CARE 4/2015 (PDF 3.04 MB)

CARE
Gute Nacht
Sport als Schlafmittel?
Leicht essen, gut
schlafen
Hightech im
Operationssaal
Mehr Bewegung für mehr
Ausdauer beim Durchschlafen
Seite 6
Alles meiden, was uns auf
den Magen schlägt
Seite 13
Wenn der Roboter beim
Operieren hilft
Seite 19
CARE 4
Dezember 2015
Inhalt
Impressum
Redaktionsadresse
CONCORDIA,
Redaktion CARE
Bundesplatz 15
6002 Luzern
www.concordia.ch
[email protected]
CONCORDIA
CARE
Gesund bewegen
Gesund leben
1
6
9
Gesund essen
Wissen
CONCORDIA
Partner
13
16
19
CONCORDIA
Info
CONCORDIA
Family
CONCORDIA
ACTIVE
23
25
29
Gute Nacht
Sport als Schlafmittel?
Schlafprobleme: lösbar
Rückforderungsbelege
usw. senden Sie bitte an
Ihre CONCORDIA-Agentur
oder -Geschäftsstelle.
Adressänderungen
bitte an:
CONCORDIA
Adressänderungen
Bundesplatz 15
6002 Luzern
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concordia.ch
Fotos und Illustrationen
Seiten 4, 6, 10, 24, und 31:
iStockphoto
Seiten 1, 16 und 18:
Daniel Felder
Seiten 3, 14 und 20:
David Künzler
Seiten 9, 13 und 23:
Mirjam Beyeler
Seite 19:
© 2015 Intuitive Surgical, Inc.
Seite 22:
Luzerner Kantonsspital
Leicht essen, gut
schlafen
Anwältin der
Versicherten
Hightech im
Operationssaal
Layout und Gestaltung
FelderVogel
Kommunikation in Wirtschaft
und Gesellschaft AG
Zürichstrasse 43
6004 Luzern
Druck
Multicolor Print AG
Sihlbruggstrasse 105a
6341 Baar
CARE
Das Magazin der
CONCORDIA
erscheint viermal jähr lich in
Deutsch, Französisch und
Italienisch.
Gedruckt auf Plano Jet,
weiss matt, holzfrei, Offset.
Nachdruck nur mit
schrift licher Genehmigung.
2
Zweitmeinung
vor Operationen
CONCI –
Der Findelhund
8 vergünstigte
Aktivitäten
Gut geschlafen?
Eine einfache Frage, wie sie meistens
schnell und ohne Hintergedanken zur
Begrüssung am Morgen gestellt wird.
Und erwartet wird ebenso die einfache
Antwort: Ja, danke, und du? Doch guter
Schlaf ist längst nicht für alle Menschen
selbstverständlich. Zwar gibt es sie, die
Glücklichen, denen die Augen schon
zufallen, wenn sie nur an ihr Bett denken.
Und schlafen sie einmal, könnte man
sie neben eine Autobahn legen; sie würden selig weiterträumen.
Ich selber zähle mich eher zur anderen
Gruppe. Zu jenen, die trotz bequemem
Bett und ruhigem, wohltemperiertem
Zimmer oft wach liegen. Manchmal einfach so, und manchmal, weil sich das
Gedankenkarussell unaufhörlich weiterdreht oder einem gerade noch etwas in
den Sinn gekommen ist, das man auf
gar keinen Fall wieder vergessen will. Für
letzteren Fall empfiehlt es sich übrigens,
Papier und Stift auf dem Nachttisch zu
deponieren, um vermeintlich Wichtiges
schnell zu notieren. Dann genauso schnell
das Licht wieder löschen und den Gedanken mit dem nächsten Schäfchen ziehen
lassen.
Viele Tipps für einen guten Schlaf
finden Sie in dieser Ausgabe von CARE.
Schmökern Sie darin; vielleicht haben
Sie das eine oder andere Aha-Erlebnis,
das Sie in Zukunft besser schlummern
lässt.
Persönlich
CONCORDIA-versicherte Person
kostenlos eine persönliche Antwort.
Die Mailadressen finden
Sie auf den Seiten 8, 11
und 14.
Natürlich haben Sie’s
gleich bemerkt: CARE
hat ein neues Gewand
bekommen. Hoffentlich
gefällt es Ihnen! Neu sind
auch die sogenannten
QR-Codes bei einigen
Artikeln, mit denen Sie
über Ihr Smartphone
direkt auf unsere Videos
zum Thema zugreifen
können. Und sollten Sie
mal online sein: Lesen
Sie bei www.concordia.ch
CARE im E-Paper-Format und profitieren Sie von vielen Zusatzinformationen
und Direktlinks zu Gesundheitsvideos,
Ratgebermailboxen, Partnern usw.
Astrid Brändlin,
Leiterin Unternehmenskommunikation
Ganz gleich, wie Sie uns kontaktieren –
ob per Internet, Telefon, Brief oder
persönlich: Es freut uns immer, von
Ihnen zu hören!
Astrid Brändlin,
Leiterin Unternehmenskommunikation
Apropos: Für all Ihre Fragen zu Ernährung, Fitness und Stressbewältigung
stehen Ihnen unsere Fachpersonen gerne
zur Verfügung. Sie können sie per Mail
kontaktieren und bekommen als
3
Thema
Gute Nacht
Einen tiefen, erholsamen, ungestörten Schlaf: den
wünschen wir uns alle. Und dafür können wir
auch einiges tun. Die vorliegende Ausgabe von CARE
gibt dazu Tipps. Doch wenn wir dann trotz aller
Vorkehrungen nicht schlafen können? Werden wir schnell
unruhig und nervös, was uns das Einschlafen noch
schwerer macht – ein Teufelskreis.
4
Und vielleicht auch Anlass, ab und zu
einen anderen Blick auf die Nacht
zu werfen, die Augen weit zu öffnen,
die Ohren zu spitzen und zu entdecken,
wie farbig die Geräusche sind und wie
laut die Dunkelheit ist.
Romantiker und Raver
Schon die Dichterinnen und Dichter der
Romantik haben die Nacht aus tiefstem
Herzensgrunde verehrt, haben hineingelauscht in dunkle Abgründe oder auch
in die Tiefe der eigenen Seele, haben
sich hinausgesehnt in die Weite mondbeschienener Landschaften. Soll man
bei Schlaflosigkeit also romantische
Gedichte lesen? Vielleicht, auch weil
sie auf uns heute eher einschläfernd
wirken, womit das Ziel, in den Schlaf
zu finden, erreicht wäre.
Thema
Den Kontrapunkt zu den Romantikern
stellen die Raver dar, die Disco- und
Clubbesucher, welche Nächte durchtanzen, ohne die Tage durchzuschlafen.
So sehen sie sich mit einer anderen
Herausforderung konfrontiert: Was tun,
um am Wochenende nicht vorzeitig
einzuschlafen?
Was zur weiteren Frage führt: Können
wir dank Verknappung des Schlafes
besser einschlafen und durchschlafen?
Die Antwort der Wissenschaft darauf
ist ziemlich eindeutig. Um gesund
und fröhlich zu bleiben, braucht der
Mensch ein paar Stunden Schlaf. Fragt
sich nur, ob er den Schlaf am Stück oder
auch in Etappen absolvieren kann.
Mittagsschlaf und Etappenschlaf
Die wohltuende Wirkung eines kurzen
Mittagsschlafs ist hinlänglich bekannt.
Wer immer Gelegenheit dazu hat, nutze
diese! Widersprüchlicher wird eine
weitere Aufteilung der Schlafdauer beurteilt. Beim sogenannten polyphasischen
Rhythmus schläft man beispielsweise
zweimal drei Stunden und einmal zwei
Stunden pro 24 Stunden. Oder fünfmal
90 Minuten. Während dieser kurzen,
aber intensiven Schlafeinheiten erreicht
der Mensch die Tiefschlafphasen (REM),
welche für die Erholung entscheidend
sind. Die Etappierung müsste also funktionieren. In der Praxis setzt sie sich
jedoch kaum durch. Zu sehr scheint sie
auf Effizienz getrimmt. Und zu stark
weicht sie von üblichen Verhaltensmustern ab, was die alltäglichen sozialen
Beziehungen gefährdet. Während andere
sich zu Kaffee und Kuchen treffen, muss
der Polyphasenschläfer seine 90 Minuten
Schlaf absolvieren – blöd für ihn, den
andern egal.
Wenn wir schon bei Stress und Leistung
in Sachen Schlaf sind: Es soll schon Menschen gegeben haben, die über 260 Stunden lang ununterbrochen wach geblieben
sind. Beinahe elf Tage lang Kampf gegen
den Schlaf! Was sind da schon ein paar
Minuten Konzentration aufs Schäfchenzählen, welche Normalsterbliche brauchen, um dann doch einschlafen zu können. Oder um jene magische Tageszeit
auch einmal bewusst zu erleben, welche
wir Nacht nennen.
