Weiterlesen - Licht

APRIL 2015
1. EDITORIAL - NETZWERK LICHT-BLICKE
2. WETTBEWERBE UND FÖRDERUNGEN
3 TERMINE & FORTBILDUNGEN
4. SCHWERPUNKTTHEMA – WILLKOMMEN IN LICHTENBRG
5. RECHTSEXTREMISMUS / REGISTER
6. MATERIALEN & LINKS
S.1
S.1
S.3
S.7
S.8
S.10
1. EDITORIAL
Liebe Leser*innen,
in diesem Jahr wird der Träger der Netzwerkstelle LICHT-BLCKE 25 Jahre und hat sich zugleich von einem
Verein in eine gGmbH umgewandelt - die Kurzform pad bleibt, aber die Bedeutung ist nun: präventive,
altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich. Ebenfalls seit diesem Jahr ist pad als Träger Mitglied im
Bündnis für Demokratie Marzahn-Hellersdorf.
Die Veranstaltung "Karlshorst hilft" am kommenden Mittwoch, den 15. April um 19.30 Uhr in der Kirche
zur frohen Botschaft, Weseler Straße 6 - moderiert von LICHT-BLICKE - ist ein Beispiel für
Willkommensinitiativen, die einen Beitrag zu einem solidarischen Klima für Menschen in Fluchtsituationen
im Bezirk leisten möchten. Unser Schwerpunkt widmet sich diesen Initiativen für Willkommenskultur.
Dass es im vergangenen Jahr auch gegenteilige Bestrebungen gab, davon zeugt die Jahresauswertung des
Lichtenberger Registers, die sich in diesem Newsletter findet... ebenso wie weitere Veranstaltungen und
Materialien.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen,
das LICHT-BLICKE-Team
2. WETTBEWERBE & FÖRDERUNGEN
GELD FÜR SCHÖNERE KIEZE IN LICHTENBERG
Engagierte Menschen, die durch ihre Arbeit oder mit Projekten dazu beitragen, die öffentliche Infrastruktur
in der Nachbarschaft aufzuwerten oder zu verbessern, können beim Bezirksamt Lichtenberg bis zum 17.
April Geld beantragen, das vom Berliner Senat für diesen Zweck bereitgestellt wird. Der Senat will damit
ehrenamtliches Engagement im Bereich soziale Stadtentwicklung unterstützen. Bezirksbürgermeisterin
Birgit Monteiro (SPD) ermutigt alle engagierten Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler dazu: „Wir wollen, dass
Schulen, Schulstationen, Sportflächen, Kindertagesstätten, Jugendfreizeiteinrichtungen, Kinderspielplätze,
Senioreneinrichtungen, Stadtteilzentren, Nachbarschaftsheime, Selbsthilfekontaktstellen und Grünflächen
aufgewertet und verbessert werden. [...] Die Anträge müssen Zweck, Art und Umfang sowie Zeitrahmen und
Kosten des Vorhabens enthalten. Anträge, die später eingehen, können leider nicht mehr berücksichtigt
werden. Weitere Informationen: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Steuerungsdienst, Christine Pöhlmann
Telefon: 030 / 90296 -35 11, E-Mail: christine.poehlmann@lichtenberg.berlin.de
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AUSSCHREIBUNG 2015 – STARK GEMACHT – 2. FÖRDERRUNDE BIS 17. APRIL
[...] Das Programm fördert zeitlich befristete Projekte öffentlicher und freier Träger, Verbände und
zivilgesellschaftlicher Initiativen in den Bereichen Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit mit lokaler oder landesweiter Ausstrahlung. Demokratie zeigt sich dort am lebendigsten, wo sie
geformt und mit ihr experimentiert wird. Deshalb werden besonders Projekte gefördert, die einen lebendigen
und spannenden Rahmen zum Erproben für Neues und Besonderes schaffen, also die einen experimentellinnovativen Ansatz versprechen oder in besonderem Maße das Engagement bzw. die Aktivierung von jungen
Menschen zum Ziel haben.
Für allgemeine Fragen zum Landesprogramm und für Fragen zur Beantragung von Fördermitteln wenden
Sie sich bitte an das Projektbüro Jugend-Demokratiefonds c/o Jugend- und Familienstiftung des Landes
Berlin; Obentrautstraße 55; 10963 Berlin; go@stark-gemacht.de; Telefon: (030) 70 72 85 29
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JUGENDHILFEPREIS 2016 – HERMINE-ALBERS-PREIS
Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ schreibt den Deutschen Kinder- und
Jugendhilfepreis 2016 – Hermine-Albers-Preis – in den Kategorien Praxispreis, Theorie- und Wissenschaftspreis sowie Medienpreis der Kinder- und Jugendhilfe aus. […] Der Ausschreibungszeitraum für den
Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2016 ist der 1. März bis 31. August 2015. Der Deutsche Kinderund Jugendhilfepreis ist insgesamt mit 15.000 Euro dotiert. Pro Kategorie kann ein Preisgeld in Höhe von
4.000 Euro sowie ein Anerkennungsbetrag von 1.000 Euro vergeben werden.
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SCHÜLERWETTBEWERB "WAS WAR DIE DDR?"
[…] Bei diesem Wettbewerb sollen sich Jugendliche kritisch mit der SED-Diktatur auseinandersetzen. Dazu
gehen die Schüler_innen auf Spurensuche und forschen in ihrem eigenen Umfeld nach Erinnerungen an die
DDR, nach Geschichten der Friedlichen Revolution oder nach Erzählungen aus dem wiedervereinigten
Deutschland. Der Anmeldeschluss ist der 30. April 2015.
