VTAD News April 2015

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zu
News
Nr. 25 / April 2015
Der Newsletter der VTAD
Von Mitgliedern …
… für Mitglieder
Liebe Besucher der Invest 2015,
liebe Mitglieder der VTAD,
In dieser Ausgabe
Editorial
1
Rohstoffmärkte weiterhin
im Short-Modus
2
Die Suche nach dem
heiligen Gral
4
Pyramidisieren 2.0 –
Hebeln statt Klotzen
7
Jetzt in Asiens
Schwellenländer
investieren
10
Der sinkende Ölpreis –
Fluch oder Segen für
die Weltwirtschaft?
12
Optimal optimiert
Filteroptimierung
in mechanischen
Handelssystemen
14
16
Ereigniszeitanalyse
im Trading
18
Terminüberblick,
Impressum
20
Wie weit kann das billige Geld
der EZB die Kurse treiben, wie
weit der Euro gegen den USDollar noch fallen und wäre ein
„Grexit“ gut oder schlecht für
unsere Währung? Die Volkswirte verwirren hier eher mit unterschiedlichen Theorien. Natürlich kann es für diese Probleme
keine einfachen Patentlösungen geben. Die für uns als Anleger entscheidende Frage ist
jedoch: Wie sollen wir uns jetzt
an den Märkten positionieren?
Charts – Spiegel der
Marktinformationen
Hier verschafft uns die Methodik der Technischen Analyse
den entscheidenden Vorteil.
Die mehrheitliche Positionierung der Investoren spiegelt
sich schließlich im Kursverlauf
wider, und zwar als Resultat der
Reaktionen der Investoren auf
Änderungen der ökonomischen
Randbedingungen. Die Analyse
des Kursverlaufs mithilfe der
Charts erlaubt es uns, auf Änderungen der Positionierung
der Investoren zu reagieren.
Es bilden sich Tops, Böden und
andere
Marktstrukturzonen,
die wir profitabel für das eigene
Handeln nutzen können.
Es geht also nicht darum, die
Zukunft mit einer „ökonomischen Glaskugel“ vorherzusagen, sondern uns vom „Markt“
selbst die Richtung weisen zu
lassen.
Sind Sie Einsteiger und neugierig geworden? Möchten Sie die
Methode der Technischen Analyse erlernen? Dann kommen
Sie zu uns! Sind Sie bereits ein
erfahrener Technischer Analyst? Dann kommen Sie zu uns!
Wir, das ist die die Vereinigung Technischer Analysten
Deutschlands. Die VTAD eröff-
net ihren fast 1.400 Mitgliedern die Chance, ihr Wissen
in monatlichen Workshops zu
erweitern, die in neun Regionalgruppen in Deutschland
von renommierten Analysten
durchgeführt werden. Knüpfen
Sie Kontakte im persönlichen
Austausch mit professionellen
Technischen Analysten. Die
Regionalgruppen finden Sie in
Stuttgart, Freiburg, München,
Nürnberg, Frankfurt, Düsseldorf, Hannover, Hamburg und
Berlin.
Dabei sind uns auch Gäste
herzlich willkommen. Erleben
Sie einen Abend in der Regionalgruppe Ihrer Wahl für nur 30
Euro Teilnahmebeitrag.
VTAD als Landesverband der
Weltorganisation IFTA
Die VTAD ist als deutscher
Landesverband in den Weltverband der Technischen Analysten, die International Federation of Technical Analysts
(www.IFTA.org) eingegliedert.
Hier sind mehr als 7.000 Technische Analysten aus aller Welt
vereinigt. Die IFTA bietet insbesondere mit ihrem Zertifizierungsprogramm CFTe (Certified Financial Technician),
einen international anerkannten Abschluss in Technischer
Analyse. Darüber hinaus bietet
der Weltverband mit der Prüfung zum MFTA (Master of Financial Technical Analysis) den
weltweit höchsten Abschluss
in Technischer Analyse an. Ein
besonders anerkanntes Qualifizierungsmerkmal für Profis.
Die Veranstaltungen
der VTAD
Neben den monatlichen Regionaltreffen bieten wir weitere,
überregionale Highlights. Bei
unserer jährlichen Mitglieder-
versammlung, die nächste
findet am 14.11.2015 in Stuttgart statt, haben Mitglieder Gelegenheit, im Ambiente eines
erstklassigen Hotels hochkarätige Referenten zu hören und
Kollegen aus ganz Deutschland
zu treffen. Die Teilnahme ist
kostenfrei.
In jedem Frühjahr laden wir zur
VTAD-Frühjahrskonferenz, bei
der Analysten aus unserem
Kreis die wichtigsten Märkte
beleuchten. Die Presse berichtet darüber ausführlich. VTADMitglieder erhalten hierzu besonders günstige Konditionen.
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Alle weiteren Fragen wird Ihnen
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– erhalten Sie für nur 120 Euro
Jahresbeitrag. Die wertvollen
Kontakte gibt es gratis dazu.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg
bei Ihren Investments und hoffe, Sie bald als neues Mitglied
persönlich zu treffen.
Bis dahin, viele Grüße, Ihr
Dr. Gregor Bauer
Vorstandsvorsitzender VTAD e. V.
VTAD-News
Seite 2
Rohstoffmärkte weiterhin im Short-Modus
Die Point & Figure Analyse liefert nicht nur für Aktien rechtzeige Ausstiegssignale, sondern auch für andere Instrumente, wie zum Beispiel für Rohstoffe. Winfried Kronenberg
präsentiert in dieser Ausgabe eine Kurzfassung seines Vortrags von der VTAD-Frühjahrskonferenz am 21. März 2015 in
Frankfurt am Main. Dort ging er der Frage nach, welche interessanten Signale von den Rohstoffmärkten kommen.
Winfried Kronenberg ist
Wirtschaftsinformatiker
und Geschäftsführer
des unabhängigen
Beratungsunternehmens
KRONENBERG invest
GmbH.
Seit September 2010 analysiert Winfried Kronenberg in
den VTAD-News mithilfe von
Point&Figure(P&F)-Char ts
den Markt. In seinem ersten
Beitrag stellte er den Analyseprozess nach Thomas Dorsey
ausführlich vor und veröffentlicht seitdem an dieser Stelle
regelmäßig Updates. In der aktuellen Ausgabe widmet er sich
den Rohstoffmärkten.
CRB
short
Um die generelle Marktsituation von Rohstoffen zu untersuchen, bietet es sich an, die Entwicklung von Rohstoffindizes
zu beobachten. Einer der bekanntesten ist der in Abbildung
1 dargestellte CRB-Index von
Thomson Reuters/Jefferies. Er
enthält 19 Rohstoffe und ist
im Verlauf der vergangenen
12 Monate von in der Spitze
rund 310 Punkten stark bis
auf rund 210 Punkte zurückgekommen (minus 32 Prozent).
Der Abwärtstrend ist weiterhin
intakt. Bei näherer Betrachtung deutet sich aber an, dass
einige Rohstoffe ihre Talfahrt
demnächst beenden könnten.
Besonders interessant erscheinen gegenwärtig Rohöl, Weizen
und Kupfer.
Bodenbildung
bei Öl
Rohöl (WTI) hat seit Mitte 2014
stark verloren. Der P&F-Chart
in Abbildung 2 befindet sich
im Abwärtstrend und liegt weit
unter der roten Trendlinie (5).
Das ambitionierte Kursziel von
39 US-Dollar wurde zwar noch
nicht erreicht, das bisherige
Tief von rund 42 US-Dollar liegt
jedoch in Relation zum Hoch
bei 106 US-Dollar sehr nah am
erwarteten Zielwert. Aktuell erzeugte der P&F-Chart ein Frühsignal „High-Pole“ (Linie 2), das
durch die über 50-prozentige
Aufwärtskorrektur der vorherigen O-Säule zustande kommt.
Auch das ist ein Hinweis, dass
die Bodenbildung greift.
Auch andere Energierohstoffe
wie Benzin, Erdgas und Heizöl
deuten eine Bodenbildung an,
Benzin steigt sogar wieder.
Short-Signal
bei Weizen
Abbildung 3 zeigt den P&FChart von Weizen. Dieses Getreide hat sich seit seinem
Hoch bei rund 950 US-Dollar
2012 mehr als halbiert und
lag Ende 2014 bei etwa 460
US-Dollar. Nach stark volatilem
Kursverlauf zeigte sich Anfang
März mit Unterschreitung von
Linie 2 ein erneutes Shortsignal, gleichzeitig wurde die
blaue Aufwärtstrendlinie gebrochen.
Aktuell erholt sich der Kurs
zwar, nimmt jedoch wahrscheinlich nur „Anlauf“, um
anschließend auf neue Tiefs zu
fallen. Anleger, die etwas „sicherer gehen“ wollen, warten
ein erneutes Shortsignal ab,
das entsteht, wenn die letzte
O-Säule bei 476,97 US-Dollar
unterschritten wird.
Kupfer hat wieder
„glänzende“ Preise
Das Industriemetall Kupfer,
das in besonders vielen Branchen verwendet wird, gilt als
einer der wesentlichen Indikatoren für die Entwicklung
der Weltwirtschaft. Seit 2011
kommt der Kupferpreis zurück;
der P&F-Chart in Abbildung 4
auf der gegenüberliegenden
Seite zeigt deutlich den mehr-
Abbildung 1: CRB-Index
Der Rohstoffindex CRB befindet sich nach wie vor im Abwärtstrend. Aber eine genauere Analyse seiner 19 Komponenten offenbart, dass einzelne Rohstoffe lurz vor einem Wendepunkt stehen könnten.
