An die Wurzeln des Glaubens erinnern

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Gemeinderat
Neuer Radweg ist
beschlossene Sache
Lokales
MONTAG, 11. MAI 2015
Buchloe und Umgebung
Planung
Neues Heim und Saal
für vier Vereine
Lokales
www.all-in.de
NR. 107
29
Lokales in Kürze
Das sagen die Gäste
Ihr ganz persönliches Urteil gaben
fünf prominente Gäste zur Premiere des Waaler Passionsspiels ab:
BUCHLOE
● „Ich bin sehr
stolz auf die
Waaler“, sagte
Prinzessin Elisabeth von der
Leyen. Sie zeigte sich begeistert
von der Vorstellung: „Wir geniePrinzessin
ßen es jedes
Elisabeth
Mal, hier zu sein.“
von der Leyen
Denn immer sei
das Stück etwas anders. „Die Passion
geht mit der Zeit, und das finde ich
gut.“
● Weil er bei einem Unfall Erste Hilfe geleistet
hatte, kam der
Weihbischof etwas
später zu den
Waaler Passionsspielen.
Er
freue sich, dass die Weihbischof
Tradition
in
Florian Wörner
Waal so lebendig
gehalten werde, sagte er. Er sieht
darin ein „starkes Zeugnis für den
christlichen Glauben“.
● „Besonders
reizvoll“ findet
Regisseur Florian
Werner das Laientheater, weshalb er auch die
nächsten Jahre die
Passion inszenieren möchte.
Vor allem die
Regisseur
Florian Werner Impulsivität und
Spielfreude der
Schauspieler mache ihm Spaß.
● Mit den anderen Darstellern
und mit Regisseur
Werner habe er
große Freude auf
der
Bühne.
„Bei den Passionsspielen mitzumachen, ist eine
Jesus-Darsteller
andere Art, sich
der Religion zu Benedikt
Hornung
nähern“, sagte
Benedikt
Hornung.
● Das Bühnenbild und auch
die Mundart beim
Waaler Passionsspiel, beeindrucken Peter
Pauli. So habe
sich vieles im
Lauf der Zeit verAltbürgermeis- ändert, sagte
ter Peter Pauli
der Altbürgermeister, der seit
1938 die Spiele verfolgt. (chi)
Am Samstag, 16. Mai, findet die
Jahresversammlung des katholischen Frauenbundes Buchloe statt.
Beginn ist um 19.15 Uhr im Kolpinghaus in Buchloe. Auf der Tagesordnung stehen Neuwahlen
und der Beschluss einer neuen Satzung.
Jahresversammlung
des Frauenbundes
BUCHLOE
Demenzstammtisch
mit Vortrag
Vertreter der Kirche, der Politik und der Gesellschaft sowie zahlreiche Darsteller und Bürger aus Waal und Umgebung kamen gestern zum Empfang vor der Premiere des Passionsspiels. Rechts im Bild: Regisseur Florian Werner.
Fotos: Mathias Wild
WEICHT
An die Wurzeln des Glaubens erinnern
Premiere Waaler Passionsspielsaison gestern eröffnet. Bald weist ein Schild an A 96 auf den Ort hin
VON KARIN HEHL
Waal „Ich bin nun schon zum sechsten Mal zur Passion in Waal. Und
ich habe jedes Mal etwas dazugelernt, ohne etwas wirklich Neues zu
erfahren.“ Mit diesen Worten beschrieb Schirmherr Dr. Thomas
Goppel beim gestrigen Empfang vor
der Premiere seine Empfindungen.
Er attestierte dem Waaler Passionsspiel, stets ein „besonderes Erlebnis“ zu sein. Zahlreiche Vertreter
aus Kirche, Politik und Gesellschaft
hatten sich auch diesmal vor dem
Passionstheater zum Empfang eingefunden.
