- ZEITUNG AM SAMSTAG

März 2017
DAS STADTMAGAZIN DER ZEITUNG AM SAMSTAG
Interview
Wolfram Wette
über die Stelen
und das Erinnern
Adlersaal
Achtklässler legen
selbst Hand an
Kinder- und Jugendseite
Rätselspaß und
tolle Verlosung
Die Sammlerin
Die Waldkircherin Gilia Auth macht
aus „Strandgut“ kleine Kunstwerke
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H E R E I N S PA Z I E R T
Der
aufrechte Gang
E
ine Stadt, die ihre Geschichte, und sei sie noch
so unheilvoll, aufarbeitet, hat Vorbildcharakter. Waldkirch hat sich lange nicht leicht getan zu akzeptieren, dass einer aus der Bevölkerung
für den Massenmord an Juden verantwortlich sein
soll. Es gab einige, die sich dagegen gewehrt haben,
dass die Fakten ans Licht gebracht werden sollten
und die Forscher wurden als Nestbeschmutzer beschimpft und sogar bedroht. Doch diese Haltung
halt sich im Laufe der Jahre gewandelt und Waldkirch hat nun mit dem neuen Mahnmal eine beeindruckend offene und aufrechte Haltung bewiesen.
In einem Interview erklärt der Historiker Wolfram Wette, warum er es für so wichtig
hält, dass man nicht nur an die Opfer denkt, sondern auch an die Täter.
Manchmal traut man Kindern viel zu wenig zu. Übergibt man ihnen aber dann doch
die Verantwortung, entsteht oftmals ganz Erstaunliches. So auch im Adlersaal der Freien Schule Elztal. Neun Achtklässler haben sich eine Woche lang daran gemacht und
den ehemaligen Wirtshaus-Saal tüchtig renoviert. Jetzt erstrahlt er wieder im neuen
Glanz – wovon sich auch jeder, der dort Mittagessen möchte, selbst überzeugen kann.
Eine der Schülerinnen erzählt, wie stolz sie auf ihr Werk ist.
Es sind die kleinen Dinge am Wegesrand, die es der Künstlerin Gilia Auth angetan haben.
Das können Holzstückchen, Verblühtes, Plastikteile oder Metallstücke sein. Unermüdlich
sammelt sie „Strandgut“, wie sie es nennt, und gestaltet daraus kleine Schiffe oder Flügelwesen, die sich in ihren Händen mit Leben füllen. Wir stellen die Waldkircherin und ihre
kleinen Kunstwerke vor.
Eine anregende Lektüre wünscht
Barbara Breitsprecher
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Waldkirch Magazin | 3
©Foto: Andreas Abendroth
Netzwerk Flüchtlinge
 Ende Januar wurde
das Mahnmal für die
ermordeten Juden in
Litauen aufgestellt.
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Wir verlosen drei Exemplare des neuen Spiels „Auf
sie mit Gebrumm!“ für Kinder ab fünf Jahren.
Stadtmagazin
Zeitung am Samstag Verlags GmbH
Benzstraße 22, 79232 March
Tel. 07665-93 458-0
Fax 07665-93 458-286
Geschäftsführer:
Christopher Kunz,
Rüdiger van der Vliet
4 | Waldkirch Magazin
Portrait Gilia Auth
 Die Waldkircher Künstlerin sammelt „Strandgut“ auf ihren
Spaziergängen und macht daraus kleine Flügelwesen.
20
©Foto: Ravensburger Verlag
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©Foto: Systemed Verlag
Kichererbsensuppe
IMPRESSUM
 Achtklässler der Freien Schule Elztal
haben den Adlersaal neu gestrichen.
Interview Wolfram Wette
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Margarete Stokowski
©Foto: Michael Heizler
Ein Rezept des
Fernsehkochs
Wolfgang Link, der
auf die Low-CarbKüche mit wenig
zucker- und stärkereichen Lebensmitteln schwört. 
Adlersaal-Renovierung
©Foto: Schuhmacher/Schulz
 Das Netzwerk will Vorschläge für
Mindeststandard-Richtlinien für die
städtische Unterbringung von Flüchtlingen erarbeiten.
10
©Foto: Rowohlt Verlag
9
5
©Foto: Barbara Breitsprecher
©Foto: fotolia, ArTo
Inhaltsverzeichnis
Klezmer trifft
Musikkapelle
 Die ersten Seiten als Abdruck aus dem
neu erschienenen Buch „Untenrum frei“:
Scharf, bitterböse, polemisch und lustig.
 Michael Heizlers Klezmer Band und die
Musikkapelle Kollnau geben zusammen
ein Konzert.
Chefredakteurin:
Barbara Breitsprecher (visdp)
Tel. 0174-16 37 446
e-mail: [email protected]
Grafik, Layout & Herstellung:
dtpwork design, Herbolzheim
Adrian Kempf, Tel. 07643-39 42 65 00
e-mail: [email protected]
Titelfoto: Katharina Schuhmacher/Ruth Schulz
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Tel: 07641-9178-0
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Michael Metzger, Tel. 07665-93 458-21
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INTERVIEW
Interview mit Wolfram Wette
Wolfram Wette
Die
Entwicklung
ist sehr
In Waldkirch wurden Ende Januar
fünf Stelen aufgestellt, zur Erinnerung
an die rund 138.000 litauischen
Juden, deren Ermordung im
Zweiten Weltkrieg der Waldkircher
Karl Jäger zu verantworten hat. Der
Historiker Wolfram Wette hat sich
intensiv mit der geschichtlichen
Aufarbeitung beschäftigt.
©Foto: Barbara Breitsprecher
positiv
Stadtmagazin: Hat sich mit dem Aufstellen der Stelen jetzt ein
geschichtlicher Auftrag erfüllt?
Wolfram Wette: Fraglos ist dies eine ganz wichtige Zäsur. Es ging ja
auch darum, die Untaten des Karl Jäger ins öffentliche Gespräch zu
bringen. Über den Umweg der Erinnerung an die vielen Opfer, wird
damit auch an die Täter erinnert. Denn ein reines Täter-Erinnern
gibt es in Deutschland nirgendwo, ausgenommen die zentralen
Erinnerungsstätten in Berlin. Ansonsten wurde das überall für unmöglich erklärt. Wie sollte man an einen Täter erinnern, ohne ihn
gleichzeitig ungewollt zu heroisieren? Aber es gilt der Satz, keine
Opfer ohne Täter. Deshalb muss man an beide erinnern.
Stadtmagazin: Gab es auch laut geäußerte Kritik an dem Mahnmal?