Nr. 25 / April 2015
Seite 3
fach bestätigten Abwärtstrend
(Linie 6).
Abbildung 2: Rohöl (WTI)
Das negative Kursziel nach
der P&F-Methode lautet 2,37,
solange die Abwärtstrendlinie
(6) nicht signifikant gebrochen
wird. Dazu wäre aktuell ein
Kurs von über 3,06 erforderlich.
Mit den Kaufsignalen (4) und
(5) zeichnet sich jedoch eine
deutliche Aufwärtsbewegung
ab, die das „Zeug“ hat, die Abwärtstrendlinie (6) nachhaltig
zu brechen. Auch im Vergleich
zu den früheren kurzfristigen
Ausbrüchen in den Jahren
2012 und 2013 ist die aktuelle Aufwärtskorrektur mit ihren beispielhaft ansteigenden
Hochs und Tiefs sehr dominant.
Rohöl in USD, Boxsize 2%, Quelle: Stockcharts.com und eigene
Markierungen.
der Point&Figure-
Abbildung 3: Weizen
Claudia Jankewitz und
Markus Hübner finden
Sie auch auf der VTADHompage (www.vtad.
de/artikel).
Grundsätzlich ist aufgrund des
P&F-Charts zu empfehlen, mit
einem Engagement noch zu
warten, bis die Abwärtstrendlinie (6) gebrochen worden ist.
Kurzfristtrader steigen jedoch
jetzt schon ein.
Hier die Zusammenfassung
des Vortrags vom 21. März:
Weizen in USD, Boxsize 2%, Quelle: Stockcharts.com und eigene
Markierungen.
Abbildung 4: Kupfer
• Rohstoffe generell weiterhin short (Reuters/Jefferies
CRB)
• Edelmetalle: Gold/Silber
short, Silber evtl. bald Verlassen des Abwärtstrends
• Industriemetall: Kupfer
aktuell steigend
• Energie: Öl, Erdgas, Heizöl
in Bodenbildung, Benzin
bereits leicht steigend
• Agrar: Weizen kommt wieder stark zurück, TradingChance short.
Marktanalyse von
Winfried Kronenberg,
Falls es dennoch nicht dazu
kommt, gelten Kurse unter
2,72 als Warnung (2). Dann
wird mit entstehen einer neuen O-Säule ein P&F-Frühsignal
ausgelöst. Bei Kursen unter
2,51 (3) entsteht auch kurzfristig wieder ein Abwärtstrend.
Zusammenfassung der
Ergebnisse
Ein monatliches Update
Kupfer in USD, Boxsize 2%, Quelle: Stockcharts.com und eigene
Markierungen.
VTAD-News
Seite 4
Die Suche nach dem heiligen Gral
Berndt Ebner ist Entwickler automatisierter Handelssysteme
und Trader, wobei er bevorzugt
EURUSD, GBPUSD, DAX, Silber
und Gold handelt. Er ist Autor
und Herausgeber der beiden
Bücher Der Trading-Coach und
Mentales Trading und bietet
Börseninteressierten im Rahmen verschiedener CoachingProgramme Unterstützung auf
dem Weg zum erfolgreichen
Trader an.
Im heutigen Trading-Artikel möchte ich mich dem Thema
„heiliger Gral“ widmen. Ein Mysterium, das offenbar immer
noch durch sehr viele Köpfe von Tradern geistert. Aber gibt es
wirklich einen „heiligen Gral“, also eine Strategie, die immer
funktioniert? Fakt ist: Je mehr man sich mit dem Thema
Trading beschäftigt, diverse Ansätze testet und anwendet,
desto eher erkennt man, dass die Suche nach der Strategie
mit 100-prozentiger Erfolgschance aussichtslos bleibt.
Kurz gefasst: Es gibt auf dieser
Welt kein Handelssystem bzw.
keine Tradingstrategie, die immer funktioniert, mit der man
also nur gewinnt und nie verliert. Die Finanzmärkte sind zu
komplex und die Marktteilnehmer zu verschieden, als dass
eine Methode alle Konstellationsmöglichkeiten
berücksichtigen könnte. Jeder Trader
muss sich also seine eigene
Strategie „stricken“ oder eine
bewährte Strategie von einem
anderen Trader übernehmen
und sie so anpassen, dass er
damit arbeiten kann.
Kein System funktioniert
zu 100 Prozent
Es gibt viele profitable Systeme
am Markt. Doch keins funktioniert immer, also zu 100 Prozent. Aber immer noch suchen
viele Trader nach dem Nonplusultra und werden dabei zu
Sammlern. Sie sammeln Tradingbücher, Tradingstrategien,
pilgern von einem Coach zum
anderen, kaufen die neueste
Trading-Software, laufen von
einem Seminar zum nächsten.
Weitere Informationen
und Tradingsignale
unter: http://www.dertrading-coach.com
E-Mail: [email protected]
Mich erinnert das an einen
Sportler, der gern Olympiasieger werden möchte und jeden
Monat zu einem anderen Trainer geht. Stellen Sie sich zum
Beispiel einen Stabhochspringer vor, der eine neue Hochsprungtechnik erlernt, dann
aber merkt, dass er auch damit
die Hürde nicht schafft und zur
nächsten Sprungtechnik wechselt. Dann sind die Schuhe
schuld, es müssen also neue
her, ein neuer Sportdress, ein
neuer Sprungstab, ein neuer
Trainer ….
Ein Wechsel folgt dem nächsten, aber unser Sportler
kommt nicht an, findet keine
Ruhe und nicht zu sich selbst.
Immer bleibt er auf der Suche
nach neuen Ansätzen, die angeblich noch besser sind.
satz und eine Tradingstrategie finden sollte, die zu ihm
passt. Nur dann hat er eine
reelle Chance, damit glücklich
und erfolgreich zu werden.
Es nutzt nichts, wenn Sie ein
Morgenmensch sind und ich
Ihnen empfehle, den amerikanischen Aktienhandel am
Abend zu traden. Sie würden
wahrscheinlich vor Ihrem Rechner einschlafen, viele Chancen
verpassen und alles andere als
erfolgreich werden.
Oft sehen solche Athleten „den
Wald vor lauter Bäumen nicht
mehr“ und vernachlässigen
ihr Training. Sie
sind hin- und
hergerissen
und
wissen
aufgrund der
top
N o n -S g vielen ParameTradin en
Ak tioninge
ter – Technik,
& g e r a ds !
Ausrüstung,
Spre
Trainer – nicht
mehr, wo sie
anfangen sollen und wo
wirklich
das
Problem liegt.
Vor dem gleichen Problem
stehen
viele
Trader. Glauben Sie mir,
auch ich kann
ein Lied davon
singen.
Und
ich erlebe in
vielen meiner
Kurse
bzw.
Coachings,
dass Teilnehmer
immer
wieder Tradingsysteme vergleichen, sich
auf Trader „XY“
berufen
und
sich
fragen,
warum mache
ich das nicht
auch so?
Ihr Tradingansatz muss zu
Ihnen passen
Meine Antwort:
Ganz einfach,
weil jeder Trader anders ist
– und jeder
seinen
eigenen Tradingan-
Klassische Anlageprodukte reichen
Ihnen nicht aus. Hier kommt unser
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Nr. 25 / April 2015
Seite 5
Das kann schon richtig sein,
was Star-Trader XY sagt. Aber
auch sein System ist nicht der
heilige Gral und unfehlbar und
vielleicht passt sein Handelsansatz gar nicht zu Ihrem Typ.
Daher mein Rat, hören Sie
auf, ständig Tradingsysteme
zu vergleichen. Kommen Sie
zur Ruhe und geben sie Ihrem
eigenen Tradingsystem die
Chance zu zeigen, ob es funktioniert oder nicht. Wenn Sie
Ihr System verbessern können,
dann verbessern Sie es. Auch
ich habe meine Systeme mit
der Zeit an die sich verändernden Märkte angepasst und das
war auch sinnvoll.
Aber machen Sie nicht den
Fehler und überoptimieren Sie
Ihr System, es wird dann nicht
mehr richtig funktionieren. Sie
können 20 Indikatoren verwenden, aber bis Sie alle Parameter überprüft haben, ist die
Tradingchance längst verpasst.
Insgesamt möchte ich folgendes hervorheben:
Stellen Sie
keine Vergleiche an
Ich weiß, dass meine Strategien mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit funktionieren,
die allerdings kleiner als 100
Prozent ist. Dieses Wissen
gebe ich gerne weiter. Mein
Wunsch und meine Aufgabe als
Trader und Trading-Coach ist
es, anderen Tradern zu helfen.
Smart Investor
Sie können diese Hilfe gerne
annehmen oder auch weitersuchen. Das bleibt letztlich Ihnen
selbst überlassen. Niemand
zwingt Sie, ein bestimmtes System zu verwenden. Holen Sie
sich Input für Ihr Trading und
entscheiden Sie dann, ob das
vorgestellte System zu Ihnen
passt. Mein Tradingwissen und
meine Tradingfähigkeiten habe
ich mir in harter Arbeit und in
vielen
Trial-and-Error-Versuchen angeeignet. Ich hatte keinen Coach und wahrscheinlich
auch die falschen Kurse bzw.
Bücher. Gerne hätte ich das alles gehabt, aber …
Mittlerweile wachsen Seminare und Coachings mit Echtzeit-Trading wie Pilze aus dem
Boden. Das Überangebot ist intransparent für den Trader und
macht es ihm schwer, sich für
den richtigen Kurs zu entscheiden. Hören Sie in sich hinein
und vertrauen Sie Ihrer Urteilsfähigkeit. Sie werden herausfinden, wer zu Ihnen passt und
wer nicht. Denn bei der Ausbildung sollte natürlich auch eine
gewisse Sympathie zwischen
Schüler und Meister bestehen.
