Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2014/15

Vorlesungsverzeichnis Geschichte – Wintersemester 2014/15
Inhalt:
Vorwort der Institutsdirektorin
Vorwort des Fachschaftsrates Geschichte
Hinweis zu den mündlichen Abschlussprüfungen
Modulübersichten B.A. Geschichte
Modulübersichten Lehrämter Geschichte nach Jenaer Modell
Modul „Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft“ (Hist 100)
Alte Geschichte
Mittelalterliche Geschichte
Geschichte der Frühen Neuzeit
Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Osteuropäische Geschichte
Westeuropäische Geschichte
Nordamerikanische Geschichte
Geschichtsdidaktik
M.A. Mittelalterstudien
M.A. Neuere Geschichte
M.A. Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts
M.A. Nordamerikastudien
Telefonnummern und Email-Adressen
S. 2
S. 3
S. 4
S. 5
S. 6
S. 8
S. 11
S. 15
S. 21
S. 27
S. 44
S. 48
S. 51
S. 56
S. 61
S. 62
S. 64
S. 66
S. 68
Abkürzungen:
AB 4 =
B.A.
=
CZ 3 =
CZ-Pl. 12 =
GK
=
HF
=
HI
=
HpS =
HS
=
IAAC =
IKK =
K
=
LP
=
M.A. =
n.V.
=
OS
=
S
=
SoSe =
SR
=
S/Ü
=
Ü
=
UHG =
VL
=
WiSe =
August-Bebel-Str. 4
Bachelor of Arts
Carl-Zeiss-Str. 3
Carl-Zeiss-Platz 12, (Hörsaal Optisches Museum)
Grundkurs
Hauptfach
Historisches Institut (Fürstengraben 13)
Hauptseminar
Hörsaal
Humboldtstr. 8
Imre Kertész Kolleg, Leutragraben 1 („Uniturm“), 14. OG
Kolloquium
Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System (ECTS)
Master of Arts
nach Vereinbarung
Oberseminar
Seminar
Sommersemester
Seminarraum
Seminar/Übung
Übung
Universitätshauptgebäude (Fürstengraben 1)
Vorlesung
Wintersemester
Redaktionsschluss: 19.09.2014
Ch. Hänel
1
Vorwort der Institutsdirektorin
Liebe Studierende,
im Namen des Historischen Instituts begrüße ich Sie zum Wintersemester 2014/15. Wir freuen uns,
dass Sie Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studieren.
Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis informiert Sie über alle Lehrveranstaltungen unseres
Instituts. Falls Sie mit den Studieninhalten und dem Studienverlauf Ihres Faches noch nicht vertraut
sind, schlagen Sie bitte im Modulplan für Ihren Studiengang nach (Seiten 5–7); dort ersehen Sie, welche
Module Sie während Ihres Bachelor- bzw. Lehramtsstudiums absolvieren.
Weiterführende Informationen zu Ihrem jeweiligen Studiengang und dessen einzelnen Modulen finden
Sie unter anderem auf der Homepage des Historischen Instituts (http://www.histinst.uni-jena.de/) unter
der Rubrik Studium sowie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis „Friedolin“ (https://friedolin.unijena.de).
Ausführlichere Hinweise zu den Masterstudiengängen, an denen das Historische Institut beteiligt ist,
bieten die abschließenden Kapitel dieses Vorlesungsverzeichnisses.
Die Belegung von Seminarplätzen erfolgt für den Großteil unserer Lehrveranstaltungen online über
„Friedolin“. Bitte beachten Sie aber, dass Sie mit der Anmeldung nicht auch schon zugelassen sind und
einen Platz sicher haben. Die Zahl der Teilnehmenden an Seminaren und Übungen ist auf maximal 20
beschränkt. Besondere Anmeldebedingungen einzelner Veranstaltungen, wie zum Beispiel persönliche
Anmeldung bei den Dozierenden oder auf Listen, sind in den ausführlichen Kommentaren zu den
Veranstaltungen benannt.
Wichtig ist daneben, dass Sie sich rechtzeitig für die Modulprüfungen der von Ihnen belegten Module
verbindlich anmelden. Studierende des B.A. Geschichte und der Lehrämter melden sich online mit
„Friedolin“ innerhalb der ersten sechs Wochen der Vorlesungszeit an. In den Masterstudiengängen
erfolgt die Anmeldung innerhalb derselben Frist schriftlich über das Akademische Studien- und
Prüfungsamt (ASPA).
Vorlesungen können, unabhängig davon ob sie verpflichtender Bestandteil von Modulen sind oder
nicht, jederzeit von allen Studierenden frei besucht werden.
Weiterhin möchte ich Sie auf die vielen zusätzlichen Vorträge und Diskussionen hinweisen, die am
Historischen Institut auch in diesem Semester stattfinden werden. Über diese Veranstaltungen
informieren wir mit Plakaten und Aushängen im Institut sowie im Internet. Nutzen Sie diese Chancen,
Ihr Blickfeld zu erweitern!
Im Namen der Lehrenden des Historischen Instituts wünsche ich Ihnen und uns allen viele anregende,
bereichernde Begegnungen und ein erfolgreiches Semester.
Ihre
Gisela Mettele
2
Vorwort des Fachschaftsrates Geschichte
Liebe Mitstudierende,
manche von euch begrüßen wir nun vielleicht schon zum zehnten Mal, andere halten dieses
kommentierte Vorlesungsverzeichnis zum ersten Mal in den Händen. Um besonders letztere nicht zu
verschrecken – alle anderen dürften uns ja nun gewöhnt sein – haben wir von allzu kreativen Ergüssen
Abstand genommen und sagen ganz klassisch: Hallo und herzlich willkommen im Wintersemester
2014/15! Zwei Semester lang werden wir, Christian, Josefine, Julia, Kai, Lisa, Lukas, Madeleine, Marco,
Marcus, Monique, Patrick, Sebastian und Sören, euch auf hochschulpolitischer und fachlicher Ebene
vertreten und dafür sorgen, dass auch kulturelle Belange nicht zu kurz kommen.
Die Hochschulpolitik: Wir bleiben aktiv, wie ihr es von uns kennt! In so gut wie allen Unigremien sind
wir ebenfalls vertreten, behalten die Entwicklungen an unserer Uni und am Historischen Institut im
Auge und geben unser Bestes, dass studentische Interessen gewahrt werden. Das Fachliche:
Stundenplangestaltung, Sprachanforderungen, Prüfungsmodalitäten, Ärger mit Dozierenden – wir
helfen euch weiter! Ihr erreicht uns entweder in unserer Sprechstunde im Büro (Fürstengraben 13, im
Foyer den Gang links bis zum Ende; Zeiten werden noch bekannt gegeben), per Mail oder auch bei
Facebook. Außerdem organisieren wir regelmäßig fachbezogene Veranstaltungen wie Filmabende oder
Vorträge. Kulturelles: Auch hier versuchen wir, ein breites Spektrum abzudecken. So gibt es seit
Kurzem eine Institutsfußballmannschaft, die jeden Dienstag in lockerer Runde trainiert; bei einem
vorweihnachtlichen Hallenturnier dürft ihr dann gegen die Dozierenden antreten. Im Sommersemester
wird dann mehr gefeiert, beispielsweise auf unserem Sommerfest, bis schließlich unsere
Graduiertenfeier für Absolventinnen und Absolventen des HI und für unsere Aktivitäten den
krönenden Abschluss bildet.
Zu all dem seid ihr ganz herzlich eingeladen! Wir informieren regelmäßig über den Newsletter, für den
ihr euch entweder selbst eintragen (https://lserv.uni-jena.de/mailman/listinfo/fachschaft-geschichte)
oder uns eine Mail mit Bitte um Eintragung schicken könnt. Informationen gibt es auch immer bei
Facebook und auf unserer Homepage. Nicht zuletzt seid ihr in unseren stets öffentlichen Sitzungen
willkommen, auch hier werden Ort und Zeit noch verkündet.
Wir wünschen euch ein in jeder Hinsicht erfüllendes und erfolgreiches Semester und freuen uns, euch
bei unseren Veranstaltungen kennenzulernen.
Viele Grüße,
Euer FSR Geschichte
Kontakt:
[email protected]
https://www.facebook.com/FachschaftsratGeschichteJena
http://www.histinst.uni-jena.de/FSR_Geschichte.html
3
Hinweis zu den Abschlussprüfungen
Von den Kandidatinnen und Kandidaten für mündliche Abschlussprüfungen und
Examensarbeiten wird erwartet, dass sie sich rechtzeitig vor ihrem Prüfungstermin mit
ihren Prüfern ins Benehmen setzen. Weiter wird erwartet, dass sie vor mündlichen
Prüfungen eine Liste der wesentlichen für die Prüfungsvorbereitung herangezogenen
Literatur einreichen. Hinsichtlich der Prüfungsthemen gilt, dass jeweils nur größere
Epochenzusammenhänge (gegebenenfalls mit Vertiefungsbereichen) vereinbart werden
können.
4
Modulübersichten B.A. Geschichte und Lehramt Jenaer Modell
B.A. Geschichte Kernfach
Module
LP
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft*
(Pflicht im ersten Fachsemester; fachspezifische Schlüsselqualifikation)
Basismodul Alte Geschichte
Basismodul Mittelalterliche Geschichte
Basismodul Frühe Neuzeit
Basismodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Aufbaumodul Alte Geschichte ODER Mittelalterliche Geschichte ODER
Geschichte der Frühen Neuzeit
Aufbaumodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Aufbaumodul Osteuropäische ODER Westeuropäische ODER
Nordamerikanische Geschichte
Allgemeine Schlüsselqualifikationen (siehe ASQ-Katalog bei „Friedolin“)
Berufsorientierendes Praktikum
10
10
10
10
10
10
10
10
10
10
Vertiefungsmodul
Bachelorarbeit
10
10
Summe
120
B.A. Geschichte Ergänzungsfach
Module
LP
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft*
(Pflicht im ersten Fachsemester)
Drei von vier Basismodulen
Basismodul Alte Geschichte
Basismodul Mittelalterliche Geschichte
Basismodul Frühe Neuzeit
Basismodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
10
Zwei von drei Aufbaumodulen
Aufbaumodul Alte Geschichte ODER Mittelalterliche Geschichte ODER
Geschichte der Frühen Neuzeit
Aufbaumodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Aufbaumodul Osteuropäische ODER Westeuropäische ODER
Nordamerikanische Geschichte
Summe
10
10
10
10
10
10
10
60
* Im ersten Semester kann max. ein Basismodul parallel zum Einführungsmodul absolviert werden!
5
Lehramt Gymnasium nach Jenaer Modell
Grundstudium
Module
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft*
(Pflichtmodul im ersten Fachsemester)
Basismodul Alte Geschichte
Basismodul Mittelalterliche Geschichte
Basismodul Frühe Neuzeit
Basismodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Geschichtsdidaktik I (Seminar)
Summe Grundstudium
LP
10
10
10
10
10
5
55
Praxissemester (5. oder 6. Semester)
Modul
Geschichtsdidaktik II (fachdidaktisches Begleitseminar zum
Praxissemester)
LP
5
Hauptstudium (5./6.–9. Semester)
Module**
Modul Alte Geschichte (Aufbaumodul oder Hauptseminar)
Modul Mittelalterliche Geschichte (Aufbaumodul oder Hauptseminar)
Modul Neuere Geschichte (Aufbaumodul oder Hauptseminar)
Modul Neueste Geschichte (Aufbaumodul oder Hauptseminar)
Summe Fachstudium
LP
10
10
10
10
40
Vorbereitungsmodule zur Ersten Staatsprüfung (7.–10. Semester)
Module
Vorbereitungsmodul (1) Klausur
Vorbereitungsmodul (2) mündlich
Vorbereitungsmodul (3) Geschichtsdidaktik mündlich
Summe Vorbereitungsmodule
LP
5
5
5
15
ggf. Wissenschaftliche Hausarbeit
20
Summe (Fachstudium ohne wissenschaftliche Hausarbeit)
115
* Im ersten Semester kann maximal ein Basismodul parallel zum Einführungsmodul absolviert werden!
** Mindestens zwei der Epochen sind mit einem Hauptseminar (Hist 8xx, 10 LP) aus den Bereichen Vertiefung
Alte Geschichte, Mittelalterliche Geschichte III, Seminar Neuere Geschichte oder Seminar Neueste Geschichte
zu belegen. Werden zwei Aufbaumodule belegt, ist eins aus dem Bereich der Alten oder Mittelalterlichen
Geschichte und eins aus dem Bereich der Neueren oder Neuesten Geschichte zu wählen.
6
Lehramt Regelschule nach Jenaer Modell
Grundstudium
Module
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft*
(Pflichtmodul im ersten Fachsemester)
Basismodul Alte Geschichte
Basismodul Mittelalterliche Geschichte
Basismodul Frühe Neuzeit
Basismodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Geschichtsdidaktik I (Seminar)
Summe Grundstudium
LP
10
10
10
10
10
5
55
Praxissemester (5. oder 6. Semester)
Modul
Geschichtsdidaktik II (fachdidaktisches Begleitseminar zum
Praxissemester)
LP
5
Hauptstudium Fachmodule (5./6.–8. Semester)
Module**
Modul Alte Geschichte
Modul Mittelalterliche Geschichte
Modul Neuere Geschichte
Modul Neueste Geschichte
Summe Fachstudium
LP
5–10
5–10
5–10
5–10
25
Vorbereitungsmodule zur Ersten Staatsprüfung (7.–9. Semester)
Module
Vorbereitungsmodul (1) Klausur
Vorbereitungsmodul (2) mündlich
Vorbereitungsmodul (3) Geschichtsdidaktik mündlich
Summe Vorbereitungsmodule
LP
5
5
5
15
ggf. Wissenschaftliche Hausarbeit
20
Summe (Fachstudium ohne wissenschaftliche Hausarbeit)
100
* Im ersten Semester kann max. ein Basismodul parallel zum Einführungsmodul absolviert werden!
** Es sind drei der vier Epochen Alte Geschichte, Mittelalterliche Geschichte, Neuere Geschichte oder Neueste
Geschichte zu belegen. Es kann nur ein Regelschulmodul (5 LP) und ein Aufbaumodul (10 LP) gewählt werden.
Mindestens ein Modul (10 LP) muss ein Hauptseminar (Hist 8xx) sein und aus den Bereichen Vertiefung Alte
Geschichte oder Mittelalterliche Geschichte III (erfordert jeweils Latinum!) oder Seminar Neuere oder Neueste
Geschichte stammen.
Eines der Module mit 10 LP (Aufbaumodul oder Hauptseminar) muss im Bereich der Neueren oder Neuesten
Geschichte absolviert werden.
7
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
(Hist 100)
Das Modul „Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft“ ist fester Bestandteil des
Curriculums in den Studiengängen B.A. Geschichte (Kernfach und Ergänzungsfach) und im
grundständigen Lehramtsstudium. Es wird jeweils im Wintersemester angeboten und umfasst die
Einführungsvorlesung, ein Einführungsseminar und ein zum Seminar gehöriges Tutorium. Die
Teilnahme und das Ablegen der Modulprüfung ist Pflicht für alle Studienanfänger (auch bei Wechsel
in den B.A. Geschichte oder Lehramt „Jenaer Modell“). Für Vorlesung und Seminar gibt es eine
gemeinsame Klausur des Einführungsmoduls am 06.02.2015.
Es kann im ersten Fachsemester maximal ein Basismodul parallel zum Einführungsmodul
absolviert werden!
Vorlesung:
Die Vorlesung ist Teil des Einführungsmoduls in den Studiengängen B.A. Geschichte und in
den Lehramtsstudiengängen Geschichte. Sie ist für alle Studierenden im ersten Fachsemester
Geschichte verpflichtend; ebenso für alle Studierenden, die aus anderen Fächern in die
genannten Studiengänge überwechseln.
VL
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft – Theorien,
Fr. 12–14 Uhr
Methoden, Grundprobleme
CZ 3, HS 3
Prof. Dr. Klaus Ries
Die Vorlesung gibt einen Einblick in die Methodik, Theorie und das wissenschaftliche Arbeiten im
Fach Geschichte. Dabei werden allgemeine Fragen wie z. B. was ist Geschichte oder was ist
Geschichtswissenschaft ebenso zur Sprache kommen wie spezielle Probleme der Heuristik,
Interpretation und Urteilsbildung. Zugleich werden die einzelnen Fächer innerhalb der
Geschichtswissenschaft, von der Alten Geschichte über das Mittelalter, die Frühe Neuzeit bis zur
Neueren Geschichte und Zeitgeschichte, von den jeweiligen Fachkollegen einzeln vorgestellt. Die
Einführungsvorlesung will einen ersten Überblick über das empirische und methodisch-theoretische
Arbeiten im Bereich der Geschichtswissenschaft bieten.
Für Vorlesung und Seminar gibt es eine gemeinsame Klausur des Einführungsmoduls in der
vorletzten Woche der Vorlesungszeit (06.02.2015).
Literatur: Cornelißen, Christoph (Hg.): Geschichtswissenschaften. Eine Einführung, 3. Auflage, Frankfurt a. M.
2004. Goerts, H. J. (Hg.): Geschichte. Ein Grundkurs, Reinbek 2007; Schulze, Winfried: Einführung in die
Neuere Geschichte, 3. überarb. u. erw. Aufl., Stuttgart 1996; Schulze, Winfried: Deutsche
Geschichtswissenschaft nach 1945, München 1993; Sellin, Volker: Einführung in die Geschichtswissenschaft,
Erw. Neuausgabe, Göttingen 2005.
Seminare „Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft“:
Die Teilnehmerzahl jedes Seminars ist auf maximal 20 Studierende begrenzt. Jedes Einführungsseminar
wird durch ein Tutorium begleitet, das Bestandteil des Moduls ist und regelmäßig besucht werden
muss.
SI
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
Dr. Franka Maubach
Tutorium: Dr. Franka Maubach, Mo. 14–16 Uhr, Lessingstr. 8, SR 1 TO
8
Mo. 12.30–14 Uhr
Lessingstr. 8, SR 1 TO
alternativ:
S II
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
Dr. Annette Weinke
Tutorium: Dr. Annette Weinke, Mi. 16–18 Uhr, AB 4, SR 106
Di. 14–16 Uhr
UHG, SR 147
alternativ:
S III Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
Di. 14–16 Uhr
PD Dr. Robert Gramsch
UHG, SR 275
Tutorium: Andreas Kleimenhagen, Di. 18–20 Uhr, UHG, SR 166
Die Übung vermittelt Einblicke in den Gegenstandsbereich, in Arbeitsmittel und Methoden der
Geschichtswissenschaft und führt anhand konkreter Beispiele in die spezifischen
Herausforderungen und Probleme dieser Disziplin sowie in Techniken wissenschaftlichen Arbeitens
ein. Die Beispiele werden vorwiegend aus dem Bereich der Mittelaltergeschichte sowie der
(zeitgeschichtlichen) Regionalgeschichte gewählt, wobei es auch darum geht, Bezüge zur
Lebenswelt und dem Geschichtsbild der Studenten (Vorwissen) herzustellen und die Frage nach
dem Verhältnis von Geschichtsbewusstsein und kulturell-sozialer Orientierung zu diskutieren.
alternativ:
S IV
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
Dr. Tim Schanetzky
Tutorium: Dr. Tim Schanetzky, Di. 14–16 Uhr, UHG, SR 219
Mi. 8–10 Uhr
AB 4, SR 024
alternativ:
SV
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
PD Dr. Robert Gramsch
Tutorium: Andreas Kleimenhagen, Do. 18–20 Uhr, UHG, SR 166
Kommentar – siehe Seminar IV.
Mi. 10–12 Uhr
AB 4, SR 024
alternativ:
S VI
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Georg Schmidt
Tutorium: Matthias Frenzel, Mi. 16–18 Uhr, UHG, SR 163
Mi. 10–12 Uhr
UHG, SR 165
alternativ:
S VII Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
Dr. Peter Kritzinger
Tutorium: Hansjoachim Andres, Mi. 8–10 Uhr, UHG, SR 163
Mi. 10–12 Uhr
UHG, SR 275
alternativ:
S VIII Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
Dr. Stefan Gerber
Tutorium: Sebastian Hundt, Do. 8–10 Uhr, UHG, SR 163
9
Fr. 8–10 Uhr
UHG, SR 221
alternativ:
S IX
Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Klaus Ries
Tutorium: Madeleine Becker, Di. 16–18 Uhr, UHG, SR 219
Fr. 16–18 Uhr
HI, SR
Allgemeiner Kommentar zu den Seminaren des Einführungsmoduls:
Die begleitend zur Einführungsvorlesung in die Geschichtswissenschaft stattfindenden Seminare sind
ähnlich strukturiert und verfolgen unabhängig vom Dozenten zwei Ziele: Erstens soll das Arbeiten mit
wissenschaftlichen Texten, zweitens sollen die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt
werden. Beides zusammen bildet die Grundlage für das Studium der Geschichte. Die Seminare sind
periodenübergreifend angelegt; das bedeutet, dass keine Texte zu Spezialthemen, sondern ausgewählte
Texte zu grundsätzlichen Fragen historischen Arbeitens und Verstehens gelesen werden. Daneben
vermitteln die Seminare grundlegende Techniken wissenschaftlichen Arbeitens: Recherchieren,
Bibliographieren und Zitieren, den Umgang mit wesentlichen Hilfsmitteln, Lexika, Handbüchern und
Zeitschriften.
Neben regelmäßiger und aktiver Teilnahme zählt das Anfertigen mindestens eines längeren Textes
während des Semesters als Prüfungsvorleistung zu den Anforderungen des Seminars. Das Modul
schließt für Vorlesung und Seminar zusammen mit einer Klausur als Prüfung ab. Weitere
Leistungsanforderungen werden zu Beginn der Vorlesungszeit bekannt gegeben. Die Teilnehmerzahl
jedes Seminars ist auf 20 Studierende begrenzt. Jedes Einführungsseminar wird durch ein Tutorium
begleitet, das Bestandteil des Moduls ist und regelmäßig besucht werden muss.
Einführende Literatur: Gunilla Budde/Dagmar Freist/Günther-Arndt Hilke (Hg.), Geschichte. Studium Wissenschaft - Beruf. Berlin 2008; Stefan Jordan, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft.
Paderborn 2008; Barbara Wolbring, Neuere Geschichte studieren. Konstanz 2006; Stefan Jordan, Einführung in
das Geschichtsstudium. Stuttgart 2005; Joachim Eibach/ Günther Lottes, Kompass der Geschichtswissenschaft.
Göttingen 2002; Winfried Schulze, Einführung in die neuere Geschichte. 4. Aufl., Stuttgart 2002.
10
Alte Geschichte
Vorlesung:
VL
Reichseinheit und Reichsteilung in der Spätantike
Do. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Timo Stickler
UHG, HS 144
Im Jahre 395 n.Chr. starb Kaiser Theodosius der Große; in der Folge regierte sein älterer Sohn
Arcadius über das Oströmische, seiner jüngerer Sohn Honorius über das Weströmische Reich. Orosius
charakterisiert das solchermaßen ‚geteilte‘ Reich als commune imperium divisis tantum sedibus (Oros.
7, 36, 1). In der Vorlesung wollen wir die spätantike Geschichte des Römerreiches unter diesem Aspekt
von Teilung und Einheit betrachten. Er ist für die Transformation des Mittelmeerraumes zwischen dem
3. und 7. Jh. n.Chr. von einer nicht zu unterschätzenden Bedeutung.
Literatur: Als Einführung in die Thematik können folgende Werke dienen: F. G. Maier, Die Verwandlung der
Mittelmeerwelt, Frankfurt 13. Aufl. 1999; Av. Cameron, Das späte Rom. 284-430 n.Chr., München 1994; A.
Demandt, Die Spätantike. Römische Geschichte von Diocletian bis Justinian 284-565 n. Chr., München 2. Aufl.
2007 u. J. Martin, Spätantike und Völkerwanderung, München 4. Aufl. 2001. Vor allem letzteres sei, da es sich zu
allen Bereichen der spätantiken Geschichte eher knapp und mit weiterführenden Literaturangaben äußert, zur
Anschaffung empfohlen.
Basismodul:
Basismodul Alte Geschichte (Hist 210)
GK 1 Grundkurs Alte Geschichte
Mi. 10–12 Uhr
Dr. Udo Hartmann
UHG, HS 235
Der Grundkurs führt in die Grundlagen, Methoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte ein.
Zudem wird ein Überblick zu den Epochen und Grundzügen der antiken Geschichte sowie zu den
Merkmalen der antiken Gesellschaften gegeben.
Literatur: H. Leppin, Einführung in die Alte Geschichte, München 2005 (Grundlage); K. Christ, Antike
Numismatik. Einführung und Bibliographie, 3. Aufl., Darmstadt 1993; R. Günther, Einführung in das Studium
der Alten Geschichte, Paderborn u. a. 2001; M. G. Schmidt, Einführung in die lateinische Epigraphik, Darmstadt
2004.
oder:
GK 2 Grundkurs Alte Geschichte
Dr. Udo Hartmann
Kommentar und einführende Literatur siehe GK 1.
Mi. 14–16 Uhr
UHG, HS 235
zusammen mit:
S1
Athens Weg zur Demokratie
Do. 14–16 Uhr
Dr. Udo Hartmann
UHG, SR 221
Die Demokratie des 5. Jahrhunderts prägt unser Bild vom klassischen Athen: In dieser Periode
etablierten die Athener nicht nur eine radikale Volksherrschaft, zugleich entfaltete sich auf der
Grundlage der Einkünfte des Delisch-attischen Seebundes auch eine einzigartige kulturelle
Blüte in der Stadt. In dieser Veranstaltung soll die Entwicklung dieser neuen Staatsform vom 6.
bis ins späte 5. Jahrhundert, von den Reformen des Solon über die Tyrannis der Peisistratiden,
die Reformen des Kleisthenes, die Perserkriege und die diesen folgende Periode der
Pentekontaetie bis zum Peloponnesischen Krieg nachgezeichnet werden. Dabei werden sowohl
11
die Strukturen und die Gesellschaft der archaischen und klassischen Polis Athen als auch
wichtige historische Ereignisse dieser beiden Jahrhunderte erörtert. Außerdem sollen die
Methoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte geübt werden.
Literatur: J. Bleicken, Die athenische Demokratie, 4. Aufl., Paderborn u.a. 1995; P. Funke, Athen in
klassischer Zeit, München 1999 (Beck Wissen; Einführung); K.-W. Welwei, Athen: vom neolithischen
Siedlungsplatz zur archaischen Großpolis, Darmstadt 1992; K.-W. Welwei, Das klassische Athen,
Darmstadt 1999.
alternativ:
S2
Theodosius der Große
Do. 16–18 Uhr
Dr. Udo Hartmann
UHG, SR 219
Die Regierungszeit Kaiser Theodosius’ des Großen (379–395) markiert in verschiedener
Hinsicht einen Wendepunkt in der Geschichte des Römischen Reiches: der christliche Glaube
vollendete seinen Siegeszug, die Wanderung der germanischen Völker durch die römische Welt
begann, der Tod des Kaisers sollte die Einheit des Reiches beenden; die Dynastie seiner Familie
bestimmte jedoch noch in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts die Geschicke von Ost- und
Westrom. In diesem Seminar sollen wichtige Aspekte der Regierungszeit Theodosius’
untersucht werden. Zugleich werden die staatlichen Strukturen und die Gesellschaft des
spätantiken Römischen Reiches am Ende des 4. Jahrhunderts vorgestellt. Außerdem sollen die
Methoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte geübt werden.
Literatur: A. Demandt, Die Spätantike, 2. Aufl., München 2007, 154–169 (Einführung); H. Leppin,
Theodosius der Große, Darmstadt 2003; S. Williams / G. Friell, Theodosius. The empire at bay, London
1998.
alternativ:
S3
Römisches Staatsrecht (Republik)
Di. 14–16 Uhr
Dr. Peter Kritzinger
UHG, SR 221
Der einzigartige Erfolg des römischen Reiches war nicht zuletzt der staatlichen Organisation
geschuldet. Das römische Staatsrecht sicherte der Gesellschaft einerseits einen stabilen Rahmen,
blieb jedoch andererseits auch stets soweit flexibel, um auf laufende Veränderungen reagieren
und lokale Besonderheiten integrieren zu können. Dies war auch nötig, denn der römische Staat
durchlief eine Metamorphose, die ihn von seinen Anfängen als kleines, unbedeutendes
Bauerndorf hin zu einem Weltreich führte. Ziel des Seminars ist es, den wichtigsten
Institutionen und administrativen Eigentümlichkeiten des römischen Staates in republikanischer
Zeit anhand der Quellen nachzuspüren.
