochwertiger –
Speziallinsen stehen den Patienten
als Wahlmöglichkeit zur Verfügung
und runden so die individuelle medizinische Behandlung ab. So kann
auch der Wunsch – nach einer Operation ohne Brille leben zu können –
mit sehr großer Wahrscheinlichkeit
erfüllt werden.
Mit dem innovativen und umfassenden Behandlungskonzept beim
Grauen Star unterstreicht die nordBLICK Augenklinik Bellevue erneut
ihren Anspruch, eine der moderns-
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(1) Auch auf dem Gebiet der Forschung - u.a.
in der Kataraktchirurgie, der Intraokularlinsen und der Refraktiven Chirurgie - ist die
nordBLICK Augenklinik Bellevue national
und international anerkannt. Gerade jüngst
gründete sie - als einzige Augenklinik Norddeutschlands - mit zehn weiteren Zentren,
das Forschungsnetzwerk „IVCRC.net“. Dieses
Forschungsnetzwerk bietet, neben der hochmodernen medizinischen Ausstattung und
den erfahrenen Ärzteteams in den einzelnen
Forschungszentren, eine Plattform, Studien
noch effizienter durchzuführen. Dies mit dem
Ziel, alle Patienten fachlich und menschlich
auf höchstem Niveau zu versorgen. GRAUER STAR:
Für das höchste Maß an Sicherheit
& Präzision.
Nächster Infoabend
„BRILLENFREI“
mit Dr. med. univ.
Markus Pölzl
15.10.2015
Ihr Augenlicht ist eine der wertvollsten Gaben der Natur. Deshalb gehen Sie
bei Ihrer „Grauer Star“-OP auf Nummer sicher und vertrauen Sie den Experten
für Augenheilkunde und der neuesten Technik der nordBLICK® AUGENKLINIK
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„Grauen Stars“ mit dem LensARTM
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Informieren Sie sich zum Thema „Grauer Star“, LASIK, Glaukom- oder
Netzhaut-Chirurgie auf einem unserer „BRILLENFREI“-Infoabende.
(Telefonische Anmeldung bitte unter der u. g. Telefonnummer.)
„BRILLENFREI“ Infoabend (ab 19.00 Uhr):
15.10.2015
nordBLICK® AUGENKLINIK BELLEVUE GmbH | Lindenallee 21-23
24105 Kiel | Tel. 04 31-30 10 80 | [email protected] | www.nordblick-augenklinik.de
Gesundheitswesen | Juni 2015
Mobil trotz Sehbehinderung
Im eigenen Haushalt finden sich
sehbehinderte Menschen meist gut
zurecht. Jede Ecke ist bekannt, die
Beleuchtung angepasst, und häufig
stehen Hilfsmittel wie Lesepulte,
Speziallampen oder Bildschirmlesegeräte zur Verfügung. Unterwegs
kann es dagegen deutlich schwieriger werden. Selbst wenn die Orientierung in der Umgebung funktioniert, können Probleme beim
Entziffern von Fahrplänen, Preisen,
Packungsbeschriftungen,
Menüund Straßenkarten zu großen Einschränkungen bei alltäglichen Unternehmungen führen.
Der Mensch verbringt gut ein Drittel seines Lebens im Schlaf. Und das
nicht ohne Grund. Eine erholsame
Nachtruhe ist für die Gesundheit
von größter Bedeutung. Im Schlaf
laufen im Körper zahlreiche Regenerationsprogramme auf Hochtouren.
So finden Zellerneuerungsprozesse
statt, die Hormon- und Immunsysteme arbeiten rund um die Uhr.
Auch das Gehirn schläft nicht. In den
grauen Zellen wird neu Gelerntes
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Einfache Handhabung
Da schlechtes Sehen oft auch die
Bedienung der entsprechenden
Hilfsmittel erschwert, wurde auf
eine intuitive, haptisch orientierte
Handhabung geachtet. Dazu gehören ein ergonomischer Griff, auf
dem Daumen und Zeigefinger ganz
automatisch den richtigen Platz
finden, sowie ein leicht erhabener
Schiebeschalter. Ein deutlich hörbares Klick beim Bedienschalter und
beim Schließen des Batteriefachs
gibt dazu akustische Unterstützung.
Sanfter Schlummer
Foto: djd/Neurexan_thx
Info
Licht und Vergrößerung
Die Gesundheitsexperten vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.
de empfehlen in diesem Fall eine
vergrößernde Sehhilfe, die leicht
zu transportieren ist. Doch nicht
nur auf die Vergrößerung kommt
es an, gerade unterwegs sind oft
auch schwierige Lichtverhältnis-
se ein großes Problem. Denn viele
Senioren und Menschen mit degenerativen Augenerkrankungen
benötigen eine optimale Beleuchtung, um kleine oder kontrastarme Schriften und Abbildungen
erkennen zu können. Die ist aber
im Freien, auf Bahnhöfen oder in
Geschäften meist nicht gegeben.
Mobile Leselupen wie die der neuen Serie „Ergo-Lux MP mobil“ bieten beides: Licht und Vergrößerung.
Dazu kann die Lichtintensität nach
Bedarf angepasst werden. Die Normalbeleuchtung in Stufe 1 liefert
eine langanhaltende, gleichmäßige
Ausleuchtung für übliche Bedingungen, im sogenannten Boostmodus
mit 50 Prozent mehr Helligkeit ist
auch bei schummrigem Licht alles
klar und kontrastreich zu sehen.
Ausgiebig testen und kaufen kann
man die Lupen bei spezialisierten
LowVision-Optikern – Adressen gibt
es unter www.sehbehindertenspezialist.de.
Foto: djd/A. Schweizer
Info
Hilfsmittel
verarbeitet und verinnerlicht. Ein Erwachsener benötigt etwa zwischen
fünf und acht Stunden Schlaf. Um
abends zur Ruhe zu kommen und
in einen erholsamen Schlummer zu
finden, sollte das Schlafzimmer eine
bewusste Ruhezone sein und bleiben. Laptop, Tablet und Fernsehen
haben in diesem Bereich nichts verloren. Auch Aktivitäten wie Essen,
Lernen und Telefonieren sollten
nicht auf der Bettkante stattfinden.
Ständig unter Strom
Ist der Berufsalltag durch Hektik bestimmt, kann dies den Organismus
in eine Art ständiger Alarmbereitschaft versetzen. Das Gefühl von
permanenter Überreiztheit macht
es schwer, nachts abzuschalten, in
den Schlaf zu finden und dann auch
durchzuschlafen. Geräusche wie
Straßenlärm, das Schnarchen des
Partners, ein tickender Wecker oder
ein summendes Insekt genügen
oft, um den leichten Schlummer
zu unterbrechen. Wenn die Lärmquellen nicht zu entfernen sind,
kann ein Gehörschutz das Schlafen
erleichtern. Wer abends schwer zur
Ruhe kommt, sollte keinesfalls zu
chemischen Schlafmitteln greifen,
sondern natürliche Unterstützung
suchen. Zu mehr Ausgeglichenheit tagsüber und eine bessere
Schlafqualität in der Nacht können
natürliche Arzneimittel wie etwa
Neurexan (rezeptfrei, Apotheke)
verhelfen. Die bewährten Inhaltsstoffe aus der Passionsblume (Passiflora incarnata), Hafer (Avena
sativa), Kaffee (Coffea arabica) in
homöopathischer Dosierung und
Zinkvalerianat (Zincum valerianicum) besänftigen innere Unruhe,
kräftigen die Nerven und sorgen für
eine bessere seelische Balance.
Gute Vorbereitung –
besserer Schlaf
Wer abends Mühe hat, in den Schlaf
zu finden, sollte sich erst dann in die
Kissen kuscheln, wenn er wirklich
müde ist. Ein voller Bauch kann den
Schlummer stören, daher sollte die
letzte Mahlzeit vor dem Zubettgehen etwa drei bis vier Stunden vorher eingenommen werden. Zudem
signalisieren abendliche Einschlafrituale wie ein kurzer Spaziergang
oder eine Tasse Tee dem Körper,
dass jetzt Schlafenszeit ist. Weitere
Informationen und Tipps für einen
guten Schlaf gibt es unter www.
entspannung-und-beruhigung.de
und
www.tipps-gegen-stress.de.
Halten kreisende Gedanken wach,
hat sich das Führen eines Tagebuchs
als guter Sorgenkiller erwiesen. So
kann Erlebtes verarbeitet werden
und belastet nicht die Gedanken
beim Einschlafen.
Text: djd/pt
Juni 2015 | Gesundheitswesen
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Schön Klinik
Entscheidung für ein Kunstgelenk
Besser warten oder starten?
weise ihren sportlichen Aktivitäten
weiterhin nachgehen können, sondern es betrifft ganz zentral ihre
Selbstständigkeit. Das Endo AktivProgramm, das wir in unseren Kliniken durchführen, hilft postoperative
Komplikationen wie tiefe Venenthrombosen zu vermeiden. Von der
früheren Mobilisierung profitieren vor allem ältere Patienten mit
mehrfachen Vorerkrankungen.
Bedeutet eine frühere Mobilisation nicht
auch, dass die Patienten mehr Schmerzen
ertragen müssen?
Mit dem Endo Aktiv-Programm kommen Patienten nach einer endoprothetischen Operation
schneller wieder auf die Beine.
Bei schmerzhafter Arthrose erscheint ein künstliches Gelenk oft
die einzige verbleibende Möglichkeit, die frühere Mobilität wiederherzustellen beziehungsweise im
Alter selbstständig zu bleiben. Doch
wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen? Was ist bei der Entscheidung alles zu beachten? Prof. Dr.
Frank Lampe, Chefarzt des Fachzentrums Orthopädie & Endoprothetik
im Gelenkzentrum der Schön Klinik
Hamburg Eilbek, und Dr. Karl Christian Westphal, Chefarzt der Klinik für
Orthopädie der Schön Klinik Neustadt, wägen die Argumente ab.
Was sollten Patienten vor der GelenkersatzOP beachten?
Prof. Lampe: Wenn Patienten eine
Gelenkersatzoperation in Erwägung
ziehen, sollten sie sich Zeit nehmen,
das „Für und Wider“ einer OP genau
abzuwägen. Wer Zweifel hat, sollte
sich eine zweite Meinung einholen.
Wann ist eine Operation sinnvoll?
Dr. Westphal: Letztendlich entschei-
det der Patient, wir beraten ihn.
Manchmal helfen Schmerzmittel
oder auch eine Gewichtabnahme
gegen die Schmerzen. Mit physiotherapeutischen
Behandlungen
oder Elektrotherapie lässt sich viel
erreichen. Wenn aber diese konservativen Maßnahmen nicht mehr
zu einer Besserung führen, die
Schmerzen unerträglich sind und
die Beweglichkeit erheblich reduziert ist – dann ist der richtige Zeitpunkt für eine Operation gekommen. Oft werden wir dann gefragt:
Kann ich mit einer Endoprothese
wieder aktiv sein? Wie lange dauert es, bis ich mich von der Operation erholt habe? Wir haben mit
unserem Endo Aktiv-Programm ein
Konzept entwickelt, das die Selbstständigkeit unserer Patienten in den
Mittelpunkt stellt.
Eignet sich dieses Konzept auch für ältere
Menschen?
Prof. Lampe: Ja. Gerade bei älteren
Menschen geht es ja oft nicht mehr
vorrangig darum, ob sie beispiels-
Dr. Westphal: Heute werden bei uns
alle
Endoprothesen-Operationen
über muskelschonende Zugänge
vorgenommen. Dennoch treten in
den ersten Tagen nach der Operation Wundschmerzen auf, die wir
durch individuelle Schmerztherapien lindern. Diese Schmerzen lassen
nach wenigen Tagen nach. Indem
wir die Schmerzen so erträglich wie
möglich machen, können die Patienten nach der Operation schnell
wieder aktiv werden.
Viele Patienten zögern ihre Operation hinaus, weil sie fürchten, dass das Kunstgelenk
verschleißt. Was raten Sie diesen?
Prof. Lampe: Immer noch haben Patienten Sorge, dass die Kunstgelenke durch Verschleiß eine reduzierte
Haltbarkeit aufweisen. Dabei setzen
wir heute in der Hüft-Endoprothetik
zum Beispiel bewährte KeramikKomponenten ein, die den Verschleiß minimieren. Zudem haben
wir bei bestimmten Indikationen
die Möglichkeit, „knochensparende“ Prothesen einzusetzen. Somit
wäre im Fall der Fälle für einen Austausch der Endoprothese ein größeres Knochenlager vorhanden.
Zentrum“ zertifiziert zu werden.
Dieses unabhängige Prüfsiegel
zeichnet Kliniken aus, die besonders
hohe Qualitätskriterien beim Thema
Kunstgelenk erfüllen.
Was machen Sie bei Endo Aktiv anders als
beim konventionellen Gelenkersatz?
Prof. Lampe: Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen haben
wir einige Abläufe geändert – insbesondere in der Schmerztherapie:
Patienten bekommen zum Beispiel
in den meisten Fällen eine für den
Körper sehr viel verträglichere Rückenmarksnarkose mit Schlafmittel. Außerdem verzichten wir auf
Einschränkungen wie Katheter. Dadurch kann eine frühere Mobilisierung erfolgen.
Warum ist die aktive Einbindung des Patienten so wichtig?
Dr. Westphal: Es wird alles vermieden, was dem Patienten das Gefühl
gibt, krank zu sein. Wir informieren
alle Patienten bereits im Vorfeld
intensiv über den Eingriff und den
gesamten Ablauf. Die Patienten
fühlen sich besser und entwickeln
schneller Zutrauen in das neue Gelenk. Nur so ist es möglich, schnell
wieder in Bewegung zu kommen.
Kontakt:
Die Spezialisten der Schön Klinik
Hamburg Eilbek und der Schön
Klinik Neustadt behandeln jährlich
stationär 4.500 Gelenkpatienten.
Telefon: 0800 - 4434336
www.schoen-kliniken.de/endo-aktiv
Worauf sollten Patienten achten, wenn sie
sich für eine Klinik entscheiden?
Dr. Westphal: Wichtig sind eine
nachvollziehbare Qualität und hohe
Standards. Dazu zählen erfahrene Operateure, hohe Fallzahlen
sowie Medizin auf dem neuesten
Stand der Wissenschaft. Die orthopädischen Häuser der Schön Klinik
stellen sich einem externen Qualitätscheck um als „EndoProthetik-
Prof. Lampe
Dr. Westphal
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Gesundheitswesen | Juni 2015
Irrtümer über Magnesium
Der Mineralstoff lindert lediglich
Wadenkrämpfe? Wenn Sie ihn da
mal nicht unterschätzen!
Magnesium ist ein wahrer Tausendsassa: Der Mineralstoff spielt eine
wichtige Rolle bei der Funktion von
Muskeln und Nerven, festigt die
Knochen, entlastet das Herz und ist
an der Funktion von über 300 Stoffwechsel-Enzymen beteiligt. Es gibt
viele Irrtümer darüber, wie viel Magnesium wir benötigen und warum
es für uns wichtig ist.
Irrtum 1: Magnesium braucht man nur, wenn
man Wadenkrämpfe hat.
Nächtliche Wadenkrämpfe sind
quälend. Viele Menschen wissen,
dass sie ein Hinweis auf einen Magnesiummangel sein können und
ergänzen den Mineralstoff mit Produkten wie Magnesium-Diasporal.
Doch es gibt noch eine Menge
anderer Beschwerden, die ebenfalls auf einen Magnesiummangel
zurückzuführen sind. Dazu zählen
Verspannungen an Schultern, Rücken oder im Nacken sowie Muskelzuckungen am Augenlid. Eine
Unterversorgung kann aber auch
Herzrhythmusstörungen
begünstigen oder sich in Form von Nervosität,
Konzentrationsschwäche
und Reizbarkeit äußern. Außerdem
lässt sich bei Patienten mit Migräne
und Fibromyalgie oft ein Magnesiummangel nachweisen. Ergänzen
sie den Mineralstoff, können sich
ihre Beschwerden in vielen Fällen
bessern. Infos hierzu unter: www.
magnesium-ratgeber.de
Irrtum 2: Bei einer normalen Ernährung ist
eine ausreichende Versorgung mit Magnesium kein Problem.
Zahlreiche Lebensmittel liefern uns
den wichtigen Mineralstoff. Besonders viel steckt in Weizenkleie,
Kürbis- und Sonnenblumenkernen
sowie manchen Nüssen. Auch Haferflocken, Vollkornbrot und Hülsenfrüchte sind gute Quellen. Doch
anscheinend essen wir davon nicht
genug: Die Nationale Verzehrsstudie II ergab, dass 25 Prozent der
Deutschen weniger Magnesium als
empfohlen zu sich nehmen. Die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät zu einer Menge von
300 bis 400 Milligramm pro Tag. Ein
Mangel begleitend bei Stress oder
einer Diät auf. Außerdem verbrau-
6
chen Sportler viel Magnesium und
schwitzen dieses aus, weshalb sie
einen 2- bis 3-fach höheren Bedarf
haben. Und schließlich ist das Risiko für ein Magnesiumdefizit bei
Schwangeren/Stillenden sowie bei
Diabetikern erhöht.
Irrtum 3: Es reicht, viel zu trinken, denn
Mineralwasser enthält reichlich Magnesium.
Hier lohnt sich ein Blick auf das Etikett, denn die Mengen unterscheiden sich extrem: In so mancher Flasche stecken lediglich 5 Milligramm
pro Liter. Magnesiumreiche Wässer
haben rund 130 Milligramm pro Liter zu bieten. Das heißt: Auch davon
sind fast drei Liter täglich nötig, um
den Tagesbedarf zu decken.
Irrtum 4: Wer regelmäßig Bananen
isst, ist ausreichend mit Magnesium
versorgt.
Magnesium täglich in Form von Pulver, Granulat oder Kapseln ergänzt.
Es ist sinnvoll, die Präparate auch
nach Abklingen der Symptome weiter einzunehmen, um die Magnesiumspeicher im Körper aufzufüllen.
Experten raten zu einer Dauer von
mindestens vier Wochen. Eine dauerhafte Einnahme beugt einem Defizit vor. Eine Überdosierung ist bei
intakter Nierenfunktion praktisch
nicht möglich.
Irrtum 7: Welches Magnesiumpräparat man
nimmt, ist egal – es ist sowieso überall das
Gleiche drin.
Häufig wird die Banane als guter
Magnesium-Spender genannt. Tatsächlich enthält eine Frucht (150
Gramm) im Durchschnitt lediglich
36 Milligramm von dem Mineralstoff. Um auf die täglich notwendige
Menge von 300 bis 400 Milligramm
zu kommen, müsste man also 9 Bananen essen – und das jeden Tag!
Nein, da gibt es erhebliche Unterschiede: Magnesium liegt in Form
von Salzen vor, die nicht alle gleich
gut aufgenommen werden. Magnesium-citrat etwa kommt auch als
Baustein im Körper vor, ist deshalb
sehr gut verträglich und schnell aktiv. Das zeigte eine Studie, welche
die Bioverfügbarkeit von Salzen
verglich. Ergebnis: Nahmen die
Probanden täglich 300 Milligramm
Magnesiumcitrat ein, war die Magnesiumkonzentration im Blut signifikant höher als in der Gruppe, die
Magnesiumoxid erhielt. Das heißt:
Gebunden an Citrat gelangt mehr
Magnesium ins Blut und kann so zu
den Muskeln gelangen.
Irrtum 5: Die Zusammenarbeit von Muskeln
und Nerven reguliert der Körper selbst.
Irrtum 8: Magnesium darf man nicht zusammen mit Calcium einnehmen.
Muskeln führen Bewegungen aus,
wenn sie vom Gehirn den Befehl
dafür erhalten. Nerven leiten die
Signale zu den Muskelzellen. Diese Kommunikation funktioniert mit
Hilfe von Elektrolyten. Die wichtigsten sind Magnesium und dessen
Gegenspieler Calcium. Während Calcium eine aktivierende Funktion hat
und dafür sorgt, dass die Muskeln
sich anspannen, drosselt Magnesium die Erregbarkeit der Muskelzellen. Damit wirkt es entspannend.
Einen Mangel spüren Betroffene
in Form von Muskelkrämpfen, Verspannungen oder einem Kribbeln in
den Fingern. Außerdem erhöht eine
Unterversorgung die Anfälligkeit für
Zerrungen und Muskelfaserrisse.
Tatsächlich konkurrieren die beiden
Mineralstoffe bei der Aufnahme im
Darm miteinander, aber nur bei sehr
hohen Konzentrationen. Das heißt:
Nimmt man gleichzeitig 1.000 mg
Calcium und 300 mg Magnesium
zu sich, kann dies die Aufnahme im
Darm beeinträchtigen. Daher sollte
man zwischen der Einnahme zwei
bis drei Stunden Abstand halten.
Ideal ist es, Calcium morgens und
Magnesium abends zuzuführen.
Grund: Die abendliche Gabe von
Magnesium schützt vor nächtlichen
Wadenkrämpfen und fördert das
Einschlafen.
Irrtum 4: Wer regelmäßig Bananen isst, ist
ausreichend mit Magnesium versorgt.
Irrtum 6: Bei einem Mangel genügt es, einige Tage lang Magnesium einzunehmen.
Ist es zu akuten Mangelerscheinungen gekommen, werden die Beschwerden rasch besser, wenn man
Foto: magnesium-diasporal-fotocredit
Info
Mineralstoffe
Irrtum 9: Im Alter nimmt der Magnesiumbedarf des Körpers ab.
Nein, unser Stoffwechsel benötigt
lebenslang gleich viel von dem
Power-Mineral. Allerdings haben
Senioren oft weniger Appetit. Dazu
kommt, dass sie manche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte schlechter
vertragen. Das kann ihre Magnesium-Versorgung beeinträchtigen.
Außerdem lässt mit zunehmendem
Alter die Nierenfunktion nach und
der Körper verliert mehr Magnesium.
Irrtum 10: Ein Magnesiummangel kann
nicht durch die regelmäßige Einnahme von
Medikamenten entstehen.
Das kommt darauf an, um welche Medikamente es sich handelt.
Manche Wirkstoffe erhöhen die
Ausscheidung von Magnesium über
die Nieren und können dadurch
einen Mangel hervorrufen. Dazu
zählen Diuretika, die sogenannten
Wassertabletten, die der Arzt bei
Bluthochdruck, Herzschwäche oder
Wasseransammlungen verordnet,
sowie Abführmittel und manche Antibiotika. Auch Präprate gegen Sodbrennen wie Omeprazol oder Pantoprazol fördern einen Mangel. Man
vermutet, dass sie die Aufnahme
von Magnesium im Darm behindern.
Irrtum 11: Magnesium und Diabetes haben
nichts miteinander zu tun.
Das Gegenteil ist der Fall! Der Mineralstoff ist an der Funktion des
Insulinrezeptors beteiligt und trägt
dazu bei, dass der Körper Zucker
(Glukose) mit Hilfe von Insulin in die
Körperzellen schleust. Allerdings
weisen Diabetiker oft ein Magnesiumdefizit auf, da sie durch eine
veränderte Nierenfunktion mehr
Magnesium ausscheiden. Übrigens:
Studien zeigten, dass eine höhere
Magnesiumzufuhr das Risiko senkt,
Diabetes vom Typ 2 zu entwickeln.
Juni 2015 | Gesundheitswesen
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WIlhelminenhaus Kiel
Der Graue Star – eine Chance!
Der Graue Star bezeichnet eine Trübung der ursprünglich klaren Augenlinse. Diese getrübte Linse kann im Rahmen eines kleinen Eingriffs durch eine Kunststofflinse ersetzt
werden. In vielen Fällen eine einzigartige Chance!
mit seinen Patienten. „Und selbst
die können wir mit einer Mehrstärkenlinse verhindern“ ergänzt
sein Kollege Dr. Walpuski.
Manche Menschen leiden allerdings zusätzlich zum Grauen Star
unter einer Hornhautverkrümmung. Diese Patienten brauchen
normalerweise ihr ganzes Leben
lang eine Brille für alle Entfernungen. Auch hier bietet die
moderne Linsenchirurgie der beiden Augenchirurgen die Chance,
sogar in den schwierigsten Fällen ein Leben ohne Brille zu ermöglichen. Erfreulicherweise ge-
Damit die einzusetzende Linse
auch individuell auf Wünsche und
Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden kann, werden die
Augen vor dem Eingriff durch ein
lasergestütztes Verfahren vermessen. So können die Patienten im
WILHELMINENHAUS KIEL die bestmögliche Sehkraft nach der Operation erreichen. „Häufig ist für
den Alltag dann nur noch die Lesebrille nötig!“ freut sich Dr. Kiese
wil
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us
im Wilhelminenhaus Kiel
schenkt Ihnen neue
m
n de
falten sich erst im Auge. Deshalb
kann der Schnitt bei diesem schonenden Verfahren also wesentlich
kleiner sein als das Linsenimplantat selbst.
e nha
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Die Operation wird durch Spezialisten im WILHELMINENHAUS KIEL
durchgeführt. Die Augenchirurgen
Dr. Yorck Walpuski und Dr. Felix
Kiese können den trüben Teil der
Augenlinse entfernen und ersetzen ihn durch eine individuell
angepasste Kunststofflinse. Das
Material dieser Linsen ist seit Jahrzehnten erprobt. Dadurch sind die
Speziallinsen absolut körperverträglich und in der Regel ein Leben
lang haltbar.
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DR. FELIX KIESE
Augenchirurgie
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ze n t r
Star trotz schlechter Sicht sogar
überhaupt nicht wahr und müssen
von ihrem Augenarzt erst darauf
angesprochen werden.
hören solche Sonderlinsen mittlerweile zum Standard im hochmodernen
Augen-OP-Zentrum
WILHELMINENHAUS KIEL.
DR. MARIANNE ULMER
Unsere
Operation des Grauen Stars im Augen-OP-Zentrum Wilhelminenhaus Kiel
Die Kunststofflinse wird individuell ausgesucht und auf den Patienten angepasst.
kie
© Mario Reinstadler
DR. YORCK WALPUSKI
© Mario Reinstadler
Der operative Eingriff dauert in
der Hand der beiden routinierten
Chirurgen nur wenige Minuten.
Ein winziger Schnitt von gut 2 mm
genügt, um den Grauen Star durch
modernste Ultraschalltechnologie
zu verflüssigen und abzusaugen.
Die Kunststofflinsen werden danach durch den winzigen Zugang
- über eine Art Strohhalm- gefaltet
in das Auge geschoben und ent-
Aussichten.
fü
r
il
ku
Die Entwicklung des Grauen
Stars ist in aller Regel ein langsam schleichender Vorgang. Die
verschiedenen Symptome wie
unscharfes oder gar verzerrtes
Sehen, veränderte Farbwahrnehmung, Blendempfindlichkeit oder
gelegentlich Doppeltsehen werden von den Betroffenen sehr unterschiedlich empfunden. Manche
Patienten nehmen den Grauen
e
augenh
AUGEN-OP-ZENTRUM WILHELMINENHAUS
WILHELMINENSTRASSE 43 24103 KIEL
TELEFON 0431-220 90 90 WWW.OP-WILHELMINENHAUS.DE
7
Gesundheitswesen | Juni 2015
Arthrose sanft behandeln
Wer beim Treppensteigen oder nach
längeren Ruhephasen Schmerzen in
seinen Gelenken spürt, zählt vermutlich zu den Millionen Menschen,
die von Arthrose betroffen sind.
Auslöser eine Stoffwechselstörung
im Knorpelgewebe oder seine direkte Schädigung durch Verletzungen oder Übergewicht. Es kommt
zur fortschreitenden Abnutzung
des schützenden Puffers zwischen
den Knochen. Neben der akuten
Schmerzlinderung ist das Ziel einer
Behandlung, den Gelenkverschleiß
langfristig aufzuhalten. Diese Ziele
kann die Kernspinresonanztherapie
erreichen. „Sie ist die erste bekannte Behandlungsoption, die an der
Ursache der Arthrose ansetzt“, so
Dr. Joachim Overbeck aus Deggendorf.
Therapie ohne Nebenwirkungen
Je nach Schwere der Erkrankung
werden fünf bis neun Sitzungen
durchgeführt, die jeweils eine
Stunde dauern. „Patienten empfinden die Therapie als angenehm,
schmerzfrei und sprechen von keinerlei Nebenwirkungen“, macht Dr.
Joachim Overbeck Mut. Das non-invasive Verfahren ist eine mögliche
Alternative für alle Arthrosepatienten aber auch Risikopatienten, bei
denen eine Operation Komplikationen hervorrufen könnte. Ebenso
kann das Verfahren bei Arthrose-
Erkältungen
gelten
landläufig
als banale Erkrankungen – daher
schenken nur wenige Menschen
einem grippalen Infekt viel Aufmerksamkeit. Doch wenn der Husten tagelang anhält, zäher Schleim
in den Bronchien rasselt und das
Durchatmen erschwert, steigt der
Leidensdruck bei den Patienten
an. Vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder ältere Personen sollten hartnäckigen
8
formen eingesetzt werden, für die
bislang kaum Therapiealternativen
existieren. Dazu zählt etwa die Fingergelenksarthrose. Darüber hinaus
nutzen Arztpraxen die Methode
auch bei Osteoporose sowie Sportund unfallbedingten Verletzungen
der Sehnen, Muskeln und Bänder.
Therapie mit Langzeitwirkung
Weltweit wurden bereits über
180.000 Kernspinresonanz-Behandlungen durchgeführt. Schon während der eingriffsfreien Behand-
lung sprechen viele Patienten von
einer deutlichen Schmerzlinderung.
Auch die Beweglichkeit verbessert
sich zunehmend. Studien an Forschungseinrichtungen und Universitäten belegen die Beobachtungen:
Untersuchungen zur Wirksamkeit
der Therapie zeigen neben der
Schmerzlinderung und der Beweglichkeitssteigerung eine Langzeitwirkung von vier und mehr Jahren.
Weitere Informationen gibt es unter
www.mbst.de.
Banaler Effekt mit ernsten Folgen
Foto: djd/G. Pohl Boskamp
Info
Mit Kernspinfeldern den Knorpel
regenerieren
Um die Knorpelzelle zu beeinflussen, muss man den richtigen
Schlüssel kennen, auf den die Zelle
reagiert. Die Kernspinresonanztherapie kennt diesen Schlüssel und
kann dadurch helfen, den Zellstoffwechsel zu reaktivieren. Auf diese
Weise lassen sich die für den Knorpel wichtigen Regenerationsprozesse in Gang setzen. Der Knorpel kann
sich erholen, ein schmerzfreies Bewegen im Alltag ist wieder möglich.
Foto: djd/DeltaMed
Info
Therapie
Husten nicht auf die leichte Schulter
nehmen. Lungenfachärzte warnen:
Siedeln sich auf der durch Viren geschwächten Atemwegsschleimhaut
Bakterien an, kann dies in einer
eitrigen Bronchitis und Entzündung
des Lungengewebes münden.
Erregern den Nährboden entziehen
Den Nährboden für die gefährlichen
Krankheitskeime stellt der zähe,
entzündliche Bronchialschleim dar.
Daher ist es wichtig, diesen frühzeitig zu verflüssigen, damit er aus
dem Atemtrakt abfließen kann. Bei
Erkältungen gilt generell die Empfehlung, reichlich zu trinken. Zudem
kann ein Spezialdestillat ätherischer
Öle, wie etwa GeloMyrtol forte, die
Schleimlösung in den Atemwegen
unterstützen. Das Destillat aus Eukalyptus-, Süßorangen-, Myrtenund Zitronenöl wirkt schleimlösend
und auswurffördernd, antibakteriell, antientzündlich und bekämpft
zusätzlich freie Radikale. Sollte es
zu hohem Fieber, Schüttelfrost, verfärbtem Auswurf oder Schmerzen
im Brustbereich kommen, sollte
man dringend einen Arzt aufsuchen.
Die „Körperpolizei“ auch im Alter
unterstützen
Da das Immunsystem ab einem
Alter von etwa 60 Jahren häufig
weniger effizient arbeitet, verlaufen auch banale Erkältungen dann
vielfach schwerer. Mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend
Bewegung an der frischen Luft,
Wechselduschen, Saunabesuchen
und viel Schlaf lässt sich die „Körperpolizei“ aber in jedem Alter unterstützen. Auch eine nachlässige
Zahnpflege kann im Übrigen langfristig zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie etwa einer Lungenentzündung führen.
Ansteckung vermeiden
Einer Erkältung kann man nicht aus
dem Weg gehen. Dennoch können
chronisch Kranke oder Senioren
die unter einer Abwehrschwäche
leiden, sich gegen die Ansteckung
wappnen. In der Erkältungshochsaison sind größere Menschenansammlungen zu meiden. Räume
sollten häufig gelüftet werden, da
sich so die Virenzahl in der Atemluft
dezimieren lässt. Erkrankten besser
nicht die Hände schütteln und die
eigenen Hände häufig waschen.
Mediziner empfehlen älteren Menschen, sich gegen Grippe impfen zu
lassen.
