Herunterladen - Alsdorfer Stadtmagazin

Ausgabe 73 | 1/2017
undsonst?!
ALSDORFER STADTMAGAZIN
Diese Ausgabe
wird flächendeckend
verteilt in Kellersberg
und Bettendorf
MODENSCHAU
BEI GOHR
12. MÄRZ AB
14 UHR
FEIERN, TAGEN, ERLEBEN...
KULTUR, EVENTS, TAGUNGEN, KONGRESSE ODER FEIERN...
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Kontakt: Marie Weidinger
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52477 Alsdorf
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FETTDONNERSTAG
UND ROSENMONTAG
FEIERN IN DER
STADTHALLE
Fettdonnerstag
23. Februar - 14.11 Uhr
Möhneball
Restaurant Amadeus
5,- Euro Eintritt
Rosenmontag
27. Februar - 15.30 Uhr
Rosenmontagsball
nach dem Rosenmontagszug
KULTURGEMEINDE ALSDORF
VERANSTALTUNGEN IN DER STADTHALLE
THEATERABO
Freuen Sie sich jetzt schon auf unseren
neuen Theater-Spielplan 2017/18.
Wir bieten Ihnen wieder tolle Veranstaltungen ohne Platzgerangel auf fest
reservierten Sitzplätzen in der Stadthalle
Alsdorf.
Mo/Di 13./14.03.2017
DAS ABSCHIEDSDINNER
Komödie von Delaporte / Patellère
15,- Euro zzgl. VVK
Mo/Di 24./25.04.2017
VATER
Schauspiel von Florian Zeller
15,- Euro zzgl. VVK
Mo/Di 29./30.05.2017
EINE STUNDE RUHE
Komödie von Florian Zeller
15,- Euro zzgl. VVK
Mo/Di 10./11.07.2017
HERBSTRASEN
Schauspiel von Eric Coble
Deutschsprachige Erstaufführung
15,- Euro zzgl. VVK
Alle Vorstellungen beginnen
um 20.00 Uhr
Karten sind im Ticketshop der
Stadthalle erhältlich
Weitere Infos:
Erdmann-Josef Löven
Telefon: 0152 339 641 39
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Liebe Leserinnen und Leser,
2017 ist für Alsdorf ein ganz besonderes Jahr. Unter dem Titel »25 Jahre nach dem Ende des Bergbaus« lade ich Sie
gerne ein, gemeinsam auf eine spannende Zeit des Wandels zurückzublicken und vorauszuschauen auf weitere tolle
Entwicklungen. Dazu gibt es insgesamt 18 Veranstaltungen, die Highlights im Jahreskalender sein werden.
»Alsdorf hat sich aber gemacht!« Diesen Satz habe ich schon oft von Besuchern hören dürfen, die lange Zeit nicht
mehr bei uns zu Gast waren. Oder von solchen, die zwar noch niemals die Stadt besucht, aber schon einiges darüber
gehört hatten. Sicher: Es gab viele Vorurteile über unsere Stadt. Dass sie dreckig ist und stinkt, weil dort Kohle gefördert wird. Das waren Vorurteile, die sich auch lange nach der Schließung der letzten Schachtanlagen hartnäckig
gehalten haben. Doch wer heute mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, der kann einfach nur staunen! Weil er einen neu gestalteten
Denkmalplatz gegenüber unserer Stadthalle sieht, die blühender Mittelpunkt des kulturellen Lebens und Besuchermagnet weit über die
Region hinaus ist. Weil er durch den Annapark spazieren kann, an dessen Rändern moderner Wohnraum entsteht und mit dem Kultur- und
Bildungszentrum ein hochmodernes Lernzentrum. Überall in der Stadt entstehen Neubaugebiete, in denen junge Familien Platz finden, die
sich ganz bewusst für Alsdorf als Lebensmittelpunkt entschieden haben. Ja, Alsdorf ist eine echte Familienstadt! Hier kann man viel erleben, hier gibt es Natur und hier sind viele attraktive neue Arbeitsplätze entstanden. Regionale Firmen und international agierende Unternehmen – sie alle finden in der Stadt die besten Bedingungen.
Was die Zahl der Arbeitsplätze betrifft, bin ich stolz darauf, sagen zu können, dass es mittlerweile mehr sind, als es zu Zeiten des Bergbaus
jemals waren! Und immer noch entstehen neue Unternehmen oder expandieren die bestehenden Betriebe kräftig. Alsdorf wächst, Alsdorf
wandelt sich, Alsdorf ist stolz auf seine Wurzeln und blickt energiegeladen nach vorn. Sie können es erleben. Bei Ausstellungen und
Gesprächsrunden, bei einer Fahrradtour und einer Busrundfahrt. Und sie können es nachlesen: Zwei Bücher werden in diesem Jahr erscheinen, die Alsdorf in Wort und Bild zeigen, wie es heute ist: lebens- und liebenswert.
Liebenswert ist natürlich auch das Brauchtum, das uns dieser Tage fest im Griff hat: Alsdorf feiert Karneval! Wie immer voller Lebensfreude
und ausgelassen. Ob im Saal oder bald wieder auf der Straße – schon als kleiner Junge hat mich die besondere Herzlichkeit und die
Lebensbejahung gepackt, die im Karneval steckt. Lassen Sie uns gemeinsam feiern – um auch in der so genannten fünften Jahreszeit wieder ein Zeichen für das Miteinander setzen!
Wenn einer seit 20 Jahren Schülerlotse ist, dann kann er was erzählen. Franz Klein wird es in dieser Ausgabe tun. Bei Wind und Wetter
sorgt er dafür, dass der Schulweg für Kinder in Ofden möglichst sicher ist. Er ist einer, auf den man stolz sein kann. Und solche Menschen
gibt es zahlreich in Alsdorf. Ich freue mich schon jetzt darauf, während des Veranstaltungsjahres mit vielen ins Gespräch zu kommen.
Glück auf Ihr Alfred Sonders
INHALT
Themen der Stadtverwaltung:
Rathausstürmung
In love with this song
Veranstaltungskalender
Alte Dorfschule, Altes Rathaus
Angebote der Stadtbücherei
Wirtschaftförderung Alsdorf
Europafest 2017
Friedhofskommission
Gute Fahrt im Karneval
60 Jahre Waader Jecke
Närrischer Jumbo
Karneval im Castorhaus
Fastenzeit
Kg Tröter Pötzer
Egetmann Hansl`s Hochzeit
Neues aus dem Schaffrathhaus
Alsdorf entdeckt sich neu
4
20
22
26
30
69
75
Kindertagesstätte St. Castor
Neue Angebote der vhs
Die Schabernack sagen Danke
Tag der Berufsfelderkundung
20 Jahre Cinetower
24
25
26
28
32
Musikinstrumente: Trompete
Wenn die Kinder ins
Ausland gehen
Leben in Neuseeland
38
Modenschau bei Gohr
40
Schülerlotse Franz Klein
42
Korbflechterin Margret Schiffer
80
ABBBA
47
Handwerkerseiten
Studium auf Gut Rosenberg
Das Iglootel in Lappland
84
84
87
Feuerwehr Alsdorf:
Party, Palmen, Krankenhaus
90
Veranstaltungskalender
Bürgersprechstunde
Ausstellung Kunstverein
Regelmäßige Termine
Sitzungskalender
...und ein letztes Wort
91
91
92
93
94
94
Neues von Alsdorfer Firmen:
Auto Gohr: Carsharing
Familie Klinkenberg und der
Kellersberger Hof
15 Jahre Storchengruß
Energieberatung enwor
Aus Zabka wird Jacobs
Abschiedsfeiern bei Stella Vitalis
Bestattungen Dohmen:
Bestattungsvorsorge
79
Serien
Wilmas Testseite: Pommes
Brigittes Kräuterseite
Die Mühlen an der Wurm
Zeche Zollverein
16
82
52
54
5
7
8
8
9
10
12
18
19
Jules Verne
Neues aus der HUTA
»Pillars of freedom«
Mit dem Rad in den Urlaub
58
61
62
64
8. Dachser Duathlon
Euregiokolleg Würselen
Natürlich Kerkrade
Buchvorstellung Fritz Looser
66
68
72
73
Neues aus dem Familienzentrum
Strassburger Straße
23
Das Pflegestärkungsgesetz II
Hospiz am Iterbach
74
76
IMPRESSUM
70
21
34
36
46
56
78
alspressoVerlag
Herausgeber: Alspresso Verlag · Dornbuschweg 2 · 52477 Alsdorf · Tel: 0 24 04 / 84 76 · Email: [email protected] · Redaktion: Marina Brants, Rolf
Beckers, Franz-Josef Kochs, Birgit Becker-Mannheims, Marion Moretti, Brigitte Schroeder, Joachim Peters, Annegret Trier, Presseamt der Stadt Alsdorf
Fotos/Bildmaterial: Marina Brants, Rolf Beckers, Birgit Becker-Mannheims, Franz-Josef Kochs, Wilfried Schüller, Brigitte Schroeder, Horst Schädlich, Presseamt
der Stadt Alsdorf, fotolia · Gestaltung: Brants-Design, Alsdorf · Anzeigen: Birgit Becker-Mannheims, Wilma Mika-Scheufen, Annegret Trier, Gülderen Nisli ·
Auflage: 7.000 Stück, Alsdorf, im Januar 2017
Namentlich genannte Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck von Beiträgen und Fotos aus dem Inhalt, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Gestaltete Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt. Die Weitergabe an Dritte
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Zum Titel:
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Publikum.
Karneval in Alsdorf:
Rathaus wird am
Fettdonnerstag zur
Narrenhochburg
Der Sturm auf das Alsdorfer Rathaus
ist erneut ein Pflichttermin für die
Jecken in der Stadt. Am Fettdonnerstag, 23. Februar, wird das Verwaltungsgebäude an der Hubertusstraße
zur Narrenhochburg. Bürgermeister
Alfred Sonders, seine Verwaltungsmannschaft und das Altweiberkabinett machen dazu mit der KG Alsdorfer Exprinzen unter dem Motto „Zauberwald Alsdorf“ gemeinsame Sache.
Pünktlich um 11.11 Uhr eröffnen
Prinz Dirk I. und seine Sabine zusammen mit dem Altweiberkabinett das
närrische Treiben im und vor dem
Rathaus.
NARREsiNnd los!
Die
Närrische Angebote
immer wieder neu!
ÜBERSICHT ÜBER DIE
KARNEVALSZÜGE 2017
Alle Ämter des Rathauses mit Publikumsverkehr sind an diesem Tag nur
bis 10.50 Uhr geöffnet. Allerdings
lohnt sich ein Besuch des Verwaltungsgebäudes auch anschließend,
denn auf der Bühne vor dem Rathaus
wird ein närrisches Programm geboten. Das Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar aus Alsdorf werden kräftig mit den jecken Untertanen feiern.
Auch aus Alsdorfs niederländischer
Partnerstadt Brunssum wird eine
große Delegation erwartet - so wird
die Partnerschaft zwischen den beiden Städten in karnevalistischer
Weise dargestellt.
Beratung zur:
Homöopathie
Phytotherapie
Blutdruckmessung
Geopathie usw.
19. Februar
Kinderkarnevalszug in Busch
14.11 Uhr
25. Februar
Kellersberg, 14 Uhr
Broicher Siedlung, 15 Uhr
26. Februar
Warden, 15.11 Uhr
Schaufenberg, 11.11 Uhr
Begau, 11 Uhr
27. Februar
Rosenmontag
Alsdorf-Mitte, 14.11 Uhr
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
4
Februar / März
Ein dreifach
Alaaf auf den
Sponsor!
Gleich drei VW T6 Caravelle wurden
Anfang Januar an zwei Prinzenpaare
aus Alsdorf-Hoengen von Jacobs
Automobile Alsdorf (Autohaus
Zabka), übergeben.
Nun kann das Kinderprinzenpaar
Prinz Dustin I. und Prinzessin Leoni
und das Prinzenpaar Wolfgang II. und
Petra vom Karnevalsausschuß Hoengen, samt Gefolge, komfortabel zu
ihren närrischen Untertanen reisen.
Geschäftsführer Guido Zabka freute
sich über den närrischen Besuch. Seit
vielen Jahren sponsert er den Alsdorfer Karneval, denn er ist selbst Karnevalist. Seit über 20 Jahren lebt er in
Aachen, seine närrische Heimat ist
der Aachener Karneval. Hier gehörte
er sogar 2002 zum Aachener Hofstatt.
Als Kutscher begleitete
er damals seine
»Tollität« den
Aachener
Stadtprinzen.
Für das Kinderprinzenpaar
der Session 2017 hat das
Autohaus extra einen rotweißen Bus zur Verfügung
gestellt.
Darauf ein dreifach:
»Alsdorf Alaaf«
Die Prinzenkutschen auf Zeit sind
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Februar / März
5
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Im »Kamelleexpress« mit
Volldampf durch die City
Was wäre ein Prinzenpaar ohne eine standesgemäße Prinzenkutsche?
Närrischen Besuch gab es Anfang Januar im Autohaus Gohr. Prinz Dirk
und seine Prinzessin Sabine kamen samt Gefolge in das Autohaus an der
Carl-Ceiss-Straße. In Begleitung vom Alsdorfer Festkomitee-Präsidenten
Klaus Mingers und zwei Gardisten machten sie Geschäftsführer Alexander Gohr ihre Aufwartung.
Er freute sich darüber, den Schlüssel für das schmucke Fahrzeug auf Zeit übergeben zu können.
Als Dankeschön für dieses Sponsoring gab es von der
Prinzessin ein Bützchen, ein paar Blümchen und
den aktuellen Orden der Session. Ab sofort
können die Tollitäten in den nächsten Wochen
komfortabel zu ihren närrischen Untertanen
reisen.
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
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»Waader Jeeste« feiern
60jähriges ihres KWV
Rheinländer« aus Andernach,
»Echte Fründe« aus Düren und
Die Original Eschweiler. Der Eintritt kostet 20 Euro.
Die 60. Kindersitzung des KWV
startet am Sonntag, 12. Februar, 15 Uhr, ebenfalls in der Festhalle Eschweiler-Kinzweiler.
Unter der Leitung des Jugendpräsidenten Timmy Grosser
Der Karnevalsausschuss Wardener wird es wieder ein buntes Programm
mit vielen Überraschungen für die
Vereine 1957 e.V. feiert in diesen
Tagen seine Session zum 60-Jähri- kleinen Närinnen und Narren geben.
Kinderprinz Dustin I. und Kinderpringen Bestehen. Die »Waader Jeezessin Leonie werden das Programm
ste« (im Karneval der Altgemeinde Hoengen wurden die Wardener mitgestalten. Das Kinderprinzenpaar
ob ihres damaligen Bauernortes - des Festkomitees Alsdorfer Karneval
und bis heute - als Ziegen bezeich- e.V. von 1911 wir ebenfalls erwartet.
Kinder ab 6 Jahren zahlen 1,50 Euro
net) verstanden schon seit alters
her im Ort ordentlich Karneval zu Eintritt und Erwachsene 3 Euro.
feiern. 1957 taten sich dann Orts- Der Wardener Straßenkarneval an den
»heißen närrischen Tagen« beginnt am
vereine auch zu einer närrischen
Dachorganisation zusammen: dem Donnerstag, 23. Februar, 19 Uhr, mit
Karnevalsausschuss Wardener Ver- dem 15. Altweiber-Kostümball in der
beheizten Scheune Goethestraße 207.
eine (KWV).
Schon mittendrin im Festes-Trubel
Nach der Hofburgeröffnung in der
beheizten Scheune Goethestraße 207
und der traditionellen Mundartmesse
in der Pfarrkirche St. Jakobus der
Ältere (wir berichteten vor einigen
Jahren davon) geht es am Samstag,
11. Februar, 19.30 Uhr, in der Festhalle Eschweiler-Kinzweiler mit der 41.
Gemeinschaftssitzung Wardener Vereine weiter. Neben eigenen Kräften
kann Sitzungspräsident Herbert Bekkers folgende Mitwirkende präsentieren: KG Rote Funken Eschweiler, »Lieselotte Lotterlappen«, »De Bremsklötz« aus Birkesdorf, »Der Lustige
Weiter geht es am Freitag, 24. Februar,
20 Uhr, an gleicher Stelle mit der 5.
KWV-Scheunensitzung. Der Eintritt ist
frei!
Am Tulpensonntag erschallt
»Waade alaaf« auf den Straßen
Der Wardener Zug geht am Tulpensonntag, 26. Februar, um 15.11 Uhr
los (Aufstellung ab 14 Uhr am Alten
Gericht). Nach der Jubelfahrt des Kinderprinzenpaares Dustin I. und Leonie
sind alle Zugteilnehmer und Besucher
zum bunten Karnevalstreiben ins Vereinslokal und in die benahbarte
beheizte Scheune eingeladen. Die
Auskleidung des Kinderprinzenpaares
findet am Fastnachtsdienstag, 28.
Februar, 16 Uhr, ebenfalls in der
beheizten Scheune statt. Zu allen Veranstaltungen wird das Prinzenpaar
des Karnevalsausschusses Hoengen,
Prinz Wolfgang II. und Prinzessin
Petra mit großem Gefolge erwartet.
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Februar / März
7
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Närrischer Jumbo
für Toni Klein
So eine Ordensverleihung erlebt
man nicht alle Tage… Toni Klein,
Vize-Präsident des Festkomitees
Alsdorfer Karneval, erhielt nun
aus den Händen seines karnevalistischen Vorgesetzten, Festkomitee-Präsident Klaus Mingers, die
höchste Auszeichnung des Alsdorfer Karnevals, den närrischen
Jumbo.
»Toni Klein ist allen Karnevalisten ein
Begriff. Der Karneval lebt von Menschen, wie Toni einer ist«, dankte
Klaus Mingers seinem Vize. Seit 1999
ist Klein im Alsdorfer Karnerval verwurzelt. Zunächst arbeitete er noch
vereinslos bei der Baugruppe der KG
Prinzengarde mit. Im Jahre 2005
wurde Klein Mitglied der KG Prinzengarde Alsdorf und zog 2007 gemeinsam mit seiner Ehefrau Claudia als
Prinzenpaar durch die Säle und Straßen. Von dieser Zeit an ist Toni Klein
aus dem Alsdorfer Karneval nicht
mehr wegzudenken.
Als Ehrenmitglied, Ehrensenator,
Sponsor und Helfer in der Not ist der
Geehrte mit allen Vereinen des Festkomitees Alsdorfer Karneval eng verbunden. »Wenn Toni helfen kann, ist
er dabei«, so der Präsident weiter.
Aus dem Grund und als kleines Dankeschön stellten alle Vereine auch
einen gemeinsamen Antrag auf eine
Verleihung des Ordens – ein Novum
in der langen Geschichte des Festkomitees.
Foto: Klaus Mingers (3.v.l.), Präsident des Festkomitees Alsdorfer Karneval,
überreicht Vize Toni Klein (Mitte) den närrischen Jumbo. Zu den ersten Gratulanten gehörten Prinzenführer Jürgen Körver, Zugleiter Stefan Heffels, Schatzmeister Harald Gilleßen, Geschäftsführerin Birgit Dammers und Prinzenführer Willi
Wiedemann (v.l.)
Karneval
im Castorhaus
SITZUNGEN DER
FRAUENGEMEINSCHAFT
Auch in diesem Jahr dürfen sich
die Alsdorfer auf ein tolles Programm der Frauengemeinschaft in
St. Castor freuen. Schon seit
Wochen proben sie für ihre Auftritte an den Karnevalstagen.
»Alaaf, et is widder so wick«
Carmen Lürken führt in diesem jahr
zum ersten Mal durchs Prgramm und
ist schon mächtig aufgeregt. Büttenreden, Tänze, Sketche und vieles mehr
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Montag bis Mittwoch, den 20. 22. Februar 2017
Veranstaltungsort:
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25837, montags bis freitags von 9.00
bis 13.00 Uhr oder nach Absprache
Karten: 7,- Euro
Wenn wir dann alle genug Karneval gefeiert haben - ich übrigens
auch, denn ich bin ein großer Fan
der 5. Jahreszeit - dann kommt bis
Ostern für viele eine Zeit der Stille - die Fastenzeit. 2017 beginnt
sie am 1.3., dem Aschermittwoch,
und endet am 15.4., dem Karsamstag. Ausgenommen von der
Fastenzeit sind die Sonntage.
Es ist die Zeit der Zurückhaltung, eine
Zeit, in der weniger mehr ist. Im
christlichen Glauben erinnert die
Fastenzeit an die 40 Tage, die Jesus in
der Wüste verbracht hat. Auch andere
Religionen haben ihre Fastenzeiten,
oft mit sehr strengen Auflagen. Auch
in unserer Kultur nehmen noch einige
Menschen die Fastenzeit ernst. Aber
es gibt auch viele, die keinen Bezug
zur Fastenzeit haben und sehr oft
höre ich, wie wenig Menschen die
Fastenzeit überhaupt noch kennen.
Schade, finde ich! Denn alles hat ja
so seine Reize, sogar eine Fastenzeit.
Dazu braucht es nicht mal unbedingt
den religiösen Gedanken. Verzichten
kann auch Spaß machen. Wer mal
Heilfasten gemacht hat, der weiß,
dass nach einer längeren Durststrecke
sogar ganz einfaches Essen wieder
zum Genuss wird. Ich habe meinen
ganz eigenen Fastensatz: »Nein, das
brauche ich gerade nicht, ich bin in
der Fastenzeit« und der gefällt mir
von Jahr zu Jahr besser. Auch gefällt
mir, dass ich schon einige Skeptiker
mit der Fastenidee angesteckt habe.
Ich bin die absolute Freundin vom
Fasten. Und nach den vielen Feiertagen
und ausgelassenen Festen empfinde
ich die Fastenzeit als sehr erholsam.
Worum geht es? Ganz klar um Verzicht. Bis letztes Jahr habe ich neben
Alkohol- und Fleischverzicht immer
aufgehört zu rauchen, genau für 40
Tage und dann Ostern wieder angefangen…..ach was habe ich die
Osterzigarette geliebt. Jetzt muss ich
mir für dieses Jahr etwas Neues über-
fotolia
Weniger kann mehr sein!
DIE FASTENZEIT VON ASCHERMITTWOCH
BIS OSTERSAMSTAG
Von Wilma Mika-Scheufen
legen, weil ich das Rauchen inzwischen
ganz aufgegeben habe.
Aber es gibt ja noch so vieles, auf das
man 40 Tage lang verzichten könnte:
Weniger Süßes essen, dafür mehr
Obst. Weniger Fleisch essen, dafür
aber endlich mal mehr Wasser trinken
(ich glaube 3 Liter pro Tag wären gut)
Den Fernseher ausgeschaltet lassen
und mit den Lieben ein Gesellschaftsspiel spielen oder einfach ein Buch
lesen.
Das Auto stehen lassen und zu Fuß
gehen - das wäre auch für mich ein
echtes Opfer. Auf Chips verzichten
übrigens auch. Mehr Sport machen.
Zeit teilen oder sogar verschenken.
Computer ausschalten. Auch digitales
Fasten kann manchmal ganz wohltuend sein. Einfach mal eine Stunde
nichts tun und das auch aushalten.
Den Wein am Abend gegen einen
leckeren Tee eintauschen. Das wievielte Kleidungsstück nicht kaufen
und das Geld für ein ganz besonderes
Teil sparen oder etwas für einen
guten Zweck spenden? Haben Sie
schon mal darüber nachgedacht, sich
irgendwo für die Allgemeinheit nützlich zu machen?
Vieles könnte ich noch aufzählen aber
ich denke dass wohl jeder weiß was
für ihn Sinn macht. Es überhaupt zu
machen, das finde ich richtig gut.
Ach ja…ich höre natürlich auch die
Stimmen: Das kann ich doch alles
auch das ganze Jahr über machen.
Ja, würde ich antworten, macht nur
keiner. Denn wenn wir uns nicht gerade in der Fastenzeit befinden, die
meiner Meinung nach das beste Alibi
für etwas nicht zu tun ist, dann befinden wir uns garantiert in der Osterzeit, Ferienzeit, Sommerzeit; kurz vor,
oder in der Weihnachtszeit, oder es
ist Karneval. Ist ja auch richtig so,
dass es für alles eine Zeit gibt… und
fürs Fasten und Verzichten gibt es,
wie auch immer die Fastenzeit.
Vielleicht habe ich Ihnen jetzt, liebe
Leserinnen und Leser, ja auch die
Fastenzeit schmackhaft gemacht.
Noch ein Tipp! Fragen Sie den besten
Freund, die beste Freundin oder einen
netten Kollegen oder eine nette Kollegin, Frau, Mann, Nachbarn oder Kinder, ob sie mitmachen.
Zusammen macht Fasten einfach
mehr Spaß.
Ich werde in der Fastenzeit was für
die Umwelt tun: Ich werde auf alles
aus plastik oder in Plastik verpacktes
verzichten! Mal sehn, ob ich das
schaffen kann.
Auf gutes Gelingen!
Ihre Wilma Mika-Schewufen
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Februar / März
9
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
gründeten sich gerade
in dieser Zeit neue Karnevalsgesellschaften.
Karneval feiern und
somit das Brauchtum pflegen war
doch auch eine
willkommene
Abwechslung. Die
Alt-Alsdorfer Herrenrunde gab sich
den markanten
Namen »KG Tröter
Pötzer Jonge e.V.
1948«, in Anlehnung
an ihr Stadtviertel. Jean
Kemmer wurde zum 1. Präsidenten gewählt und ein Elferrat zusammengesetzt. Nach zwei Kappensitzungen in ihrem Stammlokal »Zum
Köbes« feierten sie im Herbst 1948
eine erfolgreiche Prunksitzung im
großen Saal Plum. Neues Vereinslokal
wurde daraufhin die Gaststätte
Paustenbach.
Foto von links unten: Kalle Berghöfer (stv. Vorsitzender)
Frank Dohmen (Präsident), Franz-Bert Schaefer (Vorsitzender)
Stefan Taufenbach (stv. Präsident), Bernd Müller Geschäftsführer
Charly Knuppertz (Schriftführer), Wolfgang Ostrowski
(stv. Schatzmeister), Anneli Berghöfer Schatzmeisterin
KG TRÖTER PÖTZER JONGE E.V. 1948
Immer am Puls der 5. Jahreszeit
Von Birgit Becker-Mannheims
Die Mädchen- und Herrensitzung
der Tröter Pötzer sind jedes Jahr
ein Highlight im Alsdorfer Karneval
und bereits im September von
einer festen Fangemeinde ausgebucht. Wer einmal dabei war,
kommt immer wieder. Frei gewordene Plätze werden höchstens
»weitervererbt«! Seit fast 70 Jahren sorgt die Karnevalsgesellschaft
mit dem markanten Namen in der
Stadt für Stimmung.
Zum Interview traf ich den Vorsitzenden Franz Bert Schäfer, der
seit 30 Jahren ein Tröter Pötzer
Jonge ist und den Präsidenten
Frank Dohmen, der in diesem Jahr
seine 10jährige Mitgliedschaft feiern kann. Sie plaudern ein wenig
über die Historie der ältesten KG,
bewegende Momente und das alltägliche Geschäft der Vereine im
Karneval.
Die Geschichte der Tröter Pötzer ist
bis heute eng verbunden mit zwei
GASTSTÄTTE Zum Göbbelsstadion
& P IZ Z E R IA Inh: Harald Porta
Große Auswahl an Pizzen
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• Teilweise überdachter Biergarten
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
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Februar / März
Vollblutkarnevalisten und Karnevalsgrößen aus der Stadt: Toni Baumanns
und Josef »Toto« Beckers. Angefangen
hat alles 1947. Aus einer Bierlaune
heraus, wurden die »Tröter Pötzer
Jonge« von Josef Cryns, Jean Kemmer,
Hubert Königs und Franz Hennes gegründet. Sie besiegelten ihre Idee an
der Theke der ehemaligen Gastwirtschaft im Übacher Weg »Zum Köbes«.
Mit Toni Baumanns und Jean Kemmer,
die zu der Gruppe »Frohsinn« gehörten,
kamen erfahrene Karnevalisten dazu.
Die »Jungen« Männer lebten in einem
der ältesten Stadtteile in Alsdorf zwischen Tröt und Pötz, in unmittelbarer
Nähe zur Burg.
In den ersten Jahren ihrer karnevalistischen Aktivitäten, in einem noch
irritierten Grenzland, starteten die
Gründungsväter der KG eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Karnevalsvereinigungen anderer Nationen im
Dreiländereck und veranstalteten
internationale Sitzungen: Völkerverständigung über den Karneval hinaus,
ausgehend von »Tröt und Pötz« in
Alt-Alsdorf, berichtet Franz Bert Schäfer.
Anfang der fünfziger Jahre entwickelte
sich aus den eigenen Reihen ein
Gesangstrio, »die drei Teddys«, ein
weiteres, das sich »Trio ohne Namen«
nannte und das Clown Duo, »Die
zwei Dröge« das von Hubert Schmitz
und Joe Altdorf gegründet wurde. Sie
sorgten für Stimmung und waren
beim Publikum sehr beliebt. Anderen
Karnevalisten eine »schöne Zeit« bieten war und ist das Ziel der TPJ. Eine
ganze Sitzung aus den eigenen Reihen
zu gestalten, war aber nicht möglich.
Die Aktiven verstehen sich als Organisationsteam und dazu gehörte von
Anfang an, dass einzelne Programmpunkte der jeweiligen Sitzungen
Der Name »Tröt« hat seinen Ursprung dazugebucht werden. Tanz- und
Musikgruppen anderer Vereine, Stimin der Tätigkeit des »Treibers«, denn
früher wurden die Kühe durch das Dorf mungskanonen, Büttenredner oder
zum Beispiel Sänger vom Aachener
auf die nahegelegenen Felder zum
Stadttheater, wie Heinz Degen,
Nordfriedhof getrieben. Mit »Pötz«
kamen gerne nach Alsdorf.
ist der Brunnen gemeint, der mit
einer Schwengelpumpe versehen
1957 wurde der amtierende Präsident
heute noch Auf dem Pütz zu sehen
ist. Die Tröt ist ein Fleckchen Erde wo der Tröter Pötzer, Leo Brendt, Karnevalsprinz der Stadt Alsdorf. In seinem
sich Alt-Alsdorfer gerne aufhielten.
karnevalistischen Amt gab er somit
1947, zwei Jahre nach dem 2. Weltdem Verein, als Prinz Leo I. einen
krieg, war eine Zeit, wo den meisten
enormen Aufschwung. Neue MitglieMenschen in Deutschland kaum der
der und finanzielle Unterstützung
Sinn nach Feiern stand, trotzdem
Neue Freunde und Gönner für einen
Verein zu begeistern, stellt einen Vorstand immer wieder vor neuen Herausforderungen. Mal was ausprobieren,
dass können die Tröter Pötzer Jonge:
1970/71 wurde erstmals ein Herrenabend abgehalten, der wiederum ein
voller Erfolg war. Erstmalig in der Vereinsgeschichte lud die KG am 13. Januar 1973 zu einer Galasitzung ins
legendäre Casino Anna in Alsdorf. Die
damals größte Veranstaltungsstätte in
der Region bis auf den letzten Platz
zu füllen, gelang mit Hilfe aller Mitglieder. Der Lohn war ein hingerissenes
Publikum und eine sehr positive Presse.
Über viele Jahre wurden nun an beliebter Spielstätte, turbulente Sitzungen
zelebriert, die immer ausverkauft
waren.
Karneval feiern, dass verstehen sie
bei den Sitzungen, beim Altweibertreffen am Fettdonnerstag oder während des Rosenmontagszuges. (Kleine
Anmerkung am Rande: das Wurfmaterial betrug 1977 dreizig Zentner) In
dieser Zeit übernahm Leo Körfer die
Leitung des Fanfarenkorps und die
damals 10jährige Claudia Rommel
wurde das neue Tanzmariechen der
Karnevalsgesellschaft.
Und damit man sich in der karnevalsfreien Zeit nicht aus den Augen verliert und Kontakte weiter gepflegt
wurden, veranstaltete die lustige Herrenrunde ein Grillfest im Sommer.
bei seiner Karnevalspremiere bot er
einen Spitzenkarneval. Er schüttelte
die Pointen nur so aus dem Ärmel
und begeisterte das Publikum. Zeitgleich war das Fanfarenkorps der KG
ebenfalls erfolgreich und wuchs
zusammen zu einer Band. Mit Hilfe
des Ehrensenators Jürgen Dilk nahmen sie in einem Aachener Tonstudio
sogar eine Platte auf. Tanzmariechen
Claudia »ertanzte« sich in den Jahren
Erfolge bei nationalen und internationalen Tanzturnieren.
Nicht nur in der Session 1979/80
stellten die TPJ erneut das Prinzenpaar
der Stadt Alsdorf. Prinz Joe I. und
Prinzessin Hanni waren für das
Brauchtum Karneval und für die
Gesellschaft ein Gewinn. Ihnen folgte
1980/81 Toto Beckers als Prinz Josef
IV. mit seiner Prinzessin Bärbel und
1981/82 folgte Jürgen Dilk als Prinz
Jürgen I. und Prinzessin Käthi. Dreimal in Folge konnten die Tröter Pötzer
Jonge ganz besonders ihre Gesellschaft im Karneval präsentieren.
Prinz Joe I. alias »Joe« Altdorf gehört
seit 1954 der TPJ an und ist ein
»waschechter Tröter Jung«, erzählt er
mir. Die Zeit bei den Tröter Pötzer war
seine schönste überhaupt, und der
Karneval habe ihn geprägt. Über viele
Jahre war er Geschäftsführer und fast
55 Jahre Zeremonienmeister der KG,
davon 25 Jahre Seite an Seite mit
Toto Beckers. Unvergesslich und
immer noch sehr emotional bleibt für
ihn die Zeit, als er mit seiner Hanni
das Prinzenpaar der Stadt Alsdorf
stellte. Und die Zusammenarbeit mit
der Prinzengarde bleibt unvergesslich
und lobenswert bis heute.
Von 1983 bis 2010 war »Toto« Bekkers Präsident der KG und brachte sie
in vielen Dingen nach vorne. Menschen Freude bereiten und ihnen ein
paar Stunden die Sorgen des Alltags
vergessen lassen, war seine Motivation als Karnevalist.
Mädchen-, Herren- und Prunksitzung
wurden zum Markenzeichen der Tröter Pötzer Jonge. Seit 2000 ist Franz
Bert Schäfer Vorsitzender der TPJ und
lenkte mit Toto Beckers als Präsident
und seinem Team die KG ins neue
Jahrtausend! Zur reinen Männergesellschaft gesellte sich wieder eine
Tanzgruppe unter der Leitung von
Claudia Klinkenberg. Anneliese Berghöfer ist bisher das erste weibliche
Mitglied der TPJ und Bettina Müller
und Sonja Alagic wurden als Ehrensenatorinnen ernannt.
Frank Dohmen übernahm 2010 das
Amt des Präsidenten und trat somit
in die »großen« Fußstapfen von Toto
Beckers. Ehre und Verpflichtung
zugleich, für den noch »jungen« Karnevalisten. Wer lacht, lebt länger, ist
seine Motivation.
Das Erfolgsmodell der TPJ liegt mit
Sicherheit daran, neben lokalen Karnevalsgrößen auch Stimmungskanonen
und Stars aus den rheinischen Karnevalsmetropolen oder aus Funk und
Fernsehen, nach Alsdorf zu holen.
Trotzdem schaffen sie es, Karnevalssitzungen zu moderaten Preisen
anzubieten. Da strömen die Jecken
aus der Region, gerne in die Stadthalle.
Noch lange ist hier nicht alles aufgezählt, nach 69 Jahren ist der Verein
gut aufgestellt. Frank Dohmen, Franz
Bert Schäfer und ihre Vereinsfreunde
gehen gemeinsam den einst eingeschlagenen Weg, den ihre Vorgänger
damals bei der Gründung an Tröt und
Pötz beschritten haben, weiter: das
Abenteuer der fünften Jahreszeit. Sie
sind für jeden Spaß zu haben, tanzen
selbst im Herrenballett, auch wenn
Karneval manchmal sehr ernst oder
traurig sein kann. Die KG Tröter Pötzer
Jonge präsentieren Tradition und
Brauchtum Karneval, immer gepaart
mit Elementen am Puls der Zeit. Wir
wünschen der ältesten KG der Stadt
weiterhin viel Erfolg und ein kräftiges
Alsdorf Alaaf!
Prunksitzung
11. Februar 2017 20 Uhr
Stadthalle Alsdorf
Mitwirkende:
HaPe Jonen, Markus Krebs,
5 Fleeje und viele andere...
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BE
Die KG war die Erste, die den karneDie Session 1987/1988 stellte nicht
valistischen Damen aus der Stadt
etwas Neues bot. Sie gestalteten eine nur die KG der Tröter Pötzer Jonge
Damensitzung, die bis heute ein Knal- vor neue Herausforderungen. Das
Casino Anna wurde abgerissen und
ler ist. »Das weibliche Publikum
somit fiel eine beliebte Veranstalkommt jedes Jahr immer in bester
Feierlaune zu unseren Sitzungen und tungsstätte weg. Mutig entschlossen,
verlagerten die Karnevalisten ihre Sittanzt schon recht früh auf den
Tischen. Ausstaffiert mit tollen Kostü- zungen in ein großes Zelt auf dem
men reisen sie meist in großen Grup- Zentralparkplatz. Zusätzlich wurden
ein Altweiber-Treff am Fettdonnerstag
pen an - das macht einfach Spaß«,
und eine Karnevalsdisco angeboten.
erzählt Frank Dohmen. Seit 2010
Eine zuerst finanziell riskante Entmoderiert er die TPJ-Sitzungen und
freut sich besonders über das feiernde scheidung, wie sollte es anders sein,
entwickelte sich zum Erfolg.
Publikum, das schunkelt, lacht und
1992, als die Stadthalle fertig gestellt
mitsingt.
war, war es für die KG selbstverständToto Beckers wurde 1978/79 erstma- lich, die Sitzungen in die neue Spielstätte zu verlegen. Parallel wurde im
lig als Büttenredner präsentiert und
Zelt an den Karnevalstagen gefeiert.
KOST
Ü
gaben die Möglichkeit, ein Fanfarenkorps zu gründen.
Der Verein wuchs mit den Jahren und
das begeisterte Publikum wurde größer. 1964/65 stellte die KG zum zweiten mal mit Hubert Schmitz den Karnevalsprinzen der Stadt Alsdorf. Ende
der sechziger Jahre kauften die Tröter
Pötzer Jonge einen eigenen Karnevalswagen und sind seitdem fester
Bestandteil im Rosenmontagszug.
Würselen - Gewerbegebiet Aachener Kreuz (links neben Metro)
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Februar / März
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Die Ungeheuer kommen von Betlehem hangabwärts in den Ort.
Das metallerne Klappern ihrer mit
Blechzähnen bestückten Schnappmäuler hallt ohrenbetäubend in
den engen Gassen und wird von
den hohen Mauern zurückgeworfen. Die Treiber können die wild
vorpreschende Meute mit ihren
Stricken kaum bändigen, und die
Metzger schwingen schon bedrohlich ihre großen, in Blutfarbe
getauchten Holzmesser. Unten im
Ort wird es an jedem der sieben
Brunnen zum Kampf zwischen
ihnen und den Schnappviechern
kommen. Wird eines »geschlachtet«, so wird dies als Sieg des
Sommers über den Winter gewertet.
Es ist Fastnachtsdienstag im Südtiroler
Unterland, und im Zweijahresrhythmus findet dort zu den ungeraden
Jahreszahlen im beschaulich gelegenen
Weindorf Tramin das wohl wildeste,
raueste, irrationalste und auch ausgelassenste Fasnachtstreiben weit und
breit statt. Bethlehem heißt ein Ortsteil, da dort an einem heiligen Abend
eine Zigeunerin ein Kind geboren
haben soll. Doch Weihnachten ist vorbei, und seit dem Dreikönigstag fiebern
die Traminer diesem Nachmittag entgegen.
bei; der grüne und der weiße Bär, die
für Sommer und Winter stehen, treiben ihr Unwesen. Letzterer wird am
Abend erschossen werden. Der in
Efeu gewickelte wilde Mann, die Personifizierung der ungezügelten Natur,
zerrt an einem Ende eines Strickes,
der Jäger am anderen Ende kann ihn
kaum bändigen. Es ist ein Kräftemessen, von denen wird es am Nachmittag noch weitere zwischen den verschiedenen Figuren geben: Das Traminer Fasnachtstreiben ist schließlich
reine Männersache. Auch die hübsche
Braut des Eggetmann-Hansls, die in
der Kutsche vorfährt, ist ein Mann,
und er/sie darf heute nur Schnaps
trinken im Gegensatz zu den restlichen Feiernden. Tramin ist schließlich
für seinen Wein bekannt. Schnöller
machen mit ihrem Peitschenknallen
den Weg frei für den Hochzeitszug,
der von Fanfaren angekündigt wird.
Und in all dem Durcheinander flüchten
laut klappernd die Schnappviecher
vor ihren Metzgern. Wie die Kerle das
durchhalten – immerhin wiegt das ca.
2,5 – 3 Meter hohe Schnappviehgerüst etwa 35 Kilogramm, und das Seil
für das Schnappmaul muss dabei
auch noch bedient werden.
Irgendwo im plötzlichen Gewimmel
tauchen zwei Frauen auf, die eine
trägt scheinbar in einer Kiepe ihren
Mann, bei der anderen ragen aus der
geschulterten »Zumm« (Holzkübel
zur Traubenlese) die Beine und Stiefel
ihres Mannes heraus. Vielleicht erinnert dies daran, dass auch die Frauen
früher im Mittelmeerraum das Sagen
hatten: zwei Frauenschicksale, von
verkleideten Männern vorgeführt. Ehe
man sich versieht, ist man mitten im
größtmenschenmöglichen Chaos und
Durcheinander und mit schwarz
beschmiertem Gesicht sogar Teil
davon, und man ist es gerne. Die
Hochzeit hat begonnen.
Egetmann-Hansls Hochzeit
Text und Fotos: Franz-Josef Kochs
Heute wird der Egetmann-Hansl heiraten, wie er am Fasnachtsdienstag
alle zwei Jahre tut; er hat alle Handwerkszünfte eingeladen, und es wird
drunter und drüber gehen.
Als ich zur Mittagszeit in den beschaulichen Ort komme, herrschte Stille –
die Ruhe vor dem Sturm. Dann tauchen
einige Gestalten auf mit schwarzen
Gesichtern und schwarzen Händen,
mit denen sie einem erst einmal
lachend das Gesicht einschmieren.
Wer an diesem Tag nach Tramin
kommt, sollte nicht zimperlich sein,
auch was die Kleidung betrifft. Und
die Kleider der Beteiligten haben allesamt schon ihre guten Zeiten längst
hinter sich: je zerfetzter und durchlöcherter, desto besser.
Langsam kommt Leben in den Ort,
alte Traktoren rattern heran, dunklen
Qualm in die Luft paffend und vollbesetzt mit zerlumpten Gestalten. Die
Burgelen rennen kreuz und quer, das
sind als Frauen verkleidete Männer
mit Kopftuch und Kraxen (Kiepen) auf
dem Rücken, bestückt mit einer Kinderpuppe, Töpfen, Besen und allerhand Krimskrams. Ihnen folgen die
Burgltreiber, die sie mit an langen
Stecken befestigten Bündeln von
Schweinsblasen vor sich her treiben.
Bis zur Bewegungsunfähigkeit ausgestopfte Boccamander watscheln vorFebruar / März
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
sen Frau. Zum Glück ändern sich die
Bräuche mit der jeweiligen Zeit.
Der Egetmann-Hansl indes ist ein
windiger Herr, alle zwei Jahre steht
eine neue Hochzeit an, und da lässt
er sich nicht lumpen. Alle hat er eingeladen, vorab die Handwerkszünfte,
die ihm im Zug folgen. Da sind die
Bauern mit Pflug, Egge und Dreschflegeln, und ehe man sich versieht,
haben sie einem eine Wolke von Spreu
ins Gesicht geworfen. Dann folgen die
Pfannenflicker, Schmiede, Schuster,
Radlflicker, Fassbinder, Schwarzbrenner, die armen und die reichen Zigeuner. Eine jede Gruppe hat ihren
Wagen, und die sind Kunstwerke für
sich - abenteuerlich und schwindelerSein Name erinnert an den früher zur regend hoch und bizarr zusammengeFasnachtszeit weitverbreiteten Brauch, schustert und mit dem unglaublichsten Krimskram bestückt: von alten
ledige Frauen einen Pflug ziehen zu
lassen und sie so als unbrauchbar für Nähmaschinen über einen Himmel
aus Pfannen und scheppernden und
den Fortbestand der dörflichen
klappernden Töpfen bis hin zu ausgeGemeinschaft dem Spott preiszugestopften Tieren der seltsamsten Art.
ben. In späteren Zeiten landete die
Langsam bewegt sich der Zug in
Puppe zum Festende über der Tür
einer unverheirateten, sprich kinderlo- Richtung Dorfplatz. Die Wagen sind
Hauptfigur ist der Egetmann-Hansl,
weiß behandschuht, mit Zylinder und
einem selbstgefälligen, dümmlichen
Grinsen sitzt er hinter der Braut in
der Kutsche. An jedem Brunnen wird
heute Nachmittag, von den noblen,
zylindertragenden Ratsherren umgeben, der Protokollvorleser die Hochzeit ausrufen und den Hansl als perfekten Ehemann anpreisen, was die
Menge immer wieder mit einem lautstarken »Hohoo« bestätigt. Dann
wird der Hansl hochgehoben und sein
Arm wird zum Winken gebracht. Der
Egetmann, die Hauptperson der Traminer Fasnacht, um die sich alles
dreht, ist nämlich eine Puppe.
so gebaut, dass sie in ihrer Breite
gerade noch durch die engen Straßen
des Dorfes fahren können, und ihre
Besatzungen rütteln und rappeln,
dass es kracht und knarrt. Die Wagen
sind so hoch aufgetürmt, dass ihre
Mitfahrer auf die Dächer springen
können. Jean Tinguely hätte - zumindest was den Krach angeht - auf diese
überdrehte Fasnachtsmaschinerie neidisch sein können.
Es sind rollende Unmöglichkeiten,
ohrenbetäubende Krachmaschinen,
deren Anblick bei jedem unserer rheinischen Ordnungshüter Schnappatmung hervorrufen würde. Jede Gruppe hat ihre Art, mit dem Publikum
umzugehen, das ist oft derb, aber
immer gut gelaunt und nie gemein.
Tollhausszenerie im Gegenlicht der
Nachmittagssonne theatralisch erscheinen. Irgendwo schneien Federn
durch den Dunst. Nase, Augen und
Ohren, alle Sinne sind vollauf beschäftigt.
Die Schreie und das Quietschen der
an Schleifsteine gehaltenen Metalle,
das Hämmern und Surren, dazwischen die »Aiaiai«-Schreie der vor
ihren Treibern fliehenden Burgelen, all
das Gerappel und Geklapper der
Schnappmäuler, das Geschrei und
Getöse des wilden Gesindels, der Höllenlärm und alles Chaos bilden eine
Geräuschkulisse, die keine Musikkapelle zur Stimmung braucht. Und der
gute heimische Wein wird – stilecht –
aus zerbeulten Blechbechern und
Die Hexen haben in einem Kessel Tan- -pötten getrunken.
nengrün und Wacholderzweige zum
Doch das Tohuwabohu lässt sich noch
Schwelen gebracht und schleudern
steigern, denn nun naht bedrohlich
das Gefäß nun durch die Luft. Es
brummend das riesige Schilfschiff der
riecht würzig, und der Rauch, der
Fischer und mit ihnen die an den
Qualm und die Abgase der alten
Landmaschinen lassen die unfassbare Angelschnurenden ihre Opfer suchen-
den alten und mausetoten Fische. Für
die gehörige Nässe sorgen dann die
Waschweiber, die ihre pitschnassen
Klamotten und Tücher kreischend
über und auf die Köpfe der Zuschauer
schleudern, und die sich in den Brunnen wilde Wasserschlachten liefern.
So wird die schmutzige Wäsche der
beiden letzten Jahre sicherlich sauber
und mit ihr irgendwie auch das Publikum. Zu guter Letzt rollt die Altweibermühle an, und die anfangs noch
weißgekleideten Müller jagen die
alten »Frauen«, um sie zwecks Verjüngung hoch oben in die Mühle zu
stecken. Doch hier in Tramin ist die
Welt völlig verkehrt, die alten Frauen
wollen nicht mehr jung sein und setzen sich zur Wehr, um schließlich
doch wild zappelnd im Mühlentrichter zu verschwinden. Alles entlädt
sich schließlich auf dem Platz in wilden Verfolgungsjagden, Balgereien
und Wasserspritzorgien; ob man
mittlerweile schon bis auf die
Haut nass ist, ist einem dann
auch ziemlich egal. Mit schwar-
zem Gesicht und ziemlich durchnässt
ist man gut gelaunt.
An diesem Nachmittag wird kein
Zeremoniell abgespult, hier lebt sich
ein Ort mit Herz und Seele aus,
erlaubt sich für Stunden das Eintauchen in einen Zustand rauschhaften
Außersichseins. Ehe man so recht verstanden hat, dass es ein solch burleskes und verrücktes Fest gibt, ist es
auch schon vorbei. Und wenn man am
Abend, wenn langsam die Ruhe wieder einkehrt, über das mit den Spuren
des Festes übersäte Pflaster geht,
fragt man sich, wo man war und was
man eben erlebte: eine zur Wirklichkeit gewordene verkehrte Narrenwelt,
einen Ort der explodierte. Zum Kopfschütteln bleibt keine Zeit, zu
archaisch und überwältigend war das
Geschehen, und es wird lange nachwirken.
