SVGK - Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte GST

Teilrevision Tierarzneimittelverordnung (TAMV)
Teilrevision Arzneimittel-Werbeverordnung (AWV) im Rahmen der Umsetzung der Mo. Eder 13.3393
Anhörungsverfahren vom 22.12.2014 bis 23.03.2015
Stellungnahme von
Name / Firma / Organisation
: Schw eizerische Vereinigung für geflügelkrankheiten der GST
Abkürzung der Firma / Organisation
: SVGK
Adresse
: Gugenhof 3, 4655 Stüsslingen
Kontaktperson
: Franz Renggli
Telefon
: 079 325 94 86
E-M ail
: [email protected] in.ch
Datum
: 9. M ärz 2015
Wichtige Hinweise:
1. Wir bitten Sie keine Formatierungsänderungen im Formular vorzunehmen!
2. Wenn Sie einzelne Tabellen im Formular löschen möchten, so können Sie unter "Extras/Dokumentenschutz aufheben" den Schreibschutz aufheben.
3. Ihre elektronische Stellungnahme senden Sie bitte bis am 23. März 2015 an folgende E-mail Adresse: [email protected]
Teilrevision Tierarzneimittelverordnung (TAMV)
Teilrevision Arzneimittel-Werbeverordnung (AWV) im Rahmen der Umsetzung der Mo. Eder 13.3393
Anhörungsverfahren vom 22.12.2014 bis 23.03.2015
Teilrevision Tierarzneimittelverordnung (TAM V)
Name / Firma
(bitte auf der ersten
Seite angegebene
Abkürzung
verw enden)
SVGK
Allgemeine Bemerkungen
Sehr geehrte Damen und Herren,
Danke für die M öglichkeit uns an der Revision der TAM V beteiligen zu können.
Es ist unseres Erachtens sicher sinnvoll und unumgänglich die TAM V speziell im Zusammenhang mit den Diskussionen um resistente Keime
massvoll zu überarbeiten. Andererseits ist aber, gerade im Geflügelbereich, w o w ir aktuell fast ausschliesslich über zugelassene
“Reserveantibiotika” gemäss Anhang 5 verfügen nicht möglich auf ein generelles “Abgabe-Verbot auf Vorrat” dieser für das Geflügel
w ichtigen therapeutischen Substanzen zu verzichten.
Ein Verbot von Abgabe auf Vorrat dieser Antibiotika w äre beim Geflügelsektor sehr bedenklich und könnte zu erheblichen
Tierschutzproblemen führen, w eil eine Korrekte Versorgung mit den w irksamen M itteln nicht mehr sichergestellt w erden könnte.
Ausserdem w ürde dieses Verbot das Risiko der resistenten Keime eher fördern, denn einschränken, w eil so zu oft als Therapie-Einleitung
ein w enig w irksames Alternativ-Präparat zum Einsatz kommen dürfte, w as den Therapieerfolg und infolge Wechsel des M ittels w ährend der
Therapie zu einem zusätzlich erhöhten Risiko von Seklektion Antibiotika-resistenter Keime beitragen w ürde.
Im Weiteren verw eisen w ir auf die Stellungnahmen der GST (Gesellschaft Schw eizw er Tierärzte), die w ir vollumfänglich unterstützen.
Name / Firma
Artikel
Kommentar / Bemerkungen
Antrag für Änderungsvorschlag (Textvorschlag)
SVGK
10 Abs 3
Es muss nicht nur bei Rindern zw ischen M ast- und M ichvieh unterschieden
w erden, sondern auch beim Geflügel muss analog zw ischen M ast- und
Legehybriden unterschieden w erden und entsprechend separate
“ Tierkategorien” geschaffen w erden. Auch beim Geflügel muss es möglich
sein auf Betrieben, die sow ohl Legehennen und M astgelügel, eventuell
sogar noch Ziergeflügel für jede dieser Kategorien separate TAM Vereinbarungen abzuschliessen.
…..Für M astkälber und M astrinder einerseits und
M ilchvieh andererseits, sow ie für M ast-Geflügel
und Legehnnen sow ie Ziergeflügel kann je eine
abgeschlossen
separate
TAM -Vereinbarung
w erden.
SVGK
10 Abs 5
Die M eldung jeder Vereinbarung an das zuständige kantonale Veterinäramt
ist mit unverhältnismässig viel administrativem Aufw and verbunden. Die
bestehenden TAM -Vereinbarungen sollen anlässlich der periodischen
Kontrollbesuche vor Ort und die TAM -Tierärzte überw acht w erden.
Streichen
SVGK
10 b Abs 1 und
Abs 2
Eine zusätzliche eintägige Zusatzaubildung für Tierärzte ist w eder sinnvoll
noch angezeigt. Tierärzte, die für Nutztiere eine TAM -Verienbarung
abschliessen w ollen müssen schon über eine 3-tägige Zusatz-
Ad 1
Die Zusatzausbildung der TAM -Tierärzte w ird im
Rahmen der FTVP-Schulung gew ährleistet resp.
dort integriert.
