Wing Helper 1.0

Wing Helper 1.0
Tutorial
Dokumentenversion 1.0
(c) 2015 Wing Helper e.U., alle Rechte vorbehalten
Wing Helper 1.0
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung........................................................................................................................................5
2 Funktionen........................................................................................................................................6
3 Verwendung der Funktionen.............................................................................................................8
3.1 Wing Helper Registrieren.........................................................................................................8
3.2 Hauptfenster..............................................................................................................................9
3.3 Abschnittbearbeitungsmodus..................................................................................................11
3.3.1 Grunddaten......................................................................................................................11
3.3.2 Rippen.............................................................................................................................13
3.4 Holme......................................................................................................................................15
3.4.1 Rechteckholm..................................................................................................................16
3.4.2 Steckung..........................................................................................................................17
3.5 Nasen- und Endleiste..............................................................................................................18
3.6 Beplankung.............................................................................................................................19
3.7 Hinzufügen weiterer Flügelabschnitte....................................................................................19
4 Verwaltung der Profile....................................................................................................................22
5 Finalisierung: Export......................................................................................................................25
6 Fahrplan / Zukünftige Erweiterungen.............................................................................................27
7 Externe Lizenzen............................................................................................................................28
Abbildungen
Abbildung 1: Registrierungsdaten eintragen........................................................................................8
Abbildung 2: Hauptfenster...................................................................................................................9
Abbildung 3: Abschnittsbearbeitungsmodus - Grundeinstellungen...................................................10
Abbildung 4: Abschnittlängenrechner................................................................................................12
Abbildung 5: Abschnittsbearbeitungsmodus - Rippen.......................................................................14
Abbildung 6: Abschnittbearbeitungsmodus - Holme.........................................................................16
Abbildung 7: Gerade Verbindung zwischen zwei Flügelhälften........................................................17
Abbildung 8: Abschnittbearbeitungsmodus: die Abhängigkeit der Steckung von der V-Stellung.....18
Abbildung 9: Auswahl der Kopiermethode für Flügelabschnitt.........................................................20
Abbildung 10: Profil nicht gefunden - Rückfall auf CLARK Y........................................................24
Abbildung 11: Beispiel für Profilimport, ausgehend von CLARK YM-18, skaliert auf 80%...........24
Abbildung 12: DXF Export................................................................................................................26
Abbildung 13: PDF Export.................................................................................................................26
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Wing Helper 1.0
Wing Helper e.U.
[email protected]
http://www.winghelper.com
UID-Nr. ATU69803929
Registriert beim Handelsgericht Wien, Firmenbuchnummer FN 435947 z
Mitglied der WKÖ
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Wing Helper 1.0
Versionen
Date
Change
Dokumentenversion
2015/09/26
Erste freigegebene Version, Stand Wing Helper 1.0
1.0
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Wing Helper 1.0
1 Einführung
Wing Helper ist ein modernes 3D CAD Programm für Design von ferngesteuerten
Flugzeugmodellen. Wing Helper läuft auf allen üblichen Plattformen: Windows (7 oder neuer),
OSX (10.8 oder neuer), und Linux (64 Bit, getestet auf Ubuntu 14.04) und liegt in zwei
Sprachversionen vor: Deutsch und Englisch. Die aktuelle Programmversion 1.0 ist auf Design des
Hauptflügels ausgerichtet. Von der Bedienphilosophie her stellt Wing Helper eine Synthese aus dem
parametrischen und visuellen Zugang zu Modellierung. Parametrisch bedeutet, dass das Model
nicht „freihändig“ modelliert wird, sondern dass die Modellierung durch Eingabe numerischer
Werte statt findet, die das Aussehen des zu modellierenden Objekts beschreiben. Die Auswirkungen
dieser parametrischen Veränderungen werden verzögerungsfrei in die entsprechende visuelle 3D
Darstellung umgesetzt, die einen sofortigen Einblick in das finale Ergebnis bietet. Damit kann der
Zyklus „Veränderung – Kontrolle – Nachjustierung“ sehr kurz und einfach gehalten werden, was
wiederum schnell zum gewünschten Ergebnis führt.
In diesem Dokument geben wir Ihnen einen Überblick über die Funktionen des Programms und
beschreiben anschließend im Detail wie diese verwendet werden. Für alle weiterführenden
Informationen, Neuigkeiten, Fehlerlisten, Antworten auf häufig gestellte Fragen und so weiter,
besuchen Sie uns bitte auf unserer Webseite http://www.winghelper.com. Wenn Sie technische
Unterstützung benötigen, können Sie uns entweder über unser Kontaktformular auf der oben
erwähnten Seite erreichen, oder direkt per Mail unter der Adresse [email protected] Den
Kontakt mit dem Rest der Wing Helper Gemeinde können Sie im Wing Helper Forum knüpfen,
welcher direkt über unsere Webseite erreicht werden kann.
Die Bildschirmfotos in diesem Dokument wurden unter dem Betriebssystem OSX von Apple
erstellt. Aus diesem Grund wird der Wing Helper auf Ihrem Windows oder Linux Rechner zwar
etwas anders aussehen, die Unterschiede werden aber rein visueller Natur sein. Alles andere (die
Funktionalität, die Befehle, die Raumaufteilung in Fenstern, usw.) ist gleich. Die gleiche
Anmerkung gilt auch für die in diesem Dokument referenzierte Videos, die unter dem
Betriebssystem Linux erstellt wurden.
Wing Helper e.U., die Firma hinter diesem Programm, ist ein Einzelunternehmen aus Wien in
Österreich. Der Name der Firma ist somit fast der Gleiche wie der Name des Hauptprodukts – der
einzige Unterschied ist der „e.U.“ Zusatz („eingetragener Unternehmer“).
