14 - Camberger Anzeiger

Usinger Anzeigenblatt
10. November 2016
USINGEN (red). Der Seniorenbeirat der Stadt Usingen bietet eine Fahrt in das Gartencenter „Mauck“ in Oberursel an, in
der eine Advents- und Weihnachtsausstellung zum Stöbern
und Einkaufen einlädt. Anschließend kann man in der Cafeteria
noch Kaffee und Kuchen genießen.
Abfahrt ist am Mittwoch, 23.
November, um 13.30 Uhr vom
Lidl-Parkplatz aus.
„Fair schenken“
Harald Weber in seinem Atelier in der Taunusstraße in Neu-Anspach.
Foto: Winter
Seine Malerei „kommt
aus dem Inneren heraus“
Harald Weber lädt für das kommende Wochenende zur Ateliereröffnung ein
NEU-ANSPACH (kat). Wei-
ßer Schaum tanzt auf tosenden Wassermassen, die in
der Mitte scheinbar auseinanderdriften und rechts
und links eine grünlich
schimmernde kristallene
Tiefe freigeben. Das Bild
ist natürlich ein Bild, aber
entstanden aus einem Foto,
das Harald Weber aufwendig am Computer bearbeitet
hat, um diese Szenerie zu
erschaffen, die in schwarze
Unendlichkeit abdriftet.
„Viele haben den spontanen
Reflex und wollen die Bilder anfassen, einfach weil sie so plastisch wirken“, erzählt Weber, der
in der Taunusstraße 9 in NeuAnspach seine Werke zeigt. Einst
als Maschinenbauer angefangen,
der ein Studium der Innenarchitektur abgeschlossen hat, fotografiert er, malt mit Acryl „abstrakt expressiv“, wie er erklärt,
und er stellt Collagen, sogenannte Patina Assemblagen her. „Hier
spiele ich mit Fundstücken, mit
Formen, die mich interessieren“,
erzählt Weber. Die zumeist quadratischen Formate werden mit allem, was Weber anzieht und begeistert, bestückt. Das können
ausrangierte Eierkartons, Teile
von Dosen oder Werkzeugen
ebenso wie Papierfetzen sein.
Diese werden so bearbeitet, dass
sie eine rostige Patina umgibt,
die von leuchtenden Farben, oft
türkis, unterbrochen wird. Teilweise jahrelang habe er die Stücke gesammelt, die er nun in seinen Collagen verwendet. Dabei
sehen die Werke schwer aus, sind
aber sehr leicht, wie er beim Umdrehen und dem Klopfen auf die
Rückseite beweist, „das ist Pappe“, grinst Weber. Ansonsten
wird mit Farbe, Spachtelmasse,
Holz und Papier und vielleicht
auch mal mit einem Metallstück
gearbeitet. „Wichtig ist die Illusion, die damit entsteht.“ Und
damit das Werk, die Illusion,
später an der Wand richtig zur
Geltung kommt, hat er einen Abstandhalter aus ausrangiertem
Parkett verwendet.
Seine Malerei „kommt aus
dem Inneren heraus, und hat viel
mit Spurensuche zu tun“, erklärt
er. Mit Fußspuren vielleicht, die
hinterlassen wurden, und die als
Sprache daherkommen. Außerdem ist er fasziniert von geometrischen Figuren und von Zahlen.
„Die Ästhetik der Zahlen finde
ich klasse.“ In vielen seiner Werke finden sich diese, klein am
Rand oder ganz offensichtlich in
der Mitte des Bildes.
Ein Rätsel bleibt allerdings
erst einmal eine Fotografie, die
sehr präsent auf der rechten Seite
des Ateliers hängt. Dass es sich
hier tatsächlich um eine Fotografie handelt, ist dem Betrachter
nicht sofort klar. Dann geht es
daran, die Form zu identifizieren, die ein Gebäude zeigt, aber
die Blickrichtung nicht sogleich
preisgibt. Schließlich die Antwort, „das ist der Messeturm.“
Allerdings von schräg unten
fotografiert und mit Lichtschläuchen versehen, die sich wie helle
Würmer von der Seite Richtung
Bildmitte schlängeln.
