Immobilienbrief 2015 - Informationen für Haus

Stadtnah und
lebenswert
Gute Adresse im hochwertigen
Wohnungssegment
Eigentlich sollten es 52 Wohnungen
werden, weil aber ein paar Käufer
mehr Quadratmeter haben wollten,
wurden kurzerhand Wohnungen zusammengelegt, sodass 48 Wohneinheiten entstanden sind. Der Dortmunder Bauträger „HS Wohnungsbau“,
errichtet im Karree zwischen Detmar-,
Hüttemann-, Wilhelm- und Friedrichstraße zwei Häuser als KfW-Effizienzhäuser 70 mit grünem Innenhof und
schließt zudem eine Baulücke an der
Detmarstraße.
Zur hochwertigen Ausstattung gehören Fußbodenheizung, elektrische
Rollläden, Dreifachverglasung, Balkone, Terrassen bzw. Dachterrassen sowie
Fliesen-, Parkett- oder Natursteinböden. Tiefgarage und Fahrstühle gehören natürlich auch dazu.
Veränderungen ziehen an
Das Unionviertel ist also auch für Menschen, die einen gehobenen Wohnstandard haben wollen, attraktiv. „Es
sind die zentrale Lage und die Veränderungen im Viertel, die anziehen,“ so
Mario Völkel von der HS Wohnungsbau.
Nicht nur Kapitalanleger haben bei den
neuen Wohnungen investiert, sondern
durchaus auch Menschen, die selbst
in den Wohnungen leben wollen. „Der
Trend geht wieder zurück in die Stadt
und da ist die Friedrichstraße ein optimaler Standort“, so der Immobilienexperte, der dem Unionviertel ein hohes
Potential bescheinigt. „Es muss sich
noch entwickeln, aber es könnte das
neue Kreuzviertel werden. Was allerdings noch fehlt, sind ein paar Bars und
Cafés.“
U
quartiers
Eigentümerberatung
Seite 4
Informationen für Haus- und Wohnungseigentümer im Unionviertel | www.unionviertel.de
management
Quartiersmanagement
Das Team des Quartiersmanagements Rheinische Straße ist zentraler Ansprechpartner für alle Themen rund um Immobilien im Unionviertel.
Helga Beckmann
Alexander Kutsch
Heinrichstraße 1
44137 Dortmund
Telefon: 0231 5337616
Mail: qm-rheinischestrasse@stadtbuero.com
Eigentümerforen des Quartiersmanagements
Die Veranstaltungen mit geladenen Fachreferenten greifen aktuelle Immobilienthemen auf, bieten Informationen, Weiterbildung und ein Forum zum Austausch.
Termine 2015
23. April, 19:00 Uhr | 27. August, 19:00 Uhr | 26. November, 19:00 Uhr
Projekt Service Wohnen des Spar- und Bauvereins
Adlerstraße 49/Ecke Paulinenstraße, 44137 Dortmund
Eigentümerstammtisch - Treffen engagierter Eigentümer
Die Plattform für den Austausch von Eigentümern untereinander bietet wertvolle
Tipps und Erfahrungen für die Weiterentwicklung von Immobilien. Die Organisatoren sind selbst Eigentümer im Unionviertel.
Kontakt: eigentuemerstammtisch-unionviertel@web.de
Termine 2015
26. März, 19:00 Uhr | 25. Juni, 19:00 Uhr | 24. September, 19:00 Uhr
Schneckenhaus am Westpark
Lange Straße 42, 44137 Dortmund
Zuschüsse zur Fassadengestaltung sowie zur Haus- und Hofbegrünung
Die Förderung von Maßnahmen der Fassadengestaltung bzw. Haus- und Hofbegrünung hilft, die Gebäude und anliegenden Freiflächen zu verschönern. Das kann
zum Beispiel in Form einer Begrünung des Hofes, Daches und der Außenwände
oder durch den Neuanstrich des Hauses erfolgen.
Die auf Seite 2 und 3 vorgestellten Sanierungen der Siemensstraße 1 und Rheinischen Straße 16 sind mit diesem Programm aus Mitteln des Bundes, des Landes
und der Stadt Dortmund gefördert worden.