Obwohl Wing Helper e.U. von der Definition her nur aus einer Person besteht, ist das Produkt Wing
Helper das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung eines großen Personenkreises: der Betatester,
der Pilotenkollegen, der freundlichen Internetforenbenutzer und anderer Wing Helper Benutzer von
überall in der Welt. Ohne ihrer Hilfe würde Wing Helper heute nicht da stehen wo er ist.
Wir freuen uns, auch von Ihnen zu hören. Wir wollen wissen, was Sie gut finden, was Ihnen
vielleicht nicht gefällt, und was Sie anders erwarten würden, um Wing Helper noch besser zu
machen!
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Wing Helper 1.0
2 Funktionen
Wing Helper 1.0 ist auf Design des Hauptflügels ausgerichtet. Der Flügel wird als Verkettung von
trapezförmigen Abschnitten erstellt. Für jeden dieser Abschnitte können folgende Parameter
angegeben werden:
1. Grundeinstellungen
a) Länge des Abschnitts (kann auch automatisch aus der gewünschten Anzahl der Rippen
und dem Rippenabstand berechnet werden)
b) Länge der ersten Rippe im Abschnitt (Wurzelrippe)
c) Länge der letzten Rippe im Abschnitt (Endrippe)
d) Pfeilung
e) Verwindung (die „Verdrehung“ des Abschnitts – nützlich um aerodynamische
Charakteristik zu verbessern)
f) V-Stellung (der Winkel zwischen diesem und dem vorherigen Abschnitt)
g) Flügelprofil
•
es kann aus der Liste von ungefähr 1500 Profilen gewählt werden, inklusive der
Option, weitere Profile zu importieren oder aus bestehenden zu definieren (DAT
Dateien bzw. als Kopien der Standardprofile aus dem Installationspaket)
•
der Endrippe kann optional ein eigenes Profil zugewiesen werden. Die Profile der
Rippen dazwischen werden entsprechend linear interpoliert.
h) Angabe zur Rippenausrichtung (keine / nach oben / nach unten)
2. Rippen
a) Grundeinstellungen, aus welchen die Rippen automatisch erzeugt werden:
•
Rippenstärke
•
Anzahl der Rippen
b) Zusätzliche manuelle Eingriffsmöglichkeiten:
•
Position und Stärke einer Rippe kann nachträglich verändern werden
•
Option um weitere Rippen hinzuzufügen oder zu löschen
3. Holme
a) 4 Typen: rund, rechteckig, Holmsteg, Steckung
b) Holmbezogene Parametrierung (Anfangsposition, Endposition, Radius, dazugehöriger
Steg, …)
4. Nasenleiste
a) “Standard” Nasenleiste, die aus dem vorderen Rippenabschnitt berechnet wird
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Wing Helper 1.0
5. Endleiste
a) “Standard” Endleiste, die vom hinteren Rippenabschnitt bestimmt wird
6. Beplankung
Nachdem der Flügel definiert ist, können Sie das Ergebnis im Wing Helper spezifischen Format whf
abspeichern. Die resultierenden Rippen und der Flügelplan können als PDF abgespeichert oder
direkt zum Drucker geschickt werden. Darüber hinaus können einzelne Elemente im DXF Format
für weitere Bearbeitung oder für die Vorbereitung für maschinelle Rippenerzeugung exportiert
werden. Wing Helper bietet im Hauptfenster auch eine „Rückgängig / Wiederholen“ Funktionalität,
berechnet die Flügelparameter (Spannweite, Fläche) und stellt sie im Bereich „Überblick“ dar.
Obwohl schon diese erste Version eine Fülle an Funktionalität bietet, wollen wir an dieser Stelle
natürlich nicht stehen bleiben! Noch im Versionsstrang 1.x planen wir eine Erweiterung der
Profilimportfunktionalität, Verbesserungen bei der Definition der Beplankung, zusätzliche Typen
der Nasen- und Endleisten, 3DS Export mancher Teile als Vorlage für 3D Drucker, und so weiter.
Für zukünftige Versionen (2.x, 3.x, …) nehmen wir uns das Leitwerk vor, den Rumpf,
Servobuchten, Unterstützung für automatische Erzeugung von Querrudern, und andere
fortgeschrittene Funktionen.
Den aktuellen Fahrplan für weitere Wing Helper Versionen können Sie unter dem Menüpunkt
„Fahrplan“ auf unserer Webseite http://www.winghelper.com finden.
Die Zukünftige Entwicklung von Wing Helper hängt in erster Linie von Ihrem Feedback und vom
Interesse der Gemeinde ab. Wir laden Sie herzlich ein, mitzuhelfen, dass Wing Helper zur Nummer
1 in der Welt der Modellierungsprogramme für ferngesteuerte Flugzeuge wird!
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Wing Helper 1.0
3 Verwendung der Funktionen
In diesem Abschnitt finden Sie eine detaillierte Erklärung aller Wing Helper Funktionen. Bei
besonders interessanten Themen verweisen wie auch auf Demonstrationsvideos. Die Videos wurden
mit der englischen Version von Wing Helper aufgenommen, der Inhalt ist aber direkt auf die
deutsche Version übertragbar.
3.1 Wing Helper Registrieren
Sobald Sie Ihren Registrierungsschlüssel erworben haben, sollten Sie ihre Wing Helper Installation
aktivieren. Damit stellen Sie sicher, dass die volle Funktionalität auch nach dem Ablauf der
Evaluierungsphase zur Verfügung stehen wird. Die Registrierung ist eine rein auf die lokale
Installation bezogene Aktion, es werden dabei keinerlei Daten übermittelt.
Die Registrierung erfolgt im Dialog “Über Wing
“Registrierungsinformation”, wie auf Abbildung 1 gezeigt.
Helper”,
auf
der
Seite
Abbildung 1: Registrierungsdaten eintragen
Der hier gezeigte Schlüssel ist kein gültiger Registrierungsschlüssel, sondern nur als Beispiel
gedacht.