Um gesund und fröhlich zu bleiben,
braucht der Mensch ein paar
Stunden Schlaf. Fragt sich nur, ob
er den Schlaf am Stück oder
auch in Etappen absolvieren kann.
Sandmann und sanfte Tyrannin
Ein grossartiges und wunderbares Phänomen ist die Nacht. Eine starke, sanftmütige Persönlichkeit, die ihren eigenen
Willen hat – und diesen manchmal
auch durchsetzt. Zuweilen will sie unsere
ganze Aufmerksamkeit. Schenken wir
sie ihr, und sie wird uns Gelassenheit
und Schlaf zurückgeben. Den Sandmann
wird sie uns schicken, den sanften Tyrannen, wie der amerikanische Forscher
Wilse Webb den Schlaf bezeichnet. Wir
aber wissen, dass dieser Tyrann an
seiner Seite eine sanfte Tyrannin hat:
die Nacht.
5
Sport als
Schlafmittel?
Nächte, in denen wir gut und erholsam schlafen,
sind massgeblich für unsere körperliche und
seelische Leistungsfähigkeit verantwortlich.
Sport und Bewegung tragen zu einer besseren
Schlafqualität bei.
Der Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und Schlaf ist sehr vielseitig. So hat Schlaf einen Erholungseffekt, der uns leistungsfähig und fit hält.
Schlafen ist unerlässlich für unsere Regeneration. Denn nur mit guter Erholung
entsteht nach einer Belastung ein positiver Trainingseffekt. Dazu gehört auch
ausreichend Schlaf. Er bewirkt, dass
Muskulatur und Immunsystem wieder
ins Gleichgewicht kommen.
Ein Training besteht immer aus
Belastung und Erholung.
Fehlt die Erholung nach der Belastung,
zehren wir an unseren Reserven, was zu
Verletzungen oder Krankheit führen
kann. Unausgeschlafen werden wir
schnell gereizt, bringen nur die halbe
Leistung und fühlen uns nicht fit. Schlaf
ist demnach eine wichtige Komponente
für unsere seelische und körperliche
Leistungsfähigkeit.
Bewegung statt Schlaftabletten
Umgekehrt wirken sich Sport und Bewegung positiv auf die Schlafqualität aus.
Wer eine ausgedehnte Wanderung unternimmt, ausgiebig schwimmt oder beim
Langlaufen richtig ins Schwitzen kommt,
wird abends gut schlafen. Wann sind
Sie zum letzten Mal so richtig müde ins
Bett gefallen? Ab einer gewissen
Trainingsdauer und nach intensiven
Gesund bewegen
Beanspruchungen (extremes Wetter,
hohe Schwierigkeit, schnelles Tempo)
ist Sport für den Schlaf direkt förderlich.
Denn der Erholungsbedarf nach dem
Sport ist grösser als ohne Sport. Sport
wirkt fast wie ein natürliches Schlafmittel.
Wer sich regelmässig bewegt – besonders
im Freien –, fühlt sich generell ausgeglichener. Beim Sport können wir
abschalten, Stress abbauen und uns aktiv
erholen und so schliesslich auch besser
schlafen. Eine Studie von Reid et al.
bestätigt dies: Personen mit Ein- oder
Durchschlafschwierigkeiten, die sich
täglich 30 bis 40 Minuten im Ausdauerbereich bewegten (Walking, Joggen,
Fahrradfahren), wiesen eine bessere
Schlafqualität und -effizienz, eine kürzere Einschlafdauer und längere Gesamtschlafzeit auf als solche, die keinen
Sport trieben.
Sport wirkt wie ein
natürliches Schlafmittel.
Morgen- oder Abendtraining?
Bewegung tut zu jeder Tageszeit gut.
Doch je nachdem, ob wir morgens
oder abends trainieren, löst eine Trainingseinheit Unterschiedliches aus:
Sie kann uns wach oder müde machen.
Morgensport: 30 Minuten joggen oder
walken vor dem Frühstück kurbelt
Köper, Stoffwechsel und Geist an. Die
klare frische Luft am Morgen wirkt erfrischend. Der Zeitaufwand ist klein und
das positive Gefühl, bereits etwas erlebt
zu haben, begleitet uns in den Tag.
Weitere
Informationen
Sport und Schlaf
www.concordia.ch/
concordiaTV
7
Gesund bewegen
Übungen
im Video
Sport und Schlaf
www.concordia.ch/
concordiaTV
8
Abendsport: 30 Minuten joggen oder
walken nach einem Tag zu Hause oder
im Büro wirkt entspannend. Wir können
den Kopf abschalten, geistige Distanz zur
Arbeit schaffen und den Körper wieder
richtig frei bewegen. Nach vielen Sitzstunden tut Bewegung einfach gut und
wir kommen wieder ins Gleichgewicht.
Mittleres Belastungsniveau
am Abend
Obwohl Sport erschöpft, ist es nicht
sinnvoll, sich vor dem Einschlafen
komplett auszupowern. Je intensiver
das Training, desto mehr Laktat bilden
wir, und das lässt uns eher schlecht
einschlafen. Ideal ist ein mittleres Belastungsniveau. Zudem sollten wir nach
einem abendlichen Training dem Übergang von der Trainings- zur Erholungsphase besondere Beachtung schenken.
Dazu gehören ein Auslaufen und Dehnen,
eine Dusche und ein leichtes Essen inklusive Flüssigkeitszufuhr.
Entspannungsmöglichkeiten
Entspannung von Körper und Geist
können Sie auf unterschiedliche Art und
Weise herbeiführen. Je nach Können
oder Interesse liegt der Fokus eher auf
der körperlichen oder auf der mentalen
Seite:
• Repetitive Ausdauersportarten
in moderatem Tempo wirken entspannend.
• Geeignete Sportarten für den
Abend: Tennis, Laufen, Schwimmen
usw. Wählen Sie eine Sportart, die
Ihnen zusagt. Wenn Sie sich ganz
auf den Sport konzentrieren,
schalten Sie automatisch ab und
der Erholungseffekt ist besser
spürbar.
• Einfache Stretching-Übungen mit
regelmässiger Atmung lösen die
Muskelspannung und beruhigen.
• Entspannungstechniken, Atemund Achtsamkeits training (siehe
Video «Sport und Schlaf») oder
Yoga helfen mit gezielten Übungen,
Körper und Geist herunterzufahren
und Stress abzubauen.
• Massagen oder ein Saunagang
sind ebenfalls gute Erholungsmassnahmen.
So können Bewegung und Sport auf
vielfältige Weise zu einem guten Schlaf
beitragen. Probieren Sie es aus und
schlafen Sie gut!
Denise Rudin
Antonia Bundi
Zur Autorin:
Denise Rudin, Master in Health
Administration (MHA) und
dipl. Turn- und Sportlehrerin,
arbeitet in der Gesundheitsförderung
und leitet Konditionstrainings.
Haben Sie Fragen zu
den Themen Fitness und
Bewegung?
Antonia Bundi, PhD, dipl. Natw.
ETH (Bewegungswissenschaften),
beantwortet sie gern. Nehmen Sie
Kontakt auf über E-Mail:
[email protected]
Für CONCORDIA-Versicherte ist
diese Dienstleistung gratis.
Schlafprobleme:
lösbar
Gesund leben
Wann Schlafmangel zum Problem wird und die Zunahme von Burnout und Depreswie man vorbeugen kann. sionen sein. Denn beim Schlafen erholen
Das Experiment über Schlafentzug
entwickelte sich dramatisch: Einige
Versuchspersonen begannen durch den
Entzug zu halluzinieren, andere fühlten
sich verfolgt oder wirkten komplett
überdreht. Niemand blieb ohne Symptome. Die beteiligten Wissenschaftler
einigten sich schliesslich darauf, das
Experiment abzubrechen.
Schlafmangel mit Folgen
Die vor vielen Jahren durchgeführte
Studie hat nichts an Aktualität eingebüsst, im Gegenteil. Heute schlafen
wir im Schnitt rund 40 Minuten
weniger als noch vor 30 Jahren. Laut
Experten könnte dies ein Grund für
sich Körper und Geist. Fehlt diese Erholung langfristig, können körperliche
Beschwerden, Konzentrationsschwierigkeiten und psychische Probleme auftreten.
Beim Schlafen erholen
sich Körper und Geist.
Individuelles Schlafbedürfnis
Die gesunde Schlafdauer beträgt rund
sieben Stunden. Das Schlafbedürfnis
ist jedoch individuell sehr verschieden.