Nähere Informationen hierzu gibt
es beispielsweise auf dem Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Gesundheitam Meer
Moderne Orthopädie in Damp
Dr. med. Otto Kloppenburg
Ärztlicher Direktor,
Chefarzt Orthopädie und
Sportmedizin
Was unterscheidet die HELIOS Ostseeklinik Damp von anderen Gelenkzentren
und Fachkliniken für Endoprothetik?
Besonders entscheidend sind unsere langjährige Erfahrung, die Qualitätsergebnisse
verschiedener Studien sowie unser breites
medizinisches Leistungsangebot bei der
Behandlung von Verschleißerkrankungen des
gesamten Haltungs- und Bewegungsapparates. Modernste Medizintechnik und Operationsmethoden sowie ein kompetentes und
routiniertes Fachärzteteam zeichnen unsere
Klinik aus.
Als hochspezialisierte Einrichtung – mit
jährlich mehr als 2.500 endoprothetischen
Eingriffen – bieten wir das gesamte Spektrum
der konservativen und operativen Behandlung von Gelenkerkrankungen an. Hierzu
zählt nicht nur die Implantation von Hüft-,
Knie- und Schulterendoprothesen, auch die
endoprothetische Versorgung sämtlicher Extremitätengelenke, wie Finger, Ellenbogen und
Sprunggelenk, sowie arthroskopische Operationen und Bandersatzplastiken. Zusätzlich
nehmen wir komplexe Wechseloperationen
vor und nutzen bei beginnendem Gelenkverschleiß weitere spezielle gelenkerhaltende
Operationsverfahren, wie z.B. Umstellungsoperationen, Knorpel-Knochen-Transplantationen und Knorpel-Zell-Transplantationen.
Eine eigene Knochenbank, verschiedene
individuell auf den Patienten abgestimmte
Anästhesieverfahren und erfahrene Schmerztherapeuten gewährleisten eine optimale Versorgung unserer Patienten, die ihre Anschlussheilbehandlung direkt bei den Kollegen in
der benachbarten HELIOS Rehaklinik Damp
fortsetzen können.
Dr. med. Wolfgang Klauser
Chefarzt Orthopädie und
Sportmedizin
Dr. med. Hans-Werner Seide
Chefarzt Rheumaorthopädie,
Fußchirurgie und Spezielle
Endoprothetik
Endoprothetik 2020 - wir werden immer
älter. Welche Anforderungen und Möglichkeiten erwarten uns in den nächsten
Jahren?
Rheumaorthopädie, Fußchirurgie und
Spezielle Endoprothetik - mit welchen
Beschwerden kommen die Patienten zu
Ihrem Expertenteam?
Wir werden in der Tat immer älter und
bleiben dabei sehr fit – das bedeutet neue
Herausforderungen an die Endoprothetik als
auch an den Operateur! Zum einen erwarte
ich, dass unsere Patienten – wie heute bereits
erkennbar – mit anderen Ansprüchen an uns
herantreten als noch vor zwei Jahrzehnten. Sie
verlangen mehr von ihren Prothesen, belasten
sie häufig stärker und wollen weiterhin aktiv
am Leben teilhaben. Dadurch benötigen wir
neue Operationstechniken sowie neue Prothesenmodelle, die diesen Herausforderungen
gerecht werden. So müssen wir in der Lage
sein, für die unterschiedlichen anatomischen
Bedingungen unserer Patienten, immer gleich
gute Lösungen anbieten zu können, die aber
auch individuell die bestmögliche Lösung
darstellen.
Unsere Patienten leiden unter starken
Schmerzen in den Gelenken, die oftmals
mit Bewegungs- und Funktionsstörungen
einhergehen. Das sind Rheumatiker, bei denen
die Basistherapie nicht mehr hilft, aber auch
Patienten mit arthrotischen und sonstigen
arthritischen Beschwerden, Schmerzpatienten
mit orthopädischen Ursachen sowie Patienten
mit Fußdeformitäten, wie z.B. Ballenbildungen, Hammerzehen, Arthrose- und Unfallfolgen des oberen Sprunggelenkes.
Gleichzeitig müssen wir die Rehabilitation
des einzelnen Patienten optimieren, damit
sie schneller wieder mobil sind, und eine
ganzheitliche Versorgung von Patienten mit
komplexen Nebenerkrankungen sicherstellen.
Zudem müssen wir auch die Prozesse kontinuierlich verbessern und standardisieren, um
bei einer steigenden Anzahl an Patienten mit
Beschwerden des Bewegungsapparates eine
gleichbleibende hohe Qualität zu gewährleisten.
Unser Anspruch muss es sein: so effizient
wie möglich zu arbeiten und gleichzeitig
menschlich zu bleiben. Dann erhalten wir auch
weiterhin das Vertrauen, das wir als Ärzte von
unseren Patienten genießen.
Unser erfahrenes Expertenteam ist sehr
spezialisiert und deckt das gesamte Behandlungsspektrum der Gelenkerkrankungen ab
– von der konservativen Therapie bis zu den
speziellen Endoprothesen- und Versteifungsoperationen. Das Angebot reicht von speziell
gefertigten Sonderimplantaten für die Hüfte
bis hin zu Schulter-, Ellenbogen-, Finger-, Daumen- oder Sprunggelenksendoprothesen.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe bewährter, rekonstruktiver Verfahren wie z.B. bei
schwerer rheumatischer Fußdeformität sowie
typisch rheumatischer Handdeformität.
Instabil gewordene Gelenke können versteift,
Fehlstellungen und Kontrakturen können
durch gelenknahe Knochenoperationen,
Sehnenverlängerungen oder -verlagerungen
wieder ausgerichtet und stabil belastbar gemacht werden. Für einen erfolgreichen Therapieverlauf arbeiten wir selbstverständlich eng
mit unseren internistischen Rheumatologen
und unseren hauseigenen Schmerztherapeuten
zusammen.
Terminhotline (04352) 80-6137 Orthopädie und Sportmedizin
(04352) 80-6349 Rheumaorthopädie, Fußchirurgie, Spezielle Endoprothetik
www.helios-kliniken.de/osteeklinik-damp
Gesundheitswesen | Juni 2015
[ANZEIGE]
Brustzentrum Kiel-Mitte an der Park-Klinik
Schonende Operationsmethoden bei Brustkrebs
„Abkehr von der Radikal-OP zur individuellen, tumorangepassten Brustoperation“
Foto: shutterstock
bedefekte durch unterschiedliche
Verschiebeplastiken so aufzufüllen,
dass eine ästhetisch wohlgeformte
Brustform verbleibt.
Bis in die 80iger Jahre ging man bei
Brustkrebs von einer überwiegend
lokalen Erkrankung aus, welche
man durch möglichst hohe operative Radikalität heilen könne. Dieses
Dogma der Supraradikalität wurde in den letzten Jahrzehnten und
insbesondere in den letzten Jahren
durch zunehmende Erkenntnisse in
der Tumorbiologie und deren Genetik abgelöst, sodass wir heute nicht
mehr von dem Brustkrebs sprechen
können, sondern vielmehr eine
große Vielfalt unterschiedlicher Erkrankungssituationen haben. Diese
verschiedenen Brustkrebsformen
bedürfen entsprechender differenzierter Vorgehensweisen und somit individueller tumorangepasster
Therapien. Einhergehend mit den
unterschiedlichen zielgerichteten
medikamentösen und
strahlen-
therapeutischen Vorgehensweisen
haben sich erfreulicherweise in den
letzten Jahren auch im Bereich des
operativen Vorgehens zunehmend
individuelle, tumoradaptierte brusterhaltende
Operationskonzepte
entwickelt und durchgesetzt.
„Brusterhaltende Operationskonzepte heute Standard“
War früher die radikale Brustentfernung mit gleichzeitiger Entfernung
der Lymphknoten aus der Achsel üblich, so ist heute die Brusterhaltende Operation in den meisten Fällen
möglich. In der Park-Klinik in Kiel
werden so nahezu 80% der Brustkrebs-Patientinnen brusterhaltend
operiert. Auch die radikale Lymphknotenentfernung mit dem Risiko
des Armlymphödems ist heute nur
noch selten notwendig. Standard ist
hier die Entfernung der sogenannten Wächterlymphknoten geworden. Meist 1-3 Lymphknoten aus
dem direkten Lymphabflußgebiet
des Brustkrebses. In ausgewählten
Fällen geht jetzt schon die Überlegung hin, auch auf die Entfernung
dieser Lymphknoten verzichten zu
können.
Ohne auf onkologische Sicherheit
verzichten zu wollen ist bei zunehmender Individualisierung der
Brustoperation den Brustoperateuren der Park-Klinik auch der ästethisch-rekonstruktive Aspekt bei
der Brusterhaltung wichtig. So ist es
immer Ziel den nach Entfernung des
Tumorknotens entstanden Gewe-
10
„Wandel hin zur Sofortrekonstruktion bei notwendiger Entfernung
der Brust“
Auch bei notwendiger Entfernung
der Brust hat in der onkoplastischen,
rekonstruktiven Brustchirurgie ein
Wandel zu mehr Individualität stattgefunden ohne auf onkologische Sicherheit verzichten zu müssen.
Wurde früher bei einer Brustentfernung immer auch der gesamte
Hautmantel mit Brustwarze entfernt, so geht die Entwicklung heute
zunehmend zu sogenannten „Hautsparenden und Brustwarzensparenden Brustoperationen“. Hierbei wird
nach wie vor der gesamte Drüsenkörper unter der Haut entfernt, jedoch erlaubt die Möglichkeit des
(Teil-) Erhalts des Hautmantels den
Brustoperateuren sofort in gleicher
Sitzung die Brust zum Beispiel durch
die Einlage eines Implantates wiederherzustellen.
„Trend zur Implantatrekonstruktion durch Entwicklung sogenannter gewebeersetzender und
–unterstützender Materialen“
Bei der Brustrekonstruktion mittels Implantat ist es wichtig die
druckempfindliche Haut durch ein
Interponat vor dem Brustimplantat
zu schützen. Dies gelingt hervorragend durch die Einlage der Brustprothese unter den Brustmuskel.
Allerdings bedeckt der Muskel das
Implantat nur zu etwa 2/3, der seitliche und untere Prothesenbereich
bleibt ohne muskuläre Abdeckung.
Durch die Entwicklung sogenannter
zellfreier Hautmatrices (ADM`s) und
gewebeunterstützender titanisierter Netze, die an den Brustmuskel
angeheftet werden, kann somit
problemlos die fehlende untere und
seitliche Abdeckung des Implantates gewährleistet werden und somit ein sehr gutes plastisch-ästhetisches Ergebnis erreicht werden.
Im Gegensatz zu den Rekonstruktionsverfahren mit Eigengewebe ist
die Brustrekonstruktion mit Implantaten deutlich schneller durchführ-
bar, der operative Aufwand geringer und somit für die Patientinnen
auch deutlich weniger belastend.
Darüber hinaus fallen bei der Implantatrekonstruktion keine zusätzlichen operativen Narben aufgrund
der sogenannten Hebedefekte,
wie sie bei der Brustrekonstruktion
mit Eigengewebe notwendig sind,
an. Die Arbeitsgemeinschaft für
Gynäkologische Onkologie(AGO) rät
deshalb auch in der Erstsituation
zu implantatgestützten Brustrekonstruktionsverfahren.
„Positiver Effekt der Brustrekonstruktion auf die Krebsverarbeitung“
Erfahrungen der Mitarbeiter des
Brustzentrums Kiel-Mitte an der
Park-Klinik mit betroffenen Patientinnen weisen, wie auch wissenschaftliche Erkenntnisse der
Psychoonkologie, immer wieder
daraufhin, dass eine mit der Brustentfernung einhergehende sofortige Rekonstruktion der Brust auch
mit einem positiven Effekt auf die
individuelle Krebsverarbeitung verbunden ist.
Weitere Informationen erhalten Sie
z.B. hier:
Brustzentrum Kiel-Mitte
an der Park-Klinik
Prüner Gang 7 | 24103 Kiel
Tel. 0431 - 97 413-47
[email protected]
www.brustzentrum-kiel-mitte.de
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
iAesthetic
Facelift Teil 1:
Mit Würde natürlich verjüngt
fachgerecht durchgeführtes Facelift
in vielen Fällen wirkungsvoll Altersdepressionen verbessern und auch
vorbeugen kann.
Korrekturen
Zum Teil lassen sich ungünstig liegende Narben oder auch narbige Verziehungen auch nachträglich noch
korrigieren. Patienten, die mit einem bereits durchgeführten Facelift
oder anderen Operationen im Gesichts- und Halsbereich nicht zufrieden sind, bieten Dr. Erbersdobler und
Prof. Dr. Dr. Springer gerne Unterstützung, viele Jahre Erfahrung und
qualifizierte, effektive Korrekturen.
Wenn der Ausdruck des Gesichtes
immer müder und abgespannter
wirkt, dann ist nicht selten eine Erschlaffung der Wangenpartie und
des Halses die Ursache. Sie wirken
älter, als Sie sich fühlen. Gerade
heute werden die Menschen immer
älter und zeigen durch die Umwelteinflüsse die Spuren des Alters im
Gesicht. Innerlich fühlen sich die
Meisten aber noch fit. Erst der Blick
in den Spiegel erinnert an die vergangenen Jahre.
Natürlichkeit und Effektivität
ist das Ziel
Ein natürliches Erscheinungsbild und
einen schönen Ausdruck zu erreichen sind wichtige Ziele bei einem
Facelift (=Gesichts- und Halsstraffung). Wir wollen einen verjüngenden Effekt erreichen, der zu Ihrer
Persönlichkeit passt und Ihre Mimik
erhält und damit nicht den Charakter oder die Form Ihres Gesichts
verändert. Haut und tieferliegende
Gewebe werden bei modernen Methoden dorthin repositioniert, wo
sie hergekommen sind: da sich beim
Altern des Gesichts die Haut und die
tieferliegenden Gewebe von oben
nach unten bewegen, müssen sie
bei einem Facelift entsprechend
wieder nach oben verlagert werden. Ein stark befürchteter unnatürlicher Ausdruck des Gesichts nach
einer Gesichtsstraffung resultiert
aus Techniken, bei denen die Haut
einfach nur stramm nach hinten
gezogen wird statt sie nach oben
zu repositionieren. Oft wird dabei
auch der Hals vergessen, so dass
der Hautüberschuss, der sich zum
Teil in langen Falten unter dem Kinn
unverändert offenbart, verrät, dass
hier operiert worden ist. Je nach den
individuellen Voraussetzungen sind
heute sehr biologische und wenig
belastende Verfahren geeignet, Sie
zum gewünschten Ziel zu bringen.
Dabei werden insbesondere die Faszien unter der Haut gespannt und
die Haut entsprechend angepasst.
Die Narben werden langstreckig
in der behaarten Kopfhaut, in den
Hautlinien, im Ohr und hinter dem
Ohr versteckt, sodass das Haar auch
nach hinten frisiert getragen werden kann. Die Voruntersuchung und
Analyse der Gewebeverhältnisse ist
die Grundlage für ein Gespräch mit
Ihrem Operateur, um Nutzen und Risiken abzuwägen und gemeinsame
Ziele zu definieren.
Große wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein
11
Wird ein Facelift fachgerecht durchgeführt, so ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines operierten Aussehens und anderer
Komplikationen gering. Die gesellschaftliche Ausfallszeit beträgt mit
der Hilfe von dezentem perfektem
Make-up bei den meisten Patienten
ca. 7, in aller Regel nicht mehr als
14 Tage.
Sell - Speicher
Wall 55 • 24103 Kiel
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Sprechstunde für Ästhetische Chirurgie durch
Dr. Stefan Erbersdobler und
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Fachärzte für Kiefer-, Gesichtschirurgie und Plastische Operationen
Wir beraten unter anderem zu:
Faltenbehandlung
(Botox, Hyaloronsäure u.v.m.)
Augenlidstraffung
Gesichtsstraffung
(Facelift)
Hautverbesserung
(Medizinische Peelings,
Beseitigung von Äderchen)
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Gesundheitswesen | Juni 2015
[ANZEIGE]
Orthopraxis Kiel
Schulterschmerzen erfolgreich behandeln
Komplexe Therapie erfasst alle Arten von Schulterschmerzen
gen und die Funktion normalisieren.
Moderne, komplexe, ganzheitliche Schulterbehandlung beinhaltet
konservativ-rehabilitative, arthroskopische und gelenkersetzende
Eingriffe.
Jeder dieser Therapieansätze wird
in der Orthopraxis und ihrem operativen Zweig der Orthoclinic verwirklicht.
Damit Ihre Schulter bald wieder
schmerzfrei beweglich wird.
Die Spezialisten der Orthopraxis beraten und behandeln Sie gerne.
Ein Riß der Rotatorenmanschette stört das
Gleichgewicht der Schultermuskeln. Schulterschmerz entsteht.
Die Schulterspezialisten
der Orthopraxis:
Dr. Winfried Brieske und Dr. Lutz
von Spreckelsen
Standort Praxisklinik Wellingdorf
Kontakt: 0431 / 7 20 64 00
Foto: wiki.commons
Dr. Christian Schwartzkopf
Standort Kiel CITTI-Park
Kontakt: 0431 / 7 20 64 60
Die Schulter ist ein komplexes
und anfälliges Gelenk. Schulterschmerzen treten häufig als Folge
von Fehlbelastungen in Sport und
Beruf, Verletzungen oder als Verschleißschaden auf.
Anders als an vielen anderen Gelenken des Menschen sind bei der
Schulter Sehnenschäden häufiger als Knorpelschäden (Arthrose). Ursache ist, dass die Schulter
von einem komplexen System von
Muskeln und Sehnen (sog. Rotatorenmanschette) in der Bahn gehalten wird, da Gelenkpfanne und Kugel mechanisch wenig verbunden
sind. Wenn eine Sehne reißt, oder
die Muskelspannunegn sich verändern, gerät die Schulter aus dem
Gleichgewicht und Schulterschmerzen, später auch eine Schulterarthrose können entstehen.
12
Eine Schultergelenkprothese beseitigt den
Schulterschmerz bei Arthrose.
Aus diesem Grund können viele Ursachen der Schulterschmerzen nach
exakter Diagnostik (Ultraschall,
digitales Röntgen, ggf. MRT) konservativ, durch gezielte Übungsbehandlung behoben werden.
Anatomische Varianten, wie der
Schultersporn, die einen Sehnenengpass (Impingement) verursachen, müssen oft über eine
Schulterarthroskopie (sog. Schlüssellocheingriff) korrigiert werden.
Ist eine Sehne gerissen, sollte eine
arthroskopische Sehnennaht erfolgen. Dieses moderne Verfahren hat
die Schnitt-Operationen weitgehend ersetzt.
Bei Schulterarthrose und schweren,
nicht mehr reparablen Sehnenrissen kann die Schulterprothese heute zuverlässig den Schmerz beseiti-
Die meisten Schultererkrankungen können heutzutage arthoroskopisch unter Vermeidung
großer Schnitte therapiert werden.
[ANZEIGE]
Juni 2015 | Gesundheitswesen
13
Gesundheitswesen | Juni 2015
„Sport in Herzgruppen“
Foto: pixelio/Rainer Sturm
Info
Ausbildungskurs Übungsleiter
Info
Die
Landesarbeitsgemeinschaft
Herz und Kreislauf (LAG) bietet in
diesem Jahr wieder eine Ausbil-
dung mit dem Schwerpunkt „Sport
in Herzgruppen“ an, entsprechend
der 2. Lizenzstufe des DOSB.
s
gibt e
Noch
lätze!
P
e
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e
fr
Meist sind Betroffene mit koronaren Erkrankungen oder nach einem
Herzinfarkt verunsichert und deshalb bei sportlichen Betätigungen
eher zurückhaltend. Richtig dosierter Sport und körperliche Betätigung sind aber gerade im Rahmen
der Rehabilitation von großer Bedeutung. Koronar- oder Herzgruppen im Sportverein oder Klinik
sind die richtigen Anlaufstellen.
Die Übungsleitertätigkeit in einer
Herzgruppe setzt spezielle Qualifikationen voraus. Mit der Ausbildung werden den Teilnehmern die
Grundlagen einer verantwortungsbewussten Leitung und Betreuung
von Herzgruppen vermittelt. Inhalte
sind unter anderem medizinische
Grundlagen, Psychosoziale Aspekte
und Gesprächsführung, Stundeninhalte und Sportpraxis.
Voraussetzung für die Teilnahme
ist eine allgemeine Übungsleiterlizenz oder eine gleichwertige Ausbildung. Die Ausbildung findet an
sechs Wochenenden (100 Lerneinheiten) im Bildungszentrum in Bad
Malente statt. Die Kosten betragen
850 EUR inkl. Unterkunft und Vollverpflegung. Weitere Informationen unter www.herzintakt.net oder
Telefon: 0431 / 5 30 31 36.
Tipps zu Herzrhythmusstörungen
Jedes Jahr werden der Deutschen
Herzstiftung zufolge mehr als
400.000 Patienten mit Herzrhythmusstörungen in eine Klinik eingeliefert - und allein etwa 1,8 Millionen Deutsche leiden an dem
häufigsten Herzstolpern, dem sogenannten Vorhofflimmern. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Fünf
Hinweise zum Thema Herzrhythmusstörungen:
Beim Arzt abklären lassen
Wenn das Herz stolpert, rät die Deutsche Herzstiftung zu einem Besuch
beim Kardiologen. Nur der geschulte
Spezialist kann nach einer ausführlichen Untersuchung entscheiden,
ob die Rhythmusstörungen harmlos
oder höchst riskant sind. Oft stellt
sich heraus, dass der Körper durch
unregelmäßige Herzschläge ein
Warnsignal für eine andere Erkrankung sendet.
Vielfältige Ursachen
Zu den Gründen für einen unregelmäßigen Herzschlag zählen
Krankheiten wie Bluthochdruck,
koronare Herzkrankheit (KHK), Herzklappenerkrankungen und Herzmuskelerkrankungen, aber auch
eine Schilddrüsenüberfunktion, Di-
14
abetes oder chronische Lungenerkrankungen können dafür verantwortlich sein. Der Herzrhythmus
wird ebenfalls durch Alkohol, Kaffee, Zigaretten, üppige Mahlzeiten,
Stress und zu wenig Schlaf beeinflusst. Ein Magnesium- oder Kaliummangel kann sich darüber hinaus
negativ auswirken.
Die Bedeutung von Mineralstoffen
Ein Magnesium- oder Kaliummangel
kann dazu führen, dass die Membrane der Herzzellen verstärkt erregbar sind und mehr Extraschläge
gebildet werden. Arzneimittel wie
Entwässerungstabletten
können
z.B. die Ursache für die erhöhten
Mineralstoff-Verluste sein, wobei
ein Magnesium-Mangel oft einen
Kalium-Mangel nach sich zieht: „Wie
aus einem löchrigen Eimer strömen
bei Magnesium-Mangel die KaliumIonen aus den Zellen heraus und
gehen mit dem Urin verloren“, erklärt Professor Hans-Georg Classen
von der Gesellschaft für Biofaktoren
(GfB). Daher raten die Wissenschaftler von der GfB, immer zuerst den
Magnesium-Mangel auszugleichen.
Geeignet sind dazu organische Magnesium-Verbindungen wie zum
Beispiel das Magnesium-Orotat
Foto: djd/Woerwag/Pharma/Couloubox
(entsprechende Präparate gibt es
rezeptfrei in der Apotheke). Die
vitaminähnliche Substanz Orotat
(Orotsäure) kann die MagnesiumBindung in den Körperzellen verbessern und so Verlusten an dem
Mineralstoff entgegenwirken. Anschließend kann ein Kalium-Mangel
in der Regel durch eine kaliumreiche
Ernährung ausgeglichen werden.
Was für die Behandlung wichtig ist
Herzrhythmusstörungen sind in vielen Fällen - sofern sie nicht angeboren sind - eine Folge anderer Erkrankungen. Deshalb kommt es vor
allem darauf an, die Grundkrankheit
zu diagnostizieren und richtig zu behandeln. Nur auf diese Weise lässt
sich die eigentliche Ursache des
Herzstolperns in den Griff bekommen.
Fortschritte bei Therapien
Insbesondere bei der Behandlung
von Vorhofflimmern, der häufigsten
Herzrhythmusstörung, verzeichnen
Mediziner entscheidende Fortschritte. So können sie mit Hilfe neuer
Medikamente die Blutgerinnung
hemmen und dadurch besser einem
drohenden Schlaganfall vorbeugen.
Auch eine sogenannte Katheterablation, bei der krankhafte Bereiche im
Herzmuskelgewebe gezielt verödet
werden, zählt zu den inzwischen
bewährten
Therapiemethoden.
Text. djd/pt
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Dr. med. dent. Stefan M. Wegner M.Sc.
Wenn Zahnersatz wackelt!
und Zahnersatz kommt dann zum
Beispiel ein einfaches Druckknopfsystem in Frage.
1
Problem
Es gibt viele Gründe, warum der
Tragekomfort von abnehmbarem
Zahnersatz mit zunehmendem Alter des Ersatzes schlechter werden
kann. Häufig liegt die Ursache darin, dass es über die Jahre zu einem
Knochenabbau der Kiefer gekommen ist und somit der Zahnersatz
nicht mehr so gut wie am Anfang
passt. Eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle und eine rechtzeitige
Unterfütterung kann hier jedoch
leicht Abhilfe schaffen.
Eine weitere, weitaus gravierendere
Ursache kann jedoch sein, dass Zähne, die zum Halt eines abnehmbaren Zahnersatzes vorgesehen waren, verloren gegangen sind. Durch
ein solches Ereignis kann sich der
Tragekomfort und die Funktion von
Zahnersatz dramatisch verschlechtern. Durch den Verlust eines Pfeilerzahnes kommt es zudem zu einer
vermehrten Belastung der verbliebenen Haltezähne. Oft wird ein
abnehmbarer Zahnersatz nur von
zwei Zähnen gehalten, so dass der
Verlust eines einzigen, strategisch
wichtigen Zahnes zu einer erheblichen Beeinträchtigung und Mehrbelastung des verbliebenen Zahnes
führt. Dies kann nicht selten sogar
zur Folge haben, dass eine kostspielige Neuanfertigung des Zahnersatzes erforderlich wird.
Lösung
Die moderne Zahnheilkunde bietet
jedoch für solche beschriebenen
Fälle eine geschickte Lösung! Durch
den Einsatz modernster bildgebender Untersuchungsmethoden (3-D
Röntgen/DVT), ist es heute möglich, Implantate vorhersagbar und
2
3
4
5
sicher zu platzieren. So ist es also
möglich, durch eine präzise computergestützte Planung, ein Implantat
exakt an der Position zu platzieren,
wo vorher ein Zahn verloren gegangen ist. So ist es in vielen Fällen
möglich, die Funktion eines bereits
in die Jahre gekommenen Zahnersatzes durch die Insertion eines
Implantates wieder herzustellen.
Als Verbindung zwischen Implantat
Fallbeispiel
Bild 1 zeigt die computergestützte
Implantat-Planung einer Patientin,
die viele Jahre nach der Eingliederung ihres Zahnersatzes den Verlust
zweier Pfeilerzähne zu beklagen
hatte. Da der vorhandene Zahnersatz nun nur noch auf einer Seite
von Zähnen abgestützt war, klagte
sie über eine deutliche Verschlechterung der Funktion des bis dato
intakten Zahnersatzes. Eine Neuanfertigung hätte einen großen Behandlungsaufwand bedeutet, bei
dem i.d.R. auch Zähne erneut bzw.
erstmalig abgeschliffen werden
müssten.
Bild 2 und 3 zeigen die orale bzw.
röntgenologische Situation nach erfolgreicher Einheilung der Implantate. Abhängig von der Ausgangssituation sind für solche Maßnahmen
standardmäßig ein bis zwei Implantate ausreichend.
Bild 4 und 5 zeigen den alten Zahnersatz, mit dem die Patientin immer sehr gut zurecht gekommen
ist, hier bereits mit den eingearbeiteten
Implantat-Druckknopfelementen. Es ist deutlich zu erkennen, dass die Implantate hier
genau die Position der zuvor verlorengegangenen Zähne einnehmen. Die technische Umarbeitung
des alten Zahnersatzes erfolgt am
letzten Behandlungstag und dauert selten länger als 2 Stunden.
Fazit
Für den Patienten bedeutet diese
innovative
Behandlungstechnik,
dass die Funktion eines eigentlich
guten Zahnersatzes mit wenigen
Behandlungsschritten wiederhergestellt werden kann. Der Einsatz von
3D-Röntgentechnik und der hieraus
resultierenden OP-Schablone ergibt
eine bestmögliche Positionierung
Dr. med. dent.
Stefan M. Wegner M.Sc.
Master of Science in Oral Implantology
Spezialist für Prothetik (DGZPW)
Zertifizierte Implantologie (DGI)
Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie (DGI)
1992 – 1997 Studium Zahnheilkunde
in Freiburg i. Br.
1998 – 2000
Assistenzarzt
Klinik für zahnärztliche Prothetik Universitäts
klinikum Kiel
1998 – 2001
Postgraduiertenausbildung
und Qualifikation zum
„Spezialist für Prothetik“ (DGZPW)
1999 Promotion
zum Dr. med. dent.
2000 – 2003
Oberarzt
Klinik für zahnärztliche Prothetik
Universitätsklinikum Kiel
seit 2003 Niederlassung in eigener Praxis in Kiel
seit 2004 Gemeinschaftspraxis
mit Dr. Pia Wegner
2004 – 2006 Curriculum Implantologie der DGI
2007 Qualifikation
„Zertifizierte Implantologie“
(DGI)
2007 „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie“ (DGI)
2009 – 2011 Master-Studium an der Steinbeis-Hochschule Berlin
2011 „Master of Science
in Oral Implantology“
des Implantates für den bereits vorhandenen Zahnersatz.
In der implantologischen Praxis Dr.
Wegner wird dieses Verfahren, bei
entsprechender
Indikationslage,
routinemäßig angewendet. Die Praxis erfüllt die hohen Ansprüche des
Zertifikates ‚Tätigkeitsschwerpunkt
Implantologie‘ der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI)
bereits im 8. Jahr in Folge. Als ‚Master of Science in oral Implantology‘
ist Dr. Wegner außerdem ein ausgewiesener Spezialist mit mehr als
15 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet
der Implantologie.
Dr. Stefan M. Wegner M.Sc.
Dr. Pia K. Wegner
Master of Science in Oral Implantology
Spezialist für Prothetik (DGPro)
Zertifizierte Implantologie (DGI)
Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie (DGI)
www.praxis-wegner.de | Goethestraße 30 · 24116 Kiel | Telefon 0431 554820
Gesundheitswesen | Juni 2015
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Foto: heilcentrum pless
Mehr essen, mehr Energie, mehr Gesundheit – weniger wiegen!
Was für ein Verbrennungstyp sind Sie?
Unsere gründliche Untersuchung gibt
die Antwort. Wir sagen Ihnen, welche Lebensmittel zu Ihrem Stoffwechsel passen Stressfrei abnehmen mit Konzept
Jeder Mensch ist einzigartig – so
auch der Stoffwechsel und die Art
der Verbrennung im Darm und in der
Zelle. Ihr Körper braucht die Lebensmittel, die zu ihm passen. Was dem
einen gut tut, raubt dem anderen
Energie. Nahrung muss genauso individuell sein wie ein Schmuckstück
oder Kleidung. Erste Anzeichen falscher Ernährung können Erschöpfung, Schwindel, Denk- und Konzen-
trationsstörungen, Vergesslichkeit,
müde trotz ausreichend Schlaf, Gereiztheit, schlechte Laune oder Kopfschmerzen bis hin zur Migräne. Hinzu kommen Völlegefühl, Blähungen
und Heißhunger auf Süßes.
heilcentrum pless –
das Erfolgsrezept
Heilpraktiker Henning Pless hat ein
Konzept entwickelt, um für jeden
die optimalen Lebensmittel herauszufinden. Mittels der genauen Befragung zu den Ernährungsgewohnheiten, der gründlichen Blutanalyse
und zwei Stoffwechselmessungen
erstellt Pless für jeden Patienten
einen individuellen Ernährungsplan.
Die Anwendung macht Spaß und
kann das ganze Leben genutzt werden. Schon nach wenigen Tage spürt
man das Wohlgefühl und die Pfunde
purzeln.
Entzündungswerte (CRP) sinken. Besonders gut ist der Einfluss auf die
Blutzuckerwerte (BZ nüchtern und
Langzeitwert HbA1C). Die weiblichen und männlichen Hormone werden aktiviert. Das alles führt zum
Gewinn an Lebensqualität und zur
Gewichtsoptimierung.
Wie funktioniert es?
Beim ersten Termin im heilcentrum
pless findet die gründliche Untersuchung, mit allen Messungen, der
Bauchdeckendiagnostik, der genauen Befragung zu den Ernährungsgewohnheiten und die Blutentnahme
statt. Einige Tage später werden
dann alle Untersuchungsergebnisse
bis ins Detail besprochen und der
individuelle Ernährungsplan wird
überreicht. Der Preis für den kompletten Gesundheitscheck plus Ernährungsplan (42 Seiten, farbig,)
beträgt 395 b.