Bitte bewahren Sie Ihren Registrierungsschlüssel gut auf. Es ist nicht erlaubt,
den Schlüssel an Dritte weiter zu geben, ihn im Internet zu veröffentlichen,
oder ihn sonst irgendwie missbräuchlich zu verwenden. Es ist auch verboten,
Algorithmus zur Erzeugung von Schlüsseln zu ermitteln und zu publizieren.
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Wing Helper 1.0
3.2 Hauptfenster
Abbildung 2 zeigt das Wing Helper Hauptfenster.
Abbildung 2: Hauptfenster
Das Fenster ist in 5 verschiedene Bereiche unterteilt:
1. Flügelabschnittsliste. Wie man sehen kann, zeigt der sichtbare Teil dieser Tabelle die Namen
und die Profile der bereits definierten Abschnitte. Wenn Sie den Inhalt nach rechts
verschieben, bekommen Sie weitere Parameter zu sehen: Abschnittslänge, Länge der
Wurzel- und der Endrippen, Verwindung, und so weiter. Manche dieser Parameter können
auch direkt in dieser Tabelle verändert werden, die anderen nur im Bearbeitungsmodus.
Bearbeitungsmodus aktivieren Sie wahlweise mit einem Doppelklick auf die entsprechende
Zeile in der Tabelle, oder durch die Betätigung der Schaltfläche mit der Aufschrift
„Bearbeiten“, mit vorheriger Selektion des gewünschten Abschnitts. Für weitere
Informationen
zum
Bearbeitungsmodus
sehen
Sie
bitte
Kapitel
3.3
Abschnittbearbeitungsmodus.
2. 3D Ansicht des Hauptflügels. Diese Ansicht kann mit Hilfe der Maus oder des Touchpads
beliebig rotiert, verschoben und in der Größe angepasst werden („Zoom“). Die linke und
die rechte Maustasten, bzw. die Strg-Taste, bestimmen die Rotationsachse. Ist die
Umschaltetaste („Shift“) gedrückt, wird die Ansicht nicht rotiert, sondern verschoben. Der
Mausrad verändert die Vergrößerungsstufe (Zoom). Sollten Sie mal die Orientierung
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Wing Helper 1.0
verlieren, bringt Sie ein Doppelklick wieder in die ursprüngliche Ansicht.
3. Im Bereich „Ansichtoptionen“ können Sie bestimmen, welche Einzelteile des Flügels im 3D
Fenster angezeigt werden. Mit Hilfe des „Transparenz“ Schiebers wird die Durchsichtigkeit
des Flügels eingestellt.
4. Die 4 Standardansichten stellen vordefinierte Kamerapositionen ein. Diese Funktion ist
besonders im Abschnittsbearbeitungsmodus nützlich.
5. Werkzeugleiste und Menü. Menü ist immer am oberen Bildschirmrand, während die
Werkzeugleiste frei verschiebbar ist.1
Wie im Punkt 1 erwähnt, ein Doppelklick auf eine der Zeilen in der Abschnitttabelle, oder die
Betätigung der Schaltfläche „Bearbeiten“ nach der Vorselektion einer Zeile aus dieser Tabelle,
bringt Sie in den Abschnittbearbeitungsmodus.
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1
2
3
4
Abbildung 3: Abschnittsbearbeitungsmodus - Grundeinstellungen
1
Dieses Bildschirmfoto wurde auf OSX aufgenommen, wo die Initialposition der Werkzeugleiste auf dem rechten
Bildschirmrand ist. Unter Windows und Linux steht die Werkzeugleiste ursprünglich am oberen Bildschirmrand.
Bitte beachten Sie, dass die Positionierung der Werkzeugleiste unter OSX auf Grund eines Fehlers in der
darunterliegenden Programmierbibliothek QT nur eingeschränkt möglich ist. Sollten Sie Probleme mit der
Darstellung des Fensters unter OSX bekommen, versuchen Sie die Fenstergröße zu verändern oder die
Werkzeugleiste auf eine andere Position zu verschieben.
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Wing Helper 1.0
3.3 Abschnittbearbeitungsmodus
Abbildung 3 Zeigt das Fenster für die Bearbeitung eines Flügelabschnitts. Das Fenster ist in zwei
Bereiche unterteilt: auf der linken Seite haben Sie die Möglichkeit, unterschiedliche
Abschnittparameter einzustellen. Auf der rechten Seite sehen Sie die „Live 3D“ Ansicht des
ausgesuchten Flügelabschnitts. Die Einstellung der Kameraposition in der 3D Ansicht erfolgt
analog zum Hauptfenster.
3.3.1 Grunddaten
Im linken Teilbereich des Fensters in der Abbildung 3 sehen Sie die Grundeinstellungen des
aktuellen Flügelabschnitts. Das ist der Anfangspunkt in der Definition eines neuen Abschnitts. In
diesem Bereich haben Sie die Möglichkeit folgende Daten zu definieren:
1. Flügelabschnittdaten – die Basiseinstellungen für diesen Abschnitt.
2
•
Name wird nur für Visualisierungszwecke verwendet.
•
Länge. Diese Angabe wird für die Erzeugung der Rippen verwendet. Eventuelle
Änderungen, die Sie an diesem Parameter vornehmen, werden nicht sofort sichtbar,
sondern erst dann, wenn Sie die Schaltfläche „Rippen erzeugen“ am nächsten
Bildschirm aktivieren (Kapitel 3.3.2). Meistens werden Sie diesen Wert nicht händisch
eintragen wollen, sondern mit Hilfe des Abschnittslängenrechners ermitteln, welcher
durch die Betätigung der Schaltfläche mit der roten Nummer 2 aufgerufen wird
(Abbildung 4). Wenn Sie den Abschnittslängenrechner verwenden, vergessen Sie bitte
nicht, die Schaltfläche „Rippen erzeugen“ zu betätigen, genau so, wie wenn Sie den Wert
für die Abschnittslänge manuell eingetragen hätten. Diese Schaltfläche wird im Kapitel
3.3.2 erklärt.