Manche brauchen fünf, andere neun
Stunden Schlaf. Die einen schlafen regelmässig tief und fest, andere wachen
schneller auf. Diese Unterschiede sind
zu einem Grossteil angeboren.
Weitere
Informationen
Entspannung
und Schlaf
www.concordia.ch/
concordiaTV
9
Gesund leben
Schlechte Schlafphasen
sind normal
Im Laufe seines Lebens schläft jeder
Mensch ab und zu weniger gut, das
ist normal. Einige Tage oder wenige
Wochen schlecht zu schlafen, ist nicht
schlimm. Schlafschwierigkeiten werden
dann zum Problem, wenn sie chronisch
werden und uns täglich müde und
energielos machen oder sich sonst negativ auf den Alltag auswirken. Möchten
Sie wissen, wie gut Ihr persönlicher
Schlaf ist? Mit dem Test auf Seite 12
können Sie es herausfinden.
Schlafschwierigkeiten werden
erst dann zum Problem, wenn sie
chronisch werden.
Finger weg von Schlaftabletten
Schlechter Schlaf hat in unserer Gesellschaft besorgniserregende Dimensionen
angenommen. Jeder Vierte ist davon
betroffen. In der Not greift jeder Zwölfte
zu Schlaftabletten. Ihr schnell eintretender Erfolg ist das Hauptproblem. Denn
er verführt die Betroffenen dazu, weiterhin auf diesen Weg zu setzen, welcher
die wirklichen Probleme ungelöst lässt.
Deshalb gehören Schlaftabletten allein
in die Hand des Arztes (siehe auch
weitere Informationen Seite 11).
Den Tag in Ruhe ausklingen
lassen, beispielsweise mit einem
regelmässigen Ritual.
Was Schlafprobleme verursacht
Schlafschwierigkeiten können unterschiedlichste Ursachen haben. Etwa,
wenn der Körper durch Schichtarbeit
oder bei Reisen in andere Zeitzonen
aus dem Rhythmus gerät. In gewissen
Fällen sind sie auch organisch bedingt:
beispielsweise beim sogenannten Restless-Legs-Syndrom, bei dem die Beine
nachts nicht zur Ruhe kommen. Hauptsächlich werden Schlafprobleme aber
10
durch innere Anspannung oder Überdrehtheit verursacht, sei es nach
hektischen und stressigen Tagen, bei
privaten oder beruflichen Problemen.
Entspannend sind Sport
und Bewegung mittlerer
Intensität, Yoga oder
Entspannungsübungen.
Aufregung vermeiden
Je angespannter wir am Tag sind, desto
länger brauchen wir zum Loslassen.
Abendliche Aktivitäten, die uns in
Sorge versetzen, aufregen oder überdreht werden lassen, sind darum
ungünstig – etwa einen nervenaufreibenden Film zu schauen, die GeschäftsE-Mails noch einmal zu checken oder
bis direkt vor der Schlafenszeit zu
arbeiten.
Das hilft
• Den Tag in Ruhe ausklingen lassen,
beispielsweise mit einem regelmässigen Ritual.
• Dafür etwas wählen, was einem
guttut (Musik hören, kochen, lesen,
mit den Kindern Zeit verbringen,
Ferien planen, Fotos anschauen, im
Garten arbeiten, mit dem Haustier
spielen etc.).
• Entspannend sind besonders auch
Sport und Bewegung mittlerer
Intensität, Yoga oder Entspannungsübungen (siehe Seite 8 Video
«Sport und Schlaf»).
• Sorgen aktiv angehen, um Grübelphasen vor dem Schlafengehen
zu vermeiden; sich von guten
Freunden oder Fachpersonen
unterstützen lassen.
• Arbeit, Computer und TV aus dem
Schlafzimmer verbannen, damit
dieses mit Ruhe, Erholung und Schlaf
assoziiert wird.
• Sich nicht verrückt machen lassen,
wenn man einmal nicht gut schläft.
Blick auf die Uhr vermeiden, um
Stressgefühle wegen (zu) kurzem
Schlaf zu verhindern.
• Aufstehen, wenn man länger wach
liegt oder nicht einschlafen kann;
sich bewusst etwas Schönes,
Gemütliches oder Entspannendes
gönnen und sich erst wieder hinlegen, wenn man wirklich müde ist.
Für Kinder besonders gut
• Als Eltern selbst möglichst entspannt sein. Denn
wenn Mami und Papi hektisch und nervös sind,
überträgt sich das aufs Kind.
• Ruhigere Tätigkeiten vor dem Einschlafen helfen
besser als aufregende Spiele und Filme.
• Zu festen Zeiten ins Bett gehen und aufstehen,
auch am Wochenende.
• Ein regelmässiges Ritual des Zubettgehens
einführen. Lassen Sie das Kind zum Beispiel das
Pyjama anziehen, die Zähne putzen, sich mit dem
Kuscheltier ins Bett legen. Erzählen Sie ihm dann
eine Gutenachtgeschichte, sprechen Sie über
erfreuliche Tagesereignisse oder singen Sie ein
Gutenachtlied. So hört der Tag mit einem schönen,
beruhigenden Ritual auf.
• Rechnen Sie damit, dass Ihr Kind nicht immer sofort
einschläft; manchmal geht es halt länger, das ist
normal. Einschlafen kann niemand auf Befehl.
Literatur
• Spork, P. (2007): Das Schlafbuch. Warum wir
schlafen und wie es uns am besten gelingt. Rowohlt,
Reinbek.
• Zulley, J., Knab, B. (2002): Die kleine Schlafschule.
Wege zum guten Schlaf. Herder Verlag. Freiburg,
Deutschland.
Weitere Informationen zu
Schlafmitteln
Medienmitteilung der Stiftung
Sucht Schweiz
www.suchtschweiz.ch > Aktuell
> Medienmitteilungen > Stille Abhängigkeit
von Schlaf- und Beruhigungsmitteln
Christoph Eichhorn
Haben Sie Fragen zu diesem Artikel oder zu den
Themenkreisen Stressbewältigung und Burnout?
Christoph Eichhorn, Dipl.-Psychologe Universität, beantwortet
sie Ihnen gerne. Er ist klinischer Psychologe/Psychotherapeut,
Supervisor und Buchautor und hat langjährige Erfahrung als
Trainer mit den Schwerpunkten Gesundheitspsychologie
und Stressbewältigung. Nehmen Sie mit ihm über E-Mail
Kontakt auf:
[email protected]
Für CONCORDIA-Versicherte ist diese Dienstleistung gratis.
11
Gesund leben
Wie gut ist Ihr Schlaf?
Machen Sie den Test.
(aus Zulley, Knab 2002)
Sind Sie abends vor dem Zubettgehen müde?
Ja sehr
Ja
Nein
Eher wach
1
0
2
4
2
Wie lange brauchen Sie zum Einschlafen?
Ich schlafe sofort ein
Ich brauche länger als 10 Minuten
Ich brauche länger als 30 Minuten
0
1
4
3
Schlafen Sie nachts durch?
Ja
Ich wache gelegentlich kurz auf
Ich liege lange Zeit wach
Wenn ich aufgewacht bin, kann ich nicht mehr
einschlafen
1
0
1
3
5
4
Schnarchen Sie nachts?
Nein
Ja
Es wurden schon Atemstillstände beobachtet
5
Werden Sie morgens zur gewünschten
Zeit wach?
Mehr als 60 Minuten zu früh
Zwischen 10 und 60 Minuten zu früh
Ziemlich genau richtig
Aufwachen fällt mir nicht leicht
Ich wache überhaupt sehr schwer auf
3
1
0
2
4
Wann fühlen Sie sich nach dem
Aufwachen munter?
Sofort
Nach ungefähr 10 Minuten
Nach dem Frühstück
Erst gegen Mittag
0
1
2
4
6
Wenn ich den ganzen Tag betrachte, dann
bin ich durchgehend fit
bin ich mittags etwas müde
bin ich mittags sehr müde
bin ich allgemein tagsüber müde
schlafe ich gelegentlich ungewollt ein
7
12
0
1
5A
0
1
2
3
5A
Auswertung
Weniger als 10 Punkte: Sie haben einen
guten bis durchschnittlichen Schlaf.
Zwischen 10 und 15 Punkten: Ihr
Schlaf ist nicht wirklich gut. Falls das
bereits länger so ist, konsultieren Sie
bitte Ihren Arzt.
Mehr als 15 Punkte: Ihr Schlafproblem
kann mit einem gesundheitlichen
Problem zusammenhängen, was Sie
ärztlich abklären sollten.