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DIETER BAACKE PREIS
Mit dem Dieter Baacke Preis werden beispielhafte Medienprojekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in
Deutschland gewürdigt. Ziel ist, medienpädagogische Projekte und Methoden, die Kindern, Jugendlichen
und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und ihre Medienkompetenz fördern,
bekannt zu machen. Bewerben können sich Institutionen, Initiativen oder Einzelpersonen mit innovativen
und originellen Projekten zur Förderung von Medienkompetenz. Der Preis richtet sich an Projekte
außerschulischer Träger (z.B. Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung,
Medienzentren und Medieninitiativen) und Kooperationsprojekte zwischen schulischen und außerschulischen Trägern. Der Dieter Baacke Preis wird in fünf Kategorien vergeben, die mit jeweils 2.000 Euro
dotiert sind.
Bewerbungsschluss ist der 31. August 2015. Quelle und weitere Infos: Gesellschaft für Medienpädagogik
und Kommunikationskultur (GMK) e.V., Obernstr. 24a, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521.677 88 und unter
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MEDIENFÖRDERUNG 2015
Auch dieses Jahr fördert BerlinImPuls interessante Ideen von jungen Menschen in und um Berlin! Wer
Unterstützung bei der Produktion eines Videos oder Audios benötigt, kann sich bewerben! Der Kreativität
sind keine Grenzen gesetzt und im Fördertopf sind über 10.000 Euro.
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3. TERMINE & FORTBILDUNGEN
14. APRIL 2015 - „70 JAHRE KRIEGSENDE“ AUFTAKTVERANSTALTUNG IM DEUTSCHRUSSISCHEN MUSEUM BERLIN-KARLSHORST
Am 8. Mai 2015 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 70. Mal. […] Den Auftakt zum
Themenjahr bildet eine Vortragsveranstaltung im historischen Kapitulationssaal des Deutsch-Russischen
Museums. Der Historiker Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke wird über „Das Kriegsende 1945 in Europa.
Warum so spät?“ sprechen: Schon lange vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa wurde deutlich,
dass Deutschland diesen Krieg nicht gewinnen würde. Dennoch gaben die Wehrmachtsgeneräle nicht auf,
konnte die Bevölkerung zu aussichtslosem Widerstand mobilisiert werden, herrschte in der deutschen
Gesellschaft ein ungebrochener Durchhaltewillen. Was führte zu dieser Dynamik, die das Kriegsende
hinauszögerte und einen Zustand von Gewalt, Zerstörung und Chaos zur Folge hatte?
Zeit: 19.00 Uhr; Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin.
Eintritt frei. Tel.: 030. 501 508 54
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15. APRIL 2015 - KARLSHORST HILFT
Jeden Tag kommen Menschen aus Krisengebieten nach Berlin. Sie haben einen langen, oftmals schweren
Weg hinter sich, nicht selten sind sie traumatisiert. Was können wir tun, um auch in Karlshorst Flüchtlinge
willkommen zu heißen, sie hier zu unterstützen und zu begleiten? Das wollen wir gemeinsam überlegen.
Programm: Information zur allgemeinen Situation der Flüchtlinge in Berlin-Lichtenberg: Bärbel Olhagaray,
Integrationsbeauftragte des Bezirks Lichtenberg. Moderation: Wiebke Eltze, Licht-Blicke - Netzwerk für
Demokratie. Ablauf: Persönlicher Erfahrungsbericht der koptischen Flüchtlinge, Vorstellung der Arbeit des
ehrenamtlichen Unterstützerkreises, Raum für Fragen und Ideen - Aufbau eines ehrenamtlichen Netzwerkes
in Karlshorst - Austausch bei Imbiss und Getränken.
Eine Veranstaltung des iKARUS stadtteilzentrums und der Paul-Gerhardt-Kirchgemeinde Lichtenberg.
Zeit: 19.30 Uhr; Ort: Kirche zur frohen Botschaft. Weseler Str. 6
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16. APRIL 2015 - DIE BEATFANS VOM LICHTENBERGER TUNNEL - VORTRAG VON DETLEF
KRENZ
Der Tunnel im Bahnhof Lichtenberg war in den 1960er Jahren Treffpunkt von Jugendlichen und wurde zu
einem Politikum. Das Auftreten und Aussehen der „Gammler“ provozierte nicht nur die traditionellen Auffassungen der Bürger, auch die Sicherheitsorgane und politisch „Wachsame“ nahem Anstoß. Sie sahen in
dem Auftreten eine Staatsgefährdung, zumal die Jugendlichen laut „Westmusik“ hörten, ungewöhnlich
gekleidet waren oder durch ihre bloße Anwesenheit und ihr nichts Tun zum Widerspruch herausforderten.
Während im Zentrum von Westberlin empörte Bürger in gleicher Situation die Polizei vergeblich zum
Handeln gegen die „Gammler“ aufforderten, bewirkte die Provokation in Lichtenberg und anderen Teilen
der Hauptstadt der DDR das Einschreiten der Sicherheitsorgane. [...]
Zeit: 19 Uhr; Ort: Museum Lichtenberg, Türrschmidtstr. 24, 10317 Berlin; Eintritt: 3 Euro
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16. UND 17. APRIL 2015 - FACHTAGUNG „MEDIENKOMPETENZ VERBINDET - MOBILE
MEDIEN UND DIE KOOPERATION VON SCHULE UND JUGENDARBEIT
Die Entwicklung von Medienkompetenz ist eine wichtige Aufgabe sowohl von Schule als auch
außerschulischer Jugendarbeit. Vor dem Hintergrund neuer, stärker medienbezogener Lehrpläne, der zunehmenden Bedeutung von Medienkompetenz für die Arbeits- und Lebenswelt, aber auch für die Persönlichkeitsbildung sind neue Lernformen nötig. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Lehrerinnen und
Lehrer als auch an sozialpädagogische Fachkräfte in Brandenburg und Berlin, die Medienbildung in ihrer
pädagogischen Arbeit künftig stärker berücksichtigen wollen und dafür praxisnahes Wissen und Beispiele
der Kooperation von Schule und Jugendarbeit suchen.