Aber zurück zu meinem Werdegang als Trading-Neuling: Am
Anfang hab ich ein Buch über
„Mastertrader“ gelesen und
war damit völlig überfordert.
Ehrlich gesagt habe ich so gut
wie nichts verstanden. Aber
der Titel war so verlockend,
E-Paper
dass ich von heute auf morgen
ein Meister im Trading werden
wollte. Dann habe ich Finanzmagazine abonniert und alles
gelesen, ohne auch nur annähernd zu verstehen, worum es
ging. Auch ich habe also den
Wald vor lauter Bäumen nicht
gesehen.
Insgesamt habe ich so einige
Jahre investiert und viel Lehrgeld bezahlt, um mein System
zu entwickeln und ständig zu
verbessern. Ich habe eingesehen, dass mein System, mein
heiliger Gral nicht immer funktioniert. Aber wenn, dann nehme ich immer wieder schöne
Trades mit und punkte an den
Märkten. Und das Beste daran
ist: Ich kann mit meinem System jeden Markt traden – egal
ob Aktien, Silber, Gold, den
DAX, EURUSD, GBPUSD, Forex
oder andere.
Bleiben sie bei
Ihrem System
Wenn Sie Ihr System gefunden haben, dann sollten Sie
sich immer und überall daran
halten. Wenn Sie davon abweichen, ist es nicht mehr Ihr
System.
Heute halte ich mich eisern an
meine Strategien, fast wie ein
Roboter, der nur das ausführt,
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VTAD-News
Seite 6
Die Suche nach dem heiligen Gral
Die Trading-Strategie,
die immer und überall
zu 100 % funktioniert
gibt es nicht. In diesem
Artikel zeigt Berndt
Ebner, wie Sie Ihre passende Strategie finden
können, um auch langfristig erfolgreich zu
werden.
für das er programmiert wurde.
Denn ich weiß was passiert,
wenn ich mich nicht mehr daran halte. Es ist dann wieder wie
ganz zu Beginn meiner Karriere, als ich auf mein Bauchgefühl gehört habe. Kennen auch
Sie diesen Zustand … und die
Folgen?
Sicher kommt bei meinen Systemen auch noch „PatternReading“ dazu, also aus Chartformationen und Kerzenformen Informationen herauszulesen. Wo ich hinhören muss,
um zu verstehen, was mir der
Markt erzählt, entstammt einem jahrelangen Lernprozess.
Aber was ich letztendlich in diesem Artikel an Sie weitervermitteln möchte, ist, dass auch
ich keine 100-prozentig funktionierende Methode habe.
Viel wichtiger aber ist, dass ich
nicht mehr nach dem heiligen
Gral suche – es gibt ihn nicht!
Er ist lediglich eine Erfindung
der Tradingindustrie, die ständig versucht, ratlose, verzweifelte und am liebsten finanzstarke Trader mit immer neuen
Angeboten zu füttern, um natürlich daran zu verdienen.
Seien Sie sich dessen stets bewusst. Dann werden auch Sie
die Suche ziemlich schnell aufgeben und als Trader Ruhe und
innere Zufriedenheit finden.
Fortsetzung von Seite 5
an ihrer optimalen Umsetzung,
genau nach den vorgegebenen
Kriterien für Einstieg, StopLoss, Trade-Management und
Ausstieg.
Außerdem sehen Sie vor Ihrem
inneren Auge, wie ruhig und
stark Sie sind. Sie sind nicht
mehr ständig auf der Suche
nach neuen Strategien, probieren nicht mehr diesen oder jenen Indikator aus … Sie sehen,
dass die Suche nach dem Heiligen Gral des Tradings für Sie
inzwischen längst Geschichte
geworden ist. Rückschläge
werfen Sie nicht mehr aus der
Bahn, sie gehören zu Ihrem
Tradingalltag und sind allenfalls Anlass, an der Feinjustierung ihres Systems zu arbeiten.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit
diesem Artikel einen Denkanstoß geben und freue mich von
Ihnen zu hören.
Berndt Ebner
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Übung: Gehen Sie Ihre
Strategie in Gedanken durch
Gehen Sie in Gedanken durch,
wie Sie bei Ihrer Strategie bleiben – vorausgesetzt sie funktioniert schon. Wenn nicht,
übernehmen Sie eine Strategie
von einem Trader, der bereits
erfolgreich damit arbeitet und
passen Sie sie eventuell noch
an Ihre eigenen Tradingbedürfnisse und -vorlieben an.
Stellen Sie sich vor, wie Sie mit
Ihrer Strategie erfolgreich sind.
Wie es Ihnen Spaß macht, damit zu traden – jeden Tag. Auch
wenn es Tage geben mag, an
denen Sie vielleicht nicht so erfolgreich sind. Aber Sie verwenden Ihre Strategie und arbeiten
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p
Nr. 25 / April 2015
Seite 7
Pyramidisieren 2.0 – Hebeln statt Klotzen
Die alten Ägypter haben die Pyramiden als symbolische
Bauform für die Ruhestätten ihrer gottgleichen Pharaonen
gewählt. Mit ihrer Spitze weist die Pyramide in den Himmel
– dorthin würden auch Investoren ihre Finanzanlagen gerne
anwachsen sehen! Was liegt also näher, als mit dem dynamischen Begriff des „Pyramidisierens“ eine verheißungsvolle
Strategie zur Gewinnmaximierung zu bezeichnen!
eines Stop-Loss, wenn also die
Reißleine gezogen wird – auch
hier obliegt es dem Händler
festzulegen, ob eine Aktie komplett verkauft wird oder ob nur
das Investitionsvolumen reduziert (z. B. halbiert) wird.
Die Pyramidisierung als Anlagestrategie verfolgt das Ziel,
durch eine systematische Anpassung des investierten Volumens einerseits Gewinnpotenziale zu maximieren, andererseits Verlustrisiken zu reduzieren. Im Folgenden soll dieses
ebenso spannende wie transparente Konzept zunächst aus
der Sicht eines klassischen
Traders dargestellt werden,
anschließend wird der Ansatz
im modifizierten Rahmen der
regelbasierten Anlagestrategie
Börsenampel.de betrachtet.
Das Hauptrisiko einer Pyramidisierungsstrategie ergibt sich
vor allem bei stark fallenden
Märkten vor dem Hintergrund
ungünstiger Stop-Loss-Niveaus,
da das höhere Volumen in Verbindung mit Kursverlusten die
bislang kumulierten Gewinne
zunichte machen kann.
Klassische Strategie des
„Pyramidisierens“
Loss nachgezogen – quasi als
Reißleine sichert er damit ein
bestimmtes Gewinnmitnahmeniveau ab und begrenzt mögliche Verluste bei einem Kursrückgang. Die Herausforderung für den Investor ist dabei
in aller Regel die notwendige
Disziplin, dem Ausstiegsszenario auch strikt zu folgen.
Bei welchen Kurssteigerungen
bzw. Kursniveaus das investierte Volumen konkret erhöht
wird, wird vom Händler festgelegt, ebenso das Ausmaß der
Erhöhung. Gleiches gilt im Falle
Wie Abbildung 1 für eine fiktive
Aktie illustriert, hat die Pyramidisierung bei steigendem Kursverlauf durchaus einen überproportionalen Einfluss auf
die Wertsteigerung gegenüber
einem festen Investitionsvo-
Abbildung 1: Pyramidisieren
Das Konzept lässt sich an drei
Begriffen festmachen: Dynamisch investieren, Risiken
begrenzen, Gewinne sichern!
Ist in einem insgesamt freundlichen
Aktienmarktumfeld
eine vielversprechende Aktie
identifiziert, so wird zunächst
ein Teil des zur Verfügung stehenden Anlagekapitals in diese Aktie investiert. Steigt der
Kurs an und verfestigt sich der
Aufwärtstrend („The trend is
your friend“), so wird weiteres
Kapital in diese Position nachgeschossen, sobald der Kurs
ein bestimmtes Kursniveau
(Trigger) übersteigt. Die Positionsgröße wird also dynamisch
erhöht.
Gleichzeitig wird eine Sicherung eingezogen, ein StopLoss: Fällt der Kurs der Aktie
unter diese Schranke, so wird
die Position teilweise oder ganz
aufgelöst, die bisher erzielten
Gewinne werden vereinnahmt.
Wird der Stop-Loss nicht ausgelöst und die Aktie steigt weiter, so kann die Position weiter
ausgebaut werden – je nach
Risikofreude und beabsichtigter Gesamtgröße der Position.
Dabei wird stets auch der Stop-
Dr. Werner Koch, theoretischer Physiker und seit
1994 in der Finanzbranche, ist nach verschiedenen Stationen im commerzbank-Konzern heute
geschäftsführender Gesellschafter der quantagon
financal advisersGmbH in
Frankfurt, einem auf quantitativ gesteuerte Anlagestrategien spezialisierten
Finanzdienstleister.
Dipl.-Kfm. Werner Krieger ist seit 1994 in der
Finanzbranche tätig. Er
ist geschäftsführender
Gesellschafter der GFA
Vermögensverwaltung
GmbH und spezialisiert
auf die Entwicklung von
Handels- und Vermögensverwaltungsstrategien.
Pyramidisieren = Dynamisieren der Wertentwicklung
Nach Kauf einer Aktie zu 100 werden im Zeitablauf die vorgegebenen
Trigger-Levels bei Kurswerten von 110 und 120 jeweils überschritten,
es erfolgt eine Aufstockung um je 50 Aktien. Gegenüber der alten Position (= 100 Stücke) ist der zusätzliche Gewinn gut erkennbar. Bei
Erreichen der Kursmarke 110 wird ein Stop Loss bei 108 eingeführt,
bei 120 ein Stop Loss bei 118.