Energieeffizienz- und Klimaschutzberatung
Zentrale Anlaufstelle bei allen Fragen zur Gebäudemodernisierung, zukunftsweisender Neubauten und des Energiesparens. Dazu gehören insbesondere Informationen zur Wärmedämmung, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zu Fördermöglichkeiten.
dlze - Dienstleistungszentrum
Kleppingstraße 37
Berswordt-Halle / Stadthaus
44135 Dortmund
Telefon: 0231 50-25281
Impressum
Herausgeber: Stadt Dortmund
Redaktion: Quartiersmanagement Rheinische Straße
Text und Fotos: Gesine Lübbers (Wenn nicht anderweitig gekennzeichnet)
Auflage: 1.000 Stück
Blick in den Innenhof des Neubaukomplexes während der Arbeiten
Immobilienbrief 2015
Nicht nur am Dortmunder U: An vielen Orten im Unionviertel drehen sich die Kräne und sind Gerüstbauer gefragt
Liebe Haus- und Wohnungseigentümer im Unionviertel,
liebe Leserin, lieber Leser,
dieser Infobrief bietet einen Überblick über das aktuelle Informations-, Beratungs- und Fördermittelangebot rund um Ihre
Immobilie. Darüber hinaus haben wir interessante Artikel aus der Unionviertelzeitung zusammengestellt, die einen Überblick über Neubauten und Umnutzungen sowie über das aktuelle Marktgeschehen bieten. Die vorgestellten Projekte unterstreichen die positive Entwicklung des Quartiers. Unser besonderer Dank gilt dem Unionviertel e.V. und der Unionviertelzeitung für die redaktionellen Beiträge.
Ihr Quartiersmanagement Rheinische Straße
Deutschlands größter Schulkomplex entsteht am U
Fertigstellung von Schulkomplex und Kreativzentrum HALLO für Ende 2015 vorgesehen
Die Kräne drehen sich eifrig, LKW
rumpeln über das Gelände nördlich
des Dortmunder U, es wird gehämmert, gesägt und gebohrt. Derzeit
ist Baustellenlärm das vorherrschende Geräusch am U – bald werden es die Stimmen von rund 6.000
Schülerinnen und Schülern sein.
Denn auf dem Gelände der ehemaligen Dortmunder Union-Brauerei
entsteht einer der größten Schulkomplexe Deutschlands. Das RobertBosch-Berufskolleg und das RobertSchuman-Berufskolleg werden hier
einen neuen Standort finden und so
zur Belebung des historischen Geländes im westlichen Zentrum der
Stadt beitragen.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum
markanten U-Turm entstehen außerdem das Kreativzentrum HALLO mit
rund 4.000 Quadratmetern Mietfläche sowie ein öffentliches Parkhaus
mit 510 Stellplätzen.
Die Projektgesellschaft DoU Baufeld
Nord GmbH & Co.KG errichtet den
Komplex derzeit für die Stadt Dortmund – nach dem prämierten Entwurf des Dortmunder Büros Gerber
Architekten. Dessen Konzept sieht
eine campusartige Gruppierung der
Gebäude um einen zentralen Innenhof vor. Der städtebauliche Ansatz
aus dem Bereich des U-Turms wird
hier aufgenommen und fortgeführt.
Die Fertigstellung ist für Ende 2015
vorgesehen.
Visualisierung der Neubauten, die derzeit auf der
Nordfläche am Dortmunder U entstehen
Abbildung: Gerber Architekten
Innen Lehmputz - außen Holzfassade mit Flügelrad
Es geht aufwärts: Positive Trendwende am Immobilienmarkt
Adolf Winkelmann und Christiane Schaefer eröffnen ihr „schwarzes Haus“ an der Rheinischen Str. 16
Leerstandserfassung zeigt dynamische Entwicklung im gesamten Quartier
sind da sehr blauäugig rangegangen“, lächelt Christiane Schaefer, denn die NeuBesitzer hatten das Haus gar nicht richtig
von innen gesehen.
Vom früheren Zustand erzählt unter
anderem ein Bild, das im Treppenhaus
hängt: Ein verlassenes Bett, noch bezogen, so als ob der Besitzer gerade mal
eben vor die Tür gegangen ist. „So haben
wir das vorgefunden.“
Ökologisch und nachhaltig
Die Fassade nach der Sanierung
Foto: A. Winkelmann, 2014
Nicht nur die Farbe ist für ein Mehrparteienhaus ungewöhnlich auch das Material der Fassade: Holz. Filmemacher
Adolf Winkelmann und seine Frau Christiane Schaefer haben dem halb verfallenen Haus neues Leben eingehaucht und
es optisch und energetisch auf den letzten Stand gebracht.
