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DGUV, Landesverband West, Postfach 10 34 45, 40025 Düsseldorf
An die
Damen und Herren
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Herr Meyer
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lv-west@dguv.de
Datum: 23.03.2015
Rundschreiben D 12/2015
Anpassung der Honorare für freie ärztliche Gutachten nach der UV-GOÄ
Sehr geehrte Damen und Herren,
die ständige Gebührenkommission nach § 52 Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger hat eine Neufassung der Leistungslegenden für freie ärztliche Gutachten nach den Nummern 160 - 165 UV-GOÄ
und damit verbunden eine Erhöhung der Gutachtenhonorare beschlossen.
Weiterhin wurden die Schreibgebühren nach Nr. 190 UV-GOÄ von 3,50 € auf 4,50 € angehoben.
Die Beschlüsse sind in der Anlage beigefügt.
In der Nr. 160 (bisher: Gutachten ohne Fragestellung zum ursächlichen Zusammenhang) sind jetzt
die freien Gutachten mit einer Begutachtungsmaterie von normalem Schwierigkeitsgrad abgebildet.
Wann das der Fall ist, wird in der Leistungslegende näher erläutert. Der Gutachter muss auch zu
Fragen des ursächlichen Zusammenhangs mit normalem Schwierigkeitsgrad Stellung nehmen, wie
dies in Gutachten für die gesetzliche Unfallversicherung grundsätzlich erforderlich ist.
Die Nr. 161 kann für Gutachten bei einer Begutachtungsmaterie mit hohem Schwierigkeitsgrad abgerechnet werden.
Ein hoher Schwierigkeitsgrad liegt in der Regel nicht vor, wenn z. B. zwischen den Fachgesellschaften und den UV-Trägern konsentierte Begutachtungsempfehlungen vorliegen, die dem Gutachter die
Beurteilung des ursächlichen Zusammenhangs erheblich erleichtern. Das gilt aber nicht, wenn trotz
Vorliegens von Begutachtungsempfehlungen die Begutachtung eine anspruchsvolle medizinische
Bewertung voraussetzt, wenn also z. B. vom Gutachter konkurrierende Schadensursachen diskutiert
werden müssen, um letztlich das Vorliegen bzw. Nichtvorliegen eines Versicherungsfalls beurteilen
zu können.
Gutachten nach Nr. 165 unterscheiden sich von denen nach Nr. 161 durch den zusätzlich erforderlichen sehr hohen zeitlichen Aufwand für die Beurteilung spezieller Kausalzusammenhänge und/oder
differenzialdiagnostischer Problemstellungen. Die Leistungslegende (s. Anlage) gibt hierzu weitere
Hinweise.
Deutsche Gesetzliche
Landesverband West
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Für die Ermittlung einer angemessenen Vergütung in den drei Kategorien wurden umfangreiche Expertenabfragen durchgeführt und ausgewertet. Die Gebühren berücksichtigen den durchschnittlichen
Zeitaufwand für die Gutachtenerstellung mit einem angemessenen Stundensatz.
Bei Vorliegen besonderer Gründe besteht nach wie vor die Möglichkeit, gemäß § 59 Ärztevertrag vor
der Gutachtenerstellung ein abweichendes Honorar zu vereinbaren.
Die neuen Gebühren können für Gutachtenaufträge ab 1. April 2015 abgerechnet werden.
Bei Gutachtenaufträgen mit Datum bis zum 31. März 2015 wird davon ausgegangen, dass sich der
Auftrag auf die bisherige Leistungslegende bezieht und das Gutachten auch danach vergütet wird, es
sei denn, im Auftrag wird vom Unfallversicherungsträger ausdrücklich etwas anderes bestimmt.
Gutachtenaufträge mit Datum ab 1. April 2015 beziehen sich immer auf die ab diesem Zeitpunkt geltenden neuen Leistungslegenden mit den neuen Gutachtengebühren.
Die neuen Schreibgebühren können für Schreibleistungen ab 1. April 2015 abgerechnet werden.
Mit der Erteilung des Gutachtenauftrages ist vom Unfallversicherungsträger festzulegen, nach welcher Gebührennummer das Gutachten zu erstellen ist. Wenn der Gutachter den Schwierigkeitsgrad
oder den Umfang anders einschätzt, muss er dies vor der Gutachtenerstellung mit dem Unfallversicherungsträger abstimmen.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Andro
Geschäftsstellenleiter
Anlage
DGUV - RS 0115/2015 vom 09.03.2015
Anpassung der Honorare für freie ärztliche Gutachten nach der UV-GOÄ
Sachgebiet(e): Reha
Kontakt: Otmar Lenz 030 28763865, 030 28763860
Anlage