Literatur: T. Mommsen, Römisches Staatsrecht, Berlin 3. erw. Aufl. 1887; A. Alföldi, Das frühe Rom
und die Latiner, Darmstadt 1977 (Ü. aus dem Engl., Ann Arbor 1965); J. M. Rainer, Römisches
Staatsrecht. Republik und Prinzipat, Darmstadt 2006; W. Kunkel / M. Schermeyer, Römische
Rechtsgeschichte, Köln u.a. 14. Aufl. 2005; U. Walter (Hg.), Gesetzgebung und politische Kultur in der
römischen Republik, Heidelberg 2014.
alternativ:
S 4 (findet nur bei Bedarf statt)
12
Seminare / Übungen / Hauptseminare:
S/Ü
Olympiodor von Theben
Di. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Timo Stickler
UHG, SR 165
Olympiodor von Theben war ein Geschichtsschreiber des 5. Jhs. n.Chr. Seine „Historikoì lógoi“ sind
uns nur fragmentarisch erhalten, stellen aber eine wichtige, qualitativ hochstehende Quelle zu den
Ereignissen vor allem im Weströmischen Reich zwischen 407 und 425 n.Chr. dar. In unserem Seminar
wollen wir die einzelnen Fragmente lesen und auswerten. Griechisch-Kenntnisse sind nützlich, aber
nicht unbedingt erforderlich.
Literatur: Lesen Sie in den Fragmenten des Geschichtswerks Olympiodors! Eine englische Übersetzung nebst
Einführung bietet R. C. Blockley, The Fragmentary Classicising Historians of the Later Roman Empire.
Eunapius, Olympiodorus, Priscus and Malchus, 2 Bde., Liverpool 1981/83. Als Einführung ins Thema geeignet
ist u.a. T. Stickler, Das Geschichtswerk des Olympiodor von Theben, in: B. Bleckmann / T. Stickler (Hrsgg.),
Griechische Profanhistoriker des 5. nachchristlichen Jahrhunderts, Stuttgart 2014, 85-102.
S/Ü
Justinian
Mi. 16–18 Uhr
Dr. Udo Hartmann
UHG, SR 165
Am Ende der Antike steht das Zeitalter Kaiser Justinians (527–565). Der byzantinische Herrscher
versuchte ein letztes Mal, das Römische Reich wieder zu seiner alten Größe zu führen. In dieser
Veranstaltung werden die Kriege Justinians mit den Nachbarn Ostroms im Westen (Vandalen,
Ostgoten und Westgoten) und im Osten (Sasaniden), die innenpolitischen Maßnahmen des Kaisers, die
Strukturen des spätantiken Reiches sowie das Bild des Kaisers bei den spätantiken Autoren betrachtet.
Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit mit den antiken Quellen. Grundkenntnisse in der spätantiken
Geschichte und in Latein werden vorausgesetzt.
Literatur: A. Demandt, Die Spätantike, 2. Aufl., München 2007, 231–249 (Einführung); H. Leppin, Justinian:
das christliche Experiment, Stuttgart 2011; M. Maas (Hrsg.), The Cambridge companion to the age of Justinian,
Cambridge u.a. 2005; M. Meier, Justinian, München 2004 (Beck Wissen; Einführung).
S/Ü
Kleinasien von der archaischen Zeit bis zur Spätantike
Mi. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Timo Stickler
UHG, SR 164
Das Seminar gibt einen Überblick über die Geschichte Kleinasiens von der Zeit des hethitischen
Großreichs bis zur Spätantike. Ein gewisser Schwerpunkt soll auf der Geschichte und Archäologie des
südwestlichen Kleinasien (die hochkaiserzeitlichen Provinzen Asia und Lycia et Pamphylia) liegen, denn
in diese Regionen soll unsere Exkursion führen, die für März 2015 geplant ist.
Literatur: Als Vorbereitung auf das Seminar kann der von mehreren Autoren verfaßte Artikel „Kleinasien“ im
„Neuen Pauly“ dienen. Hier findet sich auch eine Fülle weiterführender Literatur. Einen guten Überblick zur
Thematik bietet Ch. Marek, Geschichte Kleinasiens in der Antike, München 2010.
HpS 1 Die Perserkriege
Mi. 14–16 Uhr
Prof. Dr. Timo Stickler
UHG, SR 275
Die Zeit der Perserkriege umfaßt die gut hundert Jahre von der Eroberung des Königreichs Lydien
durch Kyros den Großen 547 v.Chr. bis zum sog. Kalliasfrieden 449 v.Chr. In unserem Seminar wollen
wir erkunden, wie sich das Verhältnis zwischen dem Achämenidenreich und der griechischen Poliswelt
während dieses Zeitraums entwickelt hat und welche Folgewirkungen daraus für den Fortgang der
Geschichte im 5./4. Jh. v.Chr. resultierten.
Literatur: Lesen Sie in den „Historien“ des Herodot, unserer Hauptquelle! Als erster Einstieg in das Seminar
kann der von Walter Eder verfaßte Artikel „Perserkriege“ im „Neuen Pauly“ dienen. Hier findet sich auch
weiterführende Literatur. Eine Einführung in die Thematik aus jüngster Zeit bietet J. Fischer, Die Perserkriege,
Darmstadt 2013.
13
HpS 2 Kaiser Tiberius
Do. 14–16 Uhr
Prof. Dr. Timo Stickler
UHG, SR 168
Kaiser Tiberius (reg. 14-37 n.Chr.) steht im Schatten seines Vorgängers Augustus, der den Prinzipat
begründet hat. In der literarischen Überlieferung (insbes. Tacitus) hat er viel Kritik erfahren, die noch
in der modernen Sekundärliteratur Widerhall findet: Z. Yavetz hat seine Tiberius-Biographie mit dem
Untertitel „Der traurige Kaiser“ versehen. In unserem Seminar wollen wir versuchen, die spezifische
Problematik näher zu fassen, der sich Tiberius gegenübersah und damit Wege zu erschließen, seiner
Leistung als Weggefährte und Nachfolger des Kaisers Augustus gerecht zu werden.
Literatur: Die Teilnehmer sollten über gewisse Grundkenntnisse zur römischen Kaiserzeit bereits verfügen.
Diese kann man sich beispielsweise durch die Lektüre von K. Christ, Geschichte der römischen Kaiserzeit von
Augustus bis zu Konstantin, München 4. Aufl. 2002 aneignen. Zu Kaiser Tiberius selbst siehe u.a. Z. Yavetz,
Tiberius. Der traurige Kaiser, München 2. Aufl. 2002 u. B. Levick, Tiberius the Politician, London u.a. 2. Aufl.
1999.
14
Mittelalterliche Geschichte
Vorlesungen:
VL
Christliche Mission und politische Expansion im
Do. 12–14 Uhr
frühen Mittelalter
UHG, HS 250
Prof. Dr. Achim Hack
Das frühe Mittelalter ist eine Epoche, in der sich das Christentum stark ausgebreitet hat. Diese Mission
geht in vielen Fällen mit einer politischen Expansion einher. Nur ein Beispiel, wenn auch
wahrscheinlich das bekannteste, ist die Christianisierung Sachsens in Verbindung mit der fränkischen
Eroberung.
Die Vorlesung stellt sich also die Frage nach dem Verhältnis von monarchischer Herrschaft und
monotheistischer Religion am Beispiel des frühen Mittelalters. Dabei sollen unter anderem auch die
Organisation und die Methoden der Mission und nicht zuletzt ihre Folgen in den Blick genommen
werden, wie zum Beispiel die Einführung der Schrift sowie die Ausbreitung der lateinischen Sprache.
Die Zurückdrängung der alteuropäischen Polytheismen lässt sich vermutlich als so etwas wie eine erste
Globalisierung in Europa beschreiben.
Literatur: Wird in der Veranstaltung bekannt gegeben.
VL
Kurfürst Friedrich der Weise (1463–1525)
Di. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Uwe Schirmer
UHG, HS 146
Folgende Themen werden in der Vorlesung angeboten: Kindheit und Jugend – Höfische Kultur (1463–
1486); spätmittelalterliche Frömmigkeit und Palästinafahrt (1493); Kurfürst Friedrich und König
Maximilian; Kursachsen zwischen Kurmainz und dem Erzstift Magdeburg; kurfürstliches Itinerar und
Kurfürstenhof; Bildung, Humanismus und Universität Wittenberg; dynastische Räson und Verwaltung
des Landes; Kurfürst Friedrich – Herzog Johann d.Ä. – Herzog Georg von Sachsen; Kurfürst Friedrich
und die evangelische Bewegung Wittenberger Prägung (1517–1525); Krankheit, Sterben, Tod – Erbe
und Vermächtnis; der mitteldeutsche Raum um 1525.
Literatur zur Einführung: Ingetraut Ludolphy, Friedrich der Weise Kurfürst von Sachsen 1463–1525,
Göttingen 1984.
Basismodul:
Basismodul Mittelalterliche Geschichte (Hist 220)
Das Basismodul setzt sich aus dem Grundkurs, einem der dazu angebotenen Seminare und
den zu Grundkurs und Seminar gehörigen Tutorien zusammen!
GK
Grundkurs Mittelalter
Di. 10–12 Uhr
PD Dr. Robert Gramsch
UHG, HS 235
Diese für Studienanfänger konzipierte Veranstaltung ist Teil des Grundmoduls Mittelalter und soll im
Überblick Basiswissen von Ereignissen, Personen, Strukturen und Entwicklungen der mittelalterlichen
Geschichte (ca. 500–1500) vermitteln. Der Leistungsnachweis erfolgt in einer Abschlussklausur in der
letzten Sitzung des Semesters.
Literatur: Peter Hilsch, Das Mittelalter – die Epoche, (UTB basics), Konstanz 2006; Christina Lutter / Helmut
Reimitz (Hgg.), Römer und Barbaren. Ein Lesebuch zur deutschen Geschichte von der Spätantike bis 800
(Beck´sche Reihe 4008), München 1997; Rainer Beck, Das Mittelalter. Ein Lesebuch zur deutschen Geschichte
800-1500, (Beck´sche Reihe 4009), München 1997; Horst Fuhrmann, Einladung ins Mittelalter, 5. Aufl.,
15
München 1997; Gerd Althoff / Hans-Werner Goetz / Ernst Schubert, Menschen im Schatten der Kathedrale:
Neuigkeiten aus dem Mittelalter, Darmstadt 1998.
zusammen mit:
Zugehöriges Dozententutorium: "Werkzeuge" und Methoden
Di. 16–18 Uhr
mediävistischen Arbeitens
UHG, HS 144
Prof. Dr. Achim Hack / PD Dr. Robert Gramsch (im Wechsel)
Beginn: 28.10.14
Die Veranstaltung ist für die Teilnehmer aller Basismodule Mittelalter verpflichtend. Es führt ein in die
verschiedenen Hilfsmittel und Methoden mediävistischen Arbeitens und bildet die Grundlage für deren
konkrete Anwendung und Vertiefung in den jeweiligen Seminaren des Basismoduls.
Literatur: Wird in der Veranstaltung bekannt gegeben.
sowie zusammen mit:
S
Elisabeth von Thüringen
Mo. 10–12 Uhr
Dr. Stephan Flemmig
AB 4, SR 119
Tutorium: N.N., Di. 16–18 Uhr, 14tägl. ab 11.11.14, UHG, SR 169
Elisabeth, die Tochter des ungarischen Königs Andreas II., Frau des thüringischen
Landgrafen Ludwig IV. und Gründerin des Marburger Spitals war bereits im Mittelalter eine
der populärsten Heiligen Mitteldeutschlands. Im Seminar sollen, ausgehend von der
Biographie Elisabeths, politische, aber auch sozial- und frömmigkeitsgeschichtliche Aspekte
der hochmittelalterlichen Geschichte nicht nur Thüringens problematisiert werden: neben der
Geschichte der Ludowinger allgemein etwa dynastische Heiratspolitik, höfisches Leben, die
Armuts- und die Kreuzzugsbewegung, Armenfürsorge, Heiligsprechung und
Heiligenverehrung.
Einführende Literatur: Eine europäische Heilige - Elisabeth von Thüringen, hg. von Dieter Blume
und Matthias Werner, Katalog- und Aufsatzband, Petersberg 2007; Leben und Legende der heiligen
Elisabeth; Nach Dietrich von Apolda; Mit 14 Miniaturen der Handschrift von 1481, übers. von Rainer
Kößling, Frankfurt/M. 1997; Haverkamp, Alfred: Zwölftes Jahrhundert 1125-1198 (Gebhardt,
Handbuch der deutschen Geschichte 5), Stuttgart 102003; Stürner, Wolfgang: Dreizehntes Jahrhundert
1198-1273 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 6), Stuttgart 102007.
alternativ:
S
Schlesien im Mittelalter
Mo. 16–18 Uhr
Dr. Stephan Flemmig
UHG, SR 165
Tutorium: Felix Wuttke, Di. 16–18 Uhr, 14tägl. ab 11.11.14, UHG, SR 166
Schlesien wies im Mittelalter eine überaus wechselvolle Geschichte auf. Das Gebiet beiderseits
der Oder war für Jahrhunderte zwischen den polnischen Piasten und den böhmischen
Přemysliden umstritten, zerfiel im 12. und 13. Jahrhundert in zahlreiche Teilfürstentümer und
kam 1335 an die böhmische Krone. Andererseits gingen von Schlesien besonders im kulturellen
und im wirtschaftlichen Bereich bedeutende Impulse für die Nachbarn aus. Im Seminar sollen
zunächst die politische Geschichte Schlesiens, daneben aber auch kirchen-, wirtschafts- und
sozialgeschichtliche Aspekte der schlesischen Geschichte diskutiert werden. Die oft konträre
Bewertung der schlesischen Geschichte in der deutschen und polnischen Historiographie ist
dabei in besonderer Weise zu problematisieren.
Einführende Literatur: Jörg K. Hoensch: Geschichte Böhmens. Von der slawischen Landnahme bis
zur Gegenwart, München 1997; Jörg K. Hoensch: Geschichte Polens, Stuttgart 31998; Eduard Mühle:
Die Piasten. Polen im Mittelalter, München 2011; Winfried Irgang: Schlesien im Mittelalter: SiedlungKirche-Urkunden, hg. v. Norbert Kersken, Marburg 2007; Hugo Weczerka (Hg.): Handbuch der
historischen Stätten: Schlesien, Stuttgart 1977.
16
alternativ:
S
Richard Löwenherz (1157-1199) – ein Aquitanier
Do. 14–16 Uhr
auf dem englischen Thron
CZ 3, SR 128
Andrea Klausch, M.A.
Tutorium: Marco Krüger, Di. 16–18 Uhr, 14täglich ab 04.11.2014, UHG, SR 169
Richard Löwenherz dürfte zu den bekanntesten Gestalten des 12. Jahrhunderts und des
Mittelalters überhaupt gehören. Kreuzfahrer, englischer König, tapferer Ritter – das sind nur
wenige Zuschreibungen, mit denen er charakterisiert wird. Im Seminar soll neben der
Ereignisgeschichte seiner Zeit insgesamt ein Überblick über das 12. Jahrhundert in England
gegeben werden: von der normannischen Eroberung 1066, den Verbindungen des
Königshauses nach Frankreich als Herzöge der Normandie und Aquitanien, dem
Herrschaftshaus der Plantagenets auf dem engl. Thron, der Teilnahme am dritten Kreuzzug bis
hin zur Magna Charta 1215 soll in großem Bogen die ereignisreiche und wechselvolle
Regierungszeit von Richard Löwenherz beleuchtet werden.
In einem weiteren Schritt sollen grundlegende Arbeitsfelder, Methoden und Hilfsmittel der
Mittelalterlichen Geschichte vorgestellt und eingeübt werden.
Literatur: D. Berg: Richard Löwenherz, Darmstadt 2007; D. Berg: Anjou-Plantagenets: die englischen
Könige im Europa des Mittelalters (1100-1400), Stuttgart 2003; J. Gillingham: The English in the
Twelfth Century: Imperialism, National Identity and Political Values, Woodbridge 2003, M. Hartmann:
Mittelalterliche Geschichte studieren, Konstanz 2004.
Aufbaumodul:
Aufbaumodul Mittelalterliche Geschichte (Hist 313)
VL
Christliche Mission und politische Expansion im
frühen Mittelalter
Prof. Dr. Achim Hack
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
Do. 12–14 Uhr
UHG, HS 250
oder:
VL
Kurfürst Friedrich der Weise (1463–1525)
Prof. Dr. Uwe Schirmer
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
Di. 10–12 Uhr
UHG, HS 146
zusammen mit:
HpS Residenzen im spätmittelalterlichen Thüringen (1378–1525).
Di. 14–16 Uhr
Kultur und Politik – Wirtschaft und Verfassung
HI, SR
Prof. Dr. Uwe Schirmer
Zentrales Thema der Lehrveranstaltung ist die Entwicklung und Ausprägung der
spätmittelalterlichen Residenzenlandschaft in Thüringen. Folgende Themen werden diskutiert.
Begriffe: Burg, Schloss, Residenz; der landesherrliche Formationsprozess (Herrschaftspraxis,
Reiseherrschaft); zwischen Widerspenstigkeit und Anpassung: die Integration des Hochadels;
soziale und wirtschaftliche Grundlagen von Burgen, Schlössern und Residenzen; Fürstenhof
und Residenz; Alltag und Fürstenhof; Stadt und Residenz; Residenzen konkret (Wartburg,
Weißensee, Freyburg/Unstrut, Altenburg, Gotha, Jena, Torgau, Wittenberg, Schwarzburgische
Burgen und Schlösser).
17
Literatur zur Einführung: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastischtopographisches Handbuch. Hrsg. von Werner Paravicini, bearbeitet von Jan Hirschbiegel und Jörg
Wettlaufer (Residenzenforschung, Bd. 15. I/1+2), Sigmaringen 2003; Höfe und Residenzen im
spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe. Hrsg. von Werner Paravicini, bearbeitet von Jan
Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer (Residenzenforschung, Bd. 15. II/1+2), Sigmaringen 2006.
alternativ:
HpS
Thüringen im Jahrhundert der Reformation
Prof. Dr. Uwe Schirmer / Prof. Dr. Werner Greiling /
Blockveranstaltung
Dr. Bernhard Post (Thür. Hauptstaatsarchiv Weimar)
Blocktermine: 07.11., 9-13 Uhr
UHG, SR 276
12.12.2014 und 30.01.2015, jeweils 9-13 Uhr UHG, SR 166
Das Seminar soll fortgeschrittene Studierende, Examenskandidaten und Doktoranden
ansprechen. In ihm wird der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel des späten 15. und des 16.
Jahrhunderts diskutiert und erörtert.
Es werden obligatorische Blockseminare im Thüringischen Hauptstaatsarchiv (24. Oktober
2014, 16. Januar 2015), am Historischen Institut (7. Nov. 2014, 12. Dez. 2014, 30. Jan. 2015)
sowie die Teilnahme der wissenschaftlichen Konferenz in Jena (26./27. Nov. 2014: Visitation
vor
Ort:
Zum
Quellenwert
von
Visitationsprotokollen)
angeboten.
Die
Einführungsveranstaltung findet am 17. Oktober 2014 um 9.00 Uhr ct. im Seminarraum des
Historischen Instituts in Jena stand (ca. 45 Minuten). – Fakultativ sind die Abendvorträge des
Forschungsprojektes „Thüringen im Jahrhundert der Reformation“ am 24. Sept. 2014 in
Ilmenau und am 19. Nov. 2014 in Hildburghausen.
Literatur zur Einführung: HARTMUT BOOCKMANN (Hrsg.), Kirche und Gesellschaft im Heiligen
Römischen Reich des 15. und 16. Jahrhunderts (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu
Göttingen).
B.A.-Vertiefungsmodul:
B.A.-Vertiefungsmodul
Mittelalterliche Geschichte / Thür. Landesgeschichte (Hist 412 / Hist 413)
VL
Christliche Mission und politische Expansion im
frühen Mittelalter
Prof. Dr. Achim Hack
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
Do. 12–14 Uhr
UHG, HS 250
oder:
VL
Kurfürst Friedrich der Weise (1463–1525)
Prof. Dr. Uwe Schirmer
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
Di. 10–12 Uhr
UHG, HS 146
zusammen mit:
OS
Neue Forschungen zur Mittelalterlichen Geschichte
Do. 16–18 Uhr
und zur Landesgeschichte
UHG, SR 029
Prof. Dr. A. Hack / Prof. Dr. U. Schirmer / PD Dr. R. Gramsch
In einer Mischung von Werkstattberichten über gerade in Jena entstehende Arbeiten und
18
Vorträgen auswärtiger Gäste soll informiert und die Diskussion gefördert werden.
Ausdrücklich wird noch einmal auf die in der Studienordnung genannte für fortgeschrittene
Studenten wichtige Funktion dieser Lehrveranstaltung auch für die Examensvorbereitung
hingewiesen.
Lehrveranstaltungen/Module für das Lehramtshauptstudium und für Masterstudiengänge:
VL
Christliche Mission und politische Expansion im
frühen Mittelalter
Prof. Dr. Achim Hack
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
Do. 12–14 Uhr
UHG, HS 250
VL
Di. 10–12 Uhr
UHG, HS 146
Kurfürst Friedrich der Weise (1463–1525)
Prof. Dr. Uwe Schirmer
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
HpS
MA Hist 820
Festkultur im (späten) Mittelalter
Di. 9–12 Uhr
Prof. Dr. Achim Hack
HI, SR
Die Festkultur des Mittelalters und speziell des 14. und 15. Jahrhunderts - vom Herrschereinzug bis zur
Fürstenhochzeit, vom Ritterturnier bis zur städtisch-kirchlichen Prozession - fasziniert die historische
Forschung schon sehr lange, man denke nur an das im ganz wörtlichen Sinne epochemachende Buch
von Johan Huizinga über den "Herbst des Mittelalters". Strittig ist hingegen die Frage, wie man sie zu
beschreiben, einzuordnen und zu kategorisieren hat, welche Aspekte entscheidend sind bzw. im
Vordergrund stehen, welche Funktionen sie erfüllen, ob und wie sie sich Feste entwickelt haben und
vieles andere mehr. Diese Probleme sollen in dem hier angekündigten Hauptseminar besprochen und
auf der Basis ausgewählter Quellen diskutiert werden. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf der Vielfalt
der mittelalterlichen Feste liegen, in der die Divergenz der wissenschaftlichen Erklärungsansätze vor
allem begründet liegt.
Literatur: Detlef Altenburg/Jörg Jarnut/Hans-Hugo Steinhoff (Hrsg.), Feste und Feiern im Mittelalter,
Sigmaringen 1991. Michael Maurer u. a. (Hrsg.), Das Fest. Beiträge zu seiner Theorie und Systematik, Köln u. a.
2004. Weitere Literatur wird in der Veranstaltung bekannt gegeben.
HpS
MA Hist 820/825
Residenzen im spätmittelalterlichen Thüringen (1378–1525).
Di. 14–16 Uhr
Kultur und Politik – Wirtschaft und Verfassung
HI, SR
Prof. Dr. Uwe Schirmer
Zentrales Thema der Lehrveranstaltung ist die Entwicklung und Ausprägung der spätmittelalterlichen
Residenzenlandschaft in Thüringen. Folgende Themen werden diskutiert. Begriffe: Burg, Schloss,
Residenz; der landesherrliche Formationsprozess (Herrschaftspraxis, Reiseherrschaft); zwischen
Widerspenstigkeit und Anpassung: die Integration des Hochadels; soziale und wirtschaftliche
Grundlagen von Burgen, Schlössern und Residenzen; Fürstenhof und Residenz; Alltag und Fürstenhof;
Stadt und Residenz; Residenzen konkret (Wartburg, Weißensee, Freyburg/Unstrut, Altenburg, Gotha,
Jena, Torgau, Wittenberg, Schwarzburgische Burgen und Schlösser).
Literatur zur Einführung: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastischtopographisches Handbuch. Hrsg. von Werner Paravicini, bearbeitet von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer
19
(Residenzenforschung, Bd. 15. I/1+2), Sigmaringen 2003; Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich.
Bilder und Begriffe. Hrsg. von Werner Paravicini, bearbeitet von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer
(Residenzenforschung, Bd. 15. II/1+2), Sigmaringen 2006.
HpS
MA Hist 820/825 / Hist 830
Thüringen im Jahrhundert der Reformation
Prof. Dr. Uwe Schirmer / Prof. Dr. Werner Greiling /
Blockveranstaltung
Dr. Bernhard Post (Thür. Hauptstaatsarchiv Weimar)
Blocktermine: 07.11., 9-13 Uhr
UHG, SR 276
12.12.2014 und 30.01.2015, jeweils 9-13 Uhr UHG, SR 166
Das Seminar soll fortgeschrittene Studierende, Examenskandidaten und Doktoranden ansprechen. In
ihm wird der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel des späten 15. und des 16. Jahrhunderts diskutiert
und erörtert.
Es werden obligatorische Blockseminare im Thüringischen Hauptstaatsarchiv (24. Oktober 2014, 16.
Januar 2015), am Historischen Institut (7. Nov. 2014, 12. Dez. 2014, 30. Jan. 2015) sowie die Teilnahme
der wissenschaftlichen Konferenz in Jena (26./27. Nov. 2014: Visitation vor Ort: Zum Quellenwert
von Visitationsprotokollen) angeboten. Die Einführungsveranstaltung findet am 17. Oktober 2014
um 9.00 Uhr ct. im Seminarraum des Historischen Instituts in Jena stand (ca. 45 Minuten). – Fakultativ
sind die Abendvorträge des Forschungsprojektes „Thüringen im Jahrhundert der Reformation“ am 24.
Sept. 2014 in Ilmenau und am 19. Nov. 2014 in Hildburghausen.
Literatur zur Einführung: HARTMUT BOOCKMANN (Hrsg.), Kirche und Gesellschaft im
Heiligen Römischen Reich des 15. und 16. Jahrhunderts (Abhandlungen der Akademie der
Wissenschaften zu Göttingen).
Ü
zur Vorlesung:
Mi. 16–18 Uhr
Neuere Forschungen zur christlichen Mission und
UHG, SR 169
politischen Expansion im frühen Mittelalter
Prof. Dr. Achim Hack
Anknüpfend an die Vorlesung "Christliche Mission und politische Expansion im frühen Mittelalter"
sollen in der Übung ausgewählte Themen durch gemeinsame Lektüre und Diskussion vertieft werden.
Die Übung kann daher auch ausdrücklich denjenigen Studierenden empfohlen werden, die eine
schriftliche Examensprüfung zu diesem Themenkomplex in Betracht ziehen.
Literatur: Wird in der Veranstaltung bekannt gegeben.
OS
Neue Forschungen zur Mittelalterlichen Geschichte
Do. 16–18 Uhr
und zur Landesgeschichte
UHG, SR 029
Prof. Dr. A. Hack / Prof. Dr. U. Schirmer / PD Dr. R. Gramsch
In einer Mischung von Werkstattberichten über gerade in Jena entstehende Arbeiten und
Vorträgen auswärtiger Gäste soll informiert und die Diskussion gefördert werden.
Ausdrücklich wird noch einmal auf die in der Studienordnung genannte für fortgeschrittene
Studenten wichtige Funktion dieser Lehrveranstaltung auch für die Examensvorbereitung
hingewiesen.
