Wort und Werk - Landesverband der Baptistengemeinden in Berlin

Wort und Werk
Zeitschrift des Landesverbandes Berlin-Brandenburg
im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland
April 2015
Nr. 48
Berichtsheft zur Ratstagung
Samstag, 18. April 2015, EFG Fürstenwalde
Geschwister-Scholl-Str. 4
15517 Fürstenwalde/ Spree
Inhalt
Inhalt
Programm
Grußwort der Landesverbandsleitung
Protokoll der Ratstagung 2014
Haushalt 2014/15
Haushalt 2013/14
Erklärung zum Haushalt 2013/14
Anstelle eines Berichts der LVLeitung
Grußwort der Bundesleitung
Bericht Regionalbeauftrater Ost
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Berichte der Gemeinden
Berlin-Friedrichshagen
Berlin-Friedrichshain
Berlin-Haselhorst
Berlin-Köpenick
Berlin-Lichtenberg
Berlin-Lichterfelde Ost
Berlin-Marzahn
Berlin-Moabit
Berlin-Neukölln
Berlin-Niederschönhausen
Berlin-Oberschöneweide
Berlin-Prenzlauer Berg
Berlin-Reinickendorf
Berlin-Schöneberg, Hauptstraße
Berlin-Spandau, Jagowstraße
Berlin-Staaken
Berlin Steglitz
Berlin-Tegel
Berlin-Tempelhof
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Berlin-Wannsee
Berlin-Wedding, Müllerstraße
Berlin-Weißensee
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Buckow-Müncheberg
Cottbus
Eberswalde
Elstal
Falkensee
Forst
Fürstenwalde
Großräschen
Lausitz/ Missionsgebiet
Luckenwalde
Oranienburg
Potsdam
Spremberg-Weißwasser
Templin
Zeesen
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Berichte aus Werken der Gemeinden, des Landesverbandes und des Bundes
AG Osteuropa
Dienste in Israel
Gemeindejugendwerk
Oncken-Verlag
Sterbekasse
Verband Berlin
Impressum
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Programm
09:00 Uhr
10:00 Uhr
10:15 Uhr
12:30 Uhr
Anmeldung
Begrüßung und Andacht
1. Plenarsitzung
Mittagspause
In der Mittagspause findet die Konstituierung der Landesverbandsleitung und die Mitgliederversammlung
des Verbandes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Berlin K.d.ö.R. statt.
14:00 Uhr
16:00 Uhr
2. Plenarsitzung
Ende der Ratstagung
TOP 1
Eröffnung, Regularien und Konstituierung
TOP 2
Aussprache zum „Bericht“ der Leitung des Landesverbandes im Berichtsheft 2015
TOP 3
Wahlen zur Landesverbandsleitung
Auszählung
TOP 4
Bericht Gemeindejugendwerk Berlin-Brandenburg
TOP 5
Aussprache Berichtsjahr 2014
TOP 6
Information und Grüße aus dem BEFG
TOP 7
Input zum Thema des Ratstages: Perspektiven des Landesverbandes Berlin-Brandenburg
12.30 Uhr
14.00 Uhr
TOP 3A
TOP 7
TOP 7
TOP 8
TOP 9
Mittagspause
Bestätigung der Landesverbandsleitung
Open Space zum Thema des Landesverbandsrates: Perspektiven des Landesverbandes
Berlin Brandenburg
Finanzen
Delegierte Bundesrat, Vorschläge für Bundesfunktionen
Begrüßungen und Verabschiedungen
Grußwort der Landesverbandsleitung
Sehr herzlich grüßen wir als Landesverbandsleitung alle Teilnehmer des Ratstages 2015. Wir freuen uns,
dass wir diesmal in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Fürstenwalde zusammenkommen können
und wünschen den Beteiligten ein gesegnetes Miteinander bei den Beratungen und der Wahl zur neuen
Landesverbandsleitung.
Als Landesverbandsleiter möchte ich mich bei allen bedanken, die ihre Zeit und Kraft für die
vielen unterschiedlichen Aufgaben in der Landesverbandsleitung und den anderen Bereichen der
Landesverbandsarbeit gegeben haben. Dies gilt besonders denen, die mit dem diesjährigen Ratstag aus
der Landesverbandsleitung ausscheiden – Lutz Bratfisch und Tanja von Kornatzky. Auch ich stehe für das
Amt des Landesverbandsleiters nicht mehr zur Verfügung und möchte mich damit nach 13 Jahren aus der
Landesverbandsleitung verabschieden. Vielen Dank für alles entgegengebrachte Vertrauen.
Die Jahreslosung aus dem Römerbrief gibt uns für das Miteinander unser Gemeinden in der Region
Berlin-Brandenburg eine wunderbare Ermutigung und Zusage mit auf den Weg: „Nehmt einander an, wie
Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ (Römer 15, 7)
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Die Zusage besteht in der Formulierung, dass wir durch Christus wertvolle Menschen für Gott sind, was
uns dazu ermutigt den Mitmenschen zu achten, - gerade den, der anders denkt und lebt als man selber.
In diesem Sinne hoffe ich, dass wir als Berlin-Brandenburger Christen baptistischer Denomination in
dreifacher Weise unterwegs sind: (1) In den Ortgemeinden als Glaubensgeschwister, (2) als Gemeinden
des Landesverbandes untereinander, und (3) als Christen und Gemeinden für die Menschen unserer
Umgebungen in Ökumene und Gesellschaft.
Im Namen der Landesverbandsleitung grüßt Euch
Thomas Reichert
Protokoll der Ratstagung 2014
Protokoll der Ratstagung des Landesverbandes Berlin-Brandenburg
am 12. April 2014 – 10 Uhr in der EFG Zeesen
Verhandlungsleiter: Thomas Reichert, Volker Strehlow
Protokoll: Rudolf Raming
Thomas Reichert (EFG Blankenfelde und Leiter des Landesverbandes) begrüßt die Abgeordneten und
Gäste der Ratstagung und stellt die beiden Verhandlungsleiter, sich selbst und Volker Strehlow (EFG
Berlin-Marzahn und stellv. Leiter des Landesverbandes), sowie den Protokollführer, Rudi Raming (EFG
Berlin-Tempelhof) vor. Er dankt den Mitarbeitern und der gastgebenden Gemeinde, der EFG Zeesen, für
ihr Engagement bei der Vorbereitung der Ratstagung.
Anmerkung:
Das Protokoll entspricht nicht in allen Punkten dem chronologischen Verlauf der Ratstagung, um
Zusammenhänge zu erhalten.
Andacht
Nach einem kurzen Bericht aus seiner Arbeit in Brandenburg als Regionalreferent Ost und einem Gruß vom
Landesverbandsrat Thüringen leitet Michael Schubach (EFG Freiberg) die Ratstagung des Landesverbandes
mit einer Andacht zu Lukas 2, 25 ff. ein, die Thomas Reichert mit einem Text aus dem Passionskalender
„Leben mit Passion“ vom 11. April und Volker Strehlow mit einem Gebet abschließt.
1. Plenarsitzung
TOP 1 Regularien und Konstituierung
Volker Strehlow stellt die ordnungsgemäße und fristgerechte Einberufung des Landesverbands-rates und
damit die Beschlussfähigkeit fest. Der Landesverbandsrat konstituiert sich mit 105 Delegierten. Michael
Lefherz (Mitglied des Bundespräsidiums) wird per Akklamation mit einer Enthaltung ein Mandat für
die Ratstagung erteilt. Die verteilte Tagesordnung (Anlage 1) wird einstimmig angenommen und Rudolf
Raming als Protokollant bestätigt. Das Protokoll der Ratstagung vom 20. April 2013 wird mit Dank an
den Protokollanten des Vorjahres, Manfred Frank, mit folgenden Schreibfehlerberichtigungen einstimmig
verabschiedet: Unter TOP 6 muss es statt „Ralf Dziwas“ richtigerweise „Ralf Dziewas“ heißen und unter
TOP 9 statt „Theresa Strocher“ richtigerweise „Theresa Henckell (geb. Stroscher)“ sowie statt „Johann
Vollbrecht“ richtigerweise „Johann Vollbracht“.
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TOP 2 Bericht der Leitung des Landesverbandes und Aussprache
Thomas Reichert berichtet über die Veränderungen in der Besetzung in der Landesverbands-leitung
nach der Wahl in 2013. Zunächst haben die Landesverbandsleitung die Themen „Weiterfinanzierung
der FSJ-Stelle“ und „die Bezahlung u.a. der Aufgaben im Zusammenhang mit den ökumenischen und
interreligiösen Gremien“ beschäftigt. Im Zusammenhang des Interreligiösen Dialogs, zu dem der Berliner
Senat vor einigen Jahren eingeladen hat, ist im März das „Berliner Forum der Religionen“ gegründet
worden, zu dem auch unser Landesverband gehört.
Während der Hochwasserkatastrophe, die auch Teile des Landesverbandes betraf, konnte an einer
Vernetzung von Helfern und Gemeinden mitgewirkt werden. In der zweiten Jahreshälfte ging es um
Überlegungen zur weiteren Anstellung von Bill Yoder und wie mit „Wort und Werk“ weiter verfahren
werden kann. Der Landesverband wird Bill Yoder weiter unterstützen und dankt allen Spendern und
Gemeinden, die sein Gehalt aufbringen. „Wort und Werk“ hingegen wird in der bisherigen Form nicht
weitergeführt. Dafür soll es eine neue Rubrik auf der Homepage des Landesverbandes geben. Auf einer
Klausur der Landesverbandsleiter und des Bundespräsidiums galt es einen „Weg zwischen Tradition und
neuen Notwendigkeiten“ im Verhältnis zwischen Bund und den Landesverbänden zu finden, ein noch
nicht abgeschlossener Prozess. Thomas Reichert dankt in seinem Bericht dem GJW, namentlich Frank
Tenter, für die regelmäßige Verteilung der Newsletter, sowie für die Martin-Luther-King-Aktion, die
wesentlich zum positiven Erscheinungsbild des Landesverbandes und des Baptismus in der Öffentlichkeit
beigetragen hat.
TOP 3 Finanzen
Kassenbericht 2013
Tanja von Kornatzky (EFG Neukölln und Landesverbandsleitung) erläutert den verteilten Kassenbericht
(Anlage 3) und dankt allen Gemeinden für die finanzielle Unterstützung. Einnahmen und Ausgaben waren
in 2013 ausgeglichen. Zwei Gemeinden haben ihren Beitrag erst im Januar 2014 für 2013 gezahlt. Auf
Nachfrage zum Kassenbericht erklärt Volker Strehlow, dass es offenbar im vorliegenden Kassenbericht ein
Darstellungsproblem bei den Einnahmen und in der Bestandsübersicht gibt, das in der Mittagspause geklärt
werden soll. Ein Antrag auf Vertagung dieses Punktes auf eine spätere Ratstagung wurde mehrheitlich bei
10 JA-Stimmen und 3 Enthaltungen abgelehnt. Während der Mittagspause konnten die Fehler in dem
Kassenbericht ohne die notwendigen Unterlagen nicht geklärt werden. Die Kassenprüfer erklären die
Richtigkeit der Bilanz, der Kassenbericht wird erneut geprüft werden und den Gemeinden zur Kenntnis
gegeben. Volker Strehlow dankt Tanja von Kornatzky für die Kassenführung. Kassenprüfungsbericht Die
Kasse wurde von Bernd Hartmann und Hans-Jürgen Tebs (EFG Berlin-Friedrichshagen) geprüft. HansJürgen Tebs bestätigt, dass sie sachlich richtig und rechnerisch korrekt und ordnungsgemäß geführt
wurde. Er beantragt der Kassiererin Dank und Entlastung auszusprechen. Diesem Antrag wurde mit 5
Gegenstimmen und 15 Enthaltungen entsprochen. Mit einem Dank an die Kassenprüfer wird dieser
Tagesordnungspunkt beendet.
Haushalt 2014
Tanja von Kornatzky erläutert den vorgelegten Haushalts-Voranschlag. Durch Fortfall der bisherigen
Arbeit von „Wort und Werk“, in der auch die Öffentlichkeitsarbeit von Bill Yoder enthalten war, ist die Pos.
4.4 des Haushaltes umzubenennen in „Kontaktarbeit Osteuropa“. Die Weiterfinanzierung der FSJ-Arbeit
ist in der Pos. 11.2 enthalten. Der Haushalts-Voranschlag wurde mit 5 Enthaltungen ohne Gegenstimme
angenommen.
Antrag
Im Nachtrag zum verabschiedeten Haushalt 2014 beantragt Thilo Maußer (EFG Brandenburg – an der
Havel – Jahnstraße) einem Wunsch der Studienleitung in Elstal folgend, für 2014 für die Fortbildung der
Pastoren und Pastorinnen für Fortbildungsseminare 500,-- EUR zur Verfügung zu stellen. Michael Lefherz
unterstützt diesen Antrag und bittet darum, dies jedoch über 2014 hinaus im Haushalt zu berücksichtigen.
Der erweiterte Antrag wird mit 5 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen angenommen.
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Kassenführung
Tanja von Kornatzky kündigt für 2015 die Beendigung ihrer Kassenführung an. Es wird ein Nachfolger bzw.
eine Nachfolgerin gesucht, möglichst aus einer größeren Gemeinde.
Berufung der Kassenprüfer für 2014
Die Delegierten der Ratstagung beauftragen mit einer Stimmenthaltung Bernd Hartmann und HansJürgen Tebs mit der Kassenprüfung 2014. Beiden wird für ihre Bereitschaft dazu gedankt.
TOP 4 Informationen und Aussprache zum Berichtsjahr 2013
Thomas Reichert weist auf die Ausstellungsstände der einzelnen Werke in den Nebenräumen der
Gemeinde hin.
Gemeindejugendwerk Berlin-Brandenburg
Daniel Schmöcker und Martin Schaefer (beide GJW BB) verweisen anfangs auf den Bericht des GJW
im Berichtsheft (Anlage 2) zur Ratstagung und danken dem Landesverband für dessen Unterstützung
und konstruktive Zusammenarbeit. Sie stellen die Aufteilung der Arbeit innerhalb des GJW vor: Martin
Schaefer und Karolin Materne leiten zusammen die Geschäftsstelle des GJW. Karolin verantwortet
schwerpunktmäßig den Bereich Jungschar, Jugend und UPdate und Anna Eberbach den Bereich FSJ
(Freiwilliges Soziales Jahr) und den Kontakt zu den Einsatzstellen sowie Bildungsarbeit wie u.a. den
M-Kurs und die Unterstützung der Gemeinden vor Ort in Mitarbeiterbegleitung und Schulung. Es wird
noch einmal auf die Aktion „Sichere Gemeinde“ in Verbindung mit dem Kinder- und Jugendschutzgesetz
hingewiesen. Der Kinder- und Jungschartag in diesem Jahr wird am 27. September in Berlin-Tempelhof
stattfinden.
Mit einer Powerpoint-Präsentation weist das GJW auf einige Veranstaltungen hin:
- BUJU 2014 „UNBERECHENBAR“ 1.-4. Mai in Alsfeld
- UPdate Convention „… weil es gerecht ist“ 6.-9. Juni in Buckow
- Aktivitäten zum Martin-Luther-King-Jahr (eine KING-CODE-DVD ist beim GJW gegen Spende
erhältlich)
- FSJ-Einsätze dauern i.d.R. ein Jahr vom 1. September bis zum 31. August. Der Einsatz erfolgt im
Bereich der Diakonie. Im Rahmen von Bildungsseminaren mit dem GJW Deutschland besteht die
Möglichkeit, die JuLeiCa (Jugendleiter-Card) zu erlangen. Einsatzstellen in den Gemeinden
werden noch gesucht.
- Die Regenbogenstraße wird im Jahr 2014 30 Jahre alt. Es gibt noch freie Termine und Sonderkonditionen zum Jubiläum, Tages- oder Wochen- oder Wochenendtermine können gebucht
werden. Die Regenbogenstraße trägt sich finanziell nicht selbst, gerne kann neben dem LV-Beitrag
(z.Z. 19,-- €) auch zusätzlich für Projekte gespendet werden.
- Thomas Reichert bedankt sich im Namen des Landesverbandes beim GJW BB für die Gestaltung
und das Korrekturlesen des Berichtsheftes.
Förderverein Beratung und Leben
Annette Langner bedankt sich im Namen des Förderverein Beratung + Leben e. V. beim Landesverband
und den Gemeinden für deren Unterstützung und Mitgliedschaft und verweist auf die Berichte im
Berichtsheft S. 58-59. Der Leiter der Beratung + Leben GmbH, Andreas Mende, präsentiert die Arbeit von
„Beratung + Leben“ und deren Angebote und verweist auf Plakate und Handzettel am Infostand sowie auf
den „Krisenlotsen“ Tel. 030 805 05 815.
2. Plenarsitzung
TOP 4 Informationen und Aussprache zum Berichtsjahr 2013 BEFG
Michael Lefherz (EFG Potsdam) und Michael Noß (EFG Berlin-Schöneberg) stellen sich als Mitglieder
des Präsidiums des Bundes vor und berichten über Schwerpunkte der Arbeit ihrer Gemeinden und des
Bundes. Der Film „GRÜNDER:Zeit – Zeit für Gemeindegründung“, der das Jahresthema 2014 des Bundes
zum Inhalt hat und Schwerpunktthema der Bundesratstagung ist, wird gezeigt. Christoph Funk (EFG
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Potsdam) führt hierzu als Beispiel ein Gemeindegründungsprojekt in Süd-Potsdam ab Sommer 2014
an. Der Bund unterstützt Gemeinden durch ein Berater-Netzwerk. In zunehmender Zahl finden auch
Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Gemeinden. So war in Berlin-Schöneberg im letzten
Jahr von 42 Täuflingen nur ein Täufling mit deutschen Wurzeln. Für Gemeinden sollte gelten, nicht nur
„Gastgemeinde“ zu sein, sondern Geschwister mit Migrationshintergrund als integrativen Bestandteil
der Gemeinde zu achten, um voneinander zu lernen (Stichwort: „Inklusion“ als Ziel). Eine pastorale
Integrationsunterstützung bietet der Bund an.
Aus dem Theologischen Seminar in Elstal wird berichtet, dass die Bewerbungen um eine Nachfolge für
Christiane Geisser (bisherige Dozentin für Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Katechetik) laufen
und mit verschiedenen Kandidaten Gespräche geführt werden.
EBM international
Gisela und Armin Hoffmann (EFG Berlin-Steglitz) berichten als EBM-Botschafter aus den Missionsgebeiten
der EBM. Drei Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr von Gemeinden an die EBM gespendet.
In Kamerun ist die EBM seit 60 Jahren vertreten und die Situation ist zurzeit sehr schwierig. Zur EBM
international gehören neben der EBM Afrika, die EBM MASA und auch die EBM India (vormals HansHerter-Indien-Hilfe). Seit einem Jahr unterstützt die EBM auch Pastor Ertan Cevik in der Türkei. Inzwischen
sind aus Nehmerländern Geberländer geworden. So erhalten im Rahmen des Projekts „Grenzenlos“
kleine Gemeinden die Möglichkeit, Mitarbeiter und Pastoren aus Afrika oder Lateinamerika zu einem
Kurzzeiteinsatz von maximal drei Monaten nach Deutschland einzuladen. Dieses Projekt wird vom BEFG
und der EBM gemeinsam verantwortet. Gisela und Armin Hoffmann bieten an, in die Gemeinden in den
Gottesdienst oder zu einer Informationsveranstaltung zu kommen. Flyer und Bücher über EBM-Projekte
(z.B. das „StoryBook“) liegen zum Mitnehmen am EBM-Stand aus.
Bill Yoder
Bill Yoder bedankt sich beim Landesverband für die Unterstützung seiner Arbeit im Osten. Er berichtet
kurz von einem Treffen mit dem Baptistischen Bund in Polen und erwähnt, dass Michael Rohde am
Treffen der Russischen Baptisten in St. Petersburg im Mai teilnehmen wird. Am 8. April gab es ein Treffen
in Kiew der Russischen und Ukrainischen Baptistenleitungen in dem Tenor „Aufeinander zugehen und
zusammenarbeiten“. Bill Yoder ermutigt alle Gemeinden, ihn zu Vorträgen einzuladen.
Philippinenhilfe
Im Auftrag von Frank Zöllner (EFG Berlin-Neukölln) verliest Thomas Reichert einen Brief, in dem er sich
bei den Gemeinden für die Spenden mit über Fünftausend Euro bedankt und über die Situation vor Ort
berichtet.
TOP 5 Kirchenübertrittsregelung für Berlin-Brandenburg
Thomas Reichert und Hendrik Kissel (EFG Berlin-Charlottenburg) führen in den Entwurf zur
Kirchenübertrittsregelung ein. Eine Kommission des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg hat diesen
Entwurf erarbeitet. Er ist den Gemeinden zugesandt worden und im Berichtsheft S.13 ff. veröffentlicht.
Die neue Regelung gibt den Gemeinden die Möglichkeit des Wechsels einzelner Personen in eine andere
Gemeinde außerhalb der Bundesgemeinschaft, ohne dass der Wechselnde vorher aus seiner Gemeinde
austreten muss. Es ist eine Möglichkeit, von der man Gebrauch machen kann - aber nicht muss. Die
Gemeinden bleiben autonom und diese Regelung sollte zunächst in den Gemeindeleitungen geklärt
werden. Die Frage der Anerkennung anderer Taufpraktiken wird davon nicht berührt. Michal Lefherz
weist darauf hin, dass der Landesverband Berlin-Brandenburg mangels eigener Körperschaftsrechte
eine solche Vereinbarung rechtlich nicht schließen kann und dies daher über den Bund EvangelischFreikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. geschehen müsste (Anmerkung: Der Verband
Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Berlin K.d.ö.R [nicht der Landesverband] könnte es für
seine Mitglieder). Der Bund ist dabei, Standards für einen Kirchenübertritt zu erarbeiten, die auch die
Schulung von Pastoren beinhaltet. Michael Noß und Michael Lefherz wollen sich beim Bund für eine
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schnelle Bearbeitung einsetzen. In den Landesverbänden Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gibt es
bereits eine entsprechende Vereinbarung, Muster-Formulare kann Henrik Kissel zur Verfügung stellen.
Mit 6 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen empfiehlt die Ratstagung den Gemeinden diesen Entwurf
entgegenzunehmen.
TOP 6 Delegierte für die Bundesratstagung
Als Delegierte für die Bundesratstagung werden auf Vorschlag der Landesverbandsleitung von der
Ratstagung bei einer Enthaltung nominiert: Thomas Reichert und Karolin Materne.
Informationen zu Funktionen im BEFG Thomas Reichert informiert, dass Johannes Rosemann für weitere
vier Jahre für den Berufungsrat von der Landesverbandsleitung vorgeschlagen und vom Präsidium benannt
worden ist. Außerdem wurde Manfred Frank für die Wahlkommission des Bundes benannt. Namens der
Landeserbandsleitung dankt Thomas Reichert beiden für ihre Bereitschaft und ihr Engagement, bei dem
sie nicht nur für den Bund arbeiten, sondern auch unseren Landesverband vertreten.
Weiter arbeiten im Bund aus den Gemeinden des Landesverbandes mit: Michael Noß (EFG BerlinSchöneberg) und Michael Lefherz (EFG Potsdam) im Präsidium des Bundes, Torsten Sandersfeld (EFG
Falkensee) als Finanzsachverständiger und Diethard Dahm (EFG Berlin-Steglitz) im Kirchengericht.
TOP 7 Begrüßungen und Verabschiedungen
Thomas Reichert richtet die Grüße von Thomas Bloedorn (EFG Berlin-Wannsee) aus, dem
Vertrauensbeauftragen der Pastoren im Landesverband, der zur Ratstagung durch andere Aufgaben
verhindert ist und nennt die Namen von Pastorinnen und Pastoren, die seit der letzten Ratstagung in den
Gemeinden des Landesverbands ihre Dienststelle gewechselt, begonnen oder beendet haben oder in
andere Landesverbände wechselten:
Uwe Dammannn (seit 01.06.2013 Pastor der EFG Berlin-Köpenick), Joachim Gnep (seit 01.08.2013 Leiter
des Dienstbereichs Mission beim BEFG in Elstal), Karolin Materne (seit 01.09.2013 Landesjugendpastorin
im GJW BB), Johann Vollbracht (seit 04.08.2013 Pastor der EFG Eberswalde), Jonathan Scheer (EFG
B-Kreuzberg), Flor Abojolady (weitere Pastorin in der EFG Berlin-Schöneberg), Manfred Frank (seit
01.04.2014 Pastor der EFG Templin), Nicole Witzemann (seit 01.03.2014 EFG Rathenow), Christiane
Geisser (bisher Dozentin für Praktische Theologie am Theologischen Seminar Elstal wechselt an die Charité
als Krankenhausseelsorgerin und Mitarbeiterin in der Erwachsenenbildung), Ralf Schilcher (bisher Pastor
der EFG Zeesen) wird ab Oktober 2014 in die EFG Berlin-Tempelhof wechseln. Dr. Carsten Claußen wurde
als neuer Professor für Neues Testament an das Theologische Seminar Elstal berufen (zum 01.06.2014),
Claudia Sokolis ist nach Hamburg und Norbert Giebel nach Kassel gewechselt.
Abschluss des Landesverbandsrates
Thomas Reichert dankt abschließend für alles Interesse an der Arbeit des Landesverbandes, für
die Unterstützung und die konkrete Mitarbeit an den unterschiedlichen und vielfältigen Stellen im
Landesverband, besonders der gastgebenden Ortsgemeinde EFG Zeesen für die Vorarbeit und Unterstützung
bei der Durchführung der Ratstagung, stellvertretend bei Annett Beger, der Gemeindeleiterin und Sarah
Schmidt, die die Ratstagung musikalisch begleitet hat und Christian Schmidt für die Technik.
Die nächste Ratstagung des Landesverbandes Berlin-Brandenburg wird am 18. April 2015 in der EFG
Fürstenwalde stattfinden.
Mit Lied, Segen und Kollekte wird die Ratstagung um 15.55 Uhr beendet.
Rudolf Raming (Protokollant)
Anlagen
(1) Tagesordnung
(2) Berichtsheft zur Ratstagung
(3) Kassenbericht 2013 und Haushaltsplan 2014
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Haushalt 2014/15
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Haushalt 2013/14
Erklärungen zur korrigierten Darstellung des Kassenberichtes 2013 und zum
Kassenbericht 2014
Letztes Jahr gab es beim Kassenbericht Schwierigkeiten in der Darstellung, die wir vor Ort nicht auflösen konnten,
weil uns die Unterlagen fehlten. Deshalb holen wir das in diesem Jahr mit einer korrigierten Darstellung des
Kassenberichtes nach.
Um die Gegebenheiten besser darzustellen, haben wir die Darstellung der Jahresverlaufswerte etwas
verändert und mehr in Gruppen angepasst. Die Zahlen haben sich in den einzelnen Positionen nicht
verändert, da sie im letzten Jahr richtig waren. Die fehlerhaft dargestellte Spalte haben wir ebenfalls korrigiert.
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Die Bestandsdarstellung (zweite Seite) haben wir grundlegend neu gestaltet. Es geht jetzt nicht mehr um die
Veränderungen, sondern um die Darstellung der Rücklagen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Wir wollen
auf dieser Seite erklären, warum wir bei 33.196,71 € nur 6.506,79 € zur freien Verfügung haben. Hier sind der
durchlaufende Posten für die Philippinenhilfe und die Rücklagen für Personalkosten des GJW zwei wesentliche
Positionen.
Dabei hatte sich über die Jahre ein Fehler eingeschlichen, der uns so nicht wirklich aufgefallen war, auch wenn er
offenkundig erschien. Nachdem wir nun auf diesen Fehler beim letzten Ratstag hingewiesen wurden, haben Tanja
von Kornatzky und Volker Strehlow sich daran gemacht, mittels einer bilanziellen Darstellung zu ermitteln, was
eigentlich wirklich auf die zweite Seite gehört. Hier hatten andere Leitungen das Interesse, bestimmte Sachverhalte
deutlich zu machen. Was damals gut war, stiftet heute mehr Verwirrung, als das es Informationen gibt. Dabei fiel
nun auf, dass der Fehler aus einer fehlerhaften internen Buchung in die Rücklagen resultiert, die wir früher schon
gebildet hatten. Es wurden einfach 1.000,- € zu wenig eingestellt, obwohl der Bericht dieses aussagte. So blieb
das Geld innerhalb der Buchhaltungssoftware in den frei verfügbaren Mitteln. Sie fehlten nicht auf dem Konto
und standen dem Landesverband voll zur Verfügung. Es gab aber auch keinen externen Kontrollbeleg, der darauf
aufmerksam gemacht hätte, da die Bankauszüge keine Unterscheidungen machen. Nun haben wir das in der
Darstellung korrigiert und kommen wieder auf die 6.506,79 €.
Für 2014 möchten wir zunächst allen Gemeinden danken, die mit ihren Beiträgen die Arbeit des Landesverbandes,
vor allem des GJW finanziell ermöglicht haben. Ohne diese Beiträge wäre alles, was zu berichten ist, nicht machbar.
Darum ein herzlicher Dank!!!