Wette: Es gab viel Lob und Anerkennung für die Stelen. Aber es ist
ja generell so: Die Kritiker ducken sich weg. Wir haben über die
Jahre hinweg immer wieder Beschimpfungen erfahren, weil wir
uns mit diesem Thema befassen. In aller Regel fielen die anonym
aus. Die Morddrohungen sind sowieso anonym, aber auch die
Beschimpfungen. Woraus man schließen muss: Die Kritiker sind
Feiglinge. Die haben sich nie aus der Deckung heraus getraut oder
die öffentliche Diskussion mit mir gesucht.
Stadtmagazin: Was schließen Sie daraus?
Wette: Es ist unangenehm, sich an negative Dinge zu erinnern.
Wenn einer aus unserer Mitte, aus dem kleinen Städtchen Waldkirch, während des Zweiten Weltkriegs zum Massenmörder wird, so
wird das als eine hochbrisante, hoch negativ aufgeladene Botschaft
aufgefasst, mit der man möglichst nichts zu tun haben möchte. Das
wird instinktiv abgewehrt. Dafür zu werben, dass dies nicht der
Weg sein kann, diese Geschehnisse unter den Teppich zu kehren,
sondern dass man auch hier sagen muss, nur die Wahrheit macht
uns frei, das war keine ganz leichte Aufgabe. Man muss sich auch
deshalb damit beschäftigen, weil ja keinesfalls garantiert ist, dass so
etwas nicht wieder passiert in anderen zeitlichen und räumlichen
Zusammenhängen. Deshalb sind wir froh und überrascht, dass mit
der Zeit ein Meinungsumschwung in Waldkirch festzustellen ist.
Stadtmagazin: Glauben Sie, dass jeder Historiker eine solche
Verantwortung hat, und in dem Ort, in dem er lebt, die Geschichte
aufarbeiten sollte?
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Waldkirch Magazin | 5
INTERVIEW
©Foto: Barbara Breitsprecher
Wolfram Wette
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Der Historiker und Autor
Professor Dr. Wolfram Wette,
geboren 1940, war von 1971
bis 1995 im Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg tätig, 1998 übernahm er
eine außerplanmäßige Professur für Neueste Geschichte
an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er ist Gastprofessor in Basel, Bern und
Luzern und Ehrenprofessor
der russischen Universität Llpezk. Wolfram Wette lebt seit
1971 in Kollnau.
Ein Regal voller
Ordner, angefüllt
mit Dokumenten
und Aufzeichnungen
zum Fall Karl Jäger.
Wette: Ich glaube das. Aber das heißt nicht, dass
die Historiker generell das genauso sehen. Jeder
Historiker hat ja seine Spezialgebiete und je weiter die entfernt sind, desto ungefährlicher sind sie,
je näher sie an der Gegenwart dran sind, desto
heikler und brisanter sind sie. Ich hätte meinen
Beruf verfehlt, wenn ich von den Untaten des
Karl Jäger gewusst, aber mich nicht näher damit
beschäftigt hätte. Mein professionelles Ethos
verlangt das.
Stadtmagazin: Sie haben sich über 20 Jahre lang
mit Karl Jäger beschäftigt. Verändert sich in dieser langen Zeit etwas
in der Beziehung zu diesem Fall?
Wette: In der Tat verändert sich etwas. Und zwar in der Weise,
dass man diesen Menschen natürlich näher kennenlernt. Man stellt
sich ja immer diese zentralen Fragen: Wie kann jemand, der in den
ersten vier Jahrzehnten seines Lebens, die er hier in Waldkirch
verbracht hat, hohes Ansehen genossen hat, ein
Frauenschwarm war und auch auf dem musikalischen Gebiet – er war ja Orchestrionbauer – sehr
positiv beurteilt wurde, in eine solche Rolle hinein
geraten, in der von ihm verlangt wird, dass er
die Juden eines ganzen Landes ausrottet? Warum
sträubt er sich nicht? Warum sagt er nicht, seid ihr
wahnsinnig, ihr könnt mir doch nicht einen Massenmord befehlen. Sondern er sagt, es wurde mir
befohlen, also mach ich es. Was ist in einer solchen Biografie los, dass er in einem Konfliktfall,
wo er diesen Auftrag bekommt, keinerlei Bremsen da sind und er
dabei auch keine Schuld sieht? Da sieht man schon einen großen
Strang der deutschen Geschichte, der charakterisiert wird durch
Autoritätsgehorsam und durch mangelnde Zivilcourage.
Stadtmagazin: Wie hält man es aus, sich so lange, so intensiv mit
einer solchen Negativfigur zu beschäftigen?
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INTERVIEW
Ideenwerkstatt Waldkirch
Engagement und Erinnerungsarbeit
Mit Sicherheit mehr vom Urlaub
Die „Ideenwerkstatt Waldkirch in der NS-Zeit“ hatte zunächst
vorgeschlagen, auf dem Alten Friedhof eine Gedenkstätte für die
Ermordung der litauischen Juden in Form von 138 Bäumen zu
pflanzen. Doch ließ sich diese Idee nicht umsetzen. Nach weiteren
Überlegungen kam die Ideenwerkstatt auf die Idee mit den fünf
Stelen – die an das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“ erinnern
sollen – am jetzigen Standort zwischen Elztalmuseum und St.
Magarethen-Kirche. Der Gemeinderat stimmte 2015 dem Erinnerungsprojekt mehrheitlich zu, die Stelen aus Basalt und die zwei
Tafeln wurden von dem Künstler Thomas Friedrich geschaffen.
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Wette: Ich habe mich mehr als ein Jahrzehnt lang mit Judenrettern – auch in der Wehrmacht – beschäftigt, also mit den positiven
Figuren der NS-Zeit. Zuletzt habe ich ein Buch geschrieben über
den Feldwebel Anton Schmid, der in Litauen mehrere hundert Juden gerettet hat. Oder Heinz Droßel, der ehemalige Oberleutnant
der Wehrmacht lebte bis zu seinem Tod hier im Elztal, auch über
ihn habe ich geschrieben. (Heinz Droßel rettet mehrere Juden
sowie einen sowjetischen Offizier; Anm. d.Red.) Das war für mich
auch psychologisch wichtig, die Balance zu halten zwischen den
negativen und den positiven Figuren, die es zu dieser Zeit eben
auch gegeben hat. Und es war auch wichtig öffentlich zu zeigen:
Man konnte damals auch anders handeln! Jeder hat die Freiheit der
Entscheidung.
Stadtmagazin: Glauben Sie, dass durch solch eine Aufklärungsund Öffentlichkeitsarbeit eine Bevölkerung auch eher gewappnet
ist gegen dumpfe rechte Parolen?
Wette: Das glaube ich in der Tat. Und wenn ich die Entwicklung in
Waldkirch seit 1989 betrachte, als das Thema zum ersten Mal hochkam, wie die giftige, gehässige Abwehr am Anfang stand und heute,
fast 30 Jahre später, eine Gemeinderatsmehrheit das Setzen eines
Mahnmals beschlossen hat, dann hat das zwar sehr lange gedauert,
aber die Entwicklung ist doch sehr positiv. Die Menschen haben
gemerkt, wir können uns nicht drücken vor dem Thema und wir
müssen lernen, damit umzugehen.