20
Frühe Neuzeit
(Neuere Geschichte)
Vorlesungen:
VL
Reich und Reformation
Do. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Georg Schmidt
UHG, HS 145
In der Lutherdekade wendet sich diese Vorlesung an alle interessierten Studierenden und andere Hörer,
die sich über die Grundlagen der Reformation in ihrem kulturellen, sozialen, politischen und
wirtschaftlichen Kontext informieren wollen. Martin Luther und Reformatoren wie Ulrich Zwingli oder
Thomas Müntzer werden ebenso gewürdigt wie Kaiser Karl V., die sächsischen Kurfürsten, Landgraf
Philipp von Hessen und nicht zuletzt Städte wie Nürnberg und Straßburg, die dafür sorgten, dass sich
die Reformation nach dem Bauernkrieg in Deutschland etablieren konnte. Gezeigt wird, wie flexibel
das Reich auf diese fundamentale religiöse Herausforderung reagierte: Im Rücken der Reformation und
durch den politischen Widerstand der Protestanten entstand ein politischer Mehrebenenstaat, der die
deutsche Freiheit zum Verfassungsideal erklärte und nicht nur den Glaubenskonflikt einhegte, sondern
mit dem Recht zur Auswanderung 1555 das erste Grundrecht für nahezu alle Deutschen formulierte.
Literatur: Alfred Kohler, Karl V. 1500-1558, München 2005; ders.: Das Reich im Kampf um die Hegemonie in
Europa. 1521-1648, 2. erw. Aufl. München 2010; Volker Leppin: Martin Luther. Vom Mönch zum Feind des
Papstes, Darmstadt 2013; Heinz Schilling: Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs. Eine Biographie,
München 2012.
VL
Europäische Verfassungsgeschichte in der Frühen Neuzeit
Do. 14–16 Uhr
Prof. Dr. Wolfgang Burgdorf
UHG, HS 250
Die gegenwärtigen Konflikte um die „Verfassung“ der Europäischen Union, aber auch die Ereignisse
in der Ukraine sowie der arabischen Welt zeigen: Die rechtliche und politische Verfassung einer
Gesellschaft ist von fundamentaler Bedeutung für die individuelle Lebensgestaltung. Die Vorlesung soll
die europäische Verfassungslandschaft der Frühen Neuzeit vorstellen, bis hin zum furiosen Aufbruch
in den englischen Kolonien Nordamerikas und in der Französischen Revolution, der Laborphase des
modernen Verfassungsstaats. Die Entwicklung des Verfassungsstaats vom Ende des Mittelalters bis
zum Beginn des 19. Jahrhunderts soll in dieser Vorlesung nachgezeichnet werden.
Literatur: Heinz Duchhardt: Deutsche Verfassungsgeschichte 1495-1806, Stuttgart 1991; Dieter Gosewinkel,
Johannes Masing: Die Verfassungen in Europa 1789-1949. Eine wissenschaftliche Textedition, München 2006.
Basismodul
Basismodul Frühe Neuzeit (Hist 230)
GK
Grundkurs: Einführung in die Geschichte der Frühen Neuzeit
Di. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Georg Schmidt
Bachstr. 18, HS
Der Grundkurs führt in zentrale Entwicklungen, Begrifflichkeiten und Ereignisse der frühneuzeitlichen
Geschichte sowie grundlegende Forschungsperspektiven ein.
Literatur:. Michael Erbe, Die frühe Neuzeit. Grundkurs Geschichte, Stuttgart 2007.
zusammen mit:
S
Deutschland im 17. Jahrhundert
Dr. Astrid Ackermann
Mo. 8.30-11.00 Uhr
HI, SR
21
Das 17. Jahrhundert gilt als ein besonders krisengeschütteltes und kriegerisches Jahrhundert, als
das Ludwigs (XIV.) und des Siegeszugs des Absolutismus. Zugleich ist es das Zeitalter der
Frühaufklärung und wesentlich des Barocks. Das Seminar will das Deutschland dieses
Jahrhunderts auf verschiedene Art und Weise in den Blick nehmen und dabei zugleich
Phänomene langer Dauer, die die Frühe Neuzeit insgesamt prägten, betrachten: Es geht um die
politische Struktur des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, seine Beziehungen in
Europa, die in den Dreißigjährigen Krieg führende Krise des Reichssystems ebenso wie
grundlegende Entwicklungen nach dem Westfälischen Frieden. Zudem stehen die
Lebensformen, insbesondere die ständische Gesellschaft, und kulturelle Entwicklungen im
Fokus - so die Rolle der Medien und die Diskussion um die deutsche Sprache. Damit werden
insbesondere Zugänge der neueren Politik- und der Kulturgeschichte verfolgt. Grundlegende
Techniken geschichtswissenschaftlichen Arbeitens üben wir ein.
Literatur: Volker Press: Kriege und Krisen: Deutschland 1600-1715, München 1991; Paul Münch:
Lebensformen in der Frühen Neuzeit, Berlin 1998; Georg Schmidt: Geschichte des Alten Reiches. Staat
und Nation in der Frühen Neuzeit, München 1999.
alternativ:
S
Umweltgeschichte
Fr. 9–12 Uhr
Prof. Dr. Wolfgang Burgdorf
HI, SR
Umweltgeschichte ist ein junges, innovatives und produktives geschichtswissenschaftliches
Teilfach, das sich zur Zeit erheblich ausdifferenziert. Dabei liegt der Akzent umwelthistorischer
Forschungen und Publikationen in der Regel auf der neuesten Geschichte. Hier soll jedoch
unter kulturgeschichtlicher Akzentuierung und Berücksichtigung globaler Zusammenhänge die
frühneuzeitliche Entwicklung der Umwelt und des Klimas in Mitteleuropa im Vordergrund
stehen. Im Seminar sollen Themen von frühneuzeitlicher Klimaveränderung, Holz- bzw.
Energienot, Gewässerverschmutzung, Schädlingsbekämpfung bis hin zu den Auswirkungen von
Missernten, Vulkanausbrüchen und Überschwemmungen behandelt werden.
Literatur: Wolfgang Behringer, Hartmut Lehmann, Christian Pfister (Hg.): Kulturelle Konsequenzen
der „Kleinen Eiszeit“. Cultural Consequences of the ‘Little Ice Age’, Göttingen 2005; David Blackbourn:
Die Eroberung der Natur. Eine Geschichte der deutschen Landschaft, München 2007; Wolfgang
Behringer: Kulturgeschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung, München 2007.
alternativ:
S
Öffentlichkeit
Fr. 13–16 Uhr
Prof. Dr. Wolfgang Burgdorf
HI, SR
Lange beherrschte Jürgen Habermas’ Modell vom „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ (1962)
die Vorstellungen von der Entstehung der politisch relevanten Öffentlichkeit. Diese
Paradigmaherrschaft ist insbesondere durch die Frühneuzeitforschung differenzierenden
Feinanalysen gewichen, welche eine Vordatierung der Entstehung einer „modernen“ bzw.
„bürgerlichen“ Öffentlichkeit erfordern. Dabei wurden viele alternative Modelle und
Operationalisierungsangebote zur Diskussion gestellt, z. B. Rudolf Schlögls Konzept einer
Anwesenheitsgesellschaft. Die korrigierende Leistung der Frühneuzeithistorikerinnen richtet
sich gegen die Habermas’sche Dichotomie und das Aufeinanderfolgen von repräsentativer und
bürgerlicher Öffentlichkeit. In zahlreichen Detailstudien wurden die je besondere mediale
Verfasstheit bzw. der performative Charakter der Öffentlichkeit ins Bewusstsein gerufen. In der
Mitte des 17. Jahrhunderts wandelte sich der Umgang mit Printmedien. Bildung wurde
zugänglicher und Wissen differenzierte sich aus. Dazu trug nicht zuletzt die Etablierung der
frühneuzeitlichen Post und sowie von Zeitungen und Zeitschriften bei. In neuerer Zeit hat das
Konzept der symbolischen Kommunikation mit Hilfe des Zeremoniells z. B. beim
22
Herrschereinzug in eine Stadt oder auf dem deutschen Reichstag und anderen ständischen
Versammlungen an Bedeutung gewonnen. Zur frühneuzeitlichen Öffentlichkeit gehört zudem
die Nachbarschaf, die Kirchengemeinde, Feste aller Art, Brunnen, Wirts- und Kaffeehäuser als
städtische Zentren, obrigkeitliche Propaganda, Zeitungen und natürlich die Post, aber auch die
Denunziation oder das ehrende öffentliche Gedenken.
Literatur: Johannes Arndt, Esther-Beate Körber (Hrsg.): Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen
Neuzeit (1600-1750), Göttingen 2010; Wolfgang Behringer: Im Zeichen des Merkur. Reichspost und
Kommunikationsrevolution in der Frühen Neuzeit, mit 18 Tabellen, Göttingen 2003; Holger Böning:
Zeitung und Aufklärung, in: Martin Welke, Jürgen Wilke (Hg.): 400 Jahre Zeitung. Die Entwicklung der
Tagespresse im internationalen Kontext. Bremen 2008, S. 287-310; Rudolf Schlögl: Vergesellschaftung
unter Anwesenden. Zur kommunikativen Form des Politischen in der vormodernen Stadt, in: ders.
(Hg.): Interaktion und Herrschaft. Die Politik der frühneuzeitlichen Stadt, Konstanz 2004, S. 9-60;
Ders.: Kommunikation und Vergesellschaftung unter Anwesenden. Formen des Sozialen und ihre
Transformation in der Frühen Neuzeit, in: Geschichte und Gesellschaft 34 (2008), S. 155-224.
alternativ:
S
Die britischen Kolonien in Nordamerika
Mo. 11–14 Uhr
Dr. Christoph Hänel
HI, SR
Durch die europäische Besiedlung Nordamerikas ab dem frühen 17. Jahrhundert entstanden an
der Peripherie der damals bekannten Welt Siedlungskolonien, unter denen vor allem die
Tochtergesellschaften Englands langfristig herausragen. Sie zeichneten sich durch eine intensive,
sowohl friedliche als auch gewaltsame Interaktion der hier aufeinander treffenden indianischen,
europäischen und afrikanischen Kulturen aus. Politisch, ökonomisch und kulturell waren die
Kolonien von den Gesellschaftsmustern, Interessen und Konflikten des europäischen
Mutterlandes geprägt, aber ebenso stark auch von den regional vorherrschenden
Entwicklungsbedingungen Nordamerikas.
Das Seminar bietet eine Einführung in die Besiedlungsgeschichte Nordamerikas als Teil des
nordatlantischen Raums, in die kolonialpolitischen Motive der europäischen Großmächte und in
die Entwicklungswege der Siedlungskolonien bis zur Amerikanischen Revolution.
Für die Teilnahme am Seminar sind gute Lesekenntnisse im Englischen notwendig.
Einführende Literatur: Volker Depkat, Geschichte Nordamerikas. Eine Einführung, (Geschichte der
Kontinente, Bd. 2) Köln/Weimar/Wien 2008; Hermann Wellenreuther, Niedergang und Aufstieg.
Geschichte Nordamerikas vom Beginn der Besiedlung bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts, Münster
u.a. 2000; Ders., Ausbildung und Neubildung. Geschichte Nordamerikas vom Ausgang des 17.
Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Amerikanischen Revolution 1775, Münster u.a. 2001; Ders., Der
Aufstieg des ersten britischen Weltreiches. England und seine nordamerikanischen Kolonien 1660–1763;
Alan Brinkley, American History. A Survey, Vol. 1: To 1877, Boston u.a. 112003; Eric Foner (Hrsg.), The
New American History, Philadelphia 1990; Jürgen Heideking/Christof Mauch, Geschichte der USA,
Tübingen 62008; Udo Sautter, Geschichte Kanadas, München 2000; Daneben verschiedene Bände der
Major Problems in American History Series.
Aufbaumodul:
Aufbaumodul Frühe Neuzeit (Hist 314)
VL
Reich und Reformation
Prof. Dr. Georg Schmidt
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
zusammen mit:
23
Do. 10–12 Uhr
UHG, HS 145
S
Der deutsche Bauernkrieg
Mi. 8–10 Uhr
PD Dr. Joachim Bauer
HI, SR
Der Bauernkrieg zählt zu den oft behandelten Themen in der Geschichte des Alten Reichs.
Kaum ein historisches Ereignis des 16. Jahrhunderts ist in seiner Bewertung so kontrovers
diskutiert worden. Es sollen deshalb sowohl die historischen Ereignisse und Abläufe als auch
Wertungen und historiographische Konstruktionen zur Sprache kommen.
Literatur: Peter Blickle: Der deutsche Bauernkrieg. Die Revolution des Gemeinen Mannes. München
1998; Der deutsche Bauernkrieg, hrsg. v. Horst Buscello u.a., Paderborn 31995; Bauernkrieg zwischen
Harz und Thüringer Wald, hrsg. v. Günter Vogler, Stuttgart 2008; Alexander Fleischauer: „Die Enkel
fechten‘s besser aus“. Thomas Müntzer und die Frühbürgerliche Revolution. Geschichtspolitik und
Erinnerungskultur in der DDR, Münster 2010; Laurenz Müller: Diktatur und Revolution. Reformation
und Bauernkrieg in der Geschichtsschreibung des „Dritten Reiches“ und der DDR, Stuttgart 2004.
alternativ:
S
Die Reformation und die Medien
Do. 14–16 Uhr
Dr. Astrid Ackermann
AB 4, SR 122
Aufbruchstimmung, beißend-aggressive Auseinandersetzungen, die Sorge vor dem kommenden
Weltende, tiefe Frömmigkeit: All dies prägt die Medien in der Reformation. Sie spielten eine
entscheidende Rolle für den Erfolg der Reformation, für aus ihr resultierende kulturelle
Veränderungen, aber auch für Verhärtungen und die politische Konfrontation. Das Seminar will
daher nach den in den Medien geführten Debatten, ihren Argumentationsmustern und Trägern,
dem Verhältnis von Politik und Religion und der Bedeutung der Reformation für das Verhältnis
zwischen den Geschlechtern fragen. Herangezogen werden insbesondere Flugschriften,
Predigten und Lieder. Der Fokus liegt auf dem Alten Reich, wo die Reformation ihren Ausgang
nahm; daneben soll der Blick auf England und die Entstehung der anglikanischen Kirche unter
Heinrich VIII. gerichtet werden. Ausgehend von der Publizistik wollen wir der Frage
nachgehen, inwieweit dieser Prozeß mit der Reformation in Verbindung gebracht werden kann.
Literatur: Martin H. Jung: Reformation und konfessionelles Zeitalter (1517-1648), Göttingen 2012;
Ulinka Rublack: Die Reformation in Europa, Frankfurt am Main 2003; Johannes Burkhardt: Das
Reformationsjahrhundert. Deutsche Geschichte zwischen Medienrevolution und Institutionenbildung
1517-1617, Stuttgart 2002; Andrew Pettegrew: The Reformation World, London 2000; Lyndal Roper:
Das fromme Haus: Frauen und Moral in der Reformation, Frankfurt a. M. 1999.
B.A.-Vertiefungsmodul Frühe Neuzeit (Hist 414)
VL
Reich und Reformation
Prof. Dr. Georg Schmidt
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
Do. 10–12 Uhr
UHG, HS 145
zusammen mit:
HpS
Der deutsche Sonderweg: Geschichte als politisches Argument
Do. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Georg Schmidt
UHG, SR 276
Die Meistererzählung der deutschen Geschichte kommt von der These eines Sonderweges bis
zur angeblich verspäteten Ankunft im Westen nicht los. Lässt sich die frühneuzeitliche deutsche
Geschichte wirklich nur als Vorgeschichte des verspäteten und deswegen umso aggressiveren
deutschen Nationalstaates deuten? Das Hauptseminar setzt sich mit Argumentationssträngen
wie von Luther zu Hitler (Deutschland als Land des Gehorsams und der Untertänigkeit), dem
Westfälischen Frieden als Diktat fremder Mächte, das die politische Kleinstaatlichkeit fixierte,
Friedrich II. als vom Reich behindertem Nationalhelden sowie Goethe und den Klassikern als
24
unpolitischen Verfechtern der deutschen Kulturnation auseinander und fragt, wann solche
Interpretationen aufkamen und in welchem politischen Umfeld sie genutzt wurden.
Vermittelt werden die Zeitgebundenheit und der kritische Umgang mit historiographischen
Texten, die sich sehr wohl als politisches Argument eignen und auch gebraucht wurden.
Literatur: Bernd Faulenbach, Ideologie des deutschen Weges. Die deutsche Geschichte in der
Historiographie zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, München 1980; Friedrich Meinecke,
Weltbürgertum und Nationalstaat. Studien zur Genesis des deutschen Nationalstaates, 7. durchges. Aufl.
München u.a. 1928; Georg Schmidt, Wandel durch Vernunft. Deutsche Geschichte im 18. Jahrhundert,
München 2009; Jürgen Kocka: Der deutsche Sonderweg in der Diskussion, in: German Studies Review,
5.3 (1982), S. 365-379.
Lehrveranstaltungen/Module für das Lehramtshauptstudium und für Masterstudiengänge:
VL
Reich und Reformation
Prof. Dr. Georg Schmidt
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
Do. 10–12 Uhr
UHG, HS 145
VL
Do. 14–16 Uhr
UHG, HS 250
Europäische Verfassungsgeschichte in der Frühen Neuzeit
Prof. Dr. Wolfgang Burgdorf
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesungen am Kapitelanfang.
HpS
Hist 830
Der deutsche Sonderweg: Geschichte als politisches Argument
Do. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Georg Schmidt
UHG, SR 276
Die Meistererzählung der deutschen Geschichte kommt von der These eines Sonderweges bis zur
angeblich verspäteten Ankunft im Westen nicht los. Lässt sich die frühneuzeitliche deutsche
Geschichte wirklich nur als Vorgeschichte des verspäteten und deswegen umso aggressiveren
deutschen Nationalstaates deuten? Das Hauptseminar setzt sich mit Argumentationssträngen wie von
Luther zu Hitler (Deutschland als Land des Gehorsams und der Untertänigkeit), dem Westfälischen
Frieden als Diktat fremder Mächte, das die politische Kleinstaatlichkeit fixierte, Friedrich II. als vom
Reich behindertem Nationalhelden sowie Goethe und den Klassikern als unpolitischen Verfechtern der
deutschen Kulturnation auseinander und fragt, wann solche Interpretationen aufkamen und in welchem
politischen Umfeld sie genutzt wurden.
Vermittelt werden die Zeitgebundenheit und der kritische Umgang mit historiographischen Texten, die
sich sehr wohl als politisches Argument eignen und auch gebraucht wurden.
Literatur: Bernd Faulenbach, Ideologie des deutschen Weges. Die deutsche Geschichte in der Historiographie
zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, München 1980; Friedrich Meinecke, Weltbürgertum und
Nationalstaat. Studien zur Genesis des deutschen Nationalstaates, 7. durchges. Aufl. München u.a. 1928; Georg
Schmidt, Wandel durch Vernunft. Deutsche Geschichte im 18. Jahrhundert, München 2009; Jürgen Kocka: Der
deutsche Sonderweg in der Diskussion, in: German Studies Review, 5.3 (1982), S. 365-379.
HpS
Hist 830 / Hist 835
Die schottische Aufklärung (mit Exkursion)
Do. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Alexander Schmidt
UHG, SR 276
Die schottische Aufklärung zählt zu einer der interessantesten Episoden in der europäischen
Geistesgeschichte. In den Jahrzehnten nach der englisch-schottischen Union von 1707 wurde das
unterentwickelte Land an der europäischen Peripherie zu einem „hotbed of genius“, das auf alle
25
gebildeten Teile Europas und Nordamerikas ausstrahlte. Im Fokus des Seminars stehen die z.T.
epochemachenden Antworten, die Autoren wie David Hume, Adam Smith, Adam Ferguson und
andere auf Herausforderungen ihrer Zeit wie religiöse Pluralität, globale Arbeitsteilung, soziale
Ungleichheit, Staatsschulden, internationale Konflikte und den politischen Zusammenhalt
Großbritanniens formulierten. Dafür werden wir uns zunächst mit den politischen, religiösen und
kulturellen Kontexten des 18. Jh.s beschäftigen, bevor wir uns ausgewählten Schlüsseltexten zuwenden.
In einem Ausblick fragen wir nach der Rezeption schottischer Denker bei deutschen Autoren der Zeit
wie J.G. Herder. Zum Abschluß des Seminars ist eine mehrtägige Exkursion nach Edinburgh geplant.
Englischkenntnisse werden vorausgesetzt. Zur Vorbereitung empfehle ich nachdrücklich die
Anschaffung und Lektüre von Nicholas Phillipson, Adam Smith: An Enlightened Life, London:
Penguin, 2010. (TB, ca. 13-16 Euro).
Literatur: D. Allan, David, Scotland in the Eighteenth century: Union and Enlightenment, 2002; N. Phillipson,
The Scottish Enlightenment, in: R. Porter und M. Teich (Hg.), The Enlightenment in National Context, 1981,
19-40; J. Robertson, The case for the Enlightenment. Scotland and Naples 1680-1760, 2005; P. Wood (Hg.), The
Scottish Enlightenment: Essays in Reinterpretation, 2000.
HpS
MA Hist 820/825 / Hist 830
Thüringen im Jahrhundert der Reformation
Blockveranstaltung
Prof. Dr. Uwe Schirmer / Prof. Dr. Werner Greiling /
Dr. Bernhard Post (Thür. Hauptstaatsarchiv Weimar)
Blocktermine: 07.11., 9-13 Uhr
UHG, SR 276
12.12.2014 und 30.01.2015, jeweils 9-13 Uhr UHG, SR 166
Das Seminar soll fortgeschrittene Studierende, Examenskandidaten und Doktoranden ansprechen. In
ihm wird der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel des späten 15. und des 16. Jahrhunderts diskutiert
und erörtert.
Es werden obligatorische Blockseminare im Thüringischen Hauptstaatsarchiv (24. Oktober 2014, 16.
Januar 2015), am Historischen Institut (7. Nov. 2014, 12. Dez. 2014, 30. Jan. 2015) sowie die Teilnahme
der wissenschaftlichen Konferenz in Jena (26./27. Nov. 2014: Visitation vor Ort: Zum Quellenwert
von Visitationsprotokollen) angeboten. Die Einführungsveranstaltung findet am 17. Oktober 2014
um 9.00 Uhr ct. im Seminarraum des Historischen Instituts in Jena stand (ca. 45 Minuten). – Fakultativ
sind die Abendvorträge des Forschungsprojektes „Thüringen im Jahrhundert der Reformation“ am 24.
Sept. 2014 in Ilmenau und am 19. Nov. 2014 in Hildburghausen.
Literatur zur Einführung: HARTMUT BOOCKMANN (Hrsg.), Kirche und Gesellschaft im Heiligen
Römischen Reich des 15. und 16. Jahrhunderts (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen).
OS
Hist 900
Das Ereignis Weimar-Jena: neu betrachtet
Mi. 18–20 Uhr
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn / Prof. Dr. Georg Schmidt
HI, SR
Das Ereignis Weimar-Jena meint mehr als Goethe, Schiller, Herder und Wieland, die Blütezeit der
Universität Jena, des Hofs in Weimar und das Zusammenwirken beider Städte, sondern auch die
Überlagerung von Aufklärung, Klassik, Idealismus und Romantik, eine „Kommunikationsverdichtung“
und nicht zuletzt die Vermarktung dieses Geschehens. Das Oberseminar wird zentrale
Forschungsarbeiten der letzten Jahre neu betrachten. Zudem werden auswärtige Referenten
einschlägige aktuelle Forschungen vorstellen. Persönliche Anmeldung bei Prof. Hahn oder Prof.
Schmidt ist erwünscht. Alle Interessenten sind herzlich willkommen.
Literatur: Ereignis Weimar-Jena: Gesellschaft und Kultur um 1800 im internationalen Kontext. Katalog, hg. v.
Lothar Ehrlich, Georg Schmidt, Köln 2008.
26
Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
(Neuere/Neueste Geschichte)
Vorlesungen:
VL
Vehikel der Moderne, Teil II:
Mo. 10–12 Uhr
Medien, Kommunikation und Gesellschaft 1800-1871/74
UHG, HS 145
Prof. Dr. Werner Greiling
Medien, Kommunikation und Öffentlichkeit sind wichtige Charakteristika der modernen bürgerlichen
Gesellschaft. Ihre Entwicklung und Entfaltung haben einen langen Zeitraum in Anspruch genommen, der
im ersten Teil dieser Vorlesung im Sommersemester 2014 nachgezeichnet und problematisiert wurde.
Nunmehr richtet sich der Blick auf die Medien und die Kommunikationsstrukturen im 19. Jahrhundert,
auf deren Wechselbeziehungen mit Staat und Gesellschaft sowie auf das Phänomen von
„Medienereignissen“. Die Vorlesung schließt chronologisch und thematisch an jene vom Sommersemester
2014 an, setzt deren Besuch jedoch nicht voraus.
Einführende Literatur: Jürgen Wilke: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte,
Köln/Weimar/Wien ²2008; Rudolf Stöber: Deutsche Pressegeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart,
Konstanz ²2005; ders.: Neue Medien. Geschichte. Von Gutenberg bis APPLE und Google. Medieninnovation
und Evolution, Bremen 2013; Reinhard Wittmann: Geschichte des deutschen Buchhandels. Ein Überblick,
München ²1999; Frank Bösch/Patrick Schmidt (Hg.), Medialisierte Ereignisse. Performanz, Inszenierung und
Medien seit dem 18. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2010.
VL
Geschichte der Weimarer Republik.
Mi. 8–10 Uhr
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
UHG, HS 144
Die Weimarer Republik ist wohl das am intensivsten erforschte Beispiel für die Gefährdungen einer
parteienstaatlichen Demokratie in einer andauernden politischen, wirtschaftlichen und sozialen
Krisensituation. Die Beschäftigung mit der Geschichte der Weimarer Republik stand lange meist ganz
unter der Frage nach den Ursachen und Gründen ihres Scheiterns. Erst mit den Forschungen der
letzten Jahre wächst die Tendenz, die Geschichte der Republik nicht mehr nur unter diesem Aspekt zu
schreiben, sondern auch die Chancen und Leistungen der ersten deutschen Demokratie stärker
herauszuarbeiten. Die Vorlesung vermittelt nicht nur einen Überblick über die schwierigen
Anfangsjahre, die von 1924 bis 1929 reichende Phase der „relativen Stabilisierung“ und die dann
einsetzende Auflösungsphase. Sie soll zugleich einen breiten Einblick in die Forschungsgeschichte und
die jüngere Weimar-Forschung geben, die neue Antworten auf die Fragen nach Strukturschwächen und
alternativen Wegen der Konfliktbewältigung zu geben versucht.
Einführende Literatur: Ursula Büttner, Weimar. Die überforderte Republik. Stuttgart 2008. Eberhard Kolb,
Die Weimarer Republik, 6. Aufl. München 2007. Detlef J. Peukert, Die Weimarer Republik. Frankfurt a. M.
1987. Heinrich August Winkler, Weimar 1918-1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie,
München 1993.
VL
Der Nationalsozialismus in seiner Epoche
Di. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Norbert Frei
UHG, HS 235
Die Vorlesung behandelt die Geschichte des Nationalsozialismus in einem historiographisch und
methodisch breit angelegten Überblick: von seinen Anfängen nach dem Ersten Weltkrieg über die
„Bewegungsphase“ der Weimarer Zeit, die „Regimephase“ des „Dritten Reiches“ bis zu seiner
„Nachgeschichte“ seit 1945. Die Vorlesung richtet sich an Hörer aller Semester und kann unabhängig
von Grund- und Fachmodulen besucht werden.
Einführende Literatur: Martin Broszat/Norbert Frei (Hrsg.): Das Dritte Reich im Überblick. München 2007;
Norbert Frei: Der Führerstaat. Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945. München 1987, Neuausgabe
27
2013; Ernst Piper: Kurze Geschichte des Nationalsozialismus. Hamburg 2007; Hans-Ulrich Wehler: Der
Nationalsozialismus. Bewegung, Führerherrschaft, Verbrechen 1919-1945. München 2009; Michael Wildt:
Geschichte des Nationalsozialismus. Stuttgart 2008.
VL
Zweimal deutsche Einheit: 1871 und 1990 (mit Exkursion)
Blockveranstaltung
Prof. Dr. Dr. Heiner Timmermann
17.11.–19.11.
