Was ist schon Normal? – Ein Versuch über die Normalität

1
Nr.
April 2015
Vereinigung der Ehemaligen und Freunde der Waldorfschule Kiel e. V.
Bilingualer Unterricht
Seite 7
Ein Jahr in Ägypten
Seite 8
Der Zauberer von Oz
Seite 12
Love’s labour‘s lost
Seite 18
Frohe Ostern
wünscht
die Redaktion.
Was ist schon Normal? – Ein Versuch
über die Normalität
Ich bin nicht normal.
Aber wer wäre das schon?
Was wäre das überhaupt?
Normalität gibt es nicht. Neulich Nacht
habe ich darüber nachgedacht, was ich
als normal empfinde, und bin zu dem
Schluss gekommen, dass ich das – und
zwar exakt das – als normal empfinde,
was ich bin und tue. Vermutlich geht das
den meisten Menschen so.
Aber das ist kein Argument. Es ist nämlich nicht objektiv , sondern ganz im Gegenteil per Definitionem subjektiv. Und
subjektive Argumente muss man sehr
sorgfältig abwägen, sonst können sie keine vernünftige Argumentation anführen.
Ich setze daher mal so an:
Ich sehe mich selbst als Definition des
Normalen an. Niemand ist wie ich. Wenn
ich nun davon ausgehe, dass sich alle
Menschen zumindest in dieser Hinsicht
ähneln, dann bedeutet das, dass mich
ungefähr sieben Milliarden Menschen
für nicht normal halten. Eine erdrückende Übermacht.
Im Hinblick auf das erwähnte Abwägen
von Subjektivitäten bin ich also sehr klar
ins Aus gespielt. Aber das ist gar nicht
weiter schlimm. Denn nach diesem Ansatz ist das jeder. Ich lebe in einer Welt,
in der sich jeder seine private Normalität
denkt und andere belächelt, während ihn
der ganze Rest unbemerkt schief ansieht.
Es mag Gruppen geben, Menschen, deren Normalitäten sich so ähnlich sind,
dass sie sich im Denken gewissermaßen
verbinden – aber normal sind auch sie
höchstens in ihren eigenen kleinen
Kopfwelten.
Fazit: Niemand ist normal, ich bin keine
Ausnahme. Ist es also normal, nicht normal zu sein? Dann wäre ich dem entsprechend wieder völlig normal. Das wäre ja
jeder.
Es stellt sich also die Frage nach einem
Mittelweg. Einer Definition, nach der es
sowohl Normale gibt als auch nicht Normale. Dabei empfiehlt es sich wohl, einige Gemeinsamkeiten zu finden, deren
Vorhandensein dann Normalität bedeu-
1
Editorial
Hier ist er also, der neue Elternbrief, voller Berichte aus Unterricht und Schulleben, aber auch
mit drei Beiträgen zu alternativen
Heilmethoden.
Wie immer begann auch diese
Ausgabe des Elternbriefs mit den
an uns gerichteten Worten
„Wann kommt eigentlich der
nächste Elternbrief raus?“ Diesmal
haben wir wieder unser Ziel erreicht und sind pünktlich zum
Ferienbeginn fertig, so dass Ihr
jetzt eure Ferienlektüre in der
Hand haltet.
Der nächste Elternbrief soll dann
pünktlich vor den Sommerferien
erscheinen. Leider sind wir aber
personell nicht hinreichend ausgestattet, so dass wir dieses Erscheinungsdatum nicht garantieren können. An Beiträgen mangelt es meist nicht, eher an Menschen, die korrigieren, Verantwortung für Teilbereiche übernehmen, zum Beispiel die Anzeigenverwaltung. Natürlich suchen wir
dennoch auch immer Menschen,
die Artikel zum Schulgeschehen
verfassen, Fotos liefern und sich
mit Beiträgen zur Waldorfbewegung beteiligen.
Der Elternbrief soll das Schulgeschehen abbilden und da die jetzige Redaktion vor allem aus
Oberstufeneltern besteht, brauchen wir dringend Eltern, deren
Kinder noch im Kindergarten oder
in der Unterstufe sind und die uns
ihre Weltsicht an der Schule
schildern können und bereit sind
auch über einen längeren Zeitraum bei uns mitzuarbeiten.
Wer also Lust hat, sich an der
Schulzeitungsarbeit zu beteiligen
kann sich gerne persönlich an
uns, Peter Schottes, Jörg
Rassmus, Anja Manleitner, Jochen Prestien, wenden oder per
Mail ([email protected]) Kontakt aufnehmen.
Mit den herzlichsten Grüßen
und den besten Wünschen für
wunderbare Osterferien
Die Redaktion
2
tet. Man muss eine Art Norm für Menschen einführen. Diese Norm muss so
allgemein sein, dass sie die meisten
Menschen erfasst – aber nicht alle. Damit das funktioniert, muss sie entweder
sehr allgemein gehalten werden, oder
aber sie muss für verschieden Gruppen
jeweils unterschiedlich aussehen.
Man könnte mit einer Körpernorm beginnen. Zwei Arme, zwei Beine. Gesicht mit
zwei Augen, zwei Ohren, Nase und
Mund. Haare auf dem Kopf. Auf wen das
nicht zutrifft, wer also zum Beispiel versehrt oder haarlos ist, der ist nicht normal. Hier kann man schon zu Untergruppen gehen: Bei einem Kriegsveteranentreff etwa könnte es normal sein, dass
man diese Körpernorm nur fast erreicht,
dass einem also „ein bisschen was fehlt“.
Aber wieder zum Thema. Zur näheren
Definition können weitere Kriterien hinzukommen: Unterscheidung nach männ-
lich und weiblich etwa. Wer nach der
ersten Normstufe noch völlig normal ist,
aber als Mann Brüste hat – oder als Frau
keine – fiele wieder durchs Raster. Weitere Muster können nach Kulturkreis
hinzukommen – in Westeuropa etwa
sind lange Haare typisch weiblich. Wer
also als Mann lange Haare oder als Frau
kurze hat, der gilt als nicht normal. Aber
in anderen Kulturen sieht das ganz anders aus. Und diese Norm ist auch langsam veraltet: immer mehr Menschen
entsprechen ihr nicht. Dennoch fallen
sie schon lange nicht mehr auf. Normalität ändert sich mit Zeiten und Sitten.
Und wo wir grad bei Sitten sind: Außerhalb der Körpernormen liegt Normalität
im Halten an Sitten. Was tut man, sagt
man, isst man? Welche Kleidung trägt
man, welche Musik hört man?
Jede dieser Gewohnheiten funktioniert
nur in bestimmten Kreisen als Zeichen
Wie stärken wir Konzentration und
Willensbildung durch die Ernährung
Vortrag von Frau Dr. Petra Kühne
Frau Dr. Kühne ist Vorsitzende des Arbeitskreises für Ernährungsforschung
e.V. in Bad Vilbel. Einige, der von Ihr verfassten Bücher sind gern gelesenen Ratgeber der Anthroposophischen Ernährung Hierzu zählen unter anderem
„Säuglingsernährung- Babykost selbst
zubereitet“, sowie „Anthroposophische
Ernährung 1. Lebensmittel und ihre Qualität & 2. Mineralstoffe und Spurenelemente“.
Am 6. Februar 2015 hatten wir hier an
der Freien Waldorfschule Kiel nun auch
die Gelegenheit, einem informativen
Vortrag zuhören zu können. Zahlreiche
Eltern konnten sich somit ein Bild von
der anthroposophisch erweiterten Sicht
auf unsere Nahrung machen.
Rückblickend berichtete Frau Dr. Kühne
von Generationen deren Ernährung recht
einfach und zweckgebunden war. Nahrung war meist knapp und musste direkt
in Muskeltätigkeit umgewandelt werden.
Doch heutzutage befinden wir uns größtenteils und in vielen Ländern der Welt in
einer Gesellschaft, die nur den Wohlstand kennt. Dies gibt die Chance seine
Ernährung zu gestalten, die Lebensmittel
und Qualität auszuwählen und auch verzichten zu lernen. Daher kann man auch
die Frage nach Lebensmitteln stellen, die
Konzentration und Willensbildung fördern. Und gezielter seine Ernährung betrachten.
„Sich konzentrieren“- dies ist eine Tätigkeit, die Kräfte, die die Gedanken fokussieren, erfordert. Es ist also eine Willenstätigkeit. Man merkt es daran, dass das
Konzentrieren auf einen Inhalt einen
ermüdet. Es kommt also im Wesentlichen auf den Bezug zum Willen an. Nun
ist es wichtig, erst einmal auf die Verdauung zu schauen, die mit ihren Kräften die Nahrung abbaut und damit erst
verfügbar für den Menschen macht. Diese sehr komplexe Tätigkeit des „ Verstoffwechseln“ ist eine Willenstätigkeit, die
weitgehend im Unbewussten abläuft.
Diese Kräfte werden durch die Nahrung
angeregt, herausgefordert und strahlen
zurück in den Organismus. Wie muss
also die Nahrungsqualität beschaffen
sein, damit sie dem Menschen Anregung
gibt? Dies ist ein Aspekt des Anbaus, der
Saatgutqualität bei Pflanzen sowie der
Haltung- und Fütterung bei Tieren. Haben Tier und Pflanze selber Willenskräfte
entwickeln und ausleben können, die
dann mit der Nahrung den Menschen
anregen können? Konnten sie Widerstandkraft entwickeln oder wurden sie
als „ Masse anlegende“- Züchtung
für Normalität. Wo etwa ein Nackter in der
Innenstadt auffällt, ist er natürlich nicht normal. Sobald er aber am FKK-Platz ist, wäre er
wieder unnormal, wenn er nicht nackt wäre.