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Teilrevision Arzneimittel-Werbeverordnung (AWV) im Rahmen der Umsetzung der Mo. Eder 13.3393
Anhörungsverfahren vom 22.12.2014 bis 23.03.2015
Grundausbildung verfügen (FTVP) und alle 5 Jahre an einen eintägigen
Wiederholungskurs absolvieren. Dieser Rhythmus des Besuches einer
Auffrischung hat sich bew ährt und es gibt keinen plausiblen Grund das
Intervall zu verkürzen. Im Rahmen dieser schon etablierten Weiterbildung ist
die hier geplante Zusatz-Schulung zu integrieren.
Ad 2
Die Auffrischung der Weiterbildung erfolgt
gekoppelt mit derjenigen des FTVP alle 5 Jahre
SVGK
11 Abs 2
Impfstoffe dürfen heute “ auf Vorrat” für 4 M onate abgegeben w erden. Dies
soll so bleiben.
Abgabe
4 M onate
auf
Vorrat
für
Impfstoffe:
SVGK
11 Abs 2 Bst a
2bis
Das Verbot der Abgabe auf Vorrat der M edikamente mit den Wirkstoffen
gemäss Anhang 5 ist im Geflügelbereich sehr problematisch, da aktuell keine
echten Alternativen bestehen und eine rechtzeitige w irkungsvolle
Behandlung so fast unmöglich w ird. Es besteht also die Gefahr, dass die
“ richtige Therapie” erst verzögert zum Einsatz kommen könnte, w as
potenziell mit erheblichen Tierschutz-Problemen verbunden sein könnte.
In
begründeten
Fällen
(z.B.
bekanntes
Herdengeschehen, oder bei Vorliegen von
einschlägigen Befunden von Parallelherden) dürfen
auch die M ittel der Wirkstoffkategorien gemäss
Anhang 5 massvoll auf Vorrat abgegeben w erden,
maximal 10 Tage im Voraus.
SVGK
16 Abs 1
Es ist nicht nur die “ Fachtechnisch verantw ortliche Person” sondern
ein Tierarzt oder eine Tierärztin, die eine mögliche Gruppentherapie
verschreibt oder anw endet.
Es sollen nicht nur “ orale Gruppentherapien” sonern alle
Gruppentherapien erfasst w erden
Fachtechnisch verantw ortlich Person ersetzen
durch Tierarzt oder Tieräztin.
Das Wort orale vor dem Wort Gruppentherapie
streichen.
SVGK
20 Abs 2
Regelmässige Überw achung muss heissen, dass diese Kontrolle ... und überw acht mindestens anlässlich des
anlässlich eines jeden Einsatzes und / oder anlässlich des routine- routinemässigen TAM -Besuches die Hygiene
mässigen TAM -Besuches zu kontrollieren ist
und funktionalität der technischen Anlage.
SVGK
20 Abs 4
Die TAM -Vereinbarung w ird nicht nur für eine bestimmte Tierart, Das Wort Tierart durch Tierkategorie ersetzen.
sondern eine bestimmte Tierkategorie abgeschlossen (Bespiel
Legehennen oder M astgeflügel). Analog muss es hier korrekt heissen
Tierkategorie, nicht Tierart
SVGK
21a Abs 1
Diese Zusatzausbildung (zusätzlich zur FTVP-Zusatzausbildung) ist Dieser Inhalt ist in der Zusatzausbildung zum
unnötig. Dieser Inhalt muss in die Zusatzausbildung zum FTVP und FTVP enthalten
deren Wiederholungskursen integriert w erden
SVGK
39a Abs 1
Gemäss obiger Eingabe zu Art 10 Abs 5 entfällt dieser Absatz
sreichen
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Anhörungsverfahren vom 22.12.2014 bis 23.03.2015
SVGK
Anhang 1
Ziff
Abs 1bis
Die betroffenen betreuenden Tierärtinnen und Tierärzte sollen von
2 den Kantonen bei der festlegung der risikobasierten Kategorie
einbezogen und zu Rate gezogen w erden. Immerhin kennen diese die
jew eiligen Stärken und Schw ächen Ihrer Betriebe in Bezug auf eine
bestimmte Tierkategorie am besten.
Die Kantone teilen die Betriebe pro
Tierkategorie gegebenfalls nach Rücksprache
mit der betreuenden Tierärztin oder Tierarzt in
Risikokategorien ein.
SVGK
Anhang 5
Da zumindest im Geflügelbereich (und germäss entsprechender
Eingabe der SVSM der GST auch im Schw einebereich) doch gew isse
Abgabe auf Vorrat auch dieser Wirkstoff-Gruppen möglich sein soll,
muss der Titel hier geändert w erden.
Titel:
Antimikrobielle Wirkstoffe, w elche nur unter
speziellen Bedingungen und eingeschränkt auf
Vorrat abgegeben w erden dürfen.
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Name / Firma
(bitte auf der ersten
Seite angegebene
Abkürzung
verw enden)
Allgemeine Bemerkungen
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Keine Bemerkungen
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Antrag für Änderungsvorschlag (Textvorschlag)
Teilrevision Tierarzneimittelverordnung (TAMV)
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