Termine:
Mo. 17.11.2014: 11–13 Uhr und 14–17 Uhr
AB 4, SR 013 a
Di. 18.11.2014: 10–12 Uhr und 14–17 Uhr
AB 4, SR 013 a
Mi. 19.11.2014: 9–11 Uhr
AB 4, SR 013 a
Die Lehrveranstaltung setzt sich mit der Einheits- und Freiheitsbewegung in Deutschland und den
Grundsätzen der internationalen Beziehungen des 19. Jahrhundert bis zur deutschen Einheit im Jahre
1871 auseinander. Sie thematisiert den Vorgang der deutschen Vereinigung von 1871 und ihren Folgen
für Deutschland, Europa und die Welt.
Der zweite Teil der Lehrveranstaltung stellt den Zweiten Weltkrieg, die Diplomatie während des
Krieges und seine Folgen, den Kalten Krieg, die Entstehung der Integrationssystem in Ost und West,
den Zusammenbruch des Kommunismus, die Demokratisierung Mittel- und Osteuropas, das
internationale Umfeld von 1989/90, den Fall der Mauer, die Zwei+Vier-Verhandlungen und die
deutschen Einheitsverhandlungen in den Mittelpunkt.
Komparatistische Überlegungen werden einbezogen.
Eine Literaturliste wird ans Schwarze Brett angebracht.
Für Anfang März 2015 wird eine zwei-dreitätige Exkursion nach Berlin angeboten: „Gedenkstätten
für zwei deutsche Diktaturen und Demokratien“.
Für Anfang April 2015 biete ich eine Exkursion nach Brüssel an: „Sicherheits- und europapolitische
Herausforderungen in Vergangenheit und Gegenwart“
Basismodul:
Basismodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hist 240)
GK
Grundkurs Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Do. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn / Dr. Annette Weinke
UHG, HS 146
Der Grundkurs „Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“ bildet zusammen mit einer
Seminarveranstaltung das Basismodul zum 19. und 20. Jahrhundert. Der Grundkurs bietet einen an
chronologischen und grundsätzlichen Themenkomplexen sowie an Forschungsfragen orientierten
Überblick über die Zeit von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart. Dabei steht die deutsche
Geschichte zwar im Vordergrund, europäische und außereuropäische Bezüge spielen jedoch ebenfalls
eine große Rolle. Studierende sollten keine ereignisgeschichtliche Vollständigkeit, sondern einen an
Grundfragen orientierten Problemaufriss erwarten, der einen Einstieg in das Studium der Neueren und
Neuesten Geschichte erleichtert.
Einführende Literatur: Christoph Nonn, Das 19. und 20. Jahrhundert. Orientierung Geschichte, Paderborn
2007; Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009;
Matthias Schulz, Das 19. Jahrhundert (1789-1914), Stuttgart 2011; Andreas Wirsching (Hg.), Neueste Zeit
(Oldenbourg Geschichte Lehrbuch), München 2006; Barbara Wolbring: Neuere Geschichte studieren. Konstanz
2006; ferner sei auf die Bücher der Reihe „Oldenbourg Grundriß der Geschichte“ verwiesen.
zusammen mit:
28
S
Medienstar, Psychopath, „Herr der Mitte“? – Kaiser Wilhelm II.
Mo. 10–12 Uhr
Dr. Stefan Gerber
AB 4, SR 117
Tutorium: Sebastian Hundt, Di. 8–10 Uhr, Lessingstr. 8, SR 1 TO
Nicht nur Peter Schamonis erfolgreicher Dokumentarfilm „Majestät brauchen Sonne“ von
1999, sondern auch die Vielzahl kommunikationsgeschichtlicher und kulturwissenschaftlicher
Studien zu Wilhelm II. aus den letzten Jahren zeigen, dass das öffentliche und
historiographische Interesse am deutschen Kaiser der Jahre 1888-1918 und an seinem
Nachleben im niederländischen Exil bis 1941 ungebrochen ist. Das Seminar schlägt den Bogen
von den zeitdiagnostischen und zeitkritischen Kaiser-Wahrnehmungen vor 1918, über den sich
vor allem nach der Kriegsniederlage 1918 verdichtenden Psychopathologisierungs-Diskurs um
Wilhelm II., bis hin zu Etappen und politischem Kontext der historischen Forschung zu
„Wilhelm dem Letzten“ (John C. G. Röhl) zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und
heute. Zugleich führt das Seminar an diesem Beispiel in Methoden und Problemfelder der
Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ein.
Literatur: Zum biographischen Überblick liegt von John C. G. Röhl, dem Autor der 4000-seitigen
Monumental-Biographie zu Wilhelm II., neuerdings das Bändchen: John C. G. Röhl, Wilhelm II.,
München 2013 vor, dass in aller Kürze auch Röhls Wilhelm II.-Deutungen gut deutlich werden lässt.
Aus verschiedener Perspektive gegen Röhl argumentierend und zugleich in die neuere Wilhelm II.Forschung einführend: Wolfgang J. Mommsen, War der Kaiser an allem schuld? Wilhelm II. und die
preußisch-deutschen Machteliten, München 2002; Christopher Clark, Wilhelm II. Die Herrschaft des
letzten deutschen Kaisers, München 2008.
alternativ:
S
Migrationsgeschichte Südosteuropas im 19. und 20. Jahrhundert
Dr. Nicole Immig
Tutorium: Samuel Kunze, Mo. 10–12 Uhr, UHG, SR 165
Mi. 12–14 Uhr
14tägl. ab 22.10.14
HI, SR
plus Blocktermine
Blocktermine:
Sa. 06.12.2014, 9–16 Uhr
UHG, SR 162
Sa. 17.01.2015, 10–14 Uhr
UHG, SR 162
Die Geschichte Südosteuropas ist seit jeher durch verschiedenste Arten von Migration geprägt.
Zwangsmigrationen, Flucht und Vertreibung begleiteten die politische Geschichte des
südosteuropäischen Raumes ebenso wie verschiedene Formen von Arbeitswanderungen wie
Nomaden-, Handwerker- und Kaufmannswanderungen. Binnenmigration und die
Arbeitsmigrationen nach Übersee seit den 1880er Jahren, seit den 1960er Jahren verstärkt auch
die "Gastarbeitermigrationen" nach Westeuropa hinterließen deutliche Spuren in den
Herkunfts- wie auch Aufnahmeregionen der Migranten. In diesem Proseminar sollen
verschiedene Typen und Formen von Migration anhand von Beispielen aus dem
südosteuropäischen Raum analysiert, aber auch theoretische Grundlagen sozialhistorischer
Migrationsforschung
behandelt
werden.
Englischkenntnisse
sind
erforderlich.
Literaturempfehlung: Bade, Klaus J., Historische Migrationsforschung, in: Oltmer, Jochen (Hrsg.),
Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Osnabrück 2002, 55-74; Sundhaussen, Holm,
Südosteuropa, in: Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart,
München 2007, 288-313.
alternativ:
S
Geschichte der SBZ/DDR 1945-1990
Politik, Gesellschaft, Kultur
Dr. Annette Weinke
Tutorium: Julia Rietzschel, Mo. 18–20 Uhr, HI, SR
29
Mi. 10–12 Uhr
UHG, SR 270
Im Herbst 2014 wird es ein Vierteljahrhundert her sein, dass die friedlichen Proteste gegen das
SED-Regime das Ende der DDR und den Mauerfall einläuteten. Dies gibt Anlass, danach zu
fragen, wie sich seitdem die Forschungen zur DDR-Geschichte entwickelt haben, die vor allem
in den neunziger Jahren einen starken Aufschwung erfuhren. In dem Seminar werden die
wichtigsten Forschungskontroversen der letzten Jahre vorgestellt und deren Ergebnisse kritisch
diskutiert. Dabei werden wir uns nicht nur mit der immer wieder aufgeworfenen Frage des
„Scheiterns“ der DDR beschäftigen, sondern werden auch nach den Ursachen einer zumindest
phasenweise erreichten Stabilität fragen.
Einführende Literatur: Beate Ihme-Tuchel, Die DDR. Darmstadt 2002; Bilanz und Perspektiven der
DDR-Forschung, hrsg. von Rainer Eppelmann, Bernd Faulenbach, Ulrich Mählert, PaderbornMünchen-Wien-Zürich 2003.
alternativ:
S
Volksgemeinschaft im Nationalsozialismus:
Mi. 14–16 Uhr
Propaganda, Mobilisierung und Gewalt
CZ 3, SR 318
Dr. Tobias Freimüller
Tutorium: Johannes Klemm, Do. 16–18 Uhr, UHG, SR 163
Dass der NS-Staat nicht nur durch Terror und Gewalt etabliert und stabilisiert wurde, sondern
auch von großer Zustimmung in der deutschen Bevölkerung getragen war, ist keine neue
Erkenntnis. Ob aber der Begriff der „Volksgemeinschaft“ geeignet ist, die soziale Mobilisierung
im „Dritten Reich“ zu beschreiben, oder ob es sich dabei lediglich um einen Begriff der NSPropaganda handelt, wird immer wieder diskutiert. Ausgehend vom Ende des Ersten Weltkriegs
fragt das Seminar nach der Genese des Gedankens einer „Volksgemeinschaft“ und behandelt
die Gesellschaftsgeschichte des nationalsozialistischen Deutschland.
Einführende Literatur: Frank Bajohr/Michael Wildt (Hrsg): Volksgemeinschaft. Neue Forschungen
zur Gesellschaft des Nationalsozialismus. Frankfurt am Main 2009; Norbert Frei: Der Führerstaat.
Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945. München 1987, Neuausgabe 2013; Michael Wildt:
Geschichte des Nationalsozialismus. Stuttgart 2008.
Aufbaumodule:
Aufbaumodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts I (Hist 320 / Hist 320a)
VL
Vehikel der Moderne, Teil II:
Medien, Kommunikation und Gesellschaft 1800-1871/74
Prof. Dr. Werner Greiling
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mo. 10–12 Uhr
UHG, HS 145
zusammen mit:
S
Die antinapoleonischen Befreiungskriege als Kommunikationsereignis Mo. 14–16 Uhr
Prof. Dr. Werner Greiling
HI, SR
Die Befreiungskriege 1813/14 mündeten im Wiener Kongress und der Neuordnung Europas. Es
herrschte in diesen Jahren in Deutschland ein Klima, in dem Volk, Nation und Vaterland als
bestimmende Lebenswerte erfahren wurden. Der Kampf gegen die Herrschaft Napoleon
Bonapartes wurde nicht nur mit politischen und militärischen Mitteln geführt, sondern fand auch
auf literarischer und publizistischer Ebene statt. Insofern lässt sich das Geschehen als ein
„Propagandakrieg“ oder auch als ein Kommunikationsereignis begreifen. Hierbei wirkte die
30
(Massen-)Kommunikation als Vorbedingung und Motor, aber auch als prägender Faktor für die
Beschaffenheit und den Ablauf der Ereignisse.
Einführende Literatur: Jürgen Wilke: Der nationale Aufbruch der Befreiungskriege als
Kommunikationsereignis, in: Ders.: Massenmedien und Journalismus in Geschichte und Gegenwart,
Bremen 2009, S. 145-161; Werner Greiling: Das „Sündenregister der Franzosen in Teutschland“.
Antifranzösische Propaganda im Zeitalter der Befreiungskriege. Darstellung und Edition, Leipzig 2012;
Hans-Werner Hahn/Helmut Berding: Reformen, Restauration und Revolution. 1806-1848/49 (Gebhardt.
Handbuch der deutschen Geschichte, 14), Stuttgart 2010.
Aufbaumodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts II (Hist 320 / Hist 320a/b)
VL
Geschichte der Weimarer Republik.
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 8–10 Uhr
UHG, HS 144
zusammen mit:
S
Die Ideen von 1914 – die deutschen Intellektuellen
Mi. 16–18 Uhr
und der Erste Weltkrieg
UHG, SR 221
Prof. Dr. Klaus Ries
Die "Ideen von 1914" umschreiben die spezifisch deutsche geistige Mobilmachung im Vorfeld
und zu Beginn des Ersten Weltkrieges. Der Begriff geht zurück auf den Soziologen und
Nationalökonom Johann Plenge und beinhaltet eine antidemokratische, antipluralistische und
antiliberale Haltung. Die "Ideen von 1914" sind Teil eines positiv gewendeten "deutschen
Sonderweges", der um 1900 gegen westliche Zivilisation und westliche Demokratie in Stellung
gebracht wurde. Im Seminar werden einschlägige Texte deutscher Intellektueller gelesen und
analysiert. Dabei wird vor allem danach gefragt, ob und inwieweit die "Ideen von 1914"
tatsächlich ein Gegenprogramm zu den "Ideen von 1789" darstellen oder ob sich, unabhängig
von den Motiven der Protagonisten, durchaus auch Gemeinsamkeiten feststellen lassen und
worin diese bestehen. Vielleicht lässt sich auf diese Weise auch eine neue Lesart der "Ideen von
1914" auf den Weg bringen.
Einführende Literatur: Steffen Bruendel: Volksgemeinschaft oder Volksstaat. Die „Ideen von 1914“
und die Neuordnung Deutschlands im Ersten Weltkrieg. Berlin 2003. Kurt Flasch: Die geistige
Mobilmachung. Die deutschen Intellektuellen und der Erste Weltkrieg. Berlin 2000. Wolfgang J.
Mommsen (Hg.): Kultur und Krieg. Die Rolle der Intellektuellen, Künstler und Schriftsteller im Ersten
Weltkrieg. München 1996.
Klaus Schwabe: Wissenschaft und Kriegsmoral. Die deutschen
Hochschullehrer und die politischen Grundfragen des Ersten Weltkrieges, Göttingen 1969.
alternativ:
S
Heimatkonzepte im deutsch-französischen Vergleich
Do. 16–18 Uhr
(19. und 20. Jahrhundert)
Ernst-Abbe-Pl. 8. SR 401
Prof. Dr. Edoardo Costadura / Prof. Dr. Klaus Ries
Kaum ein Thema scheint derzeit so sehr die aktuellen Debatten zu bestimmen wie "Heimat".
Dies betrifft nicht nur die Politik, sondern auch Kunst und Kultur, wenn man etwa an den
erneuten Filmerfolg der Fortsetzungstrilogie von Edgar Reitz denkt. Der Heimat-Begriff
scheint seiner (zumal in Deutschland) negativen und ideologiebehafteten Bedeutung weitgehend
enthoben und damit frei für die wissenschaftliche Analyse. Das Seminar möchte im deutschfranzösischen Vergleich sowohl unter literaturwissenschaftlicher als auch unter
geschichtswissenschaftlicher Perspektive Heimatkonzepte vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis
in die Gegenwart in den Blick nehmen. Dabei soll nicht nur nach nationalen Unterschieden und
31
Gemeinsamkeiten gefragt werden, sondern vor allem auch nach transnationalen Konzepten und
deren Begründungen. Heimat ist nicht nur an einen Raum gebunden, sondern beschreibt auch
ein Lebensgefühl jenseits nationaler Grenzen. Diesem (modernen?) Verständnis von Heimat
möchte das Seminar im interdisziplinären Zugriff ein Stück weit auf die Spur kommen. Die
Veranstaltung richtet sich sowohl an Studierende der Geschichtswissenschaft als auch an
Studierende der Romanistik.
Einführende Literatur: Celia Applegate: A Nation of Provincials. The German Idea of Heimat.
Berkeley 1990. Horst Bienek (Hrsg.): Heimat: neue Erkundungen eines alten Themas. München 1985.
Thomas Medicus: Heimat. Eine Suche. Berlin 2014. M. Neumeyer: Heimat. Zu Geschichte und Begriff
eines Phänomens. Kiel 1992. Andreas Schumann: Heimat denken. Köln 2002. Ingeborg Szöllösi
(Hrsg.): Heimat. Abbruch – Aufbruch – Ankunft. Halle (Saale) 2014.
alternativ:
S/Ü
Zeugnis und Zeugenschaft in der Geschichte
Di. 16–18 Uhr
Dr. Axel Doßmann
UHG, SR 147
Kommentar und einführende Literatur – siehe unter Übungen am Ende dieses Kapitels.
alternativ:
S
Abkehr von Weimar. Wie etablierte sich die nationalsozialistische Blockveranstaltung
Herrschaft in Jena? Projektseminar zum forschenden
Lernen und Lehren
Dr. Axel Doßmann / Prof. Dr. Anke John
Termine:
jeweils Mi., 22.10., 29.10., 05.11., 12.11.,
14–16 Uhr,
UHG, SR 276
Block:
Fr. 05.12.2014,
14–18 Uhr,
UHG, SR 164
Sa. 06.12.2014,
10–15 Uhr,
UHG, SR 164
Fr. 16.01.2015,
14–18 Uhr,
UHG, SR 164
Sa. 17.01. 2015,
10–15 Uhr,
UHG, SR 164
Kommentar und einführende Literatur – siehe unter Übungen am Ende dieses Kapitels.
Aufbaumodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts III (Hist 320 / Hist 320b)
VL
Der Nationalsozialismus in seiner Epoche
Prof. Dr. Norbert Frei
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Di. 16–18 Uhr
UHG, HS 235
zusammen mit:
S
Hitlers „Neue Ordnung“.
Di. 10–12 Uhr
Europa unter nationalsozialistischer Besatzung
CZ 3, SR 114
Dr. Annette Weinke
Als Charlie Chaplins „Great Dictator" 1940 uraufgeführt wurde, lag der deutsche Angriff auf
Polen erst wenige Wochen zurück. In einer unvergesslichen Szene dieser bitterbösen Parodie
tänzelt Adenoid Hynkel, Diktator von Tomania, zu den Klängen von Wagners Lohengrin mit
einer übergroßen Weltkugel durch die Räume seines Palastes. Nur wenige Monate später war
Europa dieser makabren Vision ein gutes Stück näher gerückt: Große Teile Osteuropas waren
entweder annektiert oder standen unter deutscher Besatzungsverwaltung. Im Westen entstanden
Reichskommissariate unter deutscher Führung oder von den Deutschen installierte
Kollaborationsregime. In einer Mischung aus Funktionalität und Dysfunktionalität wurde dabei
32
die Rassedoktrin zur Grundlage einer neuen Form von kolonialer Herrschaft. Das Seminar fragt
zunächst, welche politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Vorstellungen den Aufbau
dieses europaweiten Imperiums prägten. Daneben soll darüber nachgedacht werden, welche
längerfristigen Konsequenzen das Scheitern des nationalsozialistischen Ordnungsentwurfs nach
1945 hatte. Wie hängt es mit dem zeitgleichen Niedergang der alten europäischen
Kolonialreiche zusammen?
Einführende Literatur: Mark Mazower: Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des
Nationalsozialismus. Bonn (Bundeszentrale für politische Bildung) 2010.
alternativ:
S
Geschichte des Journalismus und der Medien im 20. Jahrhundert
Mi. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Norbert Frei
HI, SR
Die gegenwärtige, wohl vor allem ökonomisch und technologisch bedingte Krise des
Journalismus und der Medien ist Anlass für ein Seminar, das die Geschichte von Presse und
Rundfunk sowie des Films im 20. Jahrhundert unter dem Gesichtspunkt der zunehmenden
„Medialisierung“ von Politik und Gesellschaft erörtert. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 20
begrenzt. Das Hauptseminar kann auch als Seminar im Aufbaumodul besucht werden.
Einführende Literatur: Frank Bösch/Norbert Frei (Hrsg.): Medialisierung und Demokratie im 20.
Jahrhundert. Göttingen 2006; Norbert Frei/Johannes Schmitz: Journalismus im Dritten Reich. München
1989, überarbeitete Neuauflage 2011; Frank Bösch/Annette Vowinckel: Mediengeschichte, in:
Docupedia-Zeitgeschichte, 29.10.2012, URL: http://docupedia.de/zg/Mediengeschichte
alternativ:
S/Ü
Zeugnis und Zeugenschaft in der Geschichte
Di. 16–18 Uhr
Dr. Axel Doßmann
UHG, SR 147
Kommentar und einführende Literatur – siehe unter Übungen am Ende dieses Kapitels.
alternativ:
S
Abkehr von Weimar. Wie etablierte sich die nationalsozialistische Blockveranstaltung
Herrschaft in Jena? Projektseminar zum forschenden
Lernen und Lehren
Dr. Axel Doßmann / Prof. Dr. Anke John
Termine:
jeweils Mi., 22.10., 29.10., 05.11., 12.11.,
14–16 Uhr,
UHG, SR 276
Block:
Fr. 05.12.2014,
14–18 Uhr,
UHG, SR 164
Sa. 06.12.2014,
10–15 Uhr,
UHG, SR 164
Fr. 16.01.2015 ,
14–18 Uhr,
UHG, SR 164
Sa. 17.01. 2015,
10–15 Uhr,
UHG, SR 164
Kommentar und einführende Literatur – siehe unter Übungen am Ende dieses Kapitels.
B.A.-Vertiefungsmodule:
B.A.-Vertiefungsmodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts I (Hist 420)
HpS
Transnationale und transkulturelle Perspektiven in
der Geschlechtergeschichte
Prof. Dr. Gisela Mettele
Kommentar und einführende Literatur – siehe Hauptseminare in diesem Kapitel.
33
Do. 10–12 Uhr
HI, SR
zusammen mit:
OS
Neuere Forschungen zur Geschlechtergeschichte
Do. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Gisela Mettele
HI, SR
Das Oberseminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Bachelor- und
Examenskandidat_innen sowie Doktorand_innen. Neben der Präsentation eigener Arbeiten
werden neuere geschlechtergeschichtliche Forschungen und methodische Ansätze diskutiert. In
unregelmäßigen Abständen finden Gastvorträge von auswärtigen Wissenschaftler_innen statt.
Persönliche Anmeldung unter: [email protected]
B.A.-Vertiefungsmodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts II (Hist 420)
VL
Geschichte der Weimarer Republik.
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 8–10 Uhr
UHG, HS 144
ODER:
VL
Vehikel der Moderne, Teil II:
Medien, Kommunikation und Gesellschaft 1800-1871/74
Prof. Dr. Werner Greiling
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mo. 10–12 Uhr
UHG, HS 145
zusammen mit:
OS
Neue Forschungen zum 19. Jahrhundert
Mi. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
HI, SR
Das Oberseminar dient der Präsentation und Diskussion von Qualifizierungsschriften und
anderen Forschungsvorhaben. Es richtet sich insbesondere an fortgeschrittene Studierende und
an Doktoranden/innen und zielt auf eine Verknüpfung laufender Jenaer Arbeiten mit aktuellen
Forschungen zum „langen 19. Jahrhundert“. Für Studierende, die bei den Veranstaltern ihre
Master- oder Staatsexamensarbeit anfertigen, ist das Oberseminar eine Pflichtveranstaltung.
BA-Kandidaten können in Kombination mit den entsprechenden Vorlesungen ihr
Vertiefungsmodul absolvieren. Hierfür ist eine persönliche Anmeldung und Beratung
erforderlich.
B.A.-Vertiefungsmodul Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts III (Hist 420)
VL
Der Nationalsozialismus in seiner Epoche
Prof. Dr. Norbert Frei
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Di. 16–18 Uhr
UHG, HS 235
zusammen mit:
OS
Oberseminar
Di. 18.30–20 Uhr
Prof. Dr. Norbert Frei / Dr. Annette Weinke
HI, SR
Das Oberseminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierende, die im Bereich des
Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit Bachelor-, Master- oder
Staatsexamensarbeiten beschäftigt sind oder sich darauf vorbereiten wollen. Beachten Sie dazu
34
bitte die Hinweise zum Oberseminar unter:
http://www.nng.uni-jena.de/lsnngmedia/Downloads/Hinweise+zum+Oberseminar.pdf
Die Veranstaltung dient insbesondere der Vorstellung und intensiven Diskussion der
Abschlussarbeiten. Wird das Oberseminar im Vertiefungsmodul besucht, ist eine Besprechung
des Examensthemas VOR Semesterbeginn unbedingt erforderlich.
Lehrveranstaltungen/Module für das Lehramtshauptstudium und für Masterstudiengänge:
VL
Vehikel der Moderne, Teil II:
Medien, Kommunikation und Gesellschaft 1800-1871/74
Prof. Dr. Werner Greiling
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mo. 10–12 Uhr
UHG, HS 145
VL
Geschichte der Weimarer Republik.
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 8–10 Uhr
UHG, HS 144
VL
Der Nationalsozialismus in seiner Epoche
Prof. Dr. Norbert Frei
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Di. 16–18 Uhr
UHG, HS 235
VL
Blockveranstaltung
Zweimal deutsche Einheit: 1871 und 1990 (mit Exkursion)
Prof. Dr. Dr. Heiner Timmermann
Termine und Kommentar – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
HpS
Hist 840 / Hist 850
Transnationale und transkulturelle Perspektiven in
Do. 10–12 Uhr
der Geschlechtergeschichte
HI, SR
Prof. Dr. Gisela Mettele
Im Seminar werden verschiedene methodische und theoretische Ansätze der transnationalen und
transkulturellen Geschichtsschreibung thematisiert und die sich daraus ergebenden thematischen
Erweiterungen des geschlechtergeschichtlichen Forschungsfelds diskutiert. Im Mittelpunkt stehen dabei
drei exemplarische Themenkomplexe: grenzüberschreitende weibliche Lebensentwürfe, die
geschlechtergeschichtliche Dimension der kolonialen Expansion Europas sowie die Vernetzungs- und
Austauschprozesse im Kontext der internationalen Frauenbewegung.
Literatur: MARTINA INEICHEN/ANNA K. LIESCH/ANJA RATHMANN-LUTZ/SIMON WENGER (Hg.), Gender in
Trans-it. Transkulturelle und transnationale Perspektiven. Zürich 2009; IRIS SCHRÖDER, Hg. (unter Mitarbeit
von Priska Jones und Monika Mommertz), Themenschwerpunkt Europäische Geschichte –
Geschlechtergeschichte (2009):
http://www.europa.clio-online.de/Default.aspx?TabID=40208782&mid=12250&ItemID=2062;
ANGELIKA
EPPLE/ ANGELIKA SCHASER, Gendering Historiography: Beyond National Canons. Frankfurt am Main 2009;
GISELA BOCK, Geschlechtergeschichte auf alten und neuen Wegen. Zeiten und Räume, in: Geschichte und
Gesellschaft. Sonderheft, Vol. 22, Wege der Gesellschaftsgeschichte (2006), S. 45-66; KAREN HAGEMANN/
MARÍA TERESA FERNÁNDEZ-ACEVES, Gendering Trans/National Historiographies: Similarities and Differences
in Comparison: Introduction, in: Journal of Women's History 19/1 (2007), S. 151-152; BARBARA
35
CAINE/GLENDA SLUGA, Gendering European History 1780-1920. London 2000; KAREN OFFEN, European
Feminisms 1700-1950: A Political History. Stanford 2000; SARAH S. HUGHES/ BRADY HUGHES, Women in
World History. Vol.2. Readings from 1500 to the Present. New York 1997.
HpS
Hist 840 / Hist 850
Geschichte zum Aufkleben: Das 19. Jahrhundert im
Di. 16–18 Uhr
Spiegel der Briefmarken deutscher Staaten.
HI, SR
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn / Prof. Dr. Klaus Ries
Briefmarken sind Träger, Symbole und Botschafterinnen der sie ausgebenden Staaten und damit eine
durchaus beachtenswerte Projektionsfläche der jeweiligen Geschichtspolitik. Dies gilt in besonderem
Maße für die beiden zwischen 1949 und 1990 existierenden beiden deutschen Staaten, deren Streit um
die Deutung deutscher Geschichte und die Inanspruchnahme positiver Traditionen sich auch in der
Briefmarkenproduktion in vielfältiger Form widerspiegelte. Das Seminar fragt am Beispiel der Motive
aus dem 19. Jahrhundert danach, an welche Ereignisse und Personen in der DDR, der Bundesrepublik
sowie in Westberlin und dem Saarland, die zeitweise eigene Marken ausgaben, durch Briefmarken
erinnert wurde und in welchem Zusammenhang dies mit der jeweiligen Geschichtspolitik stand.