•
Flügelbreite (Wurzel) ist die Länge der ersten Rippe im Abschnitt.
•
Flügelbreite (Spitze) ist die Länge der letzten Rippe im Abschnitt.
•
Pfeilung definiert wie weit dieser Abschnitt in Richtung Heck (oder Nase) geneigt ist.
•
Verwindung bestimmt die Rotation der letzten Rippe bezogen auf die erste Rippe. Die
Rotationen aller anderen Rippen werden linear interpoliert. Diese Funktion ist nützlich,
um aerodynamische Eigenschaften des Flügels zu beeinflussen: so gut wie jeder Flügel
eines ferngesteuerten Flugzeugs hat ein paar Grad Verwindung, um den Punkt des
Strömungsabrisses hinauszuzögern bzw. weniger aggressiv einzustellen.
•
V-Stellung bestimmt den Winkel zwischen diesem und dem vorangegangenen
Abschnitt. Die Änderungen dieses Werts werden in dieser 3D Ansicht nicht sichtbar,
sondern nur im Hauptfenster.2
Die Ausnahme von dieser Regel betrifft den Holm von der Type „Steckung“ - dieser wird beim ersten
Flügelabschnitt immer entsprechend der definierten V-Stellung dargestellt.
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2. Profildaten
•
Selektieren sie zuerst den Schalter „Wurzelrippe“, danach ein Profil aus der Liste auf der
linken Seite, und voilà – das voreingestellte Profil wurde durch das von Ihnen
ausgewählte ersetzt!
•
Wenn Sie am Ende des Abschnitts ein anderes Profil haben wollen als am Anfang,
selektieren Sie den Schalter „Endrippe“ und wählen Sie erneut ein Profil aus. Die Profile
der Zwischenrippen werden linear zwischen diesen zwei Profilen interpoliert. Diese
Funktion wird manchmal auch „Strak“ genannt. Die mit der roten Nummer 3
gekennzeichnete Schaltfläche hebt diese Selektion wieder auf.
3. Zusatzeinstellungen. Hier können Sie die Ausrichtung der Rippen innerhalb dieses
Abschnitts bestimmen: keine Ausrichtung, nach oben, oder nach unten. Für manche Flügel
kann es nützlich sein, die Rippen explizit auszurichten, um sicherzustellen, dass die
Scharnierkante für Querruder gerade verlaufen wird.
4. Daten. Profileigenschaften, die für das ausgesuchte Profil vorberechnet sind. Die Daten
wurden mit der Erlaubnis des Autors von der Webseite Airfoil Investigation Database
(http://www.airfoildb.com/) übernommen.
Abbildung 4: Abschnittlängenrechner
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Auf der rechten Fensterseite sehen Sie den 3D Live Ansichtbereich (rote Nummer 5), in welchem
Sie den aktuellen Flügelabschnitt genau so rotieren, verschieben und heranzoomen können, wie das
im Hauptansichtfenster der Fall war.
In den Ansichtsoptionen (rote Nummer 4) stehen zusätzliche Optionen für die Anzeige von
„Geisterabschnitten“ zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um an diesen Abschnitt angrenzende
Abschnitte, die mit einer eigenen Transparenz- und Farbkontrolle auf Wunsch eingeblendet werden
können. Geisterabschnitte sind sehr nützlich, wenn es darum geht, Flügelabschnitte aufeinander
auszurichten, vor allem dann, wenn Holme vorliegen, die sich über mehrere Abschnitte erstrecken.
Auf der Abbildung 3 sehen Sie so einen Geisterabschnitt im Hintergrund.
Das Videotutorial zu diesem Kapitel finden Sie auf https://youtu.be/qrNpOW0-w7w
3.3.2 Rippen
Im Bereich „Rippen“ befinden sich die Einstellungen und Funktionen für die Erzeugung und
Feinjustierung der Rippen (Abbildung 5). Bei der Erzeugung eines neuen Flügelabschnitts wird ein
Standardsatz an Rippen nach vordefinierten Parametern bereits erstellt. Wenn Sie diese
anschließend verändern wollen, können Sie das entweder mit Hilfe des oben erwähnten
Abschnittslängenrechners machen, oder durch manuelle Eingabe entsprechender Werte. In beiden
Fällen ist es wichtig, am Ende die Schaltfläche „Rippen erzeugen“ zu betätigen, damit die
Änderungen auch übernommen werden.
Es liegen drei Möglichkeiten vor, die Rippen nach der Erzeugung manuell zu beeinflussen:
1. Modifizierung der Werte „Rippenstärke“ und „Anzahl der Rippen“, mit anschließender
Betätigung der Schaltfläche „Rippen erzeugen“. Bitte beachten Sie, dass damit eventuelle
manuelle Veränderungen, die Sie an den Rippen vorgenommen haben könnten, wieder
verworfen werden!
2. Hinzufügen oder Löschen der Rippen in der Rippentabelle. Diese Funktion wird mit der
rechten Maustaste aufgerufen, welche das entsprechende Kontextmenü aktiviert. In diesem
Menü finden Sie die Optionen eine neue Rippe hinzuzufügen, oder die gerade selektierte
Rippe zu entfernen. Die selektierte Rippe wird im 3D Fenster in roter Farbe dargestellt. Die
neu hinzugefügte Rippe wird genau zwischen den zwei umgebenden Rippen eingefügt.
3. Direkte Modifizierung der Position und der Stärke in der entsprechenden Zelle in der
Rippentabelle.
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Folgende Einschränkungen gilt es zu beachten:
•
die erste und die letzte Rippe können nicht gelöscht werden
•
die Summe aus der Position und der Stärke der letzten Rippe muss die Abschnittslänge
ergeben.