Quelle: Egetmann-Hansls Hochzeit, Egetmannverein Tramin, 2008 · Thomas Nussbaumer, Fastnacht
in Norditalien und Süditalien, Innsbruck 2010
s
e
m
Pom
Wilmas Testseite
FRITTEN ODER POMMES… VON
DEN BELGISCHEN KENNERN ZU
DEN ALSDORFER KÖNNERN…
Die Kinder lieben sie, die Erwachsenen auch und auch alten Menschen kann man mit einer leckeren
Portion Fritten eine echte Freude
machen. Keine andere Form der
Kartoffelzubereitung ist so beliebt
wie die Fritte. Und ganz egal was
Ernährungsexperten raten, die
Fritte bleibt seit Jahr und Tag
Up-to-Date. Lecker frittiert in
in Sachen Fritten sind aber ganz klar
die Belgier. Dort ist es sogar schick, in
eine Frittüre zu gehen. Eine Portion
Fritten nach der Schule ist in Belgien
fast schon Tradition. Und es gibt in
fast jedem Ort ein Frittenbüdchen.
Die Nationalspeise ist dort nicht wegIn unseren Nachbarländern - Niederzudenken und jeder gute Frittenkoch
land und Frankreich - stehen Fritten
schneidet seine Fritten aus frischen
noch weitaus höher im Kurs als bei
uns. Spezialisten Kartoffeln selber. Anschließend werden sie zuerst bei ca. 150°C vorfrittiert und danach nochmal bei ca.
180°C bis 200°C fertig
zubereitet. Auch
werden die Fritten nicht
wie bei
uns
gutem Fett, am besten frisch aus
der Fritteuse in den Mund, so
schmeckt das goldene Stäbchen,
das in seiner Form ein bisschen an
eine Sardine erinnert, am besten.
in
Pflanzenfett son-
dern in Rindernierenfett ausgebacken,
was den besonderen Geschmack ausmacht, leider aber keine Option für
Vegetarier ist. Frisches Fett und nur
die besten mehlig kochenden Kartoffeln machen in Belgien die Fritten zur
Spezialität. Meistens in spitze Tütchen
zum sofort essen verpackt und direkt
über die Theke verkauft. Auch anders
als bei uns, ist es nicht üblich Soßen
direkt auf die Fritten zu geben. Die
verschiedenen Soßen (es gibt bis zu
20 verschiedene Sorten) werden zu
den Fritten gereicht und man taucht
die goldenen Stäbchen in die auf
Mayonnaise-Basis hergestellten Soßen
mit den Namen Samurai, Andalous
oder Brazil - um nur einige zu nennen.
Aber auch Ketchup, Mayonnaise und
sogar Senf sind durchaus üblich. Wer
schon mal in Brüssel war, der weiß,
dass Geschäftsleute, Schüler und Touristen mittags für eine Portion Fritten
Schlange stehen.
Doch widmen wir uns der hiesigen
Auswahl, denn auch bei uns in Alsdorf und Umgebung sind Fritten
mega beliebt. Jedoch dienen sie bei
uns oft eher als Beilage. Am beliebtesten ist sicher bei uns der Klassiker
»Currywurst mit Fritten«, direkt
gefolgt von Pommes rot-weiß, mit frischen oder Röstzwiebeln. Aber auch
Fritten mit Mayo sind bei uns der
Renner. Doch für viele gehört zu einer
Fettdonnerstag
Frühstücksbuffet
ab 11.30 Uhr 9,90 Euro
Zur Begrüßung
ein »Hugo«á la carte
durchgehend geöffnet
Inh. Änni Hermanns
Rosenmontag Aschermittwoch
Fisch á la carte
ab 11.30 Uhr
á la carte
durchgehend geöffnet
12-17 Uhr
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
16
Februar / März
Fritte auch ein Schnitzel. Oder zum
Schnitzel die Fritte? Das macht dann
bei uns gleich eine komplette Mahlzeit aus. Inzwischen sind auch Newcomer auf dem Markt und man entdeckt Fritten ganz neu z.b. aus Süßkartoffeln oder aus Rote Bete. Anders
als in Belgien können sich bei uns
aber auch die Vegetarier an den
leckeren Kartoffelstäbchen erfreuen,
denn in unserer Region werden die
Fritten fast ausschließlich in gutem
Pflanzenfett frittiert.
Ich habe für Sie, liebe Leserinnen und
Leser, Fritten probiert. Das ist mir
außerordentlich leicht gefallen, denn
auch ich liebe die in Fett gebackenen
goldgelben Stäbchen seit meiner
Kindheit. Genauer gesagt, könnte ich
ständig Fritten essen und am liebsten
mag ich sie mit einer guten Curryoder Sauerbratensoße und zwar auf
den Fritten drauf. Bloß nicht daneben!
So bin ich also losgezogen und habe
Fritten gegessen. Damit ich die verschiedenen Fritten besser beurteilen
konnte, habe ich für meinen Test auf
den Geschmack von Soßen verzichtet.
Wichtig ist noch zu wissen, dass bei
uns die Fritten meist halbfertig sind
und industriell hergestellt werden.
Aber das Entscheidende ist auch hier
die Qualität, die Kartoffelsorte und im Besonderen - das Frittenfett. Dass
man auch in Alsdorf bald an jeder
Ecke gute Fritten bekommt, hat mich
gefreut. Noch mehr freut es mich,
dass alle Fritten frisch und in gutem
Fett gebacken waren. Die Auswahl in
Alsdorf ist groß und jeder kann seine
Lieblingsfritten finden. Aber nicht vergessen, Fritten schmecken überall am
besten vor Ort.
gut. Für Kinder gibt’s eine Kinderbox
mit Getränk, Spielzeug, Fritten und
Nuggets. Mit Lieferservice - wer mag.
In der klassischen spitzen Frittentüte
gibt es die Fritten in Alsdorf Busch.
Ehemals Haus Mertens - heute
Buscher Alm. Gute Fritten ganz wie
früher an einem kleinen Fensterchen
oder auch zum Mitnehmen. Vom
Geschmack lecker. Auch zu empfehlen: freitags frischer Backfisch dazu.
Burg-Grill Alsdorf! Jeden Abend gibt’s
hier die für mich besten Fritten in Alsdorf, dazu die Currysoße aus eigener
Herstellung mit einer scharfen Note:
schmecken einfach klasse. Und natürlich sein selbstgemachtes Gyros.
Korfu Grill in Ost, bei Dimmi! Kennt
wirklich fast jeder. Fritten gut, Gyros
gut. Seit Jahr und Tag gleichbleibende
Qualität. Immer wieder gerne. Auch
zu bestellen.
machte Fleischspezialitäten aus der
hauseigenen Fleischerei.
Noch schnell ein paar Fakten!
Allgemein kostet eine Portion
Fritten in Alsdorf zwischen 1,30 €
und 2,80 €. Mayo und Ketchup
im Durchschnitt je 0,50 €.
Das goldene Glück ist
dabei gar nicht so fettig
wie man denkt, bei richtiger Zubereitung liegt
der Fettanteil bei
maximal 15%. Eine
100-Gramm-Portion
Fritten enthält in etwa 300
kleine Kilo-Kalorien-Tierchen.
Ich kann nur sagen, probieren
Sie und genießen Sie ein
wenig vom kleinen goldenen Glück, vor allem
an den kalten Tagen und
erst recht zur Karnevalszeit. Denn Fritten
machen glücklich und
satt.
Lippek - auch in Ost. Fritten aus eigener Herstellung. Lecker und gut. Sollte Mein besonderer Dank
gilt den Geschäftsleuten,
man vor Ort essen und dazu eine
echte holländische Frikandel bestellen. bei denen ich sehr nett
empfangen wurde und
Direkt neben dem Atrium – der Niko- kostenlos die Fritten probieren
durfte!
laus Grill. Schnell und gut, für zwischendurch und vor dem Kinobesuch
Und noch einen zum
(leider nach dem Kino nicht mehr
Ablachen:
geöffnet).
Mitten in Alsdorf gibt es das Schlem- Frittenverkäufer zum Kunden:
mereck. Bis 21 Uhr gibt es hier leckere Und? Was drauf
auf die Fritten?
Fritten und hausgemachte FleischKunde: Was kostet
spezialitäten.
das denn?
Frittenverkäufer:
In Bertis Imbissstube in Mariadorf
schräg gegenüber vom alten Rathaus fünfzig Cent!
Kunde: Och joh,
ist immer viel los. Alt eingesessene
dann tun se mir
Frittenbude. Gute Qualität - sehr
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Februar / März
17
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
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5. März · 11.30 Uhr · Vernissage
Schaffrath und die Barbarakapelle
Fotografien von Algirdas Milleris
Algirads Milleris ist Fotograf und
lebt seit vielen Jahrzehnten in
Aachen. Zur Stadt und der Region
hat er einen sehr engen Bezug.
Wichtige zeitgeschichtliche Ereignisse hat er mit seiner Kamera
festgehalten. Dazu zählen besonders die Blütezeit und der Niedergang der Steinkohle im Aachener
Revier.
In Alsdorf ist Algirdas Milleris kein Unbekannter. Wie kaum ein
anderer ist er vertraut mit dem Werden und Vergehen der Schachtanlage Alsdorf. Zahlreiche Ausstellungen und einige Bildbände hat
Milleris im Laufe der Jahre produziert.
In eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien zeigt Milleris ein
Fotoerlebnis der besonderen Art. Dazu gehört auch der Bildband
»Die Schwarze Barbara-Eine Schutzpatronin des Aachener Reviers«.
Die neue Milleris Ausstellung im Schaffrathhaus ist eine Hommage
an Prof. Ludwig Schaffrath, seinen Entwurf der Barbarakapelle, die
Projektentwicklung bis hin zum ehemaligen Bergmann, der im
Ruhestand ehrenamtlich am Bau mitarbeitete. Der Fotograf hat in
seiner Sichtweise den Bau der Kapelle fotografiert und dokumentiert.
Die Barbarakapelle am Energeticon gehört mittlerweile zu den
besonderen Anziehungspunkten in der Stadt.
25. März · 20.00 Uhr
Musikabend mit Oliver Wessel
»Sommerzeit, wir sind bereit!«
Pianomusik und lecker Häppchen..
Mit Oliver Wessel begrüßen wir einen
in unserer Region noch nahezu unbekannten Pianisten. Einige werden ihn
von der Vernissage »Feuer und Flamme« von Angelika und Heinrich Keller
im November vergangenen Jahres im
Schaffrathhaus kennen. Seit 2014 lebt der gebürtige Paderborner mit
seiner Frau in Heinsberg-Lieck und arbeitet als freier Journalist und
Fotograf. Musikalisch fällt er vor allem durch seine Art der Darbietung
auf. Er liebt die freie Improvisation, spielt nur selbst komponierte
Stücke. Seine Musik entsteht während des Spielens. Bereits mit vier
Jahren erhielt er Klavierunterricht, kloppte mit 16 die Noten »in die
Tonne«, um nach sechs Jahren Spielpause seine Leidenschaft für das
Instrument und die freie Improvisation zu entdecken. »Meine Konzerte
entstehen spontan, aus dem Bauch heraus«, sagt Oliver Wessel. »Ich
komme rein, rücke das Klavier zurecht und lege einfach los.«
Ticketpreis: für Mitglieder des Fördervereins 10,- €, Nichtmitglieder
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
18
Februar / März
25 Jahre nach dem
Ende des Bergbaus
ALSDORF ENTDECKT SICH NEU
Alsdorf und der Bergbau - beides
gehörte einst zusammen wie Pech
und Schwefel. Der Bergbau war es,
der Alsdorf jahrzehntelang geprägt
und geformt hat. Die letzte Schachtanlage im Revier, Emil Mayrisch,
wurde am 18. Dezember 1992
geschlossen.
Für die Stadt begann die Zeit des
Strukturwandels, ein jahrelanger
Kraftakt. Und heute? Alsdorf hat
sich gewandelt wie kaum eine
andere Stadt. Aus der ehemaligen
Bergbaustadt ist eine modernisierte, neue Stadt Alsdorf gewachsen:
Wirtschaft, Wohnen, Kultur, Stadtentwicklung, Freizeit – vieles hat
sich geändert und ist neu erblüht.
Grund genug Bilanz zu ziehen, das
Erreichte ins Visier zu nehmen, ebenso
wie den Blick auf die Zukunft zu richten. »Wir wollen zeigen, wo unsere
Wurzeln liegen, für die wir uns ganz
sicher nicht schämen. Ohne den Bergbau würde Alsdorf nicht da stehen, wo
wir heute sind. Aber wir wollen auch
sehen, mit welchen Kraftanstrengungen und wie erfolgreich wir in Alsdorf
die Herausforderungen nach dem Bergbau gemeistert haben und welche
Dinge künftig noch angepackt werden«,
sagt Bürgermeister Alfred Sonders.
Dass Alsdorf große Schritte getan hat,
weiß auch Städteregionsrat Helmut
Etschenberg, der die Schirmherrschaft
des Veranstaltungsjahres übernommen hat. »Hier sind mit großer Kraft
viele gute Dinge auf den Weg gebracht
worden.« Das kann man während
des Themenjahres sehen: Viele Partner
werden gemeinsam mit der Stadt Alsdorf zahlreiche Veranstaltungen präsentieren, die sich durch das ganze
Jahr 2017 ziehen und am geschichtsträchtigen 18. Dezember in einer Abschlussveranstaltung als Gesprächsrunde von Schülern und Zeitzeugen
des Bergbaus gipfeln.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind
herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. So wird der bekannte
Aachener Fotograf Algirdas Milleris
gleich zwei Fotoausstellungen präsentieren, auch der Fotoclub Alsdorf, der
Geschichtsverein Alsdorf, das Schaffrathhaus, der Bergbaumuseum Grube
Anna e.V. und der Alsdorfer Kunstverein beteiligen sich mit Beiträgen. Das
Europafest hat in diesem Jahr kein
Partnerland, sondern steht ganz im
Zeichen des Bergbaus. Zudem werden
zwei Buchveröffentlichungen den
Wandel und das neue Gesicht der
Stadt Alsdorf präsentieren.
Als Hauptsponsoren fördern die Sparkasse und die Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EWV) das
Veranstaltungsjahr. Auch der »Pro
Energeticon«-Förderverein unterstützt
die Beiträge. Auf das Veranstaltungsjahr weist ein gut 9x9 Meter großes
»Gigaprint« hin, das an der Außenwand der Turbinenhalle am Annaplatz
befestigt ist. Das Energieunternehmen
innogy SE hat als Sponsor die Anfertigung des Gigaprints unterstützt.
Die Termine im
Überblick:
1. März
Ausschreibungsbeginn des Kunststipendiums des Alsdorfer
Kunstvereins: »Kunst für Alsdorf 2017
– Halden bleiben«.
5. März, 11.30 Uhr
»Schaffrath und die Barbarakapelle«
Fotografien von Algirdas Milleris, Ausstellungseröffnung im Schaffrathhaus
in Ofden, Theodor-Seipp-Straße 118.
16. März, 11 Uhr
»Blickpunkt Hauptschacht Anna«
Das alte Fördergerüst am Annaplatz
ermöglicht neue Perspektiven.
Panoramaschild und Objektbetrachter
werden vorgestellt.
29. März, 10 Uhr
»Tim und Anna fahren ein«
Autorenlesung für Kinder mit Heinrich
Peuckmann, Stadtbücherei in der
Stadthalle.
28. April, 19 Uhr
»Das Aachener Revier: Bergbaugeschichte erfahrbar machen«
LVR-Filmabend mit Dokumentationen
aus der Bergbauzeit, Energeticon.
25. Mai, 10 Uhr
»Neues Wohnen in Alsdorf erfahren«
Radwandertag. Die Route führt entlang neu entstandener Wohngebiete
in der Stadt. Imbiss zu Beginn am
Startpunkt, Gemeinschaftshalle
Broicher Siedlung.
26. Juni, 8.30 Uhr
»Weiß statt Schwarz – Die Vielfalt der
Alsdorfer Wirtschaft nach dem Bergbau«
Wirtschaftsgespräch der BusinessPark-Alsdorf GmbH mit Vertretern von
Alsdorfer Unternehmen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg hält ein
Impulsreferat. Fördermaschinenhaus
im Energeticon.
6. September, 15 Uhr
»Alsdorf, anders als man denkt«
Vorstellung des neuen Bildbandes
und Prämierung der Gewinner des
von der Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing e.V. unterstützten Fotowettbewerbs. Stadtbücherei in der
Stadthalle.
8.-11. September
»Europafest im Zeichen des Bergbaus«
Zahlreiche Veranstaltungen in der
gesamten Innenstadt. Teilnehmen
werden zahlreiche bergmännische
Gruppen.
11. September, 19 Uhr
»Alsdorf und seine zweite Wandlung«
Vortrag von Rudolf Bast, Ehrenvorsitzendem des Alsdorfer Geschichtsvereins. Großer Sitzungssaal im Rathaus.
6. Oktober, 19 Uhr
»ANNA. Bergbau reloaded«:
Fotografien von Algirdas Milleris, Ausstellungseröffnung in der Galerie der
Stadtbücherei in der Stadthalle.
21. Oktober, 14-16 Uhr
»Wirtschaft, Wandel, Visionen:
Foto: Viele Highlights im Blick: In der Veranstaltungsreihe »25 Jahre nach dem
Alsdorfer Wirtschaft auf Tour(en)«
Busrundfahrt, Startpunkt am Alsdorfer Bergbau - Alsdorf entdeckt sich neu« wird es 2017 zahlreiche Ausstellungen,
Gesprächsrunden und Buchveröffentlichungen geben. Darauf freuen sich mit
A
Rathaus.
8. November, 17 Uhr
»25 Jahre nach dem Bergbau – Eine
Stadt entdeckt sich neu«
Vorstellung eines Buches mit 25
Autorenbeiträgen, inkl. Lesung von
Auszügen, Fördermaschinenhaus im
Energeticon.
24. November, 19 Uhr
»Wohnen in Alsdorf«
Fotoausstellung des Fotoclubs Alsdorf
01 e.V., Eröffnung in der Galerie der
Stadtbücherei in der Stadthalle.
8. Dezember, 10 Uhr
»Netzwerk erzählte Geschichte«
Auftakt einer Workshopreihe mit dem
Bergbaumuseumsverein, dem Alsdorfer Geschichtsverein und Kooperationsschulen. Panoramaräume im Energeticon.
9. Dezember, 19 Uhr
»Barbarafeier«
Festmesse zu Ehren der heiligen Barbara
Pfarrgemeinde St. Josef, Alsdorf-Ost.
18. Dezember, 19 Uhr
»Woher kommen wir? Wohin gehen
wir?«, Schüler und Zeitzeugen im
Gespräch. Veranstaltung des Bergbaumuseumsvereins zum Abschluss
des Veranstaltungsjahres am Stichtag
der Zechenschließung. Fördermaschinenhaus im Energeticon.
den Akteuren Bürgermeister Alfred Sonders (5.v.r.) und Städteregionsrat Helmut Etschenberg (Mitte) als Schirmherr der Veranstaltungsreihe.
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Februar / März
19
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
In love with this song
Die neue Facebook-Präsenz des
städtischen Jugendchors / Jungen
Chores Alsdorf baut auf altbewährte Motivation: Die Liebe zur
Musik!
Fast jeder in der Region kennt sie,
viele haben über die Jahre ihre Konzerte und Auftritte besucht. Die Rede
ist von den Chören der Stadt Alsdorf.
Der Jugendchor, der bereits seit 1970
unter der Leitung von Günther Kerkhoffs besteht, hat sich in diesem Jahr
neu aufgestellt. Neues Repertoire im
Bereich der Pop-Musik sowie mehrstimmige Songs wie »Nothing Else
Matters« von Metallica oder »Rolling
In The Deep« von Adele begeisterten
erstmalig beim Konzert im Sommer
letzten Jahres die Besucher des Energeticons. Betrachtet man den Altersschnitt im Jugendchor, stellt man fest,
dass die meisten Mitwirkenden studieren oder kurz vor ihrem Schulabschluss stehen. Nachdem der Jugendchor in den vergangenen Jahrzehnten
immer fester Bestandteil der offenen
Konzerte zur Sommer- und Winterzeit
war, präsentiert er von nun an sein
Potential in eigenen Konzerten. Die
Interessen der mittlerweile jungen
Erwachsenen haben sich mit der Zeit
geändert und darauf sind die Verantwortlichen der chorinternen Abteilung
für Modernes Vera Kerkhoffs und
Mathias Brede eingegangen. »Ein
Chorprogramm zu erstellen, bei dem
die musikalischen Vorlieben aller berücksichtigt werden, ist eine Herausforderung. Wir meistern sie dennoch,
indem wir Chorleiter auf Augenhöhe
mit allen Mitgliedern des Chores stehen
und jeder angehört, sowie ernst genommen wird«, sagt Mathias Brede,
der seit 2015 durch seine musikalische
Profession die Chorarbeit bereichert.
In einer kleinen Gruppe mehrstimmige Stücke intensiv zu proben, ist zwar
viel Arbeit, macht den Sängerinnen
und Sängern dennoch Spaß.
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und Sänger, die zum Teil schon seit
mehr als zehn Jahren im Chor mitwirken, wächst stärker zusammen und
blickt euphorisch in die Zukunft. Dazu
gibt es auch gute Gründe. Das gerade
über die Bühne gegangene Winterkonzert im Energeticon unter dem
Motto „cold winter night“ gab einen
erneuten Einblick in das neue von
Vera Kerkhoffs erdachte Konzept und
zeigt den Zuschauern vor allem eins:
Dass die Liebe zur Musik und die Freude am Singen auch gestressten Abiturienten und Vollzeitstudenten einen
idealen Ausgleich und den Besuchern
einen schönen Winterabend bietet.
»Was vorher nur ein Hobby war, ist
mittlerweile zu einem nicht mehr
wegdenkbaren Teil meines Lebens
geworden«, sagt Miriam Wolter,
Sopranistin und angehende Grundschullehrerin.
und »The Last Unicorn« aus dem
gleichnamigen Film begeistert.
Eines steht außer Frage: Im städtischen
Alsdorfer Jugendchor / Jungen Chor
wird nicht nur gemeinsam gesungen,
sondern auch viel gelacht und darüber
hinaus auch die ein oder andere enge
Freundschaft geschlossen, wie Pia
Jungen, Mezzosopran und Studentin
der Biotechnologie, bestätigt.
In diesem Jahr steht ein Konzert ganz
im Rahmen beliebter Disney-Songs
an. Dieses wird, wie das letzte Musicalkonzert »UNbekannt« gemeinsam
mit dem Erwachsenenchor veranstaltet. »Auch, wenn die musikalischen
Präferenzen teils sehr unterschiedlich
sind, so verbindet uns doch alle, egal
ob alt oder jung, die Liebe zur Musik.«
(Miriam Wolter) Und eben diese Liebe
zur Musik spiegelt auch die neue,
Wie viele andere Vereine und Gemeinoffizielle Facebook-Seite des Chores
schaften ringt auch der Jugendchor
Alsdorf um jedes Mitglied. »Turboabi«, Die Songs, die vor Weihnachten einem wider, die im Herbst von Vera Kerkbegeisterten Publikum präsentiert wur- hoffs ins Leben gerufen wurde. »In
Führerscheinprüfung, Studium oder
die heutzutage nicht untypische »Bin- den, hatten Verantwortliche und Mit- love with this song« hält Sie über
wirkende gemeinsam ausgewählt und anstehende Konzerte auf dem Laufendungsangst« an ein regelmäßiges
Hobby lassen den Chor immer weiter Mathias Brede hatte sie mehrstimmig den und bietet Interessenten die
arrangiert. Die Zuschauer waren unter Möglichkeit, mit Mitgliedern und Verschrumpfen. Dennoch gibt es Lichtblicke: Der alte Kern der Sängerinnen anderem von »Let It Go« aus »Frozen« antwortlichen in Kontakt zu treten.
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der Ford-Werke GmbH, der FordHändler-Dienstleistungsgesellschaft
mbH und der DB Rent GmbH. »Ein
weiterer baustein, mit dem wir Auto
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bis hin zum Ford- und MustangStore
mit modernem Mobilitätskonzept«,
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Februar / März
21
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
VERANSTALTUNGS
KALENDER
KINDER- UND
JUGENDTRFF
»ALTES RATHAUS«
MARIADORF UND
»DORFSCHULE« OFDEN
Alte Dorfschule
neuen Mädchentreff für Besucherinnen ab zwölf Jahren geben. Am
Samstag, 25. Februar, gibt es in der
Viele kreative Angebote hat der
städtische Jugendtreff »Alte Dorf- Alten Dorfschule, Dorfstraße 77, von
16.30 bis 19 Uhr eine Kinderkarneschule« in Ofden auch 2017 im
valsdisco. Ein Mädchen-Sporttag finAngebot. Rund um Themen wie
det am Samstag, 11. März, in der
Musik, Tanz, Kunst und kreatives
Gustav-Heinemann-Gesamtschule
Gestalten drehen sich die Termistatt. Zwei Tage auf einem Bauernhof
ne, auch Kochkurse und Modellbau gehören dazu. Seit mehreren können Mädchen ab zehn Jahren am
Samstag und Sonntag, 4. und 5.
Jahren liegt der Schwerpunkt im
musischen Bereich. Zu erschwing- März, verbringen.
lichen Teilnehmergebühren könMontag:
nen Kinder und Jugendliche
14.00 - 19.00 Gitarrenkurse
Gitarrenkurse, Klavier- oder
Schlagzeugunterricht nutzen. Der 14.30 - 16.00 Generationentreff ( einmal pro Monat im Haus Christina,
Unterricht erfolgt durch qualifiLuisenstraße 91, sonst jeweils in der
ziertes Personal von der MusikAlten Dorfschule)
schule »Learning Music« in
14.00 - 16.00 Werk AG für die Kinder
Aachen, bzw. durch staatlich
der OGS Ofden, Daniel-Schreber-Strageprüfte Musiklehrer.
ße 84
Auch ein Bandprojekt für Jugendliche 16.30 - 18.00 Art Action (ab 11 Jahren) im städtischen Jugendtreff »Altes
ab 12 Jahren ist gestartet. Hier könRathaus« in Mariadorf, Aachener
nen Jugendliche, die ein Instrument
spielen können oder singen möchten, Straße 1
16.30 - 18.30 Kochen mit Rüdiger
erste Banderfahrungen sammeln.
Unter professioneller Anleitung werden erste gemeinsame Songs erarbei- Dienstag:
tet, um diese auch vor Publikum prä- 12.45 - 14.15 Jungengruppe an der
Marienrealschule
sentieren zu können. Auch ohne
14.00 - 16.00 Werk AG für die Kinder
Anleitung haben Musiker die Mögder OGS Ofden
lichkeit, in der Jugendeinrichtung zu
14.45 - 18.00 Klavierunterricht
proben. Bands, die einen Proberaum
16.15 - 17.45
suchen, können sich gerne an das
Girls Only ( ab elf Jahren) im Ev.
Personal wenden, um mögliche ProJugendtreff (bis zu den Sommerferibetermine zu erfragen.
Fortgesetzt werden auch die seit vielen en) Trennungsgruppe/ Scheidungskindergruppe ( ab acht Jahren, ab
Jahren beliebten HipHop-Tanzkurse
Herbst)
für Kinder ab zehn Jahren, sowie für
17.00 - 18.00 Zumba
Jugendliche ab 14 Jahren.
17.00 - 19.00 Modellbau- und SpieleGanz neu im Angebot ist »Zumbatreff
Dancefit«, das dienstags stattfinden
19.00 - 21.30 Bandprojekt
wird; donnerstags wird es einen
Inh. Irmgard Hoyer-Schopp
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Naturheilmittel + Homöopathie
Telefon 02404 / 918 74 24 · Fax 02404 / 918 74 17
ÖFFNUNGSZEITEN: MONTAGS BIS SAMSTAGS 8.00 BIS 20.00 UHR
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Februar / März
Mittwoch:
14.00 - 19.00 Gitarrenkurse
14.00 - 20.00 Schlagzeugunterricht
14.30 - 16.00 Mädchengruppe für die
Kinder der OGS Ost
18.00 - 19.00 HipHop (von 10 bis 13
Jahren)
19.00 - 20.00 HipHop (ab 14 Jahre)
Donnerstag:
13.00 - 15.00 AG Natur in der OGS
Ofden
14.30 - 16.00 Farbenforscher AG für
die Kinder der OGS Ofden
16.00 - 18.00 Kochen mit Rüdiger
17.30 - 19.00 Mädchentreff (ab 12
Jahren)
Freitag:
14.30 - 16.00 Mädchengruppe der
OGS Annapark
16.00 - 17.00 Schlagzeugunterricht
17.00 - 19.00 Kinderdisco (jeden letzten Freitag im Monat)
Samstag:
11.00 -13.00 Junges Bandprojekt
Weitere Infos:
Kinder- und Jugendtreff
»Alte Dorfschule«
Telefon: 02404 25 402
E-mail: [email protected]
Ein Infoflyer mit allen Angeboten und
Terminen erscheint in Kürze und kann
auf Wunsch per Mail oder Post zugeschickt werden.
Altes Rathaus
Zahlreiche Angebote sorgen auch
2017 für viel Spaß und Abwechslung im städtischen Kinder- und
Jugendtreff »Altes Rathaus«. Viel
Platz gibt es auf der ersten Etage
des Treffs in Mariadorf, Aachener
Straße 1.
Billard, Tischtennis, Kicker, Musik,
Theke, eine Küche und vieles mehr
stehen dort bereit. Hier finden
Jugendliche einen geschützten Raum
der offen ist und den sie freiwillig
besuchen können. Vom Kunstprojekt
bis zum gemeinsamen Ausflug reicht
die Palette.
Einen Offenen Kindertreff für Besucher
von sechs bis elf Jahren gibt es jeweils
donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Nur
für Mädchen reserviert ist der Treff an
jedem Freitag von 17 bis 19 Uhr.
»Offener Jugendtreff ab elf Jahren«
heißt es jeweils montags von 15 bis
20 Uhr, dienstags von 15 bis 20 Uhr,
mittwochs von 16 bis 20 Uhr und
donnerstags von 18.30 bis 20 Uhr.
Besucher von 11 bis 15 Jahren sind
willkommen bei der »Disco für Teens«,
die jeweils freitags von 17.30 bis 20
Uhr an folgenden Terminen stattfindet: 20. Januar, 17. Februar, 24. März,
28. April, 19. Mai, 23. Juni, 29. September, 20. Oktober, 24. November
und 15. Dezember. Der Eintritt beträgt
zwei Euro. Die »Weekend-Lounge«
für Besucher ab 16 Jahren öffnet
jeweils freitags von 19.30 bis 22 Uhr
an folgenden Terminen: 13. Januar,
10. Februar, 10. März, 7. April, 12.
Mai, 9. Juni, 22. September, 13. Oktober, 17. November und 8. Dezember.
Gemeinsam kochen und essen können Besucher beim »Dinner für alle«.
Das gibt es jeweils mittwochs von
18 bis 20 Uhr bei einem Kostenbeitrag
von einem Euro: 25. Januar, 22.
Februar, 29. März, 26. April, 31. Mai,
28. Juni, 27. September, 29. November und 13. Dezember.
Auch »Special Events« stehen in 2017
an. Eine Karnevalsdisco für Teens ist
für Freitag, 17. Februar, geplant. Eine
»Maiherz-Werkstatt« gibt es am
Dienstag und Donnerstag, 25. und 27.
April; ein Mädchenwochenende wird
am Samstag und Sonntag, 4. und 5.
März stattfinden.
Weitere Infos:
Kinder- und Jugendtreff
»Altes Rathaus«
Telefon: 02404 65 125
E-Mail: [email protected]
Kinder wollen draußen sein!
»Gesundheitsförderung« hat sich
das städt. Familienzentrum Straßburger Straße schon seit einigen
Jahren auf die Fahne geschrieben.
Dazu gehört eine persönliche,
gesundheitsfördernde Haltung die
auch das Bedürfnis der Kinder
nach ausreichend Bewegung im
Freien berücksichtigt, findet
Marie-Luise Heinrichs, Leiterin der
Einrichtung.
nehmen. Durch die Bewegung in freiem, auch unwegsamen Gelände wie
im Wald bietet sich den Kindern ein
Übungsfeld zur Wahrnehmung der
Möglichkeiten und Fähigkeiten des
eigenen Körpers, so dass auch die
sehr bewegungsfreudigen Kinder zur
Ruhe finden. Denn »Bildung passiert
im Alltag« und sorgt erst durch Neugierde, Spaß und Begeisterung für
nachhaltiges Lernen.
Wie das städt. Familienzentrum
Straßburger Straße den Lebensraum der Kinder durch geplante
Waldtage erweitert
Kaum einer kann sich dem Anblick
entziehen, wenn acht kleine
»Wald(er)forscher« durch das Feld
stapfen und fleißig Äste, Steine und
ähnliches Material sammeln. Dabei
entstehen, mit von der Natur geschenkten einfachsten Dingen, die
tollsten Spiel- und BeschäftigungsideMit diesem fundierten Fachwissen
werden die kontinuierlich stattfinden- en und führen rasch zu schnellen und
eigenständigen Aktionen. Ein Stock
den Waldtage im Familienzentrum
wird plötzlich zum magischen Zauberwieder aktiviert und neu belebt. So
stab, der auf dem Weg liegende Baumlernen die Kinder der Straßburger
stamm wird Hand in Hand von der
Straße spielerisch die Natur kennen,
ganzen Gruppe erklommen, große
sich verantwortungsvoll darin zu
bewegen und Verantwortung zu über- und auch moosbewachsene Bäume
Aus diesem Grund buchte sie im
»Basislager Wissen« für das gesamte
Team eine Fortbildung zum Thema
Waldpädagogik in der Kita. Den Wald
als naturnahen Lebensraum zu erleben
und entsprechende Bildungsangebote
neu zu gestalten, sowie Sicherheitsaspekte und rechtliche Grundlagen zu
berücksichtigen, waren Inhalte des
Seminars.
werden betrachtet und dienen
als Versteck – all diese Erlebnisse im freien Gelände leisten
aufgrund der Förderung von
Selbständigkeit, Kreativität und
Verantwortungsbewusstsein
einen wesentlichen Beitrag für
eine gesunde körperliche, emotionale und soziale Entwicklung
der Kinder. Doch bevor es losgeht
muss einiges beachtet werden:
Den Müll wieder mit nach Hause
nehmen, auf Gebiete, die unter
Naturschutz stehen, achten, nichts in
den Mund nehmen und nichts abpflücken – das sind einige der wichtigsten
Regeln, die die Kinder an ihrem
ersten Waldtag spielerisch erlernen.
den in der Vorweihnachtszeit Futterspenden wie Äpfel, Nüsse, usw.
zusammengetragen und mit Weihnachtspapier verpackt. Diese wurden
dann gemeinsam in den Wald gebracht
und beim gemeinsamen Singen für
die Tiere ausgepackt. Der hübsche
Weihnachtskranz (siehe Foto oben) ist
Danach geht es regelmäßig in Kleinauf einem alten Baumstamm entstangruppen hinaus in die Natur. Rituale,
den, den die Kinder liebevoll mit
wie die persönliche Begrüßung der
Stöcken und Tannengrün sowie FutKinder, angeleitete Spiel- und Wahrterspenden gefüllt haben.
nehmungseinheiten, sowie ein
Abschlusslied, sind wichtig und geben Eine Situation, die von Einfachheit
und Freude geprägt ist und trotzdem
den Kindern Sicherheit und Orientieden Bedürfnissen und Wünschen der
rung beim Aufbruch in den Wald.
Kinder gerecht wird. Und wer weiß
Auch die verschiedensten Gegebenheiten wie das Wetter, die Jahreszeiten schon, was die Waldforscher beim
usw. spielen bei der Durchführung der nächsten Waldtag erwartet...
Waldtage eine wichtige Rolle. So wur- Jedenfalls bleibt es spannend.
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Februar / März
23
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Die Kindertagesstätte St. Castor
ist auf den Hund gekommen
DIE KINDER LIEBEN EMIL
Ein Mittwochmorgen im St. Castor
Kindergarten, es ist 10 Uhr und
nun beginnt die Emil-Zeit. Lana,
Jule, Emilia, Tugce und Nele warten auf ihren liebgewonnenen,
»zotteligen« Vierbeiner Emil. Es
ist mucksmäuschenstill im Bewegungsraum und alle fünf Kinder
schauen gespannt auf die Tür.
Endlich ist er da Emil, der Schafpudel von Besitzerin und Kindergartenleiterin Anja Herten.
Emil ist anfangs etwas aufgeregt,
denn auch er freut sich die Kinder zu
begrüßen und möchte am liebsten
mit ihnen spielen. Einrichtungsleiterin
Anja Herten weiß genau wie ihr Hund
reagiert und daher ist er bei den
ersten Begegnungen noch an der
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Von Birgit Becker-Mannheims
Leine, denn mit seiner Größe kann er
natürlich auch etwas ungestüm sein.
Die Kinder befinden sich bereits in
ihrer ersten Übung. Sie stehen im
Raum wie kleine Bäume verteilt. Emil
darf an ihnen schnüffeln, damit er
weiß mit wem er es zu tun hat und
die Kinder dürfen ihm, so wie sie
möchten die Hand hinhalten oder
leicht durch das Fell streicheln. Spielerisch lernen sie dabei seine Körpersprache kennen. Bei der zweiten
Übung darf Jule die Verlängerung von
Emils Leine halten und im Raum spazieren gehen. Wenn er alle Kinder
begrüßt hat, und wieder ein wenig
Ruhe eingekehrt ist, erfolgt das erste
Kommando von Anja Herten und Emil
sitzt. Es folgen kleine Aufgaben wie
suchen und bringen, denn er mag
24
Februar / März
Bälle und ist ein kleine »Spürnase«.
Den Abschluss bildet ein gemeinsames zu Ruhe kommen auf dem
Boden. »Jedes Kind hat die Möglichkeit, sich Emil in seinem Tempo zu
nähern. Kein Kind muss sich dem
Hund nähern, die Entscheidung liegt
immer bei dem Kind!«
Hund noch die Kinder überfordert
werden. Emil erhält kleine Pausen
zum ausruhen oder zum toben und
die Kinder lernen spielerisch eine
Mensch-Hund-Beziehung aufzubauen.
Emil ist erst ein Jahr alt und daher
natürlich noch sehr verspielt. Den
Anweisungen seiner Besitzerin folgt
er schon recht gut. Ganz gespannt
wartet er darauf was nun kommt,
denn als Belohnung winkt ihm ein
»Leckerchen«. Kleine Aufgaben werden ihm in Zusammenarbeit mit den
Kindern gestellt. Es macht ihm Spaß
und den Kindern auch. Anja Herten
achtet immer darauf, dass weder
Mir als Hundebesitzer wird direkt
warm ums Herz, nicht nur weil man
Emil aufgrund seines zotteligen Fells
direkt knuddeln möchte, sondern weil
es wahnsinnig schön ist, den Vierbeiner in Kontakt mit den Kindern zu
sehen. Ist es nicht ideal bereits in jungen Jahren richtige Verhaltensweisen
zwischen Mensch und Hund zu trainieren und durch beobachten die Körpersprache von Hunden kennen und
deuten zu lernen. Sie erfahren vieles
über seine Bedürfnisse, lernen nebenbei »hündisch« und erweitern ihren
Horizont, auch in ihrer Sprache. Kinder die zu Hause keinen Hund haben,
lernen in der Kita ein respektvolles
und sorgsames Umgehen mit dem
Vierbeiner. Ängstliches Verhalten
muss nicht sein, Unfälle oder Bisse,
die meist durch Unwissen passieren,
könnten vermieden werden.
Tiergestützte Pädagogik ist das Zauberwort. Anja Herten plante fast vier
Jahre bevor sie den Hundekauf realisierte und Schafpudel Emil ein neues
zu Hause bei ihr erhielt. Die erfahrene
Erzieherin besuchte andere Kitas, die
diese Idee schon verwirklicht haben.
Zusätzlich holte sie sich Rat bei
Andreas Ohligschläger vom Revier für
Hunde. Der erfahrene Hundeexperte
konnte ihr wichtige Tipps mit auf den
Weg geben. Zahlreiche Gespräche
führte sie mit dem Leiterteam, dem
Träger und natürlich den Eltern.
»Nach kurzer Zeit standen alle zu
100% hinter meiner Idee,« berichtet
Anja Herten. Übrigens, die Finanzierung trägt sie alleine.
Gute Vorsätze für das neue Jahr?
UMSETZBAR MIT DEN NEUEN ANGEBOTEN DER
VHS NORDKREIS AACHEN
Ein neues Jahr lädt immer dazu
ein, etwas besser als im alten Jahr
zu machen. Dazu setzen sich viele
Menschen ehrgeizige Ziele wie
gesünder leben, sich beruflich verändern bzw. weiterkommen, eine
neue Sprache lernen oder sich
persönlich weiterentwickeln. Die
Volkshochschule unterstützt alle
Nordkreisbewohner/innen bei der
Seit April 2016 ist nun der »allergieUmsetzung ihrer Ziele mit ihrem
freundliche« Hund regelmäßig an
neuen Frühjahresprogramm mit
zwei bis drei Tagen in der Einrichtung. über 500 Kursen und VeranstalSein fester Platz ist im Leitungsbüro,
tungen.
Taburäume sind die Gruppenräume
und die Küche. Die Emilaktion findet
So hat die VHS in die IT investiert und
meist im Bewegungsraum oder drau- die EDV-Räume mit neuen Rechnern
ßen auf einer separaten Wiese statt.
ausgestattet. Dies kommt allen InterSeit der 9. Lebenswoche besucht Emil essierten zugute, die sich bei den
mit seinem Frauchen die Hundeschule Microsoft-Programmen auf den neue»dogs« in Merkstein und er erhält
sten Stand bringen oder sich auch mit
Kontakte mit Artgenossen, die auch
berufsbegleitenden Lehrgängen wie z.
für ihn sehr wichtig sind. Eine zusätz- B. Finanzbuchhaltung fortbilden
liche Ausbildung zum Therapiemöchten. Ein Modul dieses Lehrgangs
Begleit-Hund ist im Frühjahr geplant. stellt u. a. die EDV-gestützte FinanzAnja Herten wird auf jeden Fall diese buchführung mit DATEV dar, die in
Chance wahrnehmen, ob sich Emil
vielen mittelständischen Unternehdazu eignet wird seine Entwicklung
men angewendet wird. Im Bereich
zeigen.
Kommunikation sind auch die Angebote zur Mediation neu, die Impulse
Für das gesamte Kita-Team steht auf für Interessierte und Menschen in
jeden Fall fest: Emil ist eine wahre
Konflikten vermitteln.
Bereicherung im Tagesablauf der Kita. Sollten Firmen eine maßgeschneiderte
Schulung bevorzugen, erstellt die VHS
auf das Unternehmen individuell
zugeschnittene Angebote. Sprechen
Sie uns an!
Neu ist auch die Einführung von Staffelgebühren im Fremdsprachenbereich. Hier zeichnet sich seit langem
der Trend zu Kleingruppenunterricht
ab, um intensiver zu lernen. Die Umwandlung eines Kurses mit geplanten
zehn Teilnehmenden in eine Kleingruppe war immer mit einem großen
Verwaltungsaufwand und weitaus
höheren Gebühren verbunden. Deshalb bietet die VHS den Service der
Staffelgebühren für drei unterschiedli-
entierung in Herzogenrath an. Für
eine Teilnahme ist vorab eine Beratung nötig. Als weiteren Service hat
die VHS feste Beratungszeiten montags 10.00 – 12:00 Uhr und mittwochs 14:00 – 16:00 Uhr in der
Geschäftsstelle Alsdorf eingeführt,
donnerstags von 10:00 – 12:00 Uhr
findet die Beratung in der Geschäftsstelle Würselen im Rathaus statt.
Fotolia
che Gruppengrößen an. Die Kursgebühr wird beim zweiten Termin festgelegt. Also gilt es (wie bei allen Kursen) sich frühzeitig anzumelden, um
Planungssicherheit für alle zu erlangen.
Zur Ruhe kommen, in Balance bleiben,
nachhaltig abnehmen durch Bewegung oder auch Muskeln stärken –
allein im Gesundheitsbereich bietet
die VHS fast 200 Kurse an. Am Samstag, 18.03.2017 findet in der Zeit von
9:00 bis 15:30 Uhr in der Geschäftsstelle Alsdorf ein Tag der Rückengesundheit statt. Hier können Sie ausprobieren, ob Sie Pilates, Yoga, Progressive Muskelentspannung oder
Medical Fitness bevorzugen, um Ihren
Rücken fit zu halten. Unter dem
Motto »Fit in die Sommerferien« kann
in diesem Jahr auch in der ersten
Woche der Sommerferien in einem
eigens dafür eingerichteten Programm trainiert werden. Damit
kommt die VHS dem vielfach geäußerten Wunsch entgegen, die Unterbrechung durch die Sommerpause im
Gesundheitsbereich zu verkürzen.
Im Bereich der Integrationskurse hat
die VHS ihr Angebot verdoppelt und
bietet in Kooperation mit dem TÜV
Nord Integrationskurse mit Berufsori-
Das Jahr 2016 war geprägt durch
kriegerische Konflikte, terroristische
Anschläge, Flucht und Vertreibung.
Das macht Angst und häufig werden
unterschiedliche (religiöse) Weltanschauungen mit den Konflikten verbunden. Die VHS legt dazu eine Vortragsreihe »Wege zum friedvollen
Zusammenleben« auf, in der sie der
Frage nachgeht, wie Liebe und Mitgefühl, in den unterschiedlichen Religionen und Philosophien gesehen, unterstützt und gefördert werden. Denn
uns verbindet mehr als uns trennt.
Auf der Suche nach dem eigenen
Glück bietet die VHS die Reihe »Feel
Good Management« an, die ihren
Fokus auf das richtet, was Menschen
gesund bleiben lässt und glücklich
macht, basierend auf der aktuellen
Glücksforschung.
In diesem Sinne wünscht Ihnen die
VHS Nordkreis Aachen viel Glück, ein
frohes und gesundes Jahr 2017 und
eine erfolgreiche Umsetzung Ihrer
guten Vorsätze.
Unser Programm erhalten Sie in allen
bekannten Auslegestellen. Unser
Semester startet am Montag, 6.
Februar. Sie können sich in allen vier
Geschäftsstellen persönlich oder telefonisch anmelden oder unter
www.vhs-nordkreis-aachen.de.
Das neue
Programm der
VHS Nordkreis
Aachen ist da!
Sie erhalten es kostenfrei in der VHS – Geschäftsstelle
Übacher Weg 36 in Alsdorf, im Rathaus, in der Stadtbücherei
sowie in einigen Buchhandlungen und Apotheken.
Im Internet finden Sie es unter www.vhs-nordkreis-aachen.de.
Hier kann man sich auch sofort online anmelden.
Volkshochschule. Das kommunale
Weiterbildungszentrum
Februar / März
25
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Schneewittchen war
das 1. Stück der
Schabernacks im
Jahr 2003
Ihr seid ein tolles Pubklikum!
Mit einer ganzen Gruppe Kinder ein
Bilderbuch zu lesen ist schwierig,
denn alle möchten die schönen Bilder
im Buch beim Vorlesen anschauen.
Deshalb ist das Bilderbuchkino eine
technik und Zuschauerränge, wo alle und immer wieder gibt es ein bis
wunderbare Lösung. Mit einem Beazwei Lieblingscharaktere bei den Kin- mer werden die Bilder aus dem Buch
Kinder den bestmöglichen Blick auf
dern. Man kann die Freude nicht
die Bühne haben. Unglaublich!
an die Wand projiziert und alle könnachempfinden, wenn man sich nicht nen sie sehen und ihre Kommentare
nach den Vorstellungen selbst unter
Dass das möglich ist, verdanken wir
dazu abgeben. So wird das Vorlesen
die Kinder gemischt hat und miterin erster Linie den Betreibern der
zu einem gemeinsamen, spannenden
Stadthalle, der Herausgeberin des Als- lebt, wie diese entweder begeistert
Erlebnis und die Aufmerksamkeit der
oder schüchtern und zurückhaltend
dorfer Stadtmagazins »undsonst?!«
Kinder ist gewiss!
auf manch eine von uns reagieren.
und dem LionsClub Alsdorf.
Am Donnerstag, 23. März, können
wir ab 16.30 Uhr etwas erleben, denn
Nun aber genug der Sentimentalitäten! der kleine Rabe Socke denkt sich
In diesem Jahr also ein weiteres,
Wir sind bereits voll in den Vorbereibereits unser 15. Märchen frei nach
»Alles erlaubt? Oder immer brav sein,
den Gebrüdern Grimm von der Thea- tungen, die Kindergärten und Schulen das schafft keiner!«
sind angeschrieben! Sollte Ihr Kinder- Der kleine Rabe Socke muss ganz
tergruppe Schabernack!
garten oder Ihre Schule noch nicht zu schnell lernen brav zu sein, denn
unseren Vorstellungen kommen und
Die Entscheidung für unser neues
sonst bekommt er keine GeburtstagsSie aber Interesse daran haben, zögern geschenke! Aber was ist das eigentStück fiel zu Beginn des Jahres auf
Sie nicht, uns zu kontaktieren!
