Agenda für ein starkes Selbstbewusstsein

Zahnärztliche Mitteilungen
1.6.2015
Nr. 11
Qualität in der Medizin
Agenda für ein starkes
Selbstbewusstsein
Neue IDZ-Studie:
Patientenberatung
Der besondere Fall:
Non-Hodgkin-Lymphom
DP AG Postvertriebsstück – Entgelt bezahlt – 7443 – Heft 11/2015
Deutscher Ärzte-Verlag GmbH – Postfach 40 02 65 – 50832 Köln
zm 1.6.2015, Nr. 11
www.zm-online.de
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (2)
Foto: ArchMen - Fotolia.com
3
■ Kommunizieren – aber wie? Es gibt zwar keine Patentrezepte für eine gelungene Verständigung,
aber die Art und Weise, wie Botschaften gesetzt werden, hat Einfluss darauf, ob sie auch tatsächlich beim Empfänger ankommen.
Editorial
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
dass gute Kommunikation zur Lebenszufriedenheit beiträgt, leuchtet ein – doch wie
kommt man dahin? Der Hamburger Psychologe Friedemann Schulz von Thun hat mit
seinem breit bekannten Kommunikationsmodell der vier Ohren so trefflich wie auch
praktikabel beschrieben, was Kommunikation
ausmacht und wie sie wirkt. Demzufolge
enthält jede Botschaft auch eine Aussage
über die Beziehung, in der wir zum Gesprächspartner stehen. Sie sagt etwas über
uns selbst aus, und sie kann als Appell verstanden werden.
Im medizinischen und zahnmedizinischen
Bereich spielt Kommunikation eine Schlüsselrolle. Die Art der Gesprächsführung zwischen
Arzt und Patient trägt maßgeblich zum Erfolg einer Behandlung und zur Zufriedenheit der Patienten bei. Doch im Praxisalltag
mit Zeitdruck und ökonomischen Zwängen
kommt eine kompetente Kommunikation
oft zu kurz. Ein wichtiger Grund, weshalb
beispielsweise die Delegierten auf dem
Deutschen Ärztetag das Problem bei der
Wurzel anpacken wollen und beschlossen
haben, die Kommunikation mit den Patienten stärker in die Aus-, Fort- und Weiter-
bildung von Ärzten zu integrieren und die
interkulturelle und sprachliche Sensibilität
zu fördern. Kompetenzentwicklung in der
ärztlichen Gesprächsführung soll konsequent
ausgebaut werden. Mehr zum Ärztetag im
Heft.
Kommunikative Aspekte sind auch der
Schlüssel in der Patientenberatung der
zahnärztlichen Körperschaften. Eine neue
Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) greift das Thema Empowerment
auf. Dazu ein Beitrag im Heft und auf
www.zm-online.de. Es geht darum, die
Autonomie des Patienten zu stärken und
das Arzt-Patienten-Verhältnis zu verbessern.
Der Fachbegriff Empowerment ist übrigens
nicht eins zu eins ins Deutsche übertragbar.
Es geht um Patientensouveränität und
Ermündigung. Das Thema wird im zahnärztlichen Bereich immer bedeutender.
Jedoch können Zahnärzte Empowerment
beim Patienten nicht selbst herstellen,
sondern nur begleiten und unterstützen.
Das geht in Form von sachgerechter Kommunikation – sowohl in den Beratungsstellen wie auch in der Zahnarztpraxis.
Tue Gutes und rede darüber – unter dieser
Prämisse diskutierten BZÄK und KZBV mit
Experten aus Gesundheitspolitik, Wissen-
schaft und Selbstverwaltung in einem Workshop zum Thema Qualitätssicherung zahnmedizinischer Behandlungen (siehe Titelstrecke im Heft und Bilderstrecke online).
Die Spitzen der Standesorganisationen
machten deutlich, dass der Berufsstand
die Förderung und Sicherung der Qualität
als eigene zentrale Aufgabe begreift und
dass es in der Zahnmedizin aufgrund der
Vielfalt der Behandlungsmethoden keine
standardisierte Qualität geben kann. Die
Botschaft ist – weil überzeugend kommuniziert – in den Köpfen der Referenten und
Diskutanten angekommen.
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Prchala
Stellvertretende Chefredakteurin
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1213)
Foto: [M]zm-km-CC
Bei der Behandlung von Patienten
mit geistiger Behinderung ist
Geduld gefordert – im Umgang
und bei der Vorbereitung.
Titelfoto, Foto: [M]zm-km-teracreonte-Fotolia
40
30
Für ein starkes Selbstbewusstsein des Berufsstands steht die „Agenda
Qualitätsförderung“ von BZÄK und KZBV. Auf einem Workshop mit Politik
und Wissenschaft verankerten die Standesorganisationen ihre Botschaften.
T ITELSTORY
M EINUNG
Leitartikel
6
Leserforum
8
Gastkommentar
Qualität in der Medizin
16
P OLITIK
Agenda für ein starkes Selbstbewusstsein
30
Zahnheilkunde ist anders
34
118. Deutscher Ärztetag
„Terminservicestellen sind Humbug“
18
Frühjahrsempfang von KZBV und BZÄK
Prävention für kleine Prinzessinnen
22
Patientenberatung der Körperschaften
Empowerment schafft Vertrauen
26
zm
Besuchen Sie uns auch im Internet unter
www.zm-online.de
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1214)
52
76
Plötzliche Müdigkeitsattacken
können auf eine Schlafapnoe
hindeuten. Organschäden und
Unfälle sind die Folge.
Z AHNMEDIZIN
Behindertenzahnheilkunde
Geduld gefordert
Der besondere Fall mit CME
Non-Hodgkin-Lymphom in
der Glandula submandibularis
48
M EDIZIN
Repetitorium: Tagesmüdigkeit
Nur müde oder doch schon krank
78
Damit Menschen wieder lächeln
können: In Burundi behandelt
das Team von Dr. Oliver Blume
Kiefer-Lippen-Gaumenspalten.
G ESELLSCHAFT
40
52
Sorglos in den Urlaub? Das geht
nur, wenn man richtig versichert
ist und die Finanzen stimmen.
R UBRIKEN
Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V. in Burundi
Menschen ein Lächeln schenken
76
P RAXIS
Finanzen rund ums Reisen
Sorglos in den Urlaub
78
Arbeiten in Metropolen
Eine Gweipoh aus Bayern
82
M ARKT
Neuheiten
Foto: MEV
Foto: F1online
Foto: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V.
5
Neues auf www.zm-online.de
10
Termine
58
Impressum
86
Persönliches
87
Nachrichten
12, 115
Zu guter Letzt
118
88
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1215)
Leitartikel
Dr. Peter Engel,
Präsident der Bundeszahnärztekammer
Dr. Wolfgang Eßer,
Vorsitzender des
Vorstands der KZBV
Foto: KZBV-Darchinger
Foto: BZÄK-Pietschmann
6
Wider den Einheitsbrei
Die Qualität medizinischer Leistungen –
längst schon ist das Thema in der Politik
und bei den Akteuren des deutschen
Gesundheitswesen fest etabliert und in der
Lebenswirklichkeit der ambulanten wie der
stationären Medizin angekommen. Nicht
ohne Grund: Die Fehleranfälligkeit hochkomplexer medizinischer Eingriffe und
Abläufe einerseits sowie zunehmender
Patientenschutz andererseits können als
Treiber einer Entwicklung angesehen werden, die – gleich einem Perpetuum mobile –
keinen Stillstand kennt: Einmal angestoßen
bleibt es in Bewegung.
Und so beschäftigen sich zahlreiche Institutionen und Organisationen in Deutschland
mit Qualitätsentwicklung und -sicherung in
der Medizin und im Gesundheitswesen. Das
Internetlexikon Wikipedia listet allein fast
20 Institutionen auf, die mit dem Thema
„hauptamtlich“ betraut sind. Die Einrichtung eines eigenen Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) ist nur der jüngste Ausdruck
davon, was für ein hoher Stellenwert dem
Thema beigemessen wird.
Da bildet auch der zahnärztliche Sektor
keine Ausnahme. Aber ebenfalls schon lange
beschäftigen sich die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche
Bundesvereinigung (KZBV) mit dem Thema;
und die Erkenntnis, dass sich durch Qualitätsförderung die zahnmedizinische Versorgung und in der Folge auch die Mundgesundheit der Bevölkerung verbessern lassen,
hat sich in der Zahnärzteschaft schon länger
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1216)
durchgesetzt: Bereits 1988 haben BZÄK und
mehrere wissenschaftlich abgesicherte
KZBV das erste Grundsatzpapier zur QualiTherapiealternativen. Statt auf eine Mustertätsförderung vorgelegt. Dieses Bekenntnis,
Therapie zurückgreifen zu können (wer
das die Positionierung des Berufsstands zur
hätte das nicht gerne?), verständigen sich
Qualität in der Zahnmedizin beschreibt,
Patient und Zahnarzt in jedem Einzelfall
wurde zuletzt 2014 fortgeschrieben und
im Dialog über die individuell geeignete
aktualisiert. Damit wollen BZÄK und KZBV
Therapie.
auch die vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld
Diese Vielseitigkeit macht unseren Beruf aus.
der Qualitätsförderung,
In ihm ist die Qualität
die die Berufsverbände
einer zahnmedizinischen
Für Zahnärzte ist die
bereits entwickelt haben,
Versorgung immer aufs
Erbringung und Sichezusammenfassen.
erreichbare individuelle
rung von Qualität ein Gebot
Zusätzlich soll die „Agenda
Optimum für den jeweidem Patienten gegenüber.
Qualitätsförderung“ aufligen Patienten bezogen.
zeigen, dass die ZahnDaher kann es auch keine
ärzteschaft nicht nur in der Vergangenheit
Standardqualität geben. Dies schlägt sich
die Förderung und Sicherung von Qualität
analog der Besonderheiten in der Zahnals selbstverständliche und ureigenste Aufmedizin auch im SGB V nieder, mit den
gabe des Berufsstands betrieben hat, sonbekannten Regelungen zu Sachleistung,
dern dass sie dies auch als eine versorgungsMehrkostenfähigkeit und Festzuschüssen.
und gesundheitspolitische Herausforderung
Zu den Besonderheiten in der Zahnmedizin
sieht, der sie sich gerne auch zukünftig angehört auch, dass es – von wenigen Ausnimmt. Ja, wir verstehen Qualität auch als
nahmen abgesehen – keine nennenswerten
Teil unseres Sicherstellungsauftrags. Dies
Schnittmengen mit der ambulanten ärztlichen
im Übrigen aus freien Stücken – und nicht,
oder mit der stationären Versorgung gibt.
weil es der Gesetzgeber per ordre de mufti
Daher muss das Thema Qualitätsförderung
anweist. Dabei ist BZÄK und KZBV klar, dass
und -sicherung auch sektorbezogen bedies ein kontinuierlicher, interner Lern- und
trachtet werden. Es ist gut, dass dies – wenn
Überprüfungsprozess ist.
nicht im Gesetz selbst – zumindest in der
Doch wie misst man nun die Ergebnisse
Begründung des GKV-Finanzstruktur- und
zahnmedizinischer Versorgung hinsichtlich
Qualitätsweiterentwicklungsgesetzes
beder Frage nach der Qualität? Um Antworten
rücksichtigt wird. Davon konnten BZÄK und
geben zu können, ist es wichtig, sich die
KZBV auch Vertreter der Selbstverwaltung
Besonderheiten unseres Versorgungssektors
und der Politik bei einem Workshop übervor Augen zu führen: So gibt es in der Zahnzeugen, der in Berlin stattfand und der hier
medizin etwa für eine Befundsituation oft
in der Titelgeschichte dokumentiert ist. ■
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1217)
Leserforum
Ein Stück weiter
■ Zum Beitrag „Zweitmeinung –
Zeitgemäß und sinnvoll“,
zm 7/2015, S. 24ff.
Foto: lightwavemedia – Fotolia.com
In zm 7 fanden sich mehrere
Artikel über die ZweitmeinungErfolgsstory. Allgemeinmediziner
und Zahnärzte wurden gegenübergestellt. Das Anliegen in
der Allgemeinmedizin ist eine
Senkung der OP-Zahlen. Die
Hauptinitiatoren der Zweitmeinung sind die gesetzlichen und
privaten Krankenkassen, wie löblich. Ich hoffe, dass nicht nur die
Kostensenkung im Fokus liegt,
sondern dass der Patient optimal
beraten wird. Dazu – denke ich –
braucht es eine Beratung durch
einen unabhängigen Mediziner.
Meines Erachtens müssten solche
Angebote von der Bundesärztekammer oder von der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung
kommen.
Da sind wir als Zahnmediziner
ein Stück weiter, im Positiven wie
auch im Negativen, und so treibt
diese Zweitmeinung Auswüchse,
die ich nicht mehr schön finde.
Inzwischen haben wir eine sprechende Zahnmedizin erhalten,
die in keiner Weise honoriert
wird. Wir sind verpflichtet, den
Patienten über alle Therapiemöglichkeiten aufzuklären. Überspitzt formuliert: bei einem
kariösem Defekt von sämtlichen
Füllungsarten bis hin, wenn alle
Stricke reißen, zum Implantat.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1218)
Die entstandene Situation versucht, fehlendes Vertrauen durch
juristische Formen sicher zu
machen. Das zieht eine Verstärkung des Misstrauens nach sich,
da die entstandene Bürokratie
nicht mehr zu überschauen ist.
Bei umfangreicheren Behandlungsplänen wird es noch komplizierter, man macht sich Situationsmodelle, die oft genug nicht
abgerechnet werden können im
Rahmen der gesetzlichen Krankenkasse, überprüft die Befunde,
macht einige Angebote und
findet dann eine Planung, der
der Patient zustimmt, und
schreibt einen Plan. Es mag sich
jeder Kollege überlegen, wieviel
Zeit alles zusammen kostet. Eine
Stunde ist da manchmal schnell
vorüber. Ich denke, jeder Kollege
weiß, was seine Betriebsstunde
kostet, in dieser hat er jedoch
nichts verdient.
Aber in der Regel kommt es noch
schlimmer. Wenn der Patient
Kammer und KZV anruft und die
dortigen Beratungsstellen nutzt,
ist es ja noch gut. Aber dies wissen nur die wenigsten Patienten.
Für die weiteren Schritte gibt es
mehrere Modalitäten. Erste Möglichkeit ist, er geht mit seinem HKP
zur Kasse. Dort wird ihm gesagt,
dass der Plan viel zu teuer ist und
man den Plan gerne für ihn ins
Internet stellt, um ein günstigeres
Angebot zu erhalten. Eine weitere
Möglichkeit ist, dass der Patient
mit dem von mir erstellten Plan
zu einem Kollegen geht und sagt,
ich bin mit der Lösung einverstanden, aber die Kosten sind mir
zu hoch. Machen Sie mir ein besseres Angebot. Zu guter Letzt hat
der Patient die Option, dass er
den Plan nimmt, in den Urlaub
oder in sein Herkunftsland fährt
und den Plan in die Tat umsetzen
lässt. Oder er benutzt gleich ein
Internetforum und stellt seinen
Tauglich?
Plan ins Netz, um dann [...] das
günstigste Angebot zu nutzen.
Das sind für mich nicht tragbare
Zustände, denn ich bin der Meinung, das diese Neuregelungen
der Gesetze auch Änderungen in
der Gebührenordnung nach sich
ziehen müssen. Es sind zwei
Fakten, die meiner Meinung
nach nicht gehen: 1. Der Plan ist
mein geistiges Eigentum und
kann nicht von einem zweiten
Behandler benutzt werden.
2. Es ist dringend erforderlich,
die sprechende Zahnmedizin
zu honorieren und dies in
den Gebührenordnungen festzuhalten.
■ Zum zm-Titelblatt „Learn it
yourself“, zm 9/2015
Warum muss in den zm ein einfaches Thema wie die Ausbildung
von Zahnarzthelferinnen unter
folgendem Leit-Text stehen:
„Learn it yourself“? Da stellt
sich mir die Frage:
■ Taugt unsere deutsche Sprache
nichts?
■ Taugt die Redaktion der zm
nichts?
■ Sind gar die Angesprochenen
der deutschen Sprache nicht
mehr mächtig?
■ Ist die Verständigung mit einer
ZFA allein noch in englischer
Sprache möglich?
Lieselotte Rabe
[email protected]
Dr. Stephan Jlg
79219 Staufen
[email protected]
Unangemessen
■ Zum Kommentar „Unterlassene
Hilfeleistung“, zm 9/2015, S. 12
Kinder von vermutlich Andersdenkenden als „Brut“ zu bezeichnen, ist ungehörig und
keine angemessene Sprache für
ein medizinisches Fachblatt.
Das Märchen von sogenannten
Masernparties hält sich ebenso
hartnäckig wie das von der Frau,
die ihre Katze in der Mikrowelle
trocknen wollte. Aufgabe eines
Arztes ist es, seinen Patienten /
seine Patientin umfassend aufzuklären, damit dann der Patient /
die Patientin eigenverantwortlich
über die Therapie entscheiden
kann. Siehe auch Patientenrechtegesetz. Ein Herdentrieb,
der zu einer Herdenimmunität
führt, ist damit in einem freiheitlichen Land nicht gemeint.
Gustav Dornheim
[email protected]
Foto: CC/zm
8
INFO
Was meinen Sie?
Der englische zm-Titel in
Heft 9/2015 „Learn it yourself“ hat – wie der obige
Brief stellvertretend für viele
zeigt – in der Leserschaft
kritische Reaktionen hervorgerufen. Was halten Sie
von dieser Überschrift –
oder generell von Anglizismen im Heft? Schreiben
Sie uns Ihre Meinung an
[email protected]
Rechtsstaat
untergraben
■ Zum Leitartikel „Nacharbeit
ist angesagt“ von Dr. Günther E.
Buchholz, stellvertretender KZBVVorsitzender, zm 7/2015, S. 6
Waren schon die unterschiedlichen „Anpassungen“ der staatlich festgelegten Gebührenordnungen mehr befremdlich
als nachvollziehbar (GOZ versus
Gebührenordnung der Rechtsanwälte), sollte die Zahnärzteschaft durch das Grundrecht
auf Gleichheit vor dem Gesetz
doch zumindest geschützt sein
vor Strafzahlungen, deren Ursache
diese nicht verantwortet.
Doch sieht das neue Gesetz vor,
dass wir „in Haftung genommen
(werden sollen) für die Bereitstellung einer funktionierenden
Technik durch Dritte ... also nicht
im Entferntesten selbst verantwortet“. Und dies, obwohl „die
Forderungen des Gesetzes absehbar kaum erfüllbar sein werden“.
Es ist höchst diplomatisch, im
Leitartikel diese verwerfliche
Gesetzespassage nur als „weder
sach- noch zielgerecht“ zu bezeichnen, aber auch die Juristen
des
Gesundheitsministeriums
sollten erkennen, dass hier
Ursache und Haftung umgekehrt
werden. Muss die Lufthansa
etwa für die verspätete Nutzung
des neuen Berliner Flughafens
Strafzahlungen leisten oder die
Berliner Philharmoniker bei ihren
Konzerten für die jahrelange
Bauverzögerung der Hamburger
Elbphilharmonie?
Ist man als Staatsbürger leider
hinlänglich damit vertraut, dass
die beamteten Verantwortlichen
für die massiven Kostensteigerungen und Verspätungen von
Infrastrukturprojekten
keine
entsprechenden Haftungsrisiken
(etwa durch Pensionskürzungen)
übernehmen müssen, sondern
die Allgemeinheit dafür zahlen
lassen, mutet es für einen
Rechtsstaat doch mehr als seltsam an, dass statt des Auftragnehmers oder der Allgemeinheit
in Form von Millionen Gesetzlich
Krankenversicherter nun ein paar
zehntausend Zahnärzte als Nutzer der gesetzlich geforderten IT
bestraft werden sollen, wenn die
Hersteller diese nicht fristgerecht
bereitstellen können.
Dr. Kay Christensen
Lauenburg
[email protected]
So geht
Service heute
[ HOCHWERTIGER ZAHNERSATZ ZU GÜNSTIGEN PREISEN ]
Theoretisch müsste hier eine epische Abhandlung zum Thema
Service stehen, doch wir wollen Sie ja nicht langweilen. Praktisch
haben wir unseren Service erneut vom TÜV Saarland prüfen
lassen. Wir konnten uns auf hohem Niveau weiter steigern
und ein „sehr gutes“ Ergebnis erreichen. Profitieren Sie vom
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Verantwortung
Qualität mit Brief und Siegel!
■ Zum Beitrag „Was der Kinder-
Wir versprechen nur das, was wir auch halten können.
zahnarzt können muss“, Interview mit Prof. Dr. Norbert Krämer
auf zm-online, 11.2.2015,
http://www.zm-online.de/starter/
arbeit/Was-der-Kinderzahnarztkoennen-muss_269886.html
Natürlich reicht das Curriculum
nicht aus. Geht es doch um eine
Erziehungspartnerschaft, die die
Kinderzahnärzte mit den Eltern
der Kinder eingehen. Ein gutes
pädagogisches Konzept sollte
vorhanden sein. Schwer genug
für den Laien, sich im undurchschaubaren Dschungel so etwas
anzueignen.
Psychologisches
Grundwissen sollte vorhanden
sein.
Jürgen Heinrich
[email protected]
■ Die zm-Redaktion ist frei in
der Annahme von Leserbriefen
und behält sich sinnwahrende
Kürzungen vor.
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freecall: (0800) 247 147-1
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1219)
www.dentaltrade.de
online
Neues auf www.zm-online.de
Noch mehr spannende Themen gibt’s im Netz
Lernen Sie uns kennen: Lesen Sie nicht nur das gedruckte Heft, sondern gehen Sie auf zm-online.de. Wir stellen Ihnen hier von der Redaktion
ausgewählte Online-Beiträge aus den Bereichen Starter, Blogs und Meinung vor.
„Vorerkrankungen erhöhen Risiko“
Rund 13 Millionen Zähne
werden jedes Jahr extrahiert,
etwa eine Million davon
wird durch Implantate ersetzt. Warum es bei diesem
Vorgehen zu Komplikationen
kommen kann, haben Mar-
burger Zahnmediziner jetzt
untersucht.
zm-Code:
89924
Lachyoga to go
Keine Frage, der Praxisalltag kann schlauchen. Darum stellen wir die besten
Entspannungstechniken für
Zahnärzte vor – einfach,
effektiv und wie gemacht für
kurze Pausen zwischendurch.
Teil 1: Grundlos glücklich mit
Lachyoga.
zm-Code:
75428
Der Fall: die extraorale
Weisheitszahnentfernung
Dieser Fall zeigt eine extraorale Weisheitszahnentfernung – bei dieser Patientin ein alternativer,
aber notwendiger Therapieansatz bei kaudal
impaktiertem 38er.
zm-Code: 91979
Foto: Burnic et al
10
zm
Die Entbürokratisierungs-Tour
MEHR AUF ZM-ONLINE
Erläuterungen zm-codes
Hier finden Sie die Direktlinks zu den beschriebenen Artikeln auf
zm-online. Scannen Sie dazu einfach den QR-Code mit einer
Smartphone- oder Tablet-App oder geben Sie auf der Website
oben rechts den Zahlencode in die Suchmaske ein.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1220)
Jüngst startete der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann
(CDU), seine sogenannte
Entbürokratisierungs-Tour.
Sein erklärtes Ziel ist die
„Entbürokratisierung“ der
Langzeitpflege. Die Bilderstrecke zeigt die erste von
15 Stationen.
zm-Code:
81070
Wie Börsianer den Urlaub genießen
Die Börsianer unter den
Zahnärzten sind auch im
Urlaub mit ihren Aktien
beschäftigt. Aber auch sie
können in Ruhe am Pool
entspannen – ohne den
großen Crash und einen
Nervenzusammenbruch befürchten zu müssen.
zm-Code:
8310
Generation mit sieben Siegeln
Die Generation Y beschäftigte die Öffentlichkeitsbeauftragten auf der Koordinierungskonferenz von BZÄK
und KZBV im Mai in BadenBaden. Die Frage war: Welche
Erwartungen haben junge
Made in Germany
Zahnärzte an ihren Beruf?
Und wie kann die Berufspolitik sie erreichen?
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Prof. Dr. Andreas Schulte
wurde von der Universität
Witten/Herdecke auf den
bundesweit ersten Lehrstuhl
für Behindertenorientierte
Zahnmedizin berufen. Im
Interview erklärt er, welche
Ziele er in seiner neuen
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Weinheimer Straße 6
69488 Birkenau
Deutschland
Tel.: +49 (0) 62 01/8 43 21 -90
Fax: +49 (0) 62 01/8 43 21 -99
[email protected]
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1221)
Nachrichten
12
Arzneien 2014
Deutsche wollen keine Zuckersteuer
Mehr teure Medikamente
Zwei Drittel der Deutschen lehnen es ab, Süßigkeiten teurer zu
machen. Die große Mehrheit hat
sich damit gegen die Einführung
einer sogenannten Zuckersteuer
ausgesprochen, wie Forsa in einer
Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit herausfand. Überlegungen der SPD-Bundestagsfraktion,
die Mehrwertsteuer auf Süßigkeiten von bisher 7 auf 19 Prozent
anzuheben, befürworteten nur
30 Prozent der Befragten.
Uneins ist sich die Bevölkerung,
ob sich die Politik um die Ernäh-
Im Jahr 2014 sind
in Deutschland 45
neue
Arzneistoffe
auf den Markt gebracht worden, so
viele wie nie zuvor.
Zugleich gab es
noch nie so viele
neue Arzneimittel,
die so teuer waren.
Das teilte das Wissenschaftliche Institut der AOK mit.
Unter diesen teuren
Medikamenten sei Sovaldi zur
Behandlung von Hepatitis C
gewesen. Das Medikament hat
nach Expertenmeinung einen
hohen Wirkungsgrad bei wenig
Nebenwirkungen. In der Therapie
sei es mit Kosten bis zu 120 000
rungsgewohnheiten der Bürger
kümmern sollte. 49 Prozent sprechen dem Staat diese Aufgabe
zu, 43 Prozent nicht. Die starke
Zunahme übergewichtiger Menschen sei impulsgebend für die
Überlegungen der Bundestagsfraktion gewesen, so die DAK.
Nach Angaben der Kasse mussten 2013 bundesweit mehr als
18 000 Menschen wegen Adipositas oder deren Folgen im Krankenhaus behandelt werden. Das
sei ein Anstieg von 154 Prozent
im Vergleich zu 2005. dg/dpa
Komasaufen
Kostspieliger Rausch
Foto: MEV
Experten der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung der Industrieländer (OECD) blicken besorgt
auf das Phänomen „Komasaufen“.
In einem veröffentlichen Bericht
warnt die OECD vor starkem
Alkoholmissbrauch und fordert
Maßnahmen dagegen. Der übermäßige Alkoholkonsum in kurzer
Zeit, das sogenannte Komasaufen
bei Jugendlichen, sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen.
Für das Jahr 2010 gaben 43
Prozent der 15-jährigen Jungen
und 41 Prozent der Mädchen
an, schon einmal betrunken
gewesen zu sein. Im Jahr 2002
waren es nur 30 beziehungszm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1222)
weise 26 Prozent. Eine drastische
Erhöhung der Alkoholsteuern
könnte nach Einschätzung der
OECD in Deutschland jährlich
44 000 Leben retten. Zu diesem Ergebnis
kommen
Experten der Organisation.
Im Gesundheitsbericht
werden
unter anderem die
Auswirkungen einer
Steuererhöhung
simuliert, die Bier, Wein und
Spirituosen um zehn Prozent verteuern würde. Ein Maßnahmenpaket aus einer zehnprozentigen
Steuererhöhung für alkoholische
Getränke sowie einer strengeren
Gesetzgebung für Alkoholverkauf könnte nach OECDKalkulationen in Deutschland die
Anzahl der alkoholbedingten
Verletzungen im Schnitt jährlich um 138 000 und die der
Krebserkrankungen und Leberzirrhosen um etwa 4 300 verringern.
dg/pm
Foto: EyeWire
Gesundheit
Euro aber auch entsprechend
teuer gewesen. Im Februar vergangenen Jahres auf dem deutschen Markt eingeführt verursachte es im Gesamtjahr Mehrkosten von 450 Millionen Euro,
wie das Institut mitteilte. sg/dpa
KOMMENTAR
Feigenblatt-Aktion
„Komasaufen hat zerstörerische
soziale und persönliche Konsequenzen“, informiert die
Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und macht
die einfache Rechnung auf,
dass Steuererhöhungen helfen
können, das Problem einzudämmen.
Das ist kaum zu glauben. Zum
einen wird in der Untersuchung
mit dem Komasaufen, der
Volksdroge Alkohol und der
Zahl vermeidbarer Unfälle ein
kruder Themenkompott gekocht. Zum anderen überstehen
statistische Modellrechnungen,
wie sie die OECD hier ins Feld
führt, häufig nicht die Überprüfung durch den gesunden
Menschenverstand. Lässt sich
derjenige, dem es nach einem
(Voll-)Rausch gelüstet, wirklich
davon abhalten, weil eine
Flasche Wodka künftig sechs
statt fünf Euro kostet? Wohl
kaum. Stattdessen wäre es an
der Zeit, die richtigen Fragen zu
stellen. Etwa warum Alkohol
aus den Initiationsriten unserer
Gesellschaft nicht wegzudenken
ist, warum scheinbar zunehmend vielen Menschen eine
Alltagsbewältigung in unserer
Leistungsgesellschaft nur noch
mit Schnaps, Tabletten oder
sonstigen Hilfsmitteln möglich
ist. Oder warum keine klare
Null-Promille-Politik auf den
Straßen der EU gilt.
Aber bis es zu dieser fälligen
Diskussion kommt, werden erst
einmal die Steuern erhöht. Na
dann, Prost Mahlzeit!
Marius Giessmann
13
AS-Akademie
Interesse an Berufspolitik wachhalten
Anfang 2016 startet der 9. Fortbildungsgang der Akademie für
freiberufliche Selbstverwaltung
und Praxismanagement (AS-Akademie). Seit 14 Jahren gibt es das
berufsbegleitende Fortbildungsangebot für Zahnärzte, die in Berufspolitik und Selbstverwaltung
Verantwortung
übernehmen
und sich dafür das notwendige
Know-how zulegen wollen. „Den
achten Studiengang der Akademie werden Ende dieses Jahres
18 Kolleginnen und Kollegen
erfolgreich mit dem Zertifikat
’Manager in Health Care Systems’ abschließen“, bilanziert Dr.
Sebastian Ziller, Geschäftsführer
der AS-Akademie.
Er ruft interessierte Kollegen
auf, sich bis Jahresende für
den nächsten Fortbildungsgang
zu bewerben. Neben dem politischen Schwerpunkt erhalten
die Teilnehmer auch Rüstzeug
für das betriebswirtschaftliche
Management ihrer
Praxis. Zum Themenspektrum
gehören unter anderem Recht
und Ökonomie des Gesundheitswesens und der Zahnarztpraxis,
Gesundheitssystemforschung,
Rhetorik und Öffentlichkeitsarbeit.
Diskussionsforen
zu
aktuellen gesundheitspolitischen
Themen mit Entscheidungsträgern und Besuche bei Institutionen in Berlin und Brüssel runden das interdisziplinäre Studienprogramm ab.
Im Februar 2016 beginnt der
neue Studiengang.
Er dauert
zwei Jahre
bis Ende
2017. „Die Lehrveranstaltungen
werden als Vorlesungen, Übungen und Seminare abgehalten.
Die Kurse sind mit rund 20 Teilnehmern besetzt“, so Ziller.
Die Studienvermittlung erfolgt
unter wissenschaftlicher Leitung
von Prof. Dr. Burkhard Tiemann
und seinem Nachfolger, Prof.
Dr. Christoph Benz, durch hochkarätige Dozenten aus Wissenschaft und Praxis. Das zweijährige
Curriculum kostet 3 900 Euro
und wird gemäß den Leitsätzen
der BZÄK/DGZMK/KZBV zur zahnärztlichen Fortbildung mit Punkten bewertet. Eine Anmeldung ist
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1223)
Nachrichten
Universitätszahnklinik Marburg
Warnung vor der E-Zigarette
Implantat-Curriculum für Studies
Allergien, Schleimhautschäden, Krebs
Die Marburger Universitätszahnmedizin hat aktuell ein neues
Curriculum etabliert. Hierbei
geht es darum, besonders den
Studierenden die Ausbildung für
die Früherkennung von Risikofaktoren zu ermöglichen und einen
Misserfolg möglichst zu umgehen. Denn aufgrund des steigen-
Elektrische Zigaretten
können die Schleimhäute in Mund und
Rachen schädigen. Auch
eine
krebsauslösende
Wirkung ist nicht auszuschließen. Das zeigt eine
Studie, die Experten auf
der 86. Jahresversammlung der Deutschen
Gesellschaft für HalsNasen-Ohren-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) in
Berlin vorstellten.
Die Experten warnen davor,
den Konsum von E-Zigaretten
als unschädlichen Ersatz für herkömmliche Zigaretten zu verharmlosen. Sie bezweifeln auch,
dass die „Dampfer“ zur Tabakentwöhnung geeignet sind,
denn die Hersteller bewerben
das „Dampfen“ als gesündere
Alternative, da die Geräte mit
dem Heizdraht keinen Tabak verbrennen, und somit keine krebsauslösenden Stoffe entstünden.
Als unbedenklich sollen auch
die Liquids gelten: Die flüssigen
Trägerstoffe des Nikotins werden
in den E-Zigaretten auf 65 bis
120 Grad erhitzt. Die Industrie
verweist darauf, dass die Liquids
Propylenglycol (als E 1520) und
Glycerin (als E 422) zugelassene
Zusatzstoffe für Lebensmittel
sind. „Die Unbedenklichkeit gilt
allerdings nur für Nahrungsmittel, die zum Verzehr gedacht sind“, wendet Prof. Dr.
med. Martin Canis ein, kommissarischer Direktor der Klinik für
HNO aus Göttingen. Die Inhalation der Dämpfe umfasse dies
jedoch nicht. „Durch die Erhitzung können neue chemische
Substanzen entstehen“, sagt der
Experte.
den Einsatzes von Implantaten
und der damit verbundenen Versorgungsnotwendigkeit gehört
die Lehre der Implantologie und
der Implantat-Prothetik für die
Marburger Zahnmedizinstudierenden zum Pflichtlehrprogramm.
sp/pm
European Federation of Periodontology
Oberhaupt von 28 Paro-Vereinigungen
Foto: privat
Anlässlich der in Athen abgehaltenen Vorstandssitzung und
Generalversammlung der 28
nationalen parodontologischen
Fachgesellschaften der European
Federation of Periodontology
(EFP) trat Prof. Søren Jepsen,
Bonn, sein Amt als EFP-Präsident
an. In dieser Fachgesellschaft
sind rund 20 000 Zahnmediziner
aus ganz Europa vereinigt.
Die EFP fördert die Verbesserung
der parodontalen Gesundheit in
vielen Initiativen und – insbesondere – durch ihre jährlichen
Konsensuskonferenzen und die
alle drei Jahre stattfindenden
EuroPerio-Kongresse. So wird
etwa das 25-jährige Jubiläum
der EFP – 2016 in Berlin gefeiert –
europaweit von der Kampagne
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1224)
„Periodontal Health for a better
Life“ begleitet werden. Bei der
Wahl des Organisationsteams
für den EuroPerio9-Kongress, der
2018 in Amsterdam stattfinden
wird, konnte sich das Team
Dr. Michèle Reners (Foto Mitte)
mit Prof. Søren Jepsen als Scientific Chairman (rechts) und Dr.
Gernot Wimmer als Treasurer
durchsetzen.
Die nächste EuroPerio8-Tagung
(www.efp.org) wird Anfang Juni
in London stattfinden, erwartet
werden an die 10 000 Teilnehmer aus der ganzen Welt . Es ist
damit der weltweit größte Kongress auf dem Gebiet der Parodontologie und der Implantattherapie.
sp/pm
Foto: © prostooleh – Fotolia.com
14
Tatsächlich gebe es bereits Berichte über Reizungen der Atemwege oder auch allergische
Reaktionen, so Canis im Vorfeld
der Tagung der DGHNO KHC.
Forscher aus Göttingen, Mainz
und München haben jetzt erstmals untersucht, wie Liquide aus
E-Zigaretten auf die gesunde
Mundschleimhaut wirken. Dr.
Christian Welz von der Göttinger
Uni-Klinik für Hals-Nasen-OhrenHeilkunde und seine Mitarbeiter
verwendeten zum Testen Liquids
mit verschiedenen Frucht- und
Tabakaromen. Abschließend bewerteten sie den Anteil lebender
Zellen und die Schäden an der
Erbsubstanz einzelner Zellen.
„Für jedes getestete Liquid wurde
eine eindeutige Minderung der
Zellvitalität und eine Zunahme
der DNA-Schädigungen gefunden“,
berichtet Canis. Im Vergleich verschiedener Geschmacksrichtungen zeigten Liquide mit Fruchtaromen eine höhere Zell- und
Genotoxizität als Liquide mit Tabakaroma. Die Studienergebnisse
belegen laut Canis zwar nicht
hinreichend, dass E-Zigaretten
Krebs auslösen. Sie seien jedoch
ein erster Hinweis, der weiterer
Klärung bedürfe.
sp/pm
pen konnten Komplikationen
beobachtet werden: 40 Prozent
der gesunden Patienten bekamen
eine Mukositis, 10 Prozent erlitten
eine Peri-Implantitis. Personen
mit Vorerkrankung sind jedoch
stärker gefährdet. 56 Prozent von
ihnen bekamen eine Mukositis,
26 Prozent eine Peri-Implantitis.
Die Risikofaktoren wurden unterschieden in patientenbezogene
genetische Faktoren, Umweltfaktoren und iatrogene Faktoren.
Zu den Umweltfaktoren zählten
dabei Rauchen, Stress, aber auch
eine schlechte Mundhygiene. Zu
den von den Behandelnden verursachten Faktoren gehörte auch
die Implantation in insuffiziente
Knochen. Als einen weiteren Faktor nannte Mengel das Einsetzen
von prothetischen Versorgungen
(Zahnersatz), die die Betroffenen
selbst nicht gut reinigen können.
sp/pm
NO!
¡ Viva la
innovación!
„Seien wir realistisch und versuchen das Unmögliche.“ Dieses Zitat
wird zwar Che Guevara zugesprochen, könnte aber genau so gut
von uns sein. Denn wir haben im Bereich Zahnersatz mal wieder
alles hinterfragt und als Ergebnis ein neues Material in unser
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zu ihm, die Betreuerperson hört
ja sowieso mit. Aber es wird
als Missachtung des Seniors
empfunden, wenn Sie nur mit
dem Begleiter sprechen und
verhandeln.“ Sie gab weitere
Tipps für den Umgang mit
Hochbetagten: „Spielen Sie die
Fragen zurück oder wiederholen
Sie diese, dann festigt sich das
im Gedächtnis Ihres Patienten.
Halten Sie ständig Blickkontakt.“
Für schwer Bewegungseingeschränkte Patienten empfahl sie
eine Umsetzhilfe, um sicher in
den Behandlungsstuhl zu gelangen, und riet den Anwesenden,
dieses Procedere im Team zu
trainieren.
sp
hn
Die verschobene Alterspyramide
stellt auch an den Zahnarzt und
sein Team viele veränderte Anforderungen. Ganz wichtig ist, so
formulierte es die Gerontologin
Prof. Dr. Frauke Müller, Genf, anlässlich ihres Vortrags während
der Sylter Fortbildungswoche der
Zahnärztekammer
SchleswigHolstein: „Vermeiden Sie Fremdworte. Klären Sie im Team ab,
welche Begriffe Sie für welche
Versorgung wählen, damit Sie
nicht ein und denselben Zahnersatz mit mehreren Worten benennen. Das verwirrt den alten
Patienten!“ Sie forderte weiter:
„Nehmen Sie den Patienten
ernst, sprechen Sie ausschließlich
• IM
Obwohl die Implantatprothetik
heute zu den Routinemethoden
in der Zahnheilkunde gehört,
gibt es bei 20 bis 40 Prozent
der inserierten Implantate Komplikationen bis hin zum Implantat-Verlust. Über die Ursachen
gab es bisher kaum verlässliche
Daten. Marburger Zahnmediziner analysierten nun auf Basis
langjähriger Beobachtungen die
Risikofaktoren. Die Patienten
wurden nach der Implantation in
einem drei- bis sechsmonatigen
Intervall, zum Teil über 20 Jahre
nachuntersucht.
Das Ergebnis: Es gibt deutliche
Unterschiede zwischen Fällen mit
und ohne parodontaler Vorerkrankung. Die Implantat-Überlebensrate lag bei gesunden
Patienten nach fünf Jahren bei
100 Prozent, bei Personen mit
einer Entzündungsvorgeschichte
bei 96 Prozent. Bei beiden Grup-
ik
Mehr Misserfolge bei Vorerkrankungen
hn
Implantate
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015,
(1225)
Teflon® ist ein
eingetragenes
Warenzeichen von DuPont.
Gastkommentar
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1226)
Interesse an Aufklärung als an der Befriedigung von Rachegelüsten. Jeder kämpft
gegen jeden. Ein vertrauensvoller Umgang,
die Sacharbeit an gesundheitspolitischen
Fragen, scheint kaum mehr möglich. Die
KBV im Dauerstress. Das genau zu der Zeit,
in der die Politik letzte Pflöcke in Sachen
Der Kern der KBVKontroverse ist ein
Verteilungskampf zwischen Ärzteverbänden.
Die Signale, die das
KV-System damit in die
Politik aussendet, sind
katastrophal, meint
Andreas Mihm, Wirtschaftskorrespondent
der FAZ, Berlin.
Versorgungsgesetz einrammt: Praxisaufkauf
bei Überversorgung, Terminservicestellen
gegen Wartezeiten und andere Dinge, die
den Niedergelassenen ein Gräuel sind, die
sie als „Schlag gegen die Freiberuflichkeit“
geißeln. Aber das scheint niemandem im
KV-System wirklich zu interessieren.
Was ist da ein Jahr vor den KV-Wahlen nur
los? Alles Wahlkampfgetöse? Eindeutig fällt
die Analyse nicht aus. Eitelkeiten, Machtgelüste, offene Rechnungen spielen eine
Rolle. Klar ist, dass der alte Reflex Fachgegen Hausärzte noch funktioniert, aber
nicht mehr die beherrschende Rolle spielt.
Verbandspolitische Interessen nehmen mehr
Raum ein. Es geht um die Frage, wer an der
Abrechnung der Kassenarztleistungen partizipiert. An den 37-Milliarden-Euro-Kuchen,
den heute vor allem die KVen abrechnen,
wollen andere gerne ran. Hausärzte und Medi
rechnen schon eine Milliarde Euro direkt mit
den Kassen ab. Dabei soll es nicht bleiben.
Da kommt es den Fachärzten, die in ihrem
neuen Spitzenverband (Spifa) eine Gegenmacht zu den Hausärzten organisieren, gut
zupass, dass die Politik die „Ambulante
Spezialfachärztliche Versorgung“ ausdehnen
will. Dabei geht es darum, schwere Erkrankungen wie Krebs oder Rheuma ambulant
im Krankenhaus zu behandeln. Noch sind
das wenige Fälle. Aber Gassen hat (ausgerechnet) mit der Krankenhausgesellschaft
verlangt, die Zahl der dafür freigegebenen
Erkrankungen auszuweiten. Zeitgleich hat der
Spifa, dessen Vorsitzender er bis vor Kurzem
war, sich darauf vorbereitet, die Abrechnung
übernehmen zu können. Deshalb wird Gassen vorgeworfen, er ordne KBV-Interessen
denen des Spifa und der Kliniken unter.
Der weist das empört zurück. Dass sein Vorgänger beim Spifa im Hintergrund eifrig
mitmischt, leistet Verschwörungstheorien
Vorschub. Viel spricht dafür, dass der Kern
der neuen Kontroverse ein Verteilungskampf
zwischen Ärzteverbänden ist. Die Signale, die
das KV-System aussendet, sind katastrophal.
Niemand sollte sich wundern, wenn die
Politik auf die Selbstlähmung der Kassenärzte mit neuen Einmischungen in die
Selbstverwaltung reagiert. Wer weiß, ob die
dann nur die Ärzte treffen würden?
■
Gastkommentare entsprechen nicht immer der Ansicht der Herausgeber.
Sie haben es schon wieder getan. Sondersitzungen im Monatsrhythmus, Rücktrittsforderungen gegen den Bundesvorstand,
Details aus geheimen Sitzungen und Schriftverkehr mit vertraulichen Personaldaten
sind im Umlauf, der Gesundheitsminister
ist eingeschaltet, sogar nach der Staatsanwaltschaft wird gerufen. Die Vertreter der
fast 160 000 Haus-, Fachärzte und Psychotherapeuten tun, was sie am liebsten
machen und am besten können – sich mit
sich selbst befassen.
Gut ein Jahr ist es her, seitdem der Vorstandsvorsitzende
der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas
Köhler, im Streit und nach
schwerer Krankheit sein Amt
hinwarf. Doch auch unter
seinem Nachfolger Andreas
Gassen, einem Orthopäden,
kehrt keine Ruhe ein. Die
Stimmung im doppelköpfigen
KBV-Vorstand ist schlecht.
Die Spannungen zwischen
der Länder- und der Bundesebene sind
gewachsen. Große KVen fordern Gassens
Kopf. Er habe als KBV-Vorsitzender gegen
die Interessen der Kassenärzte gehandelt,
um jene der Fachärzte zu befördern.