Anmeldung unter Angabe der Nr. 203315 >>>
Lehrerinnen und Lehrer melden sich über das FortbildungsNetz des Landes Brandenburg an >>>
17. APRIL 2015 - FORUM: GEGEN DAS SCHWEIGEN - DREI JAHRE NACH DEM MORD AN
BURAK UND DIE KONSEQUENZEN AUS DEM NSU
Nur fünf Monate nach der Selbstenttarnung des NSU und seiner Täterschaft an neun rassistischen Morden
schießt im Berliner Stadtteil Neukölln ein weißer Mann wortlos in eine Gruppe von Jugendlichen mit
Migrationshintergrund. Alex und Jamal werden lebensgefährlich verletzt und Burak stirbt noch am Tatort an
seinen Verletzungen. Der nahe liegenden Annahme, dass es sich um ein rassistisches Motiv gehandelt haben
könnte, wird von der Polizei entgegnet, dass es dafür „keinerlei Anhaltspunkte“ gäbe. Es werde „in alle
Richtungen“ ermittelt. Ein Mantra, das sich bis heute wiederholt. Denn es gibt immer noch keine Spur zum
Mörder. […]
Gäste: NSU-Watch, Mehmet Daimagüler und Ogün Parlayan (Anwälte der Familie Bektas und NSUNebenklagevertreter), Mouctar Bah (Initiative in Gedenken an Oury Jalloh), Ayşe Güleç (Initiative 6. April,
Kassel), Canan Bayram (Abgeordnete der Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin), Ibrahim Arslan
(Überlebender des rassistischen Brandanschlags in Mölln 1992 und Aktivist, Hamburg).
Zeit: 18 Uhr; Ort: Jockel Biergarten (Ratiborstr. 14c, Berlin-Kreuzberg)
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20. BIS 23. APRIL 2015 - ZEIT FÜR GERECHTIGKEIT- #JUSTAINABILITY WEGE IN SOZIALÖKOLOGISCHE GESELLSCHAFTEN
Finanzcrash, Klimawandel, Umweltzerstörung – globale Krisen prägen unsere Zeit. Dazu kommen die
wachsende Kluft zwischen Arm und Reich sowie der Rückgang des Vertrauens in die Demokratie. Während
die alten Industrieländer ihre Globalisierungsgewinne verteidigen, rücken Schwellenländer mit enormem
Wachstum nach. Beide konkurrieren ohne Rücksicht auf die langfristigen Folgen um natürliche Ressourcen,
Märkte und Konsumenten. Andere Länder werden ganz abgehängt. Gesellschaften, die nur die Symptome
und Folgen dieser Entwicklungen reparieren, ansonsten aber weitermachen wie bisher, werden zu
»Weltuntergangsmodellen« (Ulrich Beck). Dringend erforderlich sind strukturelle Veränderungen und ein
Ende grenzenlosen Wachstums. Ein tiefgreifender Wandel zu mehr sozialer Gerechtigkeit und ökologischer
Nachhaltigkeit ist notwendig.
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22. APRIL 2015 - FACHGESPRÄCH: MÄDCHEN, JUNGEN – UND NOCH MEHR?
GESCHLECHTLICHE UND SEXUELLE VIELFALT IN DER GENDERPÄDAGOGIK
[…] Dieses Fachgespräch bietet Raum für Erkundungen und kollegialen Austausch zu folgenden Fragen: Wie lässt sich Genderpädagogik sinnvoll weiterdenken und durchlässiger gestalten? - Wie kann eine
geschlechterbewusste Pädagogik aussehen, die Geschlechtervielfalt aktiv in ihren Konzepten und Angeboten
berücksichtigt? - Wie können Mädchenarbeit, Jungenarbeit und Koedukation vielfältige Geschlechtsidentitäten und Genderinszenierungen jenseits zweigeschlechtlicher Modelle integrieren? - Was bedeutet
Geschlechtervielfalt für die inhaltliche Auseinandersetzung im Team und mit den Jugendlichen? - Welche
normativen Regelungen (Gesetze, Genderansätze, Leitlinien, Leitbilder) sind hilfreich für eine Weiterentwicklung von Konzepten, die allen Geschlechtern gerecht werden?
Weitere Informationen und Anmeldungen bitte direkt bei QUEERFORMAT, c/o KomBi, Kluckstraße 11 10785 Berlin; Fax: 030 - 26 55 66 34; info@queerformat.de
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23. APRIL 2015 - FACHVERANSTALTUNG „POLITISCHE BILDUNG MIT ELTERN – AUFTRAG
FÜR DIE FACHKRÄFTE?“
Die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin will den Austausch zwischen den Akteuren der
verschiedenen Bereiche der politischen Bildung mit Eltern ermöglichen. Angebote für Eltern in schulischen
Gremien oder migrantische Eltern, Beratungsangebote für Eltern mit Kindern, die von fundamentalistischen
oder extremistischen Radikalisierungen betroffen sind, Ansätze partizipativer Elternarbeit, aber auch der
Umgang von Fachkräften mit Eltern mit diskriminierenden Einstellungen sollen zusammen gebracht werden.
In den Workshops werden auch Fragen wie der Anspruch demokratischer Teilhabe, Ansätze im Stadtteil,
Elterninteressen in der Kinder- und Jugendpolitik und das Spannungsverhältnis von Eltern- und Kinderrechten diskutiert. Eröffnet wird die Tagung durch Bildungsstaatssekretär Mark Rackles. Interessierte
Projekte sind eingeladen, sich auf der Tagung zu präsentieren. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldungen bei: landeszentrale@senbjw.berlin.de oder per Fax: 030 9016-2538.
Zeit: von 9.30 bis 17.00 Uhr; Ort: in den Paul-Gerhardt-Stift zu Berlin; Müllerstraße 56-58; 13349 Berlin
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28. APRIL 2015 - FACHVERANSTALTUNG „HERAUSFORDERUNG HETEROGENITÄT.