In 2014 erlebten wir ein weiteres Phänomen, dass allgemein als Kapitalfreisetzung bezeichnet wird.
Als wir erfuhren, dass wir der Telefonseelsorge 6.000,- € schulden, war unsere Kassenlage sehr angespannt und
nicht abzusehen, dass das Geld aus eigenen Mitteln zusammenkommen würde. Deshalb hatten wir den Verband
Ev.-Freikl. Gemeinden Berlin um ein Darlehn gebeten.
Nun erlebten wir aber, dass das Geld aus eigenen Mitteln zusammenkam und wir auch die Rückzahlung aus den
Mitteln des laufenden Jahres tätigen konnten. Somit wurde in der Höhe dieser Rückzahlung Kapital freigesetzt,
weil es nicht mehr in der Verbindlichkeit enthalten ist. Dieses haben wir im Bericht 2014 entsprechend mit der
Nr. 8 dargestellt. Neu ist die Bildung einer Liquiditätsrücklage, wenn auch nur dem Namen nach. Diese brauchen
wir, wie auch das Darlehn des Verbandes, um während des laufenden Geschäftsjahres einigermaßen unseren
Verpflichtungen gegenüber unseren hauptamtlichen Mitarbeitern nachkommen zu können. Da viele Gemeinden
erst im letzten Quartal ihre Beiträge überweisen, ist die Kassenlage während des Jahres angespannt. Das wird im
Bericht nicht deutlich, da dieser immer das ganze Jahr betrachtet.
Um unseren Verpflichtungen gut nachkommen zu können, brauchten wir frühe bzw. regelmäßige (Teil)Zahlungen
der Beiträge. Bitte überlegt in den Gemeindeleitungen, ob nicht eine entsprechende Zahlung möglich ist. Uns würde
es sehr helfen, wenn Ihr pro Quartal 1/4, bzw. pro Monat 1/12 des Gemeindebeitrages überweisen könntet.
Für die Landesverbandsleitung
Volker Strehlow
(stellv. Landesverbandsleiter)
Anstelle eines Berichts der Leitung des
Landesverbandes
Mit der Überlegung, wie es in der Landesverbandsleitung Berlin-Brandenburg nach der Wahl während
des Ratstages 2015 weitergehen kann, haben wir die Aufgaben, die uns als Leitungsgremium seit Jahren
betreffen aufgelistet. Als Einblick in die Arbeit der Landesverbandsleitung aber auch zum Weiter- und
Mitdenken, wie die Arbeit in Zukunft gestaltet werden kann, drucken wir hier diese Auflistung anstelle
eines Berichtes zum Geschäftsjahr 2014 ab.
Die Landesverbandsleitung ist Ansprechpartner für alle Belange, die den Landesverband betreffen.
Sie muss die eingegangenen Anfragen, Informationen und Bitte bewerten, vermitteln oder weiterleiten.
Vieles davon wird über den Landesverbandsverteiler abgehandelt. Hierzu gehören zum Beispiel:
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- Beantwortung von Fragen aus staatlichen Stellen, die unsere Kirche betreffen (v.a. Statistikbögen)
- Beantwortung von Anfragen aus Gemeinden oder Bund oder Einzelpersonen (wie z.B. auch Wohnungsoder Jobsuche)
Ein Beispiel war im Jahre 2013 die Weiterleitung von Spendenaktionen (Hochwasserkatastrophe,
Kontakt zu betroffenen Gemeinden, Philippinenhilfe).
Die Landesverbandsleitung unternimmt Gemeindebesuche und repräsentiert den Landesverband in den
Gemeinden (z.B. bei Pastoreneinführungen). In diesem Zusammenhang finden unregelmäßig regionale
Treffen von Gemeinden statt, bei denen die Landesverbandsleitung unterschiedlich involviert ist. Die
Landesverbandsleitung nimmt an den Sitzungen und der Klausur der Landesverbandsleiter im BEFG teil
(Bundesrat, Offene Präsidiumssitzung).
Die Landesverbandsleitung ist Ansprechpartner für das Netzwerk Gemeindeberatung des BEFG und kann
vereinzelt an Beratungsprozessen beteiligt werden.
Die Landesverbandsleitung koordiniert die Aktion „Leben mit Passion“ im Landesverband.
Die Landesverbandsleitung hat die Mitarbeiterdatenbank für den Landesverband übernommen und
betreut deren Nutzung.
Die Landesverbandsleitung ist Dienstgeber von Bill Yoder (Arbeitsvertrag) und hält Kontakt zu ihm. Sie
veröffentlicht über die Administration der Landesverbandshomepage (GJW) die Gemeindeportraits.
Die Landesverbandsleitung beteiligt sich an der Ökumene (ÖRBB, ÖAF) und dem interreligiösen Dialog
(Berliner Forum der Religionen).
Dazu gehören:
- Sitzungen und Treffen von Arbeitskreisen, sonstige Termine
- Multiplikation für die NOK, LNR, Berliner Fest der Kirchen und andere Themen, Anfragen und
Informationen aus diesen Bereichen
Die Landesverbandsleitung hält den Kontakt zum GJW und fördert dessen Arbeit.
Die Landesverbandsleitung trifft sich regelmäßig zu Sitzungen.
Die Landesverbandsleitung bereitet den Landesverbandsrat vor und führt ihn durch.
Darüber hinaus gibt es weitere Aufgabenbereiche im und für den Landesverband, die von Mitarbeitern
bedient werden, die nicht zur Leitung des Landesverband gehören, mit denen die Leitung unregelmäßig
und unterschiedlich zu tun hat. In diesem Zusammenhang ist z.B. die Telefonseelsorge zu nennen. Seit
einiger Zeit ist die Frauenarbeit und die Studienleitung regelmäßig Gast bei den Sitzungen. An der
Vernetzung zu anderen Bereichen soll gearbeitet werden.
Für die Landesverbandsleitung
Thomas Reichert
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Gemeinsam als Bundesgemeinschaft Gottes
Auftrag umsetzen
Grußwort von Hartmut Riemenschneider (Präsident) und Christoph Stiba (Generalsekretär)
„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes
Lob“ (Römer 15,7). Die Jahreslosung für 2015 beschreibt einen
zentralen Auftrag Gottes an uns Menschen. Sie ist somit Richtschnur
für die Arbeit unserer Bundesgemein-schaft. Unsere Gemeinden sollen
Orte sein, an denen Menschen sich angenommen wissen. Dabei geht
es um weit mehr als um menschliche Akzeptanz. Weil wir Christen die
große Liebe Gottes erfahren haben, dürfen und sollen wir sie unseren
Ge-schwistern und den Menschen im Umfeld unserer Gemeinden
weitergeben. Diese tiefe Annahme ist etwas, das wir nicht aus uns
heraus leisten müssen – Gott schenkt sie uns. Und doch fordert der
Auftrag viele Christen heraus, wenn sie Menschen sehen, die anders sind, sich anders verhalten, dem
eigenen Ideal vielleicht nicht entsprechen.
Hier setzt das Schwerpunktthema an, das uns im BEFG 2015/16 begleiten wird: „Bunte Gemeinde –
Staunen über Christus im Anderen“. Das Reich Gottes ist vielfältig. Gottes Kinder sind unterschiedlich
– in Begabungen, Ansichten, Alter, Sta-tus, Geschlecht, kulturellem Hintergrund, Hautfarbe, körperlicher
Verfassung. Wenn wir unsere Geschwister annehmen, wie Jesus sie und uns angenommen hat, dürfen
wir Christus in ihnen erleben. Mit der Initiative „Bunte Gemeinde“ möchten wir die Menschen in den
Gemeinden unseres Bundes ermutigen, diese Vielfalt nicht nur zu akzeptieren, sondern sie als etwas
Bereicherndes zu erleben. Das entspricht auch dem Auftrag Jesu an uns, den er selbst vorgelebt hat: Er
hat allen Menschen, denen er begegnete, die Liebe seines Vaters weitergegeben.
Damit knüpft das neue Jahresthema nahtlos an das bisherige an. GRÜNDER:ZEIT war und ist eine
Ermutigung, durch frische Gemeindemodelle die Liebe Gottes an alle Menschen weiterzugeben – in neuen
und in bestehenden Gemeinden. Gerade neu gegründete Gemeinden sind besonders missionarisch und
zeichnen sich oft durch eine bunte Vielfalt aus, die bestehende Gemeinden inspirieren kann. Das haben
wir im vergangenen Jahr erlebt. 2014 sind wir mit zwei Gründungsprojekten gestartet, Ende des Jahres
waren es sechs, neue Projekte sind in Vorbereitung. Darüber freuen wir uns sehr!
Als Bund möchten wir Gemeinden dabei unterstützen, den Auftrag Gottes umzusetzen. Es begeistert
uns, wenn wir sehen, wie Gemeinden Orte der Annahme werden, an denen Menschen aufblühen und
ihre Bestimmung in Christus finden und leben können. Diesem Ziel, Gemeinden in ihrem missionarischen
Auftrag zu fördern, sind all unsere Angebote verpflichtet. So werden am Theologischen Seminar Elstal,
das 2014 mit Prof. Dr. Michael Kißkalt einen neuen Rektor bekommen hat, Pastorinnen und Pastoren
für den Gemeindealltag ausgebildet. Die Fortbildungsangebote, die ehren- und hauptamtliche
Gemeindemitarbeitende für ihren Dienst zurüsten, haben wir im vergangenen Jahr unter dem Dach der
neuen Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal (EFA) zusammengeführt. Das Gemeindejugendwerk,
das ab März 2015 von Pastor Udo Rehmann geleitet wird, setzt sich dafür ein, Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter fit für ihren Dienst mit Kindern und Jugendlichen zu machen. Der Dienst-bereich Mission
unterstützt Gemeinden mit vielen tollen Ideen in der Evangelisation und der Diakonie. Und der
Dienstbereich Ordinierte Mitarbeiter und Beratung engagiert sich für Mitarbeitende und Gemeinden,
damit sie Reich Gottes bauen können.
Gott nimmt uns in unserer Unterschiedlichkeit an. Lasst uns seinem Beispiel folgen und seine Liebe allen
weitergeben – „zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen“.
14
Bericht Regionalreferent Ost
2014 wurde für mich ein Jahr, in dem sich stärker inhaltliche Konturen
abzeichneten. Meinen Schwerpunkt hatte ich beabsichtigt, auf mein Ende
2013 entwickeltes Konzept „Unterwegs auf Gottes Spur“ zu legen. Dieses
möchte Gemeinden Impulse geben, ihren ganz eigenen Weg hinein in ihre
konkrete Welt zu finden. Für dieses Konzept bekomme ich gute Resonanz
und hatte Gelegenheit, es vielerorts vorzustellen. Ich habe den Eindruck, das
Konzept trifft einen Nerv vieler Gemeinden. Und das in zweifacher Hinsicht:
Zum einen beschäftigen sich Gemeinden mit der Frage ihrer gesellschaftlichen
(und insofern missionarischen) Relevanz. Andererseits merken sie, dass
„Unterwegs auf Gottes Spur“ keine Aktion ist, die man machen und dann
abhaken kann, sondern dass es eine Veränderung der Gemeinde, ihrer Sicht
(auf ihre Umwelt und sich selbst) und ihres Lebens bedeuten würde. Im Resultat erlebe ich Zuspruch
aber kaum Zusage. Ich hoffe, dass „Unterwegs auf Gottes Spur“ in 2015ff Fahrt aufnimmt. Denn aus
meiner Sicht liegt die Herausforderung viel stärker auf einer nachhaltigen missionarischen Haltung und
Lebensweise der Gemeinde als auf missionarischen Aktionen. Letztere sind hervorragende Ergänzungen,
aber nicht Ersatz für ersteres. Weiterführende Infos zum Konzept können unter http://www.baptisten.de/
mission gedownloadet werden. Gern komme ich auch in Eure Gemeinde und stelle das Projekt vor.
Eine andere inhaltliche Kontur hat in 2014 Farbe bekommen. Gemeinsam mit Pastor Ralf Ossa (EFG Dresden)
habe ich begonnen, seine Kunst (Bilder und Skulpturen) in Ausstellungen zu präsentieren und thematisch
und musikalisch aufzugreifen. So fanden in 2014 zwei Ausstellungen (in den Gemeinden Berlin Prenzlauer
Berg und Guben) statt. Mit Vernissage und thematischem Gottesdienst. Auch für Gästeabende arbeitete ich
mich Bildern von Ralf Ossa, wo ich seine Werke mit Predigtimpulsen kombiniert mit Klavierimprovisationen
lebendig werden ließ. Hier gibt es Anfragen und Termine für 2015, was mich ermutigt, diese Spur weiter
zu verfolgen und auszubauen. In der EFG Eisenach habe ich erstmals das Konzept „Schönen guten
Abend“ des DB Mission aufgegriffen und mit persönlicher Note umgesetzt. Auch das war eine wertvolle
und ermutigende Erfahrung. Ein weiteres Highlight war ein Impulsgottesdienst der EFG Zwickau-Planitz
gemeinsam mit der benachbarten evangelischen Kirche. Diesen konfessionsübergreifenden Gottesdienst
mit vorzubereiten und dort zu predigen war eine erfrischende Sache und gelebte Ökumene auf hohem
geistlichem Niveau.
Als Referent war ich eingeladen auf dem
sächsischen LV-Rat in Gröditz, dem Lausitztag
in der EFG Guben und dem Landesgemeindetag
Mecklenburg-Vorpommern in Serrahn.
Für 2015 bin ich schon fast ausgebucht.
Schwerpunkt in diesem Jahr werden
Gemeindefreizeiten sein und evangelistische
Veranstaltungen wie „Schönen guten Abend“,
„Gottes geliebte Menschen“ und Projekte mit
Bildern von Ralf Ossa.
Michael Schubach
15
EFG Berlin-Friedrichshagen
Was notwendig und wichtig ist:
1. Gemeinde Berlin-Friedrichshagen Klutstr. 7, 12587 Berlin,
Friedenskirche
2. Mitglieder per 01.01.2014
41 Geschwister
3. Mitglieder per 31.12.2014
40 Geschwister
4. Abgänge durch Überweisung 0
5. Abgang durch Tod
1 Bruder
6. Zugänge durch Taufe
0
7. Durchschnittsbesuch
35 Personen
8. Nichtmitglieder im Gottesdienst ca. 25%
„Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ oder nach Luther: „Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte
und meine Zuversicht setze auf Gott, den HERRN.“
Das war die Jahreslosung für das vergangene Jahr, die auch uns in Friedrichshagen begleitet hat. Gott hat
uns im vergangenen Jahr bewahrt und beschenkt.
Wieder war die Allianz-Gebetswoche der erste Höhepunkt des Jahres. Unsere Schwestern waren wieder
aktiv an der Gestaltung des Weltgebetstages im März beteiligt. Ein nächster Höhepunkt war der RundfunkGottesdienst aus dem Krankenhaus Rüdersdorf, den wir als Gemeinde miterlebt haben. In der Passionszeit
haben wir in den verschiedenen Kirchen unseres Ortes Passionsandach-ten miterlebt und mitgestaltet.
Erstmals fand anlässlich des Bölsche-Festes, einem traditionellen Höhepunkt in unserem Ort, ein
ökumenischer Gottesdienst auf dem Marktplatz in Friedrichshagen statt, den auch Mitarbeiter unserer
Gemeinde mitgestalteten. Wir haben aber auch des Jubiläums des Besuchs von Dr. M. L. King in Berlin
gedacht und haben uns in einer Bibelstunde den Film, der in Zusammenarbeit mit dem GJW entstanden
ist, angesehen. „Können wir uns eigentlich richtig verstehen?“ Dieses Thema stand im Mittelpunkt unseres
herbstlich traditionellen Frühstückstreffens für Frauen, zu dem auch Männer herzlich eingeladen waren.
Während der Friedensdekade fanden einige Veranstaltungen in den verschiedenen Kirchen unseres Ortes
statt, an denen auch wir als Gemeinde beteiligt waren. Im Dezember hatten wir eine besondere AdventFeier, zu der wir eine Vorstellung des Marionetten-Theaters von Br. Hildebrandt erleben durften.
Dankbar sind wir als seit nunmehr 17 Jahren predigerlose Gemeinde, dass alle Gottesdienste des Jahres
stattfinden konnten, wir keinen Ausfall oder Nichtbesetzung „erleiden“ mussten. Für das kommende
Jahr sind als Höhepunkte vorerst geplant: Das Jubiläum anlässlich des 20-jährigen Be-stehens unseres
Kapellen-Neubaus im Dezember 2015. Gemeinsam wollen wir als Gemeinde über die Zukunft nachdenken,
wie es mit der Gemeindearbeit weitergehen soll, was Gott mit uns als Gemeinde noch vorhat und was
wir als Geschwister dazu beitragen können. Gott schenke uns Visi-onen für unseren weiteren Dienst in
Friedrichshagen und Mitarbeiter, die vielleicht zu uns stoßen, von wo auch immer!
Hans-Jürgen Tebs
Gemeindeleiter
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EFG Berlin-Friedrichshain/ Bethel-Gemeinde
Im Rückblick auf das vergangene Jahr sind wir unserem Herrn sehr dankbar für Seine Führung und
Seinen Segen. Im Januar ging es uns erst einmal darum, die auf uns zukommende pastorenlose
Zeit ab April zu planen und gleichzeitig über den Berufungsrat des Bundes nach einer neuen
Pastorin oder einem neuen Pastor Ausschau zu halten.
Dazu war es erforderlich, ein Gemeindeprofil von uns zu erstellen und das war eine
herausfordernde Arbeit. Über Wünsche und Anforderungen zu sprechen ist die eine Möglichkeit, aber
sie treffend und kurz zu formulieren, ist nicht ganz so einfach. Anscheinend ist es uns gelungen, denn auf
die erste Vermittlung des Berufungsrates erhielten wir Kontakt zu einem Pastorenehepaar und es begann
eine Zeit des gegenseitigen Kennenlernens, zunächst mit der Findungskommission und dann mit dem
Gemeinderat.
Im April haben wir uns in einem Festgottesdienst nach mehr als 13 Jahren von Claudia und Manfred Frank
mit vielen Segenswünschen verabschiedet und sie in die EFG Templin überwiesen. Es war ein bewegender
Tag. In so einer langen Zeit der gemeinsamen Wegstrecke wachsen Beziehungen, die man nicht so einfach
abbrechen möchte.
Über Himmelfahrt hatten wir unsere alle zwei Jahre durchgeführte Gemeindefreizeit, bei der es in diesem
Jahr ins Haus Emmaus nach Loiz ging. Thema dort war dieses Jahr „Mit Jesus rechnen“, bei dem uns
Manfred Frank noch einmal unterstützte. Die pastorenlose Zeit haben wir gut bewältigt, es fanden sich
immer wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gemeinde, um den Gottesdienst zu organisieren
und viele andere Bereiche, wie z.B. Besuchsdienst und Seelsorge abzudecken.
Im Juni haben wir dann als Gemeinde einen Samstag mit Lena und Anton Tontchev verbracht, um uns
kennenzulernen und es war für uns alle ein gesegneter Tag. Am darauf folgenden Sonntag erfolgte die
Berufung von Lena und Anton Tontchev zum Oktober 2014.
In diesem Prozess der Pastorenfindung haben wir ganz deutlich Gottes Begleitung gespürt und wissen um
Seinen Segen für die neue Zusammenarbeit.
Im Oktober haben wir die ganze Familie (Lena, Anton, Amelie und Nele) in einem festlichen Gottesdienst
in unsere Gemeinde eingeführt und herzlich willkommen geheißen. Nun sind wir schon mittendrin in der
gemeinsamen Arbeit und wir staunen, wie gut sich alles fügt und erleben immer wieder Gottes Gegenwart
in unserem Miteinander.
Im Namen der Bethel-Gemeinde
Christa Funk
EFG Berlin-Haselhorst/ Christuskirche
Gemeinde(mit)glieder: 22
Im Jahr 2014 setzten wir weiterhin unser neues Gemeindekonzept um:
Der Gottesdienst war und ist der Mittelpunkt unseres Gemeindelebens mit seinem
für uns charakteristischen Teil „Glauben und Leben miteinander teilen“, in dem
jeder von dem berichten kann, was er mit unserem Herrn erlebt hat und um
Fürbitte für sich oder andere bitten kann.
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Der monatliche Bibelgesprächskreis wurde in der Regel fortgesetzt, wenn auch manchmal in sehr kleiner
Runde. Das Thema dieses Jahres war das Gebet. Am letzten Sonntag eines Monats trafen wir uns zum
gemeinsamen Gebet für unsere Gemeindesituation und Haselhorst. Im Rahmen des Kieztreffs haben wir
einmal monatlich ALG II-Beratung angeboten und Haus und Hof für alle Haselhorster geöffnet.
Um mehr Gemeinschaft zu pflegen, haben wir uns einmal im Monat zum Freitagabendtreff getroffen,
miteinander auf einen geistlichen Impuls gehört, einen kleinen Imbiss genossen, uns unterhalten und
einmal im Monat gemeinsam Mittag gegessen. Dies geschah in der Regel in unseren Räumen und ab und
zu in der nahegelegenen Pizzeria. Diese Veranstaltungen wurden sowohl von Gemeindegliedern, als auch
Freunden und Gästen besucht.
Der Gemeindealltag wurde nach wie vor durch eine 400-Euro-Kraft bzw. einen Geringfügig-Beschäftigten
geregelt. Sie organisierte für jeden Sonntag PredigerInnen, MusikerInnen und ModeratorInnen; sie
gestaltete den Gemeindebrief und den Schaukasten; betreute unsere Internetseite und vertrat uns in
bezirklichen Gremien.
Durch den Umzug und daraus folgendem Weggang eines Bruders aus dem Ältestenkreis ließ sich diese
Leitungsform von zweiköpfigem Ältestenkreis mit einem einköpfigen, unterstützenden Arbeitskreis
nicht mehr realisieren. Nach Gemeindeforum und Gemeindestunden zum Thema Leitung der Gemeinde
wurde im Mai 2014 ein Bevollmächtigtenausschuß berufen, bei dem jedes aktive Gemeindeglied eine
oder mehrere Aufgaben verantwortlich übernahm und die Gemeindemitgliederversammlung weiterhin
Entscheidungs- und Verantwortungsträger geblieben ist.
Die Sanierung unserer Gemeindewohnung aus eigenen Mitteln wurde Anfang des Jahres erfolgreich
abgeschlossen. Die Wohnung wurde ab dem 1. April 2014 an eine Witwe mit erwachsener Tochter
vermietet, die sich in die Gemeinde einbringen wollte. Leider entpuppten sie sich als Mietnomaden, so
dass finanzielle Verluste und Kosten entstanden und großer Zeiteinsatz einiger Geschwister notwendig
war, um den Schaden zu begrenzen und zu regeln.
Ab Mitte des Jahres nahmen wir eine russische Gemeinde als Untermieterin in unseren Räumen auf. Wir
sind dankbar, dass so Gottes Haus wieder häufiger zum Bau seines Reiches genutzt wird.
Dankbar sind wir für unsere Freunde und Gäste, die zum Teil sehr regelmäßig unsere Gottesdienste
besuchen und uns unterstützen. Manchmal sind im Gottesdienst mehr Gäste als Gemeindeglieder.
Als eine tragende Familie der Gemeinde entschied, zum Jahresende die Gemeinde zu wechseln, wurde
deutlich, dass wir ohne sie das Gemeindeleben so nicht weiter gestalten und aufrechterhalten können.
Nach Kontaktaufnahme zum BUND entschied sich die Gemeindemitgliederversammlung im Dezember
2014 für eine externe Gemeindeneugründung.
Wir sind gespannt und erwartungsvoll, wie unser Herr unsere Gemeinde weiter führen wird.
18
EFG Berlin-Köpenick/ Hofkirche
In Gottes Nähe glücklich sein
Im Jahr 2014 erlebten wir in der Baptisten-Gemeinde Köpenick Überraschungen. Es war gut,
dass wir in unserer Herbstklausur 2013 die Anliegen geordnet hatten. Doch der beste Plan nützt
wenig, wenn es anders wird als angenommen.
Eine Wahl des Gemeinderates stand fürs Frühjahr 2014 an. Es waren nicht genügend
Kandidierende da. Schon über Jahre nehmen Geschwister im Gemeinderat mehrere Aufgaben wahr,
das konnte nicht so weitergehen. Mit ehemaligen Gemeindeleitern, den Pastoren und Mitgliedern des
Gemeinderates wurde eine Steuergruppe gebildet. Das Ziel war, eine Form zu finden, die es ermöglicht
Gemeinde zu leiten ohne die Leitenden zu überfordern. Dazu wurden auch Satzungen benötigt. Die Wahl
wurde um ein Jahr verschoben, damit genügend Zeit zum Arbeiten blieb. Die neue Form sieht so aus,
dass Bereichsleiter für einzelne Dienstbereiche berufen werden. Dies hat den Vorteil, dass Jeder für einen
einzigen Bereich zuständig ist. Die Bereichsleiter bilden den Beirat. Dazu kommt eine Gemeindeleitung,
die gesamtverantwortlich agiert. Im Frühjahr 2015 werden wir erstmalig mit dieser Konstellation wählen.
Dazu haben wir uns im Gemeinderat mit der Frage beschäftigt, was geistliche Leitung ist und kamen im
Großen und Ganzen zu folgenden Ergebnissen: Geistliche Leitung leitet geistliche Dinge unter der Führung
Gottes, ist dienend und demütig, agiert innerhalb der gesetzten Strukturen und ordnet sich ihnen unter.
Es gibt das Bedürfnis, während der Woche intensiv mit der Bibel umzugehen. So wurden zwei siebenwöchige
Bibelprojekte durch Pastor Uwe Dammann durchgeführt, die großen Zulauf hatten. Diese Form soll für
2015 beibehalten werden. Für die diakonische Arbeit innerhalb der Gemeinde gibt es ein Hilfenetzwerk. Es
gab zusätzlich Vorschläge, weitere diakonische Arbeiten für spezielle Gruppen der Gemeinde anzubieten.
Wir beobachten Vorhandenes und prüfen Neues. Dies dauert an. Im Frühjahr 2015 endet die Vikariatszeit
unserer Pastorin für Junge Gemeinde, Theresa Henckell. Mit den Gruppen der Kinder- und Jugendarbeit,
Kindergottesdienst, Jungschar, Teenie-Hauskreis, Jugend, Junge Erwachsene, Kinderstunde bei LAIB und
SEELE, wurde bedacht, für welche Aufgaben eine hauptamtliche Stelle erforderlich ist.
Mit über 270 Mitgliedern sehen wir uns in der Verantwortung innerhalb des Bundes und des
Landesverbandes. Punktuell haben wir Kontakt zu Nachbargemeinden gesucht und Möglichkeiten der
Zusammenarbeit beraten. Bewusster haben wir Informationen des Bundes, des Landesverbandes,
des Weltbundes und von Werken des Bundes in Gottesdienst und Gemeindebrief veröffentlicht. Im
Gemeinderat beschäftigen wir uns momentan mit der „Rechenschaft vom Glauben“. Auch die Frage nach
gelebter Gemeindemitgliedschaft betrachten wir. Eine Reihe von Gemeindegliedern werden wir bitten
müssen, die Frage ihrer Mitgliedschaft bei uns zu klären.
Wir erleben, dass Kommunikation oft kompliziert ist. Nach der Veröffentlichung einer Handreichung über
Ehe und Partnerschaft erhielten wir Rückmeldungen von Geschwistern. Ein weiteres Gespräch war nicht
immer möglich. Es ist gleichzeitig froh machend, dass die Geschwister die Offenheit haben, ihre Gedanken
und Gefühle dem Gemeinderat mitzuteilen.
Für Junge Erwachsene ist einmal monatlich ein Sonntagnachmittag vorgesehen, den diese gemeinsam
mit Mittagessen und einem Ausflug oder anderen Aktivitäten gestalten. Es zeigt sich, dass der
Selbstorganisierungsgrad verbesserungswürdig ist.
Im Herbst 2014 haben wir als Gemeinderat einen Blick nach vorn gewagt. Wie sieht die Gemeinde
Köpenick in fünf Jahren aus? Nach menschlichem Ermessen, wird der Altersdurchschnitt zunehmen. Was
bedeutet das für die Mitarbeiter?
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Welche Gruppen und Dienste werden und wollen wir haben? Für uns als Gemeinderat stellt sich die
Frage, wie wir Bestehendes erhalten und Neues wachsen lassen können. Wir wollen den Aufbruch ins
Neue wagen, aber das Bestehende behalten. Wie geht das? Das wollen wir 2015 bedenken.
Sind wir glücklich in Köpenick? Eine gute Frage. Für uns ist es wichtig, in Gottes Nähe zu sein, der Rest
findet sich.
Diethelm Dahms
EFG Berlin-Lichtenberg
Am Anfang des Jahres standen wir als Gemeinde vor wichtigen Entscheidungen und Fragen.
Wir wollten einen neuen Pastor berufen, Gemeindeleitungswahlen standen an und die
Situation mit den Feuerabenden im Kiezgarten war zu klären (Lärmbeschwerden einiger
Nachbarschaft).