Einführende Literatur : Karl Heinz Krüger, Deutschlands Geschichte im Spiegelbild seiner Briefmarken, 2.
Aufl. 1998. Walter Schmidt, Nationalgeschichte der DDR und das territorialstaatliche historische Erbe, in:
Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 5, 1981, S. 399-415. Hans-Jürgen Wischnewski, 150 Jahre Deutschland
auf Briefmarken, München 1998. Edgar Wolfrum, Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Der
Weg zur bundesrepublikanischen Erinnerung, Darmstadt 1999.
HpS
Hist 840 / Hist 850
Länderneugliederung – „eine deutsche Obsession“?
Mo. 14–16 Uhr
Dr. Stefan Gerber
AB 4, SR 024
Seit der territorialen „Flurbereinigung“ am Ende des Alten Reiches begleiten den Föderalismus in
Deutschland Diskussionen um einen Neuzuschnitt der deutschen Staaten bzw. Länder, die auch in der
Gegenwart andauern. Oft waren und sind die Pläne zur Länderneugliederung oder Länderneugründung
mit weiterreichenden Reformvorstellungen verbunden, oftmals offenbaren sie aber auch prinzipielle
Vorbehalte gegen den Föderalismus als politische Ordnungsform. Stets wird nicht nur um die
vermeintliche Effizienz der Staatsorganisation, sondern vor allem auch um regionale Identitäten und
Traditionen gerungen. Im Seminar sollen verschiedene Etappen dieser Diskussionen zwischen
Säkularisierung, Mediatisierung und Neugliederung seit Beginn des 19. Jahrhunderts und den
Länderneugründungen in der Bundesrepublik an konkreten Beispielen nachvollzogen werden. Ein
besonderes Augenmerk wird dabei auf der Weimarer Republik mit ihrer einzigen Länderneugründung
in Thüringen und den Auseinandersetzungen um die Reichsreform, auf der Frage nach Kontinuität,
Bruch und Regionalisierung in den Gau-Strukturen des Nationalsozialismus und auf den
Länderneugliederungen in der Bundesrepublik liegen, deren Entwicklung bis zu den
Volksabstimmungen von 1975 in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz verfolgt werden soll.
Literatur zur Einführung: Peter Burg, Die Neugliederung deutscher Länder. Grundzüge der Diskussion in
Politik und Wissenschaft (1918 bis 1996), Münster 1996; Anke John, Der Weimarer Bundesstaat. Perspektiven
einer föderalen Ordnung (1918-1933), Köln/Weimar/Wien 2012; Jürgen John, „Unitarischer Bundesstaat“,
„Reichsreform“ und „Reichs-Neugliederung“ in der Weimarer Republik, in: Ders. (Hrsg.), „Mitteldeutschland“.
Begriff – Geschichte – Konstrukt, Rudolstadt 2001, S. 297-375; Klaus-Jürgen Matz, Länderneugliederung. Zur
Genese einer deutschen Obsession seit dem Ausgang des Alten Reiches, Idstein 1997. Zur Diskussion in der
Bundesrepublik: Reinhard Schiffers, Weniger Länder – mehr Föderalismus. Die Neugliederung des
Bundesgebietes im Widerstreit der Meinungen 1948/49 – 1990. Eine Dokumentation, Düsseldorf 1996.
36
HpS
Hist 840 / Hist 850 / Hist 870
Heimatkonzepte im deutsch-französischen Vergleich (19. und 20. Jh.)
Do. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Edoardo Costadura / Prof. Dr. Klaus Ries
Ernst-Abbe-Pl. 8, SR 401
Kaum ein Thema scheint derzeit so sehr die aktuellen Debatten zu bestimmen wie "Heimat".
Dies betrifft nicht nur die Politik, sondern auch Kunst und Kultur, wenn man etwa an den erneuten
Filmerfolg der Fortsetzungstrilogie von Edgar Reitz denkt. Der Heimat-Begriff scheint seiner (zumal in
Deutschland) negativen und ideologiebehafteten Bedeutung weitgehend enthoben und damit frei für
die wissenschaftliche Analyse. Das Seminar möchte im deutsch-französischen Vergleich sowohl unter
literaturwissenschaftlicher als auch unter geschichtswissenschaftlicher Perspektive Heimatkonzepte
vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart in den Blick nehmen. Dabei soll nicht nur nach
nationalen Unterschieden und Gemeinsamkeiten gefragt werden, sondern vor allem auch nach
transnationalen Konzepten und deren Begründungen. Heimat ist nicht nur an einen Raum gebunden,
sondern beschreibt auch ein Lebensgefühl jenseits nationaler Grenzen. Diesem (modernen?)
Verständnis von Heimat möchte das Seminar im interdisziplinären Zugriff ein Stück weit auf die Spur
kommen. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Studierende der Geschichtswissenschaft als auch an
Studierende der Romanistik.
Einführende Literatur: Celia Applegate: A Nation of Provincials. The German Idea of Heimat. Berkeley 1990.
Horst Bienek (Hrsg.): Heimat: neue Erkundungen eines alten Themas. München 1985. Thomas Medicus:
Heimat. Eine Suche. Berlin 2014. M. Neumeyer: Heimat. Zu Geschichte und Begriff eines Phänomens. Kiel
1992. Andreas Schumann: Heimat denken. Köln 2002. Ingeborg Szöllösi (Hrsg.): Heimat. Abbruch – Aufbruch
– Ankunft. Halle (Saale) 2014.
HpS
Hist 850
Zwischen relativer Stabilisierung und neuen Krisen: Das
Di. 10–12 Uhr
beste „Jahrfünft“ der Weimarer Republik 1924-1929
UHG, SR 275
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
Nach den krisenhaften Anfangsjahren begann mit dem Jahr 1924 die so genannte Mittelphase der
Weimarer Republik, die in der jüngsten Forschung als Zeit einer relativen Stabilisierung bezeichnet
worden ist. Währungsreform, Neuregelung der Reparationslasten und amerikanische Kredite sorgten
für eine wirtschaftliche Erholung. Die Außenpolitik Gustav Stresemann entspannte das Verhältnis zu
den ehemaligen Kriegsgegnern. In der Innenpolitik verloren extremistische Kräfte an Zustimmung, und
kulturell erlebte die Republik eine Blütezeit, die im Begriff der „goldenen Zwanziger“ ihren Ausdruck
fand. Trotz dieser Entwicklungen machten sich aber bald neue politische und wirtschaftliche
Krisenfaktoren bemerkbar, die die Republik schon vor 1929 mit neuen Herausforderungen
konfrontierten. Im Seminar sollen in Anlehnung an die neuere Forschung sowohl die Stabilisierungsals auch die neuen Krisenfaktoren diskutiert werden, wobei sich der Blick nicht nur auf die Ebene der
Reichspolitik, sondern auch auf Länderbeispiele wie Preußen, Thüringen und Bayern richten soll.
Einführende Literatur: Ursula Büttner, Weimar. Die überforderte Republik. Stuttgart 2008. Eberhard Kolb,
Die Weimarer Republik, 6. Aufl. München 2007. Detlef J. Peukert, Die Weimarer Republik. Frankfurt a. M.
1987. Heinrich August Winkler, Weimar 1918-1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie,
München 1993.
HpS
Hist 850
Geschichte des Journalismus und der Medien im 20. Jahrhundert
Mi. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Norbert Frei
HI, SR
Die gegenwärtige, wohl vor allem ökonomisch und technologisch bedingte Krise des Journalismus und
der Medien ist Anlass für ein Seminar, das die Geschichte von Presse und Rundfunk sowie des Films im
20. Jahrhundert unter dem Gesichtspunkt der zunehmenden „Medialisierung“ von Politik und
Gesellschaft erörtert. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 20 begrenzt. Das Hauptseminar kann auch als
37
Seminar im Aufbaumodul besucht werden.
Einführende Literatur: Frank Bösch/Norbert Frei (Hrsg.): Medialisierung und Demokratie im 20. Jahrhundert.
Göttingen 2006; Norbert Frei/Johannes Schmitz: Journalismus im Dritten Reich. München 1989, überarbeitete
Neuauflage 2011; Frank Bösch/Annette Vowinckel: Mediengeschichte, in: Docupedia-Zeitgeschichte,
29.10.2012, URL: http://docupedia.de/zg/Mediengeschichte
Für Studierende in Masterstudiengängen zusammen zu besuchen mit:
Lektüregruppe – Dialogisches Lernen
Dr. Daniel Stahl
Mo. 16–18 Uhr
14-tägl., Beginn: 27.10.14
UHG, SR 221
HpS
Hist 850
Aufarbeitung der Vergangenheit – Ein Projekt am Ende?
Gedenkstättenarbeit und historisches Lernen nach dem Ende der Zeitgenossenschaft
Prof. Dr. Volkhard Knigge / Dr. Axel Doßmann
2015 jähren sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung der nationalsozialistischen
Konzentrations- und Vernichtungslager zum 70. Mal. Nur sehr wenige Überlebende der Verfolgung
werden dabei als unmittelbare Zeugen noch zugegen sein. Ist mit dem Schwinden der Zeitzeugen
Vergangenheit endgültig vergangen? Sind Aufarbeitung der Vergangenheit und Erinnerungskultur
identisch? Ist Erinnerung tatsächlich der Königsweg für Demokratie- und Menschenrechtserziehung?
Was bedeutet „Lernen aus der Geschichte“? Wie lässt sich historische Erfahrung in Museen und
Gedenkstätten vermitteln? Diesen Leitfragen geht das Hauptseminar unter drei Gesichtspunkten nach.
Erstens dem der Geschichte der Aufarbeitung und der Gedenkstättenarbeit in Deutschland. Zweitens
werden didaktische und methodische Fragen des Lernens aus heilloser Geschichte erarbeitet und
diskutiert. Und schließlich bilden Vorbereitung und Gestaltung der Befreiungstage an den
Gedenkstätten KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora konkrete Bezugspunkte.
Der Besuch des Hauptseminars ist an die Übung „Gedenkstättenarbeit und historisches Lernen“
gekoppelt und auf max. 12 Teilnehmende limitiert. Anmeldung zu Hauptseminar und Übung bitte
persönlich über: [email protected] und [email protected]
Erste Sitzung ist am Montag, 27.10., 16.00-19.00 Uhr, UHG SR 221. Ddort werden die Termine für die
Treffen im Hauptseminar in der Gedenkstätte Buchenwald vereinbart.
Zur Einführung: Detlef Garbe (Hg.), Die vergessenen KZs? Gedenkstätten für die Opfer des NS-Terrors in
der Bundesrepublik, Bornheim-Merten 1983; Detlef Hoffmann (Hg.), Das Gedächtnis der Dinge: KZ-Relikte
und KZ-Denkmäler 1945-1995, Frankfurt/Main 1998; Norbert Frei, Volkhard Knigge (Hg.), Verbrechen
erinnern. Die Auseinandersetzung mit Holocaust und Völkermord, München 2002 (bei der bpb: Bonn 2005);
„Am Ende kommen die Touristen“ (D 2007), Spielfilm von Robert Thalheim.
zusammen mit:
Ü
Geschichte und Öffentlichkeit – Hist 702/703
Gedenkstättenarbeit und historisches Lernen.
Mo. 16–19 Uhr
1945 im Rückspiegel: Geschichte und Zukunft politischer Gedenktage
14tägl. ab 27.10.14
Prof. Dr. Volkhard Knigge / Dr. Axel Doßmann
UHG, SR 221
„Objects in mirror are closer than they appear“ – gilt das auch für 1945? Inwiefern bestimmt und
betrifft der Nationalsozialismus, das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung der Lager noch
unsere Gegenwart? Was wurde und was sollte gelernt werden aus der nationalsozialistischen Erfahrung,
dem Vernichtungskrieg und den Völkermorden? Welche Inhalte, Programmatiken und Formen
historisch-politischer Bildung sind zu vergangenen Jahres- und Gedenktagen entwickelt worden,
38
insbesondere an KZ-Gedenkstätten? Welche Perspektiven auf das Jahr 1945 sind zu Unrecht wieder
vergessen gemacht worden? Nicht zuletzt: was halten Sie für das Gedenkjahr 2015 für dringend und
notwendig?
Diese Übung begleitet das Hauptseminar „Aufarbeitung der Vergangenheit – ein Projekt am Ende?“,
setzt Ihre Teilnahme am Hauptseminar voraus und ist auf 12 Teilnehmende limitiert. Anmeldung zu
Hauptseminar und Übung bitte persönlich über: [email protected] und [email protected]
Zur Einführung: Kriegsende 1945. Verbrechen, Katastrophen, Befreiungen in nationaler und internationaler
Perspektive, hg. von Bernd-A. Rusinek, Göttingen 2004; Peter Hurrelbrink, 8. Mai 1945 – Befreiung durch
Erinnerung. Ein Gedenktag und seine Bedeutung für das politisch-kulturelle Selbstverständnis in Deutschland,
Bonn 2005; Jan-Holger Kirsch, „Wir haben aus der Geschichte gelernt“. Der 8. Mai als politischer Gedenktag in
Deutschland, Köln 1999.
Ü
Quellenkunde / Methodik – Hist 701/702
Briefe, Tagebücher, Autobiographien. Selbstzeugnisse
Mi. 12–14 Uhr
als historische Quellen
UHG, SR 258a
Silke Meinhardt M.A.
Selbstzeugnisse wie Briefe, Tagebücher und Autobiographien können Einblicke in die
Selbstkonstruktion historischer Akteure und die individuelle Aneignung historischer Prozesse geben.
Sie können nicht nur Informationen über Lebensverhältnisse, Alltagshandlungen und Erzählkulturen,
sondern auch über Geschlechtskonstruktion und Prozesse der Identitätsbildung enthalten. „Um in das
Gefühlsleben des Kriegsteilnehmers Einblick zu gewinnen, brauchte man bloß […] einen Feldpostbrief
zu lesen“, so bringt Karl Kraus in Die letzten Tage der Menschheit den Gehalt eines Selbstzeugnisses wie
dem Feldpostbrief auf den Punkt. Ist es aber tatsächlich so einfach, Selbstzeugnisse als Quellenmaterial
für eine historische Analyse nutzbar zu machen? Wo liegt der Quellenwert von Selbstzeugnissen und
welche historischen Fakten und Aussagen über ihre Verfasser_innen lassen sich aus diesen gewinnen?
Ausgehend von diesen Fragen werden in der Übung Selbstzeugnisse in Form von Briefen,
Tagebüchern und Autobiographien aus der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts in Auszügen gelesen und
die Möglichkeiten und Grenzen von Selbstzeugnissen als Quellenmaterial für die
Geschichtswissenschaft ausgelotet.
Einführende Literatur: Andreas Rutz, Ego-Dokument oder Ich-Konstruktion? Selbstzeugnisse als Quelle zur
Erforschung
des
frühneuzeitlichen
Menschen,
in:
Zeitenblicke
1
(2002)
2,
URL:
http://www.zeitenblicke.de/2002/02/rutz/; Dagmar Günther, „And now for something completely different“.
Prolegomena zur Autobiographie als Quelle der Geschichtswissenschaft, in: HZ 272 (2001), S. 25-61; Christa
Hämmerle, Nebenpfade? Populare Selbstzeugnisse des 19. und 20. Jahrhunderts in geschlechtergeschichtlicher
Perspektive, in: Thomas Winkelbauer (Hg.), Vom Lebenslauf zur Biographie. Geschichte, Quellen und Probleme
der historischen Biographik und Autobiographik, Horn 2000, S. 135-167; Katharina von Hammerstein, Sich
MitSprache erschreiben. Selbstzeugnisse als politische Praxis schreibender Frauen, Deutschland 1840-1919,
Heidelberg 2013; Charlotte Heinritz, Autobiographien als Medien lebensgeschichtlicher Erinnerungen. Zentrale
Lebensthemen und autobiographische Schreibformen in Frauenautobiographien um 1900, in: BIOS – Zeitschrift
für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen 21 (2008) 1, S. 114-123.
Ü
Historiographie/Geschichte und Öffentlichkeit – Hist 701/702/703
Geschichte in Medien und Öffentlichkeit:
Mi. 10–12 Uhr
Eine Einführung in Praxis und Forschung
UHG, SR 164
Dr. Axel Doßmann
Geschichte und Geschichtsbilder werden stets auch jenseits von Schule oder Universität gestaltet und
geprägt. Alte und neue Akteure, Formate und Genres prägen intermedial die Geschichtskulturen der
Gegenwart. Politiker, Medien und Unternehmen versuchen mit Geschichte Aufmerksamkeit,
Marktvorteile und Profit zu erlangen. Dabei entstehen neue Arbeitsfelder, Zumutungen und
39
Herausforderungen für historische Bildung in aufklärerischer Absicht. Umso wichtiger ist es, dass Sie
frühzeitig über Ihre eigenen Positionen und Rollen, über Qualitätskriterien, Chancen, Fallen und
Versuchungen reflektieren.
2014 und 2015 bieten als Gedenkjahre beinahe täglich Stoff zur Analyse von Kriegs- und NSGeschichte in Medien und Öffentlichkeit: Entlang von Filmen, Ausstellungen, öffentlichen
Veranstaltungen und natürlich Texten werden wir Konzepte, Kategorien und Begriffe erproben zur
Analyse der Funktion und Ästhetik von Repräsentationsformen und ihrem Wandel.
Zur Vorbereitung: Ausstellung „Heimatfront. Eine mitteldeutsche Universitätsstadt im Ersten Weltkrieg“ am
Stadtmuseum Jena; „Phönix“ (Deutschland 2014), Spielfilm von Christian Petzold; „Nacht und Nebel“
(Frankreich 1955). Film von Alain Resnais; „Das radikal Böse“, Film von Stefan Ruzowitzky (Deutschland /
Österreich 2013); Jan Süselbeck, Im Angesicht der Grausamkeit. Emotionale Effekte literarischer und
audiovisueller Kriegsdarstellungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, Göttingen 2013.
S/Ü
Quellenkunde/Historiographie/Geschichte und Öffentlichkeit – Hist 701/702/703
Zeugnis und Zeugenschaft in der Geschichte
Di. 16–18 Uhr
Dr. Axel Doßmann
UHG, SR 147
Fragt man sich, wie historisches Wissen in die Welt kommt und begründet wird, ist eine theoretisch
und methodologisch fundierte Auseinandersetzung mit Fragen der Zeugenschaft unverzichtbar. Das
Seminar fragt nach dem Bedeutungswandel von Zeugenschaft in der Gesellschaft: Was zeichnet/e
Zeugen jeweils aus: vor Gericht, im Museum, Radio, Film und Fernsehen oder vor dem Mikrofon von
Oral Historians? Wie stark ist das Bezeugte von den Zuhörern, den Adressaten, der Geschichtskultur
geprägt? Wie kann eine Mediengeschichte des historischen Zeugen konzipiert werden? Warum sind
„Zeitzeugen“ heute in Bildung und Medien oft so begehrt? Neben Fallbeispielen aus der Antike, dem
Mittelalter und der Frühen Neuzeit liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit Zeugenschaft seit
1900, um damit für die gegenwärtige Geschichtskultur relevante Fragen zur audiovisuellen
Zeugenschaft diskutieren zu können.
Zur Einführung: Mark Roseman, In einem unbewachten Augenblick. Eine Frau überlebt im Untergrund, Berlin
2004; Norbert Frei, Martin Sabrow (Hg.), Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945, Göttingen 2012; Sibylle
Schmidt, Sybille Krämer, Ramon Voges (Hg.), Politik der Zeugenschaft. Zur Kritik der Wissenspraxis, Bielefeld
2011.
S/Ü
Abkehr von Weimar. Wie etablierte sich die nationalsozialistische
Blockveranstaltung
Herrschaft in Jena? Projektseminar zum forschenden Lernen und Lehren
Dr. Axel Doßmann / Prof. Dr. Anke John
Termine:
jeweils Mi., 22.10., 29.10., 05.11., 12.11.,
14–16 Uhr,
UHG, SR 276
Block:
Fr. 05.12.2014,
14–18 Uhr,
UHG, SR 164
Sa. 06.12.2014,
10–15 Uhr,
UHG, SR 164
Fr. 16.01.2015,
14–18 Uhr,
UHG, SR 164
Sa. 17.01. 2015,
10–15 Uhr,
UHG, SR 164
Hinsichtlich der Etablierung der nationalsozialistischen Herrschaft richtet sich die Aufmerksamkeit
zuallererst auf die Ereignisse 1933 in Berlin und die internationalen Reaktionen, seltener auf die
Wahrnehmung in anderen Orten und Regionen des Reiches. Am Beispiel der Geschichte Jenas fragen
wir nach den Reaktionen seiner Einwohner auf die Nachricht von der Ernennung Hitlers zum
Reichskanzler. Je nach politischen Erfahrungen, Haltungen und persönlichen Neigungen verbanden die
Menschen nach den vielen Regierungswechseln der Weimarer Republik euphorische, besorgte oder
skeptische Vorstellungen mit dem 30. Januar 1933, auch die illusorische Erwartung eines gewohnten
baldigen Regierungsendes. Wie etablierte sich angesichts dessen die nationalsozialistische Herrschaft in
Jena? Wie veränderte dabei der Wandel von Recht, Medien und Öffentlichkeit(en) die
Machtverhältnisse? Und wie tragen Einsichten auf regional- und stadthistorischer Ebene zu einem
40
tieferen Verständnis des Scheiterns Weimars und der NS-Geschichte bei?
Ausgehend von diesen Fragen lädt unser Seminar zu quellennaher Arbeit ein: in den Jenaer Stadt-,
Universitäts- und Firmenarchiven, in Sammlungen und Bibliotheken. Es zielt auf eine historisch wie
fachdidaktisch informierte und reflektierte Erarbeitung von Lehr- und Lernmaterialien. Die Befragung
von Dokumenten „aus der Zeit“ und das forschend-entdeckende Lernen bilden das Fundament
historischer Erkenntnis und sind zugleich wichtige geschichtsdidaktische Prinzipien, die an den
Schulorten des Referendariats, einer sich anschließenden Lehrertätigkeit bzw. in anderen
Vermittlungskontexten nutzbar gemacht werden können. Ausgangspunkt ist der aktuelle
Forschungsstand zur nationalsozialistischen Machtetablierung, die in Thüringen bereits vor dem Januar
1933 einsetzte und deren regionalgeschichtliche Erkundung in den neuen kompetenzorientierten
Lehrplänen und Geschichtslehrbüchern angeregt wird. In Blockveranstaltungen wird die Recherche
und weitere Planung eines historischen Lernprojektes beraten, das für einen thematischen Teilbereich
bearbeitet werden soll. Das Seminar wendet sich an alle Studiengänge und setzt Engagement und
Neugier zur Geschichte des 20. Jahrhunderts voraus.
Literatur: Detlev Heiden, Gunther Mai (Hg.), Nationalsozialismus in Thüringen, Weimar u.a. 1995; Uwe
Hoßfeld, Jürgen John, Oliver Lehmuth und Rüdiger Stutz (Hg.), Kämpferische Wissenschaft. Studien zur
Universität Jena im Nationalsozialismus, Köln u.a. 2003; Ian Kershaw, Hitler, Bd. 1: 1889-1936, München 2001,
S. 547-662;Michael Sauer (Hg.), Spurensucher. Ein Praxisbuch für historische Projektarbeit, Hamburg 2014.
Ü
Quellenkunde / Methodik / Historiographie – Hist 701/702/703
Architektur und Städtebau im Staatssozialismus der DDR
Mo. 14–16 Uhr
Dr. Martin Morgner
UHG, SR 169
„Aufbau“ war eines der Schlüsselworte in der Ideologie der SED. Auf den Trümmern des NS-Systems
waren sowohl Wiederaufbau als auch Neuaufbau notwendig und in permanenter ideologischer
Diskussion: Im Jahr 1950 mit den vom Staat vorgegebenen „Grundätzen des Städtebaus“, über die
„Architektur der nationalen Traditionen“ und das Prinzip rücksichtsloser Stadterneuerung. Am Ende
der DDR standen auf einer Seite kantige, ungeliebte Plattensiedlungen an den Rändern und verfallende
Innenstädte mit nur wenigen Vorzeigeobjekten und Fußgängerzonen. Auf der anderen Seite gab es
überraschende Zeugnisse der Moderne. Bei Interesse werden die Übungsteilnehmer mehrere
Exkursionen in die Thüringer Umgebung unternehmen.
Einführende Literatur: Jörn Düwel u.a.: Architektur und Städtebau der DDR, 2 Bde. Frankfurt a. M. 1998;
Joachim Palutzki: Architektur in der DDR. Berlin 2000; Martin Morgner: Thüringen 1949-1989. Ein historischer
Reiseführer durch die DDR. Halle 2014.
OS
Hist 900
Neuere Forschungen zur Geschlechtergeschichte
Do. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Gisela Mettele
HI, SR
Das Oberseminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Bachelor- und Examenskandidat_innen
sowie Doktorand_innen. Neben der Präsentation eigener Arbeiten werden neuere
geschlechtergeschichtliche Forschungen und methodische Ansätze diskutiert. In unregelmäßigen
Abständen finden Gastvorträge von auswärtigen Wissenschaftler_innen statt. Persönliche
Anmeldung unter: [email protected]
OS
Hist 900
Das Ereignis Weimar-Jena: neu betrachtet
Mi. 18–20 Uhr
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn / Prof. Dr. Georg Schmidt
HI, SR
Das Ereignis Weimar-Jena meint mehr als Goethe, Schiller, Herder und Wieland, die Blütezeit der
Universität Jena, des Hofs in Weimar und das Zusammenwirken beider Städte, sondern auch die
41
Überlagerung von Aufklärung, Klassik, Idealismus und Romantik, eine „Kommunikationsverdichtung“
und nicht zuletzt die Vermarktung dieses Geschehens. Das Oberseminar wird zentrale
Forschungsarbeiten der letzten Jahre neu betrachten. Zudem werden auswärtige Referenten
einschlägige aktuelle Forschungen vorstellen. Persönliche Anmeldung bei Prof. Hahn oder Prof.
Schmidt ist erwünscht. Alle Interessenten sind herzlich willkommen.
Literatur: Ereignis Weimar-Jena: Gesellschaft und Kultur um 1800 im internationalen Kontext. Katalog, hg. v.
Lothar Ehrlich, Georg Schmidt, Köln 2008.
OS
Hist 900
Neue Forschungen zum 19. Jahrhundert
Mi. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
HI, SR
Das Oberseminar dient der Präsentation und Diskussion von Qualifizierungsschriften und anderen
Forschungsvorhaben. Es richtet sich insbesondere an fortgeschrittene Studierende und an
Doktoranden/innen und zielt auf eine Verknüpfung laufender Jenaer Arbeiten mit aktuellen
Forschungen zum „langen 19. Jahrhundert“. Für Studierende, die bei den Veranstaltern ihre Masteroder Staatsexamensarbeit anfertigen, ist das Oberseminar eine Pflichtveranstaltung. BA-Kandidaten
können in Kombination mit den entsprechenden Vorlesungen ihr Vertiefungsmodul absolvieren.
Hierfür ist eine persönliche Anmeldung und Beratung erforderlich.
OS
Hist 900
Oberseminar
Di. 18.30–20 Uhr
Prof. Dr. Norbert Frei / Dr. Annette Weinke
HI, SR
Das Oberseminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierende, die im Bereich des Lehrstuhls für
Neuere und Neueste Geschichte mit Bachelor-, Master- oder Staatsexamensarbeiten beschäftigt sind
oder sich darauf vorbereiten wollen. Beachten Sie dazu bitte die Hinweise zum Oberseminar unter:
http://www.nng.uni-jena.de/lsnngmedia/Downloads/Hinweise+zum+Oberseminar.pdf
Die Veranstaltung dient insbesondere der Vorstellung und intensiven Diskussion der Abschlussarbeiten.
Wird das Oberseminar im Vertiefungsmodul besucht, ist eine Besprechung des Examensthemas VOR
Semesterbeginn unbedingt erforderlich.
