Warum einen Marsch des Lebens in meiner Stadt?

Marsch des
Lebens
Das InfoMagazin
Heft 2|04.2014
Auf den Routen der Todesmärsche ...
Warum einen Marsch des
Lebens in meiner Stadt?
Ungarn:
Die Umkehr des Hasses
Die Psychologie
des Genozids
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2 | Das Marsch des Lebens InfoMagazin
Grußwort
Sigmar Gabriel
Stellvertreter der Bundeskanzlerin
Bundesminister für Wirtschaft und Energie
Vorsitzender der SPD
Bildquelle: Deutscher Bundestag/Melde
Die Bewegung der Gedenk- und Versöhnungsmärsche an Orten des Holocaust, für die die Initiative „Marsch des
Lebens“ so eindrucksvoll steht, hat meine volle Sympathie. Es handelt sich um ein wichtiges Zeichen gegen alten
und neuen Antisemitismus.
Inhalt
Editorial - 3
Warum einen Marsch des Lebens in meiner Stadt? - 4
Ungarn: Die Umkehr des Hasses - 6
Die Routen der Todesmärsche - 8
Die Polnisch-Deutsche Freundschaftskonferenz - 11
Gusen: Von der Hölle auf Erden zu einem Ort der Versöhnung - 12
Die Psychologie des Genozids - 13
Eine Ausstellung mit großer Wirkkraft - 14
Holocaustgedenktag im jüdischen Gemeindezentrum Berlin - 14
Chanukka-Tage in Tübingen - 15
Termine - 16
Was ist ein Marsch des Lebens?
Der Marsch des Lebens entstand im Jahr 2007. Innerhalb von sieben Jahren wurde aus einer kleinen Gebetswanderung eine
Bewegung, an der zehntausende Menschen in über achtzig Städten und zwölf Ländern beteiligt waren. Die Bewegung beinhaltet alles, was wir in den vergangenen Jahren über die Decke des Schweigens lernen durften: Die persönliche Aufarbeitung
der Familiengeschichte, die Frage nach dem Erbe der Täter- und Opfergenerationen des Holocaust oder das gemeinsame
Bekenntnis von Juden und Christen gegen den modernen Antisemitismus unserer Zeit und für Israel. Der Marsch des Lebens
steht mit seiner Botschaft für:
1. Das Erinnern – damit der Holocaust niemals in Vergessenheit geraten kann;
2. Die Versöhnung – besonders zwischen Nachkommen der Täter- und Opfergeneration;
3. Das Bekenntnis – zu Israel und ein „Nie wieder!“ gegen den modernen Antisemitismus.
IMPRESSUM
Herausgeber: TOS Dienste Deutschland e.V., Nonnenstr. 17, 04229 Leipzig | Gesamtleitung und V.i.S.d.P.: Jobst Bittner
Redaktion: Jobst Bittner, Heinz Reuss, Olga Yubitskaya, Carmen Matussek | Grafik: Hannah Dißelhorst | Bildrechte: TOS Dienste Deutschland Archiv (falls nicht anders angegeben)
Material und Texte aus dem „Marsch des Lebens InfoMagazin“ dürfen auch auszugsweise nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers verwendet werden.
Das Marsch des Lebens InfoMagazin | 3
Editorial
Jobst Bittner
Initiator Marsch des Lebens
Liebe Freunde,
wir freuen uns, Ihnen hiermit die zweite Ausgabe des Marsch des Lebens InfoMagazins vorlegen zu können.
Sie enthält Informationen und Berichte über die Ereignisse dieses Jahres und stellt aktuelle Bezüge her.
In den Jahren 2014/2015 jährt sich das schreckliche Ereignis der Todesmärsche zum siebzigsten Mal:
Ab 1944 wurden aufgrund der herannahenden Front die ersten Lager aufgelöst, ab Januar 1945 als erstes das
Lager Auschwitz geräumt. Beinahe 760.000 entkräftete Menschen mussten die Todesmärsche antreten. Keiner
von ihnen, so ein Befehl Himmlers, sollte lebend in die Hände des Feindes fallen. Mehr als 250.000 von ihnen
starben auf deutschen Straßen. Mit den Todesmärschen gingen die Konzentrationslager ganz unmittelbar an
den Wohnzimmern der Bevölkerung vorbei. Und die Bürger standen hinter den Vorhängen und sahen zu. Hilfe
war die Ausnahme – eher wurde selbst mit Hand angelegt. Zeitzeugen berichten von einer feindseligen Bevölkerung, die angelaufen kam, um SS-Männern beim Morden zuzusehen. Viele haben das Thema Todesmarsch
bis heute verdrängt. Es gilt als das letzte und wenig bekannte Kapitel des nationalsozialistischen Massenmords.
Deswegen ermutigen und werben wir dafür, dass anlässlich des siebzigsten Jahrestags der Todesmärsche
in hundert deutschen Städten Märsche des Lebens durchgeführt werden.
Wege des Todes sollen in Wege des Lebens verwandelt werden. Vielleicht gab es in Ihrer Stadt oder Region
einen Todesmarsch und Sie wussten es nicht? Wir haben speziell für diese Ausgabe unseres InfoMagazins
eine Karte angefertigt, in der nahezu jede Region, in der ein Todesmarsch stattfand, verzeichnet ist. Warum die
Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte eine entscheidende Hilfe ist, um psychologische Verdrängungsmechanismen zu überwinden, wird in dieser Ausgabe ebenso ein Thema sein.
Kommen Sie mit zu einem Marsch des Lebens! Informieren Sie sich oder besuchen Sie eine der zahlreichen
Veranstaltungen. Ich freue mich, Sie dort zu treffen!
Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen
Jobst Bittner
Initiator Marsch des Lebens
Sie können dieses InfoMagazin regelmäßig abonnieren:
www.marschdeslebens.org, [email protected] oder Tel. 07071-360920.
4 | Das Marsch des Lebens InfoMagazin
Warum einen Marsch des Lebens
in meiner Stadt?
2014 und 2015 sollen über 100 Märsche des Lebens
in Deutschland stattfinden
70 Jahre nach dem Holocaust finden in zahlreichen Städten und Regionen in Deutschland auf den Routen der Todesmärsche Märsche des Lebens statt – 2013 haben drei
Städte schon den Anfang gemacht, in mehr als sechzig
weiteren Städten laufen bisher die Vorbereitungen. Wir
möchten Sie ermutigen, an einem Marsch des Lebens teilzunehmen oder sogar selbst eine Veranstaltung durchzuführen. Warum kann ein Marsch des Lebens für Ihre Stadt
oder Region wichtig sein?
Ein kaum bekanntes Kapitel
des nationalsozialistischen Massenmords
Es war das letzte grausame Kapitel des Holocaust: Mehr
als 750.000 KZ-Häftlinge wurden in den letzten Monaten
des Zweiten Weltkriegs vor den Augen der deutschen
Bevölkerung durch die Straßen des damaligen Reiches
getrieben. Mit der Evakuierung der Konzentrationslager
sollte ihre Befreiung durch alliierte Streitkräfte verhindert
werden. Man geht davon aus, dass auf diesen Todesmärschen etwa ein Drittel der zumeist jüdischen Häftlinge an
Erschöpfung, Hunger oder durch Erschießungen starb.
Die Jahre 2014 und 2015, also 70 Jahre nach dem Holocaust, sind ein wichtiges Zeitfenster, in dem durch Erinne-
Marsch des Lebens
Multiplikationsund Beratungstage 2014
Überlegen Sie, einen Marsch des Lebens in Ihrer
Region oder Stadt durchzuführen?
Vision, Training, Beratung und Gebet für Pastoren,
Leiter und Veranstalter.
17.05.2014 München
05.07.2014 Dresden
Juli 2014
Hannover
Weitere Informationen finden Sie auf der
Rückseite des Heftes.
rung und Aufarbeitung Wege für die Zukunft vorbereitet
werden können. Wie wäre es, wenn in über hundert Städten in Deutschland auf den Routen ehemaliger Todesmärsche Wege des Todes in Wege des Lebens verwandelt
werden könnten?
Dazu wurden erste Multiplikationstage in Tübingen durchgeführt, auf denen neben ganz praktischen und organisatorischen Fragen die Vision 2014/2015 von Jobst Bittner und Harald Eckert vorgestellt wurde. Wer an einem
weiteren Multiplikationstag in München, Hannover oder
Dresden teilnehmen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.
Hilfreiches Informationsmaterial wird dem Interessenten
bei seiner Registrierung auf der Webseite www.marschdeslebens.org zur Verfügung gestellt.
Wie kann ich einen Marsch des Lebens
durchführen?
Die lokalen Organisatoren arbeiten in Eigenregie, die
Marsch des Lebens Initiative steht unterstützend mit Schulungsmaterial und persönlicher Beratung zur Seite. Auf
Wunsch können zur Unterstützung kleine Teams aus den
TOS Gemeinden in Tübingen und Leipzig in die jeweiligen
Städte entsandt werden.
Die Planung und Durchführung eines Marsches ist auch
innerhalb kurzer Zeit und mit begrenzten Ressourcen
möglich und bringt erstaunliche Frucht. Die Veranstaltungen in Augsburg, Bad Münder und Crimmitschau zeigten
das in beeindruckender Weise.