Stadtmagazin: Erfahren Sie selbst diese Veränderungen auch?
Wette: Es gab schon immer, seit ich mich mit diesem Thema befasse, Leute, die die Straßenseite wechselten, wenn sie mich sahen. Die
früher wirksame Parole, der eigentliche Feind ist der Überbringer
der schlechten Nachricht, hat sich aber ausgelebt. Ich hoffe doch,
dass die Mehrheit der Bevölkerung heute sagen würde, ist doch gut,
dass der das gemacht hat.
Stadtmagazin: Was ist jetzt noch zu tun?
Wette: Waldkirch hat ja ein großes Museum, darin kommt jedoch
die NS-Zeit mit keinem Wort vor. Die Ideenwerkstatt wird darauf
hinarbeiten, dass eine ständige Ausstellung über die Zeit des Nationalsozialismus entsteht. Wenn in einer Gemeinde die eigene Geschichte
ehrlich aufarbeitet und offen umgeht, dann kann man auch außerhalb
der Stadt damit punkten.
Interview: Barbara Breitsprecher
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Waldkirch Magazin | 7
UNTERNEHMENSPORTRAIT
Schwerelos
behandeln bei Kniearthrose
Schwerelostraining, Vibrationsmassagen
und weitere physiotherapeutische Verfahren
wirken schmerzhaften Muskelverhärtungen
und Muskelschwund gezielt entgegen – und
sichern so bei Knie-Arthrose Schmerzfreiheit
und Beweglichkeit.
S
Mit fortschreitender Arthrose steigt der Leidensdruck: Immer öfter werden Treppensteigen, Bergabgehen sowie das
Aufrichten aus der Hocke sowie andere starke Belastungen
im Kniegelenk zur Tortur. Dabei sind die Beschwerden im
Kniegelenk vielfach nur das kleinere Übel. Die Schmerzen
in der Muskulatur oberhalb des Kniegelenks sind häufig
noch viel schmerzhafter als die Arthrose selbst. Sie werden
ausgelöst durch Muskelverkrampfung als Reaktion auf die
Arthrose und Bewegungsmangel. „Der Muskelschwund sowie
die Verkürzung und zunehmende Verhärtung des Gewebes
führen zu krampfartigen Schmerzen im Oberschenkel“,
bringt Martina Wetzel die Problematik auf den Punkt. Diese
„Begleiterscheinungen“ erfordern vom Physiotherapeuten
eine umfassende Behandlung: „Nur wenn auch die verhärtete
und daher schmerzhafte Muskulatur in die Therapie der Kniearthrose mit einbezogen wird, kann ein optimales Ergebnis
erzielt werden“, betont die erfahrene Physiotherapeutin.
Promotion
In der physiotherapeutischen Reha der Gelenk-Klinik Gundelfingen setzt man deshalb bei Patienten mit Knie-Arthrose
zunächst auf eine systematische und langfristig erhöhte
Vitalität des Muskelgewebes: Biomechanische Muskelstimulation - eine Art Vibrationsmassage - und Wärmetherapie
verbessern den Stoffwechsel der häufig verhärteten und verkürzten Oberschenkelmuskulatur. „Diese Maßnahmen bilden
| Freiburg Unterwiehre
812| Waldkirch
Magazin Stadtteilmagazin
die Grundlage für eine weitere auf Kräftigung und Verbesserung der auf Beweglichkeit abzielenden Krankengymnastik“,
betont die Leiterin der Gelenkreha Gundelfingen. „Denn ohne
vorausgehende Revitalisierung des Gewebes ist eine Kräftigungstherapie nicht sinnvoll.”
Erst im nächsten Schritt empfiehlt Martina Wetzel eine aktivierende Bewegungstherapie. „Sehr wichtig sind normale,
vollständige Bewegungsabläufe ohne Ausweichmöglichkeiten oder Schonhinken“. Optimale Unterstützung und neuartigen Auftrieb bietet dabei ein Antigravitations-Laufband.
Dieses erlaubt das Joggen nahezu ohne Schwerkraft - das
heißt: mit einer Entlastung von bis zu 80 Prozent des eigenen
Körpergewichts. Ermöglicht wird das durch eine Kammer auf
dem Laufband, in der Luftdruck das Körpergewicht aufhebt.
Patienten mit Kniearthrose fühlen sich dadurch beim Laufen
entlastet, ähnlich wie beim Aquajogging.
Martina Wetzel
chmerzen bei Kniearthrose sind einer der häufigsten Gründe für Behandlungen beim Krankengymnasten. Sehr oft beginnt das Leiden mit
den sogenannten „Anlaufschmerzen“: „Am Morgen
nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen sind
die ersten Schritte mit dem steifen Knie oft qualvoll“,
erklärt die Inhaberin der Gelenkreha Gundelfingen,
Physiotherapeutin Martina Wetzel. „Meistens treten
die Schmerzen in der Gelenkspalte des Kniegelenks
oder rund um das Kniegelenk auf“, erläutert die erfahrene Physiotherapeutin. Hat sich das Knie „warm
gelaufen“, so verschwinden die Beschwerden wieder.
n Martina Wetzel
Inhaberin
Gelenkreha
Gundelfingen
Alte Bundesstrasse 58,
79194 Gundelfingen
Tel: 0761 55 77 58 66
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Thomas Reger, Dezernatsleiter der Stadt, wie die
Flüchtlingen in Waldkirch untergebrachtwsind.
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ein Asylverfahren laufe, sei das Landratsamt für die Unterw die
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bringung zuständig, erklärte er. Ein Beispiel sei
schaftsunterkunft „Felsenkeller“. Nach Ende des Asylverfahrens übernehme dann die Stadt die Anschlussunterbringung
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die Stadt bislang nicht. Diskutiert wurde die Möglichkeit, dass
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11-16 Uhr
Neue Öffnungszeiten
der Gemeinderat Richtlinien aufstellt, zu denen sich Waldkirch
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dann verpflichtet. Stadtrat Jo Rothmund, berichtete, dass der
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Gemeinderat sich voraussichtlich bald damit befassen werde. Zur
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erarbeiten und an den Gemeinderat weiterleiten. An diesem Abend
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bot sich auch die Gelegenheit zum Austausch unter den Personen,
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[email protected] Bettina Lehnes, Koordinatorin
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in Kollnau gestaltet haben. Zur Vernissage lädt der Förderverein
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SCHULE
FÜNF
Freie Schule Elztal
HÖHENMETER
STREICHEN
©Foto: Andreas Abendroth
„Wir renovieren den Adlersaal“, sagten sich neun
Schülerinnen und Schüler der achten Klasse der Freien Schule Elztal. Und daraufhin strichen und bemalten sie mit Eifer den Saal des früheren Gasthauses,
der zu ihrer Schule gehört .
schließlich Klasse 7 untergebracht, „im Adler“ werden die Kinder ab Klasse 8 unterrichtet – und dem angrenzenden Wald viele Betätigungsfelder. „Meinen ursprünglichen Gedanken, dass
man ja den Weg, der die beiden Schulgebäude verbindet, mal
wieder in Schuss bringen könnte, fanden die Kinder nicht so
gut.“ Sie überlegten sich stattdessen, den zentralen Raum des
Hauses wieder auf Vordermann zu bringen: den Adlersaal mit
seinen Säulen und der lichten Höhe von knapp fünf Metern.
