Ausgabe 4/2015

Ausgabe April 2015
Jahrgang XX
Zurück zur Natur
Gesunde Ernährung für Hund und Katze
Fellwechsel
Ge winns
So lassen sich neue Tiere
schnell eingliedern
l
tollen Prei
t
i
s
m
en !
Vergesellschaftung
von Kleintieren
pi e
Die besten Pflegetipps
Schon gewusst?
Neues zum Thema Mischfütterung
Was passiert bei Mischfütterung
Jede Fütterungsart hat ihre Vor- und Nachteile!
Trotzdem ist eine unkontrollierte Mischfütterung von verschiedenen Nahrungen und von
Trocken- und Feuchtnahrung nicht sinnvoll:
Durch die zu große Fütterungsmenge und die
Kombination unterschiedlicher Qualitäten kann
Durchfall ausgelöst werden.
Außerdem kann die spezifische Nährstoffzusammensetzung gestört werden und die Gefahr
bestehen, dass von einigen Nährstoffen zu viel
oder zu wenig aufgenommen wird. Zum Beispiel
kommt es oft zu einer übermäßigen Energieaufnahme, die die Entstehung von “zu viel Pfunden”
begünstigt. Es kann aber auch zur Aufnahme zu
hoher Phosphorgehalte kommen, die insbesondere beim älteren Tier die Nieren belasten.
ABER
Fütterung die Sättigung besser ist. Die Tiere
betteln folglich nicht mehr so viel, sind zufriedener und der Besitzer hält eine Diät seines Tieres
besser durch bzw. füttert weniger zu!
Die Lösung
Und außerdem werden durch die Kombination
folgende Gesundheitsaspekte unterstützt:
Unterstützung der Zahngesundheit durch die
idealerweise in Größe und Textur angepassten
Kroketten der Trockennahrung sowie enthaltene Kalziumfänger zur gezielten Vorbeugung von
Zahnstein.
Unterstützung der Harnwegsgesundheit durch
den hohen Feuchtigkeitsgehalt der Feuchtnahrung aber auch die durch Beeinflussung des
Harnmilieus und die hohe Verdaulichkeit der
Trockennahrung.
Wussten Sie schon, dass durch eine optimale
Mischfütterung (Kombination geeigneter Nahrungen) viele Aspekte positiv beeinflusst werden können?
Viele Katzen sind den Mix von Geburt an gewöhnt
und bevorzugen deshalb die Kombination von
Feucht- und Trockennahrung ein Leben lang.
Feuchtnahrung ist durch den höheren Feuchtigkeitsgehalt sehr geruchsintensiv. Da Hunde und
Katzen “Nasentiere” sind, begünstigt ein intensiver Geruch die Nahrungsaufnahme.
Studien haben ergeben, dass durch den höheren
Feuchtigkeits- und Fasergehalt der kombinierten
ROYAL CANIN® ist ein eingetragenes Markenzeichen.
© ROYAL CANIN SAS 2014. Alle Rechte vorbehalten.
Editorial & lnhalt
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Titelfotos: Fressnapf, www.shutterstock.com / claudia veja images
Fotos: www.fotolia.de / Vera Kuttelvaserova, EMrpize
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News & Service
News Nachrichten, In & Out, Termine
Zurück zur Natur Gesunde Ernährung für Hund und Katze
Ratgeber & Tipps
Hund und Katze Tipps zur Fellpflege und zum Fellwechsel
Kleintier Ratten als Haustiere
Vogel Die ideale Einrichtung des Vogelheims
Terraristik Das Regenwaldterrarium
Aquaristik Zierfische richtig füttern
Teich Pflanzen für den Gartenteich
H.-Schüler-Kolumne Besuch kommt
Mensch & Tier
Kolumne des Deutschen Tierschutzbundes
Vegetarisches Osterfest
VDH-Kolumne Der VDH stellt sich vor
Aus Fremden werden Freunde
Die Vergesellschaftung von Kleintieren
Zum Schutz der Wildtiere
Hunde lieber an die Leine nehmen
Leserseiten
Die schönsten Bilder und Geschichten unserer Leser
Spaß & Unterhaltung
Gewinnspiel Moments Aspik
Gewinnspiel Kurzurlaub zu gewinnen
Mitmachen Unser großes Monatsrätsel
Markt & Trends
Markt Neues bei Fressnapf
Gesucht & gefunden
Kleinanzeigen
Vorschau & Impressum
Liebe FressnapfFreunde,
im aktuellen Heft warten wieder viele spannende Geschichten auf Sie, beispielsweise
unser Beitrag zum Thema Ernährung. Ein
wichtiges Thema, bei dem sich zeigt, dass
immer mehr Halter Hund und Katze möglichst naturnah ernähren möchten. Barfen
ist hierbei eine Möglichkeit, aber nicht die
einzige. In unserem Schwerpunkt stellen wir
die unterschiedlichen Ansätze vor.