In Augsburg folgten rund 300 Teilnehmer, darunter 100
Vertreter der Jüdischen Gemeinde, einer Einladung des
Israelgebetskreises, einen Marsch des Lebens durchzuführen. Sie wollten gemeinsam an die Deportation von
500 ungarischen jüdischen Zwangsarbeiterinnen erinnern
und ein Zeichen gegen modernen Antisemitismus setzen.
Die Nachfahren von SS-Soldaten und -Ideologen baten
bei einer Gedenkveranstaltung die anwesenden Juden
sichtlich bewegt um Vergebung. Heilung, Versöhnung
und neue Freundschaften zwischen Christen und Juden
– das waren nur die ersten wahrnehmbaren Zeichen von
Gottes Segen.
Das Marsch des Lebens InfoMagazin | 5
In Bad Münder bei Hannover ging die Initiative auf eine Geschäftsfrau zurück, die mit einem kleinen Team innerhalb
von nur drei Wochen einen Marsch des Lebens organisierte. Etwa 40 Juden und Christen verschiedener Denominationen nahmen teil. Örtliche Schulleiter und Politiker
unterstützten den Marsch des Lebens mit Grußworten, die
lokale Presse berichtete ausführlich.
 Füllen Sie das Registrierungsformular 1 auf der Web-
Crimmitschau (Sachsen) liegt in einem Gebiet, das lange
für seine rechtsradikalen Tendenzen bekannt war. Auch
hier setzte der Marsch des Lebens mit über 400 Teilnehmern ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus und
für Israel.
Phase III: Organisator
Sie möchten Ihren Marsch des Lebens verbindlich anmelden und können uns Termin, Veranstalter und Kontaktdaten nennen.
Wenn Sie Interesse daran haben, einen Marsch des Lebens in Ihrer Stadt durchzuführen, laden wir Sie ein, das in
folgendem Zeitrahmen zu tun: Die Startveranstaltung wird
am 8. und 9. November 2014 in Dresden sein, den Endpunkt unseres Zeitrahmens planen wir mit einem Marsch
des Lebens und einer Abschlussveranstaltung vom 8. bis
10. Mai 2015 in Berlin.
Vom 9. November 2014 bis 10. Mai 2015:
In 6 Monaten 100 Märsche des Lebens!
Eine gemeinsame Stimme für Israel!
Sind Sie dabei?
Welches sind die Schritte zu einem Marsch
des Lebens in Ihrer Stadt?
Phase I: Interessent
Sie interessieren sich für den Marsch des Lebens.
 Informieren Sie sich auf www.marschdeslebens.org
über die Vision, lesen Sie Berichte von vergangenen
Märschen und abonnieren Sie unseren Newsletter.
Sie finden Grundlagenartikel von Jobst Bittner sowie
die Ausgaben des InfoMagazins als PDF-Dokumente.
Phase II: Registrierung
Sie möchten sich unverbindlich für einen Marsch des
Lebens in Ihrer Stadt registrieren.
site aus. Damit stimmen Sie auch unseren Richtlinien zu.
Sie erhalten per Mail Schulungsmaterial in Form von
Video- und Audiolinks zur praktischen und geistlichen
Vorbereitung eines Marsches sowie PDF-Unterlagen.
Außerdem können Sie persönliche telefonische Beratung
in Anspruch nehmen.
 Füllen Sie das Registrierungsformular 2 aus.
Wir machen Ihren Marsch auf der Website bekannt, so
dass sich andere anschließen können. Wir stehen Ihnen
weiter beratend zur Seite, stellen das Logo sowie Vorlagen für Flyer und Programmhefte zur Verfügung.
MÄRSCHE sind GEPLANT in:
Adenstedt, Anklam, Bad Gandersheim, Bad
Harzburg, Bad Saulgau, Bad Teinach, Bayreuth,
Bergen-Belsen, Braunschweig, Burkhardtsdorf
(Chemnitz), Crinitzberg-Obercrinitz, Darmstadt
und Rhein/Main, Dresden, Düsseldorf, Emden,
Flensburg, Frankfurt a.M., Freiberg, Gernsbach,
Greifswald/Usedom, Günzburg, Hagen, Halle,
Hamburg, Hamm, Hannover, Hohenstein-Ernstthal,
Jestetten, Kassel, Kiel/Neustadt, Leonberg, Marsberg, Memmingen, Mössingen, Mühldorf am Inn,
München, Nagold, Nordhausen, Nürnberg/Fürth
und Erlangen, Oberes Siegerland, Oberlausitz/
Herrnhut, Rehau, Rheinbach, Riederich, Rosenheim, Sachsenheim, Schömberg, Schwäbisch
Hall, Stadthagen, Staufen im Breisgau, Stein,
Südthüringen/Suhl, Tauberkreis und Hohenlohe,
Untergruppenbach, Waldshut Tiengen, Wedel
Ist Ihre Stadt schon dabei?
Bei Interesse melden Sie sich unter 07071-360920
oder [email protected]
6 | Das Marsch des Lebens InfoMagazin
Ungarn: Die Umkehr des Hasses
Erinnern – Versöhnen – Ein Zeichen für Israel und gegen Antisemitismus!
Kommen Sie vom 22.04.-27.04.2014 zum Marsch des Lebens!
Schuhe aus Eisen erinnern an der Donaupromenade in
Budapest an die Tage im Winter 1944. Ungarische Juden
wurden damals von den Schwadronen der rechtsradikalen ungarischen Partei der Pfeilkreuzler zusammengetrieben und, nachdem sie ihre Schuhe hatten ausziehen
müssen, erschossen.
Juden systematisch aus Ungarn verschleppt und in Auschwitz Birkenau ermordet. Mit dem Einmarsch der Deutschen kam die ungarische nationalsozialistische Partei an
die Macht. Durch die Milizen der Pfeilkreuzler wurden bis
Kriegsende mehrere tausend Juden ermordet.
Der Marsch des Lebens in Ungarn
76.000 ungarische Juden auf dem Todesmarsch Richtung österreichische Grenze
Der Marsch des Lebens wird mit der Unterstützung von
lutherischen, reformierten und freikirchlichen Gemeinden
sowie in Partnerschaft mit „March of the Living International“ und dem Verband der jüdischen Gemeinden in
Ungarn „MASHISZ“ durchgeführt. Mit Gottesdiensten,
Gedenkveranstaltungen und Gebetsmärschen wollen
Christen aus unterschiedlichen Denominationen zusammen mit Holocaustüberlebenden und Menschen aus jüdischen Gemeinden ein Zeichen setzen. Ein kurzer geschichtlicher Rückblick hilft uns zu verstehen, warum ein
Marsch des Lebens in Ungarn zum Segen werden kann.
In Ermangelung von Transportmöglichkeiten wurden
durch die Pfeilkreuzler im November 1944 mehr als 76.000
ungarische Juden zu Fuß in Richtung der österreichischen
Grenze getrieben. Mehr als 25.000 Menschen starben
aufgrund der barbarischen Bedingungen während der
Todesmärsche. Bis heute ist dieses historische Kapitel in
Ungarn kaum aufgearbeitet. Und wie in der Zeit vor dem
Einmarsch der Deutschen hat die nationalistische Rechte
heute wieder großen Zulauf. Repressalien, antisemitische
Beschimpfungen und Beleidigungen gehören in Ungarn
inzwischen wieder zum Alltag der jüdischen Bürger.
Keine Aufarbeitung des Holocaust
Wie geht es in Ungarn weiter?
Am 15. Oktober 1944 trat die ungarische Regierung aus
dem Bündnis mit Nazideutschland aus. Nur vier Tage später wurde Ungarn von der deutschen Wehrmacht besetzt.
Innerhalb von drei Monaten wurden beinahe 500.000
Das Jahr 2014 hat für Ungarn eine große Bedeutung.
70 Jahre nach den Massendeportationen, Massakern und
Todesmärschen des Jahres 1944 entscheidet sich, welche Richtung Ungarn in Zukunft einschlagen wird.
Menetelés az
életért
Magyarország – Hungary – Ungarn 2014
Das Marsch des Lebens InfoMagazin | 7
Folgende Schritte sind
zur Teilnahme notwendig:
Kartendaten © 2014 GeoBasis-DE/BKG (©2009), Google
Kommen Sie mit zum Marsch des Lebens in Ungarn – damit sich in Ungarn Wege des Todes in Wege des Lebens
verwandeln können! Deutsche und Ungarn, Juden und
Christen, Nachkommen der Täter- und Opfergeneration
werden mit Freunden aus zahlreichen anderen europäischen Ländern wie auch aus Amerika gemeinsam unterwegs sein.
Die Route des Marsch des Lebens Ungarn April 2014
•Eine persönliche schriftliche Anmeldung im Marsch des
Lebens Büro in Tübingen oder über die Internetseite.
•Die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen am
12.04.2014 in Tübingen, Start um 10.00 Uhr.
Teilnahme ist auch per WebStreaming möglich.
•Teilnahmegebühr: 80 EUR
Die Anreise und der Transport vor Ort erfolgen im eigenen
Auto. Es empfiehlt sich, mit anderen Teilnehmern Fahrgemeinschaften zu bilden. Weitere Infos erhalten Sie nach
der Anmeldung.
