Impulse Oktober - DIE LINKE. Märkisch

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In dieser Ausgabe:
Deutschland trägt
nicht zum Frieden bei
Moorsoldaten in Norwegen
Ergreifende
Dokumentationen
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Berlins LINKE erfolgreich
nach tollem Wahlkampf
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der Unterkunft
gemäß SGB II sowie als stellvertretende Kreisvorsitzende der LINKEN
kenne sie die alltäglichen Sorgen
der Bürgerinnen
und Bürger sehr
gut. Die Gesundheitsversorgung
entwickle
sich
immer mehr zur
Ware Mensch. Da
müsse gegengesteuert werden.
Prävention und
eine ausreichende gesundheitliche Versorgung
für alle statt
v. l. n. r.: Kerstin Künhn, Sebstain Walter, Marco Büchel, Bettina Fortunato,
KommerzialisieHarald Petzold, Ralf Christoffers
rung forderte die
berzeugende 95,5 Prozent der Stimmen
53-Jährige. Außerdem sei ihr die Unterstüterhielt Kerstin Kühn als Direktkandidatin
zung des Mittelstandes wichtig, zum Beispiel
für die Bundestagswahl 2017 auf der Wahlbei dessen Besteuerung. Schließlich schafkreisversammlung Barnim/Märkisch-Oderfen gerade die Selbstständigen die meisten
land am 1. Oktober. Die Rechtsanwältin aus
Arbeitsplätze. Es gelte, Bürgerinteressen zu
Bernau möchte der sozialen Gerechtigkeit
hinterfragen und zu thematisieren. Sie wolle
mehr Gewicht verleihen. In ihrer Kanzlei werde
mit Ohr, Herz und Verstand spürbar bei den
sie täglich mit den Problemen der Menschen
Menschen sein.
konfrontiert, ob es um Fragen im Zivil-, Wirtschafts-, Bau-, Verwaltungs-, Handels- oder
Richtungsentscheidung
Gewerberecht geht. Auch durch ihre mehrbei nächsten Wahlen
jährige Tätigkeit als Vorsitzende des GesundAuf Nachfrage unterstütze sie eine rot-rotheitsausschusses im Kreistag Barnim und als
grüne Regierung. Wobei die Positionen zu
Ombudsfrau ihres Landkreises für die Kosten
Foto: Frank Müller
Mit Kerstin Kühn
Direktmandat zurückgewinnen
Ü
Wer spielt hier
eigentlich die Musik?
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Krieg und Frieden für sie ein entscheidender
Verhandlungspunkt seien, sagte sie.
Die Vorsitzende der LINKEN Märkisch-Oderland, Bettina Fortunato, betonte, dass bereits
bei den letzten Bundestagswahlen unter Beweis gestellt wurde, dass es hier einen linken
Wahlkreis gibt, in dem das Direktmandat von
Dagmar Enkelmann nur sehr knapp verfehlt
wurde. DIE LINKE zwinge die Mitbewerber,
klare Positionen zu beziehen zu Kitas, Schulen, Nachhaltigkeit und die Entwicklung des
ländlichen Raums. Es dürften nicht die Schwachen gegen die Schwächsten ausgespielt werden. Die Flüchtlinge seien nicht schuld an den
langjährigen Problemen in der Gesellschaft.
Sebastian Walter, Vorsitzender der LINKEN
Barnim, eröffnete „heute und hier den Wahlkampf des Wahlkreises 59“. Erforderlich sei
eine Richtungsentscheidung für die weitere
Entwicklung der Gesellschaft hin zu einer Politik des Friedens, gegen soziale Spaltung und
für eine Abkehr von der Agende 2010, die viele Probleme erst geschaffen hat. Sollen Waffenexporte, Kriegsbeteiligungen weitergehen
oder werde endlich aktiv gegen Armut und
Flüchtlingsursachen angegangen? Jedes 4.
Kind in der Region sei von Armut bedroht. Soziale Spaltung und Kriege nehmen zu, betonte
er. Es müsse mehr gegen die Mächtigen statt
gegen die Schwachen unternommen werden.
Deshalb müssen DIE LINKEN so stark wie
möglich aus der Bundestagswahl hervorgehen, betonte auch der Landtagsabgeordnete
Marco Büchel: „Wir alle unterstützen Kerstin
Kühn. Ich kenne sie mittendrin und kühn“.