Mit Blick in einen sonnigen,
weiß-blauen Himmel meinte Werner Rahn, Vorsitzender der Passionsspielgemeinschaft: „Wir Waaler
haben unseren eigenen Petrus.“
Rahn erinnerte an die aufwendige,
„manchmal stressige“ Vorbereitungszeit, die vor über einem Jahr
begonnen habe. Nun freuten sich
alle Spieler auf die Fortsetzung einer
„fast 400-jährigen Tradition“. „Wir
stehen hier in der Pflicht und sind
froh, dass wir immer wieder junge
Spieler hinzugewinnen“, meinte
Rahn.
Dass dies nicht immer ganz einfach ist, daran erinnerte Bürgermeister Alois Porzelius. Er bezeichnete das Passionsjahr als ein „ganz
besonderes für die Gemeinde, denn
es erinnert uns an den Ursprung un-
serer Spiele, die Pestseuche, die um
1626 wütete“. Im Spiel treffen sich
Jung und Alt, um „gemeinsam an einem Werk mitzuwirken“ – das sei
das ganz Spezielle an der Waaler
Passion, sagte Porzelius.
Auch Landrätin Maria Rita Zinnecker bescheinigte dem Waaler Spiel
eine identitätsstiftende Funktion:
„Es hält die Waaler zusammen.“
Künftig würden sogar Schilder an
der Autobahn auf den Passionsspielort hinweisen, verriet die Landrätin
unter dem Applaus der Anwesenden. An das Wirken des verstorbenen, langjährigen Passionsspielgemeinschafts-Vorsitzenden,
Hermann Assner, erinnerte Schirmherr
Goppel in seinem Grußwort. „Er
schaut uns heute zum ersten Mal
von oben zu und hat sicher seinen
ganz eigenen Blickwinkel.“
Das Waaler Spiel beweise „Mut,
in einer säkularen, wechselhaften
Zeit, an die Wurzeln unseres Glaubens vor 2000 Jahren zu erinnern“,
Viel Lob gab es nach der Premiere für die Leistungen der Darsteller. Unser Foto zeigt
(von links) St. Ottiliens Erzabt Wolfgang Öxler im Gespräch mit Jesus-Darsteller Benedikt Hornung und Weihbischof Florian Wörner.
sagte Goppel und fügte hinzu: „Gerade der Blick auf die Wurzeln der
christlichen Weltanschauung gibt
uns immer wieder einen wichtigen
Impuls für Erfolge.“
Darüber, dass sein früherer Schüler, Regisseur Florian Werner, das
„benediktinische Erbe weitergibt“,
freute sich der Erzabt der Benediktiner-Abtei St. Ottilien, Wolfgang
Öxler. Die Passion sei „die Verkündigung in unserer Zeit“. Die Besucher sollten spüren: „Die Liebe
Gottes ist stärker als der Tod“. Respekt und Dank zollte der Erzabt vor
allem den vielen Mitwirkenden.
An sie richtete sich auch Regisseur Werner in seinem Grußwort.
Immer wenn er gefragt werde, was
denn das Besondere an der Waaler
Passion ist, falle ihm vor allem das
gute Miteinander der Darsteller ein,
betonte Werner: „Hier spielen
Menschen, – Jung und Alt, Erfahrene und Neubürger – die das Spiel
verbindet, und zwar auf eine ganz
eigene friedvolle, disziplinierte Art
und Weise.“ Allen Besuchern
wünschte Werner, „dass Sie viel davon mitnehmen“. Oder, wie es die
Kinder Heidi und Florian beim
Empfang launig in Reimform formulieren: „Wir wünschen allen viel
Freude daran, dass langes Sitzen
sich lohnen kann.“
I Weitere Bilder finden Sie im
Internet unter all-in.de/bilder
Städtepartnerschaft Zwölf Sportler begeben
sich auf eine gut 800-Kilometer-Tour
Städtepartnerschaft fährt eine Abordnung aus Buchloe immer wieder
in die französische Stadt. Auch Bürgermeister Josef Schweinberger war
per E-Bike erneut unter den Radsportlern.