DAS PROGRAMM
Di. 22.4.2014:
Vorbereitung und Startgottesdienst in Sopron
Mi. 23.4./ Do. 24.4.2014:
Erste und zweite Etappe über Györ und Komarom nach
Budapest. Märsche und Gedenkveranstaltungen.
Fr. 25.4.2014:
Regionale Marsch des Lebens Veranstaltungen in verschiedenen Teilen Ungarns und der Slowakei.
Sa. 26.4./So.27.4.2014:
Märsche und Veranstaltungen in Budapest,
Teilnahme am „March of the Living“
Alle Informationen und Anmeldung:
www.marschdeslebens.org, Tel: 07071-360920
Die Decke des Schweigens
Nie wieder schweigen [CD]
BE’ER SHEVA
Der Bestseller von Jobst Bittner,
jetzt auch erhältlich in Englisch und Polnisch!
Diese CD begleitet Sie auf Ihrem persönlichen „Marsch des Lebens“ – von der
Aufarbeitung der persönlichen Familiengeschichte über das Erkennen
der Wahrheit und Empfangen der
Gnade bis hin zum Bekenntnis zu
Israel und dem abschließenden
Fest des Lebens.
Die Decke des Schweigens,
Best.-Nr. 880717, ISBN 9783981244175, 16,95 EUR
Breaking the Veil of Silence,
Best.-Nr. 880718, ISBN 9783981244182, 16,95 EUR
Zaslona Milczenia,
Best.-Nr. 880797, ISBN 788389634979, 16,95 EUR
Wie Sie Heilung empfangen, wenn die
Decke des Schweigens zerbricht [DVD]
Best.-Nr. 9857242, 14,95 EUR
Chanukka-Tage
ist das jüdische Lichterfest bei dem an die Wiedereinweihung des
Zweiten Tempels in Jerusalem 164 v. Chr. erinnert wird. Mit dem charakteristischen neuarmigen Leuchter, auf dem an acht Abenden Kerze
für Kerze angezündet wird, ist Chanukka ein Zeichen für das Wiedererstehen jüdischen Lebens und glaubens auch angesichts dunkler
Umstände.
Chanukka-Tage Tübingen
Oftmals liegen die Ursachen für Krankheiten in der
Geschichte unserer Familien unter einer Decke
des Schweigens. Jobst Bittner schildert anhand
vieler seelsorgerlicher Erfahrungen, wie Heilung
möglich wird, wenn wir diese Decke zerbrechen.
Während den Chanukka-Tagen wird besonders an die jüdische Geschichte in der Stadt erinnert. Verschiedene Referenten informieren
über Themen, die jüdisches Leben und Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Tübingen betreffen. Ebenso wird jeden Abend eine Kerze
des Chanukka-Leuchters angezündet.
Vortrag
„Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert“
Matthias J. Becker
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Technische Universität Berlin
Institut für Sprache und Kommunikation
DFG-Projekt „Aktuelle Konzeptualisierungen
von Terrorismus“
Best.-Nr. 4110522 © 2014 TOS Medien
Eisenbahnstr. 124 • 72072 Tübingen
tel +49 7071/36093 • fax +49 7071/31179
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Special: Wie Krankheiten geheilt werden, wenn die „Decke des Schweigens“
in unserer Familie zerbricht!
Dr. med. Arne Elsen, Jahrgang 1961 ist verheiratet und
hat drei Kinder. Er ist Facharzt für innere Medizin und
Mit- Inhaber des Diabeteszentrums Hamburg-Bramfeld.
Seit er 2001 sein Leben Jesus gegeben hat, betet er auch
für die Patienten in seiner Praxis und erlebt immer wieder Gottes Gnade und übernatürliche Heilungswunder.
Christoph Häselbarth gründete 1989 mit seiner Frau
Utta den Josua-Dienst e.V. in Strittmatt, mit dem Ziel,
geistliche Leiter und Pastoren auszurüsten. Inzwischen
sind die beiden intensiv im In- und Ausland unterwegs
und dienen auf Tagungen und Konferenzen u.a. mit den
Themen: Heilung, Versöhnung und Zurüstung von geistlichen Vätern und Müttern.
Jobst Bittner ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist
Theologe M.A., gründete 1987 mit seiner Frau Charlotte
die TOS Gemeinde in Tübingen und hat weltweit Dienste
und Gemeinden aufgebaut. Er ist Autor des Bestsellers
„Die Decke des Schweigens“ und Initiator des „Marsch
des Lebens“.
Best.-Nr.: 413027
5,00 EUR
©2014 TOS Medien
Eisenbahnstr. 124 • 72072 Tübingen
tel 07071/36093 • fax 07071/31179
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„Geht und macht Kranke gesund...!“ das ist der Auftrag Jesu! Genau darum
geht es bei dieser Konferenz: Lernen, Kranke zu heilen und selbst Heilung
empfangen!
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8-minütige Kurzpräsentation
Marsch des Lebens
Heilungs Konferenz Wie Sie Heiilung empfangen wenn die Decke des Schweigens zerbricht
Marsch des Lebens 2012 –
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Wie Sie Heilung empfangen wenn die Decke des Schweigens zerbricht
Gottes Anweisungen zum Leben in Gesundheit
JobSt bittner
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Jüdisch-Christliche Begegnungs- und kulturwoche
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im 21. Jahrhundert“ von Matthias J. Becker
• Impressionen der gesamten
CHANUKKA-Tage
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gemäß § 14
JuSchG
Matthias J. Becker (Technische Universität
Berlin) entlarvt in seinem Vortrag die Sprache des modernen Antisemitismus, wie sie
in unserer Gesellschaft allgegenwärtig ist.
Bonus: Impressionen der Chanukka-Tage
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Die Decke des Schweigens zerbrechen [DVD]
Polnisch-Deutsche Freundschaftskonferenz [USB-Stick]
Seelsorgeseminar
3-teiliges Ganztagesseminar
Alle Botschaften
der Konferenz als MP3
auf einem 8GB USB-Stick
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8 | Das Marsch des Lebens InfoMagazin
Die Routen der Todesmärsche
Die Karte und die Legende dienen als Grundlage zur weiteren Vertiefung und Aufarbeitung in der eigenen Region.
Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Das Marsch des Lebens InfoMagazin | 9
Diese Karte wurde mit hoher Präzision speziell für dieses Heft erstellt. Sie gibt einen Überblick über die Routen der Todesmärsche in und aus Deutschland und Österreich in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs. Fast immer waren diese mit der
Auflösung von frontnahen Konzentrationslagern verbunden. In vielen Fällen wollte man die Häftlinge aus den KZ-Außenlagern
zurück in das jeweils zugehörige Stammlager (in der Karte weiß unterlegt) bringen.
Es handelt sich hier um eine vereinfachte Darstellung, welche nicht die genauen Verläufe der Todesmärsche wiedergibt. Zur genaueren Verfolgung der Routen dient die Legende. Hier finden Sie die Ortschaften, durch die die jeweiligen Märsche (mit Zahlen
nummeriert) führten. In der Legende sind noch weitere, meist sehr kurze Märsche aufgeführt, die nicht in der Karte eingezeichnet
sind (Markierung*).
1. Westl. von Hamburg  Flensburg
Orte: Neuengamme – Flensburg
KZs: KZ Neuengamme
2. Westl. von Hamburg  Lübeck
Orte: Neuengamme – Lübecker Bucht (großer Todesmarsch)
KZs: KZ Neuengamme
3. Westl. von Hamburg  Wöbbelin
Orte: Neuengamme – Wöbbelin
KZs: KZ Neuengamme
18. Harz  Nördlich von Leipzig
Orte: Bad Gandersheim – Richtung Osten
durch den Harz – Bitterfeld
KZs: KZ-Außenlager Bad Gandersheim
19. Harz  Norden*
Orte: Ellrich
KZs: KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte
20. Harz  Nördl von Magdeburg
Orte: Rottleberode – Stempeda – Gardelegen
KZs: KZ-Außenlager Rottleberode und Stempeda
4. Westl. von Hamburg  Bergen-Belsen
Orte: Neuengamme – Bergen-Belsen
KZs: KZ Neuengamme
21. Cottbus
Orte: bei Celle
KZs: KZ-Außenlager Bad Holzen
5. Wilhelmshaven  Lüneburg
Orte: Wilhelmshaven – Lüneburg (dort Massaker beim
Räumungstransport, urspr. geplant nach Bergen-Belsen).