Sie haben eine A-Antwort, wie bei den
Fragen 4 und 7: Vermutlich benötigen
Sie eine Behandlung in einem Schlafzentrum. Wenden Sie sich deshalb
bitte umgehend an Ihren Arzt. Es geht
um Ihre Gesundheit.
Leicht essen, gut
schlafen
Gesund essen
Üppiges Essen zu später Stunde zwingt die Ausgewogene Mahlzeiten
Verdauung zu Überstunden und stört den Eine ausgewogene Mahlzeit besteht aus folgenden HauptbeSchlaf. Wer auf leichtes Essen setzt, fühlt sich standteilen:
am folgenden Tag frischer und fitter.
2/5
Wie gut der eigene Schlaf ist, kann auch
mit der Ernährung zusammenhängen.
Mit folgenden Tipps können Sie Ihren
Schlaf positiv beeinflussen:
des Tellers füllen
mit einer
Stärkebeilage wie
Vollkornbrot,
Kartoffeln, Reis,
Teigwaren,
Hülsenfrüchte
Reich an Vitaminen des
B-Komplexes und Magnesium mit beruhigender
Wirkung; liefern die
nötige Energie
Reich an Vitaminen,
Mineralstoffen und
Spurenelementen
Nicht zu üppig und nicht zu
spät essen
Wer am Abend zu viel oder auch zu
fettig isst, fordert von seinem Verdauungstrakt Höchstleistungen. Nach
einem schwer verdaulichen Essen wie
einem Fondueplausch sollte man darum
mindestens zwei bis drei Stunden wach
bleiben, bevor man sich ins Bett legt.
Umgekehrt lässt es sich mit leerem
Magen auch schlecht einschlafen. Ist der
Blutzuckerspiegel niedrig, knurrt der
Magen und Heisshungerattacken halten
vom Träumen ab. Scharf gewürzte Mahlzeiten können Sodbrennen auslösen und
so ebenfalls den Schlaf aufhalten. Für
erholsamen Schlaf ist ein frühes, leichtes
und ausgewogenes Abendessen am
besten geeignet.
Weitere
Informationen
Ernährung und
Schlaf
www.concordia.ch/
concordiaTV
Schnelle, leichte Menübeispiele
• «Café complet» mit Vollkornbrot,
Käse und Knabbergemüse
• Gefüllte Omeletten mit Hackfleisch-Gemüse-Füllung
• Gerstensuppe mit Nussbrot
• Kartoffel-Rüebli-Randengemüse
aus dem Ofen mit Kräuterquark
• Lauwarmer Linsen-Penne-Salat mit
Zucchini und Sprinzrollen
2/5
des Tellers füllen mit
rohem oder gekochtem
Gemüse / Früchten
1 /5
des Tellers füllen mit
Eiweiss wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch,
Eier, Tofu, Quorn
Täglich 1–2 Liter,
bevorzugt in Form von
ungesüssten Getränken
wie Wasser oder Tee
Täglich mindestens
1 Esslöffel Rapsöl,
20 g Nüsse
(Baumnüsse)
Wichtig für alle Stoffwechselvorgänge
Omega-3-Fettsäuren
heben die Stimmung
Sehr gute Tryptophanlieferanten, vor allem
Milchprodukte;
sättigen lange
Ob warm oder kalt gegessen wird, spielt keine Rolle. Auf beide
Arten und auch ohne grossen Aufwand können ausgewogene
Speisen zubereitet werden.
13
Gesund essen
Aufputschmittel meiden
Kaffee, Schwarztee, Grüntee, Energydrinks, Eistee und Cola-Getränke
halten aufgrund ihres Koffeingehalts
wach. Ebenso haben Vitamin-C-reiche
Getränke (Zitrusfrüchtesaft) eine
aufputschende Wirkung. Empfindliche
Personen trinken besser Kräutertee
oder Wasser.
Veganes Abendgetränk
Nüsse wie Mandeln, Baumnüsse und
Cashewnüsse sind ebenfalls tryptophanreich. Als Alternative zur Kuhmilch eignen sich darum auch Mandel- oder
Cashewnuss-Drinks als Schlummertrunk.
Nicht zu viel Alkohol
Gegen ein Glas Wein oder Bier ab und
zu ist nichts einzuwenden. Eine grössere
Menge Alkohol hilft zwar beim Einschlafen, aber der Schlafrhythmus wird
nachhaltig gestört. Das kann auf Dauer
schädlich sein.
Milch – idealer Schlummertrunk
Milch vor dem Zubettgehen beruhigt.
Denn Milch enthält reichlich Tryptophan. Diese Aminosäure wird im Gehirn
zu Serotonin umgewandelt. Das
«Glückshormon» Serotonin sorgt für
Entspannung und seelisches Wohlbefinden und folglich für besseren Schlaf.
Serotonin ist ausserdem Ausgangsstoff
für die Bildung von Melatonin, welches
unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert.
Gönnt man sich vor dem Einschlafen ein
Glas Milch als Schlaftrunk, sollte die
Milch mindestens Körpertemperatur
haben. So wird der Magen nicht unnötig
abgekühlt. Ein wenig Honig in der
Milch wirkt zusätzlich beruhigend und
fördert den Schlaf.
Neue Studien haben bewiesen, dass reine
Vollmilch ohne Zusätze (Honig oder
Schokoladepulver) für Kinder besonders
geeignet ist, da der enthaltene Milchzucker keine Karies auslöst. Milch kann
auch durch ein Joghurt oder ein Stück
Käse ersetzt werden.
14
Beruhigende Teesorten
Teesorten wie Baldrian, Goldmelisse, Hopfen, Orangenblüten
und Zitronenmelisse haben eine beruhigende Wirkung. Ein bis
zwei Teelöffel mit kochendem Wasser übergiessen und zehn
Minuten abgedeckt ziehen lassen; fertig ist ein wohlriechender,
aromatischer Tee. Diesen trinkt man am besten langsam in
kleinen Schlucken. Ein Teeritual am Abend bringt Ruhe und
Entspannung in den Alltag. So kann man den Stress gut hinter
sich lassen.
Marlène Gautschi
Haben Sie Ernährungsfragen?
Marlène Gautschi, dipl. Ernährungsberaterin HF, beantwortet sie gern.
Nehmen Sie mit ihr über E-Mail
Kontakt auf:
[email protected]
Für CONCORDIA-Versicherte ist diese
Dienstleistung gratis.
Weder stolpern
noch fallen
Wissen Sie, wo es bei Ihnen zu Hause Stolperfallen gibt?
Finden Sie es mit fachkundiger Hilfe heraus und
vermeiden Sie unnötige Stürze mit langwierigen Folgen.
Die CONCORDIA hilft Ihnen dabei.
Schwere Sturzunfälle bedeuten für ältere
Menschen lange Spitalaufenthalte und
oftmals die Einweisung ins Pflegeheim.
Es lohnt sich daher, das eigene Sturzrisiko einzuschätzen und zu reduzieren.
Das Präventionsprogramm Sicher und
mobil 70+ der CONCORDIA bietet
Personen ab 70 Jahren Unterstützung
dabei. Mit der persönlichen Beratung zur
Verhinderung von Stürzen sollen die
Lebensqualität und die Selbständigkeit
sturzgefährdeter älterer Personen erhalten
bleiben. Zum Programm gehört unter
anderem eine Abklärung zum Sturzrisiko
in der eigenen Wohnung. Diese bietet
die CONCORDIA in Zusammenarbeit
mit der Rheumaliga Schweiz selbständig
wohnenden Senioren an.
Mehr Kraft und Gleichgewicht
Im letzten Teil des Hausbesuches erhält
die versicherte Person weitere individuell
abgestimmte Vorschläge zur Vermeidung
von Stürzen, zum Beispiel ein geeignetes
Übungsprogramm. Allein durch gezielte
Kraft- und Gleichgewichtsübungen kann
das Sturzrisiko um rund einen Drittel
gesenkt werden.
CONCORDIA
Info
Im eCARE
Kraft- und Gleichgewichtsübungen
Neben den persönlichen Hausbesuchen
unterstützt Sie die CONCORDIA zusätzlich
mit folgenden Massnahmen zur Vermeidung
von Stürzen:
• Hüftprotektoren
• Sehtest
• Spikes für Schuhe
• Spikes für Gehhilfen
Zusätzlich für Kunden, die bereits die CONCORDIAZusatzversicherungen NATURA und DIVERSA
abgeschlossen haben:
• Bewegungsprogramme
• Gehhilfen
• Sehhilfen
Abklärung bei Ihnen zu Hause
Die Hausbesuche werden von Fachpersonen, beispielsweise von der Rheumaliga
Schweiz, durchgeführt. Sie basieren auf
einem persönlichen Besuch in der eigenen
Wohnung. Im Gespräch oder anhand
eines Fragebogens und mit spezifischen
Tests wird die Sturzgefährdung ermittelt.
