Wer´s glaubt, wird selig - Evangelische Kirchengemeinde

Juni 2015
2 Gemeindestimme
Evangelische Kirchengemeinde Meinerzhagen
© Foto: Ilka Albrecht
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3
Wer´s glaubt, wird selig!
Ich weiß nicht, was Sie gedacht haben, als Sie diesen Satz auf
der Titelseite gelesen haben. Macht die Kirche nun Antiwerbung? Denn wer das so sagt, „Wer’s glaubt, wird selig!“, der
meint doch genau das Gegenteil: „Das glaubst du doch wohl
selbst nicht!“
Andere haben sich vielleicht gefragt: Weiß die Redaktion der
Gemeindestimme denn nicht, dass da unter dem Bild von
der Taufe Jesu im linken Altarraumfester der Jesus-ChristusKirche etwas anderes steht, dass da Markus 16, 16 zitiert ist:
„Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden.“ Das
meint doch etwas ganz anderes.
© istockphoto.com/MistikaS
Aber was meint es denn? Wer da glaubt …
„Glauben“ - das ist das Hauptthema dieser Sommerausgabe
der Gemeindestimme. Dazu finden sich eine ganze Reihe Artikel, Auszüge aus unserer „Meinerzhagener Konfirmandenmappe“ und auch Buchempfehlungen.
Glauben ist ein Menschheitsthema.
Ich bin hineingewachsen in den Glauben. Ich habe ihn kennen gelernt durch meine Eltern, in der Schule, durch meinen
Pastor in Brochterbeck, im Studium, in verschiedenen Gemeinden, vor allem in Bielefeld, Heidelberg, Frankfurt und
Bad Homburg. Aber irgendwann müssen wir uns fragen: „Ist
das mein Glaube? Kann ich dazu stehen? Kann ich mich darauf wirklich verlassen?“
Ich erinnere mich an meinen Konfirmandenunterricht. Meine Heimatgemeinde ist eine evangelische Gemeinde mit
Heidelberger Katechismus. Und so wird bis heute im Konfirmandenunterricht gefragt: „Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“ Und die Antwort auf diese erste Frage
Sie erreichen uns
Pfr. Klaus Kemper-Kohlhase • Otto-Fuchs-Str. 9, Tel. 2196,
klaus@kemper-kohlhase.de
Pfrn. Petra Handke • Hochstr. 5, Tel. 2429,
mail@web-handke.de
Gemeindebüro
Frau Mareile Degen
Kirchstr. 17, Tel. 5001, Fax 4255,
ev.gemeindebuero.meinerzhagen@gmx.de
Mo: geschlossen, Di: 9 – 11 Uhr, Mi: 9 – 12 Uhr,
Do: 13 – 18 Uhr, Fr: 9 – 11 Uhr
Jugendbüro
Jugendreferentin Kristine Ritterbusch
Kirchstr. 14, Tel. 708367,
kristine.ritterbusch@gmx.de
Mi, 16 – 18 Uhr, Fr 9 – 11 Uhr
Friedhofsverwaltung
Auf dem Friedhof, Heerstr. 1, Tel. 6599
Sommerzeit: Mo-Fr: 8 – 11 Uhr und Mo+Do: 15 – 17 Uhr
Winterzeit: Mo-Fr: 8 – 11.30 Uhr
Diakoniestation
Kirchstr. 17, Tel. 5822
www.evangelische-kirchengemeinde-meinerzhagen.de
aus dem Heidelberger Katechismus lautet: „Dass ich mit Leib
und Seele nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus
Christus gehöre.“ Das habe ich mir gemerkt - bis heute. Jesus Christus, der Grund meines Glaubens.
Wir leben in unruhigen Zeiten. Wie soll es weitergehen mit
unserer Welt? Mit unserem eigenen Leben? Leben ist verletzbar und begrenzt. Viele Menschen sind auf der Suche nach
Halt im Sturm der Zeiten. Wurzeln sind ein gutes Bild dafür,
was Halt gibt. Ein Baum, der von Wind bedrängt wird, findet
durch seine Wurzeln Halt. Der christliche Glaube hat für Generationen vor uns solche Wurzeln angeboten. Viele haben
das aus den Augen verloren, die Wurzeln nicht mehr gepflegt.
Aber das Angebot steht: Wer da glaubt (Jesus, dem Christus)
- und getauft wird -, der wird selig werden.
Diese Ausgabe will Impulse geben für einen reflektierten
Glauben, der Halt gibt im Vertrauen auf Jesus, den Sohn der
Maria, den Christus Gottes. Denn „mit ihm kam Gottes Liebe
zu allen Menschen, heilsam, tröstlich und herausfordernd.
Er wurde gekreuzigt unter Pontius Pilatus, aber Gott hat ihn
auferweckt nach seiner Verheißung uns zur Rettung und zum
Heil.“ (EG 817)
In diesem Sinne: Alles Gute! Ihr
Klaus Kemper-Kohlhase, Pfarrer
Aus dem Inhalt
Was wir glauben
S. 4 – 7
„Ein Christ muss politisch sein“
S. 8 – 9
Termine
S. 10 – 11
Es stellen sich vor
S. 12 – 13
Musik in unserer Gemeinde
S. 14 – 15
Engagement dür Andere
S. 16 – 17
Aus dem Gemeindeleben
S. 18 – 19
Was wir glauben
4
Zu allen Zeiten haben Christen ihren Glauben bekannt …
Schon sehr früh gab es im Christentum kurze formelhafte Zusammenfassungen der christlichen Botschaft. So
bekannten die ersten Christen „Kyrios
Jesus“ ( dt.: „Jesus ist der Herr“) und
verweigerten damit dem römischen
Kaiser, der sich damals in der ganzen
Welt als Kyrios ( dt.: Herr) feiern ließ,
die religiöse Verehrung. Viele Christen
ließen sich eher verfolgen, einkerkern
oder töten, als dass sie ihr Bekenntnis
zu Jesus widerriefen.
Während dieser Zeit der Christenverfolgung wurde das Bild des Fisches
zum Glaubenszeichen, an dem sich
die Christen untereinander erkannten.
Man kann es noch heute an römischen
Kerkermauern und in Katakomben
entdecken. Die Buchstaben des griechischen Wortes für Fisch (ICHTHYS)
ließen sich auch als Abkürzung für das
Bekenntnis verstehen „Jesus Christus,
Gottes Sohn, Retter“.
© istockphoto.com/candyrice
In den meisten evangelischen Gottesdiensten wird das sogenannte „Apostolische Glaubensbekenntnis“ gesprochen. Früher glaubte man, dass dieses
Bekenntnis von den Aposteln verfasst
worden sei. Es hat seinen ursprünglichen Ort jedoch im Taufgottesdienst
der römischen Gemeinde (um 200 n.
Chr.) für die damals erwachsenen Taufbewerber. Sie wurden gefragt: „Glaubst
du an Gott, den allmächtigen Vater?
Glaubst du an Jesus Christus, unseren
Herrn? Glaubst du an den Heiligen Geist,
deine heilige Kirche und die Vergebung
der Sünden?“ Wer auf diese drei Fragen
dreimal antwortete „Ich glaube“, wurde
auf den Namen des dreieinigen Gottes
getauft. Dieses Taufbekenntnis hatte
zunächst die Form von Frage und Antwort. Seit dem 4. Jahrhundert wurde es
als ein zusammenhängender Text vom
Täufling gesprochen. Von da an setzte
es sich in der ganzen westlichen Christenheit durch. Seine heutige Form hat
es wohl erst im 7. Jahrhundert erhalten:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den
Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Nicht alle können jeden Satz des Glaubensbekenntnisses zustimmend mitsprechen. „Weil das Bekenntnis vor
allem eine Sprache der Gemeinde und
der Kirche ist, darum passen seine Aussagen dem Einzelnen ungefähr so wie
ein Paar Schuhe, das für die ganze Familie gemacht ist. Dem einen sind sie zu
groß, der anderen zu klein. Dem einen
ist zu viel gesagt im Bekenntnis, der anderen zu wenig.“ (Fulbert Steffensky)
Im „Evangelischen Gottesdienstbuch“, der Agende für die Evangelische Kirche der Union und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche
Deutschlands, heißt es im Blick auf die
gemeinsamen Glaubensbekenntnisse
der christlichen Kirche, dem Apostolischen und Nizänischen Glaubensbekenntnis, dass solche Texte – wie
auch die biblischen Texte – immer
wieder ausgelegt und aktualisiert
werden müssen. „In diesem Zusammenhang sind neue Glaubenszeugnisse entstanden, die den Inhalt des
überlieferten Glaubensbekenntnisses
sprachlich neu fassen oder aktualisieren. (…) Die neuen Texte sind kein
Ersatz für das gemeinsame kirchliche
Glaubensbekenntnis, sondern Hilfen
zum besseren Verständnis und Anstöße zum Bezeugen des Glaubens in der
Gegenwart.“ Solche Glaubenszeugnisse finden wir unter anderem auch
in unserem Evangelischen Gesangbuch. Unter der Nummer 817 heißt es
dort zum Beispiel (EG, Ausgabe für die
Evangelischen Kirchen im Rheinland,
in Westfalen und Lippe, S.1246):
Wir glauben an den einen Gott,
der Himmel und Erde geschaffen hat
und uns Menschen zu seinem Bild.
Er hat Israel erwählt,
ihm die Gebote gegeben
und seinen Bund aufgerichtet
zum Segen für alle Völker.
Wir glauben an Jesus von Nazareth,
den Nachkommen Davids,
den Sohn der Maria,
den Christus Gottes.
