Anbauvertrag Getreide & Oelsaaten 2015 d

Biofarm Getreide / Ölsaaten (GeÖl)
4936 Kleindietwil, Telefon 062 957 80 50 / Fax: 062 957 80 59
Anbauvertrag Getreide, Kö-Mais, Kö-leguminosen, Hirse, Ölsaaten 2015
Zwischen Biofarm (GeÖl) als Abnehmerin und
Name
Bio Suisse
Nummer
Status Bio Suisse 2015 (ankreuzen):
Umstellung 1. Jahr
Umstellung 2. Jahr
Vollknospe
Zertifizierungsstelle:
bio-inspecta
Bio-Test Agro
Adresse
PLZ, Ort
Telefon
Natel
E-Mail Adresse
als Vertragsproduzentin (VP)
Sammelstelle (bisher):
Gewünschter Zahl-Modus Brotgetreide
Knospe
Bitte ankreuzen; Details siehe Punkt 2.4.
Anbauflächen und –mengen
Produkt
Sorten
Sammelstelle (neu):
A
B
Anzahlung (75 Fr/dt) E. September 15
Restzahlung spätestens Ende März 16
Fläche in a
Menge in t
Keine Anzahlung Ende Sept. 15; Auszahlung
spätestens Ende März 16
Bemerkungen
Weizen
Flocken-Weizen
Dinkel
Roggen
Emmer/Einkorn
Gerste
Für Speisehafer prioritär Winterhafer
Hafer
Triticale
Kö-Mais
Eiw.Erbs.
A-Bohnen
Raps
So-Blumen
Hirse
Lein
Leindotter
Es gelten die Biofarm (GeÖl) Vertragsbestimmungen auf der Rückseite!
Vertragsabschluss
Die Vertragspartner anerkennen die Biofarm-Vertragsbestimmungen für die vereinbarten Mengen und Flächen für das
Erntejahr 2015.
Ort, Datum, Unterschrift ProduzentIn:
Biofarm Genossenschaft
Beim Bahnhof / CH-4936 Kleindietwil
Ort, Datum, Unterschrift Biofarm:
T +41 62 957 80 50
F +41 62 957 80 59
info@biofarm.ch
www.biofarm.ch
Biofarm-Anbauvertrag Getreide, Körnermais, Körnerleguminosen, Hirse, Ölsaaten 2015
1. Allgemeine Vetragsbestimmungen Produzent
1.1. Der Vertragsproduzent (VP) baut die in diesem Anbauvertrag festgehaltenen Mengen auf den dazu erforderlichen Flächen nach
bestem Können und Wissen für Biofarm Getreide / Ölsaaten (GeÖl) an. Die Basis für die Sortenwahl bilden die Bio Suisse/FiBL
Sortenlisten und die Weisungen der GeÖl.
1.2. Die Anbaumeldung erfolgt für Winterkulturen bis Ende November 2014, für Frühlingskulturen bis Ende April 2015.
1.3. Der VP bewirtschaftet seinen Betrieb nach den Richtlinien der Bio Suisse und ist im Besitze eines gültigen Produzentenvertrages
und Knospe-Zertifikats Bio Suisse. Allfällige Änderungen meldet er sofort der GeÖl. Bei Neuumstellern gilt der Vertrag vorbehältlich
der Betriebsanerkennung.
1.4. Bei sich abzeichnenden deutlichen Veränderungen der Erntemengen (+/- 25 %) oder Qualität infolge Witterung oder anderer
Einflüsse höherer Gewalt ist der VP verpflichtet, die GeÖl sofort zu benachrichtigen.
1.5. Der VP steht der GeÖl auf Wunsch zu einer Feldbesichtigung der für die Vertragsmengen vorgesehenen Parzellen zur Verfügung.
1.6. Der VP liefert das vereinbarte Getreide an die von der GeÖl bezeichnete Kollektiv-Sammelstelle. In der Regel ist dies die
nächstgelegene Sammelstelle, die mit der GeÖL einen Zusammenarbeitsvertrag abgeschlossen hat und mit der Biofarm kooperativ
zusammenarbeitet. Umdispositionen seitens der GeÖl bis kurz vor der Ernte aufgrund logistischer Probleme sind möglich. Der VP
akzeptiert notfalls etwas weitere Fahrdistanzen.
1.7. Für jede Lieferung wird ein Rückstell-/Produzentenmuster gezogen und in der Sammelstelle treuhänderisch aufbewahrt. Mit seiner
Unterschrift auf dem versiegelten safebag-Beutel und Belegstreifen anerkennt der VP die Authentizität des Musters. Der abtrennbare
Belegstreifen bleibt als Bestätigung im Besitz des Produzenten.
2. Allgemeine Vertragsbestimmungen AbnehmerIn
2.1. Die GeÖl übernimmt die in diesem Anbauvertrag festgehaltenen Mengen zu den bei Punkt 3 und 4 aufgeführten Bedingungen.
2.2. Die GeÖl organisiert die Übernahme des Getreides und der Ölsaaten. Sie hat zu diesem Zweck ein Netz von zertifizierten KollektivSammelstellen aufgebaut und deren Verpflichtungen vertraglich geregelt.
2.3. Die GeÖl erstellt die Produzentenabrechnungen für Brotgetreide per Ende September 2015; für andere Vertragskulturen laufend je
nach Erntetermin, mit einer Frist von maximal 2 Monaten nach Vorliegen der Übernahmedokumente.