Der Saal hatte schon immer eine wichtige Funktion für Gutach
gehabt. So hatten sich in dem früheren Gasthaussaal über die
Jahrzehnte zahllose (heimlich) Verliebte zu den Klängen des
Orchestrions gedreht, die „Gütermänner und -frauen“ nutzten ihn als Veranstaltungsraum und die beiden christlichen
Kirchen als Behelfsraum. Seit 2007, als die Freie Schule Elztal
das Gebäude erwarb, finden im Adlersaal Versammlungen,
Theaterpräsentationen und Schulprojekte statt – eine intensive
Nutzung, auf deren Konto im Laufe des
letzten Jahrzehnts Flecken, abblätternde
Farbe oder das eine oder andere Loch in
der Wand ging.
Höchste Zeit für eine Renovierung, beschlossen die sechs Mädchen und drei
Jungs, holten sich das Okay der Schulleitung und warben Geld- und Materialspenden ein. Dann begannen sie mit dem
Abkleben, Spachteln und Malen. „Die
Kinder waren mit großer Begeisterung dabei“, erzählt Andreas Abendroth. „Wenn
man so eine Gemeinschaftsaktion macht,
lernen die Schüler: Es kommt etwas dabei
raus“, freut sich der Klassenlehrer. Und
tatsächlich: Die Kinder wollen weitermachen. Nun planen sie die Renovierung von
Bühne und Boden und die Auffrischung
der Eingangstür. Außerdem möchten die Mädchen und Jungs
einen Vorhang nähen, um den Raum zu verschönern.
Für den zweiten Renovierungsanlauf werden noch Sachund Geldspenden benötigt. Infos unter Tel. 07681/3236
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Annette Christine Hoch
„Geländewoche – dahinter steckt die Idee, dass man dem
Gelände zurückgibt, was man vom Gelände bekommen hat“,
erklärt Andreas Abendroth, der die achte Klasse der Freien
Schule Anfang des vergangenen Schuljahrs als Klassenlehrer
übernommen hat. Das Schulgelände ist groß und bietet mit
zwei Schulhäusern – im „Maxhaus“ ist die Unterstufe bis ein-
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SCHULE
©Foto: Andreas Abendroth
Sechs Mädchen
und drei Jungs
waren mit ihrem
Klassenlehrer
Andreas Abendroth beim Renovieren voll
im Einsatz
„Die haben nicht geglaubt, dass wir
das in einer Woche schaffen“
Chanelle Meder, 14 Jahre alt, aus Freiburg,
Schülerin der Freien Schule Elztal
In welchem Zustand war der Saal, als ihr beschlossen habt, ihn zu
renovieren? Der war ziemlich mitgenommen. Die Wände waren
auch nicht die Welt, überall waren Kaugummis dran. Und sie waren
nicht mehr weiß, sondern grau.
Wie seid ihr vorgegangen? Zuerst haben wir uns überlegt, dass
wir gerne die Wände streichen wollen. Unser Lehrer hat dann mit
dem Kollegium darüber gesprochen, weil alle nicht so ganz sicher
waren, ob wir das hinkriegen. Die haben halt nicht geglaubt, dass
wir das in einer Woche schaffen. Dann haben sie doch Ja gesagt.
Aber da war das Problem, wo wir die Farbe herbekommen, weil
die Schule nicht alles bezahlen kann. Eine Firma hat schließlich die
Farbe spendiert – es waren zehn Eimer – und das Gerüst haben wir
von einer anderen Firma gesponsert bekommen.
Wie war die Woche im Rückblick? Es hat richtig Spaß gemacht, weil
wir ein gutes Team waren. Aber es war auch ziemlich anstrengend.
Die Klassengemeinschaft ist dadurch natürlich auch gewachsen,
weil wir etwas geschafft haben, was wir unbedingt schaffen wollten.
Allerdings gibt es ein Lied, das ich seit dieser Zeit nicht mehr hören
kann, weil es das einzige war, das wir bei der Arbeit gehört haben.
Was ist das heute für ein Gefühl, wenn du in den Saal kommst?
Ich bin stolz drauf, was wir da drin geschafft haben. Wir als Klasse
wollen gerne noch weitermachen. Früher war es so, dass das Erscheinungsbild der Klassenräume nicht weiter interessiert hat – und
wir wollen das mal ändern.
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Waldkirch Magazin | 11
Strandgut des
Lebens
Metallstücke, Pflanzenteile, Hölzer, Plastiksachen:
alles Dinge, die Gilia Auth auf ihren Spaziergängen
findet. Sie nimmt die Sachen mit und schafft daraus
seelenvolle Kunstwerke. Ein Besuch in ihrem Atelier.
A
chtung – Umherfliegende Engel“ steht auf dem Schild,
das die Besucher schon an der Haustür darauf hinweist, womit sich Gilia Auth gerne beschäftigt: „Ich
mache vor allem Engel. Und Schiffe. Oder auch abstrakte
Sachen, weil die Fundstücke so unterschiedlich sind... man
möchte ja nicht alles in eine Engelform pressen.“ Die Frau
mit den dunkelblonden Kringellocken lacht vergnügt, als sie
die Tür zu ihrer Werkstatt, pardon, ihrer Wirkstatt, öffnet.
Und tatsächlich: Der lichtdurchflutete Raum wirkt an diesem
Nachmittag – die erste Frühlingsluft und die Kraft der Sonne
machen den Geist für andere Ebenen der Wahrnehmung
besonders zugänglich – wie ein Tummelplatz für Botschafter
aus anderen Sphären. Ob Flügelwesen, Boot oder Skulptur:
Gilia Auths Kunstwerke bilden eine organische Einheit mit
den warmen Strahlen, die durch die breite Fensterfront in
den Raum scheinen. Unzählige Formen und Figuren sind es,
die wie zufällig auf den Ablageflächen, Tischen und Fensterbrettern stehen.