KZs: KZ-Außenlager Wilhelmshaven
22. Hannover  Bergen-Belsen
Orte: Hannover – Bergen-Belsen
KZs: KZ-Außenlager Hannover-Ahlem
6. Westl. von Bremen  Bremervörde
Orte: Farge – Schwanewede – Uthlede – Hagen –
Bramstedt – Stubben – Beyerstedt – Taben – Horst –
Barchel – Bremervörde – Rotenburg
KZs: KZ-Außenlager Farge / U-Boot Bunker Valentin
7. Südl. von Emden/ Grenzgebiet Holland
Orte: Collinghorst – Aschendorfermoor
KZs: vom KZ Börgermoor und KZ Esterwegen
8. Schwerin
Orte: bei Schwerin
KZs: KZ Wöbbelin
9. Ostseeinseln  Rostock
Orte: Barth – Ribnitz – Rostock
KZs: KZ Barth
10. Oranienburg  Ravensbrück  Schwerin
Orte: Sachsenhausen – Löwenberg – Herzberg – Neuruppin –
Herzsprung – Lindow – Rheinsberg – Flecken Zechtlin –
Wittstock – Belower Wald – Grabow – Freyenstein – Meyenburg – Parchim – Crivitz – Schwerin/Putlitz – Marnitz –
Blievensdorf/ Ravensbrück – Fürstensee – Canow – Mirow –
Vipperow – Röbel – Malchow – Karow – Plau am See –
Lübz – Goldberg – Rabensteinfeld – Schwerin
KZs: KZ Sachsenhausen und KZ Ravensbrück,
KZ-Außenlager Malchow
11. Nordhausen  Harz
Orte: Nordhausen Richtung Harz – Goslar – Osterode
KZs: KZ-Außenlager Rottleberode
12. Nordhausen  Nördl. von Magdeburg
Orte: Nordhausen – Gardelegen
KZs: KZ Mittelbau Dora
(Massaker in der Isenschnibber Feldscheune bei Gardelegen)
13. Nordhausen  Bergen-Belsen
Orte: Nordhausen – Bergen Belsen
KZs: KZ Mittelbau Dora
14. Nordhausen  Bergen Belsen
Orte: Harzungen – Bergen-Belsen
KZs: KZ-Außenlager Harzungen
15. Nordhausen  Oranienburg
Orte: Nordhausen – Sachsenhausen
KZs: KZ Mittelbau Dora
16. Nordhausen  Nördl. von Lübeck
Orte: Nordhausen – Lübecker Bucht
KZs: KZ Mittelbau Dora
17. Westharz bei Nordhausen  Nord/Süd/West/Ost*
Orte: Woffleben – Ellrich – Netzkater – Illfeld – Marzungen –
Neustadt – Buchholz – Stempeda – Niedersachwerfen
KZs: KZ Mittelbau Dora und seine Außenlager
23. Hannover  Nördl. von Magdeburg
Orte: Hannover – Gardelegen
KZs: KZ-Außenlager Hannover-Stöcken
24. Celle
Orte: bei Celle
KZs: KZ-Außenlager Salzgitter-Drütte
25. Nördl. Minden  Hannover
Orte: Lahde – Radehorst – Wiedensahl – Niedernwöhren –
Stadthagen – Heuerßen – Beckedorf – Bad Nenndorf –
Stemmen – Lathwehren – Ahlem / Hannover
KZs: „Arbeitserziehungslager“ (AEL) Lahde
34. Südl. von Magdeburg  Erzgebirge*
Orte: Staßfurt – Dittersbach – Annaberg (Erzgebirge)
KZs: KZ-Außenlager Staßfurt
35. Frankfurt am Main  Fulda
Orte: Frankfurt am Main – Fechtenheim – Dörnigheim –
Hanau – Langenselbold – Geinhausen – Schlüchtern –
Neuhof – Fulda – Hünfeld
KZs: KZ Adlerwerke Frankfurt am Main
36. Nördl. von Frankfurt am Main  Buchenwald
Orte: Gießen – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Gießen
37. Düsseldorf  Essen
Orte: Wermelskirchen – Wuppertal – Essen
KZs: KZ-Außenlager Düsseldorf
38. Schwarzwald
Orte: Haslach im Kinzigtal (Schwarzwald) – Sulz am Neckar
KZs: KZ-Außenlager Haslach im Kinzigtal
39. Nördl. von Heilbronn  Dachau
Orte: Neckarelz – Waldenburg – Dachau
KZs: KZ Neckarelz
40. Nördl. von Mannheim  Dachau
Orte: Heppenheim – Bensheim – Neckarelz – Neuenstadt –
Kupferzell – Waldenburg – Osterburken – Dachau
KZs: KZ-Außenlager Heppenheim, Bensheim und Neckarelz
41. Nördl. von Mannheim  Schwäbisch Hall
Orte: Heppenheim – Schwäbisch Hall
KZs: KZ-Außenlager Heppenheim
26. Salzgitter  Bergen-Belsen
Orte: Salzgitter – Bergen-Belsen
KZs: KZ-Außenlager Salzgitter-Drütte
42. Östl. von Stuttgart  Bodensee
Orte: Welzheim mit Ziel Ötztaler Alpen
KZs: Schutzhaftlager Welzheim
27. Westl. von Magdeburg
Orte: Hadmersleben – Langenweddingen –
Magdeburg-Ottersleben
KZs: KZ-Außenlager Hadmersleben
43. Nördl. von Heilbronn  Dachau
Orte: Kochendorf – Neckarsulm – Weinsberg – Löwenstein –
Mainhardt-Hütten – Fichtenberg – Kronmühle – Bröckingen –
Untergröningen – Hersbruck – Alfeld – Lauterhofen –
Velburg – Parsberg – Painten – Kehlheim-Kastl – Allersburg
– Schmidtmühlen – Kallmünz – Pielenhofen – Saal –
Schwaighausen – Graßling-Abensberg – Mainburg –
Au – Pfaffenhofen – Allershausen – Dachau – Starnberg –
Wolfratshausen – Bad Tölz
KZs: KZ-Außenlager Hersbruck
28. Westl. von Magdeburg
Orte: Hadmersleben – Ampfurth
KZs: KZ-Außenlager Hadmersleben
29. Westl. von Magdeburg
Orte: Hadmersleben – Westeregeln
KZs: KZ-Außenlager Hadmersleben
30. Südl. von Magdeburg  Südl. von Chemnitz
Orte: Halberstadt – Borstendorf
KZs: KZ-Außenlager Halberstadt
31. Westl. von Magdeburg  Norden*
Orte: Langenstein – Zwieberge – Griebeo –
Buro – Zieko – Güsen
KZs: KZ-Außenlager Langenstein
32. Östl. von Kassel  Buchenwald
Orte: Niederoschel – Mühlhausen – Zaunröden –
Ebeleben – Greußen – Straußfurt – Sömmerda –
Schloßvippach – Berlstedt – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Niederoschel
33. Südl. von Magdeburg  Schwerin
Orte: Schönebeck – Gommern – Möckern – Hohen Ziatz –
Großlübars – Drewitz – Magdeburgerforth – Schopsdorf –
Ziesar – Glieneke – Wollin – Grüningen – Schmerzek –
Brandenburg – Kleinkreuz – Weserau – Päwesin – Roskow –
Zachow – Ketzin – Etzin – Markau – Nauen – Paaren –
Perwenitz – Pansin – Wansdorf – Bötzow – Velten –
Oranienburg – Schwante – Kremmen – Sommerfeld – Beetz –
Ruthnick – Herzberg – Altruppin – Neuruppin –
Gühlen-Glienicke – Zechlin – Schweinrich – Wittstock –
Briesen – Wülfersdorf – Freyenstein – Meyenburg –
Stepenitz – Jännersdorf – Parchim – Bergrade – Severin –
Friedrichsruhe – Sültorf
KZs: KZ-Außenlager Schönebeck
44. Schwäbisch Hall  Dachau
Orte: Schwäbisch-Hall Hessental – Sulzdorf – Bühlertann –
Ellwangen – Röhlingen – Kerkingen – Wallerstein – Nördlingen
KZs: KZ Schwäbisch-Hall Hessental
45. Schwäbische Alb  Dachau
Orte: Balingen – Sigmaringen – Bad Waldsee –
Marktoberdorf – Schongau – Starnberg – Dachau
KZs: KZ „Wüstelager“: Dautmergen, Bisingen, Dormettingen,
Schörzingen, Schömberg
46. Bodensee  Füssen (Allgäu)
Orte: Spaichingen/Kreis Tuttlingen – Füssen im Allgäu
KZs: KZ-Außenlager Spaichingen
47. Tschechisch-bayrische Grenze  Dachau
Orte: Flossenbürg – Dachau
KZs: KZ Flossenbürg
48. Östl. von Bayreuth  Tschechische Grenze
Orte: Grafenreuth – Cham
KZs: KZ-Außenlager Grafenreuth
49. Tschechische Grenze  Dachau
Orte: Altenhammer – Dachau
KZs: KZ-Außenlager Altenhammer
50. Südl. von Hof  Tschechien
Orte: Wallern – Schwarzenbach – Franzensbad – Marienbad
KZs: KZ-Außenlager Helmbrechts
10 | Das Marsch des Lebens InfoMagazin
51. Südl. von Hof  Dachau
Orte: Helmbrechts – Zwodau – Süden
KZs: KZ-Außenlager Helmbrechts
52. Nördl. von Coburg  Tschechien*
Orte: Sonneberg – Saalfeld – Brassels
KZs: KZ-Außenlager Sonneberg
53. Östl. von Nürnberg  Dachau
Orte: Hersbruck – Saal an der Donau –
Schmidmühlen – Dachau
KZs: KZ-Außenlager Hersbruck
54. Nördl. von Nürnberg
Orte: Pottenstein
KZs: KZ-Außenlager Pottenstein
55. Bayreuth  Dachau
Orte: Bayreuth – Flossenbürg –
weiter nach Süden (Richtung Dachau)
KZs: KZ-Außenlager Bayreuth
56. Deggendorf  Altötting  Grenze Salzburg
Orte: Wallersdorf – Landau a. d. Isar – Haunersdorf –