Wo ein Veganer in den meisten Restaurants verwunderte Blicke erntet,
da kommt eine Steakbestellung im Veganrestaurant sehr komisch
an. Und wo eine Szenemontur wie zum Beispiel
Schwarz und Nieten oft seltsam wirken, so sind sie auf bestimmten Festivals geradezu
Pflicht. Normalität ist also seeehr
kontextabhängig. Vor allem heute, wo Individualität einen höheren Stellenwert hat als in
früheren Zeiten, ist es nicht leicht, etwas als
normal zu definieren. Vielleicht bin ich ja
doch normal – zumindest hin und wieder
und ganz bestimmt für mich selbst.
Jonathan Klemmer
durch leicht lösliche Mineraldüngung und
Spritzmittel „ verhätschelt“? Welchen äußeren Widrigkeiten war beispielsweise ein Getreide ausgesetzt, bevor wir es als fertig gebackenes Brot zu uns genommen haben?
Neben dem Anbau kommt es auch auf die
Verarbeitung an. Rohe Nahrung erfordert
mehr Verdauungskräfte, kann unter Anderem typ- oder temperamentbedingt aber
auch überfordern, sodass besonders bei Kindern das rechte Maß sinnvoll ist. Dies zeigt
meist das Kind selbst, indem es kräftig zulangt oder nicht. Die gegarte Nahrung ist
eine Entwicklung in der Menschheitsgeschichte, die seit der Handhabung des Feuers
in der Steinzeit begann. Garen ist eine Kunst,
eine Kochkunst. Dies bedeutet nicht, dass es
eine raffinierte Küche ist, sondern eine kreative, für die Essenden angepasste. Diese Alltagskunst zu lernen ist eine Aufgabe, die
früher in den Familien geleistet wurde,
wenn auch oft nur für Mädchen.
Heute sollten die Schulen dieses Erlernen mit
dem Angebot für Jungen und Mädchen fördern. Solch Unterricht ergänzt ganzheitlich
den Gartenbau, die Ernährungsepoche und
naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus
dem Biologie- und Chemieunterricht. Durch
fachkompetente Personen können hier
wichtige Grundkenntnisse der Ernährung
vermittelt und praktisch geübt werden.
&
Rottes
Schassmus
Rottes: Wo bleibt der Kerl denn? …
Rottes: Langsam wird das hier kalt …
Mal sehen (guckt sich misstrauisch um
und wählt heimlich) 0, 1, 7, …
Schassmus: Tag Rottes. Wie geht‘s?
Rottes: Muss ja. Hast du mich erschreckt. Du bist spät!
Schassmus: Ja, ja, keine Zeit! Ich hab‘
halt zu tun.
Rottes: So so. Und was, wenn ich fragen
darf?
Schassmus: Na ja, morgens, erst Familie,
dann der Stau, jetzt hab ich schon wieder
zwei Mails…
Rottes: Schon gut! Sag mal, hast Du
davon gehört ….
Schassmus: …wovon?
Rottes: Dieses Dingsda soll eingestellt
werden.
Schassmus: Dingsda?
Rottes: Diese Zeitschrift.
Schassmus: Der Playboy? Mein Gott,
dann muss ich ja noch schnell die letzte
Ausgabe ….
Rottes: Quatsch. Diese Zeitschrift hier
an der Schule.
Schassmus: Die Schulzeit?
Rottes: Schulzeit? Kenne ich nicht.
Nein, der Dingsbrief, Lehrer, Schüler …
Schassmus: Elternbrief!
Rottes: Genau.
Schassmus: Wieso das denn? Passiert
hier nichts mehr an der Schule?
Rottes: Doch doch. Es schreibt nur
keiner mehr drüber. Gerüchteweise
sind es nur noch zwei oder drei Leute,
die fast alles machen und dann und
wann ein Gastbeitrag. Jetzt haben die
keine Lust mehr.
Schassmus: Na, dann ist das eben so.
Rottes: Tja.
Schassmus: Andererseits auch schade,
irgendwie.
Rottes: Man fragt sich, warum da
nicht mehr Leute mitmachen.
Schassmus: Die haben wahrscheinlich
alle keine Zeit.
Rottes: So wie du …
Schassmus: Eben. Ich hab ja da aber sowieso noch nie …
Rottes: Weiß ich. Aber weißt du:–
nach einer aktuellen Studie des BAT
Forschungsinstituts sind 56% aller
Menschen in Deutschland in keinem
einzigen Ehrenamt engagiert.
Schassmus: Naja, aber die Eltern an unserer Schule gehören sicher zu den anderen 44.
Rottes: Du meinst wegen der drei „Bs“
Backen, Basteln, Bezahlen? Das ist ja
noch nicht direkt ein Ehrenamt, oder?
Schassmus: Ich dachte, das sind die drei
„Ks“: Konsumieren, Kommentieren, Kapitulieren.
Rottes: Nee, das war facebook.
Schassmus: Hm.
Rottes: Jedenfalls sollte sich doch an
unserer Schule genug Engagement
finden, um all das Schöne, was hier
stattfindet, auch mal darzustellen. Ich
sage nur Klassenspiele, Martinimarkt,
Frühjahrskonzerte, Sommerfeste, Quartalsfeiern….
Schassmus: …Monatsfeiern heißt das.
Rottes: … Konflikte …
Schassmus: … gibt’s doch gar nicht….
Rottes: ... und wäre auch nicht das
richtige Thema für einen Artikel ….
Schassmus: … der Rest natürlich schon.
Vielleicht aber auch mal was ganz Neues.
Rottes: Neu? Was soll man denn sonst
noch schreiben?
Schassmus: Weiß ich auch nicht, aber
das würde den Leuten schon einfallen,
wenn sie nur wollten.
Rottes: Lass uns doch damit anfangen.
Schassmus: Wie jetzt? Wir?
Rottes: Warum nicht?
Schassmus: Ich weiß nicht, eigentlich
habe ich nichts zu sagen. Und Zeit habe
ich ja sowieso nicht. Schreiben liegt mir
auch gar nicht. Außerdem muss ich ja
schon so viel reden.
Rottes: Reden? Mit wem denn?
Schassmus: Mit dir zum Beispiel.
Rottes: Stimmt. Wer diese Bürde trägt,
hat keine Zeit für ein Ehrenamt.
Schassmus: Siehst du.
Rottes: Trinken wir noch‘ Kaffee?
Schassmus: Nee, tut mir leid, ich muss
dann mal. Mein facebook-Profil ist schon
seit gestern nicht mehr upgedatet worden.
Rottes: Also dann. Man sieht sich.
3
Zudem erleben die chüler/-innen
welch Arbeit in ihrem Essen steckt,
wie man kreativ mit Lebensmitteln
umgehen kann und was die Schulküche täglich für sie leistet. Das Zusammenspiel von theoretischem Aufnehmen und praktischem Umsetzen erfordert auch Willenstätigkeit und
Konzentration.
Kurzum die Stärkung von Konzentration und Willenstätigkeit braucht
starke Lebensmittel, deren Zubereitung bestenfalls selbst erlernt wird.
Gehen wir noch einmal zurück zu
dem Brot. Ein Getreide aus biologischDynamischen Anbau kann viele Kräfte vermitteln. Doch wie erweitern
sich diese sogar noch, wird es durch
die Kräfte anderer Menschen gedroschen, gemahlen und schließlich mit
der Hand zu einem Teig geknetet?
Dieser Brotleib, langsam gebacken im
Ofen, vermittelt dem Essenden neben
den Willenskräften nun auch noch
Wärmekräfte.
Betrachtet man einzelne Lebensmittelgruppen, die wichtig in der Ernährung der Kinder sind, so ist zum Einen
das Getreide zu nennen. Dieses weltweite Grundnahrungsmittel wächst,
regional angepasst, überall. Seine
Nährstoffe, seine Wachstums- und
Reifekräfte sowie seine Gestalt zeigen
die Bedeutung, die es, vor allem in
vollwertiger Form, für die Ernährung
hat. Kontrovers wird heute die Kuhmilch gesehen. Hier ist aber die Qualität ganz wichtig. Die Tierhaltungund Fütterung sowie die Verarbeitung
prägen diese. Biologisch- dynamische
Qualität und die regionale Herkunft
kann oftmals verhindern, dass eine
Unverträglichkeit ausgelöst wird.
Diese kann auch bei einer zu hoch
verzehrten Menge auftreten, sollte
aber nicht zur grundsätzlichen Meidung dieser Lebensmittel führen. Es
sei denn es liegt eine Allergie vor.
Auch die große Auswahl an Sojadrinks, Mandelmilch oder Hafersahne
kann nicht die Kräfte vermitteln, die
eine Kuhmilch mit sich bringt.
Im Anschluss an den Vortrag wurden
viele Fragen zu einzelnen Lebensmitteln gestellt. Zu den aktuell typische
Ernährungsthemen wie Sinn- oder
Unsinn von „ low carb“, „ Green Smothies“ oder „ Säure- Basen Haushalt“
waren ebenfalls Fragen auf die Frau
Dr. Kühne einging.
Ronja Naujokat
4
„Du bist ja toll!!“ – Was wird hier
eigentlich genau bewertet?
Im Alltag mit meinen Kindern erwische ich
mich immer mal wieder, dass ich Formulierungen wie die obige verwende. Damit
möchte ich meinen Kindern mitteilen, wie
sehr ich mich gerade über etwas freue,
was sie gesagt oder getan haben. „Positive
Verstärkung“ soll ja sein, damit wir unsere
Kinder unterstützen, motivieren und ihnen
bei der Bildung eines guten Selbstvertrauens hilfreich zur Seite zu stehen.
Bei näherer Betrachtung sind solche Sätze
allerdings wenig hilfreich. Was genau ist
denn toll? Der lustige Witz? Die Haarfarbe?
Dass der Geschirrspüler ausgeräumt ist?
Der ganze Mensch?