Mit ihm kam Gottes Liebe zu allen
Menschen,
heilsam, tröstlich und herausfordernd.
Er wurde gekreuzigt unter Pontius
Pilatus,
aber Gott hat ihn auferweckt nach
seiner Verheißung,
uns zur Rettung und zum Heil.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der in Worten und Zeichen an uns wirkt.
Er führt uns zusammen aus allen Völkern,
befreit von Schuld und Sünde,
berufen zum Leben in Gerechtigkeit und
Frieden.
Mit der ganzen Schöpfung hoffen wir
auf das Kommen des Reiches Gottes.
Was wir glauben
Anlässlich der Konfirmationen in Meinerzhagen ist vor vielen Jahren ein sogenanntes „Meinerzhagener Glaubensbekenntnis“ entstanden, das wir heute
noch bei Konfirmationen im Anschluss
an das Apostolische Glaubensbekenntnis gemeinsam mit den Konfirmanden
sprechen:
Wir leben davon, dass Gott unser Vater
ist.
Er hat alle Macht im Weltall, auf der Erde
und in unserem Leben.
Denn er hat alles geschaffen.
Wir leben davon, dass Gott in Christus zu
uns gekommen ist.
Als ein Mensch wie wir hat er uns vorgelebt,
wie einer dem anderen begegnen soll.
Als ein Mensch ist er gestorben und
begraben worden.
Aber an ihm hat Gott auch gezeigt,
dass das Leben nicht aufhört mit dem
Tod.
Christus ist auferstanden und lebt
und ist bei uns alle Tage.
Auch wir werden leben und von ihm
nicht getrennt sein, wenn wir sterben.
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enAus: Meinerzhagener Konfirmand
mappe 2014/2015
5
6
Was wir glauben
Zwei interessante und etwas
ungewöhnliche Bücher...
...zu unserem Titelthema von zwei Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche
in Deutschland - dem ehemaligen Nikolaus Schneider und dem derzeitigen
Heinrich Bedford-Strohm:
Nikolaus Schneider war zu dem Zeitpunkt noch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
als ich auf dieses Buch stieß. Als solcher
lässt er sich auf den 144 Seiten dieses
Buches auf einen Disput über die Erkenntnisse der Wissenschaften und
deren Konsequenzen für die Theologie
und Glaubensvorstellungen der Kirche
ein. Sein Gesprächspartner ist der Diplom-Physiker Martin Urban, Wissenschaftspublizist und Gründer der Wissenschaftsredaktion der Süddeutschen
Zeitung, die er jahrzehntelang leitete.
Es geht in dem Buch um die Frage nach
Gott in einer von der Wissenschaft
entzauberten Wirklichkeit. Was ist der
Glaube angesichts des Wissens um die
radikale Weltlichkeit der Welt: sinnvolle
menschliche Möglichkeit oder ein bloß
weltfremdes Raunen von einem überweltlichen Geheimnis? Kann man den
tradierten Bildern und Redeweisen der
Kirche heute noch glauben? Was besagen die alten biblischen Berichte und
Deutungen im Lichte unseres heutigen
Wissens? Was ist Offenbarung – dem
Heiligen Geist zu verdanken oder der
Kreativität des menschlichen Gehirns?
Wie kann man von Gott im Himmel reden in einem unendlichen Universum?
Was bleibt als Grund für Gottvertrauen
in einer Welt, in der die Gesetze von Zufall und Notwendigkeit herrschen? Was
ist die Zukunft der Kirche, wenn zwar
noch die Glocken läuten, aber kaum
mehr jemand hingeht?
KKK
Im vergangenen Jahr habe ich dieses
Buch gelesen und kann es empfehlen.
Ein Glaubensgespräch zwischen Vater
und Sohn. Der Vater ist Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der
Evangelischen Kirche in Deutschland
und Landesbischof der Evangelischlutherischen Kirche in Bayern. Jonas
Bedford-Strohm, sein Sohn, studiert
evangelische Theologie.
Sohn über die Relevanz des christlichen
Glaubens für junge Erwachsene heute,
über Glück, Gott, Jesus, Kirche, Religion,
Spiritualität und Tod. Der wortgewaltige Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern stellt sich den
unbequemen Fragen: Warum ist es
eigentlich sinnvoll zu glauben? Was
hat das Evangelium mit dem Leben Jugendlicher heute zu tun? Ein spannender und offener Dialog.“ So heißt es in
einem Kommentar zu diesem Buch.
KKK
„Persönlich und ohne sich etwas zu
schenken diskutieren hier Vater und
Glauben ist wie …
… Surfen. Du musst aufs Wasser.
Steige auf das Brett, das dich trägt.
Halte dein Segel in den Wind. Lass
dich führen von Gott zu den Menschen, die auf dich warten; dorthin,
wo du gebraucht wirst. Hab keine Angst vor dem Wind, hab keine
Angst vor dem Wasser. Beides gehört Gott. Und du bist sein Kind
(Reinhard Ellsel, Autor und Dichter)
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8
Ein Christ muss politisch sein
Ein Christ muss politisch sein
Seinen Namen tragen viele kirchliche
Einrichtungen -- Kirchen, Gemeinden,
Kindergärten, Altenheime. Straßen sind
nach ihm benannt.
Nicht nur in der Evangelischen Kirche
von Deutschland war und ist sein Martyrium über Generationen hinweg ein
Vorbild für Zivilcourage und den Mut,
für seinen Glauben einzustehen.
Er ist der weltweit wohl meistgelesene deutsche Theologe des 20. Jahrhunderts.
Es gibt zahlreiche Portraits, Büsten,
Skulpturen von ihm. Viele Tafeln, angebracht an Stationen seines Lebens, erinnern an ihn. An der Westwand der Londoner Westminster Abbey stehen zehn
Märtyrer des 20. Jahrhunderts, Skulpturen aus Stein. Er ist einer von ihnen.
Es ist Dietrich Bonhoeffer, der vor 70
Jahren, am 9. April 1945 (und damit
kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges), wegen seines Engagements
im Widerstand auf den ausdrücklichen
Befehl Adolf Hitlers hin (und aufgrund
des vorauseilenden Gehorsams seines „Paladins“ Himmler) noch kurz vor
dem Eintreffen der Amerikaner in dem
Konzentrationslager Flossenbürg in der
Oberpfalz hingerichtet wurde.
Dietrich Bonhoeffer war ein leidenschaftlicher und wohl auch begeisternder Theologe, dessen Theologie bis
heute Christen aller Glaubensrichtungen zu einer intensiven Auseinandersetzung einlädt. Er war und ist vielen
Menschen ein Vorbild, was wohl vor allem damit zu tun hat, dass sich bei ihm
die persönlichen Erfahrungen seines
Lebens besonders eng mit seiner Theologie verbinden und, dass er seinen
Glauben überzeugend gelebt hat.
Bonhoeffers Werdegang und seine Theologie nachzeichnen zu wollen
kann hier nicht der Raum sein. Ich will
aber versuchen, einige seiner Gedanken
zu skizzieren. Und ich werde mich dabei auf zwei Elemente seiner Theologie
beschränken: zum einen auf die Beziehungen zwischen christlichem Denken
und politischem Handeln, zum anderen auf Aussagen Bonhoeffers über den
Glauben.
Christ sein – politisch sein?
Im Mittelpunkt von Bonhoeffers Theologie steht Jesus Christus. Er ist die die
Quelle, aus der heraus sich sein theologisches Denken, seine spirituelle Tiefe, seine Ethik entwickeln. Er bildet die
Mitte, die alle Elemente seines Denkens und Handelns umschließt, und
die er als die Grundlage seiner Existenz
versteht.
Christ ist der Mensch, der sein Heil,
seine Rettung, seine Gerechtigkeit
nicht mehr bei sich selbst sucht, sondern bei Christus allein…. Aber gelebtes Christsein besteht für Bonhoeffer
nicht nur darin, den christlichen Glauben anzunehmen und ihn theoretisch
zu verstehen, sondern auch in der
praktischen Nachfolge Jesu Christi verantwortlich zu handeln – und das gilt
genauso für das politische Tun.
Im persönlichen Leben gelten keine
anderen Gesetze als im politischen.
Bonhoeffer drückt das so aus: Es gibt
nicht zwei Wirklichkeiten, sondern nur
eine Wirklichkeit, und das ist die in
Christus offenbar gewordene Gotteswirklichkeit in der Weltwirklichkeit.
Und so stellt er sich gegen die Deutschen Christen (die sich selbst die „SA
Christi“ nannten), denen er die Verhakenkreuzung des Kreuzes vorhält,
gründet mit anderen Pfarrern den
Pfarrernotbund und engagiert sich für
die Bekennende Kirche.
Eine der Formen, in denen die Kirche
ihre Verantwortung gegenüber dem
Staat verdeutlichen muss, ist, dass sie
den Opfern jeder Gesellschaftsordnung in unbedingter Weise verpflichtet ist und sie nicht nur die Opfer unter
dem Rad zu verbinden, sondern dem
Rad selbst in die Speichen zu fallen hat.
Dem Rad [gewaltfrei] in die Speichen
fallen – Bonhoeffer formuliert hier viel
radikaler als wir, wenn wir heute von
einer Kultur der Einmischung sprechen.
Sicherlich ist dieser Pazifismus Vorbild gewesen – im nationalen Bereich,
als in den 1980-er Jahren das Teilzitat
aus der Bibel Schwerter zu Pflugscharen zum Symbol der kirchlichen Friedenarbeit in der DDR und der Friedensbewegung in der BRD wurde – aber
auch international z.B. in Südafrika
im Widerstand gegen die rassistische
Apartheidpolitik.