Interessiert?
Nutzen Sie das Präventionsprogramm
Sicher und mobil 70+ der CONCORDIA
zur Vermeidung von Stürzen.
Weg mit Stolperfallen
Bei einem gemeinsamen Gang durch
die Räumlichkeiten sucht die Fachperson
zudem gezielt nach Stolperfallen –
beispielsweise lose Kabel –, eliminiert
sie wenn möglich und gibt Empfehlungen ab.
Weitere Informationen zum Thema
und eine Anmeldemöglichkeit für das
Programm finden Sie auf der Homepage:
www.concordia.ch/sturzpraevention.
Oder stellen Sie uns Ihre Fragen über
die Telefonnummer 041 210 02 50.
Wir beraten Sie gerne.
Weitere
Informationen
www.concordia.ch/
sturzpraevention
15
Anwältin der
Versicherten
Ausserhalb der Branche ist kaum bekannt, dass die
Krankenversicherer mit Ärzten und Spitälern
Tarifverhandlungen führen und Verträge abschliessen.
Die Juristin Stephanie Sahli ist eine von mehreren
Fachkräften, welche für die CONCORDIA Tarifverträge
aushandeln. Diese Tätigkeit ist interessant und
von vielen Herausforderungen geprägt.
Stephanie, du arbeitest bei der
CONCORDIA im Leistungseinkauf. Was sind deine Aufgaben?
Stephanie Sahli: Ich bin in einer bestimmten Region für die Tarifverhandlungen
mit Ärzten und Spitälern zuständig. Die
CONCORDIA kauft beispielsweise für
ihre Versicherten in der Grund- und in
den Zusatzversicherungen Leistungen in
Spitälern ein. Über den Preis dieser Leistungen muss verhandelt werden. Einfach
ausgedrückt geht es darum, wie viel ein
Spital für eine bestimmte Behandlung,
für einen Eingriff, aber auch für ein Einzel- oder Doppelzimmer oder andere
Belange der Hotellerie erhält.
Wissen
Führst du diese Verhandlungen
alleine?
Verhandlungen von Spitalleistungen,
welche die Grundversicherung betreffen,
führen wir als Gruppe. Dafür ist die
CONCORDIA im Branchenverband
Santésuisse organisiert. Deren Tochtergesellschaft Tarifsuisse bildet zusammen
mit Vertretern der Versicherer Verhandlungsdelegationen. Finden Verhandlungen in der Region statt,
für die ich zuständig bin, vertrete ich
die CONCORDIA in der Delegation.
Die Verhandlungen im Zusatzversicherungsbereich führt die CONCORDIA
zusammen mit einem anderen grösseren
Versicherer. Zudem kauft sie für drei
kleinere Versicherer die Leistungen ein.
Die grösste Herausforderung
besteht darin, Preiserhöhungen,
die prämienwirksam sind, zu
verhindern.
Gibt es im Zusatzversicherungsbereich keine allgemeinen Tarife,
die für alle Spitäler und alle
Krankenversicherer verbindlich
sind?
Nein. Verschiedene Versicherer handeln
bei verschiedenen Spitälern verschiedene
Tarife aus.
Stephanie Sahli
17
Wissen
Bedeutet das, dass im Zusatzversicherungsbereich jedes Spital
verlangen kann, was es will?
Grundsätzlich schon.
Wie gross sind denn da die
Unterschiede?
Teilweise sehr gross: Von moderaten, den
Leistungen angepassten Preisforderungen
bis zu solchen, die jenseits von Gut und
Böse liegen, gibt es alles. Deshalb ist es
notwendig, dass wir über die Preise verhandeln.
Die Kosten dürfen nicht
grundlos steigen.
Geht es bei den Verhandlungen
einfach darum, dass der Preis am
Ende so niedrig wie möglich ist?
Nein. Sicher spielt der Preis für beide
Seiten eine wichtige Rolle: Bei der
CONCORDIA hat er Einfluss auf die
Prämie und beim Spital auf den Jahresgewinn. Die Preise, die ein Spital verlangt,
sind aber an Leistungen gebunden. Deshalb schauen wir uns die Spitäler an und
lassen uns erklären, wo die Unterschiede
für die Grund-, Halbprivat- und Privatversicherten liegen. Jedes Spital hat Bereiche, in denen es besonders viel zu bieten
hat. Wir legen bei den Verhandlungen
Wert darauf, dass unsere Versicherten eine
qualitativ hochstehende Behandlung zu
fairen Preisen bekommen.
18
Welches sind besondere
Herausforderungen bei deiner
Arbeit?
Die grösste ist sicherlich, Preiserhöhungen, die prämienwirksam sind, zu verhindern. Die Kosten dürfen nicht grundlos steigen. Wir Leistungseinkäufer
verstehen uns als Anwälte der Versicherten. Für sie wollen wir faire Preise für ein
gutes Angebot aushandeln. Dabei haben
die Leistungserbringer und wir Versicherer ein gemeinsames Ziel, nämlich einen
Vertrag. Bei den Verhandlungen muss
der Inhalt dieses Vertrages definiert werden. Darin besteht die nächste Herausforderung. Wie kommt man zu Tarifen,
mit denen beide Seiten glücklich und
zufrieden sind? Manchmal muss man
innovative und kreative Lösungen finden.
Stephanie, wir wünschen dir
weiterhin viel Erfolg bei den
Verhandlungen!
Hightech im
Operationssaal
CONCORDIA
Partner
Roboter haben auch in Schweizer Operationssälen Einzug
gehalten. Das Luzerner Kantonsspital führt gar ein
eigenes Kompetenzzentrum für die Roboterchirurgie.
PD Dr. med. Agostino Mattei, Chefarzt Urologie und
Leiter Roboterchirurgie am Luzerner Kantonsspital,
über die innovative Operationstechnik.
Herr Mattei, Sie gehören zu den
Pionieren der Roboterchirurgie.
Wie kam es dazu?
Im Jahr 2003 konnte ich meinen Facharzt für Urologie am Inselspital Bern
abschliessen. Nach mehrjähriger Ausbildung an einem der besten Zentren für
die offene Operation (Operation mit
grossen Schnitten in Handarbeit) in der
Urologie habe ich mich nach weiteren
technischen Innovationen umgeschaut.
Zu jener Zeit gab es noch ganz wenige
Da-Vinci-Operationsroboter (siehe
Kasten Seite 21) in der Schweiz und
in Europa überhaupt. Ich habe mich
deswegen für ein Auslandsjahr in
Bordeaux entschieden. Dort war einer
der weltweit erfahrensten Chirurgen
für minimal-invasive urologische
Operationen tätig. Die Gelegenheit, an
einem solchen Zentrum zu arbeiten und
zu forschen, prägte meine Laufbahn.
Macht der Operationsroboter
den Menschen bei chirurgischen
Eingriffen überflüssig?
Nein, der Mensch ist keinesfalls überflüssig. Denn der Operationsroboter
führt selber keine Bewegungen aus, ohne
dass diese durch den Chirurgen ausgelöst
werden. Der Roboter funktioniert also
nicht selbstständig. Er ist nur ein
Ausführer von Bewegungen im Körperinnern, die von aussen gesteuert werden.
Innovationen sollen die Qualität
möglichst verbessern. Inwiefern
steigern Roboter die Qualität
chirurgischer Eingriffe?
Roboter an sich steigern die Qualität
chirurgischer Eingriffe nicht. Sie sind ein
Mittel, mit dem wir im Körper (insbesondere im Abdominalraum und kleinen
Becken) bei besserer Sicht präzise
Bewegungen durchführen können.
Massgebend für die Qualität der
Eingriffe wird auch in Zukunft der
Chirurg mit seinem Operationsteam
und deren Erfahrung sein.
Chirurgischer
Eingriff mit
Roboter
19
CONCORDIA
Partner
PD Dr. med.
Agostino Mattei,
Chefarzt Urologie
und Leiter
Roboterchirurgie
am Luzerner
Kantonsspital
20
Über 600 Operationen wurden
am Luzerner Kantonsspital seit
2009 mit der Da-Vinci-Robotertechnik durchgeführt. Wer kann
von der Roboterchirurgie
profitieren?
Für uns Chirurgen ist der ergonomisch
optimierte Arbeitsplatz beim Da-VinciSystem sicher von Vorteil (siehe auch Kasten). Das Anwendungsgebiet für solche
Roboter ist jedoch beschränkt. Eigentlich
gibt es in der Chirurgie nur wenige Eingriffe, bei denen sich der Einsatz des
Operationsroboters wirklich lohnt.