Zum Beispiel, wenn wir vom Flügel ausgehen, welcher im vorherigen Videotutorial erstellt wurde,
wäre es sinnvoll, folgende Änderungen an den erzeugten Rippen vorzunehmen:
•
die erste Rippe dicker machen, damit genügend Material für die durch die V-Stellung
bedingte Abschrägung vorhanden ist.
•
Zwei zusätzliche Rippen erstellen, an Positionen, wo später Querruder erstellt werden
sollen.
Abbildung 5: Abschnittsbearbeitungsmodus - Rippen
Das Videotutorial zu diesem Kapitel finden Sie auf https://youtu.be/nW6h57ypuO8
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3.4 Holme
Der nächste Schritt im Designprozess ist die Definition der Holme für diesen Flügelabschnitt
(Abbildung 6). Der obere Teil des links stehenden Datenbereichs zeigt die Liste aller bisher
definierter Holme. Im unteren Teil sehen Sie die Parameter des gerade selektierten Holms.
Am Anfang ist die Holmtabelle leer. Ein Rechtsklick in diese Tabelle öffnet ein Kontextmenü, mit
der Option, einen neuen Holm zu erstellen, bzw. den selektierten Holm zu löschen oder zu kopieren.
Solange die Tabelle leer ist, sind die Optionen „Entfernen“ und „Kopieren“ natürlich inaktiv.
Ein neuer Holm ist immer von der Type „Rund“ und befindet sich auf der Entfernung 25% von der
Nasenleiste. Das bedeutet, wenn Sie zwei Holme hintereinander definieren, werden diese genau
übereinander liegen. Es ist empfehlenswert, so bald wie möglich die korrekte Position einzustellen,
um diesen potenziell verwirrenden Umstand zu beheben.
Der Holmname, die Holmtype, die Anfangs- und die Endrippe können direkt in der Holmtabelle
angepasst werden. Alle anderen Parameter können im unteren Datenbereich angepasst werden. Die
Anpassungen werden sofort auch in der 3D Ansicht im rechten Fensterbereich berücksichtigt.
Jede Holmtype hat ihren Satz an spezifischen Parametern. Dabei bietet der „Rechteckholm“ die
meisten – alle anderen Holme besitzen nur eine Untermenge dieser Parameter, außer dem
Rundholm, der noch den selbsterklärenden Parameter „Radius“ hat. Eine weitere Ausnahme ist die
„Steckung“, auf die auch gesondert eingegangen wird. Die Holmparametrierung wird daher auf
Beispiel des Rechteckholms beschrieben.
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Abbildung 6: Abschnittbearbeitungsmodus - Holme
3.4.1 Rechteckholm
Rechteckholm ist ein Holm, der in der Regel aus zwei geraden, entlang der Flügeloberfläche oder
direkt unter der Beplankung verlaufenden Teilen besteht, den sogenannten Gurten. Die meisten
Rechteckholmen besitzen auch noch einen Holmsteg, der die zwei Gurte miteinander verbindet.
Dieser Holmsteg gibt dem Rechteckholm seine eigentliche Stärke. Aus diesem Grund haben wie
vorgesehen, bei der Definition eines Rechteckholms gleich auch noch den dazugehörigen Holmsteg
mit zu spezifizieren.
Wenn Sie einen alleinstehenden Holmsteg auch noch haben wollen, bringt der Wing Helper dafür
die eigene Holmtype „Holmsteg“.
Abbildung 6 Zeigt alle Parameter eines rechteckigen Holms. Diese sind (von oben nach unten):
1. Der Referenzpunkt, von welchem aus die Holmposition bestimmt wird. Hier können Sie
entweder NL („Nasenleiste“) oder EL („Endleiste“) aussuchen. Die meisten Holme werden
vermutlich in Bezug auf die Nasenleiste stehen, außer z.B. jene, die die Scharnierkante für
Wölbklappen oder für Querruder bestimmen.
2. Position des Holms, die entweder im Prozentsatz der Rippenlänge oder in Millimeter
angegeben werden kann. Wenn Sie die Option „Separate Endposition“ aktivieren, können
Sie dem Ende eines Holms eine andere Position geben als dem Anfang. Der damit
eingestellte Winkel (bezogen auf die Anfangsrippe) wird auch angezeigt, gleich unterhalb
der Positionsangabe.
3. Breite und Höhe des Holms. Diese Daten werden sowohl für den oberen als auch für den
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unteren Gurt verwendet. Wenn Sie die Option „Autom. Verjüngung“ aktivieren, wird die
Breite des Gurts automatisch an die Rippenlänge angepasst. Zum Beispiel, wenn die
Endrippe halb so lang ist wie die Anfangsrippe, dann wird der Holm an seinem Ende auch
nur halb so breit sein, wie an seinem Anfang.
4. Mit Optionen Unten und Oben können Sie steuern, ob beide Gurte angelegt werden sollen,
oder nur einer davon. Das ist z.B. während der Definition der Holme im Bereich der
Querruder nützlich.
5. Daten für den dazugehörigen Holmsteg:
◦ Breite des Holmstegs
◦ Type (kein Steg, Mittig, vor dem Gurt, nach dem Gurt, Kasten)
◦ Erste Rippe / Letzte Rippe Angaben machen es möglich, den Holmsteg für nur einen
Teilabschnitt des Rechteckholms zu definieren. Wenn Sie die “Letzte Rippe” auf 0
setzen, erstreckt sich der Holmsteg bis ans Ende des Panels.
Jeden dieser Werte können Sie entweder durch direkte Eingabe eines numerischen Werts verändern,
durch die Betätigung der Pfeile rechts vom jeweiligen Eingabefeld, oder indem Sie ins Feld
hineinklicken und den Mausrad bewegen.
3.4.2 Steckung
Die „Steckung“ ist eine spezielle Holmtype, die verwendet wird, um zwei Flügelabschnitte (oder
Flügelhälften) miteinander zu verbinden. Eine Steckung steht immer 90 Grad zur ersten Rippe. Eine
eigene Angabe für die Endposition ist somit nicht sinnvoll und auch nicht vorgesehen.