»König Drosselbart«! Und unser alllich: brav sein? Mit diesem Bilderbuch
jährliches Versprechen, dass wir auch
werden wir es vielleicht gemeinsam
Kontakt:
dieses Märchen wieder kindgerecht
herausfinden.
und kurzweilig auf die Bühne bringen, Nicol Niehus
Email: [email protected]
halten wir selbstverständlich auch
Bilderbuchkinos erweitern das WisTelefon: 0151-10970229
2017!
sen, vermitteln Werte, wecken Kreativität - und machen großen Spaß.
An dieser Stelle möchte ich auch gerne …und wer weiß, vielleicht gibt es ja in
einmal ein großes Lob aussprechen.
diesem Jubiläumsjahr noch die ein
Unsere beiden Vormittagsvorstellungen oder andere Überraschung…
sind ja immer den Kindergärten und
Grundschulen vorbehalten. Und wir
König Drosselbart
sind immer wieder begeistert, wie gut
Stadthalle Alsdorf
sich die Kinder »benehmen«. Bereits
im ersten Jahr in der Stadthalle habe
ich die Bedenken einiger Beteiligten
Mittwoch, 06. Dezember 2017
zerstreut, dass wir nach den Vorstellungen erst einmal gründlich den Saal 9:00 Uhr und 11:00 Uhr
aufräumen müssten. Ein paar Papiere
für Kindergärten und
und vielleicht das ein oder andere
Grundschulen
Tempo… Das war alles und so ist es
nach wie vor. Die Kinder sind ein tol18:00 Uhr
les Publikum!
Öffentliche Vorstellung
SCHABERNACK BEREITET SICH AUF DAS
NEUE BÜHNENSTÜCK VOR
Den Abschluss unseres Stückes
»Die Bremer Stadtmusikanten«
haben wir bereits am 17.11.2016
gefeiert. Und nachdem wir die
Vorweihnachtszeit genossen und
die Feiertage sowie den Jahreswechsel gut überstanden hatten,
stürzten wir uns bereits am 04.
Januar in die Vorbereitungen
unseres neuen Stückes.
Dieses Jahr ist für uns ein ganz
besonderes Jahr ist und auch der Aufführungstermin ist ein besonderer: Es
ist sozusagen unsere 15. Spielzeit tatsächlich bringen wir unser 15.
Stück auf die Bühne! Ich glaube,
keine von uns hat in den Anfängen
damit gerechnet, dass wir so lange
»durchhalten«.
Was anfangs aus einer Laune heraus
entstand, hat sich für uns zu einem
großartigen Projekt entwickelt. Erst
recht, seit wir seit 2012 die Möglichkeit haben, unsere Besucher in die
Alsdorfer Stadthalle einzuladen. Für
uns eine tolle Sache, weil wir an
einem Tag komplett durchspielen und
den Auf- und Abbau nicht mehr in
Turnhallen bzw. Mehrzweckräumen
oder einer Schulaula stemmen müssen.
Und wer einmal in einem ausverkauften Saal auf der Bühne steht - auf
den Brettern, die die Welt bedeutender will auch nichts anderes mehr!
Außerdem können wir den Kindern
und natürlich auch unseren großen
Zuschauern in der Stadthalle eine viel
bessere Theateratmosphäre bieten.
Wir haben eine tolle Licht- und TonALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Großes Kino für die Kleinen …
Der kleine Rabe Socke
23. März ab 16.30 Uhr
Strahlende Augen nach der Vorstellung
26
Februar / März
Wir freuen uns auf Euch!
Neues aus der
Stadtbücherei
Karneval der Tiere und jede Menge Maulwürfe:
Viele Vorleseangebote für zwei- bis vierjährige Kinder
Vorlesen und Malen - am 31. März um 16.30 Uhr
Vorlesepatin Keziban Yilmaz liest »Finsterstern und Funkelstein« - eine
Geschichte vom Anderssein
den während des Lesens in das
Geschehen einbezogen und das Vorlesen wird zu einem spannenden
Erlebnis.
Alle Kinder ab 4 Jahren sind herzlich
eingeladen in der Leseecke der Kinderbücherei der Geschichte von »Finsterstern und Funkelstein« zu lauschen. Es ist eine Geschichte vom
Anderssein und wie schwer es ist so
akzeptiert zu werden wie man ist.
Finsterstern leuchtet nicht so schön
Laut der im Dezember 2016 vorgestellten Pisa-Studie setzt sich der Auf- wie die anderen und wird deshalb
ausgelacht. Als er darum auf die Erde
wärtstrend bei der Lesekompetenz
der deutschen Schüler weiter fort und springt, trifft er auf Funkelstein. Der
wird auch gehänselt, aber dann wererreicht ein Ergebnis über dem des
den die beiden Freunde und gemeinJahres 2000. Die Bemühungen der
sam ein wunderbares Team!
letzten Jahre in der Leseförderung
Damit die Kids das Gehörte und ihre
zeigt also Früchte.
Empfindungen auch weitergeben
Die Stadtbücherei Alsdorf wird seit
können, stehen Buntstifte, Wasserfarvielen Jahren bei ihren Vorleseaktionen von ehrenamtlichen Vorlesepaten ben und Zeichenblöcke im Anschluss
an das Vorlesen bereit. Denn jetzt
intensiv unterstützt.
Die Vorlesepatin Keziban Yilmaz wird geht es daran, die vielen Eindrücke
am Freitag, 31. März, um 16.30 Uhr in auf das Papier zu bringen und vielder Kinderabteilung der Stadtbücherei leicht dabei das ein oder andere
(Geschenk-)Bild für Eltern oder GroßAlsdorf eine gemütliche Atmosphäre
eltern zu malen.
schaffen, in der sie Kindern ab vier
Bereitgestellte Materialien sind
Jahren eine Geschichte zum Thema
Freundschaft vorliest. Die Kinder wer- kostenlos.
Seit vielen Jahren ist das Vorlesen
für Kinder ein zentraler Veranstaltungspunkt der Stadtbücherei Alsdorf, denn für Kinder bedeutet Geschichten vorgelesen zu bekommen
nicht nur Spaß, sondern es trägt
auch stark zu ihrer Entwicklung
bei. Ein sehr wichtiger Faktor ist
dabei die Förderung der Lesekompetenz.
SPRACHLOS ?
SCHLAGANFALL ?
alles um das Bilderbuch »Karneval
der Tiere« drehen! In diesem Bilderbuchklassiker sind nicht nur die beiden Affenkinder ganz aufgeregt, auch
die anderen Tiere freuen sich riesig
auf diesen Tag - denn heute wird der
Karneval der Tiere gefeiert. Elefanten,
Löwen, Kängurus - alle sind sie da!
Bilderbücher prägen Kinder und sind
Es wird musiziert, getanzt und einige
ganz entscheidend an der späteren
Tiere führen sogar Kunststücke vor.
Lesekompetenz der Kinder beteiligt.
Für gute Unterhaltung ist also
Ebenso wichtig sind sie für das
Sprachverhalten, denn beim Betrach- bestens gesorgt!
ten der Bilderbücher geben die Kinder Am Dienstag, 28. März, steht der
»Maulwurf im Frühling« im Mittelihre eigenen Empfindungen und
Sichtweisen wieder. Dabei müssen sie punkt. Als er vom Frühlingswetter
und dem lustigen Spiel der Käfer aus
in der Lage sein, sich auf ein Bilderseinem Bau gelockt wird, sieht er ein
buch einzulassen – was bedeutet,
sich auf die Geschichte zu konzentrie- Vogeljunges, das aus dem Nest gefallen ist … und der Fuchs liegt schon
ren und sie zu verstehen.
auf der Lauer. Da muss der Maulwurf
Diese Prozesse beim Betrachten von
natürlich helfen!
Bilderbüchern können die Eltern und
Vorleser unterstützen. In der Stadtbü- Alle Interessierten mit ihren Kindern
cherei Alsdorf gibt es dazu Tipps und von zwei bis vier Jahren sind herzlich
eingeladen.
Methoden.
Bilderbücher haben eine große
Bedeutung für die kindliche Entwicklung, denn durch die unterschiedlichen Buch-Themen wird
der Wortschatz und das Sprachvermögen der Kleinsten erweitert.
An jedem letzten Dienstag im
Monat (außer in den Schulferien) lädt
Manuela Oligschlaeger um 10 Uhr zu
den »Bilderbuchmäusen« ein. Für
zwei- bis vierjährige Kinder wird gelesen und gespielt, natürlich mit jeder
Menge Spaß.
Am Dienstag, 28.Februar, wird
sich, passend zur Karnevalswoche,
Die Veranstaltungen sind
kostenlos und es sind keine
Anmeldungen erforderlich.
Für weitere Fragen steht das
Team der Stadtbücherei telefonisch unter 02404/93950 oder
per E-Mail: [email protected]
alsdorf.de zur Verfügung.
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Februar / März
27
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
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»Tag der Berufsfelderkundung« in Alsdorf
Lernen Sie Ihre Nachwuchskräfte kennen!
Am 4. Mai 2017 können Jugendliche aus Alsdorf beim »Tag der
Berufsfelderkundung« in die Praxis schnuppern: Unternehmen und
Betriebe in Alsdorf öffnen ihre
Türen für Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse und stellen
ihnen Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten vor.
aus der Region aufbauen«,
so Bürgermeister Alfred
Sonders. »Vielleicht sind
schon zukünftige Praktikanten oder Azubis dabei!«
Veranstalter sind die Stadt Alsdorf
und das Bildungsbüro der StädteRegion Aachen. Im Rahmen der LandesinWie sieht ein typischer Arbeitstag,
itiative: »Kein Abschluss ohne Anvielleicht in einem Friseurgeschäft, bei schluss – Übergang Schule-Beruf in
einem Augenoptiker, in einer Anwalts- NRW« sollen Schüler frühzeitig bei
kanzlei, in einer Schreinerei oder in
der Berufs-und Studienorientierung,
einer Druckerei aus? Die Achtklässler bei der Berufswahl und beim Eintritt
schauen den Mitarbeitern oder Ausin Ausbildung und Studium unterzubildenden in den Betrieben über
stützt werden.
die Schulter, stellen Fragen und können zum Beispiel Arbeitsproben herPremiere feierte im letzten Jahr die
stellen. So erhalten sie einen Eindruck Stadt Baesweiler. Der 1. Tag der
von einem bestimmten Beruf und
Berufsfelderkundung war ein Erfolg:
können erste realistische Vorstellun44 teilnehmende Firmen öffneten ihre
gen davon entwickeln, ob er zu ihnen Türen für über 120 Achtklässler, darpassen könnte.
unter waren unter anderem die e-line
GmbH, ein Spezialist für Elektrotechnik und auch das Wohn- und Pflegeheim Burg Setterich GmbH, die in
Kooperation mit dem zur Caritas Trägergesellschaft West zählenden Krankenhaus Linnich, gleich 35 BerufsfeldErkundungsplätze im Bereich Gesundheits- und Altenpflege sowie Verwaltung anbot. Im Vorfeld wurden rund
400 Unternehmen in Baesweiler kontaktiert und entsprechend auf Initiative der Stadt Baesweiler und des Bil»Ich lade Alsdorfer Unter- dungsbüros informiert.
nehmen dazu ein, junge
»Ein positives Beispiel das Nachahmenswert ist«, so Gabriele Jordans
Menschen bei der Berufsorientierung zu unterstützen. vom Bildungsbüro der Städteregion
Aachen. Alsdorf wird in diesem Jahr,
So können Betriebe für ihr die zweite Stadt in der StädteRegion
Unternehmen werben und sein, die aktiv wird und einen Tag der
Berufsfelderkundung anbietet.
Kontakte zu Jugendlichen
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
28
Februar / März
Bisher haben 10 Betriebe fest zugesagt,
ihre Türen am 04. Mai zu öffnen. Damit
sind aber erst 40 Plätze von 300 benötigten Plätzen für die Schüler und Schülerinnen belegt.
Lernen Sie Ihre Nachwuchskräfte kennen!
Gute Gründe warum Unternehmen und Betriebe in
Alsdorf bei der Aktion mitmachen sollten:
• Sie öffnen die Türen Ihres Unternehmens und bauen
Kontakte zu Jugendlichen aus der Region auf.
• Sie lernen Jugendliche kennen, die später Ihre
Praktikanten oder Ihre Auszubildenden werden
können.
• Sie machen Ihre Branche bekannt und stellen
Berufswelt und unterschiedliche Berufsfelder
praxisnah vor.
• Sie beteiligen sich am Aufbau der Zukunftsperspektiven junger Menschen in Ihrer Region.
Machen Sie mit beim »Tag
der Berufsfelderkundung« in
Alsdorf am 04.05.2017!“
Kontakt:
Stephan Müller · Telefon 02404 50378
Email: [email protected]
am 04.05.2017
Stephan Müller vom Fachgebiet Wirtschaftsförderung und Liegenschaften
und Anke Libber vom Fachgebiet
Schulen sind die Ansprechpartner in
Alsdorf. Zahlreiche Kontakte wurden
bereits geknüpft.
Als Unternehmer bieten Sie Schülerinnen und Schülern einzeln oder in kleinen Gruppen einen praxisorientierten
Einblick. Innerbetriebliche Zeitabläufe
werden dabei selbstverständlich
berücksichtigt.
Die Gestaltung eines solchen Tages
und die Betreuung der Schülerinnen
und Schüler kann eine gute Aufgabe
für Ihre Auszubildenden sein. Die
rechtlichen und versicherungstechnischen Bestimmungen für Berufsfelderkundungen entsprechen denen für
Betriebspraktika.
Weitere Informationen zur Berufsfelderkundung und dazu, wie ein
solcher Tag organisiert werden
kann, finden Sie hier:
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Ansprechpartner:
Stadt Alsdorf:
Stefan Müller
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Liegenschaften
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Tel.: 02404 50348
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Februar / März
29
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Wirtschaftsstandort Alsdorf - eine Bilanz
FEV, Cinram, Veda, Cycos AG,
Atesteo, die ehemalige GIF-, GATGesellschaft für Antriebstechnik,
Bohrtec, Serpaco – das sind Namen,
die seit Jahren den Wirtschaftsstandort Alsdorf prägen. Namhafte Firmen, die Arbeitsplätze schaffen. Und doch wird der Standort
Alsdorf zusätzlich auch von vielen
anderen Unternehmen getragen,
die über die Jahre hier gegründet,
angesiedelt oder am Standort
gehalten wurden. »Wir haben in
der Wirtschaftsförderung in den
letzten Jahren auf eine starke Differenzierung gesetzt«, unterstreicht Alsdorfs Bürgermeister
Alfred Sonders, der in Alsdorf auf
Kompetenzfelder wie Automotive/
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
men den sprichwörtlichen roten Teppich aus: »Die Stadtverwaltung und
die stadteigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft Business Park Alsdorf GmbH sind Servicepartner für
heimische Firmen und ansiedlungsinteressierte Unternehmen aus dem InDas Ziel: Weg von der Monostruktur,
um eine stabile Wirtschaft zu gewähr- und Ausland.« Im Rathaus laufen die
Fäden zusammen: »Wir wollen
leisten. Eine Strategie, die Früchte
ansiedlungswillige Unternehmen und
zeigt. »Alle unsere Gewerbegebiete
auch einheimische Firmen abholen,
sind voll«, bilanziert Sonders. »Neue
begleiten und in jeder möglichen HinGewerbeflächen werden jetzt entwi
ckelt, z. B. am Grenzweg. Dabei punk- sicht unterstützen«, erklärt der Verwaltungschef, der die Vermarktungstet Alsdorf mit guten Flächen sowie
mit verkehrsgünstigen Lagen. Das ist aktivitäten vor einigen Jahren neu
sortiert hat: Die damalige städtische
ein großes Plus«, erläutert Sonders.
Wirtschaftsförderungsgesellschaft
Organisatorisch sind die Weichen in
IGA, heute BPA, ist unter dem Dach
Alsdorf auf Wirtschaftsförderung
der Wirtschaftsförderungsgesellschaft
gestellt. Die Stadt rollt für UnternehStädteregion Aachen mbH unter Leitung von Professor Dr. Axel Thomas
neu aufgestellt worden. Prokurist ist
Michael Eßers. Das Ziel: Unbürokratischer Service und intensive Betreuung. So einfach die Formel scheint, so
erfolgreich ist sie doch. Die Akquise
und Vermarktung von voll erschlossenen Industrie- und Gewerbegrundstücken inklusive der Vermarktung
der BPA-eigenen Gewerbeobjekte
läuft bestens. Jungen Unternehmen
werden im Business Park Alsdorf
hochwertige und flexible Büro- und
Antriebstechnik, Informations- und
Kommunikationstechnologie, Life
Science, Produktionstechnik oder
Logistik und vieles mehr verweisen kann.
30
Februar / März
Hallenflächen zu günstigen Preisen
zur Verfügung gestellt. „Die Vermarktung läuft so gut, dass wir auf die
letzten Flächen zulaufen“, bilanziert
Bürgermeister Alfred Sonders. Ein
wichtiges Standbein ist dabei auch
die Bestandspflege. »Alsdorfer Unternehmen, die dringenden Expansionsbedarf haben, lassen wir nicht von
der Stange«, erklärt Sonders und verweist auf das Gewerbegebiet Schaufenberg, in dem verschiedene Unternehmen bereits an- bzw. umgesiedelt
wurden. Am Standort ausgebaut
haben u.a. Firmen wie Eisbär Zimmermann, Tietze und Pozo Medizintechnik. Die Firma APO wurde zurück
nach Alsdorf geholt, die erste Erweiterung in Alsdorf ist auch schon über
die Bühne gegangen. Ein weiteres
Beispiel für erfolgreiche Expansion
am Standort Alsdorf ist die Firma
Dachser. »Seit 2012 haben Gewerbeflächen in einer Größenordnung von
mehr als 100 000 Quadratmetern den
Besitzer gewechselt.«
Für Bürgermeister Sonders steht eine
gezielte Wirtschaftsförderung in der
ganzen Stadt ganz oben auf der
Agenda: »Schlechtes kommunales
Management kann Investitionen
behindern, aber gutes Management
macht sich bezahlt.«
VERKAUFEN
ODER WARTEN?
Tipps zum richtigen Immobilienverkauf
Sollte man jetzt den geplanten Verkauf seines Hauses
oder seiner Wohnung in Angriff nehmen? Diese Frage
stellen sich viele Eigentümer
im Moment angesichts der
hohen Immobilienpreise.
„
D
as kommt auf die Lage
und den Zustand der
Immobilie an“, sagt Lothar
Overhage, Vertriebsleiter
bei der S-Immo, der Sparkassen Immobilien GmbH.
„Wer eine Immobilie in be-
vorzugter Wohnlage besitzt, könnte ein dickes
Plus machen“, erläutert
er. Das gilt sowohl für die
Stadt Aachen als auch für
die eher ländlichen Bereiche der Region.
„Die Preise sind im letzten Jahr gestiegen und
werden das sicher auch
im nächsten Jahr noch
tun. Dabei gibt es ein
paar Grundregeln, die wir
als führender Makler in
der Region empfehlen“:
1. Setzen Sie von Anfang an einen realistischen Preis
fest. Monatelange Verkaufsbemühungen schaden dem
Objekt. Falls Sie unsicher bei der Preisgestaltung sind,
beauftragen Sie einen Makler mit der Einschätzung des
Verkaufspreises, am besten die S-Immo, wir verfügen über
große Erfahrungswerte in der gesamten StädteRegion.
2. Vor dem Verkauf sollten Sie die Immobilie so gut
wie möglich herrichten. Kleine Renovierungsarbeiten können sich lohnen, manchmal steigt dadurch der
Verkaufspreis.
3. Machen Sie mit den Interessenten möglichst separate
Besichtigungstermine und vergewissern Sie sich vorab,
wer Sie besucht. Sie verlieren sonst leicht den Überblick
und können auch nicht mehr nachvollziehen, wer Ihr
Haus besichtigt hat. Fragen Sie einen ernsthaften Kaufinteressenten ruhig nach seiner Finanzierung und wie er
sich das weitere Vorgehen vorstellt. Nur so erkennen Sie,
ob er es ernst meint.
4."VDIXFOO4JFFJOFO,BVÝOUFSFTTFOUFOIBCFOGBISFO
Sie mit Ihren Verkaufsbemühungen fort. Erst wenn der
Notarvertrag unterschrieben ist, haben Sie Ihre Immobilie verkauft.
Lothar Overhage
Vertriebsleiter
www.s-immo-aachen.de
+49 (0) 2405 49800 0
zumeist am Wochenende für wenige
Pfennige Stummfilme an eine improvisierte Leinwand geworfen. Erst im
Jahre 1938 entschloss sich eine Großtante der heutigen Besitzer, ein »echtes« Kino mit 565 Sitzen und Vorführraum daraus zu machen – das Atrium
Theater.
Während des Krieges scheint das
Atrium zwar weiterhin bestanden zu
haben, allerdings lässt sich heute nicht
mehr sicher feststellen, zu welchem
Zweck. Obgleich die langjährige Mitarbeiterin Frau Maria Wild sich sicher
ist »dass die ganze Zeit Filme gezeigt
wurden«, sollen laut Aussage von Leo
Stürtz im Kinosaal »während des
Krieges Lastwagen repariert« worden
sein. Egal, ob nun die LastwagenMechaniker sich hin und wieder ein
Filmchen gegönnt haben oder alle
Kino-Besucher LKW-Mechaniker
waren – auf jeden Fall wurde immer
irgendwie weitergemacht.
Der Cinetower kurz
nach seiner Eröffnung
1997. Foto: Algirdas
Milleris
Als dann nach langer Kriegsgefangenschaft der Vater von Leo und
Willi Stürtz aus Sibirien
zurückkehrte, begann ein
neues Kapitel in der Alsdorfer
Das »Ur-Kino« in der
Rathausstraße
1981 wurde im Gebäude des AtriumTheaters das ursprüngliche »Ur-Kino"
Thalia wieder zum Leben erweckt.
Der Name des Tanzsaales, in dem einst
die allerersten Film-Vorführungen
stattgefunden hatten, wurde nun für
das dritte Kino der Familie Stürtz verwendet. Dieser Zustand - hier Thalia
und Atrium auf der einen, dort das
Gloria quasi am anderen Ende der
Rathausstraße - dauerte noch weitere
acht Jahre an. Im Jahr 1989 wurde jedoch im Gloria Theater die umfassende
Renovierung des Kinosaales notwendig. Zudem waren die wichtigsten Mitarbeiter, Frau Maria Wild und Herr
Joachim Winkelmann, beide seit Jahrzehnten im Gloria tätig, ins Rentenalter
gekommen.
Diese und noch einige andere Überlegungen führten schließlich dazu, dass
sich Willi und Leo Stürtz entschlossen,
alle drei Kinos unter einem Dach nämlich dem des Atrium/Thalia in der
Rathausstraße - zu vereinen. Durch die
20 Jahre Cinetower und
90 Jahre Kinogeschichte
der Familie Stürtz in Alsdorf
Ein Rückblick
Tag für Tag begrüßt die Familie
Stürtz Besucher jeden Alters zu
Filmen und Veranstaltungen verschiedenster Genres - 365 Tage im
Jahr, zum Teil bis spät in die
Nacht. Darauf sind sie stolz. Dabei
versuchen die Betreiber, nicht
irgendein Kino zu sein, sondern
ein Kino mit Gesicht.
Mit einem Tanzsaal mit Lichtspielerlaubnis fing alles an…
Das erste Thalia entstand bereits in den
zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Allerdings konnte damals
noch nicht von einem »richtigen«
Kino gesprochen werden: In einem
zur damaligen Gaststätte in der Rathausstraße gehörenden Saal wurden
Fotos oben: Das Atrium - Außenansicht in den 50er und 70ern,
Foyer und Saal 50er Jahre
Foto links: Ein vertrautes Bild in
den 70er Jahren: die Kinokasse
im Gloria mit der langjährigen
Mitarbeiterin Maria Wild.
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
32
Februar / März
Kinogeschichte: 1952 eröffnete
Herr Stürtz Senior das GloriaTheater an der Albrecht-DürerStraße/Luisenstraße. Waren es zu
Anfang noch harte Holzstühle (596
Plätze), auf denen die Besucher Platz
nahmen, wurden diese später durch
gepolsterte mit wesentlich mehr Sitzfläche ersetzt (396 Plätze).
Zusammenlegung ergaben sich zwangsläufig
neue »Sitz-Verhältnisse«.
Mit der Zusammenfassung dieser drei
Kinosäle in einem Gebäude war es
jedoch nicht zu Ende. 1994 wurde im
bewundern. Der Erfolg dieses Konzeptes ist eindrucksvoll: Im Jahr 1998
war der Tower 7 mit 127.799 Besuchern das erfolgreichste Kino der
Republik von insgesamt 977 Leinwänden in Gemeinden mit 50.000
Einwohnern.«
Die Führung der Filmtheaterbetriebe
Der CINETOWER Kinopark Alsdorf Stürtz war stets geprägt durch die
Mit der Einrichtung des Forums sollte Visionen und Ideen des Leo Stürtz.
die eigentliche Entwicklung des Kino- Mit seinem Gefühl für die Wünsche
park Alsdorf erst beginnen. Es dauerte der Kinozuschauer und der Prämisse,
immer die bestmögliche Technik in
nicht lange, bis sich die Idee herausden Kinos einzusetzen, wurde mit
kristallisierte, am gleichen Standort
bzw. in unmittelbarer Nähe, eine völlig dem CINETOWER ein Ort geschaffen,
neue Art von Kino- und Freizeiterlebnis- welcher sich deutlich von anderen
raum aufzubauen. Wenige Meter von Kinos absetzt. Als großer Innovator
den bisherigen Kinos in der Rathaus- betrat Leo Stürtz mit vielen seiner
Ideen Neuland und galt oft als Vorreistraße entfernt, bot sich der inzwischen
nicht mehr genutzte, alte Wasserturm ter und Vorzeigebeispiel in der Szene.
mitten im Herzen von Alsdorf als ideale Stets an Leo Stürtz Seite war hierbei
seine Frau Ulrike Stürtz, die u.a. mit
Fläche für die Realisierung eines solihrem feinen Gespür für Interieur
chen Projektes an. Gleich von Anfang
deutliche Akzente in der Innengestalan war klar, dass hier auf keinen Fall
»irgendein Multiplex-Kino« entstehen tung der Kinos und der Foyers setzte.
würde. In weniger als zehn Monaten
Seit 2004 wurde der Wirkungskreis
der Familie Stürtz auch auf Aachen
ausgedehnt: nach der Schließung der
UFA-Kinos übernahmen und betrieben sie 9 weitere Säle im Kapuziner
gleichen Haus, in einem zusätzlich
errichteten Anbau, das bis zur Fertigstellung des neuen CINETOWER
modernste Kino in der Region eröffnet:
Das Forum mit noch mehr Komfort
(mehr als 80 cm Beinfreiheit) und
einer hervorragenden Technik.
Kino in Alsdorf in der
dritten und vierten
Generation.
Die Familie Stürtz von
links: Moritz, Leo, Ulrike
und Sebastian Stürtz.
Karree. 2008 folgte die Übernahme des EDEN Palastes in der
Franzstraße in Aachen und Ende 2014
Bauzeit entstand
im Jahr 1997 der »CINETOWER«, der wagten sie sich mit dem CAPITOL an
in der Region - in ganz NRW - in die- ein weiteres Aachener Kino, welches unter Denkmalschutz stehend - zu
ser Form einzigartig ist.
einem weiteren Schmuckstück umgestaltet wurde. Jedoch die »Ur-Kinos« in
Der Geschäftsführer des Verbandes
der Filmverleiher schrieb im Jahr 1999 Alsdorf stehen weiterhin bei der Famian die Familie Stürtz: »Ihr Kinocenter lie Stürtz immer noch in der internen
'Cinetower Kinopark Alsdorf' stellt im Popularität ganz weit oben.
nationalen Vergleich ein äußerst seltenes Gesamtkunstwerk dar. Die gelun- Kino in der 4. Generation
Kinoleidenschaft muss irgendwie in
gene Verbindung historischer induden Genen liegen: Seit 2013 führen
strieller Architektur mit modernen
die beiden Söhne von Leo und Ulrike
Entertainment-Angeboten ist in
Stürtz, Sebastian und Moritz, das
Deutschland nur in zwei weiteren,
erfolgreiche Kinounternehmen nun in
erheblich größeren Städten (...) zu
der vierten Generation in Alsdorf und
Aachen weiter.
Richtfest im zukünftigen Kinosaal des
Forum-Kinos in den 90er Jahren: Manfred Vohsel (heute technischer Leiter
der Kinos (links), daneben Leo Stürtz,
ihm gegenüber Willi Stürtz, mit Gästen
Februar / März
33
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Der Kellersberger Hof
gestern und heute
LAND WIRTSCHAFT, PFERDEPENSION,
GARTEN- & LANDSCHAFTSBAU
Text und Fotos: Rolf Beckers
Das Kellersberger Wappen wurde
2003 vom Kellersberger Bürgerverein
e.V. 1988 restauriert
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Jeder der einmal im schönen
Broichbachtal als Wanderer unterwegs war, hat diese idyllisch
gelegene Hofanlage betrachtet,
hat interessiert durch das offene
Hoftor geschaut oder den großen
Wappenstein neben dem Hoftor
bewundert. Die Rede ist vom Kellersberger Hof unterhalb der
Siedlung Kellersberg unweit der
Straße zwischen Kellersberg und
Alt-Ofden. Wer über den Kellersberger Hof schreibt kommt jedoch
nicht umhin, sich ebenfalls mit
34
Februar / März
schließlich in den Besitz des
Geschlechtes von Gronsfeld-Nivelstein, welches das Anwesen bis zum
Ende des 18. Jahrhunderts hielt. Nach
mehreren Besitzerwechseln ging das
Ausführlich hat sich Albert Kraemer in Schloss 1867 in den Besitz der Famiseinem Buch "Alsdorf - Chronik einer lie von Blanckart über. Theodor von
Blanckart, ein Bruder des Alsdorfer
Stadt" (1958) mit dem Schloss KelBurgherrn Friedrich von Blanckart
lersberg befasst: Im Jahre 1338
erhielt das Schloss Kellersberg im
wurde das "adelige Haus und Gut
Rahmen einer Erbteilung.
Kellersberg" erstmalig schriftlich
erwähnt. 1439 besaß der Wilhelmstei- Auf historischen Karten ist die damalige Lage des Schlosses noch zu finner Burggraf Ritter Heinrich von
Droeten den Hof. Durch Heirat kam er den. Auf der Karte des französischen
der Geschichte des Kellersberger
Schlosses zu befassen, die im Mittelalter beginnt und letztlich tragisch endet.
Einem kleinen Zusatzschild ist zu entnehmen, dass dieser Wappenstein
vom Kellersberger Bürgerverein 2003
restauriert wurde.
Militärgeografen Tranchot von 1805
ist es als rot umrandetes kleines
Rechteck unweit des Broichbachs mit
der Bezeichnung "Kellersberg. Chau."
(= Château) dargestellt. Es lag am
östlichen Ende ausgeprägter Wasserflächen, die sich entlang des Broichbachtals bis zu den Alsdorfer Mühlen
(heute an der B 57) hinzogen. Vom
Kellersberger Schloss, einer imposanten vierflügeligen Burganlage mit
Ecktürmen, existiert noch ein
Schwarz-Weiß-Foto. Vermutlich nach
diesem Foto erstellte der Maler B.
Honneff 1940 ein Gemälde, das hier
abgebildet ist und sich im Besitz der
Familie Klinkenberg befindet.
Der Eschweiler Bergwerks Verein
(EBV) erwarb Anfang des 20. Jahrhunderts die umfangreiche Ländereien der Familie von Blanckert. 1906
begann der EBV mit der Errichtung
der Kolonie Kellersberg I. Im gleichen
Baustil errichtete er unweit des ehemaligen Schlosses den 1907 fertiggestellten Kellersberger Hof, den er verpachtete. Nach verschiedenen Pächterwechseln pachtete ab 1973 die
Familie Klinkenberg das sowohl landwirtschaftlich als auch als Pferdehof
genutzte Anwesen. 2003 erwarb
schließlich die Familie Klinkenberg
den Hof mit den zugehörigen Wiesen
vom EBV. Bereits seit 1996 betreut
der Hof Klinkenberg Kunden im
Bereich Grünflächenpflege und
Schnittarbeiten. 2007 gründeten
Vater Josef und Sohn Karsten Klinkenberg ergänzend einen Garten- und
Landschaftsbaubetrieb. 2010 hat
Sohn Karsten den Betrieb übernommen, den er seit 2014 nach Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft
(KG) gemeinsam mit seiner Frau führt.
Heute betreibt die Firma Klinkenberg
als Familienunternehmen in dritter
Generation auf dem Kellersberger Hof
drei Geschäftsfelder. Da ist zum Einen
der landwirtschaftliche Ackerbau mit
überwiegendem Anbau von Getreide
Das Ende des Schlosses Kellersberg
und Zuckerrüben. Der Hof mit seiner
datiert im Jahre 1897. Eines Nachts
Lage in der reizvollen Landschaft des
brach ein vernichtendes Feuer aus,
Broichbachtals bietet darüber hinaus
das sich rasant ausbreitete. Die
Pferdefreunden Stellplätze für ihre
Bewohner konnten sich gerade noch
rechtzeitig retten. Eine Feuerwehr gab "Vierbeiner" mit Weidegang und
es damals nicht. Nach Augenzeugen- eigenem Reitplatz. Als drittes ist die
berichten brannte das Schloss in drei Sparte Garten- und Landschaftsbau
zu nennen. Wie dem aktuellen Flyer
Tagen und Nächten bis auf die
zu entnehmen ist, kümmert sich das
Grundmauern nieder. Heute erinnert
nur noch ein Wappenstein, der in die "Team Klinkenberg" um alles, was
Außenmauer des heutigen Kellersber- rund um Garten und Grünflächen
ger Hofes eingelassen ist, an das ver- anfällt, wie Anpflanzungen, Gestalschwundene Schloss Kellersberg. Die- tung, Pflasterarbeiten, Pflege sowie
Fäll- und Schnittarbeiten.
sen Stein mit der Jahreszahl 1724
fand der damalige Förster in den
Trümmern eines Stalls des Schlosses.
LANDWIRTSCHAFT & GARTEN-LANDSCHAFTSBAU
Wir kümmern uns gerne
um Ihren Garten!
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Email: [email protected]
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Samstag: 8.00 Uhr - 16.00 Uhr
Februar / März
35
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
15 Jahre Storchengruß
Die Hebammenpraxis in Alsdorf
HEBAMMEN SIND WICHTIGE BEGLEITERINNEN WÄHREND
EINER SCHWANGERSCHAFT
Von Birgit Becker-Mannheims
In der eigentlich »natürlichsten«
Sache der Welt, Schwangerschaft und
Geburt, gibt es immer wieder neues
zu entdecken. Menschen verändern
sich und ebenso ihre Bedürfnisse.
Mittlerweile ist es ganz selbstverständlich, dass Paare bewusst ihre
Schwangerschaft und Geburt gemeinsam erleben. Die Hebamme gehört
selbstverständlich dazu, sie nimmt
sich Zeit und kann mit wertvollen
Tipps unterstützend helfen.
Die Hebammenpraxis Storchengruß in Alsdorf feiert in diesem
Jahr ihr 15 jähriges Jubiläum.
Birgit Capellmann hat die Praxis
vor vier Jahren von Firmengründerin Hanna Kästner übernommen.
Hebamme zu sein war für sie
immer ein Traumberuf!
Mit der Bestätigung: »Herzlichen
Glückwunsch, Sie sind schwanger«,
beginnt für Frauen und Paare eine
spannende Zeit, voller Erwartungen,
Freude und eine Menge an Fragen besonders für Erstgebärende.
268 Tage dauert in der Regel eine
Schwangerschaft bis ein Baby zur
Welt kommt – Zeit, in der sich Mutter
und Kind entwickeln. Neben den regelmäßigen Untersuchungen beim Facharzt und Gynäkologen besteht für die
Frauen die Möglichkeit, parallel eine
Hebamme aufzusuchen. Eine Leistung,
die von den Krankenkassen finanziert
wird. Die Zeiten, in denen Hebammen
lediglich ein Kind zur Welt brachten,
sind vorbei. Heutzutage unterstützen
sie Frauen in der Geburtsvorbereitung,
während der Geburt und sie übernehmen die Nachsorge bei den Patientinnen zu Hause.
Als ich meine Kinder zur Welt brachte,
war es gar nicht so einfach, eine Hebamme zu finden, die idealer Weise bei
der Geburt dabei war und sogar noch
die Nachsorge übernahm. Bei einem
Kind ist es mir gelungen! Besonders
nach der Geburt gut betreut zu werden, halte ich für Mutter und Kind für
sehr wichtig.
Hanna Kästner erkannte den Bedarf
und gründete 2002 die erste Hebammenpraxis in der Broicher Straße in
Alsdorf. In den Praxisräumen wurden
Geburtsvorbereitungs – und Rückbildungskurse abgehalten und in der
Nachsorge wurden die Frauen zu
Hause betreut. Spiel- und Bewegungstreffen mit den Babys kamen dazu.
Die Kurse bei Storchengruß wurden
um Yoga erweitert. Das Angebot
wurde sehr gut angenommen und so
wurden im Laufe der Zeit die Räumlichkeiten in Kellersberg zu klein. Die
Hebammenpraxis zog 2012 in die Luisenstraße 16.
Auf die Frage, warum sie Hebamme
geworden ist, antwortet Birgit Capellmann: Es war immer mein Traumberuf,
mit Menschen zu arbeiten. Hebammen
haben in unserem Gesundheitssystem
immer noch eine Sonderstellung. Sie
arbeiten eigenverantwortlich und
WWW.SPASS-AM-SPRECHEN.DE
• Sprach- und Sprechstörungen
• Stimm- und Schluckprobleme
• LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)
bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
HEBAMMEN
Hilfe
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TRAGEBERATUNG
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
36
Februar / März
Behandlung nach Überweisungen von:
Allgemeinmedizinern, HNO-Ärzten, Kinderärzten,
Neurologen, Zahnärzten, Kieferorthopäden.
LRS-Therapie außerdem über einen Antrag
beim Jugendamt.
Mitglied im Deutschen
Bundesverband für
Logopädie e.V.
Sandra van der Linden · Dipl. Log. (NL) und Team
Luisenstraße 16 · 52477 Alsdorf · Tel. 02404-87403
haben zahlreiche Möglichkeiten der
Beschäftigung.
Nach ihrem Abitur bewarb sie sich
direkt am Luisenhospital zur Hebammenausbildung. In Aachen gab es nur
16 Ausbildungsplätze bei ca. 700
Bewerbungen. Beim ersten Versuch
klappte es nicht, und so absolvierte sie
zuerst eine Krankenpflegeausbildung
am Klinikum, bevor sie im zweiten
Anlauf einen Platz an der Hebammenschule erhielt. Nach bestandener Prüfung arbeitete sie zuerst in der Landesfrauenklinik in Wuppertal und
anschließend in einem Geburtshaus
in Darmstadt. Zahlreiche Babys hat
sie auf die Welt geholt, bevor sie
2012 nach Alsdorf kam, denn »Storchengruß« suchte eine neue Kollegin.
Nach einer sehr angenehmen Einarbeitungszeit offerierte Firmengründerin Hanna Kästner ihr das Angebot,
die Hebammenpraxis zu übernehmen.
Birgit Capellmann war über das Vertrauen, das man ihr entgegenbrachte
begeistert und sagte zu. Das Angebot
mit den jungen Menschen und Paaren
zu arbeiten ist eine sehr erfüllende
Arbeit, bestätigt sie mir.
Zu ihrem aktuellen Team gehören insgesamt 17 Mitarbeiter: zu den drei in
der Praxis voll beschäftigten Hebammen Birgit Capellmann, Sieglinde
Fischbach und Anna Kratz sowie vier
freiberufliche Hebammen gehören noch
eine Heilpraktikerin, Kranken- und
Kinderkrankenschwester, Physiotherapeutin, Fitnesstrainerin und Trageberaterin dazu. Der Hahn im Korb ist
keine männliche »Hebamme«, auch
Geburtshelfer genannt, sondern Rettungsassistent Jürgen Wegener von
der Rettungswache Alsdorf. Seit vielen Jahren leitet er den »Erste Hilfe
Kurs« bei Storchengruß.
Idealerweise sollten sich Frauen ab
der 10/12 Schwangerschaftswoche in
der Hebammenpraxis anmelden. Den
Erstkontakt übernimmt die langjährige Mitarbeiterin Ilona Dassen, die für
alle organisatorischen Aufgaben verantwortlich ist und die Schwangeren
an die einzelnen Hebammen vermittelt. Ab der 26./27. Schwangerschaftswoche beginnt die individuelle
Betreuung der Hebamme und die
Schwangeren kommen dann regelmäßig in die Gesundheitspraxis. Die Hebammen nehmen sich Zeit zur Beratung
und können innerhalb der Vorsorgen,
alle notwendigen Untersuchungen
und CTG-Kontrollen durchführen.
Wichtig ist, so Birgit Capellmann,
dass die »Chemie« stimmt, denn ab
jetzt beginnt eine sehr persönliche
Phase, die über 20 Wochen geht.
Dank neuer Medien, wie Email, SMS
oder What’s App sind die Hebammen
auch kurzfristig mobil erreichbar. Im
Besprechungs- und Untersuchungsraum laden gemütliche Sessel zum
entspannten Sitzen und der angebotenen Akupunktur ein. Im hinteren
Bereich der Räumlichkeiten befindet
sich das Herzstück der Praxis: Zwei
Gruppenräume mit vielen Matten,
Gymnastikbällen und Stillkissen, in
denen Kurse und Seminare stattfinden.
Ein Umkleideraum mit Wickelmöglichkeit steht ebenfalls zur Verfügung.
Sport und Bewegung, Rückbildung,
Fit mit Baby, Yoga für Schwangere,
Spielkurse, Babymassage, Notfallseminare und vieles mehr wird angeboten.
Den Kursbereich könnten man auch,
»kleine Familie auf Zeit« nennen,
berichtet mir Birgit Capellmann. Zahlreiche Paare lernen sich im Geburtsvorbereitungskurs kennen, halten
über das Ereignis hinweg Kontakt
untereinander und mit uns und kommen anschließend zur Rückbildungsgymnastik oder zu den Babykursen
wieder in unsere Praxis. Für uns ist es
eine besondere Wertschätzung, wenn
wir beim Nachtreffen die Paare und
ihren Nachwuchs treffen, sie sehr
dankbar über die Betreuung waren
und beim zweiten, dritten oder vierten
Kind unsere Praxis wieder aufsuchen.
Zeiten ändern sich, so legt der sieben
-wöchige Geburtsvorbereitungskurs
nicht mehr die Atemtechnik in den
Vordergrund, sondern eher die Aufklärung. Es sollen keine Ängste aufkommen, sondern die Frauen/Paare
sollen entspannt der Geburt entgegen sehen. Besonders den Männern
werden wichtige Dinge vermittelt,
damit sie ebenfalls in die aktive Position gehen können.
In der Hebammen und Gesundheitspraxis Storchengruß finden keine
Geburten statt, (es sein denn, ein
Baby hält sich nicht an den Zeitplan
und kommt spontan). Optimal vorbereitet gehen die Frauen in der Regel
zur Geburt ins Krankenhaus.
Wenn die glücklichen Eltern wieder
zu Hause sind, kommen die Hebammen der Gesundheitspraxis wieder
ins Spiel: In den ersten 10 Lebenstagen besuchen sie Mutter und Kind
täglich zur Nachsorge zu Hause, dann
bis zum dritten Lebensmonat in größeren Abständen. Danach bleibt die
Hebamme noch Ansprechpartnerin
und gibt wichtige Tipps oder hilft,
wenn es z.B. Probleme beim Stillen
gibt. Sie schaut sich sowohl die
Wundheilung als auch die Interaktion
von Mutter und Kind an. Eine Leistung, die ebenfalls von der Kranken-
kasse bezahlt wird. Noch immer wissen viele nicht darüber Bescheid und
Schwangere sollten sich frühzeitig um
eine Hebamme kümmern, denn die
meisten sind über Monate ausgebucht. Eine schöne Dienstleistung, die
aber auch viel Idealismus erfordert,
denn für die Wochenbettbesuche gibt
es nur eine pauschale Bezahlung.
In der Gesundheitspraxis ist immer
was los, im Januar gab es einen
großeen Spendentag zu Gunsten des
Ronald Mc Donald s Hauses in
Aachen und im April wird ein Tag der
offenen Tür angeboten. Ebenfalls gibt
es
sehr schöne Seminare
und Workshops wie Homöopathie
und Naturheilkunde, Sprachförderung
oder zum Beispiel das Geschwisterdiplom.
Geboren werden mit der Hilfe einer
Hebamme, ein schönes und sicheres
Gefühl für Mutter und Kind. Wir können froh sein, dass es sie gibt!
WALTRAUD BOSTEN / STEUERBERATERIN
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Februar / März
37
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Serie in »undsonst?!« - Teil 3
Musikstrumente
Ihr Ton, ihre Faszination,
ihr Preis. Und was man
alles mit ihnen
machen kann
Von Joachim Peters · Fotos: fotolia
Vo m m a j e s t ä t i s c h e n
K l a n g i n » Lo h e n grin« und »Aida« bis
h i n z u J a z z - I m p rov i s a t i o n e n u n d Fe s t zelt-Tänzen
schen Mittelalter durften sich nur
Adlige einen Trompeter halten. Um
1700 bildete sich die Unterscheidung
heraus zwischen Militärtrompetern,
die zum Alarm und zu Signalen in der
Schlacht bliesen, und den technisch
beschlageneren »Stadttrompetern«,
den späteren Orchester-Trompetern.
Unter Johann Sebastian Bach wurde
die Trompete ein virtuoses Instrument. Der »Siegeszug« der Trompete
als unverzichtbares Instrument im
Opern- und Sinfonieorchester nahm
seinen Lauf. Nach und nach begannen die Komponisten der Klassik und
Romantik, der Trompete wichtige
Melodien anzuvertrauen. Richard
Wagner, der immer auf der Suche
nach neuen Instrumentenklängen
Geschichte der Trompete
Schon in der Antike galt die Trompete war, verwendete die Trompete häufig
als Aristokrat unter den Instrumenten. in seinen Opern: an exponierter Stelle
vor allem im »Parsifal«, im »LohenDie alten Ägypter schrieben ihre
grin« und - in Form der eine Oktav
Erfindung dem Gott Osiris zu. Die
tiefer spielenden Baßtrompete - im
römischen Legionen waren stolz auf
»Ring des Nibelungen«. Giuseppe
ihre Kriegstrompeten. Im europäiOb beim großen Tusch zur Ankündigung des nächsten Bütten-Asses
oder zur Bekräftigung des Publikumsapplauses nach einer gelungenen Pointe, ob zum Aufspielen
zum Ball nach einer Sitzung oder
zur stimmungsvollen Untermalung
der großen Umzüge in der »fünften Jahreszeit«: die Trompete, hier
auch »Fanfare« genannt, ist als
Instrument allgegenwärtig im
Karneval. Das ist aber nur eine
und saisonal bedingte Facette der
Einsatzmöglichkeiten eines Instrumentes, das man in vielerlei Hinsicht als »majestätisch« bezeichnen kann.
www.cranen.de
Kompetenz am
Bau seit 1946
Verdi setzte dem Instrument in der
ägyptisierenden Oper »Aida« mit der
Fernklang-Wirkung der speziellen
»Aida-Trompeten« ein Denkmal.
Richard Strauss, Claude Debussy und
Maurice Ravel nutzten die vielen verschiedenen Tonschattierungen der
Trompeten. Komponisten von Sinfonien schrieben und schreiben meist
für drei Trompeten-Stimmen. Es gibt
bemerkenswerte Ausnahmen: So sieht
Igor Strawinsky in seinem naturmystischen Werk »Le sacre du Printemps«
fünf Trompeten-Stimmen vor. Neben
dem Einsatz in sinfonischen Orchestern winkt den Mädchen und Jungen, welche Trompete erlernen, auch
der Einsatz in reinen Blasorchestern,
die spezielle Blasmusik und Arrangements klassisch-sinfonischer Musik
einstudieren. Wem eher der Jazz im
Blut liegt als sinfonische oder Militärmusik, für den ist das Erlernen der
Trompete ebenfalls ein lohnendes
Unterfangen. Technisches Können
Seit
mehr als
70 Jahren
Kompetenz
am Bau
gepaart mit solistischer Improvisationsgabe zeichnen den reifen JazzTrompeter aus. Große »Jazzer« wie
vor allem Louis Armstrong haben die
Möglichkeiten der Trompete im Tonumfang wie in der Tonqualität voll
ausgeschöpft. Neben Armstrong fallen einem in der Geschichte des Jazz
neben Namen wie Miley und Williams
beispielsweise auch Bix Beiderbecke,
Charlie Shavers, Dizzy Gillespie und
Miles Davis ein.
Technik der Trompete
Bis zum Ausgang der Mittelalters bis etwa zum Jahr 1500 - war das
Instrument aus der Familie der Blechbläser gestreckt - z.T. bis mehr als
zwei Meter lang! - und daher für den
Bläser sehr unhandlich. Bis ins 19.