Den Hundehaltern unter uns ist der VDH,
der Verband für das Deutsche Hundewesen,
sicherlich ein Begriff. Unter seinem Dach
finden Zuchtvereine von mehr als 250 Rassen
zusammen, mit mehr als 650.000 Mitgliedern
ist der VDH die führende Interessenvertretung der Hundehalter in Deutschland.
Wir freuen uns sehr, nach dem Deutschen
Tierschutzbund nun auch den VDH als
renommierten Partner und Experten für das
Fressnapf Journal gewonnen zu haben. Der
Verband wird künftig in einer monatlichen
Kolumne nicht nur über seine Arbeit berichten, sondern auch wichtige Informationen
und neue Impulse zur Anschaffung, Haltung
und Beschäftigung von Hunden geben.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim
Lesen des neuen Fressnapf Journals!
Herzliche Grüße
Marzena Sicking
Chefredakteurin Fressnapf Journal
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Ratgeber & Tipps
Hund & Katze
Bürsten Sie lhr Tier jetzt täglich
Tipps zur Fellpflege
und zum Fellwechsel
Sanfte Gewöhnung
an die Bürste
Damit Sie Ihr Tier effektiv pflegen
können, ist es wichtig, dass es an
die Pflege gewöhnt ist. Gehen Sie es
deshalb schrittweise an: Lassen Sie
Ihren Vierbeiner beim ersten Mal
an Bürste und Kamm schnuppern.
Kämmen Sie dann ganz vorsichtig
einmal durchs Fell und loben Sie
Ihr Tier, wenn es sich das gefallen
lässt. Wiederholen und steigern Sie
das Prozedere danach jeden Tag,
bis es für Hund und Katze selbstverständlich geworden ist.
Hund und Katze reagieren jetzt auf steigende Temperaturen
und mehr Tageslicht: Sie kommen in den Fellwechsel. In dieser
Zeit brauchen die Tiere besonders viel Pflege.
Es ist wieder soweit: Das wärmende
Winterfell muss dem leichten Sommerhaar weichen. Bis die Umstellung
komplett ist, kann es ein paar Wochen dauern. In dieser Zeit läuft der
Stoffwechsel von Hund und Katze auf
Hochtouren. Die Haut ist das größte
Organ der Tiere und auch das produktivste. Während des Fellwechsels muss
sie noch mehr Haar und Hautschichten
als sonst bilden. Bis zu 30 Prozent des
Eiweißbedarfs werden nun für Haut
und Fell verwendet. Sie können den
natürlichen Prozess des Fellwechsels
unterstützen: Regelmäßiges Bürsten
und Kämmen hilft bei der Entfernung
von abgestorbenem Haar, wird als
wohltuende Massage empfunden und
regt die Durchblutung der Haut an.
Am besten gewöhnt man die Tiere
schon von klein auf an die Fellpflege,
damit sie sich nicht gegen das verstärkte Pflegeprogramm während
des Fellwechsels sträuben oder dieses
als unangenehm empfinden. Wer die
Prozedur täglich durchführt, kann die
Dauer des Fellwechsels übrigens sogar
verkürzen: Wird das abgestorbene
Fell zeitig entfernt, wächst das neue
schneller nach.
Fotos: www.fotolia.de / Larisa Kursina, Olga Marc
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Fellpflege je nach
Felllänge und -art
Hochwertige
ausgewogene Ernährung
Besonders pflegebedürftig sind Hunde- und Katzenrassen mit langem
Fell. Sie müssen auch außerhalb des
Fellwechsels täglich gekämmt werden, nun muss die Pflege intensiviert
werden. Ungekämmtes langes Fell
kann schnell verfilzen. Unter dem Filz
finden Bakterien und Pilze ideale Bedingungen, auch können sich Ekzeme
bilden, wenn keine Luft mehr an die
Haut kommt. Um das lange Fell luftig
und gepflegt zu halten, kämmen Sie
es am besten erst mit einem breit gezahnten Metallkamm durch. Danach
noch mit einem schmal gezahnten
Kamm oder einer Bürste durchgehen.