Vielfältig ist Webers Arbeit
auf jeden Fall. Und jetzt hat er,
zusammen mit dem Holzgestalter Matthias Schmidt, eine ganz
besondere Ausstellung geplant,
mit der auch gleichzeitig das
Atelier eröffnet wird. Am kommenden Wochenende Samstag,
12. November, ab 15 Uhr, sowie
am Sonntag, 13. November, von
11 bis 18 Uhr (offenes Atelier)
zeigen die beiden Künstler ihre
Werke. In Vorbereitung auf eine
Ausstellung im historischen Rathaus Hochstadt, die vom 3. bis
zum 26. Februar dort läuft, werden die Werke zuvor in NeuAnspach ausgestellt. Weber und
Holzgestalter und Holzbildhauer
Schmidt stellen ihre Arbeiten
unter dem Titel „Wechselspiel“
vor.
PFAFFENWIESBACH (red).
Fair schenken: Unter diesem
Motto lädt der Eine-Welt-Kreis
Pfaffenwiesbach am Sonntag,
13. November, ab 14 Uhr zur
diesjährigen Novemberausstellung ins katholische Gemeindehaus ein. Es wird eine große
Auswahl an dekorativen Geschenkideen und ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln
aus dem fairen Handel angeboten. Das Eine-Welt-Team freut
sich auf einen gemütlichen
Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.
Gedenkfeiern
am 13. November
GRÄVENWIESBACH (red).
Am Sonntag, 13. November, finden in Grävenwiesbach Gedenkfeiern zum Volkstrauertag statt.
Es beginnt um 10 Uhr in der
evangelischen Kirche mit einem
ökumenischen Gottesdienst, in
den die Gedenkfeier eingebunden ist. Die Grävenwiesbacher
Musikanten werden den Gottesdienst musikalisch mitgestalten.
Im Anschluss an den Gottesdienst findet die offizielle
Workshops
Kranzniederlegung der Gemeinde auf dem Friedhof in Mönstadt
Wer Lust bekommen hat, statt. Auch hier sind die Grävenselbst kreativ zu werden, der hat wiesbacher Musikanten mit dain verschiedenen Workshops Ge- bei.
legenheit dazu. Weber bietet am
Samstag, 19. November, sowie
am Samstag, 3. Dezember, je- Kranzniederlegungen
weils von 10 bis 17 Uhr WorkIn Heinzenberg ist die Kranzshops an, um Patina Assemblagen herzustellen. Das Angebot niederlegung durch den Ortsvormöchte er darüber hinaus noch steher auf 10 Uhr terminiert. Es
ausweiten. „Nicht alles, was wir spielt der Fanfarenzug Hundswegwerfen, ist nutzlos, nicht al- tadt. In Hundstadt ist die Kranzles, was wir für wert erachten, ist niederlegung durch die Ortsvorsinnvoll“, lädt er Interessierte steherin um 11.30 Uhr. Auch
ein, mit den Möglichkeiten der hier spielt der Fanfarenzug
Kunst den Dingen einen neuen Hundstadt. Auch in Naunstadt
„Wert“ zu geben. Wer Lust hat, und Laubach werden Kränze nieeinen neuen kreativen Weg zu dergelegt.
Bei diesen Veranstaltungen
gehen, kann sich mit Harald Weber in Verbindung setzen.
soll der Toten der beiden WeltWeitere Informationen gibt es kriege und auch aller anderen geunter Telefon 0170/3535308, E- walttätigen Konflikte gedacht
werden.
Mail: [email protected]
Knallrot für Downtown Arnoldshain
Büchertelefonzelle mit 3000 Euro Spendengeldern finanziert / „Ein gutes Stück ist eingezogen“
ARNOLDSHAIN (mg). Sie ist
nicht zu übersehen, die neue
knallrote Büchertelefonzelle in
Arnoldshain, die am Samstagmittag feierlich eingeweiht wurde.
Da es stark regnete, zogen sich die
Besucher in das Café Henrich zurück, um sich vom Tourismusund Kulturverein (TKV) Schmitten die gesponserten Brezeln, Kuchen und Kaffee schmecken zu
lassen.
Organisiert wurde das ehrenamtliche und rein mit Spendengeldern getragene Projekt von
Marc Löwenstein, André Daniel,
Halit Karadolami und dem Hauptinitiator Aristoteles Kronenberg
(32), der derzeit mit Ausgrabungen in Griechenland beschäftigt
ist. Er studiert Archäologie in
Frankfurt und fand heraus, dass
die britische Telefonzelle, „unser
Modell K6“, 1936 zum silbernen
Thronjubiläum von König George
V. – dem Opa von Queen Elizabeth II. – eingeführt worden ist.
Das Telefonhäuschen wiegt 760
Kilogramm und ist 2,40 Meter
hoch. Das Design stammt von
Architekt Giles Gilbert Scott.