Jahrhundert war sie ein Naturhorn,
das nur eine beschränkte Anzahl von
Tönen hervorbringen konnte. Dann
bekam der Trompeter durch den Aufsatz von drei Ventilen (Druckknöpfen)
BRANTS-DESIGN · ALSDORF · FOTO: FOTOLIA
Die Trompete
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
38
Februar / März
die Möglichkeit, die Länge der Rohre
zu verändern. Auf diese Weise konnte
er alle Töne der chromatischen Skala
hervorbringen. Mit den mittleren drei
Fingern der rechten Hand drückt er
die Ventile. Mit der linken Hand hält
er das Instrument in seiner Lage und
bedient eine kleine Stimmklappe. Die
wiederum hilft, bestimmte Töne in
ihrer Stimmlage zu halten. Es gibt
Töne, die der Trompeter mittels einzelner Ventile und Ventil-Kombinationen erzeugt. Andere, die höher sind
als diese Grundtöne (H, B, A, As, G,
Fis), erzeugt er durch Verengen der
Lippen und stärkeres Blasen. Die Kontrolle der Lippenmuskeln vor der Tonerzeugung nennt man den "Ansatz"
des Trompeters. Die Trompete ist
sowohl für rasche Läufe und schnell
wiederholte Töne wie für sangbare,
lange und langsame melodische Linien. Manchmal wird dabei das Instrument "offen", dann wieder bei
Bedarf mit einem vorgehaltenen
Dämpfer (ein birnenfömriger Pflock
aus Holz oder dünnem Metall)
gespielt. Der macht den Ton weich
und verändert mitunter seinen Klang.
Er kann den Ton wechselweise einem
weichem Echo-Klang anähneln oder wenn er stark angeblasen wird - eine
durchdringende und zuweilen etwas
unheimliche Wirkung entfalten.
sten Westen in den äußersten Osten«
Alsdorfs - zum Blasorchester St. Jakobus Warden. Ihm gehörte er rund
Besuch bei einem Trompeter
Nach all dem, was ich aus Musiklexi- zweieinhalb Jahrzehnte angehörte
und dort
ka, Opernführer und Jazzbuch zum
Thema »Trompete« recherchiert habe, hatte er
besuche ich einen erfahrenen Trompe- in
Franz
ter, der aus eigenem Erleben das
BekGeschriebene ergänzen kann: Hanskers
Josef Mingers aus dem Alsdorfer
einige
Stadtteil Busch. Der 1958 Geborene
weitere
kam schon früh im Elternhaus mit
Jahre seinen
Musik in Berührung, sein verstorbener Vater Josef war begeisterter Chor- zweiten Trompetenlehrer. Von
sänger. Die frühe Liebe des Jungen
aus unserer ersten »Fernseh-Genera- Adaptionen klassischtion« gehörte aber der Trompete: »Als sinfonischer Werke über
Operetten-Ouvertüren,
ich James Last, Roy Etzel und Nino
von Tanzmusik auf FestzelRossi (mit Il Silentio, d. Red.) spielen
ten und geistlicher Musik in
sah, wollte ich auch die Trompete
Messen und bei Prozessioerlernen!« Auch Bruder Klaus Mingers von der KG Prinzengarde weckte nen lernte Mingers, der auch
heute noch in kleinen BläserHans-Josefs Begeisterung, als dieser
1964 erstmals das Fanfarenkorps der Formationen unterwegs ist, die
ganze musikalische Bandbreite der
Alsdorfer Karnevalisten hörte. Ein
Trompete kennen.
weiterer prägnantes Erlebnis war
dann 1971 ein Besuch gemeinsam
mit den Eltern bei den Broichbachta- Mingers: »Mitte der 70-er Jahre
bekam ich meine erste eigene Tromlern, dessen Trompeter Fritz Scheer
Hans-Josefs erster Lehrer wurde. 1974 pete, die damals 1.400 Mark kostete.
Das war eine schöne Zeit und ich rate
zog es den Buscher Mingers auch
jedem Trompetenbegeisterten, die
dank neuer Mobilität durch sein
erstes Mofa musikalisch »vom äußer- Begeisterung auch zu leben«. Wobei
das Erlernen der Trompete ein paar
Dinge voraussetzt: etwa unverzichtbar eine gute Lungenfunktion und
nicht zu dicke Lippen, denn die könnten den «Ansatz« erschweren. Es gibt
allerdings musikalische Naturtalente,
die diesen Mangel kompensieren.
»Der Spitzname »Satchmo« für Louis
Armstrong bedeutet: dicke Lippe«,
lächelt Hans-Josef Mingers und nennt
damit zum Abschluss unseres Gespräches ein weiteres Idol seiner
Jugendjahre.
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Februar / März
39
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
FREUEN SIE SICH AM 12. MÄRZ AUF DIE
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WIR ZEIGEN IHNEN DIE NEUESTEN FRÜHJAHRS- UND SOMMERTRENDS: MODE,
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Veranstalter: »undsonst?!«, Alsdorfer Stadtmagazin und Autohaus Gohr
Zum 6. Mal findet das Event in unserer Stadt statt und zum 5. Mal in der
besonderen Location an der CarlZeiss-Straße. Neuste Frühjahrs- und
Sommermode, Sportmode für jedes
Alter, Brillen, Taschen, Schuhe, Accessoires, Hochzeitsfloristik,
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festliche
Mode, Frisuren und die neusten Automodelle werden von den Hairstylisten
und Modegeschäften aus Alsdorf,
Würselen und Aachen im Autohaus
gekonnt in Scene gesetzt - wie immer
präsentiert von Modells aus der Region im Alter zwischen 10 und 82
Jahre.
Seit zwei Monaten sind wir in der
Planung, damit Sie liebe Leser und
Leserinnen, diese besondere Modenschau in Alsdorf genießen konnten.
Wir freuen uns darüber, dass sich 15
Unternehmen gemeinsam vorstellen
und Ihnen einen kleinen Querschnitt
aus Mode und Styling zeigen.
In zwei Modeläufen, um 14 und 16
Uhr zeigen wir frische modische Neuheiten, entspannen Sie bei einem
Glas Sekt und kleinen italienischen
Häppchen, zubereitet vom Ristorante
& Pizzeria Pinocchio
Gespannt warten wir auf den März.
Der Winter liegt dann hoffentlich hinter uns und das Frühjahr und Sommer
vor uns. Zeit für neue Mode und Sommertrends.
Das Alsdorfer Stadtmagazin „undsonst?!“ als Veranstalter mit dem
weiblichen Organisationsteam Susi
Meyer und Bärbel Kaiser und natürlich Hausherr und Mitveranstalter
Alexander Gohr ermöglichen ein
modisches Highlight, das für die
Zuschauer kostenlos ist.
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
40
Februar / März
Mit unserer Modenschau unterstützen wir seit Jahren »Heimat Shoppen«, denn hier vor Ort einkaufen
lohnt sich und macht Spaß. Probieren
Sie es aus!
Eintritt frei!
Mit dabei sind:
Diana Noll – Mode Elvira
Erika Reinartz – Reinartz en Vogue
Andrea Rehder – etwAs andeRs
Frank Rauscheid – Sportsfreund
Silvia Schmitz – Männermode Lürken, Würselen
Monika Schmitz-Sturm – LaStrada Brautmoden, Aachen
Marion Reckate – Blumen Reckate
Bärbel und Jürgen Baumanns – Leder Baumanns
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Bettina Hilgers – Friseur Falk
Thomas Groschupp – Figaro Groschupp
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Alexander und Tobias Gohr – Autohaus Gohr
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WENN DIE KINDER
INS AUSLAND GEHEN
Folge 1
Im Land der langen weißen Wolke
ANNE BLASS TOCHTER LENKA LEBT SEIT FÜNF JAHREN IN
NEUSEELAND - SCHWERE ZEITEN FÜR DAHEIMGEBLIEBENE
Von Marion Moretti
18.734,25 km Luftlinie trennen Anne
Blass von ihrer Tochter Lenka – da
ist ein spontaner Besuch schlecht
möglich! Seit inzwischen fünf Jahren lebt Annes Tochter mit ihrem
Mann Stefan sowie der kleinen
Alma auf Neuseeland. Geplant war
das nicht, als Lenka, damals 30
Jahre alt, sich gemeinsam mit
ihrem Freund Stefan Richtung Südpazifik aufmachte. Sie hatte gerade ihr Germanistikstudium in
Aachen abgeschlossen, und der
Biologiestudent Stefan hatte in
Aussicht gestellt bekommen, im
Rahmen seines Promotionsstudiums mit einem Stipendium in
Brasilien forschen zu können –
begleitet von Lenka. Das wäre
dann »nur« gut 9.000 km entfernt
gewesen – aber das geplante Projekt kam nicht zustande, vielmehr
die Möglichkeit eines Stipendiums
in Neuseeland für drei Jahre...
Stefan und Lenka waren begeistert
über diese Perspektive, und in Annes
Freude mischte sich darüber hinaus
Erleichterung. Schließlich ist Neuseeland (New Zealand nennen es die
Engländer; Aotearoa die Maori,
Ureinwohner des Landes), ein demokratisches, stabiles Land, von englischer Kultur geprägt, für seine Naturschönheiten und Weite bekannt.
Voller Vorfreude wurden die umfangreichen Vorbereitungen getroffen;
damit auch Lenka für die Dauer des
dreijährigen Studienaufenthaltes ihres
Freundes in Neuseeland bleiben durfte,
haben die beiden erst einmal geheiraten (was nicht nötig war, allerdings
sollten Freunde ihre langjährige Beziehung bestätigen - so sahen es die
Visabestimmungen vor). Daneben
wurde fleißig Englisch gepaukt, die
erforderliche Sprachprüfung stellte
hohe Anforderungen, das war bekannt.
Nicht zu vergessen das amtsärztliche
Gesundheitsattest, das beide beizubringen hatten. Weiterhin musste der
gemeinsame Haushalt aufgelöst werden, mehr als das übliche Fluggepäck
konnte nicht mitgenommen werden
in die Ferne. Nicht nur im Haus von
Anne und Manfred wurde so aller-
hand aus der Aachener Wohnung von
Tochter und Schwiegersohn untergestellt, auch Stefans Eltern übernahmen Mobiliar etc. mit der Perspektive,
in drei Jahren würde wieder alles
abgeholt werden... Endlich waren die
aufwändigen Vorbereitungen erledigt,
hatte die neuseeländische Botschaft
die Visa für das junge Paar erteilt und
es konnte losgehen nach Dunedin,
auf der Südhälfte des Inselstaates
gelegen – neben den beiden Hauptinseln im Norden und im Süden gehören noch zahlreiche kleinere Inseln zu
Neuseeland.
Oft wird Neuseeland als »grüne Insel«
bezeichnet, nicht nur der Weite des
gering besiedelten Landes wegen,
sondern auch um der einzigartigen
Vegetation willen. Der Inselstaat liegt
Ihr erstes gemietetes Wohnhaus auf der Peninsula von
Dunedin
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
42
Februar / März
geographisch recht isoliert im südlichen
Pazifik, Australien als nächstgelegener
Kontinent ist mehr als 1.500 km von
der neuseeländischen Küste entfernt,
und so hat sich dort eine einzigartige
Artenvielfalt entwickeln können. Es
gibt Tiere und Pflanzen zu bestaunen,
die nur auf Neuseeland zu finden sind
– endemisch – wie die Fachleute es
nennen; das Vorkommen ist auf ein
bestimmtes geographisches Gebiet
beschränkt. 85% aller Pflanzen kommen nur auf Neuseeland vor. Ein spezielles Ökosystem hat sich dort entwickeln können, da ursprünglich keine
Landsäugetiere auf der Insel siedelten
– lediglich zwei Fledermausarten, so
dass sich vor allem Vögel ausbreiten
konnten, insbesondere flugunfähige
Vögel wie der auch bei uns bekannte
Kiwi (nicht mit der Frucht zu verwechseln!).
Zurück zu den beiden: Mit dem Allernötigsten ausgestattet - neben Kleidung waren das vor allem Bücher begann im Januar 2012 das große
Abenteuer. Dunedin ist heute die zweit-
größte Stadt der Südinsel Neuseelands,
in der einstmals größten und reichsten
Stadt des Landes wurde 1869 mit der
University of Otago die erste Universität Neuseelands gegründet.
Zunächst kamen sie in einer kleinen
Wohnung provisorisch unter, ehe sie
dann ihr eigenes Domizil beziehen
konnten. Wie geplant, arbeitete Stefan
an seiner Doktorarbeit, nach Aushilfsjobs hatte auch Lenka eine Anstellung
als Lehrerin im German Department
der Universität gefunden. Die beiden
lebten sich zunehmend ein, schwer
war es nicht, wie Anne beschreibt,
das Leben, die Menschen in Neuseeland sind gesellig, locker und aufgeschlossen. Dazu die abwechslungsreiche, vielfältige Natur, und das
Meer ist auf der ganzen Insel nicht
weiter als 150 km entfernt, Dunedin
selbst liegt direkt am Meer. Surfen ist
dort Volkssport, in der
Mittagspause eine
Runde auf dem Surfbrett zu drehen ist
nichts Ungewöhnliches. Aber nicht
ohne entsprechende Kleidung, auf der
Südinsel liegt die Lufttemperatur im
Sommer durchschnittlich zwischen 17
und 19 Grad. Hier herrscht ein Klima
- dem von Irland ähnlich - wechselhaft, häufig windig, aber wenn es
regnet, scheint auch schnell darauf
wieder die Sonne, und es kann angenehm warm werden. Demgegenüber
ist die Witterung auf der nördlichen
Insel vergleichbar mit der in Spanien,
Zitronen und Orangen gedeihen
prächtig dort, eine angenehme Wassertemperatur lädt auch zum
Schwimmen ein.
Lenka und Stefan mit Tocher Alma
vor ihrem Haus in Dunedin in Neuseeland
Lenka und Stefan abgereist, die ganze
Aufregung hatte sich gelegt, und
Anne berichtet über ihre Traurigkeit
damals, wie sehr sie die beiden vermisste. Jetzt wurden die Familienfeste
im kleineren Kreis gefeiert, vorher
hatten die beiden vergleichsweise
»um die Ecke« in Aachen gewohnt...
Ein kleiner Trost zunächst: Dank Email können alle unkompliziert und
schnell Kontakt miteinander aufnehmen – wenn Anne immer auf posWie bereits erwähnt, Anne freute sich talische Antwort warten müsste, nicht
»für die Kinder« und deren Vorfreude, auszudenken! Inzwischen ist das
Kommunikationsequipment um »Skype«
hatte sich eifrig an den Vorbereitungen beteiligt, es gab so viel zu tun, zu erweitert worden – kostenloses Bildorganisieren. Dann waren
Anne und Manfred auf der steilsten
Straße der Welt (lt. Guinessbuch) Baldwinstreet in Dunedin
Typische Häuserzeile in Dunedin
Februar / März
43
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Catlins am Nugget Point
Milford Sound, Fjorde im Westen
Mooncraters auf der Nordinsel
Vulkansee in Waimangu
telefon über Internet sozusagen.
Dafür ist Anne besonders dankbar,
schließlich kam am 4. Januar 2014
Alma zur Welt und machte sie zur
Oma. So können Anne und Manfred
zumindest ein bisschen Anteil nehmen
am Leben ihrer kleinen Enkeltochter
dort in der Ferne. Die Post wird aber
weiterhin in Anspruch genommen –
Anne ist auf der Poststelle schon
bestens bekannt, so viele »Care-Pakete« hat sie dort schon aufgegeben
mit dem, was Lenka aus der Heimat
vermisst: Deutsche Schokolade und
vor allem auch Käse ist schon exportiert worden, Lakritz aus den Niederlanden, Cremes – und jetzt natürlich
ganz viel für Alma, insbesondere Bilderbücher sind gefragt. Dabei ist die
Ein- und Ausfuhr von Waren gar nicht
so einfach, der neuseeländische Zoll
ist sehr streng in dieser Hinsicht.
Anne und Manfred
hatten schon früh den Plan gefasst,
baldmöglichst selber nach Neuseeland zu reisen, Ende Februar 2013
sollte es soweit sein. Eine solche
Reise muss gut vorbereitet und langfristig geplant sein. Schon während
der Reisevorbereitungen von Lenka
und Stefan hatte Anne begonnen,
sich intensiv über Neuseeland zu
informieren. Jetzt recherierte und
plante sie, gemeinsam mit ihrem
Mann, den großen Tripp. Sie bereitete
sich wirklich gut vor – schon Monate
vor der geplanten Abreise waren ihre
Koffer gepackt! Für die beiden war das
die erste Flugreise überhaupt, Kommentar der Angestellten im Reisebüro: »Der erste Flug im Leben und
dann gleich ans Ende der Welt«!
Sie war beschwerlich und langwierig,
diese Reise – Zwischenstopps in
Dubai und Bangkok; riesige, unübersichtliche Flughäfen, darin
Anne und Manfred mit
ihrem bescheidenen Schulenglisch... Zwar hatten beide
gleich nach Abreise von
Lenka einen Englischkurs an
Robert Engb
erg from Alba
ny
Foto oben: Neuseeländischer
Fächerschwanz, Foto rechts:
Seelöwen in den Catlins einem häufig besuchten Ausflugziel
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
44
Februar / März
typische Farnwälder
Moaraki Boulders
der Volkshochschule absolviert, aber
das half ihnen dort wenig, »es war
unübersichtlich, einfach schrecklich«,
fasst Anne diese Erfahrung zusammen. Ein weiterer Stopp fand in
Australien statt, ehe es von Brisbane
aus am nächsten Tag endlich weiter
ging nach Neuseeland. Landung in
Christchurch, wo sie eine Nacht im
Hotel verbrachten. Am nächsten Morgen bestiegen sie den Bus nach
Dunedin. Anne weiß nicht mehr
genau, wie lange die Fahrt gedauert
hat, 3 bis 5 Stunden vielleicht, aber
an die weite platte Landschaft kann
sie sich noch erinnern, und wie langweilig sie ihr erschien. Da kannte sie
noch nicht die Vielfalt, die Neuseeland in so vieler Hinsicht zu bieten
hat und die auch sie beeindruckt hat.
Zwei Monate haben sie dort verbracht, »die Natur ist unglaublich«,
immergrüne Vegetation, Urwaldwälder, Artenvielfalt von Pflanzen und
Tieren, dann das Meer, Buchten und
Strände reihen sich aneinander – so
viel fast unberührte Natur haben sie
gesehen auf ihrer Reise.
die Welt ein bisschen kleiner geworden – zum Glück für Anne und Manfred und die kleine Alma... Diese fragt
inzwischen auch schon nach Oma
Anne und Opa Manfred, schließlich
kennt sie die beiden gut. Es ist ein
festes Ritual, jeden Donnerstag zur
selben Uhrzeit wird per Skype (d.h.
mit Bild und Ton über den Computer)
kommuniziert, und sie können Alma
beim Singen und Spielen beobachten
– ehe sie sie dann endlich im nächsten Jahr 2018 wiedersehen können.
Aber so eine Reise muss nicht nur gut
geplant sein, sie ist auch ganz schön
teuer, ca. 1.500,- Euro nur für den
Flug pro Peron muss erst einmal aufgebracht werden...
Aber die Reise wird auf jeden Fall
stattfinden – so schnell kommen die
Kinder nicht zurück aus der Ferne,
Lenka und Stefan haben sich entschlossen, einen Antrag auf permanente Aufenthaltsgenehmigung zu
stellen.
Dank E-mail konnte auch ich Kontakt
mit Lenka aufnehmen und ihr meine
Fragen stellen, denn ich bin neugierig,
direkt von ihr mehr über Neuseeland
Während wir uns unterhalten, geht
und seine Faszination zu hören. Es ist
eine Nachricht bei Anne ein,
aber sie weiß, dass diese nicht typisch für Neuseeländer, dass sie viel
reisen – viele von ihnen sind Einwanvon den Familienmitgliedern
derer oder Nachkommen von ihnen
in Neuseeland kommt,
und besuchen gern die alte Heimat in
schließlich ist es bei einem
Zeitunterschied von 12 Stun- Europa – und vermieten während dieser Zeit ihr Haus. Lenka und Stefan
den jetzt dort noch mitten in
haben gern davon Gebrauch gemacht
der Nacht. So gut wie täglich
wird kommuniziert zwischen und haben ihre neue Heimat erkundet.
Lenka schreibt mir, dass ihr Wohnort
Alsdorf und Dunedin: Sprache, Fotos, Nachrichten, alles Dunedin ihr bereits sehr gut gefällt,
sie schwärmt von den wunderschönen
kann dank der modernen
Stränden ringsum, umgeben von üppiTechnik so schnell übermittelt werden – auf diese Art ist ger Vegetation, »all dem Grün«.
Unberührte Küstenregenwälder, genauso wie
die Kauriwälder mit ihren riesigen Bäumen,
imposante Naturimpressionen.
»Aramoana« ist ein Lieblingsstrand ganz in
der Nähe, im Norden der südlichen Insel
gehören die Golden Bay und Marlborough
Sounds zu ihren Lieblingsorten. Die Nordinsel
können sie nur gelegentlich besuchen, schließlich dauert allein die Überfahrt mit dem Schiff
drei Stunden, und so kann sie ihren Lieblingsstrand Bay of Plenty nur selten besuchen,
ebenso ihre Lieblingsstadt Wellington.
Und dann die Tierwelt! Meeressäuger, die
man ab und an von der Küste aus sieht, häufig Pinguine und Seelöwen – »wie süß« würden meine Kinder sagen… Dann der »fantail«, Fächerschwanz, ein grauer Vogel mit
weißen Schwanzfedern, groß wie ein Spatz,
der sich auch in die Hausgärten wagt und es
liebt, Aufmerksamkeit zu erregen. Dazu
macht er Geräusche, fliegt in kurzen, akrobatischen Kreisen herum, ehe er dann seinen
Schwanz auffächert. Ein possierliches
Geschöpf, scheint mir…
Neben der Natur fühlt sich Lenka auch von
der freundlichen, hilfsbereiten Art der Neuseeländer angetan, die Lebensweise ist recht
entspannt, weniger reglementiert, insgesamt
weniger Bürokratie – man kann umziehen
und muss sich nicht ummelden. »She’ll be
right« - es wird schon irgendwie hinhauen,
und alles geht wirklich immer auf die eine
oder andere Art und Weise. Sehr kinderfreundlich ist dieses Land, ein ganz wichtiges
Kriterium nach der Geburt von Alma, dazu
die große Sicherheit, es gibt kaum Gewalttaten, auch das Fehlen jeglicher Atomkraft
beruhigt Lenka, überhaupt die gesünderen
Lebensbedingungen mit wenig Umweltverschmutzung und ökologischen Problemen. Kinder können sich ständig draußen
aufhalten, ohne Problem barfuß herumlaufen. Hinzu kommt, dass die Erwachsenen dort
Kinder deutlich schätzen und respektieren,
das finde ich persönlich sehr positiv. Aber
natürlich ist auch Neuseeland nicht perfekt,
nicht mehr das grüne Paradies, für das es
sich gerne ausgibt, auch hier fehlt es an ausreichendem Umweltbewusstsein in Lenkas
Augen. Und natürlich vermisst sie ganz
besondere Vorzüge ihrer Heimat in Deutschland: Das gute Essen in den erschwinglichen
Aachener Restaurants, insbesondere im Studentenviertel.
Es gibt Momente, in denen sie Heimweh verspürt, denn man ist trotz der herzlichen Aufnahme immer in der Fremde, unterscheidet
sich nicht nur in der Muttersprache, durch
den Akzent, sondern auch in der Mentalität,
und das ist nicht immer leicht. Lockeres Miteinander ist die eine Seite, man kann es auch
mehr Unverbindlichkeit nennen. Die Uhren
ticken anders auf Neuseeland, wunderbar,
um vom stressigen Deutschland Abstand zu
gewinnen, abzuschalten, und auf jeden Fall
ist dieses Land immer eine Reise wert.
Nicht ohne Grund ist dieses Land für Aus-
wanderer ein Traumziel, das »viele Sehnsüchte in uns
Menschen weckt«, so formuliert es Lenka. Aber es
hat auch seine Schattenseiten, und die »deutschen
Wurzeln« machen es nicht unbedingt einfacher (man
ist nicht immer nur cool…), sich hundertprozentig zu
integrieren. In Deutschland etwa sind die behördlichen Formalitäten einheitlich geregelt, in Neuseeland
unterliegen sie häufiger der Willkürlichkeit. Deutsche
Sicherheit und Zuverlässigkeit kann man nicht in
Neuseeland erwarten – aber manchmal genauso nervende bürokratische Pedanterie…
Auch das Einhalten von Verabredungen genießt nicht
unbedingt absoluten Stellenwert. Überhaupt Freundschaften, die lassen sich hier bei all der Lockerheit
nur schwer schließen, auch eine Mentalitätsfrage?
So wohl sich Lenka fühlt, »man bleibt auch immer
irgendwie der Fremde«- sie vermutet, dass dies eine
universelle Erfahrung von Auswanderern ist. Natürlich vermisst sie die Familie und die Freunde in der
Heimat, und hat sie mal das Heimweh gepackt, sie
hat ihr Heilmittel gefunden: Ein ausgiebiger Strandspaziergang, der ihr deutlich vor Augen führt, wie
paradiesisch sie lebt!
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DAS NEUE JUGENDPROJEKT DES
FREIWILLIGENZENTRUMS ALSDORF
Mach mit! Tu, was Du kannst!
Das Freiwilligenzentrum Alsdorf
(FWZ) hat in Kooperation mit dem
ABBBA e.V. und der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf ein
Jugendprojekt zur Initiierung
ehrenamtlicher Einsätze für
Jugendliche entwickelt: »Mach
mit! Tu, was Du kannst«. Mit Hilfe
dieses Projektes können Jugendliche der GHG ab März 2017 ehrenamtliche Arbeit in gemeinnützigen Einrichtungen und Projekten
leisten.
Ziel ist es, Jugendlichen der Klassen
8–12 ein dreimonatiges Engagement
fördern, sondern bietet den Jugendlichen auch enorme Entwicklungsmöglichkeiten. Durch die aktive Partizipation und das Gestalten ihres sozialen
Der Einsatz pro Woche soll dabei ca.
Umfeldes, können Sie Verantwortung
2 Stunden dauern. Das freiwillige
Engagement erfolgt in Einrichtungen für andere Menschen oder ein geund in Projekten der Kinder-, Jugend- meinnütziges Projekt in der Stadt
übernehmen. Dies dient zum einen
und Familienbetreuung, der Flüchtlingsarbeit, in der Behindertenhilfe, in der Gemeinschaft, hilft aber auch die
Kindergärten und Horten, oder in der eigenen Stärken und Schwächen kennenzulernen um sich auf das bevorSeniorenbetreuung (u.a.). Eine Liste
möglicher Einsatzstellen kann im FWZ stehende Berufsleben vorzubereiten.
Natürlich sind eigene Ideen und
eingesehen werden.
Initiativen für gemeinnützige TätigkeiBürgerschaftliches Engagement ist
ten ebenfalls sehr willkommen. Sprenicht nur wichtig um den sozialen
chen Sie uns an!
Zusammenhalt zu erhalten und zu
in einer gemeinnützigen Einrichtung zu
ermöglichen.
Das Projekt wird während der Laufzeit durch das FWZ begleitet, d.h. es
werden regelmäßige Treffen der Teilnehmenden stattfinden und ein
Erfahrungsaustausch durchgeführt.
Am Ende des jeweiligen individuellen
Einsatzes erhalten die Schüler im
Rahmen einer Abschlussfeier ein Zertifikat über ihren Einsatz. Der Einsatz
kann in Eigeninitiative fortgesetzt
werden.
Kontakt:
Regionaler Caritasverband Aachen
Freiwilligen-Zentrum Alsdorf
Otto-Wels-Str. 2b Luisenpassage
52477 Alsdorf
Tel.: 02404 599 59 14
[email protected]
www.freiwillig-in-alsdorf.de
oder im ABBBA-Stadtteilbüro
Tel. 02404 599 59 0
QUARZ Quartier-Selbstlernzentrum
Alsdorf-Mitte
richtungen und Organisationen in der
Luisenpassage oder auch außerhalb
genutzt werden. »Wir wissen, wie
wichtig es oft für unsere Zielgruppen
ist, erst mal in einer vertrauten Umgebung und möglichst mit vertrauten
Personen gemeinsam lernen zu können«, erklärt Dr. Joußen. Daher kann
das Selbstlern-Zentrum auch in Alsdorf-Mitte »auf die Reise« gehen.
Aber auch Selbst-Lernen will organisiert sein.
selbst. »Das Angebot des QUARZ
Quartier-Selbstlern-Zentrum in AlsdorfMitte richtet sich zurzeit vor allem an
Flüchtlinge und andere Zuwanderer
mit sehr geringen oder geringen
Deutschkenntnissen«, so Dr. Wolfgang
Joußen vom B-PLAN Büro für sozialwissenschaftliche Analysen und PlaSelbstlernen bedeutet, dass jeder selbst nungen, der das Selbstlern-Zentrum
wählen kann, wann er/sie lernen möch- eingerichtet hat. Aber auch für das
Selbstlernen braucht man eine kurze
te. Auch den Zeitpunkt, den Umfang
Einweisung in die Nutzung. Mitarbeiund - wenn gewünscht - gemeinsam
terinnen und Mitarbeiter von Organimit wem, bestimmt man selbst. Im
sationen und Einrichtungen sowie
Selbstlern-Zentrum QUARZ finden
keine Kurse statt, es gibt keinen »Leh- ehrenamtlich Tätigen in Alsdorf, die
renden« oder Vortragenden, sondern mit Flüchtlingen und anderen Zuwangelernt wird einzeln oder gemeinsam derern arbeiten, werden daher zurzeit
mit selbst gewählten Lernpartnern und in die Arbeit mit dem Selbstlern-Zenmit besonderen Lernprogrammen am trum in Alsdorf-Mitte vom Projektteam eingeführt.
Computer, die in mehreren Sprachen
Das Selbst-Lern-Zentrum QUARZ im
durch den Lernprozess (Deutsch, Eng- Das QUARZ - Quartier-Selbstlern-Zenkleinen Seminarraum der Luisenpassage verfügt über vier Computerarbeits- lisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, trum Alsdorf-Mitte ist auch mobil, d.h.
die vier Computer und die LernproFarsi) führen. Und auch Prüfungen
plätze und bietet die Möglichkeit,
gramme können bei Bedarf in den
deutsche Sprachkenntnisse zu erlernen gibt es im Selbstlern-Zentrum nicht.
Arbeitsräumen der verschiedenen Einund vorhandene zu verbessern. Auch Der Lernende überprüft sein Wissen
Interessierte können sich daher beim
Projektträger B-PLAN Dr. Joußen,
Telefon 0176 84 58 35 53,
E-Mail: [email protected],
oder im ABBBA-Stadtteilbüro über
Nutzungsmöglichkeiten des Selbstlern-Zentrums in Alsdorf-Mitte informieren.
Weitere Informationen sind dazu
auch in Kürze auf der Projektwebseite
www.allesindermitte-alsdorf.de, die
zurzeit überarbeitet wird, verfügbar.
47
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
m Rahmen des Projekts »MITTENDRIN – Teilnahme und Teilhabe in
Alsdorf-Mitte verbessern« (Projektträger: Caritasverband für die
Regionen Aachen-Stadt und AachenLand e.V. in Zusammenarbeit mit
SkF Sozialdienst katholischer
Frauen Alsdorf e.V, dem KAB
Diözesanverband Aachen e.V. und
dem B-PLAN Büro Dr. Joußen), das
vom Ministerium für Arbeit und
Soziales des Landes NordrheinWestfalen im Programm »NRW
hält zusammen« gefördert und in
Kooperation mit ABBBA e.V. durchgeführt wird, ist in der Luisenpassage jetzt auch Selbstlern-Zentrum
eingerichtet worden.
über Deutschland und die Kultur(en)
in diesem Land kann man/frau sich
unterstützt durch spezielle Lernprogramme informieren. Aber auch Informationen und Einblicke in das Arbeitsleben in Deutschland stehen hier zum
Selbstlernen zur Verfügung.
Februar / März
TERMINE VOM 01.02. – 15.04. 2017
e.V.
A
B
B
B
A
QUARTIERSMA
A
B
WWW.ABBBA.DE
LSDORFER
ILDUNGS
ALLGEMEINE ANGEBOTE
Alsdorfer
Bildungs
Beratungs und
Begleitungs
Angebote
Ab sofort ist unsere neue
Homepage online unter
www.abbba.de
ABBBA-Treff / Bürgercafé in der
Luisenpassage
Öffnungszeiten 11 –15 Uhr
Mittagstisch:
montags-donnerstags
von 11.30–14.30 Uhr
Speiseplan unter:
www.abbba.de
Täglich auch wechselnde vegetarische Gerichte im Café zu
erfragen oder unter
Tel. 02404 599 59 59
Anni’s Strickcafé
Immer freitags ab 14.00 Uhr im
ABBBA-Treff
Herzlich willkommen sind alle Strickund Häkelfreunde, Kaffeetrinker und
auch sonst jeder, der Lust auf eine
gute Zeit hat.
Ansprechpartner: Anni Kohls,
Leitung Strickcafé
Claudia Press, ABBBA-Treff
Tel. 02404 599 59 59
Ursula Siemes, Leitung Quartiersmanagement ABBBA e.V.
Tel. 02404 599 59 0
Ehrenamtscafé
jeden letzten Dienstag im Monat
vormittags 10 Uhr:
28.02., 28.03., 25.04.2017
ABBBA-Treff/Bürgercafé, Luisenpassage
Mittwoch 18 Uhr:
22.02., 26.04.2017
Freiwilligenzentrum, Luisenpassage
Tel. 02404 599 59 14
im Stadtteilbüro, Kosten der Einsätze
bitte bei der Projektleitung erfragen
Tel. 02404 599 59 16 oder Mobil:
0177 32 01 362
Stadtteilbüro, Luisenpassage
Ehrenamtliche Flüchtlingspaten
für Flüchtlingsfamilien und alleinstehende Flüchtlinge
Sprechstundentermine bitte erfragen
Tel. 02404 599 oder Mobil: 0163 60
77 439
Stadtteilbüro, Luisenpassage
(Ehrenamtliche Familienpaten siehe
»Familie«)
Freiwilligenzentrum
Informations- und Beratungsstelle für
bürgerschaftliches Engagement
dienstags 9 –13 Uhr
mittwochs 13 –17 Uhr
donnerstags 9 -13 Uhr
und nach vorheriger Terminabsprache
Tel. 02404 599 59 14
Weitere Ehrenamtler sind willkommen
Laufende Angebote:
Treffpunkt Papierkram
Anlaufstelle für alle Menschen aus
Alsdorf, die Unterstützung bei Anträgen,
Briefen, Behördenpost, bzw. Informationen zu weiteren Hilfen benötigen
mittwochs 14.30–16 Uhr
Babbelcafé
Im Freiwilligenzentrum treffen sich
Menschen unterschiedlicher Kulturen
und tauschen sich aus zu Alltagsfragen.
So wird Deutsch praktisch geübt und
verbessert, Kontakte werden geknüpft
und Informationen weiter gegeben.
Jeder ist herzlich eingeladen.
montags 11.30–13.30 Uhr
Deutschkurse auf Nachfrage
Tandemberatung (Sprachaustausch):
Jeden ersten Mittwoch im Monat
12 – 14 Uhr
Ehrenamtlicher Dolmetscherdienst
Sprechstunde für Menschen aus AlsTel. 02404 599 59 14
dorf, die einen Dolmetscher benötigen Stadtteilbüro und Freiwilligenzenoder Interesse haben zu dolmetschen trum, Luisenpassage
Sprechstundentermine siehe Aushang
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
48
Februar / März
(Jugendmigrationsdienst und JutE
siehe »Jugend und junge Erwachsene«)
Frauen stärken, in und für
Erwerbsarbeit
Frauencafé:
Gesprächskreis für Frauen
Die Gesprächsrunde für Frauen greift
individuelle Themenwünsche der
Teilnehmerinnen auf oder nimmt
Bezug auf gesellschaftliche, kulturelle
oder politische Themen.
donnerstags 10 –11.30 Uhr
Tel. 02404 955 08 06
Erwerbslosenberatung:
montags 8.30–11.30 Uhr
Maike Stöver
Anmeldung unter 0241/51000755
oder 0241 51 00 08 36
Coaching für Kompetenz- und Potenzialentwicklung
Andrea Kriescher
Anmeldung 02404 95 508 06
Teil- und Tauschring
Saliha Akashmou
Tel.: 02404 955 08 05
dienstags 10 –14 Uhr
mittwochs 14 –17 Uhr
donnerstags 12 –14 Uhr
Interkulturelle Begegnung:
mittwochs 15 -16.30 Uhr
Anmeldungen hierzu bitte im Teilund Tauschring zu den Öffnungszeiten. Die Teilnehmerzahl für die Angebote ist begrenzt.
Mieterschutzverein Beratung
Sprechstunde
dienstags 13 –16 Uhr
Termine nach Vereinbarung unter Tel.
0241 94 97 90
Seminarraum II, Luisenpassage
KoKoBe
Offene Beratung für Menschen mit
geistiger und Mehrfachbehinderung,
deren Angehörige und Betreuer
donnerstags 15 – 19 Uhr:
außer 23.02., 16.03., und 23.03.
Informationen unter:
Tel. 02404 67 46 77
Seminarraum II, Luisenpassage
Gesprächskreis für Angehörige
von Menschen mit Demenz
Jeden zweiten Montag im Monat
Informationen unter:
Tel.: 02404 90 32 780
Seminarraum I, Luisenpassage
Lotsenberatung
für Menschen mit Behinderungen
bzw. chronischen Erkrankungen
Offene Sprechstunde
freitags 10 –12.30 Uhr: 03.02.,
17.02., 03.03., 17.03., 31.03.,
28.04., 12.05. und 26.05.2017
Tel.: 02404 67 73 41
oder Mobil: 0179 23 48 005
Seminarraum II, Luisenpassage
Erste-Hilfe-Kurse
samstags 8.30–16.30 Uhr
Tel.: 02434 92 61 66
Seminarraum I und II, Luisenpassage
Selbsthilfegruppe für Krebskranke
jeden zweiten Donnerstag ab 15 Uhr
Tel.: 0151 10 10 62 01
ABBBA-Treff/Bürgercafé, Luisenpassage
Kurse vom Helene-Weber-Haus
Autogenes Training (Nr. 53009)
ab Montag, 20.02, 06.03., 13.03.,
20.03., 27.03. und 03.04.2017 von
19 –20 Uhr
Nähkurs für Anfänger und Fortgeschrittene (Nr. 560115 + 560116)
ab Freitag 20.01.2017 von
17:45 -20 Uhr ( 5x wöchentlich)
ab Freitag 10.03.2017 von
17:45 – 20 Uhr (5 x wöchentlich)
Infos und Anmeldung unter
Tel.: 02402 955 60
Seminarraum I, Luisenpassage
NAGEMENT
B
B
E R AT U N G S
UND
E G L E I T U N G S A N G E B OT E
KINDER, JUGENDLICHE UND FAMILIE
JUNGE ERWACHSENE
KINDER, JUGENDLICHE UND
JUNGE ERWACHSENE
KochBar Kochkurse
Kochkurs für Jugendliche mit den
Streetworkern
dienstags 15 – 17 Uhr
Findet teilweise auch in den Ferien
statt, genaue Termine bitte erfragen
Tel. 02404 599 59 59
ABBBA-Treff/Bürgercafé, Luisenpassage
Jugendmigrationsdienst –
Beratung für junge Menschen im
Alter 12-27 Jahren
Flüchtlingsberatung ohne Altersbeschränkung
Offene Sprechstunde
dienstags 14 – 17 Uhr
oder Termine nach Vereinbarung
Tel. 02404 599 59 14
Stadtteilbüro, Luisenpassage
Beratung und Begleitung von
begabten und hoch begabten
Kindern im Elementarbereich
Termine unter Tel.: 02404 24 850
Stadtteilbüro, Luisenpassage
Schüler-Jobbörse
Offene Sprechstunde
Jeden ersten Mittwoch
im Monat 10 – 12 Uhr
Jeden dritten Mittwoch
im Monat 13 – 15 Uhr
Stadtteilbüro, Luisenpassage
Tel. 02404 599 59 0
Offener Kinder- und Jugendtreff
K.O.T. (Kleine offene Tür)
montags-donnerstags 14.30 – 19 Uhr
freitags 14.30 – 17 Uhr
ABBBA-Treff, Luisenpassage
Tel. 02404 599 59 22
JutE (Jugend trifft Erfahrung)
Mentorenprogramm für Grundschulkinder
Offene Sprechstunde
dienstags 9 – 13 Uhr;
mittwochs 14 – 17 Uhr
Tel. 02404 599 59 14
Stadtteilbüro, Luisenpassage
SENIORENFRÜHSTÜCK
Seniorenfrühstück
donnerstags von 9 – 11 Uhr
ABBBA-Treff / Bürgercafé in der Luisenpassage
Projektpartner:
Verein zur Förderung der Caritasarbeit im Bistum Aachen e.V. · Diakonie
Ev. Kirchengemeinde Alsdorf · eva e.V. · Jugendhilfeverein
VorOrt e.V. · Katholischer Arbeiternehmerbewegung (KAB) Aachen
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SKF)
Verantwortlich für den Inhalt: Quartiersmanagement des ABBBA e.V.
Fotos auf den ABBBA e.V. Seiten: Archiv ABBBA e.V. · fotolia
Gefördert durch:
FAMILIEN
Entwicklungspsychologische
Beratung für Eltern von Säuglingen
und Kleinkindern
Offene Sprechstunde
dienstags 10 – 12 Uhr
Tel.: 02404 599 93 0
ABBBA e.V. Stadtteilbüro, Luisenpassage
Zugehende Beratung
an der Europahauptschule
mittwochs an der Europahauptschule
donnerstags 10 –18.30 Uhr
Termine nach Vereinbarung,
Tel.: 02404 599 93 0
ABBBA e.V. Stadtteilbüro, Luisenpassage
Café Kiwi (Kinder willkommen),
Britta von Oehsen, Elli Gaudenz
Tel. 02404 599 5923
Luisenpassage:
Müttercafé
Für Mütter mit Kindern bis 3 Jahre
dienstags und donnerstags 9 – 12 Uhr
Refugees Spielgruppe
Spielgruppe für Flüchtlinge
Für Eltern mit Kindern bis 6 Jahre
dienstags und donnerstags 14–16 Uhr
Mütter-Baby-Treff
Für Schwangere und Mütter mit
Kindern bis zu einem Jahr
montags 14 – 16 Uhr
Babymassage
Für Babys ab einem Alter von ca.
4 Wochen, montags 9.30 – 11 Uhr
20.02., 06.03., 13.03., 20.03., 27.03.
Anmeldung im Beratungszentrum
der Diakonie, Tel. 02404 94 95 0
Löwinnenherz
Begleitung und Unterstützung für
geflüchtete Mütter
(kostenloser Workshop)
6 Termine 9 – 11 Uhr
im großen Seminarraum des ABBBA e.V.
18.01.
Frauenrechte
25.01.
Kinderrechte
01.02.
Konfliktfreie Erziehung
08.02.
Kindergarten und Schule
15.02.
Gesundheit und
U-Untersuchungen
22.02.
Schwangerschaft und
Geburt
Kontakt und Informationen
Ansprechpartnerin Farnaz Ben Attou
mobil 0172 201 98 10
mail [email protected]
FAMILIENPATEN
Ehrenamtliche Unterstützung für Familien
Lisa Trümper-Loogen
Tel. 02404 599 59 16 oder Mobil 0163 60 77 439
Haben Sie weitere Fragen? Dann melden Sie sich bei uns.
Quartiersmanagement des ABBBA e.V. im Stadtteilbüro
in der Luisenpassage in der Otto-Wels Str. 2b, 52477 Alsdorf
Öffnungszeiten:
montags bis donnerstags in der Zeit von 10 – 15 Uhr
Telefonisch erreichen Sie uns unter 02404 599 590
Sie erreichen uns auch per Email:
Ursula Siemes: [email protected]
Claudia Kopp: [email protected]
Februar / März
49
Homepage: e
www.abbba.d
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
ABBBA
e.V.
QUARTIERS –
MA
NAGEMENT
A
B
- B
LSDORFER
ILDUNGS
E R AT U N G S
UND
B E G L E I T U N G S A N G E B OT E
NEU IM ABBBA-TREFF DES ABBBA E.V.
ANNI’S STRICK-CAFÉ »NADEL + CO«
»Selbst gestrickt« sind diese wunderschönen, bunten Maschen. Ein Farbtupfer im grauen Wintereinerlei. Und so
wurde aus einem heiteren Gespräch
die Idee geboren: Wir eröffnen ein
Strick-Café im ABBBA-Treff in der Luisenpassage.
Anni Kohls, eine Alsdorferin mit Leib
und Seele, die bereits seit zwei Jahren
jede Woche, das Team des ABBBATreffs als ehrenamtliche Helferin mit
»Stricken ist meine Leidenschaft«, so Rat und Tat beim Seniorenfrühstück
sagte es Anni Kohls mit einem Lächeln unterstützt, leitet das Strick-Café und
im Gesicht, als sie von der Quartiers- freut sich riesig über ihre neue Aufgamanagerin Ursula Siemes beim Senio- be. Und ob man es glaubt oder nicht,
vier Alsdorferinnen sind schon mit
renfrühstück im ABBBA-Treff gefragt
vollem Eifer bei der Sache und im
wurde, wo sie denn diesen schönen
Strick-Café dabei.
Pullover erworben hätte.
In gemütlicher Atmosphäre zusammensitzen und dabei der Kreativität mit
der Nadel freien Lauf lassen, das ist
eine Bereicherung für Alsdorf-Mitte ,
da sind sich Anni Kohls und Ursula
Siemes sicher.
Freies Stricken oder falls gewünscht
auch Häkeln für alle die, die die Kunst
mit der Nadel schon beherrschen oder
es erlernen wollen - damit auch sie
nadelsüchtig werden.
Herzlich willkommen sind alle Strickfreunde, Kaffeetrinker und auch sonst
jeder, der Lust auf eine gute Zeit hat.
Das erste Strick-Café fand am Freitag,
06.01.2017 ab 14.00 Uhr im ABBBATreff in der Luisenpassage, Otto-Wels-
Str. 2b, 52477 Alsdorf-Mitte statt.
Jeden Freitag ab 14.00 Uhr freuen
sich Anni Kohls und Ursula Siemes
über Ihren Besuch.
Kommen Sie vorbei, wir freuen uns
auf Sie!
Ansprechpartner:
Anni Kohls
Leitung Strick Café im ABBBA-Treff
Claudia Press ABBBA-Treff
Tel.: 02404/59959-59
Ursula Siemes
Leitung Quartiermanagement
ABBBA e.V.
Tel.: 02404/59959-0
Familienpatenschaften des SkF Alsdorf e.V.
FAMILIENPATENSCHAFTEN SIND EIN
UN KOMPLIZIERTES,
KOSTENLOSES ANGEBOT
DES SKF ALSDORF FÜR
FAMILIEN, DIE NACH
ENTLASTUNG IM
TRUBE LIGEN
FAMILIENALLTAG
SUCHEN:
• Weil sie als Eltern noch sehr
jung sind und jemanden in
Erziehungsfragen an ihrer Seite
haben möchten.
können sich darauf verlassen, dass
sie einfühlsame und engagierte Paten
kennenlernen, die ihnen auf gleicher
Augenhöhe begegnen.
• Weil sie als Alleinerziehende/r
einen Ansprechpartner für die
Alltagssorgen suchen oder sich
eine »Ersatz-Oma/Opa« für ihr/e
Kind/er wünschen.
• Weil sie sich als ausländische
Familie sprachliche Förderung
für ihre Kinder wünschen.
Familienpaten sind engagierte
Menschen, die:
• Zeit verschenken ( 2-3 Stunden
in der Woche)
• tolerant und kontaktfreudig
sind
• Freude am Umgang mit Kindern
haben
• das Herz am rechten Fleck
haben
• zuverlässig und verbindlich Termine einhalten
• Lebenserfahrung haben
• bereit sind, die Schweigepflicht
zu achten und
• ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
Der SkF Alsdorf e.V. bringt Familien
und Paten zusammen. Die Familien
Wenn Sie eine Familienpatenschaft
wünschen oder selber Spaß und Inter-
• Weil sie mit mehreren kleinen
Kindern keine Zeit mehr zum
Verschnaufen finden.
• Weil es keine Unterstützung
durch Großeltern oder Nachbarschaft gibt.
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
50
Februar / März
esse an solch einer Aufgabe haben,
nehmen Sie gerne Kontakt auf!
Ihre Ansprechpartnerin freut
sich auf Sie:
Lisa Trümper-Loogen
Otto-Wels-Str. 2b (Luisenpassage)
52477 Alsdorf
02404/ 5995915 oder
0163 607 74 39
[email protected] skf-alsdorf.de
Folge 15
Mühlengeschichten
Text und Fotos:
Rolf Beckers
Rimburger Mühle
Die
Mühlen an
UNTERWEGS ZWISCHEN
Zweibrüggener Mühle
In den Ausgaben
1-2015 und 12016 des Stadtmagazins »UND
SONST?!« wurden
die heute noch im
Gebiet der StädteRegion Aachen
aufzufindenden Gebäude der früher zahlreichen Wassermühlen an
der Wurm vorgestellt. Jetzt geht
es in den Kreis Heinsberg. Die nun
folgende Fortsetzung befasst sich
mit dem Flussabschnitt zwischen
Rimburg und der Geilenkirchener
Innenstadt. Fundstellen zur Erkundung dieses Streckenabschnitts
sind erneut Historische Karten,
insbesondere des 19. Jahrhunderts, sowie verschiedene so
genannte Heimatkalender des
Kreises Heinsberg bzw. des früheren Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg.
Von den zahlreichen Wassermühlen
im Kreis Heinsberg sind inzwischen
ebenfalls einige Gebäude ganz verschwunden, an anderen ehemaligen
Mühlenstandorten sind jedoch noch
Wohn- oder Nebengebäude erhalten.