Grundsätzlich meinen wir das Verhalten
unseres Kindes (oder auch unseres erwachsenen Gegenübers), die von uns gewählte Formulierung bewertet aber die Person direkt und nicht die Tat. Wir wählen
Aussagen, mit denen wir unsere Kinder
bewerten, ihnen sagen „DU bist großartig!“
Nun trifft das für unsere Kinder natürlich
zu – jedes einzelne ist großartig und einzigartig von der Schöpfung geschaffen. Dies
ist (hoffentlich) die Grundhaltung, mit der
wir unseren Kindern (und unseren Mitmenschen, was schon viel schwieriger ist)
begegnen können. Nichts desto trotz sind
diese Sätze nur bedingt unterstützend,
wenn wir unseren Kindern Rückmeldungen zu ihrem Tun oder ihren Aussagen geben wollen.
Viel hilfreicher ist es, genau zu sagen, was
mich gerade in der konkreten Situation
erfreut: „Du hast den Geschirrspüler ausgeräumt. Darüber freue ich mich sehr, weil
ich damit weniger Arbeit habe und Zeit
habe, in Ruhe das Abendessen zu machen.“ So oder so ähnlich.
Nun kann man natürlich sagen: „Papperlapapp, auf die Intention kommt es an!“
Stimmt, so kann man das sehen. Was machen wir aber in Situationen, in denen wir
weniger erfreut sind? „Du bist immer so
faul!“ könnte z.B. eine Aussage sein, wenn
der Geschirrspüler wieder mal nicht ausgeräumt ist. Wieder wählen wir eine Formulierung, die das Kind als Mensch bewertet
und nicht klarmacht, dass wir uns ärgern,
weil uns Unterstützung fehlt. Wir sprechen
in mensch-bewertenden Du-Botschaften,
machen damit unser Kind für unseren Ärger verantwortlich, anstatt die Verantwortung für unsere Befindlichkeit selbst zu
übernehmen.
Dies ist ein Muster, das wir unseren Kindern vorleben: sie erlernen über unsere
Bewertungen, wann sie als Mensch gut
und wann schlecht sind – obwohl wir doch
ihr Verhalten meinen. Die Kinder übernehmen das Muster und tragen es weiter…
Natürlich brauchen wir Menschen Rückmeldungen, damit wir in der Gesellschaft
klarkommen – aber die Rückmeldungen
sollten sich idealerweise auf das Verhalten
beziehen und nicht auf den Wert des Menschen!
Dies ist die eine Seite: der Sprecher kann
über die Wahl seiner Worte versuchen zu
steuern, was beim Gegenüber ankommt.
„Einmal tief atmen und denken: ‚Hmm, so
sieht sie das!‘“
Allein dieser Gedanke trägt dazu bei, den
gehörten schwierigen Satz gedanklich etwas von sich wegzuschieben und nicht
sofort direkt in das Innerstes durchdringen
zu lassen. Dieser Satz macht klar, dass ich
gehört habe, wie der oder die andere die
Welt gerade beurteilt, dass muss mit meiner Wirklichkeit nicht übereinstimmen.
Bewertungen über mich als Person kann
ich dann leichter bei meinem Gegenüber
lassen.
So sieht es die Theorie vor, die in der konkreten Situation nicht immer leicht umzusetzen ist.
Mein Bestreben liegt darin, meinen Kindern mitzugeben, dass Bewertungen unserer Mitmenschen nicht unterstützend sind
und sie darauf verzichten mögen. Das ist
extrem schwer, da unsere Umwelt und
auch ich selbst leider anders sozialisiert
sind. Zusätzlich weise ich meine Kinder
immer wieder darauf hin, dass sie selbst
entscheiden können, wie sie eine Nachricht aufnehmen. Auch das ist extrem
schwierig, aber ich hoffe, dass durch meine
Hinweise meine Kinder (und auch ich )
zusehends in der Lage sein werden, die
Botschaften von anderen nicht unreflektiert als bare Münze zu nehmen, und dass
sie somit stark für das Leben werden. Erste
Erfolge kann ich gerade bei meiner 11Jährigen feststellen…
Meine Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation hat uns als Hilfsmittel mitgegeben:
Kristina Thiede
Mitglied der Delegation Dialogkultur
Die andere Seite ist diejenige bzw. derjenige, der die Nachricht hört. Je nach dem,
wie die hörende Person sich gerade fühlt,
wird sie die Worte so oder so „eintüten“.
Dies kann der Sprecher wenig bis gar nicht
beeinflussen. Hier ist die hörende Person in
der Eigenverantwortung, für sich zu überprüfen: „Wie könnte der andere das jetzt
gerade meinen? Sehe ich das genauso?
„Will ich mir diesen Gedanken zu eigen
machen“
5
Von der Bundeselternratstagung in Gütersloh
Ich habe auf der BERT teilgenommen an
der Arbeitsgruppe „Aus 1 mach 4 – neue
Konzepte für die Oberstufe“
Oliver Manthey, Oberstufenlehrer für
Deutsch und Geschichte.
Die FWS Gütersloh ist eine einzügige Schule. Sie hat das Problem, dass – seitdem der
Realschulabschluss (Fachoberschulreife
FOR) in die 11.Klasse vorverlegt wurde viele Schüler danach die Schule verlassen
und nicht mehr die 12.Klasse besuchen,
nicht ihren Waldorfabschluss machen.
Die Frage, die sich die Schule stellte: Wie
können wir die 12.Klasse wieder für die
Nicht-Abiturienten interessant machen,
sodass sie bleiben wollen?
Mit ihrem seit 5 Jahren erprobten Konzept
bietet die Schule nun Wahlblöcke an, die
neue, spannende Themen behandeln: Arabisch, Spanisch, Dramaturgie, Psychologie... Durch die Wahlmöglichkeit wird die
Willensbildung der Schüler angeregt, es
wird spannender, individueller.
Unterrichtet werden die Fächer von den
vorhandenen Lehrern, die ja meist noch
andere Ausbildungen/Fähigkeiten/Interessen haben. So entstehen der Schule keine
zusätzlichen Kosten.
Auch zeitlich werden weder Lehrern noch
Schülern mehr (oder weniger!) Unterrichtsstunden aufgebürdet. Durch die Blökke können Themen intensiv behandelt
werden. Statt wie üblich in 1 Wochenstunde wird das jeweilige Fach in 2 Doppelstunden wöchentlich behandelt – dafür aber
nur für jeweils ein viertel Jahr. Das kommt
auf dieselbe Stundenzahl raus (aus 1 mach
4), ist aber wesentlich intensiver. Diese
projektorientierte Arbeit kann auch gut in
ein Portfolio einfliessen.
Um möglichst viele Wahlfächer anzubieten
legt die FWS Gütersloh die 11. und
12.Klasse für diese Wahlfächer zusammen.
Für die Prüfungsfächer bietet die Schule 2
Unterrichtsgruppen: eine leistungsorientierte für die Abiturienten und eine praktisch orientierte.
Fazit: 34h/Woche, 12h/Woche wählbar,
ohne Mehrbelastung für Schüler, ohne
Fächerverlust, ohne Deputatsverlust.
Antje Steinberg
Kontakt:
Das Gütersloher Oberstufenmodell
Waldorfschule sein – Waldorfschule
werden - Waldorfschule bleiben! Für
Rückfragen, Kontaktaufnahme:
Oliver Manthey Freie Waldorfschule
Gütersloh Hermann-Rothert-Straße 7
33335 Gütersloh
Tel.: 05209 5584 Email:
[email protected]
Gerne stellen wir auf Wunsch unser
Konzept, seine pädagogisch didaktischen Hintergründe und seine Möglichkeiten auch einmal an Ihrer Schule vor.
Anfragen nach Möglichkeit bitte direkt
per Email.
AG 5, Fremdsprachenunterricht an Waldorfschulen
Referent Douglas Kennedy, Englischlehrer an der FWS Uhlandshöhe und Seminarleiter der ‚english week‘ im Zuge der
Herbsttagung, Sprachwissenschaftler,
Australier
Die AG war in drei Einheiten á 90 Minuten unterteilt und gliederte sich nach
Unter-, Mittel- und Oberstufe
Herr Kennedy hat uns teilhaben lassen
an seiner Idee und Form des Unterrichtes, die basierend auf der allgemeinen
Menschenkunde und den immer wieder
erscheinenden Bestätigungen in der
heutigen sprachwissenschaftlichen Forschung. Nicht das theoretische stumpfe
Erlernen sondern ein Erleben der Sprache
im Hinblick auf die Zukunft der Schüler
ist das Ziel.
Der Lehrer agiert als Gestalter und Begleiter im ganzen Raum und der Klassengemeinschaft und agiert nicht als Frontaldozent.
In den ersten drei Jahren erfolgt der Unterricht auf Basis der Nachahmung und
Sinneswahrnehmung. Die Schüler erler-
6
nen die Grammatik unbewusst, durch
Erleben von Geschichten und Liedern. Im
vierten Jahr kommt die schriftliche Arbeit hinzu.
Die Mittelstufe ist entsprechend der
Menschenkunde auf die Schüler zugeschnitten. In Gedichten, Geschichten
und Rollenspielen wird der Wortschatz
erweitert und die angelegte Grammatik
wird sichtbar und erlebbar gemacht.
Hierbei wird die Grundlage für das intensive Rezitieren und die freie Sprache in
waren Dialogen gelegt und vertieft.
Durch die Lektürearbeit wird der Schüler
in seiner altersgemäßen Verfassung abgeholt und mitgenommen.
In der Oberstufe zeigen sich deutlich die
bisher erworbenen Wort- und Grammatikkenntnisse, die Schüler bewegen sich
zielsicher auch in schwierigen Texten
und können sich inhaltlich mit Zusammenhängen verbinden und diese analysieren. das Rezitieren komplexer Texte
wird vom Lehrer vorbereitet, das grobe
Gerüst wird durch Wortvariationen ver-
feinert, bis der fertige Originaltext vorliegt und von ‚Allen!‘ verstanden und
erarbeitet wurde. Die Unterrichtsform hat
sich deutlich von der Geschichtsform
zum Rollenspiel entwickelt.