Seit 28 Jahren wohnt Gilia Auth in Waldkirch. Ursprünglich
kommt sie aus Hessen, entschied sich aber vor fast drei Jahrzehnten für das Leben im Breisgau. Sie liebt die Landschaft mit
Wald, Weinbergen und großzügiger Gastronomie und fühlt sich
wohl in Waldkirch: „Man lernt hier immer wieder neue Leute
kennen oder trifft diejenigen wieder, die man schon kennt. Es
ist ein bisschen wie ein großes Wohnzimmer.“ Wohnzimmer mit
12 | Waldkirch Magazin
©Foto: Annette Christine Hoch
©Foto: Annette Christine Hoch
©Foto: Annette Christine Hoch
©Foto: priva
PORTRAIT
Verkehrsanbindung,
ließe sich ergänzen.
„Die S-Bahn-Station ist
super, in zwölf Minuten
bin ich in Freiburg am
Hauptbahnhof“. Und auch
einen Garten am Wasser hat
sie: Gisela Auth bewirtschaftet einen kleinen
Schrebergarten an der Elz. Und der ist Ausgangspunkt für ausgedehnte Promenaden, auf denen
sie immer wieder auf Fundstücke trifft.
„Ich bin oft unterwegs. Ich komme von keinem
Spaziergang, ohne etwas mitzubringen. Selbst
in Freiburg finde ich noch Dinge zwischen den
Pflastersteinen“, erzählt Gilia Auth. Sie zeigt auf
ein butterpäckchengroßes Holzauto, das sie einst
an der Elz fand. „Mit dem wurde viel gespielt und
dann wurde es auch noch ausgiebig vom Wasser
gewaschen. Bei einem meiner Spaziergänge lag da
ein altes Fass mitten im Wald. Ich habe dran herum
gerüttelt, bis es ein bisschen was abgab.“ Sie dreht
das löchrige Eisenblech in ihrer Hand, f ü r
dessen industriell produzierte Variante
Marketingstrategen den Begriff „Vintage“ geprägt haben, und beschreibt
ihre Arbeitsmaterialien, die sie
als „Strandgut des Lebens“ bezeichnet: „Perlen, Kakteen, Muscheln, Steine und jede Menge
Hölzer. Auch Plexiglas,
gut abgeschliffen.
Hier hinten
ist
eine
©Foto: privat
PORTRAIT
meiner Lieblingsmaterialien: das Innenleben eines Feigenkaktus. Wenn das Äußere verrottet, bleibt das Innere übrig – stabil
und trotzdem ganz leicht. Fast ein bisschen wie Tüll.“ Gilia Auth
dreht das Etwas, dessen Struktur an einen Naturbadeschwamm
erinnert, in ihren Händen. „Natur ist einfach unglaublich“, resümiert sie.
Und Natur ist das, wovon sie sich seit
Kindheitstagen leiten lässt: „Ich bin
auf dem Land aufgewachsen und habe
immer draußen gespielt. Mit Stöcken,
mit Steinen. Wir waren fast den ganzen
Tag in der Natur und haben Häusle
gebaut.“ Heute hat sie ihre Arbeitsweise perfektioniert: Bohmaschine, Säge,
Polierer – alles da. „Am Anfang habe ich
alles mit der Hand gemacht, bis ich gemerkt
habe, dass kleine Maschinen ganz hilfreich
sind.“ Learning by doing ist wohl das, was die Arbeitsweise der Künstlerin beschreibt, die vor 25 Jahren im
Urlaub mit der Kunst anfing. Oder vielleicht eher „Lernen durch
inneren Drang“? Und warum überhaupt Engel? Sie sei religiös
aufgewachsen, erzählt Gilia Auth. „Zwar habe ich mich da sehr
verändert und bin jetzt auf dem spirituellen Weg, aber für mich
sind Engel die Verbindung zwischen unserem irdischen, materiellen Leben und den anderen Sphären. Wir sind alle Seelen, die
in diesem Körper hier eine Zeitlang wohnen und dann lösen wir
uns wieder davon.“
Manche Begegnungen auf den Märkten, auf denen sie ausstellt,
sind für sie besonders schön, „weil es ist, als ob man etwas Seelenverwandtes trifft. Manche stehen und staunen, gucken erst
ganz ernst und dann kommt so ein leichtes Lächeln ins Gesicht.
Oft ist es, wie wenn sie irgendetwas wiedererkennen.“ Das mit
dem Wiedererkennen, erzählt die Künstlerin, die als Sozialpädagogin für das Emmendinger Jugendamt arbeitet, sei besonders
bei Menschen spürbar, die Schweres durchgemacht haben. Sie
nimmt einen der Engel aus
Tipp
dem Regal, deutet auf die
dunklen Flügel – „ein Stück
Besuche in der „Engelwirkstatt“ sind
Schuhsohle, die im Feuer
nach Vereinbarung möglich:
war“ – sie überlegt, zu wem
Vogesenstraße 13
er wohl passen könnte. „Ich
79183 Waldkirch
finde es immer sehr beeinTel. 07681/475212
druckend, wenn Menschen
Tagesseminare auf Anfrage
kommen, bei denen man
www.engelwirkstatt.de
ahnt: Die haben eine schwere
Lebensgeschichte hinter sich,
aber sie sind wie Phönix aus der Asche wieder aufgestanden“.
Was genau es ist, was den Reiz der vielen Figuren in Gilia Auths
„Engelwirkstatt“ ausmacht, ist vielleicht ihre Authentizität, ihr
organisches Sein, die Tatsache, dass sie nur aus Dingen bestehen, die in der Natur vorkommen. Oder die ursprünglich nicht
in der Natur vorkamen, von ihr aber so verändert wurden, dass
sie mit einem großzügigen Blick als „naturnah“ durchgehen.
Wie das rote Stück Plastik, das Gilia Auth von
der Werkbank nimmt.
„Vorhin war ich an der
Elz spazieren und habe das da gefunden.
Das ist doch schon mal
ein supertoller Flügel!
Wenn da die Sonne
Gilia Auth, Künstlerin
durchscheint und er so
leuchtet... toll!“ So wandert sie durch ihre Werkstatt, geht an die sauber beschrifteten
Material-Schubkästen und sucht einen passenden (Engel-)Körper. „Ein bisschen größer sollte er sein, und wenn etwas Rotes
darin vorkäme, wäre das schön.“ Nach dem Körper geht es an
den Kopf – „die Lieblingsköpfe bei den kleinen Mädchen sind
Mohnköpfchen. Da ist nämlich immer gleich schon ein Krönchen
dabei und man hat eine kleine Prinzessin“ – und anschließend
ans Handwerkliche: den Zusammenbau. Und erst wenn sich
das Gefühl von „Jetzt stimmt es und der Engel darf so bleiben“
einstellt, ist der Engel fertig.