Eine gesunde Ernährungsweise
kann bei folgenden Symptomen und
Erkrankungen unterstützend wirken:
• Blähungen
• Bauchschmerzen
• Reizdarm
• Übergewicht
• Sodbrennen/Reflux
• Verstopfung oder Durchfall
• Allergien
• Hormonelle Probleme
• Migräne und Kopfschmerzen
• Dauernde Infekte
• Neurodermitis
• Akne/fettigeHaut
• Haarausfall
• Brüchige Fingernägel
• Gelenkbeschwerden
• Rheuma/Fibromyalgie
• Antriebsschwäche
• Ständige Müdigkeit
• Konzentrationsstörungen
• Laktoseintoleranz
• Glutenunverträglichkeit Gesundes Blut und
Wunschgewicht
Häufig verbessern sich durch die
neue Ernährungsweise die vorher
schlechten Blutwerte.
Cholesterin/Fettwerte und Harnsäure sinken, die Leber regeniert, die
Schilddrüsenwerte verbessern sich,
Jutta S., 48, Kiel:
Das Buch „Darm mit
Charme“ hat mir die Augen
geöffnet.
Der Heilpraktiker Henning
Pless hat mich dann untersucht und mir einen auf mich
zugeschnittenen Ernährungsplan erstellt. Jetzt geht es
mir wieder richtig gut.
Ich fühle mich zehn Jahre
jünger. Sein Konzept kann
ich sehr empfehlen.
Bernd F. 53, Rendsburg:
9 Kilo abgenommen, immer
satt geworden, immer gut
beraten worden.
Genauso habe ich mir das
vorgestellt!
Vortrag
Gesundheit und Abnehmen
Wir ermitteln Ihren Stoffwechsel und erstellen für Sie
den individuellen Ernährungsplan für das ganze Leben!
Was essen für …?
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•Diabetesvorbeugung
•mehrEnergie
•wenigerSodbrennen
Wann: Dienstag, 30. Juni um 19 Uhr
Telefonische/Email Anmeldung erforderlich.
Ihre Platzreservierung wird Ihnen dann bestätigt.
Vortragseintritt 5,- €
www.heilcentrum-pless.de
Kleiner Kuhberg 2–6, 24103 Kiel, Tel. 0431-260 91 200
Juni 2015 | Gesundheitswesen
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Vitaklinik im Hautarztzentrum Kiel
Vier Laser gegen Tattoos
Wer es mit den Tattoos allzu bunt
treibt und den Körperschmuck später bereut, für den gibt es mittlerweile eine Lösung: Vor allem helle
und leuchtende Farben können
nur schwer von der Haut entfernt
werden. Einen Ausweg bieten in
einigen Fällen moderne Pixellaser.
„Ein Tattoo bleibt dir bis an dein
Lebensende!“ – das gilt dank Lasertechnologie schon lange nicht mehr.
Der Dermatologe und Lasermediziner Dr. Johannes Müller-Steinmann
verwendet zur Tattooentfernung im
Hautarztzentrum Kiel vier verschiedene Laser. Für andere Mediziner
bietet er selbst Laserschutzkurse
an. Welche der Laser-Technologien
sich für die Behandlung am besten
eignet, hängt von den im Tattoo
verwendeten Farben ab und wird
in einer Probebehandlung ermittelt.
Energiereiches Licht zersetzt
Farbpigmente
Das Prinzip ist bei den meisten Laserbehandlungen dasselbe. „Energiereiches Licht einer bestimmten
Wellenlänge wird in extrem kurzen
Impulsen auf die Haut geschossen“,
erklärt Dr. Müller-Steinmann, Leiter
des Hautarztzentrums Kiel. „Dort
absorbieren die Farbpigmente der
Tinte die Lichtstrahlen. Das Licht
wandelt sich in Wärme um, die Pigmente werden zertrümmert und
können vom Körper abtransportiert
werden.“
Da all das in Sekundenbruchteilen
geschieht, wird die umliegende
Haut geschont. Die Laserpulse fühlen sich an wie kleine Nadelstiche,
mögliche Nebenwirkungen wie
Schwellungen und Blutbläschen
verschwinden in der Regel nach
zwei Wochen wieder. Allerdings
braucht es, je nach Art und Größe
des Tattoos, mehrere mehr oder
weniger kostspielige Behandlungen, bis es vollständig entfernt ist.
Die gesetzlichen Krankenkassen
zahlen die Leistung nicht.
Rubinlaser gegen schwarze
Tattoos
Generell gilt: Dunkle Farben absorbieren das Laserlicht besser und sind
somit am einfachsten zu entfernen.
Bei schwarzen, blauen und grünen
Nach der Laserbehandlung
Farben oder schwarz-bläulichen
Laientätowierungen bietet sich ein
Rubinlaser an. Dieser schießt sichtbares rotes Licht mit einer Wellenlänge von 694 Nanometern auf die
Haut.
Bei farbigen Tattoos NeodymYAG-Laser
Gegen buntere Tätowierungen
ist der Rubinlaser machtlos. Hier
verwenden die Experten im Hautarztzentrum Kiel den Neodym-YAGLaser, der mit zwei verschiedenen
Wellenlängen arbeiten kann. „Zum
einen kommt dabei infrarotes Licht
mit einer Wellenlänge von 1064 Nanometern zum Einsatz. Es zersetzt
schwarze, blaue und auch braune
Pigmente“, erklärt Dr. Müller-Steinmann.
Neodym-YAG Laser: Halbe
Wellenlänge gegen Rottöne
Der Neodym-YAG-Laser kann auch
mit der doppelten Frequenz arbeiten, sodass er Licht mit der halben
Wellenlänge von 532 Nanometern
aussendet. Mit diesem bläulichgrünlichen Licht lassen sich rote
Farbpigmente entfernen, teilweise
sogar orangene und gelbe.
Pixellaser entfernt helle Farben
Professionelle Tätowierer verwenden auch Farben, die auf die herkömmlichen Laser nicht ansprechen.
Das ist zum Beispiel bei weißen,
leuchtenden und metallischen Farben der Fall, in der Regel auch bei
orangener, gelber, türkiser und violetter Tinte. Mittlerweile können
17
während der Behandlung
einige dieser Farben mit einem modernen Pixellaser entfernt werden.
„Der Pixellaser setzt sehr kleine Löcher in die Haut, durch die die Pigmente herausgeschleust werden“,
erklärt Dr. Müller-Steinmann. „Trotz
der kleinen Stellen entstehen dabei normalerweise kaum Narben.“
Tattoo
Einige Farbstoffe, die zum Beispiel
Eisenoxid oder Titanoxid enthalten,
können Hautärzte aber auch damit
noch nicht entfernen. Wer eine Tätowierung möchte, sollte also gut
Bescheid wissen, welche Stoffe er
sich unter die Haut stechen lässt.
Tattooentfernung?
Wir haben die richtigen Laser.
Jedes Tattoo ist anders.
Jede Tinte muss anders entfernt werden.
Darauf sind wir gefasst:
Unsere Auswahl moderner Laser wird mit
einer breiten Palette an Farben fertig.
Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin
oder eine Probebehandlung unter:
Tel. 0431 – 380182-0
Vitaklinik
im Hautarztzentrum Kiel
Alter Markt 1-2 • 24103 Kiel
Tel. (0431) 380182-0
[email protected]
www.hautarztzentrum-kiel.de
Gesundheitswesen | Juni 2015
Information Alzheimer
Alzheimer Gesellschaft Kiel e.V.
Termine & Beratungen
Foto: pixelio/by Luise
Familien, die einen an Alzheimer erkrankten Angehörigen
betreuen, finden Unterstützung
und Beratung bei der Alzheimer
Gesellschaft Kiel e.V. Hier stehen
Fachleute aus verschiedenen Disziplinen für Gespräche zur Verfügung, es werden Informationsveranstaltungen für Betroffene und
deren Angehörige sowie zahlreiche Freizeitgestaltungsmöglichkeiten angeboten. Mehr dazu unter: www.alzheimer-kiel.de oder
Tel. 0431/705 51 91.
Wer die Alzheimer Gesellschaft Kiel
e.V. gern einmal näher kennen lernen möchte, der hat dazu am 19. Juli im
Rahmen des jährlichen Sommerfestes die Gelegenheit. Gemeinsam mit der
AWO Beratungsstelle Demenz und Pflege findet dieses von 15 bis ca. 17.30
Uhr auf dem Bauernhof der Familie Thomsen in Kiel Rönne, Am Teich 11
statt. Zu erreichen ist der Veranstaltungsort mit der Buslinie 900/901.
Anmeldungen bis zum 13. Juli unter Tel. 0431/705 51 91.
Montag, 13. Juli, 15 – 17 Uhr
Sport und körperliche Aktivität zur Vorbeugung von Demenz und Unterstützung im Alltag.
Bewegung und Sport haben einen festen Platz in der Vorbeugung von Demenz. Sie können ebenso das Fortschreiten einer beginnenden Demenz
verlangsamen. Bei fortgeschrittener Demenz haben Bewegungsprogramme zwar keinen nachweisbaren therapeutischen Effekt bezogen auf die
Grunderkrankung, jedoch fördern sie die Lebensfreude und unterstützen
Alltagsaktivitäten. Wichtig dabei sind Freude und Spaß an der Bewegung
und nicht die Leistung. In diesem Vortrag werden Programme und Effekte
vorgestellt.
Referent: Professor Dr. med. Burkhard Weisser, Institut der Sportwissenschaft an der CAU zu Kiel
Die nächste Ausgabe der AnzeigenSonderveröffentlichung
Gesundheitswesen
erscheint am
09.10.2015
Anzeigenschluss ist am
28.09.2015
Rufen Sie an!
Objekt- u. Verkaufsleiter:
Helmut Hitze
Tel.: 04 31 / 903 23 73
[email protected]
Die aktuelle Ausgabe und weitere Informationen
finden Sie auch im Internet unter:
www.kn-online.de/gesundheitswesen
18
Montag, 10. August, 15 – 17 Uhr
Spezielle Kur für Angehörige von
Menschen mit Demenz nach dem
Ratzeburger Modell
Die zunehmende Fürsorge für einen
an Demenz erkrankten Menschen
bringt Angehörige oft an die Grenzen der seelischen und körperlichen
Belastbarkeit. Selbstsorge in Form
einer Kur war mit der Trennung vom
erkrankten Angehörigen verbunden – und unterblieb zumeist. Das
Alzheimer Therapiezentrum in Ratzeburg hat deshalb ein spezielles
Angebot für pflegende Angehörige
entwickelt: Sie können eine Kur machen und dabei den demenzkranken Angehörigen mitnehmen. In
diesem Vortrag wird das Konzept
und das erweiterte Alzheimer Therapiezentrum vorgestellt.
Sommerfest am 19. Juli
Die Alzheimer Gesellschaft Kiel e.V. und die AWO Beratungsstelle Demenz und Pflege laden Menschen mit Demenz und deren Angehörige
herzlich zu einem Sommerfest am 19. Juli von 15 bis 17.30 Uhr auf den
Bauernhof der Familie Thomsen (Am Teich 11) in Kiel Rönne ein. Bei
schönem Wetter gibt es im hübschen Garten Kaffee und Kuchen sowie
ein paar Spiele und musikalische Unterhaltung mit Volker Strauß.
Sollte es jedoch draußen zu ungemütlich sein, kann in den als Festraum
umgebauten Kuhstall ausgewichen werden.
Um mehr „Appetit“ auf Trinken zu wecken, sollen diesmal wieder
verschiedene Saftgetränke zum Probieren angeboten werden.
Anmeldungen unter Tel.Nr.: 0431 / 7 05 51 91
bitte bis zum 13. Juli bei der Alzheimer Gesellschaft
(auch auf Anrufbeantworter möglich!)
KVG Linie 900/901, vorletzte Haltestelle
Referent: Synan Al-Hashimy, Chefarzt des Alzheimer Therapiezentrums
Ratzeburg
Montag, 14. September, 15 – 17 Uhr
Essen und Trinken gehört selbstverständlich zu unserem Alltag dazu. Es
beinhaltet ein hohes Maß an Lebensqualität. Dabei bemerken wir oft nicht,
wie komplex der koordinierte Schluckablauf eigentlich ist. Das Schlucken
wird uns erst dann bewusst, wenn es nicht mehr richtig funktioniert und
damit zu einem zentralen Problem in unserem Alltag wird. In Deutschland
leiden ungefähr 7 % der Bevölkerung unter Schluckstörungen. Auch bei Demenzen können im fortgeschrittenen Stadium Schluckstörungen auftreten.
Eine Diagnostik durch einen Facharzt und eine gezielte logopädische Therapie können dabei helfen, die auftretenden Störungen zu analysieren und
zu behandeln.
Referent: Roland Thielsen, Logopäde, Kiel
Während und nach den Vorträgen ist Gelegenheit, Fragen zu stellen und
sich auszutauschen.
Herzlich eingeladen sind alle, die Interesse haben, sich zu informieren.
Weitere Termine:
• Rehasportgruppe Demenz/Orthopädie dienstags 14:30 – 15:30 Uhr, Unisportforum
• Gesprächskreis für Angehörige von Heimbewohnern 2. Di. im Monat,
15 Uhr bis 17 Uhr, Gneisenaustr. 2
• Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz, die zu Haus leben, jeden 1. Mittwoch im Monat von 19 bis ca. 21 Uhr im AWO
Bürgertreff, Fockstraße 25 – 29
• nächstes gemeinsames Singen Montag, 29.06., 15.30 Uhr, Gneisenaustr. 2
• gemeinsames Singen im DRK-Bürgertreff Friedrichsort, 2. Montag im Monat, 15 Uhr
• Beratung zu Demenz im DRK-BT-Friedrichsort, 1. Mi. im Monat,
15 – 17 Uhr
• Fachtag zu „Autofahren und Demenz – Selbstbestimmung oder Risiko“ vom Kompetenzzentrum Demenz im PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband, Zum Brook 4, 24143 Kiel, am 26.08.2015, 13 – 17 Uhr
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
GZL GesundheitsZentrum am Löwen
20 Jahre Orthopädie-Schuhtechnik
fang an ins GZL GesundheitsZentrum am Löwen, um sich hier ihre
Schuhe maßfertigen zu lassen,
seien es orthopädische Sonderanfertigungen oder „einfach“ maßgeschneidertes Schuhwerk. Die Kosten
für orthopädische Schuhe werden
übrigens anteilig von den Kassen
übernommen, gern informieren die
Mitarbeiter des Sanitätshauses über
Einzelheiten und Sonderfälle.
Mehr Informationen rund um das
Thema „Fuß“ gibt es in den regelmäßig in Kiel, Preetz, Malente Eutin und Heide stattfindenden „Fußsprechstunden“, bei denen nach
Möglichkeit immer ein Meister vor
Ort ist.
Geschäftsführerin Kristina Böhm mit dem Team der Orthopädie-Schuhtechnik
Kaum ist der Erweiterungsbau fertiggestellt und eröffnet, gibt es im
GZL GesundheitsZentrum am Löwen
schon wieder etwas zu feiern: Seit
20 Jahren ist die Meisterwerkstatt
für Orthopädie-Schuhtechnik ein
fester Bestandteil des GesundheitsZentrums und eine erste Anlaufstelle für alle Menschen, die auf
Orthopädische Schuhe und Maßanfertigungen angewiesen sind.
Was vor 20 Jahren im Keller des
Sanitätshauses am Markt begann,
wurde bis heute immer weiter erweitert und ausgebaut. 1996 erfolgte der Umzug der Werkstatt in
die neuen Räumlichkeiten in die direkte Nachbarschaft der Werkstatt
für Orthopädie-Technik. Auf diese
Weise wurde die interdisziplinäre
Zusammenarbeit beider Abteilungen erleichtert und die Kunden profitieren vom Expertenwissen beider
Fachbereiche.
Nun ist ein weiterer Schritt in Sachen Kundenservice getan: Im
Zuge des Erweiterungsbaus wurden
gleichzeitig auch einige Räumlichkeiten im Stammhaus verändert
und modernisiert, sodass Mitarbeiter und Kunden jetzt noch mehr
Komfort erwartet. So befinden sich
Vermessung und Anprobe neben
der Werkstatt und nur wenige Meter vom Verkaufsraum entfernt.
So kann der Orthopädie-Schuhmacher evtl. Korrekturen direkt gleich
nach der Anprobe vornehmen. Die
Vermessung und Anprobe erfolgt in
hellen, freundlichen Räumen, in denen die Kunden zur Anprobe auf ein
kleines Podest steigen können, damit die Mitarbeiter rückenschonend
den Sitz des Schuhwerks begutachten können.
Die Vermessung der Füße erfolgt
mithilfe von modernster ComputerTechnologie. Per Fast-Scan-Fußdruckmessung kann punktgenau
festgestellt werden, wie sich der
Druck auf den Fuß verteilt. Anhand
dieser Daten und eines Fußabdrucks
nimmt anschließend das Team um
Orthopädie-Schuhmachermeister
Martin Klingebiel die Maßanfertigung eines Schuhs oder einer Einlage vor. Von der präzisen Messung
der Druckverteilung im Schuh profitiert beispielsweise die Diabetikerversorgung besonders.
Beim Tragekomfort muss außerdem
auf Ästhetik nicht verzichtet werden: Die individuell angepassten orthopädischen Schuhe der Meisterwerkstatt verbinden medizinische
Notwendigkeit mit modischen Kundenwünschen nach Form und Farbe.
Etwa zwei bis drei Wochen dauert
es dann bis zur Fertigstellung. Viele
Kunden kommen bereits von An-
19
Wer nicht mobil ist, kann sich auf
den „vor-Ort-Service“ der mobilen
Servicemitarbeiter verlassen, die
durch das ganze Bundesland von
Küste zu Küste fahren und bei den
Kunden zu Hause sowohl vermessen als auch anpassen.
Wer übrigens auf der Suche nach
Schuhen ist, in die Einlagen passen, wird ebenfalls im GZL fündig.
Die große Auswahl an FinnComfortSchuhen hält für jeden ein passendes Modell parat.
Innerhalb des Hauses wird interdisziplinäre Zusammenarbeit beispielhaft und für Schleswig-Holstein wohl einzigartig praktiziert:
Fachkräfte aus Orthopädie-Technik,
Orthopädie-Schuhtechnik,
Podologie, Sanitätshaus, der Apotheke
und dem Reformhaus arbeiten zusammen mit Diätassistenten, einer
Wundberaterin sowie dem im Haus
ansässigen Orthopäden Hand in
Hand. Dazu kommt eine enge Zusammenarbeit mit den Ärzten im
Ort sowie verschiedenen Kliniken.
Dabei wissen Patienten besonders
die schnelle Versorgung bereits in
den Kliniken zu schätzen.
Regelmäßig stattfindende Vorträge im Infotreff runden das Angebot des GesundheitsZentrums ab.
Besonders stolz ist Geschäftsführerin Kristina Böhm auf die vielen
Mitarbeiter, die seit vielen Jahren
der Orthopädie-Schuhtechnik treu
geblieben sind. Orthopädie-Schuhmachermeister Frieder Grimm ist
bereits seit 20 Jahren im Unternehmen und kennt noch die Anfangszeiten im Keller. Werkstattleiter und
Orthopädie-Schuhmachermeister
Martin Klingebiel schaut auf 15 Jahre Betriebszugehörigkeit zurück und
freut sich gemeinsam mit seinem
Team über die neuen Räumlichkeiten, die die Arbeit nun noch mehr
erleichtern. Um Nachwuchs muss
sich die Werkstatt ebenfalls keine
Sorgen machen. Jedes Jahr werden
hier junge Menschen zu Orthopädie-Mechanikern und OrthopädieSchuhmachern ausgebildet.
Neben dem Stammhaus in Preetz
sind die Filialen in Kiel (Exerzierplatz), Malente, Eutin, Lütjenburg
und Heide für die Kunden da.
10,-€
Rabatt
auf alle
Finn Comfort Schuhe
Preetz | Kiel | Eutin | Heide
www.GZL.de
Gesundheitswesen | Juni 2015
Ausgewogene Ernährung ist wichtig
kenkasse (TK). Karen Walkenhorst,
Leiterin des Versorgungsbereichs
der TK, erklärt dazu: „Das Patientenforum ist ein Baustein unseres
umfangreichen Informationsangebots für Krebspatienten. Die TK baut
dieses Angebot zu einer regelmäßigen Informationsreihe aus.“
Dr. Jutta Hübner von der Deutschen
Krebsgesellschaft zeigte in ihrem
Vortrag: Es gibt keine sinnvolle
Krebsdiät. „Studien bestätigen, dass
spezielle Diäten keinen Vorteil für
Foto: pixelio/Peter Franz
Info
Krebsdiäten ohne Nutzen
nach einer bestimmten Diät auf.
Ob solche Krebsdiäten sinnvoll sind,
thematisierte das zweite Patientenforum „Leben mit Krebs - was kann
ich selbst tun?“ der Techniker Kran-
Die Expertin empfiehlt Krebspatienten:
• ausgewogene und normale Ernährung
• bewusst leben
• so viel Bewegung wie möglich
• auch mal genießen! Schokolade oder Kuchen sind kein Tabu. Quelle: Techniker Krankenkasse
Im Kampf gegen Blutsauger
en Produktreihe „Jungle Formula
by Azaron“ (Apotheke). Die Serie
enthält neben einem Allroundrepellent für die ganze Familie auch
Spezialprodukte für Kinder und Tropenreisende sowie ein Produkt auf
pflanzlicher Basis. Anhand der Einteilung in „Stichschutz-Faktoren“,
dem sogenannten „Insect Repellent
Factor“ (IRF), der vergleichbar ist
mit dem Lichtschutzfaktor in Sonnencremes, bietet sich eine gute
Orientierungshilfe.
Fotos: djd/Omega Pharma
Info
In Deutschland leben etwa 1,45 Millionen Menschen mit Krebs. Häufig
möchten Patienten die Therapie
durch eigene Maßnahmen unterstützen und es kommt die Frage
das Überleben von Krebspatienten
haben“, so die Onkologin Hübner
und ergänzt: „Auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel sind in der
Regel überflüssig.“
Betroffene sollten ausgewogen
essen und auf eine ausreichende
Zufuhr von Kohlenhydraten, Vitaminen, Eiweißen und Fetten achten.
Gegen den moderaten Verzehr von
Fleisch gibt es auch keine Einwände, davon ausgenommen: Gepökeltes oder rotes Fleisch und tierische
Fette.
Um den steigenden Temperaturen
entgegen zu wirken, ist es im Sommer meist verlockend, luftige und
kurze Kleidung zu tragen. Was für
Abkühlung sorgt, stellt in der Mückensaison allerdings einen Nachteil dar. Durch dünne Stoffe können
die Blutsauger mühelos durchstechen, vor allem im Schlaf sind wir
ihnen daher oft hilflos ausgeliefert.
Wer sich in Internetforen zum Thema „Hausmittel gegen Mücken“
umschaut, wird auf Vorschläge wie
Zitronen, Knoblauch oder Tomaten-
20
pflanzen treffen. Doch von einem
langzeitigen Schutz kann bei keiner
der genannten Methoden gesprochen werden. Übrigens: Mücken
werden vor allem von Schweiß
geradezu magisch angezogen. So
erfrischt eine regelmäßige Dusche
im Sommer nicht nur, sondern kann
auch gegen die Mückenplage helfen.
Mückenschutz stets dabei
Wirksam sind daher Mückenschutzmittel, die menschliche Gerüche
überdecken, wie etwa aus der neu-
Die Mär von der Anti-Mücken-App
Sucht man im Internet oder auf dem
Handy nach einer Anti-Mücken-App,
wird man schnell fündig. Der Beschreibung zufolge sollen die Mücken dann durch hochfrequenten
Ultraschall vertrieben werden. Die
Idee ist nicht neu - bereits in einer
Studie aus dem Jahr 2010 wurden
Geräte, die Mücken durch Störgeräusche fernhalten sollen, getestet.
Die Ergebnisse waren eindeutig:
Keine einzige Studie konnte nachweisen, dass diese Geräte Wirkung
zeigen. Laut Forschern auch kein
wirklich überraschendes Ergebnis: Weibliche Mücken hören sehr
schlecht, vermutlich können sie
die Störgeräusche gar nicht wahr-
nehmen. Stiftung Warentest urteilt:
„Wer die Mücken mit dem Smartphone erschlägt, hat mehr Erfolg“.
Bei Fernreisen gut informieren
Wer eine Reise in tropische Länder
plant, sollte sich vorab informieren,
ob es in dem entsprechenden Land
Malaria gibt. Hier ist die sogenannte Expositionsprophylaxe essentiell,
das bedeutet, einen Stich so gut es
geht zu vermeiden. Mückenschutzmittel sind hier unerlässlich. Der
Schutz sollte unter Beachtung der
jeweiligen Anwendungsbedingungen in kürzeren Abständen als in
heimischen Gefilden aufgefrischt
werden - auch Stellen unterhalb von
Schmuck oder Kleidung einsprühen.
Außerdem sind mit Mücken-Repellentien imprägnierte Moskitonetze
über dem Bett hilfreich.
Text: djd/pt
Juni 2015 | Gesundheitswesen
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Vitaklinik im Hautarztzentrum Kiel
Hyaluronsäure gegen Augenringe
Mit einem wachen und frischen Blick in den Sommer
Jeden Morgen das Gleiche: Der
Blick in den Spiegel zeigt tiefe,
dunkle Augenringe. Stress, Alter
und Lebensgewohnheiten tragen
dazu bei, dass unsere Augenpartie
müde wirkt. Wer im Sommer fit
und frisch aussehen möchte, kann
seine Augenringe mit Hyaluronsäure und Lasern in der Vitaklinik
im Hautarztzentrum Kiel behandeln lassen.
Dr. Johannes Müller-Steinmann erklärt, wie das funktioniert.
Dr. Müller-Steinmann, wie entstehen die
unliebsamen Augenringe?
Dafür gibt es viele Ursachen. Zum
einen ist schlichtweg der Alterungsprozess schuld an Augenringen und einem müden Blick. Im
Laufe des Lebens verliert die Haut
Feuchtigkeit. So verschwinden die
natürlichen Polster. Die Haut bildet Falten und beginnt zu hängen.
Wer zudem ständig gestresst ist,
wenig schläft, raucht, viel Alkohol
konsumiert und sich kaum sportlich betätigt, dem wird man dies
auch im Gesicht ansehen. Wenn
die Haut an den Augen besonders
zart und empfindlich ist, scheinen Pigmentablagerungen dort
schnell als dunkle Schatten durch.
Das Gesicht wirkt müde, alt und
erschöpft. Leider bilden sich auch
Falten, wenn wir lachen, die Augen
zusammenkneifen und blinzeln.
Wie lassen sich die dunklen Schatten im
Alltag vorbeugen?
Zum einen sollte sich jeder gesund
ernähren. Das bedeutet: Mindestens zwei Liter Flüssigkeit täglich
sind Pflicht – damit meine ich natürlich Wasser, Fruchtsaftschorlen und
Tees. Alkohol hingegen entzieht
dem Körper Flüssigkeit und fördert
Falten. Dazu sollte viel Obst und Gemüse auf den Tisch kommen, sowie
wenig Zucker und Fett. Weiterhin
sollten Tagescremes stets einen Sonnenschutz enthalten. Denn auch UVStrahlen begünstigen Augenringe.
Können auch weitere Kosmetika und Medikamente die Augenpartie verjüngen?
In Drogerien gibt es Cremes, die
Pigmentflecken minimieren sollen.
Vor der Behandlung
Davon rate ich gerade im Augenbereich jedoch ab. Die Inhaltsstoffe
können an den empfindlichen Augenpartien schnell Allergien auslösen oder zu Entzündungen führen,
wenn sie ins Auge gelangen. Gegen
spezielle Augencremes ohne Konservierungs- und Duftstoffe ist hingegen nichts einzuwenden. Diese
können Sie im Kühlschrank aufbewahren und morgens und abends
mit klopfenden Bewegungen um
die Augen auftragen. Das strafft
die Haut und lindert gleichzeitig
Schwellungen. Wenn es schnell
gehen muss, greifen Sie zu einem
stark deckenden Concealer. Denken
Sie daran, immer einen Ton zu wählen, der eine Nuance heller ist als
Ihre Haut. Nur so erreichen Sie den
Frischeeffekt. Die Ursache für die
Augenringe bekämpfen Sie damit
jedoch nicht.
Wie kann ich Augenringe denn dann dauerhaft loswerden?
Wenn die Haut unter den Augen
schlaff wirkt, kann Hyaluronsäure
den Volumenverlust ausgleichen –
das geht auch noch bei sehr stark
ausgeprägten Augenringen. Das
Mittel wird in die betroffenen Partien unter den Augen injiziert und
polstert so die mit der Zeit entstandenen Augenringe einfach wieder auf. Diese Behandlung ist sehr
schmerz- und nebenwirkungsarm,
da wir für die Injektionen sehr feine Nadeln verwenden. Narben entstehen dadurch keine. Gleichzeitig
21
Nach der Behandlung
können wir mithilfe eines Lasers die
Haut unter den Augen glätten. Der
Blick wirkt sofort fitter und frischer
– das gesamte Gesicht um einige
Jahre jünger.
Aber: Die Augenpartie ist sehr emp-
findlich. Daher ist es wichtig, dass
nur erfahrene Hautärzte diese Stellen mit Hyaluronsäure und Lasern
behandeln. Ansonsten kann es zu
Blutergüssen und Überkorrekturen
kommen.
Hyaluronsäure und Laser:
erfolgreich gegen Augenringe
und Fältchen
Stört Sie Ihr müder Blick?
Wir beraten Sie zu den Möglichkeiten, dunkle
Schatten und Augenringe zu behandeln.
Vereinbaren Sie einen Termin für ein
Informationsgespräch:
Tel. 0431 – 380182-0
Vitaklinik
im Hautarztzentrum Kiel
Alter Markt 1-2 • 24103 Kiel
Tel. (0431) 380182-0
[email protected]
www.hautarztzentrum-kiel.de
Gesundheitswesen | Juni 2015
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Sanitätshaus Kurda
Neue Mobilität für Hand und Arm
Ein Schlaganfall verändert für die
Betroffenen vieles und stellt sie
vor große Herausforderungen.
Dazu gehört die eingeschränkte
Beweglichkeit. Die Mobiliät wiederzuerlangen ist ein Prozess, den
das Sanitätshaus Kurda in Zusammenarbeit mit Ärzten und Physiotherapeuten tatkräftig unterstützt.
Nach einem Schlaganfall kommt es
häufig zu einer Einschränkung der
Schulter-Hand-Funktion. Die Lähmung führt zu einer hängenden
Schulter. Das kann sehr schmerzhaft sein. Eine langfristige Besserung wird durch Nichtgebrauch unwahrscheinlicher. Wichtig ist eine
rechtzeitige Therapie, die auf den
Wiedergebrauch der betroffenen
Seite ausgerichtet ist. Dabei sollte
aber auch auf eine unterstützende Lagerung des Armes geachtet
werden, um langfristigen Schmer-
zen vorzubeugen. Hier hat sich
die „NeuroLux“ von Sporlastic
bewährt, die dem Patienten das
Armgewicht abnimmt, die Schulter stabilisiert und den Arm in eine
physiologisch günstige Position
bringt.
Um die Beweglichkeit des gelähmten Armes zu trainieren, findet
„Neurorestrict“ im Rahmen der
CiMT-Therapie
(Constraint-Induced-Movement-Therapy) bzw. der
“forced use“ Methode Anwendung.
Durch das Fixieren des gesunden
Armes am Rumpf, ist der Patient
„gezwungen“, den beeinträchtigten Arm zu benutzen. So kann
vermieden werden, dass sich der
Betroffene an die Lähmung gewöhnt und Bewegungsabläufe entwickelt, um dieses Defizit zu kompensieren. Natürlich ist der Patient
jederzeit in der Lage, die Bandage
im Notfall selbstständig zu lösen.
Die innovative Lösung bei Einschränkungen der
Schulter-Hand-Funktion: NeuroLux von Sporlastic
22
Diese Therapieform erfordert zwar
viel Geduld und einen erfahrenen
Therapeuten, ist jedoch auch für
die Eigenübung zu Hause geeignet
und effizient.
Zur Lagerung der Hand bei Patienten im Rollstuhl hat sich das „Mobilas“ System bewährt. Auch hier
ist ein Hauptziel eine korrekte Lagerung zum Schutz von Muskeln,
Sehnen, Nerven und Gelenken um
Schmerzen zu vermeiden und Aktivität zu fördern. Stauungserscheinungen und Kontrakturentwicklungen werden reduziert/vermieden.
Vielfältige Übungen können in der
Therapie oder auch zu Hause vom
Patienten durchgeführt werden.
Denn wichtig für das Wiedererlernen von Funktion ist der häufige
Gebrauch, die Anzahl der Wiederholungen einer Übung.
Bei höhergradigen Lähmungen
oder auch einer Beugespastik der
Finger können auch andere Lagerungsschienen sinnvoll sein, um
notwendige Hygienemaßnahmen
in der Handinnenfläche zu ermöglichen und die Muskulatur zu entspannen. Die „PucciAir“ von Neatec
mit ihrer individuell aufblasbaren
Handflächenlagerung wird oft als
Nachtschiene angewendet. So werden die Fingerbeuger entspannt
und eine physiologische Lagerung
der Hand gewährleistet. Die angenehme Polsterung sorgt außerdem
für eine gute Handwahrnehmung.