POLITISCHE BILDUNG UND DIE PERSPEKTIVEN DER TEILHABE“
[...] In der Veranstaltung soll mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Feld der politischen Bildung, der
Politik und der Wissenschaft über die Weiterentwicklung der politischen Bildung in der ausdifferenzierten
Gesellschaft diskutiert. Die organisatorischen und politische Rahmenbedingungen für eine inklusive,
teilhabeorientierte Gesellschaft werden dabei mit in den Blick genommen und Verbindungslinien zur
aktuellen Diskussion um Heterogenität und Differenz in der Gesellschaft hergestellt. […]
Bitte melden Sie sich bis zum 13. April 2015 bei Ivonne Meißner, meissner@adb.de oder per Fax (030-400
401 22) zur Veranstaltung an.
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2. MAI 2015 - FAR, FAR AWAY? - PODIUMSDISKUSSION
Für einen rassismuskritischen Schulunterricht ist die vertiefte Auseinandersetzung mit der deutschen
Kolonialgeschichte und deren Erbe unerlässlich. Doch wissenschaftliche Untersuchungen verweisen auf
Blindstellen in der Behandlung dieser Themen in Schulbüchern. In der Veranstaltung werden Expert_innen
aus Praxis und Wissenschaft diskutieren, wie verantwortungsbewusste Formen der Auseinandersetzung mit
dem Thema Kolonialrassismus in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit aussehen können.
Mit: Saraya Gomis, Studienrätin, Ernst-Reuter-Oberschule, Black Diaspora School/ EOTO e. V., Sharon
Otoo, RAA Berlin & ISD, Tupoka Ogette, Expertin für Vielfalt und Antidiskriminierung, Dr. Elina Marmer,
AG ?Rassismuskritischer Leitfaden?, freie Autorin, Forscherin und Lehrende
Zeit: 16.30 - 18.30 Uhr; Ort: FXHB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Berlin
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6. MAI BIS 8. MAI 2015 - FACHTAGUNG „DAS NEUE DEUTSCHE WIR - LERNZIEL
GLEICHWERTIGKEIT. DAS COURAGE-NETZWERK: HERAUSFORDERUNGEN,
HANDLUNGSFELDER UND METHODEN“
Vor welchen neuen Herausforderungen steht das Courage-Netzwerk in den zentralen Handlungsfeldern
Antisemitismus, Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Islamismus und Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung? - Welche Hürden sind zu überwinden, um gesellschaftlichen Strömungen, die auf ein trennendes „Ihr“ und „Wir“ zielen, das Leitbild eines ‚neuen deutschen Wir’
entgegenzustellen, das nicht ausgrenzt, sondern einbezieht? - Wie können wir die Kommunikation,
Qualifikation und Vernetzungsstrukturen so weiterentwickeln und stärken, damit das Courage-Netzwerk
auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Implementierung eines pluralistischen Leitbildes leisten
kann? Die Tagung richtet sich in erster Linie an die MitarbeiterInnen der Landes- und Regionalkoordinationen, an unsere KooperationspartnerInnen und an PädagogInnen, die an Schulen CourageAktivitäten koordinieren.
Zeit: 6.5., 13:00 Uhr bis 8.5., 13:45 Uhr; Ort: Jugendkulturzentrum Pumpe, Lützowstr. 42, 10785 Berlin
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26. JUNI 2015 - FACHTAGUNG „UND WORAN GLAUBST DU?“ - AKTIV WERDEN BEI
RELIGIONSBEZOGENEN AUSGRENZUNGEN IN KITA UND SCHULE
Die derzeitige Berichterstattung in den Medien thematisiert vehement Religions-Fragen auf eine einseitige
Weise: Der Islam wird als Gefahr dargestellt, die das Abendland bedrohe, das „Muslimisch-Sein“ wird mit
negativen Zuschreibungen verbunden wie gewalttätig, patriarchalisch, homophob etc. Kinder, Jugendliche
sowie deren Familien, die zuvor als „arabisch“ oder „türkisch“ etikettiert wurden, werden nun als
„muslimisch“ wahrgenommen und zum Teil darauf reduziert, manchmal ungeachtet ihrer tatsächlichen
Religiosität. Kitas und Schulen bleiben von politischen Ereignissen und dem jeweiligen medialen Diskurs
nicht unberührt. Pädagogische Fachkräfte und Lehrer_innen stehen vor der Herausforderung, mit negativpauschalisierenden Zuschreibungen in ihrer Praxis umzugehen. Was tun, wenn ein Kind ausgeschlossen
wird, weil es vermeintlich „muslimisch“ ist? Oder wenn ein Kind zu einem anderen sagt: „Iii du isst,
Schweinefleisch, du kommst in die Hölle!“? [...]
Zeit: 10.30 – 18.00 Uhr; Ort: Heimathafen Neukölln im Saalbau Neukölln Karl-Marx-Straße 141, 12043
Berlin, Veranstalter: Fachstelle KINDERWELTEN für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung,
Institut für den Situationsansatz/ Internationale Akademie Berlin INA gGmbH
Anmeldung und Information bei: Leitung: Petra Wagner; Tel.: +49 30 6953999-0; Fax: +49 30 6953999-29
anmeldung@kinderwelten.net; ista-kinderwelten@ina-fu.org
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EURE STIMME ZUM G7-GIPFEL
Auf Initiative der Bundeskanzlerin rufen das Bundesjugendministerium und UNICEF Jugendliche dazu auf,
ihre Ideen zu den drängenden weltpolitischen Themen der G7 zu diskutieren. Engagierte Mädchen und
Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren können sich dazu ab sofort unter www.j7summit.org für die Teilnahme
am internationalen Jugendgipfel J7 vom 6. bis 14. Mai 2015 in Berlin bewerben. Der Jugendgipfel J7 wird
gemeinsam vom Bundesjugendministerium und UNICEF Deutschland organisiert. Quelle, weitere
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4. SCHWERPUNKTTHEMA – WILLKOMMENS-INITIATIVE IN LICHTENBERG
Im Augenblick gibt es im Bezirk Lichtenberg acht Sammelunterkünfte für geflüchtete Menschen. Personen
aus verschiedenen Initiativen, Schulen, Vereinen und soziale Einrichtungen und Engagierte aus den Bezirken
haben Ende 2014 die Willkommens-Initiative Lichtenberg gegründet.