Den kreativen Prozess von Material-Beschnuppern, Möglichkeiten-Ausloten, Kombinationen-Ausprobieren und Handwerken
durchläuft sie übrigens gern auch als Leiterin einer Gruppe Interessierter. Bei Gilia Auth kann man sich auch für einen Tageskurs
anmelden und mit eigenen Materialien in ihre „Engelwirkstatt“
kommen und dort nach Herzenslust stöbern, werkeln und arbeiten. „Oft ist eine künstlerische Ader verschüttet. Durch die Schule
hat man oft Bilder im Kopf wie ‚Ich kann nicht malen.’ Oder: ‚Ich
hab zwei linke Hände.’“
Nach Gilia Auths Erfahrung lassen sich solche Bilder wieder lösen: „Wenn man den Krampf wieder loslässt, weil man in einer
wohlwollenden Umgebung ist, wo man andere Erfahrungen
machen kann.“ Und sie ergänzt: „Ich finde, wir brauchen einfach
Nischen, wo wir eintauchen und alles loslassen können.“ Äußerst
erholsam sei das, meint die Künstlerin: „ Das ist auch eine Art
Burnout-Prophylaxe.“ Und als sie das sagt, lacht sie das Lachen
eines Menschen, der in sich ruht.
Annette Christine Hoch
„Wir sind alle Seelen,
die eine Zeitlang in Körpern wohnen und sich
dann von diesen wieder
lösen.“
Waldkirch Magazin | 13
SCHMECKEN
Low-Carb-Küche
Kichererbsensuppe
mit Kokoshuhn
Low-Carb bedeutet zucker- und stärkereiche Lebensmittel bewusst einzuschränken
und stattdessen Eiweißquellen und gesunde Fette zu verwenden.
Wolfgang Link, der aus TV und Medien bekannte Koch, ist ein überzeugter Anhänger der LowCarb-Küche. Also: Weniger Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Pizza oder Süßigkeiten essen! Mit
Low-Carb wird der Stoffwechsel stimuliert, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden nehmen zu.
Und so ganz nebenbei purzeln noch ein paar überflüssige Pfunde.
Zutaten
Für 4 Personen
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
4 EL Rapsöl
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Stange Staudensellerie
1 rote Paprika
280 g Kichererbsen (Dose)
600 ml Hühnerbrühe
100 ml Kokosmilch
½ Bund frische Blattpetersilie
2 EL Limettensaft
250 g Hähnchenbrust
2 EL Kokosraspel
Curry und Salz nach Geschmack
1 Portion (435 g):
380 kcal, 28 g Eiweiß (30 E%),
25 g Fett (58 E%),
11 g Kohlenhydrate (12 E%)
©Foto: Systemed-Verlag
14 | Waldkirch Magazin
Fernsehkoch Wolfgang Link
beweist, dass Low Carb ideal für
ein gesundes Leben ist. Ernährung mit wenig Kohlenhydraten
bei maximalem Geschmack, ganz
ohne Diät.
Low-Carb your Life
Wolfgang Link
Systemed Verlag Lünen, 2016
ISBN 978-3-95814-027-1
19,99 Euro
Zubereitung:
Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Ein Esslöffel Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen.
Lauchzwiebeln, Sellerie und Paprika waschen und putzen, in
zwei Zentimeter große Stücke schneiden und ebenfalls in den
Topf geben. Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen, kurz
mit Wasser überbrausen und zu dem Gemüse geben. Mit der
Hühnerbrühe auffüllen und aufkochen lassen.
Die Suppe bei geringer Hitze ca. zehn 10 Minuten köcheln
lassen. Anschließend mit einem Stabmixer pürieren, und dabei
die Kokosmilch zur Suppe geben. Danach nicht mehr kochen
lassen! Petersilie waschen, entstielen und fein hacken.
Die Suppe mit Limettensaft, Curry sowie Salz würzen und mit
der klein gehackten Petersilie garnieren.
Die Hähnchenbrust waschen, trocken tupfen und in ein Zentimeter dicke Streifen schneiden. Die Hähnchenstreifen salzen
und anschließend in den Kokosraspeln wenden. Drei Esslöffel
Öl in einer Pfanne erhitzen und die Hähnchenstreifen ca. 3 –
4 Minuten von allen Seiten goldbraun braten. Die Suppe in
tiefen Tellern anrichten, die Kokoshuhnstreifen hineingeben
und servieren.
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WER HAT‘S ERFUNDEN …
NATURSTEIN – DÜNN – LEICHT – NACHHALTIG
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ls der Prättigauer Ueli Stiffler vor über 6
Jahren das Skinrock®-Verfahren zur Herstellung eines echten Naturstein-Paneels
entdeckte, war er so begeistert, dass er sein gesamtes Vermögen auf eine Karte setzte und das
Produkt bis zu seiner Marktreife entwickelte –
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Er ist bereits in 16 Ländern vertreten und Skinrock® setzt seinen Siegeszug fort. Die Vorteile
liegen auf der Hand.
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Schiefer und Quarzit zur Auswahl!
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fungen bis hin zu Grüntönen) machen Sie jeden
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Waldkirch Magazin | 15
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und in Form stabilen Platten werden von einem
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Innen- und Außenbereich.
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Cleaner, Skinrock®-Grout bis hin zu Kleber
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Innenbereich als Bodenbelag eignet.
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Gewicht: nur ca. 1,5 kg/m2
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Dekoren zur Auswahl.
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Telefon
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Kreuzmattenstraße 13
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Ansprechpartner J. Fiand
Mobil
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18 | Waldkirch Magazin
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„Auf sie mit Gebrumm!“ die Nerven behält und seine Hummel
geschickt durchs Gewimmel bugsiert, kann seine Aufgaben als
Erster erfüllen. Ein aktionsreiches Ravensburger Kinderspiel für bis
zu vier Kinder ab fünf Jahren. Nur der Schnellste und Geschickteste schafft es, das Hinterteil seines Insekts tatsächlich in der Mitte
der Blüte zu versenken, ohne vom Nachbarn weg geschubst zu
werden. Dann kommt eine der acht Aufgabenkarten zum Einsatz,
die jeder Spieler erfüllen muss: einen Verlängerungsstab an seine
Angel stecken. Damit wird die Hummel-Landung deutlich wackeliger. Erst recht, wenn dazu nur mit einem Auge oder auf einem
Bein stehend gespielt werden darf…
Waldkirch Magazin | 19
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Kulturtipp-Termine gerne an:
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Waldkirch
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sind am „Internationalen Frauentag“
im Roten Haus in Waldkirch, Emmendingerstraße 3, herzlich willkommen:
Mittwoch, 8. März, ab 15 Uhr. Der Förderverein Rotes Haus
spendiert Kaffee, Tee und Säfte; die Gäste bringen bitte etwas
für ein buntes Buffet mit. Es gibt eine Kinderbetreuung, damit
sich die Mütter oder Großmütter in Ruhe unterhalten können.