Während das erste Stop Loss-Level nicht „gerissen“ wird (der Markt
entwickelt sich weiterhin positiv), steigt die Strategie bei dem zweiten
Stop Loss mit 118 aus.
*Datenquellen der Charts:
Bloomberg, börsenampel.de
VTAD-News
Seite 8
Pyramidisieren ...
lumen – allerdings nur in den
Anstiegsphasen. Bei fallendem
Kurs ist der Verlust ebenfalls
entsprechend höher!
Pyramidisieren 2.0 in der
Börsenampel-Strategie
Erfolgreich Pyramidisieren 2.0 in den Börsenampel-Strategien
– gehebelte ETFs bzw.
Futures-Overlay statt
klassischer Volumenänderung, Ampelsignale
statt Trigger und StopLoss
Um das Prinzip des Pyramidisierens auf ein Investmentprodukt zu übertragen, bedarf es
einer Verallgemeinerung des
oben vorgestellten Prinzips. Mit
dem Kauf von Fondsanteilen
oder bei Geldanlage in einem
Managed Depot ist das Investitionsvolumen des Kunden festgelegt – ein individuelles Pyramidisieren ist innerhalb des
Produktes also nicht möglich.
Wie kann man dennoch in
einem Produkt, in dem viele
Investoren ganz individuelle
Summen anlegen, eine Pyramidisierung betreiben, von der
alle Investoren gleichermaßen
profitieren?
Indikatoren
statt Trigger
Da sind zunächst einmal die
„Trigger“, also die Kursniveaus
(oder Marktniveaus, wenn man
Fortsetzung von Seite 7
sich auf den DAX-Index bezieht), bei denen der Händler
die Position vergrößert – aber:
in der Börsenampel gibt es keine Trigger!
Stattdessen bestimmen die
Signale der Börsenampel die
Zeitpunkte, zu denen eine Aktienposition eingegangen, gehebelt oder aufgelöst wird. Die
Signale wiederum werden aus
Teilsignalen generiert, sodass
also letztlich eine mehrdimensionale
Markteinschätzung
durch die weitgehend unabhängigen Marktindikatoren die
Ausprägung der Zielallokation
bestimmt. Trigger-Zeitpunkte
werden also nicht anhand des
Kursverlaufs bestimmt, sondern durch die Indikatoren
bzw. durch die Ampelsignale
„rot–gelb–grün“.
Hebel statt
Volumen
Was bedeutet nun „Position
vergrößern“? Nun, es würde
klassisch bedeuten, dass in
ein höheres Volumen investiert
und damit die Gewinnkurve
– sollte der Markt weiter steigen – steiler wird, als wenn
man das ursprüngliche Volumen beibehalten würde. In der
Börsenampel ist das Investitionsvolumen fest – hier erfolgt
ein Umschichten in ein gehebeltes Produkt! Statt also das
Volumen eines Investments
zu verdoppeln, kann man das
ursprüngliche Volumen in ein
gehebeltes Produkt investieren und damit die Gewinnkurve steiler machen. In der Börsenampel wird das durch einfache und gehebelte DAX-ETFs
oder über Futurestrategien umgesetzt. Hierzu folgende schematische Vergleichsrechnung:
Volumen 10.000 Euro: Steigt
der Markt um 10 %, steigt die
Position auf 11.000 Euro, Gewinn also 1.000 Euro.
Verdoppeln: Hätte man das
Volumen vor dem Anstieg auf
20.000 Euro verdoppelt, so
hätte sich bei einem 10-prozentigen Anstieg ein Endwert
von 22.000 Euro, also ein Gewinn von 2.000 Euro ergeben.
Hebeln: Gehebelt werden aus
10.000 Euro und 10 % Anstieg
nun 20 % Anstieg, es ergibt
sich ein Endwert von 12.000
Abbildung 2: Pyramidenstufen mit Keller*
*Datenquellen der Charts:
Bloomberg, börsenampel.de
Die Positionierung der offensiven Börsenampel
Die Strategie „Dt. Aktien – offensiv“ kennt vier verschiedene Zustände, die sich als zweiseitige Pyramidisierungsstrategie verstehen lassen: Einerseits DAX-Short ← Geldmarkt, andererseits Geldmarkt → DAX → DAX
gehebelt. Eine interessante Pyramidisierungsdynamik findet sich Mitte/Ende 2011 von DAX-Short („Keller“)
über Geldmarkt auf gehebelten DAX.
Zum Vergleich der Performanceverlauf (grüne Linie) gemäß vereinfachter Signale „Aktien Ja/Nein“ (also
ohne Pyramidisieren) mit Investment in DAX oder Geldmarkt.
Nr. 25 / April 2015
Seite 9
Euro; der Gewinn beträgt also
ebenfalls 2.000 Euro, es wurde
jedoch kein zusätzliches Kapital eingesetzt.
Bei Strategieprodukten wie
Fonds oder im Rahmen von
Managed Depots erfordert
Pyramidisieren daher ein Hebeln von Positionen – im ETFBereich gibt es hierzu (auch
mehrfach) gehebelte Aktienmarkt-ETFs, im Fondsbereich
wird hingegen mit AktienindexFutures für die notwendige Dynamik der Wertentwicklung gesorgt. Durch ein nur teilweises
Umschichten in ein gehebeltes
Produkt lässt sich die Pyramidisierung feinjustieren.
Risikomanagement
Die Rolle des Stop-Loss, als Teil
des Risikomanagements, kann
in Produktstrategien mit ähnlichen Ausstiegsmechanismen
implementiert werden. Das Bör
senampel-Konzept beinhaltet
bereits in seiner Konstruktion
eine Verlustbegrenzung, da
die Indikatoren – jeweils für
sich genommen und damit
automatisch auch im Aggregat
– neben den Einstiegssignalen für ein Aktienengagement
auch Ausstiegssignale liefern
und somit ein Reduzieren des
Hebels oder Schließen einer
Aktienposition empfehlen. (Da
rüber hinaus ist hier auch ein
Stop-Loss implementiert, der
aber nur extreme Crash-Szenarien abdeckt.)
Auch die Börsenampel folgt
diesem Weg und erweitert damit auch optisch den stufenförmigen Auf- und Abbau von
Positionen in den negativen
Bereich (=Short), wie der Abbildung 2 zu entnehmen ist.
Pyramidisierung auch mit
Short-Positionierung
Pyramidisieren für alle – auf
börsenampel.de
Der klassische Tradingfokus
liegt auf steigenden Märkten; bei fallenden Märkten
beziehungsweise
fallenden
Kursen werden Positionen
grundsätzlich
geschlossen.
Mit erweiterten Konzepten lassen sich auch hier sowohl mit
Futurestrategien als auch mit
entsprechenden
Short-ETFProdukten Gewinne erzielen!
Dadurch werden Pyramidisierungsstrategien
universeller
einsetzbar, da nun – direkt
oder über eine zwischenzeitliche Geldmarktposition – aus
einem beendeten Long-Investment in ein Short-Investment
umgeschichtet werden kann.
Im Gegensatz zur individuellen
Gestaltung einer klassischen,
eher kurzfristig orientierten Pyramidisierungs-Strategie durch
einen Trader folgt die quantitative Börsenampel fest definierten Regeln für den mittelfristigen Anlagehorizont, die sich im
Zeitablauf bewährt haben. Auf
börsenampel.de sind weitergehende Informationen u. a. auf
der Unterseite „Aktuelles“ hinterlegt: Der Auf- und Abbau der
Pyramide wird in einem rollierenden 3-Jahres-Zeitraum dargestellt und eine bewegliche
Börsenampel illustriert die Pyramidisierung taggenau durch
alle Marktphasen hindurch.
Börsenampel
Positionierung
Wertentwicklung
dunkelrot
DAX-Short
invers zu DAX
hellrot
Geldmarkt
neutral gegenüber DAX
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DAX
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VTAD-News
Seite 10
Jetzt in Asiens Schwellenländer investieren
Claudia Jankewitz (CFTe) ist
selbstständige Finanzanalystin. Ihre Schwerpunkte liegen
auf der klassischen Chartanalyse sowie der Point& FigureMethode. Sie handelt Aktien,
ETFs und US-Optionen sowie
Zertifikate. Für das gehebelte
Trading gibt sie zwei Börsendienste heraus. Informationen
unter www.hebelfuchs.de,
www.optionentrader.info
oder E-Mail an: [email protected]
Asien verdient wieder
größere Aufmerksamkeit. In vielen Ländern
haben wichtige Wahlen stattgefunden und
die neuen Regierungen
haben sich die Förderung von Infrastruktur
und Binnenwirtschaft auf die Fahnen
geschrieben. Gleichzeitig öffnen sich die
Börsen stärker für ausländische Investoren.
Kurssteigerungen sind
also vorprogrammiert.
Bereits 2013 habe ich in meinem Vortrag für die Frühjahrskonferenz auf die langfristigen Investmentchancen in
den Schwellenländern Asiens hingewiesen. Die in den vergangenen 1 ½ Jahren erfolgte Liquiditätsabschöpfung an
diesen Märkten aufgrund der Einstellung der Anleihekäufe in
den USA war übertrieben und sollte inzwischen verdaut sein.
Nun stellt sich die Frage, ob es wieder Zeit ist zu investieren,
und wenn ja, welche Länder die besten Aussichten bieten.