Simbach – Arnsdorf – Schönau – Eggenfelden – Hirschhorn –
Reischach – Winhöring – Altötting – Garching a. d. Alz –
Trostberg – Traunstein – Surberg
KZs: KZ-Außenlager Ganacker in der Erlau
57. Regensburg  Dachau
Orte: Obertraubling – Dachau
KZs: KZ-Außenlager Obertraubling
58. Regensburg  Landshut
Orte: Regensburg – Landshut – Laufen
KZs: KZ-Außenlager Colosseum in Regensburg
59. Dachau  Südbayern
Orte: Dachau – Karlsfeld – Allach – Obermenzing – Pasing –
Gräfelfing – Planegg – Krailing – Gauting – Starnberg –
Berg – Dorfen – Wolfratshausen – Geretesried – Münsing –
Bolzwang – Aumühle – Königsdorf – Bad Tölz – Waakirchen –
Dürnbach Tegernsee – Bad Wiessee – Kreuth
KZs: KZ Dachau
60. München  Bad Tölz
Orte: München Riem – Ottobrunn – Grünwald – Bad Tölz
KZs: KZ-Außenlager München-Riem und Ottobrunn
61. Westl. von München  Dachau
Orte : Landsberg am Lech – Kaufering – Dachau
KZs: KZ-Außenlager Landsberg und Kaufering
62. Mühldorf  Dachau
Orte: Mühldorf – Dachau
KZs: KZ-Außenlager Mühldorf
63. Buchenwald  Dachau
Orte: Schöndorf – Kromsdorf – Denstedt – Süßenborn –
Umpferstedt – Lehnstedt – Göttern – Bucha – Kleinkröbitz –
Großkröbitz – Altenberga – Gumperda zur Saale –
Möschlitz – Schleiz – Pörmitz – Schleiz – Remptendorf –
Oberoppurg – Oppurg – Pößneck – Crispendorf – Knau –
Volkmannsdorf – Friesau – Harra – Langenorla – Möschlitz –
Schönbrunn – Liebengrün – Remptendorf – Paska –
Saalburg – Moxa – Ziegenrück – Langgrün-Gefell –
Sparnberg – Hirschberg – Lemnitzhammer – Harra –
Höllental – Flossenbürg – Lebenau (Berchtesgardener Land) –
Cham – Roding – Wetterfeld – Oberlindhart – Trostberg –
Achnaitsee – Dachau
KZs: KZ Buchenwald
64. Chemnitz  Dachau
Orte: Flossenbürg – Dachau
KZs: KZ-Außenlager Wolkenburg
65. Östl. von Chemnitz  Tschechien*
Orte: Flöha – Nordböhmen – Theresienstadt
KZs: KZ-Außenlager Flöha
66. Südl. von Chemnitz  Lugau
Orte: Burkhardtsdorf – Adorf/Kreis Stollberg – Leukersdorf –
Seifersdorf – Jahnsdorf – Gersdorf – Lugau
67. Südl. von Zwickau  Tschechien
Orte: Plauen – Karlsbad – Tschau
KZs: KZ-Außenlager Plauen
68. Südl. von Zwickau  Böhmen*
Orte: Schönheide – Böhmen
KZs: KZ-Außenlager Schönheide
72. Zwickau  Tschechien*
Orte: Zwickau – Richtung Flossenbürg,
aufgrund des Frontverlaufs jedoch ins Außenlager Leitmeritz
KZs: KZ-Außenlager Zwickau
73. Cottbus  Oranienburg
Orte: Lieberose bei Cottbus – Goyatz –
Kuschkow – Teupitz – Zossen – Ludwigsfelde –
Potsdam – Falkensee – Sachsenhausen
KZs: KZ-Außenlager Lieberose
74. Nördl. von Dresden/Cottbus  Tschechien
Orte: Schwarzheide – Theresienstadt
KZs: KZ-Außenlager Schwarzheide
75. Nördl. von Dresden  Grenzgebiet Tschechien
Orte: Schwarzheide – Kamenz – Bischofswerda – Neustadt
in Sachsen – Sebnitz – Saupsdorf – Hinterhermsdorf –
Oberkreibitz – Varnsdorf – Theresienstadt
KZs: KZ-Außenlager Schwarzheide
76. Nördl. von Dresden  Tschechien*
Orte: Pirna – Mockethal-Zatzschke –
Richtung Erzgebirge – Leitmeritz
KZs: KZ-Außenlager Pirna
77. Nördl. von Dresden  Tschechien*
Orte: Bernsdorf – Zwodau – Theresienstadt
KZs: KZ-Außenlager Bernsdorf
78. Dresden*
Orte: Dresden – Schmiedeberg
KZs: KZ-Außenlager Dresden
79. Westl. von Dresden  Tschechien*
Orte: Nossen – Leitmeritz
KZs: KZ-Außenlager Nossen
80. Dresden  Bautzen
Orte: Langebrück – Radeberg – Großröhrsdorf –
Kleinwolmsdorf – Wallroda – Arnsdorf – Fischbach
KZs: KZ-Außenlager Radeberg
81. Bautzen*
Orte: Siebitz – Panschwitz-Kuckau – Miltitz – Thonberg –
Prielitz – Wiese – Kamenz – Schwosdorf – Petershain –
Neukirch – Königsbrück – Stenz
KZs: KZ-Außenlager Kamenz-Herrental
82. Bautzen  Grenzgebiet Tschechien*
Orte: Bautzen – Grubschütz – Weißnaußlitz – Diehmen – Neukirch – Langburkersdorf – Nixdorf – Wölmsdorf – Mikulasovice
KZs: KZ-Außenlager Bautzen
83. Leipzig  Tschechien
Orte: Leipzig – Oschatz – Döbeln – Freiberg – Teplice
KZs: KZ-Außenlager Leipzig Schönefeld und Leipzig Taucha
84. Leipzi  Nördl. von Coburg*
Orte: Leipzig – Wurzen – Oschatz – Döbeln – Freiberg –
Glaubnitz – Freital – Teplice – Lauenstein
KZs: KZ-Außenlager Leipzig
85. Leipzig*
Orte: Taucha – Wurzen – Oschatz – Riesa
KZs: KZ-Außenlager Taucha
86. Südl. von Leipzig  Tschechien
Orte: Altenburg – Gösnitz – Meerane – Glauchau –
Remse – Waldenburg – Richtung Tschechien
KZs: KZ-Außenlager Altenburg
87. Mühlhausen  Buchenwald
Orte: Mühlhausen – Mühlhausen-Görmar – Grabe –
Körner – Hohenbergen – Issersheilingen – Neunheilingen –
Kirchenheilingen – Tottleben – Bad Tennstedt –
Klein Ballhausen – Schwerstedt – Gebesee – Ringleben –
Hassleben – Alperstedt – Großrudestedt – Eckstedt –
Ollendorf – Hottelstedt – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Mühlhausen
88. Westl. von Leipzig  Buchenwald
Orte: Billroda (Kahlwinkel) – Daasdorf am Berge –
Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Billroda
89. Nördl. von Leipzig  Tschechien*
Orte: Colditz – Pürstein – Theresienstadt
KZs: KZ-Außenlager Colditz
69. Westl. von Zwickau  Tschechien*
Orte: Berga/Elster – Pürstein – Theresienstadt
KZs: KZ-Außenlager Berga/Elster
90. Nördl. von Leipzig *
Orte: Plömnitz-Leau – Preußlitz – Cörmigk –
Dohndorf – Klien-Wüllknitz – Köthen – Porst – Mosigkau –
Kochstedt – Torten – Hinsdorf
KZs: KZ-Außenlager Plömnitz-Leau
70. Südl. von Zwickau  Tschechien*
Orte: Lengenfeld – Haid (Bor)
KZs: KZ-Außenlager Lengenfeld
91. Westl. von Halle*
Orte: Wansleben – Prosigk
KZs: KZ-Außenlager Wansleben
71. Südl. von Zwickau  Tschechien*
Orte: Aue – Karlsbad – Theresienstadt
KZs: KZ-Außenlager Aue
92. Östl. von Gera  Buchenwald*
Orte: Bad Klosterlausnitz – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Oberndorf
93. Erfurt  Grenzgebiet Ostbayern 
Südostbayern*
Orte: Flossenbürg – Kraiburg – Ensdorf –
Oberneukirchen – Laufen – Wasserburg
KZs: KZ Buchenwald und KZ Flossenbürg
94. Westl. von Erfurt  Buchenwald*
Orte: Bad Langensalza – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Bad Langensalza
95. Östl. von Erfurt  Buchenwald*
Orte: Berlstedt – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Berlstedt
96. Südl. von Erfurt  Buchenwald*
Orte: Ohrdruf – Bad Berka – Weimar – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Ohrdruf
97. Südl. von Erfurt  München*
Orte: Schmiedebach – Wurzbach – Allach
KZs: KZ-Außenlager Schmiedebach
98. Südl. von Eisenach  Buchenwald
Orte: Abteroda – Förtha – Wünschensuhl –
Eisenach – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Abteroda
99. Südl. von Eisenach  Buchenwald*
Orte: Bad Salzungen – Buchenwald
KZs: KZ-Außenlager Bad Salzungen
100. Auschwitz  Nördl. von Lübeck*
Orte: Fürstengrube – Ahrensbök – Cap Arcona
KZs: KZ Fürstengrube
Österreich:
101. Westl. von Linz
Orte: Gunskirchen – Wels
KZs: KZ-Außenlager Gunskirchen
102. Südl. von Klagenfurt am Wörthersee
Orte: Loibltal – Ferlach – Kärnten – Rosental
KZs: KZ-Außenlager Loibl
103. Südl. von Graz  Östl. von Salzburg
Orte: Leibnitz – Judenburg – Ebensee