Für Bonhoeffer wird das Dasein für
Andere zum zentralen Anliegen seiner
Ethik, die dann auch eine Kirche für
Andere einfordert. Es gibt […] kaum ein
beglückenderes Gefühl als zu spüren,
dass man für andere Menschen etwas
sein kann. Dabei kommt es gar nicht
auf die Zahl, sondern auf die Intensität an. Und weiter: Nicht das Beliebige,
sondern das Rechte tun und wagen,
nicht im Möglichen schweben, das
Wirkliche tapfer ergreifen, nicht in der
Flucht der Gedanken, allein in der Tat
ist die Freiheit.
In diesem Zusammenhang ist die
Verpflichtung auf Frieden und Gerechtigkeit unabdingbar. Da eine solche
Verpflichtung nicht in einem persönlichen und auch nicht in einem nationalen Rahmen erfolgreich umzusetzen
sei, engagierte sich Bonhoeffer in der
internationalen Ökumene. Wie wird
Friede? Wer ruft zum Frieden, dass die
Welt es hört, zu hören gezwungen ist,
dass alle Völker darüber froh werden
müssen? […] Nur das eine große ökumenische Konzil der Heiligen Kirche
Christi kann es so sagen, dass die Welt
zähneknirschend das Wort vom Frieden vernehmen muss. Und dass die
Völker froh werden, weil diese Kirche
Christi ihren Söhnen im Namen Christi
die Waffen aus der Hand nimmt und
ihnen den Krieg verbietet und den
Frieden Christi ausruft über die rasende Welt.
Was aber, wenn sich organisierter
Terror ausbreitet (wie seinerzeit unter
Hitler und heute z.B durch islamis-
Ein Christ muss politisch sein
tische Fundamentalisten wie den IS
oder andere Gruppen)? Was bedeutet
dann allein in der Tat ist die Freiheit?
Ist es friedensethisch legitim, gar notwendig, gegen Terror mit Gewalt vorzugehen, d.h. die Waffen wieder in die
Hand zu nehmen und gegebenenfalls
auch zu töten? Macht man sich dann
schuldig? Oder macht man sich schuldig, wenn man dem Terror nicht in die
Speichen fällt?
Ein Christ, so Dietrich Bonhoeffer,
hat sich einer solch schwierigen Entscheidung zu stellen, er kann ihr nicht
entfliehen. Bonhoeffer hat sie getroffen, indem er gegen den Terror der
Nationalsozialisten in den Widerstand
ging und bereit war, das Attentat gegen Hitler mit zu planen. Er war bereit,
diese Schuld auf sich zu nehmen statt
der, nichts gegen den Terror unternommen zu haben.
Eine solche Entscheidung bedeutet
aber für Bonhoeffer nicht, grundlegende Prinzipien und Fundamente seiner
Überzeugungen aufgegeben zu haben: für ihn blieb seine Friedensethik
– die Überwindung aller Gewalt – weiterhin Grundlage seines Handelns.
Glaube
Glaube ist für Bonhoeffer ein Akt, der
den ganzen Menschen ergreifen muss.
Und: Glauben muss man lernen. Bonhoeffer war überzeugt, dass man erst
in der vollen Diesseitigkeit des Lebens
glauben lernt. Wenn man völlig darauf
verzichtet hat, aus sich selbst etwas zu
machen – sei es einen Heiligen oder einen bekehrten Sünder oder einen Kirchenmann, einen Gerechten oder einen Ungerechten, einen Kranken oder
einen Gesunden – und dies nenne ich
Diesseitigkeit, nämlich in der Fülle der
Aufgaben, Fragen, Erfolge und Misserfolge, Erfahrungen und Ratlosigkeit leben – dann wirft man sich Gott ganz in
die Arme, dann nimmt man nicht mehr
die eigenen Leiden, sondern das Leiden
Gottes in der Welt ernst, dann wacht
man mit Christus in Gethsemane, und
ich denke, das ist Glaube [...] und so
wird man ein Mensch, ein Christ.
Diesen Glauben, dieses Vertrauen
hat Bonhoeffer in ein Gedicht gebunden, das er 1944 – wohl auch in der
Erwartung, dass das Regime ihn hinrichten würde -- als Weihnachtsgruß
an seine Verlobte und an seine Eltern
sandte und das – so bin ich sicher –
jeder Leser in einer der vertonten Formen kennen wird:
1. Von guten Mächten treu
und still umgeben, behüet
und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.
3. Und reichst Du uns den schwerenKelch, den bittern, des Leids,
gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar,
ohne Zittern, aus Deiner guten und
geliebten Hand.
7. Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir
getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am
Morgen und ganz gewiss an jedem
neuen Tag.
Und es gibt noch ein weiteres Zeugnis
seines Glaubens, das auch in unserem
EG abgedruckt ist: Dietrich Bonhoeffers
persönliches Glaubensbekenntnis, welches ich in seiner vollständigen Form
zitieren möchte:
Ich glaube, dass Gott aus allem, auch
aus dem Bösesten, Gutes entstehen
lassen kann und will. Dafür braucht er
Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht
im voraus, damit wir uns nicht auf uns
selbst, sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst
vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube, dass auch unsere Fehler
und Irrtümer nicht vergeblich sind, und
dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren
vermeintlichen Guttaten.
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige
Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.
Abschließend möchte ich Heinrich
Bedford-Strohm, den derzeitigen Ratsvorsitzenden der EKD, zu Wort kommen
lassen, der Bonhoeffers Vermächtnis
so zusammenfasst: „Wir brauchen ein
Fundament klarer ethischer Orientierungen. Sie müssen in authentischer,
an Christus orientierter Frömmigkeit
wurzeln. Sie müssen auf öffentliche
Verantwortung zielen. Nur so können
wir Christen den Herausforderungen
unserer eigenen Zeit begegnen. Und
zwar zuversichtlich.“ Und er zitiert Bonhoeffer: Mag sein, dass der jüngste Tag
morgen anbricht, dann wollen wir gerne die Arbeit für eine bessere Zukunft
aus der Hand legen, vorher aber nicht.
Klaus Bohner
Hinweise:
a. Weitere Informationen über D. Bonhoeffer unter: www.dietrich-bonhoeffer.net
b. In diesem Jahr ist eine neue Biografie
über Dietrich Bonhoeffer erschienen.
Verfasser ist der amerikanische Professor of Religious Studies der Virginia State University, Charles Marsh. Der Titel
seines Buche in deutscher Übersetzung
lautet: Dietrich Bonhoeffer. Der verklärte Fremde. Eine Biografie. Gütersloh,
2015.
Laut Verlagsangaben blickt Charles
Marsh hinter die Verklärung Bonhoeffers und bringt in seiner kritischen Biografie dessen Fremdheit neu zur Geltung. Ein intimes und überraschendes
Porträt von einem verletzlichen und
witzigen, erfolgsverwöhnten und zweifelnden, entschlossenen und doch immer wieder zaudernden Mann auf dem
Weg zu sich.
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Terminkalender
KINDER- UND JUGENDGRUPPEN
Jungenschaft des CVJM
(12 – 16 Jahre),
Mo 18.00 –19.30 Uhr
im Jugendheim
Arne Koch, Tel. 13693
Mädchenjungschar des CVJM
(8 – 12 Jahre),
NEU: Mi 16.30 – 18.00 Uhr
im Jugendheim
Gisela Koch, Tel. 13693
Jungenjungschar des CVJM
Di 16.00 – 18.00 Uhr
Jugendheim
Thomas Fey, Tel. 146724
Offener Jugendtreff Kairos 2.0
Fr 18.00 – 22.00 Uhr
Jugendheim
Kristine Ritterbusch,
Tel. 708367
Mädchenkreis des CVJM
(12 – 16 Jahre),
Mo 18.00 – 19.30 Uhr
im Jugendheim
Bianca Fey, Tel. 146724
MARKTPLATZ
Initiative „Eine Welt e.V.“
Weltladen, Zur Alten Post 9
Geöffnet: Mo – Fr 9.30 – 12.30
und 14.30 – 17.30 Uhr
Samstag, 9.30 – 13.00 Uhr
und im Gemeindezentrum
Inselweg sonntags nach dem
Gottesdienst
Kinderkleiderbasar
Gemeindezentrum Inselweg
Annahme: Mo., 21.9. - Mi. 23.9.,
9.00-11.00 und 14.00-17.00 Uhr
(Sollten die Teilnahmenummern schon vor 17 Uhr vergeben sein, schließt die Annahme
entsprechend eher).
Verkauf für Schwangere:
Fr., 25.9., 17.00-18.00 Uhr
Verkauf für alle:
Sa., 26.10., 09.00-12.00 Uhr
Abrechnung:
Mo., 28.10., 11.00-14.00 Uhr
Annahmegebühr:
3,- € pro Liste (30 Teile, 10% der
Verkaufssumme werden für einen guten Zweck einbehalten.
Keine Annahme von Kinderwagen, Unterwäsche, Kuscheltieren und Kriegsspielen.
Bärbel Weyland: 0175/8618544
Antje Berg: 0163/6935884
BIBELKREISE
ERWACHSENENGRUPPEN
Ev. Frauenkreis Kirchstraße
Mittwoch, 14.30 – 16.30 Uhr
Gemeindehaus Am Kirchplatz
8.7. und 22.7. wegen Sommerferien kein Frauenkreis
5.8., 19.8., 2.9., 16.9., 30.9.,
14.10., 28.10., 11.11., 25.11.,
9.12.