Manchmal weist der Name auf die
frühere Funktion hin, an zwei Standorten ist noch ein Wasserrad zu
sehen. Auf dem nun beschriebenen
Abschnitt der Wurm wurde mit Wasserkraft im Wesentlichen Korn
gemahlen bzw. Öl gepresst. Getreidemühlen waren bis etwa 1800 in der
Regel so genannte Bannmühlen, in
deren Bannbezirk die Bauern verpflichtet waren, ihr Getreide an einer
festgelegten Mühle mahlen zu lassen.
Eine Besonderheit im Kreis Heinsberg
waren die umfangreichen Maßnahmen zur Wurmregulierung und Begradigung zwischen 1962 und 1973, verbunden mit dem Abbau von Mühlteichen und Mühlengräben sowie mit
der Neueinfassung des Flussbetts der
Wurm. An einigen Stellen steht das
frühere Mühlengebäude somit mehr
oder weniger weit entfernt vom heutigen Flussverlauf. In den letzten Jahren sind einige Abschnitte der Wurm
jedoch dereguliert worden.
Die hier aufgeführten früheren Wassermühlen lassen sich gut im Rahmen
einer Radtour entlang der Wurm
erkunden. Nachfolgend werden diese
Mühlenstandorte in Fließrichtung –
von Süd nach Nord – beschrieben:
1 Rimburger Mühle
In Höhe Rimburgs bildet die Wurm
die Staatsgrenze zwischen Deutschland und den Niederlanden. In Höhe
des Schlosses auf deutscher- und des
Ortes Rimburg auf niederländischer
Seite befinden sich die zwei gegenüberstehenden ehemaligen Wassermühlen. Die erste urkundliche Erwähnung der damals zum Schloss gehörenden Mühle datiert aus dem Jahre
1543. Das Mühlengebäude auf deutscher Seite mit Bauteilen aus dem 18.
Mühle am Gut Eichenthal
Frelenberger Mühle
Mühle zu Hom
ehemaligen
der Wurm
RIMBURG UND GEILENKIRCHEN
Jh. wurde Anfang des 19. Jh. errichtet
und dient heute zu Wohnzwecken.
Von den ursprünglichen zwei Wasserrädern sind heute nur noch Reste
eines Rades zu sehen. Die Mühle auf
der niederländischen Seite war eine
Ölmühle. Das Gebäude wird heute
ebenfalls als Wohnhaus genutzt.
2 Zweibrüggener Mühle
Bereits im Jahre 1450 soll hier eine
Wassermühle gearbeitet haben, während die heute als Wohnhaus genutzten und ansehnlich sanierten Gebäude im 18./19. Jh. errichtet worden
sind. Die nach der Wurmregulierung
1974 stillgelegte Mühle soll ursprünglich drei Wasserräder besessen haben,
die zwei Mahlstühle und eine Ölpresse antrieben. Das vom Weg entlang
der Wurm gut sichtbare Mühlrad
wurde von den Besitzern 2002 angebracht. Es ist derzeit das einzige
restaurierte Wasserrad entlang der
gesamten Wurm.
3 Frelenberger Mühle
Das verfallene, vom Weg entlang der
Wurm sichtbare Gebäude ist die ehemalige Frelenberger Mühle. Bereits in
der ersten urkundlichen Erwähnung
Frelenbergs im Jahre 1242 wurde eine
Mühle aufgeführt. Ein weitere schriftliche Erwähnung der Frelenberger
Mühle stammt aus dem Jahre 1458.
Die einst drei Wasserräder trieben
zwei Mahlstühle und eine Ölpresse
an. 1949 wurde die Mühle stillgelegt.
Hünshovener Ölmühle
4 Mühle am Gut Eichenthal
Die Mühle Eichenthal südlich von
Geilenkirchen erhielt ihr Wasser über
einen Mühlgraben, der südlich des
Gutes Hommerschen von der Wurm
abzweigte und ein unterschlächtiges
Wasserrad antrieb. Die 1827 neu
erbaute Mühle arbeitete als Öl- und
Graupenmühle. Sie wurde nach dem
ersten Weltkrieg stillgelegt während
der Mühlgraben erst 1972 im Rahmen der Wurmregulierung beseitigt
wurde.
5 Mühle zu Hommerschen
Eine weitere, aber wesentlich ältere
Mühle befand sich in Nähe des Gutes
Hommerschen. Einen ersten schriftlichen Hinweis auf eine Mühle gab es
bereits 1170. Eine Beurkundung aus
dem Jahre 1300 überträgt dem Prämonstratenserstift die Mühle in Erbpacht mit verschiedenen Auflagen.
Sie wurde als Getreidemühle betrieben. Heute erinnert eine aus Holz
geschnitzte Tafel an die frühere
Mühle.
6 Geilenkirchener Mühle
Die Mühle ist ebenfalls bekannt als
Beeretz-Mühle oder Kornmühle und
soll bereits 1380 als Getreidemühle
bestanden haben. Das heutige
Gebäude stammt im Kern aus dem
18./19. Jh. und wird derzeit umfassend saniert. Mit der Wurmregulierung
wurde die Mühle 1970 stillgelegt, das
Wasserrad demontiert. Demnächst
soll hier wieder ein Restaurant eröffnet werden. Ein Wasserrad wurde im
Rahmen der Renovierungsarbeiten
auf die der Wurm zugewandten
Außenwand aufgemalt.
7 Hünshovener Ölmühle
Auch wenn es heute so aussieht als
würde die Wurm - zum Teil unterirdisch - mitten durch Geilenkirchen
fließen, war die Situation in früheren
Jahren eine andere. Links der Wurm
befindet sich der eigentliche Ort Geilenkirchen. Die Wurm war bis vor
über 200 Jahren Bistumsgrenze. Während Geilenkirchen - mit Burg und
Kirche - zum Bistum Lüttich gehörte,
gehörte der unmittelbare Nachbarort
mit eigener Kirche rechts der Wurm Hünshoven - zum Erzbistum Köln.
Hier wurde vom Landesherrn im Jahre
1380 die Erlaubnis zum Bau einer
Ölmühle beurkundet. Ein hierzu erforderliche künstlicher Triebwerksgraben
zweigte oberhalb der Geilenkirchener
Mühle hierhin ab und mündete
unmittelbar hinter der Hünshovener
Ölmühle wieder in die Wurm. Das
unter Denkmalschutz stehende imposante Gebäude wurde Ende des 18.
Jh. nach dem Geilenkirchener Stadtbrand (1790) errichtet. Nach verschiedenen technischen Umbauten, großen
Schäden im 2. Weltkrieg, der Trockenlegung des Triebwerksgrabens wurde
der Mühlenbetrieb 1953 stillgelegt.
Das Gebäude, heute die so genannte
»Gute Stube« der Stadt Geilenkirchen, heißt nach seinem früheren
Besitzer nun »Haus Basten«.
Geilenkirchener Mühle
mmerschen
Februar / März
53
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
»AUF DEN SPUREN
DES BERGBAUS TEIL XXIII
Text und Fotos: Rolf Beckers
Würde man die »undsonst?!«Serie »Auf den Spuren des Bergbaus« auf gleiche Art und Weise,
wie sie in bisher 23 Folgen das
hiesige Revier grenzüberschreitend
dargestellt hat, nun im Ruhrgebiet
fortsetzen, so würde das sicherlich
Material für mindestens die nächsten 50 Ausgaben der »undsonst?!«
geben. Das ist nicht beabsichtigt.
Im Einzelfall bietet es sich jedoch
an, die eine oder andere Grube
von außerhalb dieser Region im
Stadtmagazin vorzustellen, beispielsweise aus einem bestimmten
Anlass. So bot der Kunstverein
Alsdorf im Juni 2016 eine Exkursion nach Essen an. Vormittags
stand die Besichtigung des
renommierten Museums Folkwang
auf dem Programm, während der
Nachmittag der individuellen
Erkundung der Zeche Zollverein
gehörte.
Zugegeben, ein Nachmittag reicht zur
Erkundung des riesigen Geländes der
Zechenanlage Zollverein samt Kokerei
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Die Zeche Zollverein in Essen
EHEMALIGES BERGWERK WIRD UNESCO
WELTERBE
im Norden Essens bei weitem nicht
aus. Auf dem jederzeit kostenlos
zugängigen Gelände befindet sich die
bekannte und markante Doppelförderturmanlage des Schachts XII, die
Schachtanlage 1/2/8 sowie die Kokerei. Seit 2001 zählt dieser Komplex
als erste und einzige Anlage im Ruhrgebiet zum UNESCO Welterbe. Insbesondere die Gebäude um den Schacht
XII gelten als Ikone einer einzigartigen Industriearchitektur.
Die Entstehung dieser Anlage hat
natürlich eine Vorgeschichte. Ähnlich
wie in den Tälern der Wurm und der
Inde wurde im Tal der Ruhr bereits im
Mittelalter nach Kohle gegraben, und
zwar an den Stellen, an denen die
Kohleflöze bis an die Erdoberfläche
reichten. Mit fortschreitender technischen Entwicklung wurden erste kleine Bergwerke errichtet, die diesen
Kohleadern in größere Tiefen folgten.
Der industrielle Steinkohlebergbau
entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert. Der Industrielle Franz Haniel
entdeckte im Jahre 1834 ein ergiebi-
54
Februar / März
ges Kohleflöz bei Suchbohrungen im
Raum Essen-Katernberg. Die 1847
gegründete Gesellschaft erhielt nach
dem 1833 gegründeten Deutschen
Zollverein, einer damals bedeutenden
Vereinbarung zur Überwindung von
Handelshemmnissen, den Namen
»Zollverein«. Nach problematischen
Abteufarbeiten begann die Kohleförderung erst im Jahre 1851. Zug um
Zug entstanden vier selbständige
Schachtanlagen. Ende der 1920er
Jahre wurde der Entschluss gefasst,
einen neuen Zentralförderschacht
abzuteufen. Die von den Architekten
Fritz Schupp und Martin Kremmer
entworfenen Tagesanlagen der Doppelschachtanlage XII galten als technische und architektonische Meisterleistung sowie als modernste und
schönste Zeche der Welt. Der Schacht
nahm 1932 den Betrieb mit einer
maximalen Förderleistung von täglich
12.000 Tonnen Kohle auf.
Die Kokerei in räumlicher Nähe zum
Zentralschacht wurde deutlich später
errichtet und ging erst 1961 in
Betrieb. In 304 Öfen wurden täglich
10.000 Tonnen Kohle zu Koks veredelt. Aufgrund der Stahlkrise wurde
die Kokerei im Juni 1993 stillgelegt.
Das Ende für den Grubenbetrieb kam
bereits früher. Im Dezember 1986
wurden alle Förderanlagen von Zollverein stillgelegt. Die bereits unter
Denkmalschutz stehende Anlage der
Schachtanlagen XII übernahm das
Land NRW. Es folgten Sanierungsarbeiten und Entwicklungsmaßnahmen
sowie die Gründung der Stiftung Zollverein.
Besuch auf Zollverein
Wer die weitläufigen Anlagen, die
ebenfalls zur Route der Industriekultur gehören, besuchen möchte, sollte
sich dazu viel Zeit nehmen. Die
Anschrift für Schacht XII lautet Gelsenkirchener Straße 181, 45309
Essen; Parkplätze sind reichlich vorhanden. Ziel für die Anfahrt mit der
Bahn ist der Bahnhof Zollverein Nord.
Von dort sind es etwa 10 Minuten
Fußweg. Während die Schachtanle-
gen XII und 1/2/8 sowie die Kokerei noch in räumlicher Nähe zueinander liegen, befindet sich etwas weiter (ca. 20 Min. Fußweg) noch
die Schachtanlage 3/7/10. Von außen können die Anlagen jederzeit
besichtigt werden. Der Zugang zu einigen Bereichen ist jedoch nur
im Rahmen einer Führung möglich.
In den verschiedenen Gebäuden sind darüber hinaus unterschiedliche Ausstellungen und Projekte untergebracht. Das Ruhr Museum,
das Portal der Industriekultur (jeweils Eintrittsgeld; Kombikarte möglich) sowie das Ruhr Visitor Center sind täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Es gibt verschiedene weitere Ausstellungen und Werkstätten mit
unterschiedlichen Öffnungszeiten, teils kostenlos zu besichtigen, teils
gegen Eintrittsgeld wie z.B. das Red Dot Design Museum (Di.-So.,
11-18 Uhr) im Kesselhaus. Ergänzt wird das Angebot durch unterschiedliche Gastronomie Betriebe, verteilt auf verschiedene Gebäude. Alle Detailinformationen sind im Internet unter
www.zollverein.de zu finden.
Die Stadt Essen ist 2017 darüber hinaus
»Grüne Hauptstadt Europas«, eine Auszeichnung, die das ganze Jahr über mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen gefeiert
wird. Eingebunden ist hierbei die Zeche Zollverein. Hier gibt es neben Veranstaltungen
etwas, was man auf einem Industriegelände
nicht unbedingt erwartet, nämlich wechselnde Naturführungen.
Aus Zabka Automobile Alsdorf wird
Von Birgit Becker-Mannheims
Zum Start des neuen Jahres hat
das Traditionsautohaus Zabka seinen Namen geändert in Jacobs
Automobile Alsdorf. Seit dem 01.
Januar ist die Firmierung nun vollzogen. Es handelt sich um eine
reine Namensänderung, so Guido
Zabka, Geschäftsführer von
Jacobs Automobile Alsdorf. Alle
Mitarbeiter am Standort in der
Max-Plank-Straße stehen weiterhin persönlich mit Rat und Tat zur
Seite. „Die Herzlichkeit unsere
Teams, die Top-Marken und das
umfangreiche Leistungsspektrum
bleiben unverändert“, bestätigt
Guido Zabka.
Die Firmierung war betriebswirtschaftlich gesehen eine logische Entwicklung,
denn das Autohaus Zabka gehört seit
10 Jahren bereits zur Jacobs-Gruppe
und mit dem amerikanischen Unternehmen Penske Automotive ist der
Kreis der »automobilen Familie«
international und weltweit vertreten.
Guido Zabka
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Seit 90 Jahren ist das Traditionsautohaus Zabka in Alsdorf eine Erfolgsgeschichte. Das Jubiläum hätte dem
Firmengründer Paul Zabka mit Sicherheit gefallen, berichtet Guido Zabka,
denn sein Großvater gründete 1927
den Betrieb als Kurbelwellen- und
Zylinderschleiferei in der Luisenstraße.
Paul Zabka führte dort den ersten
Werkstattbetrieb mit einer kleinen
56
Februar / März
BV-Tankstelle und beschäftigte mehrere
Mitarbeiter. Es wurde alles repariert
was rollte.
1944 musste die mittlerweile vierköpfige Familie in den allgemeinen Kriegswirren die Stadt verlassen und wurde
ins Siegerland evakuiert. Dort betrieb
Paul Zabka weiterhin eine Kurbelwellenund Zylinderschleiferei mit über 100
Motorenbauern in zwei Betrieben.
1949 kam die Familie zurück nach
Alsdorf und baute die Werkstatt wieder
auf, hinzu kam ein Moped- und
Motorenhandel. Sohn Rolf durchlief
zunächst eine klassische KFZ-Ausbildung baute später, gemeinsam mit
seinem Vater, das erste Autohaus am
Platz weiter auf.
Das Automobil wurde immer beliebter
und das Angebot vom Autohaus Paul
Zabka immer größer. Sie verkauften
das Goggo-Mobil, die Marken Lloyd,
Vidal, und später Ford.
Anfang der fünfziger Jahre erhielt das
Unternehmen den ersten Volkswagenvertrag und ab 1952/1953 wurden die
ersten VW Käfer in Alsdorf verkauft.
Ende der sechziger Jahre kamen Fahrzeuge der Marke Audi dazu.
Zeitgleich übernahm Rolf Zabka den
Betrieb und erweiterte ihn am heutigen
Standort in dem damals neuen Industriegebiet an der Max-Planck-Straße.
Auf einer Fläche von anfangs 4400
Quadratmeter wurden Ausstellungshalle, Büros, Werkstatt und Ersatzteil-
lager gebaut. Ab 1972 startet dort
der Neuwagenverkauf. Das Außengelände mit der Verkaufsfläche an der
Luisenstraße wurde zu Zabka
Gebrauchtwagen - vielleicht erinnern
sie sich noch daran, das Gelände
befand sich dort, wo heute die OttoWels-Straße und das Luisencenter liegen. 1989 erfolgte dann die größte
Erweiterung auf dem neuen Gelände
in der Max-Planck-Straße mit dem
Ausbau der markanten klimatisierten
Ausstellungshalle für die Marke Audi.
Sohn Guido war im Alter von 14 Jahren
in der Werkstatt zu finden und jobbte
dort häufig in den Ferien. Später
unterstützte der Junior seinen Vater
aushilfsweise in der Buchhaltung. Das
familiengeführte Autohaus war natürlich in Gesprächen auch bei Zabkas
privat, zu Hause ein Thema und daher
immer präsent. Direkt nach dem Schulabschluss in den väterlichen Betrieb
einzusteigen, wie sein Vater, war für
Sohn Guido kein Thema. Nach dem
Abitur studierte er Betriebswirtschaft
und wählte einen Studienplatz in
Saarbrücken. Einmal »Benzin im Blut«
entschied er sich dann ebenfalls für
den automobilen Weg. Mit dem
Diplom in der Tasche erhielt Guido
Zabka eine Anstellung bei dem VW
Vertrieb Deutschland, in Wolfsburg.
Zahlreiche interessante Projekte hat
er dort begleitet.
Jacobs Automobile Alsdorf
Trotzdem zog es ihn 1995 wieder nach
Alsdorf und am 01. Februar 1996, also
vor zwanzig Jahren, begann sein Einstieg im elterlichen Betrieb. Der Junior
war verantwortlich für den Gebrauchtwagenvertrieb und dem 1999 neu
eröffneten Audi-Standort in Eschweiler.
2002 feierte das Familienunternehmen
sein 75-jähriges Bestehen. Mittlerweile
gehörten bis zu 100 Mitarbeiter zum
Betrieb und das Betriebsgelände
umfasst 20.000 Quadratmeter. 2005
erfolgte die Betriebsübergabe von
Vater Rolf an seinen Sohn Guido. Der
Senior zog sich aus dem Unternehmen
zurück. Guido Zabka führte seitdem
in dritter Generation das Autohaus
Zabka weiter, 78 Jahre nach Betriebsgründung.
Mehr und mehr wurde vom Hersteller
eine Zentralisierung bei den Händlern
erwartet und forciert. 2007 wurde das
Unternehmen an die Jacobs-Gruppe
verkauft und somit in die »JacobsFamilie« integriert. Weiterhin blieb
Zabka Automobile eigenständig, mit
Guido Zabka als Geschäftsführer.
Der Name Jacobs steht ebenfalls seit
90 Jahren in der Region für Tradition,
Erfahrung und Fortschritt in Sachen
Fahrzeug und Fahrzeugtechnik. Die
Unternehmen der Jacobs Gruppe vertreten die Marken Audi, Volkswagen,
Volkswagen Nutzfahrzeuge, Seat,
Skoda und Maserati. Der Zusammenschluss hat für uns zahlreiche Vorteile,
berichtet Guido Zabka. In den letzten
Jahren hat sich die automobile Familie
entwickelt: dazu gehören 15 Unternehmen in der Region Aachen, Düren
und Heinsberg mit 900 Arbeitnehmern.
Über zahlreiche Dinge wird gemeinsam
abgestimmt und vieles entscheidet
jeder Betrieb für sich. So wird zum
Beispiel die gesamte EDV und Buchhaltung zentral gesteuert. Alle verstehen sich als Mobilitätspartner und
bieten ihren Kunden die besten automobilen Lösungen.
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EIN STÜCK
ALSDORFER
GESCHICHTE
MIT NEUEM
NAMEN
In den letzten Jahren ist die JacobsGruppe stark gewachsen und mit
dem Einstieg von Penske Automotive,
mit Roger Penske als CEO, ist man für
die Zukunft gut aufgestellt. »Obwohl
wir zu einem internationalen Großunternehmen gehören, spielt für alle im
Team, Familie und Tradition eine
große Rolle«, so Guido Zabka.
Soziale Verantwortung gehört in der
Jacobs-Gruppe mit zum Unternehmensleitbild und der Begriff Familie
ist nicht nur ein Wort, dazu gehören
vertrauen, unterstützen und fördern.
Zahlreiche junge Menschen erhalten
jährlich eine Chance auf einen der
vielfältigen Ausbildungsplätze und
jeder einzelne Mitarbeiter kann durch
seine individuellen Stärken und seinen persönlichen Einsatz zum Erfolg
des Unternehmens beitragen. Die
Unternehmenskultur ermöglicht persönliche Entfaltung und bietet Raum
für Leidenschaft und Spaß an der
Arbeit. Engagement in soziale Projekte und ein ressourcenschonender
Umgang mit Material und Energie
gehören dazu.
»Wir verstehen unsere Betriebsführung als Teamarbeit und sind weiterFebruar / März
57
hin ein Alsdorfer Unternehmen,
zudem über 70 Mitarbeiter gehören«,
bestätigt Guido Zabka. »Die Zufriedenheit aller Mitarbeiter ist uns wichtig, denn wir wollen ein attraktiver
Arbeitgeber sein.«
»Nur der Name ist nun aus dem Logo
verschwunden, aber Zabka ist immer
noch drin!«
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Jules Verne
Ein Erfinder der
»Science fiction«
Text und Fotos: Wilfried Schüller
Nach Versuchen in diversen Genres
kristallisierten sich die Themen »Ballonfahrt« und »Seefahrt« aber schnell
als für ihn besonders interessant heraus.
Eine Tätigkeit als Sekretär des Intendanten des Pariser »Theatre Lyrique«,
Am 8. Februar 1828 wurde er im Ree- für das er in den nächsten Jahren teils
allein, teils in einem Autorenteam
derviertel des französischen Nantes
als ältestes von fünf Kindern geboren. Stücke produzierte, sicherte ihm ein
Es heißt, dass er mit 11 Jahren heim- Einkommen bis er 1857 eine Witwe
heiratete und fortan als Börsenmakler
lich als Schiffsjunge anzuheuern verarbeitete. Schiffsreisen erschlossen
suchte, aber im letzten Moment von
ihm die Welt der Seefahrt.
Bord geholt worden sei. In Paris
betrieb er ein Jurastudium um später
die väterliche Anwaltspraxis überneh- Seine große Stunde kam, als er 1862
den Jugendbuchverleger Pierre-Jules
men zu können. Erste SchreibversuHetzel kennenlernte. Dieser leitete ihn
che ermöglichten den engeren Konzum publikumswirksamen Schreiben an.
takt zu literarischen Größen wie z.B.
Alexandre Dumas.
Jetzt fröhnte er auch seiner Faszination für Ballone - hatte er doch in Paris
nur unweit der Stelle gewohnt, wo
der erste Heißluftballon der Welt
am 19. Oktober 1783 das Pflaster der Stadt (heute »Rue
Titon«) verließ.
»Fünf Wochen im Ballon«
wurde
sein erster
Ein Abenteuerschriftsteller, werden
jetzt viele denken - das ist auch nicht
ganz falsch, aber Jules Verne war
weit mehr: Er war ein großer Visonär
und seine Anregungen und Ideen wirken bis heute nach.
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
58
Februar / März
Science-Fiction Reise-Roman. Der
Blick von oben auf die Welt war völlig
neu und eröffnete neue Vorstellungswelten. Selbst bis heute hat das Heißluftballonfahren ja nichts von seiner
Faszination eingebüßt.
Verne entdeckte das Abenteuer als
Erforschung von Zusammenhängen
und Raum, und er entdeckte wohl
auch, dass Abenteuer letztlich auch
immer eine Reise in die eigenen Träume und Empfindungen bedeutet.
Er träumte groß: Mit 37 Jahren hatte
er seine Protagonisten schon zum
Mond und durch das Weltall fliegen
lassen.
Jules Vernes Figuren haben immer
eine Idee und leben ihren Traum - auf
einer wissenschaftlichen, aber weit in
die Zukunft gedachten technologischen Basis. Er hat Wissenschaft und
Literatur miteinander verbunden und
öffnete auf diese Weise Horizonte.
20.000 Meilen unter dem Meer
1868 entdeckte er auf der
Weltausstellung
in Paris die
Konstruktionszeichnung für
ein frühes U-Boot (Plongeur). Er entwickelte die Idee weiter in die
Zukunft, idealisierte und perfektionierte sie und verknüpfte sie mit einer
Vision über die damals noch völlig
unentdeckte unterseeische Meereswelt. Heraus kam dabei sein größter
Erfolg »20.000 Meilen unter dem
Meer«! Kapitän Nemo ist ein nach
seinen eigenen Regeln lebender
Revoluzzer, der mit seinem Tauchboot
unter der Antarktis hinweg steuert
und am Südpol seine Flagge hisst
(der unter dem Eis liegende Kontinent
war damals noch unentdeckt) und
findet die Ruinen von Atlantis. Sein
Boot wird von Elektrizität (Atomstrom) angetrieben und Nemos
Unterwasser-Gewehr verschießt gar
Geschosse mit elektrischer Ladung.
Alles in Allem ist die Geschichte
sogar wahr geworden: Zu Verne’s Zeit
steckt Technik noch in den einfachsten Anfängen. Umso bemerkenswerter sind seine Kenntnisse
über Ballast und Druckverhältnisse!
85 Jahre später taufte man nicht
zufällig das erste Atom-U-Boot auf
den Namen »Nautilus«! - und elektrische Geschosse gibt es erst seit ein
paar Jahren. Er wirkt immer noch bis
in unsere Zeit hinein.
Dieser innovative Abenteuer-Roman
war ein Riesenerfolg und bescherte
ihm Wohlstand. Er kaufte sogar eine
große Jacht, weil er der Welt seiner
Abenteuer so nahe wie möglich kommen wollte. Eigenes Erleben war ihm
wichtig und es war eine Zeit, in der er
seinen Eheproblemen entfliehen wollte. Er liebte das Meer und die damit
verbundene Freiheit.
Die geheimnisvolle Insel
Es entstand »Die geheimnisvolle
Insel« und er war jetzt (1874) ein
sehr erfolgreicher Autor.
Er hielt sich immer auf dem
neuesten wissenschaftlichen Stand und
verknüpfte das
Wissen mit
futuristischen Ideen. So taucht in dieser Geschichte, der totgeglaubte
Kapitän Nemo als Urheber mysteriöser Geschehnisse wieder auf, der
seine Energie u.a. aus Wasserstoff
bezieht... man staune - »saubere
Energie«, Wasser als Brennstoff (die
Zeit von Verne kannte nur schmutzige
Kohle). Ein erstaunlicher Weitblick!
Brennstoffzellen-Motoren sind jetzt
gerade erst in Kalifornien in der Entwicklung.
Man findet bei ihm in diesen Jahren
oft diesen scheinbaren wissenschaftlichen Optimissmus, der
grandiose Möglichkeiten für
die
Zukunft
Februar / März
59
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
voraussieht. Dies ist aber nur die eine
Seite der Person des Jules Verne. Es
war sein Verleger Hetzel, der dafür
sorgte, dass eine positive Grundstimmung entstand, denn Jules Verne
neigte zu Depressionen. Das meist triste Ende seiner Stories wurde in der
Regel zum Happy End umgearbeitet.
Robur der Eroberer
Vernes dunkle Seite wird hingegen in
»Robur der Eroberer« sichtbar. Dieser
Held ist ein rücksichtsloser Machtmensch, der alles bekämpft was sich
ihm entgegen stellt. Seine Flugmaschine (die »Albatros«) ist ein mit
vielen Propellern bestücktes Schiff,
welches sich einem Helikopter vergleichbar, in der Luft hält und frei
manövrieren kann - erdacht zu einer
Zeit, als die Welt nur Ballone und
erste Luftschiffe kennt. Sein Roman
setzt erstmalig auf Fluggerät das
schwerer als Luft ist und sich der Propellertechnik bedient, anstatt auf
Heißluft oder Gas zu vertrauen.
Im März 1886 wird Jules Verne im
Eingang seines feudalen Hauses in
Amiens von einem Pistolenschützen
aufgelauert, der ihn mit 2 Schüssen
am Bein verletzt. Der Attentäter war
sein eigener neidischer, gestörter
Neffe. In der Folge blieb Verne behindert, was ihn völlig demoralisierte, und nicht genug des Unglücks: Eine
Woche später starb sein Freund und
Verleger Hetzel. Nun hatte er keinen
kompetenten Lektor mehr und war
auf sich selbst zurückgeworfen.
Schon im Jahr 1879 hatte er in einem
Roman Massenvernichtungswaffen
wie Giftgas und Riesenkanonen
beschrieben, dabei lag der erste Weltkrieg noch 35 Jahre in der Zukunft
und war unvorstelltbar. Nun, ohne
Berater, kam er auf diese düsteren
Szenarien zurück und beschrieb
in seinen Romanen vornehmlich Waffen und Kriege - ein
großes Morden, als Folge
von Intoleranz und
Nationalismus.
1879, im Alter von 70 Jahren,
erschwerten seine Gebrechlichkeit und Mutlosigkeit die Identifikation mit seinen abenteuerlustigen
Helden zunehmend. Diese Welt
wurde unerreichbar. Reisen
wurden unmöglich.
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
60
Februar / März
Verwegene »Reise(n) um den Mond«,
oder »Zum Mittelpunkt der Erde«,
»20.000 Meilen unter dem Meer«
und durch die Lüfte, haben Generationen in ihrer Fantasie beflügelt und
konkrete Anregungen für technische
Entwicklungen geliefert, weil »Science« (Wissenschaft) - »Fiction«
(Idee) eben keine bloße »Phantasy«
ist, sondern auf realen Erkenntnissen
basiert und diese weiterdenkt. Sie
Selbstzweifel lassen ihn seinen Nach- muss funktionieren!
Er hat Maßstäbe für eine ganze Litelass und seine unveröffentlichten
raturgattung gesetzt und Vorlagen für
Manuskripte vernichten - bis auf die
etliche Verfilmungen geliefert, beginvor 30 Jahren erdachte düstere
nend mit Melies und perfektioniert
Geschichte über »Paris im 20. Jahrdurch Disney, und sein Spätwerk verhundert«, die sein Verleger Hetzel
mittelt zwischen den Zeilen eine
damals nicht veröffentlichen wollte.
desillusionierende, die Zeiten über100 Jahre lag sie im Tresor bis sie
1994 endlich veröffentlicht wurde. Sie dauernde Botschaft: »Hütet Euch vor
Euren Wünschen, sie könnten wahr
beschreibt seinen pessimistischen
Blick auf eine technologisch geprägte, werden!«
materialistische Zeit, in der SinnentJules Verne ist in Museen bisher
leertheit und Lieblosigkeit als dominierendes Lebensgefühl vorherrschen. erstaunlich wenig präsentiert, aber
Der Roman belegt, wie kritisch er der wer auf seinen Spuren reisen möchte,
dem seien zwei Adressen ans Herz
eigenenTechnikbegeisterung gegenüber stand und wie sehr ihm bewusst gelegt: In Nantes befindet ich ein
relativ kleines aber feines »Musee
war, das jede Münze ihre Kehrseite
hat. Nur eine gereifte, verantwortungs- Jules Verne« und unweit davon, in
den Hallen der ehemaligen Werft
bewusste, gemäßigte Menschheit
kann man »Les Machines« - von ihm
würde ihrem rasanten Fortschritt im
Wissenserwerb und den daraus resul- mitinspirierte, mechanische, phantsievolle, voll bewegliche Maschinen in
tierenden Möglichkeiten gewachsen
sein, denn Chancen beeinhalten auch der Form von Tieren und unwirklich
anmutenden, aber funktionierenden
die Gelegenheit zum Missbrauch!
Dieser Roman beleuchtet noch einmal Konstrukten bewundern. Der auf der
vorigen Seite abgebildete Riesenelesein geniales visonäres Talent. Zu
einer Zeit, als viele Menschen noch in fant ist nur eines der großartigen
Holzhäusern leben, beschreibt er glä- Exponate. Nicht nur Ihre Kinder werden begeistert sein!
serne Wolkenkratzer, Autos mit Verbrennungsmotoren, Faxgeräte und ein
Desweiteren findet man in Amiens
Internet! - Seine Vorstellungskraft
das »Maison de Jules Verne«.
war einzigartig!
Dieses Haus bewohnte er in seinen
Am 24. März 1905 starb er, eine
wohlhabenden Jahren. Interessant ist
Woche nach einem Herzanfall. Mehr
natürlich sein Schreibzimmer und im
als 5000 Menschen
Dachgeschoß findet sich u.a. eine
kamen zu seiner
interessante Sammlung von Modellen
Beerdigung.
seiner erdachten futuristischen
Gefährte.
Die häre Erwartung an die aufkeimende Technologie als Förderer der
Menschheit und als Versprechen für
eine wunderbare Zukunft weicht der
Erkenntnis, das die Produktion von
Waffen mit dem Ziel der Massenvernichtung mehr und mehr in den Vordergrund tritt und Priorität genießt.
»Die Welt ist böse und niemand stellt
sich ihr mehr ernsthaft entgegen!«
Wir von »undsonst?!« können einen
Besuch sehr empfehlen!
Freue mich immer wieder Andreas
Ohligschläger in seinem Revier für
Hunde in Eschweiler zu besuchen.
Wieder sind zwei Jahre wie im
Flug vergangen und eine Menge
hat sich rund um den Hundeexperten und der Hundetagesstätte
entwickelt- auch die Anfahrt zum
Haus. Die neuen Barrieren verhindern ein überhöhtes Tempo – man
wird »entschleunigt« und fährt
automatisch noch langsamer.
10 Jahre Revier für Hunde
»ENTSCHLEUNIGUNG« IST DAS ZAUBERWORT
Von Birgit Becker-Mannheims
hören und ihren Instinkten zu trauen.
Entspannt sich der Mensch, kann er
auch Entspannung und Ausgeglichenheit auf seinen Hund übertragen. Ein
Plädoyer für entspannte Mensch-HundTeams. 2016 präsentierte er sein Erstlingswerk auf einer Lesereise in Nord»Zur Ruhe kommen und die Schneldeutschland, in diesem Jahr wird die
ligkeit hinter sich lassen, führt in der
Regel zur Entspannung, die manchem LeseTour dann in Richtung Süddeutschland gehen.
Hundehalter gut tun würde. Ist der
Sein Bekanntheitsgrad wächst tägMensch entspannt dann ist es seine
lich, denn innerhalb der Sendung
Fellnase ebenso.«
»Tiere suchen ein Zuhause«, eine
WDR-Produktion, ist Andreas OhligDie Begrüßung im »Revier« ist wie
immer herzlich. In seiner »HuTa« hat schläger regelmäßig mit seinen
Reviergeschichten zu Gast. Mehrfach
Andreas Ohligschläger täglich die
Möglichkeit, Hunde untereinander zu drehte ein Kamerateam des WDR im
beobachten. 10 Jahre Revier für Hunde Revier in Eschweiler. Neue Folgen
ist ein Ort, wo sowohl Hunde mitein- sind demnächst im TV zu sehen.
Nächste Folge am 5. März.
ander kommunizieren als auch Menschen erreicht werden. Das macht ihn
Hundehalter suchen Hilfe und Rat beim
stolz und glücklich zugleich, seinen
Experten. Kontakte und Anfragen
Traum leben zu dürfen.
kommen aus ganz Deutschland oder
zum Beispiel auch aus der Schweiz.
Neben der HuTa bietet der Hundeexperte eine Hundepension, Gruppenbe- Mit seinem Angebot der Erlebniswoobachtungen, Einsozialisierung, Hilfe che im Revier für Hunde, ermöglicht
er seit dem letzten Jahr eine ganz
bei Problemhunden, Themenabende
besondere Auszeit.
und Coaching an. Im letzten Jahr erschien sein
In seinen Beratungen merkte der
erstes Buch
Hundeexperte, dass ein Tag oder ein
»Vertrau auf
deinen Hund« Gespräch oft nicht ausreicht, komplexe
das im Ulmer Probleme oder Disharmonie zwischen
Mensch und Hund zu lösen.
Verlag
In der Erlebniswoche hat der Gast mit
erschienen
oder ohne eigenen Hund, eine Woche
ist. Der Hunlang die Möglichkeit sich ganz auf die
deexperte
möchte neue Energie und Kraft des Rudels von 35
bis 40 Hunden einzulassen und einWege zu mehr Verständnis zwischen
Mensch und Hund aufzeigen, um ein drucksvolle Beobachtungen hündischer Verhaltensweisen zu erleben.
wertschätzendes Miteinander zu
Die meisten Gäste genießen die Zeit
ermöglichen. Durch das gezielte
Beobachten ihrer Tiere lernen Hunde- und kommen hier zu Ruhe, erzählt er
halter, wieder auf ihr Bauchgefühl zu mir. Die Woche als Therapieersatz für
Fotos: fotogen
tiefer sitzende Probleme, meist beim
Menschen und nicht bei seinem Vierbeiner zu sehen, wäre der falsche
Ansatz.
In der Erlebniswoche wird die
Mensch-Hund-Beziehung beleuchtet
und manche Hundebesitzer erkennen
ihren Hund anschließend nicht wieder, denn im Hunderudel lernt er
Schritt für Schritt wieder »hündisch«
zu kommunizieren. Und in kleinen
Trainingseinheiten werden Hundehalter sensibilisiert, positives Vertrauen
zu ihrem geliebten Vierbeiner aufzubauen.
In der heutigen, schnelllebigen Zeit,
verlieren immer mehr Menschen den
Bezug zu ihrem Hund. Hundehalter
vertrauen immer weniger ihrem
Bauchgefühl und ihr Hund muss mehr
und mehr für andere Dinge herhalten:
er dient als Partnerersatz, Statussymbol, wird vermenschlicht, zu sehr
geliebt, umsorgt, »betüttelt« und therapiert, bis man die Relation verloren
hat. Auf die Fellnase wird so vieles
projiziert und manchmal gerät das
Miteinander von Mensch und Hund in
Schieflage. Manche Menschen ent-
wickeln so ein
starkes Hilfesyndrom,
holen sich
womöglich
einen Straßenhund
aus dem
Tierschutz
ins Haus
(der muss
ja gerettet werden), ohne zu wissen,
wieviel Geduld und Arbeit der
Mensch in solch ein »Überraschungspaket« stecken muss. Hunde sind
soziale Lebewesen und jede Hunderasse hat ihre Eigenart. Wir Menschen
können so einiges von den Hunden
lernen und wenn wir es schaffen, die
Natur wieder bewusster zu erleben,
dann geht es uns und unserem Liebling gut.
21.03. 19 Uhr
Themenabend:
»...Menschenskind mein Hund«
Von leichten und schweren MenschHund-Beziehungen
10 Jahre Erfahrung im Revier,
Talbahnhof, Eschweiler
Bei uns ist ihr Hund in guten Händen
Hundetagesstätte & Hundepension
Wir freuen uns, Sie und Ihren
Vierbeiner nach Terminabsprache
persönlich kennenzulernen.
Gerne können Sie sich ein Bild
von unserer HuTa und dem
Hundehotel machen.
Rufen Sie uns an, und wir
vereinbaren einen Termin!
Februar / März
61
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Alfred Mevissen genießt die
Freiheit eines Sabbatjahres
EIN JAHR RAUM FÜR KREATIVES SCHAFFEN
UND SEINE »PILLARS OF FREEDOM«
Von Birgit Becker-Mannheims
und friedliches Leben in Europa
ermöglicht haben, sensibilisieren.
Künstler aus ganz Europa gestalten je
eine Skulptur von mindestens zwei
Metern Höhe, die eine Säule der Freiheit verkörpert. Mevissens Vision ist
es, so viele Skulpturen wie möglich in
Kooperation mit anderen Künstlern
entstehen zu lassen. Am besagten
Novembertag werden alle Skulpturen
zu einem Gesamtkunstwerk virtuell
zusammengeschlossen. Damit soll ein
Die »Säulen der Freiheit« ist ein inter- bedeutendes Zeichen für das aktive
nationales Kunstprojekt mit dem Ziel, Engagement für die Freiheit gesetzt
werden.
an die Bedeutung des aktiven Engagements für die Freiheit zu erinnern.
Alfred Mevissens erste Säule steht
Das Projekt möchte die Gesellschaft
bereits vor dem Eingang des Euregiofür die Werte und Verhaltensweisen,
die in den letzten 70 Jahren ein freies solarzentrums in der Carl-von
Ja, er ist begeistert und manchmal kann er es selbst nicht fassen, wie sein persönliches Projekt
»Pillars of Freedom« läuft. Mittlerweile hat er nationale und
internationale Mitstreiter auf der
ganzen Welt gefunden, die eine
Säule für die Freiheit gestalten
und in einer gemeinsamen Aktion
am 09. November 2017 virtuell
zusammenfügen.
Ossietzky Straße in Alsdorf. Ende
November 2016 wurde sie in einer
kleinen Feier eingeweiht und das Projekt öffentlich vorgestellt. Im Rahmen
der Offenen Alsdorfer Atelier Häuser
2016 wurde Hans Willi Grümmer auf
das Projekt aufmerksam und war so
begeistert, dass er unmittelbar seine
Vision einer Skulptur zum Thema
erneuerbare Energien mit dem Bildhauer plante. Die Firmeninhaber sorgten für die entsprechenden Rahmenbedingungen und die Finanzierung.
Bürgermeister Alfred Sonders lobte
bei der Einweihung besonders das
Engagement Mevissens, die Idee in
Alsdorf künstlerisch umzusetzen.
Alfred Mevissen ist 58 Jahre alt und
genießt momentan die Freiheit eines
Sabbatjahres. Er ist Manager in der
pharmazeutischen Industrie, beschäftigt bei der Novartis GmbH und arbeitete in den letzten fünf Jahren in Mailand. In seinem normalen Arbeitsalltag ist er bisher viel und ständig
unterwegs, selten zu Hause und hatte
wenig Zeit für Frau und Kinder.
Als erfolgreicher Manager ist er eingebunden in organisierte Strukturen
und hat dort erfahren, dass das Streben
nach perfekten Lösungen nicht immer
den besten Erfolg bringt
Vielleicht war es ein Zufall, als er vor
13 Jahren auf einem Ärztekongress in
Chicago einen Leiter einer onkologischen Klinik kennen lernte. Ein Professor, der sich selbst als »Big Joe«
bezeichnete, war in seinem »zweiten« Leben Bildhauer. Er berichtete
über seine positiven Erfahrungen im
Umgang mit Stein, Meißel und Hammer und dem Bildhauer Herbert
Leichtle aus dem Allgäu. Alfred
Mevissen suchte beruflich zu der Zeit
eine Idee, ein Seminar zum Thema
Führung in einem anderen Umfeld
anzubieten und entschied sich, den
Bildhauer im Allgäu zu besuchen.
Steinbildhauer-Symposium
Vom 27. März bis zum 7. April
findet auf dem Gelände von
GoBetter ein SteinbildhauerSymposium statt.
Vier internationale Künstler,
Steinmetze und Bildhauer aus den
Niederlanden, Italien, USA und
dem Allgäu werden in der Zeit an
den bereits gesponserten Steinen,
arbeiten. Die fertigen Säulen
werden später an entsprechenden Stellen in den Alsdorfer
Parks aufgestellt.
Jeder ist dazu eingeladen, in
dem Zeitraum den Künstlern
über die Schulter zu schauen.
Ausstellung im Schaffrathhaus
Vernissage So, 2.4., 11 Uhr
Schaffrathhaus-Kultur im Atelier,
Theodor-Seipp-Str.118
Der bekannte Glaskünstler Ludwig Schaffrath aus Alsdorf hat
sich ebenfalls sehr gerne mit
Steinen, deren Struktur und
Beschaffenheiten, auseinander
gesetzt. Umso mehr freut sich
der Förderverein Schaffrathhaus
sehr darüber, die Ausstellung
»Blickfänger« kurzfristig in den
Atelierräumen zu präsentieren
Öffnungszeiten der Ausstellung
02.04. ab 11 bis 16.30 Uhr
09.04. von 15 - 18 Uhr
10.04. von 14 - 18 Uhr
Begeistert von der Möglichkeit organisierte er in kurzer Zeit später den
Workshop, der für alle Teilnehmer ein
voller Erfolg war. Während des Seminars lernte auch Alfred Mevissen, sich
auf einen Stein einzulassen und
gewann die Erkenntnis – ein Stein
bricht, wenn man gegen ihn arbeitet.
Das gleichmäßige Klopfen auf den
Stein hatte für ihn etwas Meditatives.
Im Kopf hatte er die Gestaltung eines
Vogels, den er gerne herausgemeißelt
hätte. Jedoch entwickelte sich der
Vogel zunächst in einen Affen und am
Ende entstand ein Löwe. Stolz über
das Erreichte ging es fast nahtlos
über zum nächsten Stein.
Einen weißen Marmor nahm er mit
nach Hause und stattete sich vom
Meister mit dem notwendigen Werkzeug aus. Seitdem ist er von der Leidenschaft zum Stein gefesselt, hat bis
heute zahlreiche kleinere und größere
Skulpturen gefertigt, weitere Kurse
belegt, ein Buch geschrieben und in
der Zeit eine Menge Werkzeug verschlissen. Sein zu Hause und besonders
der Garten ist sein Atelier. Davon
konnten sich im letzten Jahr zahlreiche Besucher der Offenen Alsdorfer
Atelier Häuser (OAAH) überzeugen.
Ist er reisend unterwegs und findet
zufällig einen passenden Stein, dann
meißelt er ebenso an Ort und Stelle.
Mevissens Passion für die Bildhauerei
war die Grundlage für das aktuelle
Projekt. Er nennt sich selber lieber
Projektgestalter als Künstler. Der
Grund dafür ist, dass er sein bildhauerisches Schaffen nicht auf seine
Skulpturen beschränken möchte, sondern er versteht seine Skulpturen als
Ausdrucksform von Lebensgestaltung.
Dabei fasziniert ihn an der Bildhauerei,
dass durch Reduktion auf das
Wesentliche etwas Wertvolleres
geschaffen wird.
Auf einer Reise zu den Lofoten sah er
eine Skulptur, die ihn nicht mehr losgelassen hat und zu seinen »Pillars of
Freedom« inspirierte.
Bis heute folgen 41 Künstler seinem
Projekt, manche haben ihre Säule
schon vollendet und andere befinden
sich noch im Prozess, so wie bei Gabi
Schmerz aus Alsdorf. Die Filzkünstlerin wird ihre Säule der Freiheit aus
ihrem Lieblingswerkstoff, dem Filz
erarbeiten, als Unterkonstruktion
dient ein besonderer Baumstamm aus
Bali. Jörg Bontenbroich, Kunstschmied GoBetter hat der Projektgestalter
ebenfalls die Möglichkeit seine eigeaus Alsdorf, wird eine Säule in Stahl
nen, großen Skulpturen unter dem
fertigen.
Dach einer großen Halle zu bearbeiten.
Der »Narr« entsteht hier und wird in
Jeder Künstler, der teilnimmt, kann
Zukunft seinen Platz hinter der Stadtsich wie auch immer einbringen, ob
halle in Alsdorf finden.
im freien, privaten oder öffentlichen
Raum und auch die Materialwahl
bleibt jedem selbst überlassen. Mevis- Alfred Mevissen hat alle teilnehmensen koordiniert das Ganze. Seine Visi- den Künstler am Projekt »Pillars of
Freedom« nach Alsdorf eingeladen.
on für Alsdorf ist, dass er es schafft,
Bisher haben 40 zugesagt und einige
in jedem städtischen Park eine Säule
erhalten die Möglichkeit, an einer
der Freiheit aufstellen zu können.
Gemeinschaftsausstellung im SchafEine eigene Radroute verbindet alle
frathhaus teilzunehmen.
Parks in der Stadt miteinander.
In seiner »Auszeit« ist er ehrenamtlich tätig, zum Beispiel bei dem Verein GoBetter e.V. in Alsdorf-Mariadorf.
Innerhalb einer Ferienprojektwoche
gab er selbst einen Workshop für
Jugendliche mit dem Titel »An Steinen am Wegesrand kann man sich
orientieren. An Steinen im Weg kann
man wachsen«. Die acht Teilnehmer
waren Schüler der Marien-Realschule
und der Europahauptschule. Die sozialpädagogische Arbeit mit den
Jugendlichen hat ihm viel Spaß
gemacht und er war begeistert darüber, dass sich die Jugendlichen auf
den Stein eingelassen haben und
Engagement zeigten.
Auf dem großzügigen Gelände von
Das »Sabbatical« hat fast die Halbzeit
erreicht und Alfred Mevissen möchte
noch nicht über seinen Arbeitsbeginn
im August nachdenken. Er genießt
einfach seine neue Freiheit. »Es ist
einfach fantastisch, so in den Tag hinein zu leben. Endlich habe ich Zeit für
meine Frau oder meine Enkel. Ich
genieße ein Mittagessen im Kreise
der Familie oder war bei der Einschulung meiner Enkelin dabei.«
Er glaubt, dass sein Projekt so erfolgreich ist, weil er zum einen viel Zeit
für die Sache hat und zum anderen
auch unbefangen an sein Projekt herangehen kann, aber natürlich auch
die Vorteile seines Berufes und sein
Knowhow nutzen kann.