Abschließend lässt sich sagen, dass diese
Unterrichtsform den Erfahrungen und
Vorstellungen von Herrn Kennedy entspringt und er dies nicht als Vorgabe Dritter versteht sondern als seine Umsetzung
der allgemeinen Menschenkunde und
deren Bestätigung durch die aktuellen
sprach-wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Hier steht nicht das Erreichen eines
standardisierten kurzzeitig abfragbaren
Wissenstandes sondern das Erleben und
Anwenden einer Sprache im Zusammenhang mit den Zeitgeschehen, entsprechend des Entwicklungsstandes des
Schülers im Fokus.
……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………
Gedächtnisprotokoll der Arbeitsgruppe
auf der BERT 2015 von Thorsten Ziebell,
03.03.2015
Bili – Unterricht im Fach Erdkunde in den 10. Klassen
Alles begann vor vier Jahren mit einer Frage eines Schülers aus der 10. Klasse.
Wir hatten das Thema ‘South Africa- The
Rainbow Nation‘ im Englischunterricht als
eine Unterrichtseinheit zum Gegenstand,
und wir besprachen ‘the struggle against
apartheit and Nelson Mandela‘ . Damit ein
Gesamtbild der Republik Südafrika entstehen konnte, fügte ich noch landeskundliche Themen, wie: population, area, landscape, agriculture, natural resources and
exports und environment mit den entsprechenden Diagrammen und Graphiken hinzu, die die Schüler erklärten, verglichen
und diskutierten.
Ein Schüler meldete sich und stellte die
Frage, ob man nicht auch im Erdkundeunterricht über landeskundliche Themen in
der englischen Sprache sprechen könne?
Es wäre doch spannend sich mit verschiedenen Themen aus dem Erdkundeunterricht in einer Fremdsprache zu beschäftigen.
Als Englisch- und Erdkundelehrerin, die
beide Fächer gerne unterrichtet, befasste
ich mich mit diesem Thema am IQSH in
Kiel und erlangte eine Zusatzqualifikation:
‘Bilingualer Unterricht im Fach Erdkunde‘.
Was ist eigentlich bilingualer Unterricht?
Bilingualer Fachunterricht ist Unterricht in
einem Sachfach, wobei neben Deutsch
auch eine Fremdsprache als Unterrichtssprache eingesetzt wird.
Der Fremdsprachenunterricht bereitet den
bilingualen Unterricht vor. Er berücksichtigt thematische und sprachliche Aspekte
sowie die besondere Schulung von Kompetenzen.
Welche Ziele hat der bilinguale Unterricht?
Als Fachunterricht in der Fremdsprache
befähigt der bilinguale Unterricht Schülerinnen und Schüler, fachliche Sachverhalte in Lernbereichen wie Wirtschaft und
Kultur in der Fremdsprache zu verstehen,
zu verarbeiten und darzustellen. Gleichzeitig strebt er eine erhöhte Sprachkompetenz
an.
Bilingualer Unterricht fördert das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen und die
Schülerinnen und Schüler erwerben interkulturelle Kompetenz, d.h. sie können:
· die Perspektive des Partnerlandes einnehmen,
· Verstehensprobleme in dieser Perspektive
vorwegnehmen,
· ihr eigenes Land für Partner der anderen
Kultur und Sprache darstellen.
„Bilingualer Unterricht und bilinguales Lernen bereiten auf Studium und Beruf vor,
sie vermitteln Kenntnisse, Fähigkeiten und
Fertigkeiten, die für das spätere Berufsleben in einem sprachlich und kulturell vielfältigen Europa und in einer global vernetzten Welt wichtig sind. Zudem befähigt der
multiperspektivische Ansatz die Schülerinnen und Schüler als Mediator und Kulturmittler im europäischen und internationalen Ausland zu fungieren.“
Was zunächst als ein „Versuchsballon“
startete, hat sich nun im dritten Jahr in der
Praxis als eine feststehende Unterrichtseinheit in den 10. Klassen etabliert.
Die Schüler können am Bili-Erdkundekurs
teilnehmen, indem sie sich zum Kurs an-
LESEN - SCHREIBEN - RECHNEN e.V.
Beratung · Diagnostik · Förderung
bei Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche (Legasthenie, Dyskalkulie)
sowie
s+OMPAKTKURSE
s!UFSATZ'RAMMATIKKURSE
s&REMDSPRACHENFÚRDERUNG
s,ERNCOACHING
s6ORSCHULFÚRDERUNG
s&ÚRDERUNGAN3CHULEN
s-OBILFÚRDERUNG
s&AMILIENCOACHING
s&ORTBILDUNGEN
"àROZEITEN-O$O5HR
&OCKSTRq+IEL
4EL
WWWLESENSCHREIBENRECHNENDE
melden. Um Sprachbarrieren schon im Vorfeld abzubauen, und um die Schüler mit
Sprachmitteln zu unterstützen, erhalten sie
eine wöchentliche Zusatzstunde, die sie
auf die bevorstehende Bili-Erdkundeepoche sprachlich und inhaltlich einstimmt.
Die Schüler haben die Möglichkeit sich
sehr intensiv in den Unterricht einzubringen, wie z.B.: mit Präsentationen und kleineren Projekten, die sie der Klasse vorstellen.
Die nächste Bili-Erdkundeepoche beginnt
Mitte März mit dem Thema:
‘Weather and climate: Global environments and climatic regions.‘
Karina Müller
7
Jorinka Hinrichsen - Ein Jahr in Ägypten
Sekem— Was ist das eigentlich?
Sekem wurde 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish als eine ägyptische Kulturinitiative
und ein soziales Unternehmen gegründet.
Der Standort der Sekem-Farm befindet sich
ungefähr 47km entfernt von Kairo in einem ehemaligen Wüstengebiet. Die Heliopolis-Universität, welche bereits seit dem
Herbst des Jahres 2012 Studienkurse anbietet, befindet sich jedoch in Heliopolis
(einem Stadtteil Kairo’s).
Sekem ist Produzent vieler verschiedener biologischer Lebensmittel (wie Gemüse, Säfte,
Gewürze etc.), Gesundheitsprodukte (speziell Tee’s) und Textilien aus ökologischem
Anbau. Einige in Sekem produzierte Kinderkleidung erscheint zB. in den dm-Märkten
unter dem Namen Alana. Auch im Biofachhandel sind einige Sekemprodukte wiederzufinden.
Die „Sekem-Stiftung für Entwicklung“ ist
Sekems soziales Unternehmen und führt
eine Anzahl von gemeinnützigen Institutionen. Darunter ein Kindergarten, eine
Schule, mit heilpädagogischer Abteilung,
ein Berufsbildungszentrum, eine Einrichtung für Erwachsenenbildung, eine Universität, ein Krankenhaus, sowie ein Institut für angewandte Forschung.
Sekem orientiert sich im Pädagogischen
und Sozialen an den Grundprinzipien der
Waldorfpädagogik und der Anthroposophie.
Nebst dem Fokus auf der biologisch-dynamischen Landwirtschaft liegt Sekem die
Einhaltung eines fairen Handels am Herzen, sowie das soziale und kulturelle Wohlergehen der ca. 1500 Beschäftigten.
Was sind Deine täglichen Aufgaben?
Der Schwerpunkt meiner Aufgabenbereiche liegt auf der Klavierbegleitung des Eurythmie-Unterrichts und der Unterstützung im musikalischen Bereich. Ich bin z.B.
im rhythmischen Teil der Klassen 1 bis 3
tätig, wo Singen und Bambusflöten gelernt,
und das Gefühl für verschiedenste Rhythmen geschult wird. Des Weiteren unterrichte ich zusammen mit einer neuen
Lehrperson Malen und perspektivisches
Zeichnen in den Klassen 6 bis 9 und bin
nach Schulschluss dann für den Kinderhort zuständig.
Wie lange wirst Du in Ägypten bleiben?
Bis Mitte Mai noch.
Wo muss man sich bewerben, wenn man
dort ein Praktikum möchte?
Bei Interesse für ein Praktikum gerne mit
Angela Hofmann Kontakt aufnehmen.
([email protected]) Es werden
momentan noch zwei klavierspielende
Praktikanten für das Schuljahr 2015/16 ab
Anfang September bis Mitte Mai 2016 gesucht.
Ägypten, ein Traum aus Tausend und
einer Nacht, aber auch das Land mit vielen politischen Unruhen. Was bekommst
Du davon mit?
Da Sekem fernab von Kairo und Nord-Sinai
liegt und fast schon eine kleine eigene
Welt in sich bildet, bekomme ich hier nicht
wesentlich mehr mit, als ihr in Deutschland. Sprich, eigentlich nur auf dem Wege
der Medien.
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Wie hast Du den Unterschied der Kulturen wahrgenommen?
In vielerlei Hinsicht. Erst mal ist die Religion
natürlich eine Andere und bestimmt den
Tagesablauf auf seine Weise, dann ist das
Verhältnis zwischen Männern und Frauen
größtenteils noch sehr konservativ, auch
die Mentalität an sich ist einfach eine Andere. Das lässt sich im Straßenverkehr eigentlich ganz gut erkennen. Im ersten Moment hatte ich das Gefühl mich in einem
riesen Chaos zwischen Eseln, meterhoch
bepackten Pickups und im Gegenverkehr
fahrenden Autos zu befinden. Aber mittlerweile ist mir klar geworden wie sozial und
achtsam die Ägypter eigentlich sind, wenn
es darauf ankommt. Nicht nur im Straßenverkehr sondern auch sonst. Sie sind wirklich sehr offene und herzliche Menschen
und respektieren andere Religionen und
Bräuche. Grundsätzlich kann ich sagen,
dass Muslime und Christen ein friedliches
Leben miteinander führen. Seit meiner Ankunft bekomme ich immer wieder „Welcome to Egypt!“ zu hören und werde freundlichst von allen Seiten mit Essen versorgt,
denn dies ist eine religiöse Geste dem Gast
gegenüber.
takt mit den Locals (Beduinen), das
Schnorcheln im Korallenriff, Quadbike fahren und Sandboarden in der Wüste oder die
Ritte auf einem Kamel.
