Anrecht auf Information Die Bürgergemeinde Aadorf steht sehr gut da

Dienstag, 31. März 2015
AZ 8355 Aadorf
Nr. 38 / 42. Jahrgang
/
Amtliches Publikationsorgan für die Gemeinden Elgg, Hagenbuch und Hofstetten – Lokalzeitung für die Gemeinde Aadorf
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Weil die Packungsbeilage
kein guter
Gesprächspartner ist...
Bauland
als global mitreden
Saisonende
AADORF – Am Samstag, 28. März, ging
in der Turnhalle Löhracker in Aadorf,
die bis anhin erfolgreichste MidnightSports Saison zu Ende.
SEITE 5
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Anrecht auf Information
Am Informationsabend
der beiden politischen
Gemeinden sowie der Primarschulgemeinden spiegelte der Hofstetter Gemeindepräsident mit seinem Auftritt, was nach der
Fusion mit Hofstetten die
Gemeinde Elgg auch noch
gewinnt: Sachlichkeit, Humor und Optimismus.
HOFSTETTEN/ELGG – (Dass etwas
knorrige Eigenheiten mit dabei sein
werden, macht die Mischung nur umso interessanter.) In einem Interview
mit der Elgger/Aadorfer Zeitung hob
Roger Gerber die konstruktive Zusammenarbeit mit den Elgger Behörden
und der Verwaltung hervor. Die Elgger
Gemeindeschreiberin Sonja Lambrigger
habe sich zudem oft mit guten Ideen
zu Wort gemeldet. Der Meinungsbildungsprozess der Steuerungsgruppe aus
Vertretern des Gemeinderates und der
Schulbehörden wurde unterstützt durch
das Büro Steinmann & Partner und den
Finanzberater Fredy Gerber. Es war deren Idee, mit Helen Staub eine neutrale,
persönliche Anlaufstelle für die Bevölkerung zu schaffen. Helene Staub hat
bei ihrer Teilnahme am Fusionsprozess
Wiesendangen/Bertschikon viel Sach-
wissen gewonnen und kann per Mail
info@staub-coaching.ch oder unter der
Telefonnummer 079 501 84 55 kontaktiert werden. In allen Gremien werden
die Verhandlungen protokolliert, um
dadurch Transparenz zu schaffen und
Leerläufe zu verhindern.
Die Fusion generiert
Beiträge
Der Kanton unterstützt fusionswillige
Gemeinden mit finanziellen Beiträgen.
Diese setzen sich zusammen aus einem
Zuschuss an die Projektkosten und einem pauschalen Fusionsbeitrag. Zusätzlich aus der teilweisen Entschuldung der
Gemeinden und der Ausgleichszahlungen für den stufenweise entfallenden
Sonderlastenausgleich. Teilweise genaue
Zahlen über die Höhe dieser Beiträge
finden sich ansatzweise in den Mitteilungen des Gemeindeamtes. Was feststeht: Der Kanton macht ein Geschäft
nach dem Wegfall des demografischen
und des geo-topografischen Sonderlastenausgleichs. Die steilen Hänge von
Hofstetten werden nicht flacher und die
Ausgaben für die Schulung der Kinder
nicht geringer. So ist zu hoffen, dass für
den kantonalen «Goodwill» nach oben
noch Spielraum besteht. Andere Gemeinden erhielten die folgenden Beiträge: Beim Zusammenschluss von fünf
Schulgemeinden im Flaachtal wurde ein
Kantonsbeitrag von 655’000 Franken
gesprochen. Die Fusion von Bauma mit
Sternenberg war dem Kanton 3,5 Millionen wert, die von Bertschikon und Wiesendangen 1,4 Millionen und für die Fusion von Kyburg und Illnau/Effretikon
ist mit 1,9 Millionen zu rechnen.
Wie Hofstetten fit getrimmt
wird
Der Gemeindetrat Hofstetten hat in
enger Zusammenarbeit mit der Elgger
Behörde einen Katalog erstellt, worin
sämtliche Investitionen aufgeführt sind.