Renate Adolph
Die LINKE Dr. Uta Barkusky hat die Bürgermeister-Wahl in Müncheberg klar gewonnen. Sie wird
somit für weitere acht Jahre Rathaus-Chefin sein.
Gegenüber der letzten Wahl 2008 konnte sie ihr
Ergebnis in der Hauptwahl sogar von 49,8 auf 60
Prozent verbessern. Die beiden Kandidaten von
CDU und SPD hat sie klar hinter sich gelassen.
Barkusky siegte in allen Stimmbezirken der amtsfreien Stadt. Das beste Ergebnis erzielte sie in
Eggersdorf mit 72,2 Prozent.
„Ich freue mich sehr, weiterhin Bürgermeisterin
unserer Stadt sein zu dürfen. Mir ist voll bewusst,
dass mit der Wiederwahl große Erwartungen an
mich verbunden sind und mir das Vertrauen gegeben wurde, gemeinsam mit den Stadtverordneten
und der Stadtverwaltung unser Müncheberg für die
Zukunft fit zu machen. Ich bitte darum, mich weiter
offen, kritisch und ehrlich zu begleiten, um wichtige
Themen aufzugreifen, Probleme zu lösen und uns
gemeinsam über Erfolge zu freuen.
Ich bedanke mich bei allen sehr herzlich, die mir
ihre Stimme gaben und jenen, die mich unterstützten. Ich danke besonders meiner Familie und den
Freunden sowie dem Wahlkampfteam, die alle unmittelbar mit mir stritten“, sagte sie.
www.dielinke-mol.de
Foto: A. Fortunato
Herzlichen Glückwünsch Uta Barkusky!
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Tage für Frieden,
Solidarität
und soziale
Gerechtigkeit
der LINKEN
Märkisch-Oderland
Friedenstage mit Leuchttürmen
M
ehr Veranstaltungsorte
Veranstaltungsorte, mehr Ausrichter
Ausrichter,
mehr Publikum in ganz Märkisch-Oderland — darauf war das diesjährige Strausberger Friedensfest ausgerichtet. Es gab viele
Leuchttürme mit hohen Besucherzahlen: das
Foto: A. Fortunato
Rohstofflieferungen,
Rüstungsexporte,
internationale Einsätze
Z
u den gefragten Magneten zählte das Friedenspodium der Rosa-Luxemburg-Stiftung,
auf dem über 100 höchst Interessierte Teilnehmer die neue Ausrichtung der Bundeswehr
diskutierten, moderiert vom Experten René
Hellig vom „neuen deutschland“.
Zur Eröffnung unterstrich die Vorsitzende
der Stiftung, Dr. Dagmar Enkelmann, dass im
neuen Weißbuch der Bundeswehr vor allem
die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik benannt sind: Absicherung der Rohstofflieferungen, Steigerung von Rüstungsexporten, Modernisierung der Ausrüstung sowie
zunehmende militärische Beteiligung an internationalen Konflikten. Der Einsatz im Inland
werde vorbereitet.
Martina Buchholz, verteidigungspolitische
Sprecherin der LINKEN im Bundestag, verwies auf das von der Linksfraktion und der
Luxemburg-Stiftung als Pendant herausgegebene Schwarzbuch. Darin werden Widerstand
gegen die Neuorientierung der Sicherheitspolitik und eine Trendwende gegen Hochrüstung gefordert. Im Gegensatz zum Weißbuch
würden hier die Ursachen für zunehmende
Konflikte in der Welt analysiert. Die Mehrheit
der Bevölkerung sei nach wie vor gegen die
Foto: Renate Adolph
Foto: A. Fortunato
stimmungsvolle Hoffest in Seelow, der Film
„Meine Stunde Null“ in Letschin, der Diskussionsabend über das Verhältnis zwischen
Deutschland und Russland, das Friedenspodium
über das Weißbuch der Bundeswehr, das Gedenken zum Tag der Opfer des Faschismus und
die Ausstellung in Strausberg über Moorsoldaten in Nord-Norwegen, die Brecht-Programme
mit Tino Eisbrenner in Hoppegarten und des
Gymnasiums in Bad Freienwalde mit Torsten
Riemann sowie Info-Stände in mehreren Orten
Beteiligung an internationalen
Militäreinsätzen. Die LINKE
bleibe bei ihren Forderungen:
Abrüstung und Auflösung der
NATO, deren Ersatz durch ein
ziviles Sicherheitssystem, Diplomatie und mehr humanitäre
Hilfe statt politischer und wirtschaftlicher Interessenvertretung für das deutsche Kapital.