Bei Bedarf hilft ein Entfilzungsmesser
dabei, Verfilzungen und Knoten zu
entfernen.
Sie können den Fellwechsel aber nicht
nur durch regelmäßige Pflege, sondern
auch durch die richtige Ernährung
unterstützen. Kommt es während
des Fellwechsels trotz guter Pflege zu
Hautproblemen, kann ein Mangel an
Eiweiß, essentiellen Fettsäuren oder
Vitaminen und Spurenelementen schuld
sein. Ungesättigte Fettsäuren (Omega-3
und Omega-6), Fischöl, Bierhefe, Kupfer,
Zink, B-Vitamine oder Biotin können
als Ergänzungsfuttermittel zugeführt
werden und sollen einen positiven Einfluss auf die Gesundheit von Haut und
Haar haben. Fragen Sie Ihren Tierarzt,
ob die Zugabe der Stoffe bei Ihrem Tier
sinnvoll ist.
Für kurzes Fell eignen sich Fellstriegel
oder Massagehandschuhe sehr gut,
die mit weichen Gumminoppen eine
besonders schonende Fellpflege garantieren und trotzdem die Durchblutung
der Haut fördern. Bei dichter Unterwolle empfiehlt sich der Einsatz eines
kleinzahnigen Kamms, mit dem sich
die dichte Unterwolle gezielt herausarbeiten lässt. Bei besonders feinem oder
seidigem Fell sind Naturhaarbürsten
empfehlenswert, da sie die empfindliche Fellstruktur schonen.
Noch pflegeintensiver ist das borstige,
dichte Fell rauhaariger Hunderassen
wie Terrier oder Schnauzer. Abgestorbenes Deckhaar muss durch regelmäßiges Trimmen entfernt werden, da es
nicht von selbst ausfällt.
Lassen Sie sich am besten in Ihrem
Markt zur Wahl des Fellpflegezubehörs
beraten, so finden Sie am schnellsten
das Richtige für Hund und Katze.
Achten Sie während des Fellwechsels
auch verstärkt auf Hygiene: Viele abgestorbene Haare bleiben nun in Decken
oder Kissen hängen. Somit müssen Liegeplätze beziehungsweise deren Bezug
jetzt ebenfalls häufiger gewaschen oder
gereinigt werden.
Wenn der Fellwechsel
kein Ende nimmt
Wie lange der Fellwechsel dauert, ist
sehr individuell, zwischen vier und acht
Wochen ist alles möglich. Bei einem
Utensilien für
die Fellpflege
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Fellkamm
Fellbürste
Fellschere
Entfilzungsharke
Unterwollbürste
kleinzahniger Kamm
Schermaschine
Hundeshampoo
Tier, das deutlich länger kräftig haart,
kann es andere Ursachen geben. Häufig
spielen hormonelle Faktoren eine Rolle:
Viele Hündinnen haaren während ihrer
Läufigkeit oder nach der Trächtigkeit
genauso stark wie beim saisonalen
Fellwechsel. Manche kastrierte Rüden
verlieren das ganze Jahr hindurch viel
Fell. Sprechen Sie in solchen Fällen Ihren Tierarzt auf die Auffälligkeiten an.
Übrigens haaren nicht alle Hunderassen: Der Pudel beispielsweise verliert
kein Fell, muss dafür aber ungefähr
alle drei Monate zum Friseur und dort
getrimmt werden. Auch Terrier und
Schnauzer brauchen regelmäßig einen
neuen Haarschnitt.
Ratgeber & Tipps
Kleintier
Tipps für Haltung und Pflege
Intelligent und sozial:
Ratten als Haustiere
Wer Nager mag und zugleich ein Haustier möchte, das sich eng an den Menschen bindet,
sollte über Farbratten nachdenken. Die Tiere sind intelligent, neugierig, sehr sozial und
entwickeln eine enge Bindung zum Halter.