Verschiedene Hilfsmittel bekommen Betroffene im Sanitätshaus
Kurda. Hier stehen ihnen speziell
dafür ausgebildete Fachkräfte zur
Verfügung, die von der Statuserfassung, über eine ausführliche
Information bis hin zur Anprobe
den Patienten begleiten. Regelmäßig kann der Bedarf überprüft
und dementsprechend angepasst
werden. Die Versorgung erfolgt auf
der Grundlage anerkannter wissenschaftlicher Leitlinien. Durch
die gute Vernetzung mit regional
agierenden Partnern ist eine zielorientierte Versorgung optimiert.
Das Sanitätshaus Kurda ist mit
seinen Gesundheitszentren in der
Ringstraße und der Holtenauer
Straße sowie dem Reha-Service im
Papenkamp an mehreren Standorten in Kiel präsent.
Mit Neurostrict wird der gesunde Arm am
Körper fixiert.
Lagerung der Hand mit Mobilas.
PucciAir wird oft als Nachtschiene vewendet.
Juni 2015 | Gesundheitswesen
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Frommer Eyewear und Hörsysteme by Eyewear
Weltneuheit
Weltneuheit bei Siemens
OneMic-Richtmikrofonsystem.
Binaurale Audiodatenübetragung in CICs.
Insio-Hörsysteme sind ab sofort mit
binax-Technologie
ausgestattet.
IdO-Hörgeräteträger (Im-Ohr-Systeme) können nun auch von allen
binauralen Funktionen profitieren,
die in Siemens HdO-Hörsystemen
vorhanden sind. Bei kleinen Gehörgangs-Hörsystemen ist bereits
die Mikrofonposition vorteilhaft
für Hörsystemträger. Aufgrund des
tiefen Sitzes kann der natürliche
Schalltrichter-Effekt der Ohrmuschel
mitgenutzt werden. Neu ist die spezielle Konzeption der Im-Ohr-Komponenten, durch die es erstmals in
der Hörgerätebranche gelungen ist,
binaurale Audiodatenübertragung
zwischen den Hörsystemen auf
kleinstem Raum zu realisieren. Der
besondere Nutzen für Kunden mit
kleinen IdOs der Leistungsklasse 7
liegt im leichteren Hören durch ein
extrem platzsparendendes System:
Das binaurale OneMic-Richtmikrofonsystem.
Um eine effektive Richtwirkung zu
erzielen, bedurfte es bislang zweier
Mikrofone pro Hörsystem. Nun ist
es Siemens gelungen, die beiden
Einzelmikrofone einer beidseitigen
Hörsystemeversorgung drahtlos so
zu verknüpfen, dass der eintreffende Schall von beiden Hörsystemen
gemeinsam in einem virtuellen
Vier-Mikrofon-Netzwerk verarbeitet
wird. So entsteht eine Richtcharakteristik – welche die alle bisherigen
Leistungen sogar noch übertrifft.
Das Heraushören eines Gesprächspartners aus lauten Umgebungsgeräuschen wird wesentlich erleichtert
– nach wie vor eines der wichtigsten
Bedürfnisse von Hörgeräteträgern.
Binaurale Audiodatenübertragung
mittels virtuellem Vier-MikrofonNetzwerk
Wir haben das Herzstück der binauralen Audiodatenübertragung, die
wireless-Spule, optimiert und den
Aufbau unserer Im-Ohr-Komponenten neu konzipiert. Die geschickte
elektromagnetische Abschirmung
Eine Weltneuheit: Erstmals tauschen nun auch kleine CIC-Hörsysteme Audiodaten aus!
Sie verstärken die natürliche Fokussierung des Gehörs nach vorne und somit auf den Gesprächspartner.
Das Ergebnis: präzises Hören bei lauter Geräuschkulisse.
und die Doppelnutzung des Spuleninnenraums als Schallkanal ermöglicht es, die Bauelemente auf
noch kleinerem Raum anzuordnen.
Das Ergebnis ist eine Weltneuheit:
Erstmals tauschen nun auch kleine
CIC-Hörsysteme Audiodaten aus! Für
kleine Abmessungen ohne Kompromisse.
Verstehen beginnt mit gutem
Hören!
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Gesundheitswesen | Juni 2015
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Sanitätshaus BAHR
Modisch & chic: mediFLEX Gesundheitsschuh
„Sehen Sie, was Ihre Füße Ihnen
sagen wollen“, so lautet das Motto
vom Sanitätshaus BAHR. Und wie
wichtig es ist, Gutes für die Füße zu
tun, vermittelt das Team um Orthopädietechniker Meister und Werkstattleiter Thomas Stein seinen Kunden. Schließlich müssen die Füße
Gewaltiges leisten – ein Leben lang.
Doch nicht immer klappt es mit den
Füßen ohne Probleme, und dann
sind Rat und Hilfe vom Fachmann
gefragt. Die Orthopädie Spezialisten
vom Sanitätshaus BAHR kümmern
sich mit individuell hergestellten orthopädischen Einlagen um Fußprobleme wie zum Beispiel den SenkSpreizfuß, Hohlfuß, Hallux valgus
(Ballenzeh) und den Vorfußschmerz
sowie um Sporteinlagen. „Fußprobleme können die Körperstatik nachteilig verändern. Denn steht der Fuß
falsch, steht auch das Knie in einer
Fehlhaltung und dass kann zu Hüftund Rückenschmerzen führen“, sagt
der Einlagen-Profi Henrik Hudtwalcker. Eine speziell angefertigte Einlage korrigiert die Fehlstellung, lindert den Schmerz und sorgt für ein
beschwerdefreies Gehen.
Um die Einlage nach Maß erstellen
zu können, gibt es im Sanitätshaus
BAHR vorab eine kostenlose ausführliche Beratung, bei der auf die
speziellen Bedürfnisse des Patienten eingegangen wird. Dann wird
der Fuß vermessen. Es gibt drei Arten der Fußvermessung.
Die modernste Technik ist die elektronische Vermessung. Zur genauen
Diagnose werden ein paar Schritte
auf einer speziellen Druckmessplatte gegangen. Ein Scanner tastet dabei die Fußsohle ab und erstellt ein
genaues Bild, das auf einen Bildschirm übertragen wird. Anhand
der Fußdaten wird schließlich die
Schuheinlage angefertigt. Eine weitere gute und sichere Möglichkeit
den Zustand der Füße zu überprüfen, ist der herkömmliche Formabdruck. Hierbei hinterlässt der Patient seinen Fußabdruck in einem
weichen Schaumstoffblock. Der
Trittschaumabdruck wird mit Gips
ausgegossen. Nach diesem werden
dann die Schuheinlagen angefertigt. „Bei besonders schweren Fußdeformationen ist ein Fußabdruck
mit einem Gipsabdruck empfehlenswert“, so Henrik Hudtwalcker.
In der hauseigenen Werkstatt vom
Sanitätshaus BAHR werden die
maßgeschneiderten Schuheinlagen
aus verschiedenen Materialien in
sorgfältiger handwerklicher Arbeit
hergestellt. „Zwei Mal im Jahr unterstützen Krankenkassen die Einlagenversorgung nach ärztlicher Verordnung“, ergänzt der Fußexperte.
Immer gut zu Fuß
Spätestens wenn Schmerzen das
Laufen beeinträchtigen, sollte man
über den Kauf von Gesundheitsschuhen nachdenken. Mit einem
innovativen Laufkonzept löst der
mediFLEX Gesundheitsschuh nahe-
Foto: uro
Die Spezialisten für individuelle
Orthopädietechnik
Orthopädie-Techniker Henrik Hudtwalcker misst mithilfe einer elektronischen Fußdruckmessung die Druckverteilung an der Fußsohle. Der Patient geht hierzu über eine elektronische
Druckmessplatte.
zu jedes Fußproblem. Überzeugend
sind seine technischen Details: Die
große Öffnung sowie das FLEXfit
Schnürsystem erleichtert den Einstieg. Sensible Füße können aufatmen, da unangenehme Innennähte nicht vorhanden sind. Das
mediFLEX-Einlagensystem passt sich
den jeweiligen Fußbedürfnissen an
und übernimmt die zentrale Stabilisierungs- und Aktivierungsfunktion
des Fußes. Die Schuh-Oberfläche ist
aus innovativem Mesh-Gewebe und
sorgt für ein prima Fuß-Klima rund
um die Uhr. Der leichte mediFLEX
Gesundheitsschuh ist für den täglichen Einsatz in Beruf und Hobby
empfehlenswert.
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Ärztehaus im Königsweg 14
Akademie
Gustav Adolf Neuber Akademie
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Steenbeker Weg 25–33, 24106 Kiel
Telefon 0431 388-0
Fax 0431 388-81290
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Sankt Elisabeth Krankenhaus Kiel
Königsweg 8, 24103 Kiel
Telefon 0431 388-2202
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Gesundheitswesen | Juni 2015
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Sankt Elisabeth Krankenhaus Kiel
Leistungsknick durch Leistenbruch?
Heute muss man nicht mehr körperlich zurückstecken, nur weil ein Leistenbruch kneift. Moderne und schonende Operationsverfahren versprechen
eine schnelle und dauerhafte Heilung.
terhautgewebe verankert werden
und die es in auflösbarer, in teilauflösbarer und in beständiger Form
gibt, kann man die Bauchwand
dauerhaft verstärken, um erneuten
Leistenbrüchen aus dem Weg zu gehen. Die eingesetzten Netze werden
hinterher nicht wahrgenommen,
können weder im Ultraschall noch
in der Flughafensicherheitskontrolle
festgestellt werden. Weltweit lösen
die Operationsmethoden mit Netz
aufgrund der höheren Sicherheit
und der guten Verträglichkeit die
älteren Verfahren ab.
Schematische Darstellung eines mit Netz operierten Leistenbruchs
Die untere Bauchwand weist eine
Schwachstelle auf, die weder durch
Bauchmuskeltraining oder Bandagieren ausgeglichen werden kann.
Je nach körperlicher Beanspruchung
und je nach sogenannter Bindegewebsschwäche kann sich eine Lücke
in der Unterhaut bilden, ein Leistenbruch. Männer sind hier deutlich benachteiligt, bei ihnen tritt aufgrund
eines anderen Bauchwandaufbaus
der Leistenbruch 10 x häufiger auf.
Ziehende Beschwerden deuten oft
schon vor den Schwellungen auf
einen Leistenbruch hin. Im Regelfall
verstärken sich die Beschwerden
bei körperlicher Anstrengung. Aber,
wie bei allen Gesundheitsfragen,
sind die möglichen Beschwerden
und körperlichen Symptome sehr
verschieden und gehören in die
Hand eines erfahrenen Arztes.
Die Feststellung gelingt dann oft
durch einfaches Betrachten und
Abtasten der Leiste, in schwierige-
26
ren Fällen werden Ultraschall und
Kernspintomographien eingesetzt.
Ist ein Leistenbruch festgestellt, ist
auch eine Operation erforderlich.
Zum einen, um die Beschwerden
zu beenden, zum anderen, weil der
Leistenbruch „einklemmen“ kann.
Hiermit ist die ernste Komplikation
gemeint, bei dem sich innere Organe im Leistenbruch festsetzen und
stark beschädigt werden können.
Die Leistenbruchoperation ist eine
der häufigsten Operationen überhaupt, allein in Deutschland werden
jährlich mehr als 200.000 Eingriffe
vorgenommen. Die reine Operationsdauer liegt normalerweise bei
20 Minuten und wird sowohl ambulant als auch stationär im Sankt Elisabeth Krankenhaus durchgeführt.
Dabei haben sich verschiedene Verfahren als gut herauskristallisiert.
Man unterscheidet zum einen Verfahren mit und ohne Verwendung
von Netzen. Mit Netzen, die im Un-
Eine weitere Unterscheidung der
Operationen besteht in den herkömmlichen Eingriffen mit Hautschnitt in der Leiste und denen, die
per Bauchspiegelung durchgeführt
werden. Operationen per minimalinvasiver
Schlüssellochchirurgie
haben in den letzten 20 Jahren zu
einem Umbruch in allen Gebieten
der Medizin geführt. Gemeinsam ist
Allen eine schnellere und schmerzärmere Heilungsphase.
Welche Operationsmethode angewendet werden sollte, muss natürlich individuell entschieden werden.
Es gibt aus der Gruppe der modernen Verfahren keines, welches allen
anderen generell überlegen ist.
Die Länge der Heilungsphase unterscheidet sich je nach Größe des
Leistenbruches, der angewendeten
Operationstechnik, dem Lebensalter und anderer Faktoren. Nach 2
Wochen ist im Allgemeinen eine
wesentliche
Beschwerdefreiheit
möglich.
Rechter Leistenbruch mit typischer Schwellung
Sicht des Operateurs bei einer Bauchspiegelung. In der Mitte der Leistenbruch als
dunkles Loch.
Autor:
Rainer Gunstmann
Facharzt für Chirurgie
und Unfallchirurgie
Germania Arkaden,
Zur Helling 1,
24143 Kiel
Mare Klinikum,
Eckernförder Str. 219,
24119 Kiel-Kronshagen
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Juni 2015 | Gesundheitswesen
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Lubinus Clinicum
Der Weg in ein normales Leben
Dr. M. Geenen beim mikrochirurgischen Eigengewebsanschluss.
Es passiert oft schneller als man
denken kann. Eine eigene Unachtsamkeit oder die eines anderen
gehören zu den häufigsten Unfallursachen, bei denen Körperoberflächen, Körperformen und Körperfunktionen zerstört werden
und chronische Wunden entstehen. Aber auch Krankheiten können Körperstrukturen erheblich
verändern. Susanne Schneider aus
Nordrhein-Westfalen bekam die
Diagnose Brustkrebs. Beide Brüste mussten amputiert werden, für
die lebenslustige Mittvierzigerin
wurde das zum Trauma. „Für mich
war es trotz guter Prognose schon
sehr schwer, diese Krankheit überhaupt zu akzeptieren. Und dann
ohne Brüste leben zu müssen, für
mich unvorstellbar“, erinnert sich
die Patientin. Sie empfand sich,
wie sie sagt, als absolut unweiblich und schon gar nicht mehr attraktiv, befürchtete sogar, ihren
Mann zu verlieren. Über die Empfehlung eines befreundeten Arztes
stellte sie sich in der Abteilung für
Plastische und Wiederherstellende Chirurgie im Lubinus Clinicum
vor und lernte den Leitenden Arzt
Dr. Matthias Geenen kennen. „Es
ist nicht selten, dass weibliche
Patienten nach einer solchen Erkrankung in ein tiefes Loch fallen“,
sagte der Spezialist. Die moderne Medizin bietet viele Möglichkeiten der Rekonstruktion, wie
auch bei Susanne Schneider. Der
Brustaufbau nach einer Amputation gibt vielen Frauen wieder neues Selbstvertrauen, weil sie sich
wieder als fraulich empfinden, so
wie sie vor der Operation waren,
vielleicht aber auch noch ein bisschen schöner. „Bei uns wird dabei nicht nur Silikon verwendet,
sondern die Brust wird sehr häufig mit eigenem Gewebe wieder
aufgebaut“, erläutert Dr. Geenen
das Operationsverfahren. Die Verwendung von Silikonimplantaten
und von Eigengewebe werden von
ihm gleichermaßen angewandt.
Die „biologische Brustrekonstruktion“, also die Verwendung
von körpereigenem Gewebe zur
Brustwiederherstellung,
bildet
einen Schwerpunkt des Leistungsspektrums. Aber nicht nur Erkrankungen führen manche Frauen in
seine Abteilung. Nicht selten ist
es auch das äußere Erscheinungsbild ihrer Brust und der Wunsch
nach einer Formkorrektur. Diese
kann dann sowohl in einer Vergrößerung oder Verkleinerung der
Brust bestehen, sowie auch in der
Korrektur von Grössenunterschieden oder Volumendefekten nach
Operationen oder Verletzungen.
„Sowohl im Erkrankungsfall, als
auch bei Operationen aus ästhetischen Gründen, sollte dem behandelnden Chirurgen immer die
besondere Bedeutung der Brust
27
LUBINUS
Clinicum
Neue Brüste aus Bauchgewebe
Ausheilung nach Brustamputation ohne
Wiederaufbau
als Geschlechtsmerkmal bewusst
sein“, sagt Matthias Geenen und
verweist darauf, dass daher immer ein besonderes Gewicht auf
eine angepasste Operationstechnik gelegt werden sollte.
Grundlage aller Eingriffe durch
plastische Chirurgen ist dabei
eine gewebeschonende Technik
mit modernsten Methoden zum
Hautverschluss. So können in den
meisten Fällen komplikations- und
beschwerdearme Eingriffe mit
sehr unauffälligem Narbenbild
gewährleistet werden. Allerdings
kann diese Leistung nicht jeder
Mediziner erbringen. Voraussetzung für die Facharztbezeichnung
„Plastischer und Ästhetischer Chirurg“ ist eine qualifizierte Ausbildung in diesen Spezialgebieten.
Die Grundlagen dieser medizinischen Kunst sind von der Deutschen Gesellschaft für Plastische,
Rekonstruktive und Ästhetische
Chirurgie und der Vereinigung der
Deutschen Ästhetisch-Plastischen
Chirurgen festgeschrieben worden. Das hört sich kompliziert an,
ist aber für den Patienten extrem
wichtig, weil nur Ärzte mit dieser
hohen Qualifikation Operationen
dieser Art erfolgreich durchführen
können. „Wir stehen für erfolgreiche Medizin und wollen nicht,
dass Patienten irreparable Schäden davontragen“, so der Mediziner. Darum stehe das Kollegium
der Deutschen Plastischen Chirurgen für höchste Qualität in der
Untersuchung, Beratung und Behandlung von Patienten mit plastisch-chirurgischen
Fragestellungen. Das Know-How
der Abteilung für Plastische und
Wiederherstellende Chirurgie nutzen im Rahmen von Kooperationen auch zwei zertifizierte regionale Brustzentren.
Susanne Schneider strahlt zufrieden: „Ich finde, dass meine Brust
jetzt sogar noch schöner und
gleichmäßiger aussieht als vorher“. Sie ist wieder mit sich im
Reinen, vor allen Dingen auch deshalb, weil ihre Brust ohne Fremdkörper, sondern mit Eigengewebe
aufgebaut wurde.
Der Leitende Arzt Dr. Matthias
Geenen hat natürlich das komplette Krankheitsbild Susanne
Schneider´s im Auge und verweist
darauf, dass für Behandlungen
dieser Art enge Kooperationen
mit allen Abteilungen des Lubinus Clinicums, den Praxen und
Instituten
des
Medizinischen
Versorgungszentrums
Lubinus
und Spezialisten für Pathologie,
Onkologie,
Strahlenbehandlung
und Psychologie in und um Kiel
bestehen. Grundprinzip des Behandlungsansatzes sei es, an der
Seite der Patienten zu stehen und
sie in allen medizinischen Belangen zu unterstützen, Wartezeiten
zu minimieren und für sie kompetenter Ansprechpartner zu sein.
Und nicht unwichtig sei auch die
Tatsache, dass in der Regel die
Kosten der medizinisch begründeten Behandlungen, darunter
fällt in diesem Fall auch die Brustwiederherstellung, von der Krankenkasse übernommen werden.
Abteilung für Plastische und
Wiederherstellende Chirurgie
Leitender Arzt: Dr. med. Matthias Geenen
Steenbeker Weg 25, 24106 Kiel
Tel.: 0431-388-1162, Fax: 0431-388-11690
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Gesundheitswesen | Juni 2015
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Lubinus-Stiftung
Ein guter Geist zum Anfassen
LUBINUS
Clinicum
Die Lubinus-Stiftung und ihre Hausdame
Der erste Eindruck ist wichtig: Blumen für den Empfang.
Sabine Lubinus geht nur kurz in ihr
Büro im Lubinus Clincum, um ihre
Tasche abzustellen. Sie hat heute
einen langen Tag vor sich, schließlich betreut sie nicht nur das Clinicum am Steenbeker Weg, sondern
ist auch für das Sankt Elisabeth
Krankenhaus am Königsweg verantwortlich.
Sie macht sich auf dem Weg in
das Foyer des Clinicums. Es gibt
neue Blumenschalen für den
Empfangstresen, außerdem hat
sie sich mit Martin Doose aus der
Technischen Abteilung verabredet.
Der Fernseher an der Wand, auf
dem der Imagefilm der LubinusStiftung zu sehen ist, ist zu hoch
platziert und soll nun einen neuen
Platz bekommen. „Die Patienten
können den Film gar nicht richtig
sehen“, stellt Sabine Lubinus zu
Recht fest, „und schließlich sind
diese Informationen ja für unsere
Patienten bestimmt“.
Visitenkarte des Hauses
Zum täglichen Ritual gehört die
Kontrolle des Eingangsbereiches.
Sie geht noch einmal kurz zu den
Beeten vor dem Haupteingang,
schaut ob die Gärtner noch Hand
anlegen müssen, dann die Kontrolle des Eingangsbereiches. „Der
Eingangsbereich ist die Visitenkarte des ganzen Clinicums. Der
erste Eindruck, wenn Patienten zu
uns kommen, ist für unser Image
entscheidend“, sagt die Hausdame. Es ist ihre Grundüberzeugung,
28
Der gute Geist ist überall anzutreffen.
dass Patienten nur dann genesen,
wenn sie sich in ihrer jeweiligen
Umgebung wohlfühlen. Dazu gehöre das Wissen unserer Gäste
um die beste medizinische Versorgung, aber auch das Drum und
Dran müsse stimmen. Für Sabine
Lubinus ist das Clinicum eine Art
Hotel, in dem der Service nicht zu
kurz kommen darf.
Tradition im Hause Lubinus
Der gute Geist zum Anfassen hat
übrigens bei Lubinus Tradition. So
tritt die heutige Hausdame in die
Fußstapfen ihrer Schwiegermutter. „Viele haben sie auch liebevoll
als ‚Hausdrachen’ bezeichnet“,
berichtet sie schmunzelnd und
verweist darauf, dass sie dies eher
als Kompliment verstanden hätte.
Damals wurden die Gardinen noch
selbst genäht, die Bettwäsche repariert und die Bedürftigen mit
Schlafsachen versorgt. „Meine
Schwiegermutter hat alles noch
selber genäht“, berichtet Sabine
Lubinus und erinnert sich daran,
dass ihr Schwiegervater, der leider
vor kurzem verstorbene Dr. Hans
Hermann Lubinus, einmal scherzhaft seiner Frau attestiert habe,
dass sie in der Anfangsphase zwei
Nähmaschinen in Grund und Boden „gerattert“ hätte.
„Damals herrschte in den Krankenhäusern ein anderer Wind, da
musste alles eine besondere Ordnung haben.“ Und wenn Mutter
Lubinus durch das Clinicum pat-
rouillierte und nach Staubspuren
suchte, waren alle in HalbachtStellung, bis auf die Patienten
natürlich. Sabine Lubinus muss
lachen, damals sei es viel schwerer gewesen, einen Klinikbetrieb
vernünftig am Laufen zu halten.
„Aber damals wie heute stehen
die Sauberkeit und das Wohlfühlgefühl der Patienten neben anderem an oberster Stelle.“
Guter Geist des Hauses
Heute versteht sich die Hausdame
als der gute Geist des Hauses, der
hilft, das Haus in Schuss zu halten
und gleichzeitig will sie aber auch
eine Art Sparringspartnerin für die
Patienten sein. Sie möchte helfen,
wenn irgendwo der Schuh drückt.
Schon ist sie wieder auf dem
Sprung, huscht durch das Treppenhaus, weil es für sie schneller
geht. Sie ist mit einem Patienten
auf Station 3 verabredet, den sie
nicht warten lassen möchte.
Der junge Mann kommt aus Süddeutschland, hatte hier einen
Sportunfall und nun ein persönliches Anliegen. Sie nimmt Wünsche auf und hört zu.
Dann noch kurz auf die Station
5, dort liegt gerade eine Freundin von ihr, die eine neue Hüfte
bekommen hat. Auch sie möchte
einmal kräftig in den Arm genommen werden, freut sich, dass es ihr
nach so kurzer Zeit schon wieder
richtig gut geht.
Kunst im Clinicum
Und schon ist der gute Geist wieder unterwegs, jetzt auf dem Weg
in den Zwischenbau. Dort ist eine
Ausstellung geplant. „Unser Haus
soll in allen Bereichen attraktiv
sein und darum veranstalten wir
Juni 2015 | Gesundheitswesen
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Sabine Lubinus instruiert Techniker Martin Doose.
in unserem Verbindungsgang immer wieder Kunstausstellungen
namhafter regionaler Künstler“,
berichtet sie. Man schlage damit
zwei Fliegen mit einer Klappe.
Auf der einen Seite gebe man
den Künstlern ein Forum und auf
der anderen Seite biete man dem
Patienten eine interessante Abwechslung.
Präsenz der Ordensschwestern
Unser Geist zum Anfassen schaut
wieder auf die Uhr. Es ist Zeit, sie
ist im Sankt Elisabeth Krankenhaus
verabredet. Dort hat sie ein Gespräch mit den Ordensschwestern.
„Für mich sind die Ordensschwestern ein wichtiges Stimmungsbarometer, sie haben das Ohr direkt
am Patienten, wissen was gedacht
und gewünscht wird.“ Die Schwestern Hedwiges und Hildegund
seien absolut bodenständig, völlig unaufdringlich, immer präsent
und sehr humorvoll. „Für viele Patienten ist nicht nur die medizinische Behandlung wichtig, sondern
sie erhoffen sich auch eine mentale oder geistliche Betreuung und
das ohne erhobenen Zeigefinger“,
sagt die Hausdame. So findet jeden Abend auf den Stationen des
Sankt Elisabeth Krankenhauses,
das seit 2012 zur Lubinus-Stiftung
gehört, eine kleine besondere Andacht statt, die sehr unterschiedlich gestaltet wird. Nachdem die
Zimmertüren geöffnet wurden,
werden zum Beispiel Geschichten
Ein offenes Ohr für die Patientin Thea Karstens.
aus dem Leben vorgelesen, über
Bibeltexte gesprochen und auch
für die Patienten gebetet. Danach
besteht auch die Möglichkeit zu
einem längeren Gespräch. Jeden
Tag ein anderes „Programm“.
Wer es nicht mag, kein Problem,
der schließt einfach die Tür. Jeden Mittwoch um 13 Uhr gibt es
dann noch eine sogenannte aktive
Pause, insbesondere für die Mit-
arbeiter. Zehn Minuten Andacht in
der klinikeigenen Kapelle. Diese
Präsenz der Schwestern Hedwigis
und Hildegund gibt dem Haus eine
Ausnahme-Athmosphäre. Sabine
Lubinus weiß, dass diese Tradition
eines Tages unwiderbringlich zu
Ende sein wird.
Ein langer Arbeitstag
geht zu Ende
Der Arbeitstag neigt sich dem
Ende. Noch eine kurze Stippvisite
in der Klinikküche und dann ist
Feierabend. Der Blick in den Terminkalender zeigt, dass auch morgen wieder ein volles Programm
zu absolvieren ist. Gleich morgens
ist ein Gespräch mit dem Vorstand
der Lubinus-Stiftung vorgesehen,
anschließend ein Treffen in der
Haustechnik.
Wir laden Sie ein zu den nächsten Informationsveranstaltungen für Patienten und Interessierte
am 8. Juli 2015, 16:00 bis ca. 17:30 Uhr
„Ein Leben mit künstlichen Gelenken“
Referenten: Bernd Schulte, Philipp Westphal, Andreas-Schulz-Benick
am 22. Juli 2015, 17:00 bis ca. 18:30 Uhr
„Bin ich schon zu alt für eine Operation?
Risikoeinschätzung und Sicherheit während einer Operation und dem sich anschließenden Aufenthalt“
Referent: Dr. med. Wolfgang Milkereit
am 19. August 2015, 17:00 bis ca. 18:30 Uhr
„Wenn der Schuh drückt: Therapiemöglichkeiten bei Problemen und Erkrankungen der Füße“
Referent: Dr. med. Thomas Fischer
Die kostenlose Vortragsveranstaltung findet im Hörsaal des Lubinus Clinicums, Steenbeker Weg 25, in Kiel statt.
Aus Planungsgründen sind wir für eine kurze Anmeldung dankbar:
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29
Gesundheitswesen | Juni 2015
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Schöne Füße im Sommer
Zwei Laser gegen Nagelpilz
Wasser. Das Licht wandelt sich blitzschnell in Wärme um und vernichtet so die vorhandenen Pilzsporen.“
Das gesunde Gewebe bleibt bei der
Laserbehandlung vollkommen unversehrt.
Jeder möchte im Sommer schöne Füße mit gepflegten Nägeln
präsentieren. Nagelpilz sieht da
nicht nur unansehnlich aus, er
kann auch den kompletten Nagel
zerstören und zu Schmerzen beim
Laufen führen-und ist ansteckend
für sich selbst und andere.. Der
Sommer ist sozusagen der natürliche Feind des Nagelpilzes: Luft,
Sonne und Trockenheit – diese Faktoren sorgen für einen schlechten
Nährboden für die Pilzsporen. Wer
seine Nägel langfristig vom Pilzbefall befreien möchte, kann die
nachhaltige Lasertherapie nutzen.
für andere Menschen sind, ist bei
einem Verdacht schnellstens der
Hautarzt aufzusuchen“, erklärt Dr.
Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums
Kiel. Der Pilz kann sich auch am
eigenen Körper weiter ausbreiten.
Zum Beispiel können wir ihn leicht
in die Leistenregion verschleppen,
wenn wir uns eine Hose überstreifen. Es kann vorkommen, dass die
Pilzsporen sich von dort aus noch
weiter verteilen – etwa bis in die
Brustfalte. Pilzbefall an diesen Körperstellen kann äußerst unangenehm sein.
Wer barfuß im Schwimmbad läuft
oder seine Füße in warme, luftundurchlässige Stiefel steckt, ist
besonders gefährdet für einen Nagelpilz. Zunächst siedelt sich der
Pilz in den Zehenzwischenräumen
oder an der Fußsohle an. Da er nicht
juckt, bemerken Betroffene ihn oft
gar nicht. Ohne eine entsprechende
Behandlung wandert der Pilz weiter
zu den Fußnägeln und nistet sich
dort ein – besonders dann, wenn
diese feucht und durch Nässe aufgeweicht sind. Viele erkennen erst
an den typischen Veränderungen,
dass ihre Zehennägel von Pilz befallen sind: Sie verfärben sich gelblich,
werden brüchig bis bröckelig. „Da
Fuß- und Nagelpilz nicht von alleine
verschwinden und hoch ansteckend
Pilzsporen mit Laser vernichten
Im Hautarztzentrum Kiel behandeln
Experten den Nagelpilz mit Lasern.
„Wir haben zwei Laser zur Auswahl,
mit denen wir den Pilz entfernen
können: den Erbiumlaser und den
Neodym-YAG-Laser“, erklärt Dermatologe Dr. Müller-Steinmann. Das
Ausmaß des Pilzbefalls entscheidet,
welcher Laser besser geeignet ist.
„Ist das Nagelbett gesund, können
wir mit dem Erbiumlaser leicht die
Oberfläche der befallenen Stellen
des Nagels abtragen. Eine Sitzung
ist dafür ausreichend.“ Ist auch das
Nagelbett betroffen, verwenden
die Experten den Neodym-YAG-Laser. „Über den Laser gelangt energiereiches Licht in den Nagel und
absorbiert das dort vorhandene
30
Lasertherapie: schmerzarm und
effektiv
Die Therapie dauert bei von Pilz
befallenen Zehennägeln sowie Nagelbett im Schnitt neun bis zwölf
Monate. Der Laser kommt jeden
Monat einmal zum Einsatz, bis der
kranke Nagel herausgewachsen
ist. „Die ganze Prozedur ist normalerweise relativ schmerzarm – ist
das Nagelbett allerdings betroffen,
können sich die Laserimpulse leicht
stechend anfühlen“, sagt MüllerSteinmann. Die Therapie lohnt sich,
denn von alleine verschwindet der
Pilz nur selten. „Pilz oder Nagel: wer
schneller wächst gewinnt, heißt es.
Leider ist der Pilz in den meisten
Fällen der Sieger.“ Daher gilt für jeden, der Nagelpilz bei sich entdeckt:
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Gesundheitswesen | Juni 2015
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Gesundheitswesen | Juni 2015
Antibabypille – die richtige Wahl
Info
Umfassende Anamnese
Allerdings gibt es „die“ Antibabypille schon lange nicht mehr. Denn
mittlerweile ist eine Vielzahl von
Präparaten für die unterschiedlichsten Bedürfnisse verfügbar. Deshalb
ist eine umfassende Anamnese
beim Gynäkologen sehr wichtig für
die Auswahl. So wird der Arzt Alter,
Gewicht und Blutdruck in Betracht
ziehen und den Zyklus, Vorerkrankungen, familiäre Belastungen oder
Gesundheitsprobleme wie Akne
oder Migräne erfragen. Auch persönliche Gewohnheiten wie Rauchen und die Regelmäßigkeit des
Tagesablaufs stehen auf dem Prüf-
stand. Durch die Befragung kann
die sicherste und am besten geeignete Pille gewählt werden.