Die Eskalationsspirale dürfe
nicht weiter angeheizt werden,
mahnte Buchholz. Es sei brandgefährlich, dass
die NATO die Auseinandersetzungen mit Russland forciert.
zum Weltfriedenstag. Aber die enorme Ausstrahlungskraft eines großen Treffens der linken Partei, wie sie 25 Jahre lang in Strausberg
das traditionelle Friedensfest immer Anfang
September aufweisen konnte, ist in diesem Jahr
nicht erreicht worden. Zu wenige Ortsverbände
beteiligten sich mit eigenen Veranstaltungen.
Mitunter nutzten nur wenige Besucher hochkarätige Angebote wie das Konzert des Kabarettisten und Liedermachers Torsten Riemann in
Strausberg.
Foto: Renate Adolph
v. l. n. r.: Dr. Dagmar Enkelman, Martina Buchholz, René Heilig,
Dr. Rüdiger Huth
Mehr Verantwortung
Deutschlands in der Welt
D
as Sicherheitsbedürfnis der Bundesrepublik angesichts von Terrorismus, Cyberkriminalität, Ressourcenverknappung und Flüchtlingsströmen hob dagegen der Vertreter des
Verteidigungsministeriums und Mitautor des
Weißbuches, Dr. Rüdiger Huth, hervor. Es sei
wichtig, an der europäischen Peripherie Stabilität zu schaffen. Deutschland müsse mehr
Verantwortung in der Welt übernehmen.
Wolfgang Neidhardt von der LINKEN Strausberg widersprach: Im Weißbuch gäbe es keine
friedlichen Antworten auf die Veränderungen in
der Welt. Es müsse alles für
den Frieden getan werden.
Dass Frieden nur mit und
nicht gegen Russland
möglich sei, betonte auch
Prof. Dr. Wilfried Schreiber, Mitglied des Dresdner
Friedenskreises.
NATO
und USA würden die eigene Verantwortung für
das gegenwärtige internationale Chaos leugnen.
Es bestehe die Gefahr
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der versehentlichen Auslösung eines nicht
gewollten Krieges. „Wir brauchen Rückbesinnung auf vertrauensbildende Maßnahmen wie
in den 80er Jahren.“ Das Weißbuch sei nicht
sicherheitsbildend sondern ein bedrohliches
Instrument, erklärte Schreiber.
Auf das Wiedererstarken des imperialen
Denkens in der globalen Politik machte auch
der Bundestagsabgeordnete Thomas Nord
aufmerksam. Deutschland habe aus seiner
Geschichte heraus eine besondere Verantwortung für Entspannung und nicht für das
Gegenteil. Er setze sich für eine „Reanimierung“ der Entspannungspolitik ein, wie sie unter anderem auch in Teilen der SPD diskutiert
werde.
Zum Abschluss fasste der Landesvorsitzende
der LINKEN Brandenburg und Landesfinanzminister, Christian Görke, zusammen: dass
deutsche Truppen hätten die Welt bisher
nicht sicherer oder friedlicher gemacht. Die
Bundesrepublik trage im Gegenteil dazu bei,
Konflikte zu verschärfen. Görke verteidigte
die verschiedentlich kritisierten Bemühungen
der Landesregierung, den Dialog mit Russland
auch in schwierigen Zeiten aufrecht zu erhalten. „Wir wollen eine Friedensarmee, die sich
am Grundgesetz orientiert und damit alleinig
auf die Landesverteidigung.“
r. a.
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Moorsoldaten
in Norwegen
E
ine bemerkenswerte Filmvorführung und
Ausstellungseröffnung über Moorsoldaten
in Nord-Norwegen fand in der Kreisgeschäftsstelle der LINKEN im Anschluss an die traditionelle Ehrung der Opfer des Faschismus
am zweiten Sonntag im September statt. Die
beiden Dokumentationen betrachten ein nur
wenig bekanntes Kapitel der deutschen Geschichte. Wir wissen einiges über die Moorsoldaten im faschistischen Deutschland, nicht
zuletzt durch das ergreifende Lied mit Ernst
Busch über ihren Überlebenskampf unter unmenschlichen Bedingungen. Aber Moorsoldaten in Norwegen? Die Autorinnen Gerit Ziegler
aus Berlin und Sinje Kätsch, aufgewachsen
in Schleswig-Holstein, haben aufgrund ihrer
persönlichen Familiengeschichte der Nachwelt ein beeindruckendes filmisches Denkmal
geschaffen. Mit letzten, noch lebenden Zeitzeugen machen sie uns Geschichte erlebbar.