Nach einem Prozess des gemeinsamen Kennenlernens konnten wir als Gemeinde Thorsten
Schacht als Pastor berufen. Im September feierten wir seine Einführung in den Dienst.
In Gesprächen mit Vertretern des Bezirksamtes versuchten wir die Rahmenbedingungen für die weitere
Arbeit im Kiezgarten, insbesondere den „Feuerabend“, zu klären. Diese Gespräche waren anstrengend,
langwierig und zäh, doch konnten wir im Sommer einen auch für uns tragbaren Rahmen formulieren, der
die Durchführung dieser Veranstaltung ermöglicht.
Der Winterspielplatz ging in die dritte Saison und wurde wieder sehr stark von den Familien der
Nachbarschaft besucht. Dieses Angebot an drei Wochentagen unseren Gottesdienstraum zum Spielplatz
umzubauen war insbesondere durch 3 geförderte Mitarbeiter möglich und der Mitarbeit einiger
Gemeindemitglieder möglich. Die Förderung der 3 Mitarbeiter lief Ende 2014 aus. Wir suchen nach
Möglichkeiten erneut geförderte Mitarbeiter anzustellen, damit Winterspielplatz und Kiezgarten auch im
neuen Jahr als Angebot in gleicher Qualität erhalten bleiben.
Als Gemeinde wollten wir mit den Menschen, die wir im Kiezgarten, beim Winterspielplatz und in den
Veranstaltungen der Gemeinde kennengelernt haben, unterwegs sein, Brücken bauen – als Einladung zum
Glauben. Dazu haben wir einige Veranstaltungen geplant und durchgeführt: Ein Wochenende mit Gernot
Hildebrand und seinem „Theater aus der Truhe“, ein Konzert des „Zeitzünder“ Chors und im Dezember ein
Gemeinschaftstag mit Weihnachtskonzert des Stadtorchester Köpenick.
Wir sind dankbar, Teil einer Bundesgemeinschaft zu sein: Während der Elternzeit von Anja Bloedorn haben
viele Schwestern und Brüder aus Gemeinden, Bundeswerken und Elstal den Verkündigungsdienst im
Gottesdienst übernommen. Volker Strehlow, Mitglied der Landesverbandsleitung hat mehrere Wochen
die Bibelstunden geleitet.
Mitgliederbewegungen
Am 01.01.2014 und 31.12.2014 waren wir 151 Mitglieder.
Im Jahr 2014 gab es folgende Veränderungen:
Zugänge: 1 Aufnahme durch Zeugnis 2 Überweisung
Abgänge: 2 Tod, 1 Überweisung
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EFG Berlin-Lichterfelde (Ost)
Das Jahresthema 2014 „ERfüllt mit Leben“ wurde in der EFG Bethel in Bibelgesprächen und
Gottesdiensten durchbuchstabiert. Das Kirchenjahr gibt bei uns nach wie vor den Takt an. Aber
auch die übrigen Aktivitäten fügten sich ein. Sehr „erfüllend“ waren die 180 Portraits (davon
ca. 50 von gemeindefremden Mitbürgern) der Fotoevangelisation „Gottes geliebte Menschen“
mit Gunnar Bremer. Es war bewegend, kurz danach einen dieser „geliebten Menschen“ bei uns
taufen zu dürfen und im Jahresverlauf noch drei weitere. Unsere Senioren setzten das Thema
mit „Jesus erleben – Zukunft gestalten“ um. Der Erntedanktisch wurde für das Frauenhaus Bora gedeckt
und unsere Nachbarn nutzten das „Weihnachtpäckchen“ um bei uns Lieder zu singen und Adventsgestecke
herzustellen.
Die Finanzierung des Anbaus schritt mit dem „Schlachtefest“ für die Sparschweine voran, das wir auch für
einen Rückblick (50 Jahre Bethel-Gemeinde Marienplatz/Schillerstraße) und hoffnungsvollen Ausblick auf
das Jahr 2039 nutzten. Erste Kontakte zum Flüchtlingswohnheim in der Klingsorstraße wurden geknüpft.
Erzählcafé, Familiencafé sowie der Zuzug aller Bethel-Schwestern erfüllten die Räume ebenfalls mit Leben.
Wir verstehen es als unseren Auftrag, Menschen in Umbrüchen zu begleiten, in unserem Stadtteil das
Evangelium zu verkünden und das Ökumenische Miteinander zu fördern. Durstrecken gibt es natürlich
auch, z.B. in der Kinder- und Jugendarbeit oder bei der Suche nach Mitarbeitern.
2015: Teilen – Glaube – Liebe – Hoffnung
Flüchtlingselend, Terror, Kriege – es ist viel los in der Welt. Im friedlichen Deutschland geht es uns gut. Aber
eine klare christliche Botschaft, ein gut durchdachtes und dennoch von Herzen geglaubtes Christentum
steht den meisten Bundesbürgern scheinbar nicht zur Verfügung.
Es sei denn…wir teilen es. Teilen wir unseren Glauben an Jesus von Nazareth, der Gewaltlosigkeit vorgelebt
hat, aber keinem Konflikt mit dem Establishment aus dem Weg gegangen ist. Teilen wir unsere Liebe. Sie
ist die einzige Bibelübersetzung, die von allen Menschen verstanden wird. Teilen wir unsere Hoffnung.
Weder Gewalt noch Terror haben das letzte Wort, sondern Gott, der die Welt liebt und Frieden möglich
gemacht hat.
Das Jahresthema 2015 „Teilen – Glaube, Liebe, Hoffnung“ hat viele Facetten. Wir wollen unseren Glauben
mit Besuchern aus Malawi teilen, die im Frühjahr für ca. 3 Monate zu uns kommen werden. So Gott will
taufen wir im Juni 2015 in einem neuen Open-Air Taufbecken. Und natürlich werden wir um Mitarbeiter
beten und knappe Finanzen verwalten. Wir werden wieder unsere Nachbarn zum Grillen einladen, die
Kinder zu „Hello Luther“, die ein oder andere Ausstellung anbieten und im Dezember Weihnachtslieder
gemeinsam singen. Eigentlich alles normal? Ja, vielleicht. Fühlt sich aber auch mal ganz gut an. Haben wir
genug zum Teilen? Gewiss, denn wenn wir teilen wird es mehr.
Jens Hobohm
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EFG Berlin-Marzahn
Bei den Treffen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Berlin Marzahn-Hellersdorf
heißt ein immer wiederkehrender Tagesordnungspunkt „Berichte aus den Gemeinden und
Werken“. Die Geschwister berichten dann über ihre jeweilige Situation, geplante Aktionen
und ihre Erfolge und Schwierigkeiten. Schön, denke ich, dass es eine solche Vielfalt in einem
weitestgehend säkularisierten Stadtbezirk Berlin Marzahn-Hellersdorf überhaupt gibt. Sie ist
ein Geschenk Gottes.
Diese ökumenische Vielfalt ermöglicht es uns, weit über die zahlenmäßige Präsenz der Christen, die bei
etwa 4 Prozent liegt, am Gelingen eines guten Miteinanders aller Menschen hier mitzuwirken. Wir werden
gehört – das war nicht immer so.
Und diese Vielfalt in herzlicher Verbundenheit hilft uns, die gute Botschaft von der Liebe Gottes zu den
Menschen in unserem Stadtbezirk zu tragen.
Doch welch eine Rolle kann dabei eine ziemlich überalterte Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde mit
zurzeit gerade einmal 18 Mitgliedern spielen? Das wissen wir oft nicht so genau. Was wir aber wissen
dürfen, ist, dass unser Gott uns bisher nicht im Stich gelassen hat.
Vor allem dürfen wir ganz einfach Gemeinde Jesu Christi sein – mit vielen Einschränkungen und mit
manchen bangen Fragen – aber auch mit vielen Zeichen seiner Treue. Unser Herr gibt uns hier einen Raum,
an dem wir uns an 3 Sonntagen im Monat zum Gottesdienst treffen. Einen dieser Sonntage gestalten wir
übrigens als „Gottesdienst im Dialog“, mit viel Raum für das Gespräch über biblische Texte.
Wir können Gemeinschaft mit IHM und untereinander erleben, Freud und Leid miteinander teilen und
Stärkung unseres Glaubens erfahren, Christus begegnen im Feiern des Abendmahls, im Gebet, im Hören
auf die Verkündigung.
Und wir haben erlebt, wie Gott segnet, wie er uns so viele Sorgen einfach abnahm, zum Beispiel indem
er dafür sorgte, dass Arbeiten auf unserem Grundstück ganz unerwartet möglich wurden, ohne dass dies
unsere Kräfte überforderte. Auch unser Haushalt ist ausgeglichen. Wer hätte das vor 5 Jahren gedacht?
Wir dürfen dankbar sein.
Neue Herausforderungen kommen auf uns zu. Im Frühjahr werden etwa 400 Flüchtlinge in ein neu
errichtetes Containerdorf einziehen. Es wird in derselben Straße errichtet, in der auch unser Gemeindehaus
steht. Es gibt Proteste der Anwohner, Unsicherheit, an jedem Montag rassistische Aufmärsche.
Wir sind zusammen mit Christen aus vielen Kirchen in der Umgebung einen Pilgerweg gegangen, haben
gebetet, dass Gott doch Frieden schafft, Herzen verändert und jene Menschen segnet, die sich um ein
Klima des Willkommens für diese entwurzelten Menschen bemühen.
Und jeden Montag versammeln wir uns reihum in den Kirchen zum Friedensgebet. Ein regelmäßiges
Anliegerkirchentreffen sorgt dafür, Aktionen, Hilfsangebote zu koordinieren, den Kontakt mit anderen
Akteuren im Stadtbezirk zu halten, Kräfte zu bündeln, Netzwerke zu knüpfen.
Was wird die Zukunft bringen? Werden wir Ortsgemeinde bleiben können? Finden vielleicht neue
Menschen in der EFG Berlin-Marzahn eine geistliche Heimat? Wachsen uns neue Aufgaben zu? Reichen
unsere Kräfte noch?
Wir wissen es nicht. Für länger als ein Jahr können wir nicht planen. Unser tägliches Brot gib uns heute –
das will immer wieder neu gelernt sein.
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Solange Gott uns dies hier möglich macht, möchten wir beieinander bleiben, getragen von der Hilfe und
den Segnungen unseres Herrn – auf dem Weg ins Unbekannte aber nicht ins Ungewisse. Denn wohin uns
unser Weg auch führt: Unser Herr ist schon da – das ist gewiss.
Alfred Kunz, Gemeindeleiter
EFG Berlin-Moabit/ Bethania-Gemeinde
Was für ein Jahr! 2014
Das bedeutete für die Bethania-Gemeinde viele Veränderungen:
– Wir haben das Jahr ohne Pastor erlebt.
– Da die finanziellen Belastungen zu groß wurden, haben wir uns entschlossen, unser
Haus und Grundstück zu verkaufen.
– In unseren Gemeinderäumen sind wir jetzt, ebenfalls aus finanziellen Gründen, nur
noch Untermieter.
Und was war sonst noch in Bethania los?
In der ersten Phase des Jahres haben wir uns sonntags getroffen, um gemeinsam zu frühstücken und uns
darüber auszutauschen, wie es in der Bethania-Gemeinde unter den veränderten Rahmenbedingungen
weitergehen kann. Es gab bei diesen Treffen viele tiefe Gespräche. Wir machten aber auch die Erfahrung,
dass es nicht einfach ist, ganz unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen.
Aus diesen Frühstücksrunden erwuchs das Bedürfnis, an jedem Sonntag eine Veranstaltung zu haben und
einmal im Monat eine Gemeindestunde.
Im ersten Halbjahr taten wir uns noch schwer mit der Sicherstellung der gottesdienstlichen Veranstaltungen.
Das war ja auch ganz verständlich. Wer traut es sich schon aus dem Stand zu, einen Gottesdienst zu
gestalten? Wir haben vieles ausprobiert. Im zweiten Halbjahr ist es uns dann gelungen, an jedem
Sonntag einen Gottesdienst durchzuführen. Etwa zweimal pro Monat gibt es einen Abendgottesdienst
mit verschiedenen Beiträgen, Taizé-Liedern, Segnung und Abendmahl. Da wir alle keine Theologen
sind, unterschieden sich unsere Gottesdienste stark von den bisher gewohnten. Da gab es positive wie
problematische Irritationen. Dennoch kamen an jedem Sonntag Menschen in der Bethania-Gemeinde
zusammen, um gemeinsam zu singen, zu beten, sich auf Gott auszurichten. Das ist doch echt wunderbar.
In den Gemeindestunden haben wir über den weiteren Weg der Gemeinde beraten. Dieser Prozess ist
noch nicht abgeschlossen. Eigentlich ist so ein Prozess ja nie abgeschlossen…
Kurz zusammengefasst: das gab es 2014 in Bethania
– Gottesdienstliche Veranstaltungen sonntags um 11.00 Uhr
– Kinderstunden während der Vormittagsgottesdienste
– etwa zweimal im Monat Abendgottesdienste
– Gemeindeunterricht in Kooperation mit der Gemeinde Berlin-Wedding – Passah-Mahl am
Gründonnerstag – St. Martin-Enten-Essen
– eine schöne Christvesper Und es gab die gemeinsame Erkenntnis, dass unsere eigenen Möglichkeiten
begrenzt sind und wir Unterstützung von außen brauchen.
Wir sind jetzt dabei, diese zu organisieren, z.B. durch das Einladen von Gastpredigern. Und sind gespannt,
wie es mit uns weitergeht.
Dorothea Gützkow, Carsten Henkel
23
EFG Berlin-Neukölln
Zu den Höhepunkten des Gemeindejahres zählten das Osterfest mit dem Osterfrühstück und
das „Gott-sei-Dank-Fest“ zum Erntedanktag. Mit 34 Personen fuhren wir auf Gemeindefreizeit
nach Hirschluch und verbrachten Tage der Gemeinschaft. Unter dem Thema „Gott nahe sein ist
mein Glück“ beleuchteten wir vielseitige Glaubensstile, die diese Erfahrung ermöglichen. Im
April und Oktober führten wir die 24/7 Gebetswoche durch, die für jeden Teilnehmer stets ein
großer Segen ist.
Missionarische Veranstaltungen mit vielen gemeindefremden Gästen:
Im Sommer übertrugen wir zur Fußball-WM in Brasilien die deutschen Spiele. Mit dem Public Viewing
erreichen wir Nachbarn und den Freundeskreis der Gemeinde. Das Martinsfest (11.11.) mit Theaterstück,
Laternenumzug und Lagerfeuer wurde von etwa 200 Personen besucht.
Das christliche Puppenspiel (vier Aufführungen) und die Kaffeestube zum Rixdorfer Weihnachtsmarkt
führten ebenfalls Hunderte Kinder und Erwachsene ins Haus. Das jährliche Krippenspiel zur Christvesper
war in diesem Jahr erstmals ein Weihnachtsmusical bei dem live zu einem Playbackband gesungen wurde.
Bei der Generalprobe kamen 40, bei der Aufführung am Heiligabend 150 Besucher. Die Durchführung
bedeutete viel Arbeit, die Sänger und Schauspieler hatten jedoch auch viel Spaß und das Publikum war
begeistert.
Zwei Veranstaltungen Kultur bei Wein und Kerzenschein (KuWuK-Abende), eine Romanlesung von Claudia
Atts‘ christlichem Berlin-Liebesroman „Liebe auf Zeit“ und einem Chorkonzert brachten Gäste ins Haus.
Die Reihe wurde jetzt in „Kultur pur“ umbenannt und geht auch im neuen Jahr weiter. Die Frage die
uns als Gemeinde besonders beschäftigt, ist: „Wie integrieren wir neue Mitglieder und Freunde?“ Zum
Jahresende hatte die Gemeinde 91 Mitglieder. Insgesamt können wir sehr dankbar sein für das, was uns
Gott als Gemeinde geschenkt hat.
Pastor Reiner Atts
EFG Berlin-Niederschönhausen
Wir sind eine Gemeinde mit 29 Mitgliedern. Fast alle sind im Rentenalter. Wir bemühen uns,
in unserer Umwelt von Jesus zu sprechen, Kontakte mit anderen Menschen aufzunehmen, und
sie durch Zeugnis und Anteilnahme an ihren Sorgen Gottes Liebe spüren zu lassen.
Im monatlichen Frauen-Frühstück erreichen wir 6 Frauen als Freundinnen der Gemeinde. In
der Gymnastikgruppe sind es 3-4 Frauen, mit denen wir im Kontakt sind.
In unserem Hause feiert auch die evangelische Gemeinschaft (Landeskirche) ihre Gottesdienste. Jeden
5. Sonntag eines Monats gibt es gemeinsamen Gottesdienst (mit Kaffee und Kuchen). Seit wir wieder
einen Pastor haben- wenn auch nur in Teilzeit- erfreuen wir uns an fortlaufenden Themenkreisen in der
Bibelstunde. An 2 Sonntagen predigt Br. Glatz, an den anderen Sonntagen ist immer ein gutes Wort von
anderen Pastoren da.
In der Evang. Allianz haben wir ein gutes Miteinander in der Allianz-Gebetswoche und anderen
Gebetstreffen. Im November gibt es immer die Friedens-Dekade. Wir treffen uns auch mit den katholischen
Geschwistern abendlich und gestalten gemeinsam den Abschlussgottesdienst.
24
Das Thema 2014 war „Mut zum Widerstand“. Mit den Nordberliner Gemeinden gibt es Zusammenkünfte,
in denen sich jeweils eine Gemeinde vorstellt, ein Stück ihrer Geschichte aufzeigt und alle mit Kaffee und
Kuchen bewirtet.
Der Weltgebetstag, den die ägyptischen Frauen vorbereitet hatten, wurde in der Adventisten- Gemeinde
gefeiert. „Wasserströme in der Wüste“ war das Thema. Im Herbst erfreute uns Br. Gernot Hildebrandt in
einem Gottesdienst mit seinen Marionetten. „Jesus läuft übers Wasser!?“
Unser Saal war wieder einmal schön voll mit interessierten Menschen.
Seit Mitte des Jahres unterstützen wir ein Projekt der „ebm“- die Augenklinik in Lunsar, Sierra LeoneAfrika. Wir hoffen, dass Gott auch unsere kleine monatliche Spende segnet und damit einigen Menschen
das Augenlicht wiedergeschenkt werden kann.
Beim Erntedankfest dachten wir an die Menschen, die nur ein Minimum an Essen, Kleidung und
Wohnkomfort haben; wir türmten keine schönen Obstpyramiden auf, sondern brachten Konserven,
Kaffee-Packungen, Nudeln etc für den Erntedanktisch mit. Die Ausgabestelle in der Gemeinde WeißenseeLaib und Seele- nahm uns dankbar die Gaben ab. Die „Arche“ bekam das Erntedankopfer, das wir in Euro
gespendet hatten.
Unsere Wünsche an Gott wären:
1. Menschen, die verbindlich mit Gott leben wollen, in unsere Gemeinde einzugliedern
2. Kinder! Unsere Sonntagsschule hat zur Zeit 2-5 Kinder
Wir danken Gott für alle Durchhilfe und hoffen, dass wir noch etliche Arbeit im neuen Jahr schaffen
dürfen.
Bärbel Piasetzki, Gemeindeleiterin
EFG Berlin-Oberschöneweide
Mitglieder am 31.12.2014: 136
Durchschnittlicher Gottesdienstbesuch: 98 davon ca. 20% Nichtmitglieder
Taufen 2014: keine
Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf ein Jahr zurück, in dem wieder viele gute Arbeit geleistet
wurde. Unser sozialdiakonisches Projekt „Check-In“, ein Freizeitangebot für Kiezkinder in
Oberschöneweide, bekommt einen immer besseren Bezug zu unserem Gemeindeleben. Darüber hinaus
bieten wir auch einen Winterspielplatz an zwei Tagen in der Woche für Kinder von 0 bis 4 Jahren an, sowie
Angebote für Mütter mit Kindern. Diese Angebote werden inzwischen richtig gut angenommen. So ist unser
Gemeindehaus eigentlich immer voller Kinder; auch wenn das nicht unsere eigenen sind. Auch ein neues
Projekt konnte im letzten Jahr ins Leben gerufen werden: „Kino in der Kirche“, zu dem alle Menschen in
unserer Nachbarschaft herzlich eingeladen sind. Hier zeigen wir bekannte neuere Kinofilme mit Bezug zu
aktuellen Themen oder auch zum Nachdenken über „Gott und die Welt“. Anschließend können natürlich
Gespräche geführt werden. Auch dieses Angebot wird gut in unserer Nachbarschaft angenommen.
Hier brauchen wir allerdings noch ein paar gute Ideen, um ein ansprechendes „Rahmenprogramm“ zu
entwickeln, damit wir diese Gespräche vielleicht noch etwas vertiefen können.
Am 24. Mai fand in unseren Räumen das Gemeindeseminar „Auf Augenhöhe“ mit Jutta Teubert und
Jonas Schilke (Jugendpastor unseres Bundes) statt. Dieses Seminar führte uns vor Augen, wie viele
unterschiedliche Generationen von Menschen in unserer Gemeinde leben.
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Das Zusammenleben vieler Generationen ist ein großer Reichtum in unseren Gemeinden, stellt uns aber
auch vor gewisse Herausforderungen. Man muss miteinander reden, einander zuhören und oft auch
nachfragen, wo der Schuh drückt. In dem Seminar konnten die Geschwister jeder Generation festhalten,
was sie an den jeweils anderen Generationen schätzen und was sie sich von ihnen wünschen würden. Alle
Generationen haben wertvolle Dinge in die Gemeinde einzubringen. So besitzt z. B. die junge Generation
eine große Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Dingen, ist mutig, flexibel und kreativ. Bei der „mittleren“
Generation wurden Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit und Führungsqualitäten festgestellt.
Bei der älteren Generation schätzt man eine gewisse Gelassenheit und Sicherheit in Glaubensdingen,
Lebensweisheit und Gottvertrauen. Während man sich bei der jungen Generation mehr Verbindlichkeit
wünschte, wünschen sie die jungen Leute mehr Anleitung vor allem in Glaubensdingen von den älteren
Geschwistern.
Aber leider wurde beim Betrachten der verschiedenen Generationen auch klar, dass es in unserer Gemeinde
eigentlich zwei Generationen gibt, die nur noch aus recht wenigen Geschwistern bestehen. Neben der
Generation der 15-30 jährigen, von denen es erfreulicherweise doch noch einige gibt, ist die Gruppe der
30-50 jährigen nur noch sehr wenig vertreten. Diese Gruppe besteht normalerweise zum großen Teil aus
Eltern mit kleinen und auch größeren Kindern. Es versteht sich von selbst, dass Gemeinden, die hier eine
starke Generation haben, sich um ihre Altersstruktur zunächst keine Sorgen machen müssen. Es wäre
daher sehr schön, wenn unsere Gemeinde in diesem „Alterssegment“ wieder mehr wachsen würde.
Im Oktober fand für alle interessierten Mitglieder unserer Gemeinde eine Klausur in einem idyllisch
gelegenen Äbtissinnen Kloster mit dem Arbeitstitel „Gemeinde im Wandel – vom Reagieren zum Agieren,
von der Stagnation zur Inspiration“ statt. Neben der Gemeindeleitung sind zu den alle 2 Jahre stattfindenden
Klausurtagungen stets alle Geschwister eingeladen, denen die Planung der Gemeindearbeit am Herzen
liegt. So waren in diesem Jahr 20 Geschwister mit dabei – und auch hier mussten wir feststellen, dass
Mitarbeiter unter 45 unterproportional vertreten waren; lediglich zwei der mitgereisten Teilnehmerinnen
bzw. Teilnehmer unterschritten diese Altersgrenze.
Überschrift „Gemeinde im Wandel“. Wandel? Wohin? Wollen wir uns überhaupt wandeln? Sind wir
vielleicht schon im Wandel? Zunächst gab es nur ratlose Gesichter. Dann aber kam die bahnbrechende
Frage: „Was hat sich eigentlich in unserer Gemeinde in den letzten 15 Jahren verändert?“ Und jetzt
sprudelte es. Viele positive Veränderungen wurden festgestellt. Wenn wir nun versuchen, 15 Jahre in
die Zukunft zu schauen, werden wir feststellen, dass unsere eigenen Kinder den Fortbestand unserer
Gemeinde nicht sichern werden, soviel ist eigentlich schon klar. Trotzdem ist unser Haus über die Woche
gesehen voller Kinder, wie oben schon erwähnt. Wie gehen wir damit um? Wir haben ja schon darauf
reagiert; die Angebote die wir haben, gehen in die richtige Richtung. Zum Agieren benötigen wir Ziele und
um diese zu definieren brauchen wir Inspiration. Um Ziele zu definieren müssen wir zunächst einsehen,
dass wir selbst keine Gemeinde bauen oder erhalten können. Dies kann nur unser souveräner Gott. Wenn
wir es trotzdem mit all unserer Kraft versuchen, werden wir ausbrennen. Unsere Aufgabe ist es, uns mit all
unseren Gaben und Fähigkeiten Gott zur Verfügung zu stellen. Klingt fromm und wir haben es alle schon
1000 Mal gehört, aber was heißt das eigentlich in unserer Zeit? Dinge, die uns selbst Spaß oder Freude
machen, belasten uns am wenigsten. Darauf sollten wir achten! Lasst uns all die Dinge, die wir gerne
tun zusammenlegen und damit unsere Gemeindearbeit gestalten. Es gibt viele Dinge, die wir wirklich
gerne machen! Das ist Reichtum. Wenn wir das machen, strahlen wir wirkliche Freude aus und können
viel überzeugender von unserem Herrn reden. Klar, es gibt auch Dinge, die unbedingt gemacht werden
müssen, aber nicht so viel Spaß machen. Aber wenn das nicht den größten Teil unserer Arbeit ausmacht,
werden sich auch für diese Dinge Mitarbeiter finden lassen. Unsere Ziele sollten wir so definieren, dass
wir sie auch erreichen können, also nicht Gemeinde bauen (das überlassen wir Gott) sondern dafür „die
Weichen zu stellen“ oder „den Samen auszulegen“. Was Gott daraus macht, überrascht uns oft. Vor
15 Jahren hätte niemand ahnen können, wie unser Gemeindeleben heute aussieht. Ein aktuelles Ziel
wäre es vielleicht, in einem Jahr in einem Umkreis von 1 km rund um unser Gemeindehaus in unserer
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Nachbarschaft bei vielen Menschen bekannt zu sein. Das wäre doch was! Diese Perspektive ist es wert,
festgehalten zu werden.
Wir danken Gott für alles, was er uns im letzten Jahr geschenkt hat und wünschen uns, dass wir den
Wandel, der auch in nächster Zeit für unsere Gemeinde ansteht, mit seiner Hilfe gut hinbekommen.
Thomas Vorwerk
EFG Berlin-Prenzlauer Berg/ Zoar
Das Jahr 2014 war für die Gemeinde ein gutes Jahr.
Nicht nur gemessen an den vielfältigen Veranstaltungen empfanden wir die Gemeinde als
lebendigen Organismus. Erstmals wurde ein Glaubenskurs an sechs Abenden durchgeführt, an
dem wir eine große Anzahl von Gästen begrüßen konnten. Es wurde von mehreren persönlichen
und seelsorgerlichen Gesprächen berichtet, Kontakte zu Nichtchristen wurden geknüpft.
Im Mai feierten wir unser immerhin schon 13. Straßenfest, bei dem auch ein reger Zuspruch von Nachbarn
und Passanten zu verzeichnen war. Durch die gleichzeitige Ausstellung mit Gemälden des Dresdener
Künstlers Ralf Ossa in den Gemeinderäumen und der musikalischen Mitwirkung von Br. Michael Schubach
war den Besuchern teilweise die Schwellenangst genommen, eine „Kirche“ zu betreten.
Eine große Freude war, dass im Berichtszeitraum zwei Taufen stattfanden und vier Menschen auf ihr
Bekenntnis zu Christus getauft und in die Gemeinde aufgenommen wurden.
Im November feierte eine Reihe von Mitgliedern ein Tauferinnerungsfest, das unser Pastor Andreas
Güthling organisiert hatte. Dabei war Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zum Weg in und mit der
Gemeinde und auch zum Verlesen der verschiedenen Taufsprüche. Insgesamt entwickelte sich das
abendliche Fest zu einem schönen Danktag.
Wir spürten aber auch, dass die Kräfte der Gemeinde an verschiedenen Stellen begrenzt sind und manche
Termine zeitlich zu eng gefasst waren. Um die Mitarbeiter kräftemäßig nicht zu überfordern, wurden
einige geplante Veranstaltungen abgesagt bzw. auf spätere Zeitpunkte verschoben.
Zur Gemeindestatistik :
Mitgliederstand am 01.01.2014:157 Mitglieder
Zunahme durch Taufe: 4
Zunahme durch Zeugnis:
1
Zunahme durch Überweisung:
1
Abnahme durch Tod:
1
Abnahme durch Austritt:
3
Abnahme durch Streichung: 1
Mitgliederstand am 31.12.2014: 158 Mitglieder
Wolfgang Schulz
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EFG Berlin-Reinickendorf
Wer wir sind? Wir sind eine „Alte Gemeinde mit jungem Herzen“. So sehen wir uns. Dass unser
Herz jung und dynamisch bleibt, daran wollen wir arbeiten und deswegen sind wir gemeinsam
unterwegs.