Sonnenstrom -Sonnenwärme -Holzheizung Wärmepumpe -Regenwasser -BHKW
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Februar / März
63
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Mit dem Fahrrad in den Urlaub
AUF ZWEI RÄDERN NACH BAYERN ODER ANS MEER, AN
DEN NIEDERRHEIN ODER IN DIE EIFEL
Text und Fotos: Rolf Beckers
Die Fahrradtaschen gepackt, notwendige kleinere Utensilien in die
Lenkertasche, die Wasserflaschen
aufgefüllt und den Helm aufgesetzt, gestartet wird an der Haustüre und los geht's. Das Tempo
bestimmt man selbst - keine Hektik, unterwegs genießt man die
Landschaft, sammelt vielfältige
Eindrücke, betrachtet in Ruhe Burgen oder idyllische Städtchen.
Spätestens am dritten Tag ist man
weit genug weg von Alltag und
Beruf,
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
muss morgens überlegen, welcher
Tag und welches Datum gerade
ist. Übernachtet wird in kleinen
Hotels und Jugendherbergen,
manche bevorzugen Campingplätze; letzteres jedoch mit der Konsequenz, die entsprechende Ausrüstung zusätzlich aufs Fahrrad zu
packen. Unterwegs ist Zeit, mit
anderen Trekking-Radlern ins
Gespräch zu kommen - Gesprächsstoff gibt es schnell ... Wo kommt
ihr her, wo radelt ihr hin? Der
Stress langer Autobahnfahrten
mit Dränglern,
Rasern und Staus,
oder stundenlanges
Herumwarten an
Flughäfen - vergessen! Nun ist im
wahrsten Sinne des
Wortes der Weg das
Ziel - die Seele hat
Zeit genug mitzukommen.
Je nach gewählter
Route ist dann ein fer-
64
Februar / März
nes Ziel nach einer entsprechenden
Anzahl von Tagen erreicht. Ein tolles
Gefühl ist es, mit dem eigenen Fahrrad von zu Hause gestartet, nun die
Donau zu queren, in Norddeutschland
am Meer zu stehen oder in Paris die
Champs-Elysées entlang zu radeln.
Die Fotos auf diesen Seiten sind auf
unseren Touren letzen Sommer entstanden. Das waren eine Dreitagestour an den Niederrhein und eine längere Urlaubstour nach Bayern. Eine
Niederrheintour (überwiegend flach)
ist ebenso geeignet für »Einsteiger«,
also für diejenigen die es einmal ausprobieren wollen. In unserem Falle
ging es zu Hause los mit dem ersten
Tagesziel Wachtendonk. Je nach
gewählter Route sind das zwischen
75 und 85 Kilometer. Am zweiten Tag
ging es über Kempen, Krefeld und die
Burg Linn an den Rhein. Übergesetzt
wurde mit der Fähre, Tagesziel war
Schloss Benrath (ca. 70 km). Am dritten Tag ging es mit der Rheinfähre
nach Zons, anschließend mit einem
Zwischenhalt am Kloster Knechtste-
den über Bedburg und Jülich zurück
nach Hause (ca. 75 km).
Eine Tour wie die nach Bayern bedarf
natürlich einer gewissen Vorbereitung. Dazu gehören eine Fahrradinspektion - selbst oder beim Fachbetrieb - ein bedachtes Packen der Fahrradtaschen genauso wie das Antrainieren der nötigen Kondition. Zu
zweit kommt man natürlich auch
ohne Vorbuchung in der Regel irgendwo unter. Wer jedoch auf Nummer
Sicher gehen möchte, reserviert alle
Übernachtungen bereits vor der Tour.
Das kann jedoch auch Nachteile
haben, z.B. wenn es zu heiß ist oder
zu lange regnet und man lieber früher
einkehren möchte.
Jedenfalls haben wir die letzte Bayerntour entsprechend vorbereitet,
Route und Tagesetappen vorher festgelegt und alle Quartiere vorab reserviert. Die Route führte uns am ersten
Tag bis Bonn, anschließend ging es
den Rhein entlang über Koblenz, Bin-
gen und Worms bis Mannheim. Ab
hier begleitete uns der Neckar über
Heidelberg, Bad Wimpfen und Stuttgart bis Plochingen. Hier mündet ein
Flüsschen namens Fils in den Neckar.
Nun war die Fils unsere Begleiterin
bis Geislingen an der Steige. Die Steige auf der letzten Tagesetappe
bestand aus einer Serpentine hoch
auf die Schwäbische Alb. Auf ruhigen
Nebenstraßen ging es zuerst über die
Alb, später sanft bergab Richtung
Donau. Diese wurde bei Leipheim
gequert, bevor es in Richtung der
bayrisch-schwäbischen Kreisstadt
Günzburg ging. Von hier waren es
noch 15 Kilometer zum Ziel der Tour:
liebe Verwandte, die uns herzlich zum
Besuch eingeladen hatten und die
sich inzwischen überhaupt nicht mehr
wundern, wenn wir sagen »Vielen
Dank für die Einladung, wir kommen
mit dem Fahrrad.«
Und wenn uns abends die Tante aus
Bayern ausgesprochen herzhaft mit
schwäbischen Spezialitäten bekocht,
der Onkel ein kühles bayrisches Bier
aus dem Keller holt und wir einige
Erlebnisse von unterwegs erzählen,
weiß man, dass die Welt auch in Ordnung sein kann.
Tipps für Einsteiger
Es ist viele Jahre her, da schauten wir
manchmal den damals noch seltenen
Trekking-Radlern bewundernd hinterher, bis wir es dann - nach und nach
entsprechend ausgestattet - selbst
ausprobierten. Unsere Ausstattung ist
auf den Fotos zu sehen. Das ist einmal ein stabiles Trekkingrad mit Kettenschaltung und 3x10 Gängen. Das
andere ist ein Trekking taugliches
Pedelec mit Nabenschaltung. Motor
und Akku befinden sich wegen der
besseren Gewichtsverteilung in der
Mitte. Lenker- und Packtaschen sind
aus wasserdichtem Material. Trotz
pannensichereren Reifen ist es vorteilhaft, einen passenden Ersatzschlauch für alle Fälle mitzuführen.
bzw. ein entsprechendes Programm
fürs Smartphone. In die Taschen sollte
auf jeden Fall hochwertige und leichtgewichtige Regenkleidung mit eingepackt werden. Ansonsten entwickelt
hier jeder sein eigenes Konzept, was
unbedingt mit muss und was verzichtbar ist.
Für die Rückreise von einem Zielort
nach Hause benutzen wir in der Regel
Fahrrad-Regionalkarten sowie Wander- die Bahn. Unkompliziert sind Verbindungen mit Regionalzügen (RE, RB,
führer zu einer großen Anzahl verS). Grenzwertig sind Fernzüge, da ICE
schiedener Routen, die in der Regel
entsprechend mit Wegweisern ausge- keine Fahrräder mitnehmen und die
IC zwar ein Fahrradabteil haben, die
schildert gibt es im gut sortierten
Buchhandel und natürlich im Internet. Einstiege und Abstellmöglichkeiten
überwiegend jedoch fahrraduntaugWer stattdessen lieber modernste
lich sind. Bei der beschriebenen BayTechnik einsetzt, benutzt ein Navi
Wir können nur empfehlen, Fahrräder
und Zubehör grundsätzlich bei einem
Fachhändler des Vertrauens zu erwerben. Dieser sollte zu allen technischen
Details beraten, Sattel und Lenkung
individuell einstellen sowie gewissenhaft und kompetent Wartungsarbeiten
und Inspektionen durchführen können.
erntour haben wir daher für die Rückreise bei einem großen Autovermieter
einen passenden Transporter gebucht
und diesen bei der Aachener Firmenniederlassung abgeben können.
Das Meiste spielt sich jedoch nach
individuellen Bedürfnissen ein. Für die
einen sind etwa 50 km pro Tagesetappe gerade richtig, für andere sind
es 80 km und mehr.
Deshalb: Ausprobieren und einen
schönen
Fahrradsommer
2017.
W W W. Z W E I RA D H AU S- F I S C H E R. D E
,+5*(681'+(,76),*8581'63257(;3(57(
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Februar / März
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Sonntag, 30. April 2017
8. Dachser Duathlon in der Alsdorfer City
RENNDIREKTOR PATRICK THEVIS GIBT ALLES
Von Birgit Becker-Mannheims
Bis zum Alter von 26 Jahren bezeichnet er sich selbst gerne, als „Couchpotato“. Ein wenig Fußball spielen,
sonst hatte er mit Sport nicht viel zu
tun. Das Laufen hat er erst über seinen
Schwiegervater, einem ambitionierten
Marathonläufer, kennen gelernt und
für sich entdeckt. Im Fitness Studio
begann er mit dem Training bevor er
Laufstrecken von 7 bis 8 Km absolvierte.
Er trainierte mit seiner Frau und meldete sich im Marathonclub in Eschweiler an. Relativ schnell war er im
Damit alles reibungslos klappt, stecken Vorstand willkommen und entdeckte
monatelange Vorbereitung und lange dort seine organisatorischen Fähigkeiten, die ihm bis heute viel Spaß machen.
Arbeitstage dahinter. Das StarterPatrick absolvierte seinen ersten
Päckchen für jeden Sportler will
schließlich wohl gefüllt sein, der Hel- Marathon 2006 in Bonn (Freudentränen über das Ergebnis, aber auch die
fer steht nicht automatisch an der
rechten Stelle, die Strecke führt nicht Erkenntnis, ist schon hart die 42,195
km zu schaffen!) Im selben Jahr fing
zufällig da lang, wo sie lang führt.
er mit dem Triathlon-Training an, ist
Dazu gilt es Unmengen an Gesprächen zu führen, mit Behörden, Team- etwas entspannter, meint er. Viele
Leitern, Kollegen, Geschäftspartnern. Jahre stand für das Ehepaar Thevis
der eigene Sport im Vordergrund.
Die E-Mail-Flut dürfte mindestens so
40 Triathlons haben sie gemeinsam
groß sein, wie die Menge an Meeabsolviert, die schönsten waren dabei
tings. Ein riesen Berg an Arbeit, den
in der Schweiz oder auf Mallorca.
kaum einer registriert.
Jetzt spielen ihre beiden Kinder die
Hauptrolle im Familienleben, aber
Es ist Anfang Januar und wir sitzen
immer wenn sie Zeit haben wird im
gemütlich im Café. Der »RenndirekVerein trainiert.
tor« wirkt gelassen aber gleichzeitig
steht er unter »Strom«! Kein WunAktuell liegt der Fokus auf die Orgadern denn in wenigen Wochen fällt
nisation des Duathlons. Bisher sind
der Startschuss für fast 800 Sportler,
bereits 200 Anmeldungen eingegandie nach Alsdorf kommen, zum 8.
gen und täglich werden es mehr,
Dachser Duathlon.
Patrick Thevis rechnet damit, das wie
in 2016 die Veranstaltung ausgebucht
Patrick Thevis ist »junge« 38 Jahre,
ist. 657 Stellplätze für die Rennmaverheiratet, hat zwei Jungs, lebt in
schinen stehen zur Verfügung, die in
Herzogenrath-Straß und arbeitet als
Laborant in Aachen. In seiner Freizeit diesem Jahr teilweise doppelt belegt
läuft er gerne und ist Mitglied im Vor- werden. Denn der NRW Jugendcup
stand des Marathon-Club Eschweiler. wird ebenfalls in Alsdorf ausgetragen.
nur die oberste Spitze des Eisbergs.
Der Teil, der unter der glitzernden
Oberfläche verborgen bleibt, den
kennt Einer ganz genau: Patrick Thevis ist Renndirektor des DACHSER
Duathlon in der Alsdorfer City. Ich
habe Patrick 2015 kennen gelernt, als
er uns zum ersten Mal, das neue
Sport-Event vorstellte und wir am
Wettkampftag vor Ort waren.
Für ihn ist das der »Längste Tag des
Jahres«!
Zum dritten Mal präsentiert der
Marathon-Club Eschweiler das
herausragende Sportereignis in
der Alsdorfer Innenstadt. Und zum
zweiten Mal in Folge ist Alsdorf
Austragungsort der deutschen
Meisterschaft im Duathlon. Das
spricht für sich!
Die Deutsche Triathlon Union e.V.
erlebte im letzten Jahr eine überwältigende Resonanz von Seiten
der Sportler und war begeistert
über das positives Engagement
der Stadt Alsdorf, den Sponsoren
und dem Organisationsteam rund
um Renndirektor Patrick Thevis.
Das besondere am Dachser Duathlon
ist: beim Start stehen sowohl die
ambitionierten Hobbyläufer und Laufeinsteiger direkt neben den Profis, die
in der Welt des Triathlons oder Ironman zu Hause sind. Gemeinsam
absolvieren sie die Laufstrecke durch
die Innenstadt, schwingen sich
anschließend auf ihr Rad, bevor sie
dann nach den letzten Laufrunden in
der Innenstadt ins Ziel laufen. Wer in
den letzten beiden Jahren entweder
als Sportler oder als Zuschauer in Alsdorf dabei war, hat erfahren, das hinter diesem Sportevent eine enorme
Logistik- und Organisationsleistung
stehen muss. Das, was Zuschauer und
Athleten am Renntag sehen, das ist
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
66
Februar / März
»Ca. 190 junge Athleten, die heiß auf
Medaillen sind, gehen an den Start«,
berichtet Patrick Thevis.
Damit am 30. April alles klappt, sind
150 Helfer, im Einsatz. Darauf ist er
sehr stolz und ohne die würde es
nicht gehen. Und mit dem Hauptsponsor Dachser im Boot, einem Logistik-Unternehmen, hat das Organisationsteam einen ganz großen Vorteil.
»Durch die Zusammenarbeit haben
wir sehr viel gelernt und konnten
dadurch einige Prozesse optimieren.«
ßen, oder kommt die Zufriedenheit, ähnlich wie beim Sportler,
auch erst nach dem Rennen?
Patrick Thevis: Im Prinzip ist für
mich der Job erst erledigt, wenn der
letzte Preis bei der Siegerehrung
überreicht wurde. Spätestens nach
dem letzten Start (Elite-Wettkampf)
fällt aber die Anspannung ab, dann
weiß ich, alles steht, und ich darf das
Rennen genießen. Die größte Belohnung sind die glücklichen Gesichter
der Teilnehmer.
Was macht ein Rennleiter eines so
tollen Rennens noch selbst? Welche
Tätigkeiten koordiniert er noch?
Patrick Thevis: Bei mir laufen alle
Fäden zusammen und ich habe ein
großartiges Team, auf die ich mich
immer verlassen kann und das beim
Event einen unermüdlichen Einsatz
zeigt. An dieser Stelle möchte ich
meinem Team für den Einsatz, herzlich danken! Ich selbst nehme an
allen Gesprächen teil und bin das
Bindeglied zwischen den verschiedenen Organisationen.
Bei all der perfekten Organisation
passieren dennoch stets unerwartete Dinge. An welches Erlebnis
als Renndirektor erinnerst du dich
besonders?
Patrick Thevis: Naja, nach 7 Jahren
sind Überraschungen und Missver-
Am Renntag ähnelt Patricks Job
dann dem der Triathleten:
Schweiß fließt, Adrenalin strömt
durch die Adern und es summieren sich viele Kilometer in den
Beinen. Kann man seine gelungene Arbeit dann überhaupt genie-
arf
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gravvuren
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ständnisse zum Glück die großen
Ausnahmen. Vor fünf Jahren, damals
noch am Blausteinsee, wurde uns
recht kurzfristig mitgeteilt, dass
wegen der Modernisierung des Freibades die Umkleideräume nur teilweise und Duschen gar nicht verwendet werden können. Das war schon
eine kritische Situation für uns, die
wir dank der Unterstützung der Firma
Dachser lösen konnten.
Was macht den Duathlon in Alsdorf so »besonders«?
Patrick Thevis: Die Wettkampfstrecken. Es ist nicht alltäglich das für
ein Sportevent die halbe Innenstadt
Vom Koch zum
Promotionsstudenten
der Physik
EUREGIO-KOLLEG ALS SCHULE
DES ZWEITEN BILDUNGSWEGS
ERÖFFNET NEUE WEGE
Heiner
Tholen
war von
2002 bis
zu bedanken, für die tollen Wettlahmgelegt wird. Wir haben eine
2006 Stukämpfe bei denen wir starten dürfen.
großartige Laufstrecke, durch die
dierender
grüne Lunge von Alsdorf, den Annades Eurepark und die Einkaufsstraße. So kön- Wen erwartest du beim Elitegio-Kolnen wir den Ansprüchen der Sportler Wettkampf im Ziel ganz vorn?
legs in
gerecht werden, Natur und City
Patrick Thevis: Die Titelverteidiger
Würselen und hat in dieser Zeit
(Zuschauerfreundlich). Die Radstrecke sind die Gejagten. Bei den Damen
bei vier Aufführungen des Literaauf der B221 ist für den Straßenverwird Kristina Ziemons (Aachen) alles
turkurses „Darstellendes Spiel“
kehr voll gesperrt und anspruchsvoll. daran setzen ihren Titel zu verteidiBeste Voraussetzungen für einen faigen und bei den Herren wird Dominik mitgewirkt. Inzwischen promoviert er an der Univer-sität Hamren Wettkampf.
Sowieja (Hochemmingen) auf jeden
burg im Studienfach Physik. In
Fall zu den Favoriten zählen.
den Weihnachtsferien hat er das
Was bedeutet für dich persönlich
die Ausrichtung der Deutschen
Werden auch zukünftig Ihre Veran- Euregio-Kolleg besucht und eine
Theaterprobe angeschaut. ClauMeisterschaft?
staltungen in Alsdorf stattfinden?
dia Wein-Hilgers hat sich mit HeiPatrick Thevis: Mit der Austragung Welche Pläne habt ihr für die
ner Tholen unterhalten.
Zukunft des Dachser Duathlon?
der Deutschen Meisterschaft im
Duathlon hat sich ein Traum erfüllt. Es Patrick Thevis: Es wird auf jeden
Seit 2013 arbeitet Heiner Tholen an
ist die höchste Meisterschaft/Titel in
Fall weitere Veranstaltungen in Alsseiner Promotionsarbeit in Physik und
Deutschland und wir freuen uns über dorf geben, aber auf jeden Fall die
ist auf der Suche nach einem neuen
die Ausrichtung und die erneute
letzten Deutschen Meisterschaft im
Berücksichtigung von der Deutschen
Duathlon am 30. April 2017 in Alsdorf Elementarteilchen. Bald wird er seine
Doktorarbeit fertigstellen, um dann
Triathlon Union. Hier können wir
sein. Ab 2018 werden wir zurück zur
natürlich von der Austragung im letz- den Wurzeln gehen und den Breiten- möglicherweise als Wissenschaftler
zu arbeiten. 2012 hatte er an der
ten Jahr stark profitieren. Die
sport mehr im Fokus haben. Schön
RWTH Aachen seinen Masterabschluss
Ansprechpartner sind die gleichen,
wäre eine Fortführung des NRWin Physik erworben, danach ging es
die Abläufe bleiben zu 95% identisch Nachwuchs-Cups beim DACHSER
und das Helferteam ist eingespielt.
Duathlon. Dazu werde ich Mitte 2017 nahtlos für ein Jahr als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das CERN in
Gespräche mit dem Landesverband
aufnehmen. Die Jugend ist mir in den Genf. Eine Bilderbuchkarriere also?
Würdest du gerne selbst beim
letzten Jahren sehr ans Herz gewach- Ganz und gar nicht, denn der Weg
DACHSER Duathlon teilnehmen?
von Heiner Tholen hin zum Traumbesen und hier möchten wir uns gerne
Patrick Thevis: Das wäre schön
ruf war nicht glatt und nicht immer
weiter engagieren.
(lacht)! Einmal im Jahr möchten wir
so zielorientiert.
den Athleten eine perfekt organisierte Anmeldung:
Heiner Tholen, Jahrgang 1982,
www.mc-eschweiler.de
Veranstaltung bieten, um uns damit
stammt aus Heinsberg und hat die
Grundschule in Breberen besucht. An
der Realschule in Gangelt erwarb er
1999 die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk. »Zu diesem Zeitpunkt war ich noch überhaupt nicht
soweit zu wissen, was in mir steckt«,
so Heiner Tholen, »und als sich mir
die Lehrstelle als Koch anbot, habe
ich nicht lange überlegt.« Bereits
während der Ausbildung wurde ihm
klar, dass dieser Beruf nicht seinem
Interesse entsprach, und er begann,
nach neuen beruflichen Orientierungsmöglichkeiten zu suchen. Durch einen
Berufsschullehrer wurde er auf die
Möglichkeit, am Euregio-Kolleg das
Abitur zu erwerben, aufmerksam
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
68
Februar / März
gemacht. Dies war für ihn die Chance
auf Größeres. Zum Wintersemester
2002 belegte er den Bildungsgang
»Vollzeitkolleg« am Euregio-Kolleg.
Heiner Tholen hat am hier das Schulfach Mathematik ebenso neu entdeckt
wie die Kunst und eben auch das
Theaterspiel. »Meine Kreativität
konnte sich am Euregio-Kolleg neu
entfalten«. Viel außerunterrichtliches
Engagement und ein hoher zeitlicher
Aufwand wurden den Ensemblemitgliedern zwar abverlangt, dennoch
denkt er mit Wehmut an diese Zeit
zurück und an den »Nervenkitzel auf
der Bühne«. Denn als Student der
Physik an der RWTH Aachen, wo er
sich nach dem Erhalt des Abiturzeugnisses im Wintersemester 2006 einschrieb, fehlte ihm fortan die Zeit für
das Theaterspiel. »Vor allem der Start
in den Bachelorstudiengang war
schwierig, ich musste mich trotz guter
Vorbereitung am Euregio-Kolleg in
Mathematik und Physik am Anfang
durchkämpfen«, so Heiner Tholen.
2012 erwarb er an der RWTH seinen
Masterabschluss in Physik, danach
ging er für ein Jahr als wissenschaftlicher Mitarbeiter ans CERN nach Genf.
Seit 2013 promoviert Heiner Tholen
an der Universität Hamburg und wird
voraussichtlich im kommenden Jahr
seinen Doktortitel erwerben. Seinen
Traumberuf des Kernphysikers hat er
dann erreicht.
Wer wie Heiner Tholen daran interessiert ist, sich nach einer Berufsausbildung oder beruflichen Tätigkeit neu
zu orientieren,und das Abitur oder die
Fachhochschulreife am Euregio-Kolleg
zu erwerben, um später zu studieren
oder sich beruflich höher zu qualifizieren, kann sich direkt an das Euregio-Kolleg in Würselen wenden und
Bewerbungsunterlagen anfordern
unter : 02405/4115-0 oder [email protected] bzw.
www.euregio-kolleg.de. Das Sommersemester 2017 startet am 1. Februar.
Aufnahmevoraussetzungen sind :Mindest-alter 18 Jahre, mittlerer Schulabschluss und mindestens zweijährige
Berufsaus-bildung bzw. berufliche
Tätigkeit oder Familientätigkeit.
STADTFEST VOM 8.-11. SEPTEMBER
Europafest 2017
ganz im Zeichen des
Bergbaus
Der neue Hyundai Tucson
blue 1.6 GDi Classic
Preisvorteil 3.160,- EUR!¹
Partnerschaftskomitee der Stadt
Alsdorf präsentiert ein Europafest
ganz im Zeichen des Bergbaus –
Stadtfest vom 8. bis 11. September – Positive Bilanz des Partnerschaftskomitees
scheFreunde aus Saint-Brieuc zum
Weihnachtsmarkt angereist waren
und ihre bretonischen Spezialitäten
angeboten haben. Diese besondere
Form des partnerschaftlichen Austauschs hat schon Tradition und
bringt stets bretonisches Flair zum
Das vergangene Europafest hat erneut »Wintermärchen« an der Burg.
ein vielfältiges, farbenprächtiges Programm geboten, das zahlreiche Besu- Jetzt richtet sich der Blick auf das
cher in die Innenstadt gelockt hat.
diesjährige Europafest, denn das ist
Die eigens aus Ungarn angereiste
ein ganz Besonderes. Zum 25. Mal
preisgekrönte Folkloregruppe begeis- jährt sich die Schließung der letzten
terte mit traditioneller Tanzmusik und Grube Emil Mayrisch - und damit das
Rhythmen, die Zuschauer konnten
Ende des Bergbaus der Region. Seitsich ein Bild von der landestypischen dem ist eine Menge passiert. Nicht
Folklore aus Ungarn machen. Stefan
nur das ehemalige Bergbaugelände
Heffels hatte für die Aktionsgemeinist heute nicht mehr wiederzuerkenschaft wieder 50 Gruppen für einen
nen - ganz Alsdorf hat eine enorme
opulenten Festzug in Bewegung
Entwicklung genommen.
gesetzt. Auch die Mitglieder des Partnerschaftskomitees der Stadt Alsdorf
Unter dem Motto »Im Zeichen des
waren zufrieden mit dem Europafest, Bergbaus« wird das Partnerschaftskoan dem zahlreiche Delegationen aus
mitee der Stadt gemeinsam mit der
den Partnerstädten Saint-Brieuc,
Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing
Brunssum und Hennigsdorf teilgeAlsdorf e. V. ein Europafest mit zahlnommen haben. Auch das fast schon reichen bergmännischen Akzenten
traditionelle Konzert des Brunssumer organisieren. Ein Partnerland im klasMannenkoores war wieder ein voller
sischen Sinne wird es diesmal nicht
Erfolg. Im vollbesetzten Fördermageben.
schinenhaus des Energeticon begeisterten die Sänger ihr Publikum.
Ansprechpartner in Sachen Städtepartnerschaft und Europafest ist PartDank gilt allen Partnern und insbenerschaftssekretär Axel Beyhs vom
sondere der Aktionsgemeinschaftstädtischen Presse- und Kulturamt.
Stadtmarketing, die beim Europafest
»Wir freuen uns sehr, ein bergmänniHand in Hand arbeiten, um das Stadt- sches Europafest auf die Beine zu
fest auf die Beine zu stellen. Außerstellen. Unsere Partnerstädte Brunsdem zeigte sich der stellvertretende
sum, Hennigsdorf und St. Brieuc, die
Bürgermeister und Vorsitzende des
teilweise selber eine BergbauverganPartnerschaftskomitees, Heinrich
genheit haben, haben uns hierfür
Plum, sehr erfreut, dass die französischon ihre Unterstützung zugesagt.«
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Februar / März
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ti · Fotos: Mar
n Marion Moret
Vo
N
E
IN O F D
Er selber wäre gar nicht auf die
Idee gekommen, dass seine Tätigkeit wichtig wäre – dabei sind
auch zum letzten Weihnachtsfest,
wie in den Jahren zuvor, wieder
selbst gestaltete Grußkarten eingegangen, in denen Eltern und
Kinder »Dankeschön« sagen.
Danke dafür, dass Franz Klein
schon seit so vielen Jahren an
jedem Schultag morgens früh egal ob es regnet oder schneit dafür sorgt, dass die Schulkinder
sicher über die Straße kommen.
Mit viel Freude und Spaß ist er bei
der Sache, jedes »seiner« Schulkinder kennt er persönlich, und es
fällt ihm auf, wenn Schüler fehlen
– schließlich kennt er den
Namen jedes einzelnen seiner
Schützlinge.
84 Jahre alt ist Franz Klein, und
er ist immer noch mit Leib und
Seele als Schülerlotse dabei.
Angefangen hat er damit
nach seiner Berentung.
Am 6. August 1931 kommt
Franz Klein auf die Welt, in
Laurenzberg bei Jülich –
besuchen kann er seinen
Geburtsort nicht mehr,
inzwischen musste der
den Baggern im Tagebau
Hambach weichen. Er ist
acht Jahre alt, es ist
1939, gerade ist er mit
seinen Eltern ins damalige Broichweiden gezogen, in die sogenannte
»Leysiedlung« (heute
Broicher Siedlung), als
der Krieg ausbricht. Als
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
70
Februar / März
Kind realisierte er die Gefahren nicht,
wenn es Fliegeralarm gab, durfte er
nach dem Unterricht nicht nach
Hause gehen, der Weg war zu weit.
Ihm war eine Familie in der Nähe der
Schule zugewiesen worden, in deren
Keller fand er, gemeinsam mit anderen Schülern, Unterschlupf während
der feindlichen Bombenangriffe. Nein,
Angst habe er nicht verspürt, für ihn
sei es abenteuerlich, ein »Spaß«
gewesen.
Mit Franz Klein meinte das Schicksal
es besser – sein Vater war nicht eingezogen worden, da er Untertage im
kriegswichtigen Bergbau arbeitete
und für seine Familie in diesen
schweren Zeitgen sorgen konnte. Die
Nachricht, dass die Amerikaner mit
ihren Truppen bereits Eschweiler
erreicht hatten, ließ die Familie die
Flucht ergreifen, mit dem Zug Richtung Jülich, nach Laurenzberg, ins
Elternhaus des Vaters. Unterwegs
wurden sie von feindlichen Flugzeugen angegriffen, »die haben uns den
Zug unterm Hintern weggebombt«.
Aber sie schafften es unversehrt in
das Haus der Großeltern, die dort
noch ausharrten, nicht evakuiert werden wollten. Die meisten Bewohner
hatten das kleine Bauerndorf bereits
verlassen, für die Zurückgebliebenen
gab es genug zu essen, herrenlose
Hühner und Vieh, Feldfrüchte, Gemüse.
Versteckt im Keller wollten sie abwarten – allerdings wurden sie von der
SS entdeckt und gegen ihren Willen
evakuiert. Für sie ging es in den
Osten, nach Zeitz in Sachsen-Anhalt,
wo der Vater bei den Leuna-Werken
Arbeit fand, ebenfalls kriegswichtig.
1945 – endlich war der Krieg beendet!
Die amerikanischen Truppen zogen
aus Sachsen ab, das von nun an zur
sowjetischen Zone gehörte. Franz
Vater hatte das Ziel, mit seiner Familie zurück in ihr altes Zuhause in die
Leysiedlung zu gehen, aber das wollten die Russen nicht zulassen, und
hielten sie an der Grenze auf. 14 Tage
warteten sie, bis sie einen erneuten
Fluchtversuch starteten, der diesmal
gelang; mit Pferd und Wagen überquerten Vater und Großvater unbemerkt die Grenze. Zurück in der Heimat konnten sie erleichtert aufatmen
– sowohl Franz Zuhause in der Leysiedlung als auch das Haus der Großeltern in Laurenzberg hatten den
Bombenhagel unversehrt überstanden. Während der Großvater ihr Hab
und Gut bewachte, holte sein Sohn
die restlichen Familienmitglieder aus
dem Osten in den Westen nachhause, in das von den Amerikanern verwaltete Gebiet. Der Krieg war nun
endlich zu Ende, das normale Leben
konnte wieder aufgenommen werden. Jeder musste mit anpacken, um
den Lebensunterhalt zu verdienen,
auch der vierzehnjährige Franz fand
Arbeit, zunächst in Hoengen bei
einem Bauern, dann über einen
Arbeitskameraden in Jülich auf Kloster Gut Karthaus, ebenfalls in der
Landwirtschaft.
1947 wechselte er den Arbeitgeber:
Die Amerikaner suchten Arbeitskräfte
zum Abbau des Westwalls – das
bedeutete Sprengungen und Minensuche. Gefährlich war die Arbeit zweifellos, und einige seiner Kollegen fanden auch den Tod dabei, aber den
jungen Burschen, gerade mal 16
Jahre alt, lockte die gute Bezahlung
und die 5-Tage-Woche, Samstags frei
zu haben war damals noch nicht
Standard. Darüber hinaus wurden auch
noch die Fahrtkosten übernommen,
auch keine Selbstverständlichkeit.
»Wir waren jung, wir dachten an das
Geld« und kaum an das Risiko, dem
sie sich täglich aussetzten. Dann, mit
18 Jahren, wechselte er zum EBV, am
28.11.1949 fuhr er zum ersten Mal ein,
auf Emil Mayrisch in Siersdorf, 1951
wechselte er nach Alsdorf, Anna I.
In Alsdorf lernte er auch Magdalena
kennen, es war »Fastnacht im Kasino«, als sie sich zum ersten Mal
sahen und mit dem »Poussieren«
begannen, bis 1952 in der Kellersberger Kirche geheiratet wurde.
Kurz nach der Geburt von Tochter
Marita wurde der jungen Familie ein
Angebot gemacht, das sie nicht
ablehnen wollten: Hans verpflichtete
Berufsleben
ausschied, und
was jetzt? Zum
alten Eisen
gehörte er noch
nicht, und er
hatte schon vor
seinem Rentnerdasein versprochen:
»Wenn ich pensioniert bin, verpflichte
ich mich, meiner Frau keine Arbeit
abzunehmen«.
1993 musste der Nachbar der Kleins,
Schülerlotse Willi, aus gesundheitlichen
20 Jahre lang verdiente Franz Klein
untertage sein Geld, bis ihn die Berufs- Gründen seine Tätigkeit aufgeben, und
krankheit der Bergleute zum Abschied Magdalena hatte die Idee, ob das
zwang. Wegen seiner Silikose 1. Gra- nicht was für ihren Franz sein könnte.
des, auch Staublunge genannt, durfte Gleich erkundigte sie sich bei der
er nicht mehr einfahren. Als Alternati- Stadtverwaltung über die offene Stelve boten sich ihm die Kokerei oder die le mit dem Ergebnis, dass im August
Technische Hochschule Aachen. Es fiel 1993 Franz Klein seinen ersten Einihm sehr schwer, sich von seiner lang- satz als Schülerlotse hatte. Seit 24
Jahren steht er Montags bis Freitags
jährigen Arbeitsstelle zu verabschiemorgens von 7.30 Uhr bis 7.50 mit
den, aber es musste eben sein. So
seiner Kelle am »Bergschlösschen« in
entschied er sich für Aachen und die
Ofden und sperrt die Theodor-SeippHochschule, wo ihm eine Anstellung
im Sicherheitsdienst angeboten wor- Straße, um »seine Schüler« auf ihrem
Hinweg zur Schule sicher über die
den war. Er fand sich gut ein, bis zu
Straße zu geleiten. Und um 13.30
seiner Berentung 1991 hatte er sich
Uhr, nach Schulschluss, steht er wiebis zum Leiter der Wache hocharbeider da. Er mag Kinder, und unterhält
ten können.
sich gern mit ihnen, vor vielen Jahren
war sein Enkel Konstantin ebenfalls
60 Jahre war er alt, als er aus dem
sich, die nächsten 10 Jahre weiterhin
für den EBV zu arbeiten, und sie hatten die Möglichkeit, eines der neu
erbauten Häuser in Ofden zu kaufen.
Oktober 1953 bezogen die beiden ihr
Eigenheim im Bussardweg 1 und gehörten mit zu den ersten Bewohner
der noch nicht gänzlich fertig gestellten Neubausiedlung. 1957 wurde mit
Sohn Heinz die Familie komplett. Die
Kinder von Magdalena und Franz
leben beide in Kohlscheid, und es
besteht ein inniger Kontakt.
einer seiner Schützlinge.
Auch die Eltern lernt er kennen, wenn
sie ihre »I-Dötzchen« anfangs noch
zur Schule begleiten.
Von Schülern und Eltern erfährt er dann
auch aktuelle Schulinfos, etwa Unterrichtsausfall oder schulfreie Tage. Dass
die Lehrerschaft keine Notiz von der
Arbeit ihres Mannes nimmt, die Schule ihn nicht über Ausfälle oder Veränderungen im Stundenplan informiert,
das findet Frau Klein ärgerlich. Schon
manches Mal hat ihr Mann vergeblich
auf die Schulkinder gewartet, und er
tue ihr oft leid, wenn er bei Wind und
Wetter draußen stehen müsse.
mit Leib und Seele« konstatiert seine Frau, und dass in
all den Jahren seiner Verantwortung
seinen Schützlingen nichts passiert
ist, kommt ja auch nicht von ungefähr! Kinder und Eltern wissen dies
zu schätzen, gelegentlich drücken sie
das in einer kleinen Aufmerksamkeit
aus, die sie ihm mitbringen, etwa eine
Packung »Merci« – um ihm so ihren
Dank für seinen Einsatz auszudrükken.
Nun ja, inzwischen denkt Franz Klein
ans Aufhören, aber auch dieser Abschied wird ihm nicht leicht fallen.
Bei seiner Tätigkeit als Schülerlotse
ist er mit ganzem Herzen dabei, mit
Freude und Sorgfalt, »wenn er zu
etwas Ja sagt, dann ist er ganz dabei,
Aber nun mit fast 85 Jahren sei es
ihm gegönnt, als Schülerlotse in den
wohlverdienten Ruhestand zu treten.
Seine Gesundheit spielt nicht mehr so
mit wie gewünscht, deshalb möchte er
Ende März 2017 seine Tätigkeit beenden. Jeden Morgen früh aufstehen
müssen – nach seinem morgendlichen
Einsatz legt er sich immer noch mal
kurz ins Bett, ehe er dann gemeinsam
mit seiner Frau um 8.45 Uhr frühstückt
– das hat er lange genug getan
dann!
71
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Februar / März
Natürlich Kerkrade
Die grünen Seiten Kerkrades
entdecken und erwandern
Von Rolf Beckers; Fotos: Olaf Op den Kamp
Die meisten Menschen kennen die
Gemeinde Kerkrade als Einkaufsund Marktstädtchen, vielleicht
noch als ehemalige Bergbaugemeinde. Für manche ist sie dagegen nur ein Durchgangsort zu
anderen Zielen. Wer aber kennt
den Hambos oder den Beerenbosch, ist am Crombacherbeek
entlang oder um den Cranenweyer gewandert? Denn zwischen
den gewachsenen Siedlungsbereichen und die das Gemeindegebiet
durchquerenden Straßen und
Bahnlinien gibt es viel Natur zu
entdecken, in einigen Bereichen
sogar Erstaunliches und Rares.
Einiges davon lässt sich erwandern bzw. im Rahmen auch kürzerer Spaziergänge erleben. Das
Gebiet der Gemeinde Kerkrade
zwischen der Landesgrenze im
Osten und Heerlen im Westen
beginnt nördlich von Eygelshoven
und reicht im Süden bis an die
Stadtgrenze Aachens.
Olaf Op den Kamp, in Kerkrade geboren und aufgewachsen, ist bereits als
Kind regelmäßig mit Eltern, Großeltern und insbesondere mit seinem
Großonkel draußen in der Natur
unterwegs gewesen. Das hat in
geprägt und hier kennt er sich aus
wie kaum ein Anderer. Es erfreut in
jedoch ebenso, sein umfangreiches
Wissen mit anderen zu teilen. Das
geschieht im Rahmen von Exkursionen, Vorträgen und Veröffentlichungen. Sein letztes im Herbst 2016
erschienenes Buch »Natuurlijk Kerkrade« befasst sich nun intensiv mit
den Naturgebieten seiner Heimatgemeinde Kerkrade. Unterstützt wurde
diese Veröffentlichung durch die niederländische Stiftung »Natuurpublicaties Limburg«; gewürdigt wird in der
Einleitung das 50-jährige Bestehen
der Abteilung Kerkrade der landesweit tätigen Organisation IVN (übersetzt: Institut für Naturbildung und
Nachhaltigkeit).
Als Autor und Fotograf hat Olaf Op
den Kamp in seinem neuesten Naturund Wanderführer insgesamt 21
Naturgebiete rund um Kerkrade
beschrieben. Hier ist neben den
bekannteren Bereichen wie Wurmtal
und Anstelbeek mancher Geheimtipp
für spannende Ausflüge in die nahe
Umgebung dabei. Beschrieben sind
ebenfalls der Stadtpark westlich des
Zentrums, der Gaia Zoo und der botanische Garten in Terwinselen. Auf 10
Wanderkarten werden Touren zwischen
1,5 km und 5,5 km vorgestellt. Ausführlich werden die Landschaft sowie
die heimischen Tier- und Pflanzenarten dargestellt, ergänzt durch weitere
Besonderheiten. Beispielsweise werden
die früheren, aus heutiger Sicht überschaubaren Braunkohlegruben Anna
und Herman vorgestellt, genauso wie
ehemaligen Steinkohlezechen.
Weitere Sonderkapitel stellen das
Kloster Rolduc, Schloss Erenstein und
die Baalsbrugger Mühle vor. Ebenfalls
werden einzelne Exemplare der Tierund Pflanzenwelt ausführlicher
beschrieben, wie zum Beispiel Biber,
Ringelnatter und Dachs. Hervorzuheben ist ein Kapitel über den UlmenZipfelfalter, eine inzwischen sehr seltene Schmetterlingsart, die zum Überleben auf die blühenden Baumkronen
alter Ulmen angewiesen ist.
Es ist ein besonderes Buch, dass nicht
nur für die Bewohner Kerkrades interessant ist, sondern ebenso für alle
Naturliebhaber der hiesigen Region.
Die Texte sind auf Niederländisch verfasst, die ca. 360 Abbildungen, 10
Wander- und 2 Übersichtskarten
geben jedoch auch ohne tiefere
Sprachkenntnisse einen fachlich fundierten Einblick in Fauna und Flora
des grünen Umfelds von Kerkrade.
Jede erwähnte Art ist darüber hinaus
mit ihrem wissenschaftlichen Namen
benannt.
BUCHTIPP
Das Buch
»Natuurlijk
Kerkrade« ist u.a.
im Buchhandel
von Kerkrade und
Herzogenrath
erhältlich
Preis: 15,- Euro
312 Seiten, Format 165 x 240 mm
ISBN 978-90-74508-25-4
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
72
Februar / März
Mo, Di, Do 14.00 -17.30
sowie nach Vereinbarung
5.000 Volt-Leitung festhält, wird er
schwer verletzt und verliert seinen Arm.
Zu dieser Zeit schon beginnt ein langer Kampf mit Ärzten und Obrigkeiten - denn der Verlust seines Armes
wäre vermeidbar gewesen, davon
geht er aus.
Nach diesem Vorfall ist er ein anderer
- kann sein geliebtes Akkordeon nicht
mehr spielen und auch viele Freizeittätigkeiten nicht mehr ausüben, ganz
zu schweigen von seinem Beruf, hier
muss er sich umorientieren. Er bleibt
aber beim EBV und arbeitet sich dort
hoch zum stellvertretenden Magazinverwalter.
Fritz Looser
EINE BIOGRAFIE
Fritz Looser, gebürtiger Alsdorfer,
ist heute 87 Jahre alt. Vor knapp
einem halben Jahr starb seine
Frau Trudi - da lebten beide schon
im Seniorenheim »An der Stadthalle«.
Sein Leben war nicht leicht, mit vier
Jahren schon starb sein Vater nach
einer Lungenentzündung. Mit seiner
Mutter und seiner Schwester bleiben
Fritz Looser lebt im Betreuten Wohnen im Seniorenhaus »An der Stadthalle«, ist Witwer und hat zwei Kinder, zwei Enkelkinder und drei Urenkelkinder.
sie in den wirtschaftlich schweren
zeiten allein zurück. Sein Vater und
auch sein Großvater waren im Bergbau tätig, und so versucht auch der
mittlerweile 14jährige nach dem Besuch der Volksschule sein Glück beim
EBV und beginnt eine Lehre als
Maschinenschlosser. Als er mit damals
17 Jahren während einer Kontrollarbeit von einem Gerüst stürzt und sich
mit seinem rechten Arm an einer
Sein Unfall und der Verlust seines
Armes brachten viele Folgeerkrankungen. Er litt an Phantomschmerzen,
Migräneanfällen und bekommt
Magengeschwüre. Als er vor einer
schweren Operation steht, legt er sein
Leben in Gottes Hand - eine entscheidende Wende für sein weiteres
Leben.
Fritz Looser
Eine Hommage an Gott
In seinem Buch, an dem er in den fol- Buchwerkstatt
genden Jahren immer wieder arbeiPaperback, 7,90 Euro
tet, beschreibt er facettenreich sein
70 Seiten
Arbeitsleben und seine Vorstellung
erhältlich in der Buchhandlung
vom Tod.
Thater und bei Fritz Looser
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Februar / März
73
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Das Pflegestärkungsgesetz II
DIE UMSTELLUNG VON D R E I P F L E G E S T U F E N
AUF F Ü N F P F L E G E G R A D E Von Izet Porrmann
Änderung der Pflegegeld- und Pflegesachleistungen
Geldleistung § 37
(zzgl. § 45b: 125 €)
1
2
3
4
5
Ab dem 1. Januar 2017 werden
alle Pflegebedürftigen, die bereits
in einer Pflegestufe nach dem
alten Begutachtungssystem eingestuft waren, in den jeweils höheren Pflegegrad überführt. Pflegebedürftige bei denen durch den
MDK vor dem Jahr 2017 eine eingeschränkte Alltagskompetenz
festgestellt worden war, werden
sogar in den übernächsten Pflegegrad (doppelter Stufensprung)
überführt. Keine der bisher vergebenen Pflegestufen wird in den
Pflegegrad 1 überführt. Die Überführung in die Pflegegrade wird
durch die Pflegekasse automatisch
und selber durchgeführt. Hierzu ist
weder eine neue Antragstellung,
noch eine erneute Begutachtung
notwendig. Erst ab Januar 2017
können Pflegebedürftige in den
Pflegegrad 1 eingestuft werden,
die bisher noch keine Leistungen
durch die Pflegekasse in Anspruch
genommen haben.
Pflegegrade (PG)
und die Beeinträchtigung der
Selbstständigkeit
PG 1
(12,5-26,5 Punkte)
geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
PG 2
(27-47 Punkte)
erhebliche Beeinträchtigigung der
Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
PG 3
(47,5-69,5 Punkte)
schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
PG 4
(70-89,5 Punkte)
schwerste Beeinträchtigt der
Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
PG 5
(90-100 Punkte)
schwerste Beeinträchtigung der
Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten
mit besonderen Anforderungen an die
pflegerische Versorgung.
ur.
n Pflegeto
er weitere
Eröffnungnahein
lich .
mög
ung
talt
tges
Zei
me , mit flexibler
Zeitnahe Auf
ALSDORFER STADTMAGAZIN 5/2016/17
125 €*
316 €
441 €
545 €
670 €
728 €
853 €
901 €
1026 €
74
Dezember / Januar
Sachleistung § 36, § 41
(zzgl. § 45b: 125 €)
stationäre Pflege § 43
125 €*
689 €
814 €
1298 €
1423 €
1612 €
1737 €
1995 €
2120 €
Bestandsschutz
Die Bundesregierung hat festgelegt,
dass durch die Umstellung von den
Pflegestufen in die Pflegegrade keiner der bisherigen Leistungsbezieher
schlechter als vorher gestellt werden
soll. Aus diesem Grund enthält das
Pflegestärkungsgesetz einen Leistungs- und Bestandsschutz. Dieser
regelt, dass alle Leistungsbezieher,
die vor dem 1. Januar 2017 Leistungen bezogen haben, ab diesem
Datum mindestens dieselbe Leistung
erhalten. Dieses wird auch durch die
Umstellung der Pflegestufen auf die
Pflegegrade gewährleistet. Alle bisherigen Leistungsbezieher erhalten
automatisch höhere Leistungen.
Grundsätzlich kommt es bei der
Überleitung zu einem »Stufensprung«, z.B.
Pflegestufe 1 wird Pflegegrad 2,
Pflegestufe 2 wird Pflegegrad 3 usw.
Eine Besonderheit gilt für Personen,
bei denen bis zum 31.12.2016 eine
eingeschränkte Alltagskompetenz
125 €
770 €
1262 €
1775 €
2005 €
* Pflegebedürftige
im neuen Pflegegrad 1
haben - wie alle anderen
Pflegebedürftigen Anspruch auf Pflegeberatung, Beratung in
eigener Häuslichkeit,
Versorgung mit Pflegehilfsmitteln und
Zuschüsse zur Verbesserung des Wohnumfeldes.
festgestellt wurde. Hier kommt es zu
einem »doppelten Stufensprung«,
d.h.: Pflegestufe 1 mit eingeschränkter
Alltagskompetenz wird Pflegegrad 3,
Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz wird Pflegegerad 4 usw.
Eine Ausnahme gibt es bei den
»Zusätzlichen Betreuungs- und
Entlastungsleistungen«. Hier gab es
nach dem bisherigen Recht monatlich
104 Euro bzw. 208 Euro als erhöhten
Betrag. Nach dem Recht ab 1. Januar
2017 stehen jedem Pflegebedürftigen
monatlich einheitlich 125 Euro zu.
Diejenigen, die zuvor den erhöhten
Betrag von 208 Euro erhalten haben,
wären demnach schlechter gestellt. In
diesem Fall greift der Bestandsschutz
und regelt, dass die Differenz in Höhe
von 83 Euro zusätzlich gezahlt wird.
Hier gilt die Voraussetzung, dass die
Leistung, die ein Pflegebedürftiger
durch die Umstellung auf den Pflegegrad bezieht, nicht bereits höher als
83 Euro ausfällt.
Foto: Andreas Basler
Pflegegrad
Überblick über die Leistungen der Pflegekasse
Geldleistungen/ Pflegegeld nach § 37 SGB XI (Angehörigenpflege)
PG 1
.
PG 2
316 €
PG 3
545 €
PG 4
728 €
PG 5
901 €
Sachleistungen nach § 36 SGB XI (Pflegedienstleistungen)
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
PG 1
Kein Anspruch, jedoch kann
689 €
1298 €
1612 €
1995 €
der Entlastungsbetrag von
125 €hierfür eingesetzt werden
Anmerkung: Bis zu maximal 40 % des Sachleistungsbetrages können für anerkannte Unterstützungsleistungen im Alltag eingesetzt werden.