Strassen. Abwasser. Umnutzung von gemeindeeigenen Gebäuden. Strassennamen. (Bisher gibt es in den Dörfern der
Gemeinde nur Assekuranznummern,
was bei der Zustellung von Waren im
Gemeindegebiet für unzählige Irrfahrten sorgt.) Nummerierung. Angleichung
der EDV. (Elgg und Hofstetten arbeiten
mit verschiedenen DatenverarbeitungsSystemen.) Ziel ist, zu verhindern, dass
für Elgg durch die Fusion ein zusätzlicher und unerwünschter Investitionsbedarf entsteht. Hofstetten, als Finanzausgleichs-Gemeinde befinde sich, so Gerber, in einem guten Zustand, da alle notwendigen Investitionen immer gemacht
werden konnten. Auch dieses Jahr stehen nochmals bedeutende Investitionen
zur Verbesserung der Infrastruktur an:
Erneuerung der Strasse im Weiler Geretswil. Oberflächensanierung der Strasse Wenzikon nach Dickbuch. Sanierung
im Dorfkern Steig. Geplant sind zudem
die Erneuerung der Frischwasserversor-
Roger Gerber mit Wurzeln in Hofstetten, Isabelle Gerber Rudin in Elgg.
gung in Wenzikon mit Verlegung der
Stromkabel in den Boden, eine Quellerschliessung in Huggenberg und die Sanierung der ARA Huggenberg.
Eine bloss fit getrimmte
Braut ist noch keine
Schönheit
Zahlen bleiben ein wichtiges Argument.
Ebenso wichtig sind für Roger Gerber
die Emotionen, bestehen doch viele private und berufliche Beziehungen. Elgger sind nach Hofstetten gesiedelt und
Hofstetter nach Elgg. Paare aus den Gemeindeteilen leben entweder am Schauenberg oder an der Eulach zusammen.
Die Verbindung in Zweckverbänden, sei
Bild: Peter Zinggeler
es durch die gemeinsamen Kirchen, den
Friedhof, die Feuerwehr, das Pflegezentrum, die Spitex, die Post, aber auch die
Zusammenarbeit in Vereinen und Vereinigungen schaffen Nähe und Verbindlichkeiten. Elgg ist für manche Hofstetter
Arbeitsplatz, der Ort, wo man einkauft,
auf den Markt geht. Die Krone der Braut
wiederspiegelt die schöne und intakte
Landschaft am Schauenberg mit ihren
charaktervollen Siedlungen. Elgg kann
damit sein Gemeindegebiet mit einem
grossen ästhetischen Gewinn erweitern.
Der Gemeindepräsident schaut dem
weiteren Fortgang des Fusionsprozesses
mit Optimismus entgegen.
PETER ZINGGELER
Die Bürgergemeinde Aadorf steht sehr gut da
An der Bürgerversammlung wurde Roman Engeler praktisch einstimmig
für weitere vier Jahre zum
Bürgerpräsidenten gewählt. Neu in der Verwaltung ist Rebecca Roncoroni. Die nachhaltige Bewirtschaftung des Bürgerguts
ist garantiert.
AADORF – Wer sich gemäss Stimmregister zu den insgesamt 521 Aadorfer Bürgerinnen und Bürger zählen darf, kann
in der Tat etwas stolz sein. Die Körperschaft ist auf der Höhe ihrer Aufgabe,
behauptet sich bestens und zeichnet sich
auch durch Engagement in öffentlichen
Belangen aus. Diesen Eindruck konnten
die 147 Anwesenden an der Bürgerversammlung im Aadorfer Gemeindesaal
einmal mehr bestätigt sehen. Ende Mai
dieses Jahres endet die erste Legislaturperiode der auf den 1.1.2012 gegründeten
Bürgergemeinde Aadorf. Roman Engeler
als Bürgerpräsident erhielt das uneingeschränkte Vertrauen für weitere vier Jahre. Ebenso die bisherigen Verwaltungsmitglieder Urs Heim, Markus Oswald
und René Weber. Das Amt der Gemeindeschreiberin ging indessen von Vreni
Tanner auf Rebecca Roncoroni über.