Viele Gruppen und Aktivitäten sind entstanden und müssen sich bewähren. Eine Aktion wurde
nach 25 Jahren beendet: Die Aktion „Estland-Hilfe“. Tonnenweise Kleidung und andere Gaben
zur konkreten Lebens-Hilfe haben in Estland nicht nur LKW-Spuren hinterlassen, sondern viele Spuren
praktischer Nächstenliebe.
Im Rahmen unserer Kiezorientierung haben wir unseren Spiel- und Sportnachmittag fortgeführt. Für
unsere unmittelbaren Nachbarn und alle anderen beweglichen Menschen öffneten wir unseren Garten.
Das Familienfrühstück, an jedem ersten Samstag im Monat, ist 2014 im zweiten Jahr seines Bestehens zu
einer festen Institution geworden und wird auch von Nachbarn und Freunden gut angenommen.
Unsere Veranstaltungsreihe KuGuK-Kultur, Gespräch und Kerzenschein feierte in 2014 ihr 10-jähriges
Bestehen. In mehr als 80 kulturellen Veranstaltungen (Film, Theater, Kabarett, Konzerte verschiedenster
Art und Musikrichtungen) konnten wir über 7.000 Gäste begrüßen. Ehrlicherweise müssen wir in
diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass das Angebot von uns als Gesamt-Gemeinde nicht so gut
angenommen wird. Verpassen wir damit nicht eine große Chance mit Menschen über „Gott und die Welt“
ins Gespräch zu kommen? Ein Höhepunkt in dieser Reihe war 2014 zweifellos der Auftritt von Stefan
Krawczyk zum 25. Jubiläum des Mauerfalls. Keine Nostalgieshow, sondern ein immer wieder aktueller
Aufruf, dass Freiheit kein Selbstläufer ist, sondern neu errungen und gelebt werden will.
Verschiedene Predigt-Themen-Reihen beschäftigten uns im vergangenen Jahr. So beendeten wir die
Reihe zu den „10 Geboten – Hilfe zum Leben“. Seit Juni 2014 drehte sich alles um „Beziehungen“, z.B. „Wie
Beziehungen wachsen – Vergebung befreit“, oder „Wer nachtragend ist, hat viel zu schleppen“, „Wie Gott
mir, so ich dir!“ Ein Beziehungsseminar: „Liebe ist kein Tätigkeitswort“ wurde durch eine Mitarbeiterin der
Ev. Beratungsstelle Pankow durchgeführt und hinterließ zufriedene junge Paare.
… und was war sonst noch: Erstmals boten wir zum Jahreswechsel 2013/14 einen Salbungsgottesdienst
an. Dann: Allianz-Gebetswoche. Fastenwoche zur Passionszeit. Osterfeuer Karsamstag. Übertragung
Fußball-WM. Zwei Gemeindeforen im Anschluss an den Themenabend „Homosexualität und Gemeinde“
der Nordberliner Gemeinden am 07.05.2014 zum gleichen Thema. Eine Gemeindefreizeit: „Beziehungen
leben - mit Herz und Hand“.
Nicht unerwähnt soll die vor Ort gelebte Ökumene sein. Hierzu gehört insbesondere der EpiphaniasGottesdienst, den wir immer mit unseren Schwestern und Brüdern aus der Evangelischen Luther-Kirche
feiern. Frauen beten am Weltgebetstag in ökumenischer Gemeinschaft. Es schließt sich der gemeinsame
Kreuzweg mit der Evangelischen und Katholischen Kirche an. Pfingsten folgt ein Ökumenischer Open-AirGottesdienst auf der Dorfaue. Im November begegnen wir uns zu drei Bibelabenden in den verschiedenen
Kirchen. Der Ökumenische Adventsmarkt bildet den Abschluss der kleinen Ökumenischen Bewegung und
Begegnung in Alt-Reinickendorf.
Zum ersten Mal feierten wir 2014 Advent nicht nur im Rahmen der Ökumene, sondern mit vielen
Religionsgemeinschaften aus dem näheren Umfeld. Ein zweiter Interreligiöser Dialog findet am 06.03. d.
J. in unserer Baptisten-Kirche statt.
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Wir sind dankbar für das Geschenk der Vielfalt in und um unsere Gemeinde. Dabei wollen wir uns
als Gesamt-Gemeinde und unseren Auftrag als Ganzes im Blick behalten. Wie und wo fügen sich die
Einzelteile wie bei einem guten Puzzle zusammen? „Wie missional wollen und können wir uns als
Gemeinde verstehen?“ und „In welcher Art und Weise wollen wir diesen Auftrag leben?“ Haben wir uns
als Gemeinde „häuslich“ eingerichtet oder befinden wir uns noch in offenen „Suchbewegungen?“ Eine
gesunde Balance zwischen der Sammlung und Sendung sehen wir als ein biblisches Grundprinzip, das es
zu beachten gilt. – Das sensible Hören auf Gott wollen wir auch 2015 nicht vernachlässigen!
Mitglieder 31.12.2014: 129 (Vj.: 121)
Taufen: 2 (Vj.: 1),
Durchschnittlicher Gottesdienstbesuch: 89,3, (Vj.: 91,1), davon rd. 25 % Nichtmitglieder
Detlev Nagi
EFG Berlin-Schöneberg/ Hauptstraße
„Bei Gott sind alle willkommen. Alle!“, so lautet unser Claim, also die Überschrift, über das ganze
Gemeindeleben. Dass bei Gott alle willkommen sind, wissen wir ja, was aber ALLE bedeutet,
bringt uns schon immer wieder ins Staunen und beschert uns so manche Herausforderung.
Wir haben uns mit diesem Claim für Vielfalt entschieden und die drückt sich im Gemeindeleben
aus. Die Zahl der Menschen, die aus anderen Ländern und Kulturen kommen, nimmt zu.
Wir haben immer Wert darauf gelegt, keine Gastgemeinde bei uns zu beherbergen. Die ausländischen
Gruppen sind integrierter Bestandteil der Gemeinde. So gibt es die deutsche Gemeindegruppe, die
angolanische Gemeindegruppe, die iranische Gemeindegruppe und die koreanische Gemeindegruppe.
Jede dieser Gemeindegruppen gestaltet ihr eigenes Gemeindeleben, aber zunehmend gibt es gemeinsame
Veranstaltungen.
Mehrere Taufgottesdienste waren ein schönes und buntes Miteinander. Sprachenvielfalt, unterschiedliche
Musik, viel Bewegung, manche Unruhe, aber von allen gemeinsam empfundener Segen. Das Hoffest im
Sommer fiel leider ins Wasser. Es regnete in Strömen. Also verlegten wir alles nach drinnen. Manches, was
wir geplant hatten, ging nicht, aber dafür anderes. Es gab ein buntes und vielfältiges Sprachengemisch,
Essen aus allen Ländern, Musik, Spiele, Sport und ausgelassene Fröhlichkeit. So stellen wir uns das
öfter vor. Das nächste Hoffest kommt bestimmt. Kurz vor Weihnachten hatten wir unser besonderes
Weihnachtskonzert mit Künstlerinnen und Künstlern aus allen Gemeindeteilen. Auch ein besonderes
Ereignis der Vielfalt.
Es gibt eine Reihe von Deutschkursen für die fremdsprachigen Leute in unserer Gemeinde. Hier engagieren
sich ehrenamtlich eine ganze Reihe Geschwister aus der Gemeinde.
Beim Schöneberger Motzstraßenfest waren wir im Juni mit einem Stand vertreten. Dieses Straßenfest ist
das größte homosexuelle Straßenfest in Europa. Wir haben lange überlegt, ob wir dieses Wagnis eingehen
wollen und haben es dann getan und nicht bereut. Wir waren nicht der einzige christliche Stand beim
Fest, aber einer, der sehr viel angelaufen wurde. Besonders bewegend war die Begegnung mit einem
Menschen, der mit Tränen in den Augen da stand und sagte: „Damals vor 20 Jahren bin ich aus meiner
Baptistengemeinde ausgeschlossen worden, weil ich homosexuell bin und jetzt seid Ihr hier. Was für ein
Zeichen.“ Wer wollte konnte einen Button bekommen auf dem stand „geliebt“. Die Buttons gingen weg
wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Sie waren ein Anknüpfungspunkt für viele Gespräche, auch
darüber, dass bei Gott alle willkommen sind. Alle eben.
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Der Winterspielplatz ist unser Programm, das weit in die Nachbarschaft reicht. An zwei Tagen der Woche
kommen bis zu 60, manchmal auch 70 Kinder. Diesen besonderen Spielplatz gibt es seit einigen Jahren.
Jetzt erst fragen Menschen häufiger, was denn Baptisten seien und interessieren sich auch für die
Gemeinde. Immer öfter kommen Eltern mit ihren Kindern auch zu den Gottesdiensten. Es braucht wohl
Jahre, bis Menschen, die sonst mit der Gemeinde nichts zu tun haben, Vertrauen fassen. Schneller geht
es nicht.
Die Suppenküche erreicht in den Wintermonaten an den Öffnungstagen (immer montags und dienstags)
zwischen 80 und 120 Gäste. Das sind keine Obdachlosen, sondern arme Menschen, denen mit einer
günstigen Mahlzeit weitergeholfen wird.
Die Sonntaggottesdienste haben ihr eigenes unterschiedliches Gepräge. Am ersten Sonntag feiern wir,
wie wohl in den meisten Gemeinden auch, das Abendmahl. Am zweiten Sonntag ist die Reihe B (B wie
Bibel) dran. In jedem Gottesdienst betrachten wir ein ganzes Bibelbuch. Nach den Briefen des Neuen
Testamentes beschäftigen wir uns seit einiger Zeit mit den alttestamentlichen Prophetenbüchern. Am
dritten Sonntag heißt der Gottesdienst 3D. Um 9.30 Uhr beginnt es mit einem Frühstück. Der Gottesdienst
startet um 11.00 Uhr und beschäftigt sich mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und aktuellen Themen.
Die Gottesdienste haben meistens einen interaktiven Teil. Für 2015 werden wir am vierten Sonntag eine
Reihe auflegen, die wir „Standpunkte“ nennen. Was das ist und wie das abläuft, schreiben wir im nächsten
Bericht.
Die Seminarreihe für Mitarbeiter „Gemeinsam Gemeinde bauen und gestalten“ werden wir in diesem Jahr
abschließen. Es ging um praktische Themen zur Mitarbeiterführung von Kommunikation über Motivation,
Teamgestaltung bis hin zum Thema Burnout. Für 2015 planen wir eine neue Seminarreihe.
Natürlich gehen auch Geschwister aus unserer Gemeinde weg, denen die Entwicklungen und
Veränderungen nicht gefallen oder die sich damit nicht identifizieren können. Das ist traurig, aber wohl
nicht zu verhindern. Allerdings gilt: wer geht, geht im Segen.
Wir bleiben unterwegs und sind gespannt, wohin Gott uns führen wird. Wir sind auf dem Weg der
Integration und Inklusion. Es bleibt herausfordernd. Aber wir wollen es ernst nehmen, was unser Claim
sagt. „Bei Gott sind alle willkommen. Alle!“
Michael Noss und Dagmar Wegener
EFG Berlin-Spandau/ Jagowstraße
In der Rückschau auf das Gemeindeleben im Jahr 2014 treten zwei Themen mehr als sonst in
den Vordergrund.
Erstens: Die Gemeinde wurde durch Gemeinschaftserlebnisse beschenkt und herausgefordert.
Wir waren mit der Teilgemeinde Staaken über die Pfingsttage in Boltenhagen und haben
die Ostsee genossen. Im Umgang mit dem Thema „Heiliger Geist“ erinnerten sich viele an
konfliktreiche Zeiten der Gemeindegeschichte. Damals gab es einige, die den Heiligen Geist missbrauchten
um unheiligen Druck auf die Heiligen auszuüben. Dabei entstanden Verletzungen, die zur Sprache kamen
und deren Heilung vorankam. Wir durften erleben, dass der Heilige Geist mehr ist als Feuer und Sturm. Er
ist die tröstende und beistehende Kraft Gottes, die Gemeinde voranbringt und erneuert. Mit „Beten aus
dem Hören“ und in persönlichen Begegnungen haben wir gute Erfahrungen machen und teilen können.
Einen Trauerfall, eine Hochzeit und ein Jubiläum waren Anlässe für besondere Gottesdienste und
Erfahrungen der Verbundenheit. Veit Srutek, der jahrelang auf dem Gemeindegrundstück lebte und sich
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immer engagiert hatte, war nach langer und schwerer Krankheit verstorben. Zwanzig Meter neben seiner
Wohnung haben wir uns in einem Trauergottesdienst von ihm verabschiedet.
Alle waren gekommen, vielleicht weil er uns immer gesagt hatte: „Ihr seid meine Familie.“ Alle, und noch
eine Menge mehr, kamen um mit Charlotte und Jonathan Fehmer Hochzeit zu feiern. In 2014 hat ihr Fest
der Liebe den Besucherrekord errungen, nicht die Christvesper. Noch mehr Musik, allerdings andere als
bei der Hochzeit, gab es im Festgottesdienst anlässlich des 90jährigen Männerchorjubiläums. Verstärkt
durch Sänger anderer Berliner Chöre war es ein Fest für den Männerchor, der nach neun Jahrzehnten
seinen regelmäßigen Dienst einstellen muss. Anstatt eine weitere Diskussion über die Aktualität von
Männerchören zu eröffnen, sagen wir mit viel Respekt: Herzlichen Dank! Was Menschen für Gott tun
hat seinen Wert in sich selbst. Das sollen alle lesen und hören, denen es wichtig ist, dass Gemeinde sich
entwickelt und Menschen einen Ort bietet, an dem sie die Liebe Gottes erfahren.
Zweitens: Die Gemeindeleitung vor dem Spiegel.
Wir wollten nicht wissen, ob wir die Schönsten im ganzen Land sind. Aber wir wollten prüfen, ob die vor
zwei Jahren entwickelte Arbeitsstruktur unserer Gemeindeleitung funktioniert. Dabei haben wir noch
nachjustiert und schmunzelnd gemerkt, dass sich das echte Leben nicht immer an unsere Strukturen hält.
Trotzdem macht es viel Sinn, Pläne und Strukturen zu nutzen. Außerdem hilft es weiter, jemanden zu
fragen, der etwas davon versteht. Diesen Blick von außen vermittelte uns Günter Hallstein. Mit Fachwissen
und Fingerspitzengefühl hat er uns geholfen, unsere steuernde Funktion in der Organisationsentwicklung
besser wahrzunehmen. So ein Spiegel ist eine prima Hilfe.
Als Personen helfen uns seit Mitte 2014 eine Teilzeitkraft für die Verwaltungs- und Büroaufgaben der
Gemeinde sowie Lea König, die ein Freiwilliges soziales Jahr in unserer Gemeinde ableistet. Danke an
„unser GJW“ für die Vermittlung und Begleitung.
Dirk Lüttgens
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EFG Berlin-Staaken
Das Jahr 2014 war für uns als Gemeinde von vielen kleinen und mittelgroßen Erfahrungen
geprägt, von denen einige hier genannt werden.
Schon vor einiger Zeit ist eine Mietwohnung im Gemeindehaus frei geworden, die wir endlich
nutzbar machen konnten. Bei mehreren kleineren und einigen größeren Arbeitseinsätzen
haben wir gestrichen und aufgebaut, geplant und eingeräumt, installiert und verschönert.
Eingerichtet wurde ein Eltern-Kind-Raum mit Übertragungsmöglichkeit aus dem Gottesdienstraum,
ein Gemeindebüro/Gesprächsraum und ein Mehrzweckraum für Gruppenarbeit, Sitzungen,
Bibelgesprächskreis, Kindergottesdienst und vieles mehr.
Für die jüngere Generation war die Erfahrung, beim BUJU in Alsfeld teilgenommen zu haben, prägend.
Außerdem machten sich einige Teenies und Jugendliche mehrmals im Jahr auf den Weg, um in einem
Asylbewerberheim ein Spiel-Angebot für Kinder zu gestalten. In der Adventszeit gab es dort eine bunte
Weihnachtsfeier, bei der viele von uns mitwirkten.
Im Sommer haben wir auf dem Gelände der Gemeinde ein Sommerfest gefeiert. Es gab viele Spiele für
Kinder und Erwachsene und einen Open-Air-Gottesdienst am Nachmittag. Besonders schön war, dass
auch viele Nachbarn vorbeigeschaut und sehr positiv auf den Trubel im kleinen Zörgiebelweg reagiert
haben.
Über Pfingsten haben wir mit der Gesamtgemeinde (Spandau-Jagowstraße und Staaken) eine intensive
Zeit auf unserer Gemeindefreizeit an der Ostseeküste in Boltenhagen erlebt. Wir haben uns mit dem
Heiligen Geist beschäftigt und ihn hier und da auch bewusst erlebt.
In Sachen Ökumene wurden die guten Kontakte aus den vergangenen Jahren fortgesetzt und vertieft.
Anfang des Jahres fanden wieder unsere „Staakener Bibeltage“ zusammen mit den evangelischen,
katholischen und freien-evangelischen Geschwistern statt. Im November haben wir im Rahmen einer
Dekade, die von der Evangelischen Kirchengemeinde zu Staaken anlässlich des 25-jährigen Jubiläums
des Mauerfalls veranstaltet wurde, einen spannenden und rappelvollen Gottesdienst in der Staakener
Dorfkirche gefeiert, den wir zuvor in intensiver Zusammenarbeit geplant hatten.
Alles in allem erleben wir, wie unsere Gemeindearbeit an vielen großen und kleinen Stellen vom Segen
Gottes geprägt ist. Wir freuen uns über viele aktive Menschen, die ihre Mitarbeit auch als Ausdruck ihres
Glaubens verstehen und mit ihren Möglichkeiten Gemeinde so gestalten, dass andere Jesus Christus
begegnen können.
EFG Berlin-Steglitz
Zum Ende des Jahres zählten sich 278 (+6) Glieder und 35 (-1) Freunde
und Freundinnen zur Gemeinde. Im Durchschnitt feiern wir unsere
Gottesdienste mit rund 130 Teilnehmenden (die Kinder am Anfang nicht
mitgerechnet). Taufen konnten wir leider nicht feiern.
Nach dem äußerlich bewegten Jahr 2013 (Renovierung von Fassade und Dach) wurde es 2014 wieder
ruhiger. Es erfolgten noch kleinere Fertigstellungen im Rahmen der großen Renovierung. Das Thema
der Beschallung im Gottesdienstraum hat uns beschäftigt und wird es weiterhin tun. Ein Kunstprojekt
für die Kirche (der „Glöckchenturm“) wurde anlässlich der Fassadenrenovierung intensiv und innerlich
gewinnbringend beraten, aber dann doch v.a. als zu teuer verworfen. Eine spannende Erfahrung war es
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für die beteiligte Arbeitsgruppe aber allemal, sich über viele Monate in einer heterogenen Gruppe hin zu
einem gemeinsamen Entwurf dessen, was die Gemeinde nach außen signalisieren könnte, zu bewegen.
Eine neue Gemeindeleitung haben wir turnusmäßig gewählt. Auch ein neuer Kastellan ist gefunden
– dankbar sind wir, dass wir diese für eine Gemeinde so entscheidende Position wieder gut besetzen
konnten! Im Bereich der jungen Gemeinde sind ein Teenkreis (als Versuch der Neugestaltung des
Gemeindeunterrichtes) und eine Gruppe für junge Erwachsene in ihren 20ern (studworX) neu
entstanden. Der aus unserer Gemeinde hervorgegangene jüdisch-christliche Shalom-Chor konnte in
einem festlichen Konzert sein 20jähriges Bestehen feiern. Wichtig außerdem: Eine Vortragsreihe zu
Flucht und Migration („Fremd“) hat wichtige Impulse gegeben. Manche aus der Gemeinde haben sich
dadurch auch zu praktischem Engagement in den Flüchtlingsunterkünften im Bezirk inspirieren lassen. Ein
Gemeindepraktikant konnte gute Steglitzer Anregungen mitnehmen. Die Gemeinde-Homepage hat nach
intensiver Vorbereitung ein neues Gesicht erhalten.
Und von den großen jährlichen Ereignissen wie etwa Kinder-Musical, Pfingstfreizeit und Adventsbasar,
bis hin zu den wöchentlichen Gottesdiensten und Gruppenveranstaltungen und den „kleinen“ Diensten
konnten wir wieder ein verlässliches Angebot zur Begegnung untereinander und mit Gott machen. Dafür
sind wir sehr dankbar.
Pastor Dr. Matthias Walter
EFG Berlin-Tegel/ Bethel
Gott nahe zu sein ist mein Glück. Psalm 73,28
Unter diesem Motto haben wir das Berichtsjahr 2014 erleben dürfen. Die Nähe Gottes wurde
uns persönlich und im Erleben der Gemeinschaft in der Gemeinde geschenkt. Nicht nur wir als
Mitglieder und Freunde der Bethel-Gemeinde haben diese Nähe Sonntag für Sonntag in den
Gottesdiensten und am Mittwoch in den Bibelgesprächen gespürt, auch unsere Gastprediger
und andere Gäste haben das uns immer wieder bezeugt. Die geistliche Atmosphäre in der
Bethel-Gemeinde ist spürbar. Dafür sind wir dankbar.
Als Kontrastprogramm erleben wir die Kleinheit der Gemeinde. Alle Gebete, unsere Bemühungen zu
Verschönerung der Kapellenräume, die Kontaktsuche mit Geschwistern ohne engere Bindung an eine
Ortsgemeinde und auch nicht die herausragenden Veranstaltungen wie das Abend- und Liebesmahl am
Gründonnerstag, die Festgottesdienste zu Ostern und Pfingsten und Weihnachten, der Gemeindeausflug
nach Neuruppin, das Erntedankfest oder die traditionelle Adventsfeier mit jeweils vielen Gästen führte
uns keine neuen Mitglieder zu. Was will uns Gott damit sagen? Offenbar doch dieses: Bethel-Gemeinde,
Deine kleine Kraft reicht aus, um Gottes Nähe immer neu zu erleben. Darum, Eure Treue wird belohnt.
Im Jahresrückblick des letzten Bethel-Briefes hat Br. Gerd Fiedler formuliert: „Ob es uns gelingt, die
finanziellen Mittel und die Kraft auch nächstes Jahr aufzubringen, um unsere Gemeinde am Leben zu
erhalten, liegt in Gottes Hand. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen. Es ist das Werk Jesu, wir sind seine
Diener.“
Jeden Sonntag konnten wir mit Ausnahme des Urlaubsmonats August als Bethel-Gemeinde Gottesdienst
feiern. Neben dem gemeindeinternen Verkündigungsdiensten von Br. Gerd Fiedler, Br. Thomas Gerlach und
dem Seniorpastor halfen uns in großer Treue die Brüder Thomas Nachtigall, Herbert Weinmann, Marcel
Schlichting, Peter Kopplin, Jürgen Nitschke sowie Günther Hess im Predigtdienst mit. Die unterschiedlichen
Begabungen der Verkündiger spiegeln ein große Vielfalt und werden von der versammelten Gemeinde
als große Bereicherung erfahrbar. Die Bibelgespräche unter der Leitung von Br. Gerd Fiedler an jedem
Mittwoch erlebten in der Regel zwischen 8 und 10 Geschwister. Das Angebot der Schuldnerhilfe, jeweils
mittwochs nach dem Bibelgespräch, wurde mehrfach genutzt.
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Nach dem Auszug der Freie Christengemeinde der Sinti und des Tegeler Kinderladens haben wir den
Beschluss der letzten Jahresgemeindestunde umgesetzt und eine Generalüberholung der Gemeinderäume
durchgeführt. Unsere Einladung an alle zum Gottesdienst, Bibelgespräch und anderen Veranstaltungen
ist glaubhaft: Kommt, denn es ist alles bereit.
Eine sondere Freude bereitet uns die Flüchtlingsfamilie aus Ghana Evelyn Mfum und Frank Abolio mit
Sohn Stephen. Ihre vorläufige Adresse in Berlin-Borsigwalde: Conradstr. 44/46. 13509- Tel. 01521/64 00
512. Wir wollen, wo wir können, mithelfen, dass die Eingliederung in Berlin, auch durch entsprechende
Arbeitsangebote, gelingt. Die Gebetslieder von Evelyn, die sie uns immer wieder im Gottesdienst vorträgt,
zeigen uns ihren Glauben und ihre Frömmigkeit. Dafür danken wir Gott.
Weiterhin gelten die Angebote der Schuldnerhilfe und des Gesprächskreises für Aussteiger aus christlichsektiererischen Gruppen sowie das Angebot einer Infoveranstaltung für Ortsgemeinden des Verbandes
Berlin-Brandenburg. Eine besondere Aufmerksamkeit findet hier die Zusammenarbeit mit der OnlineGemeinde, die sich aus ehemaligen Zeugen Jehovas gebildet hat und u.a. von den Brüdern Gerd Fiedler
und Marcel Schlichting betreut wird.
Möge uns auch im nun neu begonnenen Jahr 2015 gelingen, wozu uns die Jahreslosung für diese Jahr
ermutigt: Nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob. Römer 15,7
2. Sonntag nach Epiphanias – 18. Januar 2015 – Bethel-Gemeinde Berlin-Tegel – Schlieperstr.7
Die Statistik (zum 31.12.2013): 18 Mitglieder ; 31.12.2014: 18 Mitglieder.
Gastmitglieder: 10
Erweiterter Freundeskreis: 10.
P.i.R Dr. Wolfgang Lorenz
- Gemeindeleiter-
Mitältester und Diakon Gerd Fiedler
- Kassierer-
EFG Berlin-Tempelhof
Miteinander in Liebe verbunden
Wir haben uns für das Jahr 2014 das Jahresmotto „Miteinander in Liebe verbunden“ nach Phil.
2, 2 vorgenommen. Es sollte unsere Gemeinschaft in diesem Jahr in besonderem Maße prägen.
In Rückblick sind wir unserem Herrn Jesus Christus für dieses Jahr sehr dankbar. Wir haben
seine Führung und seinen Segen in unserer Gemeinde erlebt. Ein großer Teil des vergangenen
Jahres war geprägt durch die Dienste unterschiedlicher Gemeindemitglieder und durch den
Berufungsprozess unseres neuen Pastors Ralf Schilcher und seiner Familie. Wir sind für Gottes Führungen
aber auch für den Einsatz vieler treuer Mitarbeiter sehr dankbar. Letztlich haben wir erlebt, wie Gott seine
Gemeinde baut, wie er Menschen gebraucht und sie dazu ausrüstet.
Die folgenden Berichte sind ein bunter Strauß aus Arbeiten der Gemeinde und zeugen davon. Um
miteinander über die Bibel und unseren Glauben ins Gespräch zu kommen, trafen wir uns zu der
Veranstaltungsreihe „Das gute Land“, Bei dieser monatlichen Veranstaltung steht die Beschäftigung mit
dem Wort Gottes im Alten und Neuen Testament im Vordergrund. Die Abende werden anhand von Themen
gestaltet. Wir freuten uns, mit den Glaubensgeschwistern im Alter zwischen 13 und 80 gemeinsam in der
Bibel zu forschen.
So haben wir im letzten Jahr unter anderem folgende Entdeckungen gemacht: Es gibt Engel, die sich der
Befehlsgewalt Gottes entzogen haben! Es gibt einen dritten Himmel! Gott findet die Tiere gut! Das Reich
Gottes beginnt auf Erden!
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Anfang Mai konnten wir eine Gemeindefreizeit in Sellin auf Rügen durchführen:
Schon in der Vorbereitung für die Freizeit bewegte uns die Frage, wie können wir unser Jahresthema 2014
in dieser gemeinsamen Zeit aufgreifen und lebendig werden lassen. Die Botschaft, dass wir „Miteinander
in Liebe verbunden“ sind, wollten wir in den Mittelpunkt der Freizeit stellen. An den Vormittagen führten
wir Bibelarbeiten zum Nachdenken über die Themen, wie wir uns selbst lieben, wie wir unseren Nächsten
lieben und wie wir Gott lieben durch. Wir konnten über den Ursprung einiger Aussagen aus Gottes Wort
und deren Bedeutung interessante Entdeckungen machen.
Unsere Jugendgruppe erlebte im Jahr 2014 eine Neuaufstellung des Leitungskreises: Neben einer klaren
Verteilung der Aufgabenbereiche arbeitet ein Team an der Gestaltung und Orientierung der Jugendarbeit.
Ziel unserer Jugendarbeit ist, Jugendliche zu ermutigen, dass sie angeleitet sind in ihrem Alltag, Christsein
zu leben und einander darin zu bestärken und zu ermutigen. Dazu wollen wir einen Raum und Rahmen
schaffen, der zum Austausch und Teilen von Erlebnissen mit Jesus einladen soll und mit unseren Themen
den Transfer von Glauben in den Alltag erleichtert. Wir wollen Jugendliche soweit von Jesus begeistern,
dass sie in der Bibel forschen und wissbegierig nach Antworten auf ihre Fragen im Glauben suchen.