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Ratte, 2,5 kg
MultiFit Futter für Ratten bietet
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Ratten abgestimmte Vollnahrung
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Als Haustiere waren Ratten lange Zeit
eher selten anzutreffen, doch das hat sich
in den letzten drei Jahrzehnten geändert. Heute gehören Farbratten zu den
beliebtesten Nagern. Ein Grund für die
Beliebtheit der Tiere ist sicherlich, dass
sie ein Leben lang neugierig und verspielt
bleiben und nicht nur zu Artgenossen,
sondern auch zu „ihren“ Menschen eine
enge Bindung eingehen. Sie sind somit
perfekt für Tierfreunde, die Nager einerseits gerne bei ihren natürlichen Verhaltensweisen beobachten, sich andererseits
aber auch selbst intensiv mit den Tieren
beschäftigen möchten. Anspruchslos
sind die Tiere aber keinesfalls, weshalb
man sich genau über ihre Bedürfnisse
informieren sollte.
Farbratten leben idealerweise in Sozialverbänden von gleichgeschlechtlichen
Tieren unterschiedlichen Alters. Sie
legen hier eine klare Rangordnung fest,
akzeptieren in der Regel aber auch neue
Tiere in der Gruppe recht schnell. Laut
Tierärztlicher Vereinigung für Tierschutz e. V. (TVT) sollte die Käfiggröße
für bis zu drei Ratten mindestens 100 x
50 x 100 Zentimeter (L x B x H) betragen. Mit jedem weiteren Tier erhöht sich
der Platzbedarf um ein weiteres Drittel.
Zur Mindestausstattung des Rattenheims gehören eine Tränke und ein
schwerer Futternapf und pro Tier
ein Schlafhäuschen. Um den Tieren
Beschäftigungsmöglichkeiten in ihrem
Zuhause anzubieten, sind Kletteräste,
Leitern, Seile, Hängematten, Liegebretter sowie Holz- und Pappröhren als Verstecke empfehlenswert. Auch regelmäßig
frisches Nagematerial darf nicht fehlen.
Legen Sie außerdem unbedruckten und
unparfümierten Zellstoff (zum Beispiel
Toilettenpapier oder Papiertaschentücher) auf den Boden. Die Tiere werden
www.fotolia.de / EwaStudio, Voyagerix
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ihn nutzen, um ihre Schlafhäuschen
damit auszustatten. Je größer und
abwechslungsreicher das Rattenheim ist,
desto besser.
Laufräder sind für Ratten meistens
ungeeignet: Die meisten sind zu klein,
außerdem besteht aufgrund der unnatürlichen Körperhaltung und der langen
Schwänze Verletzungsgefahr für die
Tiere, so die Experten des TVT.
Das Rattenheim sollte an einem ruhigen,
zugfreien und nicht zu hellen Ort etwa
auf Tischhöhe stehen. Wer Albinoratten hält, sollte den Käfig an einen eher
dunkleren Standort mit wenig Sonneneinstrahlung stellen, denn die Augen der
Tiere sind sehr lichtempfindlich.
Ist das Nagerheim bereit, gilt es die
neuen Bewohner auszusuchen. Und das
ist gar nicht so einfach, denn Farbratten
gibt es in vielen Farben, Zeichnungen
und Schattierungen (siehe Kasten).
Handzahme Ratten
Zahm werden Ratten übrigens sehr
schnell, vorausgesetzt, der Halter
beschäftigt sich ausgiebig mit ihnen.
Mindestens eine, besser zwei Stunden
pro Tag sollten Sie deshalb für gemeinsames Spielen im gesicherten Freilauf
einplanen. Locken Sie die Tiere zunächst
mit Leckerlis an, bis sie diese ohne Scheu
aus Ihrer Hand nehmen. Es wird nicht
lange dauern und die neugierigen Tiere
werden sich auch problemlos streicheln
und auf die Hand nehmen lassen. Gerne
wird der Mensch auch als „Kletterturm“
Die Farblehre der Ratten
Farbratten gibt es in zahlreichen
verschiedenen Farbschlägen, die von
Weiß, Champagner und Creme über
Grau hin zu Braun und Schwarz reichen und unterschiedliche Zeichnungen und Schattierungen aufweisen
können.