K
Zeitgeschichtliches Kolloquium
Mi. 18–20 Uhr
Prof. Dr. Norbert Frei / PD Dr. Jörg Ganzenmüller /
Zwätzengasse 4, SR
Prof. Dr. Volkhard Knigge / Prof. Dr. Joachim von Puttkamer
Das Zeitgeschichtliche Kolloquium wird von Prof. Dr. Norbert Frei, PD. Dr. Jörg Ganzenmüller, Prof.
Dr. Volkhard Knigge, Prof. Dr. Thomas Kroll und Prof. Dr. Joachim von Puttkamer gemeinsam
veranstaltet. Vorgestellt und diskutiert werden vor allem Forschungsentwürfe, laufende
Untersuchungen und jüngst abgeschlossene Qualifikationsarbeiten zur Geschichte des 20.
Jahrhunderts. Zur regelmäßigen Teilnahme eingeladen und aufgefordert sind insbesondere die
Doktoranden, Mitarbeiter und fortgeschrittenen Studierenden der Veranstalter. Willkommen sind alle
Angehörigen des Historischen Instituts und der Universität.
K
Doktorandenschule Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts
Ort und Zeit n.V.
Im Rahmen seiner Doktorandenschule veranstaltet das Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts
ganztägige Seminartage (aktuelle Informationen unter: www.jenacenter.uni-jena.de). Die Teilnahme ist
grundsätzlich den Mitgliedern der Doktorandenschule vorbehalten. Neue Interessenten wenden sich
bitte an den Leiter des Jena Center, Prof. Dr. Norbert Frei.
42
K
Praktikumskolloquium
Mo. 16–17.30 Uhr
Prof. Dr. Werner Greiling
HI, Zi. 201
Obligatorischer Bestandteil im B.A.-Studium mit dem Kernfach Geschichte ist ein insgesamt 300stündiges Berufsorientierendes Praktikum, das in Institutionen der Geschichtsforschung und
Dokumentation (Museen, Archive, Gedenkstätten, Bibliotheken), aber auch im Medienbereich sowie in
Einrichtungen der Erwachsenenbildung, der politischen Bildung, des Stiftungswesens, der
Öffentlichkeitsarbeit sowie des Tourismus absolviert werden kann. Die Vorbereitung, Nachbereitung
und Auswertung des Berufsorientierenden Praktikums (Praktikumsportfolio) kann im
Praktikumskolloquium besprochen werden.
JüdG 850 Jüdische Geschichte und Kultur
Studierende des Masterstudienganges Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts können Seminare
und Vorlesungen des Simon-Dubnow-Instituts besuchen und für diese Leistungspunkte erwerben.
Über
das
Veranstaltungsangebot
informieren
Sie
sich
bitte
unter
http://www.dubnow.de/Lehre.7.0.html. Bei ausreichender Teilnehmerzahl wird ein Blockseminar in
Jena abgehalten; genauer Termin und Veranstaltungsort werden während des Semesters bekannt
gegeben.
43
Osteuropäische Geschichte
(Neuere / Neueste Geschichte)
Vorlesung:
VL
Mobilisierungsdiktatur und Kulturrevolution:
Mi. 10–12 Uhr
Der Stalinismus in der Sowjetunion 1928-1953
UHG, HS 144
PD Dr. Jörg Ganzenmüller
Der Stalinismus gilt als zentrale Epoche der sowjetischen Geschichte. Stalin verordnete dem Land eine
Industrialisierung im Eiltempo, er führte mit der Kollektivierung der Landwirtschaft einen Krieg gegen
das russische Dorf, er ließ ein weitverzweigtes Lagersystem errichten und übte Gewalt gleichermaßen
gegen Gegner und Träger seiner Herrschaft aus. Nicht nur das Land, auch der Mensch sollte im
Stalinismus grundlegend verändert und auf diese Weise eine völlig neue Gesellschaft geschaffen
werden.
Die Vorlesung bietet eine Einführung in die sowjetische Geschichte der Jahre 1928 bis 1953. Sie
beleuchtet sowohl die politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen der späten zwanziger und
dreißiger Jahre, die kulturrevolutionären Ziele der Bolschewiki, die stalinistischen Terrorwellen und das
System des Gulag, die Besonderheiten des sowjetischen Alltags, Stalins Rolle beim Sieg im Zweiten
Weltkrieg und schließlich die Stagnation der Mobilisierungsdiktatur im Spätstalinismus.
Einführende Literatur: Manfred Hildermeier: Geschichte der Sowjetunion 1917-1991. Entstehung und
Niedergang des ersten sozialistischen Staates, München 1998; Dietmar Neutatz: Träume und Alpträume. Eine
Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert, München 2013.
Aufbaumodul:
Aufbaumodul Osteuropäische Geschichte (Hist 331 / HiSO 331 / Hist 320 / Hist 320b)
VL
Mobilisierungsdiktatur und Kulturrevolution:
Der Stalinismus in der Sowjetunion 1928-1953
PD Dr. Jörg Ganzenmüller
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 10–12 Uhr
UHG, HS 144
zusammen mit:
S
Personenkulte im Sozialismus
Di. 10–12 Uhr
Dennis Dierks / Victoria Popovici
IKK, SR
Die sozialistischen Regime Osteuropas brachten in unterschiedlich starker Ausprägung ein
Phänomen hervor, das im weltrevolutionären Fahrplan des Marxismus so nicht vorgesehen war:
Die kultische Inszenierung politischer Führungsfiguren. Drei besonders prominente und etwas
weniger prominentes Beispiel für solche Personenkulte stehen im Mittelpunkt des Seminars:
Der Kult um Stalin, Josip Broz Tito, Nicolae Ceauşescu und schließlich Walter Ulbricht. Dabei
sollen zum einen anhand zeitgenössischer Quellen die Medien und Arenen der Inszenierung
untersucht und zum anderen Deutungsangebote der Forschung kritisch diskutiert werden.
Letzteres gilt vor allen Dingen für die Frage, inwieweit sich mit Hilfe des in diesem
Zusammenhang häufig bemühten Konzepts der „charismatischen Herrschaft“ die
Mechanismen der Machtausübung im Staatssozialismus beschreiben lassen.
Das Seminar wird gemeinsam vom Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte und der Professur
für Rumänische Sprach- und Literaturwissenschaft veranstaltet. Texte, die zur Lektüre
vorgesehen sind, werden in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt,
44
Kenntnisse osteuropäischer Fremdsprachen sind deshalb nicht notwendig, aber sehr
willkommen.
Einführende Literatur: Plamper, Jan: The Stalin Cult. A Study in the Alchemy of Power. New Haven
2012; Halder, Marc: Der Titokult. Charismatische Herrschaft im sozialistischen Jugoslawien. München
2013; Ursprung, Daniel: Herrschaftslegitimation zwischen Tradition und Innovation. Repräsentation
und Inszenierung von Herrschaft in der rumänischen Geschichte in der Vormoderne und bei Ceauşescu.
Kronstadt 2007.
alternativ:
S
Fortschritt durch Gewalt? Probleme der Stalinismusforschung
Di. 14–16 Uhr
Dr. Raphael Utz
IKK, SR
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts bedeutete für Rußland eine beispiellose Gewalterfahrung,
der viele Millionen Menschen zum Opfer fielen. Neben dem Krieg gegen Japan 1904/ 05, den
beiden Weltkriegen und dem Bürgerkrieg 1917-21 ist hierfür vor allem das Vorgehen des
sowjetischen Staates gegen die eigene Bevölkerung verantwortlich. Emblematisch für den
Begriff Stalinismus und die mit ihm verbundenen historischen Erfahrungen stehen die
Zwangsindustrialisierung des Landes, die Vernichtung der russischen Bauernkultur durch die
Kollektivierung der Landwirtschaft, die Errichtung eines weitverzweigten Netzes von Arbeitsund Straflagern (GULag), Massendeportationen größerer Bevölkerungsgruppen und der ‚Große
Terror' der Jahre 1937/ 38 mit seinen Verhaftungswellen und Massenerschießungen.
Gleichzeitig ist die Epoche geprägt von Fortschrittsgläubigkeit, Aufbauwillen und dem Sieg
über Deutschland im Zweiten Weltkrieg, der – aus der Sicht des Regimes – Gewalt und
Unterdrückung zu rechtfertigen schien.
Anhand von zentralen Quellen, die alle in Übersetzung vorliegen, soll das Seminar eine
vertiefende Annäherung an die Ereignisgeschichte leisten, dabei Grundfragen der Forschung
problematisieren und einen Ausblick auf die Bedeutung der Epoche in der russischen
Erinnerungskultur versuchen. Russische Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich, aber sehr
willkommen!
Literatur zur Einführung: Manfred Hildermeier: Die Sowjetunion 1917-1991, München 2001,
besonders S. 1-72 und 103-147; Hans-Heinrich Nolte: Kleine Geschichte Rußlands, Bonn 2006, S. 210297; Hans-Joachim Torke: Einführung in die Geschichte Rußlands, München 1997, S. 113-234; Sheila
Fitzpatrick: Everyday Stalinism: Ordinary Life in Extraordinary Times. Soviet Russia in the 1930s, New
York/ Oxford 1999.
B.A.-Vertiefungsmodul:
B.A.-Vertiefungsmodul Osteuropäische Geschichte (Hist 431 / Hist 420)
VL
Mobilisierungsdiktatur und Kulturrevolution:
Der Stalinismus in der Sowjetunion 1928-1953
PD Dr. Jörg Ganzenmüller
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 10–12 Uhr
UHG, HS 144
zusammen mit:
OS
Oberseminar zur Osteuropäischen Geschichte
Di. 18–20 Uhr
PD Dr. Jörg Ganzenmüller
IKK, SR
Im Oberseminar werden laufende Abschlussarbeiten (BA, MA, Magister, Staatsexamen,
Dissertationen) vorgestellt und methodische Grundfragen nicht nur der osteuropäischen
45
Geschichte diskutiert. Es richtet sich an fortgeschrittene Studierende sowie an alle
Examenskandidaten und Doktoranden in der Osteuropäischen Geschichte. Kandidaten, die in
diesem Semester eine Abschlussarbeit schreiben wollen, melden sich bitte möglichst frühzeitig
in den Semesterferien per E-Mail unter: [email protected]
Lehrveranstaltungen/Module für das Lehramtshauptstudium und für Masterstudiengänge:
VL
Mobilisierungsdiktatur und Kulturrevolution:
Der Stalinismus in der Sowjetunion 1928-1953
PD Dr. Jörg Ganzenmüller
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 10–12 Uhr
UHG, HS 144
HpS
Hist 840 / Hist 860 / Hist 861
Die polnische Frage auf dem Wiener Kongress
Blockveranstaltung
PD Dr. Franziska Schedewie
Termine:
Fr. 24.10.2014,
8–12 Uhr
AB 4, SR 013a
Fr. 05.12.2014,
8–18 Uhr
UHG, SR 168
Fr. 16.01.2015,
8–18 Uhr
UHG, SR 168
Das Hauptseminar befasst sich mit dem Zentrum Europas in einer weichenstellenden Epoche der
neueren Geschichte: Der Wiener Kongress 1814-15 galt der Rekonstruktion des europäischen
Staatensystems nach der Niederlage des napoleonischen Frankreich. Auf dieser Konferenz wurde
bestimmt, welche Staaten und Nationen über die nächsten Jahrzehnte eine politische Existenz haben
sollten, und welche nicht. Polen wurde (wie schon seit erstmals 1772) zwischen Russland, Österreich
und Preußen aufgeteilt. Das Hauptseminar befasst sich mit Fragen, welche Rolle Polen in Konflikten
und konkurrierenden Ordnungsvorstellungen der Großmächte zukam, welche Verwaltungs-, auch
Verfassungsstrukturen dort etabliert wurden, und welche Reaktionen die Bevölkerung zwischen
Anpassung und Widerstand zeitigte. Polnischkenntnisse sind willkommen, bilden aber keine
Teilnahmevoraussetzung.
Literatur: Jörg Ganzenmüller: Russische Staatsgewalt und polnischer Adel. Elitenintegration und Staatsausbau
im Westen des Zarenreiches (1772-1850), Köln – Weimar – Wien 2013; Adam Zamoyski: Rites of Peace. The
Fall of Napoleon and the Congress of Vienna, London u. a. 2007.
Ü
Quellenkunde / Hist 701 / 702 / ASQ für B.A. Geschichte
Polnisch für Historiker: Quellen zur Entstehung der Zweiten
Mo. 14–16 Uhr
Polnischen Republik aus den Wirren des Ersten Weltkriegs
IKK, SR
Dr. Jochen Böhler
Die Übung bietet eine Einführung in die historische Interpretation polnischsprachiger Quellen zur
Entstehung der Zweiten Polnischen Republik aus den Wirren des Ersten Weltkriegs.
Teilnahmevoraussetzung sind elementare Lesekenntnisse im Polnischen, wobei ein begleitendes
Tutorat sprachliche Hilfestellung bieten wird.
Achtung Hinweis!!! Die Übung findet gemeinsam mit einem Übersetzungskurs Sprachkurs
Polnisch 1 (Friedolinnr. 45497) von Frau Dr. Ewa Krauß (Institut für Slawistk) statt.
46
Ü
Quellenkunde / Hist 701 / 702 / ASQ für B.A. Geschichte
Russisch für Historiker: Quellen zur Belagerung Leningrads
Do. 14–16 Uhr
Jana George
UHG, SR 271
Die Übung bietet eine Einführung in die historische Interpretation russischsprachiger Quellen zur
Sowjetisierung Ungarns nach dem Zweiten Weltkrieg. Teilnahmevoraussetzung sind elementare
Lesekenntnisse im Russischen, wobei ein begleitendes Tutorat sprachliche Hilfestellung bieten wird.
Anhand von russischen Quellen zur Alltagsgeschichte der „Blockade Leningrads“ (1941-1944) werden
in der Übung verschiedene Bereiche des Kriegsalltags der sowjetischen Bevölkerung in der von der
deutschen Wehrmacht belagerten Stadt in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt. Da die
Veranstaltung erst zu einem späteren Zeitpunkt im Semester beginnen wird, besteht die Möglichkeit, in
einer Blockveranstaltung eigene Übersetzungen mit bereits übersetzten Quellen zu vergleichen und
sprachliche, aber auch inhaltliche Schwierigkeiten bei der Arbeit mit Originalquellen in einer
Fremdsprache nach den Wünschen der Teilnehmer zu thematisieren und Strategien zum Umgang mit
möglichen Problemen explizit zu erarbeiten.
Ü
ASQ für B.A. Geschichte
Russisch für Historiker – Anfängerkurs I
Di. 16–18 Uhr: CZ 3, SR 128 &
Evelina Algeier
Do. 16–18 Uhr: AB 4, SR 023
Dieser Sprachkurs richtet sich an interessierte Anfänger ohne Vorkenntnisse im Russischen. Er führt in
die russische Grammatik ein und vermittelt Grundlagen im allgemeinen sowie im historisch-politischen
Wortschatz. Der Kurs ist auf zwei Semester angelegt und soll die Teilnehmer am Ende in die Lage
versetzen, selbständig russische Quellentexte zu lesen.
OS
Oberseminar zur Osteuropäischen Geschichte
Di. 18–20 Uhr
PD Dr. Jörg Ganzenmüller
IKK, SR
Im Oberseminar werden laufende Abschlussarbeiten (BA, MA, Magister, Staatsexamen, Dissertationen)
vorgestellt und methodische Grundfragen nicht nur der osteuropäischen Geschichte diskutiert. Es
richtet sich an fortgeschrittene Studierende sowie an alle Examenskandidaten und Doktoranden in der
Osteuropäischen Geschichte. Kandidaten, die in diesem Semester eine Abschlussarbeit schreiben
wollen, melden sich bitte möglichst frühzeitig in den Semesterferien per E-Mail unter:
[email protected]
K
Zeitgeschichtliches Kolloquium
Mi. 18–20 Uhr
Prof. Dr. Norbert Frei / PD Dr. Jörg Ganzenmüller /
Zwätzengasse 4, SR
Prof. Dr. Volkhard Knigge / Prof. Dr. Joachim von Puttkamer
Das Zeitgeschichtliche Kolloquium wird von Prof. Dr. Norbert Frei, PD. Dr. Jörg Ganzenmüller, Prof.
Dr. Volkhard Knigge, Prof. Dr. Thomas Kroll und Prof. Dr. Joachim von Puttkamer gemeinsam
veranstaltet. Vorgestellt und diskutiert werden vor allem Forschungsentwürfe, laufende
Untersuchungen und jüngst abgeschlossene Qualifikationsarbeiten zur Geschichte des 20.
Jahrhunderts. Zur regelmäßigen Teilnahme eingeladen und aufgefordert sind insbesondere die
Doktoranden, Mitarbeiter und fortgeschrittenen Studierenden der Veranstalter. Willkommen sind alle
Angehörigen des Historischen Instituts und der Universität.
47
Westeuropäische Geschichte
(Neuere / Neueste Geschichte)
Vorlesung:
VL
Der italienische Faschismus
Mi. 12–14 Uhr
Prof. Dr. Thomas Kroll
UHG, HS 144
Die Vorlesung vermittelt die Grundzüge der Geschichte des italienischen Faschismus. Ausgehend von
einer Untersuchung der Krise des liberalen Italiens werden der Aufstieg der Bewegung des Faschismus
nach dem Ersten Weltkrieg und die Entwicklung des faschistischen Regimes unter Mussolini bis zum
Ende des Zweiten Weltkriegs dargestellt.
Literatur: Wolfgang Schieder, Der italienische Faschismus 1919-1945, München 2010; Brunello Mantelli, Kurze
Geschichte des italienischen Faschismus, Berlin 1998; Hans Woller, Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert,
München 2010.
Aufbaumodul:
Aufbaumodul Westeuropäische Geschichte (Hist 332 / Hist 320 / 320b)
VL
Der italienische Faschismus
Prof. Dr. Thomas Kroll
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 12–14 Uhr
UHG, HS 144
zusammen mit:
S
Südtirol im 20. Jahrhundert. Minderheitenpolitik und
Do. 16–18 Uhr
Nationalismus im Alpenraum
AB 4, SR 021
Prof. Dr. Thomas Kroll
Das fast ausschließlich deutschsprachige Südtirol wurde nach der Niederlage des
Habsburgerreichs im Ersten Weltkrieg von Italien annektiert. In der Geschichte Südtirols
kehren zentrale Problemlagen der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts wieder: Wie
gehen Nationalstaaten mit Minderheiten um, welche politische Rolle spielte der Nationalismus
im 20. Jahrhunderts? Das Seminar wird die wichtigsten Etappen der Geschichte Südtirols
aufarbeiten: die Italianisierungspolitik unter dem faschistischen Regime Mussolinis, die
„Umsiedlung“ während des Zweiten Weltkriegs, die Autonomiebestrebungen im
demokratischen Italien, die Eskalation des Konflikts durch Attentate und Bombenanschläge,
schließlich die Autonomie im italienischen Nationalstaat von 1992, die im vereinten Europa
geradezu als Modell für den Ausgleich von nationalen Konflikten gilt. Für die Teilnahme sind
keine besonderen Fremdsprachenkenntnisse erforderlich.
Literatur: Rolf Steininger, Südtirol. Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart, Innsbruck 2003.
alternativ:
S
Romantischer Rückfall - Revolution - Utopie?
Rechtsradikales Denken zwischen Konservatismus und
Faschismus in Europa 1890-1933
Bernd Rudolph M.A.
48
Di. 12–14 Uhr
AB 4, SR 117
B.A.-Vertiefungsmodul:
B.A.-Vertiefungsmodul Westeuropäische Geschichte (Hist 432 / Hist 420)
VL
Der italienische Faschismus
Prof. Dr. Thomas Kroll
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 12–14 Uhr
UHG, HS 144
zusammen mit:
OS
Oberseminar zur Westeuropäischen Geschichte
Do. 14–16 Uhr
Prof. Dr. Thomas Kroll
HI, SR
Das Oberseminar/Kolloquium bietet Magister-, Master-, Staatsexamens- und BachelorKandidaten die Gelegenheit, ihre Abschlussarbeiten im Kreise der Teilnehmer zu präsentieren
und zu diskutieren. Für Studierende des B.A.-Studiengangs ist die Veranstaltung als Teil des
Vertiefungsmoduls anrechenbar. Überdies diskutieren wir über wichtige Neuerscheinungen und
Methodenfragen im Bereich der westeuropäischen Geschichte vom 18. bis zum 20.
Jahrhundert. Interessierte Studierende in fortgeschrittenen Semestern sind ebenfalls herzlich
willkommen. Für Teilnehmer am B.A.-Vertiefungsmodul wird um Anmeldung in Friedolin und
die Besprechung des Examensthemas spätestens am Semesterbeginn gebeten.
Lehrveranstaltungen/Module für Lehramt-Hauptstudium und für Masterstudiengänge:
VL
Der italienische Faschismus
Prof. Dr. Thomas Kroll
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 12–14 Uhr
UHG, HS 144
HpS
Rebellen, Sozialbanditen, Arbeiter. Eric Hobsbawm und die
Do. 12–14 Uhr
Sozialgeschichte der europäischen Moderne
HI, SR
Prof. Dr. Thomas Kroll
Eric Hobsbawm (1917-2012) gilt als einer der einflussreichsten Sozialhistoriker des 20. Jahrhunderts.
Mit seinen Werken, die das Schicksal von Sozialrebellen oder Banditen im südlichen Europa des 19.
und 20. Jahrhunderts analysieren, aber auch durch seine Beiträge zu Geschichte der Arbeiterbewegung
hat der britische Historiker die Perspektive einer „Geschichte von unten“ entscheidend mitgeprägt.
Zudem hat sich Hobsbawm, der vom Marxismus inspiriert wurde, in zahlreichen Texten mit der Rolle
des Kapitalismus in der modernen Gesellschaft befasst. Das historiographiegeschichtliche Seminar setzt
sich exemplarisch mit dem Werk von Eric Hobsbawm auseinander und versucht, seinen spezifischen
Beitrag zu einer Sozialgeschichte der europäischen Moderne zu bestimmen.
Literatur: Eric J. Hobsbawm, Gefährliche Zeiten. Ein Leben im 20. Jahrhundert, München 2003; ders., Das
Zeitalter der Extreme. Eine Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, München 2004; ders., Das Gesicht des 21.
Jahrhunderts. Ein Gespräch mit Antonio Polito, München 2002; ders., Wieviel Geschichte braucht die Zukunft,
München 1998.
Ü
Quellenkunde / Methodik / Historiographie – Hist 701/702/703
Südtirol im 20. Jahrhundert. Minderheitenpolitik und
Nationalismus im Alpenraum
Prof. Dr. Thomas Kroll
Kommentar und einführende Literatur – siehe Seminar zum Aufbaumodul.
49
Do. 16–18 Uhr
AB 4, SR 021
OS
Oberseminar zur Westeuropäischen Geschichte
Do. 14–16 Uhr
Prof. Dr. Thomas Kroll
HI, SR
Das Oberseminar/Kolloquium bietet Magister-, Master-, Staatsexamens- und Bachelor-Kandidaten die
Gelegenheit, ihre Abschlussarbeiten im Kreise der Teilnehmer zu präsentieren und zu diskutieren. Für
Studierende des B.A.-Studiengangs ist die Veranstaltung als Teil des Vertiefungsmoduls anrechenbar.
Überdies diskutieren wir über wichtige Neuerscheinungen und Methodenfragen im Bereich der
westeuropäischen Geschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Interessierte Studierende in
fortgeschrittenen Semestern sind ebenfalls herzlich willkommen. Für Teilnehmer am B.A.Vertiefungsmodul wird um Anmeldung in Friedolin und die Besprechung des Examensthemas
spätestens am Semesterbeginn gebeten.
50
Nordamerikanische Geschichte
(Neuere / Neueste Geschichte)
Vorlesung:
VL
Nordamerikanische Geschichte:
Di. 10–12 Uhr
Vom Bürgerkrieg bis zum Ersten Weltkrieg, 1861-1917
UHG, HS 144
Prof. Dr. Jörg Nagler
Die gravierenden gesellschaftlichen und regionalen Gegensätze zwischen Nord- und Südstaaten führten
zu deren gewaltvoller Konfrontation, dem Amerikanischen Bürgerkrieg, der als "Zweite Amerikanische
Revolution" die Nation nun endgültig festigen sollte. Nach einer Phase der Wiedereingliederung der
Südstaaten erlebte die Nation eine rapide Industrialisierung, verbunden mit einer verbesserten
Infrastruktur, die wiederum die kontinentale Expansion begleitete. Die massiven Einwanderungswellen
seit den 1890er Jahren, Probleme der Urbanisierung sowie Arbeitskämpfe führten zu einem
angespannten sozialen Klima, während außenpolitisch mit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg (1898)
die Phase des "Neuen Imperialismus" einsetzte. In dieser Vorlesung sollen überblicksmäßig die für
diese Entwicklungen relevanten soziokulturellen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren und
Prozesse vorgestellt und erläutert werden.
Einführende Literatur: James McPherson, Battlecry of Freedom. The Civil War Era (New York, 1988); Maris
Vinovskis (Hg.), Toward a Social History of the American Civil War (New York, 1990); Stig Förster und Jörg Nagler
(Hgg.), On the Road to Total War: The American Civil War and the German Wars of Unification, 1861-1871 (New York:
Cambridge University Press, 1997); Eric Foner, Reconstruction: America’s Unfinished Revolution, 1863-1877 (New
York, 1989); Richard F. Bensel, Yankee Leviathan: The Origins of Central State Authority in America, 1859-1877
(Cambridge, MA 1990); Gaines M. Foster, Ghosts of the Confederacy: Defeat, the Lost Cause and the Emergence of the New
South 1865-1913 (New York, 1987); Leon Fink (Hg.), Major Problems in the Gilded Age and the Progressive Era
(Lexington MA, 2001); Roger Daniels, Coming to America: A History of Immigration and Ethnicity in American Life
(New York, 1990); David S. Trask, The War with Spain in 1898 (New York, 1981); Hans Ulrich Wehler, Der
Aufstieg des amerikanischen Imperilaismus: Studien zur Entwicklung des Imperium Americanum 1865-1900 (Göttingen,
1974); Raimund Lammersdorf, Anfänge einer Weltmacht: Theodore Roosevelt und die transatlantischen Beziehungen der US,
1901-1909 (Berlin, 1994).
Aufbaumodul:
Aufbaumodul Nordamerikanische Geschichte (Hist 333 / Hist 320 / Hist 320a/b)
VL
Nordamerikanische Geschichte:
Vom Bürgerkrieg bis zum Ersten Weltkrieg, 1861-1917
Prof. Dr. Jörg Nagler
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Di. 10–12 Uhr
UHG, HS 144
zusammen mit:
S/Ü
New Orleans: Die un/amerikanische Stadt?
Mo. 16–18 Uhr
Andreas Hübner / Dr. Konrad Linke
HI, SR
In den neuesten Forschungen wird die Stadt New Orleans häufig als „un-American city“
umschrieben. Dabei betonen die einzelnen Studien zur kolonialen, territorialen und
bundesstaatlichen Geschichte immer wieder die Sonderrolle der Stadt New Orleans und heben
ihre „kulturelle Kreolisierung“ hervor. Das Seminar problematisiert diese Überlegungen und
begibt sich auf eine Spurensuche – von der Gründung der Stadt um 1718 bis zum Eintritt der
USA in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1917. Wesentliche Schwerpunkte bilden die Themen
51
Migration und Sklaverei, Mensch und Natur sowie Krankheiten und Epidemien. Unter diesen
Gesichtspunkten werden zum Beispiel der Hurrikan von 1722, der Louisiana Purchase von
1803, die Sklavenrebellion von 1811 sowie die Bürgerkriegsära diskutiert.