Dass im Gegenzug der Rücktritt des hausärztlichen Vorstands Regina Feldmann
wegen Amtsanmaßung verlangt wird,
macht das Chaos komplett. Feldmann hatte,
ohne den für Vorstandsdinge zuständigen
Vorsitzenden der Vertreterversammlung einzuschalten, das Gesundheitsministerium um
die Klärung der (mutmaßlich überhöhten)
Ruhestandsbezüge ihres Ex-Kollegen Köhler
gebeten. Manche sehen hierin weniger das
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KBV-Vorstand
im Dauerstress
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16
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Politik
18
118. Deutscher Ärztetag
„Terminservicestellen
sind Humbug“
Beim Ärztetag in Frankfurt am Main ging der Präsident der Bundesärztekammer,
Prof. Frank-Ulrich Montgomery, mit der Gesundheitspolitik scharf ins Gericht.
Seine Kritik richtete sich vor allem gegen Regelungen des geplanten GKVVersorgungsstärkungsgesetzes, die aus Sicht der Ärzteschaft einen Angriff auf
die Freiberuflichkeit darstellen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe
verteidigte indes die Pläne der Koalition und betonte sein Vertrauen und seine
Wertschätzung in die Leistungen der ärztlichen Selbstverwaltung.
Zum Auftakt des 118. Deutschen Ärztetages
in Frankfurt am Main warnte Montgomery
davor, die Freiberuflichkeit der deutschen
Ärzteschaft durch staatliche Überregulierung
„in altbekannter Salamitaktik“ Scheibe um
Scheibe zu beschneiden. „Freiberuflichkeit
sichert freie medizinische Entscheidungen.
Sie sichert die Unabhängigkeit des Patienten-Arzt-Verhältnisses. Sie sichert damit Patientenrechte. Und das muss so bleiben“,
betonte Montgomery bei der feierlichen
Eröffnungsveranstaltung in der Frankfurter
Paulskirche.
Kritik am
Versorgungsgesetz
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Der BÄK-Präsident zielte mit seiner Kritik vor
allem auf das geplante GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) ab. Das Gesetz
steht kurz vor seiner Verabschiedung durch
den Bundestag und soll insbesondere die
ambulante ärztliche Versorgung verbessern.
Auch wenn Montgomery das Gesetz nicht
samt und sonders ablehnte, stellte er klar, dass
ihm einige Punkte starkes Kopfzerbrechen
bereiten. Hierzu gehört zum Beispiel die
geplante Regelung zum Aufkauf von frei
werdenden Arztsitzen in überversorgten
Gebieten durch die Zulassungsausschüsse
der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)
und Krankenkassen. Zwar sei es gelungen, die
Überversorgungsgrenze, ab der die Regelung
zum Zwangsaufkauf greift, von 110 auf 140
Prozent anzuheben, so Montgomery. Dennoch stelle das ganze Verfahren einen Angriff
auf die Freiberuflichkeit dar. „Statt den klugen
Weg zu gehen und sinnvolle Anreize zu
setzen, wird mit bürokratischen Verfahren
die Freiberuflichkeit eingeschränkt.“
Montgomery verwies zudem auf die umstrittenen Terminservicestellen. „Auch hier
stirbt wieder ein Stück Freiheit, nämlich
das Recht auf freie Arztwahl“, so der BÄKPräsident. Er bezeichnete die Regelung als
„Humbug“, zumal eine aktuelle Umfrage der
IKK classic ergeben habe, dass drei Viertel
der Deutschen mit der Terminsituation bei
ihren Haus- und Fachärzten zufrieden seien.
Auch wertete er es als einen „rein populistischen Schachzug“, Patienten das Recht
zugestehen zu wollen, sich nach einer
Wartezeit von vier Wochen auf einen Termin
bei einem niedergelassenen Arzt im Krankenhaus behandeln lassen zu dürfen. Die
Krankenhausärzte habe niemand gefragt,
ob sie überhaupt die Kapazität haben, diese
zusätzlichen Patienten zu versorgen. „Und
noch immer offen ist unsere Forderung
nach einem Ausgleich für die beträchtliche
Zahl verabredeter, aber von den Patienten
nicht eingehaltener Termine“, schob Montgomery hinterher. Auch hier sei die Politik
gefordert.
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe
(CDU) wies die Kritik mit dem Argument zurück, die angesprochenen Punkte bildeten
nicht den Kern des GKV-VSG. Dem Gesetzgeber ginge es vielmehr vorrangig darum,
mit dem Ausbau von Strukturfördermitteln
künftig deutschlandweit Anreize für Neu-
Über viele Abstimmungen hinweg wurde deutlich, dass die Ärzte die
Freiberuflichkeit immer mehr in Gefahr sehen.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1228)
Gemeinsam für die Sache, aber unterschiedlich in den Wegen zu einem
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1229)
Politik
20
niederlassungen zu schaffen, bevor eine
regionale Unterversorgung entsteht. Damit
dokumentiere die Politik zugleich ihr Vertrauen in die gemeinsame Selbstverwaltung, „phantasievolle Anreize“ für eine Niederlassung zu setzen.
Auch sei es Aufgabe der Selbstverwaltung,
die Bedarfsplanung bis zum kommenden
Jahr zu überarbeiten, um so eine vernünftige
Grundlage für den Aufkauf von Arztsitzen zu
schaffen. Gröhe betonte, dass die geplante
Regelung keinen Zwangsaufkauf beinhalte,
sondern dass jeweils der Einzelfall betrachtet
werden müsse.
Hinsichtlich der geplanten „Terminservicestellen“ machte Gröhe deutlich, dass die
freie Arztwahl dadurch nicht eingeschränkt
werde, da die Patienten selbst entscheiden
könnten, ob sie lieber auf einen Termin
bei einem Arzt ihrer Wahl warten oder das
Alternativangebot wahrnehmen wollen.
Weniger Dissens gab es zwischen Montgomery und dem Bundesgesundheitsminister
hinsichtlich der geplanten Regelung zum
Recht auf das Einholen einer Zweitmeinung
bei bestimmten Eingriffen. Dieses Ansinnen
sei grundsätzlich zu begrüßen und werde
von der Ärzteschaft schon lange gefordert,
so der BÄK-Präsident. Allerdings müsse dies
auf freiwilliger Basis geschehen und entsprechend vergütet werden. „Das Einholen
einer Zweitmeinung ist ein Recht, darf aber
keine Pflicht werden. Deswegen lehnen wir
eine obligatorische Zehn-Tage-Frist ab!“
Weitgehend Einigkeit herrschte zudem
beim Thema Sterbehilfe. Ziel des geplanten
Hospizgesetzes sei es, die Begleitung beim
Sterben und nicht zum Sterben zu regeln,
erklärte Gröhe. Unterstützung sicherte er
der Ärzteschaft auch hinsichtlich ihrer Kritik
am zunehmenden Normierungstrend auf
europäischer Ebene zu. Die europäischen
Normungsinstitute würden einer Dampfwalze gleich immer mehr die die ärztliche
Berufsausübung tangierenden Normen ins
Visier nehmen, warnte Montgomery. Als Beispiel nannte er die Norm zur „ästhetischen
Chirurgie“. Gröhe betonte, dass Deutschland sich die Normungswut aus Brüssel
nicht gefallen lassen werde.
„Schnellstens
GOÄ anpacken“
Zustimmung erhielt der Bundesgesundheitsminister auch für sein Versprechen, die
GOÄ-Reform nach 20 Jahre währendem
Stillstand endlich auf den Weg zu bringen.
INFO
Kommunikation verbessern
Die Art der Gesprächsführung zwischen Arzt
und Patient trägt maßgeblich zum Erfolg
einer Behandlung und zur Zufriedenheit
der Patienten bei. Im ärztlichen Alltag mit
Zeitdruck und ökonomischen Zwängen
kommt eine kompetente Kommunikation
aber oftmals zu kurz. Das Parlament der
deutschen Ärzteschaft fordert daher in
einer Entschließung, die Kommunikation
mit Patienten stärker in die Aus-, Fort- und
Weiterbildung von Ärzten zu integrieren
und die interkulturelle und sprachliche
Sensibilität zu fördern. „Die medizinischen
Fakultäten müssten die in der Approbationsordnung für Ärzte festgelegte Kompetenzentwicklung in der ärztlichen Gesprächsführung konsequent ausbauen“,
heißt es in einem Beschluss. Ärztliche
Kommunikation müsse zudem durch
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1230)
geeignete Übungssituationen trainiert
werden können. Der Ärztetag begrüßte in
diesem Zusammenhang die Entwicklung
eines Curriculums der Bundesärztekammer
zur ärztlichen Gesprächsführung, das für
die Fort- und Weiterbildung von Ärzten
aller Fachrichtungen genutzt werden soll.
Die Abgeordneten mahnten aber auch
Arbeits- und Rahmenbedingungen in Praxis und Klinik an, die eine geeignete und
ruhige Kommunikationssituation ermöglichen und den Schutz der persönlichen
Daten und der ärztlichen Schweigepflicht
gewährleisten. Der Ärztetag forderte ausreichend Zeit für diese wichtige Form der
ärztlichen Zuwendung. Dies müsse bei der
Bewertung ärztlicher Tätigkeit, bei der
Bedarfsermittlung und bei Stellenplänen
berücksichtigt werden.
■
„Was in der letzten Legislaturperiode für die
Zahnärzte gelungen ist, muss jetzt zeitnah
auch für die Ärzte umgesetzt werden“, versicherte Gröhe.
Positiv bewertete Montgomery die im Gesetzentwurf angelegte verstärkte Förderung
der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin.
So sollen nach den Plänen der Regierung
künftig Finanzmittel für 7 500 Ärzte in der
Weiterbildung zur Verfügung stehen. Bisher
reichten die Mittel für 5 000 Ärzte. „Dieses
Geld muss aber den Kollegen in der Weiterbildung und in den Weiterbildungspraxen
direkt zugutekommen und darf nicht in
irgendwelchen Instituten versickern“, forderte Montgomery. Scharfe Kritik übte der
BÄK-Vorsitzende dagegen an den Bundesländern. Die zum Teil prekäre Personal- und
Finanzsituation in vielen Krankenhäusern
sei vor allem darauf zurückzuführen, dass
die Länder nicht ausreichend investierten.
Bundesweit sei mittlerweile ein Fehlbetrag
von über 30 Milliarden Euro aufgelaufen.
„Da sparen die Krankenhäuser dann bei den
Betriebsausgaben. Und das geht zulasten
der Versorgung“, so Montgomery.
Mit Blick auf die geplante Krankenhausreform stellte der BÄK-Präsident klar, dass die
Ärzteschaft ihre Verantwortung für die Qualitätssicherung in der Patientenversorgung
wahrnimmt. Für eine weitere Verbesserung
der Versorgungsqualität sei aber kein neues
Qualitätsinstitut erforderlich, bei dem die
Ärztekammern noch nicht mal im Beirat vertreten sein sollen. Vielmehr sei es sinnvoll, in
die von der Ärzteschaft getragenen Verfahren
zur Qualitätssicherung zu investieren.
Bei der sich an die Eröffnungsveranstaltung
anschließenden Versammlung des Plenums
des Deutschen Ärztetages standen neben der
aktuellen Gesundheitspolitik noch andere
Themen im Fokus. Einen Schwerpunkt bildete beispielsweise die Diskussion über den
Ausbau der kommunikativen Kompetenz von
Ärzten. Ferner befassten sich die Delegierten
eingehend mit der Frage, welche Maßnahmen gegen die Bedrohung durch globale
Epidemien sinnvoll sind.
Petra Spielberg
Fachjournalistin
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1231)
Politik
22
Frühjahrsempfang von KZBV und BZÄK
Prävention für kleine Prinzessinnen
Foto: KZBV-Axentis.de
Das dritte Mal feierten KZBV und BZÄK ihren Frühjahrsempfang in der Britischen
Botschaft. Wie England die EU prägt, dass die Prävention in die Gesetze kommt –
und ja: auch die Geburt der kleinen Prinzessin Charlotte – beschäftigte die
gesundheitspolitischen Meinungsmacher am 5. Mai in Berlin.
Relaxte Atmosphäre: Dr. Jürgen Fedderwitz, Dr. Peter Engel, Dr. Günther E. Buchholz, Dr. Wolfgang
Eßer, Annette Widmann-Mauz auf dem Frühjahrsempfang in der Britischen Botrschaft in Berlin.
„Da das staatliche Gesundheitswesen im
Vereinigten Königreich bekanntlich stark
unterfinanziert ist, verwundert es nicht,
dass das zweite Kind von William und
Kate das Licht der Welt in einer Privatklinik
erblickt hat“, kommentierte der Vorsitzende
der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Wolfgang Eßer, eingangs
augenzwinkernd das – nach der Unterhauswahl – zentrale Staatsereignis in Großbritannien.
Das Zauberwort
Zur Geburt könne die deutsche Zahnärzteschaft ihr als Geschenk ja Early Childhood
Caries übersenden, schließlich sei Karies
die am häufgsten auftretende Krankheit bei
Kindern. Und bei ECC hilft kleinen Prinzessinnen und Prinzen – mit oder ohne Titel –
nun mal nur eins: „Prävention, Prävention
und noch mal Prävention!“ Eßer hofft,
dass der Vorschlag der Zahnärzteschaft, die
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1232)
Früherkennungsuntersuchungen für Babys
ab dem sechsten Monat ins gelbe Untersuchungsheft zu integrieren, noch im
Präventionsgessetz aufgegriffen wird: „Das
Zauberwort heißt Prävention, und zwar für
das Gesundheitswesen insgesamt.“
Ein Paragraf ändert alles
Damit verbunden sei ein Umdenken in
der Bevölkerung – wie das geht, habe die
Zahnmedizin erfolgreich vorgemacht. Eßer:
„Prävention ist wichtig für den gesamten
Lebensbogen, vom Lebensanfang bis zum
Lebensende. Daher bin ich sehr froh, dass
der Paragraf 22a zum zahnärztlichen Präventionsmanagement seinen Weg in den
Entwurf zum Versorgungsstärkungsgesetz
(VSG) gefunden hat und damit eine große
Lücke im GKV-Leistungskatalog geschlossen
werden kann. Dieser Paragraf verbessert die
Mundgesundheit und die Lebensqualität
von Millionen pflegebedürfter und behin-
derter Menschen.“ Ein Ergebnis, das sich
natürlich nicht von selber eingestellt hat,
sondern wie Eßer hervorhob, der Lohn
harter, berufspolitischer Arbeit war.
Ebenfalls im neuen VSG vorgesehen: eine
ausreichende Vergütung von Narkosen in Verbindung mit zahnärztlichen Behandlungen.
„Diese Regelung ist überfällig“, betonte
Eßer und verwies in dem Zusammenhang
gleichzeitig darauf, dass er hier eine Ausweitung auf alle Pflegebedürftigen langfristig
für unvermeidbar hält.
Kritik übte er an den Entwürfen zum
E-Health-Gesetz: Die Zahnärzte begrüßten
zwar die Absicht des Gesetzgebers, mit einer
Telematikinfrastruktur die Voraussetzung für
eine sichere Kommunikation im Gesundheitswesen zu schaffen, die geplanten
Fristen und damit verbundenen Sanktionen
seien jedoch weder geeignet, den Aufbau
der Plattform zu beschleunigen noch die
Akzeptanz bei den Leistungserbringern zu
fördern. Eßer teilt hier die Einschätzung
der Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbands,
Doris Pfeiffer, derzufolge die Körperschaften
nach dem jetzigen Gesetzesentwurf durch
die Industrie erpressbar werden. Eßer: „Die
vorgesehen Strafen sind zu hart und nicht
verursachergerecht! Wir müssen hinterfragen, ob diese Sanktionen tatsächlich
das richtige Instrument sind oder ob nicht
dadurch die Arbeit der Selbstverwaltung
behindert wird.“
„Das sind falsche Strafen“
Genau das geschehe im Übrigen gerade
beim geplanten Korruptionsgesetz. „Lassen
Sie mich eins klarstellen“, betonte der
KZBV-Chef. „Für uns gilt zero tolerance! Die
KZBV verurteilt jedes korruptive Verhalten
im Gesundheitswesen!“ Der vorliegende
Gesetzesentwurf beeinhalte gleichwohl un-
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1233)
Politik
Fotos: KZBV-Axentis.de
24
„Dieser Paragraf bedeutet mehr Lebensqualität!“
KZBV-Chef Dr. Wolfgang Eßer
scharfe Formulierungen – mit viel Spielraum
für Interpretationen. Eßer: „Ich befürchte,
dass mit einem solchen Vorhaben die
Kollegenschaft ungerechtfertigten Verdächtigungen ausgesetzt wird. Wir Zahnärzte
leben von der Mundpropaganda. Dieses
Gesetz wird Mistrauen säen und das Zahnarzt-Patienten-Verhältnis belasten.“
Diese Sorge teilt auch der Präsident der
Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Peter
Engel. „Hier wird das berufsrechtliche System vonseiten der Bundesregierung nicht
gestärkt, sondern eine strafrechtliche
Regelung angestrebt“, kritisierte er und appellierte an die Politik, den bestehenden –
funktionierenden – Strukturen zu vertrauen.
Eine kritische Stimme
„Die Regelungswut Brüssels ist eine Gefahr!“
BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel.
„Da haben wir ein cleveres Paket geschnürt.“
Staatssekrärin Annette Widmann-Mauz
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1234)
Mit Blick auf die EU frage er sich, wie europäisch Großbritannien in Zukunft sein wird
und betonte, die wichtige Rolle des Königreichs als kritische Stimme in Bezug auf
die zunehmende Tendenz der EU, die freien
Berufe auf nationaler Ebene zu deregulieren.
„Auch die Zahnärzteschaft hat ihre Probleme
mit der Regelungswut Brüssels. Für den
Bereich der Heilberufe und speziell für die
Zahnärzteschaft sehen wir die Gefahr, dass
die Europäische Union die hochwertige
Qualität der zahnmedizinischen und der
medizinischen Leistungen in Deutschland
den vorgeblichen Zielen Liberalisierung,
Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsangleichung opfern wird, ohne dass ein
Mehrwert entsteht – weder für die Patienten
und die Gesellschaft noch für uns Zahnärzte.“ Mit für Engel weitreichenden Folgen:
„Vielfalt und gewachsene Strukturen gingen
verloren, die großen Selbstverwaltungskompetenzen blieben ungenutzt.“
Wie die Freiberuflichkeit ihrer unbestreitbaren Erfolge zum Trotz immer wieder torpediert wird, zeige sich nicht nur an den EUBestrebungen, sondern auch in nationalen
Gesetzgebungsverfahren wie dem GKV-Versorgungsstärkungs- oder dem Präventionsgesetz. Engel appellierte an die Politik,
einerseits die gewachsenen Selbstverwaltungsstrukturen zu erhalten und bei Themen,
die die Zahnärtzteschaft betreffen, diese
auch anzuhören.
Die konstruktive Teamarbeit zwischen Politik
und Zahnärzteschaft lobte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz:
„Die Ruhe in unserer Zusammenarbeit ist
keine Grabesstille, sondern Ausdruck des
guten Arbeitsklimas, das zwischen der
Politik und den Zahnärzten herrscht. Dieses
Klima hat sehr viel mit den handelnden
Personen, also mit Ihnen zu tun. Sie führen
die Debatten sehr fair, so dass Projekte
vorangetrieben werden können und der
Gesprächsfaden nicht abreißt. Sie verfolgen
kontinuierlich Ihre Ziele und Sie haben ein
hohes Maß an Gesprächsbereitschaft!“
Diese Haltung sei ausgesprochen positiv
und Voraussetzung dafür, dass „wir es gemeinsam geschafft haben, diesen Vorsorgungsbereich konstruktiv umzusetzen“.
Reißfester Gesprächsfaden
Auch die früheren Grundsatzkonflikte gebe
es nicht mehr, stattdessen habe ein Paradigmenwechsel stattgefunden: weg von der
Spätversorgung hin zur Prophylaxe und
Prävention. „Ich möchte dabei die Vorreiterrolle der Zahnmedizin klar heraussstellen“,
betonte die Staatssekretärin. „Sie haben
die solidarische Unterstützung und die
Eigenverantwortung in eine kluge Balance
gebracht. Mit dem Verbund aus Zahnersatz,
Füllungstherapie, Prophylaxe und Zuzahlungen haben wir ein cleveres Paket geschnürt.“ Der Mix aus Kassenleistung und
Eingenverantwortung gewährleiste auch
hier die von der Zahnärzteschaft stets
geforderte Therapiefreiheit. „Dieses Modell
in der Zahnmedizin hat letztlich dazu
geführt, dass Menschen eine moderne
Versorgung erhalten, die sie zuvor gar nicht
kannten!“
Die Forderung der Zahnärzte, die Prävention
für Pflegebedürftige weiter auszubauen,
hält sie für richtig: „Der Anspruch auf Individualprophylaxe in der Pflege ist aus meiner
Sicht ein wichtiger Schritt und impliziert,
dass wir uns über weitere Schritte unterhalten müssen. Dass dieses Angebot zurzeit
nur in der stationären Pflege gilt, wird sicher
nur auf Zeit so sein.“
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1235)
26
Politik
Patientenberatung der Körperschaften
Empowerment schafft Vertrauen
Foto: F1online
Behandlungsentscheidungen liegen nicht mehr ausschließlich in der Hand des
Zahnarztes. Der Patient nimmt an dem Prozess teil. Wie können die Patientenberatungsstellen der zahnärztlichen Körperschaften die Autonomie des Patienten
stärken und damit das Arzt-Patienten-Verhältnis verbessern? Eine neue Studie
des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) untersucht die aktuelle Beratungspraxis und gibt Antworten zum Stellenwert des Empowerments.
Die Patientenberatungsstellen der zahnärztlichen Körperschaften verstehen sich als Lotsen. Sie
wollen dem Patienten helfen, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden.
„Patienten-Empowerment“ – was ist das?
Patienten-Empowerment ist integraler Bestandteil von Programmen zur Verbesserung
der Patientenmitsprache. Allerdings ist die
Definition des Begriffs „Patient-empowerment“ nicht direkt in die deutsche Sprache
übersetzbar. Synonym verwendete Begriffe
wie Patientensouveränität, Ermündigung, Einbeziehung von Patienten (in therapeutische
Entscheidungen) versuchen, die neue Rolle
des Patienten im Behandlungsgeschehen zu
beschreiben.
Die Wissenschaft versteht darunter sowohl den
Prozess als auch das Ergebnis einer Stärkung
der Handlungsmöglichkeiten. Empowerment
zielt auf Ermutigung, die eigenen Fähigkeiten zu nutzen, um die jeweilige Lebenswelt
aktiv mitzugestalten. Es geht darum, Bedingungen zu schaffen, damit Menschen sich
selbst helfen können.
Das Thema wird auch im zahnärztlichen
Bereich immer bedeutender. Zahnärzte
und andere professionelle Helfer können
Empowerment nicht selbst herstellen, sonzm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1236)
dern nur begleiten und unterstützen. Das
flächendeckende Angebot an Patientenberatungsstellen der zahnärztlichen Körperschaften hilft, Ressourcen aufzubauen, so
dass Patienten in die Lage versetzt werden,
ihr krankheitsbezogenes Verhalten selbst zu
bestimmen. Patientenberater können dabei
Hilfe bereitstellen, Zugang zu Informationen
schaffen, Probleme und Bedürfnisse erkennen und zur Selbsthilfe ermuntern.
Lebenswelt berücksichtigen
Um Fragestellungen rund ums Empowerment
geht es in einer neuen Studie des Instituts
der Deutschen Zahnärzte (IDZ-Information
2/2015 „Stellenwert der EmpowermentPerspektive bei der institutionalisierten
Patientenberatung zahnärztlicher Körperschaften in Deutschland – Ergebnisse einer
qualitativen Studie zur aktuellen Beratungspraxis“). Die Autoren, Prof. Dr. Michael
Dick, Ina Wagner und Mareike Gerhardt
von der Universität Magdeburg, erörtern,
inwiefern durch eine patientenzentrierte
Gesprächsführung die Lebenswelt der
Patienten bei der Beratung berücksichtigt
wird. Die Studie untersucht das Potenzial,
das die zahnärztliche Patientenberatung für
eine nachhaltige Stärkung der Patienten
und des Zahnarzt-Patienten-Verhältnisses
bietet und zeigt den Beitrag der Patientenberatung zum Empowerment auf. Mit der
Methodik der Gruppendiskussion wurden
die praktischen Erfahrungen der Patientenberater der zahnärztlichen Selbstverwaltung
dokumentiert, um das Grundverständnis
der zahnärztlichen Patientenberatung in
Deutschland aufzuzeigen.
Die Patientenberatung erfüllt, wie die Studie
herausarbeitet, zunächst die Aufgabe, die
Patientenbeziehung zu stärken. Der Patient
wird in seiner Realität abgeholt, Alternativen
und Lösungsmöglichkeiten werden aufgezeigt und – wo nötig – wird das Vertrauensverhältnis zwischen dem Behandler und
dem Patienten wiederhergestellt. Wichtig
ist dabei die Haltung des Beraters: Der Patient soll sich ernst genommen fühlen, die
Beratung soll ihn stärken und ermutigen.
Dabei dominiert die patientenzentrierte
Gesprächsführung, ein standardisierter Gesprächsablauf wäre aufgrund der Unterschiedlichkeit der Fälle und der Patienten
nicht sinnvoll.
Die Untersuchung verweist auch darauf,
dass die Patientenberatung eine gesellschaftliche Funktion erfüllt: Sie wird durch
die Berater als Aufgabe der gesamten Profession wahrgenommen. Der Berufsstand
wird repräsentiert durch die ausgleichende
beratende Tätigkeit neben der des behandelnden Zahnarztes. Ein Teilnehmer der
Gruppendiskussion formuliert es so: „[…],
dass wir die Patientenberatung als Hilfestellung für den niedergelassenen Zahnarzt
auch verstehen, nicht nur als Konfliktbewältigungs- und Clearingstelle, sondern
als Möglichkeit, dem Zahnarzt vor Ort ein
bisschen Beratungsleistung vielleicht abzunehmen, die er in seiner stressigen Haltung
eben nicht hat. Wir sind da in der komfor-
Bearbeitung
Zweifel
Dialog
komplementäre
emotionale Reaktion
Beschwerde
r
Ve
Differenz
ue
tra
Patientenberatung,
Zweitmeinung
v
ns
s
lu
er
Belastung
t
Quelle: Dick, Wagner, Gerhardt, IDZ-Information 2/2015
Stufe
Schlichtung
Störung
Klage, Prozess
Bruch
Verschiedene Stufen der Krise in der Arzt-Patienten-Beziehung. Bei schweren Störungen sind an
andere Professionen und Instanzen am Zuge.
tablen Lage, dass wir da ein bisschen mehr
Zeit haben“. Daneben hat die Patientenberatung der Körperschaften vor allem auch
eine Lotsenfunktion. Zitat aus der Gruppendiskussion: „Wir müssen ihm [dem Patienten]
die Möglichkeiten aufzeigen, wir müssen
ihn durchs System lotsen und das Angebot
ihm zeigen, damit er sich zurechtfindet, weil
das ist ganz schwierig“.
Nicht immer sei es in der Praxis möglich,
dem Patienten ausreichend Raum und Zeit
einzuräumen. In der Patientenberatung
könne die unvollständige oder sogar missglückte Kommunikation mit dem Patienten
fortgesetzt werden. Im Gespräch müsse
dabei einerseits auf der Beziehungsebene
emotionale Zuwendung zum Patienten
erfolgen (empathische Komponente).
Andererseits müsse zur Problemlösung die
Situation sachlich analysiert und der Patient
zum Ziel gelotst werden (analytische Komponente). Ein Teilnehmer formuliert dies so:
„Dass man mehr herauskristallisiert, was
möchte er und alles andere abspaltet,
dass man zum Kernproblem kommt und
dass man dann die sachliche Information
zu gibt.“ Die Balance zwischen den
beiden Komponenten sei also besonders
anspruchsvoll und erfordere Fingerspitzengefühl sowie kommunikative Fähigkeiten.
Haben die Probleme des Patienten überwiegend emotionale Gründe, könne dies die
Berater an ihre Grenzen bringen, wie die
Studie deutlich macht. Nicht nur die Rollendehnung in den Bereich der Seelsorge, sondern auch in die Justiz – wenn Patienten
rechtlich verbindliche Aussagen einfordern
– werde als schwierig empfunden. Dazu ein
Originalton aus der Gruppendiskussion:
„Ich finde, [...] das Heikelste ist immer der
heikle Ritt auf der Rasierklinge zwischen
einer Rechtsberatung und einer zahnmedizinischen Beratung. Den Ritt da zu
bewerkstelligen, ohne in ein Fettnäpfchen
hineinzugeraten, ist fast unmöglich, man
muss da schon klare Grenzen ziehen, bis
wohin man den Patienten da wirklich noch
beraten kann.“
Kümmern um Krisenfälle
Die Patientenberatung der KZVen und
Kammern bearbeitet Krisenfälle, die sich
zwischen der ungestörten Arzt-PatientenBeziehung und der Bearbeitung außerhalb
der Profession bewegen (siehe Abbildung).
Wie die IDZ-Studie herausarbeitet, basiert
eine ungestörte Beziehung zwischen dem
Zahnarzt und dem Patienten auf gegenseitigem Vertrauen, im Fall einer Krise
kommt es jedoch zu einem fortschreitenden
Vertrauensverlust. In der Patientenberatung
werde versucht, dieses Vertrauen wiederherzustellen. Gleichzeitig werde der Behandler
unterstützt, wenn die Zeit zur Abklärung
von Erwartungen im Praxisalltag zu knapp
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1237)
Politik
28
INFO
Zum Hintergrund der Studie
Der auch durch die Zunahme der zahnmedizinischen Therapiemöglichkeiten erhöhte Informationsbedarf der Patienten
erfordert eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Beratungsangebote. Diese
erfolgt in der gemeinsamen Arbeitsgruppe
„Patientenorientierte Weiterentwicklung
der zahnärztlichen Patientenberatung“
der BZÄK und der KZBV durch die Implementierung einheitlicher methodischer
Grundlagen, die wissenschaftlich hergeleitet, erhoben und evaluiert werden. Als
Arbeitsgrundlage führte das Institut der
Deutschen Zahnärzte das Projekt „Evaluation und Erarbeitung von Grundlagen der
zahnärztlichen Patientenberatung“ durch,
in der neben der Differenzierung der
unterschiedlichen Erscheinungsformen der
sei oder wenn Patienten ein erhöhtes
Informationsbedürfnis hätten. Regelmäßig
würden Fragen zu Kostenkontrolle und
Therapiesicherheit, einfachen Verfahren
und komplexen Problemlagen gestellt, oft
wendeten sich auch psychisch auffällige Patienten oder solche, bei denen es zu einem
Vertrauensverlust kam, an die Patientenberatungsstellen. Somit wird der Studie zufolge zum einen ein breiteres Spektrum vermittelt als in auf Sachinformationen ausgerichteten Internetforen. Auf der anderen Seite
werde der Fall aber auch zwischen dem
Patienten und der Zahnärzteschaft weiterbehandelt, bevor der Vertrauensverlust so
weit fortgeschritten sei, dass eine Bearbeitung von Dritten, wie zum Beispiel der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland
(UPD) oder der Justiz, erfolgen müsse.
Offen bleibe, wann eine Empfehlung zur
Patientenberatung gegeben werden kann,
bilanzieren die Wissenschaftler in der Studie.
Noch immer sei die Beratung mit einem Vertrauensbruch assoziiert. Durch direktes Hinweisen auf das Beratungsangebot könne dem
entgegengewirkt werden, zu offenes Hinweisen könne aber missverstanden werden,
Angebote grundsätzlich prüfen zu lassen.
Das Fazit der Studie: Die zahnärztliche
Patientenberatung adressiert die mit dem
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1238)
Patientenberatung und der Herausarbeitung ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede vor allem ein gemeinsames
Grundverständnis zur zahnärztlichen Patientenberatung sowie zu deren Aufbau
und Zielen geschaffen wurde. Im Rahmen
des Projekts wurden in Zusammenarbeit
mit dem Institut für Betriebspädagogik der
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
im Sommer 2013 Gruppendiskussionen
mit erfahrenen Patientenberatern durchgeführt, in denen die langjährigen praktischen Erfahrungen erhoben und mit
wissenschaftlichen Methoden analysiert
wurden. Auf Basis der Ergebnisse wurden
ein Konsens zu den Zielen der zahnärztlichen Patientenberatung erarbeitet und
Vorgehensweisen abgestimmt.
■
Empowerment verbundenen Ziele umfassend. Vor allem die Berücksichtigung der Lebenswelt der Patienten und die Vermittlung
und Entdeckung von Ressourcen würden
explizit in der Patientenberatung der Körperschaften verfolgt. Die Beratung decke
Bereiche in der Arzt-Patienten-Beziehung
ab, die im Versorgungsalltag nicht oder
nicht ausreichend zur Geltung kommen
und ergänze das Versorgungsangebot vor
allem im Bereich der komplexen und
schwierigen Einzelfälle.
Dr. Nele Kettler
Referat III: Professionsforschung
Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
Universitätsstr. 73
50931 Köln
■ Die IDZ-Information kann kostenlos als
PDF-Datei von der Homepage des IDZ
(www.idz-koeln.de) heruntergeladen werden.
ZM-ONLINE: QR-CODE
17856
Dr. Nele Kettler
im Interview zum
Selbstverständnis der
zahnärztlichen Patientenberatungsstellen.
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Chlorhexidinbis(D-gluconat). Zusammensetzung: 100 ml Lösung enthalten 0,2 g
Chlorhexidinbis(D-gluconat) sowie Pfefferminzaroma, Macrogolglycerolhydroxystearat
(Ph. Eur.), Glycerol, Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend) (Ph. Eur.), gereinigtes
Wasser. Anwendungsgebiete: Die antiseptische Lösung wird angewendet zur vorübergehenden Keimzahlverminderung im Mundraum, Unterstützung der Heilungsphase
nach parodontalchirurgischen Eingriffen durch Hemmung der Plaque-Bildung, vorübergehenden unterstützenden Behandlung bei bakteriell bedingten Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und bei eingeschränkter Mundhygienefähigkeit. Gegenanzeigen:
Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidinbis(D-gluconat), Pfefferminzaroma oder einen
der sonstigen Bestandteile. Chlorhexamed® FORTE alkoholfrei 0,2 % darf nicht auf
schlecht durchblutetem Gewebe angewendet werden. Chlorhexamed® FORTE alkoholfrei 0,2 % darf nicht bei Wunden und Geschwüren (Ulzerationen) sowie oberflächlichen, nicht-blutenden Abschilferungen der Mundschleimhaut (erosiv-desquamativen
Veränderungen) angewendet werden. Chlorhexamed® FORTE alkoholfrei 0,2 % darf
nicht von Personen angewendet werden, die das Schlucken nicht richtig kontrollieren
können (unter anderem Kinder unter 6 Jahren). Nebenwirkungen: Häufig: reversible
Verfärbungen des Zahnhartgewebes, reversible Verfärbungen von Restaurationen (u. a.
Füllungen) und der Zungenpapillen (Verfärbungen kann zum Teil durch sachgemäße
Anwendung entsprechend der Dosierungsanleitung sowie einem reduzierten Konsum
von stark färbenden Lebensmitteln und Getränke wie z. B. Tee, Kaffee oder Rotwein
vorgebeugt werden. Bei Vollprothesen empfiehlt sich ein Spezialreiniger). Gelegentlich:
kribbelndes oder brennendes Gefühl auf der Zunge zu Beginn der Behandlung (Diese
Nebenwirkung verschwindet gewöhnlich mit fortgesetzter Anwendung). Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (u. a. Urtikaria, Erythem, Pruritus). Sehr selten: anaphylaktischer Schock. Nicht bekannt: reversible Parotisschwellung; reversible desquamative
Veränderungen der Mukosa, kribbelndes oder brennendes Gefühl der Zunge zu Beginn
der Behandlung, reversible Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens, reversibles
Taubheitsgefühl der Zunge (Diese Nebenwirkungen verschwinden gewöhnlich mit
fortgesetzter Anwendung). Warnhinweis: Enthält Pfefferminzaroma und Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.). Weitere Informationen siehe Fachinformation.
Nebenwirkungsmeldungen richten Sie bitte ggf. an 0800/664 56 26 oder [email protected] .
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Ethanol 96 %, Glycerol, Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph.Eur.), Anethol, Nelkenöl,
Levomenthol, Zimtöl, Ponceau 4R (E 124), gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Zur temporären intraoralen Keimzahlreduktion. Als temporäre adjuvante Therapie
zur mechanischen Reinigung bei bakteriell bedingten Entzündungen der Gingiva und
Mundschleimhaut. Bei eingeschränkter Mundhygienefähigkeit. Gegenanzeigen:
Chlorhexamed® Fluid 0,1 % darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit
gegenüber Chlorhexidinbis (D-gluconat), Ponceau 4R (E 124), Zimtöl, Perubalsam
oder einem der sonstigen Bestandteile. Das gilt auch für Patienten, die auf Perubalsam
überempfindlich reagieren (Kreuzallergie). Chlorhexamed® Fluid 0,1 % darf wegen
seines Gehaltes an Levomenthol nicht bei Patienten mit Asthma bronchiale oder anderen Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der
Atemwege einhergehen, angewendet werden. Die Inhalation von Chlorhexamed®
Fluid 0,1 % kann zur Bronchokonstriktion führen. Chlorhexamed® Fluid 0,1 % ist nicht
anzuwenden bei schlecht durchblutetem Gewebe. Chlorhexamed® Fluid 0,1 % sollte
bei erosiv-desquamativen Veränderungen der Mundschleimhaut, Wunden und Ulzerationen, Schwangerschaft und Laktation nicht angewendet werden. Chlorhexamed®
Fluid 0,1 % darf nicht ins Auge, die Augenumgebung oder in den Gehörgang gebracht
werden. Nebenwirkungen: Selten kann eine verstärkte Zahnsteinbildung erfolgen.
Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf. In Einzelfällen wurden auch schwerwiegende allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie nach lokaler Anwendung von
Chlorhexidin beschrieben. In seltenen Fällen kann es bei regelmäßigem Gebrauch zu
Zahnfleischbluten nach dem Zähneputzen kommen. In sehr seltenen Fällen reversible
desquamative Veränderungen der Mukosa. In sehr seltenen Fällen können Reizungen
(Irritationen) der Mundschleimhaut auftreten. Bei oraler Anwendung reversible Verfärbungen von Zahnhartgeweben, Restaurationen und Zungenpapillen (Haarzunge).
Es kann zu bräunlicher Verfärbung der Zähne kommen. Durch einen reduzierten Konsum von Tee, Kaffee oder Rotwein kann diesen Erscheinungen vorgebeugt werden.
Wundheilungsstörungen sind möglich. Bei Beginn der Behandlung kann ein brennendes Gefühl auf der Zunge auftreten. Es können außerdem auftreten: Reversible
Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens, reversibles Taubheitsgefühl der Zunge.
Diese Erscheinungen verbessern sich üblicherweise im Laufe der Anwendung von
Chlorhexamed® Fluid 0,1 %. Warnhinweis: Enthält 7,2 Vol.-% Alkohol. Enthält Ponceau 4R (E 124) und Zimtöl. Weitere Informationen siehe Fachinformation. Nebenwirkungsmeldungen richten Sie bitte ggf. an 0800/664 56 26 oder [email protected]
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Levomenthol, Pfefferminzöl. Anwendungsgebiete: Chlorhexamed® 1 % GEL wird
ausschließlich im Bereich der Mundhöhle angewandt zur vorübergehenden unterstützenden Behandlung bei bakteriell bedingten Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), zur
Unterstützung der Heilungsphase nach parodontalchirurgischen Eingriffen, bei eingeschränkter Mundhygienefähigkeit, z. B. als Folge orthodontischer (kieferorthopädischer)
Behandlungen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Chlorhexidin oder einen sonstigen Bestandteil. Nicht anwenden auf schlecht durchblutetem
Gewebe. Außerdem dürfen Sie Chlorhexamed® 1 % GEL nicht ins Auge, die Augenumgebung oder in den Gehörgang bringen. Des weiteren sollte Chlorhexamed® 1 %
GEL nicht bei Wunden und Geschwüren (Ulzerationen) sowie oberflächlichen nicht-blutenden Abschilferungen der Mundschleimhaut (erosiv-desquamative Veränderungen)
eingesetzt werden. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen oder Untersuchungen
zur Sicherheit einer Anwendung von Chlorhexidin, dem Wirkstoff in Chlorhexamed®
1 % GEL, in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Deshalb sollte Chlorhexamed® 1 %
GEL nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden. Nebenwirkungen: Selten
treten Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Chlorhexidin auf. In Einzelfällen wurden
auch schwerwiegende allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie nach lokaler
Anwendung von Chlorhexidin beschrieben. In Einzelfällen ist eine Abschuppung der
Mundschleimhaut möglich, die jedoch nach dem Absetzen des Gels vollständig zurückgeht. Bei Beginn der Behandlung kann ein brennendes Gefühl auf der Zunge auftreten.
Es können eine Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens und ein Taubheitsgefühl
der Zunge auftreten. Diese Erscheinungen verbessern sich üblicherweise im Laufe der
Anwendung von Chlorhexamed® 1 % GEL. Es kann zu gelb-bräunlichen Verfärbungen
an Zunge, Zähnen und Restaurationen (Füllungen, Zahnersatz) kommen. Auf der Zunge
verschwinden sie nach Absetzen der Behandlung, an den Zähnen und Zahnfüllungen
sind sie durch Zähnebürsten mit einer üblichen Zahnpasta jeweils vor der Anwendung
von Chlorhexamed® 1 % GEL weitgehend zu vermeiden. Spülen Sie Mundhöhle und
Zahnbürste zwischendurch gründlich mit Wasser aus. Durch einen reduzierten Konsum
von Tee, Kaffee oder Rotwein kann diesen Erscheinungen vorgebeugt werden. Warnhinweis: Enthält Macrogolglycerolhydroxystearat, Zimt, Levomenthol und Ponceau 4R
(E 124). Weitere Informationen siehe Fachinformation. Nebenwirkungsmeldungen richten Sie bitte ggf. an 0800/664 56 26 oder [email protected]
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Ponceau 4R (E 124) und gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Zur vorübergehenden unterstützenden Behandlung von bakteriell bedingten Entzündungen des
Zahnfleisches (Gingivitis) und der Mundschleimhaut sowie nach parodontalchirurgischen Eingriffen. Gegenanzeigen: Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Chlorhexidinbis(D-gluconat), den Farbstoff Ponceau 4R (E 124), Zimt (gilt auch
für Perubalsam: Kreuzallergie) oder einen der sonstigen Bestandteile. Bronchialasthma
oder andere Atemwegserkrankungen mit ausgeprägter Überempfindlichkeit der Atemwege (Auslösen von Atemnot oder Asthmaanfällen). Nicht anwenden auf schlecht
durchblutetem Gewebe. Chlorhexamed® DIREKT darf nicht ins Auge, in die Augenumgebung oder in den Gehörgang gebracht werden. Chlorhexamed® DIREKT sollte bei
erosiv-desquamativen Veränderungen der Mundschleimhaut sowie bei Wunden und
Ulzerationen nicht angewendet werden. Nebenwirkungen: Selten Überempfindlichkeitsreaktionen. In Einzelfällen wurden auch schwerwiegende allergische Reaktionen
bis hin zur Anaphylaxie nach lokaler Anwendung von Chlorhexidin beschrieben. In Einzelfällen reversible Irritationen und desquamative Veränderungen der Mucosa. Bei Beginn der Behandlung kann ein brennendes Gefühl auf der Zunge auftreten. Es können
reversible Beeinträchtigungen des Geschmacksempfindens und ein reversibles Taubheitsgefühl der Zunge auftreten. Diese Erscheinungen verbessern sich üblicherweise im
Laufe der Anwendung von Chlorhexamed® DIREKT. Es kann zu reversiblen gelb-bräunlichen Verfärbungen von Zahnhartgeweben, Restaurationen und Zungenpapillen
(Haarzunge) kommen. An den Zähnen und Zahnfüllungen sind sie durch Zähnebürsten
mit einer üblichen Zahnpasta jeweils vor der Anwendung von Chlorhexamed® DIREKT
weitgehend zu vermeiden. (Mundhöhle und Zahnbürste zwischendurch gründlich mit
Wasser ausspülen.) Ponceau 4R (E 124) kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Macrogolglycerolhydroxystearat und Zimt können Hautreaktionen auslösen. Warnhinweis: Enthält Macrogolglycerolhydroxystearat, Zimt, Levomenthol und Ponceau
4R (E 124). Weitere Informationen siehe Fachinformation. Nebenwirkungsmeldungen richten Sie bitte ggf. an 0800/664 56 26 oder [email protected]
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Formulierung und Markenwahl können von Bedeutung sein.
Über 700 Bakterienarten oder Phylotypen wurden in unserem Mundraum gefunden. Odontogene Infektionen sind daher sehr häufig.1
Zahnärzte wissen, dass eine unzureichende
Behandlung oder Vorbeugung zu Gesundheitsproblemen im Mundraum führen kann.1,2
Dies trifft vor allem für Patienten mit Zahnfleischentzündungen oder Patienten zu, bei
denen eine Infektion nach einem parodonalen
Eingriff verhindert werden muss.
Warum verwenden Sie nicht einfach den
„Goldstandard“?
Chlorhexidin 0,2 % ist der „Goldstandard“ unter den oralen Antiseptika2,3 und hat sowohl eine bakterizide als auch bakteriostatische
Wirkung.2-4,6 Im Vergleich zu Kombinationen mit Amin- und Zinnfluorid,7,8 ätherischen Ölen,8-10 Hexetidin11 und pflanzlichen Extrakten12 zeigt es einen deutlichen Nutzen und/oder Unterschiede.