Bei den Farben unterscheidet man
grundsätzlich zwei Gruppen: „Agouti“
und „Non Agouti“. Beim Agouti-Fell
sind die einzelnen Haare „gebändert“,
also mehrfach gefärbt und können dadurch leicht gestromt wirken. Das Fell
der Tiere aus der Non-Agouti-Gruppe
kann zwar Zeichnungen in verschiedenen Farben aufweisen. Das einzelne
Haar ist dabei aber immer einfarbig.
Man unterscheidet außerdem noch
die verschiedenen Zeichnungen, also
Fellmuster, der Farbratten. Auch hier
hat der Halter eine große Auswahl.
Besonders beliebt sind Farbratten mit
benutzt und der Rundumblick von der
Schulter aus genossen. Wenn Sie die
Ratte in die Hand nehmen wollen, dann
greifen Sie unter Bauch und Brust. Am
Schwanz hochheben sollte man die Tiere
hingegen nie, da dies zu schmerzhaften
Verletzungen und natürlich auch zu
einem Vertrauensverlust gegenüber dem
Halter führen kann.
der Bezeichnung „Self“ ( komplett
einfarbige Farbratte), „Capped“ (farbiger Kopf, evtl. Blässe auf der Stirn,
ansonsten weiß) und „Variegated“
(farbiger Kopf und einzelne Punkte
auf dem Rücken).
Eine Besonderheit sind die sogenannten Husky-Ratten, deren Fellfarben
an die gleichnamige Hunderasse
erinnern. Sie sind häufig Träger eines
besonderes Gens, das ihr Fell mit der
Zeit ausbleichen lässt.
Leider bieten unseriöse Züchter
immer wieder auch Qualzuchten an.
Nacktratten, Tiere mit Dumbo-Ohren
oder gekräuselten Wimpern sind in
ihren natürlichen Verhaltensweisen
stark eingeschränkt oder leiden unter
schweren gesundheitlichen Problemen. Vor dem Kauf dieser Tiere kann
daher nur dringend abgeraten werden.
Täglicher Freilauf ist für Ratten Pflicht,
sonst langweilen sich die Tiere schnell.
Bauen Sie doch einen kleinen AgilityParcours oder ein Labyrinth für Ihre
Ratten auf oder versuchen Sie es mal mit
Tricktraining. Ratten sind ausgesprochen intelligent und werden begeistert
mitmachen.
Einen Wermutstropfen gibt es bei der
Haltung von Ratten allerdings: Die Tiere
werden nicht sehr alt. Die meisten Farbratten können nur ein Alter von zwei,
maximal vier Jahren erreichen.
Umso wichtiger ist es, die
gemeinsame Zeit intensiv zu
genießen.
Mensch & Tier
Vergesellschaftung von Kleintieren
Aus Fremden werden Freunde
Anlässlich unseres 25. Jubiläums stellen wir Ihnen die schönsten Freundschaften von und
mit Haustieren vor. In dieser Folge verraten wir die besten Tipps zum Thema Vergesellschaftung von Kleintieren.
Video-Ratgeber
Hilfreiche Informationen dazu,
was Sie bei der Vergesellschaftung
von Meerschweinchen beachten
sollten, sowie Video-Ratgeber zu
vielen weiteren Themen rund um
das Haustier finden Sie bei uns im
Fressnapf YouTube-Kanal oder
direkt unter:
www.fressnapf.de/
25Jahre-Meerschweinchen
Vielen Tierarten liegt das Bedürfnis
nach sozialer Interaktion im Blut. Vor
allem für Kleintiere wie Vögel oder
Nager ist das Zusammenleben mit
Artgenossen elementar. Sie kommunizieren und spielen miteinander, geben
sich gegenseitig Wärme und Sicherheit.
Fehlt der Kontakt mit Artgenossen,
können die Tiere krank werden oder
Verhaltensstörungen wie Aggressivität
oder Stereotypien entwickeln. Nur der
Hamster macht da eine Ausnahme:
Er ist tatsächlich am liebsten für sich
allein.
Ganz anders die anderen Kleintiere,
die wir bevorzugt als Haustiere halten.
Meerschweinchen beispielsweise leben
am liebsten in Gruppen von bis zu 20
Tieren zusammen. Besonders harmonisch geht es in einer Gruppe mit meh-
reren Weibchen und einem Böckchen
oder in rein männlichen Gruppen zu.