2.4. Die Auszahlung für Brotgetreide erfolgt gemäss gewünschtem Auszahlungsmodus. Modus A = Anzahlung 75 Fr/dt Ende September
2015 und Restzahlung spätestens Ende März 2016; Modus B = keine Anzahlung Ende September 15; Auszahlung Gesamtbetrag bis
spätestens Ende März 16. Für geschuldete Beträge bei Modus A und B zahlt Biofarm einen Jahreszins von 3%, berechnet für die
Periode ab 1.10.2015 bis zum Auszahlungstermin. Futtergetreide wird vorbehältlich anderer Weisungen direkt durch die jeweilige
Sammelstelle abgerechnet. Für alle übrigen Vertrags-Produkte erfolgt die Auszahlung ohne gegenteilige Abmachung bis spätestens 2
Monate nach Vorliegen der definitiven Übernahmedokumente. Biofarm ist bemüht, die Abverkäufe schnell zu tätigen und die
Schlussabrechnung / Auszahlung laufend zu erstellen.
2.5. Die GeÖl steht dem Vertragsproduzenten für Fragen der Anbauplanung, Kulturführung, Sortenfragen und Übernahme beratend zur
Seite. Sie organisiert dazu Flurbegehungen und Produzentenveranstaltungen.
2.6. Die Biofarm Genossenschaft vertritt auch ideelle und methodische Interessen der Produzenten und Produzentinnen gegenüber Bio
Suisse (als Mitgliedorganisation) und den Behörden, Abnehmern und Konsumenten zur Förderung des biologischen Landbaus.
3. Qualitätsbestimmungen
Es gelten die Übernahmebedingungen für Biogetreide der Bio Suisse und für Spezialprodukte zusätzlich die Produktespezifikationen
der Biofarm. Im Weiteren gelten die üblichen Handelsusanzen von swissgranum.
4. Richtpreise / Uebernahmebedingungen
4.1. Die Biofarm-Produzentenpreise für Getreide und Körnerleguminosen entsprechen grundsätzlich den Preisbeschlüssen
(Preisgespräche kurz vor oder nach der Ernte) der Bio Suisse Fachkommission Ackerkulturen. Anpassungen aufgrund besonderer
Angebots- und Absatzsituationen bleiben vorbehalten.
4.2. Die Übernahme von Gerste und Körnermais zu Speisezwecken erfolgt grundsätzlich zu gleichen Konditionen wie für Futterqualität;
zusätzliche Aufwendungen zur Erreichung von Speisequalität (Spezielle Sorte, Reinigung, sorgfältige Trocknung, etc.) werden mit
einem Mehrpreis abgegolten. Es gelten die Übernahmebestimmungen der Biofarm.
4.3. Für alle weitern Vertragsprodukte gelten die Preise der Biofarm GeÖl.
4.4. Für geschuldete Beträge bei Auszahlungsmodus A und B bei Brotgetreide gelten die Bestimmungen unter 2.4.
4.5. Es gelten die Qualitätszuschläge und –abzüge der Übernahmebedingungen für Biogetreide und Ölsaaten SwissGranum.
4.6. Die GeÖl kann, wenn vereinbart, bei unverhältnismässig grossen Frachtkosten ab Sammelstelle, verursacht durch kleine Posten, dem
Produzenten eine Kosten-Beteiligung überwälzen.
5. Übernahme von Umstellprodukten
5.1. Brotgetreide von Umstellbetrieben wird als „Umstellgetreide“ übernommen und separat vermarktet. Die Übernahme erfolgt
grundsätzlich als Futtergetreide. Es gelten die oben formulierten Übernahmebedingungen. Die Preise werden von Fall zu Fall
entsprechend den Absatzmöglichkeiten festgelegt.
5.2. Bei Futtergetreide, Futtermais und Körnerleguminosen gelten die Bestimmungen der Bioverordnung. Es gelten die gleichen Preise
wie für Vollknospegetreide. (Vorbehalt Entscheide FK-Ackerkulturen Bio Suisse).
5.3. Gerste, Hafer, Mais und Ölsaaten (ausser Raps) für Speisezwecke können nur in Knospe-Qualität übernommen werden.
6. Haftung
6.1. Bei Verstössen gegen die Bio-Richtlinien Bio Suisse haftet der Vertragsproduzent für den der GeÖl entstandenen Schaden. Dies
betrifft insbesondere Kosten bei Qualitäts- und Rückstandsproblemen, entsprechende Analysen und Folgekosten durch
Verunreinigungen, bzw. Entwertung der nebengelagerten (z.B. Getreidesilo Sammelstelle) oder nachgelagerten Roh- und
Verarbeitungsprodukten. Die produzentenseitigen Rückstellmuster bei den Sammelstellen dienen dabei der Beweisführung.
6.2. Bei jeder schuldhaften Nichteinhaltung des Vertrages durch den Produzenten tritt die GeÖl von ihrer Abnahmegarantie zurück und
behält sich vor, ihren Schaden infolge von Umsatzverlust dem Vertragsproduzenten zu belasten.
6.3. Bei Nichteinhaltung des Vertrages durch Einwirkungen Dritter (nicht selber verschuldete Aberkennung durch die Zertifizierungsstelle)
kann die GeÖl ihren Schaden infolge Umsatzverlust dem Vertragsproduzenten, resp. dem Verursacher der Aberkennung belasten.
7. Gerichtsstand
7.1. Für alle Streitigkeiten, die nicht einvernehmlich erledigt werden können, gilt der Gerichtsstand Burgdorf / BE.
Version 8.8.2014/ns, hgk