Gibt es etwas, was Du vermissen wirst,
wenn Du wieder in Deutschland bist?
Ich werde sicherlich einiges vermissen
sobald ich zurück bin, aber zurzeit bin ich
ja noch hier und bin mir dessen noch
nicht ganz bewusst. Mit Sicherheit werden mir manche Leckereien wie Falafel
frische Datteln und Mangos fehlen.
Für den Elternbrief stellte
Anja Manleitner die Fragen an
Jorinka Hinrichsen
Für weitere Infos zu Sekem:
www.sekem.com
Ibrahim Abouleish: Die Sekem-Vision.
Eine Begegnung von Orient und
Okzident verändert
Ägypten, Mayer-Verlag, Stuttgart
2005, ISBN 3-932386-77-9
Wirst Du noch oder bist Du schon
durchs Land reisen/gereist?
In Ägypten war ich schon an verschiedensten Orten, deshalb werde ich am Ende
meines Praktikums nach Israel rüber reisen
und dort ein bisschen backpacken.
Was hat Dir auf Deiner Reise besonders
gefallen?
Das ist schwer zu sagen, was mir am besten gefallen hat. Eigentlich habe ich alle
Kleinigkeiten auf den Reisen als besondere
Erfahrungen empfunden. Ob nun der Kon-
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Tabletten oder
alternative Heilmethoden Endlich!
Liebe Waldorfeltern, schön das es Sie
gibt! Thema GesundheitSchulmedizin
und Alternativmedizin sind bereit voneinander zu lernen!
Lange hat es gedauert, doch der Weg ist
geebnet. Der Konkurrenz der Heilsysteme
folgt nun hoffentlich die Kooperation
und zwar zum Wohl der Patienten. Neue
Forschungsergebnisse erkennen, dass die
Naturheilkunde ihren definierten Platz in
der bestätigten Medizin erlangt hat. Naturheilkundler mit Professorentitel und
Erfahrung, haben allerdings immer noch
mit Misstrauen zu kämpfen. Im Frühjahr
2011 trafen sich Ärzte und Therapeuten
aller Fachrichtungen aus aller Welt im
Londoner King‘s College, um über die Zukunft der „integrative Medizin“ zu
diskutieren. Tenor dieser Zusammenkunft war: „Die Kombination von Schulmedizin und Naturheilkunde wirkt besser
als die Schulmedizin allein“. Laut einer
bekanten Allensbach-Umfrage aus dem
Jahr 2007, vertrauen in Deutschland
Praxis für
Physiotherapie und Naturheilverfahren
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mittlerweile 79 % der Patienten Naturheilverfahren (wie Massage, Physiotherapie, Heilkräuter und Akupunktur). Seit
geraumer Zeit fordert die Weltgesundheitsorganisation, die traditionelle Medizin stärker in das moderne Gesundheitssystem zu integrieren. Wie wir wissen, ist
uns China dabei längst voraus. Nicht die
Ärztin oder der Arzt heilt, sondern die Natur. Sie sind getreue Helfer und Diener,
der Therapeut begleitet Patienten auf
dem Weg der Heilung. Der adäquate Zuschnitt der Therapieverfahren entscheidet über die Heilung. Sehr gerne werden
jedoch Medikamente, auch bei nur ganz
kleinen Auffälligkeiten, verschrieben.
Daraus entstehen nicht selten Schmerzen durch chemisch hergestellte Präparate.
Medikamenteninduzierte Schmerzen
entstehen durch die häufige Einnahme
von Schmerzmitteln, wobei die Dosis immer mehr gesteigert werden muss, um
den Organismus vom eigentlich vorhandenen Schmerz zu unterdrücken. Oft
werden auch die Schmerzmittel gewechselt oder Kombinationspräparate eingenommen.
Grundsätzlich kann aber jedes Schmerzmittel bei falscher Dosierung und über
längere Zeit angewendet zu folgendem
Symptom führen: 40 Prozent der chronischen Schmerzen sind medikamenteninduziert. Bei längerer täglicher Einnahme
steigt die Schmerzempfindlichkeit erheblich an, das bedeutet, sie empfinden
häufiger Schmerzen als zuvor. Ein im
Gehirn vorhandenes Schmerzgedächtnis
signalisiert dieses. Das Schmerzgedächtnis vergleicht den akuten Schmerz mit
gespeicherten Schmerzerfahrungen und
nimmt daraufhin eine Bewertung vor.
Meistens wird dann zu noch mehr
Schmerzmitteln gegriffen. Eine
Abhängigkeit entsteht.
Medikamenteninduzierte Schmerzen
sind häufig dumpf oder pulsierend, außerdem können sie Übelkeit, Frösteln
oder Schwindel auslösen. Erwähnt werden muss, dass ein Auftreten von Psychosen nicht ausgeschlossen werden
kann, (als Psychose bezeichnet man eine
schwere psychische Störung, die mit einem zeitweiligen Verlust des Realitätsbezugs einhergeht).
Aus den o.g. Gründen bitte ich Sie, nur
dann zu solchen Schmerzmitteln zu grei-
fen, wenn Ihre Ärztin oder Arzt es ausdrücklich empfiehlt.
Die bessere Lösung sind alternative Methoden, die von einem erfahrenen
Physiotherapeuten durchgeführt werden,
der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.
Physiotherapeutische Behandlungen,
ganzheitlich, individuelle Behandlungskonzepte abgestimmt auf das Beschwerdebild sollten vom Therapeutenteam
praktiziert werden.
Vielen Dank für Ihr Interesse.
Ihr Mathias Reimann
Masseur für ambulante, orthopädische,
traumatologische Rehabilitation und
Sportphysiotherapeut, ehemaliger Schüler der Waldorfschule Kiel.
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Der Zauberer von Oz
Herr Sommer, unser Klassenlehrer, wollte
das TRADITIONELLE Anatevka (The Fiddler
on the Roof) spielen, aber nachdem wir
den Film geguckt hatten fand unsere
Klasse das Stück sehr langweilig. Wir
entschieden uns für den Zauberer von
Oz. Schon Ende siebter Klasse haben wir
die Textbücher bekommen und dann
nach den Sommerferien die Rollen. Nach
den Herbstferien fingen wir mit der Hilfe
von Herrn Hinrichsen an, die Kulissen,
oder besser gesagt die ´Requisiten´ wie
Herr Sommer es immer auszudrücken
pflegte, zu bauen. Zeitgleich nähten wir
mit Frau Schuchardt zusammen die Kostüme. Allerdings kam auch vieles aus
dem Fundus, weswegen wir nicht zu viel
nähen mussten. Julia Kindschus und
Moritz Lentsch, die den Blechmann spielten, machten sich in der Zeit an ihr Kostüm, das sie mit Herrn Klemmers Unterstützung in der Schmiede bauten. Dieses
war recht aufwendig, da es aus Dosen
zusammengebaut wurde.
Über die Weihnachtsferien lernten zumindest einige den Text. Die anderen
lernten ihn bravourvoll innerhalb der ersten Woche nach den Ferien. Die Proben
begannen mit dem Üben der einzelnen
Szenen in beiden Besetzungen. Es war
nicht einfach, die Meinung der Klasse
mit der Herrn Sommers unter einen Hut
zu bekommen.
Letzten Endes wurde die Probenzeit eine
schöne Zeit. In der letzten Woche hatten
wir zwei Generalproben und dann die
drei Schulaufführungen. Am Freitag war
die erste Abendaufführung, Samstag und
Sonntag fanden ebenfalls Aufführungen
statt. Getrübt wurde unsere Stimmung
leider dadurch, dass Mathis Lemke (Vogelscheuche) und Julika Pasdzierny am
Sonntag krank waren. Zum Glück konnte
Carlotta Heimann (die in der anderen
Besetzung die Vogelscheuche spielte)
einspringen. Auch Julika, die Samstag die
böse Westhexe Grusella spielte, am
Sonntag allerdings „nur“ eine Marktfrau,
war leicht zu ersetzen, also war es zumindest von der Rollenbesetzung nicht
schlimm. Schade war, dass die beiden
nun bei der letzten Aufführung nicht
dabei sein konnten.
Ärgerlich ist auch, dass Glennys Rosenbaum am Sonntag in eine Porzellanscherbe trat.
Laut einigen Kindern machte es am
Sonntag viel Spaß, den Rest des Porzellans bei der Südhexe Eitelgunde zu zertrümmern.
Es war eine tolle Erfahrung, mit der ganzen Klasse ein Theaterstück einzustudieren und aufzuführen.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle,
die uns unterstützt haben!!
Tom Thiede
Julia Kindschus
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Die Orchestersparte unserer Schule ist
sehr aktiv. Nach dem gut besuchten
Weihnachtskonzert ging es beinahe
nahtlos weiter mit dem Probenwochenende in Wielen zur Vorbereitung auf ein
wunderbares Frühjahrskonzert, dem im
Mai das Frühlingskonzert folgen wird.
Einen kleinen Eindruck der Konzerte und
der dazugehörigen Vorbereitung bekommen Sie hier.
SCHARFE BRILLEN
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Erstaunliches, Alltägliches,
Bedenkenswertes:
Über die Sprache
Sprache in Redensarten:
„mir blieb das Wort im Halse stecken“, „das hat mir den Atem
verschlagen“, „da bleibt mir die Spucke weg“, „ich krieg’ so einen Hals“, „rück mal raus mit der Sprache“, „in sieben Sprachen
schweigen“, „das muss unbedingt zur Sprache gebracht werden“, „wir sprechen die gleiche Sprache“, „er versteht nur eine
einzige Sprache“, „hast Du die Sprache verloren?“, „seiner inneren Stimme folgen“, „einen langen Atem haben“ ... Hast Du da
noch (mehr) Worte?