Häufig wird eine Mikropille mit einer Kombination aus Östrogen und
Gestagen verschrieben. Je nach
Wahl des Gestagens können dabei
individuelle Risiken berücksichtigt
werden. So weist das Gestagen Levonorgestrel, wie in Femikadin, ein
verhältnismäßig günstiges Sicherheitsprofil mit niedrigem Thromboserisiko auf. Eine östrogenfreie Pille
mit Desogestrel wie beispielsweise
Evakadin kommt den Bedürfnissen
von Raucherinnen und Frauen mit
Übergewicht, Bluthochdruck oder
Diabetes entgegen.
Gut vorbereiten
Damit man beim Anamnesegespräch auch die passenden Antworten parat hat, ist es sinnvoll,
sich auf den Besuch beim Frauenarzt vorzubereiten. Unter www.
schoen-sicher.de/mein-koerper/
der-frauenarztbesuch gibt es eine
kostenlose Checkliste, auf der alle
wichtigen Fragen vermerkt sind.
Dazu sollte man sich eigene Fragen
notieren. So gerät nichts in Verges-
Foto: djd/thx
Vom „ersten Mal“ bis zur Menopause spielt bei Frauen für ein erfülltes und entspanntes Sexualleben
die optimale Empfängnisverhütung
eine wichtige Rolle. Am wichtigsten
ist dabei Sicherheit - und zwar im
doppelten Sinne. Denn neben dem
Verhütungserfolg sind auch mögliche gesundheitliche Risiken auszuschließen. Unangefochtene Nummer eins unter den Kontrazeptiva ist
nach wie vor die Antibabypille. Sie
zeichnet sich durch hohe Sicherheit
und einfache Anwendung aus.
senheit. Mehr Informationen zu den
verschiedenen Möglichkeiten gibt
es auch beim Verbraucherportal
www.ratgeberzentrale.de.
Der Pearl-Index
Die Sicherheit einer Verhütungsmethode wird mit dem sogenannten
Pearl-Index ermittelt. Er gibt an,
wie viele von 100 Frauen innerhalb eines Jahres trotz Anwendung
der jeweiligen Methode schwanger geworden sind. Je kleiner der
Pearl-Index, desto sicherer ist das
Verhütungsmittel. Mit einem Index
zwischen 0,1 und 0,9 gilt insbesondere die kombinierte Mikropille
bei korrekter Anwendung als sehr
sicheres Verhütungsmittel. Ebenso zuverlässig ist die östrogenfreie
Desogestrel-Pille mit einem PearlIndex von 0,1. Mehr Informationen
zur hormonellen Verhütung gibt es
auch unter www.schoen-sicher.de.
Text: djd/pt
Mit Zugluft zum Infekt
Viele Reisende machen es gern: In
der Bahn oder im Auto das Fenster
herunterkurbeln und die Nase in
den Fahrtwind halten. Bei großer
Hitze erscheint der kühle Luftzug
wie ein Segen, doch die Quittung
für die frische Brise ist nicht selten
eine handfeste Erkältung. Dabei
muss es nicht einmal der starke
Fahrtwind sein: Gekippte Fenster,
geöffnete Türen, der Büroventilator
oder die Klimaanlage – alles was
einen seichten Luftzug verursacht,
kann die Körpertemperatur herabsetzen. Geschieht die Kühlung im
Halsbereich, kann dies die Temperatur in der Rachenschleimhaut senken und eine Erkältung provozieren.
Zugluft vermeiden
Im Luftzug verliert die Schleimhaut
zudem an Feuchtigkeit. Ihre Schutzfunktion kann verloren gehen,
durch die Trockenheit entstehen
kleine Risse, in denen sich Krank-
36
heitserreger ansiedeln und vermehren können. Weitere ausführliche
Tipps rund um das Thema Erkältung,
zu den häufigsten Ursachen und zu
möglichen Vorbeugungsmaßnahmen bietet das Verbraucherportal
Ratgeberzentrale.de unter www.
rgz24.de/sommergrippe. Ein praktischer Tipp etwa lautet: Wer in
der warmen Jahreszeit für Kühlung
in heißen Räumen sorgen möchte,
sollte den Durchzug in den frühen
Morgenstunden oder spätabends
durchführen und das Zimmer dabei
verlassen.
Gliederschmerzen und Verschleimung lindern
Zwar heilen banale grippale Infekte
innerhalb weniger Tage meist von
selbst aus, doch wer bei der Arbeit
oder im Alltag einsatzfähig bleiben
möchte, will die lästigen Beschwerden auch aktiv lindern. Die Kombination der Wirkstoffe Phenylephrin
und Paracetamol kann die Symptome gleich zweifach bekämpfen:
Phenylephrin lässt die angeschwollene Nasenschleimhaut rasch abschwellen, das Schnupfensekret
fließt ab und die Nebenhöhlen
werden belüftet. Der Schmerzstiller
Paracetamol wiederum kann das
Fieber senken und Kopf-, Hals- und
Gliederschmerzen lindern. Die neuartige Darreichungsform als Pulver,
das ohne Wasser eingenommen
wird, ist besonders praktisch für unterwegs. Zudem haben die Inhaltsstoffe weder eine sedierende noch
eine aufputschende Wirkung und
beeinträchtigen daher die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
nicht.
Guter Schlaf bei Hitze
Laue Nächte nach einem heißen Tag
bringen oft wenig Abkühlung. Daher ist eine lauwarme Dusche vor
dem Schlafengehen zu empfehlen.
Foto: djd/G.Pohl/Boskamp/thx
Info
Verhütung
Kalt sollte man nicht duschen, da
dies die Durchblutung anregt und zu
einer Erhöhung der Körpertemperatur führen kann. Nach dem Duschen
sollte man kühlende Cremes auftragen, so kann die Abkühlung noch
lange nachwirken. Die Bettwäsche
sollte aus reiner Baumwolle sein, da
Kunstfaser einen Hitzestau verursachen kann. Für einen guten Schlaf
ist generell abends leichte Kost angesagt – an heißen Tagen gilt dieser
Rat umso mehr. Text: djd/pt
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Vitaklinik im Hautarztzentrum Kiel
Haar für Haar
Neue Methode für eine volle Mähne
Lass‘ dein Haar herunter
FUE-Technik - neue Methode der
Haartransplantation:
Haartransplantationen – lange
nutzten hauptsächlich Männer diese Methode, um ihre Geheimratsecken und die ungeliebte „Platte“
gegen dichtes Haar einzutauschen.
Die neue FUE-Technik verschafft
natürlich schöne Haare – und das
dauerhaft.
Eine glänzende Haarpracht – ein
Merkmal für Schönheit. Es ist verständlich, dass Männer, die von
haarlosen Stellen oder Haarausfall
betroffen sind, darunter leiden. Die
FUE-Technik (=Follicular Unit Extraction, „Einzelentnahme“) ist die aktuell weltweit modernste Methode
zur Haarverpflanzung.
Keine Narben zu sehen
Auch die Experten im HautarztzenInformation buchtipp
trum Kiel setzten sie ein. „Bei der
FUE-Methode entnehmen wir einzelne Haare samt Wurzeln am Hinterkopf und transplantieren sie
auf die lichten Stellen“, erklärt Dr.
Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums.
„Es entstehen fließende Übergänge,
sichtbare Narben bleiben normalerweise aus.“
Natürliches Ergebnis durch Eigenhaar
„Nach etwa zwölf Wochen beginnt
die transplantierte Wurzel ein neues Haar zu bilden“, sagt Dr. MüllerSteinmann. Sollte der Kopf keine
ausreichende Spendestelle für die
Entnahme bieten, ist es auch möglich, Haare an anderen Arealen des
Körpers zu entnehmen. „Diese Haa-
Wir verschaffen Ihnen eine schöne und
volle Haarpracht.
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin unter:
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im Hautarztzentrum Kiel
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Tel. (0431) 313030
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re werden zwar nicht so lang wie
Kopfhaare, können aber zum verdichten des Haarbildes genutzt werden“, erklärt der Dermatologe. „Mit
dem natürlichen Ergebnis, das wir
mit der FUE-Technik erzielen, sind
unsere Patienten sehr zufrieden. Sie
fühlen sich jugendlicher und treten
viel selbstbewusster in der Öffentlichkeit auf.“
Dr. med. Ulrich Selz
Migräne adé!
Erstmals beleuchtet ein Arzt das Thema ‚Migräne‘ mithilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin und der
naturwissenschaftlichen Medizin. Selbst wer schon
lange unter Migräne leidet, dem liefert dieses Buch
klar beschriebene Zusammenhänge, die ein völlig
neuartiges Verständnis zu dieser Krankheit eröffnen.
Dr. Selz versteht die Migräne als Ausdruck einer Organschwäche und nicht als unkontrolliert auftretende
Erkrankung. Anhand von Praxisbeispielen erklärt der
Autor mögliche Ursachen und die Beteiligung innerer
Organe sowie die Abhängigkeit der Migräne von dem
individuellen Hormonspiegel. Sein ganzheitlicher Ansatz ermöglicht ihm die gezielte und systematische
Behandlung von Migräne. Frustriert von der rein symptomatischen Behandlung mit Schmerzmitteln, fand
er neue Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie.
Dabei kommen ihm seine jahrelangen Erfahrungen an
einer Schwerpunktklinik für Migräneerkrankte zugute.
Um seinen Patienten zu helfen, verbindet Dr. Selz das
Wissen zweier Kulturen und setzt auf moderne Untersuchungsmöglichkeiten.
Erschienen im caralin Verlag für 29,90 EUR
37
Gesundheitswesen | Juni 2015
Info
Frauengesundheit
Gut auf die Brüste achten
Foto: djd/Progestogel/thx
Monaten zum Gynäkologen. Dabei
bringt der Arztbesuch oft auch Erleichterung: Denn gerade bei Brustschmerzen liegt die Ursache meist
in einer harmlosen sogenannten
Mastodynie – mehr Informationen
dazu gibt es auch unter www.progesteron.de.
Info
Frauen Knötchen in ihren Brüsten
spüren oder unklare Schmerzen haben, ist die Angst vor Krebs schnell
groß. Kein Wunder, denn Brustkrebs
ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen - nach Angaben des
Zentrums für Krebsregisterdaten
(ZfKD) gibt es in Deutschland mehr
als 70.000 Neuerkrankungen jährlich. Die gute Nachricht: Trotz gestiegener Erkrankungszahlen ist die
Sterblichkeit zurückgegangen, dank
besserer Früherkennung und moderner Therapien. Dennoch ist es
wichtig, unklare Beschwerden nicht
auf die leichte Schulter zu nehmen,
sondern schnell abklären zu lassen.
Ursachen oft harmlos
Gerade wegen der Angst vor Krebs
warten Frauen aber oft zu lange:
Nach einer aktuellen Praxisumfrage gehen fast 40 Prozent der Betroffenen erst nach drei bis sechs
Eine Mastodynie entsteht durch
eine hormonelle Dysbalance, bei
der ein Überschuss an Östrogen
einem Defizit an Progesteron gegenübersteht. Das ist häufig in bestimmten Phasen des monatlichen
Zyklus oder zu Beginn der Wechseljahre der Fall - weitere Informationen zu Wechseljahresbeschwerden
gibt es beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Dieses Ungleichgewicht bewirkt eine verstärkte
Wassereinlagerung und manchmal
auch die vorübergehende Bildung
kleiner Knötchen, was zu Ziehen
und Spannen führen kann. Sind
die Beschwerden stark, können sie
durch eine lokale Behandlung der
Brust mit einem progesteronhaltigen Gel wie Progestogel behandelt
werden. Dieses kühlt und gleicht
die Hormonschwankungen aus.
Gewissheit sorgt für Erleichterung
Oft sorgt auch schon das Wissen,
keine ernsthafte Erkrankung zu
haben, für deutliche Erleichterung.
Denn psychische Belastungen und
Ängste können die Beschwerden
noch weiter verstärken. Umgekehrt
wirken sich Entspannungstechniken
und positive Erlebnisse bei einem
prämenstruellen Syndrom (PMS)
positiv aus und können dabei helfen, sich wieder wohler zu fühlen.
Vorsorgen mit App
Ergänzend zur jährlichen Kontrolle
beim Frauenarzt sollte jede Frau ihre
Brust auch einmal im Monat selbst
untersuchen, um Veränderungen
möglichst früh zu bemerken. Eine
leicht verständliche Anleitung dazu
bietet etwa die App „Monatliche
Selbstuntersuchung der Brust“, die
unter www.kade.de/Selbstuntersuchung kostenlos heruntergeladen
werden kann. Zusätzlich bietet sie
auch eine Erinnerungsfunktion, damit man die regelmäßige Kontrolle
nicht vergisst. So wird sie schnell zur
festen Gewohnheit und kann einen
wichtigen Beitrag zur Früherkennung leisten. Texte. djd/pt
Hartnäckiger Biofilm in der Lunge
Foto:djd/Mucosolvan/Boehringer/Ingelheim
Rund 12.000 Liter Luft zirkulieren
täglich durch unsere Atemwege.
Bei so viel „Durchzug“ ist es kein
Wunder, dass auch Krankheitserreger wie Viren und Bakterien in die
Bronchien gelangen. Besonders
in der kalten Jahreszeit, wenn die
Abwehr geschwächt ist, kann uns
dann festsitzender Husten plagen.
38
„Ein wesentlicher Grund für die
Entstehung dieser Beschwerden
liegt darin, dass die Reinigungsmechanismen unserer Lungen durch
zähen Hustenschleim gestört werden“, so Dr. med. Justus de Zeeuw,
Facharzt für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde aus
Köln.
Keime verstecken sich im Biofilm
Meist wird Husten durch Viren verursacht und ist in der Regel problemlos behandelbar. Kritisch kann
es werden, wenn sich an die durch
Hustenschleim
verunreinigten
Bronchien ein Biofilm aus Bakterien und/oder Pilzen anheftet und
eine Infektion auslöst. Dieser Film
ist quasi eine mikrobielle „Wohngemeinschaft“, bei der sich die
Keime hinter einer dicken Hülle aus
Zuckern und Proteinen verstecken.
So können Antibiotika oder körpereigene Abwehrzellen nur schlecht
etwas ausrichten, weil sie kaum zu
den Erregern durchdringen. „Gelingt es allerdings, diese Barriere
durchlässiger zu machen, gelangen
beispielsweise Antibiotika und Abwehrzellen wieder besser an die
Erreger heran“, erklärt de Zeeuw.
„Ambroxol scheint das zu können,
indem es die Biofilmhülle dünner
und poröser macht.“ Der Wirkstoff
hat sich bei der Bekämpfung von
festsitzendem Hustenschleim in
den Bronchien bewährt, indem er
ihn verflüssigt und das Abhusten
erleichtert.
Bei COPD Verschleimungen
konsequent behandeln
Schleimlösung kann vor allem für
Menschen mit Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD)
wichtig sein, die unter dauerhaft
verengten Bronchien und Husten
leiden. Denn sie sind besonders
anfällig für Erkältungsinfekte und
leiden stärker unter den Beschwerden. Experten raten, COPD-Erkrankte mit zähem Hustenschleim
ergänzend zur Standardtherapie
auch längerfristig mit Ambroxol zu
behandeln. Es kann nachweislich
die Schwere und Häufigkeit der
COPD reduzieren. Text: djd/pt
Juni 2015 | Gesundheitswesen
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39
Gesundheitswesen | Juni 2015
Info
Inkontinenz
Inkontinenz auf Reisen
Foto: pixelio/Rainer Sturm
Ein lösbares Problem
Wer früher an Inkontinenz erkrankte, war oft zu einem isolierten Dasein in der Nähe der eigenen
Toilette verurteilt. Dank moderner
Therapien und Hilfsmittel hat sich
das mittlerweile geändert. So ermöglichen beispielsweise gut aufsaugende Vorlagen die gewohnte
Teilhabe am sozialen Leben. Dennoch scheuen sich viele Betroffene, die bekannte Umgebung zu
verlassen und Urlaub zu machen.
Denn wie übersteht man die Anreise? Gibt es am Urlaubsort die
Möglichkeit, sich mit Hilfsmitteln
zu versorgen?
Prof. Dr. Ursula Peschers, Chefärztin für Gynäkologie, UrogynäkoloDie nächste Ausgabe der AnzeigenSonderveröffentlichung
Gesundheitswesen
erscheint am
09.10.2015
Anzeigenschluss ist am
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Die aktuelle Ausgabe und weitere Informationen
finden Sie auch im Internet unter:
www.kn-online.de/gesundheitswesen
40
gie und rekonstruktive Beckenbodenchirurgie am Kontinenz- und
Beckenboden-Zentrum
München
kennt die Herausforderungen, die
eine Reise an Inkontinente stellt. Sie
gibt die wichtigsten Tipps für einen
gelungenen Urlaub.
1. Extragepäck beim Flug
Hilfsmittel können auf einigen Flügen als kostenloses Sondergepäck
aufgegeben werden. Wichtig ist,
dies bereits bei der Buchung anzukündigen. Über die aktuellen Konditionen informiert die jeweilige
Fluggesellschaft. Ein Vorrat an Einlagen oder Tampons für einige Tage
gehört aber immer ins Handgepäck,
falls das Fluggepäck verloren geht.
Um die Abfertigung am Flughafen
zu erleichtern sollte man ein ärztliches Attest über den Bedarf an
Hilfsmitteln und Medikamenten
mitführen. Für bestimmte Produkte
gibt es als Formular hierfür einen
bereits mehrsprachig formulierten
Hilfsmittelpass, der über den Hersteller zu beziehen ist.
2. Autoreisen
Wer mit dem eigenen Auto anreist,
kann einfacher mitnehmen, was
benötigt wird. Doch was tun, wenn
plötzlich ein Stau entsteht? Für diese Notfälle gibt es Einwegtoiletten
im einschlägigen Online-Versandhandel und bei Outdoor-Ausstattern
zu kaufen. So bestimmt nicht das
Reisetempo den Wohlfühlfaktor.
Eine zusätzliche Übersicht über die
Rastplätze auf Ihrer Route ist über
den Routenplaner des ADAC online
unter http://maps.adac.de/verfügbar. Und wer ganz sicher gehen will,
dass er nicht an der Schlange für die
Toiletten anstehen muss, kann sich
den Euroschlüssel besorgen. Dieser
ermöglicht europaweit Zugang zu
Behindertentoiletten. Zu beziehen
ist der Schlüssel beim CBF Darmstadt, Pallaswiesenstr. 123a, 64293
Darmstadt gegen ein entsprechendes Attest und eine Gebühr von
20,00 Euro. Details unter www.cbfda.de
3. Medikamente unterwegs
Am einfachsten ist die Medikamentenversorgung im Urlaub, wenn der
Arzt vorher einen ausreichenden
Vorrat verschreibt. Auch in diesem
Fall sollten die Arzneimittel auf
Handgepäck und Reisegepäck verteilt werden. Damit nichts schiefgehen kann, sollte man sich erkundigen, wo am Urlaubsort die nächste
Apotheke zu finden ist.
4. Hilfsmittel und Medikamente
am Urlaubsort beschaffen
Wer keine Möglichkeit sieht, einen
Vorrat der vertrauten Präparate mitzuführen, sollte den Hersteller kontaktieren. Bei Auslandsreisen ist es
wichtig zu wissen, unter welchem
Handelsnamen das Medikament
in dem betreffenden Land geführt
wird. Diesen kann man beim Hersteller erfragen. Die Produzenten
von Hilfsmitteln können Patienten
eine Übersicht der Vertriebspartner
im jeweiligen Urlaubsland zukommen lassen. Leider gibt es jedoch
Länder, in denen Hilfsmittel nur sehr
schwer oder gar nicht zu beschaffen
sind. In diesem Fall kann es sinnvoll
sein, sich selbst ein Paket mit allem,
was benötigt wird, an den Urlaubsort vorauszusenden.
5. Entsorgung von Hilfsmitteln
unterwegs
Unterwegs stellt sich häufig heraus, dass es gar nicht so einfach ist,
Hilfsmittel auch wieder zu entsorgen. Hier hat es sich als große Hilfe erwiesen, immer Mülltüten, die
man zuknoten kann, dabeizuhaben.
Diese können dann guten Gewissens auch neben den häufig viel zu
kleinen Abfallcontainern deponiert
werden.
6. Ruhiger Nachtschlaf
Das Gefühl von Sicherheit ist eine
wichtige Voraussetzung für einen
gesunden Schlaf. Doch häufig werden im Moment des Einschlafens
Zweifel wach, ob die eingesetzten
Hilfsmittel auch wirklich dicht halten. Um diesen Zweifeln vorzubeugen und sich den Gang zum Hotelpersonal zu ersparen, falls wirklich
mal ein Malheur passiert, ist es
sinnvoll, auch eine wasserdichte
Bettauflage einzupacken.
Insgesamt bedeutet es etwas mehr
Aufwand, bei der Urlaubsreise die
Inkontinenz zu berücksichtigen.
Wer zum ersten Mal auf diese Art
verreist, sollte auf jeden Fall seinen Arzt ansprechen, was noch zu
bedenken ist und generell abklären, ob die Behandlung optimiert
werden kann. Geeignete Ansprechpartner sind zum Beispiel die durch
die Deutsche Kontinenz Gesellschaft
zertifizierten ärztlichen Beratungsstellen oder Kontinenz- und Beckenboden Zentren. Eine entsprechende
Liste ist auf http://www.kontinenzgesellschaft.de zu finden.
Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft
e. V. hat es sich als gemeinnützige,
medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft seit 1987 zur Aufgabe
gemacht, Inkontinenz aus der Tabuzone zu holen und den Weg frei zu
machen für eine verbesserte Diagnose, Behandlung und Prävention
von Harn- und Stuhlinkontinenz. Dafür steht bundesweit ein interdisziplinärer Expertenrat aller betroffenen
Fachrichtungen zur Verfügung. Mit
der Zertifizierung von ärztlichen Beratungsstellen sowie Kontinenz- und
Beckenboden-Zentren und der Veranstaltung von Fortbildungen trägt
die Deutsche Kontinenz Gesellschaft
maßgeblich zur Qualitätssicherung
in der Behandlung und Beratung von
Menschen mit Inkontinenz bei.
Deutsche Kontinenz Gesellschaft
e.V. Friedrichstraße 15
60323 Frankfurt am Main
www.kontinenz-gesellschaft.de
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Juni 2015 | Gesundheitswesen
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Privat-Praxis für Neurochirurgie
Mehdorn Consilium
Prof. Dr. Maximilian Mehdorn eröffnet nach Beendigung
seiner Klinikkarriere eine Privat-Praxis
nen – circa 400 im Jahr – hat Prof.
Mehdorn an seiner alten Wirkungsstätte selbst durchgeführt. Das soll
zunächst vorbei sein. Operieren will
der Mediziner in naher Zukunft nicht
mehr selbst, sondern in erster Linie
für seine Patienten ein offenes Ohr
haben und sie über Operations- und
Therapieverfahren aufklären und
beraten.
Eine zweite Meinung ist immer
gefragt
Prof. Dr. Maximilian Mehdorn
Nach 24 Jahren hat Prof. Dr.
Hubertus Maximilian Mehdorn
die Leitung der Klinik für Neurochirurgie als ärztlicher Direktor
am Universitätskrankenhaus Kiel
(UKSH, Campus Kiel) in neue Hände gegeben und seinen Platz am
OP-Tisch für seinen Nachfolger frei
gemacht. Doch ganz in den Ruhestand will sich der leidenschaftliche Arzt noch nicht begeben.
Patienten können ihn ab sofort in
seiner Privat-Praxis konsultieren,
wo er ihnen mit seiner langjährigen Erfahrung und Kompetenz für
eine zweite Meinung beratend zur
Verfügung steht.
Nach Jahren der neurochirurgischen
Ausbildung und der Forschung in
Zürich, Minden, San Francisco und
Essen war der gebürtige Berliner
seit 1991 am UKSH, Campus Kiel
tätig und trat als Leiter der Klinik
für Neurochirurgie die Nachfolge
von Prof. Hans-Peter Jensen an.
Mehdorn gilt als Spezialist für Wirbelsäulenoperationen und die Implantation von Hirnschrittmachern
bei Parkinson-Patienten; er erwarb
sich vor allem durch Operationen
bestimmter Hirntumore in Lokalanästhesie einen exzellenten Ruf.
Rund 25 Prozent aller Operatio-
„Mir haben die Patienten immer
sehr am Herzen gelegen und das ist
auch heute noch so“, so der Mediziner, der auch seine Forschungs- und
Vortragstätigkeit weiter fortführen
wird. Im Klinikalltag war dafür oft
zu wenig Zeit. Das soll sich in seiner Privat-Praxis ändern. „Ich stehe
meinen Patienten bei allen Fragen
rund um das gesamte neurochirurgische Spektrum beratend zur Seite – von der Notwendigkeit einer
Operation bis hin zur differenzierten
Beurteilung von Therapieverfahren.
Es gibt einfach einige Operationen,
die sind unumgänglich. Aber eine
zweite Meinung ist vielen Patienten
wichtig, gerade bei einem so empfindlichen Fachgebiet wie der Neurochirurgie.“
Jahrelange Erfahrung und
internationale Kontakte
Besonderes Augenmerk legt der
67-Jährige dabei auf die kleinen
Patienten. Neurochirurgische Operationen bei Kindern bergen immer
eine ganz besondere Dramatik und
sind nicht nur für den Operateur besonders schwierig, sondern gerade
für die Kinder und ihre Eltern eine
große psychische Belastung. Ihnen
die Angst zu nehmen, sie besonders
gründlich aufzuklären und ihnen somit weiterhelfen zu können, ist Prof.
Mehdorn ein großes Anliegen. Nicht
nur seine jahrelange Erfahrung und
sein hohes fachliches Wissen kommen dabei den Patienten zugute,
sondern auch die vielen Kontakte,
über die er national wie interna-
tional verfügt. „Ich kann sehr gut
einschätzen, wo die Patienten am
besten medizinisch versorgt werden können und welcher Kollege
für das entsprechende Fachgebiet
am versiertesten ist“, so Mehdorn.
Termine nur mit Voranmeldung
Den Menschen – nicht seine Krankheit – im Mittelpunkt zu sehen, ihn
zu heilen, ihm ein lebenswertes
und möglichst schmerzfreies Leben zu ermöglichen – das sind die
Werte, die Professor Mehdorn in
seiner aktiven Klinikkarriere stets
gelebt hat und so möchte er auch
jetzt weiter machen. Nur mit sehr
viel mehr Zeit. Deswegen gibt es
Termine auch nur auf Vereinbarung,
um den Patienten lange Wartezeiten zu ersparen. „Meine Patienten
sollen sich ganz sicher sein, dass ich
mir genügend Zeit für sie nehmen
kann. Das ist im Klinikbetrieb nicht
immer möglich gewesen und jetzt
natürlich ein großer Vorteil.“
Erfahrung
Kompetenz
Beratung
Ihre Privatpraxis
für Neurochirurgie
Prof. Dr. med. H. Maximilian Mehdorn
Privat-Praxis für Neurochirurgie
im Gesundheitszentrum Kiel-Mitte
Telefon 0431 6005619
Prüner Gang 7, 24103 Kiel
www.mehdorn-consil.de
[email protected]
41
Gesundheitswesen | Juni 2015
[ANZEIGE]
für Urologie und Kinderurologie
Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie
UKSH Campus Kiel | Klinik
Chirurgie – Quo vadis?
Interdisziplinäres Miteinander fördert Expertise beim robotergestützten Operieren
Entspannte Situation im OP. Eine Mannschaft von hochspezialisierten OP-Schwestern und
-Pflegern, die teilweise im Ausland ausgebildet wurden, assistiert den Chirurgen.
Im Januar 2013 wurde am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,
Campus Kiel das erste da VinciSystem zur roboterassistierten Chirurgie in Betrieb genommen. Was
anfänglich lediglich als Ergänzung
zur konventionellen Chirurgie gesehen bzw. dessen Mehrwert für die
Patienten von einigen Kolleginnen
und Kollegen in Zweifel gezogen
wurde, hat sich in rasender Geschwindigkeit zu dem entwickelt,
wovon Professor Klaus-Peter Jünemann immer geträumt hat – einem
neuen Meilenstein der Chirurgie. In
der von ihm geleiteten Klinik für
Urologie und Kinderurologie hat die
roboterassistierte Chirurgie bei Eingriffen an der Niere, der Harnblase
und insbesondere der Prostata bei
Prostatakrebsoperationen die konventionelle offene Chirurgie nahezu vollständig verdrängt. Ebenso
gehört das da Vinci-System in der
Klinik für Allgemeine Chirurgie und
Thoraxchirurgie des UKSH zum festen Bestandteil der OP-Verfahren.
Operationen im kleinen Becken
wie beim Rektumkarzinom werden
standardmäßig
roboterassistiert
durchgeführt.
Entwicklung der roboterassistierten Chirurgie
Welchen Einfluss die Chirurgie mit
dem da Vinci Si-System nicht nur auf
42
das Operationsergebnis eines jeden
einzelnen Patienten hat, sondern
gleichsam für die Entwicklung der
Patientenzahlen an sich, soll für die
Urologie exemplarisch an der Ent-
se der roboterassistierten Chirurgie
diese Form der Hochleistungschirurgie für sich angewendet wissen
möchten.
In der Klinik für Allgemeine Chirurgie
und Thoraxchirurgie wurde in Kiel
bundesweit die erste komplett roboterassistierte SpeiseröhrenkrebsOperation erfolgreich durchgeführt.
Mittlerweile hat sich diese Technik
deutschlandweit
herumgesprochen, was sich dadurch bemerkbar
macht, dass viele Patienten auch
außerhalb Schleswig-Holsteins den
Weg zum UKSH nach Kiel finden,
um sich mit dieser Technik operieren zu lassen. Dies spiegelt sich in
einer deutlich gesteigerten Anzahl
von Speiseröhrenoperationen wider
(Abb. 2). „Auch wir sind beeindruckt
wie schnell die Patienten sich nach
dem Eingriff erholen und wie gut die
funktionellen Ergebnisse sind. Mittlerweile wurde das Spektrum der
roboterassistierten Chirurgie auch
auf andere komplexe Operationen
wie die Leber- und Pankreaschirur-
Ihr Wissen haben die hochmotivierten OP-Mitarbeiterinnen und
-Mitarbeiter gern und mit großem
Engagement weitergegeben
wicklung der Nierentumoreingriffe
aufgezeigt werden (Abb. 1). Wurden
im Jahre 2012 noch die Mehrzahl
der Patienten konventionell offen
chirurgisch operiert und nur ca. ein
Drittel laparoskopisch minimal-invasiv, so zeigt die Entwicklung, dass
die roboterassistierte Chirurgie die
konventionellen Eingriffe verdrängt
und praktisch abgelöst hat, unter
Beibehaltung der 3D-laparokopischen Nierenoperationen. Die Grafik zeigt auch, dass die Gesamtpatientenzahl erheblich zugenommen
hat aufgrund des großen Interesses
seitens der Patienten, die an einem
Nierentumor erkrankten und eben
aufgrund der exzellenten Ergebnis-
gie und die Lungenchirurgie erfolgreich ausgeweitet“, berichtet Klinikdirektor Professor Thomas Becker.
Ergebnisse
Die Gründe für exzellente Resultate
und Schmerzarmut sind offensichtlich:
1. Die da Vinci-Chirurgie erlaubt
auch bei den größten operativen
Eingriffen eine OP-Technik mit großer Bewegungsfreiheit der Instrumente und hervorragender Sicht,
was eine extrem schonende und
blutarme Präparation der einzelnen
Gewebestrukturen zulässt. Anders
gesagt ermöglicht die dreidimensionale Sicht mit bis zu 10-facher
Vergrößerung ein Operieren, so als
würde der Chirurg sich im Körper
des Patienten befinden.
2. Größere Baucheröffnungen werden gänzlich vermieden, sodass die
Patienten auch nicht oder weniger
auskühlen und sich demzufolge
wesentlich schneller erholen. Dies
zeigt sich auch in der sehr rasch
nach dem Eingriff wieder einsetzenden Verdauung der Patienten im
Vergleich zu denen, die noch konventionell offen operiert werden
müssen (bei weit fortgeschrittenen
Tumoren). Was das Schmerzerleben
der Patienten angeht, wird dieses Phänomen besonders bei Eingriffen im Retroperitoneum, d. h.
Niereneingriffen sichtbar. Wurde
früher über einen großen Schnitt
beginnend an der 11. oder 12. Rippe zum Unterbauch ziehend der
Körper eines Patienten eröffnet, um
den Nierentumor auszuschälen oder
die ganze Niere zu entfernen, wird
dies heute nur noch über kleine Einstiche mittels 3D-laparoskopischer
oder roboterassistierter Chirurgie
durchgeführt. Das postoperative
Schmerzerleben der Patienten und
der damit einhergehende Schmerzmittelverbrauch wurden drastisch
reduziert. Die Patienten sind am
Tag nach dem Eingriff bereits wieder mobil und bewegen sich auf der
Station so, als wäre nichts gewesen.