Frau Bergau, Tel. 903217
Ev. Frauenkreis Badinghagen
Montag, 15.00 – 17.00 Uhr
6.7., 17.8., 21.9., 19.10., 16.11.
Frau Bengelsträter, Tel. 2791
Spielekreis für Senioren
Dienstag, 15.00 – 16.30 Uhr
Gemeindehaus Am Kirchplatz
7.7. (Ausflug), 21.7., 4.8., 18.8.,
1.9., 15.9., 29.9., 13.10., 27.10.,
10.11., 24.11., 8.12.
Frau Barre, Tel. 3372
Bibelgesprächskreis für Aussiedler und Einheimische
Dienstag, 14.30 – 16.30 Uhr
Gemeindezentrum Inselweg
Herr Weber
OFFENE TREFFPUNKTE
Kaffeetrinken im Anschluss an
die Morgenandacht
Mittwoch, 10.00 – 11.00 Uhr
Gemeindehaus Am Kirchplatz
KREATIVE GRUPPEN
Handarbeitskreis
Mittwoch, 19.00 Uhr
Gemeindehaus Am Kirchplatz
Frau Hoppe, Tel. 4704
Posaunenchor (CVJM)
Freitag, 18.00 – 19.30 Uhr
Jugendheim
Frau Rentrop, Tel. 778512
Chor der Jesus-Christus-Kirche
Montag , 19.30 – 21.30 Uhr
Gemeindehaus Am Kirchplatz
Vorsitz: Herr Bröckelmann,
Tel. 02358-257381
Pfr. Kemper-Kohlhase, Tel.: 2196
Volmetaler Tauschring:
Tauschringtreffen am
2. jeden Monats,
19.00 Uhr im Mittendrin,
Prumbomweg 3
Blaues Kreuz
Freitag, 19.30 Uhr
Gemeindehaus Am Kirchplatz
Frau Kurz, Tel. 4239
Teestube
Eingeladen ist jede Frau, die
sich mit anderen über
„Gott und die Welt“
unterhalten möchte.
Montag, 15.15 – 17.15 Uhr
Gemeindezentrum Inselweg
Frau Weiße, Tel. 3074
IMPRESSUM
Herausgeber: Ev. Kirchengemeinde Meinerzhagen
Verantwortlich:
Ulrike Kemper-Kohlhase, Otto-Fuchs-Straße 9,
Tel.: 2196, E-Mail: ulrike@kemper-kohlhase.de
Im Redaktionsteam außerdem: Gerhild und Klaus Bohner,
Ilka Albrecht
Fotos: Ilka Albrecht, Monika Esner, Edda Dahlhaus, Sophie Ihne,
Thorsten Rehberg, Michael Schmutzler, Christof Sönchen u. andere
HILFSANGEBOTE
Meinerzhagener Tafel
6.8., 3.9., 8(!).10., 5.11., 3.12.
jeweils 15.00 – 17.30 Uhr
Gemeindezentrum Inselweg
Hauskreis
Sonntag, 14-tägig
20.00 – 22.00 Uhr
Auskunft bei Familie Michel
Tel. 704761
Soziales Bürgerzentrum
MITTENDRIN
Prumbomweg 3,
Tel. 02354/911660
Öffnungszeiten:
Mo. bis Do.: 09.00 bis 12.00
u. 14.30 bis 17.30
Fr.: 09.00 bis 17.30
mit Mittagstisch
Beratungsangebote durchgehend und nach Absprache
Titelbild: Ilka Albrecht
Layout: Sebastian Hahn
Produktion: Haarmann Druck
Terminkalender
UNSERE GOTTESDIENSTE
KINDERGOTTESDIENSTE
28.06. 09.15
10.30
05.07. 09.15
10.30
12.07. 09.15
10.30
19.07. 09.15
10.30
26.07. 09.15
10.30
02.08. 09.15
10.30
09.08. 09.15
10.30
16.08. 09.15
10.30
finden an jedem Sonntag um 10.30 Uhr in der Jesus-Christus-Kirche
statt.
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche, Abendmahl
Jesus-Christus-Kirche, Abendmahl
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche, Abendmahl
Jesus-Christus-Kirche, Abendmahl
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
23.08. Ökumenischer Gottesdienst zum Gemeindefest
10.30 Jesus-Christus-Kirche
30.08. 10.30
10.30
06.09. 09.15
10.30
18.00
13.09. 09.15
10.30
20.09. 09.15
10.30
27.09. 10.30
10.30
04.10. 09.15
10.30
11.10. 09.15
10.30
18.10. 09.15
10.30
25.10. 10.30
10.30
01.11. 09.15
10.30
08.11. 09.15
10.30
18:00
15.11. 09.15
10.30
Johanneskirche, Gottesdienst mal anders
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche, Abendmahl
Jesus-Christus-Kirche, Goldene Konfirmation,
Abendmahl, Chor
Valbert, Jugendgottesdienst
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche, Abendmahl
Jesus-Christus-Kirche, CKKG,
Gottesdienst für die ganze Familie
Johanneskirche, Gottesdienst mal anders
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche, Erntedankfest, Abendmahl
Jesus-Christus-Kirche, Erntedankfest, Chor
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche, Abendmahl
Jesus-Christus-Kirche, Abendmahl
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche, Posaunenchor
Johanneskirche, Abendmahl
Jesus-Christus-Kirche, Silberne Konfirmation,
Abendmahl, Chor
Jesus-Christus-Kirche, Guten-Abend-Kirche
Johanneskirche
Jesus-Christus-Kirche
18.11. Buß- und Bettag
19.00 Johanneskirche
18.11. Ewigkeitssonntag
09.15 Johanneskirche, Abendmahl
10.30 Jesus-Christus-Kirche, Abendmahl, Posaunenchor
15.00 Friedhof
29.11. 1. Advent
09.15 Johanneskirche
10.30 Jesus-Christus-Kirche
06.12. 2. Advent
09.15 Johanneskirche, Abendmahl
10.30 Jesus-Christus-Kirche, Abendmahl, Posaunenchor
18.00 Guten-Abend-Kirche
WEITERE GOTTESDIENSTE
17.9.
12.11.
Mo.
Mi.
Fr.
Donnerstag, 19.30, Jesus-Christus-Kirche:
Taizé-Andacht
Donnerstag, 19.30, Jesus-Christus-Kirche:
Taizé-Andacht
10.00, Wilhelm-Langemann-Haus: Gottesdienst
09.30, Jesus-Christus-Kirche: Morgenandacht
07.30, Gemeindehaus Kirchstr. 14: Mitarbeiterandacht
BESONDERE TERMINE
23.8.
10.30, Jesus-Christus-Kirche/Gemeindehaus Kirchhstr.:
Ökumenisches Gemeindefest
19.9.
18.15, Johanneskirche, Benefizkonzert zugunsten des
katholischen und der evangelischen Kindergärten
5.-9.10.
KiBiWo in der Stadthalle
9.-13.11. 06.15, Jugendheim Genkeler Straße,
CVJM-Gebetsfrühstück
13.-14.11. Presbyterklausurtagung in Wuppertal
6.-7.12.
Adventsmarkt rund um die Jesus-Christus-Kirche
FREIZEITEN
13.-27.7. Jugendfreizeit nach Dänemark mit Jugendreferentin
Kristine Ritterbusch
27.8-5.9. Freizeit in den Schwarzwald mit
Pfr. i. R. Helwig Bröckelmann
Redaktions- und
Anzeigenschluss
Ihre Artikel, Fotos, Termine und Anzeigen
für die nächste Gemeindestimme geben Sie bitte
bis zum 09. Oktober 2015
an die Redaktion oder in das Gemeindebüro!
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Es stellen sich vor
Mein Name ist Sophie Ihne, und ich bin
ab August als Pfarrerin im Probedienst
in Ihrer Gemeinde tätig. Ich freue mich
auf eine vielseitige Arbeit in Ihrer Gemeinde und darauf, Sie bald kennenzulernen.
Meine Arbeit ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Mit 50 Prozent werde ich die
Gemeindearbeit in dieser Gemeinde
mitgestalten und mit den anderen 50
Prozent im Öffentlichkeitsreferat des
Kirchenkreises tätig sein.
Gebürtig stamme ich aus der Nähe
von Parchim in Mecklenburg. In Marburg und in Münster habe ich Theologie
studiert.
Nach sechs Jahren Studium und dem
ersten Examen habe ich mein Vikariat
im Ruhrgebiet in der Kirchengemeinde Langendreer verbracht und dort alle
Arbeitsfelder einer Pfarrerin kennen gelernt.
Nun lebe ich mit meinem Ehemann
Mathias Ihne, mit unserer kleinen Tochter Emma und mit meiner Schwiegermutter in Halver. In meiner Freizeit lese
ich gern oder mache mit meiner Familie
lange Spaziergänge durch die Natur.
Derzeit bin ich in Elternzeit und betreue meine 6 Monate alte Tochter. So
bietet sich mir schon vor Beginn meiner
Tätigkeit in Ihrer Gemeinde hin und wie-
der die Möglichkeit, in Ihrer Gemeinde
aufzutauchen und mich dem einen oder
anderen persönlich vorzustellen.
Seit dem Berufungsgottesdienst für
meinen Vikariatsdienst begleitet mich
der Vers, der damals als Grundlage für
die Predigt diente und zu Beginn meines
Vikariates Monatsspruch war. Es ist ein
Ausspruch Jesu aus dem Markusevangelium und lautet: Gehet hin in alle Welt
und predigt das Evangelium aller Kreatur. Mit diesem Auftrag im Gepäck freue
ich mich, in Ihrer Gemeinde und im Kirchenkreis bald tätig sein zu dürfen und
Gottes gute Botschaft auf der Kanzel, in
Gesprächen und in vielen Begegnungen
mit Worten und mit Taten zu verkünden.