KZs: KZ-Außenlager Leibnitz
104. Nördl. von Graz
Orte: Peggau – Bruck an der Mur
KZs: KZ-Außenlager Peggau
105. Östl. von Salzburg
Orte: Redl-Zipf – Ebensee
KZs: KZ-Außenlager Schlier-Redl-Zipf
106. Westl. von Graz*
Orte: St. Marein bei Neumarkt – Richtung Mauthausen
KZs: KZ-Außenlager Schloss Lind
107. Südl. von Wien  Mauthausen
Orte: Guntramsdorf – Mauthausen
KZs: KZ- Außenlager Wiener Neudorf
108. Wien  Mauthausen
Orte: Wien – Steyr – Mauthausen
KZs: KZ-Außenlager Wiener Neustadt,
Wien-Hinterbrühl, Wien-Floridsdorf
109. Wien  Mauthausen
Orte: Wien – Hinterbrühl – Mauthausen
KZs: KZ-Außenlager Wien-Schwechat, Wien-Heidfeld
110. Sopron  Ennstal  Mauthausen
Orte: Sopron – Ennstal – Kleinreifling – Großraming –
Losenstein – Mauthausen
KZs: Aus Ungarn kommende Juden
111. Sopron  Phyrnpass  Mauthausen
Orte: Sopron – Spital am Pyhrn – Windischgarsten –
St. Pankraz – Klaus a. d. Pyhrnbahn – Kirchdorf a. d. Krems –
Hausmanning – Schlierbach – Adlwang – Pichlern – Sierning
– Sierninghofen – Gründberg – Steyr – Garsten – Sierning –
Bad Hall – Neuhofen a. d. Krems – St. Marien – Mauthausen
KZs: Aus Ungarn kommende Juden
112. Mauthausen  Gunskirchen
Orte: Mauthausen – Enns – Asten – Wels – Gunskirchen
KZs: KZ Mauthausen
Zur weiteren Recherche:
•Im Internet durch die Eingabe eines bekannten Lagernamens oder -ortes bei Google oder Wikipedia.
•Katrin Greiser: „Die Todesmärsche von Buchenwald“,
Wallstein Verlag 2008.
•http://www.gedenkstaette-flossenbuerg.de/geschichte/aussenlager/
•Todesmärsche in Österreich: http://www.mauthausenmemorial.at/db/admin/de/aussenlager_list.php.
Das Marsch des Lebens InfoMagazin | 11
Die Polnisch-Deutsche
Freundschaftskonferenz
Eine ungewöhnliche Veranstaltung mit Auswirkungen
Wussten Sie, dass es bis heute tief sitzende Vorbehalte zwischen Polen und Deutschen gibt? Was geschieht,
wenn Christen aus Kirchen und Gemeinden zusammenkommen und es ihnen gelingt, ihre Verletzungen und inneren Negativurteile durch die Kraft der Vergebung voreinander auszuräumen?
500 deutsche und polnische Konferenzteilnehmer kamen
vom 6. bis 8. März in der Konferenzhalle der TOS Gemeinde Tübingen zusammen, um sich gemeinsam der Vergangenheit zu stellen. Nach einem hervorragenden Vortrag
über die 800-jährige Geschichte der deutsch-polnischen
Beziehung wurde sehr konkret und persönlich Schuld bekannt und um Vergebung gebeten. Viele der deutschen
Teilnehmer beugten sich vor den polnischen Gästen für
ihre antislawischen Prägungen, persönlichen Vorbehalte
wie auch stellvertretend für die Schuld ihrer Väter oder
Großväter, die beim Einfall der deutschen Wehrmacht in
Polen zu einem Teil des Genozids geworden waren, dem
sechs Millionen Polen, davon drei Millionen Juden, zum
Opfer fielen.
Buße und Versöhnung
heilen die Wunden der Vergangenheit
Wie tief der Schmerz über die Vergangenheit auch heute
noch die Nachfahren der Kriegsgeneration beeinflusst und
wie Buße und Versöhnung die Wunden heilt, verdeutlichten die Zeugnisse der Teilnehmer aus beiden Nationen.
Eine polnische Frau war von Ängsten geplagt worden, seitdem ihr als kleinem Mädchen auf einem Soldatenfriedhof
von den Verbrechen der Deutschen erzählt worden war.
Sie berichtet: „Als die Deutschen auf der Konferenz aufstanden und um Vergebung baten, wollte ich mich irgend-
wo in den Bodenritzen verstecken,
solche Angst hatte
ich. Dann hat Gott
meine Wunden berührt. Ich kann jetzt sagen: Ich bin in die Deutschen verliebt. Das habe ich nicht erwartet.“ Viele der deutschen
Teilnehmer erlebten, wie Mauern von Härte und Stolz zusammenbrachen. Besonders bewegend war es zu sehen,
wie die polnischen Teilnehmer ebenfalls begannen, ihre
Schuld zu bekennen und um Vergebung zu bitten. Einer
von ihnen, der lange Zeit Albträume gehabt hatte, in denen er sich auf freiem Feld vor den Deutschen verstecken
musste, sagte: „Ich danke euch, dass ihr euch gedemütigt
habt. Ihr seid unsere Freunde. Wir lieben euch.“ Die Konferenz war von tiefer gegenseitiger Wertschätzung geprägt.
Ein Brief an die Bundeskanzlerin
Angela Merkel und den polnischen
Ministerpräsidenten Tusk
In einem gemeinsam verfassten Brief an Bundeskanzlerin
Angela Merkel und den polnischen Ministerpräsidenten
Donald Tusk heißt es: „Wir glauben und wir beten, dass
die Versöhnung zwischen unseren Völkern durch unsere Tagung wieder einen weiteren, einen wesentlichen
Schritt vorangebracht wurde. (…) Gott mache Sie als
Verantwortungsträger und unsere Völker als Ganzes zu
einem gemeinsamen Segen für die Völker Europas.“ Die
polnisch-deutsche Freundschaftskonferenz soll in einem
jährlichen Wechsel in Polen und in Deutschland durchgeführt werden.
Botschaften der Konferenz bestellbar, siehe S. 7
Die Decke des Schweigens Medienspiegel
Aktuelle Informationen zum Thema der Aufarbeitung des Nationalsozialismus
Wir starten einen neuen Nachrichtendienst: Den „Decke des Schweigens Medienspiegel“. Darin geben wir Ihnen einen Überblick
über Medienberichte, Artikel, Videos und Veranstaltungen zum Thema der Aufarbeitung des Nationalsozialismus.
Der Medienspiegel informiert auf verschiedenen Wegen und hilft Ihnen, immer auf dem Laufenden zu bleiben:
• als Blog – Alle aktuellen Links auf unserer Website unter www.DieDeckeDesSchweigens.de. Außerdem erfahren Sie hier
die aktuellen Termine der Decke des Schweigens Seminare und die weltweiten Termine des Marsch des Lebens.
• als Newsletter – Melden Sie sich für den etwa einmal im Monat erscheinenden Newsletter an über das Formular unter
www.DieDeckeDesSchweigens.de oder direkt per Mail über [email protected]
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ieren!
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jetzt ab
12 | Das Marsch des Lebens InfoMagazin
Gusen: Von der Hölle auf Erden
zu einem Ort der Versöhnung
Nahezu 1.000 Teilnehmer beim Marsch des Lebens in Österreich
Die lebendigen Erzählungen von sechs KZ-Überlebenden
an den ehemaligen Schauplätzen des Grauens und die
Bitte um Vergebung durch Nachkommen der NS-Täter aus
Österreich und Deutschland machten Versöhnung greifbar
und setzten ein deutliches Zeichen gegen modernen Antisemitismus und Rassismus.
Josef Pühringer, Landeshauptmann von Oberösterreich
zeigte sich beim Begegnungsabend am Vorabend persönlich bewegt von der Initiative Marsch des Lebens und
dankte den Veranstaltern. Als Politiker machte er das Versprechen, sich aktiv für die Stärkung der Erinnerungskultur
in Österreich einzusetzen.
Am folgenden Tag startete der Marsch an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Nach der Begrüßung durch die Veranstalterin Marie-Louise Weissenböck, den polnischen Botschafter Artur Lorkowski, die Vorsitzende der israelischen
Kultusgemeinde Charlotte Herman und Initiator Jobst Bittner setzte sich der Marsch des Lebens, der zeitweise eine
Länge von einem Kilometer erreichte, in Bewegung. Die
Strecke führte 8 km entlang von vier historischen Gedenkpunkten.