Am Donnerstag wollen die zwölf
Männer und Frauen in Frankreich
eintreffen. Dort werden sie sich mit
der Buchloer Abordnung des Städtepartnerschaftsvereins treffen, die
die Strecke mit dem Bus bequem
zurückgelegt.
Gemeinsam wird dann bis Sonntag das 30-jährige Bestehen der
Städtepartnerschaft gefeiert. (ml)
Oldtimer-Ausstellung
am Vatertag
Am Vatertag, 14. Mai, ab 14.30 Uhr
findet eine Oldtimerausstellung
gegenüber des Festzeltes in Weicht
statt. Mit dabei sind die Oldtimerfreunde aus Lindenberg. Der Musikverein freut sich, wenn weitere
Interessierte mit ihrem Oldtimer –
eventuell auch mit Anhänger oder
altertümlichen Geräten – an der
Ausstellung teilnehmen. (bz)
O
Für Rückfragen: Robert Müller, Zweiter Vorsitzender des Musikvereins
Weicht, Telefon 0176/21064610 oder
mail an [email protected]
Beachten Sie heute in dieser Zeitung
unsere farbige Beilage
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*Gültig vom 11.05. – 23.5.2015
JENGEN
Seniorenausflug
der Gemeinde
Das Seniorenteam der Gemeinde
Jengen lädt am Dienstag, 26. Mai,
zu einem Seniorenausflug ins Westallgäu über den Riedbergpass nach
Lindenberg und Wangen ein. Auf
dem Programm stehen unter anderem eine Führung durch das Deutschen Hutmuseum in Lindenberg
und eine „kleine“ Stadtführung in
Wangen (eingeschlossen ist die
Rochuskapelle). Abfahrt ist jeweils
an den Bushaltestellen: Koneberg
um 7 Uhr, Ummenhofen: 7.02 Uhr,
Eurishofen: 7.07 Uhr, Beckstetten: 7.15 Uhr, Weicht: 7.20 Uhr,
Weinhausen: 7.25 Uhr und in Jengen um 7.30 Uhr. (bz)
Die Radler fahren
schon mal voraus
Buchloe Sonntag früh, 9 Uhr: Da
fahren viele höchstens zum Bäcker,
um frische Semmeln zu holen. Nicht
so die zwölf Radsportler, die sich
gestern am Buchloer Rathaus trafen.
Sie hatten ihre Rennräder dabei und
wurden von Angehörigen und
Freunden verabschiedet, bevor sie
sich auf große Tour in die Buchloer
Partnerstadt Cesson machten. Vor
ihnen liegen gut 800 Kilometer, die
sie in fünf Tagesetappen bewältigen
wollen (wir berichteten).
Bereis zum siebten Mal führt die
Tour nach Cesson vor den Toren
von Paris. Schon seit Beginn der
Zum Demenzstammtisch lädt der
Kreisverband Ostallgäu, Fachberatung für pflegende Angehörige im
Bayerischen Netzwerk, am Dienstag, 19. Mai, ab 17.30 Uhr in die
Räume der BRK-Tagespflege,
Heideweg 4, in Buchloe ein. Bernd
Bittmann von der Betreuungsstelle
im Landratsamt Marktoberdorf
spricht zum Thema „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“. (bz)
LAMERDINGEN
Altpapiersammlung
ohne Kartonagen
Und los geht’s: Pünktlich um 9 Uhr in der Früh startete gestern die Radlergruppe des RV Adler zu ihrer „Tour de France“. Am DonFoto: Michael Lindemann
nerstag wollen sie nach fünf Etappen und 825 Kilometern in der Partnerstadt Cesson eintreffen.
Am Samstag, 16. Mai, führt der FSV
Lamerdingen wieder seine alljährliche Altpapiersammlung durch. Es
wird gebeten, das Sammelgut gebündelt und gut sichtbar bis spätestens 9 Uhr am Straßenrand abzustellen. Es werden keine Kartonagen
mitgenommen. (mh)