Friedhofskommission
MACHT SICH EIN BILD VOM
ZUSTAND DER RUHESTÄTTEN
Vollstationäre Pflege nach § 43 SGB XI
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
PG 1
770 €
1262 €
1775 €
2005 €
125 €
Anmerkung: Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen (auch teilstationär) haben individuellen Rechtsanspruch auf Maßnahmen der zusätzlichen Betreuung und Aktivierung(§ 43b SGB XI)
Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45 SGB XI
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
125 €
125 €
125 €
125 €
125 €
Anmerkung: Diese Leistungen können eingesetzt werden für: 1. Tages und Nachtpflege · 2. Kurzzeitpflege · 3. Nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag · 4. Leistungen eines
ambulanten Pflegedienstes Nur bei Pflegegrad 1 für körperbezogene Pflegemaßnahmen einsetzbar!
Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
1612 €
1612 €
1612 €
1612 €
Kein Anspruch, jedoch kann
der Entlastungsbetrag von
125 €hierfür eingesetzt werden
Anmerkung: Zusätzlich darf ein nicht verbrauchter Leistungsbetrag für Verhinderungspflege auch für
Leistungen der Kurzzeitpflege genutzt werden. Hierdurch lässt sich der Leistungsanspruch auf 3224
€verdoppeln. Das Pflegegeld wird während der gesamten Kurzzeitpflege von maximal 8 Wochen
hälftig weitergezahlt.
Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
PG 1
Kein Anspruch, jedoch kann
1612 €
1612 €
1612 €
1612 €
der Entlastungsbetrag von
125 €hierfür eingesetzt werden
Anmerkung: Zusätzlich können maximal bis zu 50 % des nicht verbrauchten Leistungsbetrags für die
Kurzzeitpflege (maximal 806 €) für die Verhinderungspflege ausgegeben werden. Das Pflegegeld
wird während der gesamten Verhinderungspflege von maximal 6 Wochen hälftig weitergezahlt.
Tages- und Nachtpflege nach § 41 SGB XI
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
Kein Anspruch, jedoch kann
689 €
1298 €
1612 €
1995 €
der Entlastungsbetrag von
125 €hierfür eingesetzt werden
Anmerkung: Diese Leistungen können neben dem Pflegegeld und oder Pflegesachleistungen im vollem Umfang in Anspruch genommen werden. Achtung: Pflegebedürftige, die in einer ambulant
betreuten WG leben, haben nur Anspruch darauf, wenn nachgewiesen ist, dass die Pflege in der
ambulant betreuten Wohngruppe ohne teilstationäre Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann.
Zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten
Wohngruppen. (Wohngruppenzuschlag nach § 38a SGB XI)
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
214 €
214 €
214 €
214 €
214 €
Anmerkung: Diese Leistung entfällt bei gleichzeitiger Nutzung von Tagespflegeangeboten sowie in
sogenannten anbieterverantworteten Wohngemeinschaften.
Leistungen zur Wohnungsanpassung nach § 40 SGB XI
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
4000 €
4000 €
4000 €
4000 €
4000 €
Anmerkung: Der Zuschuss wird je nach Maßnahme gewährt. Ändert sich die Pflegesituation z. B.
durch eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der pflegebedürftigen Person und werden
weitere Maßnahmen notwendig, so gilt dies als eine neue Maßnahme.
Leistungen für Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
40 €
40 €
40 €
40 €
40 €
Anmerkung: Diese Leistung entfällt bei gleichzeitiger Nutzung von Tagespflegeangeboten sowie in
sogenannten anbieterverantworteten Wohngemeinschaften.
Pflegeberatung nach § 7a SGB XI
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
Anspruch
Anspruch
Anspruch
Anspruch
Anmerkung: Dies ist eine individuelle Beratung durch einen anerkannten Pflegeberater.
Die Pflegekassen können feste Ansprechpartner benennen.
PG 5
Anspruch
Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI (bei Bezug von Pflegegeld)
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
Anspruch 2x jährlich · PG 2+3: halbjährliche Pflicht · PG 4+5: vierteljährliche Pflicht
Anmerkung: Diese Beratungseinsätze dienen der Sicherung und Verbesserung der Versorgung
Pflegebedürftiger, die Pflegegeld beziehen und keine professionelle Pflege durch einen Pflegedienst
in Anspruch nehmen.
Beratung zur Palliativversorgung
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
PG 1-PG 5: Anspruch
Anmerkung: Versicherte haben gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung zu der Palliativ- und Hospitzversorgung sowie zu den Möglichkeiten der persönlichen Versorgung für die letzte Lebensphase (z. B. Patientenverfügung, Vollmacht).
Nicht nur in der herbstlich-feuchten
Jahreszeit ist die Entwässerung
auf Friedhöfen eine Herausforderung. Eine beständige Pflege und
Sanierung der Wege ist erforderlich,
damit Angehörige trockenen Fußes
zu den Ruhestätten ihrer Lieben
gelangen können. In dieser Hinsicht
hat sich auf dem Mariadorfer Friedhof viel getan, wie die Friedhofskommission bei ihrer jüngsten Begehung der Flächen feststellen
konnte.
Qualitativ hochwertige und pietätvolle
Rahmenbedingungen für die Bestattungen auf den Alsdorfer Friedhöfen
zu bieten, hat sich diese Kommission
auf die Fahnen geschrieben. Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus Vertretern der Verwaltung mit dem Ersten
Beigeordneten Ralf Kahlen an der Spitze, aus Vertretern der Kommunalpolitik
sowie aus Mitarbeitern der Grund- und
Stadtentwicklungsgesellschaft, die für
die Bewirtschaftung aller Alsdorfer
Friedhöfe – mit Ausnahme der Grabstätten in Hoengen – zuständig ist.
In Mariadorf waren beim Rundgang
die Wege besonders im Blick. »Auf
diesem Friedhof bilden sich selbst
nach einem starkem Regen auf den
Wegen keine größeren Pfützen
mehr«, bemerkte Ralf Kahlen beim
Ortstermin. Viele Wege wurden neu
angelegt und somit auch dauerhaft
»getrocknet«. Rund 1000 Quadratmeter Wegflächen wurden insgesamt
überarbeitet. Die Sanierung der dortiFebruar / März
75
Die Ruhestätten im Blick:
Bei ihren jüngsten Begehungen hat
sich die Friedhofskommission unter
anderem ein Bild von den Gräberfeldern in Hoengen gemacht.
gen Trauerhalle wurde im vergangenen Jahr ebenfalls beendet.
Etwa 100.000 Euro pro Jahr stehen
für Investitionen – neben der reinen
Pflege – in die bauliche Substanz der
Friedhöfe zur Verfügung. Eine Prioritätenliste dafür zu erstellen, gehört zu
den Aufgaben der Friedhofskommission. Auf dieser Liste steht im kommenden Jahr die Errichtung einer Urnenanlage auf dem Friedhof Kellersberg.
Auch kleinere Dinge wie neue Sitzbänke landen zunächst auf dieser
Liste – und nicht selten sind es Begehungen der Kommission wie jüngst
auf den Friedhöfen in Mariadorf,
Hoengen, Schaufenberg und dem
Nordfriedhof, die Impulse dazu liefern.
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Das Hospiz am Iterbach
EINST GEBURTSSTÄTTE - HEUTE EIN GUTER ORT ZUM STERBEN
Von Brigitte Schroeder und Birgit Becker-Mannheims
Reichtümer kann man durch das
Betreiben eines Hospizes nicht
erwerben. Man muss für die Arbeit
brennen. Niemand verdient hier
viel, aber alle, die hier arbeiten,
sind gerne hier. Sie sind engagiert
und die Wertschätzung, die ihnen
entgegengebracht wird macht alle
Anstrengungen wett.
So ist gleich geklärt, warum Menschen im Hospiz am Iterbach
arbeiten, die von schwerkranken
Menschen aufgesucht wird, die
wahrscheinlich auch in Kürze dort
sterben werden. Das ist das Resümee aus dem Gespräch mit Bernd
Wehbrink, dem Geschäftsführer
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
zimmer sind teilmöbliert, so dass
jedem Gast Raum bleibt, sein Zuhause selbst zu gestalten, mal mit einem
Extraraum, damit Angehörige bleiben
können, mal ohne. Es gibt drei Wohnungen, die vermietet werden, in denen
Angehörigen wohnen können, wenn
sie von weiter weg kommen oder einEs ist die Rede von der Itertalklinik,
fach um ihren Nächsten nahe zu sein.
einer ehemaligen Geburtsklinik, die
In den Wohnküchen können Angehönun umgebaut, den Menschen am
rige oder auch Bewohner selbst eine
Lebensende ein zuhause bieten soll.
Das Gebäude ist Kernsaniert und voll- Mahlzeit zubereiten, wenn sie mögen.
Es gibt aber auch eine hauseigene
ständig umgebaut. Alle Räume sind
lichtdurchflutet. An jeder Ecke gibt es Küche, die sich bemüht, den Wünschen
der Menschen zu entsprechen.
die Möglichkeit, das Haus zu verlasNeunzig Angestellte arbeiten hier: am
sen und den wunderbaren Blick auf
Empfang, in der Pflege, als Hausmeister,
das Itertal zu genießen. Die Einzelim sozialen Dienst, in der Verwaltung
und als ambulantes Team. Alle mit
dem Ziel, den schwerkranken Menschen
die restliche Lebenszeit so schön wie
irgend möglich zu machen. Die Ruhe,
die die Einrichtung ausstrahlt, ist gleich
spürbar. So soll es auch sein. Hierher
kommen Menschen, denen die Ärzte
gesagt haben, dass sie nichts mehr
für sie tun können. Es gibt keine Therapie mehr, die sie heilen könnte. So
kommen sie oft gehetzt und gestresst
an. Immer wieder zwischen Hoffnung
und Verzweiflung schwankend. Hier
herrscht Klarheit. Es gibt Hoffnung
auf eine gute Restzeit, keine Suche
mehr nach Heilung und Therapien. So
kommt es, dass die Kranken oft nach
und Monika Josephs, zuständig
für die Öffentlichkeitsarbeit. Herr
Wehbrink ergänzt noch, dass er
nie etwas anderes machen wollte
und lange gesucht hat, bis er diesen Ort gefunden hat.
76
Februar / März
zwei bis drei Wochen aufblühen. Sie
können die Zeit, die ihnen bleibt,
genießen, die Zuwendung, eine gute
Symptombehandlung, so dass sie
weitestgehend schmerzfrei sind,
gutes Essen und die Ruhe in dem
schönen Tal. Hier können sie bleiben,
bis zum Tod, anders, als auf den Palliativ-Stationen der Krankenhäuser.
Dort können sie lediglich bleiben, bis
auch hier die Ärzte nichts mehr für
sie tun können. Dann werden sie entlassen. So bricht der Kontakt ab, und
die Betroffenen müssen sich wieder
neu auf alles einstellen: neue Pfleger,
neue Umgebung, etc. Um solchen
Brüchen vorzubeugen, wurde das
Hospiz gebaut.
Die Hospizidee ist alt. Schon im Mittelalter gab es Herbergen, sprich Hospize, ür die letzten Tage. Wobei die
Grundidee der hospizlichen Arbeit die
Versorgung zuhause vorzieht. Wenn
das nicht mehr möglich ist, soll erst
die stationäre Einrichtung genutzt
werden. Das ist auch zu 80 % der
Grund, warum Menschen hier einziehen. In den Anfängen war es schwer
für die Mitarbeiter, weil die Kranken
oft sehr spät erst kamen und kaum
Zeit war, sie kennen zu lernen. Die
schrecklichste Situation war der Einzug eines Menschen, der nach nur
zwanzig Minuten Aufenthalt verstor-
ben ist. Diese Anfangszeit war hoch
belastend für die Mitarbeiter. Jetzt ist
es besser. Das Team hat sich gefunden
und arbeitet gut miteinander, die
Menschen rund um die Uhr zu versorgen. Das Haus steht allen Menschen
rund um die Uhr offen, um zu Besuch
zu kommen, oder um ein zu ziehen.
Der Verein, der das alles trägt heißt
Home Care Aachen e. V.. Ihn gibt es
schon lange in Aachen. Sie haben es
sich zur Aufgabe gemacht, schwerkranke und sterbende Menschen
zuhause gut zu versorgen. Die Städteregion war da Vorreiter in ganz
Deutschland. Den Verein gibt es seit
2003. Dieser Verein hat nun zusätzlich zur ambulanten Versorgung das
stationäre Hospiz aufgebaut. Der
ambulante Dienst versorgt weiterhin
die Menschen zuhause und unterstützt
Mitarbeiter in Altenheimen, zusätzlich
zum täglichen Pflegedienst und berät
diesen bei speziellen Problemen. Er
ist in einem eigenen Gebäude im Itertal ansässig. Auch hier sind rund um
die Uhr ein Ärzte- und Pflegeteam bereit, im Notfall zu helfen, entweder im
Hospiz oder den Menschen zuhause.
Finanziert wird das Haus über Zuwendungen der Pflege- und Krankenkassen zu 95%. Den Rest muss der Verein über Spenden finanzieren. Damit
will der Gesetzgeber gewährleisten,
das niemand mit einem Hospiz Gewinne erwirtschaften kann. Diese
Besonderheit gilt leider nur für Hospize.
Altenheime und Krankenhäuser dürfen
Gewinne erwirtschaften und tun es
auch. Das ist bemerkenswert, dass
man in unserer Gesellschaft mit alten
und kranken Menschen viel Geld verdienen kann, außer sie sind sterbenskrank. So gibt es eine Hospizstiftung,
die beide Bereiche unterstützt und
einen Förderverein, der sich bemüht, die
5% der jährlichen Betriebskosten
über Spenden zu decken. Im Förderverein gibt es mittlerweile 200 Mitglieder. Das ist eine beachtliche Zahl,
zumal das Haus erst vor eineinhalb
Jahren eröffnet wurde.
gefeiert, laut Musik gehört, alles
getan, was man sonst auch zu Hause
tut. Im Raum der Stille können sich
Menschen, jeder Konfession oder
ethischen Vorstellungen zurück ziehen, beten, Verabschiedung feiern
oder tun, was immer ihnen hilft, mit
ihrer Situation klar zu kommen. Das
Hospiz am Iterbach ist konfessionsfrei
und steht jedem offen.
Garten. Sie sind ein unverzichtbarer
Teil der Arbeit.
Monika Josephs, ursprünglich gelernte Buchhändlerin, erklärt, warum sie
und andere Menschen sich dieser
Arbeit mit Sterbenden verschrieben
haben. Es sind die bewegenden
Momente, die Wertschätzung, die
einem entgegen gebracht wird und
das bereichert die Mitarbeiter. Es ist
noch immer ein Tabuthema in unserer
Die Menschen können hier im Haus
Gesellschaft und Frau Josephs erlebt
noch bis zu 72 Stunden nachdem sie
gestorben sind, in ihrem Zimmer blei- es nach wie vor, dass Menschen stutzen, wenn sie von ihrer Tätigkeit
Mittlerweile hat sich alles eingespielt ben. So können die Angehörigen in
erfahren. Sie sucht das Gespräch und
Ruhe Abschied nehmen. Das ist ein
und das Haus wird viel genutzt. Es
freut sich, wenn sich ihr Gegenüber
Luxus, den kaum eine Einrichtung
werden lediglich Erwachsene ab 18
Jahren aufgenommen. Für Kinder gibt bieten kann. Die Kassen bezahlen das einlässt. Wunderbar findet sie es,
es gesonderte Einrichtungen, die auch Zimmer bis zum Todestag, egal, wo es wenn sie mitbekommt, dass die lokale Akzeptanz da ist. So sind in vielen
andere Aufgaben haben. Hier werden ist. Das Hospiz hat es so geregelt,
Geschäften, in der Apotheke oder
dass es 14 Zimmer immer belegen
oft Kinder aufgenommen, wenn die
kannt. Wenn ein Verstorbener noch in auch in der Kneipe im Umkreis SpenEltern eine Auszeit brauchen.
denboxen aufgestellt und sie werden
Die meisten Kinder sterben jedoch in einem Abschiedszimmer bleibt, dann
befüllt. Das Geld kann der Verein gut
gibt es auch 15 Zimmer. Eines ist
der häuslichen Umgebung.
immer frei, sodass jemand aufgenom- gebrauchen, und ich denke, es ist gut
men werden kann. Die Zimmer werden angelegt.
Da die Menschen in unserer Gesellschaft immer älter werden, sind auch jedesmal komplett renoviert und wieder hergerichtet, so dass der neue
die Gäste im Hospiz immer älter Wenn sie das Hospiz unterstützen
ebenso, wie die sie versorgenden Per- Bewohner sich hier einrichten kann.
Das enge Korsett in der Finanzierung möchten:
sonen. Was sich gewandelt hat, sagt
macht es nötig, zusätzlich zum festen
Bernd Wehbrink, ist auch die zunehmende Zahl der demenzkranken Per- Personal mit Ehrenamtlern zu arbeiten. Spendenkonto:
sonen, die aufgenommen werden. Sie Im Haus am Iterbach arbeiten mittler- Aachener Bank
IBAN DE 8839 06 0180 0180 0000 11
weile 38 Ehrenamtler. Sie sind in
überfordern jedoch oft das Personal,
BIC GENODED 1AAC
einem Vorbereitungskurs für diese
das für dieses Klientel nicht speziell
Arbeit geschult worden und werden
ausgebildet ist und in dem offenen
in den unterschiedlichsten Bereichen
Haus die Menschen kaum angemeseingesetzt. Sie besetzen den Empsen betreuen kann.
fang, wenn die Hauptamtlichen Feierabend haben, sitzen bei Menschen
Im Hospiz wird gelebt, bis zum Tod,
am Bett oder kümmern sich um den
das heißt, es wird gelacht, Karneval
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Verlust bedeutet immer auch Trauer
und dennoch gibt es einen Gedanken,
der Trost spenden kann:
Es ist besser, etwas kennen lernen
zu dürfen, auch wenn man es wieder
verliert, als es niemals gekannt zu
haben. (VerfasserIn unbekannt)
Eine würdige Abschiedsfeier
im Seniorenheim Stella Vitalis
Die Arbeit in der Altenpflege verändert sich deutlich. So werden
die Verweildauern von den
Bewohnern immer kürzer. Darauf
reagierte auch die Politik mit der
Einführung des neuen Palliativund Hospizgesetz. Für die Mitbewohner und die Mitarbeiter in
unserer Einrichtung heißt es
immer öfter Abschiednehmen.
Das belastet den Heim- und
Arbeitsalltag.
Wir haben uns die Frage gestellt, wie
gestalten wir den letzten Weg und
einen würdigen Abschied.
Neben der medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Begleitung
der Sterbenden, stehen auch die
Trauernden und Zurückbleibenden in
unserem Fokus. Wir versuchen natürlich immer auch am Grab Abschied
zu nehmen, aber das war uns nicht
genug. Wir erleben viele Angehörige
als Teil unserer Gemeinschaft auf Zeit
und deshalb wollen wir - Mitarbeiter
und Mitbewohner - eine Möglichkeit
geben, einmal im Jahr der Verstorbenen miteinander zu gedenken.
Der Monat November mit seinem
Bezug zu Allerheiligen und dem
Totensonntag, erschien uns geeignet
einen Gedenkgottesdienst zu installieren. Der Monat der Stille und der
Besinnung auf das Leben und seine
Endlichkeit ist bei vielen Bewohnern
biografisch verankert. Sie erinnern
sich an die Aufgabe, die Gräber der
Familie zu pflegen, war auch ein Teil
der Trauerbewältigung sein kann.
Beim Gestalten des Gedenkgottesdienstes holten wir uns Hilfe von der
evangelischen Pfarrerin Frau Hartmann. Die nahegelegene Gemeinde
und die unkomplizierte Zusammenarbeit machen schnelle Absprachen und
spontane Veränderungen möglich. Im
November 2016 gestalteten wir den
Gedenkgottesdienst zum 5. Mal.
Zwei Mal konnten wir zu dieser Veranstaltung die Fährfrauen verpflichten.
Dieser Chor hat sich zur Aufgabe
gemacht, Lieder zum Abschied aus
aller Welt zu sammeln und auch zu
erhalten. Sie singen und gestalten
Abschiedsfeiern. Im Jahr 2016 hatte
der Chor zu viele andere Verpflichtungen, aber Fr. Pfennigs (Flötistin, die
n
Wir freue !
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uns auf S
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
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Februar / März
gemeinsam mit dem Chor auftritt)
sprang ein und unterstützte uns
musikalisch.
Im November 2016 haben sehr viele
Angehörige, die Einladung angenommen und sind zum Gedenkgottesdienst gekommen. Beim emotionalen
Verlesen der Namen der Verstorbenen
und die damit verbundenen Erinne-
rungen, ist so manche Träne geflossen. Aber am Ende konnte man in
einem persönlichen Gespräch mit
Angehörigen und Bewohnern Erfahrungen und Lebensgeschichten austauschen.
Die letzten Gottesdienste und die
Rückmeldungen der
Angehörigen
machen
uns Mut,
weiterzumachen.
Bestattungsvorsorge
DIE »LETZTEN DINGE«
PERSÖNLICH REGELN –
EIN ABSCHIED NACH IHREN
VORSTELLUNGEN
Wir planen in unserem Leben so
viele Dinge, dabei wird aber das
Thema Sterben und Tod gerne
ausgeklammert, es ist noch immer
ein Tabuthema und wenn jemand
darüber spricht möchten viele am
liebsten das Thema wechseln.
Die eigene Bestattung zu planen
klingt vielleicht im ersten Moment
etwas makaber, aber haben Sie sich
auch schon mal mit dem Gedanken
beschäftigt, wie ihre letzte „Feier“,
ihr Abschied aussehen könnte, auch
wenn man sie selber nicht mehr miterlebt? Ist es nicht beruhigend zu
wissen, dass Wünsche wirklich umgesetzt werden und Hinterbliebene
nicht unter finanziellen Druck gesetzt
werden.
In früheren Zeiten war es ganz selbstverständlich für den Fall des Ablebens
Vorsorge zu treffen. Durch Veränderung der Familienstrukturen und
Lebensumstände ist es heute für Hinterbliebene oft schwer, die Wünsche
des Verstorbenen in Erfahrung zu
bringen. Immer mehr Menschen treffen daher schon zu Lebzeiten eine
Bestattungsvorsorge. Sie wollen ihren
Abschied auf Erden nicht dem Zufall
überlassen sondern klar regeln. Ob
aus Selbstbestimmung in eigener
Sache oder als Fürsorge. Wer um
seine eigene Vorsorge bemüht ist,
handelt verantwortungsvoll und leistet seinen Angehörigen wertvolle
Hilfe.
Vorab sollten Sie sich beraten lassen,
das qualifizierte Bestattungsunternehmen ihrer Wahl informiert sowohl
über Vorschriften des Gesetzgebers
als auch über die Möglichkeit ihren
Abschied nach ihren Wünschen zu
gestalten. Die einzige verbindliche
und sichere Form, den eigenen Willen
bezüglich der Bestattung zu verwirklichen, ist die offizielle Vorsorge-Vereinbarung mit dem Bestattungsunternehmen.
Nach fachlicher Beratung wird die
gesamte Abschiedsfeier festgelegt.
Was wünsche ich lieber, mag ich die
Vorstellung eine Erd- oder Feuerbestattung, eine Naturbestattung oder
soll meine Asche vielleicht vor der
niederländischen Küste verstreut werden? Wird eine kirchliche Trauerfeier
mit Messe gewünscht oder lieber ein
Trauerredner in der Verabschiedungshalle?
Fragen und Wünsche, die in einer
Bestattungsvollmacht, geklärt und
detailliert festgehalten werden. Dazu
gehört die Festlegung und Ort der
Beisetzung, Trauerkarten und Anzeigen, Blumenwünsche, Grabschmuck,
Musikwünsche bis hin zur „Gästeliste“ und Benachrichtigungen. In der
kostenlosen Beratung wird mit dem
Kunden alles besprochen, berichtet
mir Willibert Dohmen von Bestattungen Dohmen. Der Vorsorgevertrag ist
für den Bestatter verpflichtend und
muss eingehalten werden: für beide
Vertragspartner ein rechtsverbindlicher Vertrag.
Für die finanzielle Absicherung der
Kosten bietet der Vorsorgevertrag
eine bewährte Regelung und durch
entsprechende Versicherungen wird
ein Teil der zu erwartenden
Abschiedsfeier abgedeckt. Zusätzlich
kann ein Sparbuch nach Absprache,
zweckgebunden, nach dem Todesfall
an das Bestattungsunternehmen
abgetreten werden.
Wenn der Todesfall eintrifft, steht der
Wunsch des Verstorbenen im Vordergrund, auch wenn Familienangehörige vielleicht anderer Meinung sind.
Eine Annäherung ist möglich, aber
alles was gewünscht wurde, wird von
Bestattungen Dohmen organisiert.
Die Altersgruppe, die sich für eine
Bestattungsvorsorge interessiert oder
sie abschließt ist sehr unterschiedlich,
erfahre ich. Die meisten Menschen
befinden sich in der Altersmitte und
Seit
20 Jahren
begleiten wir
Menschen auf
ihrem letzten
Weg
suchen frühzeitig das Gespräch. Motivationsgrund ist ebenfalls der Gedanke, den Kindern keine Arbeit zu hinterlassen. Manche kommen auch in
der Gewissheit, dass ihnen auf Grund
einer Krankheit nicht mehr viel Zeit
bleibt, wichtige Dinge zu regeln. Auch
ungeregelte Erbfragen können
Schwierigkeiten bereiten und zu Auseinandersetzungen führen. Wer um
seine Vorsorge bemüht ist, handelt
verantwortungsvoll und leistet seinen
Angehörigen eine wertvolle Hilfe.
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Die Korbmachermeisterin
Margret Schiffer
Von Marion Moretti
Es ist nicht nur ihr Beruf, gleichzeitig ist es ihr Hobby – und
ihre Leidenschaft. Im ersten Berufsleben war sie Erzieherin,
aber das füllte sie nicht aus. Ihr Wunsch war es, schöpferisch, kreativ tätig zu sein, und so entschied sich die
damals 24jährige für einen beruflichen Neuanfang und
stand vor der Wahl: Weben oder Flechten? Mit ihren Händen
wollte sie gestalten, nichts maschinell Produziertes, also
suchte sie eine Lehrstelle als Korbflechterin. Nahe Jülich, in
Körrenzig, früher bekannt für sein Korbmacherhandwerk,
konnte sie ihre Ausbildung mit dem Ziel Korbmacher-Meisterin beginnen und verließ ihr Elternhaus nahe Kevelaer.
1984 war das - heute findet sich diese Berufsbezeichnung
nicht mehr, ist die offizielle Bezeichnung Flechtwerkgestalter/in. Zuvor aber hatte Margret Schiffer noch einige Hürden zu überwinden.
Zunächst hieß es, den Meister zu
überzeugen, einen weiblichen Auszubildenden einzustellen. Hinzu kam,
dass Lehrlinge gern eingestellt wurden, zum knappen Lehrlingsgeld von
200 DM; aber vor der Meisterprüfung
lagen nach der Lehrzeit noch drei
Gesellenjahre. Und Margrets Ziel war
der Meistertitel, ohne den eine berufliche Selbstständigkeit unmöglich
war. Aus finanziellen Gründen wurden
so gut wie keine Gesellenstellen
angeboten; Margret stellte bei der
Landesregierung in Düsseldorf einen
Antrag auf eine Ausnahmeregelung:
Unter zusätzlichen Auflagen wie den
Besuch der Abendschule in Düsseldorf
durfte sie nach verkürzter Lehrzeit die
Zulassungsprüfung absolvieren und
wurde zur Meisterprüfung zugelassen.
Drei Meisterstücke stellte sie vor,
gefordert waren ein rundes, ein eckiges und ein ovales Werkstück. Der
ovale Einkaufskorb, der heute ihre
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Visitenkarte ziert, ist das von selbst
geplante und entwickelte Meisterstück.
Mit 27 Jahren und dem Titel Korbmachermeisterin ging es zurück auf den
elterlichen Hof an den Niederrhein,
der genug Platz für Werkstatt und
Laden bot. Dort wohnt sie inzwischen
nicht mehr, nach Familiengründung
bezog sie ihr eigenes Anwesen. Dort
ist sie inzwischen fest etabliert mit
ihrem Gewerbe, hat Stammkunden,
für die sie auf Bestellung arbeitet,
genauso wie Kunden, die sich für das
vielfältige Angebot in ihrem Laden
interessieren. Egal, welches Produkt
Margret herstellt, ob Gebrauchsgegenstände wie Körbe und Truhen oder
schöne Dekoflechtereien. Es spielt
auch keine Rolle, ob sie mit getrockneten oder frischen Weidenruten
arbeitet und wie diese vorbereitet
wurden: Je nachdem, ob sie geschält
oder ungeschält verarbeitet werden,
ergibt sich der besondere Farbton von
grün bis hin zu braun oder rotbraun.
Auf jeden Fall ist sicher, dass Margret
nur bestes Rohmaterial verarbeitet,
denn ihr Grundprinzip lautet: Grundlage hochwertiger Produkte ist die
Verwendung von einwandfreiem
Material.
Um ihr Handwerk auch außerhalb ihrer Heimat vorzustellen,
besucht sie regelmäßig Märkte,
häufiger war sie schon auf dem
Jülicher Handwerkerinnenmarkt
präsent. Ein mühsames Geschäft:
Da sie unter den Marktbeschickern den größten Anhänger
benötigt, muss sie als Erste auf
das Marktgelände einfahren –
quasi noch mitten in der Nacht.
Dann dauert es vier Stunden, bis
sie ihren Stand so weit aufgebaut
hat, dass der Verkauf losgehen
kann… Nach Marktende dann
nochmals zwei Stunden abbauen, ehe es dann endlich nachhause gehen kann. Aber auch
das macht ihr natürlich Spaß,
der Kontakt mit den Kunden,
der Austausch mit den Kollegen
und Kolleginnen.
Gern bietet sie auch Kurse an,
um Interessierten einen Einstieg in
das Flechthandwerk zu bieten. Es ist
recht komplex mit seinen unterschiedlichen Flechttechniken und –
formen, die mehr oder weniger Geschick und Praxis erfordern. So einen
Korb herzustellen, das gelingt nicht
auf Anhieb und auf die Schnelle…
Während des letzten Herbstmarktes
in Brigittes Scheune nutzten einige
Besucher Margrets Angebot, unter
ihrer Anleitung kleinere Stücke wie
etwa einen Gartenstecker selber zu
flechten.
Dies brachte uns von der »undsonst?!« auf die Idee, Margret zu bitten, hier bei uns in Alsdorf einen Kurs
anzubieten. Der geplante »Workshop« soll im Sommer vor den Ferien
stattfinden, ca. drei Stunden dauern.
Flecht-Workshop
Wer Lu
st hat, an einem Fl
echt-Workshop
teilzunehmen, kann
sich jetzt schon un
verbindlich
im Büro der »und
sonst?!« melden.
Telefon: 02404 / 84
76 oder per Email:
[email protected]
n.de
Bei genügend Inte
ressenten werden
wir in der
nächsten Ausgabe
einen Termin für ei
nen Wochenendkurs an einem
Samstag im Juni an
bieten.
gehen
können.
Ich werde auf jeden
Fall dabei sein und
freue mich schon!
Haben Sie auch Interesse? Wir bitten dann um
eine unverbindliche Rückmeldung, wer an einem solchen Kurs teilnehmen würde.
In der nächsten Ausgabe der
»undsonst?!« werden wir dazu
weitere Einzelheiten veröffentlichen.
Es beginnt mit einer Einführung in
die Grundtechnik des Flechtens, ehe
es dann unter Margrets Anleitung
an die Arbeit geht, damit wir
anschließend stolz mit einem eigenhändig gestalteten Teil nach Hause
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
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Brigi
Wie fast allen Sommergeborenen
ist es mir zu kalt. So viel Frost
brauche ich nicht. Es hilft auch
nicht, dass Ungeziefer zu vernichten, Schnecken, Schnaken und
Co. sind darauf eingestellt, dass
es frieren könnte. Also soll mir
keiner damit kommen, dass wir
den Frost brauchen.
Die Enten sind ganz meiner Meinung. Sie liegen auf dem dicken
Strohbett, Füße eingezogen und
Schnabel unterm Flügel versteckt. Offenes Wasser zum
Baden gibt es sowieso nicht.
Mein neues Gewächshaus hält den Temperaturen prima
stand. Das Thermometer zeigt 10° Plus für die Nächte an.
Prima. Dennoch kommen die Chilipflanzen auch in diesem Jahr wahrscheinlich nicht durch. Da fange ich also
wieder von vorne an. Meinen griechischen Freunden geht
es auch nicht besser, die waren dieses Jahr eingeschneit
und die Chilipflanzen sind erfroren.
Der Winterschneeball hatte schon vorsichtig angefangen
zu blühen, aber das hat er erstmal eingestellt, genauso
wie der Winterjasmin und die Zaubernuss. Hühner und
Enten sind im Winterquartier, weil ich Stall und Gelände
sanieren wollte. Eine neue Mauer sollte den Stall zum
Schuppen hin abdichten und ich habe den Ehrgeiz, es
noch einmal zu versuchen, den Auslauf zu begrünen. Das
muss nun warten, bis Väterchen Frost sich verzogen hat.
Bis dahin heißt es gießen, gießen, gießen. Was den
Pflanzen am meisten zusetzt, ist der Wassermangel in
den frostigen Zeiten. Die kalte, trockene Luft entzieht den
Pflanzen das Wasser. Also ran mit der Gießkanne, sobald
es möglich ist. Ich bin dann immer mit dem Hammer
bewaffnet und schlage die Eisschichten in den Tonnen
kaputt, damit ich an mein kostbares Regenwasser
komme. Das geht nicht immer gut, mal nicht für mich,
dann bin nass, mal nicht für die Tonne, dann ist sie
kaputt.
Natürlich habe ich schon angefangen, im Haus neue
Pflanzen vorzuziehen. Mein Experiment trägt jedoch noch
keine Früchte. Ich habe vor ein paar Wochen Salat im
Gewächshaus ausgesät. Da keimt noch nix. Schade.
Sonst ruht noch alles.
Mehr beschäftigt habe ich mich diesen Winter mit Permakultur...
Was ist Permakultur?
ÖKOLOGISCHES, ÖKONOMISCHES UND SOZIALES NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN MIT ALLEN RESSOURCEN.
Die Permakultur ist ein »neuer« Trend
bei allen verantwortungsvollen Gärtnern. Man kann teure Kurse machen
und sich zum Lehrer für Permakultur
ausbilden lassen. Und bis vor kurzem
war es für mich ein großes Geheimnis, was genau dahinter steckt und ob
es mich weiter bringt. Jetzt habe ich
ein Buch gefunden und mich schlau
gemacht. Es ist gar nicht so schwer
und auch nicht kompliziert. Die
Grundidee ist es, in Zeiten der ungerechten Verteilung von Ressourcen
ein Stück dazu beizutragen, dass sie
gerechter verteilt werden. Ein Punkt
besagt, dass es doch an der Zeit ist,
zu realisieren, dass wir nur diese eine
Erde haben, und uns unsere Lebensgrundlage entziehen, wenn wir nicht
achtsam damit umgehen. Also Klimaregulierend zu pflanzen, Ressourcenschonend zu arbeiten, keine chemischen und konzentrierten biologischen Mittel zu verwenden, Unkraut
und Schädlinge als Teil des Ökosystems zu sehen, würdevoll mit der
Natur umzugehen.
Der zweite Punkt, ein achtsamer
Umgang mit den Menschen, sich
selbst, den Nachbarn und Mitmenschen. Und der dritte Punkt ist die
Selbstbegrenzung und Überschussbeteiligung. Also Nahrung im eigenen
Garten anzubauen, statt in Timbuktu.
Regionales zu fördern, statt Milch aus
Bayern hierher zu karren. Rohstoffe
möglichst aus dem eigenen Garten zu
beziehen und »Abfall« bzw. grünschnitt im Garten zu belassen, anstatt
ihn nach Warden oder in den eigenen
Wald hinterm Zaun zu bringen. Sich
zu überlegen, was man wirklich
braucht und einen regen Tauschhandel
mit den Überschüssen zu betreiben.
Das heißt, den Permakulturkonzepten
liegt ein umfassender Ethikbegriff zu
Grunde. Wie kann das praktisch aussehen?
Möglichst alles, was im Garten
wächst, oder auf öffentlichen Flächen,
sollte essbar sein. Entweder für uns
oder für die Tiere. Das heißt, die
Hecke um das Grundstück besteht
nicht aus giftigem Kirschlorbeer,
sondern aus Felsenbirne, Haselnuss,
Kornelkirsche, Holunder, Maulbeere,
Sanddorn, Berberitze, Schlehe und so
weiter. Alles essbare Früchte für uns
oder unsere Tierwelt. Sie blüht auch
noch schön, braucht in der Regel
keine Bodenaufarbeitung, Sonderdünger oder Frostschutz. Diese Hecke
wächst einfach, höchstwahrscheinlich
ohne großen Schädlingsbefall. Damit
wären schon fast alle Punkte der Permakultur erfüllt.- diese Hecke ist Multifunktional: Sichtschutz, Nahrung,
Nachhaltig, weil sie langfristig Sinn
macht, schützt das Ökosystem weil es
keine Monokultur ist. Und ich kann
aus den Holunderbeeren leckeren,
gesunden Saft machen. Ach ja, der
Nachbar kann von seiner Seite auch
ernten. Und ich spare Zeit und Geld.
Um diese Hecke muss ich mich, außer
um einen regelmäßigen Schnitt, nicht
kümmern. Sie wächst ohne Einsatz
von teurem Dünger oder Spritzmittel
und erfreut das Herz und den Magen
mit Blüten und Früchten. Perfekt. So
soll, nach Meinung der Permakulturgemeinde, jedes Stück Land mit
Bedacht bepflanzt und genutzt werden. Zwei Gemeidewiesen haben wir
in Hoengen, Streuobstwiesen, eine in
der Hahnengasse und eine im Neubaugebiet an der Feldstraße. Immer-
hin- ansonsten bleibt seit
dem Bauboom wenig grün.
Ich glaube Steingärten mit einer
armen Grünpflanze in der Mitte sind
in der Permakultur nicht vorgesehen.
Im Vergleich sind sie sehr arbeitsintensiv, nicht im ersten Jahr, aber
dann, wenn das »Unkraut« aus den
Steinen gezupft werden muss, oder
man nimmt Spritzmittel um es beizuhalten, auch das nicht produktiv. Die
Ökobilanz ist miserabel, weil die arme
Grünpflanze in der Mitte sicher nicht
den für die Familie benötigten Sauerstoff produzieren kann, essbar ist gar
nix und ob Nachbarn Steine tauschen
wollen, sei mal dahin gestellt. Die
Multifunktionalität kann ich auch
nicht sehen.
Auf meinem Hochbeet wächst jetzt
schon der Spinat
die von unserem regionalen Bauern?
Da läuft doch was schief?
Bei dem, was in meinem Garten
wächst, weiß ich zuverlässig, wie es
gewachsen ist. Mir schmeckt das besser und meinen Nachbarn auch. Mein
Nachbar zur Rechten ist der beste
Ich habe mich gefragt, wie ich in die- Salatpflanzenzieher der Welt, da
bekomme ich meine Salatpflanzen
ses System der Permakultur passe?
her. Ich kann Tomaten aufziehen, die
Perfekt. Sie erklärt mir alle meine
kriegt er von mir. Zu viele Eier meiner
Bauchschmerzen. Ich habe nie verstanden, warum wir der Natur Sachen Hühner führen zu Sonntagskuchen
von der Nachbarin und schöne
aufzwingen wollen. Ich hatte einen
Nachbarn in meinem ersten Haus, der Zinnienpflänzchen kriege ich auch
unbedingt Rhododendren haben woll- aus der Ecke.
Die Nachbarsoma isst gern Himbeete. Unser Boden war nicht dafür
ren und kümmert sich gerne um
geeignet, er war nicht sauer genug.
Er hat alles für seine Pflanzung getan, meine Überproduktion. Und die Besitzer der ortsansässigen Pizzeria freuen
aber sie ist nie schön geworden,
sich über Frühstückseier und meine
immer brauchte sie Pflege, Dünger,
Hühner und Schafe über altes Brot.
Säure, Spritzmittel und dennoch war
Geht doch, ich glaube, ich betreibe
das Ergebnis nicht schön. Wir hatten
schon lange Permakultur und wusste
alle oben genannten Gehölze als
es nicht. Versuchen Sie es mal, es
Grundstückseinfassung und haben
nix getan, sie ist einfach gewachsen, macht Spaß zu teilen. Zu geben und
auch geschenkt zu bekommen.
hat uns Freude gemacht und gefüttert.
Ich wünsche mir und Ihnen ein
Es gibt Obstbauern hier in der Regiproduktives Frühjahr
on, warum müssen Äpfel aus Tirol
und Südafrika auf unserem Teller landen und warum sind sie billiger, als
Ihre Brigitte Schroeder
Februar / März
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ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Ihre Innungsfachbetriebe in und um Alsdorf
Gestalterische Kompetenz –
ein wichtiger Schlüssel zum
beruflichen Erfolg
Von Annegret Trier
Ein Gespräch mit Kolja Heinrichs,
27 Jahre, Student im dritten
Semester auf der Akademie für
Handwerksdesign Gut Rosenberg
der Handwerkskammer Aachen.
Was brachte ihn dazu nach seiner
abgeschlossenen Ausbildung noch
einmal zu studieren und warum
fiel die Wahl auf diese Akademie.
Wir von der »undsonst?!« sprachen
mit ihm über seinen Weg dorthin.
Während seiner Grundschulzeit besuchte Kolja Heinrichs die MontessoriSchule in Aachen und anschließend
das Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen-Broichweiden. Nach der 8. Klas-
se wechselte er auf das Gymnasium
der Stadt Würselen und erlangte dort
im Jahr 2010 das Abitur und die allgemeine Hochschulreife.
Kolja entschied sich, nicht wie die
meisten seiner Klassenkameraden, zu
einem Studium, sondern begann eine
Ausbildung zum Maurer und Stahlbetonbauer bei der Aachener Firma
Hansen Bau. Er wollte nicht weiter
ausschließlich theoretisch lernen und
arbeiten, sondern auch kreativ tätig
werden. »Ich wollte ergebnisorientiert
arbeiten. Etwas mit den Händen erschaffen, um am Ende des Tages ein
Resultat sehen zu können«, meinte
Kolja Heinrichs in unserem Interview.
Seine Ausbildung umfasste Planung,
Ausführung und Fertigstellung von
Baumaßnahmen in den Bereichen Hochund Tiefbau, Stahlbetonbau, Putzund Trockenbauarbeiten, Sanierung
und Restaurierung, Fliesen- und Pflasterarbeiten.
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2013 beendete Kolja Heinrichs seine
Ausbildung mit dem Gesellenbrief.
aus allen handwerklichen Sparten
kommen die Studenten. Die Kombination aus den verschiedenen Gewerken,
Nach der Praxis dann doch die Theo- den unterschiedlichen Erfahrungen
rie: Mit dem erfolgreichen Beenden
und den unterschiedlichen Techniken
der Ausbildung schrieb sich Kolja
und Herangehensweisen an die geHeinrichs im Wintersemester als Stustellten Aufgaben, führt zu einer
dent für das Bauingenieurwesen an
gegenseitigen Einflussnahme und den
der FH Aachen ein. Dort absolvierte er »Blick über den Tellerrand«.
zwei Semester, in denen er merkte,
dass dieses Studium mit seiner
Auf die Frage, wie denn sein „Stundenextrem theoretischen Orientierung
plan« auf der Akademie aussehen
ohne Praxisbezug nicht das richtige
würde, erzählte Kolja Heinrichs: »In
für ihn war. Ihm fehlte vor allem die
meinem Stundenplan stehen Fächer
gestalterische, kreative Ausrichtung. wie plastisches Gestalten, FarbgestalVon Bekannten erfuhr er von der
tung, Mediengestaltung bzw. Zeichnen
Akademie Gut Rosenberg der Handmit 3D-Programm am Computer,
werkskammer Aachen, die gerade
Kunst- und Designgeschichte, Oberflädas, was ihm in seinem Studium fehl- chengestaltung und das wohl wichte, anbot – ein Design-Studium für
tigste Fach »Entwurf«. Dazu kommen
Handwerker.
noch Wahlpflichtfächer und Wahlfächer,
die man nach Wunsch oder Interesse
Im Mai 2015 wurde er dann zu einem belegen kann. »Ich habe dieses
Bewerbungsgespräch eingeladen und Semester Fotografie als Wahlpflichtkonnte zum Wintersemester sein Stu- fach belegt«, erzählt Kolja. Weiter
dium am 03. August im selben Jahr
beginnen.
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berichtet er, dass für die Studenten an
vier Tagen die Woche Vollzeitunterricht
mit Anwesenheitspflicht besteht. Also
kommen die Studenten auf eine
Wochenstundenzahl von mindestens
32 Stunden. Die Akademie ist allerdings an fünf Tagen in der Woche von
8 bis 20 Uhr geöffnet, sodass je nach
Engagement und Interesse, die Studenten ihre Anwesenheit selbst managen
und einteilen können, um die eigene
Aufgaben in den modern ausgestatteten Werkstätten und Seminarräumen
ausführen und beenden zu können.
»Insgesamt, würde ich sagen, ist das
Studium mindestens mit einem Vollzeitjob zu vergleichen. Als ich zum
Beispiel an meinem Projekt Hängematte gearbeitet habe, hatte ich eigentlich
durchgehend eine Fünf-Tage-Woche.
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Februar / März
85
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Während den Vorbereitungsarbeiten
für das Iglootel
sind auch einige
Samstage mit dazu
gekommen und
nicht zu vernachlässigen sind auch
die Arbeiten, die
man zu Hause verrichtet«, meinte er.
Außerdem gibt es
auch immer wieder Ausstellungen,
Handwerkermärkte und Messen, bei
denen die Studenten ihre Werke und
Arbeiten ausstellen, und so einer
breiteren Öffentlichkeit zugänglich
machen können. »Dieses Jahr sind
wir beispielsweise auch wieder auf
der IMM Cologne, die internationale
Einrichtungsmesse in Köln.«
Schon im dritten Semester bot sich
Kolja Heinrichs die Möglichkeit, während seines Studiums von der Akademie ins Ausland zu gehen. Es ging
nach Schweden, genauer gesagt
nach Lappland, nahe dem nördlichen
Polarkreis. Dort hatte Kolja mit 21
Studienkolleginnen und -kollegen
und seinem Dozenten die Möglichkeit, als Wahlfach das außergewöhnliche Iglootel mit zu entwerfen und
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auszugestalten. Lesen Sie hierzu den
ausführlichen Artikel auf den nächsten
Seiten.
Nach seiner Rückkehr Ende letzten
Jahres ist Kolja Heinrichs nächstes
Projekt die Zwischenprüfung, die
nach dem dritten Semester ansteht.
Geplant ist die Fertigung eines Klavierhockers, hauptsächlich aus den
Werkstoffen Holz und Textil. Bei der
Themenfindung für dieses Werkstück
wurden mit den Dozenten seine Vorschläge auf Machbarkeit, Umsetzungsmöglichkeiten, künstlerisches Verständnis und Sinnhaftigkeit diskutiert
und ein Projekt herausgearbeitet, das
dann für die Prüfung entworfen und
von ihm gefertigt werden soll. Ein
Klavierhocker deshalb, weil sein großes Hobby das Klavierspielen ist das hat sich Kolja Heinrichs autodidaktisch beigebracht - Noten kann er
keine lesen.
Seine weiteren Arbeiten sind unter
anderem eine geknotete Hängematte
Nach dem Abschluss seines Studiums
darf er sich Gestalter im Handwerk
bzw. Handwerksdesigner nennen.
Auf die Frage, wie er sich seine
berufliche Zukunft nach dem Studium
vorstellt, meinte er: »Eine Existenzgründung nach einem Praktikum in
der Innenarchitektur und Raumgestaltung – sich mit kreativer Arbeit,
der Teilnahme an Ausstellungen und
Wettbewerben auf dem Markt etablieren – die Meisterschule besuchen,
um mit dem Abschluss den Titel Meisterdesigner führen zu können.
Wir von der »undsonst« wünschen Kolja Heinrichs für die
Zukunft viel Erfolg.
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KOLJA HEINRICH, SCHÜLER DER HAND WERKSAKADEMIE GUT ROSENBERG, ÜBER DAS EINZIGARTIGES PROJEKT IN ARJEPLOG
Von Kolja Heinrichs
Durch das Studium an Gut Rosenberg wurde es mir ermöglicht an
dem Eventprojekt »Iglootel« teil
zu nehmen. Das Projekt Iglootel
wurde Ende 2012 ins Leben gerufen. Iglootel CEO Dipl. Ing. Daniel
Knab und unser leitender Dozent
Dr. Hans Preffke bildeten eine
Kooperation zwischen dem Veranstalter »FlyCar GmbH« und »Gut
Rosenberg« und ermöglichten so
uns Studenten an dem Projekt
mit zu wirken.
an diesem Projekt teilnehmen konnte
und bestätigt darin, dass mein Studium auf Gut Rosenberg die absolut
richtige Entscheidung war.
Einen fast 20 Igloos umfassenden
Komplex mit zu betreuen und dort
vor Ort zu arbeiten, war schon ein
tolles Erlebnis und ich kann mir nicht
vorstellen, dass ich diese Erfahrung
ohne das Studium an Gut Rosenberg,
welches mir die Teilnahme daran erst
möglich gemacht hat, jemals hätte
machen können.