Die Folkloregruppe um Inge Strittmatter zeigt internationale
Tänze und lädt zum Mitmachen ein. Um 15.30 Uhr gibt Cornelia
Bertsch eine kurze Einführung und Tipps zum Thema „Frauen
und Finanzen“. Sie ist Finanzcoach für Frauen und behandelt
folgende Themen: „Wie kann sinnvoller Umgang mit Geld meine
Einkommenssituation verbessern? Wie komme ich als Alleinerziehende über die Runden? Mit einem Minijob? Wie kann ich
meine Altersversorgung sichern?“ Die Referentin greift Anliegen
der Teilnehmerinnen auf und zeigt mögliche Wege.
n Internationaler Frauentag, 8. März, ab 15 Uhr, Rotes Haus
Waldkirch, Emmendinger Straße 3, Eintritt frei
Ausstellung
Hasengeschichten
Modernes Wohnen im Zentrum von Gutach:
Gutshof
©Foto: Stadt Waldkirch
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20 | Waldkirch Magazin
Foto: Stadt Waldkirch
Moderne 2-, 3- und 4-Zimmer Wohnungen
Viele Geschichten, Mythen und Märchen ranken sich um den
flinken und scheuen Hasen. Er gilt als Symbol für Fruchtbarkeit
und soll Glück und Lebensfreude bringen. Sprichwörtlich ist sein
Hasenfuß. Doch seine große Popularität verdankt er seiner Rolle
als Osterhase. Die ganze Vielfalt
der Hasenwelt aus aller Welt mit
den schönsten Exemplaren aus
zwei Privatsammlungen wird sich
im Elztalmuseum zur Osterzeit
tummeln. Die beeindruckenden
Illustrationen von Jonas Lauströer
erzählen in der Ausstellung die
klassische Geschichte „Der Hase
und der Igel“ der Gebrüder Grimm
erfrischend aktuell aus überraschendem Blickwinkel.
www
TIPPS & INFOS
Theater
Peter Pan und
Captain Hook
©Foto: privat
Die Darsteller des Kinder – und Jugendtheaters Waldkirch im Alter von
9 bis 16 Jahren führen unter der Regie
von Felicitas Adobatti „Peter Pan“ auf.
Nach einem Buch von James Matthew
Barrie lebt Peter Pan in „Nimmerland“, als Kind, das niemals erwachsen wird. Dort ist er Anführer der „Verlorenen Jungs“, einer Bande
von Kindern. Sie müssen sich gegen Angriffe von Piraten wehren,
deren Anführer Captain Hook ist. In London lernt Peter Pan das
Mädchen Wendy kennen und nimmt sie und ihre Brüder mit nach
„Nimmerland“…
Es spielen mit: Jakob Zorn, Joschua Rost, Anuk Schaich, Marie Stratz,
Annika Graller, Laura Beck, Ole Weber, Farwa Hhjdari, Emilie Stief,
Tammo Friedrich, Helena Steigmann, Pius Mack, Fenja Stuckel, Lisa
Faulmann und Arved Steuer
n „Peter Pan“, Kinder- und Jugendtheater Waldkirch , Samstag, 18. März, 18 Uhr und Sonntag, 19. März, 16 Uhr sowie
Samstag, 1. April, 18 Uhr, Theater Waldkirch, Milliongässli.
Karten im Vorverkauf bei der Buchhandlung Augustiniok
in Waldkirch. Zudem werden vier Schultermine angeboten.
Schulklassen können sich bei Felicitas Adobatti, unter Tel.
07681/ 22134 oder Inge Öschger, Tel. 07681/ 22882 melden.
Klezmer trifft Musikkapelle
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Michael Heitzler einmal als
einen der besten Klezmerklarinettisten der Welt bezeichnet. Bekannt wurde Michael Heitzler als Klarinettist der Gruppe Kolsimcha.
Zehn Jahre lang lebte er in New York, wo er mit fast allen Größen der
dortigen Szene aufgetreten ist, unter anderem mit den Klezmatics
und Itzchak Perlman. Konzertreisen führten ihn unter anderem in
die Carnegie Hall, Ravinia Festival Chicago, Queen Elisabeth Hall,
Concertgebough Amsterdam, Montreux Jazzfestival, Kopenhagen
Jazzfestival und zum Klezmerfestival Zfat. Die Musikkapelle Kollnau
gestaltet mit ihm einen gemeinsamen Konzertabend. Es wird das
letzte Konzert von Dirigent Otfried Weis mit der Musikkapelle Kollnau sein. Michael Heitzler übernimmt den Hauptteil des Abends.
n Konzert der Michael Heitzlers Klezmer Band zusammen
mit der Musikkapelle Kollnau, Samstag, 25. März, 20 Uhr,
Festhalle Kollnau.
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Waldkirch Magazin | 21
T IBPDPRS U C K
A
Buch-Tipp
Auch obenrum frei
Margarete Stokowski
Untenrum frei
Feminismus und Humor schließen sich nicht aus. Margarete Stokowski
schreibt scharf und bitterböse, polemisch und lustig. Die ersten Seiten:
D
ie Schauspielerin Maggie Gyllenhaal wurde für eine Hollywood­
rolle abgelehnt, als sie 37 Jahre
alt war. Es ging darum, das «love interest»
eines 55-jährigen Mannes zu spielen.
Gyllenhaal wurde nicht genommen – weil
sie zu alt war. «Das hat mich überrascht»,
sagte sie in einem Interview. «Erst fühlte
ich mich schlecht deswegen. Dann hat es
mich wütend gemacht, und dann musste
ich lachen.»1 Dieses Buch ist so ähnlich
entstanden: Erst waren die Dinge komisch.
Unangenehm. Verletzend. Dann kam die
Wut. Heftige Wut auf die Ungerechtigkeit. Und dann
das Lachen: Es
müsste doch alles nicht so sein.
Der ganze alte
Scheiß ist längst
am Einstürzen.
Wir können untenrum nicht frei
sein, wenn wir obenrum nicht frei sind.
Und andersrum. Das ist die zentrale These
dieses Buches. Es geht um die kleinen,
schmutzigen Dinge, über die man lieber
nicht redet, weil sie peinlich werden könnten, und um die großen Machtfragen, über
die man lieber auch nicht redet, weil vieles
so unveränderlich scheint. Es geht darum,
wie die Freiheit im Kleinen mit der Freiheit
im Großen zusammenhängt, und am Ende
wird sich zeigen: Es ist dieselbe. Und es
geht außerdem darum, dass Freiheit für
eine kleine, unter sich gleichberechtigte
Avantgarde nichts wert ist, wenn es die
Freiheit einiger weniger ist, die an Deck
Gin Tonic trinken, während die Massen im
Maschinenraum schuften. Freiheit ist ein
großes Wort. Das ist okay, denn es geht um
viel. Zum Beispiel darum, allen Menschen
zuzugestehen, dass sie Subjekte sind und
Objekte sein können, wenn sie wollen.
