Schweiz am Sonntag - Irrer Körperkult der Teenager

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Letztes Update: Samstag 25.04 23:31
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Irrer Körperkult der Teenager
Fabienne Riklin
Fabienne Riklin ist Redaktorin bei der Zeitung «Schweiz am Sonntag».
Sonntagsfrage:
Soll Scientology in der Schweiz verboten
werden?
JA
Samstag, 25. April 2015 23:31
NEIN
Die Umfragen sind nicht wissenschaftlich und widerspiegeln lediglich die
Meinungen jener Internetbenutzer, die sich zu einer Teilnahme entschlossen
haben. Die Resultate sind nicht repräsentativ für die Allgemeinheit der
Internetbenutzer oder das allgemeine Publikum.
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Lebt den Muskelkult vor: Fussballer Cristiano Ronaldo. Foto: Reuters
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Fast 80 Prozent der 13- bis 15-jährigen Buben wollen mehr Muskeln
Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo lässt keine Gelegenheit aus, seinen Körper zu zeigen.
Bevorzugt posiert er oben ohne, damit seine stählernen Bauchmuskeln zu sehen sind. Der
Fussballer lebt vor, wie ein Männerkörper heute zu sein hat: Durchtrainiert mit Sixpack und
starkem Trizeps.
Jedes neue Foto von Ronaldos Waschbrettbauch verbreitet sich rasend schnell um den
ganzen Globus. Das hat Folgen. Durch die Flut an Bildern von vermeintlich perfekten
Männerkörpern wächst bei Schweizer Jugendlichen die Unzufriedenheit mit dem eigenen
Körper. Das zeigt eine noch unveröffentlichte Studie der Stiftung Gesundheitsförderung
Schweiz. Zusammen mit Psychologen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft
ZHAW untersuchte sie, wie 13- bis 15-Jährige ihr Körperbild wahrnehmen. Dafür befragten
die Forscher knapp 400 Jugendliche.
Erste Resultate lassen aufhorchen. Nur gerade 35 Prozent der Teenager-Mädchen und 56
Prozent der gleichaltrigen Buben sind mit ihrer Figur zufrieden. Während sich Mädchen vor
allem zu dick fühlen (siehe Artikel unten), wünschen sich die heranwachsenden Männer
mehr Muskeln. «Bis anhin ging man davon aus, dass die Buben zufrieden mit ihrem Körper
sind, doch dies ist nicht so», sagt Chiara Testera Borrelli, Co-Leiterin des Bereichs Ernährung
und Bewegung bei Gesundheitsförderung Schweiz. Dies sei ernüchternd. 48 Prozent der
Buben in der Schweiz hätten gerne mehr Muskeln und 30 Prozent sogar deutlich mehr. Über
TWITTER
drei Viertel wollen somit ihren Körper stählen.
Raffael Schuppisser
8h
@raff_schupp
Die Soziologin führt diese Entwicklung auch auf die Werbung zurück. «Seit rund 20 Jahren
nehmen Abbildungen von Männern mit nacktem, durchtrainiertem Oberkörper zu.» Dies
"E-Sport: Wann gamen Profis endlich im
Schweizer TV?" 20min.ch/digital/games/…
#chtech #feedly
beeinflusse die Jugendlichen. So treiben mehr als die Hälfte der 13- bis 15-jährigen Buben
nicht aus Freude Sport, sondern um diesem Adonis-Bild zu ähneln. 13 Prozent nehmen dazu
Nahrungsergänzungen.
Kurzfassung zeigen
Roland Müller von der Fachstelle für Essstörungen PEP erstaunen diese Forschungsresultate
nicht: «Vermehrt kommen junge Männer zu uns ins Inselspital Bern, weil sich ihr Leben nur
noch um einen Null-Fett-Körper dreht.» Muskelauf- und Fettabbau sei deren Lebensinhalt.