Das Iglootel ist für uns Studenten
eine einzigartige Möglichkeit, Erfahrungen in einem realen Projekt mit
umfassenden gestalterischen und
räumlichen Konzepten zu machen,
noch dazu in einer unglaublichen
Umgebung. Mit 21 Studenten planten wir Gestaltungsmöglichkeiten für
Schneewände in unterschiedlichen
Themenräumen, zeichneten, skizzierten, entwickelten Spezialwerkzeuge
für die Schneebearbeitung, bevor wir
dann im Dezember für drei Wochen
mit dem Flieger nach Arjeplog aufbrachen. Ich bin begeistert, dass ich
Alle Reise- und Verpflegungs- sowie
Materialkosten übernahm die Firma
FlyCar. Im Rahmen eines Wahlfaches
arbeiteten wir Studenten hier an Gut
Rosenberg das Semester über an Entwürfen für Bar-, Event-, Lounge- und
Schlafigloos sowie der Gestaltung
der Gänge, die zu den einzelnen
Igloss führen. Waren die Entwürfe
abgesrgnet von unserem Dozenten
und dem Vertreter von FlyCar, Daniel
Knab, konnten wir diese umsetzen.
Mit der Arbeit meines Teams und
auch meiner eigenen Arbeit so an die
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Öffentlichkeit treten zu können, sehe
ich als ein Privileg. Alles, was mich
das Projekt gekostetet hat, ist mein
Ehrgeiz und die Begeisterung für die
Sache. Wie sich die meisten Handwerker vorstellen können, fällt das
einem im Rahmen eines solchen Projektes nicht allzu schwer.
Während wir daheim noch im
»feucht warmen« Aachen an unseren
Entwürfen arbeiten, planen wir
gleichzeitig schon die Umsetzung
und Ablaufoptimierung aller anstehenden Arbeiten vor Ort in Schweden.
Das heißt, wir bauen Modelle, produzieren Schablonen, Schalungen und
auch selbst entworfenes Spezialwerkzeug, um die gestalterischen Arbeiten
im Schnee besser verrichten zu können.
In Arjeplog angekommen, erwartete
uns dann endlich die ersehnte Umsetzung.
Dieses Jahr war ich das erste Mal
dabei. Unser Team bestand aus 21
Studenten, 3 Wandergesellen und 6
polnischen Handwerkern und natürlich unseren Anleitern. Die Arbeitsbedingungen vor Ort, kurze Tage und
Temperaturen von bis zu minus 25°C
waren neu und sehr gewöhnungsbedürftig und verlangten auch einem
Maurer wie mir einiges ab. Dennoch
sorgte man im kalten Norden für
unser Wohl: Jeder erhielt ein paar
gefütterte Schneestiefel und einen
Polaranzug, dazu noch dicke Arbeitshandschuhe in mehrfacher Ausführung, die einem die harten Bedingungen sehr gut ertragen ließen.
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Februar / März
87
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Wer nach dem Abendessen
dann immer noch die Kälte
im Rücken oder Nacken
verspürte, konnte sich
mit einem gemütlichen
Saunabesuch wieder
ordentlich aufwärmen. Zudem sind die
weiten, weißen
Landschaften und
das Farbenspiel,
besonders der
Tanz der Nordlichter, am arktischen Himmel ein
atemberaubendes
Schauspiel.
Auch die Arbeiten im
Igloo verlaufen unter gediegeneren Temperaturen ab, im
Igloo selber ist er »nur« -2°
Grad) und die Arbeit mit immer
neuen und selbst gefertigten
Spezialwerkzeugen muss einfach jedem begeisterten Handwerker Spass machen.
Gängen verbunden, sodass man -einmal im Iglootel angekommen - sich
im gesamten Komplex im Schnee
bewegen kann. Lediglich die Sanitärund Umkleideräume befinden sich in
einem Haus außerhalb des Iglootels
in direkter Nähe. Natürlich gibt es
auch für alle Besucher in direkter Nähe
einen Hotelkomplex, Speiseräume, etc..
Unsere Arbeit vor Ort besteht aus
Schnee- und Eisschnitzereien. Allerdings müssen wir auch das benötigte
Eis zum Beispiel für die Theke im Longebereich aus dem rund um das
Gelände herum liegenden See heraus
schneiden und an Land befördern.
Mit der Kettensäge schneiden wir die
Eisplatten frei und positionieren sie
noch im Wasser liegend auf selbstgebauten Schlitten. Den beladenen
Schlitten ziehen wir mit dem Auto an
Land und befördern damit das Eis bis
zum Iglookomplex.
Mit Kettensäge, Stoßaxt und Stecheisen werden die Eisplatten nun in
Form gebracht. Mit Hilfe von BügeleiDie Igloos selber sind schon sen wird die Oberfläche zum Schluss
noch einmal geglättet. Werden Eisalle fertig. Dazu werden
platten anschließend noch aufeinanGummiballon aufgeblasen, die meisten besitzen der verbaut, so wird die Oberfläche
einen Innendurchmesser noch einmal mit dem Bügeleisen angetaut und die Eisplatten lassen sich
von 8 Metern, dann
so in Sekundenschnelle verfrieren. Da
wird mit Schneegewir durchgehend mit scharfen Werkbläsen eine
zeugen arbeiten und Eis und Schnee
Schneewand
von ca. 5 schnell eine nicht zu unterschätzende
Metern Masse auf die Waage bringen, müssen wir zu jedem Zeitpunkt vorsichtig
Dicke
aufge- und voll konzentriert arbeiten.
Meine Rolle im Iglootel 2017 sieht so
blasen.
Die einzelnen aus: Das gestalterische Konzept lautet
Igloos werden mit dieses Jahr - wie auch im letzten Jahr
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
88
Februar / März
- »die arktischen Völker heute«. Mein
eigener Entwurf ist für das Eventigloo
gedacht - so hatte es die Gruppe entschieden - drei in Schnee ge»meißelte«Schneewandbilder: Silhouetten,
die den Ursprung und die Entwicklung des Skis beschreiben.
Der Jäger auf Ski: In präantiken Zeitaltern hetzten die Saami auf gebogenen Hölzern Wild durch den Tiefschnee, um es zu erschöpfen.
Der Hundeschlitten: Von Zuwanderern
eingeführt spannte man im Laufe der
Zeit nicht nur Rentiere sondern auch
Hunde vor den Schlitten.
Das Schneemobil: Neben dem Auto
ist das Schneemobil vor allem in
unwegsamen Gelände Fortbewegungsmittel Nummer 1 in der Arktis.
Obwohl unsere Zeit durch einen
immer schnelllebigeren Alltag geprägt
ist, beweist die Geschichte des Skis,
dass egal wie schnell wir Menschen
von heute uns bewegen, wir unserem
Ursprung nicht entkommen werden.
Die Silhouetten habe ich von Hand
gezeichnet und am Computer mit Illustrator überarbeitet. Die Computer
gezeichneten Silhouetten konnte
ich in dem 3D Programm »Rhinoceros« weiter verwenden um fotorealistische Renderings anfertigen.
Mit dem Beamer haben wir die Illustratorzeichnungen auf große Folien
projiziert und mit permanent Markern
auf die Folie übertragen. Zum Schluss
haben wir die Schablonen mit Nadelrollen gelocht, beschriftet und für die
Reise verpackt. Somit war die Vorarbeit für das Eventigloo abgeschlossen.
Im Igloo haben wir die Folien mit
Dämmungsdübeln an der Wand fixiert
und ausgerichtet. Mit feinem Kohlestaub in alte Socken verfüllt haben
wir nun die Konturen der Silhouette
auf die Schneewand übertragen. Die
Silhouetten habe ich so konzipiert,
dass sie als erhabene Fläche mit starken Schlagschatten, die die Silhouette
noch einmal aufgreifen und verstärken, auf der Schneewand abgebildet.
Also hieß es für uns die Konturen
genau abzustechen und die Fläche
rund um die Silhouette herum mit
Hohlaxt und Stoßaxt abzutragen und
einen flüssigen Übergang zur Igloowand zu schaffen. Zwischen den
Motiven befinden sich zwei Nischen
mit Sitzbänken, die zum Gemütlich-
machen einladen. Der
Boden ist mit Holzpaneelen
ausgelegt und die Bänke
mit Holz verkleidet. Ein farbenfrohes Lichtspiel zwischen Nischen und Hauptraum verleiht dem Silhouettenigloo nun den letzten
Schliff.
Im März 2017 werden wir
Studenten und unser
Dozent Hans Preffke noch
einmal zu einem Wochenendtripp in das Iglootel
eingeladen. Ich freue
mich schon, die gesamte
Anlage in vollem Glanz
betrachten und die
Früchte meiner eigenen
Arbeit und der meiner
Mitstreiter genießen zu
können.
Weitere Informationen zum Schneehotel finden Sie auf:
www.iglootel.de
Februar / März
89
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
schützen, beispielsweise mit Rettungsdecken.
Die weitere Behandlung richtet sich
dann nach der Stärke der Vergiftung.
Häufig müssen die Betroffenen nur
»ihren Rausch ausschlafen«. In
schwerwiegenden Fällen, so zum Beispiel beim Aussetzen von Schutzreflexen (Gefahr des Erstickens an der
eigenen Zunge oder Erbrochenem) ist
der Betroffene in akuter Lebensgefahr
und muss intensivmedizinisch behandelt werden.
Haben die Patienten Folgeverletzungen nach Sturz oder körperlicher Auseinandersetzung erlitten, werden
diese versorgt und auch hier ein
Transport ins Krankenhaus veranlasst.
Party, Palmen, Krankenhaus
DER RETTUNGSDIENST IN DER FÜNFTEN JAHRESZEIT
Der Karneval spielt im Rheinland,
gerade auch in der Aachener und
Kölner Region eine besondere
Bedeutung. Das bunte und ausgelassene Treiben hat jedoch
erfahrungsgemäß auch Auswirkungen auf die Einsatzzahlen im
Rettungsdienst der Stadt Alsdorf:
Ein Erfahrungsbericht von Georg
Steinmetz, hauptamtlicher Feuerwehrmann und Rettungsassistent:
Ein Großteil der karnevalsbedingten
Einsätze ist auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen. Nicht nur die
unmittelbare Folge der Aufnahme zu
großer Mengen Alkohol, die sog.
Ethanolintoxikation bzw. Alkoholvergiftung, rufen hierbei den Rettungsdienst auf den Plan.
Was macht Alkohol im Körper?
Ethanol, so die Bezeichnung von Trinkalkohol, ist faktisch ein Nervengift.
Dieses Nervengift sorgt in geringen
Mengen für ein Sinken der Hemmschwelle, führt u.a. zur Redseligkeit
und auch einer Verlängerung der
Reaktionszeit.
Häufige Folgen übermäßigen Alkoholkonsums sind dagegen nicht mehr
»angenehme Enthemmtheit«, sondern
Aggressivität, Gleichgewichtsstörungen
und Schläfrigkeit. Die Wirkungen des
Alkohols reichen bis hin zur tiefen Bewusstlosigkeit einhergehend mit dem
Versagen von Reflexen, sodass die
betroffenen Patienten ins Koma fallen
und sogar einen Atem- und HerzKreislauf-Stillstand erleiden können.
und überhaupt keine Auskunft geben
wollen: »Das geht euch gar nichts an,
was der getrunken hat, der kommt
schon wieder hoch, wir warten hier!«
Weiter ist abzuklären, ob möglicherweise zusätzlich berauschende Substanzen, insbesondere Drogen oder
Medikamente, eingenommen wurden.
Auch akute, nicht karnevalsbedingte
Erkrankungen, wie beispielsweise ein
Schlaganfall, der ebenfalls zu Sprachund Gleichgewichtsstörungen führen
kann, müssen ausgeschlossen werden.
Gewalt gegen Einsatzkräfte
Leider müssen die Einsatzkräfte der
Alsdorfer Feuerwehr den deutschlandweiten Trend bestätigen, dass die
Hemmschwelle, Gewalt gegen Rettungskräfte anzuwenden, deutlich
schwindet. Die meisten Alsdorfer
Wehrleute arbeiten schon lange in
ihrem Beruf und können aufgrund
ihrer Erfahrung häufig deeskalierend
und beruhigend auf erhitzte Gemüter
einwirken und eine Eskalation verhindern.
Jedoch kommt es auch immer wieder
zu verbalen und auch handgreiflichen
Auseinandersetzungen mit Patienten
oder dessen Begleitpersonen, sodass
eine Behandlung des Patienten nur
durch polizeiliche Unterstützung erfolgen kann.
Positive Entwicklung
Die Zahl der alkoholisierten Jugendlichen ist insgesamt leicht rückläufig,
was im Gastronomiebereich auf die
strikte Einhaltung des Jugendschutzgesetzes zurückzuführen ist. Verstärkte Kontrollen durch die Sicherheitsdienste der Veranstalter sowie das
Ordnungsamt der Stadt Alsdorf führen hier zu dem positiven Trend.
Vor Ort selbst hat der Rettungsdienst
nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist insbesondere
eine Unterkühlung des Patienten zu
verhindern. Alkoholbedingt besteht
bei den meisten Patienten das Gefühl
Was macht der Rettungsdienst in der Wärme, sodass diese auch bei
Minusgraden anfangen sich zu entsolchen Fällen?
kleiden bzw. bereits bei Eintreffen des
Zur Beurteilung des tatsächlichen
Vielfach sind es auch die wesensverIn diesem Sinne, Party, Palmen,
Rettungsdienstes im T-Shirt auf dem
Gesundheitszustandes müssen die
ändernden Wirkungen des Alkohols
Krankenhaus
wie Euphorie, Realitätsverlust, Aggres- Rettungsdienstmitarbeiter zunächst in Boden liegen: »Im vergangenen Jahr
wurde so eine Spaziergängerin mit
Erfahrung bringen, welche Mengen
sivität und Depressivität, die zu Rettungsdiensteinsätzen führen. Durch die Alkohol der Betroffene über welchen Hund gegen 5.00 Uhr durch das lautEnthemmung der Patienten kommt es Zeitraum eingenommen hat. Ein nicht starke Bellen ihres Hundes im Vorbeeinfaches Unterfangen, das selten zu reich eines Alsdorfer Gastronomiebehäufig zu Folgeverletzungen bpsw.
triebes alarmiert. Zwischen den dortikonkreten Ergebnissen führt.
durch Sturz, körperlichen Auseinangen Tischen und Stühlen wurde die
dersetzungen oder Unterkühlung.
Häufig spielen ebenfalls alkoholisierte Spaziergängerin auf einen jungen
bewusstlosen Karnevalisten aufmerkBegleitpersonen die konsumierte
Während meist den männlichen
Mengen herunter, sodass es regelmä- sam. Wir - der Rettungsdienst - brachJugendlichen zur fünften Jahreszeit
ein übermäßiger Alkoholgenuss zuge- ßig heißt: »Ein paar Bierchen, so drei, ten den jungen Mann stark untervier, hat er schon getrunken«; was bei kühlt und mit durchaus wahrnehmbaschrieben wurde, kann dieses Bild
nicht aufrechtgehalten werden. Häufig einer am bodenliegenden, der Sprache rer Alkoholfahne ins Krankenhaus.«
sind es Frauen und gerade auch junge nicht mehr mächtigen Person, doch
Sollte eine solche Person angetroffen
Mädchen im Teenageralter, die durch eher fraglich erscheint.
werden, sollte möglichst versucht
Nicht selten kommt es hierbei vor,
den Rettungsdienst betreut und in
dass die Begleiter die Fragen des Ret- werden, sie ins Warme zu schaffen,
Krankenhäuser eingeliefert werden
bzw. sie vor weiterem Auskühlen zu
tungsdienstes als »Angriff« werten
müssen.
Alaaf! Eure bzw. Ihre
Feuerwehr Alsdorf
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
90
Februar / März
VERANSTALTUNGEN FEBRUAR MÄRZ
FEBRUAR
03.02.
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04.02.
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05.02.
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17.02.
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Alle sechs Tolkien-Verfilmungen an einem
Stück, Cinetower Alsdorf
17.02.
20 UHR
CAVEMAN
»Du sammeln, ich jagen!«
Energeticon, Konrad-Adenauer-Allee 7
17.02.
17.30 -20 UHR
KARNEVALSDISCO
für Teenies von 11 bis 15 Jahren
Stadt Alsdorf
Städt. Kinder- und Jugendtreff »Altes Rathaus«, Aachener Str. 1
18.02.
20 UHR
PREMIERENSITZUNG & PARTY
Prinzengarde Alsdorf
Stadthalle Alsdorf
19.02.
14.11. UHR
KINDERZUG
Alsdorf-Busch
19.02.
16 UHR
FAMILIENSITZUNG
Prinzengarde Alsdorf
Stadthalle Alsdorf
11.02.
14 UHR
STEIGERFÜHRUNG
»Ein ehemaliger Bergmann zeigt seine
Kull«, Energeticon, Konrad-Adenauer-Allee 7
22.02. 18-20 UHR
DINNER FÜR ALLE
für Jung und Alt – für Groß und Klein
Stadt Alsdorf
Städt. Kinder- und Jugendtreff „Altes Rathaus“ Aachener Str. 1
11.02.
20 UHR
FAISAL KAWUSI
»Glaub nicht alles, was du denkst«
Energeticon, Konrad-Adenauer-Allee 7
22.02.
15.30 UHR
AKIKA
Kinderkostümfest des Märchenprinzen
Aachen Eurogress
10.02.
20 UHR
ONE NIGHT OF QUEEN
Stadthalle Alsdorf
22.02.
19 UHR
GARDESTRÖPP-SITZUNG
Stadthalle Alsdorf
11.02.
20 UHR
PRUNKSITZUNG
KG Tröter Pötzer Jonge e.V.
Stadthalle Alsdorf
24.02.
14 UHR
KINDERFEST
St. Castorhaus Alsdorf
12.02.
11-18 UHR
SAG »JA« - HOCHZEITSMESSE
Burg Baesweiler
24.02.
21 UHR
7. PRINZENGARDENACHT
Prinzengarde Alsdorf
Stadthalle Alsdorf
11.02.
20 UHR
LIESE-LOTTE LÜBKE - KOPF IN DEN SAND
Klavierabend & Pianopoesie
Soziokulturelles Zentrum Kösterchen,
Dahlemer Straße 28
25.02.
16.30-19 UHR
KINDERKARNEVALSDISCO
Städt. Jugendtreff Ofden, »Alte Dorfschule«, Dorfstr. 77
12.02.
18 UHR
MUSICAL HIGHLIGHTS
Die schönsten Songs in einer Show
Stadthalle Alsdorf
14.02.
KARNEVALSSITZUNG IN ST. JOSEF
Seniorenhaus St. Josef
Alte Aachener Straße 18
14.02.
VALENTINSSPECIAL
Fifty Shades of Grey, Cinetower Alsdorf
05.03.
11.30 UHR
VERNISSAGE IM SCHAFFRATHHAUS
Algirdas Milleris: Schaffrath und die Barbarakapelle
Schaffrathhaus-Kultur im Atelier
Alsdorf, Theodor-Seipp-Str. 118
Geöffnet am:
11.03.: 16-18 Uhr, 12.03.: 14-18 Uhr
18.03.:16-18 Uhr, 19.03.: 14-18 Uhr
27.02.
15.30 UHR
ROSENMONTAGSBALL 2017
Stadthalle Alsdorf
05.03.
13 UHR
DISNEY JUNIOR MITMACHKINO
Cinetower Alsdorf
27.02.
14.11 UHR
ROSENMONTAGSZUG
Mariadorf-Hoengen, ab 16.00 Uhr, AfterZoch-Party, Mehrzweckhalle Hoengen
09.03.
20 UHR
NIGHT WASH LIVE
Energeticon, Konrad-Adenauer-Allee 7
27.02.
20 UHR
ROSENMONTAGSBALL
KG Stadtgarde Alsdorf e.V.
Vereinslokal Haus Kisters, Alsdorf-Busch
10.03.
19.30- 22 UHR
WEEKEND-LOUNGE
für Jugendliche ab 16 Jahre
Stadt Alsdorf
Städt. Kinder- und Jugendtreff „Altes Rathaus“ Aachener Str. 1
28.02.
11 UHR
VERABSCHIEDUNG DER PRINZENPAARE, DER KINDERPRINZENPAARE UND
DES GRAFENPAARES
Stadt Alsdorf, Rathaus, großer Sitzungssaal, Hubertusstraße
11.03.
20 UHR
MARTIN HUTCHINSON
Irish Bluesman
Soziokulturelles Zentrum Kösterchen, Dahlemer Straße 28
11.03.
MÄDCHENSPORTTAG
Stadt Alsdorf
Turnhalle Nord, Am Klött, Alsdorf
MÄRZ
01.03.
Kunst für Alsdorf 2017 – Halden bleiben
Ausschreibungsbeginn des Kunststipendiums des Alsdorfer Kunstvereins
Veranstalter Stadt Alsdorf
11.03.
20 UHR
PAWEL POPOLSKI
»Der wissen der Wenigste«
Stadthalle Alsdorf
12.03.
14 UHR
MODENSCHAU
Das Alsdorfer Stadtmagazin »undsonst«?!
präsentiert im Autohaus Gohr Modetrends
2017, Alsdorf, Carl-Zeiss-Str. 2
03.03.
20 UHR
LUKE MOCKRIDGE
Das neue Programm
Stadthalle Alsdorf
Über Geld sprechen
lohnt sich!
Johannes und Sandra M.
freuen sich auf ihre Familie.
25.02.
19 UHR
KOSTÜMSITZUNG MIT AFTER SHOW
PARTY
Prinzengarde Alsdorf, Stadthalle Alsdorf
26.02.
11.11. UHR
KINDERKOSTÜMZUG DES MÄRCHENPRINZEN
Aachen, Innenstadt
27.02.
14.11 UHR
ROSENMONTAGSZUG
Stadtgebiet Alsdorf
Genossenschaftliche Beratung für Alsdorf
Mein Leben lang.
Ihre Ziele und Wünsche sind unser Antrieb.
In unserer transparenten und fairen
Genossenschaftlichen Beratung stehen Sie
mit Ihrer persönlichen Situation im Mittelpunkt.
Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin
unter 0241 4620.
Februar / März
91
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
FEBRUAR MÄRZ
12.03.
15 UHR
SAMBIA-NACHMITTAG
Bericht über die letzte Reise von fair handeln e.V. nach Sambia mit Fotos und Caféteria.
fair-handel e.V., Pfarrheim Warden, Goethestraße 183
13./14.03. 20 UHR
DAS ABSCHIEDSDINNER
Grenzlandtheater Aachen
Kulturgemeinde Alsdorf
Stadthalle Alsdorf
15.03.
19 UHR
SERVUS PETER
Eine Hommage an Peter Alexander
Stadthalle Alsdorf
16.03.
10 UHR
»AUGEN AUF IM STRAßENVERKEHR,
DAS FÄLLT ALT UND JUNG NICHT
SCHWER«
Kooperation zwischen der Polizei Aachen,
dem Seniorenheim und der Kita Pestalozzistraße im Rahmen der Generationsbrükke Deutschland
Kita Pestalozzistraße
AUSSTELLUNG KUNSTVEREIN
Viktor Stricker
»Menschen«
VERNISSAGE, FREITAG,
31. MÄRZ, 19.00 UHR
IN DER GALERIE DER
STADTBÜCHEREI ALSDORF
Der 1955 im sibirischen Novosibirsk geborene und seit einigen
Jahren in Alsdorf lebende Künstler
Viktor Stricker dürfte den meisten
Einheimischen noch nicht bekannt
sein. In seiner früheren Heimat in
realistischer ebenso wie in freier
Darstellung geschult, stand für
den 14jährigen schon der Berufswunsch fest. Strickers bevorzugte
Farben sind Öl und Acryl.
In seiner gegenständlichen Malerei
hat er den Menschen zu seinem
Hauptthema gemacht, den heutigen
ebenso wie historische Personen.
18.03.
10-13 UHR
FLOHMARKT IN DER KITA ST.JAKOBUS
Für das leibliche Wohl ist gesorgt
Telefonische Anmeldung: 02404/62662
Standgebühr pro Tisch 5€
Kita St. Jakobus, Jakobstr. 103, Alsdorf
19.03.
14 UHR
LAURAS STERN
Das Musical
Stadthalle Alsdorf
Hierzu sagt Stricker, dass jede Generation nur ein Kapitel im großen
historischen Kontext ist.
So können sich auf einer Leinwand
durchaus Gestalten unterschiedlicher
Epochen und Kulturen zusammenfinden und auf die Vergänglichkeit der
Zeit hinweisen.
Stricker sieht den Menschen sowohl
als Individuum wie auch als Teil der
Gesellschaft. Auf seinen Bildern sind
die Menschen von eigenen Farbräumen wie von einer Aura umgeben.
Strickers Bilder befinden sich in Galerien und Museen in Europa, Russland
und den USA.
Ausstellungsdauer:
Freitag, 31. März bis 21. April 2017
Öffnungszeiten:
Stadtbücherei Alsdorf, Annastraße 24, Denkmalplatz
Öffnungszeiten der Stadtbücherei:
Di/Fr 10:00 - 12:00 Uhr
und 15:00 - 18:00 Uhr, Mi 13:00 18:00 Uhr, Do 13:00 - 19:00 Uhr
Sa 10:00 - 13:00 Uhr
ALSDORFER STADTMAGAZIN 5/2016/17
16.03.
11 UHR
25 JAHRE – NACH DEM ENDE DES
BERGBAUS
Blickpunkt Hauptschacht Anna
Das alte Fördergerüst am Annaplatz
ermöglicht neue Perspektiven. Panoramaschild und Objektbetrachter Fördergerüst werden vorgestellt.
Alsdorf, Annaplatz
92
Dezember / Januar
Müllsammel-Aktionswoche, Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf e.V.,
Stadt Alsdorf
27.03.-07.04.
STEINBILDHAUER SYMPOSIUM
Weitere Informationen im Innenteil
Gelände, GoBetter e. V. , Marienstraße 28
29.03.
10 UHR
TIM UND ANNA FAHREN EIN
Autorenlesung für Kinder mit Heinrich
Peuckmann
Stadtbücherei Alsdorf
29.03. 18 - 20 UHR
DINNER FÜR ALLE
für Jung und Alt – für Groß und Klein
Stadt Alsdorf
Städt. Kinder- und Jugendtreff
»Altes Rathaus« Aachener Str. 1
31.03.
20 UHR
AIXPERTENTHEATER
Die Macht der Gewohnheit
Soziokulturelles Zentrum Kösterchen, Dahlemer Straße 28
APRIL
01.04.
20 UHR
AIXPERTENTHEATER
Die Macht der Gewohnheit (2)
Soziokulturelles Zentrum Kösterchen, Dahlemer Straße 28
01.04.
19.30 UHR
AMIGOS-LIVE 2017
Wie ein Feuerwerk – Tournee 2017
Stadthalle Alsdorf
02.04.
11.30 UHR
VERNISSAGE „BLICKFÄNGER“
Im Rahmen des Projekts »Pillars of Freedom« von Alfred Mevissen präsentieren
wir eine Gemeinschaftsausstellung. Es
stellen aus: Gabi Schmertz, Leo Horbach,
Beate Büntgen, Dieter Eichelmann, Willi
Arlt, Alfred Mevissen, Geöffnet am: 08.04.:
15-18 Uhr und 09.04.: 13-18 Uhr
02.04.
18 UHR
HÖHNER – JANZ HÖÖSCH
Akustik-Tour
Stadthalle Alsdorf
21.03.
19 UHR
THEMENABEND »10 JAHRE ERFAHRUNG IM REVIER«
mit Andreas Ohligschläger, Eschweiler
Talbahnhof
24.03.
17.30 UHR
DISCO
für Teenies von 11 bis 15 Jahren
Stadt Alsdorf, Städt. Kinder- und Jugendtreff »Altes Rathaus«
Alsdorf, Aachener Str. 1
25.03.
20 UHR
SCHAFFRATHHAUS-KULTUR IM ATELIER
Ein Musikabend mit Oliver Wessel am Klavier: Sommerzeit, wir sind bereit – Pianomusik und lecker Essen
Schaffrathhaus, Theodor-Seipp-Str. 118
25.03.
20 UHR
ABBA GOLD
The Concert Show
Stadthalle Alsdorf
26.03.
18 UHR
KONRAD BEIKIRCHER
Bin völlig meiner Meinung!
Stadthalle Alsdorf
27.03. - 01.04.2017
SAUBERES ALSDORF
07.04.
19.30 UHR
URBAN PRIOL
Gesternheutemorgen
Stadthalle Alsdorf
08.04.
19 UHR
ALT-AACHENER BÜHNE
Eämoel jesaat blivt jesaat
Stadthalle Alsdorf
FÜHRUNGEN IM SCHAFFRATHHAUS
Fr. 03.02. 17 Uhr
So. 12.02. 15 Uhr
Fr. 17.02. 17 Uhr
So. 25.02. 15 Uhr
Fr. 03.03. 17 Uhr
So. 12.03. 15 Uhr
Fr. 17.03. 17 Uhr
So. 26.03. 15 Uhr
So. 02.04.
(Anmeldung über VHS – Nordkreis)
Alsdorf, Theodor-Seipp-Str. 118
Anmeldung: [email protected]
Tel.: 02404 / 6767084
28.10.-12.02.2017
DIE COLLAGEN AUS DEM MOMA
Ausstellung zu Mies van der Rohe
Ludwig Forum, Aachen
REGELMÄSSIGE TERMINE
»ABBBA« E.V. STADTTEILBÜRO
SOZIALE STADT ALSDORF-MITTE,
ANLAUFSTELLE FÜR BÜRGER/INNEN
OTTO-WELS-STR.2B/LUISENPASSAGE,
ALSDORF, TEL.: 02404/59959-0
WWW.ABBBA.DE
Öffnungszeiten montags-donnerstags
10.00–15.00 Uhr
ALSDORFER TISCH
LEBENSMITTELAUSGABE
FÜR BEDÜRFTIGE
ALSDORF, IM BRÜHL 1
(HINTEREINGANG DES ST. CASTORHAUSES, GEGENÜBER DER BURG)
TEL.: 02404 / 596990 ODER
[email protected]
WWW.ALSDORFER-TISCH.DE
Dienstags 15 Uhr bis 16 Uhr
Freitags 16 Uhr bis 17 Uhr
Das Büro zur Anmeldung ist jeweils eine
halbe Stunde früher geöffnet.
AWO-BEGEGNUNGSSTÄTTE
IN DER ALSDORFER BURG,
ANSPRECHPARTNER:
HERR PREIßLER 02404 / 21668
Montags geschlossen
Dienstags
14-18 Uhr Spielnachmittag
Mittwochs
14-18Uhr offen für alle
Donnerstags
Reserviert für Sonderveranstaltungen
Freitags
geschlossen
jeden 2. Donnerstag im Monat
15 Uhr Parkinson-Erkrankte, Ltg. D. Frank
ALTES RATHAUS +
STADTBÜCHEREI
Dienstags 15.00 Uhr
Damen-Handarbeitsrunde,
Altentagesstätte Altes Rathaus
Mittwochs 14.30 Uhr
Vorlesepaten für Grundschulen (außerhalb
der Ferien),
Infos unter 02404 / 93950
Jeden letzten Freitag im Monat
16.30 Uhr Vorlesepaten für Grundschulkinder, Stadtbücherei
RADFAHREN
BEI INTERESSE BITTE MELDEN BEI
BESTBIKE, INFOS: 02404 / 87272 ODER
WWW.BESTBIKE.DE
SPORTFORUM ALSDORF
ESCHWEILERSTRAßE
Freitags
16.30-17.30 Uhr Badminton-Kurs
für Kinder- und Jugendliche
Montags
20.30 - 22.00 Uhr Badminton-Kurs
für jedermann
LAUFTREFF ALSDORF-OST
(LAUFEN, WALKING UND NORDICWALKING)
TREFFPUNKT: VEREINSHEIM, LIEGNITZER STR. ALSDORF-OST (KLEINGARTENANLAGE)
Jeden Montag 19 Uhr
Jeden Mittwoch 19 Uhr
Samstags nach Vereinbarung, 15.30 Uhr
Das Vereinsheim ist 10 Minuten vor dem
Start geöffnet.
Weitere Informationen:
www.lt-alsdorf-ost.de
[email protected]
Kurt Pohle, Tel: 02404 21367
BEHINDERTENSPORTGEMEINSCHAFT
ALSDORF 1959 E.V.
INFOS: HEINZ MARECK
TEL: 02404 / 4402 ODER
[email protected]
Dienstags
18.30 Uhr Bosseln
20 Uhr Sitzball / Fußballtennis
20 Uhr Frauenturnen / Gymnastik
Donnerstags
20 Uhr Schwimmen und Wassergymnastik
im Luisenbad Alsdorf
Sportabzeichen auch für Menschen mit
Behinderungen, Infos bei Sportabzeichenobmann Hubert Bürschgens, Tel.: 02406/62811
oder [email protected]
Mittwochs
17 Uhr Sportplatz der Gesamtschule Am Klött
KINDER- & JUGENDTREFF
»ALTES RATHAUS«
ALSDORF-MARIADORF
AACHENER STR. 1
TELEFON 02404 / 65125
Montags
16-20 Uhr Offener Jugendtreff
16.30-18 Uhr »ARTAktion« Kunstprojekt
20-22 Uhr Sport in der Sporthalle Pestalozzistraße
Dienstags und Donnerstags
16-20 Uhr Offener Jugendtreff
Mittwochs
16-20 Uhr Offener Jugendtreff
17-20 Uhr Küche & Tisch »Jugend kocht«
Donnerstags
16-20 Uhr Offener Jugendtreff
Freitags
17-19 Uhr Offener Mädchentreff
letzter Mittwoch im Monat
18-20 Uhr DINNER für ALLE
einmal im Monat Freitags
(Termine bis Jahresende
25.09./23.10./20.11./18.12.)
17.30-20 Uhr DISCO für 11-16 Jährige
ab Mitte Oktober bis Ende Februar
Samstags
18-21 Uhr Weekend Lounge
AWO FAMILIENZENTRUM
»MITTENDRIN«
ALSDORF, ROSENSTRAßE
TELEFON: 02404 / 9569600
ALLE KURSE MIT ANMELDUNG
Sprechstunde zur Vermittlung von
Tagespflegepersonen
mittwochs in geraden Kalenderwochen
von 13.00 – 15.30 Uhr
Mini-Treff
für Kinder ab einem Jahr bis zur Aufnahme
in die Kindertagesstätte mit Begleitperson
(Eltern, Großeltern, Tagesmutter)
montags von 14.30 Uhr – 16.00 Uhr
FAMILIENZENTRUM KELLERSBERG
KATH. KINDERTAGESEINRICHTUNG
HERZ-JESU, HEBBELSTRAßE, TEL.:
02404 / 1866
STÄDT. KINDERTAGESEINRICHTUNG
ALSDORF-KELLERSBERG, FRIEDENSSTRAßE 16
TEL.: 02404 / 1484
Montags u. Mittwochs
10-11.30 Uhr GartenZwerge, in der Kleingärtneranlage Kellersberg,
Montags
10.30 Uhr Bibelgeschichten, Kita Herz-Jesu,
Pastoralreferentin Bärbel Schumacher
9-10 Uhr Beratung und Hilfe mit Eva Drusch-
ke, KAB in der Diözese Aachen in der Kita
Herz-Jesu und von 10-11 Uhr in der Kita Friedenstr.
16.15-17 Uhr Gitarrenkurs für Kinder,
Kita Herz-Jesu
Dienstags in der Hebbelstraße
19-20 Uhr Yoga
14.30 Uhr-15.30 Uhr Zumba für Kinder
19.30 Uhr Nähkurs für Mama und Papa,
Mittwochs
11-11.45 Uhr Musikalische Früherziehung,
Kita Herz-Jesu, mit Chordirektor Günther
Kerkhoffs
jeden 1. Mittwoch
16-17 Uhr Fußball AG,
Sportplatz SC Kellersberg
Donnerstags
11-11.45 Uhr Musikalische Früherziehung,
Kita Friedensstraße, Chordirektor Günther
Kerkhoffs
KLEINE OFFENE TÜR (K.O.T.)
ST. CASTOR
ALSDORF, IM BRÜHL 1 (IM KELLER DES
ST. CASTORHAUSES), TEL. 21515 ODER
[email protected]
Montags
15-18 Uhr Kindertreff (6-13 J.)
18-21 Uhr »Integrativer Treffpunkt« (alle 2
Wochen)
Dienstags
17-19 Uhr Mädchentreff (7-13 J.)
19- 21 Uhr Jugendtreff (ab 13 J.)
Mittwochs
15-18 Uhr Kindertreff (6-13 J.)
19-21 Uhr Jugendtreff (ab 16 J.)
Donnerstags
16-18 Uhr Teenietreff (12-15 J.)
18-21 Uhr Jugendtreff (ab 13 J.)
Freitags
15-18 Uhr Kindertreff (6-13 J.)
Täglich
7.30-9 Uhr und 12-12.30 Uhr
Elterncafe Kita Herz-Jesu
12-12.30 Uhr, 14-14.30 Uhr
und 15.30-16 Uhr
Elterncafe Kita Friedensstr.
ST. JOSEFHAUS
ALSDORF-BUSCH, ALTE AACHENER STR.
18
Montags ab 10.30 Uhr
Gesellige Runde, »Fit für 100«, gemeinsames Singen, Gesellschaftsspiele
Dienstags ab 10 Uhr
Denksport, Gruppenangebote, Musizieren
mit der »Hauskapelle«
Mittwochs ab 10 Uhr
Gruppenangebote, klassische Musik, leichte Gymnastik, Erzählcafé
Donnerstags ab 10 Uhr
Denksport, Handarbeiten, Kochen und
Backen, kreatives Gestalten
Freitags ab 10 Uhr
Gesellige Runde, »Fit für 100«, Vorlesen,
Uno-Spielen, Bingo
Samstags ab 15.30 Uhr
Bingo, 14-tägig
STÄDT. FAMILIENZENTRUM
»FLORIANSTRAßE«
02404 / 21333
Montags
11-12.30 Uhr Spielgruppe: Griffbereit, für
deutsche Kinder und für Kinder mit Migrationshintergrund
Jeden 1. + 3. Mittwoch im Monat
9-12 Uhr Beratung Tagesmütterpflege mit
Frau Caspers/AWO
14tägig, Donnerstag vormittags
Schwangerschaftsberatung, Fr. Bock SkF, Terminabsprache: 02402 / 951640
Jeden 1. Donnerstag im Monat
9-12 Uhr Finanzberatung
EV. KINDER- & JUGENDTREFF
OTTO-WELS-STRAßE 2B
LUISENPASSAGE
TEL.: 02404 / 59959-22,
[email protected]
Montags-Donnerstags
14.30-15.30 Uhr Hausaufgabenhilfe
14.30-19 Uhr Offener Treff
Freitags
14.30-17 Uhr Offener Treff
FAMILIENZENTRUM EVA
INFOS/ANMELDUNG:
MITTE, BODELSCHWINGHWEG 2
02404-23450, OFDEN, THEODORSEIPP-STR. 44, 02404-24850
Montags
08.30 Uhr Englisch für Kids, Mitte
10.45 Uhr Englisch für Kids, Ofden
9 Uhr Krabbelgruppe, Griffbereit
zweisprachig, Mitte
Mittwochs
9 Uhr Sprachförderung,
Rucksack-Projekt, Mitte
10 Uhr Musikwerkstatt unter der Leitung
von Günter Kerkhoffs, Ofden
Donnerstags
10 Uhr Kinderchor unter der Leitung von
G. Kerkhoffs, Mitte
Rechtsberatung: Trennung-ScheidungUnterhalt, nach Absprache:
1. Montag, 14.30 Uhr, Mitte
1. Freitag, 14.30 Uhr, Ofden
Februar / März
93
SELBSTHILFEGRUPPE
FÜR KREBSKRANKE
EHRENAMTL. GESCHÄFTSFÜHRER:
HEINZ H.J. KARSZNIA,
TEL.: 02404 / 20981
Jeden 2.+4. Donnerstag im Monat
15.30 Uhr Treffen der Gruppe (außer in
den Ferien und an Feiertagen), AlsdorfMitte, Martin-Luther-Saal der ev. Kirchengem.
KNAPPENCHOR ST. BARBARA
LEITUNG: VOLKMAR MICHEL, KONTAKT:
JOSEF MÖRES, TEL.: 02464 / 5208
Chorproben Donnerstags
19.30 Uhr Herzogenrather Straße,
Bergbaumuseum
SCHÜLER-JOBBÖRSE
ALSDORF, MARIENSTRAßE 21
INFOS UNTER 02404 / 912120
Donnerstags
9-12 Uhr und 15-18 Uhr
WELTLADEN FAIR HANDELN
ALSDORF, MARIENSTRAßE 21
Öffnungszeiten:
Dienstag 15-18 Uhr · Donnerstag 9-12 Uhr
Freitag 15-18 Uhr · Samstag 10-13 Uhr
WELPENSTUNDE/-SPIELE
MV ALSDORF-WILHELMSCHACHTBUSCH, ANSPRECHPARTNER:
MARIANNE TRAUT,
TELEFON 02404 / 25000
Samstags 13.00 Uhr
www.hundeverein-alsdorf-busch.de
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
Ausblick
2017 ist auch ein »Lütter-Jahr«
Der frühere Alsdorfer Kirchenmusiker und vielseitige Komponist
Johann Lütter (1913 - 1992) ist vor
25 Jahren gestorben. Aus diesem
Anlass tritt die Johann-Lütter-Stiftung 2017 mit mehreren Veranstaltungen an die Öffentlichkeit. Dem
Antrag der Stiftung, eine Straße in
Alsdorf nach ihrem musikalischen
Sohn zu benennen, war bereits im
abgelaufenen Jahr ein schöner
Erfolg beschieden. Im Lauf des Jahres soll nun die Straße eingeweiht
werden.
Der Kirchenchor St. Castor Alsdorf
unter der Leitung von Kantor Josef
Voußen ist dem Werk Johann Lütters
schon seit Jahren zugetan. Er führt
anlässlich der Stiftungsmesse am
Samstag, 1. Juli, 17 Uhr, im Selfkantdom St. Gangolf Heinsberg, die Messe
in e von Johann Lütter auf. Schließlich
wird der Johann-Lütter-Preis in diesem
Jahr an das »Ensemble 2007 Stutensee« verliehen. Die sympathischen
und vielseitigen Chorsängerinnen und
-sänger aus Baden-Württemberg tragen die Musik Johann Lütters bei
Konzerten in die Kurpfalz um Heidelberg und Mannheim hinein.
»Weitere Veranstaltungen, etwa ein
Konzert auf Burg Rode und ein Chorwettbewerb, sind in der Planung oder
schon einmal angedacht«, ergänzt
Ingeborg Lütter aus Herzogenrath
vom Kuratorium der Stiftung den Jahresplan.
Liebe LeserInnen,
nach den Karnevalstagen wird es hoffentlich bald Frühling - der Winter
und die kalten, dunklen Tage sind nicht meins.
Im März freuen wir uns auf unsere alljährliche Modenschau bei Gohr. Zum
6. Mal veranstalten wir diesen Event im Autohaus, und es sind wieder viele
Alsdorfer Modegeschäfte, aber auch Firmen aus Würselen und Aachen
dabei. Besuchen Sie uns am Sonntag, den 12. März. Ab 14.00 Uhr gibt es
zwei Modeläufe vom Ballkleid bis zu Jogginghose, vom Streetoutfit bis
zum Brautkleid. Taschen, Tücher, Schuhe, Brillen und Blumengestecke.
Alsdorfer Models von acht bis achtzig zeigen Mode und Accessoires aus Alsdorf und dem
Umkreis. Das ist auch ein Beitrag zum Heimatshopping!
Wilma Mika-Scheufen wird ab sofort einen Plastik-Waste-Test durchführen. Sie sammelt in
ihrem Zweipersonenhaushalt alle anfallenden Plastikverpackungen und Plastikartikel in den
nächsten drei Wochen. Anschließend wird sie in der Fastenzeit versuchen, auf Plastikmaterial
möglichst zu verzichten. Wir werden sehen, wieviel Plastik in den ersten drei Wochen bei ihr
anfällt und wie sie es anstellt, in den zweiten drei Wochen darauf zu verzichten.
Die Schabernacks feiern in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag - genau wie wir. Damals haben
sie im Jahr 2003 mit ihrem ersten Theaterstück für Kinder angefangen. Im Luthersaal und vielen Kindergärten haben sie ihr Stück »Schneewittchen« aufgeführt - heute treten sie für alle
Kindergärten und Grundschulen an einem Tag in der Stadthalle Alsdorf auf. Freuen Sie sich
gemeinsam mit Ihren Kindern auf ihr diesjähriges Stück » König Drosselbart«.
Unsere erste Ausgabe der »undsonst?!« erschien übrigens im November 2003: 16 Seiten, sieben Anzeigen. Was ist eigentlich aus unserem Zuckersammler Klaus-Peter Nießen geworden,
den Wilma Mika-Scheufen in dieser Ausgabe getroffen hat? Wir werden ihn besuchen.
Natürlich haben wir in der nächsten Ausgabe noch vieles andere mehr, nicht zuletzt wollen
Sie bestimmt die Geschichte von Hartmut Malecha über seinen Besuch in der Ukraine weiterlesen, den wir in dieser Ausgabe leider noch nicht weiterführen konnten.
Freuen Sie sich auf viele neue Themen und
Alsdorf first
Ihre Marina Brants
BÜRGERSPRECHSTUNDE
SITZUNGSKALENDER
Ein offenes Ohr für die Anliegen der Alsdorfer Bürgerinnen und Bürger hat Bürgermeister Alfred Sonders.
Deshalb lädt er regelmäßig zu Bürgersprechstunden
ein. Die nächsten Sprechstunden finden jeweils Mittwoch, den 22. Februar und 29. März, im Rathaus,
Hubertusstraße 17, statt. Zwischen 15 und 17 Uhr
steht er in seinem Amtszimmer für Fragen, Anregungen
und Probleme als Gesprächspartner zur Verfügung.
Auch telefonische Nachfragen sind möglich. Interessierte Bürgerinnen und
Bürger müssen sich aber bitte vorher im Vorzimmer des Bürgermeisters bei
Marika Kickartz, Zimmer 124, 1. Etage, anmelden.
TERMINKALENDER FÜR DIE SITZUNGEN
DES RATES DER STADT ALSDORF UND
SEINER AUSSCHÜSSE
Bürgermeister Alfred Sonders und Marika Kickartz sind auch unter den
Telefon-Nummern 02404/50-291 und 50-292 erreichbar.
Di.
Mi.
Di.
Do.
Do.
Di.
Do.
Do.
Di.
DIE NÄCHSTE »UNDSONST?!«
ERSCHEINT AM 07.04.2017
Termine oder Redaktion für den Veranstaltungskalender
möglichst per Email: [email protected] oder
Telefon: 0 24 04 / 84 76 · Fax: 0 24 04 / 9 32 66
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:
10. März 2017
ALSDORFER STADTMAGAZIN 1/2017
94
Februar / März
FEBRUAR
Do. 09.02.17
Di. 16.02.17 18.00 Uhr
Städteregionsausschuss
Ausschuss für Stadtentwicklung
MÄRZ
07.03.17
08.03.17
14.03.17
16.03.17
16.03.17
21.03.17
23.03.17
23.03.17
28.03.17
18.00 Uhr
18.00 Uhr
18.00 Uhr
18.00 Uhr
18.00 Uhr
18.00 Uhr
18.00 Uhr
Jugendhilfeausschuss
Integrationsrat
Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur
Betriebsausschuss techn. Dienste
Städteregionsausschuss
Hauptausschuss
Ausschuss für Stadtentwicklung
Städteregionsausschuss
Rat der Stadt
APRIL
Do. 06.04.17
Städteregionstag
OSTERFERIEN: 10.04. - 22.04 2017
DREIJMOHL
ALAAF!
JETZT BIS ZU 300,- EURO
FASTELOVVENDSBONUS
ABGREIFEN!
INFO: 0800 2222 333
*Die Aktion „Bis zu 300 € Prämie“ gilt für Privatpersonen und bis zum 19.03.2017. Bestellt der Kunde Produkte aus allen drei prämienrelevanten Kategorien (Festnetz, Mobilfunk, TV) werden ihm 300 € Prämie gutgeschrieben, aus
zwei Kategorien 200 €, aus einer Kategorie 100 €. Aktionsfähige Produkte sind in der Kategorie Festnetz „Telefon-Flat“, „Internet-Flat“, „Doppel-Flat“, in der Kategorie Mobilfunk alle NetAachen-Mobilfunkverträge im D-Netz sowie
in der Kategorie TV „NetTV“. Um die jeweilige Prämie in den Produktkategorien Festnetz und TV zu erhalten, darf der Kunde in den letzten 3 Monaten in der prämienrelevanten Kategorie kein NetAachen-Kunde gewesen sein und
muss bis zum 19.09.2017 an das NetAachen-Netz angeschlossen werden können. Die Gutschrift der Prämie erfolgt in den Produktkategorien Festnetz und TV in den ersten zehn Monaten als 10€-Gutschrift/mtl. sowie in der
Kategorie Mobilfunk in den ersten 20 Monaten als 5€-Gutschrift/mtl. Die Aktion gilt nicht für Tarifwechsel oder Vertragsverlängerungen. Es gilt eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten und es fallen einmalig Bereitstellungskosten an: Mobilfunk 24,90 €, Festnetz 49,90€, NetTV 49,99 €. Zudem können je nach Tarif Endgerätekosten anfallen: Mobilfunk ab einmalig 1 €, Festnetz ab einmalig 49 €. Infos und Anschlusscheck unter www.netaachen.de.
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