Ist die Marke oder die Formulierung von
Bedeutung?
Die Wahl der Dosis, Formulierung und Marke können sehr wichtig
sein. Die Wirksamkeit von Chlorhexidin zeigte eine positive Korrelation mit der Konzentration.2-5,14 Eine vergleichende In-vivo-Studie
aus dem Jahr 2008 stützt diesen Befund: 30 s sowie 1 h nach der
Anwendung war die bakterizide Wirkung von 0,2 % Chlorhexidin
auf die Speichelflora der Wirkung von 0,12 % überlegen.14 Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Antioxidanzien (Wirkstoffe gegen Verfärbungen) und anionische Verbindungen die Wirksamkeit
beeinträchtigen könnten.2,6
Erhalten die Patienten, was Sie empfehlen?
40 Jahre Erfahrungen von Zahnärzten2 machen Chlorhexamed®
zum Marktführer unter den Chlorhexidin-Produkten. Es wird häufiger empfohlen als jedes andere Chlorhexidin-Produkt.13
Apotheker empfehlen häufig eine andere Marke oder ein
Generikum, wenn sie feststellen, dass die Dosis und die
Wirkstoffe gleich sind. Markenunterschiede wie die Formulierung
(z. B. enthaltene Wirkstoffe gegen Verfärbungen) oder die Anzahl
verschiedener Darreichungsformen, die eine Marke bietet, sollten
berücksichtigt werden. Es kann hilfreich sein, den Patienten eine
schriftliche Empfehlung mitzugeben (Empfehlungsblocks können
Sie unter der Nummer 07223-76 26 81 bestellen).
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(1) Aas JA, Paster BJ, et al. Defining the Normal Bacterial Flora of the Oral Cavity. Jnl of Clin Microbio 2005(Nov);5721–5732. (2) Varoni E, Tarce M, et al. Chlorhexidine (CHX) in dentistry: state of the art. Minerva Stomatol,
2012;61:399-419. (3) Jones CG, Chlorhexidine: Is it still the gold standard? Periodontology 2000, 1997;15:55-62. (4) Van Strydonck DA, Slot DE, et al. Effect of a chlorhexidine mouthrinse on plaque, gingival inflammation
and staining in gingivitis patients: a systematic review. J Clin Periodontol, 2012 Nov;39(11):1042-55. (5) Gilbert P, Moore LE, A Review: Cationic antiseptics: diversity of action under a common epithet. J Applied Microbio,
2005;99:703-715. (6) Van Zyl A, Hartshorne J, Carrasco-Labra A. Is chlorhexidine mouth rinse, used as a mono-therapy or adjunct with oral hygiene, effective at reducing plaque growth and gingival inflammation? Open J
Implant Dent. 2013;1(1),Art.#5. (7) Brecx M, Macdonald LL, et al. Long-term effects of Meridol® and Chlorhexidine Mouthrinses on Plaque, Gingivitis, Staining, and Bacterial Vitality. J Dent Res 1993;72(8):1194-1197. (8)
Brecx M, Brownstone E, et al. Efficacy of Listerine, Meridol and chlorhexidine mouth rinses as supplements to regular tooth cleaning measures. J Clin Periodontol 1992;19(3):202-207. (9) Van Leeuwen MP, Slot DE, Van der
Weijden GA. Essential oils compared to chlorhexidine with respect to plaque and parameters of gingival inflammation: a systematic review. J Periodontol 2011;82(2):174-194. (10) Neely AL. Essential oil mouthwash (EOMW)
may be equivalent to chlorhexidine (CHX) for long-term control of gingival inflammation but CHX appears to perform better than EOMW in plaque control. J Evid Based Dent Pract 2012;12(3 Suppl):69-72. (11) Afennich F,
Slot DE, et al. The effect of hexetidine mouthwash on the prevention of plaque and gingival inflammation: a systematic review. Int J Dent Hyg 2011:9(3):182-190. (12) Moeintaghavi A, Arab H, et al. In vitro Antimicrobial
Comparison of chlorhexidine, persica mouthwash and miswak extract. J Contemp Dent Pract 2012;13(2):147-152. (13) Quelle: GfK, GSK HCP Tracking, November 2014 (Mundspülung bei Zahnfleischentzündungen und nach
parodontalchirurgischen Eingriffen) (14) Tomás I, Cousido MC, et al. In vivo bactericidal effect of 0.2% chlorhexidine but not 0.12% on salivary obligate anaerobes. Archives of Oral Biology 2008.
Chlorhexamed® is a registered trade mark of the GSK group of companies.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1239)
Qualität in der Medizin
30
Agenda für ein starkes
Selbstbewusstein
Winfried Walther
Was auffiel, war die gute Stimmung. Eine „Agenda
Qualitätsförderung“ zu verfassen, die für die
gesamte Zahnärzteschaft als Berufsgruppe
stehen soll, ist anstrengend. Um ein überzeugendes Konzept erarbeiten zu können,
braucht man eine kompetente und motivierte
Arbeitsgruppe. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe müssen sich treffen – und zwar
mehrmals. Da ist es schlecht, wenn die
anstehende Aufgabe eine lästige Pflicht
darstellt. So war es aber nicht.
A
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1240)
om
ia.c
Teil sehr detailliert
beschreiben. In der
rac
nt
reo
Befragung von Klingenberg [2008] sollte
Qualität
fängt mit Prävention
an – und die ist für die
Zahnärzte ein Aushängeschild.
]zm
[M
s:
Illu
Die zahnärztliche Praxis hat
zufriedene Patienten. Das spiegelt
sich in wissenschaftlichen Erhebungen
wider, die das Erleben der
zahnärztlichen
-k
te
m-
Zufriedenheit
als Ausgangspunkt
Betreuung zum
l
oto
gaben zu, die möglichst
bald gelöst werden sollten.
F
e–
nfang 2014 begann die Arbeit unter der Federführung von Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher
Bundesvereinigung. Man traf sich in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Insgesamt bestand die Arbeitsgruppe aus 29
Mitgliedern, wie auf der letzten Seite der
Agenda zu lesen ist. Die gemeinsame Überzeugung der Beteiligten war: Wir haben viel
vorzuweisen. Die Zahnärzteschaft kümmert
sich seit Langem um die Qualitätsförderung
der zahnmedizinischen Versorgung. Sie tut
das mit großem Erfolg. Ständig kommen
neue Konzepte und Aktivitäten hinzu. Es
wird immer mehr.
Während die letzte Agenda aus dem Jahr
2004 noch von einem defensiven Grundton
bestimmt wurde, besteht heute die allgemeine Überzeugung, dass Qualitätsförderung
in der Kompetenz der Zahnärzte liegt und
von ihr auch sehr effizient betrieben wird.
Die Handlungsempfehlungen, die jetzt erstmals in die Agenda aufgenommen wurden,
richten sich daher auch an die Zahnärzteschaft selbst. Sie verweisen auf den Weg, der
schon erfolgreich gegangen wurde, und auf
den, der vor uns liegt. Der Politik und den
Vertragspartnern in der gesetzlich geregelten
Versorgung fallen allerdings auch viele Auf-
der Patient Auskunft über
seine Zustimmung zu dem
Satz „Ich habe keinen Grund,
einen Wechsel
31
tätssicherung richten sich an
Einheiten mit erheblichen
personellen Ressourcen. Entsprechende Ressourcen mag
es in Kliniken geben, in der
zahnmedizinischen Versorgung bestehen sie nicht. Die
guten Ergebnisse hinsichtlich
der
Patientenzufriedenheit
werden von Praxen erreicht, die
in ihrer überwiegenden Mehrheit
immer noch Einzelpraxen sind.
Die vom
Gesetzgeber
vorgegebene
Pflicht zur
Dokumentation
ist Teil des Qualitätsmanagements.
zu einem anderen Zahnarzt in Betracht zu
ziehen“ geben. Von den befragten Patienten
entschieden sich 83,2 Prozent für die Angabe
„Stimme voll und ganz zu“, was die erste
Option auf einer fünfstufigen Antwortskala
war. Die Autorin der Studie kam angesichts
dieses Ergebnisses zu dem Fazit: „Die
Gesamtzufriedenheit mit der zahnärztlichen
Versorgung war hoch.“
Sie traf diese Schlussfolgerung vor dem
Hintergrund, dass bei entsprechenden Befragungen in anderen medizinischen Fachgebieten die Zufriedenheit durchaus etwas
geringer ausfällt. Die günstige Bewertung,
die Patienten ihrer zahnärztlichen Praxis
angedeihen lassen, fordert die Zahnärzteschaft insgesamt heraus. Was immer für
die Qualität getan wird, die Zufriedenheit
der Patienten muss erhalten und gesichert
werden.
Viele Initiativen des Gesetzgebers gehen
davon aus, dass ein klinischer Betrieb über
große personelle Ressourcen verfügt. Per
Gesetz verfügte Handlungs- und Berichterstattungsroutinen zum Zweck der Quali-
Die zahnärztliche Praxis
– eine kleine Einheit
Das wird sich so schnell auch nicht ändern.
In den IDZ-Informationen über die zahnärztlichen Existenzgründungen [Klingenberger,
2014] wird dargestellt, welcher Anteil der
Neugründungen aus Einzelpraxen besteht.
Dieser Anteil liegt zwischen
62 und 70 Prozent. In den Jahren
2011 bis 2013 stieg er sogar
wieder. Es wird also in der zahnmedizinischen Versorgung auf absehbare
Zeit bei kleinen Einheiten bleiben. Im
statistischen Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer wird angegeben, wie viele Beschäftigte es je
tätigem Zahnarzt gibt. Der Wert
liegt bei 4,4. Alle geplanten
Maßnahmen zur Qualitätsförderung in der zahnmedizinischen Versorgung sollten berücksichtigen, dass hier leistungsfähige kleine Einheiten bestehen,
die gegenwärtig bei den Patienten
auf hohe Zustimmung stoßen.
Wenn die Praxis durch realitätsferne
Anforderungen überfordert wird, steht
viel auf dem Spiel – für die Praxis wie für
die Patienten.
Die in der Gesundheitspolitik und ihren
Organen vertretene Vorstellung einer Qualitätsstrategie für die medizinische Versorgung geht von drei tragenden Säulen aus:
der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung, dem einrichtungsinternen
Qualitätsmanagement
und Maßnahmen zur
Qualitätstransparenz. Die Institutionen der
zahnärztlichen Profession müssen sich der
Aufgabe stellen, die abstrakten Anforderungen aus Gesetzen und Richtlinien in der
Praxis mit Leben zu erfüllen. Die staatlichen
Institutionen sowie die Versorgungsträger
haben jedoch auch Pflichten. Die professionsinternen Institutionen haben in letzter Zeit
zahlreiche Qualitätsinitiativen ergriffen. Neue
Instrumente der Qualitätsförderung wurden
konzipiert und in die Versorgung eingeführt.
In Zukunft wird es darauf ankommen, diese
Instrumente weiterzuentwickeln und noch
besser in die Versorgung zu integrieren.
Unterschiede
in den Sektoren
Die neue Agenda Qualitätsförderung fußt
auf einer sorgfältigen Bestandsaufnahme
hinsichtlich der erreichten Versorgungsqualität. Dabei wurden die Unterschiede
zwischen der zahnärztlichen und der allgemeinmedizinischen Versorgung heraus-
Mittels
Vorschriften,
etwa zur
Hygiene, werden
in den Praxen
Standards zur
Sicherung der
Qualität geschaffen.
Qualität in der Medizin
32
gearbeitet. Von besonderer Bedeutung ist
die Rolle, die der Patient im Hinblick auf
seine eigene zahnmedizinische Versorgung
hat. Für eine gegebene Befundsituation
liegen im Regelfall mehrere wissenschaftlich abgesicherte Therapiealternativen
vor. Der Patient hat eine Schlüsselrolle
bei der Entscheidung über die adäquate
Therapie in seinem Fall. Die Vorstellung,
diesen Vorgang der Entscheidungsfindung
durch abstrakte respektive „globale“ Richtlinien zu regeln, würde die Individualität
des Patienten leugnen. Diese Besonderheit
der zahnmedizinischen Versorgung ist,
wie zahlreiche Publikationen belegen, von
vielen Akteuren im Gesundheitswesen in
der Vergangenheit noch immer nicht verstanden worden. Qualitätsförderung durch
die Institutionen der Profession hat sich in
den vergangenen Jahren zu einer Selbstverständlichkeit entwickelt. So ist es gelungen,
in den zahnärztlichen Praxen ein strukturiertes und effizientes Qualitätsmanagement
(QM) zu implementieren. Voraussetzung für
diesen erfolgreichen Schritt waren
zahlreiche Initiativen der Berufsorganisationen, ihren Mitgliedern eine
eigenständig konzipierte Qualitätsförderung
zu ermöglichen, bei der auch die gesetzlichen
Bestimmungen umgesetzt werden.
Kompetenz
aus dem Berufsstand
Auf der Ebene der zahnärztlichen Berufsorganisationen gibt es eine sehr beachtenswerte Weiterentwicklung von Maßnahmen
zur Verbesserung der Versorgungsqualität.
So weisen zahnärztliche Qualitätszirkel schon
seit 20 Jahren neue Wege auf, fachliche und
organisatorische Probleme zu lösen. Das
zahnärztliche Gutachterwesen wird durch
neue Strukturen in Aus- und Fortbildung
immer besser auf die ständig steigenden
Anforderungen vorbereitet. Eine besondere
Erfolgsgeschichte ist der Aufbau eines
neutralen Beratungsangebots für Patienten
durch Zahnärztekammern und KZVen. Durch
eine effiziente Struktur und großes ehrenamtliches Engagement ist es den zahnärztlichen Berufsorganisationen gelungen, den
Patienten einen bequemen Zugang zu einer
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1242)
Praxis selbst. Als Beispiel sei die Konzeption
und Inanspruchnahme neuer Fortbildungsformate genannt. Mehr und mehr werden Formate angeboten, die über
die kognitive Vermittlung von Wissen
hinausgehen. Sie unterstützen vielmehr die Teilnehmer dabei, die
bestehenden Praxisabläufe zu überprüfen, gegebenenfalls anzupassen
oder neue Handlungsoptionen in den
Praxisalltag zu integrieren. Besonders
effektiv sind diese Formate, wenn das
ganze Team der zahnärztlichen Praxis
beteiligt ist.
Mit Brief
und Siegel:
Fortbildung
ist für Zahnärzte ein Gebot
der Patientenversorgung.
„zweiten Meinung“ zu sichern. Zusammen
mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften sind zahlreiche Leitlinienprojekte
abgeschlossen respektive auf den Weg gebracht worden. Auch dadurch dokumentiert die Zahnärzteschaft ihre qualitätsfördernde Kompetenz. Eine weitere Erkenntnis
ist die, dass die zahnmedizinische Therapie
nur sehr wenige Schnittstellen zur allgemeinmedizinischen Versorgung hat. Daher macht
es keinen Sinn, die Zahnmedizin den Anforderungen einer sektorenübergreifenden Qualitätssicherung auszusetzen. Entsprechende
Maßnahmen sind nicht geeignet, die Qualität in der Praxis zu fördern.
Für den Bereich Qualitätssicherung werden
in der „Agenda Qualitätsförderung“ sowohl
allgemeine Strategien benannt als auch
konkrete Handlungsempfehlungen auf drei
Ebenen gegeben: auf der Struktur-, der Prozess- und der Ergebnisebene. Viele dieser
Empfehlungen liegen im Verantwortungsbereich der Berufsorganisationen und der
Nach der Agenda ist
vor der Agenda
Sehr wahrscheinlich wird der jetzt erschienenen dritten „Agenda Qualitätsförderung“
eine weitere folgen. Der Weg der Zahnärzteschaft, den gesellschaftlichen Anforderungen an die Qualität der medizinischen Versorgung gerecht zu werden, ist
von Agenda zu Agenda
immer konkreter geworden.
In Zukunft wird es darauf ankommen,
dass die Qualitätsförderungsinitiativen der
Berufsorganisationen auch vom einzelnen
Zahnarzt als das verstanden werden, was
sie eigentlich sind: eine Unterstützung der
eigenen Praxis bei der Qualitätssicherung
der zahnmedizinischen Versorgung vor Ort,
wobei die Zahnmedizin als Ganzes Berücksichtigung findet. Dabei muss die Zahnmedizin gegen Tendenzen verteidigt werden, die ganze Medizin hinsichtlich der
qualitätssichernden Methodik „über einen
Kamm zu scheren“. Nur so können Wege
gefunden werden, die Qualität der zahnmedizinischen Versorgung im Einklang mit
allen, die dafür Verantwortung tragen,
erfolgreich weiterzuentwickeln. Wenn dies
gelingt, werden auch die nächste Arbeitsgruppen für die Bereiche Qualitätsförderung und -sicherung, die vermutlich in zehn
Jahren ihre Arbeit aufnehmen werden, mit
Freude bei der Arbeit sein.
Prof. Dr. Winfried Walther
Direktor der Akademie für Zahnärztliche
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1243)
Qualität in der Medizin
34
Fotos: zm-mg
Zahnheilkunde ist anders
Zu einem hochkarätig besetzten Workshop hatten die Bundeszahnärztekammer
(BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) eingeladen.
Experten aus Gesundheitspolitik, Wissenschaft und Selbstverwaltung diskutierten
am 5. März zum Thema Qualitätssicherung medizinischer Behandlungen. Allen
Beteiligten wurde dabei klar, dass die Spezifika des zahnärztlichen Versorgungsbereichs bei der Qualitätsbewertung berücksichtigt werden müssen.
Zur Begrüßung stellten der Präsident der
Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel,
und der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Dr.
Wolfgang Eßer, als Gastgeber die „Agenda
Qualitätsförderung“ der Zahnärzteschaft in
den Blickpunkt. So unterstrich etwa Engel,
dass der Berufsstand die Förderung und
Sicherung der Qualität als eigene zentrale
Aufgabe begreife, und betonte, dass es in
der Zahnmedizin aufgrund der sehr individuellen Behandlungssituationen und der
Vielfalt der Behandlungsmethoden keine
standardisierte Qualität geben könne. Engel:
„’One fits all’ ist hier der falsche Weg.“
Es sei aber für die Zahnärzteschaft eine
Selbstverständlichkeit, dem Patienten eine
hohe Qualität zu liefern. „Qualität ist, wenn
der Kunde zurückkommt, und nicht das
Produkt“, so Engel. Qualitätsmanagement,
Qualitätssicherung und Leitlinien seien daher
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1244)
zu festen Bestandteilen in den Abläufen der
zahnärztlichen Praxis geworden.
Qualitätskontrolle
durch Berufsstand
Auf den einzelnen Patienten übertragen bedeute Qualitätsförderung eine gesteigerte
Lebensqualität durch den Erhalt der natürlichen Zähne bis ins hohe
Alter. Der Patient mit
seinen Wünschen und
Bedürfnissen sei der
wichtigste Maßstab
zahnärztlicher Arbeit. Engel: „Eine
vertrauensvolle
Zahnarzt-PatientenBeziehung ist die
Basis, ohne die zahnmedizinische Qualität lang-
fristig nicht bestehen kann.“ Zur Qualitätssicherung habe die berufliche Selbstverwaltung ein bewährtes System aufgebaut.
Die Zahnärzteschaft habe bewiesen, dass sie
als Freier Beruf in der Lage ist, eigenständig
Konzepte zur Sicherung einer qualitativ
hochwertigen Versorgung zu entwickeln und
umzusetzen. „Dass Zwang und Kontrolle die
Hoffnung auf eine bessere Qualität der Versorgung erfüllen, darf bezweifelt werden. Vielmehr sorgen die Überregulierung und die Bürokratisierung des Gesundheitswesens
dafür, dass Zahnärzte immer
weniger Zeit für ihre Patienten haben“, so Engel.
”
Qualitätssicherung
ist eine zentrale
Aufgabe des Berufsstands.
Dr. Peter Engel, BZÄK
35
Der
KZBV-Vorsitzende
Dr. Wolfgang Eßer hob
hervor, dass die Zahnärzteschaft mit ihrer
Agenda auch deutlich machen wolle,
dass man sich „in
einem kontinuierlichen
internen Lern- und Überprüfungsprozess befindet für
eine stetige Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung“. Ziel sei die
ständige Verbesserung der Mundgesundheit
der Bevölkerung.
Die Förderung und die Sicherung von Qualität seien wesentliche Voraussetzungen für
ein leistungsfähiges Gesundheitssystem. Die Initiativen des
Berufsstands zur zahnärztlichen Qualitätsförderung wie die Patientenberatungsstellen,
das Zweitmeinungsmodell oder das Gutachterwesen seien gelebte Selbstverwaltung
im Sinne der Patienten.
Eßer: „Die Zahnärzteschaft
hat hier eine Vorreiterrolle im
Gesundheitswesen übernommen.“
Zahnmedizin als
eigener Sektor
Grundlegend sei in der Zahnmedizin die
Tatsache, dass für eine Befundsituation in
der Versorgung oft mehrere wissenschaftlich abgesicherte Therapiealternativen vorliegen. Eßer: „Es gibt nicht die eine objektiv
richtige Behandlung, sondern in jedem Einzelfall verständigen sich Patient und Zahnarzt im Dialog über die individuell geeignete
Therapie. Daher ist auch die Qualität einer
zahnmedizinischen Versorgung immer auf
das erreichbare individuelle Optimum für
den jeweiligen Patienten bezogen. Es gibt
keine Standardqualität“, so Eßer.
Man könne aber den Eindruck gewinnen,
dass in der Gesundheitspolitik und in der
Selbstverwaltung die Stellung der Zahnmedizin als eigenständiger Sektor „noch
nicht wirklich verinnerlicht“ worden sei.
”
Zahnärztliche
Qualität ist immer
auf das individuelle
Optimum bezogen.
Dr. Wolfgang Eßer, KZBV
Gerade hier setze der
Workshop von BZÄK und
KZBV an: Aufgrund der
Besonderheiten in der zahnmedizinischen Versorgung müsse
die Qualitätsförderung in der Zahnmedizin sektorbezogen erfolgen, wenn sie
zur Verbesserung der Patientenversorgung
beitragen soll.
In diesem Anliegen wurden die WorkshopInitiatoren vom Direktor der Akademie für
zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe,
Prof. Dr. Winfried Walther,
unterstützt. Walther, der die
Veranstaltung moderierte,
veranschaulichte in einem
”
Beim Thema
Qualität
medizinischer Leistungen geht es um die
Glaubwürdigkeit und
Transparenz der Akteure.
Dr. Christof Veit, IQTiG
Vortrag (siehe Kasten) die Wesenszüge
der deutschen Zahnmedizin und griff ebenfalls die „Agenda Qualitätsförderung“ von
BZÄK und KZBV auf. Mit Blick auf die
Besonderheiten der zahnmedizinischen Versorgung bilanzierte er: „Die zahnärztliche
Versorgung hat weder mit der ambulantärztlichen noch mit der stationären Versorgung nennenswerte Schnittmengen.
Patienten werden in der Regel innerhalb des
zahnärztlichen Sektors behandelt.“
Bereich mit besonderer
Struktur
Dies konnte auch Prof. Dr.
Ferdinand M. Gerlach,
Vorsitzender des Sachverständigenrats (SVR)
zur Begutachtung der
Entwicklung im Gesundheitswesen, unterstreichen.
In seinem Impulsstatement
(siehe Kasten) stellte er fest,
dass der SVR schon 2012 auf die Eigenständigkeit des zahnmedizinischen Sektors
hingewiesen habe: „Aufgrund der besonderen Struktur des zahnärztlichen Bereichs, die
kaum Schnittpunkte mit anderen Bereichen
aufweist, sind die Möglichkeiten einer Qualitätssicherung auf der Basis von sektorengegenseitiger Qualitätsmessung sehr eingeschränkt.“
Dass dies nicht ganz an der Politik vorbeigegangen ist, bewies der Leiter des Referats
für die vertragszahnärztliche Versorgung im
Bundesministerium für Gesundheit (BMG),
Andreas Brandhorst, der Verständnis für die
Situation der Zahnärzteschaft zeigte. Er
räumte ein, Ergebnisqualität zu messen sei
in der Zahnmedizin wahrlich schwierig. Man
könne zwar Verlustraten bei Zahnersatz
ermitteln oder Extraktionen nach Wurzelfüllungen. Auf die einzelne Praxis angewandt seien die Fallzahlen aber häufig zu
gering, um allgemeine Aussagen über die
Qualität von zahnärztlichen Behandlungen
treffen zu können. Entscheidend komme in
der Zahnmedizin hinzu, dass sie für einen
Behandlungserfolg unabdingbar auf die
Compliance des Patienten angewiesen ist.
Damit seien viele herkömmliche Methoden
zur Messung der Qualität zahnmedizinischer
Behandlungen obsolet.
Transparenz wichtig
für Patienten
Prinzipiell unterstrich Brandhorst die Bedeutung der Qualität und der Qualitätsmessung
in der Gesundheitsversorgung hierzulande
für die Große Koalition. Der hohe Stellenwert lasse sich auch daran erkennen, dass
man nicht umsonst im Koalitionsvertrag eine
„Qualitätsoffensive“ vereinbart habe.
Zudem bestehe ein hohes
Interesse der Bürger nach
Transparenz in diesem
”
Bei Zahnärzten gibt es
kaum Schnittpunkte
zu anderen medizinischen Sektoren.
Prof. Dr. Ferdinand M.
Gerlach, SVR
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1245)
Qualität in der Medizin
36
Bereich. Die Politik habe dem
mit der Gründung des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz
im Gesundheitswesen
(IQTiG) entsprochen.
Dessen Leiter, Dr. Christof Veit, sah ebenfalls
die Spezifika zahnärztlicher
Behandlungen: Aufgrund der
kleinen Organisationseinheiten
der Zahnarztpraxen hätten diese selten
statistische Verfahren für ihr Qualitätsmanagement gewählt, sondern würden
dieses durch kontinuierliche Schritte der
Prozessverbesserung und der Kontrolle anhand der eigenen kasuistischen Erfahrung
realisieren. Damit stünden derzeit wenig
statistische Zahlen zur Qualitätsbewertung
zur Verfügung. Dies sei typisch für „small
business QM“. Qualitätsmessung als solche
sei aber kein Selbstzweck. „Für die Politik
und die Öffentlichkeit geht es beim Thema
Qualität medizinischer Leistungen auch um
die Glaubwürdigkeit und Transparenz der
Akteure sowie um die Frage ’Macht der
Berufsstand ein Qualitätsmanagement, das
selbstkritisch ist und der Hinterfragung
von außen standhält’?“, zeigte sich Veit
überzeugt.“
Fraktionsübergreifendes
Verständnis
Da der Workshop das Ziel hatte, die Agenda
Qualitätsförderung der Zahnärzteschaft
stärker in die Politik zu tragen und dort
verstärkt um Verständnis für die Rolle der
Zahnmedizin beim Thema Qualität und
Qualitätsmessung in der Medizin zu werben,
waren auch die geladenen Gesundheitsexperten aus den verschiedenen Bundestagsfraktionen gefragt, die rege an der
Diskussion teilnahmen:
Die Arbeit und die Hilfeleistungen von Zahnärztekammern und KZVen, die die Praxen in
qualitätssichernden Maßnahmen unterstützen, hob der Gesundheitspolitiker der CDU/
CSU-Fraktion, Erich Irlstorfer, hervor. Angesicht der demografischen Entwicklung sah
er – wie der zahnärztliche Berufsstand selbst
– in der Versorgung von Pflegebedürftigen
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1246)
”
Viele Methoden
zur Messung der
Qualität sind in der
Zahnmedizin obsolet.
Andreas Brandhorst,
BMG
ein
Zukunftsthema.
Gerade hier müssten die
prophylaktischen Ansätze
vorangetrieben werden.
Auch der Gesundheitsexperte
der SPD, Dirk Heidenblut, hielt den
zahnärztlichen Bereich für eine pauschale
Einbindung in sektorenübergreifende Aspekte
der Qualitätssicherung für ungeeignet. Vielmehr müssten sektoreninterne Themenbereiche definiert werden, um die
Qualität im zahnärztlichen Bereich messen zu können.
Heidenblut verwies darauf,
dass Aus- und Fortbildung
zwei wesentliche Aspekte
seien, um Qualität garantieren zu können. Hier
müsse man sich an die
Umsetzung einer neuen
Approbationsordnung für die
Zahnärzte machen.
Dem konnte Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke,
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK),
nur zustimmen. Sie mahnte an, die bereits
60 Jahre alte Approbationsordnung der
Zahnärzte alsbald in Angriff zu nehmen.
Dr. Harald Terpe, Gesundheitsexperte der
Grünen, sah die Zahnärzteschaft dank ihrer
Präventionsstrategie, ihrer standardisierten
Dokumentation bei der zahnärztlichen
Anamnese und der notwendigen PatientenCompliance auf einem guten Weg, was die
Absicherung von Leistungsqualität betrifft.
Die Erfolge der Zahnärzteschaft im Bereich
der Kindermundgesundheit stellte die Gesundheitsfachfrau der Linken, Birgit Wöllert,
heraus. Generell ziehe sich die
Prävention wie ein roter Faden durch die Arbeit des
Berufsstands. „Qualität
fängt mit Prävention
”
Es wird Zeit,
dass die
Approbationsordnung
reformiert wird.
Prof Dr. Bärbel Kahl-Nieke,
DGZMK
INFO
Prof. Walther: „Einzelpraxis vorherrschend“
Prof. Winfried Walter wies in seinem Vortrag darauf hin, dass in der zahnärztlichen
Versorgung das vorherrschende Modell
nach wie vor die Einzelpraxis mit durchschnittlich 4,4 Beschäftigten je Zahnarzt
sei. Das bedeutet, dass neben den komplexen Anforderungen des Praxisalltags für
die Umsetzung der abstrakten Vorgaben aus Gesetzen und Richtlinien nur diese Praxismannschaft zur Verfügung stehe. Dennoch
haben die Patienten,
wie diverse Studien
bewiesen haben,
ein hohes Vertrauen
in die Arbeit des
Zahnarztes und in
die Qualität der zahnärztlichen Leistungen.
Für die zukünftige Qualitätsförderung griff
Walther die Handlungsempfehlung der
Agenda Qualitätsförderung von BZÄK
und KZBV auf. Neben der strukturierten
Qualifizierung in Aus- und Weiterbildung,
der Weiterentwicklung des zahnärztlichen
Qualitätsmanagements, der Entwicklung
von Leitlinien gelte es, die zahnärztliche
Patientenberatung und Patientenmitarbeit zu stärken. ■
”
In der Zahnmedizin
werden Patienten
meist innerhalb des
Sektors behandelt.
Prof. Dr. Winfried Walther,
Karlsruhe
e
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Zahnreinigun
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Der Unterschied zu anderen
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künstlichen Zahnschmelz (Zink-CarbonatHydroxylapatit). Er wird beim Polieren in
die Zahnschmelzoberfläche einmassiert
und gleicht dadurch mikrofeine Unebenheiten aus. Das heißt: reinigen und glätten bei minimaler Abrasion.
Eigenständig ist auch die Desensibilisierungs-Strategie: Der Polier-Schmelz lindert Zahnempfindlichkeiten, indem der
Zink-Carbonat-Hydroxylapatit sich in die
freiliegenden Dentinkanälchen setzt und
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Optimal für die Endbehandlung und
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1247)
Qualität in der Medizin
38
”
Die Zahnärzteschaft
hat ein hohes
berufliches Ethos.
Prof. Dr. Christoph
Benz, BZÄK
an“, so Wöllert, „mit
Vermeidungsstrategien
und Früherkennung.“
Wie der Vize-Präsident der
Bundeszahnärztekammer,
Prof. Dr. Christoph Benz, intertierte auch der stellvertretende KZBV-Vorsitzende, Dr. Jürgen Fedderwitz, die hohe
Behandlertreue der Patienten als Auszeichnung des Berufsstands. Benz unterstrich, dass das hohe berufliche
Ethos der Zahnärzteschaft
dazu beigetragen habe,
bei der Mundgesundheit
in der Bevölkerung große
”
Die hohe
Behandlertreue
der Patienten ist eine
Auszeichnung.
Dr. Jürgen Fedderwitz, KZBV
Erfolge feiern zu können, was etwa bei
der Senkung der Zahl von Extraktionen
oder Füllungen deutlich werde. KZBV-Vize
Fedderwitz verwies darauf, dass mehr als 70
Prozent der GKV-Versicherten ihren Zahnarzt ein- bis zweimal im Jahr sehen würden.
„Das ist ein hoher Vertrauensbeweis“,
betonte er, „und zeigt, dass der kontrollund präventionsorientierte Zahnarztbesuch
in der Bevölkerung breit verankert ist.“ Es
sei nun an der Zahnärzteschaft, den Masterplan für
die Qualitätssicherung
selbst in die Hand zu
nehmen.
Dem konnte auch der
Unparteiische
Vorsitzende des Gemeinsamen
Bundesausschusses, Prof.
Josef Hecken, voll und ganz
zustimmen. Er stellte – einer
Schlussbilanz der Veranstaltung nicht
unähnlich – klar, dass es im Bereich der
Zahnmedizin aufgrund der dortigen
spezifischen Besonderheiten nur
schwer möglich sei, diese
generell in die Kategorie
sektorenübergreifender
Qualitätssicherung
einzubinden.
Vielmehr gelte es, für
den sektorspezifischen
Bereich Themen zu
definieren, anhand derer
Qualitätssicherung
betrieben werden
könne.
Hecken konstatierte so
starke zahnmedizinische
Spezifika, dass diese beim
Verfahren der Qualitätsmessung berücksichtigt
werden müssten. Es sei
„nicht zielführend“, hier
zwingend die sektorenübergreifende Qualitätssicherung an-
INFO
Prof. Gerlach: „Zukunftsweisende Konzepte“
Prof. Ferdinand M. Gerlach betonte in seinem Vortrag die Wechselwirkung zwischen
Zahnmedizin und Allgemeinmedizin etwa
bei Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schlussfolgerte, dass möglicherweise auch gemeinsame Präventions-/
Gesundheitsförderungsstrategien erforderlich seien. Gerade die Zahnmedizin werde
unter anderem deshalb als so vorbildlich
wahrgenommen, weil sie bereits lange
präventive Strategien umsetze. Es gebe
kaum eine sektorübergreifende Versorgung
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1248)
und wenig direkte Schnittstellen zum stationären Sektor. Weiter zählten etwa auch
die eigene Ausbildung und die eigenen
Körperschaften zu den Besonderheiten der
Zahnmedizin, die sie insgesamt zu einem
eigenen (ambulanten) Versorgungsbereich
machten. Als positiv wertete er die
zukunftsweisenden Konzepte, die etwa
bei der Versorgung von Pflegebedürftigen
und Menschen mit Behinderung oder bei
der zahnmedizinischen Prävention von
Kleinkindern zum Ausdruck kämen.
■
zuwenden, nur weil sie normativ vorgegeben sei. Die Möglichkeit für einen sektorspezifischen Weg habe der Gesetzgeber
selbst aufgezeigt.
Die Struktur des zahnärztlichen Sektors mit
dominierenden Einzelpraxen und durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen unter fünf
Personen ermöglichten nur schwer statistisch
belastbare Aussagen. Auch er verwies auf
die Bedeutung der Patienten-Compliance,
die in der Zahnmedizin einen sehr hohen
Stellenwert habe. Hecken rief die Zahnärzteschaft daher dazu auf, ein bis drei versorgungsrelevante Risikobereiche zu identifizieren, die für die sektorenspezifische Qualitätssicherung geeignet seien. Das aktuell
bearbeitete Thema der unterstützenden
systemischen Antibiotikagabe sei hier ein
guter erster Schritt.
Unisono Spezifika
des Sektors anerkannt
Mit dieser Bilanz konnten die WorkshopVerantwortlichen hochzufrieden
sein, machte er doch deutlich, dass alle Referenten
und Diskutanten uni-
”
Für die zahnmedizinische
Qualitätssicherung
sind sektorspezifische Themen
zu definieren.
Prof. Josef Hecken, G-BA
sono die Sektoren-Spezifika der
Zahnmedizin und deren Maßnahmen,
Qualität zu fördern und zu sichern, anerkannten. Dass dies auch weiterhin geschieht, versicherte abschließend KZBV-Vize
Fedderwitz: „Wir wollen. Man muss uns
nur lassen wollen.“
sg
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1249)
Zahnmedizin
40
Behindertenzahnheilkunde
Geduld gefordert
Guido Elsäßer
Im letzten Teil der zm-Reihe zur Behandlung von Patienten mit geistiger und/oder
mehrfacher Behinderung werden drei große Patientengruppen hinsichtlich ihrer
speziellen zahnmedizinischen Fragestellungen und Risiken erläutert: Patienten
mit Down-Syndrom, mit Epilepsie und mit Cerebralparese.
zm-Serie: Experten zeigen, wie Menschen
mit geistiger und mehrfacher Behinderung
umfassend behandelt werden können.
Foto: [M]zm-km-CC
Eine gute Diagnosestellung ist wohl die
größte Herausforderung in der Behindertenzahnheilkunde. Zum einen ist die Kommunikation zwischen Zahnarzt und Patient oft
nur eingeschränkt möglich und Abwehrreaktionen erschweren häufig die Untersuchung. Zum anderen haben Menschen
mit geistiger Behinderung nur eingeschränkt
die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung und
-wahrnehmung. Sie können daher Beschwerden oft nicht deuten oder nachvollziehbar beschreiben.
In die Diagnosefindung müssen die betreuenden Personen eingebunden werden. Es ist
immer wieder erstaunlich, was für eine gute
Beobachtungsgabe erfahrene Heilerziehungspfleger, anderes professionell betreuendes
Personal und Angehörige haben. Im Rahmen der Fremdanamnese können folgende
Beobachtungen Hinweise auf Schmerzen im
Mund geben:
■ verändertes Essverhalten
■ bevorzugte Speisen oder Getränke werden ohne ersichtlichen Grund abgelehnt
■ harte Nahrung (zum Beispiel Brotrinde)
wird gemieden
■ (nur noch) einseitiges Kauen
■ Ausweichen an der gleichen Stelle beim
Zähneputzen
■ Abwehrhaltung beim Rasieren
■ Zahnfleischbluten
■ Zahnlockerungen
■ abgebrochener Zahn
■ starker Mundgeruch
■ übermäßiger Speichelfluss, Speichellaufen
■ plötzliche Verhaltensänderungen (zum
Beispiel Unruhe, Aggressivität), ohne dass
ein anderer Grund dafür erkennbar ist
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1250)
41
■ Der Patient fasst sich häufig an den Kopf
und macht das sonst nicht.
■ Schwellungen (intra-/extraoral)
■ Fieber
■ gegebenenfalls scharfe Kanten an der
Prothese
Komplikationen bei
der Diagnose
Foto: [M]zm-km-eyetronic – Fotolia.com
Eine häufig auftretende Schwierigkeit bei
der Untersuchung ist, dass die zahnärztliche
Sonde nicht toleriert wird. Dann stehen nur
Spiegel und Luftbläser zur Verfügung. Stößt
der Luftbläser auch auf Ablehnung können
Watterollen oder Tupfer verwendet werden.
Manchmal ist die Ausleuchtung der Mundhöhle nicht ideal möglich. Spezielle Untersuchungslampen für die intraorale Ausleuchtung und Kaltlichtsonden sind eine
wichtige Hilfe. Röntgenaufnahmen sind
empfehlenswert, um objektive Befunde zu
gewinnen. Manchmal werden intraorale
Zahnfilme oder -sensoren mit Kabel nicht
toleriert, während OPG-Aufnahmen meist
problemloser anzufertigen sind. Gegebenenfalls kann mit ein paar strahlungsfreien Testumläufen geübt werden.
Die Ergebnisse von Sensibilitäts- und Perkussionstests sind oft nur bedingt aussagekräftig. Eine wichtige Untersuchungsmöglichkeit ist die routinemäßige digitale Palpation der apikalen Bereiche im Vestibulum.
Manchmal ist es nicht einfach zu unterscheiden, ob eine Verhaltensänderung psy-
chische Ursachen hat oder ob tatsächlich
ein schmerzhaftes Geschehen ursächlich ist.
In Absprache mit dem Hausarzt kann dann
ein Schmerzmittel für einen beschränkten
Zeitraum gegeben werden, um abzuwarten,
ob sich eine Verbesserung einstellt. Generell
gilt: bei unklaren Diagnosen die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt suchen.
Ist die Untersuchung nur eingeschränkt
möglich, sollte dies – auch aus forensischen
Gründen – den Begleitpersonen mitgeteilt
und in der Patientenakte dokumentiert
werden.
Besonderheiten bei
der Behandlung
In einer Stellungnahme der Deutschen
Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) aus dem Jahr 2004
wird gefordert, dass sich das Ergebnis der
zahnmedizinischen Versorgung im Grundsatz nicht von dem eines Patienten ohne
Behinderung unterscheiden darf [Leitlinien
DGZMK, 2010]. Die Behandlung von Patienten mit Behinderungen ist unter anderem gekennzeichnet durch einen höheren
Zeitaufwand, durch kleinere Behandlungsintervalle und durch einen deutlich höheren
Personalaufwand [Holthaus, 2001].
Besteht Behandlungsbedarf, müssen der
Patient und der rechtlicher Betreuer darüber
informiert werden. Neben dem aktuellen
Behandlungsbedarf sollten auch die allgemeinen Risiken einer zahnärztlichen BeBesteht eine generelle
Abwehr gegen zahnmedizinische Eingriffe,
ist es sicherer, bei
Patienten mit geistiger Behinderung eine
Behandlung in Vollnarkose durchzuführen. Sonst gilt aber:
Behandlungen lieber
im Wachzustand
durchführen.
handlung bei Menschen mit Behinderung
thematisiert werden.
Viele Menschen mit geistiger Behinderung
können das Gefühl einer anästhesierten
Wange oder Zunge nur schwer einordnen,
so dass eine erhöhte Verletzungsgefahr nach
Lokalanästhesie durch selbst zugeführte
Bissverletzungen besteht. Aufgrund von abrupten und überraschenden Bewegungen
des Kopfes ist die Verletzungsgefahr von
Nachbarzähnen und Weichgewebe durch
rotierende und scharfe beziehungsweise
spitze Instrumente höher als in der Nichtbehindertenbehandlung. Wegen des Nachlaufs bei Luftturbinen wird besser mit
elektrisch betriebenen Winkelstücken gearbeitet. Bei unruhigen Patienten stützen die
Begleitpersonen ohne Zwang den Kopf, was
auch beruhigend auf die Patienten wirkt.
Bei Patienten mit Spastiken müssen auch
gelegentlich die Arme gehalten werden,
damit der Behandler nicht gestört wird.
Es sollte immer zügig mit nur kleinen Pausen
durchbehandelt werden. Allerdings muss
die Behandlung wegen nur kurzer Aufmerksamkeitsspannen oft unterbrochen werden.
In der Füllungstherapie muss vor Behandlungsbeginn abgeklärt werden, welches Füllungsmaterial verwendet werden soll und
wer gegebenenfalls die Kosten übernimmt.
Da bei vielen geistig und mehrfachbehinderten Patienten eine gute Trockenlegung
nicht immer möglich ist, kann in einzelnen
Fällen auch Amalgam als Füllungsmaterial
der Wahl infrage kommen.
Das Anlegen von Kofferdam wird von den
meisten Patienten mit geistiger Behinderung nicht toleriert. Um eine gute relative
Trockenlegung zu erreichen, ist eine sehr
aufmerksame Assistenz notwendig, die sich
auf die Trockenlegung konzentrieren kann,
und eine zusätzliche Assistenz, die Instrumente und Materialien anreicht. Für die
Wurzelkanalbehandlung haben sich die
elektrische Längenmessung, die maschinelle
Aufbereitung (keine Aspirationsgefahr) und
die thermoplastische Wurzelfüllung bewährt.
Bei der manuellen Aufbereitung können die
Instrumente als Aspirationsschutz mit Zahnseide gesichert werden.
Manchmal muss eine Sitzung früher als geplant abgebrochen werden, weil der Patient
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1251)
42
Zahnmedizin
nicht länger stillhalten kann. Ist dies bei konservierenden Maßnahmen meist problemlos möglich, indem mit provisorischem Füllmaterial temporär versorgt werden kann,
kann dies bei chirurgischen Eingriffen problematisch werden, wenn zum Beispiel eine
überraschend starke Blutung gestillt werden
muss. Daher sollten chirurgische Eingriffe
im Wachzustand nur dann durchgeführt
werden, wenn ein belastbares Vertrauensverhältnis zwischen Zahnarzt und Patient
besteht und dem Patienten eventuell mehr
als geplant zugemutet werden kann.
Mit der Korrekturabformtechnik kann auch
bei unruhigen Patienten meist eine brauchbare Abformung erzielt werden. Relations-
elemente müssen daher ungewöhnlich
gestaltet und auf die jeweilige individuelle
Situation angepasst werden. Der Zahnersatz
sollte hygienefähig, stabil und gut gängig
konstruiert sein. Viele behinderte Patienten
legen ihre Prothese nur in den Mund und
beißen zu. Die Prothese muss dann von
selbst in die richtige Position rutschen und
dabei dürfen keine Klammern oder Verblendungen abbrechen.
Nach distal offene E-Klammern sollten vermieden werden, da diese sich beim Eingliedern, das oft von Fremdpersonen übernommen werden muss, leicht im Mundwinkel verfangen. Als distale Klammern
haben sich daher Ringklammern bewährt.