Sophie Ihne
Wie wird man eigentlich
Pfarrerin / Pfarrer?
Zunächst muss man natürlich evangelische Theologie studieren und sich dabei
das theoretische Wissen des Fachgebietes aneignen. Während des Studiums
muss jede Studentin/ jeder Student
bereits ein sechswöchiges Praktikum
in einer Gemeinde ableisten. Das erste
theologische Examen schließt das Studium ab.
Danach folgt die praxisorientierte
Ausbildung: Das Vikariat. Neben der
Arbeit in der Vikariatsgemeinde und an
einer Schule nimmt jede Vikarin / jeder
Vikar drei Wochen an Seminaren am Pädagogischen Institut in Schwerte und
19 Wochen am Seminar für pastorale
Ausbildung in Wuppertal teil. Das zweite Examen schließt diesen praktischen
Ausbildungsteil ab.
In den ersten Dienstjahren werden
die frisch ausgebildete Pfarrerinnen
und Pfarrer zunächst für zwei Jahre in
den Probedienst berufen. In diese Zeit
fällt die Ordination. Danach kann sich
der Pfarrer / die Pfarrerin auf jede freie
Pfarrstelle bewerben.
Pfarrerin im Entsendungsdienst
Im Februar dieses Jahres wurden wir Pfrn. P. Handke, Pfr. K. Kemper-Kohlhase
und ich in meiner Funktion als Vorsitzender des Presbyteriums – durch den
Superintendenten davon in Kenntnis
gesetzt, dass vorgesehen sei, unserer
Kirchengemeinde eine Pfarrerin im Entsendungsdienst (Pfrn. i. ED) zuzuweisen.
Auf Grund unserer Gemeindesituation – im April 2013 war bekanntlich
die dritte Pfarrstelle aufgelöst worden
– hatten wir den Superintendenten gebeten, diese Zuweisung zunächst auszusetzen. Wir wollten in den beiden Gremien Geschäftsführender Ausschuss
und Presbyterium über diese für uns
neue Situation ausgiebig nachdenken.
Nach dieser Zeit des Austausches, Erwägens und Überlegens sollte dann ein –
wenn möglich – einmütiges Votum der
Leitungsverantwortlichen unserer Gemeinde erfolgen. Dieses Vorgehen fand
die Zustimmung des Superintendenten
– obwohl er nach Kirchenrecht allein
das Zuweisungsrecht hat.
In jeder der folgenden Gremiums-Sitzungen gab es dann auch immer den
Tagesordnungspunkt: Pfarrerin im Entsendungsdienst. So wurden Aufgaben
und Dienste diskutiert und für unsere
Gemeinde reflektiert. Projekte und Vertretungsaufgaben wurden überdacht
und konkretisiert. Auch der Zeitraum,
in dem eine Pfrn. i. ED tätig sein kann
- zwischen zwei und vier Jahre - wurde
bedacht. Zudem ist in unserem Fall nur
eine 50% - Tätigkeit in unserer Gemeinde vorgesehen, die zweiten 50%ige
würden in der Öffentlichkeitsarbeit des
Kirchenkreises anfallen.
Um die Pfarrerin im Entsendungsdienst kennenzulernen und unsere Anliegen und Bedenken vorzutragen und
auch ihre Sicht der Dinge zu erfahren,
wurde sie in den Geschäftsführenden
Ausschuss sowie in das Presbyteri-
um eingeladen. In beiden Gremien
entstand ein sehr offener Austausch
zwischen allen Teilnehmenden. In der
letzten Presbyteriumssitzung, an der
auch Frau Ihne teilnahm, hat dann das
Presbyterium in geheimer Wahl abgestimmt und einstimmig votiert. Frau
Ihne wird ab dem Spätsommer als
Pfrn. im Entsendungsdienst in unserer
Gemeinde tätig sein.
Der Beschluss des Presbyteriums
wurde Frau Ihne natürlich noch an
dem Abend der Wahl mitgeteilt, worüber sie sich sehr freute. Ebenso informierte der Vorsitzende den Superintendenten.
An dieser Stelle darf ich im Auftrag
des gesamten Presbyteriums Frau Ihne
ein herzliches Willkommen zurufen
und ihr und unserer Gemeinde eine gesegnete Zeit miteinander wünschen.
F.W.Schnöring
Vorsitzender des Presbyteriums
Es stellen sich vor
Mein Name ist „CKKG“ - ich bin die „Coole Kirche für Kleine und Große“. Am 10.
Mai war ich zum ersten Mal in der Jesus-Christus-Kirche zu sehen. Unten seht ihr
ein paar Eindrücke von mir. Wer mich näher kennenlernen will, ist herzlich zu mir
eingeladen am 20. September – ebenfalls in die Jesus-Christus-Kirche.
In der letzten Ausgabe der „Gemeindestimme“ hat Sie ja bereits Herr Kistner informiert, dass es in der katholischen Gemeinde Veränderungen gibt:
Seit dem 1. Februar bin ich also in der
Verantwortung als katholischer Pfarrer
für Meinerzhagen, Valbert und Kierspe – und seit dem 12. Mai auch selbst
Meinerzhagener – endlich!
Mein Name ist Thorsten Rehberg, ich
bin Jahrgang 1972 und bewohne nun
mit meinen Stubentigern das Pfarrhaus
Birkeshöhstr. 39a. Manche Meinerzhagener kennen mich noch „von früher“,
da ich vor zehn Jahren der katholische
Kreisjugendseelsorger war und in dieser Eigenschaft auch hier zu tun hatte.
Damals war Ulrich Bleker noch der kath.
Pfarrer und Klaus Thoma der hiesige Jugendpfleger.
Nun trete ich also die Nachfolge von
Pfr. Keinecke an – und übernehme eine
Pfarrei, die sich in einer schwierigen
Phase befindet: Am 30 Mai beginnt im
Bistum Essen der „Pfarrentwicklungsprozess“, in dem die Fragen gestellt
werden, wie sich Kirche in den kommenden Jahren aufstellen will – und
was sie dafür (nicht mehr) benötigt. Es
kommen also schmerzhafte Entscheidungen auf uns zu, die wir jedoch aus
der Freude am Glauben meistern werden!
Nachdem ich bereits zweimal „vor
der Zeit“ versetzt wurde, um aufreißende Personallöcher zu stopfen, freue ich
mich nun auch darauf, als Pfarrer über
eine deutlich längere Zeit an einem Ort
sein zu können. Und wenn man Pfarrer
im Sauerland werden soll: Warum nicht
dort, wo es am schönsten ist??? Die katholischen Gemeinden „rund ums Ebbegebirge“ sind mir nicht völlig fremd
– und ich weiß, wieviel Leben in ihnen
steckt, wenn sie mit Lust und Laune ihren Weg in der Nachfolge Christi gehen.
Als Pfarrer ist es meine wichtigste Aufgabe, dieser Lust und Laune zu dienen
und aus dem Weg räumen zu helfen,
was dem an Hindernissen im Wege
steht. Darauf freue ich mich!
Ebenfalls freue ich mich auf das gute
ökumenische Miteinander mit Ihnen.
Sehen Sie mir aber bitte nach, dass es
sicherlich etwas dauern wird, bis ich
„angekommen“ bin und von den Dingen Kenntnis erhalte, die für Sie bisher
selbstverständlich gewesen sind. Gut
Ding will halt Weile haben. Das diesjährige ökumenische Gemeindefest wird
dafür sicherlich eine gute Gelegenheit
sein.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen,
Ihr Thorsten Rehberg
Beim ersten Meinerzhagener Neugeborenenempfang vertraten Pfr.
Dirk Gogarn gemeinsam mit Jutta Czastrau und den Kindergartenleiterinnen Edda Dahlhaus und
Silvia Wiesner unsere Evangelische
Kirchengemeinde.
Sponsoren
der Ev. Kirchengemeinde
Meinerzhagen
• Fa. Friedrich Sönchen
Bedachungen GmbH
• Schmidt und Pauls
Baugeschäft GmbH + Co KG
• Malerteam Seyda GmbH
• Tischlerei Blumenrath
• Mischke GmbH
Fliesenfachgeschäft
Sie können die vielfältige Arbeit der
Ev. Kirchengemeinde Meinerzhagen
unterstützen.
Zahlen Sie jährlich 100,– Euro in den
Sponsoren-Fond und Ihr Unternehmen wird in unserer Sponsorenliste
aufgeführt. Sie erhalten eine absetzfähige Rechnung.
Ihren Auftrag erteilen Sie bitte an
das Gemeindebüro, Kirchstr. 17,
58540 Meinerzhagen,
Telefon 5001 (Di: 9 – 11, Mi: 9 – 12,
Do: 13 – 18, Fr: 9 – 11).
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Musik in unserer Gemeinde
© Foto: Ilka albrecht
Kirchenmusik am Sonntag
Kantate
© Foto: Ilka albrecht
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Lieder sind ein wesentlicher Bestandteil gemeindlichen Lebens.
Der Sonntag Kantate, der 4. Sonntag
nach Ostern, ist ein „Singe-Sonntag“.
Der Name leitet sich her von dem Beginn des 98. Psalms: Cantate Domino
canticum novum. Singt dem Herrn ein
neues Lied. Und so bildet an diesem
Sonntag die Musik – und insbesondere
der Gesang – den zentralen Inhalt eines
Gottesdienstes.