Abbildung 7: Gerade Verbindung zwischen zwei Flügelhälften
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Wing Helper 1.0
Abbildung 8: Abschnittbearbeitungsmodus: die Abhängigkeit der Steckung von der V-Stellung
Wie man auf der Abbildung 8 sehen kann, ist die Steckung in die entgegengesetzte Richtung zur VStellung des Flügelabschnitts geneigt3. Damit ermöglicht die Holmtype „Steckung“ die Definition
einer geraden Verbindung zwischen den zwei Flügelhälften (Abbildung 7).
Das Videotutorial zu diesem Kapitel finden Sie auf https://youtu.be/rBQaD-Za88g
3.5 Nasen- und Endleiste
Zu diesem Zeitpunkt unterstützt Wing Helper nur einfache “standard” Typen von Nasen- und
Endleisten. Für diese beiden Leistenarten können Sie die Breite angeben. Zusätzlich dazu können
Sie für die Endleiste auch noch die Option „Autom. Verjüngung“ anwählen, welche die gleiche
Funktion hat, wie die gleichnamige Option die wir vom Rechteckholm kennen.
3
Bitte beachten, dass das nur für den ersten Abschnitt eines Flügels gilt.
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Wing Helper 1.0
Das Videotutorial zu diesem Kapitel finden Sie auf https://youtu.be/zFWnT-qSzNc
3.6 Beplankung
Wing Helper 1.0 unterstützt die „Standardbeplankung“, die an der Nasenleiste anfängt, und sich bis
zur definierten Länge in Richtung der Endleiste erstreckt. Zusätzlich dazu können Sie angeben, bis
zur welchen Rippe die Beplankung bis zur Endleiste zu erweitern ist.
Alle Optionen, die Sie im Bereich der Beplankung setzen können, sind:
1. Die Länge der Beplankung, gemessen von der Nasenleiste, entweder als Prozentangabe oder
in Millimeter.
2. Stärke
3. Die Rippe bis zu welcher die Beplankung bis zur Endleiste zu erweitern ist
4. Optionen für partielle Beplankung (nur oben / nur unten)
Das Videotutorial zu diesem Kapitel finden Sie auf https://youtu.be/Q1xU19k7p4M
3.7 Hinzufügen weiterer Flügelabschnitte
Das Hinzufügen eines zweiten Flügelabschnitts stellt den Designer vor gewisse Einschränkungen,
welche es bei dem ersten Abschnitt noch nicht gegeben hat: die Wurzelrippe des zweiten Abschnitts
wird meisten der letzten Rippe des ersten Abschnitts gleichen müssen (Länge und Profil), die
Pfeilung wird ähnlich oder gleich sein, die Verjüngung (die Beziehung der Längen der Wurzel- und
der Endrippe) wird vermutlich gleich sein, und die Holme werden höchstwahrscheinlich auch
Ähnlichkeiten aufweisen.
Obwohl all diese Parameter auch manuell ausgerechnet und übertragen werden können, ist dies ein
langweiliger und fehleranfälliger Prozess.
Wing Helper unterstützt Sie dabei mit dem Angebot den neuen Abschnitt als Kopie des
vorhergehenden Abschnitts zu erstellen. Sollten Sie das nicht wünschen, übernimmt Wing Helper
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nur die oben erwähnten Grundeinstellungen (Länge und Profil der ersten Rippe, Pfeilung, und
Verjüngung)
Wenn Sie es allerdings dem Programm erlauben, den neuen Abschnitt als eine Kopie des
vorhergehenden Abschnitts zu erzeugen, können Sie im nächsten Schritt eine der drei
Detailoptionen auswählen, die in Abbildung 9 gezeigt sind.
Abbildung 9: Auswahl der Kopiermethode für Flügelabschnitt
1. Direktes (1:1) Kopieren
Diese Option macht eine genaue 1:1 Kopie des vorhergehenden Abschnitts, mit nur
einfachsten Anpassungen (Länge und Profil der ersten Rippe, Pfeilung, Verjüngung). Alle
Holme werden genau so übernommen, wie sie im ersten Abschnitt definiert wurden.
2. Spiegeln (nur Holme an der Verbindungsrippe)
Diese Methode kopiert nur jene Holme des vorherigen Abschnitts, welche sich bis zur
letzten Rippe erstrecken. In anderen Worten, die Holme werden um die Verbindungsrippe
gespiegelt. Alle anderen Parameter werden wie in der Option 1 gehandhabt.
In einigen Fällen, besonders wenn Holme die Option „Separate Endposition“ angewählt
haben, werden die kopierten Holme zwar korrekt auf ihre Originale ausgerichtet sein (der
Anfang des neuen Holms auf das Ende des vorhergehenden), der Winkel, in welchem sie
stehen, wird aber nicht der Gleiche sein. Wenn der Winkel des neuen Holms der Gleiche
sein soll, werden Sie dies manuell nachjustieren müssen, indem Sie dem neuen Holm eine
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Wing Helper 1.0
entsprechende „Separate Endposition“ einstellen. Dieser Prozess ist auch im unten
stehenden Videotutorial erklärt. Im Video haben wir die nötigen Werte schon mal vorab
ermittelt. Im „echten Leben“ werden Sie vermutlich ein Wenig experimentieren müssen, bis
der Winkel genau der richtige ist.
Sie können diesen Prozess natürlich auch nach der „Augenmaß“ Methode abkürzen –
einfach die Endposition so lange bewegen, bis die Holme „richtig“ aussehen. Dafür ist die
Anzeige der „Geisterabschnitte“ sehr nützlich, weil sie Ihnen eine sofortige und genaue
Ergebniskontrolle bietet.