3. Das Auftreten von Komplikationen, insbesondere Blutungen während des Eingriffs, ist durch die OPTechnik sowie das Aufblähen des
Unterbauches mit CO2-Gas, mit dem
Sicht und Platz geschaffen wird, minimiert, was zur Folge hat, dass nur
noch selten bzw. in Ausnahmefällen
Blutkonserven gegeben werden
müssen.
4. Auch für den Chirurgen und das
OP-Assistenzpersonal bringt die da
Vinci roboterassistierte Chirurgie
große Vorteile: Der Chirurg sitzt
an einer Konsole entspannt, auch
wenn der Eingriff mehrere Stunden dauert, und Assistenz und OPSchwester sehen das gleiche intraoperative Bild wie der Chirurg. Dies
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
1
Entwicklung der Nierentumoreingriffe in der Klinik für Urologie und Kinderurologie UKSH,
Campus Kiel
erlaubt eine Chirurgie, wie sie bis
dato nicht möglich war.
Weitere Entwicklung
Seitens des Universitätsklinikums
müssen die Kosten, die solche Chirurgie verursacht, ebenfalls berücksichtigt werden. Es ist deshalb umso
erfreulicher, dass das erste da Vinci
Si-System in Kiel und SchleswigHolstein heute Vollauslastung vermelden kann, bedingt durch das
freundschaftliche Miteinander der
interdisziplinär arbeitenden Kliniken
am und mit dem da Vinci System.
Durch die kontinuierliche Steigerung
der Fallzahlen der da Vinci-operierten Patienten reduzieren sich verständlicherweise auch die laufenden Kosten, die für jeden einzelnen
Eingriff anfallen. Dies hat dazu geführt, dass das da Vinci-System sich
rechnet und für Patienten, die mit
dieser OP-Technik operiert werden
können, keine zusätzlichen Kosten
entstehen. Da Vinci-Chirurgie in Kiel
ist für Patienten und deren Krankenversicherung kostenneutral.
Aber nicht nur bei einer ökonomischen Betrachtungsweise des da
Vinci-Projektes zeigt sich, dass Interdisziplinarität Zukunft hat. Auch
Vorankündigung:
UKSH Patiententage
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18./19. September 2015
Nutzen Sie die Gelegenheit,
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www.uksh.de/chirurgie-kiel
(Bereich Veranstaltungen)
die Ausbildung der Schwestern an
einem solch hochkomplexen System hat durch das gemeinsame Anpacken einen beispiellosen Verlauf
genommen. Wurden zunächst drei
urologische Schwestern am da Vinci
Si-System ausgebildet, folgten die
Chirurgie und die Gynäkologie mit
sechs weiteren OP-Schwestern und
-pflegern, die eine spezielle Ausbildung im Ausland erfahren haben.
Ihr Wissen haben die hochmotivierten OP-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter gern und mit großem Engagement weitergegeben, sodass wir
heute stolz auf eine Mannschaft von
21 OP-Schwestern und -Pflegern blicken können, die in der Lage sind,
da Vinci-Chirurgie zu assistieren.
Um das Programm zu diesem Erfolg
zu führen, bedurfte es aber auch
eines Umdenkens, und es mussten
alle involvierten Fachabteilungen
mit ins Boot geholt werden. Insbesondere die Anästhesie hat sich
ausgesprochen kooperativ gezeigt,
gerade was die Anforderungen an
die besondere Lagerung der Patienten angeht, damit sie mit einem
da Vinci Si-System operiert werden
können. Auch der OP-Ablauf musste
umorganisiert werden, sodass der
da Vinci-Saal heute nicht mehr acht,
sondern zehn Stunden betriebsbereit ist und in Anspruch genommen
werden kann.
Wie die aktuelle Grafik zeigt (Abb.
3), haben sich nach behutsamem
Start im Jahre 2013 die roboterassistierten Eingriffe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel
in diesem Jahr verfünffacht. Damit
erreichen wir mit dem da Vinci-System Vollauslastung. Das hat auch
dazu geführt, dass wir im Gespräch
sind für die Beschaffung eines weiteren da Vinci Si-Systems, um allen
Menschen in Schleswig-Holstein,
2
Entwicklung der Ösophagusresektionen (Speiseröhre) in der Klinik für Allgemeine, Viszeral-,
Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie UKSH, Campus Kiel
3
Entwicklung und aktueller Stand der roboterassistierten Chirurgie am UKSH, Campus Kiel
die einen entsprechenden Eingriff
benötigen, roboterassistierte und
3D-laparoskopische Chirurgie anbieten zu können.
Gedankt sei denen, die dies ermöglicht haben: die DFG, das Land
Schleswig-Holstein, die Damp Stiftung, die Medizinische Fakultät der
Christian-Albrechts-Universität, die
UKSH Förderstiftung und schließlich
das UKSH selbst. Wir sind stolz auf
diese Entwicklung und blicken mit
Zuversicht und großem Enthusiasmus in die Zukunft und auf all das,
was wir chirurgisch verändern bzw.
noch beeinflussen werden.
Klinik für Urologie und Kinderurologie
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Prof. Dr. K.-P. Jünemann
Arnold-Heller-Str. 3,
Haus 18, 24105 Kiel
Tel.: 0431 / 597 - 44 11
Fax: 0431 / 597 - 18 45
www.urologie-kiel.de
www.facebook.com/urologiekiel
www.youtube.com/urologiekiel
Prof. Dr. K.-P.
Jünemann
Direktor der Klinik
für Urologie und
Kinderurologie
Prof. Dr. T. Becker
Direktor der Klinik
für Allgemeine,
Viszeral-, Thorax-,
Transplantationsund Kinderchirurgie
Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Thorax-,
Transplantations- und Kinderchirurgie
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Prof. Dr. T. Becker
Arnold-Heller-Str. 3,
Haus 18, 24105 Kiel
Tel.: 0431 / 597 - 43 01
Fax: 0431 / 597 - 19 95
www.uksh.de/chirurgie-kiel
43
Gesundheitswesen | Juni 2015
Neues Augenpflaster zur Therapie
Um Konturen gut zu erkennen, müssen die Augen scharfe Bilder an das
Gehirn liefern. Im Kindesalter kann
es vorkommen, dass eines der Sehorgane schwachsichtig ist. Die häufigste Folge ist das Schielen. Um die
Entstehung von Doppelbildern zu
vermeiden, bevorzugt das Gehirn
die besseren Informationen. Mangelndes Training am schwachen
Auge verschlechtert jedoch dessen
Sehleistung. Hier kommt die so
genannte Okklusionstherapie zum
Einsatz: Das gesunde Auge wird
zeitweise abgeklebt, um das „kranke“ Auge zu trainieren. Im Hinblick
auf eine erfolgreiche Therapie sollte
der kleine Patient früh an das konsequente Tragen des Pflasters gewöhnt werden.
Spider-Man oder Minnie-Maus?
Kleine Patienten sind sich einig: Je
cooler die Pflaster, desto lieber werden sie getragen. So bietet der Hersteller 3M eine Vielfalt liebevoll gestalteter Disney-Designs für jeden
Geschmack und jede Altersgruppe
an. Mithilfe eines besonderen Bestellblatts kann das persönliche
Lieblingsmotiv ausgewählt und mit
Stolz den Freunden präsentiert werden. Kleine Kinder an das Abkleben
des Auges zu gewöhnen, erfordert
anfänglich möglicherweise von allen Seiten Geduld. Kleiner Tipp: Bekommt der Lieblingsteddy ebenfalls
ein Pflaster, fühlen sich die kleinen
Patienten nicht so alleine.
Elterliches Lob für ausdauerndes
Pflastertragen - vor allem im Beisein von Spielkameraden oder
Verwandten - wirkt sich positiv
auf den Therapieerfolg aus. Ein
Belohnsystem für eine bestimmte
Anzahl getragener Augenpflaster
rückt die Behandlung in ein positi-
ves Licht. Das kann ein Kinobesuch
oder ein neues Kuscheltier sein.
Je mehr sich das Kind mit seinen
Pflastern auseinandersetzt, desto
mehr freundet es sich damit an. So
lassen sich diese nach dem Tragen
zu bunten Kollagen zusammenfügen oder in ein Album kleben.
Mehr dazu: www.opticlude.de.
Text: djd
Gefährliche Schönheiten
Foto:pixelio/Joujou
Info
Pflaster entfernen? Es geht auch
ohne Autsch!
Um dem Sprössling unnötiges
Ziepen und Ziehen beim Pflasterentfernen zu ersparen, rät die
Augenärztin Dr. med. Dagmar
Obens-Laumanns aus Münster: „Die
Okklusionspflaster ‚Opticlude Silicone‘ beispielsweise enthalten statt
des herkömmlichen Klebstoffs eine
sanfte Silikon-Beschichtung und
lassen sich daher sanft und nahezu
schmerzfrei entfernen.“ Das bislang
einzige Pflaster dieser Art haftet
dabei ebenso zuverlässig wie herkömmliche Modelle. Gut zu wissen:
Liegen in der Familie bereits Fehlsichtigkeiten vor, sollte der Nachwuchs bis zum vollendeten ersten
Lebensjahr augenärztlich untersucht werden. Denn je früher das
Sehorgan in seiner Entwicklung unterstützt wird, umso besser entwickelt sich das Sehen. Weitere wertvolle Tipps finden sich unter www.
opticlude.de.
Foto: djd/3M
Info
Schielen bei Kindern
Ob im heimischen Garten oder im
städtischen Park, beim Spielen in
der freien Natur können Kinder
schnell mit giftigen Pflanzen in Berührung kommen. „Zeigt ein Kind
Symptome wie Übelkeit, Schwindel und Kreislaufprobleme, sollten
Eltern dringend einen Arzt aufsuchen“, rät Dr. Utta Petzold, Medi-
44
zinerin bei der Barmer GEK. Um
die Gefahr einer Vergiftung durch
Pflanzen so gering wie möglich zu
halten, sollte im eigenen Garten
auf Giftpflanzen verzichtet werden.
Doch in öffentlichen Parks lässt sich
ein Kontakt nicht immer vermeiden,
zumal Laien vielen Pflanzen ihre
Giftigkeit nicht ansehen können.
„Nicht nur das Essen von Blättern,
Blüten oder Beeren kann Vergiftungen auslösen. Manch unscheinbare
Pflanze enthält Wirkstoffe, die in
Verbindung mit Sonnenlicht phototoxische Reaktionen hervorrufen,
so dass selbst bloßes Berühren zu
mitunter schwerwiegenden Hautentzündungen führt“, so Petzold.
Eltern sollten ihren Nachwuchs nach
Kontakt mit möglichen Giftpflanzen genau im Auge behalten, um
schnell und angemessen reagieren
zu können. Ist das Kind bewusstlos,
muss sofort der Notarzt gerufen
werden. Bis dieser eintrifft, sollte
das Vergiftungsopfer in die stabile Seitenlage gebracht werden. Ist
das Kind bei Bewusstsein, sollte
es weder Milch oder Salzwasser
trinken. Bei Milch gelangt das Gift
über den Magen schneller in den
Blutkreislauf, und zu viel Salz kann
den kindlichen Elektrolythaushalt
durcheinander bringen. Wasser, Tee
oder Saft in kleinen Schlucken getrunken, helfen dagegen, die giftige Substanz zu verdünnen. Zudem
sollten Eltern die Haut der Kinder im
Auge behalten, da Hautreizungen
durch Pflanzen oft erst Stunden später entstehen und sehr ausgeprägt
sein können. Daher sollte auch hier
ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Beim Verdacht auf eine Vergiftung
können sich Eltern auch an die Giftnotrufzentrale wenden. Petzold:
„Den Experten beim Giftnotruf sollten sie schildern, was ihr Kind gegessen hat, welche Symptome es
zeigt, wie lange es schon Beschwerden hat und wie viel es wiegt.“ Die
Telefonnummer der Giftnotrufzentrale sollte beim Kinderarzt erfragt
und gut sichtbar, etwa am Kühlschrank, platziert werden.
Quelle: BARMER GEK
PROF. DR. MED. A. HAUSCHILD | DR. MED. S. LISCHNER UND PARTNER
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Dr. med. S. Lischner (links) und Prof. Dr. med. A. Hauschild (rechts)
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Tel.: 0431-593 77-0 (Praxis) | 0431-593 77-1 (Kosmetik/Ästhetik)
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Gesundheitswesen | Juni 2015
Information Verletzungen
Verletzungen am Sprunggelenk
Richtig erkennen und behandeln
Foto: AOK
3. Ein Band oder mehrere Bänder
sind gerissen. Das Gelenk ist dadurch instabil geworden. Manche
Leute hören dabei sogar so etwas
wie einen Knall, wenn das Band
reißt.
Gerissen oder gedehnt?
Beim Joggen über eine Wurzel gestolpert, beim Springen im Volleyballspiel unglücklich gelandet
- schon ist man mit dem Fuß umgeknickt. Vielleicht ist das Sprunggelenk nur verstaucht, vielleicht ist
aber ein Band gerissen. Woran Sie
beides erkennen, warum manche
Menschen sich leichter den Knöchel
verletzen als andere und wie Sie
schnell richtig handeln, erklärt Dr.
Julian Bleek, Arzt im AOK-Bundesverband.
Das Sprunggelenk besteht aus vielen einzelnen Knochen, die wiederum von Bändern gehalten werden.
Es sorgt dafür, dass der Fuß schön
beweglich ist und sich gut in alle
Richtungen bewegen kann. Die
Kehrseite dieser Beweglichkeit:
46
Knickt man um, werden die Bänder
überdehnt, bei zu heftigem Umknicken reißen sie auch. Einteilung in Schweregrade
Dementsprechend unterteilen Ärzte das, was wir landläufig als „verstaucht“ bezeichnen, in mehrere
Schweregrade: 1. Die Bänder sind nur überdehnt,
aber nicht gerissen. Das Fußgelenk
ist weiterhin stabil. Dabei handelt
es sich um eine sehr häufige, trotz
oft starker Schmerzen aber harmlose Verletzung. Viele Menschen sprechen hier auch von Bänderzerrung.
2. Ein Band oder mehrere Bänder
sind angerissen. Das Gelenk ist
dadurch schon etwas instabil geworden.
Außenbänder häufiger verletzt
als Innenbänder
Da die Füße sich leichter nach innen als nach außen drehen lassen,
knickt man auch häufiger nach innen um. Deshalb sind die Außenbänder auch häufiger verletzt als
die Innenbänder. Und tatsächlich
gibt es Menschen, die sich schneller als andere den Knöchel verstauchen. „Nicht jeder hat gleich starke
Bänder. Auch Menschen, die nach
einer schweren Verstauchung eine
Instabilität entwickeln, sind häufiger betroffen“, sagt Bleek. Zudem
trifft es Sportler besonders häufig:
Etwa jede vierte Sportverletzung
betrifft das Sprunggelenk, so die
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Sportarten
wie Fußball, Basketball oder Squash
sind besonders prädestiniert fürs
Umknicken. Ob leicht oder stark
umgeknickt, Verstauchungen bereiten immer ziemlich starke Schmerzen. Oft stellt sich dann die Frage,
ob man zum Arzt muss oder nicht.
Für Betroffene ist es nämlich zumeist kaum möglich, zwischen einem Riss und einer Dehnung (Zerrung) zu unterscheiden. Die Stärke
der Schmerzen sagt nicht unbedingt
etwas über die Schwere der Verletzung aus. Wer sich unsicher ist, ist
beim Arzt grundsätzlich am besten
aufgehoben. Folgendes kann auf
eine Dehnung beziehungsweise einen Riss hindeuten:
Dehnung: Das Gelenk tut weh und
das umgebende Gewebe schwillt
an. Aber: Das Gelenk bleibt stabil.
In der Regel kann man den Fuß
nach ein paar Tagen schon wieder
normal bewegen. Bessern sich die
Beschwerden nach ein paar Tagen
nicht deutlich, ist vielleicht doch ein
Band gerissen.
Riss: Wie bei der Überdehnung
schwillt das Gelenk an und tut weh.
Es wird zudem instabil. Das heißt,
man kann nicht mehr richtig gehen
und stehen und fühlt sich auf dem
betroffenen Fuß unsicher. Ob ein
Außenband gerissen ist, testet der
Arzt unter anderem mit dem sogenannten Aufklapptest. Lässt sich der
hintere Teil des Fußes nach innen
kippen, deutet das auf ein gerissenes Außenband hin. Möglicherweise macht er auch eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder ein
Ultraschall, um seine Diagnose abzusichern. Schnell handeln mit der PECHRegel
Egal, ob der Verdacht auf Dehnung
oder Riss lautet, wenn jemand umknickt, sollte schnellstmöglich richtig gehandelt werden. Und zwar
nach der sogenannten PECH-Regel.
Die Abkürzung steht für: •Pause
•Eis
•Compression
•Hochlagerung
Ist nur ein Band gedehnt, werden
die Beschwerden nach wenigen Tagen in der Regel wieder vergessen
sein. Eine Sportpause sollte man
aber auf jeden Fall einlegen, damit
sich das Bein wieder erholen und
der Fuß abschwellen kann. Verschwinden die Beschwerden nicht
wieder, ist natürlich der Gang zum
Arzt nötig. Ist ein Band gerissen,
wird selbst dies meist ohne Operation, sondern lediglich mit einer
Schiene behandelt. Dadurch soll das
Band geschont werden, damit es
wieder zusammenwachsen kann.
Verletzung gut auskurieren
Ob leicht gestaucht oder schwer
verstaucht mit Bänderriss: Es ist auf
jeden Fall wichtig, die Verletzung
gut auszukurieren. Denn gerade
nach schweren Verstauchungen ist
die Gefahr größer, dass das Gelenk
instabil bleibt und man sich umso
leichter wieder verletzt. Um einer
erneuten Verstauchung vorzubeugen, sind Kräftigungs- und Koordinationsübungen sinnvoll, die man
zum Beispiel mit einem Balancebrett machen kann.
Quelle: AOK (ams) AOK/Mediendienst
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Vitaklinik im Hautarztzentrum Kiel
Therapie gegen Rosacea
Rotes Licht statt roter Nase
die sich zuvor abgezeichnet haben,
sind meist nicht mehr zu sehen.
Vor der Behandlung
Sie fängt mit kleinen, roten Flecken an und kann bei älteren
Männern in der berüchtigten, rot
wuchernden Knollnase enden: Die
Hautkrankheit Rosacea, die auch
„Couperose“ genannt wird. Je
nachdem, wie sie ausgeprägt ist,
kommen verschiedene Therapien
zum Einsatz. Der richtige Lebenswandel und Medikamente verhindern, dass die Rosacea fortschreitet. Laserbehandlungen können
die Rötungen und Unebenheiten
zurückdrängen.
Rosacea entsteht, wenn sich feine Äderchen im Gesicht erweitern, meist im Bereich von Nase
und Wangen. Durch die verstärkte
Durchblutung der Adern rötet sich
die Haut. Es können auch kleine
Pusteln und Knötchen entstehen.
In einigen Fällen wuchern Bindegewebe und Talgdrüsen, es kommt
zu einer auffälligen Verdickung der
Nase. Auch wenn die Krankheit
nicht gefährlich ist: Das ständig gerötete Gesicht löst häufig Scham
aus und schlägt auf die Psyche. Eine
erfolgreiche Therapie bekämpft die
Symptome und sorgt dafür, dass Betroffene mit neuem Selbstbewusstsein in den Tag gehen.
Rosacea im Alltag vorbeugen
Wer schon erkrankt ist, zu Hautrötungen im Gesicht neigt oder
schwere Fälle von Rosacea in seiner Familie hat, kann der Krankheit
durch den richtigen Lebenswandel vorbeugen. „Je mehr die Haut
durchblutet wird, desto stärker die
rötliche Färbung“, erklärt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher
Nach der Behandlung
Leiter des Hautarztzentrums Kiel.
„Dafür können verschiedene Faktoren verantwortlich sein, die Betroffene meiden sollten: zum Beispiel
Alkohol, heiße Getränke, scharfes Essen, Gesichtspeelings sowie
Stress und Hektik.“
Auch starke Sonneneinstrahlung
kann die Rosacea verschlimmern.
Patienten sollten sich also keinen
exzessiven Sonnenbädern auszusetzen und stets Sonnenschutz
verwenden, der UV-A- sowie UVB-Strahlung abschirmt. Dr. MüllerSteinmann rät zudem von SaunaBesuchen ab: Schnelle Wechsel
zwischen heiß und kalt treiben
ebenfalls Rötungen voran.
Medikamente schaffen kurzfristig
Abhilfe
Bestimmte Medikamente können
die Symptome einer Rosacea bekämpfen. „Die gängigen Wirkstoffe,
zum Beispiel Metronidazol und Azelainsäure, hemmen die Entzündungen“, sagt Dr. Müller-Steinmann.
„Dazu
werden
beispielsweise
Cremes und Vitamin-A-Säure-Kapseln verabreicht. Genügt das nicht,
können Ärzte spezielle, gering dosierte Antibiotika verordnen.“ Medikamente helfen aber vor allem bei
akuten Schüben. Patienten müssten
sie regelmäßig und dauerhaft anwenden, wenn sie ohne auffällige
Hautveränderungen im Gesicht leben wollen.
Farbstofflaser verschließt Blutgefäße
Als nachhaltiger erweist sich eine
47
Laserbehandlung. Die Dermatologen im Hautarztzentrum Kiel verwenden dazu energiereiches rotes
oder infrarotes Licht in kurzen Impulsen auf der Haut. Dort wirkt der
Laser auf die Blutgefäße und verschließt die Äderchen, die sich durch
die Rosacea erweitert haben. Die
Haut wird wieder heller und Adern,
Nur die Blutgefäßen absorbieren
das Licht der gewählten Wellenlänge, die Haut ringsherum bleibt
geschont. „Patienten spüren dabei
in der Regel lediglich ein leichtes Stechen“, berichtet Dr. MüllerSteinmann. Die Behandlung ist
gut verträglich und zeigt kaum
Nebenwirkungen.“ In einigen Fällen entstehen blaue Flecken und
Schwellungen, die aber nach wenigen Tagen wieder zurückgehen.
Gegen Pusteln und Knötchen hat
das Hautarztzentrum einen Diodenlaser parat. Er dringt in tiefere Hautschichten ein und verkleinert dort
die Talgdrüsen. Wie auch immer die
Rosacea also aussieht: Die Kieler
Dermatologen haben das richtige
Werkzeug, um die Gesichter der Patienten wieder strahlen zu lassen.
Therapien gegen Rosacea:
Mit dem Laser gegen Rötungen
Eine Rosacea verursacht rote Äderchen,
Pusteln und Knötchen in Ihrem Gesicht?
Wir stehen Ihnen zur Seite – mit Rat, Tat
und Laserbehandlung.
Termine erhalten Sie unter:
Tel. 0431 – 380181-0
Hautarztzentrum Kiel
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Tel. (0431) 380181-0
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Gesundheitswesen | Juni 2015
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Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster
Regionales Traumazentrum
am FEK-Neumünster
Abbildung 1 (aus: Traumanetzwerk DGU)
Traumanetzwerk Schleswig-Holstein: überregionales (rot), regionales (blau)
und lokales (grün) Traumazentrum
Für Deutschland wird die jährliche Zahl Schwerverletzter mit ca.
33.000 beziffert. Vor diesem Hintergrund hat sich die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zum
Ziel gesetzt, jedem Schwerverletzten rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.
Dies setzt fachliche Kompetenz und
angepaßte Strukturen in und zwischen kooperierenden Krankenhäusern voraus. Anhand langjähriger
Erfahrung und wissenschaftlicher
Erkenntnisse hat die DGU deshalb
ein Netzwerk von Kliniken zur Behandlung von Schwerverletzten
entwickelt. Dazu müssen sich die
Kliniken zur flächendeckenden Standardisierung einer anspruchsvollen
Zertifizierung unterziehen, bei der
die Personalstruktur und Qualifikation der Mitarbeiter, die apparative
Ausstattung sowie die Prozesse von
Diagnostik und Therapie festgelegt
werden.
Aktuell sind in 32 Traumanetzwerken über 800 Kliniken zertifiziert,
wobei einige Traumanetzwerke sogar die Grenzen der Bundesrepublik
Deutschland überschreiten und bis
48
in die angrenzenden Nachbarländer
hineinreichen, um so auch die Versorgung in den oft strukturschwachen Grenzgebieten bestmöglich zu
gewährleisten.
Die im Traumanetzwerk SchleswigHolstein (Abb.1) zusammengeschlossenen Traumazentren sind je
nach Ausstattung und Versorgungsauftrag als überregionales, regionales und lokales Traumazentrum
zertifiziert.
Das Management der PolytraumaVersorgung beginnt bereits präklinisch mit der Rettung des Schwerverletzen und der Stabilisierung
von Atmung und Herz-KreislaufFunktion. Noch bevor der Notarzt
den Patienten in die Klinik einliefert, wird dort ein Team von Ärzten und Pflegekräften alarmiert,
das mindestens aus je einem Chirurgen, Anaesthesisten und Radiologen sowie Pflegekräften und
Röntgenassistenten besteht. Bei
komplexen Verletzungen wird das
Team durch weitere Fächärzte wie
beispielsweise einen Neurochirurgen,
Allgemein-Thoraxchirurgen,
Kinderarzt oder Urologen ergänzt.
Mit dem Eintreffen des Schwerverletzten im sog. Schockraum wird
eine Stoppuhr in Gang gesetzt und
mit der schnellstmöglichen Untersuchung und Akutbehandlung begonnen. Nach Übergabe durch den
Notarzt erfolgen immer zahlreiche
Dinge gleichzeitig, die mit der Uhrzeit protokolliert werden. Während
der körperlichen Untersuchung und
der Ultraschalluntersuchung von
Bauch- und Brusthöhle, werden
parallel Wunden versorgt, Brüche
geschient, Blut für Laboruntersuchungen entnommen. Der Anaesthesist überwacht währenddessen
die Funktion von Lunge, Herz und
Kreislauf und beseitigt Störungen
durch Infusion und Transfusion,
Beatmung,
Medikamentengabe
und die Einlage von Kathetern und
Drainagen. Nach einer Schockraumphase von 15-20 min schließen
sich die innerhalb weniger Minuten verfügbare Computertomographie (CT), Röntgenaufnahmen z.B.
der Extremitäten sowie radiologische Spezialuntersuchungen an.
Die Akutphase wird abgeschlossen
entweder durch eine notfallmäßige Operation oder sog. interventionelle Maßnahmen, z.B. zur Blutstillung mittels spezieller Katheter
und Implantaten. Immer schliessen
sich weiterreichende Maßnahmen
zur Stabilisierung beeinträchtigter
Organfunktionen auf der Intensivstation an. Dort wird der Verletzte
nicht nur umfassend behandelt,
sondern auch stetig beobachtet und
nachuntersucht, um ggf. im Verlauf
notwendig werdende Operationen
oder initial zurückgestellte Eingriffe vorzunehmen. Die Behandlung
des Schwerverletzten wird später
auf der Normalpflegestation fortgesetzt, bevor sich Rehabilitationsmaßnahmen anschliessen. Oftmals
gelingt erst nach wochen- und monatelanger Therapie die soziale und
berufliche Wiedereingliederung.
Im sog. TraumaRegister werden die
protokollierten Daten von jährlich
ca. 20.000 Schwerverletzten anonym wissenschaftlich ausgewertet
und den beteiligten Kliniken zur
Verfügung gestellt. Hieraus läßt sich
die eigene Leistungsfähigkeit able-
sen und Verbesserungsmöglichkeiten ableiten.
Für die bundesweite Versorgung
von Schwerverletzten belegen diese Daten, daß seit Einführung der
Traumanetzwerke ein Rückgang der
Letalität (Sterblichkeit) von Schwerverletzten zu verzeichnen ist. Die
straffe Strukturierung von Diagnostik und Therapie hat insbesondere
in der Akutphase zu einer deutlichen Zeitersparnis bis zur ersten
Notfalloperation oder Verlegung
auf die Intensivstation geführt. Da
gerade die erste Stunde nach einem
schweren Unfall besonders wichtig
ist („golden hour“), können so dem
Verletzten häufiger schwere Folgeschäden erspart bleiben.
Im Herbst 2015 steht nach 4 Jahren
für das FEK-Neumünster die Re-Zertifizierung an, die das Einhalten des
etablierten hohen Standards und
dessen stetige Weiterentwicklung
garantiert. Durch eine konstruktive
interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit tragen
alle beteiligte Fachdisziplinen und
Berufsgruppen zur Optimierung der
Behandlung schwer Unfallverletzter
auch in Zukunft bei.
PD Dr. M. Fuchs
Klinik für Unfall- und Orthopädische
Chirurgie, Sporttraumatologie
Häma
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Urolog
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Gesundheitswesen | Juni 2015
Information schwangerschaft
Alles in Ordnung?
Vorsorgetermine geben Schwangeren Sicherheit
trinken. Empfehlenswert sind eine
ausgewogene Ernährung und Sport
in Maßen. In Kursen zur Geburtsvorbereitung und Schwangerschaftsgymnastik können sich Frauen auf
die Entbindung vorbereiten.
Foto: AOK/Mediendienst
Zwei Nachsorgetermine nach der
Entbindung
Empfehlenswert ist es auch, dass
Frauen die beiden Nachsorgetermine wahrnehmen. Sie stehen in
der ersten Woche und zwischen der
sechsten und achten Woche nach
der Geburt des Kindes an.
Ein Baby ist unterwegs – das ist für
künftige Eltern eine aufregende
Zeit. Wichtig ist, dass Schwangere
Vorsorgeuntersuchungen
regelmäßig wahrnehmen. „Ziel dieser
Termine ist es, Risiken für Mutter
und Kind frühzeitig zu erkennen“,
sagt Dr. Eike Eymers, Ärztin im
AOK-Bundesverband.
Schwangere haben Anspruch auf
ausreichende medizinische Untersuchung und Beratung. Die Kosten
dafür übernehmen die gesetzlichen
Krankenkassen. Die regelmäßigen
Untersuchungen dienen dazu, die
Entwicklung des Kindes und die
Gesundheit der Mutter zu kontrollieren. Werdende Mütter sollten sie
auch dann nutzen, wenn sie sich gesund fühlen.
Bei einem normalen Verlauf der
Schwangerschaft ist in der Regel
alle vier Wochen ein Check vorgesehen, in den letzten zwei Monaten
vor der Geburt alle 14 Tage. Bei einer Risikoschwangerschaft kommen weitere Untersuchungstermine dazu. Übrigens: Wer berufstätig
50
ist, kann sich für sämtliche Vorsorgeuntersuchungen von der Arbeit
freistellen lassen, ohne dass ein
Verdienstausfall entsteht.
Die Vorsorge beginnt, sobald die
Schwangerschaft festgestellt ist.
Bei diesem Termin erhalten Frauen
von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt einen Mutterpass, in den alle Untersuchungsergebnisse und Befunde
eingetragen werden. Schwangere
sollten ihn zu jedem Arzttermin
mitbringen. Der Mutterpass ist ein
persönliches Dokument. Arbeitgeber und Behörden dürfen eine Einsichtnahme nicht verlangen.
Schwangere werden beraten und
untersucht
Bei allen Vorsorgeterminen wird
die Schwangere beraten und untersucht. Der Arzt oder die Hebamme
notieren beispielsweise den Blutdruck und das Gewicht, analysieren
den Urin und ertasten den Stand der
Gebärmutter. Die Lage des Kindes
und seine Herztöne überprüfen sie
ebenfalls. Zudem wird das Blut der
werdenden Mutter auf Infektionen
untersucht. Dabei wird auch ge-
prüft, ob sie ausreichend Antikörper
gegen Röteln hat. Die Schwangere
bekommt die Empfehlung, einen
freiwilligen HIV-Test zu machen.
Weiterhin werden die Blutgruppe
und der Rhesus-Faktor bestimmt, um
mögliche Unverträglichkeiten zwischen Mutter und Kind zu erkennen.
Zur Schwangerschaftsvorsorge gehören auch drei Ultraschalluntersuchungen. Bei Auffälligkeiten kommen weitere Untersuchungen dazu,
deren Kosten die gesetzlichen Krankenkassen ebenfalls übernehmen.
Schwangere sollten auch die Möglichkeit nutzen, sich ausführlich beraten zu lassen. So sollten Frauen
mit Kinderwunsch bereits vor einer Schwangerschaft Folsäure einnehmen und die Einnahme in den
ersten
Schwangerschaftswochen
fortsetzen. Der Arzt oder die Hebamme können werdenden Müttern
auch erklären, wie sie ausreichend
Jod zu sich nehmen und durch eine
richtige Mundhygiene Karies bei ihrem Kind vorbeugen können. Während der Schwangerschaft sollten
sie weder rauchen noch Alkohol
Werdende Eltern wünschen sich ein
gesundes Kind – deshalb nehmen
auch gesunde Schwangere zusätzliche Leistungen in Anspruch, die ihr
Frauenarzt ihnen anbietet. Da diese
sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) nicht medizinisch notwendig sind, müssen die
Versicherten sie selbst bezahlen.