Erster Gedenkpunkt war der ehemalige Steinbruch von
Mauthausen. Nach den Augenzeugenberichten der KZÜberlebenden ergriff ein österreichischer Teilnehmer das
Wort. „Mein Großvater war Polizist in Krakau und an den
Gräueltaten im Ghetto direkt beteiligt. In meiner Familie
ist bis heute Schweigen und Nazi-Gedankengut wird gepflegt. Ich stehe heute hier und bitte Sie von Herzen um
Vergebung!“
kreisen relativ unbekannt, obwohl darin von 1942 bis 1945
mehr Personen interniert waren als in Mauthausen. 44.000
Menschen wurden dort ermordet.
Der dritte Gedenkpunkt nur wenige hundert Meter entfernt
war eine Wiese inmitten einer Wohnsiedlung. Nichts erinnert hier mehr an das Lager Gusen II, das, wie die Überlebenden in ihren Berichten erläuterten, mit einer Todesrate
von 84 % zu den grausamsten Konzentrationslagern überhaupt gehörte. Ytzak Bronstein, der 1944 als 16-jähriger
von Auschwitz nach Mauthausen und Gusen deportiert
wurde, kam beim Marsch des Lebens zum ersten Mal nach
69 Jahren wieder an den Ort seines Leidens zurück: „Als
ich das letzte Mal hier war, wurde ich gezwungen zu kommen. Diesmal wurde ich von Freunden eingeladen – ich
danke Ihnen für diese besondere Initiative!“
Den vierten und letzten Gedenkpunkt bildete der Ort der
ehemaligen Stollenanlage in St. Georgen an der Gusen.
8.000 Menschen mussten ihr Leben lassen, um eine strenggeheime unterirdische Fabrik für Messerschmitt Düsenjets
in die Felsen zu treiben. Zum ersten Mal überhaupt sprach
hier Oberkantor Shmuel Barzilai aus Wien gemeinsam mit
den Überlebenden das Kaddish. Vertreter der katholischen
und evangelischen Kirche sowie von Freikirchen sprachen
ein gemeinsames Schuldbekenntnis. Zum Abschluss verlasen Marie-Louise Weissenböck und Jobst Bittner eine
gemeinsame Erklärung.
Zweiter Gedenkpunkt war die Gedenkstätte der „vergessenen Lager“ von Gusen. Diese Lager sind selbst in Fach-
Damit ging der erste Marsch des Lebens in Österreich zu
Ende. Mehrere Märsche des Lebens an verschiedenen Orten in Österreich sind für das Jahr 2015 bereits in Planung.
Das Marsch des Lebens InfoMagazin | 13
von Dr. Franziska Eckert
Die Psychologie des Genozids
Mechanismen und ihre Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen
Angesichts des Holocaust wurde häufig die Frage gestellt,
wie Menschen zu solchen Gräueltaten fähig sein konnten. Robert Jay Lifton, ein Psychiater aus den USA, hat
ehemalige Nazi-Ärzte interviewt, um die Mechanismen zu
verstehen, die ihnen ermöglichten, ihrer „Arbeit“ in den
Konzentrationslagern nachzugehen.1 Dazu gehörten die
Selektionen an der Rampe in Auschwitz genauso wie medizinische Versuche an den Häftlingen.
Die psychologischen Mechanismen, die er identifizierte,
benennt er als „Doubling“ und „Numbing“. Doubling bezeichnet die Ausbildung einer zweiten, eigenständig funktionierenden, jedoch nicht komplett abgespaltenen Persönlichkeit. Dieser Prozess ist in allen Menschen angelegt
und tritt in der Konfrontation mit psychologischen Extremsituationen auf. Es ist ein aktiver psychischer Prozess, der
das Überleben in diesen Situationen ermöglicht. In der
zweiten Persönlichkeit wird das „Böse“, das in jedem Menschen angelegt ist, realisiert. Dieser Prozess läuft teilweise
unbewusst ab. Wer sich dafür entscheidet, ist jedoch für
diese Entscheidung moralisch verantwortlich.
»
Wer sich dafür entscheidet, ist
für diese Entscheidung moralisch verantwortlich.
Die Nazi-Ideologie hat diesen Prozess unterstützt, unter
anderem durch das Ideal der Härte ohne Mitleid für die
Opfer, die biologisch-wissenschaftliche Grundlage des
Antisemitismus, mit der sich die Ärzte identifizieren konnten, und nicht zuletzt dadurch, dass die Schuld den Opfern zugewiesen wurde. Die Juden wurden als Aggressoren dargestellt, die das deutsche Volk vernichten wollten.
Demnach wäre die nationalsozialistische Vernichtungspolitik also „Verteidigung“. Juden wurden als ein „Krebsgeschwür“ im deutschen Volkskörper bezeichnet, das radikal vernichtet werden müsse.
Die Vermeidung von Schuldgefühlen wurde auch durch
die Einschränkung der Gefühlswelt (Numbing) erreicht.
Die Realität wurde uminterpretiert. Das wurde dadurch
unterstützt, dass z.B. in Auschwitz ein Großteil der Juden
gar nicht in das Lager aufgenommen wurde. Sie wurden
direkt in die Gaskammern geschickt und konnten so aus
der Wahrnehmung ausgeblendet werden. Die Verantwortung für die Morde wurde auf viele Schultern verteilt, so
dass jeder die Schuld auf die anderen schieben konnte.
Die Sprache war von Euphemismen geprägt, von Begriffen wie „Endlösung“; Selektionen wurden als „Rampendienst“ bezeichnet; Juden wurden „umgesiedelt“. Die Täter nahmen sich selbst als Opfer wahr.
1
Robert J. Lifton: THE NAZI DOCTORS: Medical Killing and the Psychology of Genocide, 1986.
In der Aufarbeitung wird oft weiter in zwei getrennten Kategorien gedacht. Es gibt die Täter, die nahezu dämonisiert dargestellt werden (z.B. Dr. Mengele), und es gibt die
„guten Deutschen“, die keine persönliche Schuld tragen.
Werden jedoch beide Anteile wahrgenommen, insbesondere bei den eigenen Vorfahren, wird oft sichtbar, dass ein
Teil dieser Prozesse im Leben der Nachkommen wirksam
geworden ist. Gefühlsverarmung und Härte finden sich
hier genauso wie die Ausbildung zweier Persönlichkeitsanteile oder die Opfermentalität und das Projizieren der
eigenen Schuld auf andere.
Wird das Doubling der Vorfahren bewusst wahrgenommen
und konfrontiert, ist es möglich, die Opfer als Individuen
und Persönlichkeiten wahrzunehmen und die Schuldzuweisung an die Opfer zu entlarven. Der wichtigste Schritt
zur Umkehrung der Prozesse ist es, Verantwortung für die
Taten der Vorfahren zu übernehmen, die Relativierung der
Schuld zu überwinden. Wird das Ausmaß der Schuld bewusst, folgt meist eine emotionale Erschütterung, die das
Numbing durchbrechen kann. Die unbewussten Schuldgefühle, die das eigene Erleben und Handeln geprägt haben, können überwunden werden.
Bei Märschen des Lebens wurde wiederholt von offizieller
Seite erwähnt, dass diese Märsche sich von anderen Gedenkveranstaltungen durch die persönliche Betroffenheit
auch junger Teilnehmer unterscheiden. Der Hintergrund
ist eine sehr persönliche Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte (siehe „Die Decke des Schweigens“ von
Jobst Bittner). Die Beteiligung der eigenen Vorfahren an
den Gräueln des Nationalsozialismus wird im Detail recherchiert. Daraus resultiert eine persönliche Betroffenheit. Die Schuld der Vorfahren wird als Schuld wahrgenommen und in Worte gefasst, die Bitte um Vergebung
wird formuliert. Viele Teilnehmer haben so in ihrem eigenen Leben ähnliche Mechanismen überwinden können,
wie Lifton sie beschrieben hat.
Persönliches Statement von Dr. Franziska Eckert:
Ich bin Ärztin an der Klinik für Radioonkologie der
Universität Tübingen und Mitglied der Kommission
zum Umgang der Fachgesellschaften DRG (Deutsche Röntgengesellschaft) und DEGRO (Deutsche
Gesellschaft für Radioonkologie) mit der NS-Vergangenheit. Die Bearbeitung dieses Themas basiert
auf persönlicher Aufarbeitung meiner eigenen
Geschichte. 2011 habe ich über die WAST (Wehrmachtsauskunftsstelle) erfahren, dass mein Großvater als SS-Mitglied und im späteren Kriegsverlauf als SS-Ausbilder direkt
an den Gräueln des Holocaust beteiligt war. Die Aufarbeitung meiner
Familiengeschichte offenbarte Einblicke in Ursachen des Scheiterns der
Ehe meiner Eltern und meiner eigenen begrenzten Beziehungsfähigkeit.
Durch einen längeren Prozess der Aufarbeitung konnte ich Begrenzungen meiner Persönlichkeit überwinden, Vertrauen aufbauen und meine
Identität annehmen. Aufgrund dieser persönlichen Geschichte entstand
auch das Engagement in der medizinhistorischen Aufarbeitung der
Strahlentherapie.