Auch in diesem Jahr wurde in der
Jesus-Christus-Kirche der Sonntag Kantate als ein musikalisch besonders ausgestalteter Gottesdienst gefeiert.
Unter der musikalischen Leitung von
Gerlinde Rentrop sang der Chor der
Jesus-Christus-Kirche, begleitet von der
Orgel und einem vierköpfigen Instrumentalensemble, welche die Rolle des
Orchesters übernahmen, das Gloria in
D-dur des wohl bekanntesten italieni-
schen Komponisten des Barock, Antonio Vivaldi.
Vivaldi war ein kreativer und höchst
produktiver Komponist, wie das Werkverzeichnis eindrücklich belegt. Sein
Gloria zählt neben den Vier Jahreszeiten (Violinkonzerte) zu den bekanntesten und am häufigsten aufgeführten
Werken. Es zeigt eine große Nähe zu
entsprechenden Kompositionen von
J.S. Bach, und Vivaldi war auf diesem
Gebiet ähnlich innovativ wie sein deutscher Zeitgenosse.
Das Gloria ist eine eigenständige
Komposition, ein zyklisch angelegtes
Werk, das stilistisch einer konzertanten
Messe nahesteht.
Der Chor der Jesus-Christus-Kirche
hatte lange und intensiv die Chorsätze
dieses Werkes geprobt, die – in mehrere
Teile aufgegliedert – in den Ablauf des
Gottesdienstes integriert wurden.
Musikalisch eingerahmt wurde der
Gottesdienst durch zwei Musikstücke:
am Eingang durch die majestätische
Ouvertüre aus G.F. Händels Feuerwerksmusik (Transkription für Orgel) und
zum Ausgang des Gottesdienstes das
Präludium in E-dur von Vincent Lübeck
(Komponist des Barock und Organist in
Lübeck (wo ihn J.S. Bach besuchte) und
Hamburg, wo ihm Arp Schnitgers größte Orgel zur Verfügung stand) – beide
gespielt von Gerlinde Rentrop, beide
höchst beeindruckende Darbietungen,
für die -- zusammen mit der Aufführung des Gloria durch den Kirchenchor
und das kleine Musikensemble -- die
Gottesdienstbesucher am Ende des
Gottesdienstes spontan anhaltenden
Beifall spendeten.
Eine gute Erfahrung von und mit Kirchenmusik in unserer Gemeinde!
Klaus Bohner
Musik für Sie …!
25. Benefizkonzert in der Johanneskirche am 19. September um 18.15 Uhr
Stargast des Abends ist der durch Rundfunk und Fernsehen bekannte Tenor Johannes Kalpers.
Bereits mit zehn Jahren sang Johannes Kalpers im Chor der Limburger Domsingknaben. Seine musikalische Ausbildung erhielt er später an der Hochschule
für Musik in Karlsruhe. Danach war er an
verschiedenen Opernhäusern engagiert,
unter anderem in Eisenach, Chemnitz
und Hannover. Es folgten zwei Jahre (bis
2002) an der Wiener Volksoper. Als Gast
sang er u. a. bei den Salzburger Festspielen und an der Deutschen Oper am
Rhein. Begleitet wird Johannes Kalpers
von Dmitrij Koscheew, der sein Studium
am renommierten Staatskonservatorium P.I. Tschaikowski in der Fachrichtung
Klavierspiel und Klavierunterricht absolvierte.
Nach Engagements z.B. am Staatskonservatorium P.I. Tschaikowski, aber auch
bei Rundfunk und Fernsehen, wanderte
Dmitrij Koscheew 1994 nach Deutschland aus und lebt seitdem in Speyer.
Er hatte seither zahlreiche Auftritte
als Solopianist oder Begleiter.
Weitere Mitwirkende werden sein:
der CVJM-Posaunenchor unter der Leitung von Kirchenmusikerin Gerlinde
Rentrop, die auch an der Orgel zu hören
sein wird.
The Voices, ein gemischter Chor aus
dem Oberbergischen und Quattro, eine
Instrumental und Gesanggruppe aus
Meinerzhagen und nicht zuletzt alle
Kinder und Erzieher der vier kirchlichen
Kindergärten, denen der Erlös zugutekommen soll.
Es erwartet Sie ein breit gefächertes
Programm, lassen Sie sich überraschen!
Eintrittskarten gibt es bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen und bei
der Meinerzhagener Zeitung.
Klaus Müller
Musik in unserer Gemeinde
Konzert von Among Friends
in der Aula des Evangelischen Gymnasiums
cessoires eingesammelt wurden.
Zwischen den Sets konnte man in
ungezwungener Atmosphäre „draußen
vor der Tür“ seinen Hunger -- und seinen Durst mit zünftigen Irish Stout stillen und dabei ein wenig fachsimpeln.
Es war ein lohnender Abend. Among
Friends entließ seine Freunde erst kurz
vor Mitternacht.
Man sollte wissen, dass die Gruppe
häufig mit Benefizkonzerten soziale
Projekte und Einrichtungen sowie Stiftungen unterstützt und Gottesdienste mitgestaltet, so z.B. im Rahmen der
Guten-Abend-Kirche. Auch am diesjährigen ökumenischen Sommerfest im
August plant sie, wieder dabei zu sein
und zu musizieren.
Freuen Sie sich darauf!
Klaus Bohner
© Foto: Ilka albrecht
Man kennt sie: The Dubliners, vielleicht
auch die Kilfenora Ceili Band, Sweeneys
Men, Finbar and Eddie Furey und andere Größen des Irish Folk.
Doch – ist man da unter Freunden?
Ja, wenn man professionelle irische
Folk Music mag. Aber erst recht: Ja,
wenn die Gruppe Among Friends aufspielt --- sicher ebenso professionell,
sind sie doch längst ein „eingespieltes“
Team. Ihre Mitglieder stammen aus
Meinerzhagen und der näheren Umgebung, und es ist ihnen bisher immer
gelungen, zwischen sich und den Zuhörern -- besonders ihren Fans -- unmittelbar eine familiäre Atmosphäre
zu schaffen. Das wird sicherlich unterstützt durch die lockere Moderation ihres frontman Dietmar Först.
Heiter und beschwingt ging es an
diesem Abend zu, und locker war es allemal.
Man merkte den Musikern die Freude
am Spielen – mit zum Teil virtuosen Einlagen – an, eine Freude, die sich dann
auch schnell auf das Publikum als Freude am Zuhören übertrug.
Auch in diesem Jahr erinnerten sie
(etwas verspätet – aber was heißt das
schon) am 15. April mit einem Konzert
in der Aula des Ev. Gymnasiums an den
St. Patrick´s Day, der in jedem Jahr am
7. März von Iren weltweit gefeiert wird.
St. Patrick, christlicher Missionar und
Bischof, ist der Schutzpatron Irlands.
Und wenn Iren feiern, dann tun sie das
mit Musik, Folk Music eben, und sicherlich nicht nur bei einem Glas Guinness.
Ergo…
Das Geheimnis irischer Folkmusik?
Das ist der »Craic«, der pure Spaß, die
reine Freude am Musizieren und Singen, so die Gruppe auf ihrer Homepage.
Zu ihrem Repertoire gehören, wie es
weiter heißt, zauberhafte Harfenklänge, Jigs und Reels, zarte Liebeslieder,
uralte Balladen und markige Freiheitslieder. Traditionals und aktuelle irische
Songwriter, mal einstimmig, dann wieder vielstimmig virtuos. Und damit verwöhnten Among Friends ihre Freunde
in der voll besetzten Aula.
Eingeladen hatte an diesem Abend
der Förderverein des Ev. Gymnasiums,
dem auch die Spenden zugutekamen,
die während einer der Pausen von zwei
Bewunderern schottischer Traditionen
in originalen Kilts, Brogues (Ledertaschen), Kniestrümpfen, Sporrans (Schuhen) und anderen landestypischen Ac-
Die Geschichte der „Orgelmusik zur Marktzeit“
Schon lange hatte mich Hans Martin
Brinkmann immer wieder darauf angesprochen, ob ich mir nicht vorstellen
könne, in der wärmeren Jahreszeit eine
Reihe von kleinen Konzerten durchzuführen, in denen die Orgel der JesusChristus-Kirche im Mittelpunkt stehe.
Im Jahr 2011 sind wir dann übereingekommen, dass wir diese Idee im
nächsten Jahr ins Auge fassen könnten. So wurde das Projekt geboren, vom
Ende der Osterferien an bis zum Beginn
der Sommerferien jeweils freitags um
11.00 Uhr für eine nur kurze Zeit Orgelmusik anzubieten. Angesprochen
fühlen sollten sich alle Leute, die nach
dem freitäglichen Markteinkauf ausruhen und für 15 Minuten den mit Orgelklängen erfüllten wunderschönen
Raum der Jesus-Christus-Kirche genießen möchten. So wurde die Reihe also
„Orgelmusik zur Marktzeit“ genannt
und startete im Jahr 2012 mit 12 Kon-
zerten. Zur Premiere am 20. April kamen
statt der von mir erwarteten 20 Zuhörer über 80 Leute. Bis heute hält sich
das hohe Niveau der Zuhörerzahl. Die
erste Marktmusik in diesem Jahr 2015
verzeichnete sogar 130 Interessierte!
Ich freue mich außerordentlich, dass
so viele Leute sich von der Orgelmusik
begeistern lassen und den Termin zum
Teil sogar für jede Woche fest einplanen. Manchmal kommen auch Erzieherinnen der evangelischen Kindergärten
mit einigen Kindern, die meist ebenfalls
ganz andächtig lauschen!