Für die nachrückende Generation gestalten wir unseren Kindergottesdienst:
Er findet parallel zum Gottesdienst statt. Im Durchschnitt kommen ca. 10-20 Kinder im Alter von 4-13
Jahren. In diesem Jahr sind zu unserer Freude einige neue Kinder dazu gekommen. Wir versuchen den
Kindern biblische Geschichten zu vermitteln, basteln mit ihnen und spielen viele Spiele. Wir wünschen uns,
dass die Kinder im Kindergottesdienst Jesus kennenlernen und dass sie sich als Freunde kennenlernen.
Unsere Not ist, dass wir mehr Mitarbeiter benötigen.
Ein generationsübergreifendes Angebot ist die Arbeit „Leben aus der Stille“: Einmal in der Woche treffen
sich Menschen für 2 Stunden, um miteinander Zeit vor unserem HERRN zu verbringen. Dadurch,
dass wir voneinander lernten, miteinander beteten und redeten, uns austauschten und Persönliches
von unterschiedlichen Standpunkten her beleuchteten, alles vor IHN legten und uns in der Stille von
IHM berühren ließen, durften wir erleben, dass ER da ist und uns in unserer Gemeinschaft segnete.
Im vergangenen Jahr haben wir u.a. das Buch „Expedition zum Ich“ (v. Klaus Douglass u. Fabian Vogt)
zur Grundlage unserer Treffen gemacht und hatten jeden Mittwochabend die Gelegenheit etwas mehr
darüber zu erfahren, wie sich der Schöpfer und Retter dieser Welt das mit uns Menschen gedacht hat
und wozu wir eigentlich berufen sind. Wir gönnen uns diese wertvolle Zeit, möchten sie gern mit vielen
Geschwistern teilen und sind gespannt, was ER für uns bereithält.
Um aus den unterschiedlichen Generationen unserer Gemeinde ein Miteinander zu formen, führten wir
einen Mehrgenerationentag durch. Jutta Teubert und Lars Schwesinger standen uns 6 Std als Referenten
des BEFG zur Verfügung. Etwa 35 Personen aus ganz unterschiedlichen Generationen hatten sich einladen
lassen. Die einzelnen, sehr abwechslungsreich gestalteten Gesprächsrunden führten uns von allgemeinen
Gegebenheiten in unserer Gesellschaft (demographischer Wandel) über persönliche Erfahrungen in den
einzelnen Lebensphasen hin zu ganz konkreten Überlegungen im Blick auf unsere Gemeinde.
Wir sind aufgefordert nach all dem Gehörten und Bedachten weiter daran zu arbeiten, wie Gemeinde
Begegnungsraum über Generationsgrenzen hinweg schaffen kann. Wie kann es gelingen bei der Vielzahl
an Generationen, die heute in unserer Gemeinde zu finden sind, miteinander in Liebe verbunden zu sein
und zu bleiben?
So wollen wir uns auf den Weg machen, um Gemeinde für alle Generationen zu sein und zu bleiben. Über
die Vielfalt der Generationen hinaus wollen wir Menschen dienen, die in Not sind. Unser christliches
Selbsthilfezentrum Lichtblicke erlebte im Jahr 2014 wieder ein sehr ereignisreiches Jahr mit Höhepunkten,
aber auch traurigen Momenten.
Anfang Februar verstarb ein langjähriger, bewährter Mitarbeiter. Wir waren erschüttert und doch
dankbar für Gottes Gnade und Erlösung. An seine Stelle durften wir schon zum Jahresbeginn einen neuen
35
Mitarbeiter berufen, der sich in der Cafeteria-Arbeit tatkräftig und ideenreich einbringt und Leiter einer
Motivations- und Orientierungsgruppe ist.
Seit Mai 2014 freuen wir uns über einen weiteren Mitarbeiter, der sich im Rahmen einer Maßnahme des
Jobcenters im Bereich der Seniorenbetreuung und in der Cafeteria einbringt.
Im Juni durften wir diesmal mit 28 Teilnehmern eine tolle Gruppenfahrt mit dem Thema „Türen & Tore“
ins Haus der Stille nach Friedrichsroda / Thüringen erleben. Für alle Teilnehmer war das ein pralles
Erlebniswochenende mit zahlreichen Impulsen.
„Lichtblicke“ wollen wir in erster Linie für Abhängigkeitskranke, für Menschen in Not und Bedrückung
sein, weil Gott sie mit seiner Liebe erreichen und ihnen eine neue Perspektive für ihr Leben schenken
will. Das ist uns immer wieder Anliegen in der Cafeteria, die für jedermann offen ist, wo warme und kalte
Getränke und Speisen und angeboten werden vor allem ein offenes Ohr.
So sind wir Anlaufpunkt für fast 100 Gruppenbesucher pro Woche in unseren vier Selbsthilfegruppen
und in den elf Gästegruppen und wieder zunehmend ist auch die Anzahl der Menschen, die Beratung
wünschen und in Anspruch nehmen.
Zusätzlich zu unserer Cafeteria führten wir monatlich das Café Wunderbar durch. Dieses Café ist als
regelmäßige Arbeit in unserer Gemeinde zwischenzeitlich etabliert. Wir freuen uns über viele Besucher,
die die Verknüpfung von inhaltlichen Themen mit einem guten Essen am Samstagabend schätzen. 2014
hatten wir Themen rund um die Mission als Schwerpunkt. Verschiedene Geschwister haben uns von Ihrer
Arbeit berichtet bzw. selbst ein Zeugnis gegeben. Dies war oft beeindruckend, manchmal emotional und
immer interessant. Die Geschwister, die die Abende gestaltet haben, haben auch immer ein Stück von
sich selbst gegeben. Das konnten alle Besucher spüren und macht einen guten Teil der Arbeit aus. Wir
konnten uns immer wieder über Gäste freuen, die nicht zu unserer Gemeinde gehören.
Mit einem Festgottesdienst und einem Gemeindefest feierten wir am 2.11.2014 die Einführung von Ralf
Schilcher in seinen Pastorendienst in unserer Gemeinde. Die Festpredigt hielt Pastor Alan Gross aus der
Gemeinde Cottbus. Er betonte in seiner Predigt die Schwerpunkte eines Pastorendienstes anhand von
Esra 7, 10: „Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des HERRN zu erforschen und danach zu tun
und Gebote und Rechte in Israel zu lehren“.
Im Verlauf des Gemeindefestes stellten sich die unterschiedlichsten Gemeindegruppen vor. Einzelne
Grußworte begleiteten die verschiedenen Beiträge. Zur Einführung in die Geschichte der Gemeinde gab
ein Filmbeitrag einen historischen Einblick in das Gemeindeleben der letzten 175 Jahre. Filmszenen und
Bilder von unterschiedlichen Ereignissen spiegelten in schöner Weise wider, wie Gott unsere Gemeinde
über viele Jahre geführt und gesegnet hat. Der Film war „Eine Liebeserklärung an die Gemeinde
Tempelhof.“ Neben der Berufung unseres Pastors in unsere Gemeinde konnten wir im vergangenen Jahr
eine neue Hausmeisterin einstellen. Sie hat die Nachfolge unseres langjährigen Kastellans angetreten.
Auch für diese Entwicklung sind wir sehr dankbar.
Aber was wären alle unsere Planungen ohne das Gebet. In den letzten Monaten sind mehrere Gebetskreise
in unserer Gemeinde entstanden. Hier wollen wir hören, was Jesus uns zu sagen hat und wir wollen ihm
unsere Sorgen und Bitten bringen. Ein wichtiger Höhepunkt des Jahres 2014 war unsere Taufe im Wannsee
im August. Auch in der Zeit ohne hauptamtlichen Pastor haben wir erlebt, dass sich Menschen von Jesus
in seine Nachfolge rufen lassen. Fünf Menschen haben sich durch die Taufe in aller Öffentlichkeit Jesus
anvertraut.
Was gibt es mehr zu sagen als: Danke!
Thorsten Kurzawa
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EFG Berlin-Wannsee
Das Gemeindeleben profitiert von einem Frauenfrühstück und einem
Erzählcafé, die jeweils bis zu 100 Gäste in ihren drei bis vier Mal im
Jahr stattfindenden Treffen erreichen.
Die Senioren können mit 55 Plus vielfältige Kultur-Touren erleben. Der
Gemeinde steht das Jahr über ein anspruchsvolles Bildungsangebot zur Verfügung. Eine Seminarreihe
zum Jubiläum der Barmer Theologischen Erklärung und ein Seminar „Sterben lernen“ mögen dafür als
Beispiel dienen. Die Gottesdienste sind beliebt und werden wegen einer unaufgeregten inhaltlichen
Lebendigkeit gerne besucht.
Die optimalen Fazilitäten in unserer Kirche am Immanuel Krankenhaus laden ein, inhaltliche Begegnungen
in verschiedenen Formaten herzustellen, sei es ein Kochstudio, in der zur Lehrküche für die Naturheilkunde
umgebauten Küche, oder Fastenwochen bis hin zu Ausstellungen. 2014 war es die Leseausstellung
„Forgiveness“, in der Opfer und Täter von Gewalt erzählen, wie sie Auswege über „Vergebung“ aus
ihrem Erleben suchten oder auch fanden. In den Passionswochen zog diese Ausstellung, die über 30
Ehrenamtliche begleiteten, viele Besucher an, auch durch das Begleitprogramm.
Rauszugehen tut der Gemeinde gut. Nicht nur bei Veranstaltungen in die Natur wie Parkgottesdienst
oder Gemeindeausflug, auch das Engagement für die Mitbürger bereichert das Gemeindeerleben im
gemeinsamen Engagement. So entstand in ökumenischer Zusammenarbeit eine „Warme Mahlzeit“, die
einmal in der Woche mit Spenden von einem Lebensmittelladen eine verlässliche Mahlzeit auftischt und
manchen gut tut, die so nicht alleine bleiben müssen. 16 Ehrenamtliche aus allen Wannseer Kirchen sind
hier Veranstalter des Mittagsessens in unseren Gemeinderäumen. Zum Ende des Jahres entschlossen wir
uns auch, am Willkommmensbündnis im Berliner Süden nicht nur durch Diskussion, sondern auch durch
Willkommensnachmittage teilzunehmen. Dazu holen wir Flüchtlinge aus einem Übergangswohnheim ab
und stiften den Rahmen für Gespräch und Begegnung für einen Nachmittag. „Sie sollen wissen, dass wir zu
den Menschen gehören, die Sie in Deutschland willkommen heißen“, erklären wir zu Beginn und begeben
uns dann freundlich unter die Leute. Daraus entstehen zunehmende Verflechtungen. So machte sich
kürzlich eine Familie von uns spontan auf, mit Punsch und Popcorn-Maschine im Übergangswohnheim für
eine positive Überraschung zu sorgen. Was das für uns und unsere Kinder bedeutet, beginnen wir gerade
erst zu ahnen.
Durch das ehrenamtliche Engagement einer Pastorin in Elternzeit konnte in unserer Gemeinde ein
Mädelstreff entstehen, der das Bibelunterrichtsalter abdeckt. Ein theologischer Stammtisch organisiert
das Gespräch über geistliche Fragen.
In der Gemeinde leben und engagieren sich neben 55 aktiven Mitgliedern auch nahezu 40 Freunde. Die
offizielle Mitgliederzahl sind 80 Personen, zu der also noch ein Drittel Freunde gehören. Das wird sich in
Zukunft noch mehr abbilden müssen, in deren Beteiligung als auch an bisher rechtlich ausgeschlossenen
Vorgängen (aktives und passives Wahlrecht, Sitz und Stimme).
„Bei Gott sind alle Menschen willkommen. Alle!“ Diesen Claim aus unserer Schöneberger Gesamtgemeinde
haben wir gerne aufgenommen und wollen das nicht nur in unseren Gottesdiensten leben.
Thomas Bloedorn
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EFG Berlin-Wedding
Loslassen. Immer wieder müssen wir Menschen ziehen lassen. Liebenswerte Menschen.
Personen, die für uns als Gemeinde wichtig sind. Die Mobilität unserer Gesellschaft geht an uns
nicht vorbei. Studien- oder berufsbedingt, aufgrund individueller Neuorientierungen, kommen
und gehen die Leute. So profitieren wir von ihnen, werden bereichert und beschenkt, teilen
eine Zeit lang das Leben miteinander. Sie dann wieder ziehen zu lassen ist schwer. Trotzdem: es
ist ein Segen und sie sollen gesegnet werden.
Auch in Bezug auf die Mitarbeit ist es so. Wie hilfreich, wenn sich Einzelne in der Gemeinde engagieren.
Die Gemeinde lebt davon. Nur so können wir miteinander unterwegs sein und als Gemeinschaft leben.
Es ist eine große Freude, mitzuerleben, wie begabt alle sind. Wir werden durch ihre Mitarbeit verwöhnt.
Auch hier den Segen zu geben, wenn eine solche Phase der Mitarbeit zu Ende geht, fällt schwer. Dennoch:
als Gemeinde haben wir uns miteinander verabredet, einander nicht zu nötigen. Wir freuen uns über die,
die kommen und geben den Reisesegen, wenn es weiter geht. Auch bezüglich der Mitarbeit. Wir üben
uns ein, gelassen loszulassen, wenn sich jemand aus der Gemeinde oder aus der Mitarbeit verabschiedet.
In dem Moment geht es um den Dank für die zurückliegende Zeit. Und für das vor uns Liegende haben
wir bisher immer erlebt, dass Gott uns Menschen schenkt, die neu dazu kommen, dabei sind und mit
gestalten.
Da wir insgesamt mehr Mitglieder geworden sind, ist auch mehr Arbeit zu bewältigen. Neue Gruppen
sind entstanden, neue Räume. Bei allem Loslassen ist es am Ende doch ein Wunder, was alles wächst.
Damit sind aber nicht nur die vielen Neugeborenen gemeint. Ein großer, bunter, lebendiger „Haufen“ sind
wir geworden. Aus allen Himmelsrichtungen. Was für ein Schatz an Leben und Geschichten. Welch ein
Reichtum an Sprachen und Traditionen. Manchmal können wir unser Glück kaum fassen.
Peter Jörgensen
EFG Berlin-Weißensee
offen – familienfreundlich - generationsübergreifend
lautet unser Gemeindemotto. Das mit Leben zu erfüllen, sehen wir als Aufgabe an, um
unserem Kiez Kirche näher zu bringen. Durch die wöchentliche Aktion „Laib & Seele“, die es
als ökumenisches Projekt des Stadtteils Berlin-Weißensee schon mehr als 7 Jahre leider geben
muss, sind wir vielen Menschen im Kiez bekannt. Das einem steigenden Bedarf an Hilfe ein
immer geringeres Angebot an Lebensmitteln zur Verfügung gestellt wird, erfüllt uns mit Sorge,
denn wir als Kirche können die Ursachen nicht beheben, das ist Aufgabe der Politik.
Unsere Familienfreundlichkeit zeigt sich auch darin, dass wir in den Winterferien Legobautage anbieten.
Mit viel Begeisterung bauen Kids kreativ mit Legosteinen. Dabei geht es nicht nur um Bespaßung,
sondern um Geschichten aus der Bibel, die immer zum Beginn des Nachmittags „Legogerecht“ gezeigt
werden. Danach steht der Kreativität nichts mehr im Wege und es ist interessant, was zum Abschluss
im Familiengottesdienst allen Besuchern an Legobauwerken präsentiert werden kann. Während die Kids
bauen, haben die erwachsenen Begleiter die Möglichkeit, im Café mit uns und miteinander ins Gespräch
zu kommen. Eine gute Möglichkeit, über uns und unseren Glauben persönlich zu reden. Das praktizieren
wir auch bei der jährlich stattfindenden Aktion „Kerzen ziehen“, die sich immer größerer Beliebtheit
erfreut. Während vormittags Kitagruppen und Schulklassen aktiv sind, ist der Nachmittag frei für
Jedermann. Nicht nur Kinder begeistern sich am Werden einer Kerze, sondern auch Erwachsene erleben
das „Entschleunigen“ positiv, denn alles braucht seine Zeit, auch Wachs zum Abkühlen. Das Produkt Kerze
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ist das eine, die Gespräche untereinander das andere. Was dabei wichtiger ist? Unsere Eindrücke sind,
dass es Menschen gibt, die sich freuen, Kerzenziehen als Anlass zu Gesprächen nehmen zu können.
Ein Höhepunkt unseres Gemeindelebens war im Jahr 2014 der Festgottesdienst des BEFG anlässlich des
25. Jahrestags „Fall der Mauer“ am 9. November. Eingebettet in unsere Chagall-Ausstellung „Exodus
– unterwegs in die Freiheit“ sprachen Gäste und Interviewpartner dankbar über ihr Erleben des 9.
November 1989. Ein Dank an den Generalsekretär unseres Weltbundes, Neville Callam, Jamaika, und an
den Generalsekretär unseres Bundes, Christoph Stiba für ihre persönlichen Grußworte. Danke auch an
den ehemaligen Impuls-Jugendchor unter Hartmut Stiegler, der den Gottesdienst musikalisch bereicherte.
Dr. Stefan Stiegler nahm in der Predigt auf den Auszug Israels aus Ägypten Bezug und machte uns darauf
aufmerksam, dass Gott erst Freiheit schenkt und dann aber auch Hilfe für das Leben in Freiheit anbietet,
wie seine 10 Lebensangebote beweisen. Und Chagalls Bilder zeigten dieses Wirken Gottes an seinem Volk.
Die Ausstellung wurde wieder sehr stark frequentiert. Vormittags wurden Schulklassen und Kitagruppen
geführt und es überrascht schon, mit welchen Fragen die Kinder reagieren. Gibt es doch immer wieder
Kinder, die noch nie in einer Kirche waren. Die Motive der Unterdrückung und der Sehnsucht nach
Freiheit sind heute genau so aktuell wie damals. Das berichtete auch der Generalbischof der koptischen
Kirche in Deutschland, Anba Damian, in seinem Abendvortrag und anschließendem Gespräch, indem es
um die Situation der Christen im Nahen Osten ging. Wir sind überzeugt, dass es durch die herrlichen
Lithographien uns leichter gemacht wird, Kunst und Bibelwissen an Besucher weiterzuvermitteln. Unser
Anspruch ist nicht, eine Kunstgalerie zu sein (davon gibt es in Berlin genug), unser Anspruch ist Kirche zu
sein und durch die Kunst Besuchern zu erzählen, wie die biblische Botschaft nichts an Aktualität eingebüßt
hat. Wenn ein Besucher ins Gästebuch schreibt: “wenn diese Ausstellung nicht wäre, würde in Weißensee
etwas fehlen“ ist das für uns Dank und Ansporn zugleich.
Auch in diesem Jahr haben unsere Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem in unsere Kirche gebracht.
Am Heiligen Abend konnte dann jeder Besucher der Christvesper sein „Friedenslicht“ anzünden und
mitnehmen. Ein schönes Bild, wenn viele Menschen dadurch auf der Straße bekunden, dass Frieden
stiften die Botschaft ist, die von Weihnachten ausgeht.
Dankbar blicken wir auf das Jahr 2014 zurück und nehmen die Erfahrungen als Ansporn, auch in 2015
den Menschen um uns herum zu zeigen, wie Leben mit Gott gelingen kann. Dafür sind wir eine offene –
familienfreundliche – generationsübergreifende Gemeinde.
Udo Arndt
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EFG Buckow-Müncheberg
Der letzte Satz des Gemeinderates im Berichtsheft unserer Gemeinde des vergangenen Jahres
lautete: „Wir glauben fest daran, dass unser HERR unsere Gemeinde auch 2014 segnen wird!“
Aus diesem Glauben und der Zuversicht, dass unser Herr unsere Arbeit in der Gemeinde
Buckow-Müncheberg segnen wird, ist Gewissheit geworden! Wir können froh und dankbar
feststellen, dass wir ein gutes und gesegnetes Jahr erleben durften.
Unser Jahresthema lautete 2014 „Inklusion - Gelebte Toleranz“.
Um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, haben wir in Buckow zum Auftakt einer längeren
Veranstaltungsreihe zu diesem Thema die Ausstellung „Erinnerungsstoff“ organisiert, die mit unserem
Sommerfest verbunden werden konnte. Interessante Veranstaltungen folgten und wir konnten in den
folgenden fünf Wochen viele Gäste begrüßen. Insbesondere ging es bei den Vortragsabenden immer
wieder um die Frage, wie gehen wir als Gemeinde und als Gesellschaft mit den Problemen um, die
Asylsuchende belasten, wie können wir unsere Häuser und Herzen aufmachen, um zu helfen. Im Rahmen
der Landtagswahl luden wir die Kandidatinnen und Kandidaten unseres Wahlkreises ein, auch um von
ihnen zu hören, welche Schwerpunkte sie diesbezüglich in ihrer Arbeit setzen werden.
Im näheren Umkreis unserer Gemeinde werden an zwei Standorten Asylbewerberinnen und Asylbewerber
untergebracht, und es gibt inzwischen gute Kontakte mit den Heimen.
Das Gemeindejugendwerk unseres Verbandes Berlin-Brandenburg war über Pfingsten im Seminar und
hat im angrenzenden Garten die Update Convention, das jährliche Jugendtreffen, hier durchgeführt. Ca.
60-80-Jugendliche konnten wir begrüßen und haben einen sehr schönen Gottesdienst mit ihnen feiern
können.
Im September war im Gemeindehaus Müncheberg die Ausstellung „Martin Luther King jr. @
Berlin1964-2014“ zu sehen, und auch dort wurden in diesem Zusammenhang einige Veranstaltungen
zu unserem Jahresthema angeboten. So waren wir wieder gerne Gastgeber für ganz unterschiedliche
Veranstaltungen in unseren Häusern in Buckow und Müncheberg.
Natürlich muss man immer wieder nachdenken und fragen, was ist für unsere Gemeinde wichtig, wie und
in welchem Umfang wollen wir Gemeinde in unserer Region sein und was kann unsere kleine Gemeinde
leisten. Dankbar haben wir festgestellt, dass wir auch in der Öffentlichkeit durch verschiedene Artikel in
den regionalen Zeitungen wahrgenommen wurden. Viele Aufgaben werden in unserer Gemeinde von
vielen Geschwistern in einer großen Treue und mit großem Zeiteinsatz getan.
Für das Jahr 2015 werden wir wieder neu überlegen, welche Themen wir bearbeiten müssen und wie
wir dazu beitragen können, das unsere Gemeinde wachsen kann. Als Jahresthema haben wir „Gottes
geliebte Kinder“ gewählt und hoffen, dass dieses Thema uns neue Impulse geben kann. Im Herbst 2014
wurde in Müncheberg ein Asylbewerberheim eröffnet. Wir werden sehen, welche Aufgaben uns Gott
auch für diese Arbeit geben wird.
Rolf-Dietrich Dammann
Gemeindeleiter
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mehr als 4500 Zuschauer
internationales Lob und Auszeichnungen
Zur Ausstellung gehören:
20 Roll-Up-Displays (200x85 cm) - eine Hör-/ Medienstationen - 1 TV-Bildschirm - 4 Malereien /
Zeichnungen (Acryl auf Leinwand) - incl. didaktischem Material
Gestaltet von Schülern des King-Code-Projekts in Kooperation mit dem GJW-BB.
In der Ausstellung kommen u.a. baptistische Zeitzeugen zu Wort!
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EFG Cottbus
Gott nahe zu sein ist mein Glück. - Psalm 73, 28
Die Jahreslosung des Jahres 2014 spricht von meinem Glück, das darin liegt, dass ich Gott nahe
bin. – Wenn mein Glück Gottes Nähe ist, dann gilt dies sicher auch für seine Gemeinde, dem Ort
seiner Nachfolger.
So durften wir als Gemeinde im vergangenen Jahr 2014 Gottes Nähe auf die unterschiedlichste
Weise erleben. Hiervon zeugt auch die u. a. Chronik.
Die Beziehung zu Gott, sowohl die persönliche als auch die als Gemeinde, stand im Gemeindeleben 2014
im Mittelpunkt.
• Haben wir dies als „mein Glück“ erfahren?
• Hat uns die Nähe Gottes 2014 überrascht, angerührt, aufgebaut, verändert?
• Gibt es das Ereignis 2014, dass uns seine Nähe besonders bewusst gemacht hat?
Gottes Nähe ist uns als Gemeinde dadurch zuteil geworden, dass wir Einblick in das unterschiedliche Handeln Gottes im Leben Einzelner nehmen konnten. Hierbei trat ein Spannungsfeld in der Frage der Taufe
und der Mitgliedschaft zu Tage, das durch die Liebe Gottes gemeinsam gelöst werden konnte, ohne dass
wir einander den Glauben abgesprochen haben. Vielmehr haben wir gelernt, dass Gott viele Möglichkeiten hat, den Einzelnen in seine Nachfolge zu rufen und dass die Gemeinde der Kinder Gottes größer ist als
die Beschränkung auf konfessionelle Gemeindegrenzen, die ggf. auch neu zu fassen sind.
Geben wir Gott auch 2015 diesen Raum, nach seinem Willen in der Gemeinde und in unserem Leben zu
handeln, so wird seine Nähe zu unserem Glück.
Weitere Details zur Gemeindearbeit 2014 der EFG Cottbus sind der Chronik zu entnehmen:
mtl. letzter Donnerstag Gebetsabend
12.01.-13.04. Predigtreihe: „Mein Leben in Gottes Hand - Jesus ist der Herr“
12.-19.01.
Allianzgebetswoche – Motto: „Mit Geist und Mut“
12.02.-13.03. Kurs „Tauf- und Gemeindeverständnis“ (5 Einheiten)
15.-16.02.
Englisch-Camp 2013, Nachtreffen in der EFG Zeesen
23.02. Treff.Leben Gottesdienst; Thema: „Maskenball – Wer bin ich wirklich?“
05.03.-20.04. Leben mit Passion - 47 Tage frohbotschaften
07.03.Männerbowling
30.03. Gottesdienst mit Open Doors „Ägypten“
10.04. ORA international – Frau Dreckmeier berichtete über Guinea-Bissau
13.04. Gemeindeforum zum Thema „Tauf- und Gemeindeverständnis“; u. a. Aufnahmepraxis
der EFG Cottbus
04.05.-29.06. Predigtreihe: „Mose“
18.05. Taufgottesdienst und Kindersegnung (Wilhelm Kallweit)
24.05. Grillen der Männer bei Alan Gross
25.05. Jugendgottesdienst
08.06. Grillfest auf dem Gemeindegrundstück
08.06. Nacht der offenen Kirchen - „Keine Rosen ohne Dornen“
14.06. Lausitztag in Guben mit Michael Schubach und dem Künstler Ralf-Detlef Ossa unter dem
Motto „Schöpferisch vom Schöpfer erzählen“
16.06.-13.07. Public Viewing zur WM 2014 – (Einlass 30 Min. vorher)
20.-20.06.
Jungscharzelten auf dem Gemeindegrundstück
27.06. KidsKlub Sommerfest; Thema: „In der Natur - Gott auf der Spur! Ein Sommerfest mit allen
Sinnen ...“
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29.06. Gemeindestunde mit Änderung der GO: Erweiterung der Möglichkeiten der Aufnahme in
die Gemeinde
29.06.-05.07. WogeL der Jugend (Woche des gemeinsamen Lebens)
06.07. Treff.Leben Gottesdienst; Thema: „Balance – Lassen und Tun, Arbeit und Ruh’n
12.-19.07.
13. Englisch-Camp am Deulowitzer See bei Guben
17.08. Gottesdienst mit Bericht zum Missionsprojekt Rumänien mit Martina und Martin Apelt
24.08. Gottesdienst mit Kindersegnung (Joel Apelt)
24.08.-16.11. Predigtreihe - Weisheit der Sprüche: …
05.-07.09.
Vater-Kind-Wochenende (Wanderfreizeit) in Weißig; gemeinsames Projekt mit
der Landeskirche (Matthias Mempel)
05.10. Treff.Leben Gottesdienst; Thema „10.000 Gründe - ErnteDank“
10.-12.10.
Frauenverwöhnwochenende; Ref:. Manuela Diers-Schäfer
15.10.-15.11. Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“
26.10. Israel-So. mit Beit Sar Shalom
21.11.Männer-Bowling
23.11. Treff.Leben Gottesdienst; Thema: „Lebensreise. Wo gehst du hin?“
12.12. Kids Klub Weihnachtsfeier
14.12. Advents- und Weihnachtsfeier als Konzert unter der Leitung von Markus Witzsche
24.12. Christvesper mit dem Weihnachtsmusical „Freude, Freude“
26.12. Weihnachtsgottesdienst
31.12. Jahresabschlussgottesdienst mit Angebot zur Gemeinschaft über Mitternacht
Gerd Banek, Gemeindeleiter
EFG Eberswalde
Die Jahreslosung des vergangenen Jahres hatte uns dazu ermutigt, unserer Gemeinde das
Motto zu geben: „Näher zu Gott, näher zu einander.“ Wir wollten einen ganz besonderen
Schwerpunkt auf das Thema Nachfolge legen und zugleich näher zueinander rücken. Das
Thema zog sich durch Gottesdienste und Veranstaltungen, wie unsere Gemeindefreizeit
und „geistliche Übungen“ (Exerzitien) hindurch, in der viele Geschwister ihre Beziehung zu Gott und
zueinander vertieften.