Zu Wort kommen Lagerinsassen, die aus den
verschiedensten Gründen inhaftiert waren:
Kommunisten, Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und Kriminelle.
Interessante Aspekte eröffnet der Film auch
mit der dokumentierten Fortsetzung der La-
Bei bestem Sommerwetter hatten sich ca. 60
Bürgerinnen und Bürger aus ganz MärkischOderland auf Einladung des Kreisverbandes
gerhaft für ausgewählte Gruppen nach der
Befreiung durch die Rote Armee und nach der
Übergabe an die westlichen Alliierten. Dieser
Teil der Nachkriegsgeschichte ist beachtlich,
bestätigt er doch unser Bild von der „Bewältigung“ der faschistischen Vergangenheit im
Westen Deutschlands.
Die Ausstellung mit Bildern von Sinje Kätsch
widerspiegelt ihre persönlichen Vorstellungen
der damaligen furchtbaren Lagezustände.
Auch ihr wegen kommunistischer Überzeugungen eingesperrter Großvater kämpfte hier
um das nackte Überleben. Es entstanden
der VVN-BdA am Gedenkstein für die Opfer der
faschistischen Barbarei eingefunden. Unter den
Gästen Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der LINKEN, Bettina Fortunato, Landrat,
Gernot Schmidt, die Bürgermeisterin von Müncheberg, Dr. Uta Barkusky, die stellvertretende
Bürgermeisterin von Strausberg, Gudrun Wolf,
und der Vorsitzende der Kreistagsfraktion der
LINKEN, Uwe Salzwedel.
In eindringlichen Worten des Gedenkens erinnerte Dr. Uta Barkusky an die Lehren des
antifaschistischen Kampfes und mahnte, den
Tendenzen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft konsequent
entgegenzutreten. „Das sind wir den Opfern
des Faschismus schuldig.“
ergreifende künstlerische Arbeiten auf Leinwand, die den Betrachter das Grauen über
den Lageralltag spüren lassen. Film und Bilder
werden den Teilnehmern an der Veranstaltung
unvergessen bleiben. Ich lade alle Interessenten sowie Ortsverbände der LINKEN ein, diese
Ausstellung, die noch einige Wochen zu sehen
sein wird, zu besuchen (Terminabsprache über
die Geschäftsstelle).
Wolfram Wetzig
Kreisvorsitzender
VVN-BdA MOL
Brecht noch immer aktuell
T
Foto: Renate Adolph
ino Eisbrenner, einst Frontmann der DDRBand „Jessica“, interpretierte gemeinsam
mit dem Akkordeonisten Heiner Frauendorf
gekonnt Lieder und Texte von Bertolt Brecht
vor bis zu 100 begeisterten Zuhörern. Mit lauten, leisen, hohen und tiefen Tönen brachte
Eisbrenner dem Publikum den großen Dramatiker als Mahner vor Kriegen aber auch als
Mensch, der die Frauen und das Leben liebte,
auf eindringliche Weise näher.
r. a.
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch!
M
it diesem Satz von Bertolt Brecht überschrieben Schüler des Gymnasiums Bad
Freienwalde, das den Namen dieses großen
Dramatikers trägt, ihr musikalisch-literarisches
Spektakel. Mit dem Programm Mitte September fanden die diesjährigen Friedenstage der
LINKEN Märkisch-Oderland einen eindrucksvollen Abschluss. Schirmherr war hier der Landtagsabgeordnete Marco Büchel, der an dieser
Schule einst selbst das Abitur ablegte.
Mit viel Leidenschaft und Spaß waren Lieder,
Szenen und Text-Collagen unter der künstlerischen und musikalischen Leitung des
Musikers und Sängers Torsten Riemann ausgesucht worden. Ob von Brecht, Biermann
oder Lindenberg, es ging immer um Krieg und
Frieden und darum, was gesellschaftliche Zustände aus den Menschen machen. Einen Höhepunkt bildeten die beiden syrischen Brüder
Mukram und Moas (acht bzw. zehn Jahre alt)
mit dem Lied „Kleine weiße Friedenstaube“.