Wenn auch ein Investment in
die Schwellenländer Asiens
immer als eine langfristige Anlage unter manchmal hohen
Schwankungen anzusehen ist,
so gibt es doch einige Konstanten: Seit 2009 outperformten
China, Thailand, Indonesien
und die Philippinen den S&P
500 deutlich. Doch, wie Sie
wissen, bietet eine langjährige Outperformance keine Garantie für zukünftige Gewinne.
Deshalb habe ich in meine
Analyse für die diesjährige
Frühjahrskonferenz sowohl die
stärksten Performer der letzten 24 Monate einbezogen als
auch die Schlusslichter, die für
ein eventuelles fulminantes
Comeback stehen könnten. Aus
Platzgründen kann ich hier nur
auf zwei Titel näher eingehen.
China, Indien stark; Malaysia,
Singapur abgeschlagen
Im Jahresvergleich fallen vor allem China und Indien als sehr
starke Performer auf. Die rote
Laterne halten Malaysia und
Singapur. Damit stellt sich die
Frage, warum gerade China
und Indien sich so herausragend präsentieren können.
Hier gibt es eine Reihe von
wichtigen Faktoren, die in die-
sen Regionen in den letzten 2
Jahren einen Wandel hervorgerufen haben:
Gründe für den Wandel
in Asien
In China, Indien und auch Indonesien fanden wichtige Wahlen
statt. Neue Regierungen wurden gewählt, die Reformen auf
den Weg bringen. Das schafft
Vertrauen und starke Rückendeckung aufseiten der Bevölkerung und Investoren.
Generell ist in diesen Regionen
ein Wandel zu beobachten, der
vom produzierenden, exportorientierten Gewerbe weg und
hin zu einer stärker konsumorientierten Entwicklung und
zum Aufbau einer wachsenden
Mittelschicht führt. Hiermit verbunden ist ein starker Ausbau
der Infrastruktur durch Konjunkturprogramme.
Gerade für China gilt, dass der
Weg zum nachhaltigen Wachstum mit einer Steigerung von 4
bis 8 Prozent pro Jahr gesucht
wird. In diesem Jahr will China sein Bruttoinlandsprodukt
(BIP) um 7 Prozent steigern,
das sind immerhin 800 Milliarden US-Dollar!
Das viel beschworene „Hard
Landing“ fand in China bisher
nicht statt und die hohen Immobilienpreise erfordern nun
ein Umschichten in Sachwerte
wie Aktien; ein Vorgang, der
erst begonnen hat. Zudem
öffnen sich die chinesischen
Börsen immer mehr für ausländische Investoren. Der noch für
dieses Jahr geplante ShanghaiHong Kong Stock Connect, eine
Verbindung der Börsen beider
Städte, ist dazu ein wichtiger
Meilenstein. Damit bietet sich
eine viel größere Auswahl an
Marktbeteiligungen an.
Viele DAX-Firmen haben inzwischen einen sogenannten
„Asienfaktor“, jedes 3. Auto
deutscher Hersteller wird in
China verkauft und schlussendlich wird der asiatische
Wirtschaftsraum durch den für
Ende 2015 geplanten Zusammenschluss zum AEC (ASEAN
Economic Community) sehr
gestärkt in die Zukunft gehen.
Asiatische Länder unbeeindruckt vom Ölpreisverfall
Die frühere starke Korrelation zwischen den asiatischen
Ländern und dem Ölpreis ist
nicht mehr gegeben. Während
Gesamtasien mit dem Ölpreis
2008 stark verlor und 2009
wieder anstieg, koppelten sich
2014 einige Länder ab.
Der niedrige Ölpreis hilft, die
Inflation gering zu halten. Die
Zinsen bleiben niedrig. Zudem
haben vor allem China und In-
Abbildung 1: Shanghai Composite, China, im Wochenchart
Quelle: www.stockcharts.com, eigene Markierungen
Die Analysen von Claudia Jankewitz zeigen deutliches Kurspotenzial an den chinesischen Börsen. Der
hier abgebildete Shanghai Composite hat bis zu seinem Allzeithoch noch Luft von über 60 Prozent.
Nr. 25 / April 2015
Seite 11
dien noch Spielraum für weitere Zinssenkungen. Vor allem
Ölimporteure wie China, Indien, Japan und Südkorea können davon profitieren, Öl exportierende Länder wie Malaysia
leiden dagegen eher unter dem
Ölpreisverfall sowie auch unter
Preisrückgängen bei anderen
Rohstoffen wie Kakao.
China nach wie vor
interessant für Anleger
Selbst wenn der chinesische
Markt schon seit 2014 sehr
stark gestiegen ist, so haben
meine Analysen sowohl für den
Shanghai Composite als auch
den Hang Seng China Enterprise noch weiteres Potenzial
nach oben ergeben. Allen voran
der Shanghai Composite hat
noch eine Kurschance von weiteren 67 Prozent (siehe Abb. 1).
Der Index erreichte bereits
2007 sein Allzeithoch bei
6.000 Punkten. Nach dem
Kursverfall 2008 konnte er
sich zunächst wieder bis auf
aktuell 3.580 Punkte erholen.
Mit dem Ausbruch aus einem
Dreieck im letzten Quartal
2014 stieg der Kurs immens
an. Das Potenzial gilt vorerst
bis zum Allzeithoch. Eine starke Unterstützung hat sich bei
2.000 Punkten gebildet.
Zähe Seitwärtsbewegungen
in Malaysia und Singapur
Sowohl der KLCI von Kuala
Lumpur als auch der Straits
Times von Singapur verlaufen
seit Jahren in einer Seitwärts-
bewegung. Daraus müssen die
Indizes erst ausbrechen. Für
Malaysia bedeutet das erst
wieder gute Kurschancen ab
ca. 2.000 Punkten (siehe Abb.
2), für den Straits Times ab
Kursen über 3.500.
Fazit
Bei einem Investment in Asien
ist eine langfristige Perspektive gefragt. Sofern Sie direkt
in Einzelaktien investieren
wollen, profitieren Sie durch
vermehrte
Dividendenausschüttungen gleich doppelt von
dem kommenden Wachstumsschub, vor dem Asien steht.
Sollten Sie allerdings Anlagen
mit Währungssicherung vorziehen, dann sollten Sie einen
Länder- ETF oder einen übergeordneten Asien-ETF wählen.
Abbildung 2: Wochenchart KLCI, Malaysia, im Wochenchart
Quelle: www.stockcharts.com, eigene Markierungen
Malaysia und Singapur sind gegenwärtig noch in einer zähen Seitwärtsbewegung gefangen. In Malaysia ergibt sich erst oberhalb von 2.000 Punkten wieder Kurspotenzial.
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VTAD-News
Seite 12
Der sinkende Ölpreis – Fluch oder Segen für die Weltwirtschaft?
Seit dem Sommer 2014 befinden sich die Rohölpreise im
Sturzflug und haben bis Anfang diesen Jahres um mehr als
55 Prozent nachgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter)
der US-Marke WTI fiel in den vergangenen acht Monaten von
107 auf 46 US-Dollar. Im selben Zeitraum verbilligte sich das
Nordseeöl Brent von 115 auf 55 US-Dollar.
Ali Taghikhan ist professioneller Hedgefonds-Trader
und Geschäftsführer der
Ali Technical Trading GmbH
und verantwortet dort die
Ausbildung von institutionellen Fondshändlern und
privaten Tradern, die den
Profihandel erlernen möchten (www.att-trading.com).
Das übergeordnete Bild
ist durch den massiven Abverkauf eingetrübt und nach wie vor
Short. Kurz- bis mittelfristig könnte eine Zwischenerholung erfolgen, jedoch ist auch
hier der fundamentale,
übergeordnete Abgabedruck bemerkbar.
Das heißt, solange der
Ölpreis die Zone von
54/55 US-Dollar nicht
signifikant nach oben
auflöst, sind auch in
diesem Zeitfenster
Impulse nach Süden
vorzuziehen.
Offenlegung gemäß § 34b
WpHG wegen möglicher
Interessenkonflikte:
Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw.
Basiswerten zum Zeitpunkt
der Veröffentlichung dieser
Analyse investiert.
Der sinkende Ölpreis bringt auf
den ersten Blick viele Vorteile:
Die Verbraucher können billiger tanken und Heizöl einkaufen. Es bleibt mehr Geld in der
Kasse und sie können mehr
konsumieren. Gleichzeitig sparen auch die Unternehmen und
können mehr investieren. Für
die Volkswirtschaft scheint das
ein Segen, sodass der sinkende Ölpreis auch gern als Konjunkturprogramm bezeichnet
wird.
Die Gründe des
Ölpreisverfalls
Ein wichtiger Grund für den
sinkenden Ölpreis ist die von
Jahr zu Jahr steigende Ölfördermenge, die am Markt zu
einem höheren Angebot führt.
Es stammt vor allem aus den
USA, die in den vergangenen
sechs Jahren die Ölproduktion
durch ihre sehr umstrittene
Fracking-Methode um über 70
Prozent gesteigert haben. Bei
dieser Methode werden sehr
tief liegende Gesteinsschichten angebohrt und das dort
eingepresste Öl wird mithilfe
von Chemikalien unter hohem
Druck gelöst. Das Verfahren
ist sehr umstritten, da befürchtet wird, dass die verwendeten
Chemikalien das Grundwasser
nachhaltig verunreinigen.
Im letzten Jahr produzierten
die USA genauso viel Öl wie
Saudi-Arabien und Russland,
die beide in den vergangenen
Jahrzehnten unangefochten an
der Spitze lagen. Inzwischen
haben die USA ihre Abhängigkeit von den OPEC-Staaten
deutlich verringert und müssen
nun viel weniger Öl importieren.