Ziel ist es die große, ehrenamtliche Hilfsbereitschaft der Lichtenberger_innen sinnvoll und nachhaltig zu
koordinieren. Ideen und Projekte, die eine Einbindung in die Nachbarschaft ermöglichen, unterstützen wir
ausdrücklich. Außerdem verstehen wir uns als Ansprechpartnerin für Menschen aus den Kiezen, die sich
über Spenden und Hilfsangebote einbringen wollen. Dabei geht es uns darum, nicht nur für, sondern mit den
Geflüchteten gemeinsam zu arbeiten. Damit wendet sich die Initiative an alle Lichtenberger_innen, die sich
für ein respektvolles Miteinander einsetzen. Solidarität mit den Geflüchteten statt Ausgrenzung ist dabei
oberstes Gebot. Alle sollen in Lichtenberg und überall Willkommen geheißen werden. Die Gründe für eine
Flucht sind so vielfältig wie die Lebenswelten der Menschen und so komplex wie die Weltlage. Dass
Menschen zu allen Zeiten aus verschiedensten Gründen fliehen hat immer seine Berechtigung. Wir wenden
uns ausdrücklich gegen jeden Rassismus und Ausgrenzung. Wir solidarisieren uns mit den Forderungen der
Geflüchteten nach gleichen politischen und sozialen Rechten für alle. Dazu ist eine grundlegende Reform der
europäischen und deutschen Gesetzgebung notwendig. Wir fordern das Bleiberecht und die Wiederherstellung des Grundrechtes auf Asyl. Wir kritisieren staatliches Vorgehen, sei es im Bezug auf die
rassistische Gesetzeslage, aber auch mit Blick auf die Planung der Sammelunterbringung, die es den
Geflüchteten nicht erlaubt am Alltag in Lichtenberg und Berlin gleichberechtigt teilzuhaben. Kritik an der
Asylpolitik darf dabei aber nicht auf dem Rücken der Geflüchteten ausgetragen werden. Deshalb wenden wir
uns entschieden gegen rassistische Mobilisierungen in Lichtenberg und überall.
Wir setzen uns dafür ein, dass den schutzsuchenden Personen ein menschenwürdiges Leben ohne Angst und
mit abgesicherten Rechten ermöglicht wird. Dazu gehört unserem Verständnis nach neben asylpolitischen
Veränderungen auch eine Situation in der Nachbarschaft, die eine offene und respektvolle Atmosphäre
schafft und aufrechterhält. Dabei ist es an uns aktiv zu werden! Beteiligt euch an der Willkommens-Initiative
und an solidarischen Projekten für Geflüchtete und gegen Ausgrenzung! Lasst uns gemeinsam unsere Ideen
in Lichtenberg umsetzen!
In Lichtenberg gibt es verschiedene Initiativen, Einzelpersonen und soziale Einrichtungen, die für
geflüchtete Menschen aktiv sind. Einen Überblick darüber wo Du aktiv werden kannst findest Du hier:
willkommenlichtenberg@yahoogroups.com
BEISPIELE AUS DER PRAXIS – ARTIKEL AUF DER HOMEPAGE: NETZWERK
NACHBARSCHAFT Den Artikel online lesen >>>
Nachbarschaftshilfe für Flüchtlinge
Die Aufnahme von Asylsuchenden stellt Nachbarschaften auf die Probe. Wie können wir Menschen in Not
helfen, direkt vor Ort in der unmittelbaren Nachbarschaft? Die „Willkommensinitiativen“ überall in Deutschland weisen den Weg – gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit und für mehr Solidarität im Wohnumfeld! […]
Nachbarn setzen Zeichen für Solidarität
Doch das Beispiel Tröglitz zeigt auch, dass Hass und Fremdenfeindlichkeit auf der einen Seite, nachbarschaftliche Solidarität auf der anderen Seite hervorruft. So wie in Eilendorf, einem Stadtteil Aachens. Auch
hier gab es Proteste von Nachbarn gegen die Unterbringung von Flüchtlingen, die vom „Eilendorfer Bündnis“, einer Willkommensinitiative solidarischer Anwohner, engagiert gekontert wurde. Die Nachbarn gehen
offen auf die Asylbewerber zu, bieten Sprachunterricht an und leisten Alltagshilfe. In Berlin zeigt sich dasselbe Bild. Elène Misbach von der dortigen „Amadeu Antonio Stiftung“ bestätigt: „Fast überall, wo neue
Flüchtlingsunterkünfte entstehen, bilden sich auch Willkommensinitiativen. Je schneller Asylsuchende und
Nachbarn miteinander in Kontakt kommen, desto erfolgreicher ist das Bemühen um ein gutes Miteinander
im Wohnumfeld.“
Nachbarn helfen Nachbarn
Flüchtlingshilfe entsteht jedoch nicht nur da, wo es Probleme gibt. Als Nachbar Hilger Müller den „Fluchtpunkt - Kürten“ ins Leben rief, war ihm die Situation der Asylbewerber gar nicht bewusst: „Erst als ich sah,
in welcher Lage sie sind, war mir klar: da muss man was tun!“ Heute koordiniert der Fluchtpunkt die Hilfe
von 80 Freiwilligen, die etwa 150 Flüchtlinge betreuen. 13 ehemalige Lehrer geben Deutschkurse, andere
Helfer organisieren Begegnungsnachmittage oder auch die Instandsetzung alter Fahrräder. Auch „MIR FÜR
ÜCH“, ein Nachbarschaftshilfsdienst aus Kürten, hilft mit. Große Konflikte gab es laut Hilger Müller aber
nie – weder mit den Flüchtlingen, noch unter den Nachbarn. Sein Fazit: „Ich bin wirklich stolz auf die
Bevölkerung hier in Kürten. Von Stimmungen und Feindseligkeiten wie in Tröglitz ist hier nichts zu sehen.