Im ersten Jahr haben wir die Konzerte mit drei Musikerinnen durchgeführt:
Außer mir spielten noch Ulrike Kessler
und Maria Hartel. Inzwischen haben wir
das Spektrum um drei Herren erweitert.
Das sind: Michael Otto (Musiklehrer am
Ev. Gymnasium), Ben Köster (Abiturient
des Ev. Gymnasiums) und Dmitri Grigoriev (Kreiskantor in Lüdenscheid).
Auch wenn die Vorbereitung der
Konzerte teilweise sehr aufwändig ist,
macht das Orgelspielen - bei dieser großen Akzeptanz durch das Publikum - allen Musikern viel Freude.
So wird die Konzertreihe wohl auch
weiterhin das heimische Kulturangebot bereichern.
Gerlinde Rentrop
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Engagement für Andere
Seitdem ich mich bewusst mit meinem
Christsein beschäftige, versuche ich,
das „Jesus Nachfolgen“ zu leben und
mein Handeln an die durch Jesus vorgegebenen Grundsätze anzulehnen, denn
ein Christsein jenseits davon, insbesondere jenseits einer praktisch gelebten Nächstenliebe, erscheint mir nicht
möglich bzw. paradox und wertlos.
Und so habe ich neben dem Bemühen um einen fairen Umgang in meinem Umfeld lange auch nach einer
Form des wirkungsvollen finanziellen
Engagements für die 3. und 4. Welt gesucht. Dabei bin ich auf einen Medienbeitrag über Oikocredit gestoßen.
Hier kann jeder wie bei einer Bank
sein Geld anlegen. Von einer herkömmlichen Bank unterscheidet sich Oikocredit allerdings wesentlich in seinem
unternehmerischen Auftrag. Denn
nicht der Profit steht im Mittelpunkt,
sondern eine sozial geprägte ethisch
ausgerichtete Kleinkreditvergabe an
Menschen in Armutszonen, die sich um
eine berufliche Entwicklung bemühen,
dafür aber von Banken nicht die notwendigen Kredite bekommen können.
Der Anleger kann bei Oikocredit also
mit seinem Sparkonto einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklungshilfe leisten, ohne dass es ihn etwas kostet.
Nachdem ich nun Mitglied im Westdeutschen Förderverein von Oikocredit
geworden bin, wundere ich mich allerdings, dass diese Organisation so wenig
bekannt ist, obwohl sie so wundervoll
Kapitalanlage mit gelebter Nächstenliebe verbindet.
Das versuche ich nun, hier mit meinem Beitrag zu ändern. Er soll dem Leser natürlich zusätzlich auch einen Anreiz zum „Nachfolgen“ geben.
Im Folgenden nun eine sehr kurze
Beschreibung von Oikocredit auf dem
Stand vom Sommer 2009. (Mehr Infos
gibt es im Internet, durch einen Anruf
bei mir oder durch Anforderung der
vierteljährlich erscheinenden Broschüre).
Oikocredit entstand 1975 auf Initiative des ökumenischen Weltrates der
Kirchen. Kredite werden weltweit in 69
Ländern vergeben (Lateinamerika 40
%, Asien 20%, Osteuropa 20 %, Afrika
20%).
Es gibt 35 Fördervereine (hauptsächlich in Europa), 40 Projektorganisationen zur örtlichen Geldabwicklung und
35 Regional- und Länderbüros mit lokalem Fachpersonal. Die Zentrale ist in
Amersfoort (Niederlande). Das Personal arbeitet überwiegend ehrenamtlich, so dass der Verwaltungsaufwand
nur 2,4 % des Budgets beträgt.
Die Kreditvergabe fokussiert auf die
ärmsten Regionen der Welt. Etwa 80%
der Kunden sind Frauen -- zum Großteil
aus ländlichen Regionen (das Verhältnis Stadt – Land beträgt ca. 20 : 80) -- da
sie das Geld sinnvoller als die Männer
zur Versorgung der Familien verwenden. Die Hilfe kommt also genau da an,
wo sie am sinnvollsten und nötigsten
ist, bei den Kindern, die ca. 80% der
Notleidenden dieser Welt ausmachen.
Kleinkredite werden in der Größenordnung von 100 Euro z.B. für den Kauf
von Nähmaschinen, Fahrrädern, Hühnern, Marktständen, Küchengeräten,
Saatgut vergeben.
Die Kreditzinsen von 10 bis 20%
scheinen auf den ersten Blick recht
hoch, können aber sehr gut mit der
neuen Erwerbstätigkeit aufgebracht
werden und sind um ein Vielfaches
niedriger als die der ansässigen Kredithaie.
Die Ausfallquote liegt nach den bisherigen Erfahrungen unter 2 %, u.a.
weil die Kreditnehmer nicht mit ihrem
Kredit alleingelassen werden, sondern
eine begleitende Beratung für die Mittelverwendung erhalten.
Besondere Sicherheiten bietet eine
Anlage bei Oikocredit dadurch, dass
dort keine Spekulationsgeschäfte getätigt werden, dass hohe Rückstellungen
für Kreditausfälle gebildet werden und
dass sich diese Organisation seit 35
Jahren bewährt hat.
Die Geldanlage bei Oikocredit geschieht in Form von Genossenschaftsanteilen mit einem Minimum von 200
Euro. Einzige Gebühr ist ein jährlicher
Mitgliedsbeitrag von 15 Euro (der für
Kinder unter 18 entfällt). Ein Anteilsverkauf, also eine Rückzahlung ist jederzeit möglich.
Die Unterstützung für Kleinunternehmer und Genossenschaften in der
3. und 4. Welt durch Oikocredit steht
im direkten Zusammenhang mit dem
fairen Handel. Dazu finden sie in dieser Gemeindestimme den Beitrag über
den Weltladen.
Joachim Platacis
„Gut, dass wir einander haben.
Gut, dass wir einander seh‘n ...“
Mitarbeiterfest für alle Aktiven unserer
Gemeinde als Raum für Anerkennung,
Austausch, Auftanken, Gespräche – in
Gottesdienst und Imbiss
Seit vielen Jahren gibt es in unserer
Gemeinde in sehr unterschiedlichen
Formaten Veranstaltungen für die Begegnung von ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden in der Gemeinde.
In größeren Abständen, etwa alle fünf
Jahre, werden alle Mitarbeitenden, und
dies sind in den unterschiedlichsten
Bereichen mehrere Hundert (z.B. Verteiler der Gemeindestimme, Diakoniesammler, Sänger oder Bläser in Chören,
Lektoren, Presbyter, Mitarbeiter in Gremien, bei der Tafel, im Mittendrin, beim
Kinderkleiderbasar, in Selbsthilfegruppen, in Gruppen und Kreisen, in den
Kindergärten, am Friedhof, im Wilhelm-
Langemann-Haus, in Besuchsdiensten,
bei Handwerkertätigkeiten, im Gottesdienst-mal-anders, in der Guten-AbendKirche und noch viel mehr ...) persönlich
zu einer großen Veranstaltung mit besonderem Programm geladen. Dies fand
bereits mehrfach in den Räumlichkeiten
des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen, z.B. mit kabarettistischen Veranstaltungen und Imbiss statt.
Engagement für Andere
Aufgrund der vielen positiven Impulse, die aus solch einem Begegnungsfest
hervorgehen, hat das Presbyterium
dann vor einiger Zeit beschlossen, dass
nicht nur diese größeren Mitarbeiterfeste in längeren Abständen gefeiert
werden sollten, sondern dass auch jährlich in etwas kleinerem Rahmen den
vielen ehren- und hauptamtlich Tätigen
die Möglichkeit zu Austausch und Begegnung gegeben werden sollte.
Dazu waren alle Aktiven nun zum
zweiten Mal im April zu einem fröhlichen Gottesdienst mit Pfarrer Klaus
Kemper - Kohlhase und Pfarrerin Petra Handke in die Johanneskirche am
Inselweg eingeladen. Viele Beteiligte
sorgten für eine abwechslungsreiche
musikalische Gestaltung: der Posaunenchor des CVJM-Meinerzhagen, der
Chor der Jesus-Christus-Kirche, sowie
die Solisten Sylvia Michel (Flöte) und
Karolina Kemper - Kohlhase (Piano).
Das Abendmahl fand in Form eines
großen Kreises statt, in den sich alle
Gottesdienstbesucher entlang der
Mauern des Kirchenschiffes bis hinter den Altar integrierten. Das war ein
ganz besonderer Moment gegenseitiger Begegnung und Wahrnehmung.
Anschließend stand dann für alle Gottesdienstbesucher, von Mitgliedern
des Presbyteriums vorbereitet, alles zu
einem leckeren Imbiss (Grillwürstchen,
Pommes und Salat) und Waffelessen in
den Räumen des Gemeindezentrums
und auch im Außengelände bereit.
Viele waren gekommen und ließen
sich auch zum Verweilen bis in den frühen Nachmittag einladen. Schön war‘s,
und wird bestimmt wiederholt werden!
Petra Handke, Pfrn.
Einkaufen im Eine-Welt-Laden
Es gibt mindestens 5 Gründe, warum
ich im Weltladen einkaufe und mich
dort einsetze.
Gerade als Christin sind mir die im
Konziliaren Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
angestoßenen Ziele wichtig. Und wir
können etwas tun!
•Gerechtigkeit: Ich will es nicht dulden,
dass Menschen – meist Frauen - für
uns in der westlichen Welt unter menschenunwürdigen Bedingungen Kleidungsstücke nähen, die ich dann hier
als „Schnäppchen“ kaufen kann. Ich
kann etwas dagegen tun mit meinem
Einkaufsverhalten, z.B. im Mittendrin
gebrauchte gute Kleidung kaufen, auch
wenn sie schon mehrmals gewaschen
wurde.