Aber auch Saudi-Arabien und
Russland haben in den vergangenen Jahren ihre Ölproduktion
leicht gesteigert. Beschleunigt
wurde der Ölpreisverfall auch
dadurch, dass Saudi Arabien
seine Produktion Ende 2014
nicht verringerte wie früher
sehr häufig, wenn die Ölpreise
sanken. Hier geht es um die
weltweite Vormachtstellung im
Ölmarkt und Saudi Arabien will
seinen Marktanteil verteidigen.
Die Scheichs können den sinkenden Ölpreis am ehesten verkraften, sie verfügen über hohe
Finanzreserven und sehen nun
die Chance, die Ölkonkurrenz
aus den USA, Russland und
dem Iran zu ärgern.
Fracking nur bei
hohem Ölpreis lukrativ
Ein langfristiger niedriger Ölpreis stellt die US-Ölkonzerne
vor Probleme. Fracking ist kostspielig. In Erwartung viel Öl zu
produzieren und es für über
100 US-Dollar pro Barrel zu
verkaufen, haben sich die USÖlkonzerne in den vergangenen Jahren stark verschuldet.
Analysten sehen die 80-DollarMarke beim WTI als Schmerzgrenze, wobei ein kurzfristig
sinkender Ölpreis weniger problematisch ist, da Ölproduzen-
ten ihr Öl schon im Voraus per
Termin verkaufen. Im letzten
Jahr wurden diese Termingeschäfte auch noch sehr lukrativ
abgeschlossen. Sollte der Ölpreis aber dauerhaft unter die
Marke von 50 US-Dollar fallen,
könnte das ein Problem für die
Ölproduzenten in den USA bzw.
weltweit werden.
Russland besonders
betroffen
Russland leidet wohl am meisten unter dem sinkenden Ölpreis, da 50 Prozent aller Einnahmen des Staates aus dem
Öl- und Gasgeschäft kommen.
Gleichzeitig braucht der russische Staat einen Ölpreis von
100 US-Dollar, um seinen Haushalt ausgleichen zu können.
Im Moment geht die russische
Zentralbank davon aus, dass
die Wirtschaft 2015 um über
4,5 Prozent sinken könnte, sollte der Ölpreis dauerhaft unter
60 US-Dollar liegen. Im vergangenen Jahr führte der sinkende
Ölpreis auch zu einem starken
Abverkauf des russischen Rubel. Konzerne bzw. Banken, die
sich im Ausland verschuldeten,
haben nun immer größere Probleme, diese Schulden auch
zu begleichen. Es droht eine
schwere Rezession, die auch
Anzeige
Nr. 25 / April 2015
Seite 13
Auswirkungen auf Europa bzw.
den Rest der Welt haben könnte. Entscheidend wird sein, wie
die Finanzmärkte in den nächsten Monaten reagieren und
wie stark die Kapitalflucht aus
Russland sein wird. Hinzu kommen noch die wirtschaftlichen
Sanktionen des Westens gegen
Russland wegen der UkraineKrise.
Niedriger Ölpreis auch für
Ölimporteure problematisch
Ein dauerhaft niedriger Ölpreis
könnte aber auch für die ölimportierenden Wirtschaftsregionen, wie zum Beispiel Europa,
ein Problem werden. Ein sinkender Ölpreis drückt die Inflation nach unten und könnte
langfristig zu einer Deflation
führen. Sinken die Preise, sinkt
häufig auch die Nachfrage, da
Konsumenten auf weiter fallende Preise spekulieren. Gleichzeitig lässt die Produktivität
nach, die Gewinne sinken und
es kommt zu Entlassungen.
Sie reduzieren die Nachfrage
weiter und es entsteht ein Teufelskreis.
Aktuell ist die Inflationsrate in
Europa bereits negativ, sodass
die Europäische Zentralbank
bereits im März 2015 angefangen hat, jeden Monat für 60
Milliarden Euro Staatsanleihen
aufzukaufen, um dem Teufelskreis entgegenzuwirken.
Sinkender Ölpreis allenfalls
kurzfristig von Vorteil
Kurzfristig bringt ein fallender
Ölpreis einige positive Effekte
für die Weltwirtschaft. Allerdings ist ein langfristig sinkender Ölpreis mehr Fluch als
Segen. Eine starke Rezession
in Russland könnte Folgen für
die europäische Wirtschaft haben, und sollten die US-Ölkonzerne in Schieflage geraten,
dürfte das der gerade wieder
erstarkten US-Wirtschaft einen Dämpfer verpassen. Von
den großen ölproduzierenden
Ländern kann Saudi-Arabien
am ehesten mit niedrigen Ölpreisen leben. Die Verstetigung
der Produktion kostet das Land
vielleicht einige Verluste, den
Großteil der Zeche zahlt aber
die Konkurrenz. Hieran erkennt
man, dass der Ölpreis sehr
stark von der Politik abhängig
ist.
Der Bärenmarkt ist noch
nicht vorbei
Seit Anfang 2009 bewegte
sich Öl in einem starken Bullenmarkt, der allerdings von
Anfang 2011 bis zum Sommer
2014 nicht nachhaltig über die
Marke von 110 US-Dollar (WTI)
steigen konnte. Von dieser Widerstandszone prallte der Preis
insgesamt viermal ab.
Gleichzeitig formte sich eine
deutlich sichtbare Trendlinie,
die zusammen mit der Widerstandszone bei 110 US-Dollar
eine Dreiecksformation bildete.
Entsteht eine Dreiecksformation über einen langen Zeitraum,
nimmt der Kurs bei einem Ausbruch häufig sehr viel Schwung
auf, was auch hier passierte. Der Ölpreis durchbrach in
schneller Folge die Unterstützungsbereiche bei 91, 85, 77,
70 und 60 US-Dollar.
Hier erkennt man auch das
Herdenverhalten der Börsianer.
Bei einer schnellen Abwärtsbewegung kommt es häufig
zu Panikverkäufen. In diesem
Fall wurde eine fünfjährige Aufwärtsbewegung in nur fünf Monaten zunichte gemacht.
Aktuell ist die Marke von 54
US-Dollar entscheidend für den
Ölpreis. Solange dieser Bereich
nicht nachhaltig nach oben
durchbrochen wird (graue Prognoselinie), besteht weiterhin
Abwärtspotenzial (blaue Hauptprognoselinie) und der Markt
könnte das Tief von Anfang
2009 bei circa 34 US-Dollar
testen.
Abbildung 1: WTI-Endloskontrakt an der NYMEX
Der Ölpreis verlor in nur fünf Monaten die Kursgewinne einer fünfjährigen Aufwärtsbewegung. Auch ein Test des Tiefs von 34 US-Dollar
aus dem Jahr 2009 ist noch möglich (blaue Hauptprognoselinie). Aufwärtspotenzial entsteht dagegen erst wieder, wenn die Marke von
54 US-Dollar nachhaltig überschritten wird (graue Prognoselinie).
VTAD-News
Seite 14
Optimal optimiert
Detlev Matthes studierte
Technische Informatik (FH)
und arbeitet als ICT Analysis,
Architecture & Design bei
der T-Systems International
GmbH. Privat beschäftigt
er sich mit der Konzeption
und Entwicklung von Handelssystemen. So hat er zum
Beispiel die Simulations- und
Chart-Software „PipMaster“
entwickelt.
Ein Optimierungslauf
eines Handelssystems
liefert unterschiedliche
Backtestergebnisse.
Doch nach welchen Kriterien soll ein Optimierungslauf erfolgen?
Mithilfe von Optimierungssimulationen
kann die optimale Auswertung dieser Back-
Handelssysteme können mit Eingabeparametern – zum Beispiel Indikatorwerten – versehen werden. Je nach Indikatorwert, beispielsweise Wochen- oder Tagesschluss, ändert sich
auch das Ergebnis der Ausführung. Anhand eines Backtests
mit unterschiedlichen Parametern lässt sich die Performance
des Handelssystems testen und optimieren. So können die
Parameter identifiziert werden, die im Backtest zu den besten
Ergebnissen, etwa dem höchsten Profitfaktor oder dem größten Gewinn geführt haben. Detlev Matthes zeigt in diesem
Beitrag wie Optimierungsstrategien auf ihre Anwendbarkeit
und Profitabilität hin untersucht werden können.
An einem zuvor ausgewählten Handelssystem wurden
Opti mierungssimulationen
durchgeführt sowie ihre Ergebnisse ausgewertet. Ferner wurde untersucht, wie die
Optimierungsresultate weitere
Handelsentscheidungen
beeinflussen können.* Die
Studie zeigt, dass solche Simulationen Aussagen über die
Profitabilität eines Handelssystems ermöglichen und welche
Beziehungen zwischen einem
optimierten System und einem
darauf basierenden Ausführungssystem bestehen.
Softwarebasierte Simulation
von Optimierungen
Die Ergebnisse wurden auf
Basis der Simulations- und
Chart-Software PipMaster; erstellt (http://sourceforge.net/
projects/pipmaster), die hierfür
entsprechend erweitert wurde.
Ergebnisse einer Optimierungssimulation sind zeitliche
Verläufe
von
Performanzwerten (wie zum Beispiel
Gesamtgewinn/-verlust (GuV)
oder Profitfaktor):
• Optimize-Verläufe stellen
die Ergebnisse von Optimierungen zeitlich dar. So entspricht ein GuV-Verlaufswert
immer dem GuV, den das
Handelssystem zu einem
entsprechenden Zeitpunkt
unter optimal eingestellten
Parametern erreicht hätte.