Literatur: Light T. Cummins et al., Louisiana: A History, Wheeling, IL, 52008; Sven Kuttner, „Der
Sündenpfuhl am Mississippi: Ehe: Sexualität und Kirchenherrschaft im frühen 18. Jahrhundert“, Francia
25:2 (1998): 153–162.
alternativ:
S/Ü
Deutsche in Amerika
Blockveranstaltung
Dr. Katja Wüstenbecker
Termine:
Fr. 12.12.2014, 13–19 Uhr
UHG, SR 164
Sa. 13.12.2014, 9–19 Uhr
HI, SR
So. 14.12.2014, 9–19 Uhr
HI, SR
In dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit den zahlreichen Deutschen, die seit bald 400 Jahren
nach Amerika auswandern, die meisten von ihnen in die Vereinigten Staaten. Was veranlasste sie, ihre
Heimat zu verlassen? Warum wollten sie nach Nordamerika? Wie gelangten sie dorthin? Siedelten sie
sich an bestimmten Orten an oder haben sie sich über das ganze Land verteilt? Was unterscheidet
Auswanderer aus dem 17. Jahrhundert von denen aus dem 19. Jahrhundert? Sind sie aus anderen
Gründen gegangen? Was ist aus ihnen geworden? Wie wurden sie in der Neuen Welt aufgenommen?
Hatten sie es im Gegensatz zu anderen Einwanderungsgruppen eher leicht oder eher schwer? Gab es
überhaupt "die Deutschen"?
Im Kurs werden wir gemeinsam verschiedene Ereignisse der deutschen und amerikanischen
Geschichte betrachten und dabei unseren Schwerpunkt auf die Lebenswelt der Deutsch-Amerikaner
legen. Welche Berufe hatten sie? Welchen Religionsgemeinschaften gehörten sie an? Wie sah ihr
Vereinsleben aus? Welchen politischen Parteien standen sie nah? Welchen Einfluss hatten sie auf das
Zeitungs- und das Bildungswesen?
Wir werden uns aber auch mit in Deutschland tradierten Legenden beschäftigen und sie auf ihren
Wahrheitsgehalt überprüfen, wie zum Beispiel die Geschichte, dass Deutsch beinahe die Landessprache
der USA geworden wäre und dass es ausgerechnet ein Deutsch-Amerikaner gewesen sei, der dies mit
seiner Stimme verhindert habe. Oder der Frage, ob der amerikanische Dollar nicht eigentlich auf einer
alten deutschen Währung beruhe? Oder dass es den Deutsch-Amerikanern zu verdanken sei, dass der
Norden den Bürgerkrieg gewonnen habe....
Wir werden zahlreiche politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte in ihrer
Wechselwirkung untersuchen, der Frage nachgehen, woher gewisse Verhaltensmuster stammen, und
den Einfluss bestimmter Gruppierungen und Individuen erforschen. Es soll erkennbar werden, welche
Bedeutung Deutsche in den Vereinigten Staaten von Amerika im Laufe der Jahrhunderte hatten.
Von allen Teilnehmenden werden im Vorfeld Thesenpapiere zu ausgewählten Themen und die
Bereitschaft zu angeregten Diskussionen erwartet.
Persönliche Anmeldung unter: [email protected]
Literatur: Alexander EMMERICH, Die Geschichte der Deutschen in Amerika. Von 1680 bis zur Gegenwart, Köln 2010;
Thomas ADAM (Hg.), Germany and the Americas: Culture, Politics, and History, 3 Bde., Santa Barbara, CA et al. 2005;
Frank TROMMLER (Hrsg.), Amerika und die Deutschen: Bestandsaufnahme einer 300jährigen Geschichte, Opladen 1986.
alternativ:
S/Ü
Violence and Violent Crime in Modern American History
Blockveranstaltung
Marko Schubert M.A.
Termine:
Mi. 17.12.2014, 12–18 Uhr
AB 4, SR 013a
Do. 18.12.2014, 10–19 Uhr
UHG, Fakultätensitzungszimmer (Zi. 232)
Fr. 19.12. 2014, 10–19 Uhr
UHG, Fakultätensitzungszimmer (Zi. 232)
52
Generations of historians have examined the role of violence in American society since the
beginning of the twentieth century. Many argue that violence was and still is an integral part of
American culture. As a matter of fact, murder and incarceration rates are significantly higher in
the U.S. than in any other Western society and violence and crime constantly dominate public
and political debates. Using specific incidents of violent unrest in several famous cases in recent
American history, this course aims to uncover a better understanding of the social origins of
violence and the role of law enforcement in general. The language of instruction will be English,
but papers can be written in German, too.
Literature: Hugh Davis Graham, Ted Robert Gurr (eds.), Violence in America. Historical and Comparative
Perspectives, Beverly Hills 1979. Randolph Roth, American Homicide, Cambridge 2009. Ted Robert Gurr,
Violence in America. The History of Crime, Newbury Park 1989. Michael W. Flamm, Law and Order. Street
Crime, Civil Unrest, and the Crisis of Liberalism in the 1960s, New York 2007. Danielle McGuire, At the Dark
End of the Street. Black Women, Rape, and Resistance – A New History of the Civil Rights Movement from Rosa
Parks to the Rise of Black Power, New York 2011. Richard Slotkin, Gunfighter Nation. The Myth of the Frontier
in Twentieth Century America, Norman 1998.
B.A.-Vertiefungsmodul:
B.A.-Vertiefungsmodul Nordamerikanische Geschichte (Hist 433 / Hist 420)
VL
Nordamerikanische Geschichte:
Vom Bürgerkrieg bis zum Ersten Weltkrieg, 1861-1917
Prof. Dr. Jörg Nagler
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Di. 10–12 Uhr
UHG, HS 144
zusammen mit:
OS
Neuere Forschungen zur nordamerikanischen Geschichte
Mi. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Jörg Nagler
UHG, SR 168
In diesem Oberseminar sollen mit fortgeschrittenen Studenten der nordamerikanischen
Geschichte neueste historiographische Diskurse diskutiert werden. Ferner soll
Examenskandidaten/innen und Doktoranden/innen die Möglichkeit gegeben werden, ihre
laufenden Forschungsarbeiten vorzustellen. Auswärtige Gastredner werden in unregelmäßigen
Abständen von ihren Forschungsprojekten berichten. Für das B.A.-Vertiefungsmodul ist eine
persönliche Anmeldung unter [email protected] und Besprechung des
Examensthemas vor Beginn der Vorlesungszeit erbeten.
Lehrveranstaltungen/Module für das Lehramtshauptstudium und für Masterstudiengänge:
VL
Nordamerikanische Geschichte:
Vom Bürgerkrieg bis zum Ersten Weltkrieg, 1861-1917
Prof. Dr. Jörg Nagler
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
HpS
Hist 840 / Hist 880 / Hist 881-883
Der amerikanische Imperialismus und Kolonialismus, 1853-1917
Prof. Dr. Jörg Nagler
53
Di. 10–12 Uhr
UHG, HS 144
Mi. 10–12 Uhr
AB 4, SR 023
Mit der „Öffnung“ Japans durch amerikanische Kriegschiffe 1853 begann der Aufstieg des „American
Empire“. Nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges setzte eine Phase der nationalen
Konsolidierung ein, die auch Rückwirkungen auf eine industrielle Dynamisierung besaß. Der zumindest
formelle Abschluss der Frontier um 1890 koinzidierte mit einem Erstarken eines amerikanischen
Nationalismus, der in seiner außenpolitischen Dimension und Ausprägung zum Teil missionarische
und aggressive Züge annahm. Der für die USA erfolgreiche Spanisch-Amerikanische Krieg von 1898,
der das spanische Kolonialreich in der Karibik und im Pazifik beendete, leitete das American Century ein.
Obwohl die Etablierung eines formalen Kolonialreiches nach europäischem Musters nicht intendiert
wurde, manifestierte sich der amerikanische "Empire-Gedanke" hinreichend genug in bestimmten
pazifischen Überseeregionen, wie auf den Philippinen, wo die Vereinigten Staaten als traditionelle
Kolonialherren mit dem damit verbundenen Superioritätsdenken kultureller Provenienz auftraten, was
sich teilweise in einem rassistischem Diskurs äußerte. Wir werden uns in diesem Seminar mit den
innenpolitischen, ökonomischen und kulturellen Ursachen für Imperialismus und Kolonialismus
auseinandersetzen und die jeweiligen Erscheinungsformen dieser Phänomene in den durch den
Spanisch-Amerikanischen Krieg betroffenen Regionen erörtern.
Einführende Literatur: George Feifer, Breaking Open Japan: Commodore Perry, Lord Abe, and American
Imperialism in 1853 (Wahington, D.C., 2006); David F. Trask, The War with Spain in 1898 (New York, 1981);
Louis A. Perez, Jr., The War of 1898: The United States and Cuba in History and Historiography (Chapel Hill,
NC, 1998); Philip S. Foner, The Spanish-Cuban-American War and the Birth of American Imperialism, 2 Bde.
(New York, 1972); Ivan Musicant, Empire by Default: The Spanish-American War and the Dawn of the
American Century (New York, 1998); Brian McAllister Linn, The Philippine War, 1899-1902 (Lawrence, KS,
2000); Hans Ulrich Wehler, Der Aufstieg des Amerikanischen Imperialismus: Studien zur Entwicklung des
Imperium Americanum, 1865-1900 (Göttingen, 1974), Robert H. Wiebe, The Search for Order, 1877-1920 (New
York, 1967); Internet-Ressourcen zum amerikanischen Imperialismus: http://www.boondocksnet.com/ai9835.html; zum amerikanischen Anti-Imperalismus: http://www.antiimperialist.com/webroot/1647.html; Richard
H. Immerman, Empire for Liberty: History of American Imperialism from Benjamin Franklin to Paul Wolfowitz
(New York, 2010); T. K. Nugent, Habits of Empire: A History of American Expansion (New York, 2008);
Elisabeth Glaser-Schmidt: Die Philippinen den Filipinos. Die amerikanische Debatte über die Wirtschafts- und
Verwaltungspolitik auf den Philippinen, 1898–1906 (Frankfurt am Main, 1986); Brian McAllister Linn, The
Philippine War. 1899–1902 (Lawrence, KS, 2000); Frank Schumacher, „Niederbrennen, plündern und töten sollt
ihr.“ Der Kolonialkrieg der USA auf den Philippinen“. In: Thoralf Klein, Frank Schumacher (Hrsg.):
Kolonialkriege. Militärische Gewalt im Zeichen des Imperialismus. Hamburger Edition, Hamburg 2006, S. 109–
144.
S/Ü
Quellenkunde / Methodik / Historiographie – Hist 701 / 702 / 703
New Orleans: Die un/amerikanische Stadt?
Andreas Hübner / Dr. Konrad Linke
Kommentar und einführende Literatur – siehe Seminar des Aufbaumoduls Hist 333.
Mo. 16–18 Uhr
HI, SR
S/Ü
Quellenkunde / Methodik / Historiographie – Hist 701 / 702 / 703
Deutsche in Amerika
Blockveranstaltung
Dr. Katja Wüstenbecker
Seminartermine, Kommentar und einführende Literatur – siehe Seminar des Aufbaumoduls Hist 333.
S/Ü
Quellenkunde / Methodik / Historiographie – Hist 701 / 702 / 703
Violence and Violent Crime in Modern American History
Blockveranstaltung
Marko Schubert M.A.
Seminartermine, Kommentar und einführende Literatur – siehe Seminar des Aufbaumoduls Hist 333.
54
OS
Neuere Forschungen zur nordamerikanischen Geschichte
Mi. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Jörg Nagler
UHG, SR 168
In diesem Oberseminar sollen mit fortgeschrittenen Studenten der nordamerikanischen Geschichte
neueste historiographische Diskurse diskutiert werden. Ferner soll Examenskandidaten/innen und
Doktoranden/innen die Möglichkeit gegeben werden, ihre laufenden Forschungsarbeiten vorzustellen.
Auswärtige Gastredner werden in unregelmäßigen Abständen von ihren Forschungsprojekten
berichten. Für das B.A.-Vertiefungsmodul ist eine persönliche Anmeldung unter [email protected] und Besprechung des Examensthemas vor Beginn der Vorlesungszeit erbeten.
S
MA/NA IK
Interdisziplinäres Integrationsseminar Nordamerikastudien
Mo. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Michael Dreyer (Politikwissenschaft) /
14-täglich
Prof. Dr. Jörg Nagler (Nordamerikanische Geschichte) /
Beginn: 27.10.2014
Prof. Dr. Caroline Rosenthal (Amerikanistik)
Ernst-Abbe-Pl. 8, SR 301
Das Seminar dient der interdisziplinären Integration der Methoden und Konzepte der drei beteiligten
Fachgebiete. In der Diskussion und Bearbeitung nordamerikabezogener Forschungsfragen werden
literatur-, politik- und geschichtswissenschaftliche Zugriffsweisen zusammengeführt und ein
problemorientierter fächerverbindender Gedankenaustausch zwischen den Studierenden ermöglicht.
Weitere Informationen zum Studiengang und zu dieser Veranstaltung finden Sie auch im Kapitel „M.A.
Nordamerikastudien“ in diesem Vorlesungsverzeichnis und unter: http://www.nas.uni-jena.de/
55
Geschichtsdidaktik
Vorlesung:
VL
Grundlagen historischen Lernens. Einführung in die Geschichtsdidaktik
Mi. 10–12 Uhr
PD Dr. Anke John
UHG, HS 145
„Daß der Gedankenstrahl die Zeitschichten rückblickend und vorausblickend durchdringen kann,
erscheint mir als ein Wunder.“ Das Besondere am historischen Denken, das die Schriftstellerin Christa
Wolf hier beschrieben hat, besteht vor allem darin, dass Vergangenheit nicht mehr unmittelbar
erfahrbar und direkt beobachtbar ist. Dies hat nicht nur Konsequenzen für die historische Forschung,
sondern erfordert eigene Strategien der Aneignung, Darstellung und Präsentation historischen Wissens
sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der schulischen Bildung.
Auf die Wesensmerkmale historischer Wissensstrukturen (Geschichtsbewusstsein) und
Darstellungsfragen (Geschichtskultur) führen folgende Fragen: Wozu braucht der Mensch überhaupt
Geschichte? Welchen Möglichkeiten und Grenzen unterliegt historisches Denken? Was folgt daraus für
historisches Lernen? Neue Themen und Medien, ein verändertes konstruktivistisches Lernverständnis
und ein sich stetig wandelndes gesellschaftliches Umfeld erfordern schließlich eine Neubestimmung
dessen, was Geschichtsunterricht ist und was er sein soll.
Die Vorlesung ist mit dem einführenden geschichtsdidaktischen Seminar im Modul I verbunden und
sie endet mit einer für beide Lehrveranstaltungen gemeinsamen Klausur am 28. Januar 2015.
Literatur: Ulrich Mayer u.a. (Hg.): Wörterbuch Geschichtsdidaktik, Schwalbach / Ts. 2012; Hans-Jürgen Pandel:
Geschichtsunterricht nach PISA. Kompetenzen, Bildungsstandards und Kerncurricula, Schwalbach / Ts., 2.
Auflage 2007, Michele Barricelli, Martin Lücke (Hg.): Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, 2 Bde.,
Schwalbach / Ts. 2012; Hans-Jürgen Pandel: Geschichtsdidaktik, Schwalbach / Ts. 2013.
Modul Geschichtsdidaktik I (Hist GD I):
Modul Geschichtsdidaktik I (Hist GD I)
VL
Grundlagen historischen Lernens. Einführung in die Geschichtsdidaktik
PD Dr. Anke John
Kommentar und einführende Literatur – siehe Vorlesung am Kapitelanfang.
Mi. 10–12 Uhr
UHG, HS 145
zusammen mit:
SI
Einführung in die Geschichtsdidaktik
Di. 10–12 Uhr
Dr. Steffi Hummel
UHG, SR 169
Das Seminar dient der Vertiefung und Ergänzung der in der Vorlesung „Einführung in die
Geschichtsdidaktik“ behandelten Themen. Ausgehend von der Einführung in zentrale
Kategorien und Fragen des Faches zielt die Veranstaltung darauf, grundlegende
geschichtsdidaktische Kompetenzen auszubilden. Im Mittelpunkt des Seminars stehen deshalb
die theoriegeleitete Untersuchung und Diskussion von Bedingungen, Zielen, Medien und
Methoden historischen Lehrens und Lernens.
Als Voraussetzung zur Teilnahme in diesem Seminar wird die erfolgreiche Absolvierung des
Moduls „Einführung in das Geschichtsstudium“ empfohlen. Seminar und Vorlesung schließen
mit einer gemeinsamen Klausur in der Vorlesung am 28. Januar 2015 ab.
Einführende Literatur: Hilke Günther-Arndt (Hg.): Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die
Sekundarstufe I und II, Berlin 2003; Hilke Günther-Arndt (Hg.): Geschichtsmethodik. Handbuch für
die Sekundarstufe I und II, Berlin 2007.
56
alternativ:
S II
Einführung in die Geschichtsdidaktik
Dr. Steffi Hummel
Kommentar und einführende Literatur – siehe Seminar I
Do. 10–12 Uhr
UHG, SR 168
Begleitseminare Praxissemester – Modul Geschichtsdidaktik II (Hist GD II):
Modul Geschichtsdidaktik II – Praxissemester (Hist GD II)
SI
Begleitseminar Praxissemester – Gruppe 1
Blockveranstaltung
Rainer Lippmann
Termine:
Einführungsveranstaltung: Fr. 12.09.2014, 8–16 Uhr
HI, SR
Begleitseminare:
freitags, 10–12 Uhr, am: 26.09.;
HI, SR
07.11; 21.11.; 05.12.;
CZ 3, SR 307
19.12.; 16.01.; 30.01.
CZ 3, SR 307
Auswertungsveranstaltung: Fr. 13.02.2015, 12–16 Uhr
CZ 3, SR 307
Abgabe der Berichtshefter zum Praxissemester (Prüfungstermin): 13.02.2015
alternativ:
S II
Begleitseminar Praxissemester – Gruppe 2
Blockveranstaltung
Susanne Blechschmidt
Termine:
Einführungsveranstaltung: Fr. 19.09.2014, 8–16 Uhr
HI, SR
Begleitseminare:
freitags, 8–10 Uhr, am: 26.09;
HI, SR
07.11; 21.11.; 05.12.;
CZ 3, SR 307
19.12.; 16.01.; 30.01.
CZ 3, SR 307
Auswertungsveranstaltung: Fr. 13.02.2014, 8–12 Uhr
CZ 3, SR 307
Abgabe der Berichtshefter zum Praxissemester (Prüfungstermin): 13.02.2015
Als zusätzliches Angebot für Studierende im Praxissemester siehe auch die im folgenden Abschnitt
aufgeführte Übung von Dr. Steffi Hummel „Spuren suchen – Historische Projekte mit Schülern
durchführen“
Lehrveranstaltungen für Fachdidaktik Hauptstudium / Vorbereitungsmodule Geschichtsdidaktik:
S
HiLG / HiLR GD III
Empirische Befunde zum Geschichtsunterricht
Di. 10–12 Uhr
Prof. Dr. Anke John
UHG, SR 221
Methodisch reflektiertes und reflexives historisches Lernen ist eine regulative Idee, deren Realisierung
in der Praxis vielfach noch in den Anfängen steckt. So verweisen Befunde zu den Lernleistungen der
Schülerinnen und Schüler auf eine tendenzielle Überforderung der Schülerinnen und Schüler bei der
Quellenarbeit, auf fachsprachliche Probleme oder auf ein positivistisches Geschichtsverständnis der
Heranwachsenden. Handelt es sich dabei um entwicklungspsychologisch basierte Alterseffekte oder
57
lassen sich die betreffenden Fähigkeiten historischen Lernens und Denkens durch Üben und eine
Optimierung der Unterrichtspraxis verbessern. Im Vergleich mit den Erfahrungen aus dem
Praxissemester des Jenaer Modells soll diesen Fragen nachgegangen werden.
Literatur: Heinz-Elmar Tenorth: Forschungsfragen und Reflexionsprobleme – zur Logik fachdidaktischer
Analysen, in: Horst Bayrhuber u.a. (Hg.): Formate fachdidaktischer Forschung. Empirische Projekte –
historische Analysen – theoretische Grundlegungen (Fachdidaktische Forschungen 2), Münster 2012, S. 11-27;
ZfGD 12 (2013); www.historischesdenken.ch
S
HiLG / HiLR GD III
Abkehr von Weimar. Wie etablierte sich die nationalsozialistische Herrschaft in Jena?
Projektseminar zum forschenden Lernen und Lehren
Dr. Axel Doßmann / Prof. Dr. Anke John
Termine:
jeweils Mi., 22.10., 29.10., 05.11., 12.11.,
14–16 Uhr,
UHG, SR 276
Block:
Fr. 05.12.2014,
14–18 Uhr,
UHG, SR 164
Sa. 06.12.2014,
10–15 Uhr,
UHG, SR 164
Fr. 16.01.2015,
14–18 Uhr,
UHG, SR 164
Sa. 17.01. 2015,
10–15 Uhr,
UHG, SR 164
Hinsichtlich der Etablierung der nationalsozialistischen Herrschaft richtet sich die Aufmerksamkeit
zuallererst auf die Ereignisse 1933 in Berlin und die internationalen Reaktionen, seltener auf die
Wahrnehmung in anderen Orten und Regionen des Reiches. Am Beispiel der Geschichte Jenas fragen
wir nach den Reaktionen seiner Einwohner auf die Nachricht von der Ernennung Hitlers zum
Reichskanzler. Je nach politischen Erfahrungen, Haltungen und persönlichen Neigungen verbanden die
Menschen nach den vielen Regierungswechseln der Weimarer Republik euphorische, besorgte oder
skeptische Vorstellungen mit dem 30. Januar 1933, auch die illusorische Erwartung eines gewohnten
baldigen Regierungsendes. Wie etablierte sich angesichts dessen die nationalsozialistische Herrschaft in
Jena? Wie veränderte dabei der Wandel von Recht, Medien und Öffentlichkeit(en) die
Machtverhältnisse? Und wie tragen Einsichten auf regional- und stadthistorischer Ebene zu einem
tieferen Verständnis des Scheiterns Weimars und der NS-Geschichte bei?
Ausgehend von diesen Fragen lädt unser Seminar zu quellennaher Arbeit ein: in den Jenaer Stadt-,
Universitäts- und Firmenarchiven, in Sammlungen und Bibliotheken. Es zielt auf eine historisch wie
fachdidaktisch informierte und reflektierte Erarbeitung von Lehr- und Lernmaterialien. Die Befragung
von Dokumenten „aus der Zeit“ und das forschend-entdeckende Lernen bilden das Fundament
historischer Erkenntnis und sind zugleich wichtige geschichtsdidaktische Prinzipien, die an den
Schulorten des Referendariats, einer sich anschließenden Lehrertätigkeit bzw. in anderen
Vermittlungskontexten nutzbar gemacht werden können. Ausgangspunkt ist der aktuelle
Forschungsstand zur nationalsozialistischen Machtetablierung, die in Thüringen bereits vor dem Januar
1933 einsetzte und deren regionalgeschichtliche Erkundung in den neuen kompetenzorientierten
Lehrplänen und Geschichtslehrbüchern angeregt wird. In Blockveranstaltungen wird die Recherche
und weitere Planung eines historischen Lernprojektes beraten, das für einen thematischen Teilbereich
bearbeitet werden soll. Das Seminar wendet sich an alle Studiengänge und setzt Engagement und
Neugier zur Geschichte des 20. Jahrhunderts voraus.
Literatur: Detlev Heiden, Gunther Mai (Hg.), Nationalsozialismus in Thüringen, Weimar u.a. 1995; Uwe
Hoßfeld, Jürgen John, Oliver Lehmuth und Rüdiger Stutz (Hg.), Kämpferische Wissenschaft. Studien zur
Universität Jena im Nationalsozialismus, Köln u.a. 2003; Ian Kershaw, Hitler, Bd. 1: 1889-1936, München 2001,
S. 547-662;Michael Sauer (Hg.), Spurensucher. Ein Praxisbuch für historische Projektarbeit, Hamburg 2014.
S
HiLG / HiLR GD III
Das Schulbuch im Geschichtsunterricht
Dr. Steffi Hummel
Mi. 10–12 Uhr
AB 4, SR 107
58
Das Schulbuch gilt nach wie vor als das Leitmedium des Geschichtsunterrichts. Es ermöglicht
strukturiertes historisches Lehren und Lernen, bietet historisches Sach- und Methodenwissen und
präsentiert vielfältige Quellengattungen und Textsorten. Die erfolgreiche Arbeit mit dem
Schulgeschichtsbuch hängt wesentlich davon ab, wie kompetent sich die Lehrperson mit dem
didaktischen Potenzial des Lehrbuchs auseinandersetzt. Deshalb möchte das Seminar an einen
reflektierten Umgang mit diesem Medium heranführen. Folgende Fragen sollen dabei im Zentrum der
Untersuchung stehen: Wie entsteht ein Geschichtslehrbuch und wie ist es aufgebaut? Was zeichnet ein
gutes Schulbuch aus? Wie kann die Arbeit mit dem Schulbuch historisches Denken und den Erwerb
historischer Kompetenzen fördern? Hierbei soll es auch um die Reflexion der eigenen Erfahrungen aus
dem Praxissemester gehen.
Einführende Literatur: Ursula A.J. Becher: Schulbuch, in: Hans-Jürgen Pandel/Gerhard Schneider (Hg.):
Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 22002, S. 45-68; Bernd Schönemann/Holger
Thünemann: Schulbucharbeit. Das Geschichtslehrbuch in der Unterrichtspraxis, Schwalbach/Ts. 2010.
Ergänzende Übungen/ Schulpraktische Übungen / Examenskolloquium:
Ü
Gegenstände und Methoden geschichtsdidaktischer Forschung
Mo. 16–18 Uhr
Prof. Dr. Anke John
UHG, SR 163
Das Seminar richtet sich an Studierende, die eine geschichtsdidaktische Qualifikationsarbeit anstreben.
Es dient der Einführung in Methoden und Arbeitsweisen, der Themenfindung sowie der Diskussion
von Forschungsprojekten. Besonders willkommen sind Interessen an räumlichen Dimensionen
historischen Lernens und ihrer empirischen Erkundung, an konzeptionell mündlichen Aneignungs- und
Vermittlungsformen von Geschichte oder Ideen für die Entwicklung nachhaltiger Lehr- und
Lernmaterialien.
Literatur: Vorstand der Gesellschaft für Fachdidaktik (Hrsg.): Fachdidaktische Forschungen Bde. 1-4, Münster
2011 ff., Helmut Beilner: Empirische Forschung in der Geschichtsdidaktik, in: GWU 5/6 2003, S. 284-302,
Carlos Kölbl: Geschichtsbewusstsein – Empirie, in: Michele Barricelli, Martin Lücke (Hg.): Handbuch Praxis des
Geschichtsunterrichts, Bd. 1, Schwalbach / Ts. 2012, S. 112-120. Hans-Jürgen Pandel: Geschichtsdidaktik,
Schwalbach / Ts. 2013, S. 47-50, S. 431-446.
Ü
Begleitende Übung zum Modul Geschichtsdidaktik I
Di. 14–16 Uhr
Dr. Steffi Hummel
UHG, SR 276
Die Übung richtet sich an Studierende, die das Modul Geschichtsdidaktik I belegen oder bereits
abgeschlossen haben. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, die in der Vorlesung und im Seminar
vorgestellten fachdidaktischen Theorien und Prinzipien zu reflektieren und in konkrete
Unterrichtsbausteine zu überführen. An praxisrelevanten Fallbeispielen diskutieren und erproben die
Teilnehmer darüber hinaus die sinnvolle Auswahl fachbezogener Lehr- und Lernformen sowie den
angemessenen Einsatz von Medien im Unterricht und konzipieren erste eigene Unterrichtssequenzen.
Die Übung kann daher auch zur unmittelbaren Vorbereitung auf das Praxissemester genutzt werden.
Einführende Literatur: Dietmar von Reeken, Verlaufsformen, in: Hilke Günther-Arndt (Hg.),
Geschichtsmethodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2007, S. 260-272; Michael Sauer,
Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik, Seelze-Velber, 72008.
Ü
E-Learning Kurs zum Modul Geschichtsdidaktik I
Do. 14–16 Uhr
Dr. Steffi Hummel
AB 4, SR 119
Der E-Learning Kurs richtet sich an Studierende, die das Modul Geschichtsdidaktik I belegen, und
bietet Übungsaufgaben zur Vertiefung und Anwendung der in der Vorlesung und im Seminar
behandelten Themen. Die Teilnehmer bearbeiten vorlesungsbegleitend die Aufgaben des Kurses und
59
erhalten die Möglichkeit, ihre Ergebnisse im Forum und in der Übung zu besprechen. Der Kurs kann
daher zur intensiven Vorbereitung auf die Klausur genutzt werden.
