Elternbrief Radioaktivität - Fachbereich Physik

FREIE UNIVERSITÄT BERLIN, FACHBEREICH PHYSIK – DIDAKTIK DER PHYSIK, PHYSLAB
Arnimallee 14, 14195 Berlin, E-Mail: physlab@physik.fu-berlin.de
Informationsbogen und Einverständniserklärung
zum Experiment „Radioaktivität“
Sehr geehrte Eltern,
Ihr Sohn bzw. Ihre Tochter wurde im Schülerlabor „PhysLab“ der Freien Universität Berlin für
das Experiment „Radioaktivität“ angemeldet. Damit Ihr Kind an den Experimenten teilnehmen
kann, benötigen wir aus rechtlichen Gründen Ihr Einverständnis. (Volljährige dürfen diesen
Bogen natürlich selbst unterschreiben.)
Um unnötigen Ängsten vorzubeugen, möchten wir anmerken:
• Die verwendeten Strahler sind für Schülerexperimente freigegeben und so gebaut, dass
eine Gesundheitsgefährdung praktisch ausgeschlossen werden kann. Zudem ist die
Aktivität der Strahler mit 3,3 kBq sehr niedrig1.
Zum Vergleich:
Dies ist die laut EU-Verordnung 733/2008 zulässige Menge, welche an
radioaktivem Cäsium in 9 Litern Milch oder in 9 kg Babynahrung maximal
enthalten sein darf2.
Wir hoffen, dass dieser Vergleich verdeutlicht, dass die von uns verwendeten Strahler grundsätzlich niemanden schädigen können: Erstens sind sie so gebaut, dass man keinen direkten
Kontakt zu den radioaktiven Substanzen hat, zweitens ist die Aktivität extrem niedrig und
drittens werden die Strahler im Gegensatz zu Milch und Babynahrung ja nicht getrunken oder
gegessen!
O
Ja, ich gestatte die Teilnahme meines Sohnes / meiner Tochter
am Experiment „Radioaktivität“. (Bei Volljährigkeit: Ja, ich möchte das Experiment durchführen.)
Wichtig: Sollte Ihnen bekannt sein, dass Ihre Tochter schwanger ist, so kreuzen
sie unbedingt „Nein“ an, denn die gesetzlichen Vorschriften besagen, dass Experimente
mit Radioaktivität bei einer bekannten Schwangerschaft zu unterlassen sind!
O
Nein, ich wünsche nicht, dass mein Sohn / meine Tochter an diesem
Experiment teilnimmt. (Bei Volljährigkeit: Nein, ich möchte das Experiment nicht durchführen.)
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Datum / Unterschrift
Warum machen wir überhaupt Experimente zu diesem Themenkreis?
Unsere Experimente dienen einerseits dazu, den Prozess der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung zu verdeutlichen („Wie gewinne ich Informationen über eine unbekannte Strahlung?“),
andererseits nutzen wir den Anlass, um das Gefährdungspotential radioaktiver Substanzen mit den
Schülerinnen und Schülern zu diskutieren - denn Radioaktivität in höheren Dosen ist tatsächlich sehr
gefährlich. Es geht also auch um eine Sensibilisierung der jungen Menschen für dieses Thema, denn ein
mündiger Bürger / eine mündige Bürgerin sollte beispielsweise wissen: Wann ist Hochspannung
gefährlich? Wann sind Laserpointer oder helle LEDs gefährlich? Wann ist Radioaktivität gefährlich? Und
vor allem: Wie muss man sich verhalten, um eine Gefährdung auszuschließen? Schülergerechte Experimente geben Anlass und Motivation, sich mit solchen Fragen zu befassen.
1
2
1 Bq = 1 Bequerel = 1 Zerfall pro Sekunde
Wer dies nachlesen möchte, findet die genannte Verordnung beispielsweise auf der Seite:
http://www.bfs.de/de/bfs/recht/rsh/volltext/1F_Recht_EU/1F_4_10_1_2009.pdf