Sprachgestaltung - mehr als eine Bühnenkunst
Die Sprachgestaltung ging aus der Anthroposophie Rudolf Steiners hervor und trat zuerst als Bühnenkunst in Erscheinung, in
Rezitation und Schauspiel. Heute, nach über 90-jährigem Bestehen, wird sie auch in pädagogischen, therapeutischen und
sozialhygienischen Lebensbereichen angewandt. Sie gestaltet
die Sprache der Dichtung und Literatur, jedoch nicht allein dem
Sinn nach, sondern vor allem auch dem Sprachlaut gemäß, das
heißt sie gibt im Sprechen dem einzelnen Sprachlaut sein Eigenleben in Klang und Bewegung zurück. Durch die Kunst der
Eurythmie wird sie somit sichtbare Sprache. Die gestischen Bewegungen in den gesprochenen Lauten werden anschaulich.
Durch die Anthroposophie Rudolf Steiners sind die geistigen Zusammenhänge der Sprache zwischen Mensch und Kosmos offenbar und zugänglich geworden. Durch die künstlerischen
Mittel der Sprachgestaltung setzt sich der Mensch in eine reale
Beziehung zum Sprachgeist und klärt seine Subjektivität an der
Objektivität der Sprachgesetze.
www.netzwerk-sprachgestaltung.ch
Offene Sprachwerkstatt
für Erwachsen: Eltern, Lehrer, Mitarbeiter und andere ...
Kommen Sie:
einmal, mehrmals, gelegentlich, unangemeldet, jederzeit
überraschend, regelmäßig ...
Manche Dinge kann man nur begrenzt erklären, irgendwann
muss man es einfach mal probieren...
Voraussetzungen? Keine! Außer Freude und Interesse an der
Sprache.
Wann?
Wo?
Infos?
Kosten?
5 Preise für unsere Schule
bei Jugend Forscht
Mit drei Zwölftklassjahresarbeiten hat die Freie Waldorfschule
Kiel fünf Preise beim Wettbewerb »Jugend forscht« gewonnen. Wir gratulieren ganz herzlich unseren SchülerInnen Laura Block, Josepha Trede, Jonah
Schrauder und Sören Kühling
Die Jahresarbeit von Laura
Block drehte sich um »Plastik
im Meer«, während sich Josepha Trede mit »Bedeutung und
molekularbiologischer Charakterisierung des Lebertrematoden
(Campula oblonga) von Schweinswalen (Phocoena phocena)«
auseinandersetzte. Beide erreichten in der Kategorie »Fachbereich Biologie« den ersten
Platz und sind damit zur
nächsten Wettbewerbsrunde
zugelassen.
Jonah Schrauder und Sören
Kühling belegten mit ihrer
gemeinsamen Jahresarbeit
»Nachweis der Wirksamkeit
eines Blasenschleiers« den
zweiten Platz im »Fachbereich Physik« und sie erhielten den
Sonderpreis »Umwelttechnik«.
Außerdem erlangte die Freie Waldorfschule Kiel den Schulpreis
in Höhe von 1000,- Euro beim Regionalwettbewerb in
Geestacht.
(Schul)Dienstag, 8.00 Uhr
Saal des Waldorfkindergartens
Gundula Naumann Tel. 64085055
Richtsatz 5 Euro pro Termin (für Förderkreis Kita)
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Über die Arbeit am Tonfeld®
Arbeit am Tonfeld® ist eine ganzheitliche
Methode der Entwicklungsbegleitung und
Förderung für Kinder und Jugendliche.
Die Kinder leben heute in einer sehr
schnelllebigen, reizstarken Welt. Ihre sinnlichen Empfindungen, ihre Wahrnehmungsfähigkeit und ihre Kraft zur Welterfahrung werden in einer so sehr beschleunigten und vorwiegend auf optische Reize
fokussierten Umwelt eingeschränkt, überreizt und so in ihrer Entfaltung behindert.
Kinder tragen in sich einen Entwicklungswunsch nach Entfaltung, Beziehung und
Gestaltung, einen vitalen Drang, das Leben
zu erforschen und sich an diesem Leben zu
beteiligen. Dazu brauchen sie ausgewogene Entwicklungsimpulse in Bezug auf Stabilität in Beziehungen, ein haltgebendes
Gegenüber, das aber auch Auseinandersetzungen aushält und diesem Entwicklungswunsch in all seinen Facetten begegnet
und standhält. Diesem Grundbedürfnis
nach Bindung und Entbindung, Auseinandersetzung und Gemeinsamkeit kommt
diese Arbeit am Tonfeld® entgegen.
Entwickelt wurde diese „schöpferische Beziehungsarbeit“ von Professor Heinz Deuser
in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Kinder und Jugendliche arbeiten an
einer mit weicher Keramikerde ausgestrichenen Holzkiste, deren Größe gerade dem
Maß entsprechen, das von einem „Selbst“
umfasst, durchdrungen, gehoben, gehalten
und gestaltet werden kann. Eine Schale
mit Wasser ergänzt dieses scheinbar einfache Setting.
Als drittes Element kommt ein ausgebildeter Begleiter hinzu. Er unterstützt und begleitet den anderen in diesem schöpferisch
gestaltenden Umgang mit dem Material.
Bei der Arbeit am Tonfeld liegt der Schwerpunkt nicht darauf, was entsteht, sondern
darauf, wie es entsteht. Es ist die Sprache
der Hände, die uns hier beschäftigt. Heinz
Deuser benennt es als unseren „haptischen
Sinn“. Die Erfahrungen, die ein Kind im
Laufe seiner Entwicklung macht, scheinen
wie in einem Leibgedächtnis gespeichert
zu sein und über die Tätigkeit der Hände
wieder an die Oberfläche zu kommen. Hier,
in der Begegnung der Hände mit dem
formbaren, flexiblen Material Tonerde kann
das Kind die grundlegenden Entwicklungsbedingungen nach Halt in Beziehungen,
Verlässlichkeit der Bindung und die Erfahrung von Beständigkeit und Selbstwirksamkeit spüren.
Es kann hier darum gehen, sich mit ganz
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frühen Entwicklungsabschnitten, z.B. dem
Umhülltsein, Geborgensein, wieder zu verbinden. Wir sehen Kinder, die den Ton verflüssigen, wie zu einem Brei werden lassen,
oder sich wie mit einer zweiten Haut belegen. Die Handlungen aus zurückliegenden
Entwicklungsphasen geben dem Begleiter
Hinweise auf soziale und emotionale Erfahrungen des Kindes, auf fehlende oder
nicht erfüllte Entwicklungsschritte und die
dahinter stehenden Bedürfnisse. Im Berühren, Greifen und Gestalten der Tonerde
kann das Kind mit Hilfe unterstützender
Begleitung zu neuen Möglichkeiten seines
Wahrnehmens und Handelns finden.
Die Arbeit ist nicht symptombezogen, sondern entwicklungs- bzw. prozessbezogen.
Das bedeutet, dass es sehr unterschiedliche
Verläufe innerhalb der Begleitung geben
kann. Es kann ganz Unterschiedliches passieren.
Die jüngeren Kinder (begonnen wird meist
mit 4- bis 5jährigen) möchten sich rückversichern, zeigen überwiegend Bedürfnisse in den Basissinnen nach Kontakt, Ausgleich und Tiefensensibilität (Druck und
Aufrichtung).
Das ältere Kind will experimentieren, sich
Wissen aneignen und seine eigenen Möglichkeiten und Kompetenzen spüren. Das
Tonfeld wird gleichsam zum Experimentierfeld für die dingliche, aber auch für die soziale Welt.
An einem Beispiel mag das deutlich werden:
Der neunjährige Leo kommt seit drei Monaten wöchentlich zur Arbeit am Tonfeld ® .
Er ist in seinem Alltag kaum in der Lage,
Grenzen einzuhalten und die Grenzen anderer zu respektieren, was zu großen Konflikten in der Schule und seiner Familie
geführt hat.
Zunächst wird der gesamte Ton von ihm
aus der Kiste genommen und einzig und
allein darauf verwendet, ihn mit aller Kraft
wieder in das „Feld“ zu werfen.
„Darf ich auch gegen die Wand?“
„Nein, hier ins Feld – das geht – aber auch
wenn es auf dem Boden steht.“
Das empfindet Leo schon als besser, spürbarer. Es entspricht mehr seinem Wunsch
nach grenzloser Verfügbarkeit.
Leos Bedürfnis nach dem Spüren der eigenen Grenzen seiner Kraft steigert sich in
den folgenden Wochen, bis er schließlich
auf meiner Treppe zum Dachboden steht
und von dort den gesamten Ton (10 kg) in
die unten stehende Kiste werfen will. Er
fordert immer wieder Hilfe ein; ich solle
ihm den Ton dorthin tragen. Ich fordere ihn
auf, nur so viel zu nehmen, wie er selber
tragen kann. Und jetzt geschieht etwas
Erstaunliches. Er spürt die Angst in seinem
Körper, mit so viel Ton die steile Stiege hinabzufallen, und er begrenzt sich erstmals
selbst. In den folgenden Tonfeldstunden
reicht ihm das Material, er kann die Begrenzung Tonfeld-Kasten einhalten und
das Feld für sich nutzen. Jetzt entstehen
Berge und Burgen mit „dicken Mauern und
sicheren Grenzen“, die noch längere Zeit
als „einsame Orte“ bezeichnet werden. Die
hinter dem sichtbaren Verhalten liegenden
unverarbeiteten Ängste nach Halt und Sicherheit haben einen Ausdruck gefunden.
Leo konnte selbst einen Umgang damit
finden und sich durch die eigene Handlung
und das Geschehen in diesem Prozess stabilisieren.
Die Kinder erleben die Situation wie eine
Als-ob-Situation, wie ein Spiel. Sie verlieren
sich darin, lassen sich von ihren Handlungen, von ihrem Tun leiten und lassen das,
was sie als Spur, Form oder Gegenstand im
Tonfeld werden lassen, verändernd auf sich
zurückwirken, – verändern wieder und
erleben so das Grundelement von Entwicklung: gegenseitige Veränderung.