Auch wenn 2014 keine gezielten, nach außen gerichtete missionarischen Veranstaltungen stattfanden,
so bewegten die oft evangelistisch ausgerichteten Predigten die Besucher unserer Gemeinde. Am 18.5.
konnten wir 7 Menschen taufen. Eberswalde hat mit seiner kleinen Zweiggemeinde Schwedt nunmehr
131 Mitglieder. Seit einigen Monaten besuchen auch etliche Asylbewerber unsere Gottesdienste. Die
sprachliche Barriere und die speziellen Nöte der Asylsuchenden stellen uns vor neue Herausforderungen.
Unsere drei Kindergottesdienstgruppen mit bis zu über 30 Kids platzen aus allen Nähten. Unser
Raumproblem ist inzwischen derart akut geworden, das auch die letzte Zurückhaltung gegenüber einem
Erweiterungsneubau gewichen ist und sich die Gemeinde für 2015 auf große bauliche Veränderungen
einstellt – nein – das Projekt nun intensiv vorantreibt. Im Herbst hatte sich der dafür neu ins Leben
gerufene Bauausschuss jedoch zunächst an einer Hausschwammsanierung an der alten Bausubstanz
unserer genau 100-jährigen Bethel-Kapelle zu bewähren. Die in diesem Zusammenhang gleich mit
vorgenommene Vergrößerung des Taufbeckens steht zugleich für die Hoffnung, dass Menschen in der
Gemeinschaft Gott begegnen, heil werden und Jesus nachfolgen. Der nächste Taufgottesdienst steht
jedenfalls schon fest.
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Neben der blühenden Kinderarbeit gibt es den Bethel-Kids-Club (Jungschararbeit) mit etwa 12 Kids. Zur
Jugendgruppe gehören ca. 15 Jugendliche, von denen 9 regelmäßig kommen. Die Gemeinde erfreut
sich einer guten Chorarbeit, es gibt einige Hauskreise und eine recht gut besuchte Bibelstunde. In der
Seniorengruppe kommen regelmäßig etwa 24 Geschwister zusammen.
Im nördlich gelegen Angermünde entwickelt sich das überkonfessionell ausgerichtete Angebot von
Gottesdiensten und Hauskreisen positiv. Die Basis für diese Arbeit bildet seit etwa 10 Jahren eine Familie
aus unserer Gemeinde. Gebet für wiederaufbrechendes geistliches Leben im ländlichen Raum der
Uckermark bildet einen Schwerpunkt. Wir arbeiten hier mit dem Verein „Gutes Haus“ zusammen, der
christliches Leben in der Uckermark fördert.
Mit nicht geringen Erwartungen blicken wir in das vor uns liegende Jahr. Die im letzten Jahr erlebte
Dynamik wird eher noch zunehmen. Möge der Herr unsere Gemeinde zu seiner Ehre lenken, damit sie
der Stadt und dem Umland dienen kann.
Falko Hornschuch, Gemeindeleiter
EFG Elstal
Beständigkeit im Wandel
Im Jahr 2014 nahmen wir in der EFG Elstal sowohl Veränderungen als auch Beständigkeit wahr.
Als erste sind hier die Taufen zu nennen, die ein Höhepunkt im Gemeindeleben waren. Wir freuen uns, dass besonders junge, aktive Leute dadurch der Gemeinde hinzugefügt wurden. Zwei
der Taufen feierten wir – bei stark unterschiedlichem Wetter – unter freiem Himmel. Die Temperaturen im November legten nahe, das Taufbecken in unserer Nachbargemeinde Falkensee
zu nutzen. So konnten wir diese Freude teilen und das nachbarschaftliche Miteinander festigen. Dafür an
dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön!
Im Dezember bekamen wir die Endlichkeit unseres Lebens wieder deutlich vor Augen gestellt. Zwei unserer Schwestern vollendeten die Zeit ihres Weges auf der Erde.
Ein Vorteil unseres Standortes ist, dass viele Studierende sich im Gemeindeleben engagieren. Wir profitieren sehr davon und sind dankbar für diese Möglichkeit. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch
immer wieder loszulassen, wenn diese Mitarbeiter ihr Studium abgeschlossen haben und in andere Gemeinden vermittelt werden.
Wir sehen darin einen besonderen Reichtum, die Entwicklung junger Menschen während ihres Studiums
miterleben zu dürfen. Viele Ideen und kontinuierliche Mitarbeit flossen in das Gemeindeleben ein. Auch,
wenn es eigentlich keine Überraschung ist, dass das nur für eine Zeit lang so ist, bleibt doch eine Lücke
und es ist immer wieder spannend, wann und wie diese geschlossen wird.
Im Moment gehören 28 Mitglieder zur Gemeinde, aber auch viele aktive Freunde und Menschen, die in
verschiedenen Bereichen mitwirken. Die Schwerpunkte im Gemeindeleben sind besonders die sonntäglichen Gottesdienste, an denen Menschen Gott und untereinander begegnen und mit neuen Impulsen
in die Woche starten können. Als kleine Gemeinde wollen wir darauf achten, dass niemand über Gebühr
gefordert wird und dennoch alle Dienste abgedeckt werden können. Das ist gelegentlich nicht einfach
zu erreichen. Gemeinsam besinnen wir uns auf die Gaben, die die Geschwister einbringen möchten und
haben darüber an einigen Abenden gemeinsam überlegt, wie sich das praktisch umsetzen lässt.
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Was sich dazu abzeichnet: Ein Schwerpunkt liegt im Bereich von gemeinsamen Mahlzeiten und Gastfreundschaft. Ob und wie sich das Bedürfnis nach Gemeinschaft miteinander und der Wunsch, Menschen
für Christus zu begeistern und als Gemeinde im Ort präsent zu sein, verbinden lassen, werden wir herausfinden.
Ein Bereich, in dem das bereits sehr gut funktioniert, ist das Oasencafé. Vor Jahren durch Waltraud Oehler ins Leben gerufen, ist dieses i.d. R. im vierzehntäglichen Rhythmus stattfindende Treffen eine echte
„Erfolgsstory“. Nach ihrem Heimgang startet die Veranstaltung jetzt mit neuen Mitarbeitern und führt das
Begonnene weiter.
Die Zusammenarbeit mit anderen Christen in der Umgebung ist uns wichtig. Über das Jahr verteilt gibt es
verschiedene gemeinsame Aktivitäten.
Besonders erwähnen will ich aber das inzwischen schon zu Tradition gewordene Kirchenradeln. Interessierte aller Altersgruppen fahren zu verschieden Kirchen der Umgebung, lernen dort Menschen kennen,
andere Konfessionen oder trinken gemeinsam Kaffee.
Gottes Wirken zu erleben und auf sein Handeln zu vertrauen ist und bleibt spannend.
Matthias Mrosk, Gemeindeleiter
EFG Falkensee
Gott nahe zu sein ist mein Glück.
Psalm 73,28
Das Wort für das Jahr 2014 wurde uns nicht zuletzt durch
ein Chorlied immer wieder in Erinnerung
gerufen. Zwei Punkte wurden uns dabei wichtig: Selber
immer wieder die Nähe Gottes zu suchen und Menschen
in diese Nähe einzuladen. Wie dies geschehen ist, das
spiegeln die Berichte der Gruppen im Berichtsheft unserer Gemeinde wieder.
Ein paar Dinge möchten wir hier erwähnen:
1. Nähe zu anderen Christen. Das war in Falkensee lange ein schwieriges Thema. Hier hat es im
vergangenen Jahr Fortschritte durch die ökumenische Bibelwoche und auch durch die erneute Teilnahme
unserer Gemeinde am Open-Air-Gottesdienst zum Himmelfahrtsfest gegeben. Auch die Lobpreistour
unserer Band durch die Kirchen der Stadt sei hier erwähnt.
An der Allianzgebetswoche 2015 haben sich nach Jahren der Pause, in denen wir als Freikirchen unter uns
waren, nun wieder zwei evangelische Kirchengemeinden beteiligt.
2. Nähe zu den Menschen unserer Stadt. Hierzu gaben die Gemeindetage mit Michael Schubach
Referent im Dienstbereich Mission unseres Bundes, vielfache Anregungen. Auch bot der evangelistische
Gottesdienst mit ihm Gelegenheit, Freunde einzuladen. Die Begegnung mit den Menschen unserer Stadt
suchen wir immer wieder auch beim Stadtfest und durch unseren Stand bei der Angerweihnacht. Wir
erleben darüber hinaus, dass Menschen in unser Haus kommen, die wir gar nicht gesucht haben, die aber
uns und unsere Hilfe suchen.
3. Nähe zueinander. Dazu diente der Gemeindeausflug nach Markee. Hier waren wir zur Gast auf
„Dacienda de Esperanza“, einer Katholischen Einrichtung, die sich um die Rehabilitation suchtkranker
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Männer kümmert. In diesem Jahr gibt es dazu eine „gesteigerte“ Fortsetzung mit der Gemeindefreizeit
am Groß-Vätersee.
Auch die Losung des neuen Jahres „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat,
zu Gottes Lob!“ passt in unsere Situation. Gerade als wachsende Gemeinde sind wir hier besonders
gefordert. Wenn Gott durch seine Gnade Menschen zur Gemeinde hinzu tut, dann wollen wir sie in Liebe
annehmen.
Die Entwicklung der Gemeinde
Anfang des Jahres waren wir 156 Mitglieder. 11 Geschwister sind durch Taufe aufgenommen worden, 4
Geschwister durch Zeugnis, eine Schwester hat der Herr in diesem Jahr zu sich in die Ewigkeit gerufen,
eine Schwester ist ausgetreten. Das macht einen Zuwachs von 13 Personen, so dass wir zum 31.12.2014
einen Mitgliederstand von 169 Geschwistern haben.
EFG Forst
Das vergangene Jahr war geprägt von der Arbeit mit und für Asylbewerber, darunter besonders
jene, die aufgrund ihres Glaubens aus ihrer Heimat fliehen mussten. Anfang des Jahres
entschied sich die Gemeinde, trotz der schwierigen Situation für Asylbewerber, denen die
Abschiebung droht, kein Kirchenasyl durchzuführen. Das Risiko schien uns zu groß, die Kosten
zu wenig abschätzbar und die notwendige Betreuung nicht leistbar. Dann fragte kurz vor Ostern
die Flüchtlingsberatung an, ein Notfall. Eine tschetschenische Frau mit 2 traumatisierten
Kindern stand auf der Straße, niemand war in den Ämtern mehr zuständig, weil die Feiertage nahten, und
niemand wollte so kurzfristig helfen. Aber viele bedauerten das Schicksal der Frau. Was sagt man dann
als Gemeinde? Ein „Nein“ ging nicht und so nahmen wir sie auf. Dann ging es um eine somalische Frau
mit 2 kleinen Kindern – auch sie nahmen wir auf. Und es sollten noch einige folgen… Wir haben bisher
nichts bereut, aber durch diese Kirchenasyle sehr wichtige Erfahrungen gesammelt und meistens in sehr
bewegender Weise die Früchte unseres Einsatzes direkt bestaunen können.
Inzwischen wachsen wir weiter und sind eine kleine multikulturelle Gemeinde, die den Spagat zwischen
den Bedürfnissen iranischer und afghanischer Flüchtlinge und deutschen Gemeindemitgliedern und
-gästen ganz gut hinbekommt.
Das praxisnahe Unterstützen trotz des vermeintlich hohen Risikos hat uns gestärkt und wir spüren Gottes
Wohlwollen, seinen Segen auf dieser Arbeit und viele kleine Wunder, denn es ist manches, was wir als
kleine Gemeinde leisten, nur durch Gottes Wirken möglich.
Da wir zwei langjährige Mitglieder unserer Gemeinde zu Grabe trugen, bleibt es bei einer Mitgliederzahl
von 33, darunter aber einige, die den Kontakt zur Gemeinde nur aus der Ferne halten können. Zu den
Gottesdiensten kommen 20 bis 25 Geschwister und Gäste, manchmal auch mehr.
Die Gottesdienste sind nach wie vor Zentrum unseres Gemeindelebens. Da wir seit über zwanzig Jahren
pastorenlos sind, predigt jeden Sonntag jemand anderes. Das macht unsere Gottesdienste besonders und
die Predigten vielfältig. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Kaffee und Tee und damit die Möglichkeit,
noch weiter Gemeinschaft zu haben, voneinander zu erfahren und Gedanken zur Predigt auszutauschen.
Die meisten Nichtgemeindemitglieder erreichen wir wie in den letzten Jahren mit den Kaminabenden im
Gästehaus der Gemeinde. Seit dem letzten Jahr haben wir begonnen, uns „Tabu-Themen“ vorzunehmen
und diese in einer kleinen Veranstaltungsreihe gemeinsam zu beleuchten.
46
Den Auftakt bildete das Thema „Homosexualität“. Auch die Paddeltour im Sommer sowie die Jungenfreizeit
im Herbst fanden wieder mit zahlreichen Teilnehmern statt. Ebenso die „WG-Woche“, bei der junge
Menschen im Alter von 14 – 20 Jahren eine Woche lang während der Schulzeit gemeinsam im Gästehaus
leben, lernen, Hausaufgaben machen, kochen und über Gott und die Welt reden.
Im November starteten wir einen Grundkurs für Teenies und auch die Royal Rangers haben einige
Höhepunkte, darunter das Bundescamp, erlebt.
In der Frauengruppe treffen sich rund zehn Frauen einmal monatlich. Für die Kinder gibt es nach dem
Gemeinschaftsteil des Gottesdienstes einen eigenen Kindergottesdienst.
Schwierig bleibt die Situation mit der Fabrikruine, die seit Jahren zu unserem Grundstück gehört. Es gibt
zwar inzwischen Berliner Künstlerinnen, die den freien Raum gern nutzen, aber es bleibt eben auch ein
hoher Kostenfaktor in unseren Büchern.
Es gäbe noch viel mehr Kleines und Großes zu berichten… Am Ende bleibt der Dank an alle Unterstützer
in den anderen Gemeinden. Und wir bleiben eine kleine Gemeinde am Rande der Republik, die sich in
Gottes Händen weiß und mit ihm gern auch neue „Risiken“ eingeht. Denn was kann uns schon passieren,
wenn Gott mit uns unterwegs ist?
EFG Fürstenwalde
Jedes Jahr neu stehen wir vor der Frage, wie wir Menschen aus dem näheren und weiteren
Umfeld auf attraktive und relevante Weise ansprechen können. Jede besondere Veranstaltung
weckt in der Regel das Interesse von einigen Leuten, die durch das Thema oder durch reine
Neugier angezogen werden. Und immer wieder stellen wir neu fest, dass das A und O die ganz
persönlichen Beziehungen sind und bleiben, die wir in unserem persönlichen Umfeld knüpfen
und hoffen, auch mit der Gemeinde vernetzen zu können.
Das Rückgrat der Gemeinde bleiben die Kleingruppen, vor allem die Haus- und Gebetskreise, in denen
Beziehungen erlebt und gelebt werden kann und sich Gemeinschaft im Alltag bewährt.
Ausstellungen: In unseren Räumen hatten wir letztes Jahr sogar zwei attraktive Ausstellungen. Die
Ausstellung „Baumwelten“ wurde von Steffen Böttger, einem Holzkünstler aus unserer Gemeinde und
Matthias Seyffert, einem Spezialisten in der Schwarz-Weiß-Fotografie gestaltet. Steffen stellte auch auf
dem Grüngürtel um unsere Gemeinde herum Holzplastiken auf, die sich als wahre „Hingucker“ erwiesen.
In der Gemeinde gab es Holzplastiken in Anlehnung an Gustav Klimt „ Der Kuss“ oder Marc Chagalls
„Arche Noah“ zu sehen und ganz eigene Kompositionen. Vor dem Kreuz lagen die Bruchstücke unseres
Lebens, die wir zu diesem Ort bringen dürfen. Die Vernissage war gut besucht, während der Woche
kamen einzelne Kunstinteressierte.
Für die zweite Ausstellung „Martin Luther King [email protected] 1964-2014“ entschlossen wir uns kurzfristig
nach dem Besuch unserer Kassiererin Heike auf der letzten Landesverbandstagung. Heike war so inspiriert
vom Bericht des GJW, dass wir die Ausstellung wagten. Die Unterstützung durch Daniel Schmöcker vom
GJW BB von den Tipps für Referenten bis hin zur Layout-Gestaltung des Flyers war Gold wert.
Bei der gut besuchten Vernissage war sogar Pastor Fritz Müller mit seinem berühmten Lied vom kleinen
Jonny dabei. In der zweiten Woche kamen einige Schulklassen eines benachbarten Gymnasiums zu
47
Besuch, deren Schüler durch die Themenvielfalt „Rassismus, Zivilcourage, gewaltloser Widerstand, …“
Anregungen für eigene Referate fanden. Lehrer und Schüler waren beeindruckt von den guten Inhalten
und der interessanten Darbietung.
Schülergruppen King-Ausstellung
Zeitzeugengespräche
Gemeindesaal während der King-Ausstellung
An den Abenden brachten Zeitzeugen Martin Luther Kings und aktive Mitgestalter der Wende und
Menschenrechtler die Themen der Ausstellung auf lebendige Weise zum Schwingen. In unserer
Domnotkirche, die wir der Domgemeinde nach der Wende abkauften, wurden 1989 ganz wichtige Impulse
im Gebet, aber auch in der politischen Diskussion für die gewaltlose Wende gegeben. Ich selber wurde
dadurch ganz neu angeregt mich und uns zu fragen, was 75 Jahre nach Kriegsanfang, 50 Jahre nach Martin
Luther Kings Besuch im geteilten Berlin und 25 Jahre nach dem Mauerfall unser Beitrag sein kann, um Salz
und Licht in der Gesellschaft zu sein. Der Besuch an den Abenden blieb leider unter unseren Erwartungen.
Konzerte: Wir wagten trotz der Ferienzeit das Konzert mit den Young Continentals. Der Anfrage einer
so professionellen Gruppe unter so günstigen Bedingungen, nämlich auf Spendenbasis, konnten wir als
kleiner Gemeinde nicht widerstehen. Unser Saal war zwar gut gefüllt, aber die jüngeren Besucher waren
nicht in der Mehrheit.
Ein besonderes Highlight war die Gruppe Kowtscheg (= Arche) aus der Ostukraine. Wir waren überrascht,
dass die Musikgruppe trotz der Kriegswirren, die sie selber oder ihre Verwandten durchlitten haben,
gekommen war, um mit ihren Liedern durch den Glauben an Jesus anderen Hoffnung zu geben. Es
gab auch Diskussionen zwischen russlandfreundlichen und russlandkritischen Besuchern, aber die
beeindruckenden Lebensberichte der Musikgruppe sprachen für sich.
Wir konnten im letzten Jahr zum ersten Mal mit der Adventgemeinde zusammen das Kindermusical
„Onesimus“ aufführen. Ihre und unsere Gemeinden verfügen nicht über viele Kinder und Jugendliche,
aber gemeinsam konnte die Herausforderung gemeistert werden.
Jedes Jahr ist bei uns die örtliche Musikschule mit ihrem Weihnachtskonzert zu Gast und erfreut das gut
gefüllte Gemeindehaus mit den eingeübten Stücken. Kinder, Jugendliche und Eltern sind begeistert. Auch
andere Gruppen nutzen die gute Akustik unseres Gemeindehauses mit ihrem Angebot.
Besondere Gottesdienste und Feste
Unsere Gästegottesdienste, die „Nachmittage für Neugierige“ sprechen Etliche aus dem Freundeskreis
an. Das anfängliche Kaffeetrinken fördert die Beziehungen und das bunte Programm mit geistlichen
Impulsen, Quiz, Sketch, Live-Malerei, Lebensberichten, … vermittelt wichtige Anstöße.
Unsere Hoffeste werden mit ihren vielfältigen Angeboten gerne angenommen. Für Jung und Alt ist etwas
dabei: Kaffeetrinken, Grillen, Stockbrot, Flohmarkt, Hüpfburg, Volleyball, Fußball, Mal- und Bastelkurse,
CBM Basar, … Abends gibt es meistens noch einen guten Film. Am Hoffest des 31. Oktobers als positive
Alternative zu Halloween ist manchmal auch ein Anspiel zu Martin Luther zu sehen oder ein Denkanstoß
zur Reformation zu hören. Einige Besucher sind über die Hoffeste auch zu den Gästegottesdiensten und
zu den Sonntags-Gottesdiensten gekommen.
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Herausforderungen
Wir freuten uns über die Taufe einer jungen Frau, die eine bewegte Vergangenheit hatte. Manche aus
unserem Freundeskreis haben in der Kindheit und Jugend Dinge erlebt, die Heilung brauchen. Diese
Prozesse gehen nicht von heute auf morgen. In der Begleitung sind wir herausgefordert.
Annahme, Liebe, Vergebung, einfach füreinander da sein, reden und schweigen, ehrlich sein zueinander,
zu uns selber und zu unserem Herrn, das brauchen wir alle und wir müssen es jeden Tag aufs Neue lernen.
Für das neue Jahr wollen wir noch stärker in unserer kleinen überalterten Gemeinde Kinder, Jugendliche
und Familien erreichen. Der Regenbogengottesdienst letztes Jahr war wieder klasse, aber wir arbeiten
daran, wie wir mit unseren begrenzten Kräften Familien noch besser in den Gottesdiensten einbeziehen
können.
Auch fragen wir uns, wie neben all dem, was an Besuchsdienst, begleitender Seelsorge und Beratung
und praktischer Hilfe am Einzelnen geleistet wird, unser Beitrag für den Dienst an der Stadt über unsere
Gemeindegrenzen hinweg geschehen kann.
Gemeindearbeit ist und bleibt eine spannende und herausfordernde Sache.
Dierk Lohrengel, Pastor
EFG Großräschen
Mittlerweile gibt es nur noch kleine Gemeinden in der Lausitz. Wir zählen mit 37 Mitgliedern
auch dazu. Sicher macht es auf der einen Seite traurig, eine kleine Gemeinde zu sein. Auf
der anderen Seite sind wir dankbar, dass es uns gibt. Ja, dass Christen sich in Großräschen
versammeln. Immer wieder schauen Menschen bei uns vorbei. Sei es aus anderen Gemeinden,
oder einfach nur Freunde, die andere zum Gottesdienst mitbringen. Das freut uns. Sie
bereichern unser Gemeindeleben. Nach dem Gottesdienst gibt es Gelegenheit, bei Gebäck
und Kaffee Gespräche zu führen.
Wie gestaltet sich die Gemeindearbeit? Aus einem nahegelegenen Asylheim besuchen uns immer wieder
Menschen aus dem Iran und Irak. Sie sind dankbar, dass wir sie zum Gottesdienst abholen, und bei
manchen Fragen und Problemen behilflich sein können. Mit ihnen zu leben, erfordert Zeit und es tut
beiden Seiten gut, Leben zu teilen. So pflegen wir nicht nur am Sonntag Gemeinschaft, sondern auch
außerhalb der Gemeinde. Im vergangenen Jahr konnten wir ein irakisches Ehepaar taufen. Das war für
uns einen große Freude. Natürlich ziehen auch manche Asylsuchende weiter, weil sie in anderen Teilen
Deutschlands vielleicht Arbeit finden. Das ist dann traurig, für beide Seiten. Für uns ist es dann ein Trost,
dass wir ihnen ein Stück Heimat geben könnten und von der Liebe Jesu erzählen durften. Das ist ein Teil
unserer Gemeindearbeit. So können wir auch ein „Gesicht zeigen“ in unserer Stadt.
In der Woche kommen wir immer noch zur Bibelstunde zusammen. Wir beschäftigen uns mit biblischen
Themen: „Mose – der Freund Gottes“, oder „Wie erlebe ich Gottes Führung“. Da finden wir auch immer
einen Bezug für unser persönliches Leben. Das ist auch ein Ort, an dem man seine Fragen, in Bezug auf
den Glauben, loswerden kann. Gemeinsam finden wir dann Antworten und Impulse fürs Leben.
Außerhalb der Gemeinde trifft sich auch ein Hausbibelkreis. Die Mitglieder kommen regelmäßig zusammen
und reden über die Bibel. Natürlich fragen sie auch, wie Gemeinde gestaltet werden kann.
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Frauen unserer Gemeinde treffen sich regelmäßig. Natürlich beschäftigen sie sich auch mit biblischen
Themen. Sie kommen zum Gebet zusammen aber auch zum Basteln. Z.B. kommt der Erlös vom Verkauf
gebastelter Karten der Gemeinde zugute. Die Frauengruppe unterstützt auch die Missionarin Ute Klatt. Im
Seniorenheim unserer Stadt gestalten wir im vierzehntägigen Rhythmus Andachten.
Von anderen Kirchen werden wir wahrgenommen. Manches tun wir gemeinsam. So z.B. einen
Gottesdienst zum Gedenken an 25 Jahre Mauerfall. Dieser Gottesdienst wurde von vielen Christen der
Stadt gemeinsam vorbereitet und gemeinsam gestaltet. In diesem Jahr sind einige gemeinsame Aktionen,
Migrationsfest und Stadtfest, geplant. So zeigen wir gemeinsam in der Stadt ein Gesicht.
Immer wieder erleben wir da und dort die Liebe unseres Gottes. So ist für uns die neue Jahreslosung,
„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“, auch eine Aufgabe. Treten wir
so immer wieder in Jesu Fußstapfen und folgen ihm weiterhin nach.
Roland Stoppe
Missionsgebiet Lausitz
Das Missionsgebiet Niederlausitz (MGNL) ist ein Zusammenschluss von sieben Ortsgemeinden,
die bemüht sind, sich bei der missionarischen Gemeindearbeit in unserer Region gegenseitig
zu unterstützen. Im Missionsgebiet, zu dem die Baptistengemeinden in Eisenhüttenstadt,
Guben, Forst, Spremberg, Cottbus, Großräschen und Finsterwalde gehören, sind zwei Pastoren
angestellt: Willi Herbert für die Gemeinden Spremberg, Großräschen und Finsterwalde, und
Alan Gross für die Gemeinde Cottbus (70%) und zusätzlich für regionale Aufgaben.
Der Kontakt der Gemeinden untereinander geschieht zunächst durch den Austausch von Predigtdiensten.
Ein reger Austausch von Prediger/Innen sorgt für ein gegenseitiges Grüßen und den Austausch von
geistlichen Impulsen. Pastor Alan Gross ist in der Regel an einem Sonntag im Monat zum Predigen im
Missionsgebiet unterwegs. Viele Gemeindeälteste nehmen diesen Dienst auch wahr.
Beim „Kreativen Lausitztag“ am 14. Juni in Guben nahmen viele Geschwister des MGNL die Gelegenheit
wahr, um sich zu sehen und miteinander Gemeinschaft zu erleben. Die Referenten Michael Schuhbach
vom Dienstbereich Mission und Ralf Ossa (Dresden) haben den Tag um das Thema „Schöpferisch vom
Schöpfer erzählen“ gestaltet. Viele unserer iranischen Geschwister nahmen auch die Gelegenheit zur
Gemeinschaft an diesem Tag wahr.
Das MGNL hat im vergangenen Jahr zwei missionarische Projekte finanziell unterstützt. Einmal wurde
Schwester Flor (Berlin) bei ihrer Arbeit unter Iranern in Berlin und Brandenburg unterstützt. Die Arbeit
zeigte darin Frucht, dass in Forst und Großräschen in diesem Jahr Iraner von Schw. Flor getauft wurden.
Zusätzlich wurde die OffenBar in Forst finanzielle unterstützt. Die Mitarbeiter der OffenBar bemühen sich,
unter den Menschen, die zu ihnen in ihre offene Einrichtung kommen, durch Wort und Tat ein christliches
Zeugnis auszurichten.
Die Arbeit unten den Asylanten in Eisenhüttenstadt lief auch in diesem Jahr als ökumenisches Projekt
weiter. Einmal im Monat wird im Asylantenheim ein Gottesdienst durchgeführt unter der Mitarbeit der
Gemeinde Eisenhüttenstadt, der Pfingstgemeinde Gubin (Polen), und der Familie Neblett aus Leipzig.
Die Arbeit unter Jugendlichen war auch dieses Jahr ein Schwerpunkt im MGNL. Vom 15. – 16. Februar
trafen sich etwa 30 Jugendlich aus Berlin/Brandenburg zum English Camp Nachtreffen in Zeesen. Zum 13.
Mal lief dann im Sommer das English Camp am Deulowitzersee in Guben mit etwa 40 Jugendlichen und
50
12 Betreuern. Viele der langjährigen Teilnehmer des Camps engagieren sich inzwischen als Teil des Teams.
Einige der ehemaligen Teilnehmer des English Camps wollen im kommenden Sommer einen neuen Zweig
der Jugendarbeit des MG eröffnen. Beim „Senior Camp“ im kommenden August sollen sich ehemalige
Teilnehmer des English Camps treffen um in Eigenregie eine Freizeit durchzuführen.
Zu Beratungen trafen sich die Gemeinden des MG dreimal während des Jahres.