Oft würden sie sich über Wochen und Monate nur noch von Poulet und Reis ernähren und
dann aufgrund des strengen Ernährungsplans regelrechte Essattacken entwickeln, sagt
Müller. Für das Ziel eines perfekten Körpers schrecken viele auch vor dem Griff zu illegalen
Substanzen nicht zurück.
Alarmierend ist, dass dieser Körperkult bereits in frühen Jahren beginnt. Schon Sechs- bis
Siebenjährige können eine Störung des eigenen Körperbildes entwickeln. «Dies ist
problematisch, da sich diese Unzufriedenheit in der Pubertät noch verstärken kann.»
Über die Notrufnummer 147 von Pro Juventute melden sich pro Tag rund vier Jugendliche,
die wegen ihres Körpers verunsichert sind. Sie kommen aus allen gesellschaftlichen
Schichten. «Viele Buben stehen unter einem enormen psychischen Druck, einen definierten
Oberkörper haben zu müssen», sagt Thomas Brunner, Leiter Beratung bei Pro Juventute.
Durch die Flut an Bildern würden sie sich dauernd vergleichen und dadurch auch klar
erkennen, wo sie noch an sich «arbeiten müssen». «Früher war klar: Wer körperlich hart
arbeitet, der hat Muskeln. Heute stimmt diese Kausalität nicht mehr.» Die Werbung
suggeriere den Jugendlichen: Alles ist möglich, wenn man trainiert. «Dabei hat ein
13-Jähriger, der zur Schule geht und als Hobby Fussball spielt, nicht automatisch ein Sixpack
und riesige Oberarme.»
Das digitale Zeitalter befeuert den Körpermonokult. Längst nicht nur mehr in der
Werbebranche, auch auf Blogs und in den sozialen Medien wird retuschiert, korrigiert und
manipuliert. Weil viele der Bilder, mit denen Jugendliche täglich konfrontiert sind, Idealen
entsprechen, die mit dem echten Leben wenig zu tun haben, hat Pro Juventute die Kampagne
«Echtes Leben» lanciert.
Testera Borrelli von Gesundheitsförderung Schweiz findet das gut: «Es ist wichtig, den
Kindern früh zu zeigen, dass der menschliche Körper keiner Norm entspricht.» Die Eltern
können dies tun, indem sie einen guten Umgang mit dem eigenen Körper vorleben.
SwissMediaForum SMF
Programm-Update: @veitdengler (NZZ) und Roger
de Weck (SRG) diskutieren über die Rolle der
Medien in der Demokratie
swissmediaforum.ch/agenda/
Retweetet von Patrik Müller
Öffnen
OSCE
Kommentieren
Soziales Plug-in von Facebook
23h
@OSCE
Journalists should not face criminal charges for
their work, [email protected]_RFoM says following
indictment in Luxembourg bit.ly/1HNKmxX
Retweetet von Christof Moser
Öffnen
Alan Cassidy
28 Apr
@A_Cassidy
Oh ja! MT @KarenNGerig: #Blur haben eine neue
Platte draussen – 20 Jahre nach «Great Escape».
Ein Kultwerk. tageswoche.ch/+6hpfb
Kurzfassung zeigen
The Associated Press
27 Apr
@AP
BREAKING: Greek Prime Minister Tsipras rules out
early elections if bailout talks with creditors fail.
Retweetet von Christof Moser
Öffnen
Sophie Kleeman
27 Apr
@sophie_kleeman
Funny, you could say the same thing about the
killing of unarmed black men and women
pic.twitter.com/kU5PEm3wnd
Retweetet von Christof Moser
Foto anzeigen
Liam Stack
27 Apr
@liamstack
As someone who has been physically attacked by
both cops and protesters, I would like to remind
everyone to stop doing that to journalists.
Retweetet von Christof Moser
Öffnen
Jon Swaine
@jonswaine
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28 Apr
@SwissMediaForum
Powerful remarks from an emotional
27 Apr
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