Vielen der über 100 Zuschauer standen Tränen in den Augen. Riemann hatte die Brüder
in einer Flüchtlingsunterkunft bei einer Chorprobe kennengelernt und sie für diesen Abend
gewonnen. Zum Abschluss der gelungenen
Aufführung erhielten die Mädchen und Jungen
Standing Ovations und Zugabe-Rufe. Torsten
Riemann war von seinen „Bühnenkollegen“
mehr als begeistert. „Es ist phantastisch, was
in kurzer Vorbereitungszeit geleistet wurde
und wie sich die Schüler mit dem Thema Krieg
beschäftigten“, sagte er.
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Großartiger Wahlkampf,
großartiges Ergebnis in Berlin!
„Liebe Genossinnen und Genossen,
wir haben das Wahljahr 2016 mit einem Wahlerfolg beendet! DIE LINKE in Berlin gewinnt 3,9
Prozent bei gestiegener Wahlbeteiligung hinzu
und zieht mit 15,6 Prozent als drittstärkste Partei
ins Berliner Abgeordnetenhaus ein. Im Westen der
Stadt erreichte DIE LINKE erstmals ein zweitstelliges Ergebnis, im Osten wurden wir stärkste Partei.
Auch in den Bezirken konnte DIE LINKE insgesamt
zulegen und ist künftig in allen Bezirksverordnetenversammlungen vertreten.
Unser Dank gehört Euch!
Der Parteivorstand beglückwünschte den Spitzenkandidaten Klaus Lederer und die Landeswahlkampfleiterin Katina Schubert zu diesem
großartigen Ergebnis. Herzlichen Dank an alle,
die in den letzten Wochen und Monaten Wahlkampf gemacht haben! Wir wünschen den Berliner LINKEN viel Erfolg für die kommenden politischen Herausforderungen.“
Aus der Beratung des Parteivorstandes
DIE LINKE. am 18. September 2016
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Bürgerbüros
Thomas Nord (MdB)
Bürgerbüro Seelow
Breite Straße 9
15306 Seelow
Telefon: (0 33 46) 85 21 45
[email protected]
www.thomas-nord.de
Bettina Fortunato (MdL)
Bürgerbüro Seelow
Breite Straße 9
15306 Seelow
Telefon: (0 33 46) 85 21 45
Telefax: (0 33 46) 85 21 47
[email protected]
www.bettina-fortunato.de
Marco Büchel (MdL)
Bürgerbüro
Bad Freienwalde
Grünstraße 8
16259 Bad Freienwalde
Telefon: (0 33 44) 33 45 41
Bürgerbüro Strausberg
Große Straße 45
15344 Strausberg
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1. und 3. Mo. im Monat
Bitte VORHER telefonisch anmelden.
[email protected]
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Bad Freienwalde
Grünstraße 8
16259 Bad Freienwalde
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Öffnungszeiten:
Di. 9 –11 Uhr
Strausberg
Große Straße 45
15344 Strausberg
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E-Mail: [email protected]
IMPULSE
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Wer bestimmt hier
eigentlich die Musik?
Die Kreismusikschule hat zahlreiche Erfolge aufzuweisen. Im Kreis ist ihr Beitrag zur frühkindlichen Erziehung nicht wegzudenken. Für die hohe Qualität der
Ausbildung und für das überdurchschnittliche Engagement bei einem flächendeckenden Angebot im Landkreis hat die Einrichtung viele Auszeichnungen und Ehrungen erhalten. Mit einem Haustarif wurde über Jahre
ein „Beitrag“ zur Sanierung des Kreishaushaltes geleistet. Auch wenn der Landrat von Märkisch-Oderland,
Gernot Schmidt, darauf besteht, immer Tarif gezahlt
zu haben, so ist der Unterschied zwischen Haustarif
und Tarif im öffentlichen Dienst durchaus deutlich darstellbar.
Seit dem Beschluss des Kreistages von 2013, die Kultur GmbH aufzulösen, steht die Frage: Wie wird die
dazu gehörende Kreismusikschule nun weitergeführt?
Der Landrat setzte sich massiv dafür ein, die Musikschule in die Vereinsschule „Hugo Distler“ zu überführen. Im eigens gebildeten Sonderausschuss des
Kreistages konnte er dafür allerdings keine Stimme
finden. Durch die zum Teil sehr emotionale Diskussion
hat Schmidt vielmehr dem Image der Vereinsschule
erheblich geschadet. Schließlich leistet auch sie eine
gute und wichtige Arbeit. Auch wenn sie mit der Kreismusikschule zusätzlich überfordert wäre.