Foto: [M]zm-km-Ocskay Bence-Fotolia
Wesentlichen Einfluss
auf die Kooperationsbereitschaft des
Patienten hat die
Unterstützung durch
Vertrauenspersonen.
bestimmungen bereiten oft Probleme, da
viele Patienten mit Behinderung die gegebenen Anweisungen nicht umsetzen können und den Unterkiefer auch nicht führen
lassen. Manchmal ist es daher sinnvoll, nicht
alle notwendigen Überkronungen in einem
Behandlungszyklus durchzuführen, sondern
auf zwei oder mehrere Zyklen zu verteilen,
um vorhandene beziehungsweise neu gewonnene Abstützungen zu nutzen. Bei
unruhigen Patienten ist es ratsam, beim
Einsetzen von Kronen und Brücken diese
und auch Watterollen mit Zahnseide zu
sichern, um einem Verschlucken oder
Aspirieren vorzubeugen.
Bei herausnehmbarem Zahnersatz sind Relationsbestimmungen und Wachseinproben
häufiger als allgemein notwendig. Oft sind
durch Kieferfehlstellungen und Zahnwanderungen untypische Bissverhältnisse entstanden. Prothesenbasen und Verbindungszm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1252)
Die Gewöhnung an herausnehmbaren
Zahnersatz ist nicht immer einfach. Ein gemeinsam mit den Angehörigen oder den
Betreuenden ausgedachtes pädagogisches
Übungsprogramm führt dann häufig aber
doch zum Erfolg. Die tägliche Tragezeit der
Prothese ist anfangs befristet und erfolgt nur
unter Aufsicht einer betreuenden Person,
damit die Prothese nicht „verschwindet“.
Die Tragezeiten werden kontinuierlich erhöht und mit einem kleinen Belohnungssystem kombiniert bis die Prothese volle
Akzeptanz findet. Mit den Initialen des Patienten versehene Prothesensättel erleichtern
die Zuordnung, wenn Prothesen auf der
Wohngruppe verwechselt werden oder verloren gehen. Nach Neueingliederungen
von herausnehmbarem Zahnersatz müssen
zeitnah Kontrolltermine vereinbart werden,
um auszuschließen, dass Druckstellen
Schmerzen verursachen.
Letztlich gelten ähnliche Prinzipien für den
herausnehmbaren Zahnersatz, wie in der
Alterszahnheilkunde. Es ist im Einzelfall auch
akzeptabel, verkürzte Seitenzahnreihen, die
gut gereinigt werden können, zu tolerieren.
Ein Erfahrungswert ist, dass Menschen
mit geistiger Behinderung, die eine Brille
tragen, auch in den allermeisten Fällen eine
Prothese akzeptieren.
Grundsätzlich empfehlen wir Patienten mit
Behinderung, herausnehmbaren Zahnersatz
nachts auszugliedern. Viele Patienten mit geistiger Behinderung sind nachts überfordert,
eine sich lösende Prothese wieder in Position
zu bringen. Zur Pfeilervermehrung oder zur
Verbesserung des Prothesenhalts sind auch
Implantatversorgungen möglich. „Geistige
Behinderung“ ist keine Kontraindikation,
wenn die Hygiene gewährleistet ist.
Personenadäquate
Therapien entwickeln
Bei der Behandlung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung muss
gelegentlich von der üblicherweise durchgeführten Therapie und von den allgemein
geltenden Standards abgewichen werden,
da eine Behandlung nicht oder nur mit
schlechter Prognose durchführbar ist. Dann
wird es erforderlich, individuelle Behandlungsziele und Behandlungswege zu definieren. Werden Kompromisse eingegangen,
so müssen diese individuell begründet und
dokumentiert werden. Die Begründung
„geistige Behinderung“ genügt nicht. Das
Vorliegen einer geistigen Behinderung darf
niemals allein Grund sein, einem Patienten
eine Behandlung vorzuenthalten. Auch
„mangelnde Compliance“ oder ähnliche
Ablehnungsgründe sind gut zu begründen.
Die Überwindung von Abwehrverhalten durch
Festhalten bei medizinischen Eingriffen (zum
Beispiel bei der Blutabnahme) ist trotz aller
Geduld und pädagogischem Geschick nicht
immer vermeidbar und wird innerhalb der
Ärzteschaft unter ethischen Gesichtspunkten
kontrovers diskutiert. Deshalb sollten auch
bei zahnmedizinischen Behandlungen Entscheidungen gegen den Willen des Patienten und Kompromissbehandlungen immer
mit den rechtlichen Betreuern und den
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1253)
Zahnmedizin
44
Schnittstellen in der Behindertenzahnheilkunde
Drittpersonen
Betreuendes Personal
Angehörige
Rechtliche Betreuer
Haus-/Fachärzte
personen- und
befundadäquate
Behandlung
Rechtliches
Betreuungsrecht
Patientenrechte
Standesrecht
Kassenrichtlinien
Praxiskonzept
persönliche Einstellung
Erfahrung/Wissen
Organisation
Räumlichkeiten
Wirtschaftlichkeit
betreuenden Personen diskutiert und im
Einvernehmen getroffen werden. Bei unterschiedlicher Auffassung ist die Meinung des
rechtlichen Betreuers maßgebend.
Für eine adäquate zahnmedizinische Therapie von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, die einer allgemein
üblichen zahnärztlichen Behandlung nicht
oder nur bedingt zugänglich sind, ist die
enge Zusammenarbeit mit einem Anästhesieteam eine wichtige Säule eines umfassenden Behandlungskonzepts für diese Patientengruppe. Die Anwendung von Fixationsgurten oder ein gewaltsames Festhalten
sind aus rechtlichen und ethischen Gründen
absolut obsolet.
Lieber im Wachzustand
behandeln
Müssen nur kleinere, wenig belastende Eingriffe durchgeführt werden, kann dies in
den allermeisten Fällen im Wachzustand
erfolgen. Grundlage ist ein belastbares Vertrauensverhältnis zwischen Behandler und
Patient. Es dauert oft mehrere Sitzungen und
manchmal auch Jahre, bis eine Vertrauensbasis gewachsen ist, die Behandlungen
im Wachzustand zulässt. Regelmäßig durchzm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1254)
geführte prophylaktische Maßnahmen können dabei den Weg ebnen.
Die beschriebenen Kooperationsstufen
(zm 9/2015) sind eine wichtige Hilfe bei der
Entscheidungsfindung und -begründung.
Wesentlichen Einfluss auf die Kooperationsbereitschaft hat die Unterstützung durch
Vertrauenspersonen. Nicht jede Begleitperson ist auch eine Vertrauensperson.
Manchmal gelingt eine Behandlung, wenn
eine andere Person den Patienten zur
Behandlung begleitet. Und nicht zuletzt
kommt es auf die Tagesverfassung an.
Auch wenn absehbar ist, dass eine Behandlung in Vollnarkose erfolgen muss, sollte wenigstens ein Versuch im Wachzustand unternommen werden. Nicht selten täuscht man
sich und urteilt vorschnell. Darüber hinaus
sollte ein gescheiterter Behandlungsversuch
im Wachzustand aus rechtlichen Gründen
dokumentiert sein, bevor die Indikation zur
Behandlung in Narkose gestellt wird.
Es werden unterschiedliche Sedierungsverfahren beschrieben und empfohlen, auf die
im Rahmen dieses Artikels nicht detailliert
eingegangen werden soll. Meist bringen
diese Verfahren nicht den gewünschten
Erfolg, wenn grundsätzlich keine Behandlungsbereitschaft besteht. Bei Patienten mit
Quelle: Guido Elsäßer
Patient
Kommunikation
Kooperation
Lagerung/Transport
Patientenwille
Allgemeingesundheit
geistiger und mehrfacher Behinderung sind
besondere Risiken und Unsicherheiten mit
Sedierungen verbunden.
■ Ist ein i.v.-Zugang möglich?
■ Wie hoch ist eine wirksame Dosierung bei
i.m.- oder p.o.-Gabe?
■ Wie wird das Monitoring durchgeführt?
■ Ist eine Kontrolle der Sedierungstiefe über
Kommunikation möglich?
■ Kann der Patient Anweisungen wie „Bitte
tief durchatmen“ verstehen und umsetzen?
■ Beherrscht ein Zahnarzt alle Notfallsituationen?
■ Steht ein Stand-by-Arzt zur Verfügung?
Für Patienten mit extremer Behandlungsangst
sind (Analgo-)Sedierungen eine geeignete
und schonende Möglichkeit, Behandlungen
durchzuführen. Besteht aber eine generelle
Abwehr gegen zahnmedizinische Eingriffe,
ist es sicherer, wenn auch mit höherem Aufwand verbunden, eine notwendige Behandlung in Vollnarkose durchzuführen.
Eine Behandlung in Narkose durchzuführen,
sollte wegen der immer bestehenden Restrisiken, wegen des großen Organisationsaufwands für alle Beteiligten und wegen
der hohen Kosten gut begründet sein. Je unkooperativer der Patient und je belastender
die geplante Behandlung, desto eher lässt sich
eine Behandlung in Narkose rechtfertigen.
Soll die Behandlung ambulant in der eigenen
Praxis durchgeführt werden, müssen einige
rechtliche Aspekte berücksichtigt werden.
Zunächst muss mit dem Anästhesisten abgeklärt werden, ob der anästhesiologische
Arbeitsplatz dem allgemeingültigen Standard entspricht [Anästh Intenivmed, 2013].
Ansonsten könnte der Zahnarzt als Praxisbetreiber bei einem Narkosezwischenfall
mit zur Verantwortung gezogen werden
[Neelmeier, 2012]. Bei der Aufklärung der
Patienten und der rechtlichen Betreuer
wird zwischen zahnärztlichen Aspekten und
anästhesiologischen Risiken scharf zwischen
Zahnarzt und Anästhesisten getrennt. Häufig sind die vor dem Eingriff erhobenen
zahnärztlichen Befunde bei großer Behandlungsabwehr nur unzureichend. Daher sollten die rechtlichen Betreuer immer darauf
hingewiesen werden, dass gegebenenfalls
eine Ausweitung der geplanten Behandlung
notwendig werden könnte. Darüber hinaus
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1255)
Zahnmedizin
muss mit den Betreuenden abgesprochen
werden, ob eine periooperative Betreuung
gewährleistet ist. Die Nüchternheit muss
sichergestellt sein. Der Patient muss in die
Praxis und eventuell sogar bei der Narkoseeinleitung begleitet werden. Nach dem
Eingriff sollte während der Aufwachphase
eine vertraute Person anwesend sein und
schließlich muss die Betreuung zu Hause,
auch nachts, organisiert sein. Daher sollten
in der Zahnarztpraxis nur geplante Eingriffe
durchgeführt werden. Für dringend notwendige Akutbehandlungen oder bei erhöhtem Narkoserisiko sollte besser an eine
Klinik überwiesen werden, die Patienten gegebenenfalls stationär aufnehmen kann.
Die Ursachen und Folgen einer geistigen
und/oder mehrfachen Behinderung sind sehr
vielfältig. Obwohl der Zahnarzt die Art und
die Ausprägung der Behinderung kennen
sollte, sagen die medizinischen Diagnosen
nicht viel über die Behandelbarkeit, über
das Karies- und Parodontitisrisiko oder über
zahnärztlich bedeutsame Allgemeinerkrankungen aus. Es ist daher nicht möglich, allgemeingültige Empfehlungen für die zahnmedizinische Behandlung dieser sehr heterogenen Patientengruppe zu formulieren.
Letztlich müssen für jeden Patienten individuell und mit den Betreuenden abgestimmt
Vorgehen und Ziele festgelegt werden.
Risiken bei Patienten mit ...
Auf drei große Patientengruppen soll im
Folgenden wegen ihrer typischen zahnmedizinischen Fragestellungen und Risiken
gesondert eingegangen werden.
Menschen mit geistiger Behinderung
reagieren stark
auf Emotionen.
Die nonverbale
Kommunikation ist
deswegen beim ArztPatienten-Gespräch
von immenser
Bedeutung.
Foto: [M]zm-km-MEV
46
da die Zahnwurzeln meist sehr klein sind.
Typisch ist der frühe Verlust der unteren
Schneidezähne. Festsitzender Zahnersatz ist
wegen der Mikrodontie häufig nicht möglich. Auch besteht oft ein Missverhältnis
zwischen dem zu kleinen Oberkiefer und
dem Unterkiefer, so dass Kreuzbisssituationen
gehäuft auftreten. In Verbindung mit einer
Makroglossie und der generellen Hypotonie
der perioralen Muskulatur ist die Anfertigung
von herausnehmbarem Zahnersatz sehr
schwierig. Menschen mit Down-Syndrom
erkranken häufiger und früher an Demenz.
Lebenslange präventive Maßnahmen sind
daher für Patienten mit Down-Syndrom
wichtig. Vor Zahnreinigungen oder vor
invasiven Eingriffen sollte bei Patienten
mit Down-Syndrom abgeklärt werden, ob
eine Endokarditisprophylaxe notwendig ist,
da Herzvitien gehäuft auftreten.
... Epilepsie
Epilepsie tritt bei Menschen mit geistiger
Behinderung häufiger auf als in der
Gesamtbevölkerung. Die durch Hydantoin-
... Down-Syndrom
Auch erwachsene Menschen mit DownSyndrom benötigen eine sehr engmaschige
zahnmedizinische Betreuung. Viele Patienten mit Down-Syndrom besitzen ein geschwächtes Immunsystem, was oft – in etwa
zwei Dritteln der Fälle – schon sehr früh,
ab dem 30. Lebensjahr, zu einer rasch
fortschreitenden Parodontitis führen kann
[Franz, 2001; Cichon et al., 1999].
Schon geringer Attachmentverlust führt zu
Lockerungen und zu frühen Zahnverlusten,
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1256)
INFO
Alle Teile der zm-Reihe
■ Definitionsversuche
(zm 8/2015)
■ Inklusion ist mehr als Barrierefreiheit
(zm 9/2015)
■ Unterstützen und anleiten
(zm 10/2015)
■ Geduld gefordert
(zm 11/2015)
abkömmlinge (Phenytoin) induzierten Gingivawucherungen sind nur noch selten zu
sehen, da vermehrt andere Antiepileptika
verordnet werden.
Bevor herausnehmbarer Zahnersatz hergestellt wird, sollte abgeklärt werden, ob
und wenn ja, wie oft und welche Art von
Anfällen auftreten. Treten nur gelegentlich
kurze Absencen oder einfache fokale Anfälle
ohne Bewusstseinsstörung auf, können bedenkenlos Prothesen eingegliedert werden.
Vorsicht und eine gute Abwägung unter
Hinzuziehung der Betreuenden ist bei Patienten mit Anfällen, die mit Bewusstseinsstörungen einhergehen, geboten. Nachts
sollten Patienten mit Epilepsie grundsätzlich
ihre Prothesen herausnehmen.
Da nichtanfallsfreie Patienten mit Epilepsie
häufiger stürzen und sich dann auch oft
Zahnverletzungen zuführen, muss bei der
Herstellung von Zahnersatz an die Reparaturfähigkeit gedacht werden. Festsitzender
Zahnersatz in der Front kann mit Kunststoff
vestibulär verblendet werden. Das Gerüst
besitzt Makroretentionen, so dass frakturierte
Verblendungen ohne großen Aufwand im
Mund erneuert werden können.
... Cerebralparese
Die (infantile) Cerebralparese bezeichnet Bewegungsstörungen, die durch frühkindliche
Hirnschädigungen hervorgerufen wurden.
Nahezu die Hälfte der Patienten mit CP besitzt jedoch eine normale Intelligenz oder ist
nur geringgradig geistig behindert.
Patienten mit CP sitzen meist in individuell
angepassten Pflegerollstühlen. Eine Umlagerung auf den zahnärztlichen Behandlungs-
Der Pionier alkoholfreier
Chlorhexidin-Lösungen*
stuhl ist oft schwierig, da viele Patienten
wegen Skoliosen dann sehr gut mit Kissen
gestützt werden müssen, um Druckstellen
und damit Schmerzen durch eine falsche
Lagerung zu vermeiden. Viele CP-Patienten
knirschen und bruxieren enorm. Der Zahnhartsubstanzverlust kann sogar bis zur Eröffnung der vitalen Pulpa fortschreiten. Aufbissbehelfe haben zwar kaum Einfluss auf die
Parafunktionen, schützen aber die Zähne.
Bei der Anfertigung von Schienen (und von
Prothesen) ist zu beachten, dass sie stramm
sitzen und groß genug sind, weil bei vielen
CP-Patienten wegen eines erschwerten
Schluckakts ein erhöhtes Aspirationsrisiko
besteht. Man kann dann Oberkieferschienen
mit abgedecktem Gaumen fertigen lassen,
damit diese groß genug sind, die Atemwege
nicht verlegen zu können, wenn sie sich
lösen oder wenn sie beim Ein- und Ausgliedern aus den Fingern gleiten.
Schluckstörungen (Dysphagien) mit Gefahr
der Aspiration kann man testen, indem man
die Patienten auffordert, einen Schluck Wasser zu trinken. Intervenieren die Begleiter
oder erkennt man, dass der Patient nicht
regelrecht schlucken kann, ist Vorsicht geboten. Viele Patienten mit ausgeprägten
Schluckstörungen sind PEG- oder PEJ-Sondenträger. Über die PEG-Sonde (perkutane
endoskopische Gastrostomie) besteht ein
Zugang zum Magen, über die PEJ-Sonde
(perkutane endoskopische Jejunostomie)
zum oberen Teil des Dünndarms. Somit ist
eine enterale (über den Magen-Darm-Trakt)
Ernährung über Sondenkost möglich und
die Patienten müssen nicht parenteral über
Infusionen ernährt werden. In der Zahnarztpraxis sieht der Zahnarzt die Sonden nicht,
da der Zugang durch die Bauchdecke führt
und damit unter der Kleidung liegt. Dies
sollte im Vorfeld abgefragt werden.
Bei Patienten mit Schluckstörungen muss
sehr sorgfältig abgesaugt werden. Am besten lässt man die Patienten im Pflegerollstuhl sitzen und stellt die Rückenlehne senkrecht, so dass das Wasser nach vorn in eine
Nierenschale oder in einen saugfähigen
Umhang abfließen kann. Bei der Verwendung von kleinen Speichelziehern, muss
darauf geachtet werden, dass die kleinen
Kappen an der Saugkanülenspitze sich nicht
lösen können, wenn der Patient unvermittelt zubeißt. Am besten entfernt man die
Käppchen vor der Behandlung.
Resümee
Marlies Pörtner, Psychotherapeutin aus
Zürich, schrieb in einem ihrer Bücher „…
weil ich meine, dass im Umgang mit geistig
behinderten Menschen besonders deutlich
sichtbar wird – gleichsam durch ein Vergrößerungsglas – worauf es grundsätzlich
in der Arbeit mit Menschen ankommt“
[Pörtner, 2008]. Sie beschreibt damit den
zwischenmenschlichen Umgang. Übertragen
auf die Zahnmedizin besitzt der Satz aus
meiner persönlichen Sicht und Erfahrung
dieselbe Richtigkeit. Menschen mit geistiger
und Mehrfachbehinderung haben die
gleichen zahnmedizinischen Probleme wie
nicht behinderte Patienten, aber häufig in
viel extremerer Ausprägung.
Die alleinige Fokussierung auf die zahnmedizinische Fragestellung ist nicht möglich. Behindertenzahnheilkunde ist ein Querschnittsfach durch alle zahnmedizinischen
Fachdisziplinen unter Einbeziehung von
Drittpersonen und unter Berücksichtigung
besonderer rechtlicher Aspekte – schließlich
fließt der Patient als Individuum mit seinen
ihm eigenen Merkmalen und seinem Lebensumfeld wesentlich in eine befund- und personenadäquate zahnärztliche Therapie ein.
Die zahnmedizinische Betreuung von
Menschen mit geistiger und mehrfacher
Behinderung stellt somit große zwischenmenschliche, fachliche, organisatorische und
wirtschaftliche Herausforderungen an ein
Praxisteam. Sie ist aber auch eine spannende
und sinngebende Bereicherung der zahnärztlichen Tätigkeit.
Dr. Guido Elsäßer
Referent für Behindertenzahnheilkunde der
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Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.), Minzöl, Pfefferminzöl, ger.
Wasser.Anw.: Vorübergehend zur Vermind. von Bakt. in d. Mundhöhle,
als unterstützende Beh. zur mechan. Reinig. bei bakt. bed. Entzünd.
d. Zahnfl. u. der Mundschleimhaut sowie nach chirurg. Eingriffen
am Zahnhalteapparat. Bei eingeschr. Mundhygienefähigkeit.
Gegenanz.: Nicht anw. bei Überempfindlichk. gegen Chlorhexidin od.
einen der sonst. Bestandt., bei schlecht durchblutetem Gewebe in
der Mundhöhle, am Trommelfell, am Auge und in der Augenumg., bei
offenen Wunden u. Geschwüren in der Mundhöhle (Ulzerationen), bei
Pat. mit Bronchialasthma od. and. Atemwegserkrank., die mit einer
ausgepr. Überempfindlichk. der Atemwege einhergehen. Die Inhalation
von Menthol kann zu Atemnot führen od. einen Asthmaanfall auslösen.
Bei Sgl. u. Kleinkdr. < 2 J. (aufgr. altersbed. mangelnd. Kontrollfähigk. d.
Schluckreflexes u. Gefahr eines Kehlkopfkrampfes). Nebenw.: Selten:
kurzzeit. Beeintr. d. Geschmacksempf., vorübergeh.Taubheitsgefühl der
Zunge u. vorübergeh.Verfärb. von Zunge sowie Zähnen u. Restaurationen.
Nicht bekannte Häufigk.: Überempfindlichkeitsreakt. gegen Bestandt. von
DYNEXAN PROAKTIV® 0,2% CHX; vorübergeh. oberflächl., nicht blutende
Abschilferungen der Mundschleimhaut; anaphylaktische Reakt. (bis zum
anaphyl. Schock). Ständ. Gebr. von DYNEXAN PROAKTIV® 0,2 % CHX
ohne mechan. Reinig. kann Blutungen des Zahnfleisches fördern. Enthält
Macrogolglycerolhydroxystearat u. Menthol. Stand: Oktober 2013. Chem.
Fabrik Kreussler & Co. GmbH, D-65203 Wiesbaden, Tel. 0611/9271-0,
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A, 1.6.2015, (1257)
Fax zm
0611/9271-111,
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Zahnmedizin
48
Der besondere Fall mit CME
Non-Hodgkin-Lymphom in
der Glandula submandibularis
Fotos: C. Walter
Matthias Gilisch, Elisabeth Goetze, Christian Walter, Cristina L. Cotarelo
Abbildung 1: Präoperative Panoramaschichtaufnahme mit einem konservierend und prothetisch
nicht vollständig versorgtem Restgebiss: Im Unterkiefer links zeigt sich im Bereich der basalen
Kompakta auf Höhe der Zähne 35 und 36 eine osteolytische Zone.
Ein 53-jähriger Patient wurde mit einer
anamnestisch seit sechs Wochen bestehenden, größenprogredienten, schmerzlosen,
harten perimandibulären Schwellung im
Bereich des linken Unterkiefers vorstellig.
Außer einem mäßigen Gewichtsverlust lag
keine weitere B-Symptomatik (Nachtschweiß, Lymphknotenschwellung, Fieber,
Leistungsabfall) vor. Seit 2003 war eine
Multiple Sklerose bekannt, laborchemisch
Kliniker präsentieren Fälle mit hohem
diagnostischem Schwierigkeitsgrad.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1258)
wurde noch eine chronische Hepatitis-BInfektion diagnostiziert.
In der klinischen Untersuchung konnte ein
dentaler Fokus ausgeschlossen werden, die
Mundschleimhaut war unauffällig.
In der Panoramaschichtaufnahme (Abbildung 1) fällt im Unterkiefer links eine
sehr inhomogene Knochenstruktur auf mit
Osteolyse an der basalen Kompakta etwa
auf Höhe der Zähne 35 und 36. In der
Sonografie der Halsweichteile zeigten sich
schwer abgrenzbar zum anterioren Pol
der Glandula submandibulairs eine Raumforderung sowie submandibulär mehrere
vergrößerte Lymphknoten (Abbildung 2).
In der Computertomografie konnte man
zusätzlich zur 4 cm x 4 cm x 6 cm großen
Raumforderung (Abbildung 3) die in der
Panoramaschichtaufnahme vermutete Osteolyse am Corpus mandibularis links lingualseitig erkennen (Abbildung 4).
Die laborchemische Untersuchung mit
Differenzial-Blutbild war bis auf die so
diagnostizierte Hepatitis B ohne pathologischen Befund.
Zur weiteren Abklärung wurden über einen
submandibulären Zugang eine histologische
Probe aus der Raumforderung als auch
mehrere suspekte Lymphknoten gewonnen
und per Schnellschnitt abgeklärt. Diese
ergab ein lymphozytäres Infiltrat ohne
Lymphknotenarchitektur und somit den
Verdacht auf ein malignes Lymphom,
so dass von einer Kontinuitätsresektion
Abstand genommen, makroskopisch verändertes Gewebe aber noch mit entfernt
wurde.
Die definitive histopathologische Aufbereitung ergab immunhistochemisch ein CD20
/BCL-2 positives sowie CD10-negatives Zellproliferat und somit die Diagnose eines
Abbildung 2:
Sonografische Darstellung eines mit
2 cm deutlich vergrößerten Lymphknotens, der zwar
noch eine ovale
Konfiguration besitzt,
allerdings wenig
Struktur und eine
leichte dorsale Schallverstärkung: Im
Dopplermode lässt
sich eine Gefäßzeichnung darstellen.
Abbildung 3: Den linken Unterkiefer umfassende Raumforderung, dargestellt in der
axialen Computertomografie
Abbildung 4: Darstellung der in der Panoramaschichtaufnahme bereits zu vermutenden
Osteolyse im Knochenfenster
niedrig malignen B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphoms vom Typ eines Marginal-ZonenLymphoms (Abbildungen 5 und 6).
Im weiteren Staging mittels Computertomografie des Thorax (Abbildung 7) und
Abdomens und der Bronchoskopie zeigte
sich eine weitere Affektion des linken Bronchialsystems. Im Knochenmarkspunktat ließ
sich keine Aussaat des malignen Lymphoms
nachweisen.
Der Patient wurde zur weiteren Therapie an
die Hämatoonkologie angebunden.
und in 10 Prozent vom T-Zelltyp ausgeht
und sich primär an lymphatischen Geweben
und Organen manifestiert.
Non-Hodgkin-Lymphome machen einen Anteil von etwa fünf Prozent aller Malignome
aus. Im Jahr 2010 erkrankten 16 000 Menschen an einem NHL in Deutschland, wobei
bei einem Verhältnis von 1,1 : 1 etwas mehr
Männer als Frauen darunter sind. Die
Erkrankung kann prinzipiell in jedem Alter
auftreten, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter stetig steigt und ein mittleres
Erkrankungsalter von etwa 70 Jahren aufweist [Kaatsch P. et al., 2009/2010]. Abgegrenzt werden die NHL vom HodgkinLymphom, das sich durch das Vorkommen
von Hodgkin- und Sternberg-Reed-Zellen
abgrenzt.
Diskussion
Foto: Dr. Cristina L Cotarelo
Beim Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) handelt
es sich um eine monoklonale, lymphozytäre
Neoplasie, die in 90 Prozent vom B-Zell-
Abbildung 5:
(HE x 100) Neben
seromukösem Speicheldrüsengewebe
(im Bild links) erkennt
man die Formation
einer monomorphen
lymphoiden Proliferation aus kleinen
rund-ovalären Zellen,
bei fehlendem Nachweis einer follikulären
Architektur (im Bild
rechts).
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zm 105, Nr. 11 A, www.facebook/icmed
1.6.2015, (1259)
Zahnmedizin
Abbildung 6:
Immunhistochemische Färbung
für CD20 x 200:
Man kann deutlich
erkennen, wie die
Zellen zur Darstellung
des monotonen
B-Zell-Proliferats
positiv für CD20
reagieren.
Foto: Dr. Cristina L Cotarelo
50
Risikofaktoren, die mit einer erhöhten Inzidenz für die Entstehung von NHL einhergehen, sind angeborene oder erworbene
Immunschwächen, das Vorliegen von Autoimmunerkrankungen, eine Exposition gegenüber radioaktiver Strahlung und Viren
wie zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus für
einzelne Subtypen der NHL. Vereinzelt gibt
es auch Hinweise, dass Hepatitis B und C
einen begünstigenden Einfluss für die Entstehung eines NHL haben [Kaatsch P. et al.,
2009/2010].
Das nodale Marginal-Zonen-Lymphom besitzt etwa einen Anteil von knapp zwei
Prozent an den NHL und hat mit einer
Fünf-Jahres-Überlebensquote von 55 bis 75
Prozent eine etwas schlechtere Prognose
[Traverse-Glehen A et al., 2012], bemessen
am NHL insgesamt mit einer Fünf-JahresÜberlebensquote von knapp 70 Prozent
[Kaatsch P et al., 2009/2010].
Leitsymptome sind die Lymphknotenschwellungen vor allem cervical und
inguinal, wobei häufig thorakale und
abdominelle Lymphknoten mitbetroffen
sind. Eine Knochenmarksinfiltration liegt in
16 bis 62 Prozent der Fälle vor, wohingegen
ein Mitbefall des peripheren Blutes extrem
selten ist.
Das Staging umfasst die Bildgebung von
Thorax und Abdomen (CT) sowie eine
Knochenmarksbiopsie. In Abhängigkeit vom
Stadium werden unterschiedliche Therapieregime gefahren, die neben chirurgischen
auch radio- und chemotherapeutische beinhalten.
Im vorliegenden Fall mit typischem Alter
mit einer schmerzlosen Raumforderung und
mit einer Autoimmunerkrankung in der Vorgeschichte gab es bereits Hinweise auf das
mögliche Vorliegen eines Lymphoms. Insbesondere bei Patienten mit persistierender
Abbildung 7:
In der Computertomografie des
Thorax sieht man
eine deutliche Mitaffektion im Bereich
der Lunge links.
Fazit für die Praxis
■ Eine persistierende Lymphknoten-
schwellung und eine B-Symptomatik
können ein Hinweis für ein malignes
Lymphom sein.
■ Patienten mit Bestrahlung und
Autoimmunerkrankungen haben ein
erhöhtes Risiko für das Auftreten von
Lymphomen.
■ Bei einer persistierenden Lymphknotenschwellung sollte eine histologische
Sicherung erfolgen.
Lymphknotenschwellung sollte eine histologische Sicherung angestrebt werden, um
den Patienten einer geeigneten Therapie
zukommen zu lassen.
Matthias Gilisch
Elisabeth Goetze
PD Dr. Dr. Christian Walter
Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie – plastische Operationen
Universitätsmedizin der Johannes GutenbergUniversität Mainz
Augustusplatz 2
55131 Mainz
[email protected]
Dr. Cristina L. Cotarelo
Institut für Pathologie der Universitätsklinik
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz
Literatur:
1. Kaatsch P, Spix C, Hentschel S, Katalinic A,
Luttmann S, Stegmaier C et al.:
Krebs in Deutschland 2009/2010. Robert
Koch-Institut, 2013.
2. Traverse-Glehen A, Bertoni F, Thieblemont
C, Zucca E, Coiffier B, Berger F et al.:
Nodal marginal zone B-cell lymphoma:
a diagnostic and therapeutic dilemma.
Oncology. 2012/26: 92-9, 103-4.
ZM-ONLINE: QR-CODE
2787
Das Non-Hodgkin-Lymphom
Foto: Walter et al.
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1261)
Medizin
Repetitorium: Tagesmüdigkeit
Nur müde oder doch schon krank
Anhaltende Müdigkeit, eine erhöhte Einschlafneigung, Energiemangel, eine
ungewohnt rasche Ermüdbarkeit, ein Leistungsknick und Konzentrationsstörungen – das können Folgen eines Schlafmangels sein. Dieser kann banale
Ursachen haben, es kann sich jedoch auch um die Konsequenz einer manifesten
Erkrankung handeln. Die Ursachen einer erhöhten Tagesmüdigkeit sind vielfältig.
Neues und Bewährtes aus Medizin,
Praxis und Forschung.
Foto: Caro Aufschlager
52
Ständig wechselnde Arbeitszeiten, wie sie zum Beispiel bei Taxifahrern im Tag-Nachtrhythmus üblich sind, stören auf Dauer den erholsamen Schlaf.
Der nicht erholsame Schlaf ist ein
Phänomen, das in unserer modernen Welt
sehr weit verbreitet ist. Er geht einher
mit einer erhöhten Tagesmüdigkeit und
-schläfrigkeit. Geschätzt wird, dass rund ein
Prozent der deutschen Bevölkerung so ausgeprägte schlafmedizinische Beschwerden
aufweist, dass eine polysomnografische
Untersuchung mit Tagschlaftest im Schlaflabor angezeigt ist, so die Angaben in den
Leitlinien.
Denn ein nicht erholsamer Schlaf ist
keineswegs gesundheitlich unbedenklich.
Er kann Folge einer Erkrankung sein und
den Betreffenden erheblich gefährden, sei
es durch langfristige gesundheitliche Konsequenzen des Schlafmangels oder auch
durch eine erhöhte Unfallgefahr infolge
einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1262)
Müdigkeit, Fatigue,
Tagesschläfrigkeit
Zu differenzieren ist, ob einfach eine
allgemein erhöhte Müdigkeit oder ob eine
hohe Tagesschläfrigkeit besteht. Die Tagesschläfrigkeit geht mit einem erhöhten
Schlafdrang mit reduzierter zentralnervöser
Aktivierung einher, was sich durch eine eingeschränkte Wachheit und Daueraufmerksamkeit bemerkbar macht. Mit dem Begriff
der Müdigkeit wird hingegen zumeist ein
subjektives Befinden beschrieben, wobei
die Betreffenden in aller Regel weitere
Symptome wie ein Gefühl der Schlappheit,
Erschöpfung und einen Mangel an Energie
angeben. Die Befindlichkeitsstörung tritt
meist nur vorübergehend als Folge eines
Schlafmangels auf, kann durch ein vermehr-
tes Schlafen behoben werden und muss
im Normalfall nicht medizinisch abgeklärt
werden.
Anders ist das beim Phänomen der Fatigue,
das vor allem im Zusammenhang mit
Tumorerkrankungen in der Öffentlichkeit
bekannt wurde. So ist häufig auch von der
sogenannten Tumormüdigkeit die Rede.
Diese Bezeichnung signalisiert bereits, dass
es nicht selten als Folge einer Krebserkrankung und/oder im Zusammenhang
mit deren belastender Behandlung zum
Auftreten einer erheblichen Müdigkeit
kommen kann. Anders als die gemeinhin
mit dem Ausdruck „müde“ bezeichneten
Beschwerden ist die Fatigue jedoch ein den
betreffenden Menschen massiv belastendes
Problem, das sich nicht durch vermehrtes
Schlafen beheben lässt. Die Betroffenen
Krankenhaus Schichtdienst: Vor allem häufige Nachtdienste führen auf
lange Sicht meist zu Schlafstörungen.
Funktionen des Schlafes
Der Schlaf dient der psychischen und der
physischen Erholung und damit letztlich der
„Entmüdung“. Erfolgt – gleich aus welchen
Gründen – diese Entmüdung nicht, ist der
Schlaf „nicht erholsam“. Auf Dauer können
gesundheitliche Beeinträchtigungen drohen.
Außerdem sind meist Einschränkungen der
körperlichen und der psychischen und damit auch der beruflichen Leistungsfähigkeit
wie auch des sozialen Lebens die Folge, was
in unserer modernen Leistungsgesellschaft
relevante und sozialmedizinisch bedeutsame
Konsequenzen haben kann.
Ob ein nicht erholsamer Schlaf vorliegt, lässt
sich diagnostisch mit Hilfe von speziellen
Schlaffragebögen sowie über Skalen zur Tagesmüdigkeit und Tagesschläfrigkeit fassen,
über das Führen eines Schlaftagebuchs und
auch über apparative Untersuchungen wie
die Polysomnografie. Es handelt sich hierbei
Beim Fliegen über mehreren Zeitzonen hinweg kommt der chronobiologische Rhythmus aus dem Takt und Schlafstörungen sind vorprogrammiert
um eine schlafmedizinische Untersuchung
mit kardiorespiratorischer Überwachung im
Schlaflabor.
Nicht richtig erholt –
die Ursachen
Die Gründe für einen nicht erholsamen
Schlaf sind mannigfaltig. Ein Schlafmangel,
also eine nicht ausreichende Schlafzeit infolge nicht adäquater Schlafhygiene, kann
ein Trigger sein. Infrage kommen ferner Störungen des Schlafes entweder als Insomnie,
als Parasomnie oder zum Beispiel durch
schlafbezogene Bewegungsstörungen. Die
Ursache kann ferner in Erkrankungen wie
schlafbezogenen Atmungsstörungen – besser bekannt unter dem Begriff der Schlafapnoe – liegen oder auch in einer zirkadianen Schlaf-Wach-Rhythmusstörung.
sowie im Urlaub. Das Schlafmangelsyndrom
kann dabei laut Leitlinie abhängig vom Ausmaß zu einer Reihe von Beschwerden führen
wie Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Zerstreutheit, Antriebsmangel,
Stimmungsschwankungen, Erschöpfung,
Rastlosigkeit und Koordinationsstörungen.
Es kann als Folge der Schlafdeprivation aber
auch zu gastrointestinalen Beschwerden
wie Übelkeit und Appetitlosigkeit kommen
sowie zu Muskelschmerzen.
Dem Schlafmangel zugrunde liegt oftmals
eine inadäquate Schlafhygiene, also ein den
gesunden Nachtschlaf nachhaltig störendes
Verhalten. Dazu gehören zum Beispiel der
Schlaf am Tag einschließlich des „kleinen
Nickerchens“ zwischendurch, unregelmäßige
Schlafmangelsyndrom
Sehr häufig liegt den Beschwerden ein sogenanntes Schlafmangelsyndrom zugrunde.
Dieses kann schwierig zu fassen sein, denn
es gibt kein objektives Maß für die Schlafzeit, die im individuellen Fall notwendig ist,
um sich ausgeschlafen und körperlich wie
auch psychisch fit und leistungsfähig zu fühlen. Laut Angabe in den Leitlinien liegt die
durchschnittliche Schlafzeit in den Industrieländern bei sieben Stunden mit üblicherweise
verlängerter Schlafdauer am Wochenende
Foto: FOTEX
fühlen sich vielmehr wie zerschlagen, es
fehlt ihnen an Kraft, Energie und Antrieb
und sie sind oftmals kaum in der Lage, ihren
normalen Alltag zu bewältigen.
Die Fatigue tritt keineswegs nur in Assoziation mit einer Krebserkrankung auf. Sie kann
auch im Zusammenhang mit anderen
schweren Erkrankungen manifest werden
oder auch isoliert als sogenanntes chronisches Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue
Syndrome, CFS).
Foto FOTEX
Foto: Silke Schulze-Gattermann-VISUM
53
Wer der Tagesmüdigkeit nachgibt, wird in der
kommenden Nacht nicht gut schlafen.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1263)
54
Medizin
Aus Sicht der Zahnmedizin
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom
Ein Grund für eine erhöhte
Tagesmüdigkeit kann die
obstruktive Schlafapnoe beziehungsweise
das Schlafapnoe-Syndrom sein. Hier handelt
es sich um unwillkürliche Atemstillstände
während der Nacht, die zu einer verringerten Sauerstoffversorgung bei wiederholten,
alarmierenden Aufweckreaktionen führen.
Allerdings wird dieses Aufwachen von
den Patienten meist nicht bewusst wahrgenommen. Als Grund wird eine im Schlaf
vorkommende, zu starke Entspannung
der Muskulatur der oberen Atemwege
gesehen. Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe sind daher meist starke Schnarcher.
Betroffen sind circa ein bis vier Prozent
der Bevölkerung, wobei die Prävalenz bei
Männern höher ist. Risikofaktoren sind
Adipositas, Alkohol- und Drogenkonsum,
Behinderungen der Nasenatmung, ein dolichofazialer Gesichtstyp sowie angeborene
Unterkieferfehlstellungen. Es handelt sich
um ein relevantes Gesundheitsproblem
wachsender Bedeutung, das – wenn nicht
adäquat behandelt – in Gesundheitsstörungen (zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Hirnschäden, StressErkrankungen und Migräneanfällen) resultieren kann. Auch im orofazialen Bereich
können schwerwiegende Folgen der
pathologischen Schlafunterbrechung wie
Aufsteh- und Zubettgehzeiten, ein übermäßiger oder später Konsum von Koffein,
Nikotin und Alkohol sowie eine verstärkte
körperliche Aktivität vorm Schlafengehen.
Außerdem können ungünstige Schlafbedingungen wie zum Beispiel ein hoher Geräuschpegel, fehlende Dunkelheit im Schlafraum, eine zu hohe oder zu niedrige Raumtemperatur, eine durchgelegene Matratze
und allgemein ein unbequemes Bett einen
erholsamen Schlaf verhindern. Das gilt
ebenso für nächtliches Grübeln, hohe
Stressbelastungen oder emotional belastende
Lebenssituationen.
Bei der Behandlung des Schlafmangelsyndroms geht es folglich primär darum,
die schlafstörenden Faktoren zu eliminieren
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1264)
Bruxismus, gastroösophagealer Reflux sowie orofaziale und temporale Schmerzen
auftreten, die vom Zahnarzt oder von einem
anderen Spezialisten entsprechend therapiert werden. Sollte die obstruktive Schlafapnoe auf dysgnathisch-morphologischen
Veränderungen beruhen, können frühzeitig
Umstellungsosteotomien des Ober- und
Unterkiefers angesprochen werden, die das
Atemwegsvolumen positiv beeinflussen.
Relevanz für den Zahnarzt
Empfohlen wird, dass der Zahnarzt neue Patienten auf das Vorliegen einer obstruktiven
Schlafapnoe untersucht. Die effizienteste
Methode für ein derartiges Screening in
der Zahnarztpraxis ist die Verwendung
standardisierter Fragebögen, wobei zwei
Fragebögen („Stop-Bang“ und „Berlin“)
hier besonders geeignet sind. Nach der
Identifikation einer obstruktiven Schlafapnoe stellt sich die Frage nach der
genauen Diagnose und dem Schweregrad
der Erkrankung. Hier sollte der Zahnarzt
den betroffenen Patienten an einen auf
Schlafmedizin spezialisierten Arzt (HNO,
Pneumatologie, MKG) überweisen. Die
anschließende diagnostische Strategie beinhaltet vielfältige objektivierbare Untersuchungen im Schlaflabor (SchlafdiagnostikScreening) oder, als Alternative, ein Testen
oder zumindest zu minimieren, um wieder
eine erholsame Nachtruhe mit ausreichender Schlafdauer zu gewährleisten.
Störungen des
zirkadianen Rhythmus
Unsere Schlaf- und Wachphasen unterliegen normalerweise einem zirkadianen
Rhythmus, der dem geophysikalischen TagNacht-Rhythmus angepasst ist. Gesteuert
wird die innere Zeitgebung über endogene
Schrittmacher, wobei Photorezeptoren,
die den Hell-Dunkel-Rhythmus erfassen,
beteiligt sind sowie die Körpertemperatur
und Hormone wie das Melatonin. Kommt
der chronobiologische Rhythmus aus dem
mittels portablen Geräten zu Hause.
Anschließend müssen geeignete Behandlungsmodalitäten evaluiert und zugewiesen
werden. Mittel der Wahl sind Schlafmasken
zur pneumatischen Schienung der oberen
Atemwege („continuous positive airway
pressure“ (CPAP)), Unterkieferprotrusionsschienen und nasopharyngeale Stents.
Weiterhin kommen Schulungen zur Verhaltensveränderung (unter anderem Gewichtsreduktion, Verzicht auf Alkohol und
Nikotin) und – vor allem beim Versagen
konservativer Ansätze – chirurgische Eingriffe zum Tragen. Diese beinhalten die
operative Erweiterung der Nasenluftpassage, beispielsweise durch die Resektion
großer Gaumentonsillen und Adenoiden
oder auch bimaxilläre Operationen.
Univ.-Prof. Dr. Dr. Monika Daubländer
Leitende Oberärztin der Poliklinik für
Zahnärztliche Chirurgie
Universitätsmedizin der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz
Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie
Augustusplatz 2
55131 Mainz
OA Dr. Dr. Peer W. Kämmerer
Klinik und Poliklinik für Mund-, Kieferund Plastische Gesichtschirurgie der
Universität Rostock
Schillingallee 35
18057 Rostock
Takt, sind Schlafstörungen vorprogrammiert.
Ursachen für eine Störung im zirkadianen
Rhythmus sind nicht selten Schichtarbeit
oder auch ein Jetlag nach Reisen über
mehrere Zeitzonen hinweg. Bei Flügen in
Richtung Osten wird als Folge der Zeitverschiebung eine „Verkürzung“ des Tages
erlebt, bei Reisen in Richtung Westen eine
„Verlängerung“. Die meisten Menschen
tolerieren dabei Flüge in Richtung Osten
schlechter als Flüge in Richtung Westen. Sie
reagieren zumeist mit Ein- und Durchschlafstörungen, Tagesschläfrigkeit und
einer verminderten Leistungsfähigkeit am
Tag. Die Beschwerden halten in aller Regel
jedoch nur wenige Tage an, währenddessen
Foto: F1online
Foto: F1online
Bei erhöhter Tagesmüdigkeit ist die Unfallgefahr beim Autofahren, unterstützt von monotonen Geräuschen auf der Autobahn, deutlich
gesteigert.
Schlafmangel führt zu Konzentrations- und
Aufmerksamkeitsstörungen, Zerstreutheit, Antriebsmangel und Stimmungsschwankungen.
sich der Körper an die veränderte Zeitgebung adaptiert und das Schlafverhalten
sich wieder normalisiert.