„Als wir im U arbeiteten, fiel unser Blick
immer auf dieses Haus. Wir suchten damals ein Büro für die Filmproduktion und
interessierten uns für das große Ladenlokal“, erinnert sich Christiane Schaefer
an die Anfänge. Das Haus war in einem
schlechten Zustand: Es regnete rein, es
gab keine Zentralheizung. Das Ladenlokal war marode. Trotzdem entschied sich
das Paar, die Immobilie zu kaufen. „Wir
Nach zweijähriger Um-Bauzeit wurde der
Bau aus den 1950er Jahren mit einem Flügelrad an der Fassade gekrönt. Die große
Holzvorhangfassade in Stulpschalung erinnert an eine Poststation aus dem Mittleren Westen der USA des 19. Jahrhunderts.
In den Wänden der Wohnungen und des
Anbaus im Hof sorgen Wandflächenheizungen, eingebettet im Lehmputz,
für das perfekt gesunde Raumklima. Es
handelt sich um Strahlungswärme, die
angenehmste und gesündeste Art der
Heizung. Im gesamten Gebäude gibt es
keine herkömmlichen Heizkörper. „Wir
wollten das Haus einfach so gestalten,
wie wir selber gerne leben würden. Und
wir mögen keine Heizkörper“, erklärt
Christiane Schaefer.
Der Hinterhof wurde ebenfalls vollständig neu gestaltet. Mit den Backsteinen,
die beim Ausheben in der Erde gefunden worden sind, wurde eine neue Mau-
er gezogen. Sie trennt den Bereich der
Mülltonnen von dem der Entspannung.
Alle Mieter können den Hof nutzen. Eine
Dachbegrünung auf dem Anbau im Hof
rundet das ökologische Programm ab.
Die Fassade zum Hinterhof ist viktorianisch Grau und hat den Hausbesitzer
des gegenüberliegenden Hauses an der
Langen Straße dazu inspiriert, sich mit
dem Ehepaar Winkelmann abzusprechen.
„Meine Mieter schauen auf ihre wunderschöne Fassade. Wie kann ich meine Fassade gestalten, dass sie auch ihre Mieter
erfreut“, habe er gesagt.
Übrigens: Näheres zu Zuschüssen aus
dem Hof- und Fassadenprogramm steht
im Infokasten auf Seite 4.
Nicht nur der Neubau, auch der Mietimmobilienmarkt im Unionviertel ist in Bewegung. In den letzten Jahren zeigt sich
eine deutliche positive Tendenz zu mehr
Vermietungen. Das ergab eine Erfassung der Wohnungs- und Gewerbeleerstände. Zentrales Ergebnis: Leerstände
im Unionviertel sind auf dem Rückzug
– die Vermietungen nehmen zu.
Allerdings bildet die Zählung auch eine
Zweiteilung des Quartiers in die Bereiche
westlich und östlich der Dorstfelder Brücke ab. Während der Wohnungsleerstand
Ende 2013 im östlichen Bereich nur noch
bei 2,9% liegt, wurden im westlichen Bereich 13,5% erhoben. Ein ähnliches Bild
ergibt sich bei den Gewerberäumen: rund
10% im östlichen Teilgebiet stehen ca.
25% im westlichen Teilgebiet gegenüber.
Doch gerade bei den Ladenlokalen, die
das Bild der Rheinischen Straße prägen,
zeichnet sich eine positive Trendwende
ab.
Der Hinterhof nach der Sanierung
Foto: A. Winkelmann, 2014
inWest eG sucht Eigentümer für ein verbessertes Innovationsklima
Hierzu zählen nicht nur freischaffende
Künstler, sondern das gesamte kreativwirtschaftliche Spektrum bis hin zu gewerblichen Unternehmen - beispielsweise Architekturbüros.
Die Stadtteilgenossenschaft InWest
möchte diese Entwicklungen verstärken
und nachhaltig gestalten, so dass alle
Akteure im Stadtteil von den positiven
Effekten profitieren. Über die langfristige Anmietung von Räumlichkeiten und
Seite 2
Text: Alexander Kutsch
In neuem Gewand: Siemensstraße 1
Street-Art macht unansehnliche Brandmauern zum Hingucker
Räume für Kreative und Künstler
kurzfristige Vermietung an kreative Nutzer agiert sie als Bindeglied zwischen
Raumsuchenden und Eigentümern.
Unionviertel.de online
Zur Stabilisierung der Ansiedlungen
werden die kreativen Unternehmer außerdem über die InWest eG beraten und
qualifiziert. Um die positive Entwicklung
des Stadtteils überregional bekannt zu
machen, werden zudem Maßnahmen
der Öffentlichkeits- und Imagearbeit für
das Unionviertel initiiert. Die Webseite
Unionviertel.de bietet beispielsweise einen guten Überblick über Neuigkeiten im
Quartier.