• Execution-Verläufe stellen
die Ergebnisse aller bis zum
entsprechenden Zeitpunkt
ausgeführten Trades dar. So
entspricht ein GuV-Verlaufs-
wert zu einem bestimmten
Zeitpunkt dem Gesamt-GuV
aller vorangegangenen Trades (Equity-Verlauf). Diese
Trades sind Resultate von
Backtestergebnissen, die
zuvor mit optimierten Parametern ausgeführt wurden.
Abbildung 1 veranschaulicht
den Ablauf einer Optimierungssimulation für eine tägliche
Re-Optimierung eines Handelssystems. Die Simulationen wurden an einem einfachen Handelssystem (basierend auf den
1h-Balken des EURUSD der
letzten 14 Jahre) ausgeführt.
Dieses System handelt Durchbrüche (LONG), die auf dem
täglichen Gleichgewichtskurs
(GWK) basieren. Als Optimierungsparameter werden Werte
für Take-Profit und Stop-Loss
verwendet.
Basisoptimierungsstrategien
In Abbildung 2 werden die Simulationsergebnisse (EquityVerläufe in Pips) einer täglichen
Re-Optimierung und die darauf
basierenden Handelsresultate
gezeigt. Sie folgen den genannten beiden Basisoptimierungsstrategien.
Abbildung 1: Ablauf einer Optimierungssimulation
testergebnisse für eine
profitable Anwendung
des Handelssystems
ermittelt werden.
Dieser Beitrag fasst einen
Projektbericht zur Untersuchung von Optimierungsstrategien zusammen, der im
Rahmen des VTAD Awards
2015 vorgestellt wurde. Der
vollständige Bericht kann unter www.vtad.de/node/7601
abgerufen werden.
Innerhalb eines Simulationslaufes erfolgt für jeden historischen Tag ein erneuter Optimierungslauf.
Entsprechend der gewählten Optimierungsstrategie werden die Parameter aus dem selektierten Optimierungs-Backtest als Parameter für einen anschließenden Execution-Backtestlauf verwendet. Dieser
Execution-Backtestlauf läuft dabei um einen Tag länger als der Lauf der Optimierung.
Nr. 25 / April 2015
Seite 15
• maxGuV: Auswahl des Backtestergebnisses während
der Optimierung nach dem
größten
Gesamtgewinn/verlust
• maxProfitfaktor: Auswahl
des
Backtestergebnisses
während der Optimierung
nach dem größten Profitfaktor
Es ist erkennbar, dass die Optimierung nach dem größten
GuV den besseren ExecutionVerlauf ergibt. Ab 2009 läuft
das System aber trotz täglicher
Re-Optimierung seitwärts.
Der Optimized-Verlauf ist stets
etwas höher als der entspre-
chende Execution-Verlauf und
läuft ihm gering zeitlich verzögert nach.
Optimierungsstrategien
mit Bedingung
Eine Optimierungsstrategie mit
Bedingung definiert anhand
eines Algorithmus, ob ein anschließender Handel erfolgt
bzw. unterbunden wird. Eine
Bedingung gilt solange, bis eine
erneute Optimierung mit Bedingung ausgeführt wird.
Wenn der Optimized-Verlauf
des Profitfaktors sinkt, so ist
das ein Anzeichen, dass das
Handelssystem (eben bei stets
optimierten Parametern) an
Performanz verliert. Bedingungen für einen weiterführenden
Handel könnten so zum Beispiel ein Profitfaktor größer
oder gleich 1,5 oder auch ein
gleichbleibender bis steigender
Profitfaktor sein. So wäre bei
der gezeigten Simulation (maxGuV) mit der Bedingung „Profitfaktor ≥ 1,5“ der Handel nach
2009 ausgesetzt worden.
Innerhalb der Entwicklung eines Handelssystems könnte
der Optimized-Verlauf des Profitfaktors als Indikator für die
erwartende Performanz dienen.
Abbildung 2: Basisoptimierungsstrategien
Gegenüberstellung der Equity-Verläufe nach Anwendung der Basisoptimierungsstrategien „maxGuV“
und „maxProfitfaktor“ bei einer täglichen Re-Optimierung.
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VTAD-News
Seite 16
Filteroptimierung in mechanischen Handelssystemen
Alexander Sedlacek,
Dipl. Bankbetriebswirt
und zertifizierter Technischer Analyst arbeitet im
Asset Management beim
Vermögensverwalter
Novethos in München. Er
ist Leiter der VTAD-Regionalgruppe München.
In der Praxis werden
Handelssysteme mit
Filter-Setups ergänzt,
um Fehlsignale zu vermeiden. Eine tiefe Analyse des Filter-Setups
ist unabdingbar
Alexander Sedlacek beschäftigt sich seit Jahren mit mechanischen Handelssystemen. Dabei stellte er fest, dass oft sehr
viel Zeit in die Analyse von Ein- und Ausstiegssignalen investiert wird, der zusätzliche Filter, den fast alle Handelssysteme
einsetzen, wird dagegen in der Praxis in der Regel diskretionär, also ohne tiefere Analyse hinzugefügt. In diesem Beitrag
stellt er seine Überlegungen zur quantitativen Analyse und
Optimierung von Filtern für mechanische Handelssysteme vor.
Seine Arbeit wurde mit dem 3. Platz beim VTAD Award 2015
ausgezeichnet.
Das
Filter-Setup
Als Filter-Setup bezeichnet man
eine oder mehrere Bedingungen, die erfüllt sein müssen,
bevor das eigentliche HandelsSetup greifen kann. Dadurch
sollen die Rahmenbedingungen
für einen Trade konkretisiert
Sedlacek konzentriert sich in dem nachfolgend vorgestellten werden. Ziel: möglichst viele
seiner Arbeit darauf, Regeln zur Handels-Setup:
Verluste ausschließen.
Optimierung von Handelsfiltern
zu bestimmen, um Marktpha- Als Ein- und Ausstiegsparame- Im gewählten Beispiel zeigte
sen, in denen ein Handelssy- ter wird der RSI mit einer Pe- sich im Beobachtungszeitraum,
stem schlecht oder nicht funk- riodeneinstellung von 5 und dass das Handelssystem in den
tioniert, zu vermeiden. Dabei einer Triggerlinie bei 30 und 50 Abwärtsphasen netto negative
unterscheidet er zunächst Han- gewählt. Die Idee hinter dem Ergebnisse erzielte. Es wurde
dels-Setup und Filter-Setup.
Handelssystem ist, kurzfristige daher zunächst diskretionär
Korrekturen zu nutzen, um sich ein gleitender 100-Tage-DurchDas
Long auf steigende Kurse zu po- schnitt eingefügt und die folgensitionieren. Zusätzlich wird ein de Regel definiert: Handele nur,
Handels-Setup
Initial Stop in Höhe von 3,5 % wenn das Filter-Setup positiv ist,
Ein Handels-Setup ist durch eine per Trade gesetzt. die Regeln für d. h. wenn der Tagesschlussoder mehrere Regeln definiert das Handels-Setup lauten dem- kurs größer ist als der 100-Tageund gibt Signale für den Ein- entsprechend wie folgt:
Durchschnitt (EMA = Exponentiund Ausstieg in ein Asset. Die
eller gleitender Durchschnitt).
Berechnung des Signals erfolgt 1. Kreuzt der RSI die Triggerlinie
aus Daten (expost) des Assets
bei 30 von unten nach oben, Anschließend wurde die PerioEinstieg Long am nächsten denlänge des Filters optimiert.
selbst (Zeitreihenanalyse) oder
Handeltag bei Eröffnung zu
aus Daten wie beispielsweise
Volumen, Saisonalitäten, SentiMarket.
Der
ZigZag-Filter-Test
mentdaten oder Fundamental- 2. Kreuzt der RSI die Triggerlinie bei 50 von unten nach
daten.
oben, Liquidation am näch- Dazu wurde als erstes der eisten Handeltag bei Eröff- gens entwickelte ZigZag-FilterIn der hier vorgestellten Untersuchung dient der S&P 500 (Kurnung zu Market.
Test durchgeführt. Ziel war die
sindex) im Zeitraum 01/1996 3. Ist der maximale Verlust pro isolierte Analyse des Filter-Setbis 12/2014 als Underlying.
Trade (Intraday) gleich oder ups, um erste Informationen
Um später das Filter-Setup zu
größer 3,5 % (Stoporder), Li- zu erhalten, wie die Qualität
testen, arbeitet Sedlacek mit
quidation der Position.
des Filters zu beurteilen ist. Zu
Abbildung 1: ZigZag-Filter-Test
ZigZag auf den S&P 500, EMA 100 und positive Filterphasen
Quelle: Eigene Berechnung und Darstellung
Nr. 25 / April 2015
Seite 17
diesem Zweck wurde das Underlying (S&P500) in die ZigZagChartdarstellung transformiert,
um kleinere Bewegungen bzw.
Marktrauschen auszublenden
(s. Abb. 1). Anschließend wurde
gemessen:
1. Wie viel „Zeit“ der Filter positiv (grün) war (69,02%).
2. Wie viel positive ZigZags abgedeckt wurden (80,55%).
3. Wie die Trefferquote des Filters war (82,28%).
Optimierung
des Filter-Setups
Nach der isolierten Analyse,
wurde der Filter im Kontext zum
Handels-Setup optimiert, indem
die Periodenlänge des Filters
(des EMA) von 30 bis 250 in
Fünferschritten verändert wurde. Dazu wurden folgende Kennzahlen ermittelt:
Kennzahlen die optimale Parametereinstellung des Filters
ermittelt. Die Ergebnisse des
Modells mit optimiertem Filter
werden schließlich den Ergeb1. Anzahl der Trades gesamt
nissen des Handels-Setup ohne
Filter und den Ergebnissen mit
2. Anzahl der Profit Trades
3. Anzahl der Profit Trades in % diskretionär gewähltem Filter
gegenübergestellt. Es zeigt sich,
4. Anzahl der Loss Trades
5. Anzahl der Loss Trades in % dass das Handels-Setup mit der
6. Median
nach dem Bewertungsmodell
ermittelten Parametereinstel7. Mittelwert
8. Gestutztes Mittel (0,2)
lung des Filter-Setups – bis auf
9. Skewness (Schiefe)
eine Kennzahl – immer besser
ist. Auch die Kapitalkurve stabi10. Kurtosis (Wölbung)
lisiert sich und die Drawdowns
fallen geringer aus.