Schwieriger ist die Situation, wenn Schichtarbeit der Auslöser des gestörten zirkadianen Rhythmus ist. Denn in der Mehrzahl
der Fälle ist diese Ursache, also die Schichtarbeit, nicht ohne Weiteres zu vermeiden.
Die Betroffenen klagen häufig über einen
fragmentierten Schlaf und/oder eine zu
kurze Schlafdauer, wenn der Schlaf zu Zeiten erfolgen muss, in denen der Körper von
seiner chronobiologischen Situation darauf
eigentlich nicht ausgerichtet ist.
Davon abgesehen können auch internistische
Grunderkrankungen den Schlaf stören. Bekannt ist dies beispielsweise von der Hypertonie, der Hyperthyreose, der gastroösophagealen Refluxkrankheit, der nächtlichen
kardialen Ischämie, dem Asthma sowie der
COPD und allen Krankheitsbildern, die mit
Schmerzen einhergehen.
Folge von Erkrankungen
Es gibt verschiedenste Krankheitsbilder,
die unser Schlafverhalten nachhaltig beeinträchtigen und damit auch Auslöser eines
nicht erholsamen Schlafes sein können. Gut
bekannt ist dies von psychischen Erkrankungen. So können Depressionen, Angsterkrankungen, aber auch Suchterkrankungen und
die Schizophrenie mit massiven Schlafstörungen einhergehen.
Auch bei neurologischen Krankheitsbildern
wie der Demenz, aber auch bei einer
Multiple Sklerose sowie bei einer Parkinsonschen Erkrankung kommt es sehr häufig zu
einem gestörten und damit nicht erholsamen
Schlaf. Schlafstörungen liegen per se vor bei
Krankheitsbildern wie der Narkolepsie, dem
Restless-Legs-Syndrom sowie den periodischen
Beinbewegungen im Schlaf.
Die Schlafapnoe
Ein Krankheitsbild, bei dem der nicht
erholsame Schlaf zu den Leitsymptomen
gehört, sind die schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS), besser bekannt unter
dem Begriff der Schlafapnoe. Es kommt bei
der Erkrankung zum wiederholten Aussetzen der Atmung, den sogenannten Apnoephasen, während des Schlafes. Von einer
manifesten Erkrankung ist auszugehen,
wenn pro Stunde Schlaf mindestens zehn
Apnoephasen von mindestens zehn Sekunden Dauer auftreten. Als Folge der Atempausen sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut,
INFO
Weiterführende
Informationen:
■ AWMF-Leitlinie Müdigkeit,
www.awmf.org
■ Leitlinie „Nicht erholsamer Schlaf /
Schlafstörungen der Deutschen
Gesellschaft für Schlafmedizin“,
www.dgsm.de
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1265)
Medizin
Foto: F1online
56
Schnarchen kann ein Alarmsignal für eine Schlaf-Apnoe sein.
was quasi als Alarmreaktion zu einem kurzen
Erwachen führt. Solche vom Schläfer selbst
meist nicht bemerkten Weckreaktionen, sogenannte Arousal-Reaktionen, stören den
Schlaf nachhaltig, was die hohe Tagesmüdigkeit der Betroffenen erklärt.
Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und
eine erhöhte Einschlafneigung mit allen
damit verbundenen Risiken wie einem erhöhten Unfallrisiko im Straßenverkehr und
beim Bedienen von Maschinen sind die
Konsequenz. Infolge der zum Teil hohen
Druckschwankungen im Thorakalraum leistet die Schlafapnoe zudem der Entwicklung
kardiovaskulärer Erkrankungen wie Hypertonie und Herzrhythmusstörungen Vorschub
und bahnt damit Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und plötzlichem Herztod den Weg.
Zu den charakteristischen Symptomen der
Schlafapnoe gehören neben dem nicht
erholsamen Schlaf und der hohen Tagesmüdigkeit auch das laute Schnarchen, morgendliche Kopfschmerzen, Nachtschweiß,
sexuelle Lustlosigkeit und beispielsweise
eine erhöhte Nervosität und Reizbarkeit bis
hin zu aggressivem Verhalten.
Besonders häufig ist mit einer Prävalenz
von etwa acht Prozent in der erwachsenen
Bevölkerung das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OAS), das gekennzeichnet ist
durch periodisch wiederkehrende Obstrukzm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1266)
tionen der oberen Atemwege während des
Schlafes. Ursache ist häufig ein erhebliches
Übergewicht, so dass den Betroffenen zunächst zur Gewichtsnormalisierung geraten
wird. Alkohol und Medikamente wie etwa
die Benzodiazepine, die die Muskelspannung
herabsetzen, sollten gemieden werden.
Eine gezielte medikamentöse Behandlung
der Schlafapnoe ist bislang nicht möglich,
die Therapie der Wahl besteht, wenn allgemeine Maßnahmen nicht ausreichen, in
einer Überdruckbeatmung während des
Schlafes. Diese erfolgt über eine Atemmaske, wobei je nach Beatmungsdruck
unterschiedliche Verfahren zur Anwendung
kommen wie beispielsweise die CPAP-Therapie (Continous Positive Airway Pressure)
oder die BiPAP-Beatmung (Biphasic Positive
Airway Pressure).
Narkolepsie
Die Narkolepsie ist laut Leitlinie charakterisiert durch die beiden Hauptsymptome der
Tagesschläfrigkeit sowie der Kataplexie,
dem kurzzeitig auftretenden Verlust des
Muskeltonus ohne Bewusstseinstrübung.
Auslöser sind in aller Regel affektive
Stimuli wie Freude, Ärger, Erregung oder
Erschrecken.
Bei der Erkrankung, die nicht durch einen
Schlafmangel bedingt ist, besteht eine
erhöhte Einschlafneigung am Tag infolge
einer
herabgesetzten
physiologischen
Schwelle der Einschlafneigung. Therapeutisch stehen nicht-medikamentöse Copingstrategien im Vordergrund, empfohlen wird
in den Leitlinien das Einhalten regelmäßiger
Schlafepisoden zur Symptomunterdrückung.
Meist muss zusätzlich eine medikamentöse
Behandlung erfolgen mit Stimulanzien
gegen die Schläfrigkeit und/oder mit Antidepressiva zur Therapie der Kataplexien,
Halluzinationen und Schlaflähmungen. Gelegentlich ist darüber hinaus eine Behandlung des gestörten Nachtschlafs mit Benzodiazepinen erforderlich, heißt es in
den Empfehlungen der Fachgesellschaften.
Die Präparate müssen abhängig von der
Frequenz und des Schweregrads der Symptome kombiniert werden.
Schlafstörungen
bei Kindern
Der nicht erholsame Schlaf ist nicht nur bei
Erwachsenen, sondern auch bei Kindern ein
keineswegs seltenes Phänomen. Literaturangaben zufolge werden bei rund 30 Prozent der Kinder Schlafstörungen berichtet,
wobei Einschlafstörungen und häufiges
Erwachen im Vordergrund stehen.
Begünstigt werden solche Störungen und
damit ein nicht erholsamer Schlaf durch
eine äußere Reizüberflutung infolge eines
hohen Medienkonsums, wie in den Leitlinien betont wird. Eine wichtige Rolle
spielen im Kindesalter ferner psychoreaktive
Schlafstörungen. Hierbei handelt es sich
insbesondere um Reaktionen auf nicht
adäquat verarbeitete Tageserlebnisse und
um Ängste, zum Beispiel um Schulängste
oder um Trennungsängste bei familiären
Konfliktsituationen.
Die Autorin der Rubrik „Repetitorium“
ist gerne bereit, Fragen zu ihren Beiträgen zu bentworten.
Christine Vetter
Merkenicher Str. 224
50735 Köln
[email protected]
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Stephanie Hübbers-Kohlhaas,
Kinderärztin, Kinderpsychiaterin
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1267)
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58
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Notfallmedizin
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Praxismanagement
Prophylaxe
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Qualitätsmanagement
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ZFA
Fortbildungen der Zahnärztekammern
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Kongresse
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Hochschulen
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Wissenschaftliche Gesellschaften
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Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: Prophylaxe
Thema: Bissfest bis ins hohe Alter –
Seniorengerechte Prophylaxe
Referent/in: Bianca Willems
Termin:
17.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
Ort: Mainz
Fortbildungspunkte: 7
Kurs-Nr.: 158305
Kursgebühr: 160 EUR
Fachgebiet: Betriebs- und
Arbeitssicherheit
Thema: BuS-Workshop Arbeitssicherheit für Praxisinhaber und
das Team
Referent/in: S. Christmann, A. Salm
Termin:
23.06.2015, 15.00 – 19.00 Uhr
Ort: Mainz
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 158222
Kursgebühr: 160 EUR
Fachgebiet: Restaurative ZHK
Thema: Doppelpack – Moderne
restaurative Konzepte mit Vollkeramik aus Zürich und München
Referent: Dr. Urs Brodbeck, Zürich;
Dr. Jan Hajtó, München
Termin: 03./04.07.2015
Fortbildungspunkte: 13
Kurs-Nr.: 15–01–100
Kursgebühr: 445 EUR
Fachgebiet: Notfallmanagement
Thema: Notfalltraining für die
Zahnarztpraxis
Referenten: Dr. Roman Haessler
Termin:
08.07.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Mainz
Fortbildungspunkte: 6
Kurs-Nr.: 158306
Kursgebühr: 270 EUR
Anmeldung:
LZK Rheinland-Pfalz
Langenbeckstr. 2, 55131 Mainz
Tel.: 06131/96136-60
Fax: 06131/96136-89
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LZK Rheinland-Pfalz
Fachgebiet: Qualitätsmanagement
Thema: Z-QMS FortgeschrittenenWorkshop
Referenten: Sabine Christmann,
Dr. Holger Dausch, Archibald
Salm
Termin:
08.07.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Wiesbaden
Fortbildungspunkte: 6
Kurs-Nr.: 158284
Kursgebühr: 160 EUR
[email protected] | www.coltene.com
Fachgebiet: Chirurgie
Thema: Innovative Konzepte zur
vorhersagbaren Therapie singulärer und multipler Rezessionen am
Zahn und Implantat – Das Berner
Konzept
Referent/in: Prof. Dr. Dr. h.c. mult.
Anton Sculean, M.S. (Bern)
Termin:
28.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Mainz
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 158131
Kursgebühr: 260 EUR
Fachgebiet: Prophylaxe
Thema: Intensivkurs für Prophylaxeeinsteiger/innen (ZFA´s)
Termin:
29.06.15 – 02.07.15,
09.00 – 16.30 Uhr
Ort: Mainz
Kurs-Nr.: 158216
Kursgebühr: 970 EUR
Fortbildungsveranstaltungen
am Heinrich-Hammer-Institut
Fachgebiet: Notfallmedizin
Thema: Notfallkurs für das
Praxisteam mit Kinder-NotfallReanimation
Referent/in: Prof. Dr. Dr. Thomas
Kreusch, Hamburg; PD Dr. Dr.
Volker Gaßling, Westensee;
Jörg Naguschewski, Bad Segeberg
Termin: 17.06.2015
Ort: Zahnärztekammer SchleswigHolstein, Heinrich-Hammer-Institut
Fortbildungspunkte: 6
Kurs-Nr.: 15–01–022
Kursgebühr: 145 EUR
Thema: Medizin trifft Zahnmedizin! HERZ-lich willkommen – der
kardiale Risiko-Patient in der
Zahnarztpraxis
Referent/in: Dr. Catherine Kempf,
Pullach im Isartal
Termin: 17.07.2015
Ort: Zahnärztekammer SchleswigHolstein
Fortbildungspunkte: 6
Kurs-Nr.: 15–01–038
Kursgebühr: 180 EUR
Thema: Medizin trifft Zahnmedizin! Die TOP 10 der PatientenMedikamente!
Referent/in: Dr. Catherine Kempf,
Pullach im Isartal
Termin: 18.07.2015
Ort: Zahnärztekammer SchleswigHolstein
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: 15–01–039
Kursgebühr: 190 EUR
Auskunft:
Heinrich-Hammer-Institut
ZÄK Schleswig-Holstein
Westring 496, 24106 Kiel
Tel.: 0431/260926-80, Fax: -15
E-Mail: [email protected]
www.zaek-sh.de
Bayerische ZLK
002393
Zahnärztekammern
Thema: Mission Imposible – Das
Anti-Stress-Programm
Referent: Dr. Wolfgang Stoltenberg, Bochum
Termin: 03.07.2015
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 15–01–088
Kursgebühr: 145 EUR
Fachgebiet: Praxismanagement
Thema: Termine im Griff – Systematisches Terminmanagement als Basis eines modernen Praxiskonzeptes
Referent: Dr. Wolfgang Stoltenberg, Bochum
Termin: 04.07.2015
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: 15–01–089
Kursgebühr: 195 EUR
Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: Strahlenschutz
Thema: Fachkunde 3 im Strahlenschutz – Handaufnahmen zur
Skelettwachstumsbestimmung
Referenten: Prof. Dr. Peter Proff,
PD Dr. Dr. Ulrich Wahlmann,
Dr. Michael Rottner
Termin:
11.07.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
inkl. Prüfung
Ort: Universitätsklinikum
Regensburg, Franz-Josef-StraußAllee 11, Regensburg
Fortbildungspunkte: 8
Kursgebühr: 500 EUR
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1269)
Termine
60
Fachgebiet: Strahlenschutz
Thema: Fachkunde 2 im
Strahlenschutz – Schädelübersichtsaufnahmen und
Spezialprojektionen
Referenten:
Prof. Dr. Christoph Benz,
Prof. Dr. Herbert Deppe,
Dr. Michael Rottner
Termin:
18.07.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
inkl. Prüfung
Ort: Zahnärztehaus München,
Fallstraße 34,
81369 München
Fortbildungspunkte: 8
Kursgebühr: 500 EUR
Auskunft und Anmeldung:
eazf GmbH
Fallstraße 34
81369 München
Tel. 089/72480–246 Fax: –188
[email protected]
www.eazf.de
BZK Pfalz
Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: Prothetik
Thema: Adhäsiv befestigter Zahnersatz
Referent/in: Prof. Dr. Matthias
Kern, Klinik f. Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde, Universitätsklinikum
Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Termin:
18.07.2015, 09:00 – 13:00
Ort: BZK Pfalz, Brunhildenstraße 1,
67059 Ludwigshafen
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 2015–07–18
Kursgebühr: 100 EUR
Anmeldung/Information:
Claudia Kudoke, Tel.: 0621/
5969-211, Fax: 0621/622972
[email protected]
www.bzk-pfalz.de
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1270)
ZÄK Bremen
Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: Kommunikation/
Praxisführung
Thema: Raus aus der Austauschbarkeitsfalle. Ganz leicht neue
Patienten gewinnen mit der
richtigen Positionierung
Referent/in:
Ulrich Bergmann-Charbonnier
Termin:
12.06.2015, 14.00 – 20.00 Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen, Universitätsallee 25, 28359 Bremen
Fortbildungspunkte: 6
Kurs-Nr.: 15528
Kursgebühr: 454 EUR (ZÄ), 227
EUR (Ass.), 454 EUR (ZFA) inkl.
Verpflegung
Fachgebiet: KFO
Thema: Indirekt geht`s leichter!
Kurs zur indirekten
Bracketadhäsiv-Klebetechnik mit
praktischen Übungen
Referent/in:
Dr. Frank Nicolas Weber
Termin:
13.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen –
Dependance Buschhöhe,
Buschhöhe 8, 28357 Bremen
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: 15515
Kursgebühr: 454 EUR, 227 EUR
(Ass.) inkl. Verpflegung
Fachgebiet: Abrechnung
Thema: Implantologie für Einsteiger
Referent/in: Marion Stang
Termin:
17.06.2015, 15.00 – 19.00 Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen –
Dependance Bremerhaven,
Langender Landstr. 173,
27580 Bremerhaven
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 15600
Kursgebühr: 205 EUR, inkl.
Verpflegung
Fachgebiet: Hypnose
Thema: Hypnose und Wingwave
Einführungsworkshop
Referent/in: Dr. Wolfgang Nespital
Termin:
19.06.2015, 14.00 – 20.00 Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen –
Universitätsalle 25, 28359 Bremen
Fortbildungspunkte: 6
Kurs-Nr.: 15531
Kursgebühr: 368 EUR, 184 EUR
(Ass.) inkl. Verpflegung
Fachgebiet: Praxisführung/
Kommunikation
Thema: Persönlichkeit stärken
und Konflikte erfolgreich lösen
Referent/in: Ina Temp
Termin:
24.06.2015, 14.00 – 20.00 Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen,
Universitätsallee 25,
28359 Bremen
Fortbildungspunkte: 6
Kurs-Nr.: 15219
Kursgebühr: 248 EUR (ZÄ),
124 EUR EUR (Ass.)
inkl. Verpflegung
Fachgebiet: Chirurgie/Implantologie
Thema: Praktischer IMPLA –
praktischer Intensivkurs für
Einsteiger
Referent/in: Prof. Dr. R. Valentin
Termin:
27.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen,
Dependance Buschhöhe,
Buschhöhe 8, 28357 Bremen
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: 15510
Kursgebühr: 220 EUR (ZÄ),
110 EUR EUR (Ass.)
inkl. Verpflegung
Fachgebiet: Röntgen
Thema: Röntgenaktualisierung
Referent/in: Wolfram Jost
Termin:
27.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen Universitätsallee 25, 28359 Bremen
Fortbildungspunkte: 9
Kurs-Nr.: 15907
Kursgebühr: 95 EUR, 95 EUR (Ass.)
Fachgebiet: Röntgen
Thema: DVT Fachkunde: Von 2D
zu 3D
Referent/in: Dr. Edgar Hirsch
Termin:
03.07.2015 + 02.10.2015,
je 13.00 – 19.00 Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen, Universitätsallee 25, 28359 Bremen
Fortbildungspunkte: 17
Kurs-Nr.: 15913
Kursgebühr: 824 EUR, 412 EUR
(Ass.) inkl. Verpflegung
Fachgebiet: Kommunikation
Thema: Das Telefontraining – der
erste Kontakt entscheidet. Die
Macht Ihrer Worte
Referent/in: Jessica Greiff
Termin:
08.07.2015, 14.00 – 18.30Uhr
Ort: Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen, Universitätsallee 25, 28359 Bremen
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 15022
Kursgebühr: 125 EUR,
inkl. Verpflegung
Auskunft u. schriftliche Anmeldung:
Fortbildungsinstitut der
Zahnärztekammer Bremen
Sandra Kulisch, Torsten Hogrefe
Universitätsallee 25, 28359 Bremen
Tel.: 0421/33303-77/78
Fax: 0421/33303-23
E-Mail: [email protected]
oder [email protected]
www.fizaek-hb.de
LZK BadenWürttemberg
Fortbildungsveranstaltungen der
Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fachgebiet: Aufstiegsfortbildung
für die ZFA
Thema: Kursteil III –
Praxisverwaltung (gemäß
Fortbildungsordnung der LZK
Baden-Württemberg)
Referent/in: Elke Seitz-Arbogast,
PM, Karlsruhe – Brunhilde Reisert,
Karlsruhe – Alexandra Hund,
Oberkirch – Dipl.-Ing. Jens
Ehrhardt, Mannheim – Anette
Lohmüller, ZMV, Karlsruhe –
61
Uwe Larisch, M.A., Karlsruhe –
Dipl.oec.med. Alexandra
Pedersen, Bodman
Termine:
Modul 1/Administration
11.06.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
12.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Modul 2/Patientenführung
17.07.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
18.07.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Modul 3/Abrechnungswesen
10.09.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
11.09.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
12.09.2015. 09.00 – 13.00 Uhr
Modul 4/Abrechnungswesen und
Datenverarbeitung
22.10.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
23.10.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
24.10.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Modul 5/Abrechnungswesen
12.11.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
13.11.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
14.11.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Modul 6/Prüfung
Termin folgt!
Ort: Akademie für
Zahnärztliche Fortbildung
Karlsruhe
Kurs-Nr.: 5377
Kursgebühr: 1450 EUR
Fachgebiet: Schmerztherapie
Thema: Der chronische Schmerz
und die psychosomatische
Störung – Das professionelle
Verhalten in Grenzfällen
Referent/in: Prof. Dr. Ulrich T.
Egle, Gengenbach, Prof. Dr. Dr.
Monika Daubländer, Mainz
Termin:
12.06.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
13.06.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 14
Kurs-Nr.: 8272
Kursgebühr: 500 EUR
Fachgebiet: ZFA
Thema: Die perfekte Assistenz in
der zahnärztlichen Chirurgie
Referent/in: Tamara Jonitz,
PM, Jasmin Stern, Akademie
Karlsruhe
Termin:
12.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Kurs-Nr.: 8283
Kursgebühr: 300 EUR
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Parodontale Regeneration
Referent/in: Prof. Dr. Axel Spahr,
Sidney/AUS
Termin:
19.06.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
20.06.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 16
Kurs-Nr.: 8251
Kursgebühr: 650 EUR
Fachgebiet: Zahntechnik
Thema: Neue metallfreie Konstruktionen – prothetische Lösungen
mit PEEK und Hochleistungspolymeren
Referent/in: Martin Weppler,
Engelsbrand
Termin:
19.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
20.06.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Kurs-Nr.: 8309
Kursgebühr: 600 EUR
Fachgebiet: ZFA
Thema: Der richtige Ton an der
Rezeption!
Referent/in: Brigitte Kühn ZMV,
Tutzing
Termin:
19.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Kurs-Nr.: 8212
Kursgebühr: 180 EUR
Fachgebiet: ZFA
Thema: Erfolgreiches Praxismanagement steht und fällt mit Ihnen!
Referent/in: Brigitte Kühn ZMV,
Tutzing
Termin:
20.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Kurs-Nr.: 8213
Kursgebühr: 180 EUR
MIXPAC™ – Das Original
Unverwechselbar
in Form und Farbe
Innovation in Application
Sulzer Mixpac AG
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62
Termine
Fachgebiet: Implantologie
Thema: Implantate für
Zahnärztinnen
Referent/in: Prof. Dr. M.-A. Geibel
Termin:
26.06.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
27.06.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 16
Kurs-Nr.: 8275
Kursgebühr: 600 EUR
Fachgebiet: Zahntechnik
Thema: Hand in Hand zum ästhetischen Erfolg: Fotokommunikation – digitale Planung – technische
Umsetzung
Referent/in: Christian Lang,
ZTM, Hürth
Termin:
26.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
27.06.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Kurs-Nr.: 8275
Kursgebühr: 600 EUR
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Der schwierige Fall –
fallbasiertes Lernen in komplexen
klinischen Situationen
Referent/in: Dr. Anke Bräuning,
M.A., M.Sc., Karlsruhe
Termin:
27.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 9
Kurs-Nr.: 8308
Kursgebühr: 300 EUR
Fachgebiet: Endodontie
Thema: Dentale Traumatologie
und die Stiftversorgung
Referent/in: Prof. Dr. Michael
Hülsmann, Göttingen – Prof. Dr.
Thomas Wrbas, Freiburg/Brsg.
Termin:
03.07.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
04.07.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Ort: Akademie für
Zahnärztliche Fortbildung
Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 14
Kurs-Nr.: 8257
Kursgebühr: 650 EUR
Fachgebiet: Ästhetische
Zahnheilkunde
Thema: Frontzahnästhetik in der
Praxis: Komposit statt Keramik?
Referent/in: Prof. Dr. Gabriel
Krastl, Würzburg
Termin:
03.07.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
04.07.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1272)
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 16
Kurs-Nr.: 8287
Kursgebühr: 800 EUR
Fachgebiet: Kinderzahnheilkunde
Thema:
Curriculum Kinderzahnheilkunde
Referent/in: Dr. Tania Roloff,
M.Sc., Hamburg – Monica
Quick-Arntz, Hamburg – Dr. Inga
Potthoff, M.A., Karlsruhe –
Dr. Curtis Goho, Schnaitenbach –
Dr. Georg Lanz, Karlsruhe – Ass.
jur. David Richter, Mannheim
Termine:
Modul 1:
10.07.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
11.07.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Modul 2:
11.09.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
12.09.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Modul 3:
06.11.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
07.11.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Modul 4:
21.11.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Modul 5:
22.01.2016, 09.00 – 18.00 Uhr
23.01.2016, 09.00 – 13.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 68
Kurs-Nr.: 8302
Kursgebühr: 3250 EUR
Fachgebiet: Implantologie
Thema: Integration von chirurgischen und prothetischen Maßnahmen in der Implantologie
Referent/in: Dr. Jochen Klemke,
M.A., Speyer – Dr. Florian Troeger,
M.A. Überlingen
Termin:
10.07.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
11.07.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 14
Kurs-Nr.: 6241
Kursgebühr: 650 EUR
Fachgebiet: Kinderzahnheilkunde
Thema: Klinische Verfahren der
Kinderzahnheilkunde – Theorie
und praktische Übungen
Referent/in: Dr. Tania Roloff,
M.Sc., Hamburg, Monica QuickArntz, Hamburg
Termin:
10.07.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
11.07.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 16
Kurs-Nr.: : 8302
Kursgebühr: 700 EUR
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Update Parodontologie 2015
Referent/in: Prof. Dr. Christof
Dörfer, Kiel – Dr. Christian Graetz,
Kiel
Termin:
17.07.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
18.07.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Ort: Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Fortbildungspunkte: 14
Kurs-Nr.: 8265
Kursgebühr: Zahnärztinnen/
Zahnärzte 750 EUR – Zahnmed.
Fachangestellte 500 EUR
Auskunft:
Akademie für Zahnärztliche
Fortbildung Karlsruhe
Lorenzstraße 7, 76135 Karlsruhe
Tel.: 0721/9181-200
Fax: 0721/9181-222
E-Mail: [email protected]
www.za-karlsruhe.de
LZK Berlin/
Brandenburg
Fortbildungsangebot des
Philipp-Pfaff-Instituts Berlin
Fachgebiet: Funktionslehre
Thema: Basiskurs CMD – Theorie
und Diagnostik der Craniomandibulären Dysfunktion
Referent/in: Frau Dr. Andrea Diehl,
Berlin, Frau ZÄ Uta Doliwa, Berlin,
Frau ZÄ Heike Puhlmann – Schwedt
Termin:
12.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
13.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 6+1+8+1
Kurs-Nr.: 6045.10
Kursgebühr: 255 EUR
Fachgebiet: Zahnerhaltung
Thema: Kariesinfiltration:
Hands-on-Kurs
Referent/in: Herr Prof. Dr. Hendrik
Meyer-Lückel – Aachen
Termin:
12.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 6+1
Kurs-Nr.: 4042.3
Kursgebühr: 195 EUR
Fachgebiet: Praxisführung und
Organisation
Thema: Selbstzahlerleistungen –
wie sage ich es meinem Patienten
Mit Videoübungen
Referent/in: Herr Prof. Dr. Hendrik
Meyer-Lückel, Aachen
Termin:
17.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
20.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 6+8+1 Fp.
Kurs-Nr.: 5106.4
Kursgebühr: 255 EUR
Fachgebiet: Chirurgie
Thema: Auffrischungskurs der chirurgischen Techniken für Zahnärzte
Referent/in: Herr Dr. Michael
Petschler, Berlin
Termin:
20.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 8+1 Fp.
Kurs-Nr.: 0617.3
Kursgebühr: 255 EUR
Fachgebiet: Zahnerhaltung
Thema: Adhäsivtechnik aktuell –
Moderne Methoden zur Bisshebung des stark abradierten Gebisses mit direkter Technik – ein
praktischer Übungskurs
Referent/in: Prof. Dr. Thomas Attin,
Zürich; OA Dr. Uwe Blunck, Berlin
Termin:
20.06.2015, 09:00 – 18:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 8+1
Kurs-Nr.: 4030.11
Kursgebühr: 430 EUR
Fachgebiet: Strukturierte
Fortbildungen und Curricula
Thema: Strukturierte Fortbildung
Akupunktur für Zahnärzte
Referent/in: Herr Dr. J. Gleditsch
Termin:
26.06.2015, 14:00 – 19:00 Uhr;
27.06.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 47+15
Kurs-Nr.: 6081.2
Kursgebühr: 1.490 EUR
Frühbucherrabatt: 1.345 EUR bei
Anmeldung bis zum 29.05.2015
Fachgebiet:
Praxisführung und Organisation
Thema: Führungsstile von
Männern und Frauen
Referent/in: Frau Dr. Martina
Obermeyer, Schlehdorf
Termin:
26.06.2015, 14:00 – 19:00 Uhr
27.06.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
MITTELSTANDSTABLET.de
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Das Mittelstandstablet.
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Anders als früher wollen die meisten Patienten heute
möglichst genau über ihre Krankheit und das Vorgehen
des Arztes Bescheid wissen. Ein Tablet mit allen aktuellen
Patientendaten und der Möglichkeit, komplexe Themen
anschaulich darzustellen, ist in diesem Zusammenhang
sehr hilfreich: Es schafft Transparenz und unterstützt damit
ein vertrauensvolles Patienten-Arzt-Verhältnis.
Mit MediDok Mobile oder weiteren hilfreichen Apps für Ihre
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sich auch spürbar Ihren Arbeitsalltag.
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Termine
64
Fortbildungspunkte: 6+8
Kurs-Nr.: 5143.1
Kursgebühr: 295 EUR
Fortbildungspunkte: 6+8+1
Kurs-Nr.: 0429.0
Kursgebühr: 395 EUR
Fortbildungspunkte: 13
Kurs-Nr.: 15053
Kursgebühr: 380 EUR
Fachgebiet: Funktionslehre
Thema: Therapie der CMD –
Schienentherapie und adjuvante
Therapien
Referent/in: Frau Dr. A. Diehl, Berlin; Frau Dr. A. Wiemann, Berlin
Termin:
26.06.2015, 14:00 – 19:00 Uhr
27.06.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 6+1+8+1
Kurs-Nr.: 6067.7
Kursgebühr: 385 EUR
Fachgebiet: Zahnerhaltung
Thema: Komposit einfach und gut
– ein Arbeitskonzept
Referent/in: ZA Ulf KruegerJanson, Frankfurt
Termin:
10.07.2015, 14:00 – 19:00 Uhr,
11.07.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 6+8+1
Kurs-Nr.: 4065.1
Kursgebühr: 475 EUR
Fachgebiet: Ästhetik
Thema: Baustein V des Curriculums Ästhetische Zahnmedizin
Funktionelle und ästhetische
Veneerversorgungen
Referent/in:
Dr. Jan Haitó, München
Termin:
12.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
13.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 15
Kurs-Nr.: 15064
Kursgebühr: 540 EUR
Fachgebiet:
Praxisführung und Organisation
Thema: Im Brennpunkt:
Dokumentation in der
zahnärztlichen Praxis
Referent/in: Frau H. Möhrke, Berlin
Termin:
01.07.2015, 15:00 – 19:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 5094.6
Kursgebühr: 145 EUR
Fachgebiet: Implantologie
Thema: Erhöhung der Behandlungssicherheit in der Implantologie – Tipps und Tricks in Theorie
und Praxis Erkennen, Lösen und
Vorbeugen von Komplikationen
Referent/in: Prof. Dr. T. Weischer,
Essen
Termin:
11.07.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 8+1+1
Kurs-Nr.: 2028.2
Kursgebühr: 275 EUR
Fachgebiet: Allgemeinmedizin und
Diagnostik
Thema: Raucherentwöhnung mit
Hypnose in der zahnärztlichen
Praxis
Referent/in: Frau Dr. Elisabeth von
Mezynski, Berlin
Termin:
03.07.2015, 14:00 – 19:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 6+1
Kurs-Nr.: 6028.3
Kursgebühr: 175 EUR
Auskunft:
Ansprechpartnerin: Nadine Krause
Aßmannshauser Straße 4-6
14197 Berlin
Tel.: 030/414725-40
Fax: 030/4148967
E-Mail: [email protected]
www.pfaff-berlin.de
Fachgebiet: Allgemeinmedizin und
Diagnostik
Thema: Ergonomisches Arbeiten
am entspannten Patienten /
Optimale Patientenlagerung,
korrekte Arbeitshaltung, gezielter
Ausgleich
Referent/in: Frau Dr. Elisabeth von
Mezynski, Berlin
Termin:
04.07.2015, 09:00 – 16:00 Uhr
Fortbildungspunkte: 8+1
Kurs-Nr.: 6059.3
Kursgebühr: 175 EUR
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Weichgewebemanagement – was funktioniert?
Und was nicht? Tipps und Tricks
Referent/in: Herr Prof. Dr. Dr. Ralf
Smeets; Hamburg
Termin:
10.07.2015, 14:00 – 19:00 Uhr
11.07.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1274)
ZÄK Nordrhein
Zahnärztliche Kurse
im Karl-Häupl-Institut
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Moderne klinische
Parodontaltherapie
Referent/in: Dr. H. Derks, Emmerich
Termin:
12.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
13.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Fachgebiet: Strahlenschutz
Thema: Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz gemäß § 18a,
Absatz 1 der Röntgenverordnung
Referent/in:
Prof. Dr. Jürgen Becker, Düsseldorf,
Dr. Regina Becker, Düsseldorf
Termin:
12.06.2015, 13.00 – 20.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 9
Kurs-Nr.: 15905
Kursgebühr: 90 EUR
Fachgebiet: Arbeitsrecht
Thema: Grundzüge des
Arbeitsrechts
Seminar mit Workshop
Referent/in: RA J. K. Mann, Düsseldorf, Dr. P. Minderjahn, Stolberg
Termin:
13.06.2015, 09.00 – 14.30 Uhr
Fortbildungspunkte: 7
Kurs-Nr.: 15398
Kursgebühr: 160 EUR
Fachgebiet: Funktionsanalyse
Thema: Funktionsanalyse und -therapie für die tägliche Praxis Grundlagen der Funktionslehre und instrumentelle Funktionsanalyse –
Teil 1 einer 3-teiligen Kursreihe
Referent/in: Dr. Uwe Hard
Termin:
19.06.2015, 14.00 –19.00 Uhr
20.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 15
Kurs-Nr.: 15034
Kursgebühr: 450 EUR
Fachgebiet: Management
Thema: Dental English 2
Referent/in: Dipl.-Wirtsch.-Ing.
(FH) Sabine Nemec, Langenselbold
Termin:
20.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: 15048
Kursgebühr: 180 EUR
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Keep On Swinging,
Ultraschallbehandlung in der
Parodontologie
Aktuelles und Bewährtes aus der
„Welt des Ultraschalls“ in der PAR
Seminar mit praktischen Übungen
für das gesamte zahnärztliche
Team
Referent/in: Dr. M. Maak, Lemförde
Termin:
24.06.2015, 12.00 – 16.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 9
Kurs-Nr.: 15037
Kursgebühr: 290 EUR,
Praxismitarbeiter (ZFA) 190 EUR
Fachgebiet: Kommunikation
Thema: Charisma – mit Wirkung
erfolgreich kommunizieren
Personal Power II
Referent/in: Dr. G. Brieden, Hilden
Termin:
26.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
27.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Fortbildungspunkte: 13
Kurs-Nr.: 15041
Kursgebühr: 290 EUR,
Praxismitarbeiter (ZFA) 190 EUR
Auskunft: Karl-Häupl-Institut der
Zahnärztekammer Nordrhein
Emanuel-Leutze-Str. 8
40547 Düsseldorf (Lörick)
Tel.: 0211/52605-45
Fax: 0211/52605-48
LZK Sachsen
Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: Notfallmedizin
Thema: Notfall beim Zahnarzt –
Aufbaukurs
Referent/in: Sören Weber, Dresden
Termin:
06.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Universitätsklinikum Dresden
Fortbildungspunkte: 10
Kurs-Nr.: D 44/15
Kursgebühr: 210 EUR
„Stellen Sie sich einmal vor, Ihre Praxis würde auf Menschen anziehend wirken.
Patienten, Mitarbeiter/innen, Banken, Industrie, Handel, Dentallabore – schlichtweg
jeder würde positiv über Sie und Ihre Praxis sprechen. Sie würden die Menschen wie
ein Supermagnet anziehen. Welchen Zuwachs an Freude an Ihrer Berufung hätte
das zur Folge, wie würde sich der Gewinn Ihrer Praxis entwickeln?
Möglicherweise hört sich all das an wie ein Märchen. Es sei Ihnen versichert: Die
Inhalte entstanden aus den Erfahrungen mit weit mehr als 2000 zahnärztlichen,
oralchirurgischen und MKG-chirurgischen Praxisteams.“
Axel Thüne
Autor, Coach & Moderator
zur Leseprobe
Die Magnetpraxis – Was Patienten magnetisch anzieht
Hardcover · 136 Seiten · Preis: 37,00 Euro
ISBN: 978-3-932599-30-9
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oder Mail an [email protected], Fon +49 8243 9692-16, Fax +49 8243 9692-22
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1275)
Termine
66
Auskunft u. schriftliche Anmeldung:
Fortbildungsakademie der
LZK Sachsen, Schützenhöhe 11
01099 Dresden
Tel.: 0351/8066-101
Fax: 0351/8066-106
E-Mail: [email protected]
www.zahnaerzte-in-sachsen.de
LZK Thüringen
Fortbildungsakademie
„Adolph Witzel“
Fachgebiet: Praxismanagement
Thema: Entspannung und Vitalität
im Praxisalltag
Referent/in: A. Linzner – Droyßig
Termin:
12.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
Ort: Fortbildungsakademie
„Adolph Witzel“,
Barbarossahof 16, Erfurt
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 150055
Kursgebühr: 125 EUR (ZÄ),
110 EUR (ZFA)
Fachgebiet: Kieferorthopädie
Thema: Das Herbstscharnier und Alternativen in der Angle-Klasse II (2)
Referent/in: Dr. T. Krey – Herborn
Termin:
13.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Fortbildungsakademie
„Adolph Witzel“, Barbarossahof 16,
Erfurt
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: 150059
Kursgebühr: 215 EUR
Fachgebiet: ZFA
Thema: Arbeitssystematik bei der
Patientenbehandlung: Die Hohe
Schule der Assistenz
Referent/in: Dr. R. Hilger – Kürten
Termin:
27.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Fortbildungsakademie
„Adolph Witzel“,
Barbarossahof 16, Erfurt
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: 150063
Kursgebühr: 210 EUR (ZÄ),
195 EUR (ZFA)
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1276)
Fachgebiet: Ernährung
Thema: Update Ernährung:
Ernährungstrends aus
oralprophylaktischer Sicht
Referent/in: Dipl.-Troph. Roselinde
Karalus – Nossen
Termin:
27.06.2015, 09.00 – 15.00 Uhr
Ort: Fortbildungsakademie
„Adolph Witzel“,
Barbarossahof 16, Erfurt
Fortbildungspunkte: 6
Kurs-Nr.: 150064
Kursgebühr: 165 EUR (ZÄ),
150 EUR (ZFA)
Auskunft und Anmeldung:
Fortbildungsakademie
„Adolph Witzel“ der Landeszahnärztekammer Thüringen
Ansprechpartner:
Kerstin Held / Monika Westphal
Barbarossahof 16, 99092 Erfurt
Tel.: 0361/7432–107 / –108
Fax: 0361/7432–270
E-Mail: [email protected]
www.fb.lzkth.de
ZÄK Hamburg
Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: Funktionsdiagnostik
Thema: Das ABC der Schienentherapie
Referent/in: Prof. Dr. Georg Meyer,
Dr. Theresia Asselmeyer, M.A.
Termin:
12.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr,
13.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Zahnärztekammer Hamburg
Fortbildungspunkte: 14
Kurs-Nr.: 40365 fu
Kursgebühr: 400 EUR
Fachgebiet: Restaurative ZHK
Thema: Problemlösungen in der
restaurativen Zahnheilkunde
Referent/in: Prof. Dr. H.-J.Staehle
Termin:
17.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Zahnärztekammer Hamburg
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 20077 kons
Kursgebühr: 100 EUR
Fachgebiet: Röntgen
Thema: Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz nach
§ 18 a RöV mit Erfolgskontrolle
Referent/in: Prof. Dr. Uwe Rother
Termin:
17.06.2015, 14.30 – 19.30 Uhr
Ort: New Living Home, Julius-Vosseler-Str. 40, 22527 Hamburg
Fortbildungspunkte: 9
Kurs-Nr.: 70053 rö
Kursgebühr: 70 EUR
Fachgebiet: Implantologie
Thema: Sofort-Implantation, Sofort-Versorgung, Sofortbelastung
Referent/in: Dr. Dr. W. Stermann
Termin:
20.06.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
Ort: Praxis Dr. W. Stermann, Lüneburger Str. 15, 21073 Hamburg
Fortbildungspunkte: 10
Kurs-Nr.: 50120 impl
Kursgebühr: 200 EUR
Fachgebiet: Praxismanagement
Thema: Kommunikationstraining
für Zahnärzte/innen – Wirksamer
führen, Leistungen anbieten und
kommunizieren (Aufbauseminar)
Referent/in: M. Behn, Herrenberg
Termin:
20.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Zahnärztekammer Hamburg
Fortbildungspunkte: 10
Kurs-Nr.: 40372 praxisf
Kursgebühr: 335 EUR
Fachgebiet: Implantologie
Thema: Praktischer Arbeitskurs von
der computergestützen Planung
und Herstellung einer Implantationsschablone bis zur Anwendung
am Patienten – Teil 2
Referent/in: Dr. Dr. D. Edinger
Termin:
24.06.2015, 13.30 – 17.00 Uhr
Ort: Praxis Dr. Dr. D. Edinger, Großer Burstah 31, 20457 Hamburg
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 31084 B impl
Kursgebühr: 120 EUR
Fachgebiet: Innovationen und Problemlösungen in der restaurativen
Zahnheilkunde – ein Arbeitskurs
Referent/in: Dr. C. Frese, Heidelberg, PD Dr. D. Wolff, Heidelberg
Termin:
24.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Zahnärztekammer Hamburg
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 40373 kons
Kursgebühr: 180 EUR
Fachgebiet: Implantologie
Thema: Erhöhung der Behandlungssicherheit in der Implantologie – Tipps und Tricks in Theorie
und Praxis
Referent/in: Prof. Dr. T. Weischer
Termin:
26.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr,
27.06.2015, 09.00 – 15.00 Uhr
Ort: Zahnärztekammer Hamburg
Fortbildungspunkte: 14
Kurs-Nr.: 40374 impl
Kursgebühr: 480 EUR
Fachgebiet: Notfallbehandlung
Thema: Notfälle in der zahnärztlichen Praxis, lebensrettende
Sofortmaßnahmen – Teamwork:
Zahnarzt und Mitarbeiterin
Referent/in: Oberfeldarzt HansPeter Daniel, Lütjensee
Termin:
01.07.2015, 15.30 – 19.30 Uhr
Ort: Zahnärztekammer Hamburg
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 40375 inter
Kursgebühr: 85 EUR für Zahnärzte,
40 EUR für Mitarbeiter
Fachgebiet: Kinderzahnheilkunde
Thema: Kleine Punkte – große
Wirkung: Akupunktur, Akupressur
und energetische Psychologie
(Klopfakupunktur) bei der Kinderzahnbehandlung
Referent/in: Dr. Gisela Zehner,
Herne
Termin:
04.07.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Zahnärztekammer Hamburg
Fortbildungspunkte: 10
Kurs-Nr.: 40367 kons
Kursgebühr: 220 EUR
Fachgebiet: Implantologie
Thema: Kurzcurriculum Implantologie – Start (insgesamt 4 Kurseinheiten)
Referent/in: Dr. Kai Krüger, Hamburg, Dr. Ulrich Konter, Hamburg,
Dr. Jan Klenke, Hamburg,
Dr. Matthias Müller, Hamburg
Termin:
03.07.2015, 14.00 – 18.00 Uhr,
04.07.2015, 09:00 – 16:00 Uhr
Ort: Praxis Dr. Klenke/Christian
Regel, Große Bleichen 32, 20354
Hamburg (freitags) Zahnärztekammer Hamburg (samtags)
Fortbildungspunkte: 15
Kurs-Nr.: 9000 impl
Kursgebühr: 2380 EUR
(für 4 Kurseinheiten)
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Reinigung und Obturation.