Aktuell sucht die InWest Eigentümer, die
daran mitwirken möchten, das innovative
Klima des Unionviertels zu fördern, indem
Viele zum Teil langjährig leerstehende
Räume westlich der Rheinischen Straße
werden wieder genutzt.
Neben der Neuansiedlung eines Fensterbauers und eines Gebrauchtmöbelhandels gibt es auch einen türkischen Backladen. Außerdem wird dieser Abschnitt
der Rheinischen Straße immer attraktiver für Künstler und kreative Nutzer. Der
Holzbildhauerin Katharina Bock und der
Galerie 143 folgten die Künstlerinnen
Silvia Liebig (Eins5Sieben) und Rosa Fehrvon Ilten mit ihrer Produzentengalerie.
Gegenüberliegend präsentiert sich der
Projektraum des Vereins Die Urbanisten
in einem neuen Gewand. Das Jugendkulturcafé, die Werkhalle der Architekturstudierenden, das Familienzentrum Plus
und das Quartierscafé U-Jack sind weitere
Beispiele für die deutliche Belebung der
Rheinischen Straße westlich der Dorstfelder Brücke.
Viertel wird zur begehbaren Galerie: aus grau wird bunt!
Das Unionviertel befindet sich in einem
Prozess der Entwicklung zu einem beliebten Standort für Künstler und Kreativschaffende. Einige kreative Nutzer
haben bereits in zuvor leer stehenden
Ladenlokalen ihren neuen Schaffensort
gefunden.
Belebung durch neue Nutzungen
sie der Genossenschaft ihre Gewerbeeinheiten zu günstigen Preisen für die Weitervermietung an kreative Unternehmen
anbieten. Zum Vorteil der Eigentümer
werden dadurch langfristige Mieteinnahmen sowie ein aufwandarmes Mietverhältnis sichergestellt.
Bei Fragen und Anregungen stehen wir in
unserem Vor-Ort-Büro zur Verfügung.
Das Unionviertel wird immer bunter.
Egal ob klassische Fassadensanierung,
Graffiti-Battles des Jugendkulturcafés
oder Werke von internationalen Künstlern, vermittelt durch die Street-Art-Galerie, die Stunden von grauen Mauern
im Quartier sind gezählt.
Gerade die beiden letzten Aktivitäten
sind zudem Ausdruck einer lebendigen
Straßenkunst: Auf der einen Seite die
Nachwuchs-Graffitikünstler, die ihren eigenen Stil mit Hilfe des Jugendkulturcafés
entwickeln können und auf der anderen
Seite die etablierten Street-Art-Künstler,
Text: Silvia Beckmann
Silvia Beckmann
InWest eG
Heinrichstraße 19
44137 Dortmund
Telefon: 0231 - 985 31 585
Mail: silvia.beckmann@inwest-do.de
Wandgemälde an der Rheinische Str. 238
Foto: 44309streetartgallery
Mural an der Ritterstraße 4
bringen“, so Daniela Bekemeier.
Und so sind sie auf der Suche nach Mauern, die die Künstler bemalen. „Für sie ist
wichtig, dass die Flächen gut zu sehen
sind“, weiß die Expertin. Hausbesitzer, die
sich ihre Häuser von Künstlern gestalten
lassen möchten, müssen allerdings mit
Kosten rechnen – und zwar nicht nur für
das Material und eventuell einen Hubsteiger, sondern auch für den Künstler. Hier
greift unter Umständen die mögliche
Förderung aus dem Fassadenprogramm
(siehe Infokasten auf Seite 4).
Foto: 44309streetartgalleryx
die manche ihrer Werke dem Viertel quasi
schenken.
Kunst im öffentlichen Raum
Denn: „Diese Künstler leben eigentlich
von ihren Werken und es ist nicht selbstverständlich, dass sie sich mit der reinen
Bereitstellung von Farben und Material
zufrieden geben“, sagt Daniela Bekemeier, die gemeinsam mit Olaf Ginzel die
44309streetartgallery an der Rheinischen
Straße 16 betreibt. Dort ist die Straßenkunst auf Leinwänden zu bestaunen.
„Aber wir versuchen natürlich auch diese
Kunst wieder in den öffentlichen Raum zu
„Super Bruno“ an der Albrechtstraße 1
Foto: Quartiersmanagement
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