3. Intelligentes Kopieren
Diese Methode ist die Kombination der zwei vorhergehenden Methoden: jene Holme, die
bis zur letzten Rippe des vorherigen Abschnitts ragen, werden um die Verbindungsrippe
gespiegelt. Alle anderen Holme werden unverändert kopiert. Die anderen
Abschnittsparameter werden gleich wie in den vorhergehenden zwei Methoden gehandhabt.
Die Einschränkungen und die Zusatzerklärungen der “Spiegeln“ Methode sind auch hier
gültig.
Obwohl diese Optionen den Designprozess sehr vereinfachen, vergessen Sie bitte nicht, das
Ergebnis dieser Automatismen immer genau zu überprüfen, um sicher zu gehen, dass alles genau so
ist, wie es sein soll.
Das Videotutorial zu diesem Kapitel finden Sie auf https://youtu.be/18MLLOX2bD8
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4 Verwaltung der Profile
Wenn Ihnen keines der über 1500 Profile gefällt, die in der Standarddistribution beinhaltet sind,
wenn Sie genau das eine nicht finden können, welches Sie benötigen, oder wenn Sie gerne mit
eigenen Designs experimentieren, bietet Ihnen Wing Helper die Möglichkeit, zusätzliche Profile zu
importieren. Die importierten Profile werden in benutzerspezifischen Bereichen abgelegt, die vom
Betriebssystem zu Betriebssystem unterschiedlich sind:
•
Windows:
C:\Users\[Benutzername]\AppData\Roaming\WingHelper\importedFoils
•
Linux:
~/.local/share/WingHelper/importedFoils/
•
OSX
/Users/[Benutzername]/Library/Application Support/WingHelper/importedFoils
Jedes Profil welches Sie importieren wird in einer eigenen Datei in einem dieser Verzeichnisse
abgelegt. Der Name dieser Datei können Sie beim Import selber bestimmen. Wenn Sie ein
importiertes Profil wieder entfernen wollen, löschen Sie bitte die entsprechende Datei und starten
Sie die Wing Helper Applikation erneut, damit die Profilliste korrekt übernommen wird.
Wenn Sie nicht ein komplett neues Profil (neue DAT Datei) importieren, sondern ein existierendes
Profil modifizieren wollen, können Sie die Standardprofile im Verzeichnis finden, in welchem Wing
Helper installiert ist, im Unterverzeichnis resources/foils_v2. Die Profile in diesem Verzeichnis sind
vom Format her etwas angepasst, so dass sie auch die Profildaten beinhalten, die Importfunktion
kommt aber sowohl mit diesen Profilen, als auch mit den Profilen im Standard (DAT) Format zu
Recht.
Bitte verändern Sie die Profile, die im Verzeichnis resources/foils_v2 abgelegt
sind, nicht direkt in diesem Verzeichnis! Wenn Sie eines dieser Profile
modifizieren wollen, importieren Sie es zuerst mit Hilfe der Importfunktion, so
wie in diesem Kapitel beschrieben.
Die Importfunktion bietet folgende Möglichkeiten an:
•
Dateien im Standard DAT Format importieren. Die erste Zeile in diesem Format gibt den
Profilnamen an. Folgende Zeilen beinhalten die (x, y) Koordinatenpaare, angefangen vom
Endpunkt eines Profils, im Gegenuhrzeigersinn:
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Wing Helper 1.0
CLARK Y AIRFOIL
1.000000
0.000599
0.990000
0.002969
0.980000
0.005333
[...]
0.012000
0.017858
0.008000
0.013735
0.004000
0.008924
0.003552
0.008276
0.003121
0.007628
←
”Nasenpunkt”
[...]
0.980000
-0.001334
0.990000
-0.000967
1.000000
-0.000599
•
Die Profilstärke im erlaubten Bereich von 0.1 (10%) bis 2 (200%) anpassen
•
Das neue angepasste Profil in die angegebene Datei speichern.
Wenn Sie es versuchen, ein Profil zu definieren, welches bereits existiert, werden Sie aufgefordert,
einen eindeutigen Namen einzugeben. Wenn Sie es versuchen, ein importiertes Profil in einer Datei
zu speichern, die bereits existiert, werden Sie vor dem Speichern bestätigen müssen, dass die Datei
überschrieben werden soll.
Nach der Änderung, Löschung, oder sonstiger Modifizierung eines
importierten Profils, soll Wing Helper neu gestartet werden, damit die
Profilliste und -daten korrekt übernommen werden.
Wenn Sie ein Profil löschen, welches von einer Wing Helper Designdatei (whf)
verwendet wird, werden Sie immer noch in der Lage sein, diese Datei zu öffnen,
das entfernte Profil wird aber ersetzt durch:
•
Default (Clark Y) Profil, wenn es sich um die Wurzelrippe handelt, bzw.
•
Leeres Profil, wenn das gelöschte Profil nur der Endrippe zugewiesen
war (d.h. das Profil der Endrippe wird dann gleich wie das Profil der
Wurzelrippe werden)
Im ersten Fall wird der angezeigte Profilname entsprechend angepasst, wie zu
sehen in Abbildung 10
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Wing Helper 1.0
Abbildung 10: Profil nicht gefunden - Rückfall auf CLARK Y
Abbildung 11 zeigt ein Beispiel für Profilimport. Ausgangsprofil ist CLARK YM-18, so wie in der
Standarddistribution beinhaltet, skaliert auf 80% (Faktor 0.8). Bitte vergessen Sie nicht, dass die
Felder “Dateiname” und “Profilname” noch entsprechend angepasst werden müssen, bevor man
auf Ok drücken kann.
Abbildung 11: Beispiel für Profilimport, ausgehend von CLARK YM-18, skaliert auf 80%
Das Videotutorial zu diesem Kapitel finden Sie auf https://youtu.be/2Z-xOyC1hIQ
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Wing Helper 1.0
5 Finalisierung: Export
Wenn Sie dann mit Ihrem Flügel zufrieden sind, werden Sie ihn vermutlich auch zum Papier
bringen wollen. Wenn Sie im Besitz einer Fräse oder eines Laserschneiders sind, werden Sie die
Flügelteile vielleicht auch ins entsprechende für weitere Bearbeitung geeignete Format bringen
wollen. In anderen Worten: die Daten werden aus dem Wing Helper exportiert werden müssen!