14 | Das Marsch des Lebens InfoMagazin
Eine Ausstellung mit großer Wirkkraft
Während der Tübinger Chanukka-Tage wurde in einem alten Gewölbekeller am
Tübinger Marktplatz die Ausstellung „Nie wieder schweigen“ eröffnet.
dentenschaft Tübingens gezeichnet. Die Botschaft der
Ausstellung bleibt nicht bei der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit stehen, sondern schafft
Perspektive durch die Dokumentation der Versöhnung,
die durch die Marsch des Lebens Bewegung stattfindet.
Eindrucksvoll wird hier am Beispiel einer Stadt deutlich,
dass es Heilung von alten Wunden und zerstörten Beziehungen bedeutet, wenn die Decke des Schweigens über
der Vergangenheit zerbricht. Die Ausstellung ist zu einem
beliebten Ziel israelischer Touristen geworden.
Ausstellungsgestalter sind Michaela Buckel, Kulturwissenschaftlerin, und Gianna Kavaliov, Jugendguide.
Die Ausstellung vermittelt auf kleinem Raum mit großer
Prägnanz einen umfassenden Eindruck von der NS-Zeit
in Tübingen und deren Auswirkungen auf Europa. Mit
ungeschönter Ehrlichkeit, aber frei von Anklage wird ein
Bild von der schuldhaften Verstrickung nicht nur der Amtsträger, sondern auch der normalen Bevölkerung und Stu-
Die Ausstellung kann zu den regulären Öffnungszeiten
Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden
im Treffpunkt Jesus live am Marktplatz in Tübingen.
Für geführte Besichtigungen oder Gruppenbesuche kontaktieren Sie uns bitte: [email protected], 07071/35600
Holocaustgedenktag im jüdischen
Gemeindezentrum Berlin
Ein bewegendes Programm unter dem Titel „Nie wieder schweigen!“
Die Initiative Marsch des Lebens war von der Jüdischen
Gemeinde zu Berlin am 27. Januar zum Holocaustgedenktag eingeladen worden, um mit ihnen gemeinsam
eine Gedenkveranstaltung auszurichten. Rund um die
Veranstaltung, die vom Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Dr. Gideon Joffe, eröffnet wurde, kam es zu zahlreichen bewegenden Begegnungen und es entstanden
neue Freundschaften.
Paul-David Bittner, Sohn des Initiators vom Marsch des
Lebens, Jobst Bittner, verlas eine Rede seines Vaters, in
der er den Antisemitismus der Vergangenheit und der
Gegenwart klar beim Namen nannte sowie die Verantwortung der jungen Generation in Deutschland betonte.
Ein gemischter Chor aus Nachkommen der Täter- und
Opfergeneration sang zusammen mit Holocaustüberlebenden das Lied „This Land is Mine“, das aus dem Film
„Exodus“ bekannt ist.
Assia Gorban, Repräsentantin der Jüdischen Gemeinde und Leiterin der
Berliner Ortsgruppe der Bundesassoziation der Holocaustüberlebenden
„Phönix aus der Asche“, und Dr. Alex Heistver, Präsident der Bundesassoziation.
Das Marsch des Lebens InfoMagazin | 15
Chanukka-Tage in Tübingen
Eine jüdisch-christliche Begegnungs- und Kulturwoche zum Thema
„Aktueller Antisemitismus und Israelkritik“
Zum zweiten Mal fand in Tübingen eine jüdisch-christliche
Begegnungs- und Kulturwoche anlässlich des jüdischen
Lichterfestes Chanukka statt. Der thematische Schwerpunkt lag auf der Aufarbeitung der Lokalgeschichte und
aktuellem Antisemitismus.
Neben dem abendlichen Anzünden der Lichter an der
Chanukkia und einer themenbezogenen Stadtführung
wurde im Gewölbekeller des Treffpunkt Jesus live die Dauerausstellung „Nie wieder schweigen“ eröffnet.
An drei Abenden fanden an der Universität und im Gemeinde- und Konferenzzentrum der TOS Gemeinde Tübingen Fachvorträge statt. Matthias J. Becker von der
Technischen Universität Berlin referierte über die „Die
Sprache des Antisemitismus im 21. Jahrhundert“. Prof.
Dr. Hans-Joachim Lang hielt einen bewegenden Vortrag
über „die Frauen von Block 10 – Medizinische Versuche
im Konzentrationslager Auschwitz“ und Dr. Martin Ulmer
sprach zum Thema „Aktueller Antisemitismus und Israelkritik“.
Die Chanukka-Tage sollen dazu beitragen, die Aufarbeitung in der Stadt auf allen Ebenen weiterzuführen. Gleichzeitig kann durch diese Begegnungs- und Kulturwoche in
einer gesellschaftlich relevanten Weise das Bewusstsein
Matthias J. Becker, TU Berlin, hält einen Chanukka-Vortrag „Die Sprache
des Antisemitismus im 21. Jahrhundert“ an der Universität Tübingen.
gegenüber jeder Art von Antisemitismus und Rassismus
gestärkt werden.
Wir ermutigen dazu, Chanukka-Tage auch in anderen
Städten durchzuführen. Sie bieten eine hervorragende
Plattform, um über einen kulturellen Austausch hinaus
wichtige Vorträge über Antisemitismus und Israel anzubieten. Interessierte dürfen sich gerne bei uns melden.
DVD bestellbar, siehe S. 7
Termine 2014-2015
Ungarn (Budapest und andere Städte)
Termin: 22.- 27. April 2014
Veranstalter: Gebet für die Nationen e.V. und Ölbaum Foundation
Kontakt: Marsch des Lebens Büro, Tel: 07071-360920, E-Mail: [email protected]
Paderborn/Wewelsburg
Termin: 9. Juni 2014 (Pfingstmontag)
Veranstalter: Israelfreunde Ostwestfalen
Kontakt: Monika Riesenberg, E-Mail: [email protected]
Emden
Termin: 23. Oktober 2014
Veranstalter: Initiative Marsch des Lebens Emden
Kontakt: Diana Termöhlen, E-Mail: [email protected] und
Gabriele Enderby, Tel: 01520-267920, E-Mail: [email protected]
Dresden
Termin: 8.-9. November 2014
Veranstalter: Sächsische Israelfreunde mit Kirchen und Gemeinden in Dresden
Kontakt: Lothar Klein, E-Mail: [email protected]
Nordhausen
Termin: 10.-11. April 2015
Veranstalter: Evang. Allianz Nordhausen, Kath. Gemeinde „Dom zum Heiligen Kreuz“
Kontakt: Erhard Wogatzki, Tel: 03631-982208, E-Mail: [email protected]
und Roswitha Melchior, Tel: 036331-30212, E-Mail: [email protected]
Hamburg und Norddeutschland
Termin: 12.-15. April 2015
Veranstalter: Israelfreunde Norddeutschland
Kontakt: Michael Dierks, E-Mail: [email protected]
Träger
TOS Dienste Deutschland e.V.
Nonnenstraße 17, 04229 Leipzig
Tel: 07071-360920, Fax: 07071-36341
E-Mail: [email protected]
www.marschdeslebens.org
Spenden
Der Marsch des Lebens wird durch
Spenden finanziert.
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unterstützen möchten, können Sie
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Unterstützer
Heersbruck/Dachau
Termin: 23.-26. April 2015
Veranstalter: Gemeinden in Nürnberg/Fürth
Kontakt: Claudia Skibitzki und Christina Tietze, Tel: 0911-729712
E-Mail: [email protected], www.hersbruckbisdachau.de
Lübeck/Neustadt (Holstein)
Termin: 30. April - 2. Mai 2015
Veranstalter: Arbeitskreis Marsch des Lebens Lübeck-Ostholstein
Kontakt: Stefan Pache, E-Mail: [email protected]
Jüdische Gemeinde
zu Berlin
Helping Hand
Coalition
Jüdische
Gemeinschaft Polen
Phönix aus der Asche: Die Überlebenden
der Hölle des Holocaust e.V.
Marsch des lebens multiplikationstagE
Fighters against
Nazism
München
mit Jobst Bittner und Harald Eckert
Termin: Sa. 17. Mai 2014, 10.30 - 17.00 Uhr
Ort: Freie Christengemeinde, Hinterbärenbadstraße 4, 81373 München
Special: 19.00 Uhr am gleichen Ort: Die Decke des Schweigens zerbrechen –
Gottesdienst und Gebet mit Jobst Bittner
Dresden
mit Jobst Bittner und Lothar Klein
Termin: Sa. 05. Juli 2014, 10.30 - 17.00 Uhr
Ort: Gemeinde- und Begegnungszentrum Emmaus, Evangelisch-methodistische Kirche,
Katharinenstraße 17, 01099 Dresden
Polnischer Pfingstbund
Hannover
Juli 2014 (genauer Termin und Ort wird noch bekannt gegeben)
Weitere Infos demnächst auf www.marschdeslebens.org
Formlose Anmeldung zu den Seminaren im Marsch des Lebens Büro,
Tel: 07071-360920, E-Mail: [email protected], www.marschdeslebens.org
Ölbaum Dienste
Polen für Jesus
Polnische Baptisten