Da die Zuschüsse unseres Bundes für das Projekt nun in den nächsten Jahren nach und nach auslaufen,
wird es künftig eine zusätzliche Aufgabe sein, nach neuen Spendern für das MGNL Ausschau zu halten.
Alan Gross
EFG Luckenwalde
Im vergangenen Jahr ist für uns als Gemeinde eine Phase des Abschieds, Übergangs und
Neubeginns eingeläutet worden. Durch die Gemeinderatswahl gab es große Veränderungen in
der Zusammensetzung des Gemeinderats. Einige der neu gewählten Geschwister gehören erst
seit relativ kurzer Zeit zur Gemeinde. Dazu kommt der bevorstehende Abschied des Pastors im
August. Während sich das neue Gemeindeleitungsteam inzwischen gut zusammengefunden
hat, ist die Suche nach einem neuen Pastor erst angelaufen.
Im vergangenen Jahr sind wir durch eine konkrete Notsituation von iranischen Geschwistern
herausgefordert worden, über das Thema „Kirchenasyl“ nachzudenken. Und aus dem Nachdenken
wurde dann ein konkretes Handeln. Gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde und mit der
Unterstützung der anderen christlichen Kirchen vor Ort konnten wir Kirchenasyl gewähren. Das hat nicht
nur dazu geführt, dass die betroffene Familie wie erhofft ihr Asylverfahren in Deutschland bekommen hat.
Auch die ökumenische Zusammenarbeit der christlichen Gemeinden in Luckenwalde ist gestärkt worden.
Es würde zu weit führen, hier alle Höhepunkte unseres Gemeindelebens aufzuführen. Deshalb seien
hier nur ein paar wenige exemplarisch herausgegriffen: Wir waren mit fast 60 Personen bei herrlichem
Pfingstwetter zur Gemeindefreizeit in Brotterode, haben unser 120jähriges Gemeindejubiläum und einen
Taufgottesdienst gefeiert und hatten einen mit 180 Personen überfüllten Gemeindesaal, als die Kinder
unseres Kindergottesdienstes zur Christvesper das Krippenspiel aufführten.
Unser Kindergottesdienst ist für uns ein echtes Gebetsanliegen. Einerseits haben wir oft zwanzig Kinder und
mehr im Gottesdienst, andererseits fehlen uns Kindergottesdienstmitarbeiter. Wir hoffen und wünschen,
dass sich mehr Mitarbeiter finden, damit wir dieses großartige Geschenk Gottes besser wahrnehmen
können.
Noch ein Wort zur Statistik: Im vergangenen Jahr konnten wir drei Geschwister taufen und zwei weitere
durch Zeugnis in unsere Gemeinde aufnehmen. Angesichts zweier Wegzüge und zweier Austritte von
Gemeindemitgliedern, die schon viele Jahre nicht mehr am Gemeindeleben teilgenommen hatten, sind
wir im Jahr 2014 aber nur um ein Mitglied auf jetzt 103 Mitglieder gewachsen.
Sebastian Thierfelder
51
EFG Oranienburg
Ein paar Eckdaten:
131 Mitglieder (31.12.29014); Durchschnittlicher Gottesdienstbesuch: 135;
Prozentualer Anteil Nichtmitglieder am Gottesdienstbesuch: ca. 25 %; 2 Taufen im Jahr 2014.
Gemeindeleiter: Tobias Kühl; Pastor: Günter Born; weitere Älteste: Matthias Rüdiger, Mike
Kroggel.
Themen, die die Gemeinde 2014 besonders beschäftigt haben:
Einstellung einer Teilzeitkraft für die Jungschar- und Jugendarbeit, „Markus-Theater“ (Auswendiglernen
und Spielen des ganzen Markusevangeliums, 2 Aufführungen, ca. 300 Besucher), Gemeindefreizeit
über Pfingsten (Thema: „Heiliger Geist”; über 80 Teilnehmer); Gemeindejubiläum: 75 Jahre Gemeinde
Oranienburg mit großem Straßenfest und Jubiläumsgottesdienst; Bearbeitung der Gemeindegeschichte
während der NS-Zeit und „Schulderklärung” gegenüber der jüdischen Gemeinde. Veranstaltungen
innerhalb des neuen Formates „Impulse zum Leben” zu den Themen: „Naturwissenschaft und
Glaube”, „Pornografie und Sexsucht”; „Organtransplantation” und „Gender-Mainstreaming”.
Sonderbibelstundenreihe zum Thema „Homosexualität” (normalerweise zu den Texten der ökumenischen
Bibellese). Kontroverse Diskussion über die Veranstaltung einer Ausstellung über die Weltreligionen (die
dann leider nicht stattgefunden hat). Unterstützung der Gemeindeneugründung „Oase” in Zehdenick
durch Veranstaltung des Adonia-Musicals „Johannes der Täufer”. Aufführung eines Kinder-WeihnachtsMusicals; Ökumenisches Stadtkirchenfest; Vortrag von Dr. Klaus John über das Krankenhaus „Diospi
Suyana” beim Stadtfest; Jugendkanufreizeit; Bibelschülerfreizeit; Musikworkshop und Konzert mit Manuel
Laube und Band; Kellermusikkonzert.
Unsere regelmäßigen Veranstaltungen sind:
Gottesdienste mit 3 Kinderstunden (3 Altersklassen; ca. 30 Kinder) und Kirchenkaffee; Bibelstunde und
sieben Hauskreise, Frauenstunde, Treff zum Mittagessen (mit Spenden zugunsten von „Diospi-Suyana“,
bisher 95 Essen mit jeweils ca. 50 Teilnehmern), Jugendstunde, Jungschar, Gemeindebibelunterricht,
Ökumenischer Gebetskreis; Lobpreisgruppe und Treffen „Sing-Mit”; wöchentliches Gebetstreffen der
Ältesten, Mitarbeitertreffen.
Veranstaltungen, mit denen wir die meisten Nichtmitglieder erreichen konnten:
Gottesdienste, Straßenfest zum Jubiläum, Markustheatervorführungen, Kaffeetrinken mit Bericht
zur jährlichen Weihnachtspäckchenaktion in Osteuropa, Weihnachtsmusical, Candle-Light-Dinner für
Ehepaare am Valentinstag, monatliches Mittagessen für „Diospi Suyana, „Impulse zum Leben“- Vorträge
Wünsche und Pläne für 2015:
Anbau eines Fahrstuhls; Themen in der Veranstaltungsreihe „Impulse zum Leben”: „Sterbehilfe”,
„Patientenverfügung”, „Gläserner Mensch im Internet”, „Israel” und „Islam”. Förderung der
Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden; evtl. Wiederbelebung der Chorarbeit (Männerchor); Berufung
von Familie Minge als Mitarbeiter bei „Diospi Suyana” ab 2016; die Relevanz der Gemeinde für unsere
Stadt erhöhen; Jahresmotto (vgl. Jahreslosung): Förderung der Gemeinschaft; Gemeindeleitungsklausur
mit externer Beratung.
Besondere Zielgruppen 2015: weiterhin im Focus: Kinder- und Jugendliche; Mitglieder am Gemeinderand,
Kranke und Geschwister mit diversen Nöten (Krankheit, Alter, Eheprobleme). Unterstützung durch den
Diakoniekreis und Gebetsdienste der Ältesten (z.B. nach Jakobus 5)
Günter Born
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EFG Potsdam
Das Jahr begann mit der Verabschiedung von mehreren langjährigen Mitarbeitern des
Kindergottesdienstes, zwei von ihnen waren Teil des dreiköpfigen Leitungsteams. Das
bedeutete: ein kompletter Neustart war nötig, damit verbunden aber auch eine Chance,
Gewordenes neu zu überdenken. Inzwischen haben wir ein Team aus Müttern, Senioren
und Teenagern, die sich entschieden haben, für 1 Jahr verbindlich mitzuarbeiten, worüber
wir sehr froh sind. Neu ist z.B. die Regelung, in den Winter-, Sommer- und Herbstferien als
Kindergottesdienstteam zu pausieren und sich zu erholen. In dieser Zeit steht es Familien frei, nach Lust
die Kinderräume zu nutzen und anhand des vorbereiteten Materials eine kleine Andacht zu halten, statt
mit gelangweilten Kindern im Gottesdienst zu sein oder die Kinder nur zu beaufsichtigen.
Pfingsten organisierte das neue Leitungsteam des Kindergottesdienstes ein gemeinsames Wochenende
mit den Familien, um den Zusammenhalt zu fördern. Ein Gemeindeglied stellte seinen Garten zum Zelten
zur Verfügung. Es war ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis bei traumhaftem Wetter.
Zu Weihnachten gab es dann die Aufführung eines Krippenspiels, an dem alle Mitarbeiter und Kinder des
Kindergottesdienstes beteiligt waren, ca. 45 Personen (30 Kinder (3-12 Jahre), 15 Erwachsene).
Aus der Jugendarbeit: Im November wurde die Connection Jugend geteilt. Um den Bedürfnissen der
Älteren besser gerecht werden zu können, trifft sich sonntagabends die Ü18-Gruppe für junge Erwachsene
von 18 bis 28. Als erstes stand ein Alpha-Kurs auf dem Programm. Weiterhin jeden Freitag trifft sich die
Connection Jugend, nun aber für die Jugendlichen von 14 bis 18.
Ein großer Fokus liegt auf gemeinsamen Camps. So hatten wir 2014 im Mai eine Kanufreizeit, im Sommer
ein Beach-Camp in Kroatien. Auch die Jungschargruppe verlebte fast komplett mit 13 Kindern gemeinsam
das Sommerlager in Wünsdorf.
Zu Beginn des neuen Schuljahres begann eine neue Runde „Teens Bible Basic“. Die Gruppe fuhr als Auftakt
auf ein gemeinsames Camp aus verschiedenen Gemeindeunterrichts-Gruppen des Landesverbands, das
unser Jugendpastor organisiert hatte – eine tolle Erfahrung!
Für Väter und Kinder gab es im September eine Freizeit, bei der 10 Kinder im Alter von 6 -12 Jahren mit
7 Vätern sowie zwei Betreuern eine geniale Zeit auf einem Jugendzeltplatz bei Ratzeburg verbrachten.
Im Frühling und im Herbst hatten wir unser langjähriges Frauenfrühstück, das für viele sehr ermutigend
war. Die jährliche Seniorenweihnachtsfeier war dagegen leider so wenig besucht, dass wir für 2015 die
Fokussierung und das Konzept etwas verändern wollen.
Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Öffnung der Berliner Mauer nutzten wir die Gelegenheit zu einer
4teiligen Radtour. An einem Sonntag und 3 Samstagen fuhren wir in unterschiedlicher Zusammensetzung
verschiedene Strecken auf dem MauerRadweg. Dabei ergaben sich gute Gespräche.
Evangelistischer Höhepunkt war die Foto-Evangelisation „Gottes geliebte Menschen“ mit Pastor Gunnar
Bremer vom Dienstbereich Mission, fotografisch unterstützt von Pastor Thilo Mausser aus der EFG
Brandenburg-Jahnstr. Mit dem Satz „Wir suchen Gesichter für eine Fotoausstellung – keine Models,
sondern ganz normale Menschen!“ sprachen wir samstags im Marktcenter und am Dienstag bei der
Tafelausgabe Menschen an. Um die 75 machten mit, dazu ließen sich auch etwa 125 Leute aus der
Gemeinde und ihrem Umfeld fotografieren.
Vor allem zur Vernissage unter dem Titel „Gott, bin ich schön!?“ kamen viele Gäste. Andere besuchten
die Ausstellung später, um sich ihr kostenloses Portrait abzuholen und vielleicht eine Tasse Kaffee oder
53
Tee zu trinken. Dankbar waren wir für die vielen Gespräche, die beim Fotografieren und während der
Ausstellung entstanden. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Portrait regt an, sehr persönlich zu
werden. Wie sagte Gunnar Bremer: Wir sind vielleicht in unseren Augen nicht überall schön, aber wir sind
schön-geliebt!
Kirstin Junkel de Garcia
EFG Spremberg-Weißwasser
Der „Brandenburg-Tag“ – der Treffpunkt der Brandenburger und ihrer Gäste – fand 2014 in
Spremberg statt. Dieses große Ereignis am 5. und 6. Juli haben wir missionarisch genutzt, indem
wir die Besucher unseres Standes über Jesus Christus, die Bibel und das Christsein informierten,
offen waren für ihre Fragen und sie einbezogen beim Knüpfen von Freundschaftsbändern.
Es hat Freude gemacht, mit etlichen Gemeindeleuten und einigen Mitchristen aus PartnerGemeinden diese missionarische Herausforderung zu planen und durchzuführen. Wir waren ein
harmonisches und motiviertes Team, einer half dem anderen, jeder brachte sich gut ein. Eine Mitarbeiterin
beschreibt ihre Eindrücke so: Es hat alles sehr gut funktioniert, weil alle Mitarbeiter richtig aufeinander
abgestimmt ihren Einsatz absolvierten. Die Vorbereitung war gründlich und durchdacht. Mir haben die
zwei Tage sehr großen Spaß bereitet, und die Gespräche, die ich mit Gästen führte, haben mich sehr
bewegt. Und ich freute mich, dass ich mit unseren Materialien helfen konnte. Unser himmlischer Vater
hat Vorbereitung und Durchführung des Bbg -Tages so reich gesegnet! Es hat mich mit Freude erfüllt, mit
Euch allen zu arbeiten und unserem himmlischen Vater zu dienen.
Während unserer Bibelabende entwickeln sich immer wieder gute Gespräche anhand der Bibeltexte
(Philipperbrief & Schöpfungsbericht). Die Teilnehmer geben ihre Entdeckungen und Erkenntnisse weiter
oder erzählen – passend zu Text oder Thema – selbst Erlebtes. Die Bibelgespräche helfen wesentlich beim
Mündigwerden im Christsein.
Im zwei- bis dreimal jährlich stattfindenden Gemeindeforum tauschen wir uns aus über die Gemeindearbeit:
Was läuft gut? Was könnte wie verbessert werden? Auch unsere neuen Nachbarn rückten ins Blickfeld.
Links von unserm Gemeindehaus wurde ein inklusiver Betriebskindergarten des Behindertenwerks
Spremberg gebaut. Dort stellten wir uns Anfang des Jahres mit dem Kinderprojekt „Smilinguido“ vor.
Wir überreichten einen kunstvoll kreierten Korb mit 3 Plüschameisen (Smi, Fany und Forfo) sowie ein
Comicbuch der Ameisen. Ein Herzluftballon “Gott hat dich lieb“ thronte auf den Geschenken. Die Leiterin
des Kindergartens empfing uns sehr freundlich, zeigte uns viele Räumlichkeiten und wünschte für die
Zukunft eine gute Zusammenarbeit. Auch auf der rechten Seite unseres Gemeindehauses entstand ein
neues Wohnhaus. Zu diesen Nachbarn knüpften wir vor Weihnachten mit einem chicen Kreativprodukt
der Stiftung „Marburger Medien“ den Erstkontakt.
Zur Eröffnung der Weihnachten-im-Schuhkarton-Aktion präsentierten wir uns auf dem Töpfermarkt mit
Karl, dem Schuhkarton. Die Augen der Kinder wurden immer größer, als der überdimensionale Karton
ihnen zuwinkte. Niemand konnte unseren Stand übersehen. Viele Familien nahmen Flyer der Aktion mit
oder informierten sich.
Erstmals beteiligten wir uns an der Bibelliga-Aktion „Bibelstern“. Unter dem Motto „Die Weihnachtsgeschichte
verschenken“ rückt dieses Projekt zur Adventszeit die einzigartige Bedeutung der Bibel und den Gedanken
des Teilens in den Mittelpunkt der Gemeinde. Für 5 Euro erwerben die Teilnehmer einen Stern. Mit der
Bibelstern-Spende versorgt die Bibel Liga Menschen mit einer Bibel, die Interesse an Gottes Wort haben
und an einem Bibelkurs teilnehmen – diesmal im Senegal, dem für 2014 ausgesuchten Projektland. In
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diesem westafrikanischen Land fehlen immer noch Tausende von Bibeln und ebenso Glaubensgrundkurse
für Christen und geistlich Suchende. Pastor Albert aus Fissel (Senegal) schreibt z.B.: „Von unseren 200
Mitgliedern hat nur jeder 4. eine eigene Bibel.“ Die Bibelverbreitung erfolgt schwerpunktmäßig über
Bibelstudiengruppen. Einheimische Christen laden Christen und geistlich suchende Muslime (viele Leute
mit muslimischem Hintergrund im Senegal sind offen fürs Evangelium) zu Bibelkursen ein. Gemeinsam
studieren die Kleingruppen in Hütten, unter Bäumen und in Gemeindegebäuden. Als kleine EFG freuen
wir uns, es mit unserer Bibelstern-Spende ermöglicht zu haben, dass sich 26 Leute nun über eine eigene
Bibel freuen zu können.
Willi Herbert
EFG Templin
Die EFG Templin hat derzeit 102 Mitglieder. Sie hat ihren Sitz in der Perle der Uckermark. Die
Uckermark ist, obwohl bereits die am dünnsten besiedelte Region Deutschlands, wie viele
Regionen unseres Landesverbandes, Abwanderungsgebiet. Umso dankbarer sind wir dafür,
dass wir im vergangenen Jahr zwei Menschen auf das Bekenntnis ihres Glaubens hin taufen
durften.
Nach vielen Monaten einer Zeit ohne Pastor wurde Manfred Frank berufen. Er trat seinen Dienst im
April 2014 in unserer Gemeinde an. Außerdem haben wir mit Michael Müller einen Mitarbeiter in
der Jugendarbeit berufen und freuen uns sehr, dass sich wieder eine Jugendgruppe aufgebaut hat. Da
die meisten unserer Jugendlichen wegen der Aufnahme des Studiums, einer Ausbildung oder eines
Berufes wahrscheinlich unser Gemeindegebiet verlassen werden, möchten wir ihnen dennoch so viel
mitgeben, wie wir können. Michael Müller ist Vorsitzender des e.V. LED (Leben entdecken Deutschland).
LED hat ein großes Grundstück, ein ehemaliges Ferienlager, vom Neuen Leben e.V. übernommen
und führt die Jungschar- und Jugendcamps in Lychen weiter. Später sollen auf diesem Gelände auch
Jüngerschaftsschulungen durchgeführt werden.
Eine weitere intensive missionarische Arbeit geschieht durch das Ehepaar Monika und Heiner Semle und
engagierten Gemeindegliedern in der ehemaligen Station unserer Gemeinde in Zehdenick. Mittlerweile
hat sich dort ein kleiner aber stabiler Kreis aufgebaut. Höhepunkt des vergangenen Jahres war die
Aufführung des Musicals „Johannes der Täufer“ durch den Adonia e.V.. Immerhin brachte dieses Konzert
250, darunter über die Hälfte Kirchendistanzierte, Leute in eine christliche Veranstaltung. Wir hoffen
darauf aufbauen zu können. Nun denken wir darüber nach, wie die missionarische Arbeit dort besser in
die Gemeindearbeit integriert werden kann.
In unserer Gemeinde gibt es eine sehr aktive Gruppe des Blauen Kreuzes. Das Blaue Kreuz hat in den
vergangenen Jahren ein großes Netzwerk in der Ukraine, hauptsächlich in dem jetzt umkämpften Ostteil,
aufgebaut. Wir hatten daher Kinder aus Mariupol zu Gast. Unsere Gedanken sind in diesen Tagen sehr in
diese Region gerichtet, wo das Ehepaar Martina und Heinz Nietzsche viele Suchthilfezentren, Gemeinden
und Kindergruppen betreuen. Es ist uns ein großes Anliegen, dass für die Menschen dort viel gebetet
wird.
In Templin wird Ökumene in unglaublich intensiver Weise gelebt. Es gibt viele gemeinsame Veranstaltungen,
Treffen der Kirchgemeinderäte und einen sehr vertrauensvollen Umgang der Verantwortlichen
untereinander. Dies erfordert von der Gemeinde einen hohen Einsatz, der sich letzten Endes für alle
Kirchen dieser Stadt und für die Verbreitung des Evangeliums auszahlt. Dies ist uns besonders wichtig, weil
wir mit der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ eine besonders aggressiv auftretende, atheistische
Bewegung haben.
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EFG Zeesen
Ein ereignisreiches Jahr für unsere Gemeinde liegt hinter uns und damit schöne und auch
schwierige Erfahrungen.
Im Jahr 2014 hieß es Abschied nehmen von unserer Pastorenfamilie Katharina und Ralf Schilcher
mit ihren 3 Töchtern, die wir als Gemeinde sehr wohltuend erlebt haben. Wir sind dankbar
für das Miteinander der letzten Jahre und dafür, dass wir erleben durften, wie aus dem jungen
Paar eine Familie wurde. Nun war es an der Zeit sich nach elf gemeinsamen Jahren wieder
auf neue Begegnungen einzulassen. Dankbar schaue ich darauf zurück, dass vieles in unserer
Gemeinde sehr unkompliziert und gut organisiert abgelaufen ist, aber besonders darauf, dass wir nach
nur wenigen Wochen pastorenloser Zeit die Einführung von Familie Charissa und Matthias Drodofsky mit
Sohn Emilian feiern konnten.
Die Ratstagung der Vereinigung Berlin/Brandenburg fand im April zum ersten Mal in den Räumen unserer
Gemeinde statt und wir wurden als gastgebende Gemeinde mit wunderbarem Frühlingswetter beschenkt,
so dass auch der Versorgung unter freiem Himmel nichts im Wege stand.
Im Mai konnten wir gemeinsam mit der Christusgemeinde aus Königs Wusterhausen einen Taufgottesdienst
feiern, Anfang Juli folgte die zweite Taufe des Jahres. Für uns alle waren das sehr bewegende Gottesdienste
und Zeugnisse.
Es ist schön zu erleben, wie sich unsere neuen Geschwister auch in der Gemeinde einbringen.
Regelmäßig trifft sich der Hauskreis „Spur 8“, der aus einer Veranstaltungsreihe der evangelischen Allianz
hervorgegangen ist, in unseren Räumen und bereichert unser Gemeindeleben.
Neben den regelmäßigen Veranstaltungen haben wir 2014 zum ersten Mal an der „Langen Nacht der
offenen Kirchen“ teilgenommen, zu der wir eine orientalische Nacht angeboten haben. Desweiteren boten
wir einen Gedenkabend zum Jahrestag der Fukushima-Katastrophe, einen Vortrag zu Vorsorgevollmachten
und ein Adventskonzert an.
Nun gilt es auch im Jahr 2015 die Welt im Sinne Jesu Christi zu gestalten. Wir erleben gerade alle, wie
sehr sich unsere Welt verändert. Nicht alles bleibt für immer so, wie man es gewohnt war. Das wirkt sich
auch auf unsere Aufgaben und Gespräche in der Gemeinde aus. Seit dem letzten Sommer besuchen uns
auch Flüchtlinge aus dem nahe gelegenen Asylantenheim. Insofern kann uns die Jahreslosung:“ Nehmt
einander an, wie Christus euch angenommen hat“ ein Auftrag sein.
Möge Gott unseren Weg als Gemeinde segnen und uns zum Segen für andere werden lassen.
Annett Beger
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Berichte der Werke
AG Osteuropa
Die AG Osteuropa des Landesverbandes traf sich letztmals in Berlin am 6. Januar 2015. Auszüge aus dem
Protokoll liefern einen guten Einblick in ihr Tun.
Dieser bisher lose Kreis besteht seit etwa 18 Monaten. Die AG sieht ihre Aufgabe darin, etwa als Denkfabrik
zu fungieren und zu sortieren, was die Gemeinden in B-B machen könnten und sollten.
Berichte
1. Belarus (Weißrussland)
Rosel Braun berichtete, dass sich der „Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder“
in der EFG Köpenick weiterhin mit Erholungsaufenthalten in Polen für Kinder aus Belarus befasst. Der
Projektbereich Operationen von Herzfehlbildungen belorussischer Kinder ebenfalls in Polen umfasst aus
finanziellen Gründen künftig „nur“ die medizinische Versorgung der bereits erfolgreich operierten 50
Kinder, in der Regel bis zum 18. Lebensjahr. Ein neues Projekt der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
betrifft die Herausgabe einer russischsprachigen Fachzeitschrift in Belarus für bzw. über Menschen
mit Behinderungen. Die Förderung der Projekte der Behindertenarbeit erfolgte mehrfach durch das
Belarusförderprogramm der Bundesregierung und Stiftungen. Zur Durchführung ist immer ein Eigenanteil
von 10-20% (Spenden) erforderlich. Diese Gelder zusammenzubekommen, bleibt dem Förderkreis eine
ständige Herausforderung.
2. Georgien
Seit dem nicht ganz freiwilligen Ausstieg der Betheler Schwesternschaft aus der diakonischen
Zusammenarbeit mit der Baptistenkirche von Georgien und deren diakonischer Aktivitäten, engagiert
sich Elimar Brandt auf eigene Faust, die Kontakte und Kanäle aufrechtzuerhalten. Dort gibt es eine
diakonische Schwesternschaft mit 30 Diakonissen, 120 „Helferinnen“, das Haus „Betheli“ in Tbilisi,
mehrere „Sozialstationen“ und ambulante Pflegedienste in verschiedenen Regionen Georgiens.
Die georgische Baptistenkirche befindet sich in einer Umbruchphase. Doch gerade in solchen Zeiten ist
die über 15 Jahre währende diakonische Arbeit ganz bedeutungsvoll und Elimar würde es sehr bedauern,
wenn diese Arbeit eingestellt werden müsste.
3. Russland
Im Auftrag des Baptistenbundes in Moskau pflegt Bill Yoder eine Reihe von Westbeziehungen (auch EBF
und BWA) nach Warschau, Skandinavien, USA, Georgien, Brasilien und neulich auch nach China. Für die Ev.
Allianz macht er die dreisprachige Webseite. Ganz wichtig für ihn sind die Beziehungen Richtung Ukraine.
Seit September war er zweimal dort, das nächste Mal hoffentlich etwa März. Jetzt herrscht zwischen
Russland und Ukraine die Sprachlosigkeit – das Gespräch muss aber aufrechterhalten bleiben.
Er berichtet weiterhin in seiner Arbeit via Pressemeldungen über kirchliche und politische Entwicklungen
in Russland und benachbarten Staaten.
Strategien
Reinhard Assmann ist es wichtig, dass wir wegkommen von der alten Denkweise „Hilfsgüter und
Geldtransfer von West nach Ost“. Ihm geht es um das Kennenlernen und den Aufbau von Beziehungen.
Wir sind Nachbarn, könnten Erfahrungen austauschen und vieles voneinander lernen.
Elimar Brandt meinte, befristete Projekte seien für Osteuropäer problematisch. Schon das Beantragen eines
Projektes falle ihnen schwer. Gemeinden dort bedürfen einer langfristigen, unbefristeten Unterstützung.
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Er fragte: Steht es uns als Außenstehenden zu, über die Spendenwürdigkeit von Projekten in anderen
Ländern zu entscheiden? Wie bekommen wir Strukturen hin, die beiden Seiten gerecht werden?
Bernd Stummvoll meinte, dieser Kreis müsse mehr sein, als ein reiner Beraterkreis für die Arbeit von Yoder.
Obwohl er und Galina nicht die Pläne haben, den Wohnsitz in Belarus aufzugeben, ist er sich bewusst, dass
die Aufgaben in Osteuropa ihn überdauern werden. Doch überhaupt: Die AG hat eine verheißungsvollere
Zukunft, wenn sie sich um mehr als nur Yoder oder ein einziges Land kümmert.
Anstehende Aufgaben
Polen: Als östlicher Landesverband haben wir eine besondere Verantwortung für Kontakte zum
Nachbarland. Es wurde gesagt, es müsste auch eine Menge Leute unter uns geben, die dienstlich im
säkularen Bereich mit polnischen Partnern zu tun haben.
Bill Yoder braucht Menschen, die helfen Vortragsmöglichkeiten in Gemeinden zu vermitteln. Im Prinzip
könnten auch Elimar Brandt und Rosel Brauen zu Vorträgen eingeladen werden. Assmann berichtete,
dass „Kowtschek“ (Arche), eine bekannte baptistische Musikgruppe aus Donetsk, kürzlich dreimal im
Berliner Raum aufgetreten ist – doch in Berlin nur bei Aussiedlern. Solche Gruppen sollten verstärkt in die
Gemeinden unseres Bundes vermittelt werden.
Könnte sich unsere AG auch um Gäste aus Osteuropa kümmern? Nach der jährlichen Allianz-Konferenz in
Bad Blankenburg Anfang August wird es wieder Gäste geben.
Assmann meinte, man sollte sich auch um eine humanitäre Unterstützung der Flüchtlingsarbeit der
Gemeinden in der Ostukraine bemühen. Dafür genüge es nicht, die Hilfe allein über Kiew laufen zu lassen.
Er empfahl die Initiative eines deutschen Baptisten, Heinrich Beck. Er scheint vom Westen her auch die
von den Separatisten kontrollierten Gebiete versorgen zu können. Sein Verein heißt „Hoffnungsträger Ost
e.V.“ und ist in Darmstadt beheimatet. (Siehe: „www.Hoffnungstraeger-Ost.de“.)
