Medienmitteilung vom 3. März 2016 - Universitäre Psychiatrische

Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt
Initiativkomitee Verein Kinder- und Jugendpsychiatrie im Herzen der Stadt
Medienmitteilung vom 3. März 2016
Initiative zu Basler Kinder- und Jugendpsychiatrie wird zurückgezogen
An einer gemeinsamen Medienkonferenz haben heute die Universitären Psychiatrischen
Kliniken UPK und das Initiativkomitee „KJP-Klinik im Zentrum von Basel“ bekannt
gegeben, dass die Initianten ihre Volksinitiative zurückziehen. Die UPK und das Komitee
haben sich auf einen Kompromiss geeinigt.
Die Universitären Psychiatrischen Kliniken UPK Basel hatten 2011 angekündigt, fünf der bisher
sechs über die Stadt verteilten Standorte der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik
(KJPK) auf ihrem eigenen Gelände in einem Neubau zu zentralisieren. Dagegen wurde im
September 2014 eine kantonale Volksinitiative eingereicht, welche u.a. die kinder- und
jugendpsychiatrischen Angebote zentrumsnah in der Nähe des Universitätskinderspitals beider
Basel UKBB forderte.
Kompromiss für ambulante Angebote
Der mittlerweile gefundene Kompromiss besteht darin, dass die ambulanten Angebote, die heute
in der Poliklinik am Schaffhauserrheinweg 55 angesiedelt sind, nicht in den Neubau auf dem
Areal der UPK überführt, sondern an einen neuen Standort an zentraler Lage in der Stadt verlegt
werden.
„Für unseren Verwaltungsrat steht im Vordergrund, der Klinik eine gute Zukunft zu ermöglichen
und mit den zuweisenden Fachleuten weiterhin eine gute Zusammenarbeit zu pflegen. Deshalb
haben wir Hand zu einem Kompromiss geboten“, so Dr. Konrad Widmer, Verwaltungsratspräsident UPK. „Wir suchen nun zusätzliche Mietflächen zwischen 550 und 600 m2. Das bisherige
Bauprojekt muss überarbeitet und redimensioniert werden“, sagt Anne Lévy, CEO der UPK. „Mit
dieser Lösung verfolgt die Kinder- und Jugendpsychiatrie eine neue strategische Ausrichtung,
nämlich ‚2 Standorte + UKBB‘. Die stationäre Behandlung wird an die Wilhelm Klein-Strasse
ziehen und das Ambulatorium in die Innenstadt. Das Angebot im UKBB bleibt wie bisher
bestehen“. Dr. Konrad Widmer ergänzt: „Dieser Standortentscheid entspricht der neuen
strategischen Ausrichtung unserer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Seine Umsetzung
wird entsprechend langfristig festgelegt.“
Peter Schwob vom Initiativkomitee führt aus: „Mit dem Kompromiss ist das Hauptziel der Initiative
erreicht. Die ambulanten Angebote in die alltägliche Umgebung der betroffenen Kinder,
Jugendlichen und Angehörigen zu integrieren, macht den Zugang dazu leichter. Das entspricht
einem ebenso zeitgemässen wie bewährten Konzept, das auf die Bedürfnisse dieser speziell
schutzbedürftigen Gruppe abgestimmt ist. Dem Neubau für die stationäre Behandlung auf dem
Campus im Rahmen des ausgehandelten Kompromisses können wir mit dieser positiven
Ausgangslage zustimmen.“
Neubau auf dem UPK-Areal für die tagesklinischen und stationären Angebote
Die weiteren derzeit dezentralen Standorte, welche der künftige Neubau auf dem UPK-Areal
beherbergen wird, sind die tagesklinischen und stationären Angebote für psychisch
beeinträchtigte Kinder und Jugendliche sowie Räumlichkeiten für die Mitarbeitenden der
St. Alban-Vorstadt 25, CH-4001 Basel
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Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt
UPK Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel
Initiativkomitee Verein Kinder- und Jugendpsychiatrie im Herzen der Stadt
Forschung. Die bewährte Zusammenarbeit mit dem UKBB und der dortige Standort bleiben
unverändert bestehen. In Ergänzung zu diesen genannten Standorten arbeiten Fachpersonen der
Klinik im Rahmen der sogenannten aufsuchenden Hilfe in zahlreichen Institutionen vor Ort oder
bei Familien zu Hause.
Der Regierungsrat hatte im Juli 2015 und die Gesundheits- und Sozialkommission des Grossen
Rates im Februar 2016 beschlossen, der Stimmbevölkerung die Volksinitiative mit der
Empfehlung auf Ablehnung und ohne Gegenvorschlag zum Entscheid vorzulegen.
Der Regierungsrat unterstützt den nun vereinbarten Kompromiss. Regierungsrat Dr. Lukas
Engelberger: „Der gefundene Kompromiss ist Teil der unternehmerischen Verantwortung der
UPK. Er ermöglicht, die angestrebte räumliche Zusammenführung der stationären und
tagesklinischen Angebote der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu realisieren. Gleichzeitig kann das
Anliegen eines niederschwelligen ambulanten Angebotes umgesetzt und damit dem Anliegen der
Initianten entsprochen werden. Ich danke den Beteiligten für ihre Kompromissbereitschaft und
freue mich, dass damit die Voraussetzungen für eine weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen
der Klinik und den Fachpersonen gegeben sind.“
Weitere Auskünfte
Anne Lévy, Tel. +41 61 325 51 17
CEO UPK, [email protected]
Peter Schwob, Tel. +41 61 302 10 22
Mitglied des Initiativkomitees, [email protected]adt.ch
Dr. Lukas Engelberger, Tel. +41 61 267 95 21
Regierungsrat, Vorsteher Gesundheitsdepartement Basel-Stadt
[email protected]
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