Wing Helper bietet zwei Optionen für Datenexport: PDF und DXF. Wenn Sie die Daten direkt zum
Drucker schicken wollen, beachten Sie bitte, dass alles, was wir in diesem Kapitel über PDF Export
sagen, auch fürs Drucken gültig ist.
Diese beide Formate sind für unterschiedliche Zwecke nützlich. Auf Papier gedruckte Rippen
werden vermutlich für diejenigen unter uns nützlich sein, die sie dann per Hand ausschneiden
wollen. DXF Export wird für jene wichtig sein, die die Rippen an eine rechnergesteuerte
Schneidmaschine schicken wollen, oder die die Rippen im CAD Programm ihrer Wahl
weiterverarbeiten oder sonst irgendwie verwenden wollen.
Hier ist der Überblick was welcher Ausgabeformat abdeckt:
1. PDF Export (Abbildung 13):
◦ Rippen mit allen Modifikationen durch Holme, Nasenleiste, Endleiste oder Beplankung.
Jene Rippen, die nicht auf ein einziges Blatt Papier passen, werden über mehrere Seiten
verteilt. Die Rippen sind mit einem feinen Linienraster im Abstand von 1cm hinterlegt,
welchen Sie als Hilfslinien für Stützfüße verwenden können. Der gleiche Raster ist auch
am Gesamtflügelplan eingezeichnet, damit Sie die Rippen beim Flügelbau entsprechend
positionieren können.
◦ Nasenüberprüfungsschablonen
◦ Tabelle mit allen V-Stellungen (Winkeln zwischen den Flügelabschnitten und
Entfernungen von der Spitze bis zur Nulllinie). Die Werte in dieser Tabelle sind beim
Flügelaufbau hilfreich.
◦ „Grundriss“ vom Gesamtflügel (linke und rechte Seite), inklusive der Rippen mit dem
vorhin erwähnten Linienraster, Holme, Nasen- und Endleisten.
•
DXF Export4 (Abbildung 12):
◦ Rippen mit allen Modifikationen und mit Stützfüßen so wir im DXF Export Dialog
angegeben. Es ist empfehlenswert, die Stützfüße auch auf 1cm Raster zu legen, damit
Sie die Positionierungshilfen im Flügelgrundriss (PDF Export) verwenden können.
◦ Nasenüberprüfungsschablonen
◦ Alle Holme der Type „Holmsteg“, unabhängig davon, ob sie alleine für sich stehen, oder
ob sie Teil eines Rechteckholms sind.
4
all element types are placed on appropriate layers
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Wing Helper 1.0
Abbildung 12: DXF Export
Abbildung 13: PDF Export
Wenn Sie das erzeugte PDF File dann auch wirklich drucken wollen, stellen Sie
sicher, dass die Ränder im Druckerdialog auf 0 eingestellt sind!
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Wing Helper 1.0
6 Fahrplan / Zukünftige Erweiterungen
Unser Ziel für den Wing Helper ist es ein vollständiges CAD Programm für ferngesteuerte
Flugzeuge zu werden, welches alle Schritte im Designprozess abdeckt. Der exakte Fahrplan wird
sich stark an das Feedback und an die Inputs unserer Kunden richten. Schon während der Betatest
Phase wurde die Funktionalität auf Grund der intensiven und positiven Kommunikation mit dem
Testteam weit über das hinaus entwickelt, was für die erste Version geplant war. Das hat dem Wing
Helper einen ungeahnten Schub hinsichtlich der Funktionalität und der Benutzerfreundlichkeit
verschafft. Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieser hervorragenden Kooperation und wir laden
auch Sie ein, uns Ihre Bedürfnisse und Erwartungen mitzuteilen!
Der aktuelle Plan für die Evolution innerhalb des Versionsstrangs 1.x beinhaltet folgende Punkte5:
•
Erweiterungen im Bereich der Beplankung
•
Zusatzfeatures im Bereich Profilimport
•
Aussparungen in den Rippen (Leichtbau)
•
Zusätzliche Nasenleistentypen
•
Halbrippen
•
3D Export der Nasenleiste (für 3D Drucker oder CNC Fräsen)+
•
Automatische / Menügesteuerte Definition von Wölbklappen und Querrudern.
Weitere Entwicklung (Versionsstränge 2.x, 3.x, …) werden dann den Fokus auf andere
Flugzeugteile erweitern, wie Rumpf, Leitwerk, Schnittstelle zu anderen Programmen (z.B. XFLR5),
und so weiter.
Die aktuelle Information über den Fahrplan, aktuelle und zukünftige Entwicklungen, werden immer
auf unserer Webseite http://www.winghelper.com/ zu finden sein, sowie auf unserer Facebook Seite
http://www.facebook.com/winghelper/.
5
Bitte beachten Sie, dass diese Liste eine „lebende Liste“ ist. Sie kann sich jederzeit und ohne Ankündigung oder
Benachrichtigung ändern. The aktuelle Version wird immer auf unserer Webseite http://www.winghelper.com zu
finden sein, hinter dem Menüpunkt “Future Extensions”
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Wing Helper 1.0
7 Externe Lizenzen
Flügelprofildaten stammen von der Seite Airfoil Investigation Database (mit Erlaubnis des Autors).
Die meisten Profildaten auf dieser Seite stammen von UIUC Applied Aerodynamics Group.
Wing Helper wurde mit Hilfe von QT application framework implementiert, welches unter der
Lizenz GNU Lesser General Public License (LGPL) publiziert ist
Wing Helper Icons sind public domain und stammen aus dem Projekt Tango Desktop Project.
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