Hut ab vor unserer tollen Nachbarschaft!“
Wer selbst gern helfen will, findet hier mehr Informationen zum Thema Flüchtlingshilfe >>>
Den Artikel online lesen >>>
5. RECHTSEXTREMISMUS
PRESSEKONFERENZ – REGISTERAUSWERTUNG 2014
Am 11. März wurden auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Berliner Register und der Opferberatungsstelle ReachOut die Auswertungszahlen des Jahres 2014 vorgestellt. In den 10 Bezirken, in denen
es Registerstellen gibt wurden mehr als 1.100 Vorfälle gezählt, davon 179 Angriffe.
In Lichtenberg gab es im letzten Jahr 105 registrierte Vorfälle. Das sind 10 Vorfälle weniger als im letzten
Jahr. Dazu zählen unter anderem 11 Angriffe und 2 Bedrohungen, 13 Veranstaltungen, 65 Propagandafälle
und 3 Sachbeschädigungen. Hauptmotiv war mit deutlichem Abstand Rassismus. Hohenschönhausen Nord
liegt nun vor Lichtenberg Mitte, was die Anzahl der regionalen Aktivitäten angeht (wenn man die BVVZählungen von Lichtenberg-Mitte abzieht, weil sie kein regionales Spezifikum sind). Ein Grund für den
Rückgang liegt in der Schließung des Neonazi-Treffpunkts in der Lückstraße, was zu einer deutlichen
Beruhigung des Gebietes um den Treffpunkt führte. Entwarnung kann jedoch grundsätzlich nicht gegeben
werden. Die Anti-Flüchtlingsproteste, die in anderen Bezirken schon im Oktober 2014 begannen, starteten in
Lichtenberg erst mit einer Demonstration am 16.Dezember 2014. Schon jetzt ist festzustellen, dass diese
Mobilisierung von NPD und anderen Flüchtlings-Gegner_innen im Frühjahr 2015 für einen deutlichen
Anstieg an Veranstaltungen, Propaganda und Bedrohungen sorgen wird.
Einen Überblick über die Lichtenberger Zahlen liefert das Handout >>>
Alle Vorfälle des letzten Jahres in Lichtenberg sind hier zu finden >>>
REGISTER
In dieser Rubrik werden die aktuellen Fälle von Übergriffen, Propaganda, Versammlungen und anderen
Erscheinungsformungen von Neonazis in Lichtenberg dokumentiert:
Register März 2015
1. März 2015
Die rechtspopulistische Kleinstpartei "Pro Deutschland" steckt Anti-Asyl-Flugblätter in Lichtenberg in
Briefkästen.
Quelle: Antifa Hohenschönhausen
4. März 2015
Im Umfeld des U-Bhf. Tierpark werden Flugblätter des Berliner PEGIDA-Ablegers BärGIDA in die
Briefkästen geworfen.
Quelle: Anwohner_in
4. März 2015
Am Startpunkt der Anti-Flüchtlingsdemonstration in Hohenschönhausen finden sich lediglich 15 Personen
ein. Der Veranstalter entscheidet sich daraufhin, statt einer Demonstration eine 5-Minütige Kundgebung
abzuhalten.
Quelle: Antifa Hohenschönhausen
14. März 2015
Die Lichtenberger NPD steckt gegen Flüchtlinge gerichtete Flugblätter in Lichtenberger Briefkästen.
Quelle: Antifa Hohenschönhausen
19. März 2015
Bei der monatlichen BVV ist die NPD-Verordnete Manuela Tönhardt mit mehreren begleitenden Neonazis
anwesend. Sie verlassen die Sitzung bevor ihr lokalpolitischer Antrag verhandelt und abgelehnt wird.
Quelle: Lichtenberger Register
20. März 2015
Im Umfeld der Turnhallen in Hohenschönhausen, die als Notunterkünfte für Flüchtlinge genutzt werden,
steckt die Lichtenberger NPD rassistische Flugblätter in die Briefkästen.
Quelle: Anwohner_in
20. März 2015
Auch die rechtspopulistische Partei “Pro Deutschland” steckt vor der angekündigten NPD-Kundgebung in
Hohenschönhausen Flugblätter im Umfeld der Flüchtlings-Notunterkunft in die Briefkästen.
Quelle: Antifa Hohenschönhausen
21. März 2015
Etwa 15 Menschen nehmen an der Kundgebung der NPD in der Grevesmühlener Straße teil. Es reden die
NPD-Funktionäre Sebastian Schmidtke, Dietmar Tönhardt und Jens Irgang. Die Kundgebung ist Teil einer
Tour durch Neukölln, Treptow-Köpenick und Lichtenberg.
Quelle: Antifa Hohenschönhausen
22. März 2015
Die rechtspopulistische Partei “Pro Deutschland” steckt im Laufe des Wochenendes im Umfeld des
Flüchtlingsheims in der Herzbergstraße Flugblätter gegen Flüchtlinge in die Briefkästen.
Quelle: Antifa Hohenschönhausen
22. März 2015
Im Umfeld des Flüchtlingsheims in der Rhinstraße steckt die rechtspopulistische Partei “Pro Deutschland”
im Laufe des Wochenendes Flugblätter gegen Flüchtlinge in die Briefkästen.