Schließlich favorisiert der Landrat ein GmbH-Modell.
Das ist das Modell, das er eigentlich auflösen wollte
und für das er zuvor die Gegenargumente lieferte.
Auch dagegen stimmte der Sonderausschuss mit der
Weisheit seiner Abgeordneten einstimmig. Er empfahl
den Anschluss der Schule an die Kreistagsverwaltung,
so wie es, bis auf eine Ausnahme, im gesamten Land
Brandenburg und im überwiegenden Teil der Bundesrepublik mit Erfolg praktiziert wird.
Außerdem brachte der Landrat die Absenkung des
kommunalen Beitrages zur Finanzierung der Musikschule ins Gespräch, was eine Erhöhung des Elternbeitrages zur Folge hätte und die Erhöhung des
üblichen, von Musikschulen und Organisationen hart
erkämpften Landeszuschusses ins Leere laufen lassen
würde. Leider hat seine Kreistagsmehrheit im September diesem Weg zugestimmt. Damit hat sein Gefolge
einfach ignoriert, was zwei Ausschüsse (Bildungs- und
Sonderausschuss) unabhängig voneinander sowie gut
bezahlte Gutachten, Musikschulverbände, Eltern und
Lehrer nach langjährigen Diskussionen zuvor empfohlen hatten.
Das ist ein Musterbeispiel von Ignoranz und Arroganz
in der Kommunalpolitik. Da helfen nur noch Pauken.
Bernd Sachse
Mitglied des Sonderausschusses
Kreismusikschule
LinksTreff
LinksTreff Seelow
Breite Straße 9
15306 Seelow
Telefon/Fax: (0 33 46) 85 21 47
E-Mail: [email protected]
www.dielinke-seelow.de
Öffnungszeiten:
Mo. – Do. 9–12 Uhr
+
15. 10.
10 Uhr, Klubgespräch mit
Kirsten Tackmann,
Linksfraktion Bundestag
„Landwirtschaft im Oderbruch —
ein Zukunftsmodell?“
Waldhotel Seelow, Waldsiedlung
Eichendamm 9, 15306 Vierlinden
20. 10.
15 Uhr, „Im Gespräch“ ist
Roland Bienwald, 1. Vorsitzender
des SV Victoria Seelow e.V.
im LinksTreff Seelow.
Redaktionsschluss
der nächsten Impulse:
1. November 2016
Erscheinen
der nächsten Impulse:
15. November 2016
+ Termine + +
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CETA zugestimmt –
Demokratie geschwächt
Am 17. September haben über 320000 Menschen in sieben Großstädten Deutschlands gegen
das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA und das europäisch-amerikanische
Abkommen TTIP eindrucksvoll demonstriert. Das
Datum war nicht zufällig gewählt, denn in dieser
Sitzungswoche stand die Frage der vorläufigen
Anwendung von CETA auf der Tagesordnung des
Bundestages. Mit der Zustimmung der Koalitionsfraktionen zur vorläufigen Anwendung von
CETA hat das Parlament weitreichende Mitbestimmungsmöglichkeiten völlig unnötig aus der
Hand gegeben und einen Präzedenzfall für weitere europäische Abkommen geschaffen.
DIE LINKE-Fraktion vor Ort
Die Fraktion DIE LINKE. im Kreistag MärkischOderland möchte künftig verstärkt in Städten
und Gemeinden Entwicklungen des Kreises diskutieren.
Die Kreistagsabgeordneten wollen sich konkret
vor Ort über Fragen und Vorschläge der Kommunalpolitiker informieren, wenn es zum Beispiel um
Schulstandorte, Öffentlichen Nahverkehr, soziale
und kulturelle Einrichtungen des Kreises geht.
Deshalb rufen sie die Ortsverbände der Partei
auf, sie zu gemeinsamen Beratungen einzuladen.
Kontakt: Dieter Schäfer, [email protected]
IMPRESSUM
Herausgeber:
Kreisvorstand der Partei DIE LINKE. MOL
Zuschriften bitte an die Geschäftsstelle in Strausberg.
Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften bei Veröffentlichung redaktionell zu bearbeiten. Veröffentlichte und
namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit
der Meinung der Redaktion übereinstimmen.
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V.i.S.d.P. : Bettina Fortunato
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Redaktion : Renate Adolph
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