Ergebnis: Stabilere
Kapitalkurve
Nehmen Sie sich die Zeit und
Anschließend wird in der Arbeit lesen Sie die Arbeit unter: www.
ein Bewertungsmodell vorge- vtad.de/node/7644.
stellt, das anhand selektierter
Abbildung 2: Kapitalkurve des Handelssystems
Kapitalkurve (in %) des Handelssystems ohne Filter, mit diskretionärem Filter 100 Perioden und mit optimiertem
Filter 205 Perioden.
VTAD-News
Seite 18
Ereigniszeitanalyse im Trading
Patrick Winter ist derzeit
Doktorand in der AG
Wirtschaftsinformatik der
Universität Marburg. Seine
Forschungsschwerpunkte sind ökonometrische
Modelle und statistische
Methoden, angewandt auf
den Bereich E-Marketing.
Oftmals kann eine Disziplin von einer anderen profitieren.
Diese Erkenntnis veranlasste Patrick Winter, die Methode
der Ereigniszeitanalyse einmal genauer zu untersuchen. Sie
wird zum Beispiel in der Medizin angewandt, um zu überprüfen, ob ein Medikament dazu geeignet ist, die Lebensdauer
eines Patienten zu erhöhen. Winter stellte sich die Frage, ob
mithilfe dieser Methode auch ein Zusammenhang zwischen
der Dauer eines Trades und der zu erwartenden Kursentwicklung hergestellt werden kann. Seine Überlegungen bescherten ihm den 2. Platz beim diesjährigen VTAD Award*.
Die meisten Indikatoren der
technischen Analyse konzentrieren sich auf den Kurs und
vernachlässigen dabei andere
Informationen wie zum Beispiel
die Dauer eines Trades. In der
Medizin spielt dagegen neben
der Analyse der Wirkung eines
Medikaments auch die Frage
der Zeitdauer eine bedeutsame
Rolle.
der aus ihr (ggf. hypothetisch)
resultierenden Trades mit der
weiteren Kursentwicklung verbunden sind. Daraus leitet
Winter einen Indikator ab, den
MED(α)-Indikator, der auf der
Ereigniszeitanalyse basiert. Anschließend evaluiert er diesen
Indikator qualitativ und quantitativ anhand des DAX und seiner
Mitglieder im Jahr 2014. Dabei
zeigt sich, dass die von ihm erzeugten Kaufsignale meist zuverlässig sind. Darüber hinaus
ergibt sich aus der Analyse,
dass Kurse eher mit langfristigen Durchschnitten verglichen
werden sollten als mit kurzfristigen.
Ereigniszeitanalyse am Beispiel der Take-Profit-Strategie
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die
dort entwickelte Methodik der
Ereigniszeitanalyse in das praktische Trading einzuführen, um
Tradedauern schätzen zu können und so nutzbar zu machen.
*Die Präsentation der Untersuchung sowie der vollständige Bericht kann unter www.
vtad.de/node/7662 abgerufen werden.
Winter demonstriert diese Nutzbarkeit anhand einer häufig
implizit angewandten Handelsstrategie, der Take-Profit-Strategie. Er zeigt, dass die Dauern
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Certified Financial Technician – VTAD-Vorbereitungsseminare
Certified Financial Technician (CFTe I und II) und Master of Financial Technical Analysis (MFTA) sind international
anerkannte Abschlüsse für Technische Analysten, die vom Weltverband IFTA vergeben werden. In Deutschland
erfolgt die Prüfung über den VTAD. Kandidaten können sich in speziellen VTAD-Lehrgängen – die natürlich auch
allen anderen an technischer Analyse interessierten Teilnehmern offenstehen – auf die Prüfungen vorbereiten.
CFTe I: Dieses Seminar eignet sich für Privatanleger sowie institutionelle Anleger, die sich näher mit der Methodik der Technischen Analyse befassen wollen. Es vermittelt eine Übersicht über die wichtigsten Methoden der
Technischen Analyse, verbunden mit praktischen Übungen anhand aktueller Marktsituationen. Der Seminarablauf orientiert sich eng an den Prüfungsgebieten für den CFTe I. Eine Prüfung muss nicht abgelegt werden.
Die nächsten Termine:
CFTe I Vorbereitungslehrgang in München, 4. Juli 2015
CFTe I Vorbereitungslehrgang in Düsseldorf, 17. Oktober 2015
CFTe II: In diesem Seminar lernen Sie die Instrumente der Charttechnik methodisch korrekt einzusetzen und
qualifizierte Analysen zu erstellen. Wichtig zum Beispiel für diejenigen, die auch professionelle Analysen veröffentlichen wollen. Das Seminar bietet eine verdichtete Übersicht über die wichtigsten Methoden der Technischen Analyse, verbunden mit praktischen Übungen anhand aktueller Marktsituationen. Der Seminarablauf orientiert sich eng an den Prüfungsgebieten für den CFTe II. Eine Prüfung muss nicht abgelegt werden.
Die nächsten Termine:
CFTe II Prüfung, 23. April 2015 (Anmeldeschluss 14. März 2015)
CFTe II Vorbreitungslehrgang in Frankfurt am Main, 5. September 2015
Ausführliche Informationen zu den Inhalten der Seminare, zu Terminen, Veranstaltungsorten und Teilnahmegebühren erhalten Sie über unserer Homepage unter www.vtad.de oder telefonisch über die Geschäftsstelle der
VTAD unter 069 2199-66273.
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Die VTAD ist der deutsche Landesverband der International Federation of Technical Analysts (IFTA), einer internationalen Dachorganisation mit Sitz in den USA, der weltweit etwa 7.000 technische Analysten
angehören.
Die Mitglieder der VTAD unterwerfen sich einem strengen „Code of
Ethics“, der die Seriosität und Unabhängigkeit ihrer Analysen dokumentiert. Ständige Fortbildung und kontinuierliche Weiterentwicklung
sind der Schlüssel zum Anlageerfolg.
Die VTAD bietet deutschen Analysten die Möglichkeit, die international
anerkannten Zertifikate Certified Financial Technician und Master of
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Termine, Termine …
Impressum
20.04.2015
Daniel Haase: Bericht aus Zürich von der 30. Internationalen Kapitalanlegertagung
RG Freiburg
23.04.2015
Sondertermin: CFTe II Prüfung
Verschiedene
25.04.2015
Sondertermin: Christoph Geyer und Michael Hanke: Technische Analyse
meets MoneyManagement
Schmitten/Taunus
06.05.2015
Ralph Malisch: Ein Jahrhundert Federal Reserve - Ein Grund zum Feiern?
RG Hannover
07.05.2015
Ralph Malisch: Ein Jahrhundert Federal Reserve - Ein Grund zum Feiern?
RG Hamburg
11.05.2015
Peter Kolb: Menschen machen Märkte – Was beeinflusst unser Anlageverhalten?
RG Freiburg
12.05.2015
Jörg Göttert: Relative Stärke & Co.: Viele Fragen, noch mehr Antworten
RG Berlin
13.05.2015
Jörg Göttert: Relative Stärke & Co.
RG Münchent
20.05.2015
Gernot Daum: Chartmuster und Marktereignisse – Technik vs. Intuition
RG Düsseldorf
21.05.2015
Gerhard Kästle: PATA 3.0
RG Stuttgart
21.05.2015
Falk + Arne Elsner: Intermarketanalyse
RG Stuttgart
21.05.2015
Interaktiver Workshop mit Ralf Fayad u.a: Technische Analyse von Mitgliedern für Mitglieder
RG Nürnberg
02.06.2015
N. Gajowiy: Das Beste aus drei Welten – Ansatz eines Profihändlers
RG Frankfurt
08.06.2015
Dipl.-Volksw. Jörg Göttert: Relative Stärke & Co.: Viele Fragen, noch mehr
Antworten
RG Freiburg
10.06.2015
Werner Krieger: Die Börsenampel: „Grüne Welle - auch bei Rot!“
RG Hannover
10.06.2015
Falk + Arne Elsner: Save the date
RG München
11.06.2015
Robert Rethfeld: Zyklische Betrachtung der Finanzmärkte
RG Hamburg
18.06.2015
Gerhard Kästle: PATA 3.0
RG Stuttgart
18.06.2015
Steffen und Doris Richter: Die markttechnische Bewertung des Trends
(Kursverlauf)
RG Berlin
18.06.2015
Jörg Mahnert: Point&Figure in Kombination mit Optionen
RG Stuttgart
18.06.2015
Ralf Borgsmüller: „Explosion der Weltverschuldung“ – Konsequenzen für
Ihr Vermögen
RG Nürnberg
18.06.2015
Faik Giese: N. N
RG Düsseldorf
04.07.2015
Sondertermin: Karin Roller: CFTe I Vorbereitungslehrgang in München
München
07.07.2015
Oliver Wißmann: Save the date
RG München
Einzelheiten zu den Veranstaltungen finden Sie auf der VTAD-Homepage unter „Termine“ und „Regionalgruppen“.
Herausgeber:
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Hochschildstraße 21
60435 Frankfurt am Main
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Redaktion:
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