Hat man nicht so viel Platz zur Verfügung, sind die meisten Kleintiere auch
als Paar glücklich. Wenn man keinen
Nachwuchs haben will, muss das Böckchen allerdings kastriert werden.
Verantwortungsvolle Halter wissen das
alles und auch, dass der Mensch niemals
Ersatz für den Artgenossen sein kann –
egal, wie intensiv er sich kümmert. Aber
was, wenn eines der beiden Tiere stirbt?
Oder man seine bestehende Gruppe
einfach vergrößern möchte? Kann man
dann einfach ein neues Tier dazusetzen? Ganz so einfach ist es leider nicht.
Doch mit ein wenig Know-how ist die
Vergesellschaftung neuer Tiere meistens erfolgreich. Wir zeigen am Beispiel
von Meerschweinchen, wie sie gelingen
kann.
Fotos: www.fotolia.de / Magalice, AndG
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So verstehen sich
Meerschweinchen
Am einfachsten klappt die Integration
eines neuen Meerschweinchens, wenn
die Tiere noch jung sind. Aber auch
ältere Tiere können gut miteinander
klarkommen. Mit genauer Vorbereitung
und ein paar Tricks können aus Fremden
Freunde werden.
So sind Meerschweinchen grundsätzlich
bereit, neue Tiere in der Gruppe zu ak­
zeptieren, allerdings muss in jedem Fall
erst die Rangordnung geklärt werden,
und zwar unabhängig davon, ob es sich
um Männchen oder Weibchen handelt.
Egal, ob Einzeltiere zusammengeführt
oder ein neues Mitglied in eine beste­
hende Gruppe integriert werden soll:
Das erste Treffen sollte immer auf neu­
tralem Boden erfolgen. So haben die alt­
eingesessenen Meerschweinchen nicht
gleich das Bedürfnis, den Eindringling
aus ihrem Revier zu vertreiben. Am
besten bereitet man dafür einen neuen
Auslauf vor, und zwar an einer Stelle
in der Wohnung oder im Garten, die
von den Tieren noch nicht „in Besitz“
genommen wurde. Der Auslauf, der sich
beispielsweise mit zusammensteckbaren
Gittern abgrenzen lässt, sollte ausrei­
chend groß sein: Ein Quadratmeter pro
Tier – besser zwei – ist das Minimum.
So fühlen sich die Tiere nicht eingeengt
und können sich bei Bedarf gut aus dem
Weg gehen.
Wichtig sind außerdem mehrere Ver­
steckmöglichkeiten, also ein Versteck
pro Tier. Dafür eignen sich zum Beispiel
Pappkartons, in die man jeweils zwei
Ausgänge schneidet. So können sich die
Tiere erst mal aus dem Weg gehen und
notfalls aus den Verstecken flüchten,
falls sie sich dort bedrängt fühlen.
Bieten Sie im Auslauf auch Futter wie
beispielsweise Heu sowie Frischfutter in
Form von Gemüsespießen an. Platzieren
Sie die Futterstellen so, dass auch der
Neuankömmling eine Chance bekommt,
etwas zu fressen, ohne gleich verjagt zu
werden. Es geht dabei nicht nur um die
Nahrungsaufnahme: Die Futterspiele
dienen auch als Beschäftigung, sodass
die Meerschweinchen voneinander
abgelenkt werden und die Tiere – sobald
sich die erste Aufregung gelegt hat – zur
Tagesordnung übergehen können. Auch
Wasser darf nicht fehlen.
SPECIAL
EDITION
Werden die Meerschweinchen in den
Auslauf gelassen, kann es zunächst
ziemlich wild zugehen. Wie gesagt,
es muss die Rangordnung neu festge­
legt werden, und da gehört es dazu,
dass sich die Meerschweinchen dabei
gegenseitig jagen, nacheinander schnap­
pen, Klappergeräusche machen und
weiteres Imponiergehabe an den Tag
legen. Das mag für Außenstehende sehr
bedrohlich wirken, ist es aber meistens
nicht. Eingreifen muss der Mensch nur,
wenn sich die kleine Rangelei über die
Rangordnung in eine echte Beißerei ver­
wandelt. Denn auch bei Tieren gilt: Die
Sympathie entscheidet. Manche Tiere
werden nie miteinander warm, auch
das muss der Halter akzeptieren. In den
meisten Fällen heißt es aber schon nach
sehr kurzer Zeit: Willkommen im Rudel,
Fremder.