Insbesondere wird er in der Urologie bei
Prostatakrebs angewendet, konkret für die
Nerven und Schliessmuskel schonende
radikale Prostataentfernung. Hier hat die
Operation mit einem Da-Vinci-Roboter
im Vergleich zur offenen Operation klare
Vorteile, von denen die Patienten profitieren: beispielsweise kleinere Narben oder
weniger Schmerzen nach der Operation.
Auch bei der plastischen Rekonstruktion
des Nierenbecken-Abgangs und bei der
Entfernung eines Nierenkrebses können
die Patienten von der Roboterchirurgie
profitieren.
Da-Vinci-Robotersystem
kurz erklärt
«Da-Vinci» ist der Name eines
modernen Systems für die minimalinvasive Chirurgie. Es unterstützt die
Fertigkeit der Chirurgen bei der
sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie. Statt grosser Operationswunden
genügen einige 5 bis 12 Millimeter
lange Schnitte, durch die kleine
Instrumente und eine Kamera in das
Operationsgebiet eingebracht
werden. Dabei arbeitet der Chirurg
nicht am Operationstisch direkt beim
Patienten, sondern er sitzt an einer
Art Steuerkonsole mit Handgriffen
und Pedalen. Der Operationsroboter
überträgt die Handbewegungen des
Arztes millimetergenau auf die
benötigten Instrumente. Ein TremorFilter unterdrückt das Zittern der
menschlichen Hand. Über eine
dreidimensionale Videodarstellung
auf dem Monitor und mit bis zu
15-facher Vergrösserung können die
Bewegungen gut kontrolliert werden.
Anwendungsbereiche: Am häufigsten wird die Roboterchirurgie bei Prostatakrebs angewendet. Daneben
kommt sie bei Nierentumoren oder Nierenfunktionsverlust durch Abflussstörung zum Einsatz.
CONCORDIA
Partner
Sind die Operationskosten
bei der Roboterchirurgie höher
als bei einem herkömmlichen
Eingriff?
Die Operationskosten selbst sind
wesentlich höher, ja. Dies liegt an der
Beschaffung und am Unterhalt der
Technologie sowie am Einsatz von
Einwegmaterialien. Weil die Schlüsselloch-Technik aber eine wesentlich
raschere Heilungszeit ermöglicht,
kann der Patient schneller entlassen
werden und zurück an die Arbeit.
Das wirkt sich wiederum positiv auf
die Gesamtkosten aus.
Vorteile der radikalen Prostataentfernung mit dem
Da-Vinci-System im Vergleich zur offenen Operation:
• Gute Kontrolle der Krebserkrankung
• Gute bis bessere Ergebnisse bezüglich der
postoperativen Urinkontinenz
• Besserer Erhalt der spontanen Sexualfunktion
(Erektion)
• Weniger Schmerzen nach der Operation
• Schnellere Rückkehr zu den normalen körperlichen
Aktivitäten
• Kleinere Narben
Spitäler: Neben dem Luzerner Kantonsspital wenden
viele andere Spitäler in der Schweiz die Da-VinciOperationstechnologie an. Dazu gehören mehrere
Kantonsspitäler, zahlreiche Privatkliniken, wie beispielsweise die Hirslandenkliniken in Luzern oder Zürich,
sowie alle Universitätsspitäler in der Schweiz
(Liste nicht abschliessend).
21
CONCORDIA
Partner
Führen neue Technologien
wie die Roboterchirurgie dazu,
dass mehr operiert wird, um
die nötige Auslastung sicherzustellen?
Das ist eine sehr heikle Frage. Dies
insbesondere, weil vor allem in der
Schweiz Operationsroboter in den
letzten Jahren auch zu einem MarketingInstrument für Spitäler wurden. Allerdings muss festgehalten werden, dass
die Durchführungszahl der Operationen
unabhängig von der Technik ist. Der
Roboter sollte also keinen Einfluss auf
die Anzahl Operationen haben.
Wie soll ein Patient, der
zum Beispiel Prostatakrebs
hat, entscheiden, wo er sich
operieren lassen soll?
Wie erwähnt, ist ein Operationsroboter
in einer Institution noch kein Garant für
ein gutes Resultat. Ausschlaggebend ist
die Erfahrung des Chirurgen. Hierfür ist
die Anzahl Eingriffe, die jährlich in
einem Spital durchgeführt werden, von
22
grosser Bedeutung. Noch entscheidender
ist die Anzahl Eingriffe pro Jahr, die der
Chirurg selber durchführt. Massgebend
ist ebenfalls, ob der Chirurg beziehungsweise das Spital eine Qualitätskontrolle
über die Resultate der Operationen
führt.
Und zum Schluss: War es für Sie
eine grosse Umstellung, nicht
mehr direkt am Operationstisch
zu arbeiten?
Am Anfang schon. Zu erwähnen ist, dass
bei den Operationen mit dem Roboter
der operierende Chirurg an einer Konsole einige wenige Meter weit weg vom
Patienten sitzt. Ein anderer Chirurg, der
sogenannte «Patient Side»-Chirurg, assistiert mit eigenen Instrumenten direkt am
Patienten. Auf diese Weise kann in
einem erfahrenen Team zusammen sehr
präzis und gewebeschonend gearbeitet
werden.
Vielen Dank, Herr Mattei, für
das interessante Gespräch!
PD Dr. med.
Agostino Mattei
und der Da-VinciRoboter
Zweitmeinung vor
Operationen
CONCORDIA
Info
Ist der geplante operative Eingriff Bei solchen Fragen kann das Einholen
angemessen und nötig? Eine Zweitmeinung einer Zweitmeinung helfen. Unter
kann Klärung bringen. Zweitmeinung oder auch «Second
Mit einem bevorstehenden operativen
Eingriff sind viele Fragen verbunden –
sowohl für den Arzt wie für die Patientin
oder den Patienten. Die Diagnose des
Arztes wird in der Regel mit grösster
Sorgfalt gestellt. Oft tauscht sich der
Arzt schon mit einem Kollegen aus,
bevor er die Empfehlung zu einer Operation abgibt.
Zusätzliche Beurteilung
Natürlich macht man sich auch als Patientin oder Patient Gedanken zu einer
bevorstehenden Operation. Ist der Eingriff wirklich nötig? Gibt es alternative
Operationsmethoden? Kenne ich alle
Risiken?
opinion» wird eine zusätzliche medizinische Beurteilung durch einen
zweiten Arzt vor einem operativen Eingriff verstanden. Die CONCORDIA
bietet ihren Kundinnen und Kunden
einen solchen neutralen ZweitmeinungsService an. Für unsere Versicherten
mit einer Spitalversicherung ist diese
Dienstleistung kostenlos (siehe Kasten).
Operation oder nicht?
Gemäss Vertrauensarzt Dr. med. Julius
Schultz ist das Zweitmeinungs-Angebot
der CONCORDIA besonders vor
orthopädischen Operationen gefragt.
Bei diesen Anfragen geht es meist
darum, ob operiert werden soll oder
nicht – speziell, wenn es sich um
23
Entscheidungshilfe
Die Meinung des zweiten Arztes soll
Patientinnen und Patienten bei ihrer
Entscheidungsfindung unterstützen.
Welchen Weg sie wählen, entscheiden
sie aber selbst.
CONCORDIA
Info
Gelenkimplantate (Hüftprothese,
Knieprothese) handelt. Eine Zweitmeinungsanfrage ist in solchen
Fällen durchaus berechtigt, so Julius
Schultz. Denn in der Schweiz wird
bei Gelenkimplantaten eher zu viel
als zu wenig operiert. Da ist es oft
sinnvoll, nochmals über die Diagnose
zu sprechen und abzuklären, ob
der Einsatz eines künstlichen Gelenks
zwingend nötig ist.
Unter Zweitmeinung oder
auch «Second opinion»
wird eine zusätzliche
medizinische Beurteilung
durch einen zweiten Arzt
vor einem operativen
Eingriff verstanden.
Nicht für Notfälle
Eine Zweitmeinung kann eine zeitliche
Verzögerung der Operation verursachen. Für notfallmässige, eilige Eingriffe
ist eine Zweitmeinung darum nicht
geeignet.
Der Zweitmeinungs-Service der CONCORDIA
Die CONCORDIA bietet ihren Versicherten einen
Zweitmeinungs-Service an. Falls Sie vor einer wichtigen
Operation stehen und diesen Dienst in Anspruch
nehmen möchten, kontaktieren Sie unsere Koordinationsstelle «Second opinion» beim vertrauensärztlichen
Dienst.