1939 folgte eine gegen Vandalismus verbesserte Mark II-Version.
Nach der Thronbesteigung von
Königin Elisabeth II. wurde die
Georgskrone im Dach der Tele-
„Wiremer
Dippegucker“
Rezeptbüchlein für zehn Euro zu haben
WEHRHEIM
(red).
Das
Büchlein „Wiremer Dippegucker – Rezepte und Köstlichkeiten aus Großmutters Küche“ ist
neu aufgelegt worden, wie Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzender Stefan Velte mitteilt.
Für zehn Euro kann es ab sofort
in der Schuhmachermeisterwerkstatt Veltes erworben werden. Die 600 Stück der ersten
Auflage waren vergriffen und
der Wunsch nach einer Neuauflage groß. Diesem Wunsch wurde nun rechtzeitig vor Weihnachten Rechnung getragen. Mit
einem kleinen Programm sowie
dem Jahresrückblick in Bildern
wird der Heimat- und Geschichtsverein Wehrheim am 28.
Dezember
seine
Jahresabschlussfeier begehen. Um 19
Uhr geht es im Bürgerhaus los.
Wieder zu haben: das Rezeptbüchlein aus Wehrheim.
Foto: Jung
Der Verein freut sich auf rege
Teilnahme seitens der Mitglieder.
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Wir suchen ab sofort
Zusteller/innen
für die tägliche Zustellung unserer Produkte in:
Neu-Anspach
Hegewiese
Obernhain
Gemünden
Galgenfeld
Mauloff
Saalburgsiedlung
Sollten Sie interessiert sein, rufen Sie bitte unsere
Vertriebsabteilung an. Sie erhalten dort Auskunft
über Verdienst, Zustellbereich und Stückzahl.
Wir freuen uns auf Ihren Anruf!
www.usinger-anzeiger.de
Fahrt ins
Gartencenter
Zustell- und Logistikgesellschaft Hessen mbH
Am Urnenfeld 12, 35396 Gießen
Telefon 06081 105-313, von 8 bis 13 Uhr
oder per E-Mail [email protected]
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durch das Zustellen von Zeitungen und Prospekten.
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ab 13 Jahren, mit der Bereitschaft, das Usinger
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Für die Orte
Gemünden, Hegewiese, Neu-Anspach, Rod am Berg,
Westerfeld, Galgenfeld, Usingen, Eschbach, Hausen,
Wehrheim, Rod an der Weil, Schmitten, Niederreifenberg, Mauloff, Seelenberg, Saalburgsiedlung
Urlaubsvertretung für alle Bezirke
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Marc Löwenstein (neben der Telefonzelle), Julius (8), André Daniel, die Mutter von Aristoteles Kronenberg,
Bürgermeister Marcus Kinkel und viele weitere Bürger den neuen Mittelpunkt Arnoldshains ein. Foto: Götz
fonzelle modifiziert. Eine dieser
geschichtsträchtigen K6 Telefonzellen steht jetzt in Arnoldshain.
„In Downtown Arnoldshain“,
schmunzelte Bürgermeister Marcus Kinkel. Gefüllt ist die rote
Telefonzelle – wie die gelbe auf
dem Treisberg – mit Büchern, die
jeder kostenfrei lese und tauschen
darf. Drei Kisten spendete alleine
die Bücherei der evangelischen
Kirchengemeinde. Kinder finden
im unteren Bereich, Erwachsene
oben interessante Fachbücher
oder spannende Romane. Den
Holzboden der Telefonzelle baute
der Vater von Aristoteles, Martin
Kronenberg. Die Mitarbeiter des
Bauhofes halfen mit der Bodenplatte. „Ein gutes Stück Kultur ist
eingezogen, gerade in der Zeit
von Whats App, wo man nur noch
mit Smileys schreibt und unsere
deutsche Sprache zu verkümmern
droht“, freute sich Kinkel über die
Literatur. Dieser Aspekt war Aris-
toteles Kronenberg sehr wichtig,
der schriftlich über den Rathauschef mitteilten ließ, dass das Medium Buch wie kein anderes Mittel die Fantasie des Menschen anrege und ihn zwinge, nein, erlaube, sich die Welt selbst vorzustellen. Marc Löwenstein dankte in
seiner Rede allen Bürgern, die die
stattliche Summe von 3000 Euro
aufgebracht hatten. Exemplarisch
für alle Geldgeber nannte Kinkel
die Bürgerstiftung Schmitten.
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