Gehalten durch den doppelten Halt, das
formbare aber konstante Material Ton im
Tonfeld (Kasten) und dem Begleiter, der
sieht, unterstützt, ermutigt und so den
nächsten Schritt ahnt und durch seine Art
der Begleitung ermöglicht.
Der Vorteil dieser Arbeit ist, dass jeder in
jedem Alter auf zurückgehende Entwicklungsphasen zurückgehen kann, sich dort
wieder anbindet, handelt, erfährt, sich
nachnährt und diese Erfahrungen leiblich
integriert und so auch in den Alltag übertragen kann.
Fall Sie neugierig geworden sind: Im Internet unter tonfeld.de finden sich weitere
ausführliche Informationen zu dieser Methode und eine Liste der Tonfeldbegleiter in
Ihrer Nähe.
Sabine Kock-Lehrke
Meine Aufgabe in Blair Drummond
Ich bin jetzt schon seit zwei Monaten in
Schottland und lebe mich richtig ein!
Um Euch/Ihnen ein Bild von meiner Arbeit zugeben, erzähle ich am besten meinen Tagesablauf.
Unter der Woche wecke ich Friedrich um
7:00 Uhr und bade ihn. Da seine Motorik
recht eingeschränkt ist, übernehme ich
den größten Teil der Körperhygiene. Dennoch überlasse ich ihm alle Aufgaben,
die für ihn möglich sind. So gießt er sich
selber das Wasser über den Kopf und
seift sich den Kopf so gut wie es geht
eigenständig ein. Nach dem Abtrocknen,
ziehe ich ihn an, wobei er sich das TShirt aussucht, aber keine Schritte, wie
die Hose hochzuziehen und Hosenstall
zu schließen, übernehmen kann. Sobald
er fertig ist, kümmere ich mich mit den
anderen Co-Workern um das Frühstück.
Während jeder Mahlzeit sitze ich neben
Friedrich. Ich muss beständig ein Auge
auf ihn haben, da er stets versucht, sein
gesamtes Essen so schnell wie möglich
in seinen Mund zu bekommen, ungeachtet ob noch genügend Platz zum Kauen
oder Schlucken vorhanden ist.
Nach dem Frühstück begleite ich ihn zu
seinem Badezimmer zurück und ich put-
ze ihm die Zähne und helfe ihm auf der
Toilette. Mit dem gesamten Haus geht es
um neun Uhr zum Morgenkreis, wo wir
auf alle anderen Häuser treffen und den
Tag gemeinsam beginnen.
Darauf folgt dann auch
schon die erste Workshop-Einheit, zu der ich
Friedrich bringe. Ich selber habe keine Workshops mit ihm gemeinsam und gehe dann daraufhin zu meinem eigenen. Unsere CamphillEinrichtung bietet Korbflechten, Töpfern, Craft
(malen, zeichnen, basteln), Handarbeit (nähen, knüpfen, sticken),
Backen, Marmelade herstellen, zwei verschiedene Workshops für Gartenbau und einen Workshop für die Grundstückspflege, so wie
den Transitional-Workshop, für die Residents mit einem höheren Hilfebedarf, an.
In den Workshops ist die Aufgabe der CoWorker, die Residents bei ihrer Arbeit zu
unterstützen oder die Arbeit so vorzube-
reiten, dass sie für die Residents möglich
ist. Der Morgen-Workshop geht von halb
zehn bis zwanzig nach zwölf. Unterbrochen wird diese Einheit durch den „Teebreak“, in dem wir frisch hergestellte
Brötchen aus dem Back-Workshop essen.
Nach dem Morgen-Workshop geht es für
alle in ihre Häuser zurück, wo es dann
ein Mittagessen gibt. Sobald der Abwasch
erledigt ist, haben alle eine Mittagspause.
Einmal pro Woche hat jeder Co-Worker
jedoch Aufsichtspflicht in der Mittagspause und ist auch für das Fegen und
Wischen der Küche verantwortlich.
Um halb drei geht es dann bis fünf Uhr
zum Nachmittags-Workshop. Auch diese
Einheit wird durch ein „Teebreak“ unterbrochen, zu der es selbstgemachte Kekse
aus der Bäckerei gibt. Sobald wir zuhause
sind, beginnen wir Co-Worker mit dem
Vorbereiten des Abendessens. Meistens
bereiten wir für uns alle Brote vor. Das
Brot wird übrigens auch in der Bäckerei
hergestellt.
Nach dem Abwasch gibt es noch einmal
eine kurze Pause, da es noch zu früh ist,
um unsere „Jungs“ bettfertig zu machen.
Abends nimmt Friedrich kein Bad, daher
muss ich ihm nur die Zähne putzen und
den Schlafanzug anziehen.
Zwischen acht/halb neun Uhr ist mein
Tag beendet. Danach treffen wir Co-Worker uns in der Regel und verbringen den
Abend gemeinsam.
Ich hoffe, ich konnte Euch/Ihnen einen
kurzen Einblick in einen ganz gewöhnlichen Tag von mir geben.
Liebe Grüße aus Schottland,
Eure/Ihre Imke
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Die Mühe hat sich gelohnt
Im Winter 2014 brachte die 12a mit
„Love’s labour‘s lost“ (Verlorene Liebesmüh)
mal wieder einen klassischen Stoff auf die
Bühne unserer Schule. Wie üblich standen
nur wenige Wochen Probenzeit zur Verfügung, in denen nicht nur die Szenen einstudiert, sondern auch Bühnenbild und
Kostüme gestaltet werden mussten. Und
wie so oft kann man sagen: Die Mühe hat
sich gelohnt.
Die 12a inszenierte das Stück voller Spielfreude und mit enormer Textleistung. Unter der Regie von Anne Bockhardt entstand
so ein echter Klassiker, der – im Gegensatz
zu manch anderen Stücken, die Anne inszeniert hat – weder in die heutige Zeit
übertragen noch anderweitig modernisiert
wurde. Und das war auch gar nicht nötig.
Einzig die Wahl der passenden Übersetzung
nahm wohl einige Zeit in Anspruch, bis Ago
Sommer auf die Version von Frank Günther
stieß, einen Shakespeare-Kenner, der seit
den 70er Jahren dabei ist, das gesamte
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18
Werk des Dramatikers ins Deutsche zu
übertragen.
Im Rahmen einer längeren Findungsphase
hat sich die 12a am Ende für Love’s
labour’s lost entschieden, nicht zuletzt animiert durch eine gelungene Verfilmung
des Stoffes mit Kenneth Branagh. Nochmal
Anne Bockhardt: „Ich habe das Stück
schon öfter angeboten, sie haben es
schließlich genommen. Es ist gut, dass wir
hier an der Schule so „bunt“ sein dürfen
und diesen herrlichen Shakespeare spielen
können. Und diese Klasse spricht so verständlich, dass die Leute auch an den richtigen Stellen lachen. Mir hat es riesigen
Spaß gemacht.“
Im Gespräch fragte ich Anne, wie stark der
Text, dessen oft vulgäre Sprache auffällt,
angepasst wurde. Ihre überraschende Antwort lautete: „gar nicht. Es ist tatsächlich
der Originaltext. Die derbsten Stellen haben
wir sogar rausgelassen.“
Die Entstehung des Stückes wird in den
W W W. k i n e s i o l o g i e - s h . d e
Praxis für angewandte Kinesiologie
Beratung und pädagogische Lernförderung
S t u r e n h a g e n e r We g 1 1 , 2 4 2 2 9 D ä n i s c h e n h a g e n
Peter Schottes
Te l e f o n 0 4 3 2 9 - 9 1 3 0 3 7 , F a x 0 4 3 2 9 9 1 3 0 3 2
90er Jahren des 16. Jahrhunderts vermutet. Es war für eine Aufführung vor Königin
Elizabeth I. gedacht, von der bekannt ist,
dass sie Sprachwitz und schlüpfrigen Humor schätzte. Die Aufführung der 12a bewies, dass diese Kombination auch heute
noch zieht. Die Vielzahl der Rollen mit
Sprechtext ermöglichte es vielen SchülerInnen, richtig zu „spielen“. Und einigen
offenbar auch, geradezu über sich hinauszuwachsen, was beispielsweise für Bo und
Jan gilt. Beide legten eine Wortgewalt an
den Tag, dass es eine Freude war. Und beide hatten, wie Anne Bockhardt berichtet,
ihren Text für die monologische Schlüsselszene nach einer Woche „drauf.“
Bei diesem Engagement ist es kein Wunder, dass es möglich ist, in so kurzer Zeit
ein solch komplexes und anspruchsvolles
Stück in dieser Qualität auf die Bühne zu
bringen. Es war eine Freude, es zu sehen.
19
Waldorfsalat
Terminabsprachen für Gespräche mit
der Delegation Elternbeiträge werden
entweder über die Verwaltung der
Schule oder über ein Mitglied der Delegation getroffen. Sofern Sie Fragen
haben oder ein Gespräch vereinbaren
möchten, wenden Sie sich bitte an
Frau Tiedemann im Schulbüro,
Tel. 0431 – 5309 141 oder Mail
[email protected]
Die Kinderstube,
das Spielwarengeschäft in
der Hermann-Weigmann-Str. 20,
führt ab sofort bis zum 30. April
seinen Räumungsverkauf durch.
Öffnungszeiten:
Mo-Fr von 10.00 bis 13.00
und 15.00 bis 18.00 Uhr,
Sa von 10.00 bis 13.00 Uhr.
Uwe Pink
† 10. Februar 2015
Die Schulgemeinschaft trauert um ihren Mitarbeiter Uwe Pink, der am 10. Februar 2015
im Alter von gerade 50 Jahren unerwartet verstorben ist. Seit dem Sommer 2007 war er in
unserer Schulküche als Beikoch beschäftigt
und durch seine immer freundliche und hilfsbereite Art von Schülern und Lehrern gleichermaßen geschätzt.