Quelle: Antifa Hohenschönhausen
25. März 2015
Während des Spiels der Fußballmannschaften SV Lichtenberg 47 und SV Tasmania 73 wird aus dem
Lichtenberger Fanblock das sogenannte Hans-Rosenthal-Lied gesungen, in dem der Tod des ehemaligen
Tennis-Borussia-Präsidenten und Holocaust-Überlebenden gefeiert wird mit den Worten: „Der alte Jude lebt
nicht mehr, Hans Rosenthal ist tot“.
Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
31. März 2015
Die Facebookseite „Kein Asylanten- Containerdorf in Falkenberg“, die dem NPD-nahen Netzwerk „Berlin
wehrt sich“ zuzuordnen ist, wird im März mehrfach dazu genutzt, um in Beiträgen gegen Migrant_innen und
ihre Unterkünfte zu hetzen, aber auch um gegen Vertreter_innen der Bezirkspolitik zu agitieren. Es wird
darüber hinaus für Veranstaltungen der NPD geworben.
Quelle: Lichtenberger Register
31. März 2015
Die Lichtenberger NPD veröffentlicht im März auf ihrer Facebook-Seite mehrere Beiträge, die sich gegen
Migrant_innen, Muslime und politische Gegner_innen richten. Demonstrationen für Weltoffenheit werden in
einem Beitrag als „volksfeindliche Politik” bezeichnet. In weiteren Beiträgen wird durchgängig von
“Asylbetrug” und “Asylwahnsinn” gesprochen.
Quelle: Lichtenberger Register
31. März 2015
Die Facebookseite der rechtspopulistischen Partei “Pro Deutschland” wird wiederholt dazu genutzt, gegen
Flüchtlinge und ihre Unterkünfte zu hetzen und politisch Andersdenkende bloßzustellen. So wird u.A. ein
Video geteilt, in dem mehrere Personen über Flüchtlinge diskutieren. Zwei der gefilmten Personen werden in
dem dazugehörigen Beitrag verleumdet und in der Kommentarspalte bedroht.
Quelle: Lichtenberger Register
5. MATERIALIEN & LINKS
SEXTING
Das Team für Gewaltprävention und Krisenintervention (G/K) der Berliner Schulpsychologie informierte in
einem Newsletter (im Januar 2014) zu dem aktuellen Thema: Sexting – Ein neuer Trend oder für unsere
Schüler_innen bereits Alltag? […] Sexting gibt es auch in Berlin. Bisher sind der Senatsverwaltung nur
Einzelfälle bekannt, es ist jedoch von einer erhöhten Dunkelziffer auszugehen. Eine aktuelle Studie aus der
Schweiz macht darauf aufmerksam, dass 28% der durch eine Befragung erfassten Mädchen und 10 % der
Jungen angaben, bereits v.a. sexuelle Belästigungen via Internet erfahren zu haben.
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SEXUALERZIEHUNG DROHT AUS DEN AUS DEM RAHMENLEHRPLAN IN BERLIN ZU
VERSCHWINDEN!
In Berlin wird alle 10 Jahre der Rahmenlehrpläne neu geschrieben. Der Entwurf des Rahmenlehrplans, der
zum Schuljahr 2016/17 in Kraft treten soll, befindet sich noch in der Anhörungsphase. Die Bildungsinitiative
Queerformat hat Anmerkungen zu der Anhörungsfassung ausgearbeitet und sich in einem Brief an
Schulsenatorin Sandra Scheeres gewandt, zudem der ausführlichen Stellungnahme und Analyse der GEW
angeschlossen, die aufzeigt, dass die derzeitige Version hinter die Vorgaben von 2001 zurückfällt. Unsere
zentralen Forderungen an die Schulverwaltungen sind: - Sexualerziehung fächerübergreifend und umfassend
gestalten - Diversity umfassend im Sinne des AGG definieren, menschenrechtlich fundieren und einheitlich
handhaben - Geschlecht, Geschlechtsausdruck und Geschlechtspräsentationen vielfältig thematisieren.
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BROSCHÜRE - „‘DU BIST MIR NICHT EGAL!‘ - PRAXISHILFEN FÜR DIE
SOZIALPÄDAGOGISCHE ARBEIT MIT RECHTSEXTREM ORIENTIERTEN JUGENDLICHEN“
Die Handreichung haben Expertinnen und Experten der Sozialen Arbeit mit rechtsextrem orientierten
Jugendlichen für pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe erarbeitet. […] Praxisanregungen für
die pädagogischen Handlungsfelder: Mobile Jugendarbeit, Einzelfallhilfe, Offene Jugendarbeit und
Schulsozialarbeit. Abschließend finden Sie in einem Serviceteil Beratungsangebote für Pädagoginnen und
Pädagogen.
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NEUE HOMEPAGE - DAS JAHR 1945
Zum 70. Jahrestag der Befreiung hat die VVN-BdA eine neue Homepage als "historisches Projekt" angelegt.
Für den Zeitraum von Oktober 1944 bis Mai 1945 werden etwa 150 lokale Ereignisse in kurzen Texten
dargestellt: die Befreiung von Städten und Lagern, Kriegsendverbrechen, die Hoffnungen der Befreiten und
die juristische Aufarbeitung. […]
Korrekturen und Ergänzungen bitte an: bundesbuero@vvn-bda.de
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ROOM 28 - AKTIONSPAKET ZUM KENNENLERNEN
[…] Sie erhalten die zwei Grundelemente, auf denen die in Entwicklung begriffene Room 28
Unterrichtseinheit beruht: die Neuerscheinung ‘Mein Theresienstädter Tagebuch 1943-1944“ von Helga
Pollak-Kinsky sowie das 2004 erschienene Buch ‚Die Mädchen von Zimmer 28‘. Mit dem Kauf des
Aktionspaketes unterstützen Sie die Arbeit an dem Room 28 Bildungsprojekt!