Das klingt abstrakt und wird am Ende
doch mit Grapefruitsaft auf Penissen und
Sachen in BHs zu tun haben. Es geht um
Freiheit, und trotzdem möchte dieses Buch
niemanden befreien. Aus zwei Gründen:
Erstens wollen einige Leute gar nicht
befreit werden, und zweitens müssen alle,
die frei sein möchten, sich letztlich selbst
befreien wollen. Natürlich gibt es Frauen,
die gerne unterwürfig sind und traditionelle Rollen mögen, und es gibt Männer,
die sich wirklich, wirklich überhaupt nicht
anders denken lassen als im Stehen pinkelnde Grillexperten. Aber: Alles ist schöner, wenn es freiwillig ist und bewusst
selbst gewählt, und
dazu muss man die
Alternativen zumindest kennen. Aber
warum überhaupt
«befreien»: Wovon
denn? Eine Frau zu
sein oder ein Mann zu sein bedeutet Arbeit. Jemand zu sein, der dazwischen oder
jenseits davon liegt oder von einem zum
anderen wechselt, bedeutet noch mehr
Arbeit. Wir stecken viel Energie in die Rollen, die wir spielen, weil wir glauben, dass
alles eine Ordnung haben muss und so viel
anders auch gar nicht geht. Wir geben uns
Mühe, die wir oft kaum bemerken, weil sie
so alltäglich geworden ist. Und auch, weil
es leichter ist, sich an vorhandene Muster
zu halten. Vorgegebene Rollen vereinfachen vieles. Aber sie beschränken eben
auch. Wie Leitplanken. Es ist leichter, auf
der Autobahn zu bleiben, wenn links und
rechts stählerne Schutzplanken stehen
und dahinter sowieso nur Gras wächst.
Was soll man im Gras? Man kommt da
schlechter voran. Aber vielleicht wäre es
schön dort. Vor allem, wenn wir lebendig
ankommen und nicht durch die Leitplan-
Die 1986 in Polen
geborene Margarete
Stokowski lebt seit
1988 in Berlin und
studierte Philosophie
und Sozialwissenschaften. Sie schrieb
unter anderem für Spex, Tagesspiegel,
Missy Magazin, Zeit und taz. Seit 2015
schreibt sie Kolumnen für Spiegel Online. In ihrem ersten Buch „Untenrum
frei“ untersucht sie die Mechanismen
sexueller Unterdrückung.
» Wir können untenrum
nicht frei sein, wenn wir
obenrum nicht frei sind“.
22 | Waldkirch Magazin
ke durchmüssen. Und nein, keine Angst,
der Feminismus wird niemandem die
Autobahnen wegnehmen. Wir sind – und
das ist eine weitere These dieses Buches
– scheinbar von unglaublich viel Sex
umgeben, von Nacktheit und Brüsten und
Pornos und Plakaten mit Sexspielzeug:
Aber das ist kein Sex. Es ist ein diffuses
Versprechen einer Möglichkeit, die mit
tatsächlichem Sex nur sehr wenig gemeinsam hat.
Leseprobe aus: Margarete Stokowski,
Untenrum frei, Rowohlt Verlag, Reinbek bei
Hamburg 2016,ISBN 978 3 498 06439 6
UNTERNEHMENSPORTRAIT
Sichere Fenster und Türen
MECHANISCH ODER
PER FERNWARTUNG
Sicherheitsausstellung bei Götz+Moriz
Service und Dienstleistungen gehören für Götz + Moriz – größter Baustoffhändler
Südbadens und Zentrum für Bauen und Modernisieren mit über 75 Jahren Unternehmens-Erfahrung – fest zum Angebot. Auch das Thema Haussicherheit wird bei Götz+Moriz groß geschrieben. Hier finden die Kunden alles, was nötig ist, um Fenster und
Türen vor Einbrechern zu schützen.
Nie mehr den Schlüssel
vergessen:
Haustüren lassen sich
per Fingerprint öffnen
Alle drei Minuten wird in Deutschland in ein Haus eingebrochen. Nicht nur wertvolle
Erbstücke, teure Hightechanlagen oder das Notebook ist dann verschwunden, sondern
auch das Gefühl der Sicherheit im eigenen Heim. Die meisten Einbrecher knacken ungesicherte Fenster und Terrassentüren mit einem gewöhnlichen Schraubenzieher. Ein Einbrecher will in der Regel schnell, einfach und leise vorgehen können. Um dies zu verhindern,
gilt es, Fenster und Türen sicherer zu machen.
Wie das geht, zeigen die Mitarbeiter von Götz+Moriz gerne. „Am meisten Sinn macht
es, pro Geschoss alle Fenster gleichzeitig anzugehen“, weiß Thomas Bunk, zuständig für
Bauelemente Fenster, Türen, Tore bei Götz+Moriz. „Auch nachträglich kann man hier
sehr viel machen.“ So können beispielsweise Blockschlösser und Panzerriegel aufgesetzt
und abschließbare Fenstergriffe eingebaut sowie Sicherheitsglas eingesetzt werden. Oder
aber man tauscht die ungesicherten Fenster und Türen komplett aus – eine Maßnahme,
die von der KfW mit Zuschüssen oder vergünstigten Krediten gefördert wird. Ein solcher
Austausch kann auch gleichzeitig mit sinnvollen energetischen Maßnahmen verbunden
werden.
Inzwischen kann man auch per App mit Fernwartung die Schließsysteme steuern.
So lässt sich dann auch aus der Ferne, beispielsweise vom Büro aus, überprüfen, ob
Zuhause alle Fenster geschlossen sind. Zunehmend gefragt sind auch die sogenannten
Fingerprint-Systeme für Haustüren. Der gespeicherte Fingerabdruck ersetzt hierbei den
Schlüssel.
Um die Kunden in Südbaden umfassend über diese und andere Bauthemen informieren und sie mit Bauelementen versorgen zu können, hat Götz+Moriz in großem Maß
investiert: In Lörrach wurde das Götz+Moriz Zentrum, für Bauen und Modernisieren in der
Wiesentalstraße 74 um 6000 Quadratmeter erweitert. Dort wird es künftig überdachte
Be- und Entladezonen, größere Lagerhallen und eine größere Freilagerfläche geben. In
Titisee-Neustadt wurde der alte Standort von Götz+Moriz geschlossen und stattdessen
ein neues Zentrum für Bauen und Moderniseren in der Gewerbestraße 24 eröffnet.
bb
HAUSSICHERHEIT
Ein Haus hat diverse „Knackpunkte“,
die es vor Einbrechern zu schützen gilt:
• Eingangstüre
• Flachdächer
• Terrassentüren
• Fenster
• Kellereingang
ZENTRUM FÜR BAUEN+MODERNISIEREN
n GÖTZ+MORIZ, Basler Landstr. 28, 79111 Freiburg, Tel. 0761/497-0; www.goetzmoriz.com
Foto: Shutterstock, Frank Oppermann
Fotos: Achim Keller
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