•Bewahrung der Schöpfung: In den
Ländern, die für uns Kaffee und Tee,
Bananen etc. schon in langer Tradition anbauen, haben die Erzeuger noch
das Wissen über den schonenden und
nachhaltigen Anbau dieser Lebensmittel. Sie werden im Fairen Handel
in ihren Bemühungen unterstützt; für
Ökologischen Anbau bekommen sie
einen höheren Preis. Im Weltladen wird
vermehrt darauf geachtet, Produkte
aus Ökologischem Anbau anzubieten,
der nicht die Böden und die „Umwelt“
belastet.
•Friedensbemühungen: Wir unterstützen diese, wenn wir den Menschen
ermöglichen, in ihren Heimatländern
einen ausreichenden Lebensunterhalt
zu erwirtschaften. Sie brauchen nicht
ihre Heimat mit allen für sie wichtigen
Bindungen - oft auf lebensgefährlichen Fluchtwegen - zu verlassen. Wie
viel Unfrieden Flüchtlinge ausgesetzt
sind, können wir z.Zt. sehen und erfahren.
•Solidarität mit den Menschen der
südlichen Welt: Statt Almosen zu geben, sollten wir ihnen einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit bezahlen,
damit sie davon ihren Lebensunterhalt
bestreiten können, also ihre Arbeit
„wertschätzen“ im wahrsten Sinne des
Wortes.
•Im Weltladen in Meinerzhagen gibt
es einige Produkte aus Arbeit, die nur
durch die Unterstützung von Oikocredit (Kleinkredit z.B. zur Anschaffung
der nötigen Maschinen zur Produktion
von Säften) möglich waren. Deshalb
sind wir im Weltladen auch Informanten und Mitglieder von Oikocredit (siehe auch Artikel über Oikocredit in nebenstehend).
Der Weltladen ist jeden Tag geöffnet von 9.30 - 12.30 h und von 14.30
– 17.30 h. Er befindet sich in der Straße
Zur Alten Post Nr. 9 (gegenüber der
Buchhandlung Schmitz) im Souterrain, also ein paar Stufen unterhalb
der Straßenebene.
Alle Mitarbeiter/Innen arbeiten
ehrenamtlich und freuen sich über
jeden neuen Mitwirkenden, in welcher Funktion auch immer.
Gertrud Brockmann
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Aus dem Gemeindeleben
„BEI GOTT GEHT
KEINER VERLOREN“
GOTTESDIENST FÜR DEMENZKRANKE
Dass im Wilhelm-Langemann-Haus regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden, ist seit 50 Jahren gute christliche
Sitte und Tradition. Die Gottesdienste
werden von den Pfarrern der Evangelischen, Katholischen und Frei–evangelischen Gemeinde im Wechsel gestaltet.
Montagsmorgen um 10:00 Uhr beginnen die Bewohner und Bewohnerinnen, unterstützt vom Kreis der Montagsfrauen, die neue Woche mit einem
Gottesdienst.
Inzwischen zeigen mindestens 50%
der Bewohner und Bewohnerinnen des
Hauses dementielle Veränderungen
oder haben die Diagnose Demenz. Da
stellte sich bald die Frage, ob der traditionell gefeierte Gottesdienst im Großen Saal mit vielen Mitbewohnern für
diese Bewohner und Bewohnerinnen
noch das richtige Angebot ist, denn für
demente Menschen sind große Räume
und viele Menschen eher belastend.
Um sich sicher und geborgen zu fühlen benötigen sie einen „geschützten
Rahmen“, also einen überschaubaren
Raum, nicht so viele Menschen, und sie
müssen das, was geschieht, auch erfahren können.
Da lag es nahe, für die dementen
Menschen in der Einrichtung ein entsprechendes Angebot zu schaffen. Im
Oktober 2014 haben wir dann unseren
ersten Gottesdienst für demente Bewohner und Bewohnerinnen gefeiert.
Dieser Gottesdienst findet donnerstags um 10:00 Uhr im Seminarraum an
einem mit den Seelsorgern abgespro-
chenen Termin statt, ist speziell auf
die demenzkranken Bewohnerinnen
und Bewohner abgestimmt und steht
unter einem bestimmten Thema. Oft
sind es die Jahreszeiten oder besondere
Zeiten im Kirchenjahr, die den Gottesdienst prägen.
Die Bewohner und Bewohnerinnen
sitzen nicht wie gewohnt bei einem
Gottesdienst hintereinander und im
großen Raum mit vielen anderen Gläubigen, sondern in einem überschaubaren Stuhlkreis im Seminarraum.
Das hat den Vorteil, dass alle Teilnehmer das Geschehen gut verfolgen und
sich und den Pastor sehen können.
In der Mitte der Teilnehmenden wird
der Altar, mit Kerze, Kreuz und Bibel aufgebaut.
Das Thema des Gottesdienstes wird
den Menschen durch besondere Dinge
vermittelt. Anschauungsmaterial je
nach Thema, wie z.B. Blumen, Obst oder
auch ein Regenschirm liegt ebenfalls in
der Mitte. Damit werden visuelle Reize gesetzt und auch Neugier geweckt.
Kommentare und erzählte Geschichten
werden nicht als Störung empfunden,
sondern vom Pfarrer aufgegriffen.
Der Ablauf und der Inhalt des Gottesdienstes sind mit dem Pastor und dem
Sozialdienst abgesprochen.
Es ist wichtig den Gottesdienst mit
einem festen Ritual zu beginnen und
zu beenden und die Bewohner und Bewohnerinnen persönlich anzusprechen.
Den Ablauf bestimmen bekannte Lieder
und Texte, um den Wiedererkennungswert zu fördern. Der demente Mensch
kann bis zuletzt über Emotionen, Gefühle erreicht werden. Die Predigten
werden einfach, d. h. gut verständlich,
aber lebendig gestaltet. Zur Unterstützung dienen die vorher zum Thema
bereitgelegten Gegenstände. Sie werden den Menschen gezeigt und in die
Hand gelegt, so können sie den Gottesdienst mit den Händen verfolgen und
ertasten. Die Demenzkranken nehmen
so den Gottesdienst intensiver wahr,
können sich einbringen und fühlen sich
dadurch angenommen. Der ein oder
andere nimmt dann auch gern mal ein
„Stück Gottesdienst“ mit auf sein Zimmer.
Monika Besner
Aus dem Gemeindeleben
Frühjahrsputz an der Jesus-Christus-Kirche
Im März hatte Ulli Bierhof, der als Baupate für die Jesus-Christus Kirche zuständig ist, bei schönstem Frühlingswetter
einige fleißige Helfer eingeladen, um
die um den Kirchplatz stehenden Gehölze zu beschneiden. Schnell war man
mit Astschere und Motorsäge bei der
Hand und Erwin Musalf, Achim Schäfer
und Horst Schembra leisteten unter tätiger Mithilfe von Ulli Bierhof und Küster Arne Schumacher ganze Arbeit.
Der beträchtliche Holzhaufen hätte jedem Osterfeuer noch ordentlich
Brennstoff geliefert, doch das ungünstige Wetter ließ den Abtransport erst in
der Woche nach Ostern zu.
Viele Helferhände leisten gute Dienste
zur Unterhaltung der Gemeindeumlagen.
Vielen Dank !!
Christof Sönchen
Auf dem Bild sind neben Ulli Bierhof noch Achim Schäfer und Horst Schembra zu
sehen, sowie Bastian Sönchen, der beim Abtransport zur Grünschnittdeponie am
Friedhof mithalf.
Neues Klettergerüst
im Ev. Kindergarten
Otto-Fuchs-Str.
Es ist geschafft, die Kinder im Ev. Kindergarten Otto-Fuchs-Str. dürfen sich
über ein neues Klettergerüst freuen.
Dank des großen Engagements des Fördervereins, der Unterstützung einiger
Sponsoren und der tatkräftigen Mithilfe von Eltern konnte ein neues Spielgerät aufgestellt werden.
Jetzt hoffen alle Kleinen und Großen
beim anstehenden Spiel- und Sportfest
am Freitag. den 29.05., auf gutes Wetter, damit das neue Spielgerät im Rahmen einer zünftigen Feier eingeweiht
werden kann.
Edda Dahlhaus
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aschine und der
Leih Dir diese Zuckerwattem
g der Offenen
nächste Kindergeburtstager, Ta
es andere Fest
Tür, die Vereins-Party od rjed
15,-pro Tag
wird der größte Hit. Für nuem€asc
hine bei uns
kannst Du die Zuckerwatt
leihen.
Besuch der Mädchenjungschar im
Fotoatelier Albrecht
Am 29.April 2015 verbrachten 15 Mädchen der CVJM-Jungschar einen
Schnuppertag im Fotoatelier Albrecht in Meinerzhagen.
Nachdem sie im vergangenen Dezember
fleißig Päckchen für
Weihnachten im
Schuhkarton im Atelier
abgegeben und dabei
ihr Interesse
für die Arbeit einer
Fotografin gezeigt
hatten, kam es zu dieser
Einladung.
Gestärkt mit Muffins
und Saft und unter
Begleitung der Betreuerinnen Lucy Hall
und Katrin JungmichelWeber verging die
lustige Zeit im Studio
wie im Fluge.
Ruf einfach an!
Förderverein Kindergarten
Otto-Fuchs-Str., Meinerzhagen
Sandra Reuber
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