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Termine
68
Auskunft u. schriftliche Anmeldung:
Zahnärztekammer Hamburg –
Fortbildung
Postfach 740925,
22099 Hamburg
Frau Westphal: 040/733405-38
[email protected]
Frau Knüppel: 040/733405-37
[email protected]
Fax: 040/733405-76
www.zahnaerzte-hh.de
ZÄK Niedersachsen
Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: Konservierende
Zahnheilkunde
Thema: Behandlung endodontischer Schmerzfälle: Medikamente,
Anästhesie und kausale Therapie
Referent/in: Prof. Dr. Edgar Schäfer
Termin:
10.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Hannover
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: Z 1535
Kursgebühr: 120 EUR
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Zahnärztliche und Parodontale Chirurgie für die Praxis
Referent/in: Dr. Jan Behring, MSc
Termin:
12.06.2015, 14.30 – 19.00 Uhr
13.06.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
Ort: Hannover
Fortbildungspunkte: 16
Kurs-Nr.: Z 1536
Kursgebühr: 710 EUR
Fachgebiet: Konservierende
Zahnheilkunde
Thema: Adhäsive Zahnmeddizin –
rundherum an einem Tag
Referent/in: Prof. Dr. Roland
Frankenberger
Termin:
08.07.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Hannover
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: Z 1541
Kursgebühr: 132 EUR
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1278)
Fachgebiet: zahnMedizin/Notfall
Thema: Der allgemeinmedizinische Risikopatient in der
zahnärztlichen Praxis
Referent/in: Prof. Dr. Andreas Filippi
Termin:
10.07.2015, 9.00 – 17.00 Uhr
Ort: Hannover
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: Z 1542
Kursgebühr: 210 EUR
Fachgebiet: Zahnärztliche
Chirurgie
Thema: Das kleine 1x1 der Zahnärztlichen Chirurgie: ein Kurs mit
Hands-on Übungen am Schweinekiefer und Video-Demonstrationen
Referent/in: Prof. Dr. Andreas Filippi
Termin:
11.07.2015, 08.00 – 16.00 Uhr
Ort: Hannover
Fortbildungspunkte: 9
Kurs-Nr.: Z 1543
Kursgebühr: 350 EUR
Auskunft und Anmeldung:
ZÄK Niedersachsen
Zahnärztliche Akademie
Niedersachsen, ZAN
Zeißstr. 11a, 30519 Hannover
Tel.: 0511/83391-311 oder -313
Fax: 0511/83391-306
Aktuelle Termine unter www.zkn.de
ZÄK Westfalen-Lippe
Zahnärztliche Fortbildung
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Schnittstelle
Parodontologie – Implantologie
Implantat-Versorgung beim parodontal vorgeschädigten Patienten
Referent/in: Prof. Dr. H. Visser
Termin:
10.06.2015, 15.00 – 19.00 Uhr
Ort: Akademie für Fortbildung,
Auf der Horst 31, 48147 Münster
Fortbildungspunkte: 5
Kurs-Nr.: 15 740 029
Kursgebühr: ZA: 219 EUR, ASS:
109 EUR
Fachgebiet:
Kinder- und Jugend-ZHK
Thema: Arbeitskreis Kinderzahnheilkunde /Lachgassedierung
in der modernen Kinderzahnheilkunde
Referent/in: Dr. Peter Noch,
Lünen, ZA Jesko Gärtner, Bochum
Termin:
17.06.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
Ort: Akademie für Fortbildung,
Auf der Horst 31, 48147 Münster
Fortbildungspunkte: 3
Kurs-Nr.: 15 710 726
Kursgebühr:
ZA: 89 EUR, ASS: 89 EUR,
ZFA: 44,50 EUR
Fachgebiet: Chirurgie
Thema: MKG Chirurgie 2015 –
ein klinisches Update
Wissenschaftliche Erkenntnisse
für die tägliche Praxis
Referent/in:
ZA Robert Ponelis, Münster
Termin:
17.06.2015, 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: Gaststätte Zu den Fischteichen, Dubelohstr. 92,
33104 Paderborn
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 15 750 026
Kursgebühr: ZA: 79 EUR,
ASS: 39,50 EUR
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Parodontologie im
Wandel der Demographie und der
Erfolgskriterien
Referent/in: Dr. I. Harks, Münster,
Dr. A. M. Marx, Düsseldorf
Termin:
24.06.2015, 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: Park Inn Hotel, Am Johannisberg 5, 33619 Bielefeld
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 15 750 020
Kursgebühr:
ZA: 79 EUR, ASS: 39,50 EUR
Fachgebiet: Dentale Fotografie
Thema: Spezielle Fachkunde im
Strahlenschutz für die digitale
dentale Volumentomografie (DVT)
(inkl. Aktualisierung der
Fachkunde im Strahlenschutz für
Zahnärzte/-innen)
Referent/in: Prof. Dr. Dr. Ulrich
Meyer, M.Sc., Münster, Dr. Irmela
Reuter, Münster
Termin:
27.06.2015, 09.00 – 17.30 Uhr +
31.10.2015, 09.00 – 16.30 Uhr
Ort: Akademie für
Fortbildung, Auf der Horst 31,
48147 Münster
Fortbildungspunkte: 20
Kurs-Nr.: 15.740.026
Kursgebühr: ZA: 990 EUR,
ASS: 990 EUR
Fachgebiet: Praxismanagement
Thema: Datenschutz in der
Zahnmedizin
Referent/in: Markus Strauss,
Geldern, Klaus Belch, Braunschweig
Termin:
27.06.2015, 09.00 – 17.30 Uhr
Ort: Akademie für Fortbildung,
Auf der Horst 31, 48147 Münster
Fortbildungspunkte: 9
Kurs-Nr.: 15 740 062
Kursgebühr: ZA: 159 EUR,
ASS: 159 EUR, ZFA 159 EUR
Fachgebiet: Prothetik
Thema: Die prothetische
Rekonstruktion der vertikalen
Kieferrelation – Bissanhebungen
sorgenfrei angehen!
Referent/in: Dr. Tobias Ficnar, Unna
Termin:
01.07.2015, 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: Gaststätte Zu den Fischteichen, Dubelohstr. 92,
33104 Paderborn
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 15 750 015
Kursgebühr: ZA: 79 EUR,
ASS: 39,50 EUR
Fachgebiet: Prothetik
Thema: Die prothetische Rekonstruktion der vertikalen Kieferrelation – Bissanhebungen sorgenfrei
angehen!
Referent/in: Dr. Tobias Ficnar, Unna
Termin:
08.07.2015, 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: InterCity Hotel,
Ringstraße 1 – 3,
45879 Gelsenkirchen
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 15 750 016
Kursgebühr: ZA: 79 EUR,
ASS: 39,50 EUR
Fachgebiet:
Kinder- und Jugend-ZHK
Thema: Kinderbehandlung – ganz
entspannt! Ein Grundkurs für
Zahnärzte/innen und Mitarbeiter/
innen
Referent/in:
Dr. Sabine Bertzbach, Bremen
Termin:
10.07.2015, 14.00 – 18.30 Uhr +
11.07.2015, 08.30 – 16.15 Uhr
Ort: Akademie für Fortbildung,
Auf der Horst 31, 48147 Münster
Fortbildungspunkte: 15
Kurs-Nr.: 15 740 044
Kursgebühr: ZA: 499 EUR,
ASS: 249 EUR
Fachgebiet: Interdisziplinäre ZHK
Thema: 17. Akademietag 2015 –
Schlafmedizin im zahnärztlichen
Kontext
Referent/in: PD Dr. Dominic Dellweg, Schmallenberg, Dr. Detlev
Heyse, Schmallenberg
Termin:
15.08.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Akademie für Fortbildung,
Auf der Horst 31, 48147 Münster
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: 15 720 010
Kursgebühr: ZA: 80 EUR,
ASS: 40 EUR, ZFA: 40 EUR
ZÄK Sachsen-Anhalt
Fachgebiet: Kieferorthopädie
Thema:
Arbeitskreis Kieferorthopädie
Extraktionstherapie
Referent/in: Dr. Werner Noeke,
Mescheide, Dr. Holger Winnenburg, Coesfeld
Termin:
19.08.2015, 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: Akademie für Fortbildung,
Auf der Horst 31, 48147 Münster
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 15 710 735
Kursgebühr: ZA: 99 EUR,
ASS: 99 EUR
Fachgebiet: Notfallmanagement
Thema: Notfallendodontie – Behandlungsmaßnahmen und juristische Aspekte im Notdienst
Referent/in: Prof. Dr. Thomas
Wrbas, Freiburg
Termin:
13.06.2015, 9.00 – 16.00 Uhr
Ort: Reichenbachinstitut der ZÄK,
Große Diesdorfer Str. 162,
Magdeburg
Fortbildungspunkte: 7
Kurs-Nr.: ZFA 2015–017
Kursgebühr: 240 EUR
Fachgebiet: Chirurgie
Thema: MKG Chirurgie 2015 –
ein klinisches Update Wissenschaftliche Erkenntnisse für die
tägliche Praxis
Referent/in: ZA Tobias Annussek,
Münster
Termin:
19.08.2015, 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: Akademie für Fortbildung,
Auf der Horst 31, 48147 Münster
Fortbildungspunkte: 4
Kurs-Nr.: 15 750 027
Kursgebühr: ZA: 79 EUR,
ASS: 39,50 EUR
Auskunft: ZÄKWL
Akademie für Fortbildung
Dirc Bertram
Tel.: 0251/507-600, Fax: -619
[email protected]
Fortbildungsinstitut
„Erwin Reichenbach“
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Vorträge für Zahnmedizinische
Verwaltungsassistentinnen
Fachgebiet: Berufsausübung
Thema: Berufsausübung Modul 3:
vom Amalgamabscheider bis zur
Validierung
Referent/in: A. Kibgies, Magdeburg
Termin:
12.06.2015, 15.00 – 19.00 Uhr
Ort: Ankerhof Hotel, Ankerstr. 2a,
Halle (Saale)
Kurs-Nr.: ZFA 2015–022
Kursgebühr: 75 EUR
Fachgebiet: Praxisführung
Thema: Eigenmotivation, Konfliktkompetenz und faires Miteinander: Sichern Sie die Energie für
das Wesentliche (Teamkurs)
Referent/in: Petra Erdmann,
Dresden-Langenbrück
Termin:
13.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Reichenbachinstitut der ZÄK,
Große Diesdorfer Str. 162,
Magdeburg,
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: ZFA 2015–023
Kursgebühr: 330 EUR
(1 ZA/1 ZFA)
• Kosmetische Zahnaufhellung für zu Hause
• Gebrauchsfertige UltraFit Trays mit 6% H2O2
• Geringer Aufwand für die Praxis, preisgünstig
für den Patienten
• 2 Geschmacksrichtungen (Mint und Melone)
• PF-Formel stärkt den Zahnschmelz
Angebot gültig bis 30.06.15. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
des ausliefernden Fachhändlers.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1279)
70
Termine
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Implementation eines professionellen Parodontitis-Therapiekonzeptes in der zahnärztlichen
Praxis
Ein praxisorientierter Intensivkurs
für ZMP/ZMF/DH
Referent/in: S. Meyer-Loos, Mölln
Termin:
17.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Reichenbachinstitut der ZÄK,
Große Diesdorfer Str. 162,
Magdeburg
Kurs-Nr.: ZFA 2015–024
Kursgebühr: 115 EUR
Fachgebiet: Praxismanagement
Thema: Materialverwaltung mit
System
Referent/in: Christine BaumeisterHenning, Haltern
Termin:
03.07.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Im Ankerhof Hotel, Ankerstr.
2a, Halle (Saale)
Fortbildungspunkte: 5
Kursgebühr: 260 EUR
(1 ZA/1 ZFA)
Kurs-Nr.: ZFA 2015–031
(Teamkurs)
Fachgebiet: Prophylaxe
Thema: Einführung in die praktische Umsetzung der professionellen Zahnreinigung
Referent/in: G. Schmid, Berlin
Termin:
19.06.2015, 15.00 – 19.00 Uhr
20.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Reichenbachinstitut der ZÄK,
Große Diesdorfer Str. 162,
Magdeburg
Kurs-Nr.: ZFA 2015–025
Kursgebühr: 240 EUR
Anmeldungen bitte schriftlich:
ZÄK Sachsen-Anhalt
Postfach 3951,
39104 Magdeburg
Frau Meyer: 0391/73939-14
Frau Bierwirth: 0391/73939-15
Fax: 0391/73939–20
[email protected]
[email protected]
Fachgebiet: Abrechnung
Thema: Abrechnung konservierender und chirurgischer Leistungen
(Bema und GOZ/GOÄ)
Praxisnahes Basiswissen für Einsteiger und Wiedereinsteiger
Referent/in: I. Honold
Termin:
26.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr u.
27.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Halle (Saale), im Ankerhof
Hotel, Ankerstr. 2a
Kurs-Nr.: ZFA 2015–026
Kursgebühr: 295 EUR
Fachgebiet: Röntgen
Thema: Radiologie und Strahlenschutz für Zahnmedizinische
Fachangestellte
Kurs zur Aktualisierung der
Kenntnisse im Strahlenschutz
Referent/in: Prof. Dr. Dr.
Alexander Walter Eckert, Halle
Termin:
27.06.2015, 09.00 – 13.00 Uhr
Ort: Magdeburg, RAMADA Hotel,
Hansapark 2
Kurs-Nr.: ZFA 2015–027
Kursgebühr: 45 EUR
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1280)
Kongresse
■
Juni
64. Jahrestagung der Deutsche
Gesellschaft für Prothetische
Zahnmedizin und Biomaterialien
e.V. (DGPro) 2015
Termin: 11. – 13.06.2015
Ort: Congress Centrum Maritim
Hotel Ulm
Veranstalter:
Deutsche Gesellschaft für
Prothetische Zahnmedizin und
Biomaterialien e.V. (DGPro)
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Ralph G. Luthardt
Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Zahnärztliche Prothetik
Department für Zahnheilkunde
Information und Anmeldung:
Conventus Congressmanagement
& Marketing GmbH
Carl-Pulfrich-Straße 1, 07745 Jena
Mandy Wagner
Tel.: 03641/3116–160
[email protected]
www.dgpro-kongress.de
ZMK Update 2015
Thema: Zahnärztlich-Wissenschaftliche Themen
Veranstalter: med update GmbH
Hagenauer Straße 53, 65203
Wiesbaden, Tel.:0611 73658–0
E-Mail: [email protected]
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz
Prof. Dr. Hans-Christoph Lauer
Prof. Dr. Elmar Hellwig
Referent/in:
Prof. Dr. Nicole B. Arweiler, Prof.
Dr. Claus-Peter Ernst, Prof. Dr. Andreas Filippi et al.
Termin: 12.-13.06.2015
Ort: Rheingoldhalle,
Rheinstraße 66, 55116 Mainz
Fortbildungspunkte: 15
Kursgebühr: Red. Gebühr 400 EUR
(bis zum 05.06.2015), Reguläre
Gebühr 450 EUR (ab dem
06.06.2015) Ermäßigung Assistenzarzt –50 EUR
Auskunft: http://zmk-update.com
Anmeldung: https://mi.wikonect.de/forms/ZMK2015.do
Fachgebiet: Zahnmedizin
Thema: Sommerfortbildung im
Bildungszentrum Kloster Banz,
Bad Staffelstein
Referent/in: Dr. A. Bauersachs,
Dr. G. Breuer, Dr. A. Euba eta al.
Termin: 19. – 20.06.2015
Ort: Kloster Banz, Staffelstein
Fortbildungspunkte:
Kongress 8, Kongress + WS 13,
DVT-Kurs (zusätzlich) 7
Kurs-Nr.: 15800
Tagungsgebühren:
Mitgl. 200 EUR, WS 50 EUR,
Nichtmitgl. 400 EUR, WS 70 EUR
Anmeldung: www.vfwz.de
Frühjahrsfortbildung der
hessischen Zahnärzte in Kassel
Thema: Neues und Bewährtes in
der Zahnmedizin
Termin: 20.06.2015
Ort: Kongress Palais Kassel,
Stadthalle
Veranstalter:
FAZH Fortbildungsakademie
Zahnmedizin Hessen GmbH,
Außenstelle Kassel
Mauerstraße 13, 34117 Kassel
Tel. 0561/70986–11
Fax 0561/70986–44
29. Oberpfälzer Zahnärztetag 2015
Thema: Innovation als Motivation
– Zahnheilkunde heute
Referent/in: diverse
Termin: 25.06.2015 – 27.06.2015
Ort: Universitätsklinikum
Regensburg
Anmeldung an: Zahnärztlicher
Bezirksverband Oberpfalz,
Albertstraße 8, 93047 Regensburg, Fax 09 41/5 92 04–70
■
Juli
13. Festspielgespräche zur Ganzheitsmedizin 2015
Thema:
Unter dem Titel „Freude und Begeisterung, Wirklichkeit und Realität„ diskutieren renommierte Mediziner/innen Fragen rund um
Zellgedächtnis, Zellregeneration,
Zellbewusstsein – 38 DFP
Referent/in: 30 namhafte Medizinerinnen und Mediziner aus Österreich und Deutschland, darunter Dr. Jochen Gleditsch, Univ.
Prof. Dr. Stefan Kopp, Dr. Michael
Spitzbart, Prof Dr. Dr. Walter
Zieglgänsberger, Univ. Prof. Dr.
Michael Musalek
Termin: 30.07 bis 02.08 2015
Ort: Bezau/Bregenzerwald, Vorarlberg, Österreich
Veranstalter: Gesellschaft für ganzheitliche Zahnheilkunde der Österreichischen Gesellschaft für
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Information und Anmeldung:
DDr. Irmgard Simma, Arlbergstr.
139, 6900 Bregenz, www.simma.
at oder direkt www.cvent.com/
d/0rq8ph, + Frühbucherrabatt bis
30. April 2015!
■
September
50. Bodenseetagung für
Zahnärztinnen und Zahnärzte
Veranstalter: Bezirkszahnärztekammer Tübingen
Thema: Jubiläumsveranstaltung
mit fachlichen und besonderen
Vorträgen
Termin: 18./19.09.2015
Ort: Lindau (Bodensee)
Auskunft: Bezirkszahnärztekammer
Tübingen Carola Kraft Bismarckstraße 96, 72072 Tübingen
Tel.: 07071 911 – 222
Fax: 07071 911 – 209
[email protected]
4. Fortbildungsveranstaltung für
ZFA Veranstalter: Bezirkszahnärztekammer Tübingen
Thema: Prophylaxe – nicht nur im
Mund
Termin: 18./19.09.2015
Ort: Lindau (Bodensee)
Auskunft: Bezirkszahnärztekammer
Tübingen Carola Kraft Bismarck-
71
straße 96, 72072 Tübingen,
Tel.: 07071 911 – 222
Fax: 07071 911 – 209
[email protected]
23. Fortbildungstage der ZÄK
Sachsen-Anhalt
Thema: „Randgebiete der Zahnmedizin“
Termin: 18. – 20. September 2015
Ort: Wernigerode, Harzer Kulturund Kongresshotel, Pfarrstr. 41
Fortbildungspunkte: pro Tag 6,
Gesamttagung 15
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. med. dent. habil. Christian Gernhardt, Halle (Saale)
FDI Kongress 2015
Thema:
Dentistry in the 21th Century
Veranstalter: FDI World Dental
Federation, Dental Association of
Thailand
Termin: 22. – 25.09.2015
Ort: Bangkok International Trade &
Exhibition Centre (BITEC), Thailand
Auskunft und Anmeldung:
Registration deadlines
Early Bird: 15th June 2015
Pre-registration: 15th August 2015
For Registration assistance,
contact:
The Dental Association of Thailand
71 ladplaw 95 Wangthonglang
Bangkok 10310,Thailand.
Tel: +662 539 4748
Fax: +662 514 1100
www.fdi2015bangkok.org
[email protected]
BALD
AUCH IN
IHRER
NÄHE!
■
Oktober
Expert in Oral Implantology
Thema: Implantologie
Veranstalter: DGZI e.V.
Wissenschaftliche Leitung:
Dr. Rolf Vollmer
Referent/in:
Internationales Prüferteam
Termin: 01.10.2015
Ort: Hotel Dorint Wiesbaden
Auguste Viktoria Strasse 15,
65185 Wiesbaden
Fortbildungspunkte: 8
Kurs-Nr.: GBOI_2015
Kursgebühr: 1500 EUR
Auskunft und Anmeldung:
DGZI e.V., Geschäftsstelle,
Paulusstraße 1,
40237 Düsseldorf,
Tel.: 0211 / 16970–7,
Fax: 0211 / 16970–66,
[email protected]
45. Intern. Jahreskongress der DGZI
Thema: Implantologie
Veranstalter: DGZI e.V.
Wissenschaftliche Leitung:
Prof. (CAI) Dr. Roland Hille
Referent/in: Internationales
Referententeam
Termin: 02.10.2015 – 03.10.2015
Ort: Hotel Dorint Wiesbaden
Auguste Viktoria Straße 15
65185 Wiesbaden
Fortbildungspunkte: 16
Kurs-Nr.: JK_2015
Kursgebühr: 400 EUR
Auskunft und Anmeldung:
DGZI e.V., Geschäftsstelle,
Paulusstraße 1, 40237 Düsseldorf,
Tel.: 0211 / 16970–77,
Fax: 0211 / 16970–66,
[email protected]
Tel.: 0 38 34 – 86 196 31
[email protected]
E-Mail: [email protected]
Universität Kiel
Hochschulen
Universität Greifswald
Thema: Professionelle Zahnreinigung – Alles nur Kosmetik oder
medizinische Verantwortung?
1. Praktischer Arbeitskurs
Parodontologie mit Lehrmeinungen, Erfahrungen, Beispielen und
praktischen Übungen aus den
USA und Greifswald
Referent/in: Frau Kim Johnson
RDH, MDH (Health Partners
Institute for Education and
Resarch Minneapolis/Minnesota)
USA gemeinsam mit DH’s und
Zahnärzten der Uni-Zahnklinik
Greifswald
Termin: 20. – 24.07.2015
Kursgebühr: 950 EUR
Anmeldung:
Frau Yvonne Breuhahn
OÄ Dr. Jutta Fanghänel
Abteilung Parodontologie
Zentrum für ZMK-Heilkunde
17475 Greifswald
Walther Rathenaustr. 42a
Thema: Diagnostik und Therapie
craniomandibulärer Dysfunktionen –
Kieler Konzept
Termine: Teil A: 20. – 22. 03.2015
Teil B: 29. – 31.05.2015
Teil C: 11. – 13.09.2015
Ort: Klinik für Kieferorthopädie
ZMK, Haus 26, UKSH,
Campus Kiel
Fortbildungspunkte:
22 je Teil A,B,C
Referent/in: Helge Fischer-Brandies,
Marc Asche, Christian Wunderlich
Teilnahmegebühr: 695 EUR,
545 EUR (Ass., Physiotherapeuten/
innen, Osteopathen/innen)
Information: Sekretariat Prof. Dr.
H. Fischer-Brandies, Klinik für
Kieferorthopädie, UKSH,
Campus Kiel
Arnold-Heller-Str. 3,
Haus 26, 24105 Kiel
Tel.: 0431/5972882
[email protected]
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E-Mail: [email protected]flemming-dental.de
Termine
72
Universität Basel
Thema: Excellence in Prosthodontics. A splendid future.
Veranstalter: Klinik für Rekonstruktive Zahnmedizin und Myoarthropathien
Kursleitung:
Prof. Dr. C. P. Marinello
Hebelstrasse 3, CH-4056 Basel
Termin:
03.07 2015, 09.00 – 17.00 Uhr
04.07.2015, 09.00 – ca. 14.00 Uhr
Ort: The Dolder Grand Hotel
Kurhausstr. 65, CH-8032 Zürich
Sonstiges:
D. A. Blanco, Puerto Rico / J. Castelnuovo, Italy / L. Codina, Spain /
I. Gamborena, Spain / Y. Goto,
USA / G. Gurel, Turkey / J. J. Gutierrez, USA / G. Kinzer, USA / E.
Leclercq, France / C. Marinello,
Schweiz / R. Mitrani, Mexico / T.
Morr, USA / K. Phillips, USA / A.
Shor, USA / u. a. Die Referate sind
in englischer Sprache.
Kursgebühr: Zahnärzte: CHF 900.Zahntechniker: CHF 400.Auskunft: Sandra-C. Bock
Hebelstrasse 3, CH-4056 Basel
F +41 61 267 26 60
[email protected]
Adresse:
Klinik für Rekonstruktive Zahnmedizin und Myoarthropathien
Kliniksekretariat
Prof. Dr. C. P. Marinello
Hebelstrasse 3
CH-4056 Basel
E-Mail: [email protected]
Fax: 0041 61 267 26 60
Thema: Zeitgemäße Diagnostik und
Therapie der Myoarthropathien des
Kausystems: Ein Crashkurs mit
praktischen Übungen
Veranstalter: Klinik für
Rekonstruktive Zahnmedizin und
Myoarthropathien
Kursleitung:
Prof. Dr. J. C. Türp
Hebelstrasse 3, CH-4056 Basel
Termin:
05.11.2015, 16.00 – 19.30 Uhr
Ort:
Universitätskliniken für Zahnmedizin, Hebelstrasse 3, 4056 Basel
Kursgebühr: Zahnärzte: CHF 300.Auskunft:
Klinik für Rekonstruktive
Zahnmedizin und Myoarthropathien
Hebelstrasse 3, CH-4056 Basel
T +41 61 267 26 36
F +41 61 267 26 60
[email protected]
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1282)
Adresse:
Klinik für Rekonstruktive Zahnmedizin und Myoarthropathien
Fortbildung
Hebelstrasse 3, CH-4056 Basel
Tel.: 0041 61 267 26 36
Fax: 0041 61 267 26 60
Herrhausen-Str. 44, 58455 Witten
Tel.: +49 (0)2302 / 926 –768
Fax: +49 (0)2302/ 926 44 931
E-Mail: [email protected]
www.zentrumweiterbildung.de/en/
Universität Bonn
Wissenschaftliche
Gesellschaften
Fachgebiet: Anästhesie
Thema: Lachgassedierung –
Theoretische Grundlagen und
Anleitungen zur Anwendung in
der Praxis (Zertifizierung
Zahnärzte, 2-tägig / Einweisung
ZFA, 1-tägig).
Referent/in:
AOR Dr. B. Mohr,
Univ.-Prof. Dr. G. Wahl,
Prof. Dr. P. Knüfermann,
Dipl.-Ing. W. Wegscheider.
Termin:
04.09.2015, 9.00 – 16.45 Uhr,
05.09.2015, 9.00 – 13.00 Uhr
Ort: Zentrum für Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde der
Universität Bonn, Welschnonnenstr. 17, 53111 Bonn
Fortbildungspunkte: 16
Kursgebühr:
890 EUR Zahnarzt/Oralchirurg,
390 EUR ZFA
Anmeldung:
www.lachgassedierung-kurs.de
Poliklinik für Chirurgische Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde
Sekretariat: Ute Schlütter.
Welschnonnenstraße 17
53111 Bonn
Fon: 0228. 287–22327
Fax: 0228. 287–22653
[email protected]
Universität Witten
Fachgebiet: Zahnheilkunde
Thema: Crashkurs Endodontie
Referent/in:
Prof. Dr. Rudolf Beer
Termin: 19.09.2015
Ort: Campus der Universität
Witten/Herdecke,
Alfred-Herrhausen-Straße 50,
58448 Witten
Fortbildungspunkte: 8
Kursgebühr:
Zahnarzt/ärztin: 380 EUR,
WeiterbildungsassistentIn: 280 EUR
Auskunft und Anmeldung:
Zentrum Fort- und Weiterbildung
Universität Witten/Herdecke, Alfred-
APW
Akademie
Praxis und Wissenschaft
Fachgebiet: Zahnerhaltung
Thema: Innovationen und Problemlösungen in der restaurativen
Zahnheilkunde
Termin:
12.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
13.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Heidelberg
Referent/in: PD Dr. Diana Wolff,
Dr. Cornelia Freese
Kursgebühr: 490 EUR
460 EUR DGZMK-Mitglieder
440 EUR APW-Mitglieder
Kurs-Nr.: ZF2015CR02
Fachgebiet: Parodontologie
Thema: Minimal-invasive plastische und prä-prothetische Parodontalchirurgie step-by-step am
Schweinekiefer
(Praktischer Arbeitskurs)
Termin:
13.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Bonn
Referent/in: Dr. Moritz Kebschull
Kursgebühr: 410 EUR
380 EUR DGZMK-Mitglieder
360 EUR APW-Mitglieder
Kurs-Nr.: ZF2015CP02
Fachgebiet: Endodontologie
Thema: Revisionen endodontischer Misserfolge (Arbeitskurs)
Referent/in: Prof. Dr. M.
Hülsmann
Termin:
19.06.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
20.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Göttingen
Kurs-Nr.: ZF2015CE04
Kursgebühr: 480 EUR
450 EUR DGZMK-Mitglieder
430 EUR APW-Mitglieder
Fachgebiet: Kinderzahnheilkunde
Thema: Die „Ritualisierte Verhaltensführung“ – Ein Konzept für eine erfolgreiche Kinderbehandlung
in der zahnärztlichen Praxis
Referent/in: ZA B. Beckers-Lingener
Termin:
19.06.2015, 13.00 – 19.00 Uhr
20.06.2015, 09.00 – 16.00 Uhr
Ort: Stuttgart
Kurs-Nr.: ZF2015CK02
Kursgebühr: 580 EUR
550 EUR DGZMK-Mitglieder
530 EUR APW-Mitglieder
Fachgebiet: Prothetik
Thema: Prothetische Konzepte:
Von der prothetischen Planung
zur Therapie
Referent/in: Prof. Dr. Heike G.
Luthardt, Dr. Heike Rudolph
Termin:
20.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Ulm
Kurs-Nr.: ZF2015CW04
Kursgebühr: 480 Euro
450 EUR DGZMK-Mitglieder
430 EUR APW-Mitglieder
Fachgebiet: Ästhetische
Zahnmedizin
Thema: Vollkeramische Vorgehensweisen und Präparationstechniken
Referent/in: ZA Ulf Krüger-Janson
Termin:
26.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Münster
Kurs-Nr.: ZF2015CÄ01
Kursgebühr: 590 EUR
560 EUR DGZMK-Mitglieder
540 EUR APW-Mitglieder
Fachgebiet: Endodontologie
Thema: Management von
Problemsituationen in der
Endodontologie – Schwerpunkt:
Mineral Trioxide Aggregate (MTA)
Termin:
27.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Heidelberg
Referenten: PD Dr. J.Mente u. Team
Kurs-Nr.: ZF2015CE05
Kursgebühr: 490 EUR
460 EUR DGZMK-Mitglieder
440 EUR APW-Mitglieder
Fachgebiet: Teamkurse
Thema: Teamarbeit zur
erfolgreichen endodontischen
Behandlung – „Hand in Hand
zur perfekten ENDO“
Termin:
27.06.2015, 10.00 – 17.00 Uhr
Ort: Frankfurt
Referenten: Dr. Henning
Bahnemann, ZA Daniel Reister
Kurs-Nr.: ZF2015HF01
73
Kursgebühr: 495 EUR
465 EUR DGZMK-Mitglieder
445 EUR APW-Mitglieder
Fachgebiet: Prothetik
Thema: Vollkeramische Adhäsivbrücken – eine bewährte Alternative zu Einzelimplantaten
Termin:
03.07.2015, 14.00 – 19.00 Uhr
04.07.2015, 09.00 – 16.30 Uhr
Ort: Kiel
Referent/in: Prof. Dr. M. Kern
Kursgebühr: 620 EUR
590 EUR DGZMK-Mitglieder
570 EUR APW-Mitglieder
Kurs-Nr.: ZF2015CW03
Fachgebiet: Allgemeine ZMK
Thema: Betreuung und
Versorgung von Patienten unter
antiresorptiven Substanzen wie
Bisphosphonate, Denosumab sowie Chemo- und Strahlentherapie
Termin:
04.07.2015, 09.00 – 18.00 Uhr
Ort: Mainz
Referenten: Dr. Christian Walter,
Prof. Wilfried Wagner, Prof. Dr.
Bilal Al-Nawas, Elisabeth Goetze
Kurs-Nr.: ZF2015CA04
Kursgebühr: 490 EUR
460 EUR DGZMK-Mitglieder
440 EUR APW-Mitglieder
Curriculum:
Thema: Update Zahnhartsubstanzdefekte: Prävention, Frühdiagnostik und Therapieentscheid
Referent: Prof. Dr. Stefan Zimmer
Termin:
19.06.2015, 14.00 – 18.00 Uhr
20.06.2015, 09.00 – 17.00 Uhr
Ort: Uni Witten/Herdecke
Kurs-Nr.: CA20150001WK08
Kursgebühr: 525 EUR,
495 APW-Mitglieder
Auskunft:
APW
Liesegangstr. 17a
40211 Düsseldorf
Tel.: 0211/669673-0
Fax: 0211/669673-31
[email protected]
www.apw-online.de
DGCZ
Deutsche Gesellschaft für
computergestützte Zahnheilkunde
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Intensivkurs
Referent/in: Dr. Bernd Reiss
Termin: 26./27.06.2015
Ort: Bensheim
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: IS060415
Kursgebühr: 1050 EUR zzgl. MwSt.,
525 EUR zzgl. MwSt. (ZFA)
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Intensivkurs
Referent/in: ZA P. Neumann,
ZA L. Brausewetter
Termin: 03./04.07.2015
Ort: Berlin
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: IS140515
Kursgebühr: 1050 EUR zzgl.
MwSt., 525 EUR zzgl. MwSt. (ZFA)
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Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Intensivkurs
Referent/in: Dr. Nagihan Kücük
Termin: 03./04.07.2015
Ort: Bensheim
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: IS480215
Kursgebühr: 1050 EUR zzgl.
MwSt., 525 EUR zzgl. MwSt. (ZFA)
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Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Intensivkurs
Referent/in: Dipl.-Stom. Oliver
Schneider
Termin: 05./06.06.15
Ort: Zwickau
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: IS290215
Kursgebühr: 1050 EUR zzgl.
MwSt., 525 EUR zzgl. MwSt. (ZFA)
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Intensivkurs
Referent/in: Dr. W. Schweppe,
Dr. O. Schenk
Termin: 12./13.06.15
Ort: Fröndenberg
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: IS130515
Kursgebühr: 1050 EUR zzgl.
MwSt., 525 EUR zzgl. MwSt. (ZFA)
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Brücken- und Sonderkonstruktionskurs
Referent/in: Dr. Otmar Rauscher
Termin: 12./13.06.15
Ort: München
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: IL490115
Kursgebühr: 1900 EUR zzgl. MwSt.,
1800 EUR zzgl. MwSt. (Mitglied
DGCZ)
Fachgebiet: CAD/CAM
Thema: 23. CEREC Masterkurs
Referent/in:
Dr. B. Reiss, Dr. K. Wiedhahn
Termin: 19./20.06.2015
Ort: München
Fortbildungspunkte: 16
Kurs-Nr.: CND70015
Kursgebühr:
690 EUR zzgl. MwSt.,
Mitglied DGCZ: 540 EUR zzgl.
MwSt.
ZFA: 320 Euro zzgl. MwSt.
Schienentherapie bei
CMD und Bruxismus
Tel: 0203 . 80 510 45
w w w. z a n t o m e d . d e
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Frontzahnkurs für Fortgeschrittene
Referent/in: Dr. Otmar Rauscher
Termin: 26./27.6.2015
Ort: München
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: FZ490215
Kursgebühr: 1460 EUR zzgl. MwSt.,
1360 EUR zzgl. MwSt. (Mitglied
DGCZ), 1460 EUR zzgl. MwSt. (ZFA)
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Spezialkurs –
Intraorale Abformsysteme
Referent/in: Prof. Dr. Sven Reich
Termin: 27.06.2015
Ort: Aachen
Fortbildungspunkte: 10
Kurs-Nr.: SO510215
Kursgebühr: 500 EUR zzgl. MwSt.,
450,00 EUR zzgl. MwSt. (Mitglied
DGCZ), 500,00 EUR zzgl. MwSt.
(ZFA)
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Seitenzahnkurs für
Fortgeschrittene
Referent/in: Dr. Bernd Reiss
Termin: 10./11.07.2015
Ort: Bensheim
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: SZ060215
Kursgebühr: 1460 EUR zzgl.
MwSt., 1.360 EUR zzgl. MwSt.
(Mitglied DGCZ), 1.460 EUR zzgl.
MwSt. (ZFA)
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Seitenzahnkurs für Fortgeschrittene
Referent/in: Dr. Otmar Rauscher
Termin: 17./18.07.2015
Ort: München
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: SZ490415
Kursgebühr: 1460 EUR zzgl.
MwSt., 1.360 EUR zzgl. MwSt.
(Mitglied DGCZ), 1.460 EUR zzgl.
MwSt. (ZFA)
Fachgebiet: CEREC Fortbildung
Thema: Intensivkurs
Referent/in: Dr. Olaf Schenk
Termin: 24./25.07.2015
Ort: Bensheim
Fortbildungspunkte: 21
Kurs-Nr.: IS450115
Kursgebühr: 1050 EUR zzgl.
MwSt., 525 EUR zzgl. MwSt.
(ZFA)
Anmeldung: DGCZ e.V.
Karl-Marx-Str. 124
12043 Berlin
Tel.: 030/767643-88
Fax. 030/767643-86
E-Mail: [email protected]
www.dgcz.org
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1283)
Termine
74
DGET
GAI
Deutsche Gesellschaft für
Endodontologie und zahnärztliche
Traumatologie e.V.
Gesellschaft für Atraumatische
Implantologie
Fortbildungsveranstaltungen
Fachgebiet: Endodontie
Thema: Member Summit
2015 – Table Clinics/Hands-on
Referenten: Dr. Jürgen Wollner,
Dr. Andreas Habash, Dr. Martin
Brüsehaber, Dr. Sebastian Riedel
Termin: 20.06.2015
Ort: Berlin
Kursgebühr: 149 EUR
Anmeldung: www.dget.de
Fachgebiet: Endodontie
Thema: Ausbildung für Ausbilder –
ENDODONTIE
Referenten: Prof. Dr. Michael
Hülsmann, Dr. Theodor Bimmerle,
Priv.-Doz. Dr. Kerstin Bitter, Dr.
Christian Diegritz, Prof. Dr. Stefan
Rüttermann, Dr. Eckehard Kostka,
Dr. Olivia Wolf, Dr. Monika
Marending Soltermann, Torsten
Wassmann
Termin:
10.07.2015, 13.30 – 17.30 Uhr
11.07.2015, 09.00 – 15.00 Uhr
Ort: Berlin, Charité
Kursgebühr: 50 EUR
Anmeldung: www.dget.de
Fachgebiet: Endodontie
Thema: 2. Gemeinschaftstagung
der DGZ und der DGET gemeinsam
mit der DGPZM und der DGR²Z
Referenten: Nationale und
Internationale Spezialisten
Termin: 12.-14.11.2015
Ort: München
Kursgebühr: 310 EUR Mitglieder,
490 EUR Nichtmitglieder,
günstiger für Präsentierende,
Assistenten, Studenten,
Zahnärztliches Personal
Anmeldung: www.dget.de
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1284)
Fachgebiet: Implantologie
Thema: Implantationskurs für
Miniimplantate am zahnlosen
Unterkiefer mit Liveoperation
unter praktischer Mitarbeit der
Teilnehmer (max. 7 Teilnehmer)
Referent/in:
Dr. Dr. Heinrich BültemannHagedorn
Termine:
30.05.2015, 20.06.2015,
11.07.2015, 19.09.2015,
17.10.2015
Ort: MKG-Praxis Dr. Dr. Heinrich
Bültemann-Hagedorn und
Dr. Cornelia Thieme, Bremen
Fortbildungspunkte: 11
Kursgebühr: 395 EUR
Auskunft:
GAI – Gesellschaft für
Atraumatische Implantologie
Faulenstr. 54, 28195 Bremen
Tel.: 0421/382212
Mobil: 0175/4014165
Fax: 0421/39099532
[email protected]
Verlust von
Kammerausweisen
Baden-Württemberg
Volker Rainer Matthes
Fürstengutweg 6
78462 Konstanz
Geb: 05.01.1966
Ausweis: -
Bekanntmachungen
Dr. Manfred Wagner
Rudenbergerstraße 14
79822 Titisee-Neustadt
Geb: 16.02.1950
Ausweis: -
Die Zahnärztekammer WestfalenLippe, Körperschaft des öffentlichen Rechts, bietet mit z-pms
Westfalen-Lippe ein Qualitätsmanagement für interessierte Vertragszahnärzte an.
Dieses basiert auf der Grundlage
der Richtlinie vertragszahnärztliche Versorgung – ZÄQM-RL des
Gemeinsamen Bundesausschusses. Mehr als 2.000 Praxen haben
sich für z-pms Westfalen-Lippe
entschieden.
wurden verloren, gestohlen beziehungsweise nicht zurückgegeben
und werden für ungültig erklärt.
Landeszahnärztekammer BadenWürttemberg mit den Bezirkszahnärztekammern
BZK Freiburg
Merzhauser Str. 114–116
79100 Freiburg
Tel.: (07 61) 45 06–0
Fax: (07 61) 45 06–450
BZK Karlsruhe
Joseph-Meyer-Str. 8 – 10
68167 Mannheim
Tel.: (06 21) 3 80 00–0
Fax: (06 21) 3 80 00–1 70
Zahnärzte Kammer
Niedersachsen:
Nr. 3296
Dr. Brigitte Koch
Nr. 8285
Dr. Vikotoria Rost
Nr. 7350
Tatiana Merissov
Benjamin Dunker
Lindenstraße 5
68723 Schwetzingen
Geb.: 09.02.1985
Ausweis: 8.5.2013
vom 28.05.1996
Dr. Jörg Schwitalla
Dr. Carola Kerner
Mainaustraße 142
78464 Konstanz
Geb.: 04.10.1967
Ausweis: 1.7.2000
Nr. 7614
Dr. Jochen Freitag
Dr. Felicitas Kuld
Hohenzollernstraße 90
75177 Pforzheim
Geb.: 24.01.1954
Ausweis: -
Nr. 2367
Gabriele Buchwald
wurden verloren, gestohlen beziehungsweise nicht zurückgegeben
und werden für ungültig erklärt.
Ausschreibung der ZÄKWL
Für Praxen, die auf freiwilliger
Basis eine Zertifizierung von z-pms
Westfalen-Lippe wünschen,
suchen wir qualifizierte Unternehmen. Grundvoraussetzung ist dabei, dass der Zertifizierer die Kompetenz nach DIN-EN-ISO |
IEC 17021: 2011besitzt, Zertifizierungen von Qualitätsmanagementsystemen nach
DIN-EN-ISO 9001: 2008 im
EA-Scope 38 | 1 durchzuführen.
Diese Kompetenz ist der Zahnärztekammer durch Akkreditierung
der DAkkS nachzuweisen.
Sollten wir Ihr Interesse geweckt
haben, wenden Sie sich bitte
wegen weiterer, ausführlicher
Informationen an die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe
Auf der Horst 29, 48147 Münster:
Herrn Dr. Hendrik Schlegel
– Geschäftsführender Zahnarzt –
0251 507–510
[email protected]
Jetzt anmelden!
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Fortbildungsangebot mit Workshops
6
Ihr Weg zur interdisziplinären
Mundgesundheitspraxis
Termine 2015 (jeweils Mittwochs):
Hannover 03.06.2015
Stuttgart
Mannheim 17.06.2015
München 11.11.2015
Hamburg 01.07.2015
Berlin
Leipzig
07.10.2015
18.11.2015
16.09.2015
Die Teilnahmegebühr beträgt für Praxismitarbeiter/-innen € 79,– und für Zahnärzte /-innen € 99,–.
Jetzt anmelden auf www.team-im-fokus.de oder telefonisch unter 06359 308787.*
Unterstützt von:
Veranstaltet von:
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1285)
*deutsche Festnetzgebühren, Mobilfunkgebühren können abweichen.
Unsere Themen:
! Interdisziplinäre Diagnostik in der Zahnarztpraxis
! Etablierte Risikotests in der Praxis anhand einer
Table Clinic Demonstration
! Innovative Präventions- und Therapiemethoden
! Gesundheitsökonomische Aspekte der interdisziplinär
arbeitenden Zahnarztpraxis
! Wirtschaftsfaktor Prophylaxe und Patientencompliance
CME-PUNKTE
Gesellschaft
Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V. in Burundi
Menschen ein Lächeln schenken
Anfang des Jahres leitete der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg Dr. Oliver Blume aus
München das Ärzteteam der Deutschen Cleft Kinderhilfe in Burundi. 20 Patienten
konnten dort von ihrer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte befreit werden. Der Mediziner
berichtet über einen für ihn „ganz besonders prägenden“ Hilfseinsatz.
Fotos: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V
76
Besonders schwerer Fall: Der 47-jährige Patient wurde sein Leben lang nur „Spalte“ genannt.
Obwohl ich seit vielen Jahre nach Afrika
reise, um Menschen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten zu operieren, war mein jüngster
Einsatz mit dem „Deutschen Cleft Kinderhilfe
e. V.“ und „burundikids e. V.“ in Bujumbura,
der Hauptstadt Burundis, ein ganz besonders
prägendes Erlebnis. Die Menschen in Burundi,
das jahrelang vom Bürgerkrieg gebeutelt
war, haben tagtäglich mit bitterer Armut zu
kämpfen. Der Gang zum Arzt oder gar in ein
Krankenhaus ist für viele Menschen einfach
nicht bezahlbar. Schon gar nicht, wenn es
um eine Operation, wie den Verschluss einer
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geht.
Aus vielen Teilen des Landes sind die
Hilfesuchenden zu uns gekommen, in der
Hoffnung auf eine Operation: aus der
Hauptstadt Bujumbura und ihrem ländlichen Umfeld, aus Ngozi im Norden und
Rumonge im Süden, jeweils drei oder mehr
Stunden mit dem Bus entfernt. Sie haben
meist über das Radio erfahren, dass wir mit
unserem Ärzteteam kommen, um ihnen zu
helfen.
Man weiß ja nie, was einen im Ausland
erwartet, so war ich wirklich erstaunt, ein so
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1286)
gut organisiertes Krankenhaus vorzufinden.
Es sind oft Kleinigkeiten, die einen stressigen
Operationstag für mein Team und mich
leichter machen: das stärkende Mittagessen,
das wir jeden Tag von der Leiterin des Krankenhauses bekamen, hat uns oft über den
Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tag gerettet. Eine
so herzliche Stimmung habe ich selten in
einem Krankenhaus erlebt, und weil alle so
lernbereit und wissbegierig waren, konnten
wir schon bei diesem ersten Einsatz eine
angehende burundische Chirurgin und das
Pflegepersonal schulen. Die Ausbildung des
ugandischen Kollegen Dr. Deus zum LKGChirurgen konnten wir diesmal so weit
abschließen, dass er mit meiner Assistenz
bereits zwei Patienten operieren konnte.