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MÄNNLICHKEIT UND NATIONALISMUS. DEUTUNGEN DER SELBSTDARSTELLUNG
RECHTSORIENTIERTER JUNGER ERWACHSENER
Männlichkeit und Nationalität stellen zwei Merkmale dar, anhand welcher eine hierarchische Differenz
geschaffen werden kann. So lassen sich durch die Betonung der Zugehörigkeit zu einer Grossgruppe niedere
Statuspositionen ausgleichen, indem die eigene Grossgruppe aufgewertet und Fremdgruppen abgewertet
werden. Anderseits erlaubt die Betonung von Männlichkeit, gesellschaftliches Prestige zu erwerben. Die
Autorin geht von der These aus, dass die jeweiligen strukturellen Bedingungen einer Lebenslage durch
spezifische Inszenierungen ausgedrückt werden. […]
Dissertation von Margot Vogel Campanello
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BROSCHÜRE - MONITOR #68
Neben einem Beitrag zur Diskussion um PEGIDA, etc. von Ulli Jentsch mit dem Titel "Rassistischer
Wandertag" (den Artikel findet ihr auch auf unserem Blog, vgl. Link) gibt es darin mit "Vom Skingirl zur
Anti-Gender-Aktivistin" außerdem einen Beitrag von Nora Walden über eine apabiz-Recherche zur
Eigenorganisation von Frauen in der rechten Szene.
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BROSCHÜRE - EXTREME RECHTE UND ANTIZIGANISTISCHE STIMMUNGSMACHE
ANALYSE UND GEFAHRENEINSCHÄTZUNG AM BEISPIEL DUISBURG.
Diese Broschüre untersucht exemplarisch am Beispiel der Stadt Duisburg, wie die extreme Rechte das
Thema Antiziganismus aufgriff. Sie agierte dabei nicht isoliert im luftleeren Raum. Vielmehr besteht ein
Zusammenhang zwischen Alltagsrassismus, etablierten Medien, Kommunalpolitik, und den Erfolgschancen
der extremen Rechten. Dieses komplizierte Wechselspiel ist Gegenstand dieser Broschüre.
AK Antiziganismus im DISS (Hg.)
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HANDREICHUNG - SPURENSUCHE ZUR VERFOLGUNGSGESCHICHTE DER SINTI UND
ROMA IN DUISBURG
Anhand des exemplarischen Beispiels der Stadt Duisburg wird aufgezeigt, welche Spuren des Völkermords
an Sinti und Roma auch heute noch auffindbar sind und Anregungen dazu gegeben, wie man das Geschehen
im Rahmen der politischen Bildung mit Jugendlichen thematisieren kann.
Von Martin Dietzsch, Bente Giesselmann und Iris Tonks
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ZURÜCK AM TATORT STADION: DISKRIMINIERUNG UND ANTIDISKRIMINIERUNG IN
FUßBALL-FANKULTUREN
Die unschönen Seiten des Fußballs: Fans, Journalisten und Wissenschaftler über die Stadien als Tatorte.
Nicht erst seit den Übergriffen und Parolen der „Hooligans gegen Salafisten“ ist klar: Quer durch die Ligen
gehören Gewalt und Diskriminierung noch immer zum Alltag in Fußball-Fankulturen. Die Autor_innen
dieses Sammelbandes beschäftigen sich in deutscher und europäischer Perspektive mit grundlegenden
Problemen wie Rassismus, Sexismus, Antiziganismus oder Homophobie. Sie analysieren verdeckte und
offene Ausdrucksformen, zeigen Gegeninitiativen und Handlungsalternativen und ermuntern zur kritischen
Eigenreflexion – ohne den Blick für den Facettenreichtum des Fußballs und seine fröhlich-derben Fanszenen
zu verlieren.
(Hrsg.): Gerd Dembowski, Jonas Gabler, Martin Endemann, Robert Claus; ISBN: 978-3-7307-0131-7
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BROSCHÜRE: RECHTSEXTREMISMUS UND RASSISMUS ALS THEMEN IN DER
INTERNATIONALEN JUGENDARBEIT
Rechtsextremismus und Rassismus sind auf unterschiedlichen Ebenen immer wieder Thema der
Internationalen Jugendarbeit. Die neueste Broschüre der IJAB-Publikationsreihe „Innovationsforum Jugend
global“ liefert Informationen und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, um Begriffe und Situationen – auch im
internationalen Kontext – einordnen zu können, die eigene Haltung und die des Trägers zu reflektieren,
präventiv mit einer (internationalen) Jugendgruppe zu arbeiten sowie in kritischen Situationen angemessen
zu reagieren.
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RECHERCHE- UND INFORMATIONSSTELLE ANTISEMITISMUS (RIAS)
Knapp 200 antisemitische Straftaten zählte die Berliner Polizei im Jahr 2014. Doch dabei handelt es sich
lediglich um strafrechtlich relevante Vorfälle. Die vielen alltäglichen Pöbeleien, Drohungen und
Beleidigungen, die nicht in den strafbaren Bereich fallen, werden bislang in Berlin kaum dokumentiert. Der
Berliner Senat hat deshalb den Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK) beauftragt die
Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) zu gründen. Sie wird zukünftig antisemitische
Entwicklungen in Berlin beobachten und dokumentieren.
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REDAKTION LICHT-BLITZE
pad gGmbH / Licht-Blicke Netzwerk für Demokratie, Ahrenshooper Str. 7, 13051 Berlin, Tel. 030-99270555
Email: mail@licht-blicke.org , Internet: www.licht-blicke.org
Quellen: Newsletter Landeszentrale für politische Bildung, Newsletter LAG, Newsletter SPI Ostkreuz, Newsletter
Amadeu Antonio Stiftung, Newsletter Anne Frank Zentrum, Newsletter Netzwerkstelle moskito, Berliner Register,
Antifaschistisches Presse-& Informationszentrum Berlin (APABIZ), Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus
(MBR), ReachOut
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