• Telefon 041 228 03 41
• Fax 041 228 03 78
• [email protected]
Auch in anderen Fällen kann es sinnvoll
sein, einen zusätzlichen Arzt um Rat
zu fragen. Beispielsweise, wenn man
sich bei Krebserkrankungen für eine
Therapieform entscheiden muss. Oder
wenn bei einem chirurgischen Eingriff
ein längerer Spitalaufenthalt oder
starke Nebenwirkungen durch Medikamente zu erwarten sind.
24
Für unsere Kundinnen und Kunden mit einer Spitalversicherung
(Zusatzversicherung) ist diese Dienstleistung kostenlos.
An einem kalten Dezemberabend…
lh u n
D e r F in d e
d
Illustrationen
Amadeus
Waltenspühl
Geschichte, Text
Astrid Brändlin
Ja, und kalt
ist es auch!
Jetzt wird
es schon um
5 Uhr dunkel.
Klar, so richtig
Winter eben!
Er friert. Und ich
glaube, er hat Hunger.
Jauuuuul!
Oh, ein Hund!
Wem der wohl
gehört?
Dann nichts
wie ab an die
Wärme mit ihm!
In der warmen Küche bekommt
der Hund etwas zu fressen.
Er trägt kein
Halsband und
keine Hundemarke.
Aber er
sieht sauber und
gepflegt aus.
Dürfen wir
ihn behalten?
Natürlich nicht!
Wir müssen herausfinden, wem der Hund
gehört. Irgendjemand
wird ihn vermissen.
Doch vorerst darf der Findelhund an der Wärme bleiben.
Schade!
Das wär bestimmt
ein prima Wachhund
geworden. Ich
hätt‘ ihn Fido
genannt.
Am nächsten Morgen…
Gut, dass heute
Samstag ist.
Genau. Einmal
müssen die Weihnachtslieder ja geübt werden.
Schaut mal,
Fido tanzt!
Cool! Fido
mag Musik!
Klar, mit
dem Schlitten!
Kinder,
ich hab‘ die
Milch vergessen.
Holt ihr mir
noch schnell
welche im
Laden?
Auf dem Heimweg gibt’s
eine Überraschung…
Seht! Auf dem
Bild ist Fido!
Tatsächlich!
Deshalb
kann er
tanzen!
zirkus
Erleben Sie
Signor Camillo
Er gehört
zum Zirkus!
und seine
tanzenden Hunde!
Und so…
Bono, mein Bono!
Wo hast du nur
gesteckt?
Wauwau!
Fido heisst Bono…
Und als Dank für den zurückgebrachten Hund
gibt es Gratisbillette für die ganze Familie.
Bravo!
Bravo
Fido!
Bravo
Bono!
CONCORDIA
Info
Grundversicherung:
Prämienkorrektur 2016
Von 2015 bis 2017 werden Ungleichgewichte bei den
Prämienniveaus zwischen den Kantonen korrigiert.
Hier erfahren Sie, was die Prämienkorrektur gemäss
Art. 106 des Krankenversicherungsgesetzes (KVG)
im Jahr 2016 für Sie bedeutet.
In den Jahren 1996 bis 2013 sind kantonale Ungleichgewichte bei den Prämienniveaus entstanden. Es handelt sich
dabei um unterschiedliche Verhältnisse
zwischen Prämien der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung und
Leistungskosten in den einzelnen Kantonen. Im Frühling 2014 hat das Parlament entschieden, dass diese unterschiedlichen Prämienniveaus nicht wie
bisher über Prämienanpassungen in
der Zukunft auszugleichen seien. Stattdessen sollen sie rückwirkend umverteilt
werden, und zwar in den Jahren 2015
bis 2017. Über die Umsetzung hat
der Bundesrat abschliessend mit einer
Verordnung entschieden.
Wer profitiert 2016 von der
Umverteilung?
Von dieser Umverteilung profitieren
2016 voraussichtlich Versicherte,
die ihren Wohnsitz am 1. Januar 2016
in den Kantonen AI, FR, GE, GR, TI,
TG, VD, ZG und ZH haben. Ihnen
wird im Juni 2016 der entsprechende
Betrag ausbezahlt.
Wer muss 2016 einen
Prämienzuschlag entrichten?
2016 müssen Versicherte, die ihren
Wohnsitz am 1. Januar in den Kantonen
AR, BE, BL, GL, JU, LU, NW, OW,
28
SH, SO, SG, UR und VS haben, einen
Teil dieser Umverteilung mit einem
monatlichen Prämienzuschlag mitfinanzieren. Dieser Prämienzuschlag, der aber
nie höher ist als die Rückerstattung aus
den Umweltabgaben, unterscheidet sich
von Kanton zu Kanton. Er ist auf der
Police der betroffenen Versicherten als
Kantonaler Zuschlag Art. 106 Abs. 1
KVG ausgewiesen.
Wen betrifft die Umverteilung
nicht?
In den Kantonen AG, BS, NE und SZ
sind keine Differenzen bei den Prämienniveaus angefallen. Die Versicherten in
diesen Kantonen bekommen also keinen
Betrag ausbezahlt, müssen aber auch
keinen Zuschlag bezahlen.
CONCORDIA-Versicherte
profitieren
Auch 2016 werden Sie direkt von der
guten Reservesituation der CONCORDIA
profitieren. Denn gemäss Gesetz muss
ein weiterer Teil dieses Ausgleichs durch
die Krankenversicherer finanziert werden, entweder durch weitere Prämienzuschläge in allen Kantonen oder aus den
Reserven des jeweiligen Krankenversicherers. Da die finanzielle Situation der
CONCORDIA ausgezeichnet ist, wird
sie auf weitere Prämienzuschläge verzichten können und ihren Teil an den Ausgleich aus den bestehenden Reserven
bezahlen.
CONCORDIA
ACTIVE
CARE 4 / Dezember 2015
Danke für Ihre
Treue und viel
Vergnügen
Wichtige Hinweise
• Die CONCORDIA-Active-Angebote gelten
ausschliesslich für Versicherte der CONCORDIA.
• Die Angebotspartner behalten sich das Recht
vor, die Versichertenkarte bei Abgabe des Bons
zu kontrollieren.
• Die Bons sind ausschliesslich als Original gültig.
Die Weitergabe an Dritte, das Kopieren der
Bons oder der Verkauf/Weiterverkauf sind nicht
gestattet.
Benötigen Sie zusätzliche Active-Bons? Einfach nachbestellen bei www.concordia.ch/active
aquabasilea
Die Premium Wasserwelt
aquabasilea ag
Hardstrasse 57
4133 Pratteln
Telefon 061 826 24 24
www.aquabasilea.ch
Sportbahnen Marbachegg AG
Dorfstrasse 61
6196 Marbach (LU)
Telefon 034 493 33 88
[email protected]
www.marbachegg.ch
Bains de la Gruyère
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1637 Charmey
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Fax 026 927 67 68
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8638 Goldingen
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[email protected]
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Bergbahnen
Meiringen-Hasliberg AG, Twing
6084 Hasliberg Wasserwendi
Telefon 033 550 50 50
[email protected]
www.meiringen-hasliberg.ch
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Wydenstrasse 55
6390 Engelberg
Telefon 041 639 60 60
[email protected]
www.brunni.ch
Bergbahnen Malbun AG
Postfach 4034
FL-9497 Triesenberg-Malbun
Telefon +423 265 40 00
[email protected]
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Die vielfältige Wasser- und Wellnesswelt
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Das Familienskigebiet
Das aquabasilea erwartet Sie mit einer 13’000 m
grossen Wasserwelt! Neben Action im Rutschenbereich und Entspannung im Vitalbad bietet
sich Ihnen alles, was zu einem perfekten Kurzurlaub gehört. Entdecken Sie die Saunalandschaft, relaxen Sie bei Massage- und Kosmetikbehandlungen im Day Spa oder geniessen Sie
orientalische Badefreuden im Hamam.
2
Entspannung pur in einmaliger Umgebung
Bains de la Gruyère
Mitten in den Freiburger Voralpen laden die
Bains de la Gruyère zum Entspannen ein.
Neben einem Aussen- und Innenschwimmbecken (34 °C) stehen auch drei ver schiedene
Saunen, ein Hamam und türkische Dampfbäder zur Verfügung. Im ersten Stock befindet
sich die Wellness-Oase, wo Massagen und
Schönheitsbehandlungen Entspannung bieten.
Das Skigebiet vor den Toren Zürichs!
Atzmännig – Freizeit pur
Sportbahnen Marbachegg
Das Skigebiet mit der atemberaubenden
Aussicht wird durch 1 Gondelbahn, 2 Skilifte
und 2 Kinderskilifte erschlossen. 8 km Pisten
und 2 km Abfahrtsrouten von leicht bis
anspruchsvoll begeistern Skifahrer jeden
Alters. Die Talabfahrt mit verschiedenen
Varianten erlaubt die Rückfahrt bis zum Parkplatz. Wir freuen uns auf Sie!