Es geht uns bei den Auslandseinsätzen nicht
nur darum, direkt zu helfen und Patienten
zu operieren, sondern vor allem darum,
langfristige Hilfsprojekte aufzubauen. Der
Deutsche Cleft Kinderhilfe e. V. hat darin
eine jahrelange Erfahrung und hat seit 2002
in zehn Ländern Anlaufstellen für Kinder
mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten ins Leben
gerufen. Je nach Entwicklungsstand werden
nicht nur Operationen durchgeführt, sondern auch wichtige Folgebehandlungen wie
Kieferorthopädie, (Sprach-)Funktionstherapie
und HNO angeboten. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf eine fundierte Ausbildung der Ärzte, Chirurgen und Therapeuten, denn langfristig verfolgen wir das Ziel,
dass die Behandlungen durch Einheimische
durchgeführt werden. Mit unserem Partner
burundikids haben wir die besten Voraussetzungen, auch in Burundi ein nachhaltiges
Projekt für LKG-Patienten aufzubauen. Der
Verein, der sich seit 2003 für Kinderrechte
und Bildung exklusiv in Burundi einsetzt, hat
es geschafft, ein sehr gut funktionierendes
Krankenhaus aufzubauen, und ist vor Ort
sehr gut vernetzt. So versuchen wir sicherzustellen, dass auch nach den Operationen
Kontakt zu den Patienten gehalten wird und
sie zu einer Nachkontrolle wiederkommen
können.
Ehefrau erkennt Mann
fast nicht mehr
Dr. Oliver Blume und Gunther Au-Balbach von
der Deutschen Cleft Kinderhilfe während einer
Operation in Burundi. Einheimische Ärzte werden
dabei geschult.
Ohne meinen langjährigen Wegbegleiter,
den erfahrenen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen Gunther Au-Balbach aus Solingen, und unseren Anästhesisten aus
Uganda, Dr. Emma, mache ich keine
Operationen im Ausland. In den 13 Jahren, in denen wir zusammen operiert
haben, hat es noch nie Komplikationen
gegeben. So ist auch die Operation eines
77
Fotos: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V
Bohrer, Zange und Inbus
Ein acht Monate altes Mädchen vor und nach der OP seiner Lippen-Kiefer-Gaumenspalte.
47-jährigen Mannes ohne Komplikationen
verlaufen. Ich habe schon viele Spalten operiert. Aber als ich auf diesen Mann mit seiner
extrem breiten bilateralen Spalte traf, musste
auch ich kurz schlucken. Per Übersetzer
fragte ich ihn nach seinem Namen. „Spalte“
war die Antwort. „Nein“, erwiderte ich, „ich
meine nicht die Erkrankung, ich möchte
seinen Namen wissen.“ Mit traurigen Augen
sagte der Mann, dass er von Geburt an immer
nur Spalte genannt worden sei und keinen
anderen Name habe. Die Operation dauerte
vier Stunden. Seine überglückliche Frau erkannte ihn danach kaum wieder.
Besonders ans Herz gewachsen ist unserem
gesamten Team ein elfjähriges Mädchen,
das mit seiner dementen Mutter zur
Operation kam. Da ihr Vater und alle ihre
sechs Geschwister verstorben sind, pflegt
das Mädchen seine Mutter alleine. Nach
dem Verschluss ihrer Lippen-Kieferspalte
war klar: Das Mädchen braucht weitere
Unterstützung. Gemeinsam wollen die
Deutsche Cleft Kinderhilfe und burundikids mit dem Partner vor Ort, Fondation
Stamm, nun dafür sorgen, dass das
Mädchen zur Schule gehen und in einem
sicheren Umfeld aufwachsen kann. Es sind
diese Momente, in denen man weiß, wofür
man die ganzen Strapazen auf sich nimmt
und seine Familie für zwei Wochen alleine
lässt.
„Besonders ans
Herz gewachsen ist
unserem ganzen
Team ein elfjähriges
Mädchen, das mit
seiner dementen
Mutter zur Operation
kam“, berichtet
Blume. Ihr Name
heißt übersetzt
Zwilling. Da ihr
Vater und alle sechs
Geschwister tot sind,
pflegt das Mädchen
seine Mutter alleine.
Es gibt auf diesen Reisen immer wieder
auch unerwartete und manchmal witzige
Momente: Mithilfe von Prof. Dr. Frank
Feyerherd, Vorstand der Deutschen Cleft
Kinderhilfe, hatten wir im Vorfeld zwei Narkosegeräte von Deutschland nach Burundi
transportieren lassen. Nach dem ersten
Schock, dass der Monitor des einen Geräts
auf dem langen und wahrscheinlich etwas
turbulenten Weg zerbrochen war und wir
die Geräte so nicht benutzen konnten,
machten wir Chirurgen uns mit Zange und
Inbus daran, aus den beiden Geräten ein
funktionierendes zusammenzuschrauben.
Unter großem Applaus der Krankenschwestern konnten wir das Gerät tatsächlich in
Betrieb nehmen.
Dieses Mal verlassen wir Burundi mit dem
guten Gefühl, 20 Menschen ein Stück
normales Leben zurückgegeben zu haben,
aber auch mit einem großen Päckchen
Arbeit: Wir kommen wieder – das ist klar.
Unzählige Kinder und auch Erwachsene mit
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte in Burundi sind
unbehandelt. Wegen der schwierigen Bedingungen im nach dem jahrelangen Bürgerkrieg bitterarmen Land hat es bis dato noch
gar keine koordinierten Einsätze für LKGPatienten gegeben. Es ist uns zur Herzensangelegenheit geworden, eine Spaltsprechstunde für Betroffene einzurichten und eine
permanente LKG-Station aufzubauen, wo
burundische Chirurgen selbst die Operationen durchführen können. Daher sind wir für
Unterstützung sehr dankbar und möchten
unsere Kollegen und Mediziner aufrufen, für
dieses wichtige Projekt zu spenden.
Dr. Dr. Oliver Blume
Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V.
[email protected]
ZM-ONLINE: QR-CODE
51414
Vorher-Nachher-Vergleich
Die Bilderstrecke zeigt
Patienten vor und
nach der OP sowie Eindrücke des Einsatzes.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1287)
Praxis
78
Finanzen rund ums Reisen
Sorglos in den Urlaub
Urlaub hat immer auch mit Geld zu tun – leider. Doch eine gute Vorbereitung
garantiert zumindest in dieser Hinsicht entspannte Ferien. Dazu gehören die
richtigen Reiseversicherungen, genügend Geld auf dem optimalen Girokonto
und die dazu passenden Karten. Eine gute App und die gespeicherten Notfallnummern auf dem Handy sorgen schon vor dem Start für Erholung.
„Ich bin dann mal weg“ – hoffentlich ist es
auch mit der Reisekasse gut bestellt.
zur Vorbereitung dazu. Doch benötigt man
bestimmt nicht alle, die die AssekuranzUnternehmen empfehlen.
Unverzichtbare
Versicherungen
■ Reisekrankenversicherung
Zahnärzte, die eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben, sind grundsätzlich besser abgesichert als gesetzlich
versicherte Kollegen. Sie dürfen sich über
einen europaweiten Versicherungsschutz
freuen. Dirk Lullies, Sprecher des Verbands
der Privaten Krankenversicherung PKV,
weist darauf hin: „Die Behandlung findet
auf demselben Niveau statt wie in
Deutschland.“ Weltweit gilt der Schutz für
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1288)
dem Ausland bei der Zusatzversicherung ein, bleibt ihnen
die Beitragsrückerstattung der
heimischen Vollversicherung
erhalten.
Für gesetzlich Versicherte ist der
Abschluss einer AuslandsreiseKrankenversicherung sogar unerlässlich. Dazu der Bund der
Versicherten: „Sie ist die einzig
wichtige Versicherung, die ins
Urlaubsgepäck gehört.“ Der
Grund: Sie übernimmt die
von der gesetzlichen Krankenversicherung GKV nicht gedeckten Kosten für eine Heilbehandlung im Ausland. Neben ambulanten ärztlichen Leistungen, Röntgendiagnostik, OPs, schmerzstillenden Zahnbehandlungen, Krankenhausaufenthalten kommt
sie vor allem für den Rücktransport im
Krankheits- und im Todesfall auf. „Am besten ist es“, so der Bund der Versicherten,
„wenn der Versicherer einen Rücktransport
bereits dann bezahlt, wenn er medizinisch
sinnvoll und vertretbar ist.“ Vor allem chronisch Kranke sollten darauf achten, dass es
keine Einschränkungen der Leistungspflicht
auf „unvorhergesehene, nicht absehbare
oder akute Erkrankungen“ gibt.
Eine Auslandsreise-Krankenversicherung lohnt
sich auch für die Länder, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Hier zahlt
die deutsche GKV nur die landesüblichen
Leistungen, die oft nicht dem deutschen
Standard entsprechen. Die Kosten für eine
solche Police liegen bei acht bis 13 Euro für
eine Jahrespolice.
■ Reisekostenrücktrittsversicherung
Sie zahlt, wenn aus einem wichtigen und
unvorhersehbaren Grund eine gebuchte
Reise nicht angetreten werden kann und der
Foto: Vario Images
Ab in die Ferien, nichts leichter
als das: Koffer gepackt, ECKarte ins Portemonnaie und
los geht’s. So einfach ist es,
wenn das Ziel innerhalb der
Eurogrenzen liegt. Eigentlich
funktioniert es auch so. Allerdings gibt es noch ein paar
Dinge zu beachten, will man
wirklich für zwei oder mehr
Wochen abschalten und den
Alltag vergessen. Zwar mag
es sich niemand vorstellen,
aber eine unvorhergesehene
Krankheit lässt sich nicht ausschließen. Auch der Diebstahl
des Reisegepäcks kann
passieren. Deshalb gehört der Abschluss der
entsprechenden Versicherungen
einen Monat, bei manchen Anbietern sogar
für drei Monate. Privatversicherte, die länger
im Ausland bleiben wollen, sollten darüber
vor Reiseantritt mit ihrer Versicherung
sprechen.
Einen großen Nachteil aber hat die private
Krankenversicherung mit der gesetzlichen
gemeinsam: Meistens übernehmen beide
einen im Krankheitsfall notwendigen Rücktransport nicht. Die Kosten dafür können je
nach Aufenthaltsort und Krankheit erheblich sein. Ein weiteres Plus für die zusätzliche
Auslandsreise-Krankenversicherung nennt
Experte Lullies: „Die Kosten für eine ärztliche
Behandlung im Ausland, die von dieser Versicherung übernommen werden, gefährden
nicht den Anspruch auf Beitragsrückerstattung
in der Krankenvollversicherung.“ Reichen
also Privatversicherte ihre Rechnungen aus
IMPLANTOLOGIE IM
ATROPHIERTEN KIEFER
Manche Policen übernehmen die Kosten
auch dann, wenn dem Versicherten eine
Kündigung ins Haus flattert oder er plötzlich einen neuen Job findet. Sinnvoll ist
es, gleichzeitig den Abbruch der Reise mitzuversichern. Die Bedingungen und die
Prämien unterscheiden sich kaum. Die
Stornogebühren fallen umso höher aus, je
später die Reise abgesagt wird. Meist trägt
der Versicherte eine Selbstbeteiligung von
mindestens 25 Euro oder 20 Prozent der
INFO
Illu.: jameschipper – Fotolia.com
Wenn Karten und Ausweise weg sind
Passiert der Worst Case und das Portemonnaie ist gestohlen worden, muss
man schnell handeln. Zuerst müssen die
Karten gesperrt werden. Deshalb ist
es wichtig, die entsprechenden Telefonnummern möglichst nicht in der Geldbörse aufzubewahren, sondern gesondert
im Koffer. Einige Banken haben eigene
Sperrnummern. Diese sollte man vor
der Reise in Erfahrung bringen. In jedem
Fall aber lassen sich die Karten über die
116 116 innerhalb Deutschlands sperren.
Erfolgt der Anruf aus dem Ausland, muss
man die +49 vorwählen.
Um trotzdem schnell an Bargeld zu gelangen, können die Lieben daheim mit
einer Blitzüberweisung aus der Patsche
helfen. Diesen etwas teuren Service bieten
Geldtransfer-Dienste wie Western Union
an, die mit Banken zusammenarbeiten.
Meistens kann das Geld schon einige
Minuten nach der Überweisung bei einer
der Agenturen vor Ort abgeholt werden.
Um sich für den Fall, dass auch Ausweispapiere und Tickets gestohlen werden,
zu schützen, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, diese Unterlagen sowie die
Krankenversicherungskarten immer zu
kopieren und separat von den Originalen
aufzubewahren. Beim Verlust von Ausweispapieren stellen Konsularabteilungen der
Botschaften, Generalkonsulate und einige
Honorarkonsuln Reiseausweise zur Rückkehr nach Deutschland aus. Diese Papiere
gelten für die Dauer der Reise, längstens
einen Monat. Sie erlauben die Rückkehr
nach Deutschland, aber nicht die Weiterreise in andere Länder. Bei einem längeren Aufenthalt können die Auslandsvertretungen auch Reisepässe ausstellen. ■
VORKONGRESS, 29.10.
7 Fortbildungspunkte
HAUPTKONGRESS, 30.-31.10.
16 Fortbildungspunkte
Workshop 1: Dr. Markus Schlee: Weichgewebsmanagement bei ausgedehnten Augmentationen,
CAD-CAM generierte Blocktransplantate (HandsOn-Übungen am Kunststoff- und Schweinekiefer)
Workshop 2: Dr. Eduardo Anitua: Surgical and
prosthetic approaches preventing the risk of
periimplantitis*
Workshop 3: Dr. Gerd Körner: Mikrochirurgische
Techniken bei der Augmentation von Knochen &
Weichgewebe, Bone Lamina Technik
(Hands-On-Training am Schweinekiefer)
Prof. Dr. Fouad Khoury: Aktuelle Konzepte zur
Augmentation mit autologem Knochen
Dr. Istvan Urban: GBR with Allografts & Membrans
and Sinuslift-Procedures*
Dr. Markus Schlee: CAD/CAM generierte allogene
Knochenblöcke – 10 Jahre klinische Erfahrung und
histologische Daten
Dr. Gerd Körner: Langzeitresultate bei Implantaten
im parodontal kompromittierten Gebiss
Prof. Dr. Dr. Ralf Schön: Moderne Aspekte zur
Augmentation im atrophierten Kiefer und zur
präimplantologischen Behandlung ausgedehnter
Knochendefekte
Dr. Eduardo Anitua:
- Minimizing patient morbidity by using small
implants and non-invasive techniques to treat
severe resorption*
- Placing short implants to avoid augmentation
in the athrophic jaw – long term (10y) clinical
success rates*
Prof. Dr. Paulo Malo: State-of-the-art
Rehabilitation for Total Edentulous:
The MALO CLINIC Protocol*
* Vortrag in Englisch, keine Simultanübersetzung
Achtung Stornogebühren
Kosten. Die Höhe der Prämien richtet sich
nach dem Reisepreis: Bei 1 500 Euro fallen
30 bis 60 Euro an, bei 3 000 Euro liegt die
Prämie zwischen 50 und 120 Euro.
■ Reisegepäckversicherung
Diese Versicherung kann man sich eigentlich schenken. Denn die Gesellschaften zahlen meistens nicht. Sie schließen vieles aus
und unterstellen häufig grob fahrlässiges
Verhalten – vor allem bei Diebstahl und
Beraubung. So müssen beispielsweise in
südlichen Ländern Koffer und Rucksäcke
zwischen die Beine geklemmt werden, Kameras müssen am Körper befestigt werden,
Schmuck darf gar nicht getragen werden.
Besser ist es, wertvolle Dinge, erst gar nicht
mitzunehmen. Sollte aber trotzdem etwas
passieren, springt in vielen Fällen die Hausratversicherung ein. Sie zahlt innerhalb
Europas und bei neueren Bedingungen
auch weltweit. Allerdings gibt es auch hierbei Einschränkungen: Bei Einbruch müssen
Zimmer und Behältnis aufgebrochen sein.
Für einfachen Diebstahl kommt die Versicherung nicht auf. Wird zum Beispiel eine
Kamera aus dem Auto entwendet, zahlt die
Versicherung nur dann, wenn das Fahrzeug
abgeschlossen im Parkhaus stand. Befand es
W
Reiseveranstalter Stornogebühren verlangt.
Dieser Fall tritt zum Beispiel ein, wenn der
Versicherte oder ein Mitreisender unerwartet schwer erkrankt oder einen schweren
Unfall erleidet. Auch wenn eine Schwangerschaft die Reise unmöglich macht oder
eine Impfung nicht vertragen wird, ein
Angehöriger oder ein Mitreisender stirbt
oder das Eigentum des Versicherten durch
Einbruch oder Brand stark beschädigt wird,
springt die Versicherung ein. Voraussetzung
ist allerdings, dass der Urlauber die Police
mindestens 30 Tage vor Antritt der Reise
abgeschlossen hat.
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1289)
Praxis
sich auf der Straße, verweigert sie
die Zahlung.
Für den optimalen Versicherungsschutz im Urlaub zu sorgen, gehört
zu den längerfristigen Vorbereitungen. Die Gestaltung der Reisekasse
hängt vom Reiseziel ab. Geht die
Fahrt oder der Flug ins Euroland,
hält sich der Planungsaufwand in
Grenzen. Eine gültige Girocard
(ehemals EC-Karte), eine Kreditkarte
und dazu etwas Bargeld „für den
ersten Kaffee hinter der Grenze“
oder Trinkgeld für die Hotelangestellten reichen völlig aus. Für den
richtigen Umgang mit den Karten
hält Julia Topar, Sprecherin des Bundesverbands deutscher Banken, noch
einen Tipp bereit:
Foto: KEYSTONE
80
Wer im Ausland Geld am Automaten abhebt, muss oft nicht
gerade niedrige Gebühren bezahlen.
„Vor Urlaubsantritt sollte man sich unbedingt
bei seiner Bank erkundigen, ob die Girocard
für das Ausland freigeschaltet ist.“
Der Hintergrund ist: Viele Banken setzen das
Limit fürs Abheben im europäischen Ausland auf null, damit Kriminelle dort kein
Geld abheben können. Deshalb empfiehlt
es sich, kurz vor der Reise der Bank mitzuteilen wohin man fährt und wie lange man
sich dort aufhalten will. Das Limit wird dann
für diese Zeit wunschgemäß hochgesetzt.
Wer diese Maßnahme vergessen hat und
im Urlaub die böse Überraschung am Geldautomaten erlebt, dass dieser kein Geld ausspuckt, kann sich telefonisch bei seiner Bank
melden. Die entsprechende Nummer findet
er auf der Rückseite seiner Karte.
Gebührenfrei abheben
Gibt der Automat aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht die gewünschte Summe
her, liegt es am Institut, das den Automaten
zur Verfügung stellt. Es darf ebenfalls Limits
einrichten, die nicht selten unter denen der
Bank zu Hause liegen. Die Gebühren fürs
Geldabheben belaufen sich üblicherweise
auf ein Prozent vom Umsatz. Das Bezahlen
mit der Girocard ist innerhalb der Eurozone
meist gebührenfrei, außerhalb wird ebenfalls ein Prozent vom Umsatz fällig.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1290)
Kurse sofort. Zahnärzte, die ihr
Smartphone oder Tablet mitnehmen, können sich die kostenlose
App des Bankenverbands „Reise +
Geld“ herunterladen. Damit kann
man rund 160 Währungen umrechnen. Bei den Kreditkarten
haben MasterCard und VisaCard
die größte Verbreitung. Reiseexperten raten dazu, Belege aufzuheben und diese zu Hause mit der
Monatsabrechnung zu vergleichen.
Bei Unstimmigkeiten kann der
Kunde innerhalb von sechs Wochen
reklamieren.
Das Reise-Girokonto
Einige Banken locken ihre
Kunden
mit besonders günstigen Konditionen. Mit
ihren Karten lässt sich Geld gebührenfrei
abheben. Für den Kreditkarten-Service
am Geldautomaten berechnen die Banken
üblicherweise etwa zwei bis drei Prozent
vom Umsatz. In den USA kann es passieren,
dass die Banken vor Ort zusätzliche Gebühren
kassieren.
Vorsicht sollten Urlauber walten lassen, die
außerhalb der Euroländer zum Beispiel in
der Schweiz Geld am Automaten abheben
wollen. Sie laufen dort schnell in eine Gebührenfalle. An manchen Automaten hat
man die Wahl zwischen der Abrechnung in
Euro oder in heimischer Währung, also
Schweizer Franken. Kunden, die sich für
Euro entscheiden, zahlen häufig einen
Umrechnungszuschlag, dessen Höhe die
Automatenbetreiber festlegen. Günstiger ist
es, immer die Auszahlung in der jeweiligen
Landeswährung zu wählen.
Das gilt auch für das Bezahlen in Geschäften. So mancher Ladenbesitzer preist seinen
eigenen Eurokurs an. Auch darauf sollte
man sich nicht einlassen. Geht die Reise
beispielsweise in die USA, nach Asien oder
in die Golfstaaten, hilft es, sich vor der
Reise über den aktuellen Wechselkurs zu
informieren. Dann erkennt man schlechte
Einige Banken bieten ihren Kunden mit dem
Reise-Girokonto einen besonderen Service.
Damit kann man im Ausland kostenlos
Bargeld abheben, bei einigen sogar weltweit. Dafür erhält man eine Girocard und
eine Kreditkarte. Weltweit die höchste Akzeptanz haben MasterCard und VisaCard:
24 Millionen Akzeptanzstellen und mehr als
eine Million Geldautomaten. Online-Banken
wie Consors, comdirect, DKB und DAB
erlauben die kostenlose Nutzung von Geldautomaten weltweit mithilfe ihrer Kreditkarten und zugehöriger PIN. Die DKB belohnt Guthaben auf dem Reisekonto bis
300 000 Euro sogar mit 0,9 Prozent Zinsen.
Die DAB bietet mit der MasterCard zum
kostenlosen Girokonto 0,1 Prozent Zinsen
für Guthaben. Für den Dispokredit verlangt
sie wie die DKB nur 7,5 Prozent. Doch
sollten Reisende, die ein Extra-Konto eingerichtet haben, darauf verzichten. Bedient
sich ein Unbefugter an diesem Konto, kann
er maximal die Summe kassieren, die sich
auf dem Reisekonto befindet. Deshalb der
Rat: keinen Dispokredit beantragen. Besser
ist es, von unterwegs den Kontostand zu
prüfen und die Kreditkartenabrechnung zu
kontrollieren. Dies sollte möglichst vom eigenen Smartphone oder Tablet geschehen
und nicht von öffentlichen Rechnern.
Marlene Endruweit
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1291)
Praxis
82
Aktuelles aus zm-online
Eine Gweipoh aus Bayern
Witten-Herdecke, London, Hongkong – das sind die die beruflichen Stationen der
Zahnärztin Dr. Sandra Hulac. Im Interview mit zm-online erzählt die gebürtige
Münchnerin über ihr Leben und Arbeiten in einer der geschäftigsten Metropolen
der Welt.
Foto: Susanne Theisen
mich in Endodontologie fortbilden. Warum
ist mir heute rätselhaft. Endo liegt mir nicht.
Mit meiner Bewerbung hatte ich aber kein
Glück. Es wurden jährlich nur zwei Plätze
vergeben und ich war Nummer drei. Ich
beschloss, stattdessen das Vergleichbarkeitsexamen zu machen, um mich niederlassen
zu können.
„Mich bringen hier keine zehn Pferde mehr weg“, sagt Sandra Hulac. Die Zahnärztin fühlt sich
beruflich in Hongkong angekommen.
Dr. Hulac, wie sind Sie in Hongkong
gelandet?
Dr. Sandra Hulac: Ich habe in WittenHerdecke studiert und bin kurz nach dem
Studium nach London umgezogen, weil
mein Mann dort gelebt hat. 1993 fing ich
an, in London zu arbeiten, zunächst als
angestellte Zahnärztin. Im Jahr 2000 wurde
meinem Mann dann eine Stelle als Investmentbanker in Hongkong angeboten.
Darüber war ich nicht besonders begeistert.
Ich war sehr glücklich in London, hatte
gerade mein erstes Kind bekommen und
eine kleine Praxis im Herzen der City aufgemacht. Ich wollte eigentlich nicht weg. Im
November 2000 haben wir uns Hongkong
dann aber einfach mal angeschaut. Ich
fand die Stadt beeindruckend und dachte:
Okay, ich komme mit. Im Jahr darauf sind
wir umgezogen.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1292)
Wie haben Sie die erste Zeit in Hongkong
in Erinnerung?
Ich war erst einmal ununterbrochen krank,
weil ich nicht an die Klimaanlagen gewöhnt
war, die hier überall auf vollen Touren laufen.
Auch die hohe Luftfeuchtigkeit machte mir
zu schaffen. Ich erinnere mich, dass wir im
ersten Jahr einen unheimlich nebligen und
feuchten Frühling hatten und ich mich
fragte: Was machen wir hier eigentlich?
Ich war ziemlich deprimiert, auch weil die
Stadt damals ausschließlich auf Banking und
Arbeit ausgerichtet war. Heute sehen die
Leute hier, dass man sich auch ein bisschen
amüsieren muss. Hongkong ist dadurch
kosmopolitischer geworden.
Wie sahen Ihre beruflichen Pläne nach dem
Umzug aus?
Ich wollte an der Universität in Hongkong
meinen Master of Science machen und
Was gehörte alles zu der Prüfung?
Das Examen, das vom General Dental
Council in Hongkong bestätigt wird, besteht aus drei Teilen. Im Oktober geht es
mit einem umfassenden Multiple-ChoiceTeil los. Wenn man den schafft, muss man
im zweiten Teil eine Prothese designen und
zwar genau so, wie das in Hongkong üblich
ist. Man muss unter anderem Zähne am
Phantomkopf scalen, Füllungen machen und
eine Krone am Phantomkopf präparieren.
Wenn man das bestanden hat, kommt
der dritte, mündliche Teil mit Patientenuntersuchungen.
Wie haben Sie sich auf das Examen vorbereitet, vor allen Dingen auf den praktischen
Teil?
Ich habe mit Kollegen gesprochen, die das
Examen schon gemacht hatten, um etwas
über das praktische Know-how zu erfahren.
Die waren alle sehr hilfsbereit und haben
mir sogar KFO-Zangen geliehen, damit ich
das Klammernbiegen üben konnte. Was den
theoretischen Teil angeht, habe ich alte
amerikanische Examen durchgeackert. Ansonsten habe ich das Jahr vor den Prüfungen
in der Universitätsbibliothek verbracht.
Aber auch mit einer intensiven Vorbereitung
konnte ich mir nicht sicher sein, das Examen
auf jeden Fall zu bestehen. Die Zulassung
wurde sehr restriktiv gehandhabt. Ich dachte
ganz ehrlich nicht, dass ich es schaffe. Es
hätte genauso gut auch anders ausgehen
83
können. Es lag einfach sehr im Ermessen
der Prüfer. Mir hat, glaube ich, geholfen,
dass ich in diesem Jahr der einzige blonde
Gweiloh war. Da mache ich mir nichts vor.
Was bedeutet Gweiloh?
Das ist die hiesige Bezeichnung für Kaukasier. Sie spielt auf unsere helle Hautfarbe
an. „Gwei“ bedeutet Gespenst und „loh“
Mann. Als Frau ist man eine Gweipoh. Die
Briten haben diese Bezeichnung als „weißer
Teufel“ übersetzt. Eigentlich ist Gweiloh
oder Gweipoh aber nicht abwertend gemeint. Ich bin keinesfalls beleidigt, wenn
mich jemand so nennt.
Ist es heute immer noch so
schwierig für ausländische
zm
Zahnärzte, eine Zulassung
zu bekommen?
Im Sinne der Offenheit müssen
die Behörden Zahnärzte anderer
Nationalitäten zulassen. Heute bemüht
sich der Dental Council, das Examen fairer
zu gestalten, beispielsweise durch externe
Examinatoren. Aber es ist immer noch
schwierig. Ich weiß das, weil sich fast
alle Zahnärzte, die bei uns arbeiten, noch
einmal extern qualifizieren mussten.
Wie ging es nach Ihrem Examen weiter?
Ich war im Januar 2002 fertig und habe
mich beworben. Als deutschsprachige
Zahnärztin wollte mich jeder haben und
ich fand relativ schnell einen Job in einer
der großen privaten Praxen in Hongkong.
Was war beim Praktizieren die größte
Umstellung für Sie?
Ich hatte plötzlich viele Kollegen, die alle
wesentlich mehr wussten als ich. In London
hatte ich in einer kleinen Praxis gearbeitet,
wo ich eigentlich die am besten qualifizierte
Zahnärztin war. Hier fand ich mich plötzlich
in einem multidisziplinären Team wieder.
Durch den Austausch mit den Kollegen
stellte ich plötzlich fest, dass ich gar nicht
soviel wusste, wie ich zu wissen glaubte.
Fachlich hatte der Umzug nach Hongkong
für mich also nur positive Folgen, weil ich in
ein internationaleres Umfeld kam und über
meinen Horizont hinaussah.
Sie haben dann relativ schnell Ihre eigene
Praxis eröffnet.
Ja. Während meiner vierjährigen Anstellung
lernte ich meinen heutigen Geschäftspartner
Dr. Edward Tam kennen. Wir waren Kollegen.
Circa 2005 beschlossen wir, unsere eigene
Gemeinschaftspraxis aufzumachen. Im selben Jahr bin ich dann aber schwanger
geworden und es ging erst einmal nicht.
Zwei Jahre später haben wir dann aber
gekündigt und unsere Praxis hier im World
Wide House im Stadtteil Central eröffnet.
Was gehörte anfangs zu Ihrer Praxis?
Anfangs bestand sie aus fünf Behandlungsräumen, in denen wir zu zweit
mit zwei Helfern gearbeitet haben.
Im Jahr 2009 ist eine zweite Praxis
am Standort Repulse Bay hinzugekommen und 2012 haben wir
die Praxis in Central vergrößert.
Heute arbeiten hier fast 40 Leute,
es gibt zwölf Behandlungsräume und drei
kieferorthopädische
Behandlungsplätze.
Insgesamt sind wir neun Zahnärzte, fünf
Allgemeinzahnärzte und vier Spezialisten.
Wo liegen die fachlichen Schwerpunkte
Ihrer Praxis?
Wir arbeiten multidisziplinär in der Praxis.
Zu unserem Team gehören Parodontologen,
Kieferorthopäden, Endontologen und Oralchirurgen. Wir haben auch ein Anästhesieteam und Kinderspezialisten.
Was ist Ihr Spezialgebiet?
Ich habe mich in den vergangenen Jahren
im Bereich Behandlungsplanung und kosmetische Zahnheilkunde fortgebildet. Für mich
war das Tollste am zahnärztlichen Beruf
schon immer, mit den Händen zu arbeiten.
Ich mag den handwerklichen Aspekt sehr.
Deshalb gefällt mir die Kosmetik.
Wo haben Sie sich fortgebildet?
Ich habe mich 2007 für eine Fortbildung am
John Kois Institut in Seattle entschieden. Sie
besteht aus neun Modulen. Im Jahr 2011
habe ich graduiert und anschließend noch
mein Mentorexamen für das Kois Institut
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1293)
Praxis
Gibt es in Sachen Zahnmedizin etwas, das
Ihrer Meinung nach in Hongkong besser
läuft als anderswo?
Die Helferinnen arbeiten alle wahnsinnig
hart. Über einen späten Feierabend beschwert sich hier keiner. Die Arbeitsethik
der lokalen Mädels ist irre, muss ich ganz
ehrlich sagen. In unserer Praxis herrscht
aber auch ein unheimlich hohes Tempo.
Wenn viel los ist, behandele ich in zwei
Zimmern gleichzeitig, wie das zum Beispiel
auch in den USA üblich ist.
Foto: Susanne Theisen
84
„Die Patienten sollen einen guten ersten Eindruck von unserer Praxis haben. Das Wartezimmer
muss deshalb perfekt aussehen. Da bin ich pingelig“, erzählt Sandra Hulac und lacht.
hat sich für mich auch der Zugang zu
einem unglaublich guten fachlichen Netzwerk eröffnet.
Welche zahnmedizinischen Krankheitsbilder
sieht man besonders häufig in der lokalen
Bevölkerung?
Das Hauptproblem der chinesischen Bevölkerung ist eine genetische Prädisposition zu
Parodontosen. Karies ist erst seit zehn bis 15
Jahren ein Problem. Vorher war das nicht
der Fall, weil die traditionelle Ernährung
nicht besonders süß war und weil das Trinkwasser bis zum Anschlag fluoridiert war. Das
hatte unheimlich viele Fluorosen zur Folge,
die man heute häufig bei Menschen im Alter
von Ende 30 bis Anfang 40 sieht.
Wie sieht es mit Prophylaxe aus? Versucht
man beispielsweise, Kinder früh an den
Zahnarztbesuch heranzuführen?
In unserer Praxis bieten wir den Patienten
an, ihre Kinder mit 1,5 oder zwei Jahren zum
Kontrollbesuch mitzubringen. Dann zeigen
wir ihnen alles und sie dürfen auf dem Stuhl
hoch und runter fahren. Das Department of
Health in Hongkong organisiert außerdem
die Kampagne „Love Your Teeth“, die über
Mundgesundheit aufklärt. Außerdem gibt
es Schulzahnärzte, zu denen Kinder gehen
können. Unterm Strich wird die breite
Bevölkerung hier aber weniger über Zahngesundheit aufgeklärt als in Deutschland.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1294)
Wie wird in Hongkong für zahnmedizinische
Behandlungen bezahlt?
Ein Kassensystem wie in Deutschland gibt
es hier eigentlich gar nicht. Viele
Leute haben zwar eine kleine
Zusatzversicherung, die mal
einen Check-up bezahlt, aber
zm
nur wenige Patienten haben
eine bessere Abdeckung, die
einen Anteil der Behandlungskosten übernimmt. Unsere Patienten zahlen bar oder mit Kreditkarte, wir selbst wickeln nichts über die
Versicherungen ab. Die Patienten bezahlen
für die Leistung und reichen die Rechnung
dann gegebenenfalls ein.
Das Klima in Hongkong ist extrem. Ist das
ein Problem für die zahnärztliche Arbeit?
Oh ja, für die Innenräume und vor allem
für die Materialien. Ich möchte immer
sehr ungern am Montagmorgen Abdrücke
machen, weil das Material übers Wochenende im Kühlschrank gelagert werden muss.
Am Wochenende lassen wir auch Luftentfeuchter laufen, damit die Einrichtung
geschont wird. Es ist uns einmal passiert,
dass sich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit
auf einem Bild im Wartezimmer Schimmel
gebildet hat. Bei den Oberflächen im
Behandlungsbereich haben wir deshalb besonders gut auf Sterilisierbarkeit geachtet.
Woher kommt dieses Tempo?
Hongkong ist eine Stadt, die darauf ausgerichtet ist, dass man sich wunderschön
zu Tode arbeitet. 9 bis 17 Uhr gibt es hier
nicht.
Und in Ihrer Praxis?
Wir öffnen um 8:30 Uhr und arbeiten
durch bis 18 Uhr. Samstag haben wir
bis mittags geöffnet. Mittagspause ist
was für Schwächlinge, die gibt
es bei uns eigentlich nicht. Alle
hier arbeiten sehr, sehr, sehr
hart.
Werden Sie in Hongkong
bleiben?
Mich bringen hier keine zehn Pferde
mehr weg. Ich liebe meinen Beruf sehr.
Nach Europa zurückzugehen, mir einen Ruf
neu aufzubauen, mich in die Bürokratie
einzuarbeiten und vor allen Dingen mich
wieder an die viel höheren Steuern zu
gewöhnen, kann ich mir nicht vorstellen.
Dr. Sandra Hulac, 48 Jahre, ist Spezialistin für
kosmetische und restaurative Zahnheilkunde.
Mit ihrem Geschäftspartner Dr. Edward Tam
betreibt sie zwei Zahnarztpraxen in Hongkong.
Sie ist Mentorin am Kois Center in Seattle und
wurde im vergangenen Jahr als akkreditiertes
Mitglied in die American Academy of Cosmetic Dentistry (AACD) aufgenommen. Weltweit
tragen nur 300 Zahnärzte diesen Titel. Hulac
ist das einzige akkreditierte AACD-Mitglied in
Asien. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.
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Schanzenberg 8a, 65388 Schlangenbad
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Die Zeitschrift erscheint am 1. und 16. des Monats. Mitglieder einer
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Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 57, gültig ab 1.1.2015.
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105. Jahrgang
ISSN 0341–8995
Persönliches
des Zahnarztes
Dr. Barth geht von Bord
der Bundeswehr im Sanitätsamt
in München, seit 2007 war er
Admiralarzt und damit der ranghöchste Vertreter der Bundeswehr in der Zahnmedizin.
Barth habe während seiner
gesamten Berufszeit durch sein
Fachwissen und seine Sachverständigkeit geglänzt und jede
Versammlung zu bereichern gewusst, sagte Dr. Peter Engel,
Präsident der Bundeszahnärztekammer in seiner Abschiedsrede
an Dr. Barth. „Stets setzte er sich
für eine enge Zusammenarbeit
zwischen dem Sanitätsdienst der Bundeswehr und der zivilen
zahnmedizinischen
Versorgung ein. Dafür
kann ich Ihnen allen
weiterhin die volle
Unterstützung
der
Bundeszahnärztekammer versichern, damit
sich durch unseren
Erfahrungsaustausch
die Zahnmedizin in
der Bundeswehr und
die zivile Zahnmedizin
auch in Zukunft am
wissenschaftlichen
Fortschritt
orientieren und weiterentwickeln
können“, fuhr Engel fort.
Gegenseitige Wertschätzung und
Unterstützung – das kennzeichne
die Zusammenarbeit zwischen
den Landeszahnärztekammern
beziehungsweise der Bundeszahnärztekammer und der Zahnmedizin in der Bundeswehr –
was nicht zuletzt Barths steter
Arbeit zu verdanken sei. Die
Aus-, Fort- und Weiterbildung
erfolge nach zivilen Standards
auf hohem, durchaus beispielhaftem Niveau, denn „auch die
Leitung einer Zahnarztgruppe
der Bundeswehr folgte grundFoto: Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr
Mit einem Festakt am 22. April
2015 wurde Admiralarzt Dr.
Wolfgang Barth, Leitender Zahnarzt der Bundeswehr (im Bild
rechts), verabschiedet.
Barth wurde am 26.07.1952 in
Marburg/Lahn geboren, trat
nach seinem Abitur 1972 in die
Bundeswehr ein und wurde zum
Marineoffizier ausgebildet. 1974
begann er das Studium der
Zahnheilkunde in Tübingen. Das
Staatsexamen erfolgte 1979
und 1980 wurde er Leiter der
Zahnstation in Böblingen. Ein
Jahr nach der Promotion (1982)
wechselte er zum Heer als Dezernent beim Wehrbereichszahnarzt Wehrbereichskommando V,
Stuttgart. Nach weiteren Stationen und Positionen in Bonn/
Beuel, Köln und Neubrandenburg wechselte Barth 1993
wieder zur Marine und wurde
Leitender Zahnarzt der Marine
im Marineamt, Wilhelmshaven,
dann in Rostock. 2000 führte
ihn sein Weg wieder nach Bonn/
Beuel, dann nach Andernach
und nach Rom, schließlich 2005
wieder zurück nach Deutschland, nach Koblenz. 2006 wurde
Barth Inspizient Zahnmedizin
Baden-Württemberg
sätzlich denselben Regeln, die
auch in einer ’normalen’ Praxis
gelten“.
Die Zahnmedizin sei aber auch
ein wichtiger Bestandteil der
medizinischen Versorgung im
Einsatz. So ständen BundeswehrZahnärzte vor ganz besonderen
Herausforderungen, wenn sie
schwere Gesichts- oder Schädelverletzungen nach Kampfeinsätzen, Minenexplosionen oder Verkehrsunfällen unter extremen
Klima- und Stressbedingungen
behandeln sollen. „Hierfür gebührt ihnen unser größter
Respekt“, betonte Engel.
Barth habe sich fortdauernd für
den Austausch und den respektvollen Umgang zwischen Medizinern und Zahnmedizinern,
aber auch zwischen der Bundeswehr und der zivilen Ärzteund Zahnärzteschaft eingesetzt.
Die heutige effektive und weitreichende Vernetzung von Zahnmedizin, Medizin, Oralchirurgie
und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in der sanitätsdienstlichen
Tätigkeit sei nicht zuletzt seinem
unermüdlichen Engagement zu
verdanken.
BZÄK-Präsident Engel beendete
seine Ausführungen mit den
Worten: „Ich danke Ihnen im
Namen der Bundeszahnärztekammer für Ihren großen, nimmermüden und erfolgreichen
Einsatz für die Zahnärzteschaft,
innerhalb wie außerhalb der
Bundeswehr. Für die kommende
Zeit ’a.D.’ wünsche ich Ihnen viel
Freude und Muße und für die
Zukunft nur das Allerbeste!“
Nachfolger von Dr. Barth wird
der Unterabteilungsleiter III im
Kommando Sanitätsdienst, Flottenarzt Dr. Helfried Bieber (links
im Foto).
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88
Dürr Dental
3M Espe
Gewinnspiel „Orotol Goldregen“
50 Jahre Impregum Polyether
Dürr Dental feiert
in 2015 das 50-jährige Produktbestehen der marktführenden Sauganlagen-Desinfektion
Orotol. Anlässlich
des Jubiläums findet über das gesamte Jahr 2015 das Jubiläums-Gewinnspiel „Orotol Goldregen“
statt. Nicht nur auf der IDS 2015 in
Köln war der Teilnehmeransturm
enorm, auch über diverse Fachund Onlinemedien gingen bereits
Hunderte von Anmeldungen ein.
Das Unternehmen verkündete
mittlerweile seine erste Gewinnerin und gratuliert Frau A. Kutzer aus
der Praxis Dr. Nigg in Dornbirn/Ös-
Die 1960er sind als
Jahre des Umbruchs in die Geschichte eingegangen. Für Veränderung in der Zahnheilkunde sorgten
zu dieser Zeit bahnbrechende Entwicklungen, zu denen das erste Polyether-Abformmaterial Impregum gehört. Eingeführt wurde dieses von 3M Espe
vor exakt 50 Jahren, und es setzt
bis heute Maßstäbe in der Präzisionsabformung. Mit dem ursprünglichen, seit 1965 verfügbaren Polyether hat das gesamte
Impregum-Portfolio von 3M Espe
verschiedene Eigenschaften gemeinsam. Dazu zählen eine hohe
Zeichnungsschärfe, die dem exakten Anfließverhalten durch die natürliche Hydrophilie des Materials
terreich zum Goldgewinn. Frau Kutzer
wurde im Rahmen
der IDS-Sonderverlosung unter Tausenden von Anmeldungen aus aller
Welt gezogen und ist nun stolze
Besitzerin eines 20-Gramm-Goldbarrens. Günter Schernthaner, Geschäftsführer der Dürr Dental
Austria GmbH, übergab den Goldgewinn höchstpersönlich in der
Praxis an die Gewinnerin.
DÜRR DENTAL AG
Höpfigheimer Straße 17
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: 07142 705-0, Fax: -500
www.duerrdental.com
zu verdanken ist, sowie die dimensionsgetreue Wiedergabe. Letztere wird sichergestellt, da Polyether
additionsvernetzend sind und nahezu keine Schrumpfung aufweisen. Hinzu kommen eine hohe
Standfestigkeit, ein exaktes Abbindeverhalten und ein gutes Rückstellvermögen.
3M ESPE
Espe Platz, 82229 Seefeld
Tel.: 0800 2753773
Fax: 0800 3293773
[email protected]
www.3MESPE.de/Impregum
Henry Schein
BEGO
Firmengruppe feiert runde Geburtstage
Neben
dem
125-jährigen
Bestehen des
Bremer Dentalspezialisten
wurden
bei
BEGO im April
auch zwei weitere besondere Geburtstage gefeiert. Joachim Weiss
(rechts), Gesellschafter und Mitglied des Beirats der BEGO, beging
in einem Festakt seinen 90. Geburtstag, und Sohn Christoph
Weiss, geschäftsführender Gesellschafter der BEGO Firmengruppe,
jubilierte ebenfalls – und zwar zum
50. Geburtstag. „2015 feiern wir
bereits unser 125-jähriges Bestehen
und sind sehr stolz auf die Entwicklung der BEGO zu einem der weltweit führenden Dentalunternehmen. Dies ist vor allem auch meinem Vater zu verdanken, der 63
Jahre aktiv im Unternehmen tätig
war“, so Christoph Weiss, der das
mittelständische Bremer Familienunternehmen seit 1997 als geschäftsführender Gesellschafter in
fünfter Generation führt. Mit ihm ist
BEGO zum Vorreiter im Bereich der
digitalen Zahntechnik geworden.
BEGO Bremer Goldschlägerei Wilh.
Herbst GmbH & Co. KG
Wilhelm-Herbst-Straße 1
28359 Bremen
Tel.: 0421 2028-0, Fax: -100
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■ Die Beiträge dieser Rubrik beruhen auf Informationen der Hersteller
und geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1298)
Digitale Lösungen live erleben
Das Dentalunternehmen
Henry Schein,
Full-ServiceAnbieter für
Labore
und
Praxen, hat das
Workshop-Programm für seinen
Kongress „360° – digitale Zahntechnik gestalten“ vorgestellt. Die
Verbindung von fachlichen Vorträgen und praktischen Workshops ist eine der Besonderheiten
der Veranstaltung. Teilnehmer erfahren in den Workshops am zweiten Kongresstag ganz konkret,
wie die praktische Arbeit mit den
Systemen, Komponenten und
Werkstoffen in den einzelnen
Prozessschritten aussehen kann.
Der Kongress zum Thema „digi-
tale
Zahntechnik gestalten“
ist
Bestandteil
der ConnectDental-Aktivitäten
von
Henry Schein. Er richtet sich an
Zahntechniker und Laborbesitzer und findet vom 12. bis 13.
Juni 2015 in Frankfurt statt. Treilnehmer haben die Möglichkeit,
am zweiten Kongresstag fünf
der insgesamt acht Workshops
zu besuchen.