Übrigens: Auch wenn man Kaninchen
und Meerschweinchen in Streichelzoos
und ähnlichen Einrichtungen meist
in gemeinsamen Gehegen sieht, echte
Freunde werden sie nie. Eine gemeinsa­
me Haltung ist nur im Notfall möglich
und auch nur dann, wenn es sich um ein
sehr großes Gelände handelt. Doch las­
sen Sie sich nicht davon täuschen, dass
die beiden Arten scheinbar friedlich
nebeneinander an Löwenzahnblättern
kauen: Es handelt sich um eine reine
Zweckgemeinschaft.
Mehr zum Thema lesen Sie auch online
auf www.fressnapf.de/25jahre/freunde
Im nächsten Heft:
Hund & Baby – Freunde fürs Leben
Spaß & Unterhaltung
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Gesellschaftsschicht
SchuhGebirgsmacher- kette
werkzeug (span.)
Gruppe
Bienen,
Mücken
usw.
ältere
Form von:
wessen
Pferdegangart
Segelschiff,
Zweimaster
Provinzgouverneur in
Indien
englisch:
Auto
Rotwild
7
Fluss zum
Dollart
benachbart,
angrenzend
Brutstätte
von
Vögeln
lockeres,
gitterartiges
Gewebe
Schnittblume
Porzellanstadt
in Oberfranken
Blechblasinstrument
Zweifingerfaultier
unbest. Volk in
weibl. den West- deutsche
franz.
Vorsilbe
Artikel pyrenäen
4
Röstbrotscheibe
schmale
Straße
Gebrauchsgegenstand
Behälter
für Paste
„Stacheltier“
erste
Frau
Jakobs
(A. T.)
griechischer
Buchstabe
Spinnen- Lilienohne Halt
bau
gewächs (engl.)
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kanad.
Popsängerin
(Céline)
ugs.: Tollpatsch
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Webervogel,
Spatz
Spielkarten
Ausfuhrverbot
Stadt und
Fluss in
Böhmen
guter
Einfall
Mandarinensorte
Gebirge
zwischen
Asien und
Europa
Vereinslokal,
-heim
leicht
säuerlich
(Wein)
Gangregler
der Uhr
ehem. dt.
TV-Mo- Form von:
derator
sein
(Kurzwort)
jüdischer Behörde,
SchriftDienstgelehrter stelle
biblischer
Priester
6
Hautfärbung
durch die
Sonne
Körnerfrucht,
Kukuruz
Pferd aus österreireiner
chisch:
Züchtung Rahm
Inhaltslosigkeit
Seitenbestimmung
viel
Lärm um
nichts
arabisches
Segelschiff
persönliches
Fürwort
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Weißhandgibbon
spanischer
Ausruf
2
schwer
erhältlich,
selten
nach
Zucker
schmeckend
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Hauptstadt von
Georgia
(USA)
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Zitterpappel
Ölpflanze
Papageienart
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FuldaZufluss
mit
Talsperre
dünne
Stange
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Papagei
Mittelund Südamerikas
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österreichischer
Lyriker
† 1850
Pferd,
Springer
(Schach)
machen
Stadt in
Niedersachsen
Gebirgsmulde,
-nische
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Schutzbegleitung,
Eskorte
starrköpfig
größter
Strom
Europas
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Bewegung
des
Hundeschwanzes
Versprechen, bejahende
Antwort
3. und
4. Fall
von: wir
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1. dt.
Reichspräsident †
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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Am Gewinnspiel dürfen alle natürlichen Personen ab dem 18. Lebensjahr mit Wohnsitz in Deutschland oder Luxemburg teilnehmen. Mitarbeiter der Fressnapf Tiernahrungs GmbH und
deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Ihre Angaben können von Fressnapf zur Abwicklung des Gewinnspiels gespeichert und genutzt werden. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Ihre Daten
werden nach Abwicklung des Gewinnspiels gelöscht. Die Einwilligung zur Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten können Sie jederzeit durch eine E-Mail an [email protected] widerrufen. Der Einlösezeitraum ist vom
01.04.2015 bis 25.04.2015.
FN2016-0415
Foto: www.fotolia.de / Jossi
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