Sinnvoll ist es, sich genau zu erkundigen welchen Nutzen und welche
Risiken die angebotenen Leistungen
haben. Das gilt besonders für Untersuchungen zur Pränataldiagnostik,
bei denen Entwicklungsstörungen
und Behinderungen des Kindes erkannt werden sollen.
Quelle: AOK (ams)
Die nächste Ausgabe der AnzeigenSonderveröffentlichung
Gesundheitswesen
erscheint am
09.10.2015
Anzeigenschluss ist am
28.09.2015
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Gesundheitswesen | Juni 2015
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Städtisches Krankenhaus Kiel
Patienten-Infotag zum Thema „Krebs“
am 11. Juli von 13 bis 15 Uhr im Bildungszentrum
Ihre persönliche Ernährungsberatung – individuell und
praxisorientiert
Sie möchten auf eine gesunde
und ausgewogene Ernährung
achten, Ihr Wohlfühlgewicht erreichen und der Genuss und die
Freude am Essen soll dabei weiterhin berücksichtigt werden?
Patienten-Infotag Krebs: Am 11. Juli, zwischen 13 und 15 Uhr, haben Interessierte Gelegenheit sich im Bildungszentrum über Vorträge aber
auch persönliche Gespräche zu informieren und Kontakte zu knüpfen.
Das Darmkrebszentrum und das
Gynäkologische Krebszentrum des
Städtischen Krankenhauses Kiel
bieten Patienten, Angehörigen
und Interessierten am 11. Juli von
13 bis 15 Uhr, im Bildungszentrum,
Hasseldieksdammer Weg 30, kompakte Informationen rund um das
Thema „Krebs“.
In einer Begrüßung um 13 Uhr werden sich die Organkrebszentren zunächst einmal kurz vorstellen. Die
Chefärztin der Chirurgischen Klinik
und Leiterin des Darmkrebszentrums (DKZ) Prof. Dr. Ilka Vogel und
der Chefarzt der Frauenklinik sowie
Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums (GKZ), Dr. Markus Kuther,
werden über ihre Zentren informieren. Beide Zentren gewährleisten
Patienten eine optimale Therapie
und eine hochindividuelle Versorgung in enger klinikübergreifender
Zusammenarbeit mit allen beteiligten Behandlungspartnern.
Alle Interessierten erhalten ab 13.15
Uhr Gelegenheit sich in einem Vortrag über operative Möglichkeiten
der Plastischen Chirurgie im Rahmen
der Behandlung von Tumorerkrankungen zu informieren. Referent ist
Dr. Andreas Häring, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
52
Um die Möglichkeiten und Einsatzgebiete von Antikörpern als moderne Therapien in der Onkologie geht
es dann in einem Vortrag von Dr.
Marek Struck. Ab 14.15 bieten beide Zentren jeweils noch einen für
ihr Zentrum spezifischen Vortrag an.
Katja Boyens, Stomatherapeutin im
DKZ, steht interessierten Besuchern
Frage und Antwort rund um das
Thema künstlichen Darmausgang.
Medikamentöse Therapie bei
Eierstockkrebs
Dr. André Hohn wird über die medikamentöse Therapie bei Eierstockkrebs informieren. Alle Spezialisten der Krebszentren werden auch
für individuelle Fragen gerne zur
Verfügung stehen. Auch eine Psychoonkologin wird vor Ort sein und
Ihre Fragen beantworten. Darüber
hinaus werden sich die mit den
Zentren kooperierenden Selbsthilfegruppen vorstellen. Hier haben
Sie ebenfalls die Gelegenheit zum
Informationsaustausch und bei Bedarf die Möglichkeit neue Kontakte
zu knüpfen. Ergänzt wird der Tag
durch zahlreiche weitere Informationsstände unserer Kooperationspartner.
Die Ambulanz für Physiotherapie
wird die verschiedenen Sportan-
gebote für Patienten mit einer
Krebserkrankung aufzeigen, die in
Kooperation mit der Stiftung Leben
mit Krebs kostenlos im Städtischen
Krankenhaus angeboten werden.
Für das leibliche Wohl sorgen Getränke und ein kleiner Imbiss.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Sie leiden zum Beispiel an Lebensmittelunverträglichkeiten
oder ernährungsbedingten Magen- Darmbeschwerden? Sie
möchten sich zu dem Thema Ernährung in der Schwangerschaft,
Einführung der Breikost oder
Gedeihstörungen Ihres Kindes
informieren? Dann sind Sie bei
uns in der Ambulanz für Diät- und
Ernährungsberatung genau richtig. Eine Kostenübernahme durch
Ihre Krankenkasse ist bis zu 100 %
möglich.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage
und informieren Sie gerne unter
der Telefonnummer 0431-16974130 oder
[email protected]
Prof. Dr. Ilka Vogel, Chefärztin Chirurgische
Klinik und Leiterin des Darmkrebszentrum
(DKZ)
Patienten-Infotag „Krebs“,
11. Juli, 13 bis 15 Uhr,
Städtisches Krankenhaus Kiel,
Bildungszentrum,
Hasseldieksdammer Weg 30,
24116 Kiel
Dr. Markus Kuther, Chefarzt Frauenklinik und
Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums
(GKZ)
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Familiale Pflege – neuer kostenloser Kurs für
pflegende Angehörige startet am 14. Juli
Das Städtische Krankenhaus Kiel bietet regelmäßig kostenlose Pflegekurse für pflegende Angehörigen an.
Ein Kurs ist in drei Module zu jeweils dreieinhalb Stunden aufgeteilt:
Modul 1: Einführung und Kennenlernen, Mobilisation und Bewegung, Sturzprophylaxe
Modul 2: Umgang mit Inkontinenz und den Versorgungssystemen
Modul 3: Technik der Lagerung, Allgemeine Prophylaxen
Der nächste Kurs startet am 14.7, 16.7. und 21.7. jeweils von 15.30 bis 19 Uhr, in der Tagesklinik für Geriatrie, Eingang Metzstraße, 24116 Kiel.
Eine telefonische Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
Sollten Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte direkt an die Pflegetrainerin Hanna van Bruinehsen, Tel.: 0172 – 100 8948.
Städtisches Krankenhaus Kiel GmbH
Chemnitzstraße 33 • 24116 Kiel
Telefon 0431 1697-0
Fax
0431 1697-4131
Internet: www.krankenhaus-kiel.de
E-Mail: [email protected]
Unsere Kliniken
1. Medizinische Klinik
Chefarzt Prof. Dr. Jörg Strotmann
Kardiologie/Herzkatheterlabor
Herzschrittmacher-Ambulanz
Pulmologie, Intensivmedizin
Nephrologie mit Dialyse
Infektiologie
2. Medizinische Klinik
Chefarzt Prof. Dr. Dr. Michael Kneba
Hämatologie
Hämatologisch-onkologische Poliklinik
Onkologie, Infektions-Ambulanz
3. Medizinische Klinik
Chefarzt Prof. Dr. Wolf B. Schwerk
Gastroenterologie
Diabetologie/Diabetikerschulung
Sono- u. Dopplersonographie
Endokrinologie, Endoskopie
Schlaganfallstation
Geriatrische Klinik
Chefärztin Dr. Martina Thieves
Fachübergreifende Altersmedizin
Frührehabilitative geriatrische Komplexbehandlung, Geriatrische Tagesklinik,
Alterstraumatologie,
Spezialstation für kognitiv unterstützungsbedürftige Menschen
Chirurgische Klinik
Chefärztin Prof. Dr. Ilka Vogel
Allgem. u. Unfallchirurgie
Viszeralchirurgie
Endokrine Chirurgie
Onkologische Chirurgie
Minimal-invasive Chirurgie
Ambulante Operationen
Interdisziplinäre Tumorambulanz
Frauenklinik
Chefarzt Dr. Markus Kuther
Spezielle Geburtshilfe und
Perinatalmedizin
Pränataldiagnostik und 3-D-Ultraschall
Alternative Entbindungsmethoden
Spezielle operative Gynäkologie mit
minimal-invasiver Chirurgie
Gynäkologische Onkologie mit
plastischer Mammachirurgie
Klinik für Kinder- und
Jugendmedizin
Chefarzt PD Dr. Andreas Claaß
Mukoviszidose
Pädiatrische Intensivmedizin
Diabetologie und Gastroenterologie
Neonatologie
Neuropädiatrie
Klinik für Urologie
PD Dr. Jan Lehmann
Dr. Nils Nürnberg
PD Dr. Christof van der Horst
Sebastian Bach
Hana Massad
Prostatakarzinom,
operative und Brachytherapie
Harninkontinenz
Nierensteine, operative und
extrakorporale Therapie
Anästhesie und operative
Intensivmedizin
Chefarzt Dr. Andreas Hückstädt
Allgemeine Anästhesie
Regionalanästhesie
Operative Intensivmeditin
Schmerztherapie
Zentrallaboratorium
Chefärztin Dr. Simone Schulze
Pathologisches Institut im MVZ
Chefarzt Dr. Michael Ebsen
Praxis für Physiotherapie
Leitung: Thomas Wessolowski
Krankengymnastik
Bewegungsbad
physikalische Therapie
Massagen
Lymphdrainage
med. Bäder
Krebszentren
Darmkrebszentrum
Gynäkologisches Krebszentrum
Hämatoonkologisches Krebszentrum
Prostatakrebszentrum
Radiologie
Chefärztin Prof. Dr. Beate Stöckelhuber
digital verwaltetes, klassisches Röntgen
Mehrschichtcomputertomogarphie
Magnetresonanztomographie
Mammogaraphie und
Mammasonographie
Ein Unternehmen der Landeshauptstadt Kiel
53
Gesundheitswesen | Juni 2015
Wie man Ausbrüche vermeidet
Oh nein, nicht schon wieder! Kaum
ist der eine Herpes abgeheilt, kündigt sich schon der nächste mit unverkennbarem Kribbeln, Spannen
und Jucken an. Manche Menschen
werden über längere Zeiträume
hinweg ständig aufs Neue von den
quälenden Lippenbläschen heimgesucht. Sie fühlen sich den andauernden Blessuren oft hilflos ausgeliefert, weil sie die eigentlichen
Ursachen nicht kennen und den Infektionen deshalb nicht entgegenwirken können.
Info
Ein schwaches Immunsystem
erhöht das Risiko
So glauben viele Betroffene, dass
beispielsweise mangelnde Hygiene
zu Herpes führt. Aber das stimmt
nicht. Richtig ist hingegen, dass der
Hauptauslöser bei Lippenherpes
ein geschwächtes Immunsystem
ist. Kommt dann noch ein Triggerfaktor wie physischer oder psychischer Stress dazu, kann das einen
Ausbruch begünstigen, da durch
die Ausschüttung von Stresshormonen die Abwehrkräfte ebenfalls
angegriffen werden. Zeigen sich
dann die schmerzhaften Bläschen
an den Lippen, beginnt eine rund
zehntägige Leidenszeit. Lachen, Essen und Reden werden zur Tortur.
Umso wichtiger ist es, rechtzeitig
aktiv zu werden. Da nicht jeder die
herkömmlichen Cremes oder Gele
schätzt, kann eine Kautablette als
Alternative dienen. Maria Lohmann,
Heilpraktikerin und Fachautorin aus
München: „Forscher haben herausgefunden, dass eine Herpes-Infektion bei Menschen mit einer guten
Versorgung an der Aminosäure Lysin seltener ausbricht. Die frühzeitige Einnahme unterstützt den Körper
bei Lippenherpes ernährungsmedizinisch - etwa als Kautablette aus
der Apotheke.“ Dank ihrer praktischen Darreichungsform sei sie
auch unterwegs schnell und diskret
zu verwenden. Unter www.lyranda.
de gibt es weitere Informationen.
Triggerfaktoren vermeiden, Immunsystem stärken
Bei starker Neigung zu Lippenherpes ist es besonders wichtig, das
Immunsystem aufzubauen - zum
Beispiel durch eine gesunde lysin-
Foto: djd/Lyranda/istock.com/kupicoo
Info
Ständig Stress mit Herpes
reiche Ernährung, genügend Schlaf
und Sport. Sind sogar bereits bestimmte Triggerfaktoren bekannt
oder eine heiße Stressphase steht
an, dann ist eine Einnahme von
Lysin und immunstärkenden Substanzen bereits im Vorfeld zu empfehlen.
Wichtige Nährstoffe bei Herpes
Die Aminosäure Lysin ist ein unverzichtbarer Lebensbaustein. Er kann
vom Körper nicht selbst hergestellt
werden, sondern muss durch die
Nahrung aufgenommen werden,
wie die Gesundheitsexperten vom
Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de erklären. Gerade wer häufiger
unter Lippenherpes leidet, profitiert
von einer lysinreichen Ernährung,
etwa durch eine ergänzende bilanzierte Diät wie Lyranda. Weitere immunstärkende Mikronährstoffe wie
etwa Selen, B-Vitamine und Vitamin
C sowie Zink für eine gesunde Hautfunktion sind enthalten.
Text: djd/pt
Dick gehungert mit Diäten?
Foto: pixelio/ U. Herbert
Produkten,
kalorienreduzierten
Nahrungsmitteln und kalorienfreien
Getränken. Immer mehr Fitnesscenter werden eröffnet. Wir lesen über
neue Diäten, mit denen man in kurzer Zeit sehr viel abnehmen könne.
Vieles hört sich vielversprechend an
und sieht vielversprechend aus.
Überall und ständig hören und lesen wir über Diäten, gesundes
Abnehmen, Sportprogramme und
neue Ideen zur Figuroptimierung.
Beim Einkauf finden wir in den Regalen eine riesige Palette an Light-
54
Und trotz allem nimmt das Übergewicht in der gesamten Bevölkerung
immer mehr zu!
Irgendetwas funktioniert nicht,
denn viele übergewichtige Menschen haben eine Menge – oft
strenge - Diäten hinter sich. Sie
haben sich gemüht und gehungert
und verzichtet. Sie haben gewalkt,
geschwommen und Sport gemacht.
Und auch abgenommen. Aber zu
guter Letzt alles wieder zugenommen. Und häufig wiegen sie am
Ende mehr als vor der Diät.
Denn leider – und das belegen viele Studien – führen Diätprogramme
bei über 90% aller Menschen zu
keinen langfristigen Erfolgen. Dennoch denken viele – gerade Frauen
– sie ganz persönlich hätten versagt.
Viele übergewichtige Frauen sind
irgendwann resigniert und mutlos.
Sie sind erschöpft und verfangen
in einem ewigen Kampf mit ihrem
Körper. Daraus allein herauszufinden, ist oft nicht einfach. Gespräche
oder eine Gruppe können dabei behilflich sein.
Die Beratungsstelle / Eß-o-Eß bietet
betroffenen Frauen psychologische
Hilfe und Unterstützung an. Neben
Einzelgesprächen/-beratung
gibt
es Gruppenangebote (leider z.Zt.
nur Warteliste) und gelegentlich
Wochenendseminare.
Frauenberatungsstelle/Eß-o-Eß,
Kurt-Schumacher-Platz 5,
Tel. 52 42 41,
www.frauenberatung-essoess.de
Wochenendseminar: Autogenes Training – Ein Weg zur Selbstfürsorge
für Frauen mit Gewichtsproblemen, Sa/So 27./28. Juni 2015,
Sa 10 – 17.30 Uhr, So 10 – 14.30 Uhr, 110 EUR (zertif. Präventionskurs,
Krankenkassen erstatten 75 EUR und mehr)
Selbsthilfegruppe für Frauen mit Übergewicht, 14-tägig Montags,
18.30 – 20.00 Uhr
Angeleitete Gruppe für junge Frauen mit Essstörungen, Donnerstags
18 – 19.30 Uhr
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Vitaklinik im Hautarztzentrum Kiel
Die neue HCG-Diät – auch ohne Hormon
Ein spezielles Ernährungsprogramm macht´s möglich
beim Umgang mit Essen und Ursachen eines übermäßigen Nahrungsmittelkonsums auf. Weiterhin gibt
sie Tipps. Beispielsweise zeigt sie,
wo Fett- und Zuckerfallen lauern.
„Heute schaue ich mir Lebensmittel
im Supermarkt ganz genau an. Ich
glaube nicht mehr alles, was ich auf
den ersten Blick lese – wenn darauf
steht „kein Zucker“, ist meistens
viel Fett enthalten und umgekehrt“,
berichtet Dummann von seinen Erfahrungen. „Ich habe jetzt ein Gefühl für Lebensmittel und Kalorien
bekommen. Anstatt Fertiggerichte, die ich früher häufig gegessen
habe, kommen heute Steak und Salat auf den Tisch.“
HCG-Diät light: Ohne Hormon
gesund abnehmen
Wer nicht gleich an einer kompletten HCG-Diät teilnehmen möchte,
kann in der Vitaklinik jetzt auch ein
Der Sommer steht vor der Tür.
Höchste Zeit, die dicken Jacken,
langen Hosen und verhüllenden Strickjacken in den Kleiderschank zu sperren. Wer sich noch
nicht bereit fühlt für kurze Röcke,
Shorts und Bikini, kann die letzten Frühlingswochen nutzen, um
an Gewicht zu verlieren. Die neue
HCG-Diät dauert nur sieben Wochen und beinhaltet eine Ernährungsberatung, die dauerhaft zum
Wunschgewicht verhilft. Probieren
Sie es aus.
Das Besondere der Diät: Sie ist eine
Kombination aus verschiedenen
Methoden, die den Teilnehmern
das Abnehmen erleichtern. Im Mittelpunkt stehen die Injektionen mit
dem Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin). Dieses schütten
Frauen während der Schwangerschaft in großen Mengen aus und
sorgen so dafür, dass der Körper
Fettreserven freisetzt, um das heranwachsende Kind ausreichend zu
versorgen. „Dieser Effekt greift auch
bei der HCG-Diät. In den ersten vier
Wochen erhalten die Teilnehmer
sechsmal pro Woche eine geringe
Dosis des Hormons“ berichtet Dr. Johannes Müller-Steinmann, Direktor
des Hautarztzentrums Kiel. Es hilft
dabei, auch an Bauch und Hüften
Fett abzubauen. Das sind erfahrungsgemäß die Zonen, an denen
es Diätwilligen besonders schwerfällt, abzunehmen. Weitere Vorteile:
Mithilfe des HCG bleibt Muskelmasse erhalten und der gefürchtete JoJo-Effekt entfällt.
Nie wieder in Lebensmittelfallen
tappen
Damit die Teilnehmer ihr neugewonnenes Gewicht auch nach der
Kur langfristig halten, setzt Dr.
Müller-Steinmann auf eine begleitende Ernährungsberatung. „Die
Sitzungen haben mir wirklich die
Augen geöffnet“, erzählt DiätTeilnehmer Manfred Dummann. Er
hat mit dem Abnehmprogramm 20
Kilogramm verloren – so viel, wie
kein anderer in seiner Gruppe. Bei
den regelmäßigen Treffen spürt die
Ernährungsberaterin Fehlverhalten
55
spezielles Ernährungsprogramm absolvieren. Die Abnehmwilligen erhalten dabei Informationen zu einer
gesunden, ausgewogenen Ernährung und psychologische Hilfestellungen. So erfahren sie beispielsweise, in welchen Situationen sie
zur Schokolade greifen und ebenso, wie sie diesen Fallen entgehen
können. Im Durchschnitt nehmen
die Patienten in vier Wochen bis zu
sieben Kilogramm ab und lernen
gleichzeitig, wie sich ein gesunder
Lebensstil verinnerlichen lässt.
Informationen zur HCG-Diät sowie
den Ernährungsprogrammen erhalten Sie auf der Website: www.
hautarztzentrum-kiel.de in der Rubrik „Veranstaltungen für Patienten“.
Dort finden Sie auch das Anmeldeformular für unsere Einführungsveranstaltungen. Bitte beachten Sie,
dass die Teilnehmerzahl pro Kurs
auf 10 Personen begrenzt ist.
Schlanke Linie in vier Wochen
– auch ohne HCG
Mit unserem Ernährungsprogramm nehmen
Sie dauerhaft ab – ohne Jo-Jo-Effekt!
Einführungsveranstaltung am
Montag, den 6. Juli 2015 um 18.30 Uhr
Wir bitten um Voranmeldung:
Tel. 0431 – 380182-0
Vitaklinik
im Hautarztzentrum Kiel
Alter Markt 1-2 • 24103 Kiel
Tel. (0431) 380182-0
[email protected]
www.hautarztzentrum-kiel.de
Gesundheitswesen | Juni 2015
Laufen
Foto: pixelio/ www.hamburg-fotos-bilder.de
Info
Was Einsteiger wissen müssen, um
Schritt für Schritt fit zu werden
Man braucht kein teures Equipment,
keine Halle, keinen Sparringspartner – nur ein paar gute Schuhe, und
das Training kann beginnen. Immer
mehr Menschen entdecken deshalb
das Laufen für sich. Ein gesunder
Trend, denn Herz und Kreislauf,
Muskeln und Immunsystem profitieren vom richtigen Training. Ganz
nebenbei geht es auch noch überflüssigen Pfunden an den Kragen.
Durchstarten mit Köpfchen
Wer lange keinen Sport betrieben
hat, sollte sich vor dem Start vom
Hausarzt durchchecken lassen. Gibt
dieser grünes Licht, kann es losgehen. Ganz wichtig ist es, langsam
zu beginnen. „Viele geben am Anfang viel zu viel Gas“, weiß Melanie
Gestefeld von der IKK classic. Die
Konsequenz: Man sei schon nach
kurzer Zeit außer Atem und müsse
frustriert aufgeben. Sinnvoll für Einsteiger ist es deshalb, im Wechsel
zwei Minuten zu laufen und eine
Minute zu gehen. So halten auch
Untrainierte 30 bis 45 Minuten
durch und steigern ihre Kondition
kontinuierlich. Von Woche zu Woche
werden die Laufintervalle länger,
die Walking-Abschnitte kürzer. „Das
Tempo sollte nur so hoch sein, dass
man sich nebenbei noch unterhalten könnte“, rät Melanie Gestefeld.
Wer nicht gern allein unterwegs ist,
findet in Lauftreffs, die von vielen
Sportvereinen angeboten werden,
Gleichgesinnte. Auch einige Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern
die Möglichkeit, im Team fit zu werden. Manche übernehmen sogar die
Kosten für die Teilnahme an speziellen Laufkursen. Informationen dazu
gibt es online, etwa unter ikk-classic.de/laufen.
So bleibt die Motivation nicht auf
der Strecke
Selbst wer mit Feuereifer bei der
Sache ist, kennt das Problem: Nach
einigen Wochen meldet sich der innere Schweinehund und setzt alles
daran, das Training für einen Fernsehabend oder einen Restaurantbesuch sausen zu lassen. Was dagegen
hilft? Ein neuer Motivationskick: Die
Teilnahme am nächsten Volkslauf,
das Sportabzeichen oder vielleicht
sogar ein (Halb-)Marathon – mit
einem festen Ziel vor Augen fällt
es leicht, in Bewegung zu bleiben.
Weitere Tipps zum Thema gibt es
auch beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Text: djd
So läuft das Training bestens
Tipps für Einsteiger:
Von Anfang an feste Trainingszeiten festlegen. Ideal sind dreimal pro
Woche 30 bis 45, später 60 Minuten.
Der Laufschuh muss perfekt zum
Fuß passen. In vielen Sportgeschäften kann man verschiedene Modelle auf dem Laufband testen.
Eine Pulsuhr hilft, die Herzfrequenz zu kontrollieren. Faustregel
für den Maximalpuls: 180 minus Lebensalter plus/minus zehn.
Nur mit Musik laufen, wenn die
Playlist zum Tempo passt.
Zwischen den Trainingseinheiten
24 Stunden pausieren.
Regelblutungen sanft behandeln
Hand aufs Herz: Würden Sie sich
die Gebärmutter entfernen lassen,
wenn es alternative Methoden gibt,
die Ihnen helfen könnten? Experten warnen: Nicht jede sogenannte Hysterektomie ist notwendig.
„Rund die Hälfte der Gebärmutterentfernungen ist überflüssig“, sagt
Dr. Rüdiger Söder, Gynäkologe aus
Mainz. Das läge unter anderem daran, dass noch immer viele Ärzte zu
einer Totaloperation raten, wenn
bei der Patientin die Familienplanung abgeschlossen ist. Zwingend
notwendig sei solch ein Eingriff bei
bösartigen Erkrankungen wie z. B.
Gebärmutter- oder Eierstockkrebs.
„Dann werden in der Regel die ganze Gebärmutter und die Eierstöcke
entfernt“, sagt Dr. Söder, „bei gutartigen Erkrankungen gibt es wirksame Alternativen.“ Frauen, die unter
sehr starken Regelblutungen (Menorrhagie) leiden, können zunächst
56
medikamentös mit Hormonen behandelt werden. Auch das Einsetzen
einer Spirale, die mit dem Hormon
Gestagen beladen ist, kann Linderung bringen. Weitere Alternative:
Die operative Entfernung der Gebärmutterschleimhaut. „Bei dieser
sogenannten Endometriumablation
wird die blutende Gebärmutterschleimhaut mithilfe einer speziellen Goldnetztechnik verödet“, erklärt der Gynäkologe. Dabei wird
Hochfrequenzstrom durch feine
Maschen einer Goldnetzelektrode
geschickt. Der gesamte Eingriff, der
über die Scheide erfolgt, gerade
mal 15 bis 20 Minuten. „Die Erfolgsquote ist mit 98 Prozent sehr gut.
Das bedeutet, die meisten Patientinnen sind in den häufigsten Fällen
für immer blutungsfrei und können
ihre Gebärmutter behalten“, so Dr.
Söder.
Text: spp-o
Foto: Photographee.eu/fotolia.com/Hologic/spp-o
Info
Trendsport
[ANZEIGE]
Juni 2015 | Gesundheitswesen
57
Gesundheitswesen | Juni 2015
Information stoffwechsel
Säure-Basen-Ungleichgewicht
Wie der Körper darauf reagiert
Neue Power durch Energie-Kur
Doch so weit muss es nicht kommen. „Neben einer Ernährungsumstellung auf mehr Gemüse, Obst
und Salate kann man das SäureBasen-Gleichgewicht auch mit der
‚Basica Energie-Kur‘ wieder stabilisieren“, erläutert Doebel. Mit Hilfe
von basischen Mineralstoffen und
wertvollen Spurenelementen sorge
die Kur für einen aktiven Säureabbau und fühlbar mehr Energie. So
würden Müdigkeit und Erschöpfung
reduziert und die geistige Vitalität
unterstützt.
Stoffwechsel auf Touren
Damit sich der Säure-Basen-Haushalt dauerhaft ausgleichen kann,
empfiehlt Doebel, Kreislauf und
Stoffwechsel regelmäßig mit sportlichen Aktivitäten auf Touren zu
bringen.
„Entspannungsübungen
sollten als Gegenpol zu den Belastungen des Alltags eingeplant
werden“, so die Expertin. Für mehr
Leistungsfähigkeit rät sie, auf eine
ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu
achten.
Fazit: Einer Übersäuerung ist man
nicht hilflos ausgeliefert. Neben ei-
ner Ernährungsumstellung können
eine Energie-Kur (zum Beispiel mit
Basica aus der Apotheke) mit basischen Mineralstoffen sowie die
Anregung des Stoffwechsels durch
regelmäßige Bewegung das SäureBasen-Gleichgewicht wieder ins Lot
bringen.
Mehr Tipps und Informationen zur
Energie-Kur gibt es unter
www.rgz24.de/balance.
Cholesterin – den eigenen Wert kennen
zent kennen sie und 15 Prozent der
Befragten geben an, dass die Werte
erhöht sind. Zum „Tag des Cholesterins“ am 19. Juni 2015, der von der
DGFF (Lipid-Liga) jährlich initiiert
wird, lautet daher der Aufruf: „Machen Sie jeden Tag zu Ihrem Tag des
Cholesterins“.
Ein kleiner Piks genügt: Mit nur
einem Tropfen Blut lassen sich die
Blutfettwerte ermitteln. Doch wie
viele Deutsche unterziehen sich tatsächlich so einem Test und kennen
den eigenen Cholesterinspiegel?
Eine aktuelle, repräsentative TNSEmnid-Umfrage im Auftrag von Deli
Reform zeigt, dass 36 Prozent der
Bundesbürger nicht über ihre Werte
informiert sind. Immerhin 63 Pro-
58
Frühzeitiges Handeln kann Leben
retten
Frühzeitige Kontrolle ist wichtig.
Denn ein zu hoher Cholesterinspiegel kann ein wesentlicher Risikofaktor für lebensbedrohliche
Erkrankungen wie Herzinfarkt und
Schlaganfall sein. „Erhöhte Cholesterinwerte können angeboren sein.
Sie verursachen lange Zeit keine
Beschwerden und bleiben so häufig
unentdeckt“, so Professor Dr. med.
Hans-Ulrich Klör, stellvertretender Vorsitzender der DGFF. „Umso
wichtiger ist es, aktiv für seine Gesundheit zu werden und seine Blutfettwerte messen zu lassen.“ Am
besten vereinbart man einen Termin beim Hausarzt. Auch die Prüfung zu Hause mit einem speziellen
Cholesterinmessgerät kann Hinweise geben. Bei erhöhten Werten ist
der anschließende Besuch beim
Arzt angezeigt. Dann sollten zügig
geeignete Maßnahmen ergriffen
werden.
Ernährung umstellen und Sport
treiben
Weiterhin sollten weniger fettreiche
tierische und mehr pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse und
Vollkornprodukte auf dem Speise-
plan stehen. Eine Ernährungsumstellung dieser Art in Kombination
mit speziellen cholesterinsenkenden Produkten nahmen laut Umfrage 48 Prozent der Befragten mit
erhöhten Cholesterinwerten vor.
Darüber hinaus wird viel Bewegung
und Nichtrauchen empfohlen.
Text: djd/pt
Abb.:djd/Deli/Reform
Info
Säure-Basen-Haushalt
in Schieflage
Wer sich überwiegend mit säurebildenden Lebensmitteln wie Fleisch,
Wurst, Käse, Fisch und Weißmehlprodukten ernährt und gleichzeitig
zu wenig basische Mineralien zu
sich nimmt, kann seinen Säure-Basen-Haushalt in Schieflage bringen.
Stress und zu wenig Bewegung an
frischer Luft tragen ebenso dazu bei
wie Alkohol und Nikotin. Jutta Doe-
bel: „Bei einer chronisch latenten
Azidose steht zu viel Säure dauerhaft zu wenig Basen in Körperzellen
und Organen gegenüber.“ Dieses
Ungleichgewicht könne sich durch
Anzeichen wie Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Erschöpfung,
Muskel- und Gelenkbeschwerden,
Infektanfälligkeit, Hautveränderungen oder auch Kopfschmerzen bemerkbar machen.
Foto: djd/Protina panthermedia net
Unser Körper muss viele Abläufe
im Gleichgewicht halten. Damit der
Stoffwechsel funktioniert, muss
auch der Säure-Basen-Haushalt
stimmen. Denn bei der Verwertung
der Nahrung entsteht überschüssige Säure. Wird diese nicht durch
basische Mineralstoffe aus der Nahrung neutralisiert, kann es zu einem
Ungleichgewicht kommen und Säure sich im Bindegewebe ablagern.
„Zum Ausgleich greift der Körper eigene Basenreserven an“, warnt die
Apothekerin Jutta Doebel. Um diese
Puffersysteme zu entlasten, könne eine Energie-Kur hilfreich sein.
Informationen gibt es unter www.
basica.de.
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Klinik für Neurochirurgie
Kompetenzschwerpunkte
Neue Strukturen unter neuer Klinikleitung
Zentrums“ des Neurozentrums am
UKSH mit der Klinik für Neurologie
(Univ.-Prof. Dr. G. Deuschl) und dem
Institut für Neuroradiologie (Univ.Prof. Dr. O. Jansen) und in Assoziation zum Schlaganfallnetzwerk
Schleswig-Holstein (SNSH) wird Dr.
med. Christian von der Brelie von
Seiten der Klinik für Neurochirurgie
die interdisziplinäre Behandlung
von Patienten mit Schlaganfällen,
Blutungen, Aneurysmen und anderen Gefäßmissbildungen im Gehirn
zukünftig leiten und optimieren.
Das Team der Neurochirurgie (v.l.): Dr. S. Jadik (OA), Dr. H. Ahmeti (OA), Prof. Dr. A. Stark (stv. Direktor), Prof. Dr. M. Synowitz (Direktor),
Dr. C. von der Brelie, PD Dr. F. Knerlich-Lukoschus (lt. OA) und Dr. F. Schwartz (OA).
Die Klinik für Neurochirurgie des
UKSH, Campus Kiel, ist die größte
Neurochirurgie in Schleswig-Holstein und zählt zu den modernsten
ihrer Art in Deutschland. Besondere
Schwerpunkte sind dabei die Hirntumorchirurgie, Gefäßerkrankungen,
funktionelle, diagnostische und onkologische Stereotaxie, angeborene
Fehlbildungen, Erkrankungen der
Wirbelsäule, Bewegungsstörungen,
Erkrankungen peripherer Nerven
sowie die Behandlung von Kindern
und Jugendlichen mit neurochirurgischen Erkrankungen. Die Klinik verfügt als eine der wenigen universitären Spitzenzentren in Deutschland
über voll integrierte Operationssäle,
die alle einzelnen neurochirurgischen Arbeitsschritte einer Operation direkt miteinander verbinden
– von der voll-digitalisierten und
vernetzten Diagnostik über computergestützte Neuro-Navigation, intraoperative Kernspintomographie
(MRT), hochauflösende Operationsmikroskope, Endoskopie, rahmenlose Stereotaxie und Chirurgie bis hin
zur Qualitätskontrolle.