Henry Schein Dental
Monzastraße 2a, 63225 Langen
Tel.: 0800 1700077
Fax: 0800 0400044
[email protected]
www.henryschein-dental.de/
360grad
Implant Direct
Produktlaunch: Implantat SwishActive
Auf der IDS 2015 hat
Implant Direct den Prototypen seines neuen
Implantats SwishActive
vorgestellt. Mit dem Produktlaunch am 11. Mai
2015 erweiterte Implant
Direct sein Sortiment
um ein neues Bone-Level-Implantat. Es bietet
alle Vorteile einer konischen Verbindung und
ist chirurgisch kompatibel zu den Straumann
Bone-Level Implantaten.
Der Produktkörper des
Implantats zeichnet sich durch
ein selbstschneidendes Kompressionsgewinde aus. Es gewährleistet eine verbesserte Insertion sowie eine optimierte
Primärstabilität.
Dank
seines konkaven, transgingivalen Profils eignet
sich SwishActive in prothetischer Hinsicht für
die Behandlung im ästhetischen Bereich und
gewährt ein besseres
Soft Tissue Management. Zudem bietet das
neue Implantat durch
zwei
unterschiedliche
prothetische Plattformen
die Möglichkeit zum
Platform Switching.
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Implant Direct
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CH-8005 Zürich
Tel.: 0800 40304030
Fax: 0041 44 5678101
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Medizinische Hochschule
Hannover,
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die
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SF10L/R für die minimalinvasive
Parodontalbehandlung.
Sie besticht durch ihre ausgeklügelte Ösenform.
Während die Innenkante der Öse
ein besonders effektives Entfernen von weichen und harten Belägen ermöglicht, verhindert die
abgerundete Spitze des Arbeitsteils das Verletzungsrisiko beim
Patienten. Die Glättung der Wurzeloberfläche ist innerhalb einer
UPPS!
geschlossenen und
einer offenen ParoBehandlung möglich. Die Arbeitsform
der SF10L/R passt
sich einer Vielzahl
unterschiedlicher
Zahngeometrien an
und ermöglicht dadurch eine gründliche Reinigung. Die
Ergonomie des Instruments wird durch eine rechte
(SF10R) und eine linke Variante
(SF10L) unterstrichen.
Komet Dental
Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG
Trophagener Weg 25
32657 Lemgo
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■ Die Beiträge dieser Rubrik beruhen auf Informationen der Hersteller
und geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
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90
DMG
Nobel Biocare
ElbWissen 2015 im Juni in Hamburg
Professor Paulo Maló in Deutschland
Anlässlich des
Jubiläums bat
DMG im vergangenen Jahr
zu einem besonderen Fortbildungs-Event
für Zahnarzt
und Praxisteam. Das Hotel Louis C.
Jacob an Hamburgs Elbchaussee
bot den stilvollen Rahmen für die
„ElbWissen 2014“. Die Resonanz
war hervorragend und im Anschluss waren sich die 150 Teilnehmer und Gastgeber DMG einig:
Das muss wiederholt werden! Am
19. und 20. Juni heißt es daher
„Willkommen
zur
ElbWissen
2015“.
Konzept und Location der Veranstaltung bleiben unverändert: Die
Es ist eine seltene Gelegenheit, Prof. Maló (Foto links),
den Erfinder des All-on4-Konzepts persönlich in
Deutschland zu treffen. Prof.
Maló entwickelte in den
90er-Jahren das Konzept, mit
dem auf nur vier oder mehr
Implantaten ein festsitzender implantatgetragener
Zahnersatz
möglich ist. Am 9. Mai 2015 hatten mehr als 100 Teilnehmer Gelegenheit, Prof. Maló und seine
Mitarbeiterin Dr. Ana Ferro gemeinsam mit Dr. Bernd Quantius
bei einer All-on-4-Fortbildung in
Mönchengladbach zu erleben,
die bereits nach kurzer Zeit ausgebucht war. Highlights der Fortbildung waren unter anderem eine Live-OP, die aus der Praxis von
Palette
der
Kursinhalte
reicht erneut
von betriebswirtschaftlichen Aspekten
über aktuelle
zahnmedizinische Entwicklungen bis zu Handson-Workshops. Die Referenten sind
anerkannte Experten auf ihrem Gebiet. Aus dem breit gefächerten Angebot können sich die Teilnehmer
im Vorhinein ihr individuelles Kursprogramm zusammenstellen.
DMG
Elbgaustraße 248
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Dr. Quantius in Mönchengladbach ins nahegelegene Dorint
Parkhotel übertragen wurde, sowie das Erlernen der Vorteile und
ästhetischen Besonderheiten des
Malo Clinic-Protokolls, auch bei
Patienten mit atrophiertem
Oberkiefer.
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Tel.: 0221 50085-590, Fax: -333
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GSK
Miele
Auch auf die Größe kommt es an
PG85: Qualität „made in Bielefeld“
Jeder Mund hat spezielle
Bedürfnisse. So bevorzugen viele Frauen eine
Zahnbürste, die sich optimal der Zahnanatomie
des tendenziell kleineren
Mundraumes
anpasst.
Zahnärzte
empfehlen
Kurzkopf-Zahnbürsten
mit mittlerem Härtegrad,
um alle Zahnflächen in
der Mundhöhle optimal
reinigen zu können. Die
neue Dr.Best Polimed
Kurzkopf-Zahnbürste, die
seit April 2015 neben den Polimed Standard-Varianten erhältlich ist, entspricht nicht nur diesem Bedürfnis, sondern reinigt
die Zähne zudem besonders effektiv. Sie entfernt bis zu 63 Pro-
Bereits
während der IDS im
März hatte Miele
mit PG85, seiner neuen Generation
von
Thermo-Desinfektoren,
für
großen
Andrang am Messestand
gesorgt. Eine Führung durch die Fertigung des
Miele Professional Bereichs am
30. April im Werk in Bielefeld lieferte spannende Einblicke in die
Produktion und Qualitätssicherung der Desinfektoren. „Alle
Geräte für den Einsatz in Labor
und Medizin müssen höchsten
Anforderungen entsprechen –
auch im Hinblick auf die gesetzlichen Normen“, sagt Lutz Döh-
zent mehr Plaque an
schwer erreichbaren Stellen verglichen mit einer
herkömmlichen
Kurzkopf-Zahnbürste
mit
Flachschnitt. Die Besonderheiten der Polimed
Kurzkopf-Zahnbürste
sind ihr kreisrundes Bürstenkopfdesign mit bis zu
zweimal mehr Filamentbündeln sowie der wellenartige Bürstenschnitt,
der für eine bessere Anpassung an die individuelle Zahnanatomie sorgt.
GlaxoSmithKline
Consumer Healthcare
Sachsenstraße 9
20097 Hamburg
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■ Die Beiträge dieser Rubrik beruhen auf Informationen der Hersteller
und geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1300)
nert (Foto), bei
Miele verantwortlich für die
professionellen
Reinigungssysteme. Kern der
neuen
Serie
PG85 mit 60
und 90 Zentimeter breiten
Geräten ist ein
innovatives und
patentiertes Spülsystem, das
mehr Kapazität und bessere
Aufbereitungsergebnisse
bei
gleichzeitig reduziertem Ressourceneinsatz bietet.
Miele & Cie. KG
Carl-Miele-Straße 29
33332 Gütersloh
Tel.: 0800 2244644
Fax: 0800 2255755
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Sirona
3D-Lösung für Schnarchpatienten
Patienten, die im Schlaf
unter gefährlichen Atemaussetzern leiden, brauchen nicht zwingend eine
Atemmaske für die Nacht.
Hier kann oft bereits eine
Therapieschiene helfen,
welche den Unterkiefer in
Protrusion hält. Mit SICAT Air
werden zunächst die oberen
Atemwege des Patienten im Volumen analysiert. Auf dieser
Grundlage kann die schienengeführte Therapie anatomiegetreu
unter Berücksichtigung der Kiefergelenke geplant und prognostiziert werden. Der komplette
Prozess vom Patientenbefund bis
zur Fertigung einer Schiene lässt
sich somit erstmals vollständig
digital darstellen. Dadurch bietet
Bei der DGI
lerne ich
von den Besten
Da gibt es für
mich immer
die passende
Fortbildung
SICAT Air Zahnärzten die Möglichkeit, durch Einsatz ihres Sirona
DVT-Geräts und von CEREC ein
neues, wirtschaftlich attraktives
Indikationsgebiet in ihr Behandlungsangebot aufzunehmen und
sich damit ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.
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NWD
Summer Sale 2015 war voller Erfolg
Am 8. und 9. Mai fand in Münster
der NWD Summer Sale statt. Bereits zum siebten Mal präsentierten mehr als 80 Hersteller, Lieferanten und Dienstleister auf einer
Fläche von rund 2000 Quadratmetern bewährte Produkte und
IDS-Neuheiten. 20 Prozent auf alles – solche Top-Einkaufskonditionen wollten sich viele Praxen und
Labore nicht entgehen lassen.
Entsprechend groß war
der Andrang bei der traditionell in jedem IDSJahr stattfindenden Verkaufsveranstaltung.
Dentalfirmen wie Shofu,
Septodont, Hoffmann
Dental, Acteon, W&H,
Dürr Dental, Dreve
Dentamid oder Garrison
Dental hielten an ihren Ständen
spannende IDS-Neuheiten zum
Begutachten und Ausprobieren
bereit. Ein abwechslungsreiches
Begleitprogramm ergänzte die
Veranstaltung.
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und Komposit, die die VITA
Zahnfabrik zur IDS 2015 erstmals
vorstellte. Die Rohlinge verfügen
über eine integrierte Schnittstelle
(Schraubenkanal inklusive Verdrehsicherung) zur Klebe-/Titanbasis (zum Beispiel TiBase). Damit sind die Rohlinge zu den Implantatsystemen vieler Hersteller
kompatibel. Die IS-Rohlinge werden als VITA Enamic IS, VITA
Mit der neuen
Zentrale MCenter
Europe in Berlin
konzentriert das
Unternehmen
seine
digitale
Kompetenz nun
in der Hauptstadt. MIS demonstrierte bereits auf der IDS 2015,
wie die Zukunft der digitalen
Zahnheilkunde aussieht. Allein
50 Quadratmeter Fläche seines
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MCenter in Berlin reagiert MIS
auf die wachsende Nachfrage in Deutschland
und Europa. MCenter nimmt Implantologen entsprechend der
MIS-Unternehmensphilosophie
„Make it simple“ vom Modellscan bis zur fertigen Bohrschablone alle Arbeitsschritte der 3D-navigierten Implantatplanung ab.
MIS Germany
Simeonscarré 2
32423 Minden
Tel.: 0571 9727620
Fax: 0571 97276262
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Septodont
W&H
Dentinersatz für die Zahnerhaltung
Starkes Piezo-Duo: Tigon+ und Tigon
Der Dentinersatz Biodentine
von Septodont bietet dem Behandler ein breites Indikationsspektrum von der Zahnkrone
bis hin zur Zahnwurzel. Welche Behandlungen sich für den
Praxisalltag oder für Notfälle
anbieten,
zeigt
das
Biodentine
Handbuch
beispielhaft auf. Vierzehn praxisnahe
Fallberichte von
Autoren
deutscher Universitäten zeigen den
Nutzen und die
Indikationsbreite
dieses innovativen
Dentinersatzmaterials auf. Abge-
Mit dem Tigon+ hat
W&H einen Piezo Scaler
entwickelt, der sich den
Bedürfnissen von Patient und Zahnarzt bestens annimmt. Tigon+
versorgt die Patienten
mit temperierter Flüssigkeit und verhindert bei empfindlichen Zähnen unangenehme Reizungen. Das zahnärztliche Fachpersonal spart mit den fünf voreingestellten Programmen Arbeitszeit, während drei Modi ein schonendes Arbeiten ermöglichen. Ein
Handstück mit fünffachem LEDRing sorgt darüber hinaus für optimale Ausleuchtung der Behandlungsstelle. Der Tigon ist ein Piezo-Scaler, der sich denkbar einfach bedienen lässt. Durch einfaches Drücken der Plus- und Minus-Tasten erhöht beziehungs-
rundet wird das Handbuch mit
wissenschaftlichen Informationen und praktischen Tipps. Somit bietet das Biodentine
Handbuch insbesondere Erstanwendern eine wertvolle Informationsquelle.
Unter Angabe der
Kontaktdaten per
E-Mail
an
[email protected]
kann das Biodentine
Handbuch ab sofort angefragt werden.
Septodont GmbH
Felix-Wankel-Str. 9
53859 Niederkassel
Tel.: 0228 97126-0,
Fax: -66
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www.septodont.de
■ Die Beiträge dieser Rubrik beruhen auf Informationen der Hersteller
und geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1302)
weise verringert der Anwender
die Leistungsstärke des Scalers
und damit auch die Durchflussmenge der Kühlflüssigkeit. Die
weiteren Vorteile: ein standsicherer Kühlmitteltank, ein großzügig dimensioniertes Tray und ein
Handstück mit innovativer LEDTechnologie für perfekte Lichtverhältnisse.
W&H Deutschland GmbH
Raiffeisenstraße 3b
83410 Laufen/Obb.
Tel.: 08682 8967-0, Fax: -11
[email protected], www.wh.com
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Permadental
Initiative proDente e. V.
Firma bleibt eigener Philosophie treu
Diät für die Zähne?
Permadental hält an seiner Firmenphilosophie fest und wird sein
Konzept service- und kundenorientierter Mitarbeiter weiter ausbauen. „Wir wissen, dass unsere
Mitarbeiter unser wichtigstes Kapital sind“, sagt Geschäftsführer
Klaus Spitznagel. „Aber bei uns ist
das keine Floskel, sondern eine
über 28 Jahre immer wieder bestätigte Erfahrung, die selbstverständ-
lich heute noch gilt und in der Zukunft noch mehr Bedeutung erlangen wird.“ Das Wachstum seit Firmengründung sei aufgrund der
Qualifikation der Mitarbeiter entstanden, die die Wünsche der Praxen verstehen und ihnen darum
Produkte und Dienstleistungen anbieten können, die zahnmedizinisch und wirtschaftlich sinnvoll
sind. Allein seit der Übernahme
durch Modern Dental Lab sind
mehr als zehn neue Arbeitsplätze
in der Deutschland-Zentrale von
Permadental entstanden.
Wer viel Frisches, wie Obst,
Fruchtsäfte oder mit Essig angemachte Salate verzehrt, lebt eigentlich gesund. Aber: Er hat ein
hohes Risiko für Zahnerosionen,
denn die in den Lebensmitteln
enthaltene Säure greift den
Zahnschmelz an. Ausgleich
schaffen Milch oder Milchprodukte, wie Käse, da das darin enthaltene Kalzium die Mineralverluste im Schmelz wieder ausgleichen kann. Bananen, Trockenfrüchte oder Müsliriegel weisen
Permadental GmbH
Marie-Curie-Straße 1
46446 Emmerich
Tel.: 02822 10065
Freecall: 0800 7376233
[email protected]
www.permadental.de
zwar keine nennenswerten Mengen an Säure auf, sind aber sehr
zuckerhaltig und haben eine
klebrige Konsistenz, so dass sie
im Hinblick auf Karies in Maßen
genossen werden sollten. Dennoch muss der Verbraucher nicht
kapitulieren. Es gibt ein paar einfache Tricks, um sich zahngesund
zu ernähren. Durst? Lieber Mineralwasser statt Limonade. Hunger zwischendurch? Besser Obst
statt Plunderteilchen vom Bäcker. Weniger Zucker und Säuren
bedeuten weniger Karies und
Zahnerosionen – so einfach geht
zahngesundes Essen.
Initiative proDente e. V.
Aachener Straße 1053–1055
50858 Köln
www.prodente.de
Johnson & Johnson
Dampsoft
Optimierung der Biofilmkontrolle
11 000. Kunde auf der IDS
Listerine ist im Rahmen der täglichen
3-Fach-Prophylaxe
eine optimale Ergänzung zur mechanischen Zahnreinigung
mit Zahnbürste und
Interdentalpflege.
Nachweislich erhöht
die ergänzende Verwendung von Listerine
die Plaquereduktion
um 52 Prozent im
Vergleich zu Zähneputzen und Zahnseide allein. Die Wirkung von Listerine
Mundspülungen beruht auf den
vier enthaltenen lipophilen ätherischen Ölen Eukalyptol, Thymol,
Menthol und Methylsalizylat. Sie
bekämpfen nicht nur ein breites
Bei der Internationalen
Dental-Schau
2015 (IDS) in
Köln
überzeugte Dampsoft mit einem
erfolgreichen
Auftritt. Vom
10. bis 14.
März 2015 präsentierte der Software-Hersteller dort sein überarbeitetes Portfolio an SoftwareLösungen und konnte seinen
11 000. Kunden gewinnen. Außerdem nutzte Dampsoft die
weltweit größte Dental-Fachmesse als Plattform, um der
Branche sein neues Corporate
Design vorzustellen. Besonders
das neue Online-Terminmanagement weckte das Interesse der
Standbesucher.
Spektrum an planktonischen
Bakterien,
sondern dringen darüber hinaus tief in
den dentalen Biofilm
ein. Gleichzeitig lassen sich in der Langzeitanwendung von
Listerine weder negative Auswirkungen
auf das natürliche
Gleichgewicht
der
Mundflora,
noch
Zahn- oder Zahnfleischverfärbungen
feststellen.
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Johnson & Johnson Platz 2
41470 Neuss
Tel.: 02137 936-0, Fax: -2333
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■ Die Beiträge dieser Rubrik beruhen auf Informationen der Hersteller
und geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
Das Resümee
von DampsoftGeschäftsführer
Janosch
Greifenberg,
Sohn des Gründers Wolfram
Greifenberg, ist
positiv: „Unser
Messeauftritt
war rundum gelungen. Wir freuen uns, dass die Anzahl unserer
Kunden mit der IDS die 11 000erMarke überschritten hat. Unsere
11 000. Kundin ist eine junge
Zahnärztin, die DS-Win-Pro für
ihre neugegründete Praxis einsetzen wird.“
Dampsoft GmbH
Vogelsang 1, 24351 Damp
Tel.: 04352 917116, Fax: -19
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zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1303)
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Ultradent
Roos Dental
vision U für alle Behandlungseinheiten
Geräten auf die Sprünge helfen
Das exklusive MultimediaSystem vision U wurde seit
seiner Vorstellung zur IDS
2013 ständig weiterentwickelt.
Die
wichtigste
Neuerung dabei ist, dass
das neuartige MultimediaSystem seit April 2015 für
alle Ultradent Behandlungseinheiten angeboten
wird. vision U kann jetzt zu Geräten der Premium-Klasse, der
Kompakt-Klasse und auch der
easy-Klasse bestellt werden.
Auch das System selbst wurde
weiterentwickelt und bietet nun
Hardware-Funktionen an wie HD
(High Definition) für die hochauflösende Darstellung von Bildern und Videos oder einen neuen HDMI-Eingang für externe
Geräte. Außerdem wurde der Kamera-Workflow vereinfacht und
Seit 1972 führt Roos
Dental Reparaturen
und Wartungen an
Medizinprodukten
für Zahnmediziner,
Mund, Kiefer- und
Gesichtschirurgen
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durch. Das unabhängige Familienunternehmen vom Niederrhein bietet einen preisgünstigen, schnellen und kompetenten
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der die kostenlose Abholung defekter Geräte und Instrumente
beinhaltet. Bei technischen Problemen ist der Außendienst stets
zuverlässig und schnell vor Ort,
um einen Arbeitsausfall zu vermeiden. Ein großes Sortiment an
Aushilfsgeräten steht abrufbereit
zur Verfügung. Sollte die Repara-
optimiert. Eine besondere Funktion bietet vision U mit der Aufzeichnung aller Daten vor, während und nach der Behandlung.
Das vereinfacht ein Qualitätsmanagement und bedeutet für die
Praxis mehr Sicherheit.
Ultradent Dental-Medizinische
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mectron
Procter & Gamble
Erfolgreiche Piezosurgery-Fortbildung
Oral-B App 3.0 mit neuen Funktionen
Vom 14. bis 16. Mai 2015 fand in
Sestri Levante, Italien, die 5. Piezosurgery Intensiv-Fortbildung
statt. Im Mittelpunkt des von
mectron mitveranstalteten Seminars stand diesmal das Thema
„Update Chirurgie: Hartgewebe,
Weichgewebe, Wundheilung“.
Die Referenten Prof. Dr. Dr. NilsClaudius Gellrich, Hannover, Prof.
Dr. Tomaso Vercellotti, Genua, und Dr. Peter Randelzhofer, München, gaben ein
Update zur Chirurgie inklusive Hartgewebe, Weichgewebe und Wundheilung.
Hands-on-Kurse ergänzten
das
Vortragsprogramm
und lieferten den Teilnehmern die Möglichkeit, unter fachkundiger Aufsicht praktisch zu
üben. Für die Intensiv-Fortbildung erhielten Teilnehmer 24
Fortbildungspunkte.
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■ Die Beiträge dieser Rubrik beruhen auf Informationen der Hersteller
und geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1304)
Bereits zum 5. Oral-B Symposium
2014 hatte Oral-B die anwesenden Teilnehmer mit der Vorstellung seiner Zahnpflege-App positiv überrascht. Knapp ein Jahr
und tausende Downloads später
legt der Mundpflegespezialist
jetzt noch einmal nach, mit einem umfangreichen SoftwareUpdate. Die neue Oral-B App 3.0,
die ab Sommer 2015 im App Store und im Google Play Store er-
hältlich sein wird, bietet Patienten und Praxisteams weitere nützliche Funktionen. So
nimmt der Patient die
Ratschläge seiner Praxis, etwa zur Interdentalpflege oder zur Parodontitisvorsorge,
einfach auf dem Smartphone mit
nach Hause. Außerdem kann er
sich mithilfe sogenannter „Dental
Care Journeys“ über Mundgesundheitsthemen informieren. Zu
guter Letzt erinnert die App auch
an den nächsten Zahnarzttermin.
Procter & Gamble Germany GmbH
Professional Oral Health
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65824 Schwalbach am Taunus
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Hochwertiger Kunstdruck, feine Leinenstruktur,
mit seidenmatter Folie veredelt. Format gerahmt
ca. 76 x 76 cm. Wahlweise mit 3 cm breiter Holzleiste mit Silberfolienauflage oder 4 cm breiter
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Geschäftsführung: Norbert A. Froitzheim, Jürgen Führer
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Telefon: 02234 7011 - 324
Telefax: 02234 7011 - 476
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1305)
Inserentenverzeichnis
96
3M Deutschland GmbH
Seite 21
Dr. Liebe Nachf.
GmbH & Co. KG
Seite 13
Permadental BV
Seite 25
BEYCODENT Beyer + Co.
GmbH
Seite 27
Dr. Theiss Naturwaren GmbH
Seite 55
Procter & Gamble GmbH
4. Umschlagseite
caprimed GmbH
Seite 87
Dürr Dental AG
2. Umschlagseite
Centrix Incorporated
Seite 89
Flemming Dental Service
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Seite 71
Chemische Fabrik Kreussler
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Seite 47
GlaxoSmithKline
GmbH & Co. KG
Seite 28 und 29
Coltène/Whaledent GmbH &
Co. KG
Seite 7 und 59
DAMPSOFT GmbH
Seite 45
Dental Online College GmbH
Seite 67
dentaltrade GmbH & Co. KG
Seite 9
Deutsche Apothekerund Ärztebank
Seite 57
Deutscher Ärzte-Verlag GmbH
Seite 75, 85 und 95
DGI Deutsche Gesellschaft
für Implantologie im Zahn-,
Mund- und Kieferbereich e.V.
Seite 83 und 91
Doctorseyes GmbH
Seite 87
Dr. Kurt Wolff GmbH
& Co. KG
Seite 37
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1306)
Henry Schein Dental
Deutschland GmbH
Seite 51
ic med EDV-Systemlösungen
für die Medizin GmbH
Seite 49
IMEX Dental und Technik
GmbH
Seite 15
Johnson & Johnson GmbH
3. Umschlagseite
Kettenbach
GmbH & Co. KG
Seite 19
Komet Gebr. Brasseler GmbH
& Co. KG
Seite 17
PROTILAB
Seite 39
SIRONA Dental Systems
GmbH
Seite 33
Sulzer Mixpac AG
Seite 61
Sunstar Deutschland GmbH
Seite 43
teamwork media Verlags
GmbH
Seite 65 und 81
Ultradent Products USA
Seite 69
WhiteSmile GmbH
Seite 11
zantomed Handels GmbH
Seite 73
Medentis Medical GmbH
Seite 23
Microsoft GmbH
Seite 63
Neue Gruppe
Seite 79
Vollbeilagen
Dental-Union GmbH
Roos Dental e.K.
Deutscher Ärztetag
IGeL
Die Freiberuflichkeit wahren
Mehr Selbstzahler
In einen Beschluss fordern die
Delegierten des 118. Deutschen
Ärztetages 2015 den Gesetzgeber auf, jegliche Regelungen
aus dem Gesetzentwurf zum
GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) zu streichen, die
die Freiberuflichkeit und Unabhängigkeit selbstständiger und
angestellter Ärzte einschränken
oder gefährden. Dies gelte auch
für alle Bestimmungen, die die
Organisation der Arzt-PatientenInteraktion in Klinik, Praxis
und anderen Einrichtungen der
Patientenbehandlung betreffen,
heißt es mit Blick auf die geplanten Terminservicestellen, die
für Facharzttermine errichtet
werden sollen.
Des Weiteren sehen die Ärzte im
Gesetz „eine fortgesetzte Politik
staatlicher Eingriffe in die freiheitliche Ausübung des Arztberufes
und des politischen Hineinregierens in den Bereich der ärztlichen
Selbstverwaltung“, wie es in
einem weiteren Beschluss heißt.
Patienten werden in
deutschen
Arztpraxen
immer öfter Diagnoseund Behandlungsmethoden zum Selbstzahlen
angeboten. Laut einer in
Berlin veröffentlichten
Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der
AOK (WIdO) hat innerhalb von zwölf Monaten jeder
dritte gesetzlich Versicherte eine
solche „Individuelle Gesundheitsleistung“ (IGeL) offeriert
bekommen. Die Quote dieser
Versicherten stieg damit deutlich
von 29,9 Prozent 2012 auf
mittlerweile 33,3 Prozent. 2001
waren es noch 8,9 Prozent
gewesen. Insgesamt hätten
2014 rund 20 Millionen gesetzlich Versicherte Erfahrung mit
privaten Zusatzleistungen gemacht. Der Anstoß kommt in
72 Prozent der Fälle vom Arzt.
In drei von vier Fällen wurde
die angebotene Leistung auch
erbracht.
Stattdessen wird die Bundesregierung aufgefordert, Freiheit
und Individualität als Grundsätze
der ärztlichen Berufsausübung
anzuerkennen und zu wahren. In
der Begründung heißt es, die
Freiheit des Arztberufs, insbesondere die Therapie- und Behandlungsfreiheit, sei „das Fundament
der ärztlichen Berufsausübung“.
Eine starke Selbstverwaltung sei
ebenfalls Garant für den Erhalt
der Freiberuflichkeit des Arztes.
Zahlreiche im Entwurf des GKVVSG vorgesehene Regelungen
wie etwa der im Gesetzentwurf
formulierte Zwang zum Aufkaufen von Arztsitzen in überversorgten Gebieten durch die
Kassenärztlichen Vereinigungen
gefährdeten diese fundamentalen
Säulen eines funktionierenden
Gesundheitssystems. Auch weitere im Gesetzentwurf enthaltene
Regelungen, wie zum Beispiel
das
Zweitmeinungsverfahren,
stellten dirigistische Eingriffe in
das System dar.
sg
Mit Abstand am häufigsten werden Ultraschalluntersuchungen –
im Wesentlichen zur Krebsfrüherkennung bei Frauen – und Leistungen im Rahmen der GlaukomFrüherkennung angeboten. Der
Bundes-Patientenbeauftragte
Karl-Josef Laumann (CDU) kritisierte Ärzte, die nicht richtig
über Sinn und Kosten von IGeLLeistungen aufklärten. Oder die
Patienten unter Druck setzten,
diese zu akzeptieren. Das sei
eine „Riesensauerei“, sagte er
der „Bild“-Zeitung. „Sollte sich
gesetzgeberischer
Korrekturbedarf zeigen, werden wir natürlich handeln.“
sg/dpa
Patientenakte
Montgomery im Amt bestätigt
Ärzte wollen Einblick gewähren
Zum Präsidenten der Bundesärztekammer wurde erneut Frank
Ulrich Montgomery gewählt. Für
den 62-jährigen Radiologen
stimmten jedoch nur 161 von
230 Delegierten – und damit
lediglich 70 Prozent.
Eindeutiger wurden die Vizepräsidenten Martina Wenker und
Max Kaplan in ihren Ämtern bestätigt: Die 56-jährige Internistin
erhielt 221 von 245 Stimmen
(90,2 Prozent), der 62-jährige
Allgemeinmediziner 209 von
233 Stimmen (89,7 Prozent), wie
die Bundesärztekammer (BÄK)
Ärzte wollen ihren Patienten
künftig auf Verlangen Einsicht in
deren komplette Krankenakte
geben. Der Deutsche Ärztetag
beschloss nach Angaben der
Bundesärztekammer eine entsprechende Änderung der Berufsordnung. Bislang konnten
Mediziner laut der Verordnung
jene Teile der Akte vorenthalten,
in denen sie ihre subjektiven
Eindrücke notiert hatten. Mit der
Novellierung setzen die Ärzte
den 2013 geänderten Paragraf
630g des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) um. Dieser
Foto: 11mun730
BÄK-Präsidentschaftswahlen
mitteilte. Der alte und neue
Präsident Montgomery kündigte
an, sich weiter für die Einheit der
Ärzteschaft einsetzen zu wollen.
Er leitet das Gremium seit 2011
und war bei der jetzigen Wahl in
Frankfurt der einzige Kandidat.
sg/dpa
115
Foto: MEV
Nachrichten
schreibt unter anderem vor, dass
Patienten auf Verlangen unverzüglich ihre vollständige Patientenakte einsehen können, soweit
nicht therapeutische Gründe
dagegensprechen. Der Vorstand
der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sprach
von einem skurrilen Beschluss.
Es bedürfe „dieses Gnadenerweises“ nicht, das deutsche Recht
regle die Situation ohnehin.
„Das ist, wie wenn Taxifahrer beschließen, auf der Straße rechts
zu fahren, obwohl es ein Rechtsfahrgebot gibt.“
sg/dpa
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1325)
Nachrichten
116
Ärzteverteilung
6,2 Millionen Beschäftigte
Regionalen Bedarf eruieren
In der Gesundheitswirtschaft
sind 6,2 Millionen Menschen
tätig. Weitere 4 Millionen
Arbeitsplätze hängen von
der
Gesundheitswirtschaft
ab. „Damit ist jeder fünfte
Arbeitsplatz in Deutschland
mit der Gesundheitswirtschaft
verknüpft“, so der Staatssekretär
im Bundeswirtschaftsministerium,
Dr. Rainer Sontowski, bei der Vorstellung der Ergebnisse des Forschungsprojekts „Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung
II“ in Berlin. Der Anteil der Branche am deutschen Bruttoinlandsprodukt liegt bei 11 Prozent.
Mitautor Dr. Markus Schneider
vom BASYS-Institut verdeutlichte
die Dynamik der Branche: Die
Gesundheitswirtschaft wächst mit
jährlich 2,3 Prozent stärker als die
Gesamtwirtschaft, die um 1,5
Prozent pro Jahr zulegt. Die Preise
der Gesundheitswirtschaft wachsen dabei aufgrund gesetzlicher
Eingriffe langsamer als in der
Die Koalitionsfraktionen wollen
zur besseren Planung des regionalen Ärztebedarfs die Niederlassungsbezirke deutlich verkleinern und damit überschaubarer
machen. In kleineren Bezirken
lasse sich dann besser feststellen,
ob eine Über- oder eine Unterversorgung an Ärzten bestehe, so
SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach in Berlin. Zugleich solle eine
veränderte Nachfolgeregelung
bei frei werdenden Arztpraxen in
beliebten, aber überversorgten
Gebieten Anreize schaffen, junge
Ärzte zumindest vorübergehend
für eine Niederlassung auf dem
Land zu gewinnen.
Bisher kann es vorkommen, dass
es in grundsätzlich überversorgten Gebieten unterversorgte Teilbereiche gibt. Im Gespräch sind
nun kleinere Bezirke von 100 000
bis 300 000 Einwohnern. Dadurch
würde etwa Berlin, das bisher
ein großer Planungsbezirk ist, in
etwa 15 Kleinbezirke unterteilt.
Die Koalitionsfraktionen haben
folgenden Plan: Wenn sich ein
Arzt künftig für fünf Jahre in
einem unterversorgten Gebiet
niederlässt, hat er anschließend
dieselbe Möglichkeit zur Übernahme einer Praxis in einem
überversorgten Bezirk.
Die Koalition will zudem Unikliniken im ambulanten Bereich
stärken, indem sie etwa seltene
Krankheiten in ihrer Ambulanz
betreuen und ähnlich abrechnen
können wie niedergelassene
Ärzte. Der Sprecher des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Florian
Lanz, kritisierte: „Mit dem ursprünglichen Gesetzentwurf gab
es zumindest eine kleine Chance,
überflüssige Arztsitze in Ballungsgebieten nicht neu zu besetzen
und junge Ärzte wieder häufiger
aufs Land zu bekommen. Aber
die Ärztelobby hat sich durchgesetzt und ihre alten Privilegien
erfolgreich verteidigt.“ sg/dpa
angebote für Ärzte. Mit den Ländern werde über weiter verschärfte Meldepflichten für besonders
gefährliche Keime gesprochen.
Nicht nur Patienten sollten bei
der Aufnahme in ein Krankenhaus
auf gefährliche Keime untersucht
werden (Screening). Auch Besucher sollten beim Betreten und
Verlassen Desinfektionsmittel
nutzen. Zudem sollten die
Forschung und Entwicklung
neuer Antibiotika, alternative
Therapiemethoden und Tests
zur Schnelldiagnostik vorangetrieben werden.
Für
Grünen-Fraktionschef
Anton Hofreiter greifen die Vorschläge der Bundesregierung zu
kurz. Gerade gegen AntibiotikaMissbrauch in der Massentierhaltung tue sie zu wenig. „Das
geltende Recht schafft mit
Rabatten aberwitzige Anreize, so
viel Antibiotika wie möglich zu
verkaufen“, kritisierte er. sg/dpa
Foto: Monkey Business – Fotolia.com
Gesundheitswirtschaft 2015
Gesamtwirtschaft. Die industrielle
Gesundheitswirtschaft ist mit 1,2
Prozent Produktivitätstreiber. Der
Nutzen besteht etwa in einer
besseren Versorgung chronisch
Kranker und einem Rückgang der
Sterblichkeit. Negativ bewertete
Schneider den Investitionsstau.
Nach Angaben von Dr. Dennis
Ostwald vom WifOR-Institut liegt
das Exportvolumen bei mehr als
100 Milliarden Euro – und damit
bereits bei der Hälfte der Automobilindustrie. „Die Gesundheitswirtschaft stimuliert branchenübergreifend den deutschen
Arbeitsmarkt.“
sg/pm
Der Ergebnisbericht im Netz:
www.bvmed.de
Antibiotika-Resistenzen
Die Bundesregierung will schärfer gegen den Missbrauch von
Antibiotika und die Ausbreitung
gefährlicher Keime vorgehen –
national und international. „Die
weltweite Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen muss gestoppt werden“, sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe
(CDU) in Berlin. Falscher und zu
häufiger Einsatz von Antibiotika in
Medizin und Tierhaltung erhöhe
die Widerstandsfähigkeit der
Krankheitserreger und nehme
dem Medikament die Wirkung.
Zuvor hatte das Kabinett seine
neue Deutsche Antibiotika-Resiszm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1326)
tenz-Strategie (DART 2020)
verabschiedet. In Deutschland infizieren sich jährlich
400 000 bis 600 000 Menschen
während einer Krankenhausbehandlung mit Krankheitserregern, 10 000 bis 15 000
sterben den Angaben zufolge
daran. Resistente Erreger spielten
dabei eine besondere Rolle, da
die Behandlungsmöglichkeiten
eingeschränkt seien. Etwa ein
Drittel der Infektionen sei durch
geeignete Maßnahmen besonders der Hygiene vermeidbar.
Für eine bessere Hygiene gebe
es zum Beispiel Weiterbildungs-
Foto: Catalin – Fotolia.com
Missbrauch bekämpfen
117
Organspende
Trend zu mehr Vorwürfen
Ausweise Mangelware
Die Medizinischen Dienste der
Krankenversicherung (MDK) haben im vergangenen Jahr 14 663
Vorwürfe über medizinische Behandlungsfehler begutachtet. In
jedem vierten Fall bestätigte sich
der Verdacht von Patienten. Das
geht aus der Jahresstatistik des
MDK hervor, die in Berlin vorgestellt wurde. Dabei wurde vom
MDK auch ein offener Umgang
mit Fehlern und eine neue
Sicherheitskultur gefordert.
Laut Statistik hätten sich die
meisten Behandlungsfehlervorwürfe auf chirurgische Eingriffe
bezogen (7 845 Fälle). Ein Behandlungsfehler sei hier in 24,3
Prozent der Fälle gutachterlich
festgestellt worden. Am häufigsten sei ein Fehlervorwurf in der
Pflege bestätigt worden (57,8
Prozent von 590 Fällen), gefolgt
von der Zahnmedizin mit 39,2
Prozent (1 419 Fälle). Der MDK
gab zu bedenken, dass die
Zahlen nicht die Behandlungsqualität widerspiegeln, da sie
nicht die Gesamtzahl der Behandlungen und Behandlungsfehler repräsentierten. „Die Zahl
der begutachteten Behandlungsfehlervorwürfe ist anhaltend
hoch“, so Dr. Stefan Gronemeyer, Leitender Arzt und stellvertretender Geschäftsführer des
Medizinischen Dienstes des GKVSpitzenverbandes (MDS). Auch
bei größter Sorgfalt passierten
Fehler in der Medizin, so Gronemeyer. Es gehe darum, sie systematisch zu analysieren, im Zentrum stehe die Frage, was nicht
wer zum Fehler geführt hätte.
Anlässlich der Fehlerstatistik begrüßte der Vize-Präsident der
Bundeszahnärztekammer, Prof.
Dietmar Oesterreich, den Aufruf
zu einer neuen Fehlerkultur. „Sie
Obwohl die Deutschen sich gut
in Sachen Organspende auskennen, besitzt nach wie vor nur eine
kleine Minderheit einen Spenderausweis. Das ist ein zentrales
Ergebnis einer repräsentativen
Umfrage der Barmer GEK unter
1 000 Versicherten der Kasse.
„Die Bevölkerung setzt sich
intensiv mit der Organspende
auseinander, und viele sind prinzipiell auch bereit, Organe zu
spenden. Dennoch besitzen trotz
zunehmender Aufklärung und
Informationskampagnen nur 31
Prozent der Befragten einen
Organspendeausweis“, so der
Vorstandsvorsitzende der Barmer
GEK, Dr. Christoph Straub. Mitverantwortlich für diesen geringen Wert seien die schwerwiegenden
Transplantationsskandale der jüngeren Vergan-
genheit. So gaben 46 Prozent
der Befragten an, dass die Organspendeskandale ihr Vertrauen
negativ beeinflusst haben. 87
Prozent der Deutschen haben
sich laut Umfrage schon einmal
mit dem Thema Organspende
beschäftigt und 83 Prozent wissen, dass man seinen Angehörigen mit einem Ausweis im Ernstfall die schwierige Entscheidung
für oder gegen eine Organentnahme abnehmen kann. Jeder
Zweite (53 Prozent) weiß, dass
auf dem Ausweis auch seine Ablehnung stehen kann.
sg/pm
Pflege
„Bürokratie ist Motivationskiller“
Foto: tibanna79 – Fotolia.com
ist eine Chance, Probleme bei der
Behandlung der Patienten zu erkennen und die Versorgung noch
weiter zu verbessen.“ Seit 2011
betreibe die Bundeszahnärztekammer ein internetbasiertes,
anonymes Berichts-und Lernsystem für die zahnärztliche Praxis. Dadurch hätten Zahnärzte
die Möglichkeit, sich anonym
über unerwünschte Ereignisse
auszutauschen, um von den
Erfahrungen anderer zu profitieren. Durch eine Beteiligung
kann jeder Zahnmediziner einen
aktiven Beitrag leisten, um die
Patientensicherheit zu erhöhen
und unerwünschte Ereignisse in
Zukunft zu vermeiden.
Der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen
Bundesvereinigung
(KZBV), Dr. Wolfgang Eßer, verwies auf die Maßnahmen des
Berufsstands zur Qualitätsförderung: „In den Praxen sind seit
Langem bewährte Systeme des
Qualitätsmanagements und der
Fehlervermeidung etabliert. Die
im Verhältnis zur Gesamtzahl
von jährlich etwa 90 Millionen
zahnmedizinischen
Behandlungsfällen in der GKV äußerst
geringe Quote von 556 bestätigten Fehlern belegt die Zuverlässigkeit dieser qualitätsfördernden Instrumente.“ Zudem verfüge die Zahnmedizin mit dem
Gutachterwesen über eine einzigartige Form der Sicherung der
Behandlungsqualität. Für gesetzlich Krankenversicherte würden
unabhängige Gutachter einvernehmlich von Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen bestellt, die entschieden, ob eine Behandlung qualitativ in Ordnung ist, nachgebessert
werden muss oder eine Neuversorgung notwendig sei. sg/pm
Foto: MAST – Fotolia.com
MDK-Fehlerstatistik
Das Pflegepersonal soll von Bürokratiepflichten entlastet werden
und damit mehr Zeit für die Patienten bekommen. Bisher müssten in der Pflegedokumentation
viel zu viele Abläufe festgehalten
werden, die im Alltag ganz normal seien, sagte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung,
Karl-Josef Laumann (CDU), in
Berlin. Künftig solle die Dokumentation auf das „wirklich Notwendige“ beschränkt werden.
So müsse nicht unbedingt aufgeschrieben werden, dass ein Pflegebedürftiger ausreichend Flüssigkeit zu sich nehme, solange er
kein Fieber habe. Künftig solle in
dem Fall nur noch dokumentiert
werden, wenn ein Pflegebedürftiger plötzlich Fieber habe oder
nicht mehr ausreichend trinke. Je
nachdem, wie umfangreich die
Pflegedokumentation in den
einzelnen Einrichtungen bislang
gewesen sei, könne das neue
Modell erhebliche Zeitersparnis
bringen, sagte Laumann. Nun
hätten es die Einrichtungen in
der Hand, das Modell flächendeckend umzusetzen.
ck/dpa
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1327)
Zu guter Letzt
118
Vorschau
Themen im nächsten Heft – zm 12 erscheint am 16. Juni 2015
Außerdem:
Fortbildungsteil
mit CME
■
Der Zahnarzt als
Allgemeinmediziner
Bleaching
Umsatzsteuer oder nicht?
■
Finanzen
Foto: Sergey Nivens – Fotolia.com
Bargeldlos zahlen
■
Behandlungsfehler
Gutachten des MDK
Kolumne
Pamela in aller Munde
Sie denken jetzt: „Pamela, wer?“ Nein, nicht die Vorabend-Nixe aus die zur Zahl der gefälschten Bewertungen auf ihrem Portal in einem
den TV-90ern. Sondern dieses tolle Arztbewertungsportal, das uns Interview mit zm-online übrigens keine Aussage machten. Immerhin
auf perfide Weise mit Nicht-Nachrichten zuschmeißt, indem es uns gehörten sie zu dreien der sechs größten Portale, die überhaupt zu
dem Phänomen übereifriger und unlauterer Marketing-Agenturen
Zahnärzten erklärt, wie toll wir sind.
So informierte die Platzhirschkuh der Werbeportal-Branche unlängst, Stellung bezogen, die gegen Bakschisch mal kurz im Namen ausgedass unser Berufsstand gemeinsam mit den Urologen das größte dachter Personen Bewertungen abgeben.
Darüber, wie belastbar Mittelwerte sind, die auf
Patientenvertrauen genießt. Das ist haarscharf
■ Ihr Philosoph im Kittel sinniert über
mehr Information als die Hammer-Nachricht
Grundlage von anonymen Internetbewertungen
Gott und die Welt, auch jeden Freitag
„Zu viel Schokolade macht dick“. Um jemanentstanden sind, kann sich jeder ohnehin eine
neu im Netz unter www.zm-online.de
den ins Intimste vordringen zu lassen, sollte
eigene Meinung bilden. Das ist so, als wenn ich
man schon vertrauen. Auf diesen minimalen Erkenntnisgewinn und beim nächsten Fachkongress den Kollegen mal auf die lachenden
das bisschen Balsam für die geschundene Behandlerseele kann der Münder gucke – und daraus per „Zahnarzt-Zufriedenheits-BaroLeser aber sicher verzichten, wenn er dafür nicht das PR-Geseier von meter“ Aussagen über die Erlösmöglichkeiten für alle Freien Berufe
Pamela (Name von der Redaktion geändert) ertragen muss.
ableite. Meine Firma nenne ich dann aber eher Twiggy – quasi als
Denn Auswertungsbasis des zweimal jährlich erscheinenden „Patien- Gegenentwurf.
tenbarometers“ sind die „ausführlichen Bewertungen auf Deutschlands größter Arztempfehlung“, heißt es. So klingt es, wenn sich
die Betreiber eines ökonomischen Perpetuum mobile selbst feiern –
zm 105, Nr. 11 A, 1.6.2015, (1328)
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