Immer ein Erlebnis
Swiss Holiday Park
Wasserspass im Erlebnisbad mit Innen- und
Aussenpool und verschiedenen Attraktionen –
oder Sauna und Römisch-Irische Thermen zur
Entspannung. Sie wünschen es aktiver? Badminton, Squash, Klettern, Bowling, Kartfahren
(Sommer) oder Minigolf stehen zur Wahl. Kulinarische Intermezzi geniessen Sie in einem unserer
Restaurants. Wo schon ein Tag wie Ferien ist.
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Der Atzmännig – ein ideales Skigebiet für die
ganze Familie. Erleben Sie als besonderes
Erlebnis das Nacht skifahren mit Fondueplausch
oder eine Schneeschuhwanderung auf einem
unserer zwei Schneeschuh-Trails. Eine ganz spezielle Übernachtungsgelegenheit bieten Ihnen
die Holziglus, welche auch im Winter ein tolles
Erlebnis garantieren.
12 km bestens präparierte Pisten bieten ein
grosses Angebot an Wintersportaktivitäten.
Vom Skifahren übers Schlitteln, vom Schneeschuhlaufen bis hin zum Winterwandern, hier
kommt jeder auf seine Kosten. Für die kleinen
Gäste bietet Globis Winterland auf der Klostermatte die besten Voraus setzungen für die
ersten Versuche auf den Skiern.
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Schneespass für Gross und Klein
Meiringen-Hasliberg, das sonnige und zentral
gelegene Schneesportgebiet mit 60 km präparierten Pisten, permanenter Skicross-Strecke,
35 km Winterwander- und Schlittelwegen sowie
tollen Après-Ski-Bars lädt zum perfekten Wintersporttag ein. Die kleinen Gäste fühlen sich im
Skihäsliland pudelwohl. Herzlich willkommen!
Kompakt, übersichtlich und erschwinglich präsentiert sich das Skigebiet Malbun. Ein Paradies
für Familien mit Angeboten für die Kleinsten,
perfekten Pisten, Fun-Park und weiteren Attraktionen für unterschiedliche Ansprüche. Den Platz
an der Sonne geniessen Gross und Klein im
Bergrestaurant Sareis auf 2’000 m ü. M., dort,
wo sich das ganze Skigebiet überblicken lässt.
Meiringen-Hasliberg
Bergbahnen Malbun
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Meiringen-Hasliberg
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20 % Reduktion auf eine Tageskarte
im Wintersportgebiet MeiringenHasliberg
20 % Ermässigung auf Tages- oder
Halbtageskarten (ganzes Gebiet)
10 % Nachlass auf den regulären
Einzeleintrittspreis von 3 Std.
10% Rabatt auf den Eintrittspreis
• Bon gültig für 1 Person
• Keine Kumulation mit anderen
Vergünstigungen
• Bon gültig für 1 Person
• Keine Kumulation mit anderen
Vergünstigungen
• Nicht gültig für Punktekarten
und Tageskarten Brustenegg/
Übungslift
• Bon gültig für max. 4 Personen
• Keine Kumulation mit anderen
Vergünstigungen
• Bon nicht gültig für Wellnessbehandlungen
• Kinder unter 4 Jahren haben
keinen Zutritt
• Bon gültig für 1 Person
• Keine Kumulation mit anderen
Vergünstigungen
Sa/So
Mo – Do
Fr/Sa
So
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten
Badewelt täglich
10 – 22 Uhr
Die Gutscheine CONCORDIA Active sind nur als Original gültig.
Weitere Öffnungszeiten unter:
Telefon 033 550 50 05 oder
www.aquabasilea.ch
Öffnungszeiten
Bestellen Sie Ihre Gutscheine
hier.
www.meiringen-hasliberg.ch
Mo – Fr
9 – 16.30 Uhr
Öffnungszeiten
Gültigkeit 1.12.2015 – 30.11.2016
Informationen zu den Öffnungs zeiten
und dem Wetter erhalten Sie unter:
Gültigkeit 19.12.2015 – 3.4.2016
8.30 – 16.30 Uhr
Gültigkeit 1.12.2015 – 31.3.2016
(abhängig von den Schneeverhältnissen)
9 – 21 Uhr
9 – 22 Uhr
9 – 20 Uhr
Gültigkeit 22.11.2015 – 31.5.2016
(ausgenommen 24.12.2015 – 3.1.2016)
Nicht gültig beim Kauf von Geschenkgutscheinen mit Verfalldatum ab 30.11.2016.
(ausgenommen 19.12.2015 – 3.1.2016)
Nur gültig für Versicherte der CONCORDIA,
Weitergabe an Dritte nicht gestattet.
Nur gültig für Versicherte der CONCORDIA,
Weitergabe an Dritte nicht gestattet.
Nur gültig für Versicherte der CONCORDIA,
Weitergabe an Dritte nicht gestattet.
Nur gültig für Versicherte der CONCORDIA,
Weitergabe an Dritte nicht gestattet.
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20 % Rabatt auf den Einzeleintritt
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Halbtageskarten
• Bon gültig für 1 Person
• Keine Kumulation mit anderen
Vergünstigungen
• Nicht gültig für Punktekarten
• Bon gültig für 1 Person
• Keine Kumulation mit anderen
Vergünstigungen
Öffnungszeiten
Täglich durchgehender Bahnbetrieb
von 9 bis 16 Uhr
Informationen zu den Öffnungs zeiten und
dem Wetter erhalten Sie unter:
• Bon gültig für 1 Person
(Erlebnisbad, Saunalandschaft und
Römisch-Irische Thermen)
• Bon gilt nur mit CONCORDIAVersichertenkarte (1 Person pro Karte)
• Keine Kumulation mit anderen
Vergünstigungen
• Bon gültig für max. 2 Personen
• Keine Kumulation mit anderen
Vergünstigungen
• Nicht gültig auf Familienkarten
und am Kinderskilift Tal
(Bei starkem Wind werden einzelne
Bahnen abgestellt.)
Öffnungszeiten
Telefon 041 639 60 66 oder
www.brunni.ch
Gültigkeit 4.1.2016 – 3.4.2016
Gültigkeit 19.12.2015 – 28.3.2016
Gültigkeit 1.12.2015 – 30.5.2016
(abhängig von den Schneever hältnissen)
Nur gültig für Versicherte der CONCORDIA,
Weitergabe an Dritte nicht gestattet.
Öffnungszeiten
Siehe www.swissholidaypark.ch
Nur gültig für Versicherte der CONCORDIA,
Weitergabe an Dritte nicht gestattet.
Öffnungszeiten
Informationen zu den Öffnungs- und
Betriebszeiten finden Sie unter:
www.marbachegg.ch oder über das automatische Info-Telefon: 034 493 36 37
Mo – Sa, ohne Sonn- und Feiertage
(ausgenommen 24.12.2015 – 6.1.2016)
Gültigkeit 19.12.2015 – 20.3.2016
Nur gültig für Versicherte der CONCORDIA,
Weitergabe an Dritte nicht gestattet.
Nur gültig für Versicherte der CONCORDIA,
Weitergabe an Dritte nicht gestattet.
CONCORDIA Spitalliste:
transparent, informativ
Im Interesse ihrer Versicherten setzt sich
die CONCORDIA für eine qualitativ
hochstehende und kostengünstige Medizin ein. Darum bemüht sie sich, mit den
Spitälern Verträge zu vertretbaren Konditionen abzuschliessen. Nicht immer wird
bei solchen Vertragsverhandlungen eine
Lösung gefunden. Es gibt schweizweit
einige wenige Kliniken, deren Tarife
überhöht sind. Ein Vertrag zwischen der
CONCORDIA und diesen Kliniken
würde die Prämien der Spitalversicherungen in die Höhe treiben.
CONCORDIA
Info
Die CONCORDIA führt deshalb eine
Liste derjenigen Spitäler und Kliniken,
mit denen noch keine vertragliche
Lösung gefunden werden konnte. Die
vollständige Liste finden Sie im Internet
bei www.concordia.ch/spitalliste.
Selbstverständlich gibt Ihnen auch Ihre
CONCORDIA-Agentur oder
-Geschäftsstelle gerne Auskunft zur
Versicherungsdeckung in einer
bestimmten Klinik.
Informieren Sie sich bitte vor einem
Spitaleintritt über die Anerkennung der
gewählten Klinik beziehungsweise
Abteilung. So können Sie sicher sein,
dass die Versicherungsdeckung gewährleistet ist.
Weitere
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