Obsoleszenz - VerbraucherService Bayern

Lange Nutzung
zahlt sich aus
In all unseren Produkten stecken wertvolle
Ressourcen, Energie und Arbeitskraft. Oftmals
hergestellt unter großer Belastung für Mensch
und Umwelt, sollten sie wenigstens so lange wie
möglich genutzt werden.
Tipps:
• B
rauche ich
das Produkt wirklich?
• L eihen, teilen, gebraucht kaufen –
nutzen Sie Alternativen zum Neukauf.
• Wählen
Sie hochwertige Produkte,
informieren Sie sich vorab.
• W
elche Folgekosten, z.B. Verschleiß- und
Ersatzteile, kommen auf Sie zu?
• Stimmt das Preis-Leistungsverhältnis?
• Ist eine Reparatur möglich?
• R
eklamieren Sie Mängel –
zeigen Sie, dass Ihnen Qualität wichtig ist.
• H
ilfe bei der Reparatur und Informationen
bieten vielerorts nicht-kommerziell organisierte Initiativen, z.B. unter
ww.reparatur-initiativen.de
w
www.repaircafe.org/de/besuchen/
www.ifixit.com
www.murks-nein-danke.de
Umweltberatung
des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V.
91522 Ansbach – Kannenstraße 16
Tel. 0981 97 78 97 93
[email protected]
86152 Augsburg – Ottmarsgäßchen 8
Tel. 0821 15 70 31
[email protected]n.de
94032 Passau – Ludwigsplatz 4
Tel. 0851 3 34 92
[email protected]
93047 Regensburg – Frauenbergl 4
Tel. 0941 56 34 58
[email protected]
Weitere Beratungsstellen
Aschaffenburg 06021 3 30 12 18
Bamberg 0951 20 25 06
Cham 09971 67 53
Donauwörth 0906 82 14
Forchheim
09191 6 46 89
Ingolstadt 0841 9 51 59 99-0
München 089 59 62 78
Neufahrn 08165 9 75 11 90
Schwandorf 09431 4 52 90
Traunstein 0861 6 09 08
Würzburg 0931 30 50 80
Impressum:
VerbraucherService Bayern im KDFB e.V.
Dachauer Str. 5, 80335 München,
Tel. 089 51 51 87 43
[email protected]
www.facebook.com/VerbraucherServiceBayern
Gestaltung: Hedwig Gappa-Langer
und Hans Gärtner
Photos: Fotolia.com, Hans Gärtner
Klimaneutral gedruckt auf Recyclingpapier
1. Auflage, Stand November 2015
So schnell geht‘s
Kaputt?
Veraltet?
Unmodern?
Geplanter Verschleiß
bei Alltagsprodukten?
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Kaputt? Veraltet? Unmodern?
Ob Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik oder Kleidung – die Lebensdauer von Produkten wird immer kürzer.
Teure Reparaturen, fehlende Ersatzteile
und ständige Neuheiten sind einige
Gründe dafür.
Gestalten Hersteller gezielt ihre Ware so,
dass sie schnell veraltet oder unbrauchbar
wird, spricht man von geplantem Verschleiß
oder sogenannter Obsoleszenz.
Schon defekt:
Wenn die Technik versagt
Echt ärgerlich:
Wenn das Alte nicht mehr passt
Fest eingebaute Akkus oder LEDs, verschweißte
Gehäuse und nicht lieferbare Ersatzteile machen
eine Reparatur häufig unmöglich oder sehr aufwändig. Der Verdacht liegt nahe, dass manche Hersteller gezielt Schwachstellen in ihre Geräte einplanen,
um so den Absatz anzukurbeln.
Die neue Software läuft nicht auf dem Computer,
die vorhandenen Patronen passen nicht in den
Drucker und das Ladegerät kann nicht am neuen
Handy angeschlossen werden. Dabei sind die
Produkte noch gar nicht so alt und würden noch
bestens funktionieren.
Man spricht hier
von werkstofflicher
Obsoleszenz.
Man spricht hier
von funktionaler
Obsoleszenz.
Vorab klar:
Wenn die Reparatur teuer wird
Schon gewusst?
Bereits 1924 fand
ein erstes Treffen der
führenden Glühlampenhersteller statt – vermutlich das erste weltweite Kartell. Ziel war die Vereinheitlichung
der „Qualität“, mit dem Ergebnis, dass die
Brenndauer von 2000 Stunden auf die Hälfte
gesenkt wurde.
„Abweichler“ riskierten hohe Vertragsstrafen.
Betrachtet man das Preis-Leistungsverhältnis,
dann stehen sehr oft die Kosten für eine Reparatur
nicht im Verhältnis zum Kaufpreis – häufige Folge:
ein Neukauf.
Auch der Nachkauf von Verbrauchs- und
Verschleißteilen wie z.B. Druckertinte
sollte vor dem Kauf bedacht
werden.
Man spricht hier
von ökonomischer
Obsoleszenz.
Immer aktuell:
Wenn das Neue schon wieder veraltet ist
Beim Smartphone hat sich das Design geändert
und auf dem Fußballtrikot fehlt ein „WM-Stern“. Für
Insider ein klarer Fall: das Produkt ist nicht auf dem
neusten Stand.
Egal ob Geräte der Unterhaltungselektronik,
der Informationstechnologie oder Kleidung:
technische Neuerungen und Modetrends verkürzen
die Lebenszyklen immer weiter.
Man spricht hier
von psychologischer
Obsoleszenz.
Das Gute daran:
Man kann etwas
dagegen tun.
Einfach nicht jeden
Modetrend
mitmachen!