Besonders das Küchenteam, das in der täglichen Arbeit
wie eine Familie zusammen gewachsen ist, vermisst ihn
als liebenswerten, bescheidenen, humorvollen und hilfsbereiten Kollegen und ‚gute Seele’ der Arbeitsgruppe.
Wir Alle werden Uwe Pink in guter Erinnerung behalten.
20
Nähen für die Kinderkrebsstation
KREBS. Fünf so harmlose Buchstaben, die in jedem Menschen andere Gefühle auslösen. Doch eins wissen wir hoffentlich alle, es ist eine schwere, oft tödliche verlaufende und und für die Betroffenen schlimme Krankheit. Deswegen haben wir ( die 8B)
beschlossen, den Kindern der Universitäts-Krebsstation die Weihnachtstage ein bisschen angenehmer zu gestalten. Wir taten all unser handwerkliches Geschick und ein
bisschen pädagogische Überzeugung zusammen und zauberten gemeinsam mit Frau
Bönniger im Handarbeitsunterricht wahre Schätze für die krebskranken Kinder. Von
Loops zu Stulpen und Kulturtaschen bis hin zu Mützen und Hüllen für Taschentuchpackungen war alles dabei.
Für uns alle war es eine schöne Erfahrung, zu Weihnachten etwas mit anderen Leuten zu teilen und wir würden es alle gerne wieder tun.
(Louisa Onnasch, Klasse 8B)
Antrag auf Mitgliedschaft im Ehemaligenverein
Hiermit trete ich der Vereinigung der Freunde und Ehemaligen e. V. bei
Die „Vereinigung der Ehemaligen
und Freunde der Waldorfschule Kiel
e.V.“ wurde am 2004 gegründet.
Eine wesentliche Aufgabe des Vereins ist die Herausgabe des Elternbriefs, der ausschließlich aus Werbeeinnahmen finanziert wird. Die
erwirtschafteten Überschüsse kommen dann der Schule zu Gute, indem z.B. Anschaffungen cofinanziert werden. Der Verein sammelt
aber auch die Adressen von ehemaligen Waldorfschülern, denen auf
Wunsch der Elternbrief auch nach
der Schulzeit zugeschickt wird. Und
das vom Ehemaligenverein gestaltete Ehemaligencafé auf dem Martinimarkt ist immer wieder beliebter
Treffpunkt von Ehemaligen.
__________________________________________________________
Name und Anschrift
_______________________
_______________________________
Telefon und Fax
Emailadresse
Ich möchte meine Informationen per Post/per Email erhalten.
(nicht Zutreffendes bitte streichen)
Ich möchte den Beitrag von 20,- Euro jährlich
O überweisen
Bitte senden Sie diese Beitrittserklärung an:
Vereinigung der Freunde und Ehemaligen der Kieler Waldorfschule e. V.
c/o J.Prestien
Hansastraße76
24118 Kiel
21
Aufruf an alle Eltern und Menschen die
bereit sind etwas zu bewegen ...
Ich bin Mutter von 2 Kindern (7, 2 1/2
Jahre). Wir wohnen in Neudorf-Bornstein. Das liegt im Kreis Rendsburg-Ekkernförde. Jeden Morgen fahren wir unsere große Tochter in die Waldorfschule
Kiel, vorbei an ihrem ehemaligen Kindergarten. Sie besucht dort mit Freude die
erste Klasse.
Wir, mein Mann und ich, sind beide berufstätig in Kiel. Darum meldeten wir unsere jüngste Tochter im Kindergarten in
Kiel an. Nach 3 Jahren Elternzeit beginnt
nun im Sommer für mich der Arbeitsalltag. Unsere jüngste Tochter sollte, wie
selbstverständlich, in den ehemaligen
Waldorfkindergarten ihrer Schwester gehen. Das war geplant und mit den Erziehern besprochen.
Dies ist es ein Kampf und kein fairer für
uns als Eltern.
Nach mehreren Gesprächen mit Stadt,
Gemeinde und Kindergarten ist es nun
raus. Die Wahrscheinlichkeit einen Kindergartenplatz in Kiel zu bekommen ist
gleich null.
Freie pädagogische Wahl ... Haha ... .
Trotz Kostenübernahme, trotz dem JA
vom Kindergarten, kam nun die Ablehnung von der Stadt Kiel.
Was nun?
- Haben die Kinder aus dem Umland
keinen Anspruch auf Waldorfpädagogik?
- Soll man als Frau seinen Arbeitsplatz
aufgeben?
- Wieviel Fahrtweg ist zumutbar, wenn
man eine bestimmte pädagogische
Ausrichtung sucht? (Schule in Kiel Kindergarten im Umland - mein
Arbeitsbeginn 08.00 Uhr in Kiel)
- Wollen wir als Eltern auf die freie
pädagogische Wahl versichten?
- Das Geschwisterkind muß auf bereits
bekannte und vertraute Räume verzichten? (Die Jüngste fühlt sich im
ehemaligen Kindergarten der großen
Schwester wohl und würde dort gern
hingegangen)
PS: Die Freie Waldorfschule Kiel weiß von
dem Problem der auswärtigen Geschwisterkinder. Sie plant eine Einrichtung in
Kronshagen zu errichten.
Also liebe Eltern lasst uns zusammenfinden um den Bedarf und die Notwendigkeit der Stadt Kiel deutlich zu machen.
Für unsere Kinder und die eigentliche
freie pädagogische Wahl ...
Jana Marko
(Tel.: 04346/368914)
…neulich im Forum…
Ja, neulich im Forum gab es wieder viel zu
erleben, zu erfahren, zu besprechen:
…Uwe Feldmann vom Landeselternrat berichtete ausführlich über die Hintergründe
zur gerade laufenden WEiDE (WaldorfEltern in Deutschland)-Studie…
…Wir konnten die neuen Lehrerinnen und
Lehrer an unserer Schule willkommen
heißen und kennenlernen...
…Das Thema Sprachgestaltung an unserer
Schule war ein Blickpunkt: Gundula
Naumann nahm uns mit in die Welt der
Sprachgestaltung, erklärte uns die Hintergründe und Aufgaben der Sprachgestaltung – und dann durften wir das
auch alles noch praktisch mit ihr ausprobieren…
…Murat Özmen zeigte uns in seiner Einstimmung immer wieder neue, spannende
Blickwinkel auf…
…für engagierte Menschen gibt es die Möglichkeit in die Schulselbstverwaltung delegiert zur werden, denn verschiedene Delegationen suchen noch Verstärkung
(z.B. die Delegationen Elternbeiträge und
Forumsvorbereitungskreis, außerdem der
Basarkreis)…
…Gerhard Kühl erklärte, wie unsere Schule
mit all ihren Gremien eigentlich funktioniert…
22
…Felix Klemmer berichtete immer wieder,
welche Dinge die Schule gerade bewegen?
wie an der zukünftigen Form der SchulfühDann findet euch einfach ein, an jedem 1.
rung an unserer Schule gearbeitet wird…
Donnerstag im Monat von 19.00 bis 21.30
…Wir diskutieren, wie das Forum gestärkt
Uhr im Forum.
werden könnte, welche Möglichkeiten es
Kerstin Möller
gäbe, mehr Eltern und LehrerInnen ins
„Herzorgan“ der
Schule zu bekommen – und
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freuen uns
J e a n - L u c D e ro u b a i x
über Menschen, die hierzu weitere GeInvestieren Sie in Lebensqualität
danken und
Ideen haben…
…Und es gab
natürlich noch
Vieles mehr!
Ihr habt Lust,
euch und eure
Meinung einzubringen, habt
noch gute Ideen für unsere
Schule oder
wollt einfach
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Personalia Freie Waldorfschule Kiel
Impressum ELTERNBRIEF
Schulführungsgruppe Ansprechpartnerin Annette Cichy, Ines
Schuchhardt
Der Elternbrief wird herausgegeben von der Vereinigung der Ehemaligen
und Freunde der Waldorfschule Kiel e. V.
Vorstand: Jo Bertram, Katrin Hartwig, Peer-Thore Keuck,
Dieter Mandrella, Kirsten Rassmus
ViSdP: Anja Manleitner, Hasselrader Weg 24, 24242 Felde
Geschäftsführer: Murat Özmen
An dieser Ausgabe wirkten mit: Sybille Faesecke, Jorinka Hinrichsen, Julia
Kindschus, Jonathan Klemmer, Sabine Kock-Lehrke, Anja Manleitner, Jana
Marko, Kerstin Möller, Karina Müller, Ronja Naujokat, Gundula Naumann,
Louisa Onnasch, Jochen Prestien, Jörg Rassmus, Mathias Reimann, Peter
Schottes, Imke Siebelt, Antje Steinberg, Kristina Thiede, Tom Thiede, Thorsten
Ziebell
Schularzt für die Förderklassen: Markus Peters, erreichbar über die
Förderklassenlehrer oder das Büro.
Dialogkulturgruppe: Susanne Leuenhagen, (erreichbar unter . 0431
6476696, bis 21:00Uhr), Kristina Thiede (erreichbar unter Tel. 0431
5324433, evtl. AB)
Technische Verwaltung / Raumvermietung:
Peter Bartsch, Tel. 0431/5309-172
E-Mail: [email protected]
Haustechnik: Alexander Stieben, Tel. 0431/5309-171
Ansprechpartner Forum: Gerhard Kühl ([email protected])
Ansprechpartner Elternbrief im Schuljahr 2014/15 Anja Manleitner
(04340/8917)
PDF in Farbe im Internet unter www.waldorfschule-kiel.de, Rubrik „Netzwerk“
Bilder von: Jorinka Hinrichsen, Anja Manleitner, Moritz Thiede, Jugend
Forscht, Sven Thomas
Email: [email protected]
Verantwortlich für die Anzeigenverwaltung: Jochen Prestien (0177
2921080)
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 19. Juni 2015
Druck: Druck+Satz, www.drucksatz.com
Auflage: 1200
Nachdruck der hier abgedruckten Artikel nur mit Quellenangabe und Erlaubnis der ELTERNBRIEF-Redaktion.