Pro Jahr behandelt die Klinik bisher
etwa 8.000 Patienten stationär und
ambulant und führt mehr als 2.500
Operationen durch. Seit dem 1. April dieses Jahres greifen zukünftig
Spezialisten in neuen Kompetenzschwerpunkten unter der Leitung
von Univ.-Prof. Dr. med. Michael
Synowitz auf dieses einzigartige
Spektrum an modernster OP-Technologie zurück.
In dem neu geschaffenen Kompetenzschwerpunkt „minimal-invasive Neurochirurgie (MIN)“ unter
Leitung von Prof. Synowitz wird
die Endoskopie als neue innovative
Operationstechnik in Form der Endoskopischen Neurochirurgie (EN)
und der Endoskop-Assistierten Mikroneurochirurgie (EAM) etabliert
werden. Somit können erstmals in
Kiel nun auch komplexe Hirntumore
der Schädelbasis und der Wirbelsäule,
komplizierte Hirnnervenkompressionssyndrome (Trigeminusneuralgie, Facialisspasmus) und
Gefäßerkrankungen Endoskop-assistiert mikroneurochirurgisch behandelt werden.
Im Kompetenzschwerpunkt „Neuroonkologie“ wird die ganzheitliche interdisziplinäre Behandlung
von Patienten mit einem Hirntumor
angeboten. Unter der Leitung von
Prof. Dr. med. A. Stark und Oberarzt
Dr. med. Hajrullah Ahmeti wird für
jeden Patienten mit einem Hirntumor individuell eine personalisierte
Therapie im neu etablierten interdisziplinären Neuroonkologischen
Zentrum (NOZ) des UKSH festgelegt
werden.
Im Kompetenzschwerpunkt „Wir-
belsäule“ wird unter der Leitung
von Oberarzt Dr. med. Senol Jadik
das gesamte Spektrum der Wirbelsäulenchirurgie einschließlich minimalinvasiver und bewegungserhaltender Verfahren vom Kopf-Hals- bis
zum Lendenwirbel-Steiß-Übergang
abgedeckt.
Der Kompetenzschwerpunkt „Pädiatrische Neurochirurgie“ wird sich
unter der Leitung von Frau Privatdozentin Dr. med. Friederike KnerlichLukoschus um die neurochirurgische Behandlung von Kindern und
Jugendlichen mit Erkrankungen wie
Hydrocephalus (Wasserkopf), Epilepsie, Kraniosynostosen, Tumore,
Spastik und Spina bifida kümmern
und interdisziplinär mit den Neurologen, Kinderchirurgen, Pädiatern
und Urologen des UKSH zusammenarbeiten.
Der Kompetenzschwerpunkt „Bewegungsstörung und Schmerz“ unter
der Leitung von Frau Dr. med. Daniela
Falk ist spezialisiert auf die interdisziplinäre Behandlung von Bewegungsstörungen (z.B. Morbus Parkinson,
Tremor, Dystonie), therapierefraktärem Schmerz und therapierefraktäre
psychiatrischen Erkrankungen (z.B.
Depression und Zwangserkrankung)
mit Hilfe stereotaktischer und funktioneller Verfahren.
Im Verbund des „neurovaskulären
Der Kompetenzschwerpunkt „Periphere Nerven“ unter der Leitung
von Frau Dr. med. Anne-Dorothée
Schmitt wird in Zukunft das gesamte Spektrum der Nervenchirurgie
inkl. minimal-invasiver und mikrochirurgischer Operationstechniken,
Armplexusoperationen,
Nerventransplantationen und Kompressionsyndromen an der Klinik für Neurochirurgie anbieten.
Der Kompetenzschwerpunkt „Neurotraumatologie“ unter der Leitung
von Herrn Dr. med. Felix Schwartz
wird die interdisziplinäre operative
und intensivmedizinische Behandlung von Patienten mit einem Schädel-Hirn-Trauma im Traumazentrum
Nord koordinieren.
„Mit Hilfe dieser Neustrukturierung ist die Klinik für Neurochirurgie für die Zukunft hervorragend
aufge­stellt“, sagt Prof. Synowitz,
„Um die Zusammenarbeit mit den
Patienten und den niedergelas­
senen Kollegen zu verbessern,
wer­den wir regelmäßig fachliche
Fortbildungsveranstaltungen einführen, zu denen auch Patienten
und deren Angehörige eingeladen
werden.“
Weitere Informationen:
Klinik für Neurochirurgie
Arnold-Heller-Str. 3,
Haus 41
24105 Kiel
Tel. 0431 / 597 48 00
59
Gesundheitswesen | Juni 2015
[ANZEIGE]
Klinik für Nephrologie
Die stillen Erkrankungen
Nieren- und Hochdruckerkrankungen werden am
UKSH, Campus Kiel behandelt
Patienten ein Leben lang benötigen, um Infekte und mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Für
die psychologische Betreuung der
Patienten arbeitet die Klinik eng mit
der Abteilung Psychosomatik des
Zentrums für Integrative Psychiatrie
am UKSH zusammen. Mit der Diplom- Psychologin Dr. Elke Daudert
steht den Patienten eine Expertin
mit langjähriger Erfahrung zur Seite.
Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf untersucht eine Patientin nach einer Nierentransplantation.
Die Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrangungen am UKSH, Campus
Kiel ist mit ihren 60 Mitarbeitern
die einzige Klinik für Nephrologie in
ganz Schleswig-Holstein. Als Innere
Medizin IV ist sie ein Teil der 1. Medizin am Universitätskrankenhaus
und bietet unter der Leitung von
Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf ihren Patienten das gesamte Spektrum der
Nierenheilkunde von der Diagnostik
bis hin zur Vorbereitung und Nachbetreuung bei Nierentransplantationen an.
Nierenerkrankungen kündigen sich
selten an und beginnen meist still.
Oftmals werden sie erst bei einer
Untersuchung anderer Beschwerden
erkannt, wegen der die Patienten
einen Arzt aufsuchen. Das können
z.B. allgemeine Gesundheitsstörungen wie Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, Sehstörungen, Atemnot
oder auch Hautausschlag sein.
Die Niere steht im Zentrum des Körpers. Sie scheidet nicht nur Wasser
aus, sondern entgiftet den ganzen
Körper. Das ist notwendig u.a. für
die Blutbildung, für den Knochenstoffwechsel, für die Regulation von
Elektrolyten.
Die Nieren reinigen den Körper
von schädlichen Substanzen und
regulieren den Blutdruck, den Wasser- und den Salzgehalt. Ist diese
Funktion beeinträchtigt, kann es
deswegen zu lebensbedrohlichen
60
Situationen kommen. Ist die Niere
geschädigt, wird das Herz ebenfalls
beeinträchtigt, leidet ein Patient an
Herzproblemen, kann es auch zu
Nierenschäden kommen (Kardiorenales Syndrom) Ebenso verhält
es sich bei Lungenerkrankungen
(Pulmorenales Syndrom). „Viele Patienten sind deswegen „komplex“
krank“, so Kunzendorf, „deswegen
beschäftigen wir uns immer mit der
gesamten inneren Medizin.“ Gerade
die Medikation solcher Patienten ist
extrem schwierig und muss gut abgestimmt werden, damit diese die
richtigen Medikamente bekommen.
In der Nephrologischen Ambulanz
der Klinik werden Patienten in allen
Stadien und mit den unterschiedlichsten Nierenerkrankungen betreut. Ein Schwerpunkt liegt dabei
in der Behandlung von Patienten
mit autoimmun-entzündlichen und
diabetischer Nierenerkrankungen.
Ca. 26.000 Menschen in Deutschland leben mit einer Spenderniere.
Um ihre Langzeitbegleitung kümmert sich die Nierentranplantationsambulanz. Hierher kommen
Patienten bei akuten oder chronischen Abstoßungsreaktionen oder
Infektionen. Zusätzlich ist die Ambulanz ein zuverlässiger Ansprechpartner für die optimale Einstellung
der Immunsuppression, d.h. die
richtige medikamentöse Therapie
nach einer Transplantation, die die
Als eine der wenigen Kliniken in
der Region bietet die Klinik für Nephrologie am UKSH, Campus Kiel
das sogenannte PeritonealdialyseVerfahren, bei dem das gut durchblutete Bauchfell als körpereigene
Filtermembram genutzt wird, an. In
der entsprechenden Ambulanz werden Patienten für die eigenständige
Durchführung der Bauchfell-Dialyse
geschult und bei Komplikationen
betreut.
Auf den nephrologischen Stationen
6 b und c werden alle Patienten mit
verschiedensten Nierenerkrankungen von einem eingespielten Team
von Ärzten, Schwestern und Pflegern aufs Beste medizinisch versorgt und betreut.
Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik
ist die Behandlung von Hochdruckkrankheiten, der sogenannten arteriellen Hypertonie. Fast jeder zweite
Bundesbürger zwischen 18 und 80
Jahren leidet an zu hohem arteriellen Blutdruck. Meist spüren die Betroffenen gar keine Beschwerden,
die Folgeschäden können jedoch
schwerwiegend sein. Vom Herzinfarkt über Schlaganfall oder Nieren- oder Lungenschäden reicht die
Skala. In der Bluthochruck-Ambulanz werden behebbare Blutdruckformen erkannt und therapiert, für
Patienten, für deren Bluthochdruck
keine behebbaren Ursachen gefunden werden können, wird gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten nach einem geeigneten
Medikamentenplan gesucht. „Rund
zehn Prozent aller Patienten, die
an einer schweren arteriellen Hypertonie leiden, werden falsch behandelt, weil man die Ursache nicht
richtig erkannt hat, unsere Aufgabe
ist es, diese zu erkennen und entsprechend richtig zu behandeln“, so
Prof. Kunzendorf.
Eine weitere Kernkompetenz der
Klinik ist die Forschung. „Nur wer
forscht, kann die Krankheit besser
verstehen. Die Vernetzung zwischen Krankenversorgung und Forschung ist daher immens wichtig“,
so Prof. Dr. med. Ulrich Kunzendorf.
Darin sieht der Mediziner den großen Vorteil eines universitären
Krankenhauses, das gleichzeitig
auch mit der Ausbildung junger Mediziner betraut ist. „Lehre bedeutet
Demut“, so Kunzendorf, „wer gut
erklären kann, versteht selbst auch
wirklich alles.“
Appellieren möchte der Mediziner
vor allem an alle Menschen, sich zur
Organspende zu entscheiden. „Momentan warten Patienten zwischen
sieben und acht Jahren auf ein
Spenderorgan und es ist so einfach,
ein Organ zu spenden. Ich bedaure,
dass die Bereitschaft zur Spende in
den letzten Jahren zurückgegangen ist“, so Prof. Kunzendorf. Bundesweit stehen momentan 10.000
Patienten auf der Warteliste für eine
neue Niere, in Kiel sind es derzeit
250. Diese Patienten warten sechs
bis sieben Jahre auf ein neues
Organ.
Am UKSH, Campus Kiel werden jährlich circa 40 Nierentransplantationen durchgeführt.
Weitere Informationen:
Klinik für Innere Medizin IV
Klinik für Nephrologie
Schittenhelmstr. 12
24105 Kiel
Tel. 0431 / 597 - 13 38
Prof. Dr.
Ulrich Kunzendorf
(Klinikdirektor)
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Adipositaszentrum am Campus Kiel
Ernennung zu deutschem Referenzzentrum –
fachübergreifende Versorgung auf höchstem Niveau
zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Kostenträgern
geführt. So konnten in den vergangenen Jahren in Kiel besondere medizinische Versorgungsstrukturen
aufgebaut werden, mit denen dem
wachsenden Gesundheitsproblem
der Adipositas zukünftig effektiv
begegnet werden kann. Zudem
wurden die baulichen Voraussetzungen geschaffen, um auch Patienten mit sehr hohem Übergewicht
eine geeignete Behandlungsumgebung bieten zu können.
Das Team des Interdisziplinären Zentrums für Adipositasmedizin freut sich über die Auszeichnung (v.l.): Dr. Markus Ahrens (Oberarzt Allgemeine und Thoraxchirurgie), Prof. Dr. Clemens Schafmayer (Oberarzt Allgemeine und Thoraxchirurgie), Prof. Dr. Thomas Becker (Direktor Allgemeine und Thoraxchirurgie), Prof. Dr. Stefan Schreiber (Direktor Innere Medizin I), Prof. Dr. Matthias Laudes (Oberarzt Innere Medizin I) und
Dr. Dominik Schulte (Innere Medizin I).
Die Kliniken für Allgemeine, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und
Kinderchirurgie (Direktor: Prof. Dr.
Thomas Becker), Innere Medizin
I – Gastroenterologie, Hepatologie,
Ernährungs- und Alterungsmedizin
(Direktor: Prof. Dr. Stefan Schreiber)
und das Zentrum für Integrative
Psychiatrie (Med. Geschäftsführer:
Prof. Dr. Fritz Hohagen) bauen die
Expertise auf dem Gebiet der Adipositasmedizin weiter erfolgreich
aus. Als einziges Universitätsklinikum Deutschlands ist das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,
Campus Kiel, mit seinem Interdisziplinären Zentrum für Adipositasmedizin als Referenzzentrum von der
Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV)
zertifiziert worden und bietet somit
eine besonders hohe Behandlungsqualität und hervorragende Expertise auf diesem Gebiet.
„Dass unsere Einrichtung aus dem
Stand den Sprung zum Referenzzentrum geschafft hat, ist der engagierten und ambitionierten Arbeit unseres interdisziplinären Teams der
vergangenen fünf Jahre zu verdanken“, sagt Prof. Dr. Thomas Becker,
Direktor der Klinik für Allgemeine,
Viszeral-, Thorax-, Transplantationsund Kinderchirurgie des UKSH, Campus Kiel. „Gleichzeitig bedeutet es
für uns einen Vertrauensbeweis der
Fachgesellschaft, den wir mit einer
stetigen Weiterentwicklung unserer
Qualitätsstandards
rechtfertigen
wollen. Nicht zuletzt ist es für unsere Patienten das Signal, dass sie bei
uns in guten Händen sind.“
Die Adipositasmedizin ist einer der
am stärksten wachsenden medizinischen Bereiche. Der Zuwachs
an Patienten aus diesem Bereich
zusammen mit den demographischen Veränderungen belastet die
Gesundheitssysteme durch die mit
Übergewicht assoziierten Folgeerkrankungen wie Diabetes oder
Herz-Kreislauferkrankungen jährlich in Milliardenhöhe. Mit dem Interdisziplinären Adipositaszentrum
des UKSH am Campus Kiel ist in den
vergangenen Jahren gelungen, ein
überregional wichtiges, fachübergreifendes
Versorgungszentrum
aufzubauen. Wichtiger Baustein in
der Therapie ist die chirurgische Intervention, die gerade bei den erhöhten Operationsrisiken durch die
Grunderkrankung eine besondere
Expertise erfordert. Durch den chirurgischen Eingriff wird nicht nur
das Übergewicht reduziert, sondern
es werden auch Folgeerkrankungen
entscheidend beeinflusst.
Übergewicht (Adipositas) besteht
nach Definition der Weltgesundheitsorganisation ab einem BodyMass-Index (BMI) von 30, ein Index
der sich aus Körpergewicht und
Körpergröße berechnet. Die Zahl
der Patienten mit krankhafter Adipositas nimmt auch in Deutschland
stetig weiter zu, insbesondere bei
den Patienten mit einer sogenannten Superadipositas (BMI über 50).
„Diese Patienten gelten als ideale
Kandidaten für eine bariatrische
Operation. Bariatrische Operationen
wie eine sogenannte Sleevegastrektomie oder ein Magenbypass
sind bei krankhafter Adipositas bei
diesen komplex erkrankten Patienten jedoch nicht ohne Risiken.
Daher ist eine hohe chirurgische
Behandlungsqualität, wie sie durch
diese Auszeichnung belegt wird,
von hoher Bedeutung“, erklärt Prof.
Becker.
Durch die besonders gute interdisziplinäre klinische und wissenschaftliche Zusammenarbeit der einzelnen
Disziplinen des Kieler Adipositaszentrums werden die Patienten am
UKSH in aller Regel über mehrere Jahre intensiv betreut. „Dies ist
besonders wichtig, da wir heute
die Adipositas als eine chronische
Erkrankung verstehen, die langfristig interdisziplinär behandelt werden muss“, sagt Prof. Dr. Matthias
Laudes, internistischer Leiter des
Adipositaszentrums und Oberarzt
an der Klinik für Innere Medizin I.
Gerade dieser interdisziplinäre Charakter hat nicht nur die jetzige Zertifizierung ermöglicht, sondern auch
Mit ihrer Initiative, chirurgischen Abteilungen Zertifikate zu verleihen,
möchte die DGAV dazu beitragen,
dass die Qualität in den Kliniken
verbessert und gleichzeitig transparent gemacht wird. Dazu wurden die drei Zertifizierungsstufen
Kompetenz-, Referenz- und Exzellenzzentrum ins Leben gerufen. Für
bestimmte chirurgische Erkrankungen und Prozeduren wurden dafür
nach wissenschaftlichen Vorgaben
und klinischer Erfahrung Qualitätsstandards entwickelt. Wenn eine
chirurgische Klinik diese Kriterien
nachweisen kann, ist davon auszugehen, dass hier Chirurgie auf
hohem Niveau betrieben wird. Die
Zertifizierung ist an Qualitätssicherungs-Maßnahmen gebunden. Bei
der Erstzertifizierung, die eine Gültigkeit von drei Jahren hat, müssen
u.a. die Strukturen der Qualitätssicherung offen gelegt werden.
Weitere Informationen:
Interdisziplinäres Zentrum
für Adipositasmedizin
Terminvereinbarung
Telefon: 0431 / 597 - 51 51
Montag-Freitag: 07.30 – 15.30 Uhr
61
Gesundheitswesen | Juni 2015
[ANZEIGE]
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Unter neuer Leitung
Schwerpunkt familiärer Brustkrebs –
Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau
stehen den Patientinnen außerdem
Psychoonkologen sowie eine Sporttherapie zur Verfügung.
Prof. Dr. Fritz Schäfer (li.), Leiter des Mammazentrums, und Klinikdirektor Prof. Dr. Nicolai Maass besprechen einen Befund. Die Klinik bietet
gesamte Spektrum der Diagnostik, Therapie und Rekostruktion bei Brusterkrankungen.
Seit Jahren gilt die Kieler Klinik für
Gynäkologie und Geburtshilfe am
UKSH, Campus Kiel, als die verlässliche Adresse für Krebspatientinnen
in ganz Norddeutschland. Prof. Dr.
Nicolai Maass ist seit dem 1. April
diesen Jahres der neue Direktor der
Klinik und löste damit den langjährigen Leiter, Prof. Dr. Dr. h.c. Walter
Jonat, ab.
Seine klinischen Schwerpunkte liegen auf der medikamentösen und
operativen Therapie des Brustkrebses, auf gynäkologischer Onkologie
sowie auf benignen Erkrankungen
der Frau. Einen Fokus legt der Mediziner auf die minimalinvasive Chirurgie, dort im Speziellen auf die
Roboterchirugie. Erweitern möchte
er den Schwerpunkt Mammakarzinom, inkl. familiärem Brust- und Eierstockkrebs, rekonstruktiver Mammachirurgie und Systemtherapie.
Schonende Therapien und Traumavermeidung
Die Klinik bietet in ihrem Brustzentrum das gesamte Spektrum
der Diagnostik und Therapie von
Erkrankungen der Brust an. „Durch
die heute viel genauere Diagnostik
wird sehr viel weniger operiert. Ist
eine OP aber unumgänglich, werden weniger Lymphknoten entfernt
62
und auch die anschließende Therapie ist schonender. Mit der heutigen
Systemtherapie, einer Kombination
aus Chemo-, Strahlen- und Hormontherapie, schaffen wir individuelle
Therapien für jede Patientin“, so
Prof. Dr. Nicolai Maass. „Das ermöglicht uns, die Nebenwirkungen der
Chemotherapie zu verringern.“ Um
Patientinnen eine höchstmögliche
onkologische Sicherheit zu geben,
ist in einigen Fällen eine Amputation (die sogenannte Mastektomie)
einer oder gar beider Brüste unumgänglich. Sowohl die physische
als auch die psychische Belastung
sind für die betroffenen Frauen sehr
groß.
„Um dieses Postmastektomietrauma zu vermeiden, ist es von großem Vorteil, die Brust in der gleichen OP zu rekonstruieren, wenn es
medizinisch vertretbar und möglich
ist“, so Prof. Dr. Nicolai Maass. So
bleiben die Brüste erhalten, wenn
die Patientinnen aus der Narkose
erwachen.
Einziges Brustkrebszentrum für
familiären Brust- und Eierstockskrebs in Norddeutschland
Jährlich erkranken in Deutschland
ca. 74.000 Frauen an Brustkrebs. Das
bedeutet, dass statistisch gesehen
jede 8. bis 9. Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkranken wird.
Deswegen ist es besonders wichtig,
dass jede Frau, die mit dieser Diagnose konfrontiert wird, die beste
Aufklärung, Therapie und medizinische sowie psychologische Begleitung während ihrer Erkrankung
erhält. Diesem Leitbild hat sich die
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe verpflichtet und ist darüber hinaus eines der zwölf BRCA (Breast
Cancer) Zentren in Deutschland und
das einzige in Norddeutschland, das
sich auf die Behandlung von BRCA
1+2 Mutationen (familiären Brustkrebs) spezialisiert hat.
Grundlage für eine entsprechende
Behandlung ist eine genaue Diagnostik. Neben dem Mammographie-Screening für alle beschwerdefreien Frauen zwischen 50 und 69
Jahren gibt es in Schleswig-Holstein
seit mehr als zehn Jahren zusätzlich
das QuaMaDi (Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik)-Projekt für
Frauen aller Altersstufen. Prof. Dr.
Fritz Schäfer leitet das Kieler Mammazentrum. Hier werden Frauen
mit Beschwerden der Brust, unklaren Tastbefunden, mit familiären
oder auch persönlichen Risiko durch
Frauenärzte und Radiologen betreut. Bei einem positiven Befund
Früherkennung durch modernste
Technik
Wichtigster Faktor im Kampf gegen
den Brustkrebs ist immer noch die
Früherkennung. Neben der Selbstabtastung ist eine Mammographie
nach wie vor das wichtigste Verfahren in der Brustkrebsdiagnostik. Seit
2010 steht dem Mammazentrum
am UKSH, Campus Kiel, dazu ein 3DTomoynthesesystem zur Verfügung,
das in weniger als vier Sekunden
Schichtaufnahmen der Brust in verschiedenen Winkeln erzeugen kann
und so auch bei dichtem Drüsengewebe präzise dreidimensionale
Datensätze erzeugen kann. Seit
kurzem kann auch aus diesen Daten
ein 2D-Bild rekonstruiert werden,
welches die exakte Verlaufsbeurteilung zu Voruntersuchungen mit
herkömmlicher 2D-Mammographie
ermöglicht.
Ein weiteres, wichtiges non-invasives Diagnostikverfahren vor allem
bei dichtem Drüsengewebe ist die
Sonographie und im besonderen
deren Weiterentwicklung: der sogenannten Scherwellen-Elastographie. Bei dieser Technologie wandert eine Scherwellenfront durch
das Gewebe, die Verformung der
Scherwellen wird untersucht und
kann mittels mathematischer Algorithmen insofern quantifiziert
werden, dass der Untersucher eine
Aussage über die Härte und Elastizität des Gewebes erhält. Dieses
Verfahren wurde u.a. am Mammazentrum in einer internationalen
Multicenterstudie an weit mehr als
2000 Tumoren evaluiert. Für die Zukunft kann das bedeuten, dass auf
Gewebeproben aus der Brust zum
Beweis der Gutartigkeit verzichtet
werden kann.
Klinik für Gynäkologie
und Geburtshilfe
Arnold-Heller-Str. 3,
Haus 24
Tel. 0431 / 597 21 00
Juni 2015 | Gesundheitswesen
[ANZEIGE]
Klinik für Nuklearmedizin
Moderne nuklearmedizinische Diagnostik und
Therapie bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen
Patienten verlängern
kann. Diese Therapie ist bisher nur bei
Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom zugelassen.
Die Klinik für Nuklearmedizin des
UKSH, Campus Kiel bietet modernste nuklearmedizinische Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie an.
Die klinikeigene Radiopharmazie
ist in der Lage, radioaktive Medikamente individuell selbst herzustellen, die nicht käuflich erworben
werden können. Dies stellt ein Alleinstellungsmerkmal im norddeutschen Raum dar und ermöglicht in
einzelnen Fällen auch die Versorgung von Patienten des UKSH am
Campus Lübeck. Als Teil des onkologischen Zentrums am Campus Kiel
sowie als Teil des hier integrierten
Prostatakarzinomzentrums und des
neuroendokrinen Tumorzentrums
ist die Klinik für Nuklearmedizin des
UKSH, Campus Kiel von überregionaler Bedeutung. Zusätzlich bestehen regionale und überregionale
Kooperationen mit weiteren Praxen
und Kliniken.
Seit Anfang 2015 können Patienten
mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom mit Metastasen in Knochen,
Lymphknoten oder in Organen mit
einem radioaktiven Medikament
(Lu-177-PSMA) behandelt werden.
Bei dieser Therapie wird ein ßStrahler (Lu-177) gekoppelt an das
prostataspezifische
Membranantigen (PSMA), ein kleines Peptid
(Eiweißkörper), intravenös verabreicht. Dieser Komplex bindet an
die Prostata-Tumorzellen und bestrahlt diese über eine Distanz von
wenigen Millimetern, sodass das
umliegende gesunde Gewebe geschont wird. Diese Peptid-Radioliganden-Therapie (PRLT) ist ganz
neu, jedoch für den individuellen
Einzelfall vorgesehen. Erste Ergebnisse sind vielversprechend.
Grundlage für die Behandlung ist
eine diagnostische PET/CT (Positronenemissions-Computertomographie). Bei der Untersuchung wird
geprüft, ob die Prostata-Karzinomzellen auf ihrer Oberfläche PSMA
bilden. Die PET/CT mit Ga-68-PSMA
ist ein neues diagnostisches Verfahren zum Nachweis von Prostatakarzinomzellen bei Verdacht auf
ein Prostatakarzinomrezidiv bei
dem auch kleine Metastasen, z.B.
Lymphknotenmetastasen von weniger als einem Zentimeter, nachgewiesen werden können. Leider wird
die PET/CT-Untersuchung bei den
gesetzlich versicherten Patienten
nicht als reguläre Untersuchung von
den Krankenkassen übernommen,
sondern es muss zuvor eine Genehmigung für den jeweiligen Einzelfall
eingeholt werden.
Bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom, die unter
schmerzhaften Knochenmetastasen
ohne weitere Organmetastasen leiden und bei denen die antihormonelle Therapie das Tumorwachstum
nicht mehr ausreichend hemmt,
wird seit Anfang 2014 eine Therapie mit dem Alphastrahler Ra223 –Dichlorid (Xofigo) angeboten.
Eine Studie hat gezeigt, dass diese
Therapie auch das Überleben der
Auch bei Patienten
mit fortgeschrittenen,
metastasierten neuroendokrinen Tumoren
wird seit ca. 10 Jahren
in der Klinik für Nuklearmedizin in Kiel eine
nuklearmedizinische
Therapie angeboten.
Zuvor muss durch eine
nuklearmedizinische
diagnostische Untersuchung (Szintigraphie oder PET/CT) geprüft werden, ob die Tumorzellen auf ihrer
Oberfläche Rezeptoren bilden, an
die das radioaktive Medikament
binden kann. Voraussetzung für die
Therapie ist u.a. eine gute Nierenfunktion, da auch die Nieren in geringem Ausmaß bestrahlt werden.
Daher ist zuvor eine nuklearmedizinische Nierenfunktionsdiagnostik
erforderlich.
Eine weitere innovative Therapie ist
die selektive interne Radiotherapie
(SIRT). Sie findet bei Patienten mit
Lebermetastasen Anwendung, die
nicht operiert oder erfolgversprechend mit anderen lokalen Therapien behandelt werden können. Diese Behandlung wird interdisziplinär
zusammen mit den angiographisch
tätigen Kollegen aus der Klinik für
Radiologie durchgeführt, die über
einen Zugang in der Leistenarterie
einen Katheter in den Leberarterien platzieren. Anschließend injiziert der Nuklearmediziner einen
ß-Strahler (Y-90), der auf kleinsten
Partikeln (Mikrosphären) aufgetragen wurde. Dieses radioaktive Medikament reichert sich vornehmlich
in den Lebermetastasen an und
bestrahlt diese. Das gesunde Lebergewebe wird über ein zusätzliches
Gefäßsystem, die Pfortader, versorgt und kann dadurch geschont
werden. Durch eine Voruntersuchung mit einem radioaktiven Diagnostikum wird sichergestellt, dass
nur die Lebermetastasen behandelt
werden und kein Abstrom des Therapeutikums in andere Organe, wie
z.B. die Lunge erfolgt und diese dadurch geschädigt wird.
Die genannten Therapien haben
keinen kurativen Ansatz, sondern
stellen palliative Behandlungen dar.
Ziel ist, die Symptome der Tumorerkrankung zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Im Gegensatz dazu ist durch
die Radiojodtherapie, die bei gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt wird,
auch im Falle von Metastasen bei
einem fortgeschrittenen differenzierten Schilddrüsenkarzinom bei
guter Jodspeicherung eine Heilung
möglich.
Einige dieser Therapien mit radioaktiven Substanzen müssen aufgrund
der
Strahlenschutzgesetzgebung
unter besonderen stationären Bedingungen (Kontrollbereich) durchgeführt werden. Auch hier stehen
in Norddeutschland nur wenige Einrichtungen zur Verfügung. In Schleswig-Holstein besitzt die Klinik für
Nuklearmedizin am Campus Kiel die
größte Station in diesem Fachbereich und behandelt jährlich landesweit die meisten Patienten.
Klinik für Nuklearmedizin,
Molekulare Bilddiagnostik und
Therapie UKSH, Campus Kiel
Arnold-Heller-Str. 3, Haus 50
(Feldstraße 21, Karl-Lennert-Krebscentrum-Nord)
24105 Kiel
Tel. 0431 / 597 3147
Dr. Ulf Lützen
(kom. Direktor)
Dr. Marlies Marx
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Mo., Di. u. Do. 9 –15 Uhr
Mi. 9 –12 Uhr
Programm
Juli 2015
Datum Thema
Zeit
Referent
Mi.
1. Warum die Hüfte schmerzt –
18 – 20 Uhr Ursachen und moderne Therapien
UKSH, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie,
Sektion für Onkologische und Rheumatologische Orthopädie,
Prof. Dr. Gerdesmeyer
Do.
2. Gedächtnisstörungen und Demenz
18 – 20 Uhr UKSH, Klinik für Neurologie, Prof. Dr. Bartsch
Mo.
6. Ohne Fremdblut durch große Operationen
18 – 20 Uhr UKSH, Klinik für Anästhesiologie und Operative
Intensivmedizin, PD Dr. Renner
Di.
7. Chronischer Hüftschmerz –
Wann hilft die Hüftspiegelung?
18 – 20 Uhr
UKSH, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Schröder
Do.
9. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht + Co. –
Was ist zu bedenken?
18 – 20 Uhr
UKSH, Patienteninformationszentrum, Beke Jacobs
Mo. 13. Mit richtigem Essen besser durch die
18 – 20 Uhr Wechseljahre
UKSH Akademie, Diätassistentenschule, Martina Römer
Di.
14. Kinderwunsch –
Was tun, wenn der Storch streikt?
18 – 20 Uhr
UKSH, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, PD Dr. von Otte
Mi. 15. Harnblasenkrebs konsequent therapieren
18 – 20 Uhr UKSH, Klinik für Urologie und Kinderurologie, Dr. Hamann
Do. 16. Darmerkrankungen
18 – 20 Uhr UKSH, Klinik für Innere Medizin I, PD Dr. Nikolaus
Gutes tun!
Spendenkonto für zweckungebundene und projekt- bzw. klinikbezogene Spenden:
Förde Sparkasse | IBAN: DE75 2105 0170 1400 1352 22 | BIC: NOLADE21KIE |
zugunsten UKSH WsG e.V.
Spenden und Mitgliedschaften zugunsten des gemeinnützigen Vereins
UKSH Wissen schafft Gesundheit e.V. | [email protected] | www.uksh.de/gutestun
Vom 20.7. – 21.8.2015 macht das
UKSH Gesundheitsforum eine Sommerpause.
Wir sind ab dem 22. August wieder persönlich für
Sie erreichbar. Während der Sommerpause können
Sie sich natürlich auch weiterhin per E-Mail für die
Vorträge anmelden.
Wissen schafft Gesundheit
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