Anwesend beim Gespräch am 6.1. waren: Reinhard Assmann, Elimar Brandt, Rosel Braun, Bernd
Stummvoll (Vertreter des Landesverbandes), B. Yoder. Sich entschuldigt hatten: Gottfried Hain, Maja
Hobohm, Friedemann Gillert, Markus Wehrstedt (Bochum).
Protokollant: Dr. William (Bill) Yoder
Dienste in Israel
Wenn die Vision ins Herz rutscht …
Irgendwie besonders, wenn eine junge Freiwillige formuliert: „Ich war berührt von der Vision, die DIENSTE
IN ISRAEL hat. Doch nach einigen Monaten hatte ich das gar nicht mehr vor Augen, denn dieses Bild ist
von meinen Augen in mein Herz gerutscht. Ich finde den Dienst nicht mehr nur einfach toll, sondern kann
mich damit identifizieren. Und das ist wesentlich wertvoller.“
Irgendwie besonders, dass am 27. Juli 2014, d.h. während des Gazakrieges, 22 junge Volontäre nach
vorangegangenem Einführungsseminar in Hannover und zahlreichen Elterngesprächen von Berlin aus
nach Tel Aviv geflogen sind. „Alle waren sehr berührt und beeindruckt, dass wir uns auf den Weg gemacht
haben – wirkliche Freunde Israels!“ – so der Tenor am Flughafen und in den Einrichtungen. Die insgesamt
37 Freiwilligen des Jahrgangs 2014/2015 arbeiten in 8 unterschiedlichen Einrichtungen in Jerusalem,
Petach Tikvah (Großraum Tel Aviv) und Haifa. Sie betreuen alte, kranke und behinderte Menschen,
darunter auch Shoah-Überlebende.
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Viermal im Jahr laden wir zu einem Bewerbertreffen nach Hannover ein. Wenn wir die jungen Leute
danach befragen, wie sie auf DIENSTE IN ISRAEL aufmerksam geworden sind, antworten sie entweder „Ich
kenne einen, der hat’s bereits gemacht und war begeistert“ oder „Eure Internetseite hat mich neugierig
gemacht“. Unserer Website haben wir im vergangenen Jahr übrigens einen neuen Anstrich verpasst. Ich
würde sagen: Die Mühe hat sich gelohnt! Aber schauen Sie doch einmal selbst unter www.dienste-inisrael.de …
Weitere besondere Erlebnisse in 2014: Die Israel-Begegnungsreise im März mit 28 Teilnehmern, das
Bundesjugendtreffen (BUJU) in Alsfeld, Seminare in Israel und Deutschland, zahlreiche Gemeindebesuche
…
Ausblick: Am 13./14. Juni 2015 werden wir unter dem Motto „Einander begegnen – Zukunft bauen“ 40
Jahre DIENSTE IN ISRAEL - DIE BRÜCKENBAUER in Hannover feiern. Eingeladen sind neben ehemaligen
Volontären, Mitarbeitern und Reiseteilnehmern, auch all unsere Freunde, Partner und Unterstützer
sowie zahlreiche Gäste aus Israel. Ein besonderes Ereignis im Rahmen dieses Jubiläums wird das Konzert
„Klezmer meets Jazz“ mit Giora Feidman am Samstagnachmittag (13. Juni) sein.
Ein besonderer Dank für ihren Einsatz gilt, neben den Volontären und Ehrenamtlichen unseren
Mitarbeiterinnen in Jerusalem, Claudia Ketterer und Lydia Beierl, unserer Mitarbeiterin in der
Geschäftsstelle in Hannover, Elvira von Herrmann, sowie Birgit Saalfrank (Unterstützung im Büro), Achim
Raschke (Vorsitz im Beirat) und Jürgen Pelz (Reisen).
DIENSTE IN ISRAEL als eine Einrichtung des Diakoniewerkes Kirchröder Turm e.V. nimmt einen Auftrag des
BEFG wahr und geschieht somit stellvertretend für unsere Bundesgemeinschaft.
Ralph Zintarra, Leiter Dienste in Israel / www.dienste-in-israel.de
Gemeindejugendwerk Berlin-Brandenburg
„Ich habe einen Traum…“ – ist wohl der bekannteste Satz von Martin Luther King jr., dessen
Wirken unsere Arbeit im GJW BB im letzten Jahr maßgeblich beeinflusst hat. Die Aktualität
seiner Worte hat uns in der Auseinandersetzung auf zahlreichen Veranstaltungen immer
wieder herausgefordert und häufig erschrecken lassen – wie weit Traum und Realität
auseinanderklaffen. Daher sehen wir uns in unserer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und
jungen Erwachsenen einmal mehr bestätigt und gestärkt. Wir wollen sie in der Entwicklung
ihrer persönlichen Potenziale und ihrem Entdecken der Vielfalt der Welt unterstützen und
begleiten. „Ich habe einen Traum…“ – ist nämlich nicht nur die Erinnerung an den Satzanfang
einer berühmte Rede und einen berühmten engagierten afro-amerikanischen Baptisten, sondern vielmehr
die Aufforderung an jeden, den Satz in der Verantwortung vor sich selbst, dem Nächsten und vor Gott zu
ergänzen!
1. Rückblick 2014
Einige Highlights und Herausforderungen aus dem letzten Jahr möchten wir besonders benennen:
30 Jahre Regenbogen-Str. – unser kindermissionarisches und diakonisches Puppentheater konnte
Geburtstag feiern. Mit der Abteilung Kinder des GJW Deutschland beraten wir über die Zukunft: was
können wir uns leisten, welche Bedeutung hat das Projekt in ganz Deutschland, wie identifizieren sich die
anderen GJWs mit der Regenbogen-Str.? Wir stecken Geld in dieses Projekt, können aber nicht auf Dauer
Verlust einfahren. Wir freuen uns über einen Zuschuss aus Elstal von 2.000 Euro in 2014 und 3.000 Euro in
2015. Mit der Regenbogen-Str. und den Themen rund um MLK waren wir auch auf der Bundeskonferenz
des BEFG in Kassel mit einem Stand vertreten. Das planen wir auch für 2015.
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King-Code
„Wahnsinn, was wir schon alles geleistet haben!“ Dieses Zitat einer Schülerin (16 Jahre) unseres
multimedialen Jugendprojektes „King-Code“ drückt wohl am besten das Staunen über die eigenen
Potenziale aus. Die DVD zur TV-Dokumentation erschien mittlerweile als Voll- und Schul-Version in
Deutsch/Englisch und in einer Hörgeschädigtenfassung incl. Arbeitsmaterialien. Die Wanderausstellung
- mit mehr als 4000 Besuchern - wurde nicht nur national z.B. durch den Bundespräsidenten Joachim
Gauck, Berlins Regierendem Bürgermeister a.D. Klaus Wowereit oder Frank Henkel gewürdigt, sondern
erhielt auch international große Beachtung durch amerikanische Bürgerrechtler wie Bernard Lafayette
(SCLC), Charles Steele (SCLC) oder Dick Gregory. Die Realisierung der Stadttour mit QR-Codes konnte in
Teilen realisiert werden. Erste geführte Stadtführungen (King-Tour) mit Touristen liefen sehr erfolgreich
und können auch 2015 im GJW gebucht werden. Öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung erhielt
das King-Code-Projekt u.a. durch den „Mete-Eksi-Preis 2014“ und den „Bundespreis für Politische Bildung
2015“. Die Preise sind für uns eine Herausforderung und Ansporn das Projekt weiter zu entwickeln.
Informationen und Buchungen: www.king-code.de
Empfang im Roten Rathaus/ Sept. 2014
Karolin Theiß und Klaus Wowereit
Preisvereihung „Politische Bildung 2015“
Martin Luther King jr./ Zivilcourage-Training
Die „Martin Luther King Show“ konnten wir 2014 vor allem in der Kooperation mit Schulen durchführen,
die ihrerseits von der Dynamik und der breiten Wissensvermittlung begeistert waren. Die Schirmherrschaft
hatten Raed Saleh (SPD) und Dieter Dombrowski (CDU) übernommen. Dank der großzügigen Fördermittel
der Landeszentralen für politische Bildung, dem Programm „Tolerantes Brandenburg“ und der AKTION
MENSCH konnten wir unser kreatives Zivilcourage-Training professionalisieren. Besonders eindrücklich
war die Projektwoche im ehemaligen Zuchthaus Cottbus mit Jugendlichen aus der Oberschule Sachsendorf.
2015 feiert das Projekt sein zehnjähriges Jubiläum und kann weiterhin von Gemeinden und Schulen
gebucht werden. www.martin-luther-king-show.de
Inklusion
Wir haben erkannt, dass wir bei diesem Thema noch viel Weg vor uns haben. Ein Schritt wird sein, auf
Flyern zu vermerken, ob der Veranstaltungsort oder die ganze Veranstaltung barrierefrei ist. Außerdem
werden wir in unseren Publikationen stärker auf diskriminierungsfreie Sprache achten. Wir wünschen uns
auch von unseren Gemeinden, an dieser Stelle offen und sensibel zu sein.
Geflüchtete in Berlin und Brandenburg
Besonders durch unseren Standort mit der Landesgeschäftsstelle in Lichtenberg sind wir aktuell mit
den Herausforderungen der Unterbringung von geflohenen Menschen konfrontiert. Wir sind es dem
Evangelium schuldig, dazu beizutragen, eine Willkommenskultur zu leben und praktische Nächstenliebe
zu üben. Entsetzt sind wir, wenn in Gemeinden PEGIDA-ähnliche Statements salonfähig werden. Im
Landesverband wünschen wir uns daher eine Initiative, sich vor Ort mit anderen Aktionspartnern zu
vernetzen und eine freikirchliche Stimme der Annahme und Barmherzigkeit zu sein.
Kinder und Kindergottesdienst
Wie jedes Jahr haben wir in den ersten Sommerferientagen unsere Kinderfreizeit durchgeführt – 2014
allerdings das erste Mal mit einer Warteliste für Teilnehmende, so voll war die Freizeit. Thematisch haben
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wir uns auch mit Martin Luther King und den Themen Vielfalt und Nächstenliebe beschäftigt. Dabei haben
uns besonders einige Länder interessiert, die auch Teilnehmer bei der Fußball-WM in Brasilien waren.
Zum Kinderbereich gehörte auch unsere MA-Schulung mit Petra Albersmann aus Hamburg zum Thema
„Geschichten erzählen“ sowie eigene Schulungen, die wir vor Ort anbieten sowie nach wie vor der ganze
Bereich „Sichere Gemeinde“.
Jungschar und Jugend
Zu Pfingsten veranstalteten wir in Brandenburg eine Kanufreizeit, an der neun Jungscharkinder aus Berlin
und Brandenburg teilnahmen. Das Spitzenwetter, aber auch die Gemeinschaft machten das verlängerte
Wochenende für alle zu einer ganz besonders tollen Zeit zu Wasser und zu Land. Im September fand
dann seit längerer Zeit wieder ein Jungschartag statt. Mit von der Partie waren etwa 30 Jungscharkinder,
als in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Tempelhof Spiele gespielt, Geschichten gehört,
Hotdogs gegessen und Fluggeräte gebastelt wurden. Anschließend zogen wir auf’s Tempelhofer Feld und
ließen unsere Wasserraketen steigen und Flieger und Bumerangs fliegen und jagten zum Schluss den
Bonbonmann.
Pflanzaktion auf der UPdate Convention 2014 Dr. Kingsley Arthur auf der UPdate Convention
Juleica-Schulung (M-Kurs) in Berlin
Auch im Bereich Jugend war 2014 viel los. Neben drei UPdate Jugendgottesdiensten, zwei Casinoabenden
und einem Worshipconcert stand im Mai das Bundesjugendlager (BUJU) auf dem Programm. Zwei
Reisebusse mit Jugendlichen aus Berlin und Brandenburg rollten in Alsfeld vor. Sehr gefreut haben wir
uns auch über die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Berlin und Brandenburg, die u.a. in
der Familiengruppenleitung, der Bühnentechnik und bei unserem Berlin-Brandenburger Imbissstand
„Falafel-King“ mitgearbeitet haben. Ein weiteres Highlight war die allererste UPdate Convention,
unsere Jugendtage zu Pfingsten. Unter dem Thema „Weil es gerecht ist“ verbrachten wir mit etwa 60
Jugendlichen ein entspanntes sonniges Wochenende auf dem Gelände der Evangelisch-Freikirchlichen
Gemeinde Buckow-Müncheberg. Neben Gottesdiensten, Workshops und Seminaren standen auch eine
spontane Wasserschlacht, ein Ausflug zum Strandbad und gemeinsames Grillen und Chillen auf dem
Programm. Aber auch Schulungen kamen 2014 nicht zu kurz: In unseren juleica-Schulungen konnten wir
23 Jugendliche und junge Erwachsene aus Berlin und Brandenburg kennenlernen und ihnen Grundlagen
der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vermitteln.
„Freiwilligendienst im GJW - Bewegt was!“
Unter diesem Motto setzen wir seit September letzten Jahres das FreiwilligendienstProgramm fort. Es sind zurzeit 11 Freiwillige in Kindergärten, Seniorenzentren,
Kinder- und Jugendeinrichtungen, Gemeindejugendwerken, Baptistengemeinden
und der Regenbogen-Str. eingesetzt, um sich ein Jahr lang freiwillig zu engagieren
und persönlich zu orientieren. Die Teilnehmenden haben in ihrem Freiwilligen-Jahr
die Gelegenheit, durch überwiegend praktische Hilfstätigkeiten die Arbeitsfelder
der Diakonie bzw. der Kinder- und Jugendhilfe kennenzulernen und einen Dienst
durch Hilfe am Menschen und an der Gesellschaft zu leisten.
Die Referent_innen des Freiwilligendienst-Programmes der Bundesgeschäftsstelle in Elstal und des GJW
Berlin-Brandenburg kooperieren weiterhin, um als fünfköpfiges Team die vier Seminarblöcke für die
insgesamt 26 Freiwilligen zu verschiedenen Themen wie Diakonie und gesellschaftlicher Verantwortung,
persönlicher Reflektion, kultureller Vielfalt sowie der Auseinandersetzung mit Religion und Glauben zu
gestalten. Durch Workshopangebote externer Referent_innen, beispielsweise zum Thema des Umgangs
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mit Menschen mit einem Handicap, wollen wir den Freiwilligen eine noch größere Vielfalt an Angeboten
und Einsichten bieten. Anna Eberbach begleitet und berät die Teilnehmenden in arbeitsbezogenen
und persönlichen Lebens- und Problemsituationen. Dabei stehen selbstbewusstes, eigenständiges und
verantwortliches Denken und Handeln an oberer Stelle. In regelmäßigen Abständen finden Besuche am
Einsatzort statt, während der die Anleitungs- und Arbeitssituation und die Reflexion des individuellen
Lernprozesses angesprochen werden.
Wir freuen uns sehr über interessierte Einrichtungen und Gemeinden, die sich eine_n Freiwillige_n zu
ihrer Unterstützung und Begleitung wünschen, um unser Angebot für möglichst viele Jugendliche und
junge Erwachsene verfügbar machen zu können.
Bei Interesse oder Fragen steht Anna Eberbach jederzeit zur Verfügung: [email protected], 030/
7870 2515
2. Ausblick 2015
Als überregionales und übergemeindliches Werk stellen wir besonders gern heraus, welche Akzente
wir konkret vor Ort setzen. Dabei sind wir aber darauf angewiesen, dass Gemeinden uns einladen: zu
Schulungen, Gottesdiensten, Beratungen, für Projektplanung, mit der Regenbogen-Str., mit der MLKShow, der MLK-Ausstellung, als Einsatzstelle für einen FSJ-Platz usw. Wir freuen uns über viele gute,
intensive Kontakte, müssen aber auch feststellen, zu manchen Gemeinden gar keinen Kontakt zu haben.
In diesem Jahr werden wir daher nicht nachlassen, vor Ort präsent zu sein.
Ein neues Angebot werden wir auf der Ratstagung 2015 vorstellen. Der Arbeitstitel lautet „GJW4Ort“.
Wir bieten Gemeinden unterschiedliche Projekte an (5-7), die vor Ort unterstützt durch das GJW BB
durchgeführt werden können, um anschließend nachhaltig eine Gruppe im Kinder- und Jugendbereich
zu starten. Uns geht es dabei, Ideen und Know-how zu vermitteln, Gemeinden Mut zu machen, lokale
Partner vor Ort zu finden und auch ohne eigene Gemeindekinder Angebote vor Ort für den Ort, die Stadt
oder den Bezirk zu generieren.
Die übergemeindlichen Akzente werden breit beworben; dazu sind die jungen Menschen und
Mitarbeitenden aus den Gemeinden eingeladen; eine Liste mit den aktuellen Angeboten werdet Ihr vor
Ort auf dem Ratstag erhalten.
„Ich habe einen Traum“, das WIR die Vielfalt in unseren Gemeinden und Orten noch viel bewusster
entdecken, würdigen und in Dankbarkeit feiern! Dieses WIR meint ganz bewusst ALLE! ALLE sind
eingeladen! ALLE sind WILLKOMMEN!
Wir freuen uns, wenn Gemeinden unsere Einladungen und Angebote nutzen, mit einsteigen und wir
uns so gegenseitig unterstützen! Daher möchten wir uns ganz herzlich insbesondere bei den Gemeinden
bedanken, die uns in vielfältiger Weise bei der Realisierung von Projekten und Veranstaltungen geholfen
haben.
Ein herzliches Dankeschön richten wir an die vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden im GJW BB, den
Ortsgemeinden und unseren Kooperationspartnern. Es ist großartig zu sehen, wie junge Menschen sich
engagieren, ihre Potenziale entdecken und so in ihrer Persönlichkeit und im Glauben wachsen. Um dies
zu unterstützen werden wir weiterhin an unseren GJW Jahresempfängen festhalten, um diese wichtige
Arbeit in einem angemessenen Rahmen zu würdigen.
Anna Eberbach, Karolin Theiß, Martin Schaefer, Daniel Schmöcker
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Oncken-Verlag
Zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen – gedruckt und online!
Für den Oncken Verlag (Kassel) war 2014 ein zufrieden stellendes Jahr. Die Lage auf dem Zeitschriftenmarkt
ist angespannt. Auflagen sinken; Zeitschriften werden eingestellt. So ist es für uns ein Erfolg, dass die
Zeitschrift DIE GEMEINDE deutlich weniger Abonnenten verloren hat als in den Vorjahren. Gleichzeitig
greifen die Investitionen in die neuen Medien. Das Magazin wird gerne auch als E-Book, als PDF oder
Audio-Datei abonniert. Eine weiterer Trend: Bunte Sonderhefte, die wir Gemeinden günstig anbieten,
werden gerne angefordert.
Immer weniger Menschen sind heute bereit, sich durch ein Abonnement zu binden. Interessiert ein
Thema, greift man gezielt zu einem Heft. Wir wollen deshalb versuchen, solche Themenhefte verstärkt
auch online anzubieten.
Als Verlag wollen wir Gemeinden helfen, gut arbeiten zu können. Einige Neuerscheinungen haben wir
auf den Weg gebracht. Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit mit Honorarkräften, die sich sehr stark
für die unterschiedlichen Projekte eingebracht haben. So konnten wir das Kinderbuch „Mara und Timo
entdecken die Bibel“ produzieren. Es ist gut angenommen worden und wir haben es um ein Malbuch
und zwei Puzzles ergänzt. Familien und Kindergärten nutzen dieses Material, um Kinder für biblische
Geschichten zu begeistern. Ganz neu: Die CD „Feiern und Loben zum Singen“ hilft kleinen Gemeinden
und Hauskreisen, ohne Musiker mit Klavierbegleitung zu singen. „Über den Tag hinaus“ heißt eine neue
Broschüre zum Thema Abschied, Tod und Trauer. Mit dem Vorsorgeordner aus dem Hause Oncken ist sie
eine Hilfe, um gut vorbereitet die letzte Reise anzutreten. Auch in diesem Jahr haben wir – wie in den
letzten Jahren – vertrauensvoll mit anderen christlichen Verlagen zusammengearbeitet. Das wollen wir
ausweiten.
Ein großes Lob gebührt den über 1.000 Ehrenamtlichen in den Gemeinden. Durch ihre Mitarbeit an den
Büchertischen und im Bereich Zeitschriften sorgen sie dafür, dass „Oncken“ vor Ort fest verankert ist –
„zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen“, wie Verlagsgründer Johann Gerhard Oncken formuliert
hat.
Heinz Sager
Stellenausschreibung
Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Haselhorst (Christus-Kirche) sucht ab dem 01.07.2015 für 25 Stunden im
Monat auf 250 €-Basis eine Mitarbeiterin / einen Mitarbeiter für den Bereich
„Koordination und Öffentlichkeitsarbeit“
Diese Tätigkeit umfasst, in Zusammenarbeit mit der Gemeindemitgliederversammlung, die administrative Organisation
der Gottesdienste inklusive der Musikdienste. Die Erstellung des Gemeindebriefes, die Pflege des Internetauftritts und die
regelmäßige Gestaltung des Schaukastens sind ebenso ein Teil dieser Arbeit, wie auch die Mitarbeit in der Stadtteilkonferenz,
bei Sonderveranstaltungen und in der Evangelischen Allianz. Zu den Anforderungen dieser Stelle gehört die regelmäßige
Teilnahme an Gemeindemitgliederversammlungen sowie die Protokollierung dieser Veranstaltungen. Je nach persönlichem
Interesse und Kompetenz können weitere Aufgabenbereiche entwickelt werden. Eine Mitgliedschaft in der Gemeinde ist
obligatorisch.
Durch die freie Zeiteinteilung und nur ungefähr drei festen Terminen im Monat lässt sich der
Job sehr flexibel und individuell gestalten.
Bewerbungen mit einem kurzen Lebenslauf, geistlichem Werdegang und ggf. Referenzen
können schriftlich geschickt werden an: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Haselhorst; Frau Susanne Larsen; Riensbergstraße 43; 13599 Berlin
oder digital per E-Mail an: [email protected]
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Sterbekasse Evangelischer Freikirchen VVaG, Berlin
Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit haben wir auch im Jahr 2014
unverändert unseren Mitgliedern dabei geholfen, soziale Verantwortung
gegenüber Familien und Angehörigen wahrzunehmen. Wir sichern unseren
Mitgliedern Leistungen zu, die unabhängig vom Zeitpunkt eines Sterbefalles
den Angehörigen zustehen. So konnten in vielen dieser traurigen Situationen
zumindest die finanziellen Sorgen beseitigt werden.
Da die Sterbekasse als kapitalgedeckter Versicherungsverein arbeitet, war es im Jahr 2014 nicht einfach,
den kalkulatorischen Ansätzen des technischen Geschäftsplans und damit der vorgeschriebenen
Rendite zu folgen. Die Niedrigzinsphase auf den Kapitalmärkten hat ihre anhaltenden Auswirkungen
trotz der vorgeschriebenen und praktizierten Mischung und Streuung in der Anlagenpolitik. Auch die
festverzinslichen mittelfristigen Anlagen sind zunehmend niedrig verzinste Positionen in der ansonsten
breiten Liste der Wertpapiere und übrigen Kapitalanlagen. Die nun seit einigen Jahren praktizierte
Anlagenpolitik mit einem etwa 25%igen Anteil eigener Immobilien hat sich weiterhin bewährt, obgleich
das Geschäft der Miethausverwaltung und der technischen Betreuung selbstverständlich kleinteilig und
aufwendig ist. So hat die Sterbekasse trotz der herausfordernden Rahmenbedingun-gen im Jahr 2014 eine
Durchschnittsrendite in Höhe von ca. 3,3% erreicht und sie konnte damit die Vorgaben des technischen
Geschäftsplans erfüllen.
Im vergangenen Jahr konnten an eine Gemeinde und eine diakonische Einrichtung neue Darlehen in Höhe
von insgesamt 1,4 Mio. Euro für Bauprojekte ausgereicht werden. Derzeit finanziert die Sterbekasse in
11 Ortsgemeinden und Institutionen ein Volumen von rd. 5,5 Mio. Euro. Gemeinden und diakonische
Einrichtungen haben weiterhin die Möglichkeit ihre Investitionsvorhaben und für anste-hende langfristige
Finanzierungen Darlehensanfragen an die Sterbekasse zu richten.
Die Anzahl der Mitglieder hat sich im Jahr 2014 nicht erhöht, da die Bereitschaft zum Abschluss
einer Sterbegeldversicherung anhaltend zurückhaltend ist. Die Sterbekasse hat 13.853 Mitglieder,
sie arbeitet mit 338 Vertrauenspersonen deutschlandweit zusammen. Mit Beitragseinnahmen von
ca. 1,2 Mio. Euro (Vorjahr ebenfalls 1,2 Mio. Euro), und einer Bilanzsumme von 27 Mio. Euro, sowie
einer Versicherungssumme aller abgeschlossenen Versicherungen in Höhe von rd. 39 Mio. Euro, ist die
Sterbekasse weiterhin ein starker und sicherer Partner.
Nach den geschlossenen Tarifen B, C, D (max64 bzw.max75) werden aktuell Sterbegeldversicherun-gen im
Tarif E (max80) mit flexiblen Beitragsfreiheiten (mit vollendeten 60. bis zum vollendeten 85. Lebensjahr
sowie mit Einmalbeitrag angeboten. Die hierzu erforderlichen Satzungsänderungen sind beschlossen,
jedoch steht zum Zeitpunkt der Berichterstellung die Genehmigung der Aufsichtsbehör-de (BaFin)
weiterhin aus.
Der schon sehr alte Hinweis „Die Sterbekasse bietet Vorsorge als liebende Fürsorge für hinterbliebene
Menschen“, hat bei allen Veränderungen in unserer Gesellschaft und auf den Kapitalmärkten, in den
freikirchlichen Gemeinden und bei der Sterbekasse selbst, seine Bedeutung nicht verloren. Bieten auch
Sie allen Menschen, die diese liebende Fürsorge brauchen, die Angebote der Sterbekasse Evan-gelischer
Freikirchen an.
www.sterbekasse-berlin.de
Udo Schmidt Vorstandsvorsitzender
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Verband der Ev.-Freikirchl. Gemeinden in Berlin K.d.ö.R.
Im Jahre 2014 erfolgten Neuwahlen zum sieben köpfigen Vorstand.
Nicht zur Wiederwahl standen die Brüder Frank Zöllner, Gerhard Gutsche, Diethard Hoffmann und Gerd
Hoffmann. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde ihnen der besondere Dank des Vorstandes und
der Mitgliedsgemeinden ausgesprochen. Im besonderen Maße wurde die Arbeit des Verbandes in den
letzten Jahrzehnten durch Diethard und Gerd Hoffmann geprägt, die dem Gremium seit der Gründung
angehörten.
In den Vorstand gewählt wurden Matthias Bock (Gemeinde Weißensee), Mirko Kormannshaus (Gemeinde
Wedding), Dirk Lüttgens (Gemeinde Spandau-Jagowstr.), Frohmut Schmidt (Gemeinde SchönebergHohenstaufenstr.), Daniela Spielmann (Gemeinde Charlottenburg), Volker Strehlow (Gemeinde
Reinickendorf) und Thomas Thiel-Clement (Gemeinde Charlottenburg).
Der Vorstand wählte Daniela Spielmann zur Vorsitzenden und Dirk Lüttgens zum Stellvertreter.
Die Arbeit des Verbandes im Jahr 2014 war geprägt als neu zusammengesetzter Vorstand zusammenzufinden
und Schwerpunkte für die nächsten Jahre zu setzten.
Ein Diskussionspunkt soll darin liegen, wie unser Vermögen angesichts der derzeitigen Lage am
Kapitalmarkt angelegt werden kann und wie Gemeinden und soziale Projekte unterstützt werden können.
Gerne würden wir weiterhin unser Geld in Form von zinsgünstigen Darlehen Gemeinden für Investition
oder auch zur Durchführung von Sondertilgungen für bestehende Darlehen zur Verfügung stellen. In dem
angestoßenen Projekt zur Erstellung einer Imagebroschüre für die Gemeinden in Berlin-Brandenburg
wurden keine wesentlichen Fortschritte erzielt.
Daniela Spielmann
Impressum
Landesverband Berlin-Brandenburg
im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.
Möllendorffstr. 53, 10367 Berlin
Tel. 030-78 702 515 / Fax. 030-78 705 557
www.baptisten-bb.de
Bankverbindung
Spar- und Kreditbank Bad Homburg
Kto.-Nr. 90000
BLZ: 50092100
Landesverbandsleiter: Thomas Reichert
Stellvertreter: Volker Strehlow
Kassiererin: Tanja v. Kornatzky
Weitere Mitglieder der Landesverbandsleitung:
Wilma Böhl, Lutz Bratfisch, Karolin Theiß (GJW),
Martin Schaefer (GJW), Daniel Schmöcker (GJW),
Daniela Spielmann (Verband), Bernd Stummvoll, Janina Wehde
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Layout: Daniel Schmöcker (GJW)
Titelbild: cienpiesnf - Fotolia.com
Auflage: 1000 Exemplare
Druck: www.diedruckerei.de
Notizen
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