Ein Schatten über die Versammlung leg-
Nach dem Apéro, einer zügig abgewickelten Versammlung und einem köstlichen Bürgermahl durfte sich die muntere Gästeschar an einem gesanglichen
Auftritt erfreuen.
Die 30 Frauen und sechs Männer des
Gospelchors «YES», gegründet vor drei
Jahren, gaben eine eindrucksvolle Kostprobe ihres Könnens.
Blumen zum Abschied und Empfang: Vreni Tanner (li.), war während 16 Jahren Verwaltungsrätin, Rebecca Roncoroni (neu) und Roman Engeler.
Bilder: Kurt Lichtensteiger
te sich nebst all dem Positiven trotzdem,
nämlich beim «Memento mori». Zu den
übers Jahr Verschiedenen gesellte sich
Förster und Betriebsleiter Hans Schrakmann, der sich während 25 Jahren für
den Bürgerwald eingesetzt hatte. Nach
dem tragischen Ausfall seien temporäre
Massnahmen innerhalb der «Forbat» getroffen worden, sagte Engeler.
147’000 Franken Gewinn
Eine heitere Note brachte Finanzchef
René Weber in den Saal. Er präsentierte
die Jahresrechnung akkurat mit Krawatte. Letztes Jahr war ihm der Verzicht auf
die Schleife nämlich angelastet worden.
Dabei pflegt sogar der griechische Finanzminister Varoufakis mit offenem
Hemd aufzutreten. Derweil dieser ein
KURT LICHTENSTEIGER
IN EIGENER SACHE
Blumen zum Abschied und Empfang: Vreni Tanner (li.), war während 16
Jahren Verwaltungsrätin, Rebecca Roncoroni (neu) und Roman Engeler.
Loch in der Kasse präsentiert, konnte
Weber mit einem Gewinn von 147’000
Franken aufwarten.
Die gute Ertragslage gründet insbesondere aus den Liegenschaften, nämlich
die MFH Chäseren, Châtel und Alte Post. Auch aus der Vermietung der
Waldhütten (Huggenbrunnen, Heidelberg und Eisweiher) und dem Verkauf
von Kies resultierten Gewinne von rund
7’000 Franken und gut 20’000 Franken.
Für den Kiesabbau hinter dem Werkhof
– das letzte Gebiet, wo Kies abgebaut
werden kann - sei keine Einsprache eingegangen, so Engeler. Einzig defizitär
war infolge anhaltend tiefer Holzpreise
die Forstwirtschaft, bei der eine Einbusse von rund 40’000 Franken resultierte.
Das Eigenkapital stieg per Ende 2014 auf
1.79 Mio. Franken (Vorjahr 1.64 Mio.
Franken). Das Budget 2015 sieht einen
Ertragsüberschuss im Rahmen des Vorjahres vor.
Während 518 Berechtigten ein Bürgernutzen von 50 Franken ausbezahlt wurde, erhielten 170 Bezugsberechtigte je
60 Franken aus dem Altersfonds und 12
Personen in Ausbildung je 200 Franken
aus dem Lehrlingsfonds.
Erscheinungsdaten
über Ostern
Die Elgger/Aadorfer Zeitung erscheint in der Karwoche am Dienstag,
31. März und Donnerstag, 2. April.
Die erste Ausgabe nach Ostern erscheint am Mittwoch, 8. April.
VERLAG UND REDAKTION
Zwei Waldparzellen gekauft
Zwecks Arrondierung erfolgte der Kauf
von zwei Waldparzellen im Gebiet
«Schache» in Häuslenen. Damit hat sich
die Waldfläche der Bürgergemeinde um
eine Hektare vergrössert. «Erstens kommen wieder bessere Zeiten und zweitens
haben wir die Kompetenz in der Waldbewirtschaftung», sagte Engeler.
Heute Grossauflage
Die heutige Ausgabe der «Elgger/
Aadorfer Zeitung» gelangt in alle
Haushaltungen der Politischen Gemeinde Aadorf.