Ü
Spuren suchen – Historische Projekte mit Schülern durchführen
Fr. 12–14 Uhr
Dr. Steffi Hummel
UHG, SR 162
Der seit 1973 von der Körberstiftung ausgerichtete Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist
der größte historische Schülerwettbewerb in Deutschland. Er will bei Kindern und Jugendlichen das
Interesse für Geschichte wecken und über die lokale und regionale Spurensuche forschendes Lernen
fördern. Die nächste Wettbewerbsrunde startet am 1. September 2014.
Die Übung wendet sich an Studierende, die in diesem Wintersemester ihr Praxissemester absolvieren
und mit einer ihrer Praxisklassen am Wettbewerb teilnehmen möchten. Die Veranstaltung bietet eine
intensive Begleitung der Projektphase an und gibt konkrete Hilfestellungen bei Fragen der
Projektplanung und Themenfindung, der Recherche und Auswertung des Quellenmaterials sowie der
Präsentation der Ergebnisse.
Weitere Informationen zur Teilnahme am Wettbewerb erhalten Sie in der Einführungsveranstaltung
zum Modul Geschichtsdidaktik II.
Persönliche Anmeldung zur Übung unter: [email protected]
60
M.A. Mittelalterstudien
Kurzbeschreibung
Der Masterstudiengang „Mittelalterstudien“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet einen
interdisziplinären Zugriff auf die historisch gewachsene kulturelle Vielfalt des europäischen und
außereuropäischen Mittelalters (ca. 500 bis ca. 1500). Die vier Kernfächer (Ältere Deutsche Literatur,
Kunstgeschichte, Mittelalterliche Geschichte / Thüringische Landesgeschichte, Mittellatein) können
durch zahlreiche Nebenfächer ergänzt werden, die man in dieser Kombination an anderen
Universitäten vergeblich sucht (Ältere Anglistik, Ältere Romanistik, Arabistik, Deutsche
Sprachwissenschaft, Indogermanistik, Kirchengeschichte, Musikwissenschaft, Ur- und Frühgeschichte).
Aufbau des Studiengangs
Der Masterstudiengang Mittelalterstudien ist auf eine Regelstudienzeit von 4 Semestern ausgelegt. Das
Studienangebot ist modular aufgebaut. Einzelne Module setzten sich aus Vorlesungen, Seminaren,
Übungen, Lektüregruppen, Oberseminaren/Forschungskolloquien, selbständigen Studien und
Prüfungen zusammen; daneben können auch Exkursionen in die Module integriert werden. Jedes
Modul ist eine Lehr- und Prüfungseinheit und erstreckt sich in der Regel über ein Semester.
Im Laufe des Studiums werden 120 ECTS- bzw. Leistungspunkte (LP) vergeben. Dabei fallen 30 LP
auf eines der vier Kernfächer, das der Studierende als Schwerpunkt auswählt. 20 LP werden in
interdisziplinären Modulen erworben, in denen fächerübergreifend Forschungsansätze, Methoden und
Zusammenhänge vermittelt werden. Weitere 40 LP fallen auf Module, die nicht zum
Schwerpunktbereich gehören. Die übrigen 30 LP werden für die M.A.-Arbeit vergeben.
Weitere Informationen
... entnehmen sie bitte dem Modulkatalog und der Studienordnung unter:
http://www.uni-jena.de/M_A__Mittelalterstudien.html
http://www.histinst.uni-jena.de/
Bewerbungsvoraussetzungen
Voraussetzung für die Aufnahme zum Masterstudiengang „Mittelalterstudien“ ist ein mit
überdurchschnittlichen Leistungen absolviertes Hochschulstudium mit einem berufsqualifizierenden
Abschluss (Magister, Diplom, Bachelor o.ä.). Bei dem abgeschlossenen Studium sollte es sich um einen
Studiengang mit einem Bachelor mit mediävistischem Schwerpunkt handeln. Es können Studierende
mit einem Bachelor im entsprechenden Kernfach oder einem entsprechenden Ergänzungsfach
(mindestens 60 Leistungspunkte) der FSU Jena oder einem vergleichbaren Abschluss einer anderen
Hochschule in den Masterstudiengang aufgenommen werden. Zu den Sprachanforderungen gehören
der Nachweis des Latinums wie Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen.
Wie bewerbe ich mich?
Bewerbungsschluss ist zum Wintersemester der 15. Juli und zum Sommersemester der 15. Januar.
Die Bewerbung erfolgt online über das Master-Service-Zentrum (MSZ). Weitere Informationen zur
Bewerbung und den dafür erforderlichen Unterlagen finden Sie unter: http://www.master.unijena.de/Masterstudium.html
Das aktuelle Lehrangebot des Historischen Instituts für den Master Mittelalterstudien findet
sich im elektronischen Vorlesungsverzeichnis „Friedolin“ unter >Historisches Institut >M.A.
Mittelalterstudien:
https://friedolin.uni-jena.de
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M.A. Neuere Geschichte
Kurzbeschreibung:
Der Masterstudiengang Neuere Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena vermittelt vertiefte
fachwissenschaftliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden im wissenschaftlichen Umgang mit der
Vergangenheit. Der Studiengang verbindet Perspektiven der Bereiche Frühe Neuzeit, der Geschichte
des 19. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts, der Landes- und Regionalgeschichte, der
Osteuropäischen und Westeuropäischen Geschichte, der Nordamerikanischen Geschichte sowie der
Wirtschafts- und Sozialgeschichte.
Aufbau des Studiengangs:
Der Masterstudiengang Neuere Geschichte ist auf eine Regelstudienzeit von 4 Semestern ausgelegt.
Studienbeginn ist in der Regel zum Wintersemester. Das Studienangebot ist modular aufgebaut.
Einzelne Module setzten sich aus Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Lektüregruppen,
Oberseminaren/Forschungskolloquien, selbständigen Studien und Prüfungen zusammen; daneben
können auch Exkursionen in die Module integriert werden. Jedes Modul ist eine Lehr- und
Prüfungseinheit und erstreckt sich in der Regel über ein Semester. Die Lehrveranstaltungen des
Historischen Instituts für den Master Neuere Geschichte werden im elektronischen
Vorlesungsverzeichnis „Friedolin“ (http://friedolin.uni-jena.de) bekannt gegeben.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Modulkatalogen Neuere Geschichte, Neuere
Geschichte mit Schwerpunkt Aufklärung und der Studienordnung unter:
http://www.master.uni-jena.de/Studiengaenge/MA_Neuere_Geschichte.html
http://www.uni-jena.de/M_A__Neuere_Geschichte.html
http://www.histinst.uni-jena.de/
Schwerpunkt Aufklärung:
Der Masterstudiengang Neuere Geschichte kann mit einem Schwerpunkt "Aufklärung" studiert
werden. Dies ist eine Profilierung, die den Studiengang von anderen Universitäten unterscheidet. Die
Ausrichtung auf die europäische Aufklärung beruht auf einem interdisziplinären
Forschungsschwerpunkt an der Friedrich-Schiller-Universität. Die Fächer Philosophie, Germanistische
Literaturwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte und Kunstgeschichte sind in den Studiengang integriert;
darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit einschlägig arbeitenden Kulturinstitutionen.
Kontakt:
Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts – Studiengangsverantwortlicher
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn, Tel.: +49 (0) 3641 944 430, E-Mail: [email protected]
Geschichte der Frühen Neuzeit – Ansprechpartner für Schwerpunkt Aufklärung
Prof. Dr. Georg Schmidt, Tel.: +49 (0) 3641 944 430, E-Mail: [email protected]
Neuere und Neueste Geschichte
Prof. Dr. Norbert Frei, Tel.: +49 (0) 3641 944 450, E-Mail: [email protected]
Geschichte in Medien und Öffentlichkeit
Prof. Dr. Volkhard Knigge, Tel.: +49 (0) 3641 944 480, E-Mail: [email protected]
Osteuropäische Geschichte
PD Dr. Jörg Ganzenmüller, Tel.: +49 (0) 3641 944 461, E-Mail: [email protected]
Westeuropäische Geschichte
Prof. Dr. Thomas Kroll, Tel.: +49 (0) 3641 944 475, E-Mail: [email protected]
Nordamerikanische Geschichte
Prof. Dr. Jörg Nagler, Tel.: +49 (0) 3641 - 944 470, E-Mail: [email protected]
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Studienfachberatung
Christoph Hänel, Tel.: +49 (0) 3641 944 403, E-Mail: [email protected]
Bewerbungsvoraussetzungen:
Die Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudium „Neuere Geschichte“ ist ein erster mit
mindestens „gut“ benoteter berufsqualifizierender Hochschulabschluss (Magister, Diplom, Bachelor
u.ä.) in einem historischen Studiengang.
Zudem sind Nachweise über Kenntnisse des Englischen und einer weiteren modernen Fremdsprache
sowie des Latein zu erbringen.
Wie bewerbe ich mich?
Bewerbungsschluss ist zum Wintersemester der 15. September und zum Sommersemester der 15. März,
für ausländische Bewerber jeweils der 15. Juli und der 15. Januar.
Die Bewerbung erfolgt online über das Master-Service-Zentrum (MSZ).
Weitere Informationen zur Bewerbung und den dafür erforderlichen Unterlagen finden Sie unter:
http://www.master.uni-jena.de/Masterstudium.html
Das aktuelle Lehrangebot des Historischen Instituts für den Master Neuere Geschichte findet
sich im elektronischen Vorlesungsverzeichnis „Friedolin“ unter >Historisches Institut >M.A.
Neuere Geschichte:
https://friedolin.uni-jena.de
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M.A. Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts
Kurzbeschreibung:
Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts ist ein interdisziplinärer, konsekutiv und
forschungsorientiert angelegter Masterstudiengang. Vermittelt werden vertiefte Kenntnisse, Fähigkeiten
und Methoden hinsichtlich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den historischen
Problemlagen und politischen Herausforderungen des vergangenen Jahrhunderts, die unsere
Gegenwart und Zukunft weiterhin in besonderer Weise prägen. Ziel des in dieser Kombination in
Deutschland einzigartigen Studiengangs ist es, die Studierenden mit den zentralen Entwicklungen,
Wandlungsprozessen und Erfahrungen des 20. Jahrhunderts aus den unterschiedlichen Perspektiven
der beteiligten Fächer vertraut zu machen; so zum Beispiel mit der das 20. Jahrhundert maßgeblich
prägenden Erfahrung von Diktatur, Krieg und Gewalt, aber auch mit jener der (Wieder-)Errichtung
demokratischer Herrschaftsstrukturen und der Etablierung europäischer und transatlantischer
Kooperationsverhältnisse nach 1945.
Aufbau des Studiengangs:
Der Masterstudiengang Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts ist auf eine Regelstudienzeit von 4
Semestern ausgelegt. Das Studienangebot ist modular aufgebaut. Die Module setzen sich aus
Vorlesungen,
Seminaren,
Übungen,
Lektüregruppen,
Oberseminaren
beziehungsweise
Forschungskolloquien, selbständigen Studien und Prüfungen zusammen. Jedes Modul ist eine Lehrund Prüfungseinheit und erstreckt sich in der Regel über ein Semester. Während des Studiums werden
insgesamt 120 Leistungspunkte erbracht; pro Studienjahr sind in der Regel 60 Leistungspunkte zu
erwerben. Das Studienprogramm umfasst insgesamt 10 Module, davon 3 Pflicht- und 7
Wahlpflichtmodule. Mit Ausnahme des Moduls Masterarbeit, auf das 30 Leistungspunkte entfallen,
werden die Module mit jeweils 10 Leistungspunkten gewichtet. Im individuellen Vertiefungsbereich
werden Fremdsprachenkenntnisse erweitert. Das Studium beginnt jeweils zum Wintersemester.
Es können Vorlesungen, Seminare und Übungen aus den Lehrveranstaltungen zur Geschichte des 20.
Jahrhunderts folgender Bereiche gewählt werden:
Neuere und Neueste Geschichte
Osteuropäische Geschichte
Westeuropäische Geschichte
Nordamerikanische Geschichte
Geschichte in Medien und Öffentlichkeit
Die im Bereich Geschichte angebotenen Veranstaltungen finden Sie im elektronischen
Vorlesungsverzeichnis „Friedolin“ unter Historisches Institut, MA Geschichte und Politik des 20.
Jahrhunderts. Veranstaltungshinweise der anderen Fächer entnehmen Sie bitte deren
Vorlesungsverzeichnissen.
Interdisziplinäres Einführungsmodul im WS 2014/15:
Einführende Sitzung: 22.10.2014, 16.00-18.00 Uhr, August-Bebel-Str. 4, Seminarraum 017
Leitung:
PD Dr. Annette Weinke
Die wöchentlichen Veranstaltungen des Einführungsmoduls finden vom 29. Oktober 2014 bis zum
11. Februar 2015 in der August-Bebel-Str. 4, SR 017, 16 bis 18 Uhr c.t. statt.
Interdisziplinäres Forschungsmodul:
Ein Forschungskolloquium wird in der Geschichte ebenfalls in den genannten Bereichen angeboten.
Melden Sie sich dazu nach Rücksprache mit den Veranstaltern an. Beachten Sie bitte die
entsprechenden Hinweise der anderen am Studiengang beteiligten Fächer.
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Stipendien:
Für besonders qualifizierte Studierende vor allem aus osteuropäischen Ländern stehen
Lebensunterhaltsstipendien zur Verfügung. Geben Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen bitte an, wenn
Sie sich dafür interessieren; Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Studiengangs:
http://www.master-geschichteundpolitik.uni-jena.de/Stipendien.html
Bewerbungsvoraussetzungen:
Voraussetzung für die Aufnahme in den Studiengang ist ein mit mindestens "gut" absolvierter
Hochschulabschluss (Bachelor, Magister, Lehramt oder Diplom) in Geschichte, Politikwissenschaft,
Soziologie oder einer affinen geistes- beziehungsweise sozialwissenschaftlichen (Teil-)Disziplin. Ferner
sind Kenntnisse des Englischen sowie einer weiteren modernen Fremdsprache nachzuweisen.
Wie bewerbe ich mich?
Bewerbungen sind ausschließlich zum Wintersemester möglich. Bewerbungsschluss ist der 15.
September, für ausländische Bewerber der 15. Juli.
Die Bewerbung erfolgt online über das Master-Service-Zentrum (MSZ). Weitere Informationen zur
Bewerbung und den dafür erforderlichen Unterlagen finden Sie unter: http://www.master.unijena.de/Masterstudium.html
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Norbert Frei, Tel.: (+49) 03641 944 450, [email protected]
Weitere Informationen:
… entnehmen Sie bitte der Homepage des Masterstudiengangs Geschichte und Politik des 20.
Jahrhunderts, auf der Sie auch die Studienordnung und den Modulkatalog finden:
http://www.master-geschichteundpolitik.uni-jena.de/Startseite.html
Das aktuelle Lehrangebot des Historischen Instituts für den Master Geschichte und Politik
des 20. Jahrhunderts findet sich im elektronischen Vorlesungsverzeichnis „Friedolin“ unter
>Historisches Institut >M.A. Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts:
https://friedolin.uni-jena.de
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M.A. Nordamerikastudien
Kurzbeschreibung:
Der Masterstudiengang „Nordamerikastudien“ ist eine gemeinsame Entwicklung des Historischen
Instituts (Philosophische Fakultät) und des Instituts für Politikwissenschaft (Fakultät für Sozial- und
Verhaltenswissenschaft) unter Beteiligung des Instituts für Anglistik/Amerikanistik (Philosophische
Fakultät).
Ziel des interdisziplinär und forschungsorientiert ausgerichteten Masterstudiengangs ist die Vermittlung
und der Erwerb von Fähigkeiten, die kulturelle, historische und politisch-gesellschaftliche Komplexität
Nordamerikas wissenschaftlich fundiert zu analysieren. Seine Kernbereiche liegen neben der
Geschichte, der Politik sowie der Kultur und Literatur Nordamerikas auch in der Berücksichtigung der
Stellung Nordamerikas in der Welt wie im Vergleich zu Europa.
Aufbau des Studiengangs:
Der Masterstudiengang Nordamerikastudien ist auf eine Regelstudienzeit von 4 Semestern ausgelegt.
Das Studienangebot ist modular aufgebaut. Einzelne Module setzten sich aus Vorlesungen, Seminaren,
Übungen, Lektüregruppen, Oberseminaren/Forschungskolloquien, selbständigen Studien und
Prüfungen zusammen; daneben können auch Exkursionen in die Module integriert werden. Jedes
Modul ist eine Lehr- und Prüfungseinheit und erstreckt sich in der Regel über ein Semester.
Im Master Nordamerikastudien erhalten die Studierenden vertiefende Einblicke in kulturelle,
historische und politisch-gesellschaftliche Forschungsbereiche im nordamerikanischen Kontext. Die
Studierenden haben dabei die Möglichkeit, sich auf den politikwissenschaftlichen oder historischen
Zweig zu spezialisieren.
Im ersten und im dritten Semester belegen die Studierenden ein interdisziplinäres Integrationsmodul.
Dieses dient der interdisziplinären Integration der Methoden und Konzepte der beteiligten Fachgebiete.
In der Diskussion und Bearbeitung nordamerikabezogener Forschungsfragen werden politik- und
geschichtswissenschaftliche Zugriffsweisen zusammengeführt und ein problemorientierter
fächerverbindender Gedankenaustausch zwischen den Studierenden ermöglicht. Studierenden des
ersten Semesters dient dieses Modul zur Einführung in den interdisziplinären Forschungsbereich,
Studierenden des dritten Semesters haben die Möglichkeit, Forschungsprojekte zu präsentieren.
In den ersten beiden Semestern belegen die Studierenden je zwei Module zur Nordamerikanischen
Geschichte (in der Regel Nordamerikanische Geschichte I und II) und zwei Module zur
Politikwissenschaft (Politikwissenschaft I und II). In einem dritten Bereich sollten sie in dieser Phase
des Studiums mindestens ein Modul zur amerikanischen Literaturwissenschaft besuchen. Sie können
aber bereits beginnen, sich über die Wahl von Modulen aus dem individuellen Ergänzungsbereich auf
individuelle Interessen und Schwerpunkte zu spezialisieren.
Spätestens im dritten Semester müssen sich die Studierenden entscheiden, ob sie sich auf den
historischen oder den politikwissenschaftlichen Zweig spezialisieren wollen und ein weiteres Modul in
diesem Bereich belegen. Ebenso sollte spätestens im dritten Semester der Besuch mindestens eines
Moduls zur amerikanischen Literaturwissenschaft erfolgen.
Die Masterarbeit wird im vierten Semester in einem der drei Bereiche angefertigt. In der Regel wird
diese in dem Bereich geschrieben, in dem 30 Leistungspunkte absolviert wurden. Wird die Masterarbeit
im Bereich 3 (Anglistik/Amerikanistik geschrieben, müssen hier zuvor mindestens 20 Leistungspunkte
erbracht worden sein.
Im Wahlpflichtbereich "individuelle Ergänzung" müssen die Studierenden mindestens ein Modul
absolvieren. Hier stehen verschieden Module zur Auswahl. Zum einen kann auf ein interdisziplinäres
Modulangebot zugegriffen werden, zum anderen besteht die Möglichkeit, ein berufsorientierendes
Praktikum oder einen Forschungsaufenthalt in einer einschlägigen Einrichtung (Bibliothek, Archiv,
Forschungseinrichtung) zu absolvieren (vgl. Modulkatalog).
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Auslandsaufenthalte:
Auslandsaufenthalte der Studierenden im Rahmen des Masterstudiengangs Nordamerikastudien sind
ausdrücklich erwünscht. Die dort erworbenen Studienleistungen können im Rahmen von learning
agreements angerechnet werden. Nach vorheriger Absprache mit den Modulverantwortlichen können
Auslandsaufenthalte auch als Praktikum angerechnet werden.
Bewerbungsvoraussetzungen:
Voraussetzung für die Aufnahme zum Masterstudiengang „Nordamerikastudien“ ist ein mit
überdurchschnittlichen Leistungen absolviertes Hochschulstudium mit einem berufsqualifizierenden
Abschluss (Magister, Diplom, Bachelor o.ä.).
Das abgeschlossene Studium sollte in einem fachlichen Zusammenhang mit dem Masterstudiengang
„Nordamerikastudien“ stehen und vorzugsweise eine geschichts-, politikwissenschaftliche oder
amerikanistische Ausrichtung aufweisen. Die Bewerber sollten ferner über sehr gute Englischkenntnisse
verfügen.
Wie und wo bewerben?
Bewerbungen sind ausschließlich zum Wintersemester möglich. Bewerbungsschluss ist der 15.
September, für ausländische Bewerber der 15. Juli.
Die Bewerbung erfolgt online über das Master-Service-Zentrum (MSZ). Weitere Informationen zur
Bewerbung und den dafür erforderlichen Unterlagen finden Sie unter: http://www.master.unijena.de/Masterstudium.html
Studiengangsverantwortliche und Ansprechpartner in den beteiligten Fächern:
Prof. Dr. Jörg Nagler, Tel.: +49 (0) 3641 - 944 470, E-Mail: Joerg.Nagler(at)uni-jena.de
Prof. Dr. Caroline Rosenthal, Tel.: +49 (0) 3641 - 944 521, E-mail: Caroline.Rosenthal(at)uni-jena.de
Prof. Dr. Michael Dreyer, Tel.: +49 (0) 3641 - 945 430, E-Mail: Michael.Dreyer(at)uni-jena.de
Weitere Informationen zum Studiengang unter:
http://www.histinst.uni-jena.de/nas/Startseite.html
Das aktuelle Lehrangebot des Historischen Instituts für den Master Nordamerikastudien
findet sich im elektronischen Vorlesungsverzeichnis „Friedolin“ unter >Historisches Institut
>M.A. Nordamerikastudien:
https://friedolin.uni-jena.de
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Telefonnummern und E-Mailadressen
Institutssekretariat, Fürstengraben 13, Zi. 005
Ramona Steinhauer
[email protected]
9 444 00
Fax: 9 444 02
Studienfachberatung, Fürstengr. 13, Zi. 005: Sprechzeit Di. 14–15 und Mi. 11–12.30 Uhr
Dr. Christoph Hänel
[email protected]
9 444 03
LS für Alte Geschichte, Fürstengraben 1, 3. OG
Prof. Dr. Timo Stickler
[email protected]
Dr. Udo Hartmann
[email protected]
Dr. Peter Kritzinger
[email protected]
Sekretariat: Gerlinde Hofmann
[email protected]
9 448 10
9 448 36
9 448 13
9 448 20
LS für Mittelalterliche Geschichte, Fürstengraben 13, 3. OG
Prof. Dr. Achim Hack
[email protected]
PD Dr. Robert Gramsch
[email protected]
Andrea Klausch M.A
[email protected]
Pierre Fütterer M.A.
[email protected]
Sekretariat: Ute Ibscher
[email protected]
9 444 11
9 444 06
9 444 26
9 444 07
9 444 10
Professur für Thüringische Landesgeschichte, Fürstengraben 13, 3. OG
Prof. Dr. Uwe Schirmer
[email protected]
Dr. Stephan Flemmig
[email protected]
Sekretariat: Ute Ibscher
[email protected]
9 444 20
9 444 24
9 444 10
LS für Geschichte der Frühen Neuzeit, Fürstengraben 13, 2. OG
Prof. Dr. Georg Schmidt
[email protected]
Dr. Astrid Ackermann
[email protected]
PD Dr. Joachim Bauer
[email protected]
PD Dr. Wolfgang Burgdorf
[email protected]
Sekretariat: Anke Munzert
[email protected]
9 444 31
9 444 37
9 400 90
9 444 30
Juniorprofessur für Intellectual History, Bachstr. 18, MKG-Gebäude, Zi. 108
Prof. Dr. Alexander Schmidt
[email protected]
Sekretariat: Anke Munzert
[email protected]
9 449 79
9 444 30
LS für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Fürstengraben 13, 2. OG
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
[email protected]
Prof. Dr. Werner Greiling
[email protected]
PD Dr. Stefan Gerber
[email protected]
Sekretariat: Anke Munzert
[email protected]
9 444 40
9 444 44
9 444 43
9 444 30
Bereich für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, Bachstr. 18, MKG-Gebäude, Zi. 109
Prof. Dr. Klaus Ries
[email protected]
9 449 83 / 9 444 30
Sekretariat: Anke Munzert
[email protected]
9 444 30
LS für Geschlechtergeschichte, Zwätzengasse 3, 2. OG
Prof. Dr. Gisela Mettele*
[email protected]
Silke Meinhardt M.A.*
[email protected]
Sekretariat: Sylke Methfessel*
[email protected]
68
9 440 31
9 440 33
9 440 30
LS für Neuere und Neueste Geschichte, Fürstengraben 13, EG Anbau
Prof. Dr. Norbert Frei
[email protected]
Dr. Jacob S. Eder
[email protected]
Dr. Tobias Freimüller*
[email protected]
Dr. Franka Maubach
[email protected]
Dr. Kristina Meyer*
[email protected]
Dr. Martin Morgner
[email protected]
Dr. Tim Schanetzky
[email protected]
Dr. Daniel Stahl
[email protected]
Dr. Annette Weinke
[email protected]
Sekretariat: Annett Scheundel
[email protected]
9 444 54
9 444 49
9 444 53
9 444 50
LS für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit, Fürstengraben 13, 1. OG
Prof. Dr. Volkhard Knigge
[email protected]
Dr. Axel Doßmann
[email protected]
Sekretariat: Ramona Steinhauer
[email protected]
9 444 80
9 444 83
9 444 00
9 444 50
9 444 54
9 444 46
9 444 47
9 444 58
LS für Osteuropäische Geschichte, Fürstengraben 13, 1. OG
PD Dr. Jörg Ganzenmüller
[email protected]
PD Dr. Franziska Schedewie
[email protected]
Dennis Dierks M.A.
[email protected]
Dr. Nicole Immig
[email protected]
Evelina Algeier
[email protected]
Jana George
[email protected]
Sekretariat: Sandy Opitz
[email protected]
9 444 61
9 444 63
9 444 60
Imre Kertész Kolleg Jena, Am Planetarium 7¹ / Leutragraben 1 (Turm)², 14. OG
Prof. Dr. Joachim von Puttkamer¹
[email protected]
Dr. Jochen Böhler
[email protected]
Dr. Raphael Utz²
[email protected]
Sekretariat: Diana Joseph M.A.¹
[email protected]
9 440 71
9 444 75
9 440 73
9 440 70
Professur für Westeuropäische Geschichte, Fürstengraben 13, 1. OG
Prof. Dr. Thomas Kroll
[email protected]
Bernd Rudolph M.A.
[email protected]
Sekretariat: Sandy Opitz
[email protected]
9 444 75
9 444 76
9 444 60
Professur Neuere Geschichte / Schwerpunkt Geschichte Nordamerikas, Fürstengr. 13, 1. OG
Prof. Dr. Jörg Nagler
[email protected]
9 444 70
Dr. Katja Wüstenbecker
[email protected]
Andreas Hübner
[email protected]
Dr. Konrad Linke
[email protected]
Marko Schubert M.A.
[email protected]
Sekretariat: Ramona Steinhauer
[email protected]
9 444 00
Professur für Geschichtsdidaktik, Zwätzengasse 3, Zi. 103 und 203
Prof. Dr. Anke John
[email protected]
Dr. Steffi Hummel*
[email protected]
Susanne Blechschmidt
[email protected]
Rainer Lippmann
[email protected]
Sekretariat: Ramona Steinhauer
[email protected]
Emeriti / Lehrbeauftragte / weitere Lehrende
Prof. Dr. Dr. Heiner Timmermann
[email protected]
* Büros in der Zwätzengasse 3
69
9 444 38
9 444 35
9 444 29
06873-7410; 0173-5 68 